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KurzfilmeTranskript
00:00Norddeutscher Rundfunk 2021
00:02Norddeutscher Rundfunk 2021
00:26Und?
00:28Wenn es so weiter geht, können wir den Hof bald dicht machen
00:30Weißt du, manchmal denke ich, das wäre für alle das Beste
00:33Sag mal, spinnst du?
00:35Wir haben geschworen, dass wir niemals aufgeben
00:37Ich habe geschworen, du machst mal deine Ausbildung zu Ende
00:39Du weißt ja ganz genau, warum mir kommt noch jemand einkauft
00:41Ja, du weißt, dass ich mich darum kümmere
00:42Ja, das sagst du aber schon seit Wochen
00:44Ja, kein Wort zu Mama
00:46Na Jungs?
00:48Hey, mein Großer
00:50Und, alles gut?
00:52Ja, ja
00:53Gut
00:58Säger
01:00Säger
01:01Säger
01:02Säger
01:03Hilfe!
01:11Jonathan!
01:12Warte!
01:17Halt dich raus!
01:20Komm mal!
01:26Wo ist Jonathan?
01:28Ja, im Wettwahrscheinlich.
01:33Ja, im Wettwahrscheinlich.
02:03Ich weiß, dass diese Typen gefährlich sind.
02:04Ich kann da nichts dafür, wenn dein Kreditantrag so lange dauert.
02:32Was spielst du eigentlich?
02:35Glaubst du nur, wenn ich ein Beamter bin, gehe ich zur Banken, die legen mir 50.000 Euro auf den Tisch?
02:40Das dauert mindestens einen Monat, wenn sie es mir überhaupt geben.
02:42Bis dahin haben die mich umgelegt.
02:44Quatsch, die wissen überhaupt nicht, wo du bist.
02:46Können sie mal aufräumen.
02:47Du kapierst es gar nicht, Daniel.
02:49Es geht um mein Leben.
02:54Ich brauche ein Leben.
02:55Und Sie können ausschließen, dass Ihr Sohn einfach woanders übernachtet hat?
03:01Ja, natürlich.
03:01Die Tiere müssen ja versorgt werden.
03:03Man übernachtet nicht einfach woanders, wenn man einen Bauernhof leitet.
03:06Ach, Ihr Sohn leitet den Hof?
03:07Seit Anfang des Jahres, ja.
03:11Ich bin mit der Arbeit für den Verband voll und ganz ausgelastet.
03:14Ja, ich habe Ihr Buch gelesen.
03:15In gemeinsamen Bio.
03:16Sehr beeindruckend.
03:17Danke.
03:18Leider sehen das ja nicht alle so.
03:19Diese Leute hätten uns letzte Nacht fast den Hof abgefackelt.
03:21Ich bin sicher, dass die Jonathan was angetan haben.
03:24Wer sind die?
03:25Da, diese selbsternannten Tierfreunde.
03:31Freiheit für die Tiere, wieder die moderne Sklaverei?
03:35Ja, genau.
03:35Vor zwei Monaten sind die zum ersten Mal hier aufgetaucht.
03:37Und seitdem terrorisieren die uns fast täglich.
03:40Diese Sorte, diese Sorte Äpfel und die Pflaumen sind von heute Morgen.
03:43Oder?
03:44Ja.
03:46Wie sieht die?
03:55Hey, hey, wollen wir sagen, was das soll?
04:02Lassen Sie das.
04:04Hallo, ich rede mit Euch.
04:06Als ob du wenigstens dein Gesicht.
04:09Sag mal, Kinder, habt Ihr was nicht mitgekriegt?
04:11Das hier sind Bio-Bauernhof, hier sind die Guten.
04:14Hey!
04:22Ich kapiere das nicht.
04:23Was wollen die denn ausgerechnet von uns?
04:28Erst wenn alle Tiere den Schlachthöfen dieser Welt entrissen sind, wird auch der Mensch frei sein.
04:35Den Schwachsinn glauben die ja nicht mal selbst.
04:37Das ist Marcel, mein jüngerer Sohn.
04:39Ah, hallo.
04:41Was haben Sie denn mit Ihrem Auge gemacht?
04:42Nur ein kleiner Arbeitsunfall.
04:44Ach, Unsinn.
04:44Einer dieser Extremisten ist letzte Nacht auf ihn losgegangen.
04:48Das können Sie leider nicht beweisen.
04:49Aber in so einem Fall müssen Sie die Strafanzeige erstatten.
04:52Das ist ja genau, was die wollen.
04:54Veganer retten unschuldige Tiere vor der Schlachtbank.
04:56So eine Schlagzeile und der Umsatz geht noch tiefer in den Keller.
04:59Jonathan Hoffmann, 24, hat Agrarwissenschaften studiert und leitet seit einem halben Jahr diesen Familienhof hier, auf dem er auch wohnt.
05:18Hallo?
05:19Mina?
05:21Wo bist du denn?
05:21Okay.
05:24Ich weiß nicht, es ist ziemlich weitläufig hier.
05:27Ist da jemand?
05:28Ach, Daniel?
05:30Okay.
05:31Was wollt ihr hier?
05:34Sandra Reis, Kriminalpolizei.
