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Kurzfilme
Transkript
00:00Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:30Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:00Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:29Wenn ein Patient stirbt, suchen die Angehörigen nach einem Sinn
01:43Manchmal nach einem Schuldigen
01:45War der Junge sehr krank?
01:47Ja, er litt an Muskeldystrophie vom Typ de Chen
01:49Wir mussten mit seinem Tod rechnen, früher oder später
01:52Aber noch nicht jetzt
01:53Nein, ich dachte, er hat noch Zeit
01:55Gehen Sie von einer natürlichen Todesursache raus?
01:58Ja
01:59Wir können Sie erreichen auf der Station, oder?
02:22Sie haben über mein Angebot nachgedacht?
02:32Meine Antwort, Frau Bendix
02:33Wir machen keine Geschäfte mit Mördern
02:36Das ist aber schön, dass Sie trotzdem hier sind
02:40Ganz ohne Grund
02:42Schauen Sie
02:45Sie sagen mir, was Sie wissen
02:47Und ich denke darüber nach, ob ich beim Staatsanwalt ein gutes Wort für Sie einlegen kann
02:51Okay
02:52Ich sage Ihnen nochmal, was ich weiß
02:58Ihr Mann, Andreas Lanz
03:01War vor vier Jahren im Einsatz als verdeckter Ermittler
03:05Ein guter Polizist, keine Frage
03:08Aber nicht stark genug
03:09Er ließ sich verführen von dem vielen Geld, das er ständig vor Augen hat
03:12Er verliert die Kontrolle
03:13Er tötet einen Kollegen
03:15Und setzt sich mit einer halben Million Euro ab
03:18In Italien wird er von der Polizei gestellt und beim Festnahmeversuch erschossen
03:23Das ist das, was alle wissen, nicht wahr?
03:28Auch Ihre Tochter, Frau Lanz
03:30Aber das ist nicht die Wahrheit
03:34Sie wissen das
03:36Und ich weiß das auch
03:38Die Wahrheit ist, Ihr Mann fiel einer Intrige zum Opfer
03:43Und ich kann Ihnen sagen, wer dafür verantwortlich ist
03:47Wer?
03:50Die Anklage gegen mich
03:51Hängt entscheidend von Ihrer Aussage ab
03:54Sie ändern Ihren Bericht
03:56Ich ändere Ihr Leben
03:59Wie ich schon sagte, Frau Bendix
04:04Ich mache keine Geschäfte mit Mördern
04:13Christian Farot
04:16Das ist der Mann, den Sie suchen
04:20Der Name wird Ihnen nichts nützen
04:24Sie brauchen Beweise
04:25Sie brauchen mich
04:27Auf Wiedersehen, Frau Lanz
04:29Die Anklage gegen mich
04:59Frau Lanz, wo stecken Sie denn?
05:03Ich bin jetzt in der St. Blasius-Klinik.
05:05Es wäre sehr nett, wenn Sie mich zurückrufen könnten.
05:23Vera Lanz, Kripo München.
05:26Lassen Sie den Jungen bitte da, wo er ist und fassen Sie auch sonst nichts an.
05:29Danke.
05:33Hallo?
05:36Wolltest du den Jungen besuchen?
05:39Clemens ist mein Bruder.
05:41Wie heißt du?
05:43Daniela.
05:53Daniela, ich suche deine Eltern.
05:55Gästehaus. Das ist ein anderes Gebäude.
05:59Du bist gar nicht bei Ihnen?
06:00Nein.
06:01Wer ist denn hier?
06:04Bringst du mich hin?
06:06Einfach über den Hof. Sie finden das schon.
06:13Können Sie meine Frau denn nicht verstehen?
06:15Ich habe einfach die Nerven verloren.
06:19Es tut mir leid.
06:21Das ist Frau Lanz, meine Chefin.
06:23Frau und Herr Zibig.
06:26Mein Beileid.
06:27Danke.
06:28Ist das denn nötig, so viel Polizei?
06:29Frau Zibig ist gegen sieben Uhr morgens in das Zimmer ihres Sohnes gekommen und hat ihn dort tot aufgefunden.
06:37Hätte ihr Sohn in der Nacht überwacht werden müssen?
06:39Nein, das war nicht nötig.
06:41Clemens ging es etwas besser.
06:43Seit er in der Klinik war, hatte er keine Krise mehr.
06:46Die Nachtschwester hat Clemens bei ihrem Rundgang gegen 22 Uhr schlafend in seinem Rollstuhl aufgefunden und ihn dann ins Bett gelegt.
06:54Es kam wohl öfter vor, dass er dort eingeschlafen ist.
06:57Ich würde mich jetzt gerne ein bisschen hinlegen, wenn das möglich wäre.
06:59Tu das, mach das.
07:02Herr Zibig, würden Sie kurz mit nach draußen kommen?
