Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
#GanzerFilm #Deutsch
Kaiser Leopold der Prächtige hat das Reich von seinem verstorbenen Bruder Friedbert übernommen. Im Gegensatz zu Friedbert ist er ein verschwendungssüchtiger Despot mit Kleidertick, der sein Land und seine Leute ausbeutet. Dies will das geheime Revolutionskomitee unter dem jungen naiven Revoluzzer Christian Weber nicht länger dulden. Voller Ideale, aber eher mit Worten als anderem bewaffnet, ziehen er und seine Mitstreiter zum Palast – mit fatalen Folgen

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00Musik
00:30Oh, hallo liebe Kinder, hier bin ich wieder, euer Erzähler mit der Märchenstunde.
00:38Auch heute habe ich wieder ein ganz tolles Märchen für euch ausgesucht.
00:41Und heute darf ich endlich mitspielen.
00:43Bestimmt. Brutto, sei doch so nett und schmeiß ihn wieder vom Dach in den Altglaskontill.
00:50Nein, nein, nein, stopp, stopp, stopp, stopp.
00:52Ich habe eine schriftliche Bestätigung, dass ich mitspielen darf, von Ihnen persönlich unterschrieben.
01:00Wann habe ich denn das geschrieben?
01:01Auf Ihrer letzten Geburtstagsfeier.
01:03Kurz danach haben Sie angefangen mit der Stehlampe zu knutschen und er hat in den Salon gekotzt.
01:07Ja, ja, ja, ich kann mich dunkel daran erinnern.
01:11Nein, stopp, stopp, stopp, stopp. Ich habe Fotos.
01:16Fotos?
01:20Also gut, ausnahmsweise dürfen Sie diesmal mitspielen.
01:24Ja, ich darf mitspielen, ich darf mitspielen, ja.
01:30Brutto, bitte erinnern Sie mich daran, dass wir bei den nächsten Partys alle Foto-Handys einsammeln lassen, ja?
01:36Danke.
01:38Ja, Boss.
01:39Mein Gott, es stirbt wieder langsam heute.
01:42Wo waren wir?
01:43Ah, ja.
01:49Das Märchen, was ich euch heute erzählen möchte, heißt
01:52Des Kaisers neue Kleider.
02:00Es war einmal vor langer, langer Zeit in einem fernen Reich mit Namen Grünland.
02:08Da lebte ein Kaiser, Leopold der Prächtige.
02:12Der hielt so ungeheuer viel auf neue Kleider, dass er all sein Geld dafür ausgab, um immer recht geputzt zu sein.
02:22Wir sind in unserer Garderobe.
02:24Wir müssen uns umziehen.
02:26Wir brauchen neue Kleider.
02:29Kleider.
02:31Kleider.
02:32Ja, so ging das, Tag aus, Tag ein, seit nunmehr zehn Jahren.
02:39Da hatte Leopold das Kaiserreich von seinem viel zu früh gestorbenen Bruder Friedbert übernommen.
02:46Und seit dem Tag kümmerte sich Kaiser Leopold der Prächtige weder um seine Armee, noch um die Landwirtschaft,
02:53sein Volk oder das Bruttoinlandsprodukt, sondern einzig und allein um...
02:59Kleider, Kleider!
03:02Oh, ich bin ein Kleider!
03:06Ja, Kleider machen bekanntlich Leute.
03:10Aber sie machten Leopold nicht unbedingt zu einem guten Kaiser.
03:15Und deshalb in diesen Zeiten allgemeinen Elends, sah das geheime Revolutionskomitee seine Zeiten zum Handeln gekommen.
03:28Bürger, es ist was faul im Staate Grünlands und es stinkt zum Himmel!
03:34Genau!
03:35Da bin ich auch reingetreten!
03:37So ein Riesenhaufen direkt vor der Tür!
03:40Man sollte die faschissenen Tölen in der Stadt verbieten!
03:43Ja, aber können wir das vielleicht das nächste Mal ausdiskutieren?
03:51Bürger, Kaiser Leopold sitzt in seinem Palast und frönt seiner Verschwendungssucht und das Volk hungert!
04:01Wir werden heute die neue Verfassung an das Palast vornageln, um der Willkürherrschaft des Adels für immer ein Ende zu bereiten!
04:11Ja!
04:13Da könnte es ein Problem geben.
04:16Da noch nicht alle Punkte ausdiskutiert sind, ist die Verfassung etwas umfangreicher.
04:20Aber vielleicht mit einem langen Hufnagel?
04:22Ja, dann werden wir sie...
04:25Das sehen wir dann!
04:27Aber es muss etwas passieren!
04:29Mitbürger, lasst uns zum Palast marschieren!
04:33Das geknechtete Volk wird sich uns jubelnd anschließen!
04:37Der Tag der Revolution ist da!
04:40Und so nahm die glorreiche Revolution in Grünland ihren Anfang.
04:55Ihnen voran ging die Freiheit und hielt hoch das Banner der Revolution in den frischen Wind des Umbruchs!
05:01Ruhika, was soll das?
05:02Moment!
05:04Ich hab ne Rolle!
05:05Sie tragen eine alberne Mütze und ein Kleid!
