- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik ist zauberhaft.
00:04Aber du weißt schon, dass das nur daran liegt,
00:07weil ich beim Komponieren an dich gedacht habe.
00:10Musst du mich wirklich vor diese Wahl stellen?
00:13Ich kann ohne meine Tochter nicht mehr leben, Raphael. Bitte versteh das.
00:16Ich verstehe dich sehr gut, Vanessa.
00:19Vor allem auch, was das für uns beide bedeutet.
00:21Gut. Dann packe ich jetzt meine Koffer.
00:25Blöds doch.
00:28Du gibst doch dein luxuriöses Leben hier niemals auf.
00:31Doch, Raphael.
00:33Weil ein Leben ohne Letizia kein Leben mehr für mich ist.
00:36Ja, ich würde jederzeit nach L.A. kommen.
00:40Wie, schon morgen?
00:41Sie haben den Flug schon gebucht? Die Tickets liegen bei...
00:46Ja.
00:47Ich lade euch auf ein Glas Sekt ein.
00:50Was gibt's denn zu feiern?
00:52Vor euch steht die neue Pechterin des Tango.
00:59Toni will einen Vaterschaftstest durchführen?
01:01Ja.
01:02Sobald der Gerichtsbeschluss da ist.
01:04Er hat mir aber schon mal eine Blutprobe dagelassen.
01:07So.
01:08Das ist das Ergebnis.
01:11Ja.
01:12Oh.
01:13Ich komme gerade aus dem Krankenhaus.
01:15Was wollen Sie?
01:16Du bist das verlogenste Miststück, das mir je begegnet ist.
01:19Ich habe gerade erfahren, dass ich auf keinen Fall Letizias Vater sein kann.
01:22Was?
01:23Heißt das etwa?
01:25Ich bin der Vater?
01:42Ich bin der Vater.
02:05Wie kann das sein?
02:08Du bist der Einzige, der in Frage kommt.
02:10Hast du das zu Toni auch gesagt?
02:13Ich habe wirklich geglaubt, dass er der...
02:16Du hast mit Raphael auch...
02:19Es war nur...
02:21Ich bin überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dass...
02:23Aber jetzt kommst du plötzlich auf die Idee.
02:26Ja.
02:27Wenn Toni nicht der Vater von Letizia ist, dann musst du es sein, Raphael.
02:30Ach, das ist doch nur wieder so ein Versuch, hier doch noch auf dem Schloss bleiben zu können.
02:36Und? Nehmen Sie jetzt Vanessa wieder bei sich auf?
02:39Ihr denkt nur daran, wie ihr euch gegenseitig verletzen und demütigen könnt.
02:42Dabei geht es hier in erster Linie um ein kleines, hilfloses Baby.
02:46Das hier rumschiebt, als wäre es eine Ware.
02:50Ihr widert mich an.
02:53Alle beide.
03:01Raphael.
03:02Raphael.
03:04Das Taxi ist gleich da.
03:10Raphael.
03:16Raphael.
03:41David.
03:42Hm?
03:44Was ist denn los?
03:47Kannst du dich noch an den Anruf erinnern, Freund?
03:50Den du nicht angenommen hast?
03:51Ja, das war Rainer Hartmann.
03:54Ein Privatdetektiv.
03:55Was will denn ein Detektiv von dir?
03:57Ich möchte was von ihm.
04:00Rainer Hartmann sucht nach Zöller für mich in Thailand.
04:04Ja und, hat er ihn gefunden?
04:07Ja, sie sind sich begegnet.
04:08Aber Zöller ist abgehauen.
04:11Weil er was über den Mord deiner Mutter weiß.
04:13Auf jeden Fall hat er Angst gehabt.
04:16Und jetzt hast du wieder nichts in der Hand?
04:20Vielleicht doch.
04:21Zöller musste seinen Aktenkoffer zurücklassen.
04:24Und den bringt Hartmann mit der nächsten Maschine nach Deutschland.
04:38Ist das Taxi nicht gekommen?
04:40Ich habe es weggeschickt.
04:44Ich verstehe, dass du mir nicht glaubst.
04:47Erst war es David, dann Toni.
04:50Und jetzt soll ich Letizias Vater sein.
04:53Raphael, was David angeht, ja, da habe ich gelogen.
04:56Aber du und ich, wir haben damals...
04:59Und das weißt du genauso gut wie ich.
05:05Wer sagt mir,
05:06dass es nicht noch irgendeinen anderen muskulösen Handwerker gibt,
05:09mit dem du es getrieben hast?
05:10Dann mach einen Vaterschaftstest.
05:12Um die gleiche Erfahrung zu machen wie Toni.
05:17Toni hat recht.
05:19Wir zerfleischen uns nur.
05:21Und vergessen darüber, dass es hier um ein kleines Mädchen geht,
05:24was nicht weiß, zu wem es gehört.
05:29Raphael.
05:31Ich weiß nicht, ob du dir jemals ein Kind mit mir gewünscht hast.
05:35Aber wir haben keine Wahl mehr.
05:37Das Schicksal hat uns vor eine verendete Tatsache gestellt.
05:41Ob du das nun wahrhaben willst oder nicht.
05:46Und wenn du mich jetzt verstößt,
05:49dann verstößt du auch deine eigene Tochter, Raphael.
06:11Habe ich was verwechselt?
06:14Wolltest du Luca abholen?
06:17Toni!
06:21Hey!
06:23Was ist passiert?
06:25Ich bin nicht Letizias Vater.
06:27Was?
