- vor 6 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:30Uwe?
01:00Winda!
01:17Uwe?
01:30Musik
01:39Bitte
01:41Tun Sie mir nichts
01:43Nein.
02:13Sie sehen sich die Männer jetzt also ganz genau an und wenn sie einen wieder...
02:16Ich hab's verstanden. Gut.
02:43Ich möchte gerne aufhören.
02:46Frau Schirmer, Sie haben bis jetzt so viel Stärke bewiesen. Bitte geben Sie nicht auf.
02:50Hören Sie nicht. Ich möchte gerne gehen.
02:55Frau Schirmer, der Gesetzgeber schreibt vor, dass Sie auf den Mann zeigen oder dass Sie eine Nummer nennen.
03:04Haben Sie nicht gehört, was ich gerade eben gesagt habe?
03:07Gut. Dann ist es aber ziemlich sicher, dass der Mann freigesprochen wird.
03:18Ich meine, das ist Ihre Entscheidung. Soll ich jetzt abbrechen?
03:23Wollen Sie jetzt abbrechen? Das ist überhaupt kein Problem. Ich kann sofort abbrechen.
03:27Frau Schirmer, möchten Sie abbrechen? Wer macht solche Gesetze?
03:30Männer.
03:37Nr. 4
03:55Danke. Nr. 4 bleibt da. Alle anderen können gehen.
04:01Das ist ein Irrtum!
04:04Hey!
04:07Das ist ein Irrtum!
04:12Sie sind jetzt fertig.
04:14Irrtum!
04:15Danke, Frau Schirmer. Wir melden uns bald.
04:21Zufrieden?
04:22Nach dem Urteil vielleicht. Aber das macht Ihren Mann auch nicht wieder lebendig.
04:28Aber mit der Frau geht's jetzt bestimmt viel besser, hm? Wo einer in den Knast wandert.
04:29Willst du mir irgendwas sagen?
04:30Willst du mir irgendwas sagen?
04:31Ich weiß nicht, ob das so ein Frauending war, was du da mit ihr abgezogen hast.
04:32Aber mit der Frau geht's jetzt bestimmt viel besser, hm? Wo einer in den Knast wandert.
04:33Willst du mir irgendwas sagen?
04:34Willst du mir irgendwas sagen?
04:35Ich weiß nicht, ob das so ein Frauending war, was du da mit ihr abgezogen hast. Aber das
04:37stinkt gewaltig nach Zeugenbeeinflussung.
04:38Das stinkt gewaltig nach Zeugenbeeinflussung.
04:39Frau Schirmer weiß genau, wen sie identifiziert hat.
04:41Wann komm, die war doch völlig durch. Bei dir ist erstmal Therapie angesagt.
04:42Oh, die war doch völlig durch.
04:43Bei der ist erst mal Therapie angesagt.
04:44Ich weiß nicht, ob das so ein Frauending war, was du da mit ihr abgezogen hast. Aber
05:02das stinkt gewaltig nach Zeugenbeeinflussung.
05:03Frau Schirmer weiß genau, wen sie identifiziert hat.
05:06Komm, die war doch völlig durch. Bei der ist erst mal Therapie angesagt.
05:10Es gibt aber auch Indizien. Vielleicht liest du einfach noch mal die Akten durch?
05:13Hab ich. Du auch?
05:19Warum wartet der in meinem Büro?
05:21Keine Ahnung. Aber der sieht... Ich meine, das könnte Ihr Typ sein, oder?
05:26Dann lassen Sie mich mal eine halbe Stunde allein.
05:36Frau Lanz, Sie wissen, wer ich bin?
05:49Nein.
05:51Dominik Schneider, Hauptkommissar interner Ermittlung.
05:57Frau Lanz, ich denke, es ist auch in Ihrem Interesse, diese Angelegenheit so schnell wie möglich zu klären.
06:06Ich habe in Notwehr gehandelt. Besteht da irgendein Zweifel?
06:13Können wir nicht vernünftig miteinander reden? Wir finden eine Lösung.
06:17Ich habe schon eine Lösung. Ich ziehe sie aus dem Verkehr.
06:24Frau Lanz, Ihr Mann ist tot.
06:30Sie machen ihn damit nicht mehr lebendig.
06:33Aber Sie leben.
06:36Er hat nach der Waffe gegriffen.
06:52Ich hatte keine Wahl.
06:54Schickt Oberstaatsanwalt sei er zäh?
06:56Nein.
06:57Aber er gehört zu den Zeugen.
06:59Bitte.
07:00Danke, ich stehe lieber.
07:02Ich hoffe, das macht Sie nicht nervös.
07:04Ach, Sie könnten mich auch mit der Lampe anleuchten.
07:07Denken Sie, ich spiele solche Spielchen?
07:10Wir haben noch gar nicht angefangen, Frau Lanz.
07:12Ich habe jetzt eine Vernehmung, Herr Schneider.
07:15Lassen Sie sich einen Termin geben.
07:17Missverständnis, Frau Lanz.
07:19Die Termine vergibe ich.
07:24Hat er gesagt, was er will?
07:26Nee.
07:27Weißt du, wer das ist?
07:29Nee.
07:29Das ist Schneider.
07:34Und Schneider ist der Schlimmste von allen Beamtenjägern.
07:38Der Typ war vorher bei der Mordkommission.
07:42Nicht einen ungelösten Fall.
07:45Und wenn Vera keinen Schutzengel hat, dann...
07:51Das ist wie ein richtiges Monster, was.
07:55Wir sagen einfach, was passiert ist und fertig.
07:57Ach, du weißt, was passiert ist, als Vera mit dem Verdächtigen alleine war.
08:00Du weißt das?
08:02Ich weiß es nicht.
08:05Herr Trompeter?
08:06Ja.
08:07Trompeter.
08:07Trompeter.
08:08Entschuldigung, gibt es irgendeinen Witz, der über Namen noch nicht gemacht wurde?
08:18Ich glaube nicht.
08:22Vielleicht fällt mir noch einer ein.
08:23Ich liebe Herausforderungen.
08:26Sind wir verabredet?
08:27Nein, nein.
08:27Wir beide sprechen uns später.
