- vor 5 Monaten
finde mehr auf :
https://flimmer-kiste.org/index.html
https://flimmer-kiste.org/index.html
Kategorie
🛠️
LifestyleTranskript
00:00Musik
00:01Er dauert 30 Jahre.
00:28Der längste Krieg auf deutschem Boden.
00:32Er verheert Städte und Landschaften und bringt unendliches Leid über die Menschen.
00:40Ein Krieg, angeheizt von ehrgeizigen Herrschern, kaltblütigen Generälen und religiösen Fanatikern.
00:48Ein Krieg, der Spuren hinterlassen hat.
00:52Vor allem die Berichte der Augenzeugen.
00:54Sie erzählen vom alltäglichen Überlebenskampf im Schatten der großen Katastrophe.
01:01Musik
01:08Staatsbibliothek Berlin.
01:13Hier werden Dokumente von Zeugen der damaligen Ereignisse gehütet.
01:43Erstmals in der deutschen Geschichte zeichnen Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft auf, was ihnen widerfährt.
01:51Historiker sprechen von Ego-Dokumenten.
01:55Das Besondere an den Ego-Dokumenten ist, dass sie uns einen ganz neuen Einblick in die damalige Welt erlauben.
02:00Bis dato hatten wir immer nur Zeugnisse von Gebildeten, von Adligen, Königen, Feldherren, wie die von oben die Welt gesehen haben.
02:07Und jetzt haben wir zuerst mal den Blick von unten auf die Ereignisse.
02:10Zeitregister. So nennt ein Mann aus Schwaben selbstbewusst sein Tagebuch.
02:18Offenbar fühlt er bereits, dass er Zeuge außerordentlicher Vorgänge ist.
02:25Er heißt Hans Heberle.
02:27Bei Ausbruch des Krieges lebt der Schuhmacher am Rand der Schwäbischen Alb in einem Dorf, das zur Reichsstadt Ulm gehört.
02:40Von den Kämpfen, die seit dem Sommer in einem Teil des Reiches toben, hat er noch nichts vernommen.
02:54Eines Nachts, Ende November 1618, wird er durch eine ungewöhnliche Beobachtung aufgeschreckt.
03:00Da ist ein großer Komet erschienen, in Gestalt einer schrecklichen Route.
03:07Der Anblick war schrecklich und wunderlich. Der bewegte mich in meinem Gemüt.
03:12Mich dünkte, er werde etwas Großes bedeuten und mit sich bringen, wie es dann auch geschehen ist.
03:18Die Menschen waren gewohnt, alle Arten von ungewöhnlichen Phänomenen als göttliche Zeichen zu deuten.
03:28Auch etwa Missgeburten, Kälber mit zwei Köpfen, aber vor allem Himmelserscheinungen.
03:32Kometen waren natürlich ganz besonders spektakulär.
03:35Alles wurde gedeutet als Drohung göttlicher Strafe, die bevorsteht, wenn man nicht umkehrt von seinem sündhaften Handeln.
03:48Hans Heberles dunkle Ahnung sollte sich bestätigen, denn die Mächtigen steuern bereits auf den Abgrund zu.
03:56In Prag, der Hauptstadt des Königreichs Böhmen, kommt es am 23. Mai 1618 zum Skandal.
04:06Auf der Prager Burg, dem Ratschin, residieren die Stadthalter des Kaisers.
04:10Sie sind verhasst bei den Böhmen, denn der katholische Herrscher in Wien missachtet immer wieder verbriefte Rechte der protestantischen Adligen.
04:23Die wollen sich das nicht länger gefallen lassen.
04:25Der Böhmische Adel hat Angst, dass die Habsburger seine Freiheit, die Freiheit der böhmischen Nation, die Freiheit für den evangelischen Glauben in irgendeiner Weise beschneiden könnten.
04:43Der Konflikt eskaliert an diesem Tag.
04:46Der Kaiser hatte zuletzt ein Versammlungsverbot für den böhmischen Adel verfügt und damit den Bogen überspannt.
04:55Was dann geschieht, geht in die Weltgeschichte ein.
05:01Der Prager Fenstersturz.
05:10Eine klare Botschaft an den Kaiser.
05:13Adel und Bürgertum, die böhmischen Stände, wollen die Beschneidung ihrer Freiheiten nicht hinnehmen.
05:19Die Stände hatten traditionell sehr, sehr große Mitbestimmungsrechte.
05:25Und an der Religionsfrage wurde sozusagen in diesem Moment festgemacht, wie weit die Rechte dieser Stände jetzt eigentlich gingen und ob der Landesherr oder der Kaiser berechtigt war, diese Rechte anzutasten.
05:401619 wird Ferdinand II. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewählt.
05:47Wie sein Vorgänger will er die Folgen der Reformation beseitigen und Deutschland re-katholisieren.
05:56Ein Reich, ein Glaube. Wie einst im Mittelalter.