05:36Mein Kollege Daniel Prinz.
05:37Ich dachte, Sie sind welche von diesen Salatfressern.
05:42Wer sind Sie denn?
05:44Ich bin Lolo.
05:46Ludwig Kaminski.
05:47Ich arbeite hier.
05:48Wir suchen Jonathan Hoffmann.
05:49Wieso?
05:51Was ist mit dem Burschen?
05:52Der wird seit gestern Abend vermisst.
05:53Wussten Sie das nicht?
05:55Wann haben Sie ihn dann zuletzt gesehen?
05:59Die Sau hat geworfen.
06:01Ich war die ganze Nacht bei den Völkern.
06:05Ein Alibi habe ich also nicht, falls Sie das wissen wollen.
06:08Wie kommen Sie denn da auf?
06:09Ähm, ja, wir haben gestern ein bisschen gestritten.
06:17Jonathan und ich.
06:19Lolo, hey, siehst du nicht, dass Sie Angst haben?
06:21Klar hat die Angst.
06:24Ich weiß genau, dass sie in der letzten Stunde schlägt.
06:26Dann mach es ein bisschen ruhiger.
06:27Zeig ihr ein bisschen Respekt.
06:29Junge, ich schneide dem Fisch gleich die Gurge durch.
06:34Soll ich ihr vorher eine Massage verpassen?
06:36Das ist kein Fisch und ich bin nicht so nachsichtig wie Mama.
06:39Was willst du mir erzählen?
06:40Dass sich hier in Zukunft einiges ändern wird.
06:42Also besser, du passt dich an, oder?
06:44Oder was?
06:45Oder ich schmeiß dich raus.
06:50Ich dachte, ich erzähle die Geschichte lieber selbst,
06:53bevor Sie die von einem anderen hören.
06:56Haben Sie ein Problem mit Ihrem neuen Chef?
06:58Chef?
06:59Das ist nicht Lache.
07:01Da ist noch ein Kind.
07:03Ihr Mann hat er damit gedroht, Sie zu feiern?
07:05Den musste man vorher.
07:06Der Romantiker macht unseren ganzen Hof kaputt.
07:10Wie meinen Sie das?
07:11Wir hin oder her.
07:13Die Tiere sind Schlachtfee.
07:16Wenn es nach dem ginge, würden wir gar nichts mehr verkaufen.
07:20Da kommt Ihnen das ja ganz gelegen, dass er jetzt weg ist.
07:24Das habe ich nicht gesagt.
07:27Vielen Dank.
07:28Wenn wir noch Fragen haben, melden wir uns bei Ihnen.
07:29Das habe ich nicht gesagt.
07:59Okay, was haben wir?
08:02Jonathan Hoffmann, 24.
08:05Agrarwissenschaftler und Biobauer.
08:07Leitet Hoffmanns Biokoppel.
08:08Das ist ein Familienhof, auf dem er auch wohnt.
08:12Er hatte Streit mit einem seiner Mitarbeiter.
08:14Hier Ludwig Kaminski ist dort so eine Art Mädchen für alles.
08:17Hoffmann hat ihm kurz vor seinem Verschwinden mit der Kündigung gedroht.
08:20Hättet ihr ihn sich für uns zur Verfügung zu halten?
08:23Schon geschehen.
08:24Gut.
08:25Und was ist das hier?
08:26Was ist mit diesen Tierschützern?
08:27Nein, nicht Tierschützer, Tierrechtler.
08:30Das ist ein gewaltiger Unterschied.
08:31Die fordern Menschenrechte für Tiere.
08:33Bitte?
08:34Mhm.
08:34Die Gruppe heißt Animal Soldiers.
08:36Laut den Kollegen vom polizeilichen Staatsschutz sind die ziemlich radikal.
08:39Ja, so radikal im Ohr wieder nicht.
08:42In manchen Punkten haben Sie einfach recht.
08:44Die Art und Weise, wie wir heutzutage Fleisch konsumieren, das ist auch extrem.
08:47Gut, was ist mit den Mitgliedern dieser Animal Soldiers?
08:52Wer ist denn da der Oberbefehlshaber?
08:54Der Gründer der Gruppe ist 28 Jahre alt und heißt Alex Rega.
09:00Und, abgesehen davon, dass er sehr gut aussieht, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät, an der unser Vermisster studiert hat.
09:07Na, dann schauen wir uns das nochmal an.
09:09Irgendwann fällt auf, dass nicht nur dein Schleppschiff schiefhängt, wenn du im Büro schläfst.
09:27War ein bisschen spät gestern, um ins Hotel zu gehen.
09:32Kaffee?
09:34Gerne.
09:39Noch vor ein paar Jahren haben uns die Leute belächelt.
09:51Aber inzwischen gibt es in Deutschland fast eine Million Menschen, die auf tierische Produkte verzichten.
09:56Also, erzählt es euren Freundinnen, euren Freunden, euren Eltern, euren Geschwistern.
10:00Nur so können wir etwas erreichen gegen die mörderische Ausbeutung des Tierreichs durch den Menschen.
10:05Danke.
10:09Alex Rega?
10:18Ja, neues Gesicht.
10:20Noch so ein Hübsches dazu, von welcher Fakultät bist du?