08:31Ich lasse es Sie wissen.
08:32Rechtzeitig.
08:38Der Ehemann wurde in der Küche mit drei Schüssen getötet.
08:59Die Frau wurde im Schlafzimmer überfallen und gefoltert.
09:02Auch als sie Ort und Kombination des Wandsafes Lenz genannt hatte,
09:05wurde sie weiter in den Unterleib getreten und geschlagen.
09:08Sind Sie durchgedreht oder hat es Ihnen einfach Spaß gemacht?
09:15Die Höchststrafe ist lebenslänglich.
09:18Aber ein umfassendes Geständnis kann dafür sorgen,
09:20dass bei anschließend...
09:21Sie mich auch.
09:25Gut.
09:29Das ist so eine Frechheit, ey.
09:31Sie wissen schon, dass ich unschuldig bin, ne?
09:33Sie sind identifiziert worden.
09:35Das muss ein Irrtum sein.
09:38Diese wundervollen Schuhe sind bisher in ganz München
09:4414 Mal verkauft worden.
09:47Fünf davon an Männer über 50,
09:49vier an Frauen
09:50und mit den restlichen vier Männern,
09:52auf die die Beschreibung ungefähr passt,
09:54haben Sie gerade in der Gegenüberstellung gestanden.
09:57Also,
09:58wie kommt der Schuhabdruck an den Tatort?
10:00Jetzt muss ja einer von den anderen vier gewesen sein.
10:09Wissen Sie, was Sie hier gerade mit mir machen?
10:11Das ist eine Frechheit.
10:13Sie zerstören mein Leben.
10:14Das ist nämlich ein ziemlich schwerwiegender Vorwurf hier.
10:18Einen schönen Tag noch, Herr Jens.
10:20Sie zerstöreninen Tag.
10:22D
10:50Sie verbringen immer noch sehr viel Zeit mit Ihrem Bruder.
10:54Wie schlimm kann es werden?
10:56Lebenslänglich.
10:58Mein Bruder ist kein Mörder.
11:00Die Sache ist ja das Alibi, das Sie ihm gegeben haben.
11:03Also die Höchststrafe für eine unheitliche Falschaussage, die liegt bei fünf Jahren.
11:07Ja, wollen Sie ihm jetzt Angst machen?
11:10Sie haben vor zwei Wochen am Marienplatz diese Turnschuhe gekauft, um Sie Ihrem Bruder zu schenken.
11:17Ja.
11:18Ja, Frank hat sich die immer gewünscht und ich, naja, er verdient nicht so gut.
11:25Also Ihr Bruder ist an diesem Abend um 20 Uhr hierher gekommen, Sie haben sich zusammen eine DVD angeschaut und was ist dann passiert?
11:31Er hat im Gästezimmer geschlafen.
11:35Ist erst nach dem Frühstück wieder gegangen.
11:38Ja.
11:40Und Sie sind sicher, dass er die ganze Nacht das Haus nicht verlassen hat?
11:44Ja.
11:44Sie glauben ihm.
11:48Ich halte ihn jedenfalls nicht für blöd.
11:50Der hat eine Eigentumswohnung, der hat eine Firma und eine hübsche Freundin.
11:54Der hat einfach zu viel zu verlieren.
11:55Sie glauben ihm also?
11:57Ganz genau und Sie nicht.
11:58Nein, die haben ganz früh ihre Eltern verloren. Die kamen ins Heim, dann die Adoption. Die hatten immer nur sich. Das schweißt zusammen.
12:04Wenn die zusammengeschweißt sind, wieso klauten dann der kleine Bruder Uhren und Schmuck für 38.000 Euro?
12:09Wir haben überhaupt gar nichts. Wir haben ein paar Tonschuhe. Und die Aussage einer schwer traumatisierten Frau.
12:14Frank Jentsch ist ein Soziopath. Der ist clever und eiskalt.
12:23Wenn Sie denken, ich verrenne mich da in was, sagen Sie es.
12:25Sie verrennen sich da in was.
12:44Ich habe ein paar Tonschuhe.
13:14Ärger?
13:20Wie immer.
13:23Willst du drüber sprechen?
13:26Ein Mann?
13:29Du magst ihn.
13:33Er mag dich.
13:36Es ist auf jeden Fall eine Spannung da.
13:38Und ihr beide wisst, dass eure Begegnung was zu bedeuten hat.
13:46Ja, es könnte vielleicht was Ernstes werden.
13:49Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ernst das werden könnte.
13:52Ja, dafür habt ihr beide große Angst.
14:08Das war nicht.
14:10今 mal was größere.
14:12Wir sind im Prinzip genauer der rupeeslegte Handlung,
14:13wegen der Hauptgefägen.
14:14Die Hauptgebiete ist die Hauptgebiete.
14:15Hier ist die Hauptgebiete.
14:16Dieser Hauptgebiete kann nicht sein.
14:17Sie werden hier im nächsten Mal.
14:18Die Hauptgebiete werden,
14:19weil die Hauptgebiete ist.
14:20Das möchte ich noch nicht weitergeben.
14:21Und also, dass große Staaten in die Hauptgebiete haben.
14:23Das ist natürlich viel zu viel.
14:24Das ist nicht gleicher.
14:25Ich kann mich mal lernen.
14:26Ich kann mich nicht mehr drauf und machen.
14:27Ich kann mich natürlich nicht mehr machen.
14:29Ich kann mich nicht mehr sch местen.
14:31Ich kann mich nicht mehr auf dich.
14:32Untertitelung des ZDF, 2020
15:02Was haben wir?
15:19Probleme. Der Ehemann wurde angeschossen. Wir wissen nämlich, ob er es schafft.
15:29Was ist mit dem Kind?
15:30Hat nichts mitbekommen, hoffe ich.
15:33Also der Täter ist durch dieselbe Terrassentür rein wie wir.
15:37Dann hat er die Alarmanlage außer Gefecht gesetzt.
15:40Und danach ist er hoch ins Schlafzimmer.
15:45Genau das gleiche Déjà-vu hatte ich auch.
15:48Und dann wurde er von den Kollegen überrascht.
15:50Die nämlich mit Blaulicht angerückt sind, was eigentlich ziemlich bescheuert ist bei Einbrüchen.