06:30Ich habe einen Vaterschaftstest machen lassen.
06:32Um das Sorgerecht zu beantragen.
06:36Letizias Blutgruppe und meine.
06:40Sie passen nicht zusammen.
06:43Ja, aber wer ist dann...
06:46Wahrscheinlich Raphael.
06:49Ja, aber...
06:50Dann hätte Vanessa doch gleich mit ihm zusammenbleiben können.
06:53Sie wollte doch immer einen Mann mit Macht und Geld.
06:57Ich verstehe das auch nicht.
07:00Die arme Kleine.
07:03Und ich meine...
07:05Und ich...
07:08Erst bin ich nicht der Vater.
07:10Dann doch.
07:14Und behauptet Vanessa, dass sie...
07:16Du musst die Kleine tot sein.
07:19Jetzt erfahre ich von dir,
07:20bei Zufall, dass sie auf dem Schloss ist.
07:25Und jetzt sie doch nicht meine Tochter.
07:29Das war alles eine Illusion.
07:34Wenn wir lieben,
07:35verlieren wir uns in Illusionen.
07:37Und du hast Letizia geliebt.
07:41Genau wie Luca.
07:43Ich weiß.
07:46Auch wenn du Letizia für immer verlieren wirst.
07:49Luca ist keine Illusion.
07:51Und keiner wird dir jemals deinen Sohn wegnehmen.
08:18Einer deiner Verehrer?
08:21Ein Patient.
08:23Er bedankt sich, dass ich mich um ihn gekümmert habe.
08:26Sag ich ja, deine Patienten beten dich an.
08:28Bloß, dass ich keine mehr habe.
08:31Vielleicht ändert Professor Wieland ja seine Meinung,
08:33wenn du ihm deine Empfehlungsschreiben zeigst.
08:35Oh, ich fürchte, das würde alles nur noch schlimmer waren.
08:39Wieso?
08:41Weil ich den Patienten versorgt habe,
08:43als ich schon in die Endoskopie versetzt war.
08:47Du hast schon wieder gegen die Vorschriften verstoßen?
08:52Ich bin nun mal Krankenschwester, Andreas.
08:55Ich kann nicht den ganzen Tag
08:57nur Endoskope desinfizieren und sterilisieren.
08:59Ich brauche Menschen um mich rum.
09:01Und Menschen, die auch mich brauchen.
09:04Das ist eine Leidenschaft, die wir beide teilen.
09:08Deswegen habe ich Herrn Jansen letzte Woche
09:09auch das Kortison verabreicht.
09:12Du hast dem Patienten das Leben gerettet.
09:14Ich weiß, aber trotzdem war es gegen die Vorschriften.
09:16Wenn es nötig ist,
09:18tue ich es wieder.
09:19Selbst wenn mich die Klinikleitung
09:21in die Pathologie versetzt.
09:35Ui, Sushi.
09:37Gibt's was zu feiern?
09:39Und bei dir?
09:40Du zuerst?
09:41Nein, du.
09:43Okay.
09:44Conny, es gibt einen Interessenten
09:46für meinen Kinofilm.
09:49Das ist ja fantastisch.
09:51Wer ist es?
09:52Es ist kein geringer als Kyle Clifford
09:54von den Giant Studios
09:56in Hollywood.
10:00Unglaublich.
10:01Und kommt er her?
10:03Oder fliegst du hin?
10:04Ich flieg hin.
10:05Morgen früh.
10:07Wow, das geht ja schnell.
10:10Ja.
10:10Er will, dass ich den
10:11amerikanischen Autoren kennenlehre.
10:13Um die Dialoge zu bearbeiten.
10:18Aber wenn er dein Treatment kauft
10:20und du das Drehbuch dort drüben
10:22schreibst,
10:24bist du ja ein paar Monate weg.
10:26Ja, und ich dachte mir,
10:27dass wir zusammen rübergehen.
10:28Du kannst dir doch den Kauf
10:29vom Tango ohnehin nicht leisten.
10:33Nein, kaufen kann ich es nicht.
10:38Aber Gregor will mir das Tango verpachten.
10:40Echt?
10:40Nicht ab wann denn?
10:42Ab morgen.
10:48Das war's, was ich mit dir feiern wollte.
10:59Hat Hartmann sich gemeldet?
11:01Ja, er sitzt schon im Flieger.
11:04Ich bin mir sicher,
11:05dass der Koffer wichtig ist.
11:07Hoffen wir es.
11:08Was hoffst du zu finden?
11:13Irgendeinen Hinweis darauf,
11:14wer meine Mutter getötet haben könnte.
11:17Und wer Zöller so viel Geld zahlt,
11:19nur damit er den Mund hält.
11:20Ja, bestimmt.
11:22Sonst wäre er zur Polizei gegangen.
11:25Die Tochter eines Polizisten.
11:30Des Polizisten,
11:32der beinahe für diesen Mord
11:32verurteilt worden wäre.
11:35Ja.
11:37Das stand lange zwischen uns.
11:46Und ich bin mir sicher,
11:48es belastet deinen Vater noch immer.
11:50So lange,
11:51bis diese ganze Sache
11:51schlussendlich geklärt ist.
11:53Mein Vater hat seinen Job wieder.
11:54Für dich ist es viel schlimmer.
11:56Du hast deine Mutter verloren.
11:58Den Menschen,
11:58den du am meisten geliebt hast.
12:05Manchmal träume ich von ihr.
12:09Sie steht dann einfach plötzlich
12:10hier in meinem Zimmer.
12:13Und sieht mich an.