06:03Am Wiener Hof bereitet man sich auf einen Krieg vor.
06:07Auch die Prager Rebellen setzen weiter auf Konfrontation.
06:10Eigentlich hätte nach der Niederschlagung des böhmischen Aufstandes der Krieg auch beendet sein können.
06:17Das war ein regionaler Konflikt.
06:19Warum ist es weitergegangen?
06:21Es ist weitergegangen, weil die Böhmen, die böhmische Königswürde an den Kurfürsten von der Pfalz verliehen haben.
06:28Und damit war ein Reichsfürst, ein Kurfürst in den Konflikt involviert.
06:33Mit Friedrich von der Pfalz geht einer der prominentesten Fürsten des Reiches offen gegen den Kaiser in Stellung.
06:47Der Konflikt hat eine neue Dimension erreicht.
06:55Am Weißen Berg bei Prag kommt es zur Schlacht.
07:03Auf der einen Seite kämpfen die Truppen Böhmens unter König Friedrich von der Pfalz.
07:12Ihnen gegenüber stehen die Söldner des Kaisers und der katholischen Liga.
07:17Ein Bündnis katholischer Territorien des Reiches.
07:22Die kaiserlichen Truppen sind in der Überzahl und besser organisiert.
07:27Sie besiegen das protestantische Heer.
07:33Der Kaiser hat eine Schlacht gewonnen, aber nicht den Krieg, wie er bald erkennen muss.
07:47Der gemeine Mann spürt den Beginn des Krieges natürlich durch die Berichterstattung.
07:51Es gibt auch damals Flugschriften.
07:54Es gibt schon Zeitungen, die eben mit einer Verzögerung von bis zum Vierteljahr,
07:58aber dann doch über die Ereignisse berichten, sodass man sich informieren kann.
08:01Es gibt in jedem Dorf genügend Leute, die die lesen können und es gibt genügend Pfanderhändler, die solche Nachrichten überbringen.
08:11Für die Welt, in der Hans Heberle lebt, ist der Krieg weit weg.
08:18Erst ganz allmählich schleicht er sich in den Alltag ein.
08:21Durch Flugschriften erfährt Heberle von der Schlacht bei Prag und vom Sieg der Kaiserlichen.
08:31Er hat eine Schule besucht, kann lesen und schreiben.
08:37Der Krieg wirft seine Schatten voraus, auch wenn Heberle den Zusammenhang noch nicht begreift.
08:43Auf dem Markt hat ein Geldwechsler seinen Stand aufgeschlagen.
08:48Münztausch gefällig.
08:53Immer her damit.
08:55Ich seh schon.
08:56Er bietet neue Münzen an und nimmt dafür die alten in Zahlung.
09:00Zwei, drei.
09:05Heberle ahnt nichts vom großen Betrug, der dahinter steckt.
09:09Zwei, drei.
09:10Er bekommt für vier alte Münzen fünf neue.
09:15Viel größer als früher.
09:18Am Anfang war es schön, als wenn es lauter Silber wäre.
09:22Aber Herr Nahriss ist rot geworden wie das Kupfer.
09:26Da hat der Kaiser, weil er ja Geld für seinen Krieg brauchte, eine unglaubliche Münzverschlechterung betrieben.
09:32Das heißt Münzen mit ganz geringem Silbergehalt geprägt, in großen Mengen.
09:36Und das hat natürlich eine Inflation zur Folge gehabt.
09:40Und das haben die Menschen gemerkt, also dass die Münzen auf einmal nichts mehr wert waren.
09:46Als Kipper-und-Wipper-Zeit geht die galoppierende Inflation in die Geschichtsbücher ein.
09:52Preise steigen ins Unermessliche.
10:01Heberle ist wie alle anderen den Machenschaften der Mächtigen hilflos ausgeliefert.
10:06Schicksalsergeben notiert er den Wertverlust des Geldes.
10:13Wenn der Bauer sich kleiden will, wie zuvor um acht oder zehn Gulden, muss er jetzt dafür 40 oder 50 Gulden bezahlen.
10:20Nach etwa drei Jahren beenden die Landesherren den Münzbetrug, weil er die Wirtschaft ruiniert.
10:31Aber der Krieg geht weiter.
10:35Trommler ziehen durch die Städte, um junge Männer für die kaiserlichen Truppen anzuwerben.
10:39Auch in Ulm werden Söldner gesucht.
10:45Vor den Toren der Stadt haben die Werbeoffiziere ihren Stand aufgebaut.
10:50Du, komm her!
10:53Name?
10:53Peter Hagendorf.
10:54Familie?
10:55Nein.
10:56Hast du Kinder?
10:57Nein.
10:57Ab zum Fälscher!
11:08Unterzeichnen!
11:08Unterschrift und Handgeld.
11:12So beginnt ein Soldatenleben.