15:54Aber in diesem Fall hat es wohl mindestens ein Leben gerettet.
15:56Ja, ich habe ja Gott sei Dank nichts zu tun.
16:00Der Mann kommt durch, wurde angeschossen, hat viel Blut verloren.
16:03Aber das wird wieder.
16:05Vielleicht bleibt was an der Schulter.
16:07Ich will jetzt mit der Frau sprechen.
16:08Sag mal, hier, der Einbrecher ballert rum, ja?
16:17Obwohl die schlafen.
16:18Ich meine, der hat eine Waffe, der kann die doch einfach in Schach halten.
16:21Wieso?
16:26Gute Frage.
16:28Dafür bist du ja da, ne?
16:39Hat der Täter Sie nach einem Safe gefragt oder nach Wertsachen?
16:43Nein.
16:48Da kam, da kam ja schon die Polizei.
16:53Und Ihr Mann, hat er versucht sich zu wehren?
17:02Nein.
17:05Ich, ich bin aufgewacht, weil...
17:08Das, da stand auf einmal einer in unserem Schlafzimmer.
17:15Wie?
17:16Ich habe gedacht, ich träume.
17:18Das ist ein Traum.
17:19Da steht einer in unserem Schlafzimmer und...
17:23Ich bin aufgewacht.
17:27Er war voller Blut.
17:30Er war überall Blut.
17:34Er hat geschossen, einfach, einfach geschossen.
17:38Es war so laut.
17:42Es war so laut.
17:46Ich habe gar nichts mehr gehört.
17:48Es war so laut.
17:49Ich...
17:49Wie können Sie den Täter beschreiben?
18:02Er hatte eine Maske auf.
18:07Schwarze Sachen.
18:08Und eher jung oder älter.
18:13Doch ich weiß es nicht.
18:17Er war so schnell.
18:19Eher jünger.
18:25Wer hat die Polizei gerufen?
18:27Die Nachbarn?
18:28Wissen wir noch nicht.
18:29Stellen Sie es hier auf.
18:30Ich stelle es überhaupt nicht ab.
18:31Das Zeug schmilzt, Mann.
18:33Frau, dem Frau drunter steht.
18:33Es geht jetzt nicht.
18:35Es muss jetzt gehen.
18:36Das Zeug schmilzt.
18:36Das kommt doch schon raus.
18:37Eine Tour geht heute bis heute Abend.
18:3920 Uhr, Mann.
18:40Kannst Sie mir...
18:40Doch, komm, jetzt lass mich doch bitte durchrüsten.
18:43Kommen Sie bitte später wieder.
18:47Warum kommen Sie eigentlich über die Terrasse?
18:50Das ist der kürzeste Weg in die Küche.
18:52Und Sie kommen regelmäßig?
18:54Alle zwei Wochen.
18:55Sie kennen sich bestens aus im Haus, oder?
19:00Sozusagen.
19:01Wiederschauen.
19:01Das hier.
19:27Das ist das Haus Bo.
19:29Das ist Haus Schirmer.
19:36Und er hier, das ist der sogenannte Service-Stecker.
19:39Über den kann man neue Zubehörteile anlernen.
19:43Wenn alle anderen Kabel abgezogen werden, geht der Alarm los.
19:48Herr Tieter wusste also, was er tut, ja?
19:49Zweimal das exakt gleiche Vorgehen.
19:53Durch die Terrassentürreihen, derselbe Typ Alarmanlage.
19:57Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Projektile aus derselben Tatwaffe stammen.
20:01Derselbe Modus operandi.
20:14Aber sowas gibt's nicht.
20:15Höchstens bei Sexualtätern, die so ein bestimmtes Ritual brauchen.
20:29Entschuldigung.
20:29Entschuldigung.
20:31Die Projektile stammen aus derselben Waffe.
20:38Wir kommen aus der Scheiße jetzt wieder raus.
20:41Kümmern Sie sich um das Umfeld von Frank Jentsch.
20:43Weil?
20:43Weil er offensichtlich einen Komplizen hatte.
20:46Es gibt aber nicht den geringsten Hinweis auf einen zweiten Täter.
20:50Naja.
20:51Die Wahrscheinlichkeit ist trotzdem ziemlich hoch.
20:53Bei den meisten Einbrüchen gibt's einen, der zumindest irgendwo schmierig steht.
20:56Okay, also berufen wir uns jetzt auf diesen typischen Modus operandi, den's aber bei Einbrüchen gar nicht gibt.
21:02Mhm.
21:03Und ob und wann es den gibt, entscheide immer noch ich.
21:05Klar.
21:10Wie geht es Ihnen, Herr Jentsch?
21:25Mir geht's richtig gut.
21:33An ihn.
21:36Geht's Ihnen auch gut?
21:37Sie stellen mir jetzt keine Fragen, weil Sie hoffen, dass ich mich um Kopf und Kragen rede, oder?
21:46Sie halten mich irgendwie für dumm, oder so.
21:54Ich glaube, Sie sind eher zu klug.
21:56Und weil Sie sozusagen ein Genie sind, stehen Sie über den Dingen.
22:01Ihr Problem ist, Sie versuchen Wissen anzuwenden hier, was Sie aus, ich sag mal, preiswerten Büchern haben.
22:09Ja?
22:10Und Sie sollten wirklich dringend aufhören, diese amerikanischen Sachen über Profiler zu lesen, weil es...
22:14Sie haben doch eigentlich überhaupt kein Motiv.
22:27Warum spielen Sie, wenn Sie nicht verlieren können?
22:31Wer ist Ihr Mittäter, Herr Jentsch, Ihr Bruder?
22:39Sie haben Mist gebaut, ne?
22:41Oder?
22:44Erzählen Sie mal, was hat er denn gemacht, meine angebliche Mitdäter?
22:50Das muss furchtbar sein, denn Sie machen sich gerade ganz schön in die Runde.
23:02Frau Lanz!
23:07Der Nächste, bitte.
23:08Sie haben mich doch nicht etwa vergessen, Frau Lanz.
23:17Wie könnte ich?
23:20Nehmen Sie doch bitte Platz.