10:22Von der Polizeiakademie.
10:24Meine Kollegin und ich würden gerne mit Ihnen über Jonathan Hoffmann sprechen, der wird vermisst.
10:29Kennt ihr nicht.
10:30Kennt ihr nicht?
10:31Das ist ein Ding.
10:31Sie wurden vor kurzem noch mit einer Schweinemaske auf seinem Hof gesehen.
10:35Kennen sie ihn immer noch nicht.
10:36Wir können auch gerne eine Gegenüberstellung mit seiner Mutter arrangieren.
10:39Okay, Sie haben gewonnen.
10:40Ich kenne den Typen.
10:42Zumindest sind wir uns ein paar Mal begegnet.
10:43Wann zum letzten Mal?
10:45Nach der Geschichte auf dem Hof.
10:47Er ist hier einfach reingeplatzt zusammen mit seinem Bruder.
10:48Wir machen mal den Deckel auf, dann können wir auch gleich anfangen.
10:58Was willst denn du hier?
11:00Mit euch reden?
11:01Wir reden nicht mit Mördern.
11:04Im Grunde genommen haben wir doch dieselben Gegner.
11:06Die Großkonzerne.
11:08Vergaste Küken.
11:09In Käfig gepfergt.
11:09Das ist alles ganz anders, ne?
11:13Weißt du was?
11:14Komm doch einfach mal ganz friedlich bei uns im Hof vorbei.
11:16Guck dir an, wie gut es unsere Tiere bei uns haben.
11:18Das sind nicht eure Tiere, die gehören sich selbst.
11:22Unsere Tiere werden gezüchtet, um gegessen zu werden.
11:24Der Mensch ist von Natur aus und alles fressen.
11:26Das ist genau das Problem mit euch Biotypen.
11:28Ihr schlachtet und mordet und sorgt dazu noch für gutes Gewissen.
11:31Das ist noch viel perfider als irgendein hässlicher Fleischkonzert.
11:34Komm, das ist auch unser Können.
11:35Ich will einfach, dass ihr uns in Zukunft entholen lasst.
11:37Oder was?
11:39Alles besser.
11:40Das wirst du schon noch sehen, du selbstverliebtes Arschloch.
11:42Ey!
11:42Ey!
11:45Ich lasse unbeuglich einschüchtern, ja?
11:47Ich ruhe die Plage auf dieser Erde.
11:48Das sind Menschen wie ihr.
11:49Alles gut.
11:56Der Typ ist unbrechenbar.
11:57Sie sollten lieber uns vor ihm schützen.
11:59Das ist ein Zufall.
12:00Jonathan Hoffmann gerade in der Nacht verschwindet,
12:01wo Unbekannte seinen Hochverwüsten.
12:03Finden Sie nicht?
12:03Wo waren Sie heute Morgen?
12:05Zwischen drei und fünf.
12:07Ich war die ganze Nacht zu Hause.
12:08Carla kann Ihnen das gerne bestätigen.
12:10Ja.
12:11Stimmt.
12:15Radek?
12:16Hier hinten.
12:19Ich habe jede Menge E-Mails aus dem gelöschten Speicher
12:21von Jonathans Laptop gefischt.
12:23Alle von demselben Empfänger bzw. Absender.
12:26Eine anonyme Adresse, nur schwer zurück zu verfolgen.
12:29Schau mal.
12:29Jonathan schreibt heute Nacht, also die Nacht, wo er verschwunden ist.
12:34Nimm die letzte S-Bahn, ich hole dich ab.
12:36Antwort, ich komme.
12:38Hier ist Hoffmanns Biokoppel.
12:42Nächste S-Bahn ist Buch.
12:43Gibt es da Überwachungskameras?
12:45Gebt mir eine halbe Stunde.
12:49Ich weiß nicht, was man an so einem Aufschneider finden kann.
12:51Er ist charismatisch, hat eine wunderschöne braune Auge.
12:54Du fühlst dich geschmeichelt, weil er dich für eine Studentin gehalten hat.
12:57Und er versteht Komplimente zu machen, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Männern.
13:00Süß Holzraspler.
13:01Jonathan und Marcel Hoffmann sind in der Tiermask-Ration bei den Animations-Geschäften.
13:09Ich wollte...
13:11Ich habe im Moule-Pour-Deux einen Tisch für zwei reserviert.
13:15Vielleicht hast du ja Lust, vorbeizukommen.
13:17Meine Mutter hat abgesagt.
13:19Wow.
13:20Alex Reger hat für die Nacht angeblich ein Alibi,
13:22aber es sieht ganz danach aus, dass seine Freundin Carla Pfeiffer für ihn gelogen hat.
13:26Sandra.
13:27Ich muss arbeiten.
13:29Um 8 Uhr, sag ja.
13:30Ja.
13:33Mina, hattest du nicht gesagt, Marcel Hoffmann hätte keine Ahnung,
13:35wer hinter diesen Animal Soldiers steckt?
13:37Ja, genau, genau.
13:38Ist er ausgewichen.
13:39Kommt mal her.
13:40Dann läuft gleich raus.
13:42Es war ein Hofbuch.
13:44Kurz nach 3 Uhr nachts.