11:14Eins, zwei.
11:15Was die Söldner gereizt hat, ist die Freiheit.
11:18Die angeblich viel größere Freiheit.
11:20Sie durften Waffen tragen, sie durften jagen, sie zahlen keine Steuern.
11:24Und vieles andere, was der gemeine Bürger oder dem gemeinen Mann sehr stark zur Last gefallen ist.
11:29Der Eintritt in ein neues Leben mit einem bescheidenen, aber scheinbar gesicherten Einkommen.
11:50Zwar wird ihm die Ausrüstung vom Sold abgezogen, aber er verdient vier bis sechs Taler im Monat.
11:58Etwa doppelt so viel wie ein Knecht.
12:06Solche und andere Details des damaligen Soldatenlebens verdanken wir Peter Hagendorf.
12:12Denn er hat ein Tagebuch geführt.
12:19Detailreich und ungeschönt beschreibt er seine Söldnerkarriere beim pappenheimischen Regiment.
12:28Hagendorf erklärt, ich bin ganz abgerissen gewesen und deswegen habe ich mich bei der Armee gemeldet.
12:36Und er beschreibt dann, dass er es sich auch gut gehen lassen hat.
12:39Er hat ordentlich gesoffen und gefeiert.
12:41Er hat seine erste Frau geheiratet.
12:44Und dann ging es nach einem Vierteljahr los in den Krieg.
12:46Soldaten lockt vor allem die Aussicht auf Beute.
12:53Damit lässt sich der Sold erheblich aufbessern.
12:59Der Sieg in Böhmen hat zwar die Macht Kaiser Ferdinands des Zweiten gefestigt,
13:04bringt aber an den Rändern des Reiches neue Gegner auf den Plan.
13:08Christian IV. mischt sich ein.
13:15Der König von Dänemark.
13:19Er versucht, eine internationale Union protestantischer Staaten gegen den Kaiser zu schmieden.
13:27Christian, der auch über Norwegen herrscht, ist zugleich als Herzog von Holstein ein deutscher Reichsfürst.
13:34Eine Konstellation mit Sprengkraft.
13:38An der Elbe hat er Glückstadt gegründet.
13:43Die Festung soll dem reichen Hamburg Konkurrenz machen.
13:50Der dänische König greift in den Krieg ein, weil das seinen eigenen machtpolitischen Interessen dient.
13:56Er ist ja nicht nur König von Dänemark, sondern auch von Norwegen.
14:00Er hat ein Interesse, ein großes Imperium rund um die Ostsee zu etablieren.
14:08Christian will sich Reichsgebiete aneignen, auf die er nach Ansicht des Kaisers keinen Anspruch hat.
14:15Der reagiert prompt und schickt Soldaten in den Norden.
14:19Unter ihnen marschiert Peter Hagendorf.
14:22Man hat uns kommandiert nach Stade, elbabwärts von Hamburg.
14:27Dort sind wir lange gelegen.
14:29Die Versorgung war bald gut, bald elend schlecht.
14:35Am Karfreitag haben wir Brot und Fleisch genug gehabt und am Ostersonntag war kein Mund voll, Brot zu bekommen.
14:41Sorge ums Essen und Zeitvertreib im Lager.
14:51Das ist das Soldatenleben abseits der großen Schlachten.
14:55Wollt ihr wieder alles verlieren?
14:57Ja.
14:58Bin ich sofort dabei.
15:02Einer.
15:04Einer.
15:04Hagendorf und das kaiserliche Heer liegen schon seit Wochen vor Stade.
15:12In der umzingelten Festung haben sich dänische Truppen verschanzt.
15:16Jetzt ich.
15:18Für die Söldner gibt es nicht mehr zu tun als warten.
15:21Ich bedanke mich.
15:34Ein Feldlager im Dreißigjährigen Krieg kann die Ausmaße einer damaligen Großstadt annehmen.
15:40Mit bis zu 50.000 Menschen.
15:45In der Mitte steht das Zelt des Feldherrn.
15:48Bei Stade ist es General Tilli, ein Graf in den Diensten der katholischen Liga.
15:56Die Waffengattungen der Zeit sind Reiterei, Artillerie und Infanterie.
16:06Kompanieweise in Reih und Glied stehen die Zelte der Soldaten.
16:10Vier Männer teilen sich ein Zelt.
16:11Außerhalb des Lagers drängen sich die Händler und Handwerker.
16:19Dort rauchen zahllose Herdfeuer zur Versorgung des Heeres.
16:25In sicherer Entfernung das Pulverlager mit den Zelten der Artilleriemeister.
16:31Auch das gehört zu einem Feldlager der Zeit.
16:34Ein Richtplatz.
16:35Selbstverständlich musste man Meuterer und Deserteure und so weiter hart bestrafen.
16:45Aber man wollte natürlich andererseits das Leben der Soldaten schonen,
16:48weil man das ja, das war ja das Kapital, das man nicht verzichten konnte.