23:22Kommt Ihnen unser Termin ungelegen.
23:25Das könnte man so sagen.
23:31Herr Schneider, ich habe einen Fall zu lösen.
23:33Ja, ich auch.
23:35Bitte.
23:45Gut.
23:47Frau Lanz, ich schlage vor, Sie erzählen mir einfach über sich.
23:53Haben Sie von Oberstaatsanwalt Seitz nicht schon alles Wichtige erfahren?
24:00Er hat erwähnt, dass es Spannungen gab zwischen Ihnen.
24:03Und dass Sie vermuten werden, dass sie Ihnen schaden will.
24:05Aber ich kann Sie beruhigen.
24:10Er hat ansonsten sich sehr positiv über Ihre Arbeit geäußert.
24:20Ihr gesamtes Arbeitsumfeld beschreibt Sie als sehr emotional.
24:24Sie lassen sich von Ihren Gefühlen leiten.
24:29Das mag ja privat eine Qualität sein, aber dienstlich?
24:37Ich habe meinen Mann geliebt.
24:41Ich habe ihn geliebt bis zu dem Tag, als er erschossen wurde.
24:45Und ja, ich hätte allen Grund gehabt, seinen Mörder zu erschießen, als ich die Gelegenheit dazu hatte.
24:49Das haben Sie auch getan.
24:50Sonst wäre ich jetzt tot.
24:53Würde Ihnen das besser gefallen?
24:55Der am häufigsten gebeugte Paragraf des Strafgesetzbuches.
25:00Die gute alte Notwehr.
25:02Was hätten Sie denn an meiner Stelle getan?
25:05Das ist hier nicht von Relevanz.
25:08Entschuldigen Sie, Herr Schneider, aber war es nicht so, dass Sie Ihre Versetzung in den Innendienst beantragt haben,
25:15weil Sie einen Verdächtigen erschossen haben?
25:18In Notwehr?
25:19Nur geht es hier nicht um mich.
25:22Es geht um Sie.
25:23Mein Fall ist abgeschlossen.
25:25Der Ehre nicht.
25:28Kann es sein, Frau Lanz, dass Sie eine Hinrichtung inszeniert haben?
25:32Sie hätten niemals allein mit dem Verdächtigen im Raum bleiben dürfen.
25:39Und genau das haben Sie getan.
25:42Und jetzt sitze ich hier und stelle mir Fragen.
25:44Ich frage mich, warum haben Sie das getan?
25:47Und ich frage mich, kann es sein, dass Sie absichtlich die Waffe auf dem Tisch platziert haben?
25:51Kann es sein, Frau Lanz?
25:51Lesen Sie meinen Bericht und reden Sie mit meinen Kollegen.
25:53Guck mal.
26:23Hat Ihr Mann hier geschlafen?
26:35Ja.
26:36Wie lange schon?
26:39Etwa seit einem halben Jahr.
26:42Aber sonst haben Sie sich gut verstanden.
26:45Ja.
26:45Was glaubst du, wie viele Paare es gibt ihre Ehe mit getrennten Schlafzimmern retten?
26:56Wenn es da mal was zu retten gab.
27:00Na gut, nehmen wir mal an, die Ehe war am Ende. Und dann?
27:03Was bedeutet das?
27:05Keine Ahnung.
27:07Aber irgendwie ist die komisch.
27:10Wart Ihr schon bei Markus Jentsch?
27:12Wenn ich will, dass jemand da sitzt und auf mich wartet, kaufe ich mir einen Hund.
27:17Ich war schon bei Frau Schirmer und hab da mal ein bisschen recherchiert.
27:21Wir fahren jetzt zu Heike.
27:23Ich will wissen, was sich die Bums und die Schirmers liefern lassen.
27:26Getränke, Pakete, Lebensmittel, alles.
27:28Ja, schmicht dabei so an.
27:29Die beiden Häuser sind keine zehn Minuten voneinander entfernt.
27:32Kann sein, dass die auf der Route von irgendwem liegen.
27:35Liebling.
27:37Aha.
27:38Mir ist schon klar, dass ich jetzt extra meine Verabredung abgesagt habe, oder?
27:42Ja, nee, ist okay.
27:50Ja, machen wir.
27:54Arbeite nicht so viel.
27:55Tschüss.
28:02Bei Wolfgang Bohm ist das Projektil direkt unter dem Schlüsselbein eingetreten
28:07und hat beim Austritt das Schulterblatt zertrümmert.
28:10Ein Schuss hat überlebt.
28:13Das hier war ein Gemetzel.
28:15Uwe Schirmer wurde dreimal getroffen.
28:16Einmal in den Unterbauch, in die Lunge und einmal in die Schulter.
28:20Und da hatte das Pech, dass er mindestens eine halbe Stunde verblutet ist,
28:23wahrscheinlich unter großen Schmerzen.
28:25Wurde auf beide Männer vom selben Täter geschossen oder nicht?
28:27Es wurde auf beide Männer vom selben Täter geschossen oder auch nicht.
28:33Tut mir leid.
28:36Sie haben gesagt, dass der Mann 30 Minuten lang verblutet ist?
28:41Eher länger.
28:43Aber so lange hat der ganze Einbruch nicht gedauert.
28:47Und wenn der Arzt jetzt rechtzeitig da gewesen wäre, dann könnte er noch leben, richtig?
28:51Möglich.
28:52Okay.
28:53Laut Aussage von Diana Schirmer hat der Einbrecher um 4.30 Uhr das Schlafzimmer betreten.
28:58Sie hat ihm gezeigt, wo der safe ist.
28:59Und dann hat sie um 5.07 Uhr den Notruf gewählt.
29:06Was wollen Sie jetzt damit sagen?
29:07Dass Frank Jentsch unschuldig ist und die Frau ihren eigenen Mann umgebracht hat?
29:11Ich sag nur, dass das 37 Minuten waren.
29:15Klar.
29:16Und sie hat auch einen Dick für Superturnschuhe.
29:17Und sie ist eine von 4 Frauen in München, die diese Tonschuhe auch gekauft haben.
29:23Kann ja sein.
29:27Ich.
29:28Das ist jetzt gar nicht so abwegig.
