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Kommissar Keller - Erik Ode /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Wolfgang Staudte /
#krimiserie #kommissar #keller #zdf
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Wolfgang Staudte /
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TVTranskript
00:00Musik
00:30Ja, was denn, Citizen? Sie sind noch hier? Warum? Ist doch längst Büroschluss.
00:36Ich habe die Aufstellung noch gemacht.
00:38So eine Aufstellung ist doch nicht so wichtig. Ist sonst noch jemand hier?
00:42Nein, sonst ist niemand da.
00:47Wir sind allein?
00:48Ja. Meine Frau holt mich nämlich ab heute. Auf die habe ich gewartet.
00:52Ah, gut.
00:55Gute Nacht, Citizen.
00:57Gute Nacht, Albert.
01:00Gute Nacht.
01:02Ich habe mich eingeheyert.
01:06nuestros sechs jetzt hier iki男, theaters Elizburg,
01:08dieseikum einzeln.
01:10Wie 100 Meter verschnaft?
01:14Gute Nacht.
01:16Gute Nacht.
01:19Der sprecht nicht?
01:21Gute Nacht.
01:23Gute Nacht.
01:25Gute Nacht.
01:27Das macht Ihnen doch nichts aus, die Treppe zu benutzen.
01:35Nein, nein, nicht im Grenzen.
01:37Genau.
01:41Genau.
01:45Komm jetzt!
01:57Bin ich zu spät gekommen?
02:04Nein.
02:05Ich habe mich beeilt, aber wo hast du das Paket?
02:08Das Paket?
02:09Hast du das Kleid nicht abgeholt?
02:12Ich habe es oben. Vergessen.
02:14Dann mach schnell.
02:16Das ist mir unangenehm.
02:17Wieso? Ist es schon zu oben?
02:18Nein, nein, der Chef ist noch oben, aber er hat Besuch.
02:20Er wollte unter gar keinen Umständen, dass ich sehe, wer da kommt.
02:23Das würde so aussehen, als ob ich neugierig bin.
02:25Ich brauche das Kleid. Du weißt doch morgen, warum die...
02:26Ja, gut. In Ordnung. Ich hol's.
02:27Ja?
02:34Na nun, Herr Siedesen. Sie sind noch hier?
02:36Ja, ich habe was vergessen, wo.
02:56Ich bin Sie dessen. Entschuldigen Sie, Herr Alberti.
03:00Ich habe nur ein Paket vergessen. Ich gehe gleich wieder.
03:03Ach, ähm, Herr Alberti?
03:08Herr Alberti?
03:13Herr Alberti?
03:14Ja, ich bin.
03:33Ja, ich bin.
03:34Herr Alberti?
03:35Ja, ja, ja, was ist denn los?
03:46Den Fahrstuhl aufhalten. Hältst du den Fahrstuhl aufhalten?
03:48Was?
03:49Ist der Fahrstuhl da?
03:50Ja.
03:51Ja, Herr Alberti ist am Morgen gekommen.
03:53Ist ein Mörder, Herr Sander.
03:54Ja.
03:55Ist ein Mörder.
03:57Kommt her auf.
03:58Passen Sie auf, Frank. Gehen Sie zur Seite.
04:00Halten Sie den Mann gleich fest.
04:03Kommen Sie auf!
04:05Kommen Sie auf!
04:08Die werden blockiert.
04:10Herr Ferti, Herr Ferti, der Heizungswelle.
04:11Also los, den Kerl.
04:12Der ist beschlossen, dann kommt er her auf.
04:14Der ist los.
04:14Vorsichtig, Frank.
04:18Was ist denn passiert, Herr Siddis?
04:21Alberti ist ermordet worden. Das habe ich ihm doch gesagt.
04:24Bin nochmal raufgegangen, da habe ich ihn gefunden.
04:25Tod. Hier ist er nicht.
04:26Ja, wie denn er er ordet?
04:31Gibt es hier noch einen anderen Ausgang?
04:33Nein, noch, aber der ist abgeschlossen.
04:34Sind Sie das bestimmt?
04:35Ja, aber wie denn er er ordet?
04:36Erschossen.
04:37Was?
04:37Dann ist der Mann ja verpackt.
04:38Dann soll ich den Fieber.
04:41Ja, das sind die Ohren.
04:42Soll ich den Fieber der Polizeirohre ein?
04:43Nein, wir fehlen das Schweinschon.
04:44Ich gehe nicht einen Schritt weiter mit, dass Sie wissen.
04:46Kommen Sie.
04:46Nein, wir können doch die Tür abschließen.
04:48Dann kann ich doch die Polizei holen.
04:50Bleiben Sie still.
04:53Pfand, der Leuchter.
05:00Er läuft nach oben.
05:09Herr Brink.
05:10Na, der Name ist Herr Siddeson.
05:14Ist mein Schwager noch oben?
05:17Was?
05:19Wo ist mein Schwager noch oben?
05:22Wo kommen Sie hin?
05:24Ich meine, sind Sie gerade reingekommen?
05:27Ja, natürlich.
05:29Was ist denn passiert?
05:31Ist Ihnen niemand begegnet?
05:33Ist niemand in Ihnen vorbeigelaufen?
05:34Was soll der denn an mir vorbeigelaufen sein?
05:37Der Mann, der Ihren Schwager umgebracht hat.
05:40Herr Alberti liegt oben im Büro und ist tot.
05:42Was?
05:43Moment mal.
05:44Hey, hast du jemanden rauslaufen sehen aus dem Haus?
05:55Jetzt, in diesem Moment.
05:56Rauslaufen?
05:56Ja, rauslaufen.
05:57Ich habe niemanden rauslaufen sehen.
05:59Wen sollte ich denn?
06:00Hast du jemanden reingehen sehen?
06:01Jetzt, in dieser Sekunde.
06:02Ich habe überhaupt niemanden gesehen.
06:03Was ist denn los?
06:04Albertis Tod.
06:14Und dann kam ich raus aus dem Keller.
06:17Der Mann, der Mörder, Herr Kommissar, war nur einen Atemzug vor mir.
06:21Einen Atemzug, mehr nicht.
06:23Ich stürze rein in die Halle und sehe, da läuft niemand raus.
06:27Aber jemand dreht sich um zu mir.
06:31Dieser Mann da.
06:32Er war der Einzige, der in der ganzen Halle war.
06:34Der Einzige.
06:35Dreht sich um und sagt, sie dessen ist mein Schwager nach oben.
06:39Sonst war niemand da.
06:40Ich habe meine Frau gefragt.
06:42Da war niemand rausgelaufen.
06:44Aber es war auch niemand reingegangen.
06:48Und er dreht sich um und sagt, ist mein Schwager nach oben.
06:53Ja, danke schön.
06:54Kommen Sie doch bitte mal her.
06:57Ich höre, Sie sind der Schwager des Toten.
07:00Ja, mein Name ist Brink.
07:02Herr Citizen erzählt mir gerade, dass er zusammen mit dem Hauswart Herrn Frank
07:06den vermeintlichen Mörder Albertis verfolgt hat.