16:52Und dann hat man in einzelnen Fällen, wenn zum Beispiel eine Stadt zu früh preisgegeben worden war,
16:58nicht alle hingerichtet, man hat alle zum Tod verurteilt, aber nicht alle hingerichtet,
17:03sondern nur jeden Zehnten ausgelost und jeden Zehnten hingerichtet.
17:10Hagendorf und seine Kameraden kommen in Stade kein einziges Mal zum Einsatz.
17:15Im Mai 1628 kapituliert die Stadt.
17:20Wie die Dänen abgezogen sind im Jahr 1628, sind wir den Sommer über wieder in unserem Quartier stillgelegen.
17:28Peter Hagendorf ist bester Stimmung.
17:33Offenbar hat er seinen Traumjob gefunden.
17:36Noch war er in keinen schweren Kampf verwickelt.
17:39Wie viele seiner Kameraden befürchtet er insgeheim,
17:42der Krieg könne bald vorbei sein und damit auch das geruhsame Leben.
17:50Denn die Truppen Christians IV. ziehen aus Norddeutschland ab.
17:55Eigentlich eine Chance für ein Ende des Krieges.
17:58Aber der Kaiser gibt sich mit dem militärischen Sieg allein nicht zufrieden.
18:07Im Staatsarchiv Bremen liegt ein Exemplar eines brisanten Dokuments.
18:13Das sogenannte Restitutionsedikt.
18:16Ferdinand verfügt darin die Rekatholisierung protestantischer Gebiete in Teilen Norddeutschlands.
18:26Praktisch bedeutet das Edikt nichts anderes als die Enteignung wertvoller Besitztümer.
18:32Vor allem geht es um Frauenstifte im evangelischen Erzbistum Bremen.
18:42Sie sollen aufgelöst und den Katholiken übergeben werden.
18:45Das heißt, da ist sehr viel Kapital der Adelsfamilien reingeflossen.
18:52Und mit der Rekatholisierung wären die auf einen Schlag vor der Tür, ohne jede Versorgung.
18:57Und der Besitz ihrer Familien, den sie übergeben haben, würde der katholischen Seite zufallen.
19:03Das hat natürlich den Landadel und die Bevölkerung in absoluten Hanisch gebracht.
19:07Um den Kaiser zu bremsen, greift eine neue Macht in den Krieg ein.
19:12Die Schweden.
19:14Mit dem Auftreten der Schweden war ein ganz neuer Player im Spiel.
19:19Und sowohl die militärischen wie auch die politischen Karten wurden neu gemischt.
19:24Und es war danach eigentlich im Erzstift keine Rede mehr vom Restitutionsedikt.
19:29Und der Krieg, der fast schon zu Ende schien, nimmt wieder Fahrt auf.
19:37Über Deutschland zieht neues Unheil herauf.
19:44Gustav Adolf, der König von Schweden, greift in den Krieg ein.
19:49Er rechtfertigt seinen Angriff mit dem Vorwand, den evangelischen Glaubensbrüdern in Deutschland zu Hilfe zu kommen.
19:58Er landet bei Penemünde auf Usedom mit einer großen Armee.
20:03Der wahre Grund für sein Eingreifen ist weniger die Religion.
20:07Vor allem will der Schwedenkönig die Länder rund um die Ostsee unter seine Kontrolle bringen.
20:16Aber für die Einwohner von Magdeburg ist das schwedische Eingreifen ein Hoffnungsschimmer.
20:26Denn die Stadt wird von einer Armee des Kaisers belagert.
20:30Gustav Adolf hat versprochen, Magdeburg vor der Einnahme zu schützen.
20:34Magdeburg war nicht nur eine strategisch wichtige Festung und eine sehr reiche und berühmte protestantische Stadt,
20:45sondern es war auch sozusagen der Inbegriff des protestantischen Widerstands gegen den Kaiser.
20:51Es war die niemals eingenommene Bastion des Protestantismus, die hartnächtigsten Rebellen aus kaiserlicher Sicht.
20:59Und insofern war die Eroberung dieser Stadt ein ganz, ganz besonders großes Anliegen für die Kaiserlichen.
21:07Mai 1631. Der zwölfjährige Daniel Friese hat Angst. Die Eroberung Magdeburgs steht unmittelbar bevor.
21:18Kommt mit. Wir Kinder sahen, dass es jetzt gefährlich wird. Da draußen stimmt was nicht.
21:24Die Mutter und der Vater mussten sich alte Kleider anziehen, damit sie für einfache Leute gehalten werden.
21:30Sie hatten Angst, dass man sie sonst entführt, um Lösegeld zu erpressen.
21:36Was ist denn los?
21:37In seinen Lebenserinnerungen beschreibt Daniel Friese den Überlebenskampf seiner Familie.