13:46Das ist Jonathan Hoffmann.
13:48Kannst du das mal größer machen?
13:50Ja.
13:56Und die Frau, die angeblich die ganze Nacht mit Alex Reger verbracht hat.
13:59Das ist Carla Pfeiffer?
14:01Ja.
14:03Ach.
14:06Herr Hoffmann.
14:08Herr Hoffmann.
14:10Sie kennen Alex Reger.
14:11Sie waren mit Ihrem Bruder bei ihm.
14:12So, und jetzt sagen Sie uns, was Sie über Carla Pfeiffer und Ihren Bruder wissen.
14:19Ich habe mit der nie ein Wort gewechselt.
14:22Im Gegensatz zu Jonathan, der musste sich ja unbedingt mit diesen Spinnern aussprechen.
14:26Herr Hoffmann, warum haben Sie uns verschwiegen, dass Ihr Bruder Kontakt zu dieser Frau hatte?
14:29Ich wollte einfach nicht, dass meine Mama erfährt, dass Jonathan ausgerechnet mit einer von diesen Animal Soldiers rummacht.
14:41Jonathan.
14:42Steh mal auf.
14:43Die Sonne scheint, der Tag beginnt.
14:45Herr Hoffmann, brauch uns.
14:49Hey.
14:51Say, jetzt warte doch mal.
14:54Hey, warte doch mal!
14:55Du steigst mit dir ins Bett, bringst sie hierher auf unseren Hof?
14:59Ach komm.
15:00Sie heißt Carla.
15:01Und sie ist okay.
15:02Man kann mit ihr reden.
15:03Das heißt noch lange nicht, dass man ihr vertrauen kann.
15:04Komm, lass den doch, der hat überhaupt keine Ahnung.
15:12Jonathan kapiert einfach nicht, dass sie ihn nur benutzt.
15:14Und warum hast du mir nichts davon erzählt?
15:16Mama, ich habe gedacht, es ist besser, wenn...
15:17Falsch gedacht!
15:18Glaubst du bloß, weil ich die Leitung abgegeben habe, ist mir die Zukunft des Hofes egal?
15:22Wie lange geht das schon?
15:26Seit über einem Monat.
15:28Das erklärt einiges.
15:30Das erklärt es.
15:31Jonathan hatte plötzlich auch so absurde Bedenken gegenüber unserer Arbeit.
15:36Unser Hof kann sich diese Kampfpreise auf Dauer einfach nicht leisten.
15:40Unsinn.
15:41Gemeinsam Bio ist möglich, aber nur, wenn wir der Fleischindustrie auf Augenhöhe begegnen.
15:45Vielleicht sollten wir den Leuten einfach klar machen, dass gutes Fleisch eben seinen Preis hat.
15:48Ja, und dann können sich wieder nur die Reichen und die Schönen Bio leisten.
15:51Wir essen sowieso viel zu viel Fleisch. Einmal pro Woche reicht völlig.
15:55Was ist denn los mit dir? Wir leben davon, dass wir Fleisch verkaufen.
15:58Du kannst doch nicht eine Ware auf den Markt bringen und die Kunden dann auffordern, sie nicht zu kaufen.
16:02Was ist denn in dich gefahren, Jonathan?
16:05Ich will einfach sicher gehen, dass ich auf der... auf der richtigen Seite stehe.
16:09Was soll denn das heißen, auf der richtigen Seite stehen?
16:11Wir sind die richtige Seite.
16:13Wir wollen die Welt verändern.
16:16Aber gemeinsam Bio funktioniert nur, wenn es auf Dauer für alle bezahlbar bleibt.
16:19Dabei leitet er den Hof ganz wunderbar. Ich vertraue ihm voll und ganz.
16:32Ja, klar. Mama, du bist doch gar nicht mehr hier.
16:35Du bist doch nur noch im Verband. Du merkst doch gar nicht, wie wir uns hier den Arsch aufreißen.
16:39Aber natürlich, Marcel.
16:40Ich sehe doch, wie ihr beide euch einsetzt. Und ich freue mich, wie gut ihr beide zusammenarbeitet.
16:46Aber Sie sagten doch gerade, dass Jonathan in letzter Zeit Bedenken an ihrer Arbeit hätte, seit er Carla kennt.
16:53Er hat das Mädchen um drei Uhr nachts am Bahnhof abgeholt.
16:56Zwei Stunden später ist der Hof verwüstet und er verschwunden.
16:59Ja, wollen Sie damit jetzt sagen, dass Jonathan an dem Überfall beteiligt war?
17:02Sagen wir mal so. Sieht nicht nach Zufall aus.
17:04Ja, aber es ist sein Hof. Warum sollte er das machen?
17:08Sein Hof.
17:08Euer Hof.
17:16Also, im Raum von den Animal Soldiers ist niemand. Ich weiß nicht.
17:20Wahrscheinlich sind die meisten Studenten noch um sie mir.
17:22Danke.
17:23Ich habe einen Streifenwagen zu Carla Pfeifers Haus geschickt. Irgendwo muss ich ja wieder auftauchen.
17:27Gut.
17:38Kann ich dich was fragen?
17:44Klar.
17:46Kannst du mir Geld leihen?