05:08Das ist sowas wie die Jakobiner Mütze.
05:10Das trugen die damals bei der französischen Revolution.
05:13Und die Freiheit wird ja ganz klassisch als Frau dargestellt.
05:16Normalerweise natürlich barbusig, aber das hab ich jetzt weggelassen, wegen dem Jugendschutz.
05:21Ruhika, Sie ekeln mich ein bisschen an.
05:25Aber ich bin im Märchen drin.
05:27Eben, Moment! Wartet auf die Freiheit!
05:33Und wie es Christian vorausgesagt hatte, schloss sich das Volk ihnen mit Begeisterung an, um Grünland endlich zu befreien.
05:44Nun ja, nicht alle.
05:47Aber zumindest einige wollten das Land befreien.
05:55Es geht um die Revolution!
05:58Hannes!
05:58Bruder, schön dich zu sehen!
06:00Sag mal, du kannst mir nicht zufälligerweise 100 Gulden leihen?
06:04Nein?
06:05Ja, was für ein Zufall, dass Hannes gerade jetzt seinen Bruder auf der Straße getroffen hat.
06:11Nur dieser Zufall hieß Schlitzer Sven und Herr Totschlag.
06:15Während Christian sich hauptsächlich um das Wohl des Volkes sorgte, sorgte sich Hannes um sein eigenes.
06:22Nur leider benutzte er dabei unter anderem das Geld eben dieser netten Herren, die Zinsen auch gerne mal in Körperteilen eintrieben.
06:30Aber zurück zu der Revolution.
06:33Du, dann laufe ich einfach ein bisschen mit bei eurem Umzug, ja?
06:35Umzug, das ist die so reiche Revolution Grünlands, die, wie auch immer, Hauptsache man wirft kein Männer, he?
06:39Freie Bürger Grünlands, hört die Stimme der Freiheit!
07:01Dieser Despot sieht sich heute zum ersten Mal einem Kontingent von freien Bürgern gegenüber,
07:09die sich den Dilettantismus im Staatswesen nicht mehr bieten lassen wollen!
07:14Grünland braucht eine konstitutionelle Monarchie auf demokratischer Basis!
07:22Hey!
07:22Genau, hört auf den Kerl im Vummel!
07:28Es wird Zeit, dass Grünland eine konstitutionelle Monarchie auf demokratischer Basis wird!
07:38Bürger, wir brauchen keinen unfähigen Kaiser, der uns rumkommandiert!
07:44Wir sind mündige Bürger!
07:45Der Kaiser muss weg!
07:48Der heutige Tag soll in die Geschichte eingehen als der Tag der Freiheit!
07:56Der heutige Tag soll in die Geschichte eingehen als der Tag der Freiheit!
08:18Feuer!
08:31Was Christian und seine Revoluzzer nicht wussten war, dass der Herzog Diego von Puritanien,
08:37nebst seiner Leibgarde, auf diplomatischem Besuch im grünländischen Kaiserpalast weite.
08:43Er sah es als seine Pflicht und sein Vergnügen an, dem Kaiser bei diesem Revolutionsproblemchen zu helfen.
08:52Deshalb, liebe Kinder, falls ihr selbst mal einen Palast stürmen wollt,
08:57erkundigt euch immer vorher, wer gerade im Gästezimmer schläft.
09:01Beide!
09:16Ja!
09:26Ja!
09:30Ihr werdet die Revolution nicht aufhalten können.
09:39Der Adel ist am Ende.
09:41Eine neue Zeit bricht an.
09:43Ihr mögt uns das Leben nehmen.
09:45Aber niemals nehmt ihr uns die Freiheit.
09:52Nettes Bluch.
09:54Im Moment ist genug, mir voll und ganz sein Leben zu nehmen.
09:58Adios.
10:00Tja, liebe Kinder.
10:06Und so endete die erste Revolution in Grünland mit einem mächtigen Tritt in den Hintern der Freiheit.
10:15Oder, Heuker?
10:17Ich gehe gleich wieder zurück ins Märchen.
10:19Ich muss mich nur ganz kurz ausruhen.
10:24Nein, liebe Kinder, keine Angst.
10:27Natürlich ist das Märchen nicht vorbei.
10:29Wo kämen wir denn dahin, wenn jetzt die Bösen im Märchen gewinnen würden?
10:33Wir sind doch nicht die Tagesschau.
10:34Verne du mal an.
10:36Das war's?
10:39Ja.
10:40Ach.
10:42Ach.
10:43Ach.
10:44Ach.
10:44Ach.
10:45Ach.
10:45Ach.
10:45Ach.
10:46Ach.
10:46Oh nein!
11:07Brüderchen!
11:08Du lebst?
11:09Hey, der hier hat Silberschneiden an den Schuhen.
11:12Ich brauch den nicht mehr.
11:14Ich schon.
11:15Oh nein!
11:16So sollte das nicht enden.
11:18Das sollte nicht so sein.
11:20Brüder, es tut mir so leid.
11:23Psst, hey, psst.
11:25Wenn du hier nicht enden willst, rede ein klein wenig leiser.
11:28Wir hatten einen Traum.
11:30Und sie haben es mit dem Leben bezahlt.