21:43Für die Kaiserliche Armee ist Magdeburg nicht nur eine Hochburg des Protestantismus, sie ist auch lohnende Beute.
21:56Eine wohlhabende Stadt mit Bewohnern, die durch Handel reich geworden sind.
22:03Magdeburg war die mit Sicherheit größte, einflussreichste Stadt hier im Norden Mitteldeutschlands.
22:11Und mit einem Sitz eines Erzbischofs und mit einer Bürgerschaft, die irgendwo zwischen 30.000 und 40.000 Einwohnern sich bewegte.
22:21Eine Stadt, die zu den Großstädten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit gehörte.
22:27Die Schlinge um Magdeburg zieht sich zu.
22:30Plötzlich war es still.
22:38Jedermann wusste, dass es nun in Magdeburg keine Gegenwehr mehr gab.
22:42Söldner dringen ins Haus ein.
22:56Als einer auf den Vater mit der Waffe losgeht, stellen sich die Kinder schützend vor ihn.
23:05Der Appell an das Mitleid des Soldaten wirkt. Er verschont die Familie.
23:16Ganz leer möchte er freilich nicht ausgehen. Er ist schließlich auf Beute aus.
23:24Am Ende kommt ein Handel zustande. Gegen Geld ist der Söldner bereit, der Familie zur Flucht zu verhelfen.
23:30Im Stadtarchiv Magdeburg finden sich weitere Dokumente über die Erstürmung der Stadt.
23:47Flugschriften und bebilderte Drucke beschreiben ein Inferno, das schnell im ganzen Reich bekannt wird.
23:54Tilli und Pappenheim hatten den Belagerungsring um die Stadt geschlossen.
24:02Am 10. Mai 1631 setzten die Kaiserlichen zum Sturm auf die Stadt an.
24:08Der Angriff wird eingeleitet von den pappenheimischen Truppen, die über die Neustadt auf die Hohe Pforte zu rücken.
24:15Aber es ist ein koordinierter Angriff.
24:17Zum selben Zeitpunkt kommen von Süden die Truppen Tillis und erstürmen das Sudenburger Tor.
24:22Und es beginnt ein Häuserkampf in der Stadt, der ziemlich schnell in Plünderungen übergeht.
24:28Mägde und Knechte werden gleich niedergemacht, Frauen und Kinder werden vergewaltigt.
24:33Und es gibt überhaupt kein Gesetz mehr.
24:37Niemand bremst die Mordlust der Soldatesker.
24:41Mithilfe des katholischen Söldners flieht die Familie Daniel Frieses mitten durch das tobende Inferno.
24:47Wir sahen sehr viele Tote auf den Gassen.
24:52Das war ein schrecklicher Anblick.
24:59Sie überleben nur, weil sie als Kriegsbeute des Söldners gegen die Übergriffe anderer geschützt sind.
25:06Unterwegs wollte ein Soldat die Frauen anpacken.
25:11Aber unser Soldat ließ es nicht zu.
25:17Der Söldner hält sich an die Abmachung und schafft die Familie Wohlbehalten aus der Stadt.
25:22Nicht alle haben so viel Glück.
25:31Etwa 20.000 Einwohner Magdeburgs verlieren damals ihr Leben.
25:35Wer sich ergab, hatte einen Anspruch nach Kriegsrecht auf eine schonende Behandlung.
25:45Wer sich nicht ergab und erobert wurde, hatte überhaupt keine Rechte.
25:50Das heißt, diese Menschen hatten kein Recht auf Leben mehr.
25:53Die konnten getötet werden.
25:55Wenn man sie nicht tötete, dann konnte man sie gewissermaßen versklaven.
25:58Das heißt, man konnte dann auch die Frauen einfach mitnehmen als Beute.
26:02Während der Plünderung bricht Feuer in der Stadt aus.
26:07Wer nicht Opfer der Soldateska wird, droht jetzt in den Flammen umzukommen.
26:15Auch Kaspar Wildheim, ein Jesuitenpater, ist Zeuge der Ereignisse.
26:22Die Straßen waren mit Leichen getöteter Menschen wie gepflastert.
26:27Mit Hundegier stürzten sich unsere siegreichen Landsknechte öffentlich.
26:32Auf die Frauen der Besiegten.
26:35Bitte, bitte, helf mir, bitte!
26:36Ruhig, komm jetzt her!
26:39Ruhig, ruhig, du kannst mit mir gehen!
26:41Wildheim ist zutiefst schockiert über das Ausmaß an sexueller Gewalt.
26:46Verübt von einem Heer, das angeblich für den wahren christlichen Glauben kämpfte.
26:51Durch diese Geilheit wandelten unsere Siegerheere all die vorherigen Triumphe im Niederladen.
27:02Nicht nur der gemeine Landsknecht hatte sich ja mit solcher Schmach befleckt, sondern sogar die Obersten.