07:05Du weißt, dass das irgendwann passiert, aber man ist trotzdem nicht vorbereitet.
07:20Da kann ich auch drauf vorbereiten.
07:22Wo waren Sie, als Ihre Frau Ihren Sohn fand?
07:25Ich war schwimmen.
07:28Die haben hier ein Schwimmbad morgens.
07:29Schwimme ich da ein paar Bahnen, bevor ich meine Frau bei Clemens ablöse.
07:33Ich muss dann zur Arbeit.
07:34Sie wohnen hier?
07:36Wir in der Behandlung, ja.
07:38Gibt ja so ein Programm für Angehörige.
07:40Und Ihre Tochter wohnt auch hier.
07:43Daniela.
07:44Ja.
07:45Ich habe gerade kurz mit ihr gesprochen.
07:48Sie war im Zimmer Ihres Bruders.
07:53Ja.
07:54Natürlich.
07:57Ich wollte zu ihr.
08:00Danke.
08:05Die Leiche wäre beinahe weggebracht worden.
08:10Und Spuren haben Sie auch keine sichern lassen.
08:15Scheiße.
08:15Und Interpol habe ich nicht eingeschaltet.
08:17Eine Mutter, die verliert ihr Kind und dreht durch.
08:20Wir haben da überhaupt keinen Verdacht.
08:22Der Arzt, der geht von einer natürlichen Todesursache aus.
08:25Ach, der Arzt geht von einer natürlichen Todesursache aus.
08:27Und was hat der Papst über Maria gesagt?
08:29Frau Ziebig hat nicht die Telefonseelsorge angerufen.
08:32Sie hat den Notruf angerufen.
08:33Was ist denn überhaupt los mit Ihnen?
08:35Stress oder was?
08:36Und außer mir kann er da, indem Sie es rauslassen können.
08:37Veranlassen Sie alles, was nötig ist.
08:39Und ich will die Informationen über die Krankheit.
08:41Und zwar schnell.
08:41Wo haben Sie sie überhaupt gesteckt?
08:43Ich habe Sie dreimal angerufen.
08:45Viermal.
08:47Nicht so eine präzise Auskunft.
08:55Herzversagen.
08:56Sind Sie sicher?
08:58Davon gehe ich aus.
09:00Das ist bei Clemens Krankheit am Ende das, was leider passiert.
09:04Sie wissen das.
09:06Nichts anderes.
09:07Nein.
09:07Aber es wäre hilfreich, wenn wir Clemens obduzieren könnten.
09:13Falls Sie einverstanden sind.
09:21Sie wollten ihm helfen.
09:26Das habe ich versucht, Herr Ziebig.
09:29Das habe ich versucht.
09:34Störe ich?
09:36Nein, nein.
09:37Ich wollte gerade gehen.
09:45Vera Lanz.
09:46Kripo München.
09:48Hätten Sie einen Moment?
09:49Bitte.
09:51Clemens Ziebig hatte also eine Art Muskelschwäche?
09:54Ja, eine besondere Form.
09:56Eine Erbkrankheit.
09:57Die immer tödlich verläuft.
09:59Die Lebenserwartung beträgt um die 25 Jahre.
10:02Einige Patienten sterben allerdings schon vor Eintritt der Pubertät.
10:05Es gibt bisher noch kein Heilmittel, mit dem sich der Krankheitsverlauf aufhalten oder umkehren lässt.
10:11Steh auf, Daniela.
10:18Bitte.
10:24Komm da raus.
10:30Du mir hörst nicht an.
10:31Es gibt immer noch eine Art Muskelschwäche.
10:35Ich gebe dir links.
10:36Das ist aber sehr.
10:37Was ist das für ein collecting?
10:37Nein.
10:37Da geht runter.
10:38Entschuldigung.
10:38Du bist die Mas centers google.
10:39So
11:00abschaffen, behandeln, heilen. Man kann einiges tun, um das Leiden der Patienten zu lindern,
11:09mehr nicht. Wir haben zurzeit 16 Duchenne Patienten in unterschiedlichen Krankheitsstadien,
11:14denen wir mit unterschiedlichen Mitteln zu helfen versuchen.
11:17Konnten Sie Clemens helfen? Bei Duchenne ist es nur eine Frage der Zeit,
11:23bis ein lebenswichtiger Muskel wie das Herz seinen Dienst versagt. Aber es hat sich keine
11:28Krise angekündigt. Das ist ungewöhnlich. Sowas geschieht eigentlich nicht von heute auf morgen.
11:33Wir brauchen die Leiche des Jungen. Ich würde die Obduktion gerne im Haus vornehmen.
11:39Sie können gerne den Bericht der Rechtsmedizin haben. Wiederschauen.