11:33Ich hab es nicht verdient, weiterzuleben.
11:36Die Revolution ist tot.
11:38Wenn die Revolution nicht mehr lebt,
11:40dann will ich auch nicht mehr weiterleben.
11:43Ich will den Stecken her.
11:44Lass mich sterben.
11:45Feuer!
11:49Heya!
11:49Hier!
11:51Komm, geht's mir los!
11:53Los!
11:53Ich kann es dir!
11:59Jetzt hörst du mir mal gut zu, Brüderchen.
12:02Es kann gut sein,
12:03dass ich von dieser ganzen Revolutionsgeschichte keine Ahnung habe.
12:06Aber eine Sache weiß ich ganz genau.
12:08Es ist besser für eine Sache, still zu leben,
12:10als für die Lauten sterben.
12:11Verzeihung, wir sind Jean-Paul und Karol.
12:29Schneider, auslag mit raus.
12:32Könnt ihr sagen uns die Weg zu die Palast?
12:34Denn wir verlaufen...
12:36Oui, oui, oui.
12:37Zwei hier, zwei hier und zwei hier.
12:51Oh, ja, wir sind Carole und Jean-Paul, ausländische Schneider auf dem Weg
13:05zu die kaiserliche Palast, oui.
13:09Ausländische Mode.
13:11Nichts inländisch wie diese Typen mit den schrecklichen Karmotten,
13:14die da lang gelaufen sind, oui.
13:16Da, da, da.
13:17Ach so, wir sind...
13:19Tschüss.
13:20Los, los, los.
13:23Haben wir euch gefunden?
13:25Wir waren schon in Sorge.
13:27Wir haben schon gedacht,
13:28ihm wäre etwas bei diesem Revolutionchen geschehen.
13:31Wo ist er denn abgeblieben?
13:35Natürlich.
13:36Wir wollten uns nur gucken an die Stadte.
13:39Ist doch schön.
13:40Ja, ja, ja.
13:42Gehen wir zurück in den Palast, damit er anfangen kann.
13:44Außerdem muss ich mich umziehen.
13:46Mein Mantel passt überhaupt nicht zum Blut auf den Pflastersteinen.
13:50Und außerdem passt es nicht zu niedergeschlagenen Revolutionchen.
13:53Etwas zu schlicht.
13:55Majestät.
13:57Ihr solltet im Palast bleiben.
13:59Es ist zu gefährlich hier.
14:01Es treiben sich auf wie kleine Stad herum.
14:04Ach du!
14:07Oh?
14:11Ich kann erklären das?
14:13Meine Assistentin ist so sensibel und impulsiv, wenn er sieht, äh, so...
14:21Wenn er sieht so schlechten Modegeschmack.
14:24Oh oui.
14:25Excuse-moi.
14:26Schwarzes Leder.
14:28Das ist diese Saison.
14:30Out, out, out.
14:32Out.
14:33Oui.
14:34Ja, mein lieber Diego.
14:50Für wahr.
14:52Er mag ja etwas von Revolutionchen niederschlagen verstehen.
14:56Aber in modischen Dingen ist er so etwas von...
14:59Ihr müsst Diego verzeihen.
15:07Er ist kein Mann von modischem Stil oder Eleganz wie wir.
15:10Aber es traf sich gut, dass er mit seiner Garde auf diplomatische Besuche weilte.
15:15Das Kaiserpaar von Puritanien will mir nämlich einen Besuch abstatten.
15:19Es geht um eine Allianz oder ein Durchmarschenrecht oder...
15:23Oder ein Angriffskrieg gegen unsere Nachbarn.
15:27Irgendwas, das nichts mit Mode zu tun hat.
15:29Aber das Wichtigste, dafür seid ihr ja da.
15:32Wir sind schon so gespannt auf die Kollektion, die er mir präsentieren wird.
15:37Der Posten des Leibschneiders ist der Wichtigste im ganzen Lande.
15:41Und so kam es, dass Christian und Hannes als die neuen Leibschneider-Anwärter in den Palast einzogen.
15:51Oh Mann!
15:53Das Zimmer ist größer als Mamas Haus.
15:56Was red ich hier? Das ist größer als unsere Straße.
15:59Du hast mich geschlagen.
16:00Du hättest uns fast an den Galgen gebracht.
16:03Das ist eh alles verloren.
16:04Die Revolution, sie haben meine Brüder niedergemetzelt.
16:07Jetzt fass mal auf.
16:07Ich weiß, dass Papa ein schwerer Nöter war.
16:09Aber so viel Brüder kannst du gar nicht gehabt haben.
16:13Und jetzt schau mal deinem kleinen Bruder zu.
16:14Denn der holt uns jetzt hier raus.
16:22Aha!
16:22Das ist eine sehr schöne Ziehme.
16:26Oh, okay.
16:26Schuh, schuh.
16:28Scheiße.
16:29Warum nehmen wir diese Truppen?
16:31Gott!
16:32Die haben hier mehr Soldaten als unser Bischof Kinder.
16:36Ist eigentlich egal.
16:39Ich mein, solange wir hier nicht auffallen, sind wir im Schloss ziemlich sicher.
16:44Bis morgen.
16:47Ja, morgen sind wir dran.