07:09Ja, ich weiß, jemand, der im Fahrstuhl war.
07:12Ja, er verfolgte ihn bis zum Keller.
07:14Ja, ja, ja.
07:15Ich habe es gehört, er hat es mir erzählt.
07:17Eine unglaubliche Geschichte.
07:18Ja, er verfolgt also diesen Mann, den er ja bis dahin noch nie zu Gesicht bekommen hat,
07:22bis zurück zur Eingangshalle und sieht Sie dort.
07:26Ja, ich war gerade reingekommen, fragte mich, ob ich jemand gesehen habe.
07:37Aber ich hatte niemand gesehen.
07:41Sie sagten, Sie wollten ihn besuchen.
07:44Ja.
07:45Und warum wollten Sie ihn besuchen?
07:46Ja, ich, äh, er hatte mich angerufen.
07:53Angerufen?
07:54Sie?
07:55Mich, ja.
07:56Ich fand das auch merkwürdig.
07:58Er rief an und sagte, äh, kannst du nicht herkommen.
08:02Er sagte, tu mir den Gefallen und komm so schnell wie möglich her.
08:07Und warum sollten Sie herkommen, so schnell wie möglich?
08:09Ja, weil, äh...
08:12Wollen Sie es nicht sagen?
08:14Doch, doch, äh...
08:17Er sagte, ich glaube, ich befinde mich in Gefahr.
08:21In Gefahr?
08:24Was meinte er denn damit?
08:26Ja, das habe ich ihn auch gefragt.
08:28Ich sagte, Gefahr, was meinst du?
08:31Er sagte, ich meine Lebensgefahr.
08:35Besitzen Sie eine Schusswache?
08:36Hm, nein.
08:40Erlauben Sie.
08:42Sie glauben doch nicht, dass ich...
08:43Ich glaube gar nicht, Herr Citizen meint nur, dass Sie, Herr Brink,
08:47nicht in das Haus hineingegangen sind,
08:49zu einem Gegenteil, auf die schnellste Art und Weise das Haus verlassen wollten.
08:53Und zwar aus dem Keller heraus.
08:55Herr Citizen ist der Meinung, dass Sie der Mann sind, den er verfolgt hat.
08:59Also, dass Sie, Alberti, ermordet haben.
09:02Ich weiß, ich weiß.
09:09Wissen Sie, Herr Kommissar,
09:11ich versetze mich in die Situation von Citizen.
09:15Gewiss erhebt sich ja eine unglaubliche Situation.
09:21Überlegen wir doch mal,
09:22in aller Ruhe
09:24er hat den Mord entdeckt.
09:28Er läuft hinter dem Mörder her.
09:32Wenn man sich diese
09:33Aufregung vergegenwärtigt,
09:37diese Verwirrung,
09:40dann...
09:41Ich meine, das ist doch eine Erklärung
09:47für das Missverständnis.
09:53Sie haben Alberti
09:54nicht umgewacht?
09:57Nein.
09:59Sie sind auch nicht im Keller gewesen?
10:02Nein, Herr Kommissar.
10:05Darf ich Sie bitten, sich mal umzudrehen?
10:07Wollen Sie mich denn umdrehen?
10:09Bitte.
10:09Ja.
10:14Was wollen Sie denn von mir?
10:17Warte.
10:19Ihr könnt den Tod noch ausbringen.
10:23Ziehen Sie bitte den Mantel aus.
10:25Warum soll ich denn den Mantel ausziehen?
10:27Und die Schuhe bitte auch.
10:28Sollen wir die Schuhe?
10:30Das ist reine Routinesache, Herr Brink.
10:32Ach so, ja.
10:34Ja, natürlich, sicher, gerne, Herr Kommissar.
10:37Können Sie haben?
10:39Nichts dagegen.
10:42Mein Schwager, der hat einen Kleiderschrank hier in seinem Büro.
10:45Mit Anzügen, Schuhen, Hemden.
10:47Bitte, danke.
10:56Na ja, sein Mantel muss ja auch noch da sein.
11:06Hier, beides sofort ins Labor und eben auch noch Mauerproben vom Keller.
11:09Ja, bin auch da.
11:10Ja, bin auch da.
11:10Ja.
11:10Ja, bin auch da.
11:18Was für ein Ende.
11:19Ich hab' seinen Mantel an.
11:28Ja, bitte.
11:29Ja, bitte.
11:30Ja, ja, Sie sind richtig verbunden, ja.
11:44Einen Moment, bitte.
11:49Es ist Frau Alberti, Ihre Schwägerin.
11:51Wollen Sie sie sprechen?
11:52Ich?
11:53Nein, nein, nein, ausgeschlossen.
11:54Ja, warum nicht?
11:54Auf keinen Fall.
11:55Sagen Sie es.
11:57Nein, bitte noch besser.
11:58Sidderson soll es sagen.
11:59Wachten Sie mal.
12:00Sidderson, kommen Sie doch mal.
12:03Der kann das besser.
12:04Glauben Sie mir.
12:05Es ist Frau Alberti.
12:11Sie dessen hier, gnädige Frau.
12:13Ich habe leider keine gute Nachricht für Sie.
12:16Ihrem Mann ist etwas zugestoßen.
12:19Darf ich Sie aufsuchen?
12:20Ich komme sofort zu Ihnen.
12:22Bleiben Sie zu Hause.
12:23Es ist leider sehr ernst.
12:25Nein, nein.
12:27Bitte, gnädige Frau, es ist etwas passiert hier im Büro.
12:29Ein Unglücksfall.
12:32Ich bin in zehn Minuten bei Ihnen.
12:34Verlässlich.
12:35Sie erlauben, dass ich Frau Alberti aufsuche, sofort aufsuche?
12:41Ja, bitte.
12:42Dieses Paket, das ist ein Kleid meiner Frau.
12:44Darf ich das mitnehmen?
12:46Ja, selbstverständlich.
12:51Sagt Ihnen ja, der kann das besser.
13:05Entschuldigung, dass ich jetzt erst komme.
13:07Die haben mich natürlich gebraucht, vernommen.
13:09Hat bis jetzt gedauert.
13:10Feste mich noch bei Frau Alberti vorbei.
13:12Wird eben angerufen.
13:13Noch keine Ahnung.
13:14Oh Gott.
13:15Sagt man, ist das nicht Brink?
13:19Ich habe meine Zigaretten in meinem Handel vergessen.
13:45Könnte ich eine Ahnung?
13:49Entschuldigung, bitte.
13:50Haben Sie irgendwas mit mir vor?
13:55Ich wollte mit Ihnen zu Ihrer Schwägerin.
13:59Muss das sein?
14:03Warum denn?
14:03Sie weiß es doch jetzt.
14:06Wissen Sie, ich bin das Gegenteil von einem Helden.
14:10Es wurde schon eine Menge von mir verlangt heute Abend.
14:13Wo steht Ihr Wagen?
14:14Bestehen Sie darauf?
14:18Ja.
14:20Wissen Sie, meine Schwägerin und ich, wir haben kaum Kontakt miteinander.
14:25Ich mag die Frau nicht.