11:43Warum machen Sie es uns so schwer? Herr Ziebig, der Anruf Ihrer Frau. Wir müssen der Sache nachgehen,
12:04damit wir Sie abschließen können. Ja, das würden wir auch gerne. Glauben Sie, das geht so? Meine Frau hat sich
12:09doch entschuldigt bei Ihnen. Die wollte das nicht.
12:13Paul, du musst mal ein paar Namen für mich überprüfen. Das kann ich doch am allerbesten.
12:20Leg los. Ziebig, ZIEBIG. Der Ehemann Anton, die Frau Marie. Wohnhaft, Wohnhaft?
12:27Schleißheimer, 14. Schleißheimer Straße 14. Und Peter Brandt, Oberarzt der Neurologie St. Blasius Klinik.
12:33Was, der Notruf? Worauf seid ihr denn gestoßen? Besorg einfach die Infos. Ich brauche sie schnell, ja?
12:39Clemens Platz ist frei. Jetzt können Sie meine Tochter behandeln.
12:43Das hält Sie nicht. Das geht nicht. Ich habe Ihnen das erklärt. Das geht nicht.
12:54Die Polizei stellt Fragen. Irgendwann muss ich darauf antworten.
12:59Ich habe Ihnen immer vertraut. Ich weiß, dass Sie das schaffen.
13:08Wir haben ein Problem. Vielleicht ein ernstes. Wir können uns im Moment keinen Fehler leisten, Dr. Brandt.
13:29und keine Öffentlichkeit. Brechen Sie fürs Erste ab.
13:32Ich kann jetzt nicht abbrechen. Das wissen Sie.
13:33Wir sind in der entscheidenden Phase. Solange die Polizei im Haus ist, ist das Risiko zu groß.
13:38Wir könnten Ihnen da nicht helfen. Das sollten Sie bedenken.
13:41Ich habe alles unter Kontrolle. Ja?
13:45Machen Sie sich keine Sorgen.
13:47Duchenne. Der arme Junge hatte schon sein Todesurteil.
14:02Ihr glaubt an Fremdeinwirkung? Das weiß ich noch nicht.
14:05Das würde Frau Lanz gerne von Ihnen wissen, ob wir einen Fall haben oder nicht.
14:09Gut. Morgen. Heute noch, Heike. Ich möchte die Angehörigen nicht unnötig quälen.
14:15Wir sollten die Leiche so schnell wie möglich freigeben.
14:17Warum, meinst du, habe ich mich so aufgetakelt? Weil ich nekrophil bin?
14:20Ich habe eine Verabredung. Sie ist 25, studiert Kunstgeschichte und arbeitet nebenher als Model.
14:2525? Dann hat sie noch viel Zeit im Leben.
14:28Also gut. Danke, Heike.
14:32Du schuldest mir was. Ich weiß. Hey. Ist alles in Ordnung mit dir?
14:38Ja klar. Ciao.
14:40Ist das eigentlich amtlich?
14:45Was?
14:46Diese Frauensache, oder? Schieben Sie ab und zu einen Zwischengang ein?
14:49Raus. Aber schnell.
14:58Hi Mama. Hallo. Tschüss. Bist du weg heute Abend?
15:10Ja. Ich lasse mich mal wieder von meiner eheähnlichen Beziehung aufsaugen.
15:14Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Viel Spaß.
15:16Alles gut bei dir? Füllt dir bloß nichts ein. Ich komme sehr gut alleine, klar.
15:22Bist aber nicht allein. Tschüss. Tschüss.
15:25Tschüss.
15:27Glaubst du noch nicht im Ernst, dass du das reparieren kannst?
15:33Nein, das kann niemand. Ihr müsst das eh wegwerfen. Da kann ich mir auch mal ansehen, wie es da drin aussieht.
15:40Hast du schon gegessen, Georg?
15:43Ich würde uns ja was kochen. Aber da deine Tochter für den Einkauf zuständig ist, hätten wir nur was im Haus für Mahatma Gandhi und andere Vegetarier.
15:51Thailänder?
15:53Italiener.
15:54Hm.
15:55Chinese?
15:56Grieche.
15:57Grieche.
15:58Grieche.
15:59Sag mal, sagt dir der Name Nora Bendix was?
16:06Hat es was mit Andreas zu tun?
16:09Wir haben sie vor kurzem verhaftet, aber sie scheint schon länger im Geschäft zu sein.
16:13Ich bin seit fünf Jahren nicht mehr dabei, Vera. Und ich bin so verkalkt, dass ich mich im Präsidium verlaufen würde.
16:21Es sei denn, es geht um deinen Sohn.
16:23Es sei denn, es geht um deinen Sohn.
16:28Schwung.
16:29Okay.
16:30Schock.
16:31Schock.
16:32Schock.
16:33Schock.
16:34Du kennst dir in seine Bewegung.
16:37Bist du?
16:38Ja.
16:39Oh...
16:40...dann ich mal, du klickst.
16:41So.
16:42Ja.