29:31Ich auch nicht.
29:33Die braucht man wieder in Lover.
29:47Also dann.
29:59Also dann was?
30:00Ja, Notwehr oder nicht.
30:01Ich war nicht dabei.
30:02Warum nicht?
30:02Gab keinen Grund.
30:03Eine Pistole auf dem Tisch ist für Sie kein Grund?
30:05Vera hatte das im Ganzen.
30:06Schön formuliert.
30:09Ihre Personalakte ist der Meinung, Sie sind ein ziemlich guter Polizist.
30:12Keine Sau konnte das ahnen.
30:14Glauben Sie nicht, dass es Ihre verdammte Pflicht gewesen wäre, das zu ahnen?
30:19Warum haben Sie den Raum verlassen?
30:21Hat Frau Lanzi weggeschickt?
30:26Mügen Sie mich wenigstens an.
30:28Irgendetwas muss ich nämlich in diesen Bericht schreiben.
30:30Die alte Schule.
30:41Loyalität bis zuletzt.
30:44Kommt bei mir nicht an.
30:46Wissen Sie, was bei mir ankommt?
30:49Behinderung interner Ermittlungsarbeit.
30:57Jetzt können Sie gehen.
31:00Ach, äh, gibt's eigentlich für das, was Sie da machen, auch eine Auszeichnung?
31:05Beamtenjäger des Jahres oder so?
31:07Ja, krieg ich jedes Jahr.
31:08Das war's.
31:22Das war's.
31:31Da?
31:31Seit wann kennen Sie Frank Jentsch eigentlich?
31:47Seit zwei Jahren.
31:50Von der Uni?
31:51Nee, wir sind Kollegen bei der CAF.
31:54Das ist dieser Zustelldienst.
31:55Ich habe den Wagen draußen gesehen.
31:57Sie haben Ihren Freund über seinen Bruder kennengelernt.
32:01Richtig.
32:03Wieso waren die zwei eigentlich so lange im Heim?
32:05Wir wollten nicht in verschiedene Familien gehen.
32:14Dann lassen Sie ihn endlich frei.
32:16Glauben Sie, ich bin blöd?
32:17Das stand in allen Zeitungen.
32:19Der richtige Täter ist noch unterwegs.
32:21Franks Verteidiger hat Haftprüfung beantragt.
32:24Geben Sie jetzt endlich zu, dass Sie einen Fehler gemacht haben?
32:26Herr Jentsch, ich wollte Sie was fragen.
32:32Wie?
32:34Ich habe nie Geschwister gehabt.
32:36Wie ist das, mit jemandem aufzuwachsen,
32:39sein Leben lang jemanden zu kennen?
32:44Immer für ihn da zu sein, der Ältere zu sein?
32:47Ist das wie für eine Mutter mit dem Kind?
32:49Ist das wie eine Symbiose?
32:50Oder wie funktioniert das?
32:57Sie fühlen sich.
32:59Sie helfen sich.
33:03Aber jetzt ist er im Gefängnis.
33:11Wie fühlen Sie sich?
33:20Wie fühlt sich?
33:41Wie fühlen Sie sich?
33:45Wie fühlen sich denn?
33:49Jusst.
33:50Kripo München, hallo.
34:02Herr Trompeter.
34:04Wir ermitteln im Mordfall Uwe Schirmer.
34:06Kannten Sie den Mann?
34:08Ich kenne die Männer eigentlich nie.
34:10Wenn ich liefere, sind die Arbeiten.
34:13Aber ich habe gehört, was passiert ist.
34:17Schlimme Sache.
34:20Ich brauche deine Unterschrift.
34:26Und Körperkontakt.
34:31Was hat Ihnen die Anna erzählt?
34:33Was denken Sie denn, was sie erzählt hat?
34:35Ich weiß nicht.
34:37Das sagen immer alle.
34:39Schauen Sie, die sitzen da in ihren Häusern, wunderschöne Häuser.
34:44Den ganzen Tag, ganz allein.
34:46Dann komme ich eben.
34:48Sind Sie Single?
34:50Ich bin Single.
34:52Ich kann's ohne lassen, was ich will.
34:54Das ist einfach nur Fun.
34:56So ein Quickie auf dem Küchentisch, mehr will ich doch gar nicht von denen.
34:59Und ich bringe jetzt recht keinen um.
35:01Also, das ist irre.
35:02Was ist das?
35:04Was ist das?
35:06Uwe und ich, wir...
35:09Es lag wohl an der vielen Arbeit, hat der Therapeut gesagt.
35:15Es gab eine Paartherapie.
35:18Ja, wir haben versucht, es wieder zu richten.
35:20Was denn? Was musste denn gerichtet werden?
35:21Uwe hat im Büro seine Kollegin gefögelt.
35:25Und Sie haben dann mit Antonio...
35:29Aus Rache?
35:33Ich wollte mich einfach wieder sexy fühlen.
35:51Nur, ich muss ihn nicht gehen.
35:52Ich bin unbedingt.
35:54Ich binsized.
35:56Ich bin, bin ich hierher.
35:58Ich bin sehr gut.
36:00Und ich bin mit dem Löcher.
36:01Ich hab's noch mal noch.
36:26Darf ich?
36:27Frank Jentz ist entlassen worden.
36:29Ah.
36:32Krieg ich was?
36:35Bitte.
36:36Frau Schirmer hat sich einen Urlaub auf Kreta gebucht.
36:40Und sie kassiert 900.000 Euro Lebensversicherung von ihrem Mann.
36:45Also für mich sieht das so aus.
36:47Die Ehe war im Arsch und dann wird zufällig ihr Mann ermordet.
36:51Was soll das heißen, dass wir einen Auftragsmörder suchen?
36:54Nee, so weit würde ich gar nicht gehen.
36:56Aber sie hat die Gelegenheit genutzt.
36:59Der Einbrecher kommt.
37:01So weit ist alles noch Zufall, ja?
37:02Dann wird ihr Mann angeschossen.
37:04Und alles was sie machen muss, ist warten, bis er verblutet.
37:09Sie lässt ihren Mann sterben?
37:10Ja.
37:11Mord durch Unterlassung.
