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  • vor 1 Jahr
Damit Österreich wieder die ursprünglich erarbeitete und bis vor wenigen Jahren gewohnte internationale Wettbewerbsfähigkeit erreicht, sollten Lohnabschlüsse über mehrere Jahre geringer ausfallen als in direkt konkurrierenden Ländern wie Deutschland und Italien. Das betonte der Obmann der Metalltechnischen Industrie, Christian Knill, im Vorfeld der am 22. 9. startenden Metallerverhandlungen. Die Rezession im Metallsektor dauere an, es herrsche eine "dramatische Situation".

Credits: APA/kha; Thumbnail: APA/Helmut Fohringer

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Transkript
00:00Die Rezession im Metallsektor dauere an, es herrsche eine dramatische Situation,
00:05betonte der Obmann der metalltechnischen Industrie Christian Knill am Dienstag.
00:10Um im internationalen Wettbewerb wieder konkurrenzfähiger zu werden,
00:15sei es wichtig, die Lohnabschlüsse vergleichsweise niedrig zu halten,
00:19sagte er im Vorfeld der am 22. September startenden Metallerverhandlungen.
00:24Ich glaube, wir haben eine schwierige Ausgangssituation.
00:26Ich glaube, wir als Sozialpartner, also sprich Gewerkschaften und Arbeitgeberseite,
00:33ist durchaus bewusst, dass wir in einer schwierigen Situation sind.
00:37Wir haben es schon, glaube ich, auch vor zwei Jahren bewiesen,
00:42dass wir neue Lösungen, kreative Lösungen finden können.
00:48Und ich gehe davon aus, dass wir auch im heutigen Jahr wieder gemeinsame Lösungen finden,
00:52um eben unsere Wettbewerbsfähigkeit nicht weiter zu gefährden.
00:56Knill wollte auf Nachfragen zwar keinen Prozentsatz nennen,
01:00mit denen die Arbeitgeber in die Verhandlungen gehen,
01:03er ließ aber durchblicken, dass es am besten wäre,
01:06sich am Inflationszielwert der Europäischen Zentralbank zu orientieren.
01:10Österreich sei als Standort zu teuer, die Inflation müsse von allen bekämpft werden.
01:16Aus unserer Sicht sind die zentralen Hebel dazu, neben der Dämpfung der Energiepreise,
01:21eine absolute Zurückhaltung bei den Lohnerhöhungen in der Privatwirtschaft,
01:27aber auch im öffentlichen Sektor, bei den Pensionen und bei allen staatlichen Ausgaben.
01:32In dieser Zeit, wo wir einfach das dritte Jahr Rezession haben,
01:37ist es absolut unverständlich, dass man Gebühren weiter erhöht, Abgaben weiter erhöht.
01:43Das ist einfach ein falsches Signal.
01:45Es braucht eine gemeinsame Absicht aller Branchen und des öffentlichen Sektors,
01:49die Preise und damit auch die Löhne, zumindest ein Jahr lang,
01:53nicht über dem Inflationsziel zu erhöhen.
01:56Die metalltechnische Industrie mit ihren rund 130.000 Arbeitsplätzen unterstehe
02:02einer beispiellosen Belastungsprobe, so Knill.
02:05Der Produktionswert sei seit 2023 um etwa 22 Prozent eingebrochen.
02:12Das liege auch an den Lohnabschlüssen, die zuletzt in Österreich laufend über jenen in anderen Staaten gelegen seien.
02:19Etwa 10.000 Jobs gingen in diesem Zeitraum verloren.
02:23Eine echte Trendwende sei nicht erkennbar,
02:26momentan nur eine Stabilisierung auf sehr schwachem bis rezessivem Niveau.
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