12:15Und sie sieht so
12:16glücklich aus
12:17und zufrieden
12:18und lächelt.
12:20Und dann möchte ich zu ihr
12:22und sie verlässt mein Zimmer
12:23und geht
12:24geht hier ins Klavierzimmer.
12:28Und ich möchte ihr folgen.
12:31Aber die Türen schließen sich hinter ihr.
12:34Also will ich die Türen aufmachen,
12:35aber
12:37aber sie sind verschlossen.
12:40Und ich habe keinen Schlüssel.
12:42Ich habe einfach keinen Schlüssel.
12:45Du wirst ihn finden.
12:47Vielleicht schon morgen.
12:50Wenn du nochmal schlecht träumst,
12:51dann bin ich bei dir.
12:53Ich lasse dich keine Nacht mehr alleine.
13:08Und du bist dir ganz sicher,
13:10dass Raphael Letizias Vater ist?
13:12Fängst du jetzt auch noch damit an?
13:13Entschuldige,
13:14aber ein bisschen plötzlich
13:15kommt es schon, Schwesterchen.
13:17Glaubst du für mich nicht?
13:18Naja, also wenn ich mit zwei Männern
13:19geschlafen hätte,
13:20dann würde ich schon damit rechnen,
13:21dass auch beide als potenzielle Väter
13:23in Frage kommen.
13:26Wahrscheinlich habe ich das verdrängt.
13:28Ja, weil du nicht wirklich
13:29mit ihm zusammen sein wolltest.
13:31Nein, damals nicht.
13:33Und daran hat sich jetzt was geändert?
13:38Ich wollte ihn heiraten.
13:40Ja, weil du ein bequemes Leben
13:41haben wolltest.
13:43Ja, das wollte ich.
13:47Dafür habe ich sogar
13:48meine Tochter geopfert.
13:50Aber das ist jetzt vorbei.
13:52Wie praktisch,
13:52dass jetzt Raphael der Vater ist.
13:54Dann kannst du beides haben.
13:55Es geht mir nicht mehr nur um mich selbst.
13:58Letizia soll das Leben führen können,
14:00was ihr zusteht.
14:00Aber dafür muss Raphael
14:01sie als seine Tochter anerkennen.
14:04Weil sie sonst als Pflegekind
14:05bei Katharina bleibt?
14:07Ich weiß nicht,
14:08ob das Jugendamt mir
14:09das alleinige Sorgerecht zuspricht.
14:12Als ich Letizia ausgesetzt habe,
14:14da habe ich mich nicht
14:15wie eine verantwortungsvolle Mutter verhalten.
14:17Egal, wie ich das jetzt
14:18auch im Nachhinein begründet habe.
14:21Abgesehen davon,
14:22dass du jetzt mit
14:22sozusagen nichts
14:23auf der Straße stehst.
14:26Katharina ist eine clevere Anwältin.
14:28Sie wird alles gegen mich
14:29ins Feld führen,
14:29einschließlich der strittigen Vaterschaft.
14:34Und wenn Raphael
14:35jetzt nicht mit mir
14:36um Letizia kämpft,
14:37dann...
14:41Vielleicht macht Raphael
14:42den Vaterschaftstest ja doch.
14:44Und vielleicht denkt auch darüber nach,
14:45was es bedeuten könnte,
14:46eine kleine Tochter zu haben.
14:50Letizia von Ahrensberg.
14:57Vielen Dank.
15:03Und so,
15:04eine Speichelprobe reicht aus,
15:06um die Vaterschaft festzustellen?
15:08Mit einer Wahrscheinlichkeit
15:09von nahezu 100 Prozent.
15:11Und wie lange dauert so etwas?
15:13Bis morgen.
15:15Gut.
15:16Ich will endlich die Wahrheit wissen.
15:19Die Kollegen haben mir vorab verraten,
15:21dass Letizia
15:22so in ihrer Blutgruppe
15:22übereinstimmen.
15:25Und ein Zufall
15:27ist ausgeschlossen?
15:28Naja, nicht ausgeschlossen,
15:29aber ein Negativ
15:30ist relativ selten.
15:32Hören Sie, Herr von Ahrensberg,
15:34ich weiß nicht,
15:34wie Sie zu der Mutter
15:35des Kindes stehen.
15:36Ich weiß auch nicht,
15:37was die Mutter bewogen hat,
15:38das Kind auf der Station
15:39abzugeben.
15:41Aber Mathilda,
15:42Letizia
15:43ist den Schwestern
15:44und mir
15:44ziemlich ans Herz gewachsen.
15:45Und ehrlich gesagt
15:46war mir ziemlich froh,
15:47dass sie bei Katharina Jung
15:48und ihrem Sohn gelandet ist.
15:50Ein reiner Zufall.
15:52Wie auch immer.
15:54Pflegeeltern
15:55sind sicherlich
15:55ein wunderbarer Ersatz,
15:56wenn es keine andere Lösung gibt.
15:58Wenn aber die leiblichen Eltern
15:59existieren,
16:00ist das Kind dort
16:00immer am besten aufgehoben.
16:09Hey, Papa!
16:11Was machst du denn hier?
16:12So eine Überraschung sein.
16:13Ich dachte,
16:15du freust dich,
16:15wenn er heute bei dir schläft.
16:18Klar.
16:19Komm,
16:20hast du schon was gegessen
16:20oder soll ich dir was machen?
16:21Ich hab schon mal gegessen.
16:22Mama hat mir schon alles erzählt.