37:12Die schnellste Schleierung der Welt.
37:14Ich meine, die hat uns gerade eben erzählt, dass sie eine wirklich heftige Ehekrise hatten.
37:19Und zu mir nichts, dir nichts richtet man auch nicht ein zweites Schlafzimmer ein.
37:23Und der Hammer ist, warum lässt sie eine gute halbe Stunde verstreichen, bis die Rettung in Polizei ruft?
37:30Das ist theoretisch möglich, aber schwer zu beweisen.
37:32Wenn sie...
37:33Ach, wissen Sie was?
37:34Kümmern Sie sich doch.
37:35Das mache ich doch gerade.
37:36Schön.
37:37Die sind viel besser als die, die Sie sonst immer haben.
37:42Mhm.
37:43Hat Schneider mir geschickt.
37:44Behalten Sie sie.
37:48Frau Schirmer, ich muss unbedingt wissen, wie Sie gelegen haben, als der Mann das Haus verlassen hat, der Einbrecher.
37:56Ja?
37:57Wie bitte?
37:58Ich...
38:00Können Sie mir bitte zeigen, wie Sie gelegen haben?
38:07Können Sie sich bitte hinlegen?
38:17Bitte.
38:31Das war genau Ihre Position?
38:33Und Ihr Mann, der war hier, ne?
38:35Ja.
38:37Ich muss unbedingt wissen, was genau passiert ist, nachdem der Einbrecher das Schlafzimmer verlassen hat.
38:45Und bis Sie die Polizei gerufen haben.
38:49Ich hatte panische Angst.
38:52Und was haben Sie gemacht? Was... was genau haben Sie gemacht?
38:56Ich weiß es nicht mehr. Ich habe hier gelegen. Ich habe gewartet.
38:59Bis ich nichts mehr gehört habe. Ich wollte einfach sicher sein, dass er weg ist.
39:03Und wie lange hat das gedauert?
39:05Das weiß ich nicht.
39:06Sie wussten, dass Ihr Mann verwundet war, ja? Sie haben ja die Schüsse gehört.
39:11Sagen Sie mir gerade, dass... wenn ich früher angerufen hätte, Uwe überlebt hätte?
39:12Ist das meine Schuld?
39:13Ist das meine Schuld?
39:14Nee.
39:15Nee.
39:16Nee.
39:17So, also dann. Extra für dich.
39:18Getränke, Lila, Post, Gelb, Lebensmittel.
39:19So, also dann. Extra für dich.
39:20Getränke, Lila, Post, Gelb.
39:21Lebensmittel.
39:22Ja.
39:23Lebensmittel.
39:24Lebensmittel.
39:25Lebensmittel.
39:26Lebensmittel.
39:27Tiefgekühlt.
39:28Rot.
39:29Paketzustelldienst.
39:30Schwarz.
39:31Im Prinzip kommt ja jeder der Fahrer in Frage. Die kennen die Häuser, die Alarmsysteme
39:32und sie wissen, wo es was zu holen gibt. Aber es wäre ja irgendwie schon ganz schön
39:34dämlich.
39:35Oder?
39:36Ist das meine Schuld?
39:37Ist das meine Schuld?
39:38Ist das meine Schuld?
39:39Nee.
39:40So, also dann. Extra für dich.
39:41Getränke, Lila, Post, Gelb, Lebensmittel, frisch, grün, Lebensmittel, tiefgekühlt,
39:46rot, Paketzustelldienst, schwarz.
39:48Im Prinzip kommt ja jeder der Fahrer in Frage. Die kennen die Häuser, die Alarmsysteme
39:57und sie wissen, wo es was zu holen gibt. Aber es wäre ja irgendwie schon ganz schön dämlich.
40:00Oder aber man gibt die Information an jemand anderem weiter und der macht dann den Bruch.
40:05Hm. Sag mal, Schwarz, das ist doch dieser Zustelldienst CAF, oder?
40:11Sie beschäftigen doch einen Studenten namens Frank Jentsch. Welche Tour ist der denn gefahren?
40:17Die 38er Innenstadt.
40:19Nie die Randbezirke?
40:20Doch, die hat der Frank sogar ziemlich lange gehabt.
40:23Wann genau hat der Herr Jentsch die Route denn abgegeben?
40:26Vor einem Monat circa.
40:29Gibt's bei Ihnen eigentlich sowas wie feste Partner?
40:34Nein, das ist zu teuer. Die Fahrer machen das alleine. Nur in der Zeit, wo die Neuen angelernt werden, sind sie zu zweit.
40:42Und da ist der Frank Jentsch mit der Sonja Denninger gefahren.
40:45Was Sie alles wissen? Warum fragen Sie dann überhaupt?
40:49Na, weil ich doch noch nicht alles weiß.
40:51Ja, die Nachttischlampen habe ich nicht gehalten, aber die zwei sind schon ziemlich viel zusammengehängt.
40:58Die beiden Häuser, in die eingebrochen wurde, die lagen auf Frank Jentsch's Rote.
41:14Und auf meiner. Und auf der von ungefähr 40 anderen.
41:19Wir tauschen die Routen alle paar Monate, weil das wird hier sonst echt langweilig.
41:24Also kannten Sie die Opfer?
41:26Ja.
41:28Haben Sie aber nie erwähnt.
41:31Na ja, ich hab ja schon gesehen, was man für Ärger kriegt, wenn man die falschen Turnschuhe trägt.
41:36Sagen Sie Ihre Beziehung zu Frank Jentsch. Wie war die eigentlich?
41:41Kann es sein, dass Sie mir nicht ganz die Wahrheit gesagt haben?
41:47Kann es sein, dass Sie die Wahrheit gar nicht hören wollen?
41:59Frau Lanz?
42:06Verraten Sie mir Ihren Trick?
42:14Ihre Schuhe. Ihr Gang.
42:18Wären Sie so freundlich, wenn Sie den Kollegen Trompeter sehen, dass Sie ihm das hier geben?
42:26Bin ich ein Kurier, Bote?
42:28Danke.
42:29Ich bin schützt, dass ich einen Fehler mache.
42:38Der Typ, der meint es ernst. Der hat mir mitgeteilt, dass ich gut über meine Aussage nachdenken soll.