16:43Ich vorteil.
16:44Ich bin schon mal, du kommst mal,取if.
16:45Ich bin schon mal.
16:46So.
16:47Ich bin schon mal.
16:48Ich bin schon mal.
16:49Ich bin schon mal.
16:51Aber du bist schon mal.
16:53Okay, es geht um Ihnen.
16:54Ich bin schon mal.
16:56keine entspannte Nackenmuskulatur.
16:59Warum bist du hier?
17:01Weil du abends
17:02bei deiner Familie bist.
17:05Okay, du bist hier, weil ich
17:06abends bei meiner Familie bin.
17:09Warum noch?
17:11Wie weit seid ihr mit der Anklage gegen Nora Bendix?
17:15Fast fertig.
17:16Wir stürzen uns hauptsächlich auf Indizien,
17:18aber zusammen mit deiner Aussage wird es für eine Mordanklage reichen.
17:21Es kann sein,
17:22dass ich meinen Bericht ändern muss.
17:24Ich bin mir nicht sicher.
17:26Ja, und worüber bist du dir nicht sicher?
17:32Vielleicht sind die Fakten
17:33nicht so eindeutig, wie ich das angenommen habe.
17:36Ja, und vielleicht hatte Nora Bendix zu viel
17:38mit deinem toten Mann zu tun.
17:39Bist mal auf, Vera.
17:41Ich habe deinen Bericht gelesen und ab und zu kann ich eins und eins zusammenzählen.
17:44Nora Bendix hatte damals Verbindung
17:46zu der Firma, in der dein Mann eingesetzt wurde.
17:49Du glaubst, dass er reingelegt
17:50und ermordet wurde.
17:51Und deswegen ändere ich meinen Bericht, ja?
17:53Keine Ahnung, sag du es mir.
17:54Hat sie dir einen Deal angeboten?
17:56Ich kann sie anscheinend beweisen, dass für ein toller Kerl dein Mann war.
17:59Vera, warum redest du nicht mit mir?
18:03Warum kommst du nicht zu mir?
18:05Ich bin hier.
18:08Ja, schön.
18:09Ja, schön, dass du mir vertraust.
18:16Oh, ist ja eine Besprechung.
18:17Nein, nein, nein, kommen Sie rein, Herr Oberstaatsanwalt.
18:22Wir reden gerade um den Fall Bendix.
18:25Großartige Arbeit.
18:27Ich glaube, wir können bald vor Gericht damit...
18:29Na ja, kommt drauf an.
18:30Frau Lanz ist gerade dabei, den Bericht zu ändern.
18:33Warum?
18:36Es sind Widersprüche aufgetaucht.
18:38Wir müssen das überprüfen.
18:40Aber jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich muss los.
18:41Das ist die Mailbox von Mark Berger.
18:54Bitte hinterlassen Sie Ihre Nachricht nach dem nächsten Dignaturn.
18:57Du bist ein Arschloch, Mark Berger.
18:59Ein riesengroßes Arschloch.
19:00Das ist die Nachricht, ich hinterlasse.
19:01Das sind doch sicher nicht meine, oder?
19:08Das sind deine Sachen, die du in den Schubläden versteckst.
19:13Sie sollten besser abschließen.
19:14Gebt nicht.
19:17Sag mal, wisst ihr noch was über deinen Dr. Brand wissen,
19:19oder war das nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme?
19:26Dr. Brand ist Neurologe,
19:27hat aber auch einen Facharzt in Humangenetik und Immunologie.
19:30Die Stipendien, Forscherpreise und so weiter und so weiter.
19:34Also auf dem Papier ein genialer Menschenfreund,
19:37der schon einen Ruf zu verlieren hätte.
19:39Was auch beinahe passiert wäre.
19:41Vor drei Jahren wurde ihm ein Kunstfehler vorgeworfen.
19:43Die Sache kam zur Anzeige, wurde aber nie...
19:46Was für ein Kunstfehler?
19:47Angeblich hat er einen Hirntumor sehr eigenwillig behandelt.
19:50Der Patient hat es nicht überlebt.
19:51Konnte ihm nicht nachgewiesen werden?
19:53Ich habe da mal ein bisschen rumtelefoniert.
19:55Also da scheint Geld an die Angehörigen geflossen zu sein.
19:57Was ist mit den Eltern?
19:58Nichts Besonderes, unbeschriebene Blätter.
20:01Anton Ziewich hat bei einem Sicherheitsdienst gearbeitet.
20:04Bis vor einem halben Jahr.
20:05Dann hat er gekündigt, aus familiären Gründen.
20:07Er scheint sich voll und ganz auf seinen Sohn konzentriert zu haben.
20:10Die Mutter arbeitet noch.
20:12Bei einer Speditionsfirma.
20:13Morgen, Heike.
20:16Was?
