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00:00What could you first do with the ladies first?
00:05Ladies first.
00:08You have to do it.
00:11It's a big understanding that the lady is first to greet.
00:16That's a big understanding.
00:17It's a big understanding that the lady is being asked.
00:18That's a big understanding of the people.
00:24Judith, we must have a lot of confidence.
00:26We must have a lot of confidence.
00:27We can do it.
00:29We have said that they have a little bit of confidence.
00:32We must have a little bit of confidence in the audience.
00:34We have to do it for all the viewers,
00:36who are our coach,
00:38who have to do it today.
00:40He must have a little bit of confidence.
00:41He is a good health care.
00:43A big applause for us.
00:45For you, Ali.
00:47We have called you.
00:50We called you to come.
00:51They wanted to come in the summer.
00:54Maybe not, but we had it already.
00:56Maybe not, but we have to come in the summer.
00:59I was told you.
01:00I was told you.
01:02I was told you to come in the summer.
01:05I was told you to come in the summer.
01:06Where did you get to come?
01:07I was in München.
01:08I was on the road to Hamburg.
01:11I was on the road to Hannover.
01:13I was then in Hannover.
01:14I was a feiner guy.
01:14I was told you.
01:17I was told you.
01:18What was the first idea?
01:20How can you be in the show today?
01:23I was very fond of it.
01:25I was told you.
01:27I was told you.
01:33I was told you.
01:37You are right.
01:38I was like, I'm going to move on this.
01:39I was told you to go back to town.
01:40You are the here?
01:40I was told you to live in Hamburg and Lübeck.
01:41And I was told you to live.
01:42Also here, I was told you.
01:44I was told you to live there on the right side of the Contour,
01:47but the cool friends here told me that I was told you.
01:50So that I could still have been on the show.
01:54Is it unholy, you are the president of the Deutsche Knege-Gesellschaft.
01:59Is it unholy, that I started this conversation so?
02:03I wanted to be charmant and Ali begrüßen,
02:05but I made it clear that you are an Ersatz-Gast.
02:11Was that my first mistake as a moderator?
02:14It comes always on the Empfänger-Horizont.
02:18I'm going to be more eitel.
02:19I'm going to be more and more and more.
02:21I'm going to be more and more.
02:23I'm going to be more and more.
02:26I'm going to be more and more.
02:33What could you do as a guest in this round
02:39do you have to do what Benimm is wrong?
02:43How hard can I do the Maßstab?
02:44I'm going to be more and more.
02:46Möglichst hart.
02:47Möglichst hart.
02:48Möglichst hart?
02:49Okay.
02:49Wenn ich jetzt erst mal so meine Schemata durchgehe,
02:51dann sagt man, es gibt verschiedene Rechte und Pflichten eines Gastgebers,
02:55aber so auch Rechte und Pflichten eines Gastes.
02:57Und der Gastgeber versucht natürlich möglichst großzügig zu sein,
03:00dem Gast jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
03:02Das hat jetzt wunderbar funktioniert.
03:05Ganz genau.
03:06Und selbst wenn ich jetzt irgendeinen Sonderwunsch hätte,
03:08zum Beispiel Bananen-Pirsich-Nektar, glaube ich zum Beispiel,
03:10den hätten Sie gar nicht da.
03:12Und dann können Sie nicht sagen, nein, das haben wir nicht.
03:14Sondern dann sollten Sie sagen, lassen Sie mich bitte kurz prüfen,
03:17ob wir so etwas da haben.
03:18Dann verstecken Sie sich kurz hinter dem Vorhang, kommen wieder
03:20und sagen, es tut mir leid, das haben wir leider nicht.
03:22Aber nur so fühlt sich eben der Gast ernst genommen.
03:24Und weil ich jetzt auch schon zugehört habe,
03:26natürlich, wie hier alle begrüßt worden sind,
03:29es gibt natürlich im Bereich Knigge, Etikett und Co.
03:33ganz viele verschiedene Sphären, an denen man sich bedient,
03:36Rhetorik, Habitus-Theorie, Soziologie und Psychologie.
03:41Und es gibt so eine Habitus-Theorie, die Aussage,
03:43dass das Wort toll, das heute schon mehrfach gefallen ist,
03:46ein Unwort sei, weil es ja vom Wahnsinn kommt, die Tollheit.
