- vor 6 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
00:30Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
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03:41Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
03:43Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
03:45Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
03:47Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
03:48Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
03:49Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
03:53Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
03:55Die Sendung wurde vom NDR live untertitelt.
03:57Mein Name. Auch wenn es genauso geschrieben wird, nicht wie der Musiker.
04:00Trompetter.
04:04Herr Trompetter, Sie sind in Berlin geboren.
04:06Ja.
04:07In Mossach aufgewachsen.
04:09Genau.
04:10Noch Kontakte da?
04:11Die Jungs vom Basketball. Ab und zu sehen wir uns auf ein Bier.
04:15Berufskollegen darunter?
04:17Nee.
04:19Und in der Familie?
04:21Auch nicht.
04:24Leben Sie in einer Beziehung?
04:26Nein. Und Sie?
04:27Hören Sie, warum ich mich beworben habe? Warum ich gerne hierher kommen würde?
04:35Das alles, das interessiert Sie so gar nicht?
04:38Doch, doch, doch. Das haben Sie mir ja liebenswürdigerweise alles aufgeschrieben.
04:48Paul?
04:50Die Tochter vom Landauer ist tot. Wahrscheinlich Selbstmord. Der Dauerdienst will übergeben.
04:55Herr Hauptkommissar Böhmer.
04:58Hallo.
04:59Worauf warten Sie?
05:15Morgen.
05:16Morgen.
05:16Morgen.
05:16Morgen.
05:16Morgen.
05:16Morgen.
05:16Danke.
05:18Sie haben die Leiche schon weggebracht.
05:22Ja, hätte man sie vielleicht liegen lassen sollen, bis irgendwann die Mordkommission vorbeikommt.
05:26Vor allen Leuten. Die Tochter vom Landauer.
05:28Zeugen?
05:29Die zwei daheim gesehen, wie sie morgens um sechs zum Taxi heimkommen ist.
05:34Ein paar Minuten später ist sie vom Balkon runtergefallen.
05:37Welcher Balkon?
05:38Ganz oben. Sieht man nicht. Dazwischen hat keiner was bemerkt. Hat auch keiner anaufgehört.
05:43Die Anwohnerbefragung läuft und in die Mülltonnen schauen wir auch noch rein. Keine Sorge.
05:47Mülltonnen?
05:48Ah, Jan Trompeter. Neu in der Abteilung. Trompeter. Sein Name. Nicht wie der Musiker, auch wenn es genau so geschrieben wird.
05:58Hallo.
05:59Kim Landauer, 24, Studentin an der Deutschen Journalistenschule, hat da alleine gewohnt.
06:18Sie machen das.
06:20Wohnung gehört dem Vater Landauer Misha, dieser Promiwirt.
06:24Keine Einbruchspuren, keine Kampfspuren, kein Hinweis auf Fremdeinwirkungen.
06:30Möglich, dass es einen Täter gibt und sich ihn reingelassen hat? Oder dass er schon in einer Wohnung war?
06:37Irgendwelche Schlüssel?
06:39Laut Hausmeister gibt es vier Original-Schlüsselsätze.
06:42Den Satz, also Haustüre, Wohnungstüre, den sie benutzt hat, inklusive ein paar Ersatzschlüssel haben wir auf der Ablage gefunden.
06:50Zwei Sätze fehlen.
06:51Abschiedsbrief oder sowas?
06:52Nein.
06:53Und deswegen war es Mord, oder?
06:55Nein.
06:56Die Fakten sind mir an sich.
06:58Ah, gehört dann zu den Fakten auch, dass sie vermutlich alkoholisiert war. Wäre ja nicht der erste Kurzschluss in so einem Zustand.
07:04Aus der Flasche, da hat sie auch noch getrunken.
07:06Und unten auf der Straße haben wir Scherben gefunden, die zu den Gläsern in der Wohnung passen.
07:10Ah, sie springt mit dem Glas in der Hand vom Balkon und prostet der bösen Welt im Sturzflug nochmal zu.
07:15Frau Landauers Handy, könnte ich das bitte haben?
07:18Nein, Handy haben wir keins gefunden.
07:20Und Ihr Laptop?
07:22Laptop auch nicht.
07:23Danke.
07:24Ach, lassen Sie bitte alles, was nicht in die KTO muss, wie Sie es vorgefunden haben, ja?
07:36Suchen Sie den Taxifahrer, der Kim Landauer hergefahren hat.
07:38Und finden Sie heraus, wo sie vorher war. Und wir brauchen den Handygaten. Am besten auch den Mailverkehr. Wenden Sie sich an den Netzbetreiber.
07:45Meine Handynummer steht drauf. Sehen Sie zu, dass Sie Ihre Sachen schnell zu uns rüberkriegen. Und holen Sie Ihren Wagen. Beinen brauche ich selbst.
07:52Nicht klingeln!
08:02Oh, Entschuldigung. Ich würde ganz gern mal deinen Papa sprechen.
08:07Der schläft.
08:09Deine Mama?
08:10Die arbeitet.
08:11Und du? Bist du gar nicht in der Schule?
08:14Tonsillitis.
08:15Was?
08:16Heißentzündung.
08:17Aha. Ich bin übrigens der Jan. Wie heißt denn du?
08:21Blumenberg.
08:22Blumenberg.
08:23Du bist immer so lieb und wächst dein Papa?
08:27Nee, der hat die ganze Nacht gearbeitet.
08:29Verstehe ich. Aber es ist ganz doll wichtig.
08:32Nee.
08:33Doch.
08:34Ey, Blumenberg.
08:36Hallo.
08:37Hey.
08:38Blumenberg.
08:39Ich bin von der Polizei.
08:41Ey.
08:42Das ist wichtig.
08:44Du.
08:45Hey.
08:46Ich kann mich an die Frau erinnern. Sie wollte bei mir einsteigen vor dem Club.
09:11Welcher?
09:12Das Mikado.
09:14Irgend so ein Typ hat dann hier rumgezerrt, total rumgebrüllt. Er wollte sie nicht gehen
09:18lassen.
09:19Die Club Security stand praktisch daneben.
09:21Und hat nichts in deinem Arm?
09:23Ich bin ausgestiegen und habe ihr geholfen.
09:25Sie haben den Typen gesehen, mit dem sie Streit hatte?
09:29Ja, etwa im selben Alter. Besoffener Geldsack wie alle.
09:44Ich bin von der Frau.
09:45Ich bin von der Frau.
09:47Ich bin von der Frau.
09:48Ich bin von der Frau.
09:53Ich bin von der Frau.
09:55Ich bin von der Frau.
09:56Ich bin von der Frau.
09:58Morgen, Herr Landauer.
10:00Sie?