14:26Sie mag mich nicht.
14:29Kann ich das nicht ablehnen, da hinzufahren?
14:33Wollen Sie das?
14:39Was ist denn los?
14:41Was starren Sie mich an?
14:44Kriminalpolizei.
14:45Keller ist mein Name.
14:46Ich möchte zu Frau Alberti.
14:48Ja, sofort, Herr Kommissar.
14:54Ich dachte mich an, als ob...
14:57wie sehe ich denn aus?
14:58Ja, kreidebleich sehen Sie aus.
15:00Und Sie atmen auch schwer.
15:02Warum?
15:03Immer in dem Haus hier.
15:04Ich weiß auch nicht, warum.
15:09Sie werden mich gar nicht sehen wollen.
15:10Sie werden es erleben.
15:11Zillia.
15:25Ist er verhaftet?
15:28Ist dieser Mann verhaftet, Herr Kommissar?
15:31Nein.
15:31Habe ich da einen Fehler gemacht?
15:36Aber Sidderson sagte, er...
15:38Ich weiß, was Herr Sidderson sagte.
15:41Er sagte, er habe ihn gesehen.
15:43Er ist ganz sicher.
15:44Völlig überzeugt.
15:45Es gibt gar keine andere Möglichkeit.
15:48Brink sei der Mann gewesen, den er bis in den Keller verfolgt hat.
15:52Stimmt das?
15:53Tja, ich weiß es nicht.
15:56Herr Brink sagt, er sei von der Straße hereingekommen.
16:02Darf ich ihn fragen, Herr Kommissar?
16:04Er hat mich angerufen.
16:05Ich habe es schon gesagt, äh, ausgesagt, dass er mich angerufen hat.
16:09Ich würde dich nie anrufen, das weißt du ganz genau.
16:12Aber warum denn nicht?
16:14Er hat es getan.
16:15Ich sage doch, dass er es getan hat.
16:16Kann ich mir erklären, warum er es getan hat.
16:22Was hat er gesagt?
16:25Ja, er rief an und sagte, kannst du herkommen?
16:28Sofort, so schnell wie möglich.
16:30Ich sagte, ja, natürlich, was ist denn?
16:32Er sagte, ich glaube, da will irgendjemand was von mir.
16:36Ich habe Angst, vielleicht passiert was.
16:40Setz dich in den Wagen und komm.
16:42Halten Sie es für möglich, Frau Alberti,
16:44dass Ihr Mann tatsächlich in Gefahr gewesen sein könnte?
16:48Möglich.
16:49Ja, möglich. Warum soll es denn nicht möglich sein?
16:52Na ja, er hatte Feinde.
16:54Oder hat er keine Feinde?
16:56Beruflich, privat, er war in gewisser Hinsicht kein einfacher Mann.
17:01Oder, Sie sitzen?
17:04Können Sie da was anderes sagen?
17:06Das können Sie nicht, das kann niemand.
17:09Du auch nicht, Celia.
17:10Hat er nicht mehr gesagt?
17:16Einen Namen genannt?
17:18Nein.
17:20Du bist dann hingefahren?
17:22Ja, sofort.
17:24Aber ich kam zu spät.
17:26Was hast du denn da an?
17:34Das ist doch, ist doch, das ist doch sein Mantel.
17:38Ja, meiner wird untersucht und ich muss doch die Schuhe abgeben.
17:43Ziehst seinen Mantel an und seine Schuhe und kommst her, kommst hierher.
17:48Geh raus, geh weg.
17:50Verlass das auf.
17:51Na ja, natürlich.
17:57Geh ja schon.
18:15Frau Siddersen, haben Sie vielleicht ein...
18:18Warum gehen Sie denn weg von mir?
18:24Hat es irgend einen Grund, um hier wegzugehen?
18:32Ich glaube, wir sollten Frau Berthe jetzt mit Fragen verschonen.
18:37Sie sehen, in was für einem Zustand Sie sich befinden.
18:38Ja, vielleicht haben Sie recht.
18:46Wenn Sie noch Fragen haben, dann...
18:49Ich stehe Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
18:50Nein, nein, das hat Zeit.
18:52Sie bleiben hier?
18:54Ja, wenn Sie erlauben und wenn Frau Alberti mich benötigt.
18:58Man sollte Sie vielleicht jetzt nicht allein lassen.
19:01Das ist richtig.
19:02Guten Abend, Frau Alberti.
19:06Guten Abend.
19:06Entschuldigung.
19:11Die Frau ist am Ende.
19:13Völlig am Ende.
19:14Das Entsetzen hätten Sie sehen sollen, als ich sagte,
19:17Brink, Brink war es.
19:19Es ist nicht bewiesen, dass er es war.
19:22Er war es.
19:23Ich schwöre, dass er es war.
19:29Hält Sie mich für den Mörder?
19:31Ich weiß es nicht.
19:32Bringt das fertig, ich traue es ihr zu.
19:34Oh, ja, wollen Sie nicht einsteigen?
19:36Wohin soll es gehen?
19:37Ja, wo wohnen Sie?
19:42Helga, was ich sagen wollte, fahre schon mal nach Hause.
19:45Kommst du nicht in mich?
19:46Nein, weil ich werde da gebraucht.
19:47Das ist ja ganz hilflos.
19:49Da muss jetzt eine Menge gemacht, entschieden, angeordnet werden.
19:52Sei lieb, fahre nach Hause.
19:53Hier wohne ich, Herr Kommissar.
20:12Ah.
20:14Sie wollen mit drauf?
20:16Ja, wenn es Ihnen nichts ausmacht.
20:18Nein, nein, gar nichts.
20:19Wieso?
20:19Also dann, aber ich muss noch was zu trinken holen.
20:25Trinken Sie Bier?
20:26Machen Sie sich meines Wegen keine Umstände?
20:29Ihres Wegen?
20:29Na, Sie sind gut.
20:31Ich habe einen ganz trockenen Hals.
20:33Drei Flaschen Bier zu.
20:48Wollen Sie wirklich mit drauf?
21:15Warum eigentlich?
21:18Ja, es macht Ihnen also doch etwas aus.
21:20Nein, nein, nein, gar nichts.
21:22Wieso?
21:23Ich bin mir nicht klar, was Sie von mir halten.
21:25Es macht mir nichts aus.
21:27Gar nichts.
21:30Ich bin nicht klar, was Sie von mir denken.
21:34Halten Sie mich für den Mörder?
21:35Tja, ich weiß es noch nicht.
21:37Ja.
21:37Die Situation spricht gegen mich.
21:41Tja, Citizen würde sicher sagen,
21:44Sie sind der Mann, der aus dem Keller gekommen ist.
21:47Ja, ich habe Citizen immer bewundert,
21:49was für eine Art von Gehirn der Mann hat.
21:52Diese Tüchtigkeit, dieser Fleiß.
21:56Wenn der eine Aussage macht,
22:00dem glaubt man doch.
22:03Oder?
22:03Erwin?
22:13Scheint nicht da zu sein.
22:15Mein Sohn.
22:19Bitte sehr kurz.
22:20Danke.