03:50Und das ist aber bis jetzt auch das Einzige und sehr, sehr spitzfindig.
03:54Ich bin da entspannt.
03:55Das ist ja alle eine Frage.
03:56Ich habe gerade bin gerade woanders hängen geblieben,
03:59was Sie gesagt haben.
04:00Und zwar meinten Sie, wenn wir jetzt kein Pfirsich-Nektar war es,
04:03Pfirsich-Bananenpfirsich-Nektar, soll man kurz hinter den Vorhang gehen
04:06und dann so tun, als ob man nachgeguckt hat und wieder gehen.
04:09Das heißt, ich darf unaufrichtig sein.
04:12Das ist dann vom Benimm her besser, als wenn ich von vornherein sage,
04:16mein lieber Herr Gesangsverein, wir haben hier ganz schöne Sachen,
04:18aber leider gehört Pfirsich-Bananen-Nektar nicht dazu.
04:21Sie sind aber trotzdem willkommen.
04:22Das ist natürlich überzeichnet gewesen.
04:24Wir schauen dann schon, ob wir das da haben oder nicht.
04:26Wichtig ist dann, dass ich eben Alternativen anbieten kann.
04:28Ah, okay.
04:29Und was kann man als Gast alles falsch machen?
04:31Denn das, was man hier als Gast vielleicht falsch machen könnte,
04:33gilt ja möglicherweise auch in privaten Runden dann.
04:36Oder geschäftlichen Zusammenhängen.
04:38Pfirsich-Nektar verlangen.
04:39Ja, genau.
04:41Es gibt ja den schlechten Gast, der dann immer so fordernd ist.
04:44Das sieht man auch ganz viel in der Hotellerie.
04:45Das ist immer furchtbar.
04:46Ich bin dankbar für ein Bett und für ein paar entspannte Stunden in der Nacht.
04:51Und insofern ein guter Gast.
04:53Entschuldigung, Sie bringen mich zu einer Erinnerung zurück.
04:57Ich habe mal einen Gast gefragt, der zu uns zum Essen kommen sollte,
05:02ob es irgendwas gibt, was er nicht so gerne isst.
05:05Und da sagte er, ich esse nicht so gerne Trüffel und nicht so gerne Kaviar.
05:11Das war ein unglaublicher Druck, den er da gemacht hat.
05:14Was hat der für eine Vorstellung, was er ihm servieren soll?
05:17Den Hummer würde ich nehmen durchaus.
05:19Das fand ich super unhöflich.
05:22Tatsächlich.
05:22Ich glaube gar nicht, dass wir das so gemeint haben.
05:24Die meisten Menschen machen sich ja am Ende vielleicht doch nicht so viele
05:27Gedanken, was sie sagen.
05:29Und wenn sie sich Gedanken machen darüber, was sie sagen,
05:31überlegen sie sich nicht, wie das ankommt.
05:33Ich bin niemand, der jemandem per se Unhöflichkeit unterstellt.
05:37Man kann auch mal den Begriff der Höflichkeit definieren.
05:40Höflich kommt ja von höfisch.
05:42Und selbst am Hof galt anlass- und adressatengerechtes Verhalten
05:46als angemessen und geschickt.
05:49Dann darüber hinaus mit einem Bewusstsein um die eigene Rolle,
05:52Gastgeber oder Gast.
05:54Und natürlich auch der Kontext, innerhalb dessen man sich bewegt.
05:56Und der Hofnarr durfte sich schon immer mehr rausnehmen
05:59als der Hofmeister.
06:01Insofern, es gibt da nicht den einen Maßstab.
06:04Und man sollte sich da auch wirklich von dieser Denke befreien,
06:07dass es richtig oder falsch, gut oder schlecht gibt.
06:09Sondern Benehmen ist grundsätzlich immer angemessen oder unangemessen
06:13beziehungsweise geschickt oder ungeschickt.
06:15Warum ist gutes Benehmen denn überhaupt heute noch so wichtig,
06:19wenn es aus einer Zeit kommt der Höfe und der Routinen
06:24und der Rituale letztlich auch,
06:26die wir auch so ein bisschen hinter uns gelassen haben eigentlich?