20:16Wenn die Gewebeproben von Clemens Ziewich nicht fehlen würden, könnte man meinen, es waren ein paar jugendliche Mutprobe oder was?
20:26Ja, genau so soll es aussehen.
20:28Ich glaube, sie hatten doch Richtpulanz.
20:31Wie weit warst du denn?
20:32Das Abduktionsprotokoll ist fertig.
20:36Der Junge ist gegen zwei Uhr nachts gestorben, plus minus 30 Minuten.
20:39Passt.
20:40Die Nachtschwester hat ausgesagt, dass der Junge bei ihrem Rundgang gegen Mitternacht noch am Leben war.
20:45Herz war vorbeschädigt, hervorgerufen durch seine Grunderkrankung.
20:48Passt alles zu der Akte, die du mitgebracht hast.
20:50Sein Arzt sagt, er geht von Herzversagen aus.
20:53Korrekt.
20:54Lignal bei Duchenne, was anderes habe ich auch nicht entdecken können.
20:58Grundsätzlich kann aber Herzstillstand auch toxisch verursacht werden.
21:03Und?
21:04Die Proben sollten heute ins Labor, aber wie es aussieht, haben wir keine mehr.
21:10Scheiße, Heike, nimm neue Proben. Ich brauche den toxikologischen Befund.
21:13Geht nicht.
21:14Wie geht nicht?
21:15Ich habe die Leiche freigegeben.
21:16Du hast gesagt, es wäre gut für die Eltern. Ich habe kein Material mehr gebraucht.
21:22Okay, okay, okay. Wir holen ihn zurück.
21:24Ich übernehme das. Ich rede mit den Eltern.
21:31Ich sage Ihnen doch, ich habe alles unter Kontrolle.
21:33Ich habe Sie nur informiert. Ich dachte, Sie sollten Bescheid wissen.
21:35Ich weiß Bescheid.
21:36Wir können nicht einfach aufhören. Wir sind so kurz davor, Herr Zinker.
21:39Wir hören nicht drauf. Wir machen weiter. An anderer Stelle.
21:42Nein.
21:43Nein?
21:44Sie wissen, wie viele Jahre mich das gekostet hat.
21:46Was?
21:47Was hat Sie so viele Jahre gekostet?
21:49Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.
21:51Ich werde auch nicht wissen, wovon Sie sprechen, Dr. Brandt.
21:55Wir haben noch viel mit Ihnen vor.
21:57Es wäre für uns alle bedauerlich, wenn sich das ändert.
21:59Wo gehen Sie denn hin?
22:22Was sehen wir hier alles ab? Wir haben einen neuen Meisterwerk.
22:40Hör drauf, ich bin nervös.
22:42Tag Frau Zirro.
22:53Tag, Frau Zibich.
22:56Ich wollte nur mal hören, wie es Ihnen geht.
23:04Lassen Sie sich bitte nicht stören.
23:06Aber wenn es Ihnen nichts ausmacht, würde ich mir das gern mit Ihnen ansehen.
23:16Sechs Wochen her.
23:18Kurz bevor wir hergekommen sind.
23:22Herr Zivich, ich gebe Ihnen jetzt bitte einen Interview.
23:25Was sieht man hier alles auf Ihrem neuen Meisterwerk?
23:32Das ist wieder her.
23:34Grüß Sie.
23:34Grüß Sie.
23:36Grüß Sie.
23:37Grüß Sie.
23:38Grüß Sie.
23:41Ja?
23:43Daniela?
23:44Daniela?
23:44Daniela?
23:45Daniela?
23:45Daniela?
23:46Daniela?
23:46Daniela?
23:47Daniela?
23:48Daniela?
23:48Daniela?
23:49Daniela?
23:49Daniela?
23:50Daniela?
23:51Daniela hat auf die Scheine, nicht wahr?
23:56Auf den ersten Blick sieht man es gar nicht.
24:00Daniela hat sogar geturnt früher.
24:02Sie war sehr begabt.
24:04Es kam erst raus, als Clemens krank wurde und sie Daniela auch untersucht haben.
24:13Das ist so selten bei Mädchen.
24:15Geht es ihr schlechter?
24:16Nein, nein.
24:17Gott sei Dank.
24:18Aber sie wird aufgenommen, einen Tag nach dem Tod ihres Bruders.
24:24Man kann ihr hier helfen, die Klinik ist ausgezeichnet.
24:32Das war sie gestern auch schon.
24:34Das war sie gestern auch schon.
24:42Hallo, Daniela.
24:43Was machst du hier?
24:46Das Bild ist von deinem Bruder, oder?
24:55Mhm.
24:56Mhm.
24:57Und die Kette wohl auch?
25:00Die hat Ihnen meinen Vater geschenkt.
25:05Er sollte sie ihm wiedergeben, wenn er wieder gesund ist.
25:08Dein Vater vertraut Dr.