10:01Was wollen Sie denn?
10:03Können wir irgendwo unter vier Augen reden?
10:04Was wollen Sie denn?
10:07Können wir irgendwo unter vier Augen reden?
10:09Ach, mehr Pfeffer.
10:14Rufen Sie meinen Anwalt an.
10:16Die Nummer haben Sie ja noch.
10:24Ihre Tochter ist heute Morgen vom Balkon Ihrer Wohnung gestürzt.
10:27Sie war sofort tot.
10:32Nicht Unsinn.
10:34Wir haben doch gestern Abend miteinander telefoniert.
10:39Wir sind nachher zum Essen verabredet.
11:01Wir sind nachher zum Essen verabredet.
11:03Herr Heider aus dem Mikado-Club?
11:22Ja.
11:22Sie kennen diese Frau, Kim Landauer.
11:27Die hatte Streit heute Morgen.
11:28Mit wem?
11:29Was für ein Streit?
11:29Woher soll ich das wissen?
11:30Sie daneben standen am Eingang?
11:33Mir wird kalt.
11:33Ich muss jetzt laufen.
11:35Warum hast du dir nicht geholfen?
11:36Loslassen.
11:37Loslassen.
11:37Der Typ ein Freund von dir.
11:38Das ist ein Arschloch.
11:40Das ist ein Riesen-Arschloch.
11:41Hat das Arschloch noch einen Namen?
11:42Ja.
11:43Florian Koch.
11:44Oder Berufssohn.
11:47Aber mit dem will ich mich nicht anlegen.
11:49Mit dem sein Vater ist Politiker.
11:52Noch was?
11:53Danke.
12:00Kim hat sich nicht umgebracht.
12:01Wir wissen nicht, ob es Selbstmord war.
12:09Sie war fast mit dem Studium fertig.
12:13Aber voller Pläne.
12:15Da bringt man sich doch nicht einfach um.
12:19Pläne?
12:22Tausend Pläne.
12:23Millionen Pläne.
12:23Sie konnte es gar nicht abwarten, loszulegen.
12:28Bei einer Zeitung oder beim Fernsehen oder...
12:33Sie hat recherchiert.
12:36Geschrieben.
12:37Ununterbrochen.
12:37Kehr aufhättet.
12:39Ununterbrochen.
12:42Ich will die gucken.
12:53Hatte sie keine Freunde?
12:56Nichts Festes.
12:59Ich habe keine Gewachse gewesen von diesen Nicht-Pubis.
13:08Jemand hat sie umgebracht.
13:10Das wissen Sie doch.
13:13Wer, Herr Landauer?
13:14An wen denken Sie?
13:19Haben Sie je wieder was von Horscheck gehört?
13:22Ja.
13:23Das ist doch seltsam, oder?
13:27Schließlich haben Sie seinen Sohn ins Gefängnis gebracht.
13:30Nein.
13:31Sie haben den ins Gefängnis gebracht.
13:35Herr Landauer, falls irgendwas vorgefallen ist, muss ich das wissen.
13:44Bitte, Misha.
13:45Machen Sie keine Dummheiten.
13:50Nimm Horscheck unter die Lube.
13:52Walter Horscheck unter den Jungen.
13:53Mit dem Vater natürlich.
13:55Der Junge sitzt im Knast.
13:56Die ganzen letzten Tage.
13:57Ich will genau wissen, wo er war und was er getan hat.
14:00Vor allem heute Morgen.
14:01Und dann bring ihn ins Präsidium.
14:03Hat er was mit Landauers Tochter zu tun?
14:05Ich fahre jetzt zur Steinbeck in die Rechtsmedizin.
14:06Ruf mich an, wenn du was hast, ja?
14:07Genickbruch.
14:21Auf den ersten Blick Suizid, aber das hier gefällt mir nicht.
14:24Beginn der Hämatome.
14:26Noch nicht richtig ausgebildet.
14:27Das wäre etwa in Höhe einer Balkonbrüstung.
14:30Ja, aber wer drückt sich schon selbst vorher gegen das Geländer, bevor er springt?
14:34Noch was?
14:34Material unter den Fingernägeln, auch Gewebereste, muss noch ins Labor.
14:39Das heißt, sie könnte sich auch gewehrt haben?
14:41Ja.
14:41Ja.
14:41Trompetter hier.
14:49Wir haben einen Verdächtigen, Florian Koch.
14:51Der Sohn von dem Politiker.
14:53Schickt mir die Adresse aufs Handy.
14:55Komm nach, sobald ich kann.
14:57Ich stehe direkt vor der Tür.
14:58Ich kann schon mal anfangen.
14:59Die Bahn.
15:00Okay, gut.
15:01Bundeskriminalamt, Objekt- und Personenschutz.
15:14Was machen Sie hier?
15:15Arbeiten.
15:17Ausweis.
15:18Hast du sonst selbst schon was vor?
15:26Ich möchte mal wieder ins Kino.
15:29Wieder mal Stress mit Sarah?
15:31Ich möchte ins Kino.
15:32Was hat denn das mit Sarah zu tun?
15:34Na ja.
15:35Ehrlich gesagt habe ich da mehr an dich gedacht.
15:38Wenn ich dich nicht ans Händchen nehme, kommst du gar nicht mehr vor die Tür.
15:40Life is short, sweetie.
15:43Du weißt nie, wann du bei mir landest.
15:44Ich auf einem deiner Tische nackt.
15:46Vergiss es.
15:46Ich höre.
15:53Bin sofort da.
15:56Tschüss.
15:59Lanz, wir haben telefoniert.
16:01Granolt, der Kollege konnte sich nicht ausweisen.
16:04Als wir die Personalien überprüfen wollten, zeigte er sich nicht kooperativ.
16:09Ja, bin ich eigentlich ein Top-Terrorist oder was?
16:11Nachdem die Identität des Kollegen jetzt geklärt ist, können Sie ihm die Handschellen sicher abnehmen.
16:15Die Tätlichkeit bleibt.
16:18Herr Trompeter war in meinem Auftrag hier, um eine wichtige Ermittlung durchzuführen.
16:22Aber wie ich sehe, ist er gewaltsam daran gehindert worden.
16:25Ich weiß ja nicht, wie Ihre Vorgesetzten oder der Staatsanwalt das beurteilen.
16:29Aber ich für meinen Teil werde mich genau erkundigen müssen, ob es sich dabei nicht um Strafvereidlung im Amt handelt.
16:34Nehmen Sie ihm die Handschellen ab, bitte.
16:45Ich schätze, ich muss dazu jetzt nichts sagen, oder?
16:50Standen Sie mir etwa auf den Hintern?
16:51Ja, aber notgedrungen.