16:24Ich hab ihm erzählt,
16:25dass Letizia nicht tot ist
16:27und dass sie wieder
16:28zu ihren richtigen Eltern
16:29zurück soll.
16:30Aber verstehen tu ich es nicht.
16:35Da gibt's auch nicht
16:35viel zu verstehen, doch.
16:38Weißt du,
16:39Erwachsene
16:40machen manchmal dumme Sachen.
16:41So wie du normal
16:42als solche mich gestritten habt?
16:44Ja.
16:45Das war sehr dumm von uns.
16:49Das werden wir auch nie wieder tun.
16:52Ab jetzt sind wir für dich da.
16:54Alle beide.
16:56Und ich für euch.
17:04Du,
17:04und wenn
17:05Kai Clifford
17:06dieses Projekt
17:06wirklich finanziert,
17:07dann will er den Dreh
17:08ganz groß aufziehen.
17:09Mit aufwendigen
17:11Außendrehs,
17:11mit Studio-Bauten.
17:13Das geht nur in Amerika.
17:15Ja,
17:15die haben da ja auch
17:16ganz andere Möglichkeiten
17:16als hier.
17:17Ja,
17:17und wenn der Erfolg
17:18des Films sich einstellt,
17:20dann kann ich alles machen.
17:22Das ist dann
17:22dein großer Durchbruch.
17:24als Regisseur
17:25und als Autor.
17:27Dann kann ich, glaube ich,
17:28alles machen,
17:29wovon ich
17:29immer geträumt habe.
17:32Ich möchte auch machen,
17:34wovon ich immer geträumt habe.
17:36Ja.
17:38Ja,
17:38klar.
17:40Hey,
17:41Conny,
17:41das verstehe ich.
17:42Und ich freue mich auch
17:44total für dich.
17:45Wirklich.
17:46Das wäre bestimmt auch
17:47reizvoll gewesen,
17:48in deine Welt einzutauchen.
17:50Aber deine Welt
17:50ist nun mal das Tango.
17:56Dann sind wir jetzt wohl
17:57eine Weile getrennt.
17:59Aber es sind schon
18:00ein paar Monate.
18:01Wenn wir hart arbeiten,
18:03dann gehen die um
18:04wie nichts.
18:06Wir kommen gar nicht
18:07zum Nachdenken.
18:09Mhm.
18:10Jetzt lass uns anstoßen.
18:15Auf deine Zukunft.
18:18Auf deine.
18:19Auf deine.
18:23Hallo, Papa.
18:25Trainierst du für den Marathon?
18:26Hallo, mein Schatz.
18:28Frag nicht,
18:29was dein Herz für dich tun kann,
18:31sondern frag,
18:31was du für dein Herz tun kannst.
18:33Der Spruch ist doch
18:34bestimmt von Onkel Andreas.
18:35Von wem denn sonst?
18:36Hallo.
18:37Hallo.
18:40Und du hast offensichtlich
18:41auch was Gutes
18:42für dein Herz getan.
18:45Sieht man mir das so
18:46deutlich an?
18:48So gestrahlt hast du
18:49schon lange nicht mehr.
18:51Du weißt es von Mama?
18:52Ja.
18:55Ich freue mich für euch.
18:58Ihr gehört zusammen
18:59von Anfang an.
19:01Und ihr hättet euch
19:01nie getrennt,
19:02wenn der Mordprozess
19:04nicht gewesen wäre.
19:05Das ist vorbei, Papa.
19:08Nicht wirklich.
19:11David hat Zöller
19:12ausfindig gemacht.
19:15In Thailand?
19:17Über einen Privatdetektiv.
19:19Zöller ist zwar abgehauen,
19:20aber der Detektiv
19:21bringt David
19:22einen Aktenkoffer mit.
19:23Und was ist da drin?
19:25Das wissen wir erst morgen.
19:28Lena, auch wenn du
19:28meine Tochter bist,
19:29du musst jetzt nicht
19:30Kommissarin spielen.
19:31Wir vermuten,
19:31dass in dem Koffer
19:32wichtige Anhaltspunkte sind.
19:33Wenn da wirklich
19:34irgendwas drin ist...
19:34Dann kommen wir sofort
19:35zu dir, Papa.
19:36Lena, das ist gefährlich.
19:38Wenn der Täter mitbekommt,
19:40dass ihr eben
19:40auf der Spur seid...
19:42Aber für David
19:43hängt da so viel von ab.
19:45Du hättest ihn mal
19:46sehen sollen.
19:48Er leidet.
19:54Und du leidest mit ihm?
19:57Klar.
20:02Weil du ihn liebst.
20:03Mhm.
20:18Frau Jung.
20:21Frau Jung, bitte warten Sie.
20:24Was?
20:25Was wollen Sie von mir,
20:26Herr von Ahrensberg?
20:28Nichts, gar nichts.
20:28Ich will nur wissen,
20:29wie es Ihnen geht.
20:31Das fragen Sie nicht
20:32wirklich, oder?
20:33Es war sicher nicht
20:34leicht für Sie.
20:36Erst lässt Sie meinen Sohn
20:37mit dem Kinder leihen
20:39und dann eröffnet Ihnen
20:40Vanessa auch noch,
20:41dass Letizia ihre Tochter ist.
20:45Aber
20:47würde es Ihnen
20:47etwas ausmachen,
20:49wenn ich Sie mir mal ansehe?
20:51Bitte?
20:52Als Sie noch bei uns
20:53auf dem Schloss wohnten,
20:55habe ich die Gelegenheit
20:55dazu leider versäumt.