22:21Sie haben einen Sohn?
22:22Ja.
22:24Wie alt ist er denn?
22:2622.
22:2622.
22:28Was für ein Alter, was...
22:30Ihre Frau ist...
22:33Gestorben.
22:35Schon vor zehn Jahren.
22:38Sie war Albertis Schwester.
22:42Wunderbare Frau.
22:45Aber komisch, wissen Sie.
22:48Als sie starb, da war ich im gleichen Augenblick mitgestorben.
22:52Sie arbeiten in der Firma von Alberti.
22:58Ich habe mein Geld dafür bekommen,
23:01dass ich nicht gearbeitet habe.
23:04Zum Wohl, Herr Kommissar.
23:07Er sagte, tu mir den Gefallen, Johannes.
23:08Nimm das Geld,
23:10setz dich von mir aus auch hinter deinen Schreibtisch,
23:12aber
23:13um Himmels Willen arbeite nicht.
23:17Es wird mir zu teuer.
23:19Er hatte also wenig Vertrauen zu Ihnen.
23:20Nein.
23:23Gar keins.
23:27Erwin!
23:28Ich bin Samri.
23:30Ach so, das ist Frau Rieger.
23:31Eine Nachbarin ab und zu kocht sie für uns.
23:34Räumt auf.
23:35Ach, Sie haben Besuch?
23:37Ja, das ist, ähm...
23:40Kriminalpolizei.
23:42Was? Kriminalpolizei?
23:44Ja, stellen Sie sich vor,
23:45mein Schwager Alberti, der ist ermordet worden.
23:49Was?
23:49Ihr Schwager?
23:51Ja.
23:51Jemand hat ihn erschossen.
23:53Wer?
23:55Ich könnte es gewesen sein, glaubt man.
23:57Sie?
23:59Sind Sie denn verhaftet?
24:02Bin ich, Herr Kommissar?
24:06Nein.
24:08Na, Sie hören es, nein.
24:10Noch nicht.
24:12Weswegen sind Sie rübergekommen?
24:14Ich wollte nur sagen,
24:14das Essen steht in der Küche.
24:16Danke, Frau Rieger.
24:16Mehr wollte ich nicht.
24:18Besten Dank.
24:20Frau Rieger.
24:27Wissen Sie, wo Erwin ist?
24:28Nein.
24:29Wann ist er weggegangen?
24:31Wissen Sie das?
24:31Ich weiß es nicht.
24:37Es ist mir gerade richtig klar geworden, Herr Kommissar.
24:40Was für Gefühle der Mann gehabt haben muss,
24:43eingesperrt im Fahrstuhl.
24:45Kann ich raus?
24:46Wird ganz dumpf die Schreier durchs Treppenhaus.
24:48Man schlägt gegen die Tür, kommen Sie raus?
24:50So gesehen, der Mann hat auch einiges mitgemacht.
24:59Na, Entschuldigen Sie, Herr Kommissar.
25:01Ich kriege einfach kein Mitgefühl zusammen für Alberti.
25:05Ich suche es, glauben Sie mir, aber...
25:07Ich habe es einfach nicht.
25:16Noch ein Bier?
25:18Oder wollen Sie einen Schnaps jetzt?
25:19Nein, danke.
25:20Ich gehe jetzt.
25:22Gehen?
25:22Ja, ich habe ja genug erfahren fürs Erste.
25:25Auf Wiedersehen.
25:31Auf Wiedersehen.
25:32Wir haben die Sekretärin von Alberti ausfindig gemacht.
25:37Ein...
25:37Ein Fräulein Brigitte Markgraf.
25:40Robert holt sie gerade.
25:42Was gibt es bei Ihnen Neues?
25:44Doch nichts.
25:47Ich melde mich wieder.
25:52Wollen wir...
25:53Ihren Sohn nicht gemeinsam suchen?
25:58Im Fahrstuhl?
25:59Ja, ja, den hat er der Börder benutzt.
26:02Bitte?
26:04Er fuhr, so wie wir jetzt hinauf.
26:06Kein Mensch hat ihn gesehen.
26:09Als der Lift hielt, hörte der Mann im Fahrstuhl die Stimme von Alberti.
26:14Er rief, kommen Sie nicht heraus, machen Sie nicht auf, Moment noch.
26:17Na, und er wartete hier, bis Alberti an die Tür klopfte.
26:25Ah, weiter.
26:26Das ist vor der Markgraf.
26:27Bitte.
26:28Bitte.
26:32Sie sind die Sekretärin von Herrn Alberti?
26:37Ja.
26:38Seit wann haben Sie die Stellung?
26:40Seit sieben Jahren.
26:41Na ja, dann kennen Sie Alberti und die Verhältnisse hier ziemlich genau.
26:44Ich weiß nicht.
26:46Was wissen Sie nicht?
26:47Wonach Sie mich fragen wollen.
26:49Frau Markgraf, ich meine, dass der Mann, der Alberti umgebracht hat, ein Bekannter gewesen
26:53sein muss, also jemand, den Sie vermutlich auch kennen.
26:57Gab es irgendjemand, mit dem er Streit hatte?
26:59Streit?
26:59Oder Schwierigkeiten.
27:00Er hatte mit niemandem Streit.
27:01Er hatte auch keine Schwierigkeiten.
27:04Antworten Sie nicht ein bisschen schnell?
27:06Wieso?
27:09Ich weiß nicht.
27:09Ich finde, Sie nehmen sich gar keine Zeit nachzudenken.
27:14Sie haben mich nach Schwierigkeiten gefragt, der hatte.
27:16Ja.
27:16Und ich sagte, ich wüsste nicht, welche er hätte haben sollen.
27:20Also gut.
27:21Er hatte keine Schwierigkeiten.
27:23Nein.
27:25Um wie viel Uhr haben Sie heute das Büro verlassen?
27:28Um fünf.
27:30Ihr Chef blieb noch.
27:31Ja, er sagte, gehen Sie nur, ich habe noch zu tun.
27:34Hatte er zu tun?
27:36Er sagt es.
27:38Ist Ihnen irgendwas aufgefallen?
27:39War aufgeregt, nervös, besorgt?
27:41Nein.
27:42Sie meinen, Sie haben nichts bemerkt?
27:43Ja, das meine ich.
27:44Wenn hier Anrufe kommen, Frau Markraft,
27:47die nehmen Sie doch vermutlich entgegen.
27:49Ja.
27:50Ist Ihnen irgendein Gespräch in Erinnerung heute?
27:53Ein Anrufer, der vielleicht seinen Namen nicht genannt hat?
27:56Nein.
27:57Sind Sie nervös vor dem Markraft?
27:59Nein, warum?
27:59Na, es geht ja auch nur darum, ein paar Fragen zu beantworten.
28:02Ja.
28:03Sagen Sie, Ihr Chef hat doch einen Terminkalender.
28:06Ja.
28:08Den haben wir nicht gefunden.
28:09Wo kann der sein?
28:11Den habe ich weggeschlossen.
28:14Aha.
28:16Zeigen Sie uns den doch mal.
28:37Brink?
28:37Und der Laborbericht?