16:53Ich frage mich gerade, ob das Ding da auf Ihrem Hintern, ob das zu Ihrem Stil gehört oder ob das eher ein Problem ist.
16:57Herr Koch, Sie hatten Streit mit Kim Landauer. Heute am frühen Morgen. Worum ging's dann?
17:17Sie hat Schluss gemacht.
17:20Sie waren ein Paar.
17:23Es war alles okay, es lief fantastisch.
17:25Und plötzlich macht sie Schluss einfach so.
17:27Als würde sie einen Tisch abbestellen, den sie nicht mehr braucht oder sowas.
17:30Ich wollte mit ihr reden, aber sie wollte nicht.
17:32Da bin ich ausgerastet, ich weiß.
17:35Ich war fertig.
17:37Ich hab's nicht kapiert, ich kapier das immer noch nicht.
17:40Und dann?
17:41Nachdem Sie weg war?
17:43Hab ich mich ins Auto gesetzt und bin durch die Gegend gefahren.
17:45Haben Sie Schlüssel von Frau Landauers Wohnung?
17:49Nein.
17:50Warum wollen Sie das alles wissen?
17:51Kim Landauer ist heute Morgen vom Balkon gestürzt.
17:55Was?
18:00Das kann nicht sein.
18:03Warum sollte sie sich umbringen?
18:06Von Selbstmord hab ich doch gar nichts gesagt.
18:10Kannten Sie Kim Landauer auch, Frau Koch?
18:12Sie war oft hier in den letzten Monaten.
18:16Letzte Woche noch haben Kim und Florian uns auf einem Empfang in der Staatskanzlei begleitet.
18:21Sie mochten sie.
18:24Ja.
18:25Sehr.
18:26Herr Koch, wir haben weder Kim Landauers Handy gefunden, noch Ihren Rechner oder irgendwelche
18:36anderen Speichermedien.
18:38Können Sie sich das erklären?
18:41Haben Sie eine Idee, wo die Sachen sein können?
18:43Ich weiß es nicht.
18:44Willst du nicht endlich Willfried anrufen?
18:49Ja, ich glaube, ich würde tatsächlich jetzt gern meinen Mann anrufen.
18:52Wir sind auch schon fertig.
18:53Danke.
18:54Danke für Ihre Geduld.
18:56Darf ich?
18:59Wir müssen nicht lächeln, aber es schadet auch nicht.
19:04Sehr gut.
19:05Danke.
19:06Wir finden allein hinaus.
19:07Lassen Sie sich von Ihren neuen Freunden da drüben bestätigen, wann Florian Koch zu Hause war.
19:23Ich schicke Ihnen das Foto.
19:25Die Zeugen von heute Morgen sollen sich's ansehen.
19:27Und Sie reden am besten mit jemandem von der Journalistenschule, auf der Kim Landauer war?
19:31Ich fürchte, das müssen Sie erledigen.
19:34Ja, ich muss zurück aufs Präsidium, da wartet ein Verdächtiger auf mich.
19:38Wer denn?
19:39Später.
19:40Walter Horschek?
19:42Wäre naheliegend.
19:44Undurchsichtiger Business-Typ aus Wien, beste Kontakte zur Halbwert, reichlich Kohle.
19:48Horschek hat in den Starköch Landauer investiert, ihn zur Marke gemacht.
19:53Wo haben Sie das her? Aus dem Wirtschafts- oder aus dem Klatschteil?
19:57Horscheks Sohn hat in München seinen Kuxi-Lei erschlagen und ist dann zu seinem Vater geflüchtet.
20:02Zufälligerweise war Landauer dort und hat Horscheks Sohn ein Alibi gegeben.
20:05Am Anfang.
20:06Bis Sie ihn davon überzeugt hatten, die Wahrheit zu sagen.
20:10Man muss doch wissen, wo man sich bewirkt.
20:11Hallo?
20:25Auseinander!
20:26Herr Horschek, die Waffe!
20:32Herr Horschek!
20:36Oh, Martin, das gibst du mir.
20:39Vera, ich bin's.
20:40Ich bin beim Horschek.
20:43Ich dachte, das soll das ganz schnell mal herkommen.
21:03Ist gut?
21:03Was haben wir denn sagen hier?
21:05Gott sei Dank bin ich rechtzeitig aufgetaucht.
21:07Und die habe ich im Horschek abgenommen.
21:09Frau Kommissar.
21:12Wie weit sind Sie wieder zu sehen, charmant?
21:14Ich hoffe, Sie haben einen Waffenschein dafür.
21:17Einen, der auch in Deutschland gültig ist.
21:19Wer geht Sie?
21:21Selbstverständlich.
21:26Was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, hm?
21:29Irrberes.
21:30Ich werde überfallen und verletzt und Sie setzen mich hier fest?
21:46Frau Kommissar, wir könnten doch auch anders Zeit miteinander verbringen.
21:54Hm?
21:54Ich werde noch keine Anzeige erstatten.
21:58Rache ist nicht mein Stil.
22:02Mein Sohn hat verdient, was er bekommen hat, für seine Dummheit.
22:05Es wäre zwar besser gewesen, Mischa hätte den Mund geholfen, aber es ging nicht um sein Kind.
22:11Das nehme ich ihm nicht übel.
22:13Und was nehmen Sie ihm übel?
22:19Ich will meinen Anteil am Landau.
22:22Und den kriege ich auch.
22:24Eine Anwälte wollen zwei Millionen.
22:26Und da geht es nur um den bisherigen Schaden.
22:30Das Weitere wird sich finden.
22:36Da gehe ich hin und schlage seine Tochter tot.
22:41Frau Kommissar,
22:45Sie misstrauen meinem Geld.
22:46Sie halten mich für einen Widerling.
22:50Und ich hätte gerne die Gelegenheit, Ihnen das Gegenteil zu beweisen.
22:53Aber Sie halten mich nicht für dumm.
22:57Nein.
22:58Keineswegs.
22:59Ganz im Gegenteil.
23:01Das würde doch niemand vermuten.
23:04Der perfekte Zeitpunkt, um eine persönliche Rechnung zu begleichen.
23:11Ja?
23:14Was gibt's?
23:15Die Dozentin von Frau Landauer wäre da.
23:19Herr Horschek?
23:23Ja, sie hat regelmäßig Artikel untergebracht.
23:31Bemerkenswert viele für eine Studentin.
23:33Aber es ist ja kein Wunder bei den Informationen, zu denen sie Zugang hat.
23:37Sie meinen, sie hat die Kontakte ihres prominenten Vaters genutzt?
23:40Ausgenutzt?
23:41Sie hat damit gearbeitet.
23:43Das ist kein Nachteil, wenn man das kann in München.