20:58Danke.
21:00Danke.
21:00Danke.
21:02Danke.
21:02Danke.
21:06Hallo?
21:09Hallo, Letizia.
21:10Noch heißt sie Mathilda.
21:14Sie wollen also
21:15immer noch um sie kämpfen?
21:16Nicht, wer Toni Weiß
21:17sie zu sich nimmt.
21:19Aber Toni
21:19ist nicht ihr Vater.
21:22Woher wollen Sie das wissen?
21:23Weil ich es wahrscheinlich bin.
21:26Was ist das?
21:26Ein perfider Trick?
21:27Hat Vanessa Sie geschickt?
21:28Nein, das hat sich erst
21:30heute herausgestellt.
21:32Fragen Sie Toni Weiß,
21:33wenn Sie mir nicht glauben.
21:47Hey.
21:48Hallo.
21:50Jobben.
21:51Hättest du das
21:51für eine gute Idee?
21:53Ich müsste mich mal
21:54auspauen.
21:55Mann, Frank.
22:00Alles okay.
22:02Warum auspauen?
22:03Hast du Stress mit Pia?
22:04Nein.
22:05Im Gegenteil.
22:06Aber
22:09es gibt eine neue Spur
22:10im Mordfall
22:11Julia von Ahrensberg.
22:12Ehrlich?
22:14Ja, dann
22:14drücke ich dir die Daumen
22:15auf das die Spur
22:16zu was führt.
22:18Ich mache mir Sorgen
22:19um Lena und David.
22:21Ich wünsche mir so,
22:22dass ich endlich mal
22:23ihr Glück
22:24uneingeschränkt
22:25gemeinsam genießen
22:26können.
22:27Ja, das kann ich
22:27verstehen.
22:28Sie warten ja lange
22:29genug drauf.
22:30Ach ja,
22:31apropos warten.
22:33Sag mal,
22:34was ist denn mit dir
22:35und
22:36mit Linda?
22:39Wieso,
22:40was soll denn sein
22:40mit mir
22:41und mit Linda?
22:43Bist du blind
22:44oder gefällt sie dir
22:45nicht?
22:45Ach, Frank.
22:49Klar,
22:50Linda ist
22:51eine attraktive Frau.
22:53Sie sagt nur nicht,
22:53dass es damit zu tun hat,
22:54dass du Arzt bist
22:55und sich kranken schützt.
22:56Quatsch,
22:56ganz und gar nicht.
22:57Im Gegenteil,
22:58im Krankenhaus ist eher
22:59sie der Chef.
23:00Okay,
23:00ich gebe zu,
23:00Linda ist eigensinnig
23:01und bestimmend.
23:03Vielleicht bringt sie auch
23:04nur dein geregeltes
23:05Leben durcheinander.
23:07Willst du mir unterstellen,
23:08dass ich ein Kontrollfreak bin?
23:10Entschuldige mal,
23:10bitte.
23:11Was hast du als erstes
23:11gemacht,
23:12als ich hierher gekommen bin?
23:13Du hast meinen Puls
23:14kontrolliert.
23:15Weil es medizinisch
23:16notwendig war.
23:17Deine Herz-OP
23:17ist noch nicht so lange her.
23:18Genau,
23:20vielleicht solltest du mal
23:21was tun,
23:21was medizinisch
23:22nicht notwendig ist.
23:32Setz dich.
23:34Willst du einen Kaffee?
23:41Raphael von Arnsberg
23:42behauptet,
23:43Mathildas Vater zu sein.
23:44Davids Vater.
23:45Ich habe ihn gerade
23:46im Park getroffen.
23:48Er wollte die Kleine sehen.
23:50Er war irgendwie
23:52richtig bewegt.
23:56Toni Weiß hätte mir erlaubt,
23:57weiterhin Kontakt
23:58zu Mathilda zu haben.
23:59Frau Meier
24:00und Herr von Arnsberg
24:01würden das nie tun.
24:02Katharina,
24:03ich weiß,
24:03wie viel dir
24:04dieses Kind bedeutet.
24:07Aber jetzt stell dir mal vor,
24:09du wirst an der Stelle
24:10von Frau Meier.
24:13Worauf willst du hinaus?
24:16Lass mal die Anwältin weg.
24:18Stell dir vor,
24:19es wäre dein Kind.
24:22Das ist nicht fair, Gregor.
24:24Das ist nicht fair.
24:25Du weißt ganz genau,
24:26dass ich keine eigenen
24:27Kinder haben kann.
24:28Ja,
24:28ich weiß.
24:31Und ich weiß auch,
24:32wie sehr du all die Jahre
24:33darunter gelitten hast.
24:35Aber Katharina,
24:37das ist noch lange
24:38kein Grund,
24:39den leiblichen Eltern
24:40die Tochter zu entziehen.
24:42das ist nicht richtig.
24:44Du klammerst dich da
24:45an eine,
24:45an eine fixe Idee.
24:49Was soll ich denn machen,
24:50Gregor?
24:52Was soll ich machen?
25:04Lass Matilda gehen.
25:27Keine Sorge,
25:28ich wollte gleich
25:28das Taxi bestellen.
25:30Ich war im Krankenhaus.
25:32ich habe den Test gemacht.
25:36Und?
25:37Morgen steht das Ergebnis fest.
25:40Gut,
25:40dann warte ich so lange
25:41in meinem Hotel.
25:43Lass,
25:44ich mache das.
25:56Willst du da unten
25:57stehen bleiben?
26:15Wenn du wüsstest,
26:17wie sehr du mir fehlst,
26:18Mutter.