25:09Brand sehr, nicht wahr?
25:10Und?
25:11Was ist falsch daran?
25:12Nichts.
25:13Wahrscheinlich.
25:14Was machen Sie denn hier?
25:17Ich wundere mich nur, dass Daniela plötzlich hier ist.
25:24Daniela hat die gleiche Krankheit.
25:26Die wird behandelt.
25:27Aber sprechen Sie doch mit Dr.
25:29Brand.
25:30Der kann Ihnen das sicher alles genauer erklären als ich.
25:33Alles Gute, Daniela.
25:34Sehr schön.
25:35Was wollten wir wissen?
25:36Nichts.
25:37Wir haben uns nur unterhalten.
25:42Du musst nicht mit ihr sprechen, Schatz.
25:43Ich weiß.
25:44Ich bin gleich wieder da.
25:45Wo willst du hin?
25:46Zu Mama.
25:47Sie war sicher auch bei ihr.
25:48Warum lässt du Mama nicht einfach in Ruhe?
26:03Lass sie doch einfach in Ruhe.
26:07Dr. Brand?
26:24Frau Lanz.
26:52Tag.
26:53Kann ich Ihnen helfen?
26:55Eigentlich wollte ich Ihnen helfen.
26:57Die wollten den Bericht der Rechtsmedizin?
26:59Ja.
27:00Er ist schon fertig.
27:01Leider nicht.
27:02Weil heute Nacht in der Rechtsmedizin eingebrochen wurde.
27:05Sämtliches Material, das zu Clemens Ziebig vorlag, ist verschwunden.
27:09Wie kann denn sonst was passieren?
27:11Das weiß ich nicht.
27:12Und ich weiß auch nicht, warum plötzlich Daniela Ziebig hier ist
27:15und den Platz ihres Bruders eingenommen hat.
27:17Wir sind die beste Duchenne-Station in ganz Bayern, Frau Lanz.
27:21Ich probiere mehr aus als andere Kollegen.
27:24Kombiniere bewährte Therapieansätze völlig neu.
27:27Außerdem erhebe ich hier Daten, die für die Entwicklung von Heilmitteln benötigt werden.
27:33Dann war Danielas Behandlung gar nicht vorgesehen. Bis gestern.
27:37Wie meinen Sie das?
27:39Daniela ist ein Mädchen und Duchenne betrifft doch fast ausschließlich männliche Patienten.
27:44Sie wollen Clemens wiederhaben.
27:47Es gab einen Einbruch in die Rechtsmedizin.
27:49Wir konnten die Untersuchung nicht abschließen.
27:51Nein, nein.
27:54Haben Sie was zu verbergen?
27:56Haben Sie gute Erfahrungen gemacht damit?
27:59Lassen sich alle Leute einschüchtern von solchen Fragen?
28:03Nein, ich habe nichts zu verbergen.
28:05Und ich möchte, dass Sie meine Familie in Ruhe lassen.
28:07Uns alle. Ist das so schwer zu respektieren?
28:09Dann muss ich einen rechtseitigen Beschluss besorgen.
28:11Dann tun Sie das.
28:20Du hättest dich anrufen dürfen.
28:22Natürlich müssen wir dann Fragen stellen.
28:27Hatte ich nicht recht?
28:29Warum sollen wir uns mit ein paar Monaten oder Jahren begenügen, wenn wir ein ganzes Leben haben können?
28:45Posa-Farm. Der Pharmakonzern.
29:00Genau. Irgendwie hat Dr. Brandt mit dieser Firma zu tun.
29:03Ach ja, und alles, was du über ein Medikament namens Neurosanex finden kannst.
29:07Neurosanex.
29:09Ja, Paula, am besten sofort. Danke.
29:12Mich fragen. Von Dr. Brandt habe ich die Namen jedenfalls nicht.
29:26Also, Posa-Farm ist ein mittelgroßer Konzern mit etwa 1700 Beschäftigten.
29:31Hauptsitz ist in Brüssel. Die Fabriken stehen in Anderlecht und Augsburg.
29:35Spezialgebiet Gentherapie für Immundefekte und Erbleiden.
29:39Posa-Farm kooperiert quer durch ganz Europa mit 15 Krankenhäusern.
29:43Und die St. Blasius Klinik ist dabei.
29:46Und jetzt ratet mal, wer der Ansprechpartner von Posa-Farm ist.
29:49Dr. Peter Brandt.
29:50Obwohl, Ansprechpartner ist vielleicht sogar ein bisschen zu wenig.
29:53Seine Stelle wird zum Drittel von Posa-Farm finanziert.
29:56Und was ist mit diesem Medikament Neurosanex?
29:58Habe ich überhaupt nichts gefunden. Es gibt kein Medikament mit dem Namen.
30:02Bist du sicher, dass du richtig gelesen hast?