16:49Aber das ist ja auch egal.
16:50Wir sind ja Schneider.
16:56Morgen müssen wir dem Kaiser eine Koalition präsentieren, um zu beweisen, dass wir als Leibschneider geeignet sind.
17:01Mist!
17:02Oh, Mist!
17:05Ja, dann schneidern wir.
17:07Ich verstehe nichts vom Schneider-Antrag.
17:09Ich auch nicht.
17:10Und so arbeiteten sie die ganze Nacht durch und den halben Tag, bis endlich die Show beginnen konnte.
17:24Beginne er mit der Vorführung.
17:27Zeige er seine Kollektion.
17:28Also, ich bin Jean-Paul.
17:34Und ich komme gleich zur Sache.
17:36Meine Lehrling Carole präsentiert Ihnen nun Ihre Majestät den Morgenrock.
17:41Oh, äh, eine ganz kleine Sekunde.
17:50Bist du blöde?
17:51Jetzt geh raus da!
17:52Nein, ich mach mich nicht zum Spielball der Digger-Danz.
17:56Ich sei jetzt raus!
17:57Carole trägt eine nicht gewaschene Nachtämte, sorglose Benäte mit die dreckigen Sorgen.
18:07Hui.
18:08Das erspart Ihnen die Morgentoilette, weil Sie selber schon riechen wie eine.
18:13Und das, Ihre Majestät, ist da.
18:16In, in, in.
18:21Kommen wir nun zum Mittagsgewand.
18:24Carole trägt einen Mantel in der moderne Kotzegrün.
18:28In der Kombination mit der Würste von den Schweinen.
18:32Aber natürlich hat die Schweine sein Leben mit Freuden gegeben für die Modeindustrie.
18:39Sehen Sie.
18:43Delisieus.
18:44Kommen wir zum großen Finale, das Abendgewand.
18:48Ich selber nenne diese Kreation.
18:51Was habe ich mir dabei gedacht?
18:53Carole trägt eine Kombination aus Nachtwäsche und Spitze.
18:57Kombiniert mit Glitzer, Bling, Bling und die roten Schleife.
19:01Ganz besonderer Detail ist die Krenoline, weil sie ist so wunderschöne Tuntik.
19:07Und das, meine Majestät, ist da.
19:09In, in, in.
19:14Dankeschön.
19:15Dankeschön.
19:16Dankeschön.
19:16Dankeschön.
19:16Dankeschön.
19:16Dankeschön.
19:16Dankeschön.
19:16Dankeschön.
19:16Dankeschön.
19:17Dankeschön.
19:23Dankeschön.
19:31Dankeschön.
19:31Fantastisch.
19:35Fantastisch.
19:36Fantastisch.
19:38So unkonventionell.
19:41So frisch.
19:43So in, in, in.
19:46Wir sind begeistert, nicht wahr, mein lieber Diego?
19:51Wir ernennen die beiden zu unseren neuen Leibschneidern.
19:56Euch obliegt es jetzt, uns ein neues Festtagsgewand für den Besuch des Kaiserpaares von Puretanien zu schneidern.
20:06Uns schreibt aber etwas anderes als eure jetzige Kollektion vor.
20:11Etwas noch großartigeres, etwas noch mehr, in, in, in.
20:21Und ihr werdet uns nicht enttäuschen, nicht wahr?
20:26Sonst lasse ich euch hinrichten.
20:30Ich meine das ernst. Oder warum glaubst du, ist der Posten des Leibschneiders gerade frei?
20:41Oh, da waren unsere beiden Helden ganz schön in der Klemme. Und guter Rat war teuer.
20:53Jetzt sind wir geliefert. Ade, du schnöde Welt.
20:57Aber egal. In so einer Welt will ich eh nicht leben, in der die dumme, ungewaschene Dekadenz den freien Volkswillen ungestraft unterdrücken kann.
21:05Ja, das ist ja alles okay. Jetzt hör mal auf zu jammern. Wir brauchen einen Plan.
21:08Noch einen? Es ist vorbei. Alles ist vorbei. Sie haben gewonnen. Unsere Zeit ist abgelaufen.
21:14Vielleicht hat es sie nie gegeben. Unsere Zeit.
21:17Zeit.
21:21Ja genau, Zeit. Hey, es hat was gebracht, dass Mama dich in die Schule geschickt hat.
21:25Komm jetzt zu Plan A. Wir verschaffen uns mehr Zeit.
21:29Zeit für was? Wozu?
21:31Damit ich mir Plan B ausdenken kann und wir hier abhauen können.
21:33Komm mit.
21:36Oh, was denn? Was ist denn jetzt?
21:38Du weißt genau, dass ich nicht schreiben kann.
21:40Und so machten sich Hannes und Christian daran, Plan A in Angriff zu nehmen.
21:45Wir brauchen Seide von der seltenen Raupe aus Singapur.
21:50Drei Dutzend Klebklebs.
21:53Hm.
21:55Und wir brauchen tausend Federn vom Stör.
22:01Das ist ein Fisch.
22:02Äh, achso.
22:04Äh, vom Greif.
22:11Oh, Minister.
22:13Da.