23:46Man kann jemanden aber auch schnell auf die Füße treten in München.
23:49Ja, durchaus.
23:51An was hat sie denn gerade gearbeitet?
23:53Ein Artikel über den Verkauf von bundeseigenen Grundstücken.
23:56Ist eher untypisch für Kim.
23:58Ist ein Wirtschaftsthema.
24:00Aber sie schien an irgendwas Großem dran zu sein.
24:03Wie kommen Sie darauf?
24:04Kim hat ihre zukünftigen Erfolge gerne deutlich angekündigt.
24:09Selbst Marketing, das ist Standard bei dieser Generation.
24:13Angeblich hat sie an einer großen Story gearbeitet.
24:16Das Ticket für einen Traumjob.
24:17Was denn?
24:19Da wird nur vornehm gegrinst.
24:21Gehört auch zum Spiel.
24:23Gefällt ihnen nicht?
24:25Spielt das eine Rolle?
24:27Richtig ist, was Erfolg hat.
24:31Du übernimmst jetzt Horstek.
24:33Quetsch ihn aus.
24:34Soll ich ihm nur auf den Sack gehen oder suche ich was Bestimmtes?
24:36Sie glauben, Horstek hat nichts damit zu tun?
24:49Ich glaube, Sie können von Glück reden, wenn er sie nicht anzeigt.
24:52Sagt Ihnen der Name, Florian Koch, etwas?
24:58Der Sohn von Wilfried Koch.
25:00Ich kenne den Vater, wie man sich so kennt im München.
25:04Was meinen Sie damit?
25:05Deine Frau leitet eine Wohltätigkeitsstiftung, da bin ich im Stiftungsrat.
25:10Meritum Afrika-Heefe.
25:12Und der Sohn?
25:12Kim ist ein paar Mal mit ihm ausgegangen.
25:20War nicht der Typ.
25:28Warum fragen Sie?
25:30Hat er was damit zu tun?
25:32Nein, das sieht so aus,
25:34als ob sie ihn gestern Abend zufällig getroffen hat.
25:36Wir müssen einfach alle Kontakte überprüfen.
25:38Misha,
25:43Sie werden sich nicht mehr einmischen, sonst setze ich Sie fest.
25:57Hi Mama.
26:00Was macht ihr denn hier?
26:02Opa und ich wollten auf den Friedhof.
26:04Wir dachten, vielleicht kommst du mit.
26:06Nur eine Viertelstunde.
26:06Der Todestag deines Mannes.
26:13Wir haben darüber gesprochen, Sui.
26:14Ich hab dir gesagt, dass ich nicht mitkomme.
26:17Du weißt, dass ich nicht...
26:19Du weißt es, okay?
26:20Uns hat sich auch nichts daran geändert.
26:23Ich kann im Moment sowieso hier nicht weg.
26:25Tut mir leid.
26:27Schau mich nicht so an, du weißt, wie das läuft.
26:29Du warst lang genug bei der Truppe.
26:30Ich hab dir letzte Woche eine Mail geschrieben.
26:33Über die Firma, in der Andreas verdeckt eingesetzt war.
26:35Über seine Zielperson.
26:37Hat mich wieder Monate Arbeit gekostet.
26:39Tausend Gefälligkeiten, die mir alte Kollegen noch schuldig waren.
26:41Es geht um deinen Mann, Vera.
26:45Und du liest das einfach nicht.
26:47Ich hab deine Mail gelesen.
26:49Und warum antwortest du mir nicht?
26:52Warum behandelst du mich wie einen verkalkten Idioten, der Gespenster sieht?
26:55Weil es vier Jahre her ist.
26:57Vier verdammte lange Jahre seit heute.
27:01Andreas ist tot.
27:02Du machst ihn nicht wieder lebendig, wenn du in der Vergangenheit rum willst.
27:08Entschuldigung.
27:27Alles gut.
27:29Ich hab mir diesen Florian Koch mal ein bisschen genauer angesehen.
27:5426 Jahre alt, Jurastudent.
27:58Hat keine Gelegenheit ausgelassen, um seinen Eltern Kummer zu machen.
28:01Und wirklich alles dabei.
28:02Von nächtlicher Ruhestörung über Körperverletzung bis zu sexueller Belästigung.
28:06Kommt nie was zur Anklage.
28:07Wilfried Koch muss auf sein Ansehen achten.
28:09Das ist doch unsere große bayerische Hoffnung in Berlin.
28:12Angeblich hat er mehr Einfluss als für mancher Minister.
28:15Kann man was meinen jetzt mit dem Rorschek?
28:17Also entweder kriegt er jetzt einen Anwalt oder ich kann schon mal anfangen, die Akten zu fälschen.
28:19Was denkst denn du?
28:21Den Landauer würde jederzeit platt machen, aber der Tochter tut da sowas nicht an.
28:25Dann lass ihn frei, aber behalt ihn im Auge.
28:31Lass ihn frei, weil der Kollege ihm das nicht zutraut?
28:35Der Kollege ist schon eine ganze Weile dabei, Herr Trumpeter.
28:38Ich kenne keinen besseren Bullen.
28:40Was ist mit Kim Landauers Handy und Maildaten?
28:42Bin noch nicht so weit.
28:43Die Bundesregierung verhandelt zur Zeit mit einem US-Immobilienfonds über den Verkauf bundeseigener Grundstücke.
28:51Lief nicht besonders gut, aber jetzt steht die Sache kurz vor dem Abschluss.
28:54Und wer glauben Sie verhandelt für Regierungsseite?
28:58Ne?
28:59Dr. Koch, Florian Kochs Vater.
29:02Da zwei Klicks im Internet und man weiß das.
29:04Erinnern Sie sich daran, was Frau Haller gesagt hat?
29:06Kim Landauer hat genau über solche Geschäfte geschrieben.
29:10Könnte es da vielleicht eine Verbindung geben?
29:11Dann bräuchte es nicht ein bisschen Senf auf die Wurst?
29:13Senf auf die Wurst?
29:14Mhm.
29:16Ich bin nicht an die Daten rangekommen.
29:18Der Provider besteht auf einer richterlichen Anordnung.
29:20Dann rufen Sie an beim Provider.
29:24Na los, jetzt.
29:25Und verbinden Sie den Zuständigen mit Ihrer Vorgesetzten.
29:36Frau Langer, Trumpeter nochmal, Kripo München.
29:39Meine Vorgesetzte, die würde Sie gerne nochmal sprechen.
29:42Frau Langer, Kriminalhauptkommissarin Vera Lanz, Kripo München, Dezernat 4, Kapitaldelikte.
29:48Ich müsste Sie als erstes bitte dringend um Diskretion bitten.