17:46Ich meine nicht ein paar hundert Euro, sondern eine größere Summe.
17:51Wofür brauchst du das denn?
18:01Das kann ich dir nicht sagen. Das ist...
18:03Schon klar.
18:05Warte mal, es ist...
18:06Ne, weißt du, ey, das ist so typisch.
18:08Du kannst doch nicht von mir hundertprozentiges Vertrauen verlangen und mir gleichzeitig nicht mal sagen, worum es geht.
18:12Das ist was anderes hier.
18:14Kann sein. Aber das ist nicht mein Problem.
18:21Frau Pfeifer?
18:23Hey!
18:23Hey, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp!
18:24Nee, schnell halt sie.
18:26Sie ist weg.
18:39Hi.
18:41Hi.
18:44Ihr Alibi ist geplatzt.
18:46Und Ihre Fingerabdrücke stimmen mit denen überein, die wir auf dem Biohof gefunden haben.
18:51Sie haben doch diese Aktion heute Nacht nicht alleine durchgeführt.
18:54Also, wer hat Ihnen und Ihrer Gruppe geholfen?
18:57Jonathan Hoffmann.
19:10Wie viel steht nochmal auf die Gründung einer terroristischen Vereinigung?
19:15Fünf Jahre.
19:16Fünf Jahre.
19:16Mindestens.
19:19Das haben wir bei Ihnen in der Wohnung gefunden.
19:21Das ist nicht nur die Auflistung sämtlicher Biohöfe in der Umgebung, inklusive Grundrisse der Stallungen.
19:26Sondern auch eine Anleitung zur Herstellung von Brandsätzen.
19:30Mit ein bisschen technischem Know-how und ein paar Dinge aus dem Baumarkt brennt nicht nur das Hufschild, sondern gleich der ganze Schweinestall.
19:35Das ist nicht von mir.
19:36Ich habe da mir nichts zu tun.
19:38Sondern von wem?
19:39Ihrer Freundin Carla Pfeifer vielleicht?
19:40Ich weiß es nicht.
19:42Wirklich nicht.
19:43War Jonathan Hoffmann dabei, als Sie das Hufschild angezündet haben?
19:50Carla hat sich in letzter Zeit immer mehr von mir entfernt.
19:52Nicht nur politisch.
19:53Ständig hat sie bei irgendeiner Freundin gepennt, angeblich.
19:57Als sie gestern Nacht wieder weg ist, bin ich hier hinterher.
19:59Das heißt, Sie wussten gar nicht, dass Ihre Freundin mit Jonathan Hoffmann Kontakt hatte?
20:02Ja, woher denn?
20:03Ich habe es erst kapiert, als ich die beiden am Bahnhof gesehen habe.
20:06Ich habe dann ein paar Leute angerufen und die haben das übliche Equipment für eine Tierbefreiung mitgebracht.
20:12Damit sind wir dann zu Hoffmanns Bio-Kumpel.
20:14Wo Sie auf Carla und Jonathan gestoßen sind?
20:15Nee, das ist doch ein Quatsch.
20:16Uns wäre ich ja gar nicht auf die Idee gekommen.
20:19Aber als dieser Bio-Schleimer und Carla in eine ganz andere Richtung gefahren sind,
20:22habe ich mir gedacht, jetzt fahre ich zum Hof und mische die da ein bisschen auf.
20:35Danke.
20:43Ich habe den ganzen Abend versucht, dich zu erreichen.
20:45Ich weiß.
20:49Ich bin nicht rangegangen.
20:51Ja, das habe ich gemerkt.
20:55Warum?
20:58Ich weiß, dass ich mit Tobias zu weit gegangen bin.
21:01Es tut mir leid.
21:03Das war ein Fehler.
21:04Aber nur um dich zu beruhigen für ihn, ist es nicht so schlimm, wie du glaubst.
21:10Es geht um was anderes.
21:11Ich wollte dir das nicht am Telefon sagen.
21:17Was?
21:20Ich habe gedacht, dass ich das keine zwei Tage durchhalte.
21:25Dass ich irgendwann vor Sehnsucht zum Hörer greife und dich anrufe.
21:29Aber so war es nicht.
21:37Das macht mir Angst.
21:41Was verbindet uns denn überhaupt noch?
21:43Die letzten 19 Jahre?
21:50Die Kinder?
21:54Ganz viel.
21:55Ich habe dir ein paar Sachen mitgemacht.
22:08Hör zu.
22:11Hallo, Entschuldigung.
22:13Kommst du bitte?
22:14Nehmen wir mal an, Alex Rieger sagt die Wahrheit.
22:32Wohin sind Hoffmann und das Mädchen in der Nacht gefahren?
22:36Die Straße vor der S-Bahn führt in zwei Richtungen.
22:39Rieger sagt, sie sind nicht zu Hoffmanns Biokorpel.
22:42Also sind sie hier lang.
22:43Nach Schöno.
22:45Genau, Schöno.
22:46Der Hauptsitz von Gemeinsam Bio.
22:48Zwölf Kilometer von Hoffmanns Biokorpel entfernt.
22:51Mit zentraler Schlachtstelle, Verwaltung und so weiter und so fort.