26:21Du hast dir immer gewünscht,
26:23dass ich glücklich werde.
26:25Ich bin jetzt glücklich.
26:27Und ich würde es so gern
26:29mit dir teilen.
26:32Noch weiß ich nicht,
26:34wer dich aus dem Leben
26:34gerissen hat.
26:36Aber ich werde es herausfinden.
26:38Das schwöre ich dir.
26:47Raphael!
26:49Mein Kopf!
26:56Raphael!
26:58Raphael!
27:00Raphael!
27:00Willst du alleine sein?
27:02Soll ich auf der Couch schlafen?
27:03Nein, nein.
27:04Komm her.
27:10Ich habe heute Letizia gesehen.
27:12Du warst bei Katharina?
27:13Nein, nein.
27:15Ich habe sie zufällig getroffen.
27:17Wie geht es, Herr Klein?
27:19Sie hat mich jedenfalls angelächelt.
27:23Sie hat ein so wunderschönes Lächeln.
27:26Das hat sie von dir.
27:29Sie hat doch bestimmt ganz viel von dir.
27:30Ich habe noch nie darauf geachtet.
27:33Das kannst du bald ausgiebig nachholen.
27:35Wir werden das Sorgerecht beantragen.
27:37Gemeinsam.
27:40Aber der Test?
27:42Das ist nur noch reine Formsache für mich.
27:45Dann glaubst du mir?
27:49Könnte ich diesem Lächeln jemals widerstehen?
28:11Konny.
28:12Ach, mein Geburtstag ist doch längst vorbei.
28:15Danke dir.
28:17Bitte.
28:18Kleines Dankeschön.
28:19Für deine Hilfe beim Businessplan.
28:22Und?
28:23Wie ist es mit Gregor gelaufen?
28:25Super.
28:27Er ist einverstanden.
28:32Warum machst du dann so ein Gesicht?
28:35Tom hat ein Angebot aus Hollywood.
28:38Sag, machst du mir bitte noch einen Kaffee?
28:40Ja, klar.
28:41Gerne.
28:42Das gleiche für mich auch, bitte.
28:43Aber zum Mitnehmen.
28:44Hallo, Herr Lorenz.
28:45Wie geht's?
28:46Herr Sander, hallo.
28:47Lange nicht gesehen.
28:48Wie geht's Ihnen?
28:49Gut.
28:49Danke.
28:51Wir wissen sich ja momentan viel um die Ohren.
28:53Aber einen neuen Kinostoff entwickelt,
28:55der vielleicht verfilmt wird.
28:58Herzlichen Glückwunsch.
28:59Danke.
29:01Dann werden Sie heute Abend mit Konny
29:03sicherlich ordentlich feiern.
29:04Dann freu dich doch für ihn.
29:06Tu ich ja auch.
29:09Aber wenn es wirklich klappt,
29:10dann kann es sein,
29:11dass er ein halbes Jahr weg ist.
29:15Und du hast gehofft,
29:16dass dich Tom unterstützt,
29:18wenn du das Tango übernimmst.
29:20Ja, also das auch.
29:24Ich meine,
29:25ich habe ihm immer gewünscht,
29:26dass er es ganz nach oben schafft,
29:27aber jetzt hast du Angst,
29:30dass er dich hinter sich lässt.
29:31Nicht nur wegen der räumlichen Entfernung.
29:33Wissen Sie, ich glaube,
29:35sie hat eher Angst,
29:36dass wir das nicht durchhalten werden.
29:38Gibt es irgendeinen Grund dafür?
29:40Wieso?
29:41Nein.
29:41Ich meine,
29:42ich fliege nach L.A.,
29:43um zu arbeiten,
29:43nicht um irgendwelchen Frauen
29:44hinterher zu jagen.
29:47Vielleicht geht es ja gar nicht
29:48um andere Frauen.
29:49Das glaube ich nicht.
29:51Also,
29:51in ein paar Monaten bin ich wieder zurück
29:53und dann wird es zwischen uns
29:54wieder so sein wie vorher.
29:55Wenn der Film ein Erfolg wird,
29:57ist nichts mehr so wie früher.
29:59Du meinst,
30:00weil er sich die Angebote
30:01dann aussuchen kann?
30:02Die sind in Hollywood
30:03nun mal lukrativer
30:04und interessanter als bei uns.
30:07Und vielleicht
30:08kommt er dann nicht mehr zurück?
30:12Was würde ihn denn noch hier halten?
30:16Ich meine,
30:17ich habe wirklich Lust auf das Tango.
30:19Ich liebe die Arbeit dort,
30:21aber was ist mit meiner Beziehung zu Tom?
30:23Was, wenn er ganz nach Hollywood geht?
30:26Wenn ich ehrlich bin,
30:27ich habe mir darüber
30:27noch keine großen Gedanken gemacht,
30:29also wie es konkret weitergehen soll.
30:31Aber Frauen tun das meistens.
30:33Sie wollen immer wissen,
30:34welche Perspektive eine Beziehung hat.
30:36Danke.
30:38Sie haben da Erfahrung.
30:41Ja,
30:42allerdings.
30:44Ich war ein paar Jahre verheiratet
30:46und ich weiß,
30:48dass unterschiedliche Lebenssituationen
30:50eine Beziehung verändern.
30:53Weißt du,
30:53letztlich muss jeder
30:54seinen eigenen Weg gehen.
30:56Es funktioniert nicht,
30:57wenn einer seinen Traum aufgibt,
30:59aus lauter Angst,
31:00den anderen zu verlieren.
