00:00Seit Jänner sitzt er in Untersuchungshaft. Am Dienstag hat ihn die Öffentlichkeit im großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichts Innsbruck,
00:08begleitet von einem wahren Blitzlichtgewitter, erstmals wieder zu Gesicht bekommen.
00:13Der gestrauchelte Signergründer René Benko muss sich, direkt aus der Innsbrucker Justizanstalt kommend,
00:19in einem zweitägigen Prozess wegen des Verdachts der betrügerischen Krieger verantworten.
00:23Es ist der vom Umfang der Anklage her erste kleinere Auftakt eines wohl ganzen Prozessreigens, der dem einstigen Multimilliardär bevorsteht.
00:33Für Benko geht es dennoch bereits um sehr viel.
00:36Ein bis zehn Jahre Haft drohen dem einstigen Tiroler Immobilienmagnaten und Investor, dessen Signer Imperium in den vergangenen Jahren zusammengestürzt war.
00:44Konkret geht es in der Anklage der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft um eine mutmaßliche Schadenssumme von rund 660.000 Euro.
00:53Benko wird vorgeworfen, im Rahmen seiner Insolvenz als Einzelunternehmer die Befriedigung von gläubiger Forderungen verhindert bzw. geschmälert zu haben,
01:03indem er Vermögenswerte beiseite geschafft haben soll, und zwar als die Pleitewelle in seiner Signergruppe bzw. die Konkurseröffnung bereits absehbar gewesen seien,
01:13wie die öffentlichen Ankläger dem 48-Jährigen vorwerfen.
01:17Benko hat jegliche Vorwürfe bisher stets zurückgewiesen.
01:20Zu Prozessbeginn hat er sich dann nicht schuldig bekannt.
01:23Darüber hinaus wollte Benko keine Fragen beantworten, merkte jedoch an,
01:28dass für ihn die Ausführungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft an Zynismus nicht zu überbieten seien.
01:34Die Unterstellungen seien schlichtweg falsch.
01:37Die Verhandlung wurde Dienstagmittag beendet, weil die Befragung eines beantragten Zeugen dann doch nicht möglich war.
01:43Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt. Da wird auch mit einem Urteil gerechnet.
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