22:55Gemeinsam Bio ist doch der Bestseller von Corinna Hoffmann.
22:57Genau.
22:58Und vor zehn Jahren hat sie einen Dachverband mit demselben Namen gegründet.
23:02Ein Zusammenschluss von fleischproduzierenden Höfen aus dem Berliner Umland.
23:05Regional, ökologisch und zu Preisen, die sich jeder leisten kann.
23:08Was, wenn Jonathan tatsächlich die Seiten gewechselt hat?
23:11Wenn sie dann mit dieser Carla zu tun hat, sieht er die Ziele seiner Mutter zunehmend kritisch.
23:15Carla wirkt ziemlich radikal.
23:16Die Baumannleitung könnte von ihr sein.
23:18Möglich, dass sie gemeinsam was planen.
23:20Das ist ein neuer Kern einer radikaleren Bewegung, die endlich ernst macht.
23:23Angenommen, sie planen einen Anschlag.
23:30Was könnte das Ziel sein?
23:33Also, seinen eigenen Hof wird er wahrscheinlich nicht angreifen.
23:37Aber gilt das auch für den Dachverband seiner Mutter?
23:41Gemeinsam Bio feiert morgen zehnjähriges Jubiläum.
23:45Perfekter Zeitpunkt für einen Anschlag.
23:47Ich gehe da lang.
24:12Ich gehe da lang.
24:17Alles okay?
24:44Ja.
24:47Sandra, komm mal hier.
24:57Das ist noch ein paar.
25:12Fangen wir nochmal von vorne an.
25:14Wer war der zweite Maskierte?
25:15Hätten Sie ihn nicht entwischen lassen, dann könnten Sie ihn das jetzt selber fragen.
25:18Es war Jonathan Hoffmann.
25:20Das ist Schwachsinn.
25:22Es gibt genug andere Leute, die sich auch für unsere Sache einsetzen.
25:24Sie haben den Brandanschlag gemeinsam mit ihm geplant.
25:27Sie haben ihn von Anfang an benutzt.
25:28Sie haben ihn so lange bezirzt, bis er ihn aus der Hand gefressen hat.
25:31Sie haben doch überhaupt keine Ahnung, was mir Jonathan bedeutet.
25:34Im Zweifelsfall muss man sich eben entscheiden.
25:36Entscheiden für was?
25:37Ja, für oder gegen das persönliche Glück.
25:40Unterm Strich, da zählen die politischen Ziele.
25:42Hier, woher hatten Sie den Schlüssel?
25:45Das ist doch seiner, oder nicht?
25:48Ja, den habe ich mir, sagen wir, kurz geborgen.
25:51Geborgen.
25:52Willst du mich hin?
26:10Kana?
26:10Kana?
26:10Kana?
26:10Kana?
26:22Ich habe dir schon mal gesagt, dass du ihn nicht fotografieren sollst.
26:26Sag mal, sind das da die neuen Schlachträume?
26:30Im Grunde genommen haben wir doch dieselben Ziele.
26:33Haben wir die?
26:33Ja.
26:34Du weißt ganz genau, dass ich über kurz oder lang aus dem Verband aussteigen werde.
26:39Ich werde die Fleischproduktion um eine Hälfte reduzieren.
26:42Es geht aber nicht um ein paar Kilo Fleisch mehr oder weniger.
26:45Es geht darum, die Welt ein bisschen besser zu machen.
26:48Wie willst du das machen?
26:49Das wirst du schon noch sehen.
26:53Es ist nicht viel wichtiger, dass wir beide zusammen sind.
26:58Du bist mir wichtig, Kana.
27:01Das ist aber ein Fehler.
27:02Wer sich nicht einsetzt für seine Ideale, der ist verloren.
27:07Da kommt jemand.
27:17Ein weißer Kühlwagen.
27:18Was?
27:19Das kann nicht sein.
27:20Was macht der denn hier um die Uhrzeit?
27:26Ich bin gleich wieder da.
27:28Ich weiß nicht, wer das war.
27:45Sie haben also fotografiert, um den besten Standort zu finden.
27:47Sind heute dann mit dem geborgenen Schlüssel in den Verband und haben den Brandsatz installiert.
27:50Richtig?
27:51Solange der Mensch weiterhin unbarmherzig niedrigere Lebewesen zerstört, wird er weder Glück, Frieden noch Gesundheit finden.
27:59Wussten Sie, dass schon Pythagoras Sekretarier war?
28:01Nee, wusste ich nicht. Vielen Dank.
28:03Und dann haben Sie Jonathan beiseite geschafft, weil er Ihnen nichts mehr nützt.
28:06Nee, natürlich nicht.
28:07Als Jonathan nach dem Kühlwagen guckt hat, da bin ich einfach gegangen.
28:09Und das sollen wir Ihnen glauben.
28:12Sie haben mich gerade mit einem Messer bedroht und wollten den Verband in die Luft sprengen.
28:17Es ging mir nur darum, den Denkzettel zu verpassen.
28:20Ja, das können Sie ja gleich mal dem Untersuchungsrichter erklären.
28:23Der wird sich freuen bei der Menge an Sprengstoff.
28:30Ludwig Kaminski fährt einen weißen Lieferwagen.