30:05Ja, ist ja gut. Aber das wäre echt der Hammer.
30:09Was wäre der Hammer?
30:10Wenn da eine geheime Versuchsreihe läuft. In dem St. Blasius.
30:13Mit einem nicht zugelassenen Medikament.
30:16Der Doktor hat 16 Duchenne-Patienten auf seiner Station. 16 mögliche Probanden.
30:21Also es würde mich wundern, wenn Clemens Siebig da nicht dabei gewesen wäre.
30:24Knöpf dir diese Firma vor. Irgendwer muss schon zuständig sein.
30:28Was?
30:29Ich da vor die Tür.
30:33Als würde den Einbruch in die Rechtsmedizin erklären, richtig?
30:36Alle Spuren, die zu dem Medikament führen könnten, sollten vernichtet werden.
30:39Und die Eltern, die wussten davon.
30:41Deshalb hat die Mutter gesagt, ihr Sohn sei umgebracht worden.
30:43Aber warum hat sie das wieder zurückgenommen?
30:45Und warum verweigert der Vater die Herausgabe der Leiche?
30:48Weil Dr. Brandt mit ihnen ein Geschäft gemacht hat.
30:50Daniela bekommt den Platz ihres Bruders.
30:53Warum machen die das?
30:54Die Hoffnung stirbt zuletzt.
30:58Wir bringen die Leiche zurück.
31:03Danke.
31:05Wollen Sie nicht endlich mal ran gehen?
31:07Nein.
31:11Die schlimmsten Qualen sind ihm erspart geblieben.
31:14Seine Schwester hat das alles wahrscheinlich noch vor sich.
31:18Liegt es nur an einem Jungen?
31:20Was?
31:21Wie du aus der Wäsche schaust.
31:23Du gefällst mir nicht.
31:25Sonst klingt das immer anders.
31:31Wie schnell kannst du einen unbekannten Wirkstoff in seinem Blut nachweisen?
31:34Gar nicht.
31:35Gar nicht?
31:36Ein paar genauere Angaben brauche ich schon.
31:39Ein Mittel gegen Muskelystrophie.
31:41Es heißt Neurosanix.
31:42Mehr weiß ich nicht.
31:43Außer dass Clemens Schwester und 15 andere Kinder vielleicht in Gefahr sind.
31:48Es kann Wochen dauern bis man was findet.
31:50Wenn überhaupt.
31:51Ohne eine Vergleichsprobe des Wirkstoffs suchst du die Nadel im Heuhaufen.
31:56Komm.
31:57Red mit mir.
31:58Wozu?
31:59Du hast doch Salz zum Reden.
32:14Setz dich vor seine Tür.
32:16Tut mir leid, okay?
32:17Ich liebe dich.
32:18Aber ich lass mich nicht verarschen.
32:19Nicht von dir.
32:20Wunderbar.
32:21Dann sind wir schon zwei.
32:22Wunderbar.
32:23Dann sind wir schon zwei.
32:54Heike?
33:16Ja?
33:18Was hältst du davon, wenn wir uns heute deine Vergleichsprobe besorgen?
33:22Und wie machen wir das?
33:23Wir gehen zu deinem Kollegen in die Klinik und bitten ihn darum.
33:27Und der rückt es einfach raus.
33:29Ein streng geheimes Medikament in der Versuchsphase.
33:31Fantastischer Plan.
33:33Na, ganz so einfach wird's vielleicht nicht.
33:35Aber da kommst du ins Spiel.
33:36Du bist Ärztin.
33:36Du hörst zu, wie er reagiert.
33:38Und dann kannst du die Fragen stellen, die ich nicht stellen kann.
33:40Okay, warum nicht?
33:41Ein Versuch ist es wert.
33:42Gut.
33:43Ich hol dich dann gleich ab.
33:44Aber Moment, nicht heute Abend.
33:45Sicher nicht heute Abend.
33:47Heike, 16 Kinder.
33:48Und vielleicht zählt er wirklich jede Minute.
33:49Du bist ein Monster, das weißt du.
33:54Ein ekliges Schuldgefühl-Monster.
33:58Gib mir eine Viertelstunde.
34:02Willst du jetzt weg?
34:04Ich muss Arbeit.
34:05Wie?
34:06Ich dachte, wir machen uns jetzt einen netten Abend.
34:07Nein, mein Schatz.
34:09Du dachtest, du vertreibst dir deine Zeit mit deiner alten Mutter,
34:11bis dein Freund von seinen Kumpels zurückkommt und dich wachküsst.
34:14Das hilft sicher in deinem Beruf, wenn man Gedanken lesen kann, ne?
34:19Wow.
34:27Das funktioniert also auch bei Frauen, ne?
34:31Keine Ahnung.
34:32Das werde ich auch nie herausfinden, wenn wir uns jetzt nicht beeilen.