31:03Und wenn man ihn tatsächlich verliert?
31:07Kann passieren.
31:09auch wenn man sich liebt?
31:15Wir glauben immer,
31:16dass wir die Liebe festhalten können.
31:18Aber das stimmt nicht.
31:21Je mehr wir sie loslassen,
31:24desto wahrscheinlicher bleibt sie.
31:29Oder sie kommt zurück.
31:30oder sie kommt zurück.
32:00Manchmal denke ich darüber nach,
32:02wie sich Raphael wohl entwickelt hätte,
32:04wenn er bei uns beiden aufgewachsen wäre.
32:08Und ob er dann
32:10vielleicht anders
32:10zu seinen Gefühlen stehen könnte.
32:14Tja,
32:16der kann das wissen.
32:19Aber er hat sich ja mit dir versöhnt.
32:22Ja, das hat er.
32:23Ich wünsche mir nur,
32:25dass er endlich Halt
32:26in seiner eigenen kleinen Familie findet.
32:29Guten Morgen, Mutter.
32:31Fritz.
32:32Guten Morgen.
32:33Ich dachte,
32:35dass...
32:35Vanessa ausgezogen ist.
32:38Vanessa ganz teile raus.
32:40Tja,
32:41es haben sich neue Umstände ergeben.
32:44Offenbar ist nicht
32:45Tony Weiss
32:46Letizias Vater,
32:48sondern ich.
32:50Ja,
32:51das Testergebnis
32:52liegt zwar noch nicht vor,
32:53aber
32:53alles deutet darauf hin.
32:56Zeitpunkt der Empfängnis,
32:57die Blutgruppe.
32:58Das ist aber eine Überraschung.
33:02Also
33:03habt ihr euch wieder versöhnt?
33:05Ja.
33:06Wir werden gemeinsam
33:07um unser Kind kämpfen.
33:09Entschuldigen Sie die Störung.
33:11Frau Jung möchte
33:12Herrn von Adelsberg
33:13und Frau Mayer sprechen.
33:15Und so wie es aussieht,
33:16geht der Kampf auch schon los.
33:26Und?
33:28Hast du ihn schon geöffnet?
33:29Nein.
33:30Ich wollte das nicht
33:31ohne dich tun.
33:33Hat Zöller noch irgendwas
33:34zu Hartmann gesagt,
33:35als er
33:36beschwunden ist?
33:37Nein.
33:38Ich glaube,
33:39die beiden hatten
33:39gar keinen direkten Kontakt.
33:41Und wie ist Hartmann
33:41an den Koffer gekommen?
33:43Zöller hat ihn
33:43auf der Flucht verloren.
33:46Sonst hatte er nichts dabei?
33:48Nein.
33:51Dann muss der Koffer
33:52sehr wichtig für ihn gewesen sein.
33:55Wer weiß,
33:55vielleicht ist auch einfach
33:56nur das Geld drin.
34:00Das Zahlenschluss
34:01ist nicht beschädigt.
34:02Ja, das habe ich auch schon gesehen.
34:04Das wird schwierig
34:05zu knacken sein.
34:06Nicht unbedingt.
34:13Frau Jung,
34:14was können wir für Sie tun?
34:19Hier sind ein paar Sachen
34:20von der Kleinen.
34:28Heißt das,
34:29Sie wollen die Kleine
34:30hier lassen?
34:33Nein.
34:37Aber wenn sie es
34:38entscheiden könnte,
34:40dann würde sie es
34:41wohl so wollen.
34:44Und darum geht es doch
34:45letztendlich, oder?
34:48um das,
34:49was das Beste für
34:52Letizia ist.
35:08Frau Jung,
35:09wie können wir wissen,
35:11dass Sie Ihre Meinung
35:12nicht wieder ändern?
35:18Darin steht alles,
35:19was Sie wissen müssen.
35:24Viel Glück.
35:38Was ist denn hinter dir her?
35:39Niemand.
35:40Aber ich habe jetzt
35:41mein Gespräch mit Wieland
35:41und ich bin ziemlich spät dran.
35:43Entschuldigen Sie
35:44meine Verspätung.
35:45Ich habe von Ihnen
35:46nichts anderes erwartet.
35:48Nochmals Entschuldigung.
35:50Sollen wir gleich
35:51in Ihr Büro gehen?
35:52Nicht nötig.
35:53Ich habe gleich wieder
35:53einen Termin.
35:54Außerdem,
35:54was ich Ihnen zu sagen habe,
35:55kann ruhig jeder wissen.
35:57Ich habe einen Brief
35:58von einem Patienten erhalten.
36:00Er bedankt sich darin dafür,
36:01dass Sie sich so rührend
36:02um ihn gekümmert haben.
36:03Dumm nur,
36:04dass Sie zu diesem Zeitpunkt
36:05bereits in die Endoskopie
36:06versetzt waren.
36:07Ich wollte nur helfen.
36:09Ah, papperlapapp.
36:10Sie halten sich an
36:11keine Vorschriften,
36:12Sie respektieren keine Autorität,
36:13Sie sind verantwortungslos.
36:14Kurzum,
36:15Sie sind eine Schande
36:15für dieses Krankenhaus.
36:17Sie können sich Ihre Papiere
36:18meinem Sekretariat abholen.
36:21Heißt das?
36:22Sie sind entlassen,
36:23genau.
36:28Also,
36:29ich,
36:30ich weiß nicht,
36:31was man Ihnen
36:32während Ihrer Ausbildung
36:34beigebracht hat.