28:34Was macht er mitten in der Nacht beim Sachverband?
28:35Ihr beide bleibt dann Kaminski dran.
28:40Und wir fahren morgen gleich zum Dachverband.
28:44Gute Nacht.
28:45Gute Nacht.
28:46Nacht.
28:49Sandra?
28:50Ja?
28:51Es tut mir leid, wegenwohin. Ich bin manchmal ein richtiger Idiot.
28:56Schon okay.
28:59Wollen wir noch was trinken gehen? Dann erzähl ich dir, worum es geht.
29:03Oh, shit.
29:05Ich freu mich ja.
29:08Tut mir leid, ich bin schon verabredet.
29:10Wollen wir so stark.
29:11Das war's.
29:41Was ist denn hier passiert, ha?
30:00Ich wollte dir eine Freude machen.
30:02Hab den ganzen Tag aufgeräumt.
30:05Was?
30:06Und ich hab sogar die Flaschen weggebracht.
30:07Und als ich zurückkam, da war die Tür aufgebrochen.
30:10Nicht...
30:12Ihr ruft die Polizei.
30:15Wozu?
30:16Damit die mich mit Fragen löchern, die ich nicht beantworten will?
30:19Und außerdem können wir doch deinen Kollegen gar nicht helfen.
30:23Scheiße, die wissen jetzt, wo du bist?
30:28Die Warnung ist eindeutig.
30:30Wenn ich nicht zahle,
30:32dann legen die mich um.
30:35Ich brauch die 50.000 sofort.
30:40Eine Lösung finden.
30:41Wir konnten die Party leider nicht mehr absagen.
30:55Auch wenn uns nicht grad zum Feiern zumute ist.
30:58Da vorne.
30:59Gibt's was Neues von Jonathan?
31:00Kriminalpolizei.
31:01Würden Sie uns bitte kurz alleine lassen?
31:02Mir wächst das hier alles über den Kopf.
31:03Diese Eröffnung, der Hof, der Druck vom Verlag und jetzt auch noch die Sache mit Jonathan.
31:13Würden Sie uns bitte einen Moment allein lassen?
31:15Ja.
31:16Haben wir eine Viertelstunde wegen der Rede?
31:17Ja.
31:18Was macht Ludwig Kaminski nachts um vier hier auf dem Gelände?
31:22Kaminski schlachtet für unsere Verbandsbauern. Das kann dann auch mal morgens um vier sein. Das ist nichts Ungewöhnliches.
31:31Sie sind also nicht überrascht?
31:33Nein.
31:34Ihr Sohn war aber schon überrascht. Zumindest sagt das Carla Pfeiffer.
31:38Die waren nämlich mit ihm hier.
31:40Vielleicht wollte er einfach nicht mit dem Mädchen gesehen werden?
31:45Gut, aber das ist noch kein Grund zu verschwinden. Jonathan hat Kaminski gedroht, ihm zu kündigen. Was geht da ab zwischen den beiden?
31:51Davon weiß ich nichts. Ich hab keine Ahnung, was da vor sich geht.
32:04Herr Kaminski!
32:05Sie wollen an. Der Freund und Helfer.
32:09Ja, wir haben da noch ein paar Fragen an Sie.
32:15Schließen Sie los.
32:20Sie haben uns verschwiegen, dass Sie Jonathan Hoffmann vorgestern Nacht gesehen haben.
32:24Keine Ahnung, wovon Sie sprechen.
32:26Sie wurden beobachtet vor dem Büro des Verbands.
32:30Von wem?
32:31Wird Sie bitten, mit aufs Präsidium zu kommen?
32:36Klar.
32:38Kein Problem.
32:39Kein Problem.
32:49Kaminski!
32:58Hey, wo wollen Sie hin?
32:59Schlechter Move, Kaminski.
33:00Schlechter Move, Kaminski.
33:01Schlechter Move, Kaminski.
33:02Schlechter Move, Kaminski.
33:03Schlechter Move, Kaminski.
33:33Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
34:03Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
34:33Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
35:03Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
35:05Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
35:09Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
35:11Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
35:13Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
35:15Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
35:17Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
35:19Keine Spur von Jonathan Hoffmann.
35:25Hilfe!
35:27Bis jetzt ist Kaminski so gesprächig wie seine Schweinehälften.
35:31Aber in seinem Transporter waren über 65.000 Euro.
35:34Zusammen mit diesen Frachtpapieren aus einer Großschlachterei.
35:39Das heißt, Kaminski hat Fleisch aus Massentierhaltung als Bio-Ware umdeklariert.
35:44Die Wertsteigerung ist enorm.
35:46Aber das hat er doch nicht alleine durchgezogen.
35:48Die Frage ist also, wer hat dieses Billigfleisch für den Verband in Empfang genommen?
35:52Warte mal.
35:55Das sind die offiziellen Lieferscheine aus dem Büro von Gemeinsam Bio.
36:01Hier, vorgestern ist der Tag von Jonathans Verschwinden.
36:07M. Hoffmann.
36:08Marcel.
36:09Und keinem ist aufgefallen, dass die Bio-Koppel plötzlich so viel mehr Fleisch produziert?
36:13Offensichtlich hat Corinna Hoffmann die Kontrolle über ihren Laden verloren.