22:14Für unsere Kreation brauchen wir die exklusivsten Zutaten von der ganzen Welt.
22:20Keine Zutaten.
22:22Keine Kreation.
22:23Ah, Nichte gucken wie die Gupi.
22:26Huch, huch.
22:28Flachs aus Flandern, Mund geknöppelt.
22:30Rolle ist die betranischen Gebrück.
22:32Ja, ich bin ein bisschen für eine Jungfrau.
22:34So, das sollte uns Zeit was schaffen.
22:37Und wenn ihr das doch alles ganz schnell besorgt.
22:39Was?
22:40Wir haben jeden Punkt auf dieser Liste erfunden.
22:43Ich weiß nicht.
22:44Komm jetzt.
22:45Wir müssen an unserer Tarnung als Schneider arbeiten.
22:49Und so mischten sich Hannes und Christian unter das Höflingsvolk, um an ihren wichtigen
22:54gesellschaftlichen Verpflichtungen teilzunehmen.
22:57Warum hängt dieses Bild da immer noch herum?
23:05Wir wollen, dass es verschwindet.
23:08Wir sind der Kaiser.
23:11Außerdem passt es nicht zu meinem Rock.
23:20Oh, wir haben uns bekleckert.
23:23Wir müssen uns uns schieren.
23:37Meine Leibschneider!
23:40Wo bleiben meine Leibschneider?
23:42Während Hannes die Feinheiten der höfischen Etikette lernte, entdeckte Christian die Besonderheiten
24:07absolutistischer Architektur.
24:10Ich wusste gar nicht, dass einer von euch lesen kann.
24:35Von euch?
24:35Ich gehöre nicht zu denen.
24:40Nicht wirklich.
24:41Und das soll ich glauben.
24:42Du bist doch einer dieser Schneider.
24:44Ich bin doch kein Schneider!
24:50Wir sind keine Schneider.
24:51Wir müssen raus aus dem Palast.
24:53Der Kaiser wird uns aufhängen, wenn wir nicht schneidern.
24:56Was wir ja nicht können, weil...
24:58Du bist also kein Schneider.
25:00Wer bist du dann?
25:01Gestatten, ich heiße Christian Weber.
25:05Und ihr seid?
25:09Prinzessin Annabelle, die Tochter des Kaisers Fliedbärts.
25:15Ja.
25:17Seit mein Vater gestorben und mein Onkel Kaiser geworden ist, gefällt es ihm, meine Mutter
25:21und mich hier im Verlies gefangen zu halten.
25:23Man sagt, ihr hättet die Kronjuwelen gestohlen und seid geflohen.
25:27Nein, das mit den Kronjuwelen war mein Onkel ganz allein.
25:30Verstehe.
25:31Deshalb hält er euch hier gefangen.
25:33Ja, aber er ist so großzügig, dass ich mich verschleiert frei im Palast bewegen darf.
25:37Er hat ja noch meine Mutter.
25:39Ja, dann...
25:40Dann müssen wir...
25:42Vergiss, dass der Geheimgang führt nur in den Kerker.
25:47Komm, setz dich.
25:53Was verschlägt einem so intelligenten Mann in diesem Palast voller Idioten?
25:58Äh, mein Bruder, dieser Hirni, der sich mal wieder Geld von mir leihen...
26:04So unterhielten sich Christian und Prinzessin Annabelle fast die ganze Nacht über dieses und jenes.
26:11Sie fanden Gefallen daran und versprachen sich ab jetzt, sich jede Nacht dort zu treffen und zu plaudern.
26:18Viel anderes hatten sie ja eh nicht vor.
26:20Derweilen fand Hannes immer mehr und mehr Gefallen an dem dekadenten Hofleben.
26:29Er ging total in seiner Tarnung als exzentrischer Modezar auf.
26:36Wie soll man sagen?
26:37Es war, als wäre er für dieses Leben bestimmt.
26:41Und Plan B rutschte in das tiefe Tal des Vergessens.
26:46So lebten unsere Helden eine ganze Weile, jeder auf seine Weise.
26:52Und während der Palast des Nachts langsam zur Ruhe kam, ging Christian zu später Stunde jedes Mal Annabelle besuchen.
27:02Ach, ich habe immer davon geträumt, dass eines Tages ein Ritter in strahlender Rüstung kommt und mich rettet.
27:06Ritter? Die meisten Ritter sind schlimmer als der Hochadel.
27:10Da sie weniger haben, pressen sie die ihnen untergebenen Bauern noch mehr aus und treiben sie damit in die Hörigkeit.
27:17Naja, nicht alle Ritter sind so. Bestimmt nur ein paar weniger.
27:26Christian genoss die Stunden mit Annabelle.
27:29Und obwohl Christian manchmal gequirlten Mist redete, kamen sie sich näher.
27:36Christian fühlte, dass er ihr alles erzählen konnte und dass sie ihn verstand.
27:42Und wer bestimmt, wer in der neuen Republik Grünland regiert?
27:45Alle. Alle wahlberechtigten Bürger.
27:48Also alle über 25.
27:49Ähm, ähm, ähm, jetzt nicht sagen, theoretisch, das, das wäre ja, das, das ist alles noch vorläufig ein Entwurf ins Blaue.