36:35Aber wir,
36:37wir haben gelernt,
36:38das Wohlergehen
36:39eines Menschen
36:40über alles andere
36:41zu stellen.
36:42Und was immer
36:43Sie mir vorwerfen mögen,
36:45in dieser Hinsicht
36:46gehe ich mit einem
36:46reinen Gewissen.
36:47Ach Gott, Frau Beer.
36:48Kollege Wieland,
36:50Entschuldigen Sie
36:50Ihren Ausdruck,
36:51aber Sie sind
36:52ein Vollidiot.
36:54Schwester Linda
36:55ist eine hervorragende
36:56Krankenschwester
36:56und eine Bereicherung
36:57für jedes Krankenhaus.
36:58Und wenn Sie das
36:58in Ihrer Verbordheit
36:59nicht einsenden,
37:00was dann?
37:01Machen Sie meine Papiere
37:02gleich mit fertig.
37:03Wollen Sie mich erpressen?
37:04Doch, erpressen.
37:05Wer wird denn
37:05so ein hässliches Wort benutzen?
37:06Sagen wir einfach,
37:08ich möchte Ihnen klarmachen,
37:09dass wenn Sie Frau Beerens
37:10Kündigung nicht zurückziehen,
37:11ich diese Heiligenhallen
37:12auch verlassen werde.
37:13Schönen Tag noch.
37:25Mensch, Conny,
37:26dein Handy war aus.
37:26Ich dachte,
37:27du kommst nicht mehr.
37:29Solange kann das
37:30Tango noch warten.
37:33Was ist das?
37:36Das ist der Glücksbringer
37:37für deine erste Oscar-Vallei.
37:40Jetzt übertreibst du.
37:44Ich bin mir sicher,
37:45du schaffst das irgendwann.
37:53Conny, wenn es so weit ist,
37:54dann widme ich dir
37:55die Dankesrede.
38:00Ich werde die applaudieren.
38:03Aber im Publikum,
38:04damit das klar ist.
38:06Ja, oder vor dem Bildschirm,
38:07ist auch egal.
38:12Ich liebe dich.
38:15Du wirst uns nicht verheben.
38:16Ich liebe dich auch.
38:21Aber wir dürfen uns
38:22nichts versprechen.
38:26Es kommt, wie es kommt.
38:29Okay?
38:31Okay.
38:46Du meinst es wirklich ernst
38:47mit der Kündigung, oder?
38:49Das hätte ich gleich machen sollen,
38:51bei deiner Versetzung.
38:56Ich erwarte nicht,
38:57dass du das durchziehst.
38:59Ich weiß.
39:02Aber so sehr du mich auch manchmal reizst
39:03mit deinem Eigensinn
39:04und deiner Impulsivität,
39:06du hast mir gezeigt,
39:07dass es sich lohnt,
39:07für das zu kämpfen,
39:08woran man glaubt.
39:32bereit?
39:33Bereit?
39:34Warte.
39:36Der Inhalt dieses Koffers
39:38kann unser Leben verändern.
39:39Ja, aber nur zum Guten,
39:41da bin ich mir sicher.
39:59Ich geh mal kurz rein.
40:01Du bist bestimmt gerne
40:02einen Moment
40:03mit deiner Tochter allein.
40:19So.
40:22Jetzt kommst du endlich
40:23auch mal zu deinem Papa.
40:29Rechnungen und Mahnungen.
40:30Hast du irgendwas?
40:34Zeitungsausschnitte.
40:35Alte Zeitungsausschnitte.
40:36Und nichts.
40:37Ich guck noch mal
40:38in den Fächern.
40:39Lena,
40:40das haben wir schon
40:41dreimal gemacht.
40:44Und jetzt?
40:45Jetzt packen wir
40:45diesen ganzen Kram wieder zusammen
40:47und schmeißen ihn auf den Müll.
40:49Und wenn...
40:49Was wenn?
40:50Lena, das ist Müll.
40:52Nichts als Müll.
40:52Verstehst du?
40:53Ich hab mich da
40:53in was reingesteigert.
40:54Ich hab mich einfach
40:55in was reingesteigert.
41:02Es ist so eine lange Reise
41:04hinter dir.
41:06Aber jetzt bist du abziehen.
41:08Und dein Papa auch.
41:11Guck mal.
41:13Guck mal.
41:13Da ist das Schloss.
41:15Und dieses Schloss.
41:17Und alles, was dazu gehört.
41:19Das gehört bald uns.
41:22Dein Papa.
41:23Deine Mama.
41:26Und dir.
41:30Und nichts.
41:32Und niemand wird uns
41:34daran hindern.
41:46Ich werde niemals erfahren,
41:49wer meine Mutter
41:49umgebracht hat.
41:53Niemals.
42:03Nachdem wir erfahren haben,
42:05wie verantwortungslos
42:06sie gehandelt haben,
42:07bin ich überhaupt
42:07nicht glücklich
42:08über die Entscheidung
42:09meines Sohnes,
42:10sie zu heiraten.
42:11Ich wollte dir nicht wehtun.
42:12Niemals.
42:14Ich weiß.
42:15Das ist aber
42:16kundlich schiefgegangen.
42:18Andreas hatte
42:19sich sehr lange überlegt,
42:20ob er seine Stelle
42:21in Marburg aufgeben soll.
42:22Wenn er jetzt hier
42:23in Köln kündigt,
42:25geht er wahrscheinlich zurück.
42:26Vielleicht auch nach Hamburg.
42:26Und München.
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