29:52Ja, ein Stichwort kann ich Ihnen schon mal nennen.
29:54Islamischer Extremismus?
29:57Ja, wir versuchen gerade einen Attentat im Großraum München zu vereiteln.
30:02Und deswegen brauchen wir auch ganz dringend diese Daten.
30:05Die richterliche Anordnung folgt natürlich.
30:07Frau Langer, Ihr Land ist Ihnen etwas schuldig.
30:13Ist der Herr Staatsanwalt da?
30:15Ja.
30:15Danke.
30:16Wir brauchen eine richterliche Anordnung für einen Netzbetreiber.
30:27Vollständige Datenfreigabe.
30:29Nachträglich natürlich.
30:32Natürlich.
30:36Wegen Terrorverdacht.
30:38Terrorverdacht?
30:40Ich dachte, du ermittelst wegen der Lern-Dauer-Tochter.
30:42Genau darüber reden wir.
30:43Und ich werde einen Durchsuchungsbeschluss brauchen.
30:47Für die Villa von Staatssekretär Gelfried Koch.
30:49Koch?
30:50Mhm.
30:51Was hat denn der damit zu tun?
30:53Nichts.
30:53Vorläufig.
30:54Sein ältester Sohn.
30:55Eventuell.
30:59Jünger Staatsanwalt kommt gleich.
31:00Wir sind in der Viertelstunde verabredet.
31:01Mhm.
31:02Das ist recht.
31:02Mhm.
31:02Mhm.
31:13Das gibt's doch nicht.
31:17Ich hab mir die Daten rübergeschickt, aber ich komm nicht ins System.
31:19Ja, hier kommt nix und niemand rein.
31:22Ins System.
31:24Wehra's Abteilung hat ein eigenes Netzwerk.
31:26Jeder Mitarbeiter braucht einen Zugang.
31:29Anscheinend hat sie ihn das Passwort nicht gegeben.
31:31Wozu braucht man denn ein eigenes Intranet im Polizeisystem?
31:34Hm.
31:35Mei.
31:36Wehra halt.
31:37Schätze, hast du liebe Gott, das Vertrauen verteilt hat, hat sie sich weggeduckt.
31:41Naja.
31:41Vielleicht vertraut sie ja nicht jedem.
31:43Ihnen jedenfalls nicht, wenn sie so weitermachen.
31:48Dieser Türsteher war da, den sie heute Morgen befragt haben.
31:53Sie hatten ganz schön schmal erzählt.
31:55Polizeigewalt, Amtsmissbrauch.
31:56Er wollte Anzeige erstatten.
31:59Ich hab ihm gesagt, dass er sich schleichen.
32:03Wehra weiß davon nichts.
32:05Und von mir aus kann das auch so bleiben.
32:10Danke.
32:10Von mir aus können Sie es Wirra ruhig erzählen.
32:13Kein Problem.
32:18Kannten Sie eigentlich Ihren Mann?
32:20Die Geschichte hat damals verdammt viel Wirbel gemacht.
32:27Er war mein Partner.
32:29Lange vor der Sache.
32:30Kollege Trompeter, wo finde ich den?
32:34Schon gefunden.
32:36Trompeter.
32:36Die Zeugen.
32:38Ah.
32:38Hallo.
32:39Super, danke.
32:41Gut, ich komme.
32:44Kochsohn hat gelogen.
32:46Nachweislich.
32:47Jetzt brauche ich den Durchsuchungsbeschluss.
32:48Muss das sein?
32:49Der sitzt in der Regierung.
32:51Ja.
32:52Es muss.
32:58Tag, Dr. Seitz.
32:59Wie geht's?
33:00Tag.
33:01Der Oberstaatsanwalt.
33:02Kommen Sie rein.
33:03Vielen Dank, na?
33:07Sie haben uns sehr geholfen.
33:08Dankeschön.
33:09Auf Wiedersehen.
33:09Schau.
33:13Die sind sich beide sicher.
33:15Florian Koch war heute Morgen vor dem Haus von Kim Landauer,
33:18nachdem sie hinuntergestürzt ist.
33:20Kurz darauf ist er in einen anthrazitfarbenen SUV gestiegen und weggefahren.
33:24Ich habe es überprüft.
33:25Seine Mutter ist genauso im Wagen zugelassen.
33:28Dann schauen wir uns da jetzt mal genauer um.
33:31Ich habe die Verbindungsdaten von Kim Landauer überprüft.
33:34Regelmäßige Verbindungen zu Florian Kochs Mobilnummer,
33:37zum Privatanschluss der Familie Koch und zum Handy von Liane Koch.
33:41Außerdem erscheint auf ihrer Liste eine geschützte Mobilnummer.
33:44Die Gebühren für diesen Anschluss zahlt eine Kostenstelle der Bundesregierung.
33:48Ein gutes Verhältnis zur ganzen Familie.
33:50Was will man mehr von deiner Schwiegertochter?
33:52Vielleicht, dass sie ein bisschen weniger rumschnüffelt.
33:54Mit den Mails bin ich noch nicht durch,
33:57aber ich glaube, sie hatten den richtigen Riecher.
33:59Sie hat verschiedene Mails an die Bundesvermögensverwaltung geschrieben
34:02und sich nach den Hintergründen für die Grundstücksverkäufer erkundigt.
34:05Sie ist am Vater dran.
34:09Lanz, ich brauche zwei Streifen.
34:11Danke.
34:12Was parlamentarische Immunität ist, wissen Sie.
34:38Und was ein Rechtsbruch ist, ich auch.
34:42Es ist Ihr Sohn, der diesen besonderen Rechtsschutz genießt, Frau Koch.
34:46Der Durchsuchungsbeschluss richtet sich gegen Ihren Enkel.
34:49Er gilt für alle Räume, die er bewohnt und gemeinschaftlich nutzt.
34:52In Ihrem Zimmer zum Beispiel hätten wir nichts verloren.
34:54Max?
34:56Er kennt das tote Mädchen gar nicht.
34:59Sie kannten Frau Landauer nicht?
35:01Doch, flüchtig.
35:02Was glauben Sie hier eigentlich zu finden?
35:06Vor allem die Wohnungsschlüssel von Kim Landauer.
35:08Hilfreich wäre es auch, wenn wir Ihr Handy und Ihren Laptop finden würden.
35:11Wo auch immer.
35:12Ihr Sohn hat zwar ausgesagt, dass er darüber nichts weiß,
35:16aber er hat heute schon einmal die Unwahrheit gesagt.
35:23Ich war da, ja.
35:25Ich bin nach dem Streit zu ihr gefahren.
35:26Ich wollte mit Kim reden.