28:42Moment, ich rufe zurück.
28:43Sieh dir das mal an.
28:46Brink?
28:48Ausrufungszeichen 19.30 Uhr.
28:51Guten Abend, Fräulein Markraft.
28:53Guten Abend, Frau Alberti.
28:55Man hat mich je eher geholt, weil...
28:56Ja, ja.
28:57Ich weiß.
28:58Die Herren sind von der Kriminalpolizei, Frau Alberti.
29:09Sie sind noch hier?
29:11Guten Abend, Frau.
29:12Wie stehen Ihre Ermittlungen?
29:38Ist schon eine...
29:39Nein, noch nicht.
29:41Bitte nehmen Sie doch Platz.
29:43Herr Siddissen.
29:53Der Herr Kommissar war bei mir, wissen Sie das?
29:56Ja.
29:59Es scheint, dass mein Schwager in Verdacht geraten ist.
30:02Ich halte das für völlig ausgeschlossen.
30:03So.
30:05Aber Herr Siddissen schien doch fest überzeugt.
30:08Überzeugt?
30:10Sagen wir so.
30:12Ich hatte einen Eindruck, einen ganz persönlichen Eindruck.
30:17Wenn ich überlege, und ich habe überlegt,
30:20dann könnte die Version durchaus stimmen, die Brink erzählt.
30:24Dass er nämlich hereingekommen ist.
30:26Ob drei Sekunden oder zehn Sekunden vergangen waren,
30:30dafür kann ich einfach nicht die Hand ins Feuer legen.
30:31Außerdem, bei näherer Überlegung...
30:34Die Sie inzwischen angestellt haben.
30:36Ja.
30:37Halte ich es für unmöglich, dass Brink für einen Mord in Frage kommt.
30:41Können Sie das näher erklären?
30:43Ich bin ja dabei.
30:45Brink hat einen schwachen Charakter.
30:47Er ist gutmütig, fast hilflos.
30:51Gar nicht fähig, aktiv zu sein, Entschlüsse zu fassen,
30:55was wir hier im Geschäft gelegen hat, genug hatten festzustellen.
30:57Der Mann ist ein hilfloser Fantast, mit dem er so ungefähr alles anstellen konnte.
31:02Und ungestraft.
31:03Er war einfach nicht zu beleidigen, nicht zu kränken.
31:05Ich glaube, das hat noch niemand fertiggebracht.
31:07Voll ein Markgraf.
31:09Ja, das stimmt.
31:11Aus diesem Grunde meine ich,
31:14kommt Brink, wenn man das alles bedenkt, würdigt, in Rechnung stellt,
31:18als Mörder nicht in Frage.
31:19Herr Citizen, das ist eine erhebliche Sinnesänderung.
31:24Ja, ich weiß.
31:25Die ziemlich plötzlich gekommen ist.
31:27Zusammen mit Frau Alberti.
31:29Ja, natürlich.
31:30Wir kamen beide letzten Endes zu dem Schluss,
31:33dass Brink es nicht gewesen sein kann.
31:35Sind Sie deswegen hergekommen?
31:36Nicht nur.
31:37Der Betrieb muss ja weitergehen.
31:39Wir wollten, Frau Alberti und ich, uns einen Überblick verschaffen,
31:43Unterlagen einsehen.
31:46Ist das nicht ein wenig früh?
31:47Laufende Geschäfte nehmen da keine Rücksicht.
31:51Nicht einen Tag lang?
31:53Es tut mir leid, aber über die hier befindlichen Unterlagen
31:56können Sie noch nicht verfügen.
31:58Ich habe nämlich die Vollmacht bekommen.
32:00Frau Alberti hat mich zum Geschäftsführer gemacht.
32:02Ich fühle mich jetzt verantwortlich für alles.
32:06Wollen Sie dieses Büro hier versiegeln?
32:08Ja.
32:09Alle Räume?
32:10Nicht alle.
32:11Welche nicht?
32:11Die Büros, das Archiv.
32:13Darüber können Sie verfügen.
32:14Danke.
32:15Das war's, was ich wissen wollte.
32:16Es kann also gearbeitet werden morgen.
32:19Können wir den Schreibtisch durchsehen nach persönlichen Papieren?
32:22Bedauere.
32:24Darf ich fragen, was der Tote bei sich trug?
32:28Ja, die Sachen liegen da auf dem Tisch.
32:31Kann Frau Alberti das mitnehmen?
32:34Nein, jetzt noch nicht.
32:36Warum denn?
32:36Schon gut.
32:39Ich danke Ihnen, meine Herren.
32:40Kommen Sie sie dessen.
32:45Sagen Sie, Frau Markhoff, wie gut ist die Firma eigentlich?
32:48Eine glänzende Firma.
32:49Eine ausgezeichnete Firma.
32:51So.
32:52Na, da kann man Ihnen ja eigentlich nur gratulieren.
32:54Ja.
32:55Frau Markhoff, darf ich Sie bitten?
32:56Drei Stunden ist es her, erscheint die Frau des Toten im eleganten Schwarz mit neuernanntem Geschäftsführer.
33:25Und will das Büro übernehmen.
33:28Büro?
33:30Die hat sich nur für den Terminkalender interessiert und für das, was ihr Mann in der Tasche hatte.
33:37Was sagen Sie, Frau Markhoff?
33:39Was wollte Herr Sedesen von Ihnen?
33:41Er hat mein Gehalt erhöht.
33:45Warum hat er Ihr Gehalt erhöht?
33:47Ich weiß es nicht.
33:48Was hat er dafür verlangt?
33:49Verlangt?
33:52Ich soll nicht über geschäftliche Dinge reden.
33:54Aber das hätte ich ohnehin nicht getan.
33:57Ach, Frau Markhoff, zeigen Sie mir doch mal den Schreibtisch von Herrn Brink.
34:01Kommen Sie.
34:01Welcher ist es?
34:07Aber ich sagte Ihnen doch, der war in der letzten Zeit gar nicht mehr hier.
34:11Sein Schreibtisch, der, der stand im Archiv.
34:13Und wo ist das?
34:14Da!
34:21Ach, Robert, hol doch mal den Schlüssel.
34:27Hier hat Brink seinen Platz gehabt?
34:29Ja.
34:30Herr Albert, der hat den Schreibtisch hier reinstellen lassen.
34:33Hier ist ja nicht mal ein Fenster drin.
34:35Nein.
34:36Nein.
34:36Ja, aber warum hat er Ihnen hier reingesteckt?
34:41Ich meine, es muss doch irgendeinen Grund haben.
34:43Ja.
34:44Der war zwei Monate hier drin.
34:47Herr Albert, die kam öfters, sah rein und sagte,
34:50ich wollte nur mal sehen, ob du da bist.
34:53Und Herr Brink sagte, ja, ich bin da.
34:55Und Herr Albert, die fragte, wie gefällst du dir denn hier?
35:00Und Herr Brink sagte, gut, sehr gut, ich vertreibe mir schon meine Zeit.
35:04Und dann ist da plötzlich was passiert.
