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Die Regierung hat am Dienstag die nationale Umsetzung der neuen gemeinsamen europäischen Asylregeln (GEAS) im Ministerrat beschlossen. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sieht darin einen "großen gemeinsamen Wurf", der die Voraussetzung für das Inkrafttreten des Asylpakts auf europäischer Ebene am 12. Juni bildet. Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) ortet gar einen "Wendepunkt weg vom Chaos hin zur Ordnung". Zufrieden zeigte sich auch NEOS-Klubobmann Yannick Shetty.

Video: APA/kha; Thumbnail: APA/Helmut Fohringer

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Transkript
00:00Die Regierung hat am Dienstag die nationale Umsetzung der neuen gemeinsamen europäischen Asylregeln beschlossen.
00:07Diese bildet die Voraussetzung für das Inkrafttreten des EU-Asylpakts am 12. Juni.
00:13Es ist in der Tat, und so kann man das bezeichnen, ein großer gemeinsamer Wurf, den wir heute hier präsentieren
00:22können,
00:23den wir auch im Ministerrat beschlossen haben.
00:26Es ist dies die größte fremdenrechtliche Novelle seit über 20 Jahren.
00:33Und dieses Gesetzespaket, und das möchte ich auch in aller Deutlichkeit sagen,
00:38bedeutet eine massive Verschärfung im Asyl- und fremdenrechtlichen Bereich.
00:43Denn ein Asylsystem kann nur funktionieren, wenn es streng, hart, aber letztendlich, und das ist das Wichtigste, damit gerecht auch
00:53ist.
00:53Und jetzt haben wir dieses Asyl- und Migrationspakt-Anpassungsgesetz, ein schönes, nicht sehr einfaches Wort,
01:00als Wendepunkt in dieser Debatte, weg vom Chaos hin zu dieser Ordnung, die notwendig ist.
01:06Am 12. Juni 26 gilt in Europa nun erstmals ein gemeinsames Ordnungssystem im gesamten Bereich von Flucht und Asyl und
01:14Migration.
01:15Und in Europa bekommt damit erstmals endlich einheitlichere Regeln.
01:20Es gibt klare Zuständigkeiten.
01:21Und das, was wir heute vorlegen, ist ein Meilenstein für eine konsequentere Asylpolitik auf nationaler Ebene und eine bessere Kooperation
01:29in Europa.
01:30Wir sorgen damit für mehr Recht, für mehr Ordnung, für mehr Kontrolle, aber auch für mehr Fairness gegenüber Menschen,
01:36die in Österreich Schutz suchen, in Europa Schutz suchen und Recht auf Schutz haben.
01:41Derzeit ist es viel zu oft so, dass jene, die kein Recht und keinen Anspruch auf Asyl haben, zu lang
01:46in Europa bleiben
01:47und jene unter die Räder kommen, die wirklich vor persönlicher Verfolgung, politischer Verfolgung flüchten.
01:52In der Novellierung enthalten sind etwa die Möglichkeit zur längeren Anhaltung nach einer Einreise am Flughafen
01:59oder zur Reduktion der Grundversorgung bei Fehlverhalten, sowie die Ausweitung der Haft- und Bewegungseinschränkungen.
02:07Stärker forciert werden soll auch die freiwillige Rückkehr von Asylwerbern, betonte Karna.
02:13Neu sind auch verpflichtende, beschleunigte Verfahren in bestimmten Fällen, etwa bei geringer Anerkennungswahrscheinlichkeit.
02:21Erweitert wird das Eurodac-System, über das die Zuständigkeit des jeweiligen EU-Staats geklärt wird.
02:28Es wird zukünftig zu einer umfassenderen Migrationsdatenbank auch ausgebaut.
02:34Das heißt, neben den Asylwerbern werden nun auch illegale Fremde oder Staatenlose in dieser Datenbank erfasst
02:42und auch die Altersgrenze wird gesenkt von 14 auf 6 Jahre für diese Datenbank.
02:49Der Familiennachzug, der aktuell ausgesetzt ist, wird ab Mitte des Jahres durch eine Quote limitiert.
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