06:29Ja, schade, dass wir das hinter uns gelassen haben.
06:31Denn wenn wir irgendwann in einem Sumpf der Beliebigkeit versinken,
06:36was auch das eigene Benehmen angeht,
06:39dann ist es zur Anarchie nicht mehr sehr weit.
06:41Und warum ist das wichtig?
06:43Da kann man natürlich auch auf tausende verschiedene Arten antworten.
06:47Wenn man jetzt mal rein ökonomisch denkt,
06:49dann kann man sagen, Höflichkeit beziehungsweise Wertschätzung
06:52ist ein schöner Kontrapunkt zu unserer sehr gehetzten
06:54und stressigen Arbeitswelt.
06:57Nummer eins.
06:58Nummer zwei.
06:59Wir wissen, dass zehn Prozent aller Menschen, die kündigen,
07:03deswegen kündigen, weil sie ein unhöfliches Arbeitsumfeld verlassen.
07:08Und Nummer drei wäre dann einfach noch, um des Anstandes willen,
07:11sich gut zu benehmen, ist auch viel wert.
07:14Das heißt, Sie würden so weit gehen zu sagen,
07:17dass wenn wir alle uns wieder mehr auf das gute Benehmen,
07:21auf das wertschätzende Benehmen konzentrieren würden,
07:24dass das positive gesellschaftliche Auswirkungen hätte?
07:26Definitiv.
07:27Gesamtgesellschaftlich?
07:27Ja, definitiv.
07:28Und da kommen wir jetzt auch wieder zu einer Unterscheidung,
07:30was ist eigentlich Etikette, was ist gutes Benehmen?
07:32Und Etikette kann definiert werden,
07:33zunächst mal einfach nur als soziale Norm.
07:36Auf dem Pausenhof können wir uns auch hier mit Fistband begrüßen
07:39oder mit Handschlag unter Geschäftsleuten
07:41oder meinetwegen auch mit einer Kopfnuss im Motorradclub.
07:43Sind Sie bereit, Frau Rackers?
07:44Absolut.
07:46Ich mache immer alles mit.
07:47All das ist Etikette.
07:48All das ist eine soziale Norm.
07:50Dann kann man Etikette aber auch verstehen als ein Verhalten,
07:53das stets ein µ besser ist,
07:55als es Anlass und Adressat von uns verlangen.
07:57Und so wird natürlich die Welt oder zumindest das Zusammenleben
07:59sehr viel angenehmer.
08:01Dann sind wir, glaube ich, jetzt alle bereit,
08:03so eine kleine Benimm-Schule mal zu machen.
08:05Und wir haben uns natürlich überlegt,
08:06Sie machen viele Schulungen auch mit Führungskräften
08:08im geschäftlichen Bereich.
08:10Aber wir haben uns gedacht,
08:11wir wollen lieber so diese Alltagsgeschichten nehmen,
08:14die wir alle vielleicht morgen schon umsetzen können.
08:17Beim ersten Date, wer zahlt?
08:19Frau oder Mann?
08:21Oh, das ist ganz einfach.
08:22Diejenige Person, die eingeladen hat.
08:25Ja, wenn ich sage,
08:27lassen Sie uns auf einen Kaffee treffen oder auf ein Mettbrötchen,
08:29dann ist es unklar.
08:30Wenn ich aber sage,
08:31ich möchte Sie gerne einladen, dann zahle ich.
08:33Wenn Sie sagen, ich lade ein, dann zahlen Sie.
08:35Bravo.
08:42Auch als Student, als ich wirklich null Kohle hatte,
08:46ich fand es so furchtbar, sich mit jemandem zu verabreden
08:48und dann, wir zahlen getrennt.
08:51Ja.
08:51Da sage ich lieber eine Scheibe Brot.
08:54Aber du bist ja auch old school, Giovanni.
08:55Du bist auch so ein bisschen so, ich bin der Mann, ich muss bezahlen.
08:58Ja, finde ich aber auch.
08:58Also wenn wir zusammen essen waren,
09:00wolltest du immer bezahlen und wir haben uns jedes Mal deswegen gestritten.
09:03Ja, das kann man ändern.
09:05Nach dem heutigen Abend, genau.
09:08Die Hand haben Sie da, Herr von Schirach.