35:27Aber da ist sie mir doch schon entgegen geflogen.
35:29Ich habe die ganze verdammte Scheiße mit angesehen.
35:30Warum haben Sie sich denn aus dem Staub gemacht?
35:33Warum haben Sie uns angelogen?
35:34Weil ich Angst hatte.
35:36Hat doch jeder unseren Zoff mitgekriegt.
35:39Aber ich war es nicht.
35:40Ich war nicht bei ihr oben.
35:42Und ich habe auch sonst nichts damit zu tun.
35:48Sie kannten Frau Landauer natürlich über Ihren Sohn, Herr Koch.
35:52Hatten Sie auch beruflich Kontakt mit ihr?
35:54Beruflich?
35:56Sie sind ein wichtiger Politiker.
35:58Sie war Journalistin.
36:00Angehende Journalistin.
36:02Hätte sie den privaten Kontakt nicht nutzen können?
36:10Bringen Sie Florian Koch bitte aufs Präsidium.
36:12Wir unterhalten uns dort weiter.
36:14Ruf Zeitz an.
36:15Der hat ja auch noch ein Wort mitzureden.
36:16Sie haben mit einem DNA-Test nichts zu verlieren, Herr Koch.
36:33Sie helfen uns nur, den Verdacht gegen Sie zu entkräften.
36:35Wenn das genetische Material, was wir an Kim Landauers Leiche gefunden haben, mit ihrer Vergleichsprobe nicht übereinstimmt, sind Sie aus dem Stein.
36:42Sie können es auch gerne selber machen.
36:45Einfach hier aufdrehen und mit der Wattespitze an der Mundschleimhaut entlangfahren.
36:57Nein.
36:58Sie brauchen eine richterliche Anordnung.
37:02Die würde ich gerne sehen.
37:04Jurastudent.
37:07Wovor haben Sie Angst, Herr Koch?
37:12Könnte ich Sie kurz sprechen?
37:13Sicher.
37:21Herr Oberstaatsanwalt.
37:22Kommen Sie weiter im Fall Landauer?
37:25Ich bin mir nicht sicher.
37:26Eventuell.
37:27Heißt das, wir haben Beweise, die für einen Haftantrag gegen Florian Koch ausreichen?
37:33Nein.
37:34Nein, ich denke nicht.
37:36Ich denke, wir sollten ihn jetzt gehen lassen.
37:38Ah.
37:39Na gut.
37:40Wiedersehen.
37:44Dr. Seitz hätte da noch eine Bitte.
37:49Ging es da zufällig um Diskretion?
37:51Ja.
37:53Sei wichtig.
37:55Diskretion.
37:57Ist er außer Verdacht, oder was?
38:20So einer kommt aus jeder Nummer raus, oder?
38:32Da ist er wieder.
38:36Danke.
38:38Du bist ein Schwein.
38:39Servus.
38:40Servus.
38:41Wir haben einen Verdächtigen, Carlo.
38:44Das könnte euer Aufmacher sein morgen.
38:45Der Sohn von Wilfried Koch.
38:46Exakt.
38:47Staatssekretär Koch.
38:48Also ich hätte den DNA-Test ja an seiner Stelle machen lassen.
39:02Von Ihnen auf jeden Fall.
39:03Von Ihnen auf jeden Fall.
39:07Und jetzt?
39:09Weitermachen.
39:10Dass die Beweise nicht ausreichen, war klar, aber jetzt haben wir die Enten in der Luft.
39:14Zum Weitermachen, da bräuchte ich dann allerdings einen Computer.
39:17Also einen, den ich benutzen kann und darf.
39:20Sie brauchen ein Passwort.
39:22Ja, theoretisch, theoretisch bräuchte man eins.
39:32Willst du dir den nicht aufreißen?
39:33So kommt man auch unter, Leute.
39:38So kommt man auch unter, Leute.
39:38Aber jetzt geht's dir auch darum.
39:55Oh, Gott.
40:04Ich höre.
40:34Ich bin mit Kim Landauers Mails durch.
40:38Da waren noch Zugangsdaten zu einem Online-Speicher.
40:41Sie musste Dokumente abgelegt und gesichert haben.
40:44Betonung auf der Vergangenheitsform.
40:46Es wurde alles gelöscht.
40:48Ja, heute Morgen. Und zwar komplett.
40:51Keine Viertelstunde nach ihrem Tod.
40:53Manchmal gibt es Kopien auf Spiegel-Servern, die erst nach einer Sicherheitsfrist gelöscht werden.
40:58Vielleicht haben wir ja Glück. Ich kümmere mich mal darum, ja?
41:01Danke.
41:04Danke.
41:34Danke.
41:36Danke.
41:37Danke.
41:38Danke.
41:40Danke.
41:41Danke.
41:42Danke.
41:43Danke.
41:45Danke.
41:46Danke.
41:47Danke.
41:48Danke.
41:50Danke.
41:51Danke.
41:52Danke.
41:53Danke.
41:58Hallo.
42:00Danke.
42:04Danke.
42:07Danke.
42:12Scheiße, Zoe.
42:32Mama?
42:43So, hast du kein eigenes Zimmer?
42:49Das war eigentlich nicht so geplant, das tut mir leid.
42:56Ja, ähm, andere Sachen plant ihr besser.
43:00Ach, was ist so schlimm daran, ne?
43:04Nichts, es ist einfach noch ein bisschen früh.
43:06Es ist noch ein Jahr hin bis zur Uni.
43:08Ja.
43:09Milan und ich wollen halt an dieselbe Uni, Mama.
43:11Dann müssen wir rechtzeitig wissen, was die für Bewerbungsbedingungen haben.
43:14Ja, ihr solltet auch gleich heiraten.
43:16Vielleicht gibt's ja Sonderkonditionen für Ehepaare an den Unis.
43:18Und vielleicht könnt ihr dann auch gleich euren Lebensabend planen.
43:21Ja, vielleicht.
43:22Oder ich fang auch eine Affäre an mit einem verheirateten Mann, der Kinder hat.
43:26Ist vielleicht besser, ne?
43:30Tschau.
43:36Och, Mama, du bringst dich um mit Fetten.
43:38Nein, nein, nein.
43:39Zoe, ich hab Risotto gekocht.
43:41Es muss nur einmal in die Mikrobälle.
43:47Übrigens, hast du Opa nochmal angerufen?
43:52Ich ...
43:56Nein.
43:59Hier.
44:03Och, Mama.
44:04Ruf ihn an.
44:05Ruf ihn an.
44:16Hallo Georg, Vera.
44:18Wie geht's dir?
44:22Ja, die hab ich gerade im Arm.
44:24Wunderschöne.
44:25How?
44:30Man.