27:08Das Wappen der Stadt Magdeburg, das eine Jungfrau zeigt, gibt dem Gewaltexzess seinen Namen.
27:17Der Begriff der Magdeburger Bluthochzeit versucht zu fassen, was mit dieser Stadt passiert.
27:25Die Eroberung der Stadt wird verglichen mit der sexuellen Eroberung einer Jungfrau.
27:31Das ist die Parallele, die einfach auch vom Namen der Stadt her nahe liegt.
27:36Magdeburg, die Stadt der Jungfrauen.
27:38Und hier ist es Tilli, der jetzt die Jungfrau, die sich vorher selbst dem Kaiser versagt hat, ins Bett zwingt und mit der magdeburgischen Bluthochzeit endgültig ihrem Widerstand bricht.
27:53Wie durch ein Wunder bleibt der berühmte Dom von den Flammen verschont.
27:57Einige tausend Menschen haben sich während der Erstürmung Magdeburgs in Todesangst hierher geflüchtet.
28:10Sie überleben, weil der Domprediger Reinhard Barke um ihre Verschonung bittet.
28:19Bis heute wird er dafür im Dom geehrt.
28:27Magdeburgisieren. Seither ein stehender Ausdruck für die gnadenlose Vernichtung einer Stadt.
28:45Peter Hagendorf wird bei der Erstürmung Magdeburgs schwer verwundet.
28:49Ich bin vorne quer durch den Bauch und durch die Achseln durchgeschossen worden.
28:59Die eine Kugel ist noch im Hemd gelegen. Die andere steckte im Fleisch.
29:04Das ist meine Beute gewesen.
29:08So bin ich in meine Hütte gebracht worden.
29:11Albtot.
29:11Peter Hagendorf überlebt.
29:16Dank einer rabiaten, aber manchmal schon erfolgreichen Chirurgie.
29:24Am Institut von Professor Michael Stolberg an der Universität Würzburg untersuchen Wissenschaftler,
29:30was die Wundärzte des Dreißigjährigen Krieges zu leisten vermochten.
29:34Nicht nur die Sammlung medizinischer Geräte aus dem 17. Jahrhundert ist aufschlussreich für die Forscher.
29:49Auch die detailreich bebilderten Lehrbücher lassen genaue Rückschlüsse auf anatomische Kenntnisse
29:55und Behandlungsmethoden der damaligen Ärzte zu.
29:58Die schwierigsten Verletzungen waren Geschosswunden.
30:05Das heißt Kanonenkugeln, aber auch einfache Musketenkugeln, die oft noch Pulver dran hatten,
30:11möglicherweise auch noch Kleiderfetzen, die dazu geführt haben, dass das Gewebe stark zerstört war,
30:17dass sehr schnell Wundbrand entstehen konnte.
30:19In dem Fall blieb häufig nur noch die Amputation.
30:22Gesickte Chirurgen konnten das in wenigen Minuten machen, zwei, drei Minuten.
30:26Dazu zielte zunächst ein bogenförmiges Messer, mit dem man um das Glied herumging, etwa den Oberschenkel,
30:33und mit diesem Instrument die Weichteile durchtrennte.
30:37Man hat dieses Messer in der Regel zum Glühen gebracht, zumindest sehr heiß gemacht,
30:41was dann auch der Blutstellung diente.
30:43Wenn man dann bis zum Knochen vorgedrungen war, nahm man eine Knochensäge
30:48und sägte den Knochen auch wiederum sehr schnell durch.
30:52Den Chirurgen standen bereits hochspezialisierte Präzisionsinstrumente zur Verfügung.
30:59Sogar Schädeloperationen wurden damit durchgeführt.
31:02Es gab tatsächlich eine ganze Reihe von schmerzstillenden Mitteln,
31:13etwa Opium, Schierling, Mandragora, andere Mittel,
31:17die allerdings teilweise sehr schwer zu dosieren waren,
31:20die aber durchaus eine sehr gute Wirksamkeit hatten.
31:23Insbesondere bei Operationen allerdings war die Wirkung wohl in der Regel nicht ausreichend.
31:28Wenn man alte Abbildungen anzieht, hat man den Eindruck,
31:31die Menschen ertragen die Operationen mit größter Gelassenheit.
31:35Aus Beschreibungen wissen wir, dass drei bis vier Menschen in der Regel notwendig waren,
31:38um den betreffenden Patienten festzuhalten während der Operation.
31:43Noch ist kein Ende der Leiden in Sicht.
31:52Magdeburg ist ein Tiefpunkt dieses Krieges.
31:55Zerstörungen und Exzesse gibt es aber auch in Höxter, Zwickau, Landshut,
32:02in Heidelberg und Weiblingen und in vielen anderen Städten.
32:09Und manches Dorf verschwindet ganz von der Landkarte,
32:14wie Goldberg im heutigen Sachsen-Anhalt.