09:12Also ich bin auch der Ansicht, dass der Mann bezahlen muss.
09:16Punkt aus.
09:17Und das ist da diese ganzen Modernismen, dass Frauen bezahlen beim Essen und so,
09:22alles totale Unsinn.
09:23Ich finde das total old school.
09:26Als Frau kann man doch auch seine Rechnung selber bezahlen.
09:29Nein, nein.
09:32Also sowas finde ich ungehörig.
09:34Genauso, dass Frauen nicht mehr die Türen aufgemacht werden und so.
09:40Aber Höflichkeit ist doch eine Einbahnstraße.
09:42Ich freue mich doch, wenn mir eine Dame die Türe auffällt,
09:44genauso wie sie sich bestenfalls freut, dass ich ihr die Türe aufhalte.
09:47Sie freuen sich, wenn ich Ihnen die Türe aufhalte.
09:49Nein, ich freue mich überhaupt nicht, wenn mir jemand die Türe aufhält.
09:52Wissen Sie, ich bin schon so alt, wenn man mir die Türe aufhält,
09:55dann denke ich immer, ich bin uralt.
09:57Ja, und deswegen mag ich das gar nicht.
10:00Aber ich erzähle Ihnen eine andere Geschichte.
10:03Ich war vor ein paar Monaten, traf ich eine sehr alte Dame,
10:09eine Enkelin des letzten österreichischen Kaisers,
10:13und die sagte mir, wer über Manieren spricht, hat keine.
10:18Fand ich auch einen tollen Satz.
10:20Banker sprechen die ganze Zeit über Moral.
10:22Bitte?
10:22Banker sprechen die ganze Zeit über Moral, Juristen über Recht.
10:26Also Juristen haben auch immer Recht.
10:29Es kommt darauf an, Herr von Schirach.
10:33Können wir nochmal zurückkommen auf dieser Alltagstipps vielleicht?
10:37Es liegt so eine merkwürdige Spannung.
10:39Wir waren ja gerade schon beim Tür aufhalten, das ist nämlich interessant.
10:45Ich hätte jetzt auch gedacht, dass das so, also Rechnung würde ich gerne selber bezahlen,
10:49aber ich freue mich darüber, wenn ein Mann mir die Tür aufhält, gebe ich zu.
10:52Das ist aber auch, sagen Sie, gar nicht mehr unbedingt Knigge.
10:56Na doch, natürlich.
10:58Also ich halte Ihnen selbstverständlich die Türe auf, aber ich habe eben auch nichts dagegen, wenn Sie mir die Türe
11:01aufhalten.
11:02Es gibt ja so viele denkbare Konstellationen.
11:05Also wenn wir jetzt wirklich von einem ganz klassischen Date ausgehen und ich sage, ich lade ein.
11:08Dann halte ich selbstredend die Türe auf, versuche aber trotzdem den Gastraum als erstes zu betreten.
11:12Da gibt es so viele Feinheiten, die es zu beachten gilt.
11:16Und wenn aber wiederum die Dame einlädt, freue ich mich auch, wenn sie mir beispielsweise die Türe aufhält.
11:21Trotzdem würde ich dann wahrscheinlich immer noch den Gastraum zuerst.
11:24Was ist mit Essen fotografieren für Instagram?
11:26Oh, das tut weh.
11:31Das ist eins meiner Hobbys.
11:33Söder macht das auch gerne.
11:34Ich habe eine Gemeinsamkeit mit Markus Söder.
11:37Ja, offensichtlich.
11:39Zumindest eine.
11:41Wie ist das mit dem Fotografieren von Essen?
11:43Das ist ja eigentlich...
11:45Das ist unhöflich?
11:46Unnötig.
11:47Ja, unhöflich, unnötig.
11:49Einfach nur schrecklich.
11:51Total nervös.
11:57Also, ich verstehe es nicht, warum man das macht, muss ich ganz ehrlich sagen.
12:01Und ich finde es auch immer ein bisschen tragisch, dass dieses Handy, wir hatten es gerade bei Ihnen, so präsent
12:07ist.
12:07Wenn ich das mache, dann nur mit einer Technik, die nennt sich Fehlverhalten, ankündigen.
12:11Ich weiß, das wirkt jetzt etwas deplatziert, aber das schaut so gut aus, das brauche ich als Inspiration für die
12:17nächste Einladung privat oder was auch immer.