44:31Wunderschöne.
44:32UNTERTITELUNG
45:02Du warst, das stimmt's?
45:18Was? Ich? Wie kommst du denn da drauf?
45:20Warst du deinem Freund Carlo wieder mal einen Gefallen schuldig?
45:22Oder brauchst du Geld für deine Noten?
45:23Wer soll's denn sonst gewesen sein, Paul?
45:25Ja genau, wer soll's denn sonst gewesen sein?
45:27Wen gibt's denn sonst noch, den du nur wie Scheiße behandelst?
45:30Wen sonst hältst du so klein, dass er bei jeder Beförderung übergangen wird?
45:34Wem außer mir setzt du ein Großmal vor die Nase, ohne ihn mir auch nur vorzustellen?
45:38Willst du mir jetzt Vorwürfe machen?
45:40Ich mach dir keine Vorwürfe, Vera. Ich stelle dir Fragen.
45:43Und ich stell dir noch eine. Warum?
45:45Weil ich mit Andreas zusammengearbeitet habe?
45:47Weil ich dich jeden Tag an ihn erinnere?
45:49Daran, was für ein verlogenes Arschloch dein Mann war?
45:55Du hast keine Ahnung, was damals passiert ist.
45:57Du hast ihn geliebt.
46:00Aber wusstest du wirklich alles von ihm?
46:07War das? War das dieser Scheißkerl?
46:10Kommen Sie erstmal in mein Büro. Ich mach Ihnen einen Kaffee.
46:12Ich will keine Kaffee!
46:13Kann ich Sie kurz sprechen?
46:15Bitte.
46:17Bitte!
46:22Was ist?
46:23Ich bin mein Kim Landauer aus Onlinespeicher herangekommen. Hat eine Weile gedauert, aber dann ging's.
46:28Eine ganze Menge Material.
46:31Ich hab's schon für Sie ausgedruckt.
46:33Ein Dossier über Kochs Frau.
46:35Es geht um die Stiftung, die Liane Koch leitet. Meritum.
46:38Frau Landauer hatte genug zusammen, um Meritum dicht zu machen.
46:41Absolutes Insider-Wissen.
46:44Auch irgendwas über Wilfried Koch und seine Grundstücksgeschäfte?
46:46Ja. Sie hatte sogar Zugang zu seinen Bankdaten. Woher auch immer.
46:51Aber alles sauber. Keine Bestechung, keine Vorteilsnahme, nichts.
46:54Jedenfalls hat sie nichts gefunden.
46:57Gab's in diesen Mails irgendeinen Hinweis darauf, dass sie in letzter Zeit öfter in Berlin war?
47:01Vier oder fünf Online-Flugbuchungen in den letzten Wochen, ja? Wieso? Woher wissen Sie das?
47:07Es lag in Ihrer Wohnung.
47:10Buko. Buko bei Berlin. Da hat doch Bertolt Brecht haufenweise Gedichte geschrieben und Frauen flachgelegt.
47:17Finden Sie raus, mit wem sie da war. Ich muss zurück zu Landauer, sonst zerlegt er noch mein Büro.
47:23Wir hatten das in die Zeitung gesetzt.
47:25Sie nicht.
47:27Hey, Ihre Nüsschen.
47:29Sie haben doch sicher noch nicht gefrühstückt.
47:32Ein bisschen wenig.
47:33Herr Landauer.
47:35Florian Koch ist frei. Ich habe ihn selbst gehen lassen.
47:40Na und, was heißt das schon?
47:42Horscheks Sohn konnten Sie am Anfang auch nicht nachweisen.
47:45Ich will wissen, was Sie glauben. Ist er schuldig, ja oder nein?
47:50Sie sagten, Sie unterstützen die Stiftung, die Liane Koch leitet. Meritum?
47:55Ja.
47:56Sie sitzen da im Gremium?
47:57Ja.
47:59Gab's da in letzter Zeit irgendwelche Probleme?
48:00Was hat denn das mit Kim zu tun?
48:03Es gab da ein paar Gerüchte über einen drohenden Skandal, ja.
48:07Ein AIDS Hospiz der Stiftung irgendwo in Ruanda ist von einem Pharmakonzern aus Basel mit großzügigen Spenden unterstützt worden.
48:13Und im Gegenzug dazu soll es angeblich Versuchsrein gegeben haben, die in Europa nicht zugelassen werden.
48:18Und?
48:20Ja, nichts und. Ich habe nie wieder was davon gehört.
48:23Haben Sie mit Ihrer Tochter darüber gesprochen?
48:26Ja, vielleicht ja. Wir haben über viel gesprochen.
48:28Bevor Sie mit Florian Koch rausgehen?
48:31Was soll denn das heißen?
48:36Dass sich meine Tochter an jemanden heranmacht, um an Informationen zu kommen?
48:40Das hätte sie nie gemacht. Nie!
48:41Entschuldigung. Ich kenne die Reisegruppe.
48:42Ich komme gleich.
48:43Tag, Max.
48:44Guten Tag.
48:45Dürfen wir reinkommen?
48:46Mein Bruder ist nicht da.
48:47Zu dem wollen wir doch gar nicht.
48:48Max, bist du an der Tür?
48:49Ja.
48:50Ja.
48:51Ja.
48:52Ja.
48:53Ja.
48:54Ja.
48:55Ja.
48:56Ja.
48:57Ja.
48:58Ja.
48:59Ja.
49:00Ja.
49:01Ja.
49:02Ja.
49:04Ja.
49:05Ja.
49:06Ja.
49:07Ja.
49:08Ja.
49:09Ja.
49:10Ja.
49:11Ja.
49:12Ja.
49:13Ja.
49:14Ja.
49:15Ja.
49:16Ja.
49:17Ja.
49:19Hallo.
49:20Sie wollen bestimmt zu mir?
49:22Nein.
49:24Zu Ihrer Mutter.
49:25Bitte?
49:33Würden Sie da bitte mal einen Blick drauf werfen?
49:46Woher haben Sie das?
49:50Die Frage ist, wo hatte Kim Landauer das her?
49:54Sie hat mit Ihnen darüber geredet, nicht wahr?
49:57Immer und immer wieder.
49:59Sie wollte aus einer Unachtsamkeit einen Skandal machen.
50:02Unachtsamkeit? Wir reden über Menschenversuche.
50:06Das wusste ich doch nicht. Nicht am Anfang.
50:09Sie hätten die Verantwortung tragen müssen und die Stiftung hätte ihren Ruf verloren.
50:13Das wäre Kim egal gewesen.
50:14Außer ihrer Karriere war ihr alles egal.
50:17Aber sie hatte keine Beweise. Irgendjemand hat sie ihr besorgt. Wer?