28:01Ich, äh, ich, änder das dann.
28:06Ja, und so kam es, wie es kommen musste.
28:13Kerzenschein, geistreiche Gespräche und tiefe Blicke in die Augen.
28:22Die beiden verliebten sich ineinander.
28:25Und von Christians Seite hätte das ewig so weitergehen können.
28:29Aber das Schicksal und ein gewisser Herzog Diego hatten einen anderen Plan.
28:38Kampfer, Pfefferminze und Kamille mit Eukalyptus-Sirup mengen, drei Stunden aufkochen lassen und danach durch sein.
28:46Den Hustensaft in ein Gefäß abfüllen und man erhält einen Fuhr...
28:49Buenos Dias, meine Damen.
28:53Mein Name ist Herzog Diego González Maria Maradona del Sangre.
29:00Ich habe von eurer misslichen Lage gehört.
29:02Auch wenn der Anstand es mir verbietet, mich in die Belange meines Gastgebers zu missen,
29:08habe ich um Linderung eurer Qualen gebeten.
29:11Der gütige Kaiser Leopold willigte ein.
29:14Das bedeutet, Freiheit für euch beide.
29:19Vorausgesetzt, ihr verlasst das Land.
29:23Und vorausgesetzt, ihr, liebe Annabelle, willigt ein, mich zu heiraten.
29:28Ein durchaus schmeichelhaftes und gütiges Angebot.
29:36Herzog Diego.
29:40Wenngleich es doch etwas überraschend kommt.
29:41Ich denke, wir sollten der lieben Annabelle doch etwas Bedenkzeit einräumen.
29:45Wenn Sie uns entschuldigen möchten.
29:50Du heiratest diesen Mann nicht!
29:52Das sieht man doch sofort, er ist ein Arschloch.
29:53Ich würde nicht zu viel Zeit dafür einplanen.
30:01Adios.
30:02Wo wir gerade von Plänen reden.
30:05Hannes Plan A, sich erstmal Zeit zu verschaffen, funktionierte nach wie vor hervorragend.
30:11Immer wenn der Kaiser den Minister aussandte, um das Kleidungsstück zu begutachten,
30:16sagte Hannes nur...
30:17Ich habe noch nicht alle Zutaten.
30:19Ich sollte mich von diesem Champagner fernhalten.
30:34Ich treffe das Zeug.
30:36Ich muss in die Wanne.
30:37Nur Plan B, wie Sie dann wirklich aus dem Palast fliehen könnten, ließ noch auf sich warten.
30:52Nicht, dass es jemand merkte.
30:59Annabelle.
31:00Christian, meine Mutter geht schlecht.
31:02Ich denke, ich muss das Angebot von Diego annehmen.
31:05Also zum Schein zumindest.
31:06Wie kannst du sowas nur denken?
31:09Dich an so eine Bestie zu verschachern.
31:11Damit erniedrigst du dich, hast du gar keine Selbstachtung.
31:14Auch wenn man nichts mehr hat, hat man zumindest noch seine Freiheit.
31:18Das Leben mögen sie annehmen, aber niemals die Freiheit.
31:21Sie haben mir die Freiheit schon längst genommen.
31:23Und wenn meine Mutter noch länger im Kerker bleibt, dann nehmen sie auch ihr Leben.
31:27Selbstachtung, das sagt der Richtige.
31:29Schau dich mal an.
31:30Du trägst die Kleidung einer Hofschranze.
31:33Aber danke für die Belehrung.
31:34Zumindest versuche ich etwas an meiner Situation zu ändern.
31:39Und zwar so schnell wie möglich.
31:41Die Hochzeit findet morgen statt.
31:43Und du solltest auch endlich mal was tun.
31:45Ewig kannst du dich nicht unter deiner Tuckenperücke verstecken.
31:48Ja, liebe Kinder, so ist es mit der Liebe.
32:03Heute noch der Himmel voller Geigen.
32:05Und im nächsten Moment heißt es, du, ich will zur Zeit keinen festen Freund.
32:10Aber wir können ja gute Freunde bleiben.
32:13Und dann, nun ja, Diego machte diesen Heiratsantrag natürlich nicht aus Liebe.
32:23Nein.
32:24Er hatte ganz andere Pläne.
32:27Bei den ewigen Morgentoiletten des Kaisers stellte Diego fest, dass der Kaiser sich ausschließlich nur für Mode interessiert.
32:35Und dass es stimmt, was man über Männer mit einem exquisiten Kleidergeschmack sagt.
32:40Und dass es so nie einen Thron erben geben wird.
32:43Diego würde dem Kaiser gerne zu seinem Vorruhestand verhelfen und hätte dann als Ehemann von Annabelle Anrecht auf den Thron.
32:51Revolten und Aufstände des grünländischen Volkes könnte Kaiser Diego im Handumdrehen mit seinen Soldaten regeln lassen.
33:01Für immer.
33:11Ja und so würden Kaiser Diego und Kaiserin Annabelle glücklich und zufrieden leben.
33:17Bis dass der Tod sie scheidet.
33:21Aber das nur mal so am Rande.
33:32Unseren beiden Helden jedenfalls ging gerade der Arsch auf Grundeis.