12:18Darf denn das Handy überhaupt auf dem Tisch liegen?
12:21Nein.
12:22Bestenfalls nicht.
12:23Und wenn ich es auf dem Tisch liegen habe, dann immer mit der Ankündigung, ich erwarte einen wichtigen Anruf.
12:27Der Iran greift, wird gleich angegriffen.
12:30365 Tage im Jahr.
12:31Display nach unten, Vibrationsalarm.
12:33Aber es macht tatsächlich das Miteinander kaputt.
12:36Weil diese physische Präsenz dieses Gerätes schon sagt, okay, da ist etwas anderes, eine digitale Welt, eine nicht reale Welt,
12:42offensichtlich wichtiger als die persönliche Begegnung.
12:45Das ist schade.
12:46Ich habe mich ein bisschen mit Ihnen beschäftigt.
12:54Ich war sehr überrascht, Folgendes zu lernen in der Beschäftigung mit Ihrer Person heute.
12:58Wenn man nämlich jetzt so am Tisch sitzt und man geht zum Beispiel mit mir essen, ich mache dieses Foto
13:04von meinem Essen, weil das mein Hobby ist.
13:05Und lege dann das Handy so irgendwie rechts auf den Tisch.
13:08Also zwei Fehler.
13:09Dann sagen Sie, man soll als Gegenüber, wenn das kniggekonform ist, das jetzt nicht kommentieren und auch nicht kritisieren, sondern
13:18die Königsdisziplin wäre es, den Fehler nachzumachen.
13:24Die Königsdisziplin ist es einfach, den Fehler zu ignorieren oder geflissenlich darüber hinweg zu blicken.
13:28Die kaiserliche Disziplin, wir hatten es ja gerade, wenn Sie anfangen, versehentlich aus der Blumenvase zu trinken, dann tue ich
13:36es Ihnen nach, um Ihr Gesicht zu wahren.
13:38Das heißt, Sie würden dann auch Ihr Essen fotografieren, wenn wir beide zusammen essen wären?
13:42Das wäre nicht so tragisch, weil das ja kein Gesichtsverlust wäre heutzutage.
13:47Also wir sprechen jetzt hier in dieser schönen Runde über diese Themen, aber was ja besonders interessant ist auch bei
13:53Ihnen, Sie erreichen mit diesen Themen auch viele Jugendliche.
13:56Und die haben einen TikTok-Kanal, den Sie benutzen, um kleine Videos zu machen zum Thema Benimm und der hat
14:02400.000 Follower.
14:05Also eine große Community von jungen Menschen.
14:07Wir haben mal so ein Video uns rausgesucht und vielleicht können Sie uns dann auch erklären, ich glaube, es werden
14:13drei Alternativen genannt, wie man es machen könnte und Sie sagen uns nachher, was die richtige gewesen wäre.
14:19Mach es mal spannend. Film ab.
14:21Butter. Die Butter. Kannst du mir die Butter geben? Können Sie mir die Butter anreichen? Könnten Sie mir bitte die
14:27Butter anreichen? Dankeschön.
14:30Könnten Sie mir bitte, wenn es Ihre Zeit gerade zulässt, gnädiger Herr, die Butter anreichen? Dankeschön.
14:39Applaus
14:44Ab welcher Version mache ich es richtig?
14:47Es kommt auf Ihr Umfeld drauf an.
14:49Wenn ich jetzt mit einem guten Freund beim Wandern bin beispielsweise.
14:52Gibt es keine Butter.
14:53Gibt es.
14:55Aber dann sage ich Schoki oder Schokolade.
14:57Und dann bekomme ich bestenfalls die Schokolade.
14:59Ganz bestimmt.
15:00Das ist eben eine Frage des Anlasses und der Adressaten.
15:03An der Frittenbude nachts um drei würde ich die erste Variante wählen.
15:07Ein Pommes und dann vielleicht mittags um zwölf mit einem Geschäftspartner doch eher eine der letzten drei Varianten.
15:14Wobei die letzte schon stark übertrieben.
15:15Was so spannend ist nur, in Japan gibt es zum Beispiel sprachlich 17 Höflichkeitsformen.