42:44Der deutet an, dass er mich vereidigen lassen wird vor Gericht.
42:47Wenn ich da irgendeinen Fehler mache, dann bin ich raus. Dann lande ich in einer Asservatenkammer.
42:50Oder Verkehrsüberwachung.
42:51Was für ein Kerl.
42:52Was ist das denn? Stockholm-Syndrom, oder was? Der will Ihren Hintern und ich soll den liefern.
42:59Der weiß ganz genau, wie sie funktionieren. Deswegen droht er Ihnen auch mit Vereidigung.
43:05Was würden Sie denn sagen?
43:11Die Wahrheit.
43:13Welche denn? Ihre oder meine?
43:16Scheiße, nicht mal, dass es klappt.
43:22Weil es mit deinemLP gibt kann nicht mitschen.
43:23Oder politisch?
43:24Was kann?
43:25Können Sie doch bei mir.
43:26Ein �ерж by-
43:39Ach, nein, ich will.
43:41Geists.
43:42Einel
43:49Scheiß die Wand an.
44:07Ich sehe mich schon als guten Staatsbürger.
44:10Man muss die Augen offen halten, gerade wo so viel passiert.
44:13Und da haben Sie gedacht, ich mache mal alle Pakete auf, ja?
44:16Nur die Rückläufer. Was denken Sie denn? Nur die Rückläufer.
44:18Wir denken, dass Sie unzustellbare Pakete auf Wertgegenstände untersuchen.
44:24Das wäre ein Diebstahl. Nur die Rückläufer. Das ist euer Diebstahl.
44:28Schau mal, was ich gefunden habe. Ein geöffnetes Paket. Vielleicht interessiert das euch.
44:33Das ist genau das, was wir suchen.
44:35Damit habe ich nichts zu tun. Das müssen Sie mir glauben.
44:39Gucken Sie doch mal bitte nach, wer das an den geschickt hat, ja?
44:43Geht an eine Gabi Schulz-Blisse-Straße München.
44:46Blisse-Straße, habe ich noch nie gehört.
44:50Gibt's auch nicht.
44:53Das Paket sollte ein Rückläufer sein.
44:57Was denn auf den anderen aufklebern da drunter drauf?
44:59Vorgestern zurückgekommen, Route 12.
45:11Vor drei Tagen zum ersten Mal in die Logistik, Route 17.
45:15Unmittelbar vor dem ersten Einbruch.
45:17Dieses Paket war die ganze Zeit unterwegs.
45:19Wer hatte Zugriff?
45:20Wer hätte dieses Paket in die Endlosschleife schicken können?
45:22Da kann jeder hier arbeiten, der drankommt.
45:25Da kommt jeder hier dran, der arbeitet.
45:39Alles korrekt soweit.
45:43Es gab ja bis jetzt keinen Grund, an Frau Lanz' Verhalten zu zweifeln.
45:47Na gut.
45:50Dann unterschreiben Sie das jetzt bitte.
45:57Das ist jetzt die letzte Möglichkeit,
46:01alles noch mal ganz genau zu überdenken.
46:03Was geht in Ihrem Kopf vor?
46:11Sind da Bilder von der Asservatenkammer oder von der Verkehrsüberwachung?
46:16Sie denken, alles war gut, bis dieser Schneider kommt und mir in den Lebenslauf pisst.
46:23Aber ich bin nicht Ihr Feind.
46:25Stellen Sie sich vor, ich bin Aschenputtel.
46:27Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.
46:32Wenn Sie nicht gestorben sind, dann gehen Sie noch weiter.
46:49Da ist ein Einbrecher.
46:52Eidfeestraße 3.
46:55Kriegen die Kollegen das noch deutlicher?
46:57Kann sein.
46:58Also ein besorgter Nachbar, der muss seine Stimme nicht verzerren.
47:05Irgendjemand, der schickt die Tatwaffe und die Beute immer wieder auf Reisen.
47:08Und das Zeug, das kommt auch immer schön wieder zurück,
47:11sodass er Zugriff darauf hat, wenn nötig, ja?
47:12Der zweite Einbruch war jedenfalls nur ein Ablenkungsmanöver.
47:15Und der Täter hat nur geschossen, um uns ein Projektil dazulassen.
47:20Dann käme als Komplize doch Markus Jentsch in Frage.
47:22Der hat doch beste Beziehung zum Kurierdienst.
47:26Also haben wir sogar drei Täter.
47:34Wie geht's Ihrem Mann?
47:36Besser.
47:38Sind Sie soweit?
47:40Ja.
47:41Nummer eins, bitte.
47:46Wo ist das Geld?
47:48Er hat aber gar nichts gesagt.
47:50Kein Wort.
47:51Schauen Sie einfach genau hin und achten Sie auf Körperbau und Bewegung.
47:56Nummer zwei, bitte.
47:58Wo ist das Geld?
48:01Nummer drei.
48:06Wo ist das Geld?
48:07Bei der drei, die Bewegung.
48:13Jetzt habe ich für einen Moment gedacht, das könnte stimmig sein, aber das ist ja eine Frau.
48:22Nummer vier, bitte.
48:30Wo ist das Geld?
48:37Warum haben Sie die Polizei angerufen?
48:47Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie von Ihrem Fenster aus nicht das Haus Bohm sehen konnten.
48:54Warum haben Sie angerufen?
48:59Verstehen Sie mich richtig?
49:00Sie werden nicht beschuldigt, diese beiden Einbrüche begangen zu haben.
49:04Und Sie haben auch ganz bestimmt nicht geschossen.
49:06Dafür reden wir über Beihilfe zum Mord, schwere Körperverletzung, Verdunklung, Falschaussage.
49:14Wenn Sie jetzt reden, dann werden Sie nur als Mitläufer eingestuft.
49:19Und man wird vielleicht sogar Ihre Motive verstehen.
49:27Bei Ihnen, Frau Denninger, bin ich mir da allerdings gar nicht sicher.
49:30Sie haben die Mordwaffe und die Beute über Ihren Arbeitsplatz versteckt.
49:37So weit, so gut.
49:38Aber Sie haben auf einen Menschen geschossen?