33:38Das wäre dann alles.
33:40Welche Freude, er kann gehen.
33:43Tatsächlich hatte der Minister irgendwie alle Zutaten besorgen können.
33:53Da Hannes über seinem ausschweifenden Lebensstil völlig vergessen hatte, dass sie ja eigentlich abhauen wollten, bekam er jetzt die Quittung.
34:01Jetzt gab es keine Ausrede mehr, warum es noch kein Gewand gab.
34:06Du bist es.
34:12Wo warst du denn die ganze Zeit?
34:13Ich habe dich überall gesucht.
34:15Wir stecken in der Klemme.
34:17In der Mutter aller Klemme.
34:18Ich weiß nicht weh, aber sie haben alles besorgt.
34:22Und der Minister ist auf den Weg hierher, um dem Kaiser von dem Gewand zu berichten für den Staatsbesuch.
34:27Und das Beste ist, der Staatsbesuch ist heute.
34:30Heute.
34:32Heute, hast du gehört?
34:34Hallo.
34:35Ist irgendjemand zu Hause?
34:37Wir müssen irgendwas tun, sonst sind wir erledigt.
34:39Komm, steh jetzt langsam mal in die Puschen.
34:45Du hast recht.
34:47Ich muss was unternehmen.
34:49Ja.
34:50Ja, natürlich.
34:51Reservier noch zwei Plätze in unserem Plan B.
34:53Wir fliegen zu viert.
34:55Wieso zu viert?
34:57Und vor allem welcher Plan B?
34:59Christian hatte endlich seinen Plan.
35:01Er wollte seine Liebe retten.
35:04Koste es, was es wolle.
35:05Und wenn man nicht weiter weiß, einfach mal den Kopf benutzen.
35:09Aua.
35:13Das war ja ganz einfach.
35:14Mann, war das ein Tag.
35:1615 Leuten Geständnisse rausquetschen und zwei Vierteilungen müsste man der Gewerkschaft stellen.
35:21Dann schuftet sich er hier zu Tore bei dieser Schinderheit.
35:26Warum hast du das getan?
35:28Das ist ein menschliches Wesen.
35:30Was bist du nur für ein Monster?
35:32Das ist Kurt.
35:33Er hat niemandem je etwas getan.
35:35Er ist die netteste und liebenswürdigste Person, die ich je kennengelernt habe.
35:38Echt?
35:39Ja, es tut mir leid.
35:41Er war ein richter Hurensohn!
35:43Während Christian seine Schlagfestigkeit unter Beweis stellen musste, hatte es Hannes leichter.
36:10Er musste nur ein Gewand zeigen, das es gar nicht gab.
36:15Und wo genau ist jetzt das Gewand?
36:18Hier.
36:19Wo es ist.
36:20Da und ein bisschen dort.
36:23Ich sehe nichts.
36:25Ich sehe nichts.
36:25Verdammt, ich bin doch nicht blöde.
36:27Aber das sollten Sie lieber.
36:36Sehen Sie, meine Kreation, dieses wundervolle Gewand.
36:41Sehen nur Leute, die sind würdig ihres Amtes und intelligent.
36:46Alle anderen Idioten und Dumpfbacken sehen gar nichts.
36:53Tja.
36:53Tja.
36:56Ah, da, ja.
36:59Schön.
37:02Na.
37:03Da.
37:04Ach, natürlich.
37:06Ja.
37:08Schön.
37:08Fühlen Sie diesen Stoff.
37:12Er ist so leicht und weich.
37:14Man könnte meinen, er wäre überhaupt nicht da.
37:17Ja, ich fühle es.
37:19Ja.
37:19Das ist so ein prächtiges Gewand.
37:23Ich gebe dem Kaiser Bescheid.
37:25Ja.
37:25Mit ganz anderen Problemen hatte Christian zu kämpfen.
37:30Du musst das nicht tun.
37:31Aber ich habe doch einen Befehl.
37:33Ja, aber ist es doch das, was du willst?
37:35Du bist doch dein eigener Herr.
37:36Ein freier Mann.
37:38Hattest du nie Träume?
37:39Warum lässt du andere Menschen dein Leben bestimmen?
37:42Hattest du nie eigene Pläne für dein Leben?
37:44Dann lebe sie.
37:48Du hast recht.
37:50Ich wollte schon immer Balletttänzer werden.
37:53Oh.
37:55Euer Majestät, euer Majestät, das Kleid ist fertig.
38:09Und so lobte der Minister das neue Gewand vor dem Kaiser in den allerhöchsten Tönen.
38:16Und schnell sprach sich herum, dass dieses Gewand nur sehen könne, wer klug und seines Amtes würdig ist.
38:23Und das war gerettet.
38:28Vorerst.
38:32Annabelle!
38:33Christian!
38:35Du?
38:36Ich habe dich doch erschossen.
38:38Totgeglaubte leben länger.
38:40Diesmal werde ich mit eigener Hand nachsehen, ob ich dein Herz auch völlig durch Sport habe.
38:45Netz.
38:46Pass zu einem Bauernlummel.
38:47Ein Bauernlummel, der dir deinen komischen Scheißen gleich neu kämpfen wird.