50:21Ihr Sohn?
50:22Nein. Sie hat mich gefragt. Aber ich hatte keine Ahnung.
50:27Ich hätte ihr doch auch nichts gesagt.
50:29Deswegen hat sie dich doch ins Bett gezahlt.
50:32Und?
50:34Sie hat nichts erreicht?
50:36Sie glauben, ihr Enkel lügt?
50:37Ich habe nur eine Frage gestellt.
50:41Wenn Sie nichts von der Stiftung wussten,
50:44dann hat jemand anderes, Kim Landauer, das Material zugespielt.
50:47Ihre Mutter wird sich ja nicht selbst belastet haben.
50:58Vielleicht können Sie uns ja weiterhelfen, Herr Koch.
51:02Kim Landauer hatte auch ein bisschen Material über Sie gesammelt.
51:05Keine Sorge, nichts Aufregendes.
51:09Obwohl, sie hatte immerhin ihre Kontodaten.
51:13Kontodaten?
51:14Ja. Wahrscheinlich von ihrem Rechner.
51:16Vielleicht fand sie ja hier eine günstige Gelegenheit.
51:23Nettes Wellnesshotel.
51:25Normalerweise ist man dort sehr diskret,
51:26aber beim Mord hört der Spaß auf.
51:29Auf den Fotos, die ich hingemäht habe,
51:30sind Frau Landauer und Sie eindeutig erkannt worden.
51:33Sie waren in den letzten Wochen viermal zusammen dort.
51:35Ich fürchte, Sie brauchen ein Alibi, Frau Koch.
51:43Sie haben in zweifacher Hinsicht ein Motiv.
51:46Wegen der Unregelmäßigkeiten in Ihrer Stiftung
51:48und wegen der Affäre Ihres Mannes mit Kim Landauer.
51:52Sie war die ganze Nacht hier.
51:53Wir alle waren hier.
51:54Ja.
51:55Meine Frau war hier.
51:57Bei mir.
51:57Sie hat nichts damit zu tun.
51:58Meine Frau und ich, wir haben uns ausgesprochen.
52:04Bis zum frühen Morgen.
52:07Wir mussten reden.
52:20Ich habe Kim umgebracht.
52:25Warum glauben Sie mir nicht?
52:26Ich weiß, ich habe Kim getötet.
52:28Wo sind die Wohnungsschlüssel?
52:30Weg.
52:31In der Isar.
52:32Laptop, Sicherungsmedien.
52:33Auch.
52:34Warum?
52:34Wozu nehmen Sie das Zeug überhaupt mit?
52:36Wegen meiner Mutter, das wissen Sie doch bereits.
52:37Das Blödsinn.
52:38Sie wussten doch gar nichts davon.
52:41Zweiter Anlauf, wie ich höre.
52:42Sag uns Bescheid, wenn du fertig bist.
52:44Kommen Sie.
52:50Mund aus.
52:56Das war's schon.
52:57Der verarscht uns.
52:59Warum sollt der?
52:59Warum lügt man, wenn man selbst unschuldig ist?
53:02Wenn man jemanden schützen will, okay.
53:05Und wen?
53:06Wenn mein Vater meine Freundin fügelt, dann halte ich vielleicht die Schnauze, aber ich gehe doch nicht für ihn in den Knast.
53:11Der will sein Gewissen erleichtern, das ist alles.
53:14Der lügt.
53:14Hat er sich wieder rausgefunden, der Scheißkerl?
53:23Oder wann ist dein Vater?
53:24Mischa, er war's nicht.
53:26Kriegt schon auch einen Mörder frei.
53:27Er war's nicht.
53:29Ich weiß jetzt, was passiert ist.
53:30Lass ihn weg!
53:31Lass ihn weg!
54:01Oder zum Flughafen, Frau Koch?
54:03Ich fahr zu meiner Tochter nach Gent.
54:04Wie jeden Sommer.
54:05Mit ihrem Enkel, wie jeden Sommer, nehme ich an.
54:07Wenn's genehm ist.
54:10Es sei denn, ich stehe unter Verdacht.
54:13Dann halte ich mich natürlich zu Ihrer Verfügung.
54:14Nein, ich denke nicht.
54:18Wollen wir reingehen?
54:21Max hat gegen 23 Uhr das Haus verlassen und ist am nächsten Morgen gegen 10 Uhr zurückgekommen.
54:26Ich hatte da keine Nachtdienste, aber das geht aus den Protokollbüchern hervor.
54:29Gratuliere, Max.
54:34Du hast die Familie wieder vereint.
54:37Sie haben alle zusammen versucht, dir zu helfen.
54:41Ihr Sohn Florian wollte gestern den DNA-Test erst machen,
54:43weil er ja wusste, dass er unschuldig ist.
54:46Aber dann hat er sich daran erinnert, dass genetische Übereinstimmungen zu erkennen sind.
54:49Also wären wir früher oder später auf Max gekommen.
54:56Die Gefühle waren alle echt.
54:58Und die Fakten auch.
55:00Und so haben sie mich auf die falsche Fährte geführt,
55:01um den zu schützen, der sie alle schützen wollte.
55:04Du sagst kein Wort.
55:06Das ist doch Zeitverschwendung.
55:08Der Test wird ihn überführen.
55:18Du wolltest eines kaputt machen.
55:19Die ganze Familie.
55:22In ihrem scheiß Artikel.
55:24Wegen ihrer scheiß Karriere.
55:29Könnte ich doch nicht zulassen.
55:37Ich denke, wir sind fertig.
55:41Bringen Sie Max aufs Präsidium.
55:43Das Mädchen hatte kein Recht dazu.
55:45Ohne den verdammten Rollstuhl hätten Sie das selbst erledigt, oder?
55:50Das Mädchen hat sich noch nicht.
55:51Das Mädchen hat sich noch nicht verloren.
55:54Das Mädchen hat sich noch nicht verloren.
55:55Aber es ist das eine große Herausforderung.
55:56Das ist das, was ich nicht mehr so.
55:57Das ist das, was ich nicht mehr so.
55:57Das ist das, was ich nicht mehr so.
55:59Beim Prozess hätten Sie das alles sowieso gehört.
56:25Ich dachte, es wäre besser, wenn ich es Ihnen erzähle.
56:29Was immer Kim auch getan hat, Misha, sie war Ihre Tochter.
56:36Vielleicht wussten Sie nicht alles von ihr, aber Sie haben sie geliebt.
56:41So wie ich meinen Mann.
56:42So wie ich meinen Mann.
57:12So wie ich meinen Mann.
57:42So wie ich meinen Mann.
57:53So wie ich meinen Mann.
57:54Vielen Dank.
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