35:08Und da hat Albert ihn rausgeholt und von da an durfte er nicht mehr ins Archiv
35:11und er durfte überhaupt nicht mehr ins Büro.
35:13Passiert?
35:14Etwas war verschwunden aus dem Schrank da.
35:17Aber das ist doch ein Panzerschrank.
35:20Ja, ich weiß ja auch nicht.
35:22Der hätte doch die Zahlen wissen müssen.
35:25Ich nehme an, ich weiß ja auch nicht, aber es wurde so geredet, dass er,
35:29na, er hat die Zahlen rausgekriegt.
35:32Rausgekriegt?
35:32Man nimmt doch da immer Daten aus der Familie, Geburtstage, oder?
35:38Und die hat er durchprobiert, sagen die anderen.
35:40Die sagen, das wäre es gewesen, womit er sich die letzten zwei Monate beschäftigt hat.
35:45Und dann soll er was rausgenommen haben?
35:48Gestohlen haben?
35:53Wir müssten das Ding aufkriegen.
35:55Treiben wir da jetzt noch jemanden auf?
35:56Warum gehen Sie nicht?
36:14Ich möchte gerne Ihren Sohn kennenlernen.
36:16Ein guter Junge, Herr Kommissar.
36:21Sehr guter Junge.
36:24Es gibt nicht viele Väter, die das von Ihren Söhnen sagen können.
36:29Ich sage es.
36:30Ich sage es gerne.
36:33Er ist...
36:34Toller Empfindung.
36:39Ihre familiären Beziehungen zu Alberti waren...
36:42Gleich null, Herr Kommissar.
36:44Alberti kennt Ihren Sohn gar nicht.
36:46Doch, doch, natürlich kennt er ihn, aber er brachte ihm nichts entgegen.
36:49Ihm nicht.
36:51Mir nicht, uns nicht.
36:54Seine Sache.
36:56Was arbeitet Ihr Sohn?
36:57Was macht er?
36:59Tja.
37:02Was macht er?
37:03Ehrlich gesagt, ich weiß nichts hier nicht.
37:09Ja, warum arbeitet er nicht auch in der Firma von Alberti?
37:13Das hätte ich nicht zugelassen, Herr Kommissar.
37:17Und er hätte sicher...
37:19...die Behandlung nicht vertragen.
37:23Alberti hat Sie sehr schikaniert, ja.
37:29Ja, das hat er.
37:30Ich hatte manchmal das Gefühl, dass ich nur eine Tätigkeit mit wirklicher Befriedigung erfüllte, sich...
37:36...auszudenken, womit er mich quälen kann.
37:41Warum haben Sie sich nicht gewehrt?
37:45Gewehrt?
37:46Na, Sie konnten doch wegbleiben.
37:48Ich kann nichts, Herr Graus, sein.
37:52Ich habe keinerlei Fähigkeiten.
37:54Ich musste ja vor sein, dass er mich beschäftigt hat.
37:58Ich hatte ein Kind aufzuziehen.
38:02Ähm, ich, ähm, ich krieg noch ein Bier.
38:04Ja, Sie sehen mich an, Herr Kommissar.
38:10Sie sehen mich ständig an.
38:13Noch ein Bier.
38:13Ich weiß das, ich sehe das.
38:14Noch ein Bier.
38:16Jedes Wort von mir legen Sie auf die Goldwaage.
38:19Ja.
38:22Sie sehen, ich trinke.
38:24Warum trinke ich?
38:26Wahrscheinlich, weil Sie Ihre Aufregung verbergen wollen, Ihre Verzweiflung.
38:29Hm, aufgeregt bin ich, das stimmt.
38:36Aber ich bin nicht verzweifelt.
38:40Verzweifelt war ich jahrelang.
38:43Aber heute?
38:46Jetzt?
38:49Bin ich es nicht, ich bin, äh...
38:51Na, was sind Sie?
38:58Erleichtert.
38:59Muss ich mir das vorwerfen?
39:03Wo bleibt mein Bier?
39:09Mein Sohn, Herr Kommissar.
39:14Guten Abend.
39:15Das ist Herr Kommissar Keller von der Kriminalpolizei.
39:19Guten Abend.
39:21Guten Abend.
39:23Warst du zu Hause?
39:25Ja, ich habe schon gehört.
39:27Ich weiß Bescheid.
39:28Äh, was passiert ist.
39:30Ja.
39:31Albert ist tot.
39:33Ich habe schon gehört, ja.
39:35Der Herr Kommissar untersucht den Fall.
39:39Haben Sie schon etwas herausbekommen?
39:42Sie hatten eine Schlägerei, was?
39:43Ich bin gefallen, ja.
39:47Äh, äh, ich werde verdächtigt.
39:50Das weiß ich.
39:51Frau Rüger hat es mir erzählt.
39:54Verrückt.
39:54Ja, verrückt.
39:55Ich weiß nicht, wenn man das genau überlegt, so verrückt ist doch das gar nicht.
39:59Verrückt.
40:00Sie tragen doch alle Gründe zusammen jetzt und weiß doch, äh, aber man wird das erfahren,
40:04wie sehr dieser Mann mich gequält hat, jahrelang auf so eine unglaubliche Weise.
40:09Aber du hast dich nicht gewehrt.
40:10Du hast dich nie gewehrt.
40:13Bis heute Abend.
40:15Vielleicht.
40:15Es ist doch sehr gut einzusehen, dass alles mal ein Ende hat und ganz plötzlich ist
40:24dann auch das Undenkbare denkbar von einer Sekunde auf die andere.
40:29Die Sache steht nicht gut für mich.
40:32Du bist verrückt.
40:34Das glauben Sie doch nicht etwa.
40:36Ich höre ihm zu.
40:39Deswegen bleibt er doch bei mir.
40:41Geht nicht weg von mir.
40:42Er meint, er braucht bloß zu warten, bis er es hat.
40:46Bis er was hat?
40:48Das Geständnis.
40:49Mein Geständnis.
40:50Was für ein Geständnis?
40:52Dass ich Alberti umgebracht habe.
40:55Warten Sie nicht, Herr Rohr?
40:57Natürlich warte ich, Herr Rohr.
40:59Wenn ich einen Fehler mache,
41:01dass ich den Nerven verliere,
41:03dann verliere ich sie wirklich, wenn da passiert, zu verlieren.
41:07Wenn ich rausgehe,
41:08dann kann ich nicht mehr atmen hier.
41:10Entschuldigung.
41:12Natürlich können wir hinausgehen.
41:15Aber Sie entschuldigen mich jetzt einen Moment.
41:17Hallo?
41:20Hallo?
41:46Ach, Sie sind Chef. Gut, dass Sie anrufen.
41:47Hier hat sich einiges getan.
41:48Frau Alberti war plötzlich hier mit Siedesen.
41:53Den hat sie zum Geschäftsführer gemacht.
41:56Ja, und jetzt meinen Siedesen plötzlich, er könnte sich doch geirrt haben,
42:00wenn er bringt mit dem Mord an Alberti in Zusammenhang bringt.
42:03Ja, Vater.
42:06Ja, ich höre.
42:08Ich muss zahlen, ne?