49:41Und das alles nur,
49:43um den Bruder
49:45Ihres Freundes vor dem Gefängnis zu retten?
49:49Wenn das Ihr Freund selbst gewesen wäre,
49:51dann könnte ich das noch irgendwie nachvollziehen.
49:53Aber Frank ist doch gar nicht der Mann, den Sie lieben.
49:57Oder war das der Mann, den Sie lieben?
50:10Wer antworte die Frage?
50:11Markus, die wollen uns gegeneinander ausspielen.
50:13Hey, es ist alles gut.
50:20Mach's nicht kaputt.
50:22Wer antworte die Frage?
50:28Wer antworte die Frage?
50:31Ja, ich liebe ihn!
50:35Bist du jetzt zufrieden?
50:39Ich möchte ein Geständnis erbringen.
50:41Alles, was Sie gesagt haben, stimmt.
50:46Ich möchte hier raus, bitte.
50:53Einbruch und schwere Körperverletzung.
50:58Ist das Ihre Vorstellung von Romantik?
51:02Sie können doch nur um Zwergenformat denken.
51:07Ich hätte noch viel mehr für Frank getan.
51:11Was ist das nicht wert?
51:15Hä?
51:16Tut man nicht alles für jemanden, den man liebt?
51:26Doch.
51:27Frau Lanz, ich war bei Schneider.
51:40Er kennt nun meine Wahrheit.
51:44Wollen Sie meine Wahrheit hören?
51:46Ich weiß nicht, was ich getan hätte, wenn er nicht der Mörder meines Mannes gewesen wäre.
51:54Vielleicht wäre ich vorsichtiger gewesen.
51:56Vielleicht hätte ich ihm nur ins Bein geschossen.
51:57Aber er hat zur Waffe gegriffen.
52:16Und ich war schneller.
52:17Ihr Bruder liebt Sie wirklich.
52:29Wissen Sie das?
52:30Er muss wahrscheinlich ins Gefängnis.
52:33Oh.
52:35Ist Ihnen egal?
52:35Ich habe eigentlich gedacht, er wäre so eine Art Ersatzvater für Sie.
52:41Schon im Kinderheim hat er immer auf Sie aufgepasst.
52:43Ähm, Entschuldigung, wer hat Ihnen das denn so erzählt, Markus?
52:46Das steht so in den Akten.
52:47Scheiß auf Ihre Akten.
52:48Ich war der Kleine.
52:50Ich war niedlich.
52:52Mich hätte jemand am dritten Tag adoptiert.
52:53Aber Markus war das Problem.
52:54Er war zu alt.
52:56Ich war sein Weg raus.
52:57Nicht umgekehrt.
52:58Deshalb hätte er mich an diesem Tag nicht losgelassen.
53:00Und deshalb habe ich diese ganzen Jahre in dem Heim verbringen müssen.
53:04Wegen ihm.
53:11Jedenfalls hat Ihr Bruder jetzt ausgesagt.
53:16Das glaube ich nicht.
53:17Nein?
53:18Mhm.
53:27Und Ihre Freundin Sonia auch?
53:30Nein.
53:53Dann haben Sie jetzt alles, was Sie wollten.
53:58Nicht?
54:00Mann, sind Sie gierig.
54:01Was wollen Sie noch?
54:02Möchten Sie das sehen, wie ich hier zusammenbreche?
54:06Ja?
54:06Rumheulen?
54:15Bitte.
54:19Bitte.
54:22Ich glaube,
54:24was Sie wirklich brauchen,
54:26ist so ein richtiger Erfolg.
54:28Erfolg.
54:29Erfolg.
54:30Ja, dann verschwinden nämlich vielleicht dieses Gefühl da in Ihre Brunsen.
54:35Dass Sie nur Mittelmaß sind.
54:38Es tut mir leid, Herr Jentsch, aber...
54:39Sie werden jetzt viele Jahre in einer Zelle verbringen.
54:43Und Ihr Genie wird Zeit haben, nachzudenken.
54:45Zum Beispiel darüber, dass Sie nicht einmal in der Lage waren,
54:47einen einfachen Einbruch zu organisieren.
54:50Sie haben den dümmsten aller Anfängerfehler gemacht.
54:52Sie haben eine Waffe mitgenommen.
54:53Und wer eine Waffe mitnimmt, benutzt sie auch.
54:57Und das...
54:57...weiß jeder intelligente Mensch.
55:00Das muss ich hier machen.
55:11Ich will zurück in meine Zelle.
55:21Sie töten einen Menschen,
55:24weil Sie glauben,
55:24das Leben schuldet Ihnen etwas.
55:27Ist es das?
55:27Geben Sie es auf.
55:40Sie können das nicht verstehen.
55:43Niemals, niemals können Sie das verstehen,
55:45was in dem Kopf vorgeht von einem Menschen,
55:47der...
55:49...der vom Mittelmaß erstickt wird.
55:52Das ist unglaublich.
56:01Das kann einen...
56:02Das kann einen so...
56:04...gagel machen im Kopf.
56:09Ja, Carla.
56:10Wenn ich wieder rauskomme,
56:16dann finde ich Sie.
56:23Du bist gleich.
56:25Ich höre, sind Sie verabredet?
56:28Ja.
56:30Ich will Sie auch nicht weiter stören.
56:31Ich nehme mir gern die Zeit.
56:38Glückwunsch.
56:39Sie können stolz sein auf Ihre Mitarbeiter.
56:41Die sind alle ein Musterbeispiel an Loyalität.
56:46Komisch.
56:47Wieso hört sich das an wie ein Vorwurf?
56:49Frau Lanz,
56:50lassen Sie die Waffen stecken.
56:52Das Gefecht ist vorüber.
56:54Und wer hat gewonnen?
56:55In meinem Abschlussbericht werden Sie lesen können,
56:59dass Sie,
57:01ungeachtet aller persönlichen Verwicklungen,
57:05professionell und
57:07in einer Notwehrsituation gehandelt haben.
57:22Auf Wiedersehen.
57:23Frau Lanz.
57:27Wiedersehen, Herr Schneider.
57:28Untertitelung des ZDF, 2020
57:58Vielen Dank.
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