32:16Soldaten haben es geplündert und niedergebrannt.
32:24Was aus seinen Bewohnern wurde, ist nicht überliefert.
32:31Wie Goldberg ergeht es auch anderen Orten im Dreißigjährigen Krieg.
32:36Sie werden aufgegeben und im Lauf der Zeit von der Landschaft verschluckt.
32:41Wüstungen nennt sie die Wissenschaft.
32:4314 Jahre dauert der Krieg bereits, als er auch die kleine Stadt Schwabach in der Nähe von Nürnberg erreicht.
33:01Am 1. Juli 1632 setzt eine kaiserliche Armee zum Sturm auf die Mauern an.
33:07Alle sind an diesem Sonntag in der Kirche, als die Turmwache Alarm bläst.
33:16Anna Wolf ist Zeugin der Ereignisse.
33:20Die angesehene Müllerin hat ein Tagebuch hinterlassen.
33:23Darin beschreibt sie die Eroberung ihrer Heimatstadt durch die Truppen General Wallensteins.
33:28Ein weiterer Bericht des Schreckens.
33:40Es ist ein Geschrei gewesen und ein unbeschreiblicher Jammer.
33:45Die Leute sind auf der Gasse hin und her gelaufen und haben nicht gewusst, wo sie vor Angst bleiben sollen.
33:50Die Tatkräftige junge Schwabacherin, die alleine eine Mühle betreibt, verhilft weiteren Frauen zu einem Versteck.
34:13Denn unentdeckt zu bleiben ist die einzige Möglichkeit, Tod oder Vergewaltigung zu entgehen.
34:21Das evangelische Schwabach hat sich geweigert, den kaiserlichen Truppen die Tore zu öffnen.
34:29Das wird der Stadt zum Verhängnis, denn die Bewohner können jetzt keine Gnade mehr erwarten.
34:34Sabine Weigand hat als Historikerin die damaligen Ereignisse rekonstruiert.
34:44Es ist in Schwabach so, dass wir einen wunderbaren Augenzeugenbericht haben, eben dieser Anna Wolf,
34:50die beschreibt, wie die Frauen auf den Straßen vergewaltigt werden, zum Teil natürlich auch umgebracht werden.
34:57Man versucht immer die Frauen zu verstecken. Anna Wolf selber hat sich ja mit noch ein paar weiteren jungen Frauen im Taubenschlag versteckt in ihrer Mühle.
35:09Und ich bin selber in meiner Mühle oberst in einem verborgenen Taubenschlag gesteckt.
35:14Fünf Tage haben wir uns nicht aufrichten können.
35:18Die Kugeln sind rüber und rüber gesauselt.
35:21Doch Gott hat uns behüht.
35:27Dann kommt das Warten, ohne zu wissen, wie es weitergeht.
35:37Die erdrückende Angst vor Vergewaltigung und Tod.
35:46Aus ihrem Versteck versucht Anna Wolf zu beobachten, wie es den anderen Frauen auf der Straße ergeht.
35:57Die Weibsbilder, die sie gefunden haben, wurden geschändet, bepeinigt, hin und her geschleift und übel mit ihnen verfahren.
36:07Die Vergewaltigungen werden oft öffentlich durchgeführt.
36:16Also das heißt, sie passieren nicht in der Scheune oder im Abseits, sondern sie passieren auf den großen Plätzen am Dorf.
36:23Und die Bauern und Knechte des Dorfes, die sind gezwungen zuzusehen.
36:27Und sie werden damit gedemütigt, dass sie eben ihre Frauen, ihre Mädchen nicht schützen können.
36:33Damit kommt sozusagen nach damaligem Kriegsrecht die große Frage auf, sind Vergewaltigungen erlaubt oder nicht erlaubt.
36:40Darüber wird sehr intensiv diskutiert.
36:42Die Regel ist, die sind natürlich nicht erlaubt, weil sie nur sexuelle Lust befriedigen.
36:47Aber wenn man sieht, dass eben diese öffentliche Vergewaltigung, die die Demütigung der Männer, der Besiegten zeigt,
36:54das wiederum wäre im Krieg erlaubt.
36:59Das Martyrium von Schwabach ist noch nicht zu Ende.
37:03Wie man geplündert hat, so ist ein Zetergeschrei gewesen.
37:09Und ein Jammer über Jammer, das war nicht auszusprechen.
37:14Da haben sie in den Häusern alles weggenommen.
37:16Truhen und Schränke über und über gestürzt und zerschlagen.
37:20Die Betten ausgeleert und das Vieh niedergeschlagen.
37:23Fünf Tage lang müssen Anna Wolf und ihre Leidensgenossinnen fürchten, entdeckt zu werden.
37:38Denn auf der Suche nach lohnender Beute durchstöbern die Söldner auch die letzten Winkel der Häuser.
37:43Die Frauen haben Glück. Sie bleiben unentdeckt.