42:10Alles klar.
42:152,90.
42:16Ja, danke.
42:24Ins Archiv?
42:25Ja, ins Archiv hat er ihn gesetzt.
42:28Ja, ich weiß nicht, warum. Aus Schikane oder...
42:30Was weiß ich?
42:31Sie müssten den Raum mal sehen. Er hat kein Fenster, kein Licht, keine Luft, nix.
42:36Hm?
42:36Nein, nein, ich...
42:37Ich stecke mir gerade die Pfeife an.
42:40Aber jetzt kommt das Wichtigste.
42:43Da im Archiv, da hat Brink offenbar einen Panzerschrank aufgemacht.
42:50Ja, Sie haben ganz richtig gehört, einen Panzerschrank.
42:53Und da muss er irgendwas an sich gebracht haben.
42:56Ja, ich weiß auch nicht was.
42:57Jedenfalls hat Alberti ihn knallauf Fahr rausgeschmissen.
43:01Alter, ich glaube, ich hab's hier.
43:03Ja?
43:04Moment, Herr Chef, was ist denn?
43:06Ein Briefwechsel mit einer Schweizer Firma.
43:09Ja, es handelt sich um finanzielle Dinge.
43:11Aber hier fehlen etliche Seiten.
43:13Es sieht nach Steuerbetrug aus.
43:15Robert sagt, es sieht nach Steuerbetrug aus.
43:18Brink muss irgendwas entdeckt haben, womit der Alberti in der Hand hatte.
43:21Ja, und?
43:23Ach, das ist sicher der Laborbericht.
43:26Äh, Moment mal, Chef.
43:27Danke sehr, ist in Ordnung.
43:31Ja, das ist er, gib mal her.
43:32Chef, Laborbefund positiv über Einstimmung der Staubspuren.
43:37Brink wahr im Keller.
43:39Ah, ja.
43:41Danke, Robert.
43:44Nein, nein, bleibt da.
43:50Was wollen Sie noch von uns?
44:04Wir gehen nach Hause.
44:07Er lässt uns nicht allein.
44:09Wenn wir nach Hause gehen, er geht mit nach Hause.
44:14Tja, wenn Sie erlauben.
44:17Und wenn wir es nicht erlauben?
44:19Lass ihn, Herr Wien.
44:21Lass ihn da.
44:29Er schickte mich mal sonntags ins Büro.
44:33Ich erwarte einen Anruf, sagte er.
44:35Es muss unbedingt jemand da sein.
44:38Ich wartete den ganzen Sonntag.
44:41Rüde ich mich vom Fleck, sagte er.
44:43Ich wartete bis Montagfrüh.
44:46Dann kam er und sagte,
44:47Ach, Dich habe ich tatsächlich ganz vergessen.
44:51Er hat schon eine Menge mit mir angestellt.
44:53Der Mann.
44:58Aber du hast ihn nicht umgebracht.
45:00Du doch nicht.
45:02Du wärst da der Letzte gewesen,
45:03der sich gewehrt hätte.
45:04Du hast dir doch alles gefallen lassen.
45:10Er hat sich immer alles gefallen lassen.
45:12Brink, da sind Sie ja endlich.
45:24Ach, Herr Kommissar.
45:26Na nun, dass Sie das sind.
45:29Guten Abend, Herr Kommissar.
45:30Ich wollte Ihnen nur einen Torwart mitbringen sprechen.
45:32Um diese Zeit.
45:33Na ja, kommen Sie mit rein.
45:34Ach, das ist nur eine Kleinigkeit.
45:36Das ist nicht so wichtig.
45:37Er hat auch Zeit bis morgen gehabt.
45:38Ja, aber Sie kommen jetzt.
45:39Um ein oder nachts.
45:40Bitte.
45:40Es ist schon so spät.
45:41Ja.
45:48Mir hat nie gefallen,
45:49wie Alberti Sie behandelt hat.
45:51Ich wollte Ihnen das sagen.
45:52So schnell wie möglich sagen.
45:53Ich wusste tatsächlich nicht,
45:54dass es schon so spät geworden ist.
45:56Und Ihnen versichern,
45:57dass sich das ändern wird.
45:59Völlig ändern.
46:00Außerdem werden wir der Tatsache Rechnung tragen,
46:03dass Sie der Schwager von Frau Alberti sind.
46:05Ist das nicht großartig?
46:06Wie?
46:07Ich sagte, ist das nicht großartig?
46:11Schönen Gruß an Frau Alberti.
46:14Mein Vater bedankt sich.
46:16Auch ich bedanke mich.
46:18Wenn Sie das ausrichten wollen?
46:19Ja, werde ich.
46:34Was hat er gesagt?
46:35Kein Wort.
46:37Herr Brink,
46:39wissen Sie, warum Herr Citizen plötzlich kommt,
46:41so spät in der Nacht?
46:43Warum er offenbar ganz vergessen hat,
46:45dass er selbst es war,
46:47der Sie belastet hat?
46:49Wissen Sie, warum er Ihnen Versprechungen macht?
46:51Denn es sind ja ganz handfeste Versprechungen,
46:53die er Ihnen macht,
46:54im Auftrag Ihrer Schwägerin.
46:55Glauben Sie,
46:56denn Sie weiß ganz sicher wahrscheinlich von Ihrem Mann,
46:59dass Sie Unterlagen, wichtige Unterlagen aus dem Archiv entwendet haben.
47:03Was sagen Sie da?
47:04Sie hat es Citizen erzählt und der fühlt sich natürlich jetzt für die Firma verantwortlich.
47:09Um was für Unterlagen handelt es sich, dass selbst ein Mord plötzlich keine Rolle mehr spielt?
47:15Sie haben Unterlagen gesturmen.
47:18Sie haben Alberti erpresst.
47:20Und er hatte Sie für heute Abend zu sich bestellt.
47:23Auf seinem Terminkalender steht ganz deutlich der Name Brink für die Zeit nach Büroschluss.
47:27Außerdem spricht der Laborbefund gegen Sie.
47:32Herr Brink, ich muss Sie festnehmen unter dem Verdacht,
47:34Ihren Schwager Alberti erschossen zu haben.
47:36Was wollen Sie?
47:38Ihn festnehmen?
47:38Ja, du hörst ja, das ist doch nicht abfähig, Herr Kommissar.
47:41Der Mann hat mich gedemütigt, erniedrigt, vernichtet.
47:45Ich wollte es im Heim zahlen.
47:46Ich habe tatsächlich Unterlagen gestohlen.
47:50Danke, Herr Brink.
47:52Hast du.
47:52Du hast tatsächlich Unterlagen gestohlen.
47:54Wo sind Sie denn?
47:55Zeig sie doch.
47:56Er soll sie Ihnen zeigen.
47:57Aber er kann sie Ihnen nicht zeigen, denn er hat sie weggeworfen.
48:01Er konnte ihn ja nicht mehr erpressen.
48:02Er sollte ihn ermordet haben.
48:04Wollen Sie nicht einsteigen?
48:05Nein, bleiben Sie hier.
48:07Frau Alberti.