15:20Und darauf hat es so ein bisschen angespielt.
15:22Ich weiß jetzt nicht, das waren fünf, sechs oder sieben.
15:25Und da fangen dann Japaner gerade erst an, so ein bisschen warm zu werden.
15:29Aber sollte man nicht immer gleich höflich sein?
15:31Ich hätte ja so ein Störgefühl, den Pommes-Verkäufer irgendwie anzuflaumen und meinem Geschäftspartner zu sagen, irgendwie ganz höflich zu
15:37sein.
15:38Ja, also anflaumen ist ja auch per se unhöflich.
15:40Naja, aber wenn ich jetzt einfach Pommes sage, dann ist es ja unhöflich.
15:44Auch wenn es nachts um drei ist.
15:45Also das sage ich auch nicht zum Verkäufer, das sage ich zu meinen besten Freunden.
15:47Ah, okay, zu den Freunden.
15:49Also nicht zum Verkäufer.
15:50Und übrigens, das finde ich auch so spannend, man wettert heutzutage gerne über Menschen, die nicht aus unserem Kulturkreis kommen.
15:58Aber ich werde bei fast jeder Dönerbude höflicher bedient als im gutbürgerlichen Wirtshaus in Deutschland.
16:13Was ich auch interessant finde, ist, dass Sie sagen, wenn man sich gut benehmen kann, dann zahlt sich das wirklich
16:19aus.
16:20Finanziell.
16:20Ja.
16:21Warum?
16:21In der Tat.
16:22Also nicht nur gibt es Studien dazu, dass man, wenn man beim Eisverkäufer an der Pommes-Theke oder sonst irgendwo
16:27Bitte und Danke sagt, größere Portionen bekommt.
16:30Sondern es ist auch so, wir hatten jetzt zum Beispiel einen Kunden aus der Industrie, der hat eine zweitägige Maßnahme
16:35mit uns gemacht.
16:36Und da haben wir herausgefunden, dass es so drei Faktoren gibt, die bei ihm auf der Messe noch nicht so
16:40optimal laufen.
16:41Das ist der Faktor Zeit.
16:43Der hat sich für Studierende, die einfach nur irgendwelche Werbeartikel abgreifen wollten, genauso viel Zeit genommen wie zum Beispiel für
16:49einen Projektentwickler.
16:50Und das ist natürlich ungeschickt.
16:52Zeit ist eine unwiederbringliche Ressource.
16:54Und da muss man schon auch schauen, wie man mit dieser Haus haltet.
16:56Und Zeit ist per se eines der drei großen Z, wenn es um Wertschätzung geht.
17:00Dazu gehört auch darüber hinaus noch die Zuwendung.
17:02Also wir wenden uns einander zu, wirklich körperlich.
17:05Und aber auch die Zärtlichkeit.
17:06Das ist ein bisschen missverständlich.
17:09Es ist nicht die Nackenmassage, sondern eigentlich Samftmut, die Kunst, Menschen und Probleme getrennt voneinander zu behandeln.
17:15Das zweite Thema war Smalltalk.
17:17Wie schaffe ich es denn eigentlich, unverfänglich und ergebnisoffen mit den Personen ins Gespräch zu kommen und dann aber auch
17:23doch gezielt irgendwann über das Geschäft zu sprechen?
17:26Und wie gehen wir dann auch wieder auseinander?
17:28Und beim Auseinandergehen geht es dann noch um professionelle Beharrlichkeit oder auch charmantes Nachfassen.
17:34Und da liegt wirklich sehr viel Geld dahinter.
17:37Es mag zwar konjunkturbedingt gewesen sein, aber im Jahr 2024 haben sie auf der Messe zwei Millionen Euro Umsatz gemacht.
17:42Und zwei Jahre später, und sowohl der CEO als auch der Vertriebsleiter haben gesagt, das ist in erster Linie auf
17:47unsere Maßnahme zurückzuführen, waren es 50 Millionen, also Faktor 25.
17:51Ich glaube, das kann nicht jeder unserer Zuschauer jetzt umsetzen für sich.
17:54Aber das mit den größeren Eiskugeln, wenn man bitte und danke sagt, das werde ich ab jetzt sofort immer ausprobieren.
18:00Ich danke für den Besuch und für das Gespräch.
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