38:51Und während Christian mit Jäger um sein Leben und seine Liebe kämpfte, war der Kaiser so weit, sich sein Gewand anlegen zu lassen.
39:14Das Kleid kann nur Menschen sehen, wie ihr die Würde.
39:44Und ich sind ihres Amtes und intelligent.
39:50Wundervoll!
39:54Wundervoll!
39:56Schnell, schnell!
39:58Legt es mir an, die Feierlichkeiten sollen beginnen!
40:01Königin Igitte und König Ernstbert von Puritanien.
40:12Wir grüßen unsere lieben Gäste aus dem schönen Puritanien.
40:21Igitt!
40:23Oh, Igitt, Igitt, Igitt, Igitt!
40:25Tja, und so endete das Bündnis zwischen Puritanien und Grünland, noch bevor es angefangen hatte.
40:37Und nicht nur das.
40:38Sämtliche diplomatischen Verbindungen wurden gekappt.
40:42Und Kaiserin Igitte und Kaiser Ernstbert reisten noch in derselben Minute ab.
40:47Und nahmen alle puritanischen Soldaten als Eskorte mit.
40:58Aha!
40:59Die Puritaner sind dumm und ihres Amtes nicht würdig.
41:08Sonst könnten sie ja, wie alle anderen auch, dieses vortreffliche Gewand sehen.
41:15Oh ja, sie sind sehr, sehr blöde und dumme.
41:19Dann will ich auch keine Bündnisse mehr.
41:21Nein.
41:22Öffnet die Balkontüren.
41:26Wir wollen uns unseren Untertanen zeigen.
41:30Au!
41:31Dem klugen Volk von Grünland.
41:34Es soll sehen, wie gütig und geschmückt ihr Herrscher ist.
41:40Äh, Ihre Majestät, ich weiß nicht, ob das so gut die Idee ist,
41:45wegen die Flecken auf dem Gewand von die, von die Puppen und Vogeln.
41:48Ach, was schweigen ihr?
41:50Was für ein Stöpfchen!
41:53So sommerlich leicht!
41:55Es wird Augen machen, wie prächtig sein Herrscher ist!
42:01Bürger von Grünland!
42:04Schaut auf die Pracht eures Herrschers!
42:06Guck mal, der hat ja gar nichts an!
42:26Was fällt euch ein, über uns zu lachen?
42:34Wir sind euer Kaiser!
42:36Warum lacht es denn?
42:38Über meinen Bruder hat es nie gelacht.
42:41Aber wir sind jetzt euer Kaiser!
42:43Nicht umsonst habe ich meinen Bruder aufgebracht!
42:45Auf die Pracht, auf die Pracht!
42:47Gott!
42:49Gott!
42:49Gott!
42:50Gott!
42:52Gott!
42:53Gott!
42:56Gott!
42:57Ah, schon wieder dieselbe Scheiße.
43:15Diesmal wird es dir nicht.
43:19Mein Arm, nicht auf meinen Kopf.
43:21Ups.
43:23Leute, der Schlechte ist tot.
43:27Das ist für den Mord an meinem Mann und für all die Jahre im Kerker und dafür, dass
43:47du dich so schamlos vor mir, der Kaiserin, entblößt hast und der Thronerbin.
43:54Und ihr, Kakerlaken, ihr schaut, dass ihr das Weite sucht und nehmt ihn gleich mit.
44:07Ja, und so nahm noch alles sein gutes Ende.
44:13Geliebtes Volk, das Hungern hat ein Ende.
44:17Aber Grünwald steht mir gar nicht, das macht mich so blass.
44:28Und während der Kaiser abgeführt wurde, holte man den Priester, traute Annabelle und Christian
44:35noch auf der Stelle vor der begeisterten Bürgerschaft.
44:38Und hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau.
44:47Und als dann auch noch die alte Kaiserin ihr Zepter Annabelle übergab, gab es fast kein Halten mehr.
44:55Aber das macht mich zum Kaiser.
45:12Ja, du bist der neue Kaiser von Grünenland.
45:14Ja, aber nein, das ist gegen alles, für das ich gekämpft habe.
45:21Bürger!
45:23Hiermit erkläre ich die ersten Freien!
45:27Brüderchen, ich hab dir nicht den Arsch gerettet, damit du jetzt hier die Kaiserkrone verschenkst.
45:33Die da unten haben noch gar keine Ahnung, wie man Republik schreibt.
45:36Also mach was draus.
45:37Und ey, ich möchte den Posten des Unterhaltungsministers.
45:40Lass uns Grünenland erstmal wieder aufbauen, bevor wir alles anders machen.
45:47Alan.
46:10Und so blieb Grünland noch sehr lange eine Monarchie.
46:16Denn irgendetwas gibt es ja immer zu tun.
46:19Gute Nacht, liebe Kinder.
46:21Bis bald.
46:22Gute Nacht, Roeka.
46:37Kommt, Anke, können Sie mir vielleicht auch einen Krankenwagen rufen?
46:41Wollen wir es ja nicht übertreiben.
46:42Gute Nacht.
46:46Stattel.
46:49Gute Nacht.
46:51Vielen Dank.
Kommentare

Empfohlen