37:51Man muss sich ja vorstellen, die Landsknechte, die bekommen ja nur ein Grundgehalt sozusagen.
38:00Und ein Teil ihres Lohns ist die Plünderung.
38:04Und je nachdem, wie lange sie plündern dürfen, desto mehr verdienen sie und können es dann später weiterverkaufen.
38:10Das ist also ein richtiger Handel, der da stattfindet.
38:13Wir wissen, dass im Wallensteinischen Lager dann Kaufleute aus Neumarkt waren mit Wägen.
38:18Und die haben dann alles, was die Landsknechte in Schwabach erplündert haben.
38:22Mobiliar, Bettwäsche, Silberbesteck. Die haben das dann für einen guten Preis gekauft.
38:29Die Armee braucht Häuser als Quartier für Soldaten.
38:33Deshalb wird Schwabach nur geplündert und nicht auch noch niedergebrannt.
38:38Glück im Unglück.
38:40Viele Schwabacher flüchten sich in die Kirche.
38:47Aber die Besatzer machen aus der Zuflucht ein Gefängnis für die Bewohner.
38:55Sie wurden hier eingesperrt. Also man ließ sie auch nicht hinaus.
38:59Und das fünf Tage lang. Sie bekamen keinerlei Versorgung, kein Wasser, kein Brot.
39:05Und man kann sich vorstellen, wenn hier hunderte von Leuten in der Kirche sind,
39:08wie es dann hier aussieht, wie es hier riecht, wenn jeder seine Notdorfe richtet.
39:12Es sollen angeblich schon in der Kirche Menschen gestorben sein, verhungert, irgendwie auch aus Panik zugrunde gegangen.
39:20Anna Wolf überlebt nicht nur, sie wird sogar zur Heldin von Schwabach.
39:29Der Bürgermeister, der zur Verteidigung der Stadt aufgerufen hatte, schwebt in Lebensgefahr.
39:35Die Sieger drohen ihn zu vier Teilen und seine Reste über die Stadtmauer zu werfen.
39:39Anna Wolf versteckt ihn und seine Frau in ihrer Mühle.
39:46Da habe ich zu den Leuten gesagt, die Bauern hätten ihn in einem Fass nach Regensburg gebracht.
39:52Das Gerücht war bald in der ganzen Stadt.
39:54Da hat man nimmermehr nach ihm gefragt.
39:56Es hat geheißen, besser neunmal verdorben als einmal gestorben.
40:12Anna Wolf, die Müllerin, ist in Schwabach bis heute unvergessen.
40:21Nach acht schrecklichen Wochen ziehen die Soldaten wieder ab.
40:26Oberbefehlshaber der Truppen, die Schwabach eingenommen haben, ist Albrecht von Wallenstein.
40:35Der bekannteste unter den Kriegsunternehmern, die damals Karriere machen.
40:44Mit eigenem und geliehenem Geld finanziert er ganze Heere.
40:49Ein Warlord, der auf eigene Rechnung Krieg führt.
40:52Seine Truppen stellt er dem Kaiser zur Verfügung und rettet ihn damit mehrfach aus militärischer Bedrängnis.
41:07Wallenstein entwickelt ein System von Abgaben, die die besetzten Städte und Gebiete an ihn zahlen müssen.
41:14Nach der Devise, der Krieg ernährt den Krieg.
41:17Dadurch, dass der in dieser Weise dieses riesige Heer dem Kaiser zur Verfügung stellte und selbst gleichzeitig das Heer finanzierte,
41:28machte er sich für den Kaiser vollkommen unentbehrlich und machte den Kaiser von sich abhängig
41:33und wurde dadurch vor den Kaiser und auch für die anderen Reichsfürsten zu einer unkalkulierbaren Gefahr.
41:41Wenn der Kaiser nicht zahlen kann, verleiht er Wallenstein Ländereien und fürstliche Würden.
41:47Das weckt Missgunst.
41:53Mitten im Krieg wird Wallenstein Opfer einer Verschwörung. Seine eigenen Offiziere ermorden ihn.
42:01Seit über 15 Jahren wütet jetzt der Krieg. Niemand ahnt, dass er nochmal so lange dauern wird.
42:09Seine Schrecken erreichen schließlich auch Hans Heberle.
42:12Wir müssen weg. Pack alles zusammen. Vater, steh auf. Die haben den Nachbarn schon erschlagen.
42:22Steh auf, komm.
42:24Überall in Deutschland müssen Menschen Haus und Hof verlassen, um das nackte Leben zu retten.
42:29Peter Hagendorf hat die schwere Verletzung von Magdeburg überlebt.
42:45Er bleibt Soldat. Das ist das Einzige, was er gelernt hat.
42:50Vor ihm liegen noch viele schwere Kriegsjahre.
42:54Untertitelung des ZDF für funk, 2017
Schreibe den ersten Kommentar