48:19Mach nicht auf.
48:21Warum fragen Sie mich eigentlich nicht, wie ich darauf reagiert habe?
48:24Diese Demütigungen.
48:25Das ging Ihnen gar nichts an, Herr Kommissar.
48:26Er hat es kaum bemerkt.
48:30Also gut, junger Mann, ich frage Sie.
48:32Herr Kommissar, ich habe meinen Onkel gehasst.
48:35Viel mehr als mein Vater.
48:37Mein Vater hat sich nie wehren können.
48:39Ich konnte es.
48:39Frau Rieger, macht den keiner auf.
48:46Sie haben doch einen Schlüssel.
48:50Schließen Sie auf.
48:58Danke, Frau Rieger.
48:59Sag doch, was du weißt.
49:01Sag es doch, was du gesehen hast.
49:02Nein, ich...
49:05Herr Kommissar, ich weiß, ich habe Alberti umgebracht.
49:09Ja, ich verlor die Nerven.
49:11Nach 20 Jahren verlor ich einfach die Nerven.
49:14Glauben Sie mir, so war es.
49:15Herr Kommissar, er soll Ihnen erzählen, was er weiß.
49:17Alberti hat hier angerufen heute Morgen.
49:22Was hat er gesagt?
49:22Sag es doch, was er gesagt hat.
49:24Er sagte, schick deinen Sohn zu mir.
49:26Nach Büroschluss.
49:27Frau Willow, dass du kommst.
49:31Er war aufgeregt.
49:32Er war aufgeregt.
49:33Warum war er so aufgeregt?
49:35War er aufgeregt?
49:37Er war tatsächlich aufgeregt.
49:40Du weißt doch, was er will.
49:42Weißt du es?
49:43Ja, ich weiß es.
49:48Es wird nicht viel passieren.
49:50Es wurde Abend und ich machte mich fertig.
49:52Wollen Sie nicht Ihren Vater erzählen lassen?
49:56Na ja, ich wollte ihn nicht gehen lassen.
49:59Gib mir den Wagenschlüssel, sag dir.
50:01Ich sage, den bekommst du nicht.
50:04Er sagte, dann nehme ich ein Taxi.
50:07Dann nahm sie sich ein Taxi und ich fuhr mit dem Wagen hinterher.
50:15Vor dem Eingang holte ich ihn ein.
50:17Bleib hier, sagte ich.
50:18Geh nicht rauf.
50:19Mit dem Mann wird niemand fertig.
50:22Auch du nicht.
50:27Du kannst ja mal draufkommen.
50:31Das tat ich dann auch.
50:43Was hast du vor?
50:45Sag doch, was du vorhast.
50:47Wart es doch ab.
50:47Was will er von dir?
50:52Was willst du von ihm?
50:57Warten Sie.
50:58Bleiben Sie im Fahrstuhl.
50:59Machen Sie nicht auf.
51:00Einen Moment.
51:01Einen Moment.
51:03Gute Nacht.
51:04Gute Nacht.
51:05Gute Nacht.
51:11Ich mache dich doch nichts aus, die Treppe zu benutzen.
51:14Nein, nicht die Gerechte.
51:15Gute Nacht.
51:16Gute Nacht.
51:17Gute Nacht.
51:17Gute Nacht.
51:22Komm jetzt.
51:24Was willst du hier?
51:26Ach, dass du wegkommst.
51:27Lass, komm.
51:35Na nun, Herr Zwietersen, Sie sind noch hier?
51:37Ja, ich habe was vergessen.
51:38Was hast du getan, Junge?
51:50Na, dann kommt Vater.
51:52Da kommt jemand.
51:53Los, weg.
51:58Ich bin Sie dessen.
51:59Entschuldigen Sie, Herr Berpi.
52:00Ich habe nur ein Paket vergessen.
52:01Ich gehe gleich wieder.
52:03Ach, Herr Berpi.
52:08Hi, Berpi.
52:13Hi, Berpi.
52:28Jetzt da.
52:36Herr Frank!
52:38Was?
52:40Ist der Fahrstuhl da?
52:41Ja.
52:42Albert ist da morgen.
52:43Komm.
52:43Seid im Hördorf.
52:45Seid im Hördorf.
52:47Kommt Sie raus.
52:48Passen Sie auf.
52:49Gehen Sie zur Seite.
52:50Halten Sie sich mal gleich fest.
52:53Kommen Sie raus.
52:56Kommen Sie raus.
52:57Der Fahrstuhl geht noch hier.
53:01Wir haben den Heizungsfäller.
53:03Da kommt keiner raus.
53:05Schickt Sie eben raus.
53:08Da ist er.
53:11Bleibt Sie stehen.
53:13Fangt.
53:13Da läuft er.
53:14Wenn das die Wahrheit ist, was Sie da erzählt haben, Herr Brink.
53:41Dann haben also Sie Ihren Onkel umgebracht.
53:46Ja.
53:46Ja, ich war es.
53:49Ich habe diesen Mann erschossen, weil er meinen Vater zugrunde gerichtet hat.
53:53Warum hat Alberti Sie sprechen wollen?
53:56Was hatte er für einen Anlass?
53:57Es gab keinen besonderen Anlass.
54:01Ach, also ohne Ihren Anlass wollte er Sie sprechen.
54:04Und das soll ich Ihnen glauben?
54:06Nein, Herr Kommissar.
54:08Celia!
54:09Ich habe es getan.
54:11Das ist gesagt und das ist die Wahrheit.
54:12Erwin!
54:12Er lügt, Herr Kommissar.
54:20Erwin kam mit meinem Mann ins Büro.
54:22Ich habe einen anonymen Brief bekommen.
54:38Darin steht, dass du mich betrügst.
54:41Mit dem da.
54:42Mit meinem eigenen Nissen.
54:48Ja oder nein?
54:52Wollen wir es nicht sagen, Celia?
54:58Ich weiß nicht, wer der Schreiberling dieses anonymen Briefes ist.
55:02Aber er hat die Wahrheit geschrieben.
55:06Celia!
55:07Ich bin froh, dass das Versteckspiel zu Ende ist.
55:14Ich liebe ihn.
55:15Celia!
55:19Vorsicht, Erwin! Er hat eine Pistole!
55:23Die brauche ich nicht.
55:34Ich habe meinen Mann erschossen.
55:37Herr Kommissar.
55:39Ich war es.
55:40Ja.
55:42Dann bleibt eigentlich nur noch eine Frage.
55:44Wissen Sie, was ich meine?
55:46Ja, wer den anonymen Brief geschrieben hat.
55:49Ja, diese Frage.
55:51Wusste ich, was daraus wurde?
55:53Ich wollte es ihm heimzahlen.
55:56Ein wenig davon heimzahlen.
55:58Er sollte es erfahren.
55:59Am eigenen Leib spüren.
56:01Was Demütigungen sind.
56:03Ich konnte ja nicht wissen, was daraus wurde.
56:04Ich konnte ja nicht wissen, dass ich alles verlieren würde.
56:09Du?
56:11Du hast diesen Brief geschrieben?
56:12.
56:42Musik
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