36:17Oder sie hat beide Augen zugedrückt.
36:19Ich sage, dass er Corinna schon seit Jahren das mit Bio geht auf Dauer nicht gut.
36:25Die verdienen keinen Cent mit ihrem Fleisch.
36:28Der Marcel ist der Einzige, der das kapiert hat.
36:30Er war also in der Nacht dabei.
36:32Aber was ist mit Jonathan?
36:35Dass Jonathan uns die ganze Zeit beobachtet, habe ich erst gar nicht gemerkt.
36:38Ich habe die Rinde abgeladen.
36:43Plötzlich höre ich Stimmen im Schlachtraum.
36:46Es ist Fleisch aus einer Folterfabrik unter unserem Namen.
36:4920 Prozent vom Gesamtumsatz allerhöchstens.
36:51Kapierst du es nicht?
36:52Es geht um Prinzip.
36:53Im Prinzip, es geht hier um wirtschaftliches Überleben.
36:55Das ist eine Lüge und ein Verrat an allem, wofür Mama immer gekämpft hat.
36:58Ja, einer muss den Hof herritten.
37:00Ist eigentlich dein Job.
37:01Was machst du? Rufst du die Polizei?
37:11Nee, ich ruf Mama an.
37:15Mama!
37:15Marcel hat gesagt, dass er sich um alles kümmert.
37:27Ich sollte nur das Fleisch und unser Geld verstecken, bis die Feier vorbei ist.
37:33Ich schwöre, mehr weiß ich nicht.
37:37Wann genau sind Sie dort losgefahren?
37:41Kurz vor vier.
37:45Na, halbe Stunde später war Marcel wieder auf dem Hof.
37:52Was meint er mit sich kümmern?
37:54Kann er kaum geglaubt haben, dass er mal eben mit seinem Bruder diskutiert und ihn überzeugt, oder?
37:59Vielleicht wollte er Zeit gewinnen und hat seinen Bruder irgendwo ruhig gestellt.
38:10Du Arsch!
38:12Komm hin!
38:13Jonathan!
38:14Ich hatte ja keine Ahnung, dass die scheiß Kühlanlage an ist.
38:20Ich hab nur nicht gewollt, dass du die Eröffnungsfeier versaust.
38:22Du hast nur Schiss, dass dein Beschiss aufliegt.
38:25Rauf!
38:28Pass auf, sobald die Party vorbei ist, können wir in den Hut darüber reden, wie es weitergehen soll mit dem Hof, okay?
38:33Aber jetzt sei ruhig und bleib hier.
38:34Was?
38:43Was?
38:51Scheiße!
38:52Frau Hofmann, wo ist Marcel?
39:03Marcel?
39:04Die beiden haben sich offenbar gestritten.
39:06Marcel und Jonathan?
39:07Nein, die beiden streiten nicht.
39:08Die ziehen eigentlich immer an einem Strand.
39:10Wollen Sie uns wirklich weismachen, dass Sie von all dem nichts wussten?
39:13Auch nicht von dem umdeklarierten Fleisch?
39:15Umdeklariertes Fleisch?
39:18Ja.
39:19Marcel und Kaminski haben sich das zusammen ausgedacht.
39:22Jonathan hat's rausgefunden und war nicht einverstanden.
39:24Wo ist Marcel?
39:27Marcel wollte was bei den neuen Kühlräumen überprüfen.
39:30Der Neubau.
39:30Seitdem sich Mama so um den Verband kümmert, kriegt sie nur gar nicht mal mit, wie der Hof wirklich läuft.
39:56Mann, ich hab doch nur nicht gewollt, dass Mamas Lebenswerk zerstört wird.
40:22Scheiße.
40:26Wir brauchen eine RTW, so fort.
40:32Zum Dachverband Gemeinsam Bio.
40:33Jonathan?
40:34Am Wiesngrund 50.
40:36Ja, Beeilung.
40:38Ich hätte meine Sache nicht zu Eurer machen dürfen.
40:45Wie wollen Sie was passieren?
40:47Wie konnte das so aus dem Ruder laufen?
40:49Ja.
40:56Wo ist Daniel eigentlich?
41:02Ach, der ist schon ins Besiedel.
41:0668.325 Euro.
41:11Alright.
41:15Ich vermisse schon oft die aufregenden Tage mit euch.
41:18Ja.
41:18Andererseits, seit ich in der Assert-Wartenkammer arbeite, habe ich halt viel mehr Zeit für meinen Sohn.
41:23Endlich mal punktlich Schluss und so.
41:26Da fehlt ein Siegel.
41:29Ich habe noch welche mit Wartemar.
41:30Ich habe noch closest.
41:56Lass es sich.
41:57Mein Sohn will zum Zirkus.
42:05Echt?
42:06Zirkus ist jetzt immer in der Tasche.
42:10Ah, da.
42:11Ist es doch.
42:15Voilà.
42:23Sag mal, ist alles okay bei dir?
42:25Alles gut.
42:27Gut.
42:34Pass auf dich auf, Jan.
42:36Tschüss.
42:37Ciao.
42:37Ciao.
42:39Untertitelung. BR 2018
43:09Untertitelung. BR 2018
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