34:34Wir gehen da jetzt rein, holen uns das verdammte Zeug und verschwinden wieder.
34:40Das minderjährige Model?
34:43Ist nicht minderjährig.
34:45Ein bisschen magesüchtig vielleicht, aber nicht minderjährig.
34:48Aber bei dir funktioniert's.
34:50Zeig, dass es funktioniert.
34:51Du bist platt.
34:52Ich bin platt.
34:54Der Neuzugang bekommt nur eine Einheit.
34:55Danke.
35:01Frau Lanz?
35:03Was machen Sie denn hier um diese Zeit?
35:04Ich hätte eine Frage.
35:06Ja?
35:07Worum geht's denn?
35:09Neurosanix.
35:10Neurosanix.
35:12Ein nicht zugelassenes Medikament gegen Muskelschwund.
35:15Es wird hier auf der Station eingesetzt.
35:17Vermutlich.
35:18Vermutlich?
35:19Nein, wahrscheinlich.
35:20Sehr wahrscheinlich.
35:22Wie kommen Sie auf sowas?
35:23Gut, dann formuliere ich es mal als Frage.
35:25Wird Neurosanix hier auf der Station an Duchenne-Patienten verabreicht?
35:29Ach, langsam begreif ich.
35:30Ich benutze meine Patienten als Versuchskaninchen und manchmal stirbt eben einer wie Clemens Siebig.
35:35Ja, das wäre meine Arbeitshypothese.
35:37So ungefähr.
35:37Sie haben dafür sicher Beweise.
35:39Durchaus, Herr Kollege, durchaus.
35:42Steinbeck.
35:45Dr. Heike Steinbeck, die zuständige Rechtsmedizinerin, deren Einrichtung heute Nacht auseinandergenommen wurde.
35:50Wir glauben, dass jemand aus der Klinik eingebrochen ist, um Beweismittel zu vernichten und einen drohenden Skandal zu vertuschen.
35:55Aber ja, ja. Schade nur, dass ich Ihnen dabei nicht begegnet bin heute Nacht.
35:58Ja, aber schade.
36:00Dann hätten wir uns über die organischen Veränderungen unterhalten können, die ich bei Clemens Siebig entdeckt habe und die ihn wahrscheinlich getötet haben.
36:07Ich bin bereit, meinen Doktortitel darauf zu verwetten, dass diese Veränderungen durch Ihren Wirkstoff verursacht wurden.
36:14Und glauben Sie mir, meine Doktorarbeit habe ich selbst geschrieben.
36:17Organische Veränderungen? Welcher Art? Was haben Sie gefunden?
36:20Das kann Ihr Anwalt im rechtsmedizinischen Bericht nachlesen. Er wird sicher Akteneinsicht beantragen.
36:25Mein Anwalt.
36:27Dr. Brandt, ich nehme Sie vorläufig fest. Wegen des Verdachts auf Einbruch in die Rechtsmedizin zur Vertuschung illegaler Tests an Menschen.
36:34Was haben Sie gefunden?
36:35Lanz. Ich brauche einen Streifenwagen. St. Blasius Klinik.
36:44Organische Veränderungen?
36:46Was hätte ich denn sagen sollen auf die Schnelle?
36:50Er ist wirklich getroffen.
36:52Macht sich Sorgen um seine Patienten.
36:54Ja, oder um seinen Erfolg. Von den Kollegen kenne ich einige.
36:59Jedenfalls haben wir nicht viel Zeit. Wenn wir ihn festnageln wollen, müssen wir das Zeug in Clemens' Körper nachweisen.
37:03Nein, Schatz. Ich muss es nachweisen.
37:08Habe ich mir das schon gedacht?
37:10Ich sage das Date ab, aber wenn sie mich nicht mehr sehen will, sorgst du für adäquaten Ersatz.
37:1425 Modeln. Notiert.
37:16Danke, Heike.
37:27Es wird kein Neurosanix mehr ausgegeben. Haben Sie verstanden?
37:30Und Sie sorgen dafür.
37:35Wo bringen Sie Dr. Brandt hin?
37:37Wir müssen mit ihm sprechen.
37:39Wegen Ihrem Bruder.
37:42Es gibt Fragen, die wir klären müssen.
37:46Clemens war krank.
37:49Man stirbt, wenn man krank ist.
37:54Wenn man so krank ist wie du und dein Bruder, meinst du?
37:56Dr. Brandt denkt, dass seine Tabletten helfen.
38:02Clemens hat sie genommen.
38:04Und jetzt sollst du sie nehmen.
38:06Geil, oder?
38:07Brauche ich nur ein paar Tabletten, nehme, dann spaziere ich hier wieder raus und fange an zu tun.
38:10Du glaubst nicht daran?
38:12Ist nicht egal, was ich glaube.
38:16Dein Vater glaubt daran.
38:18Mein Vater will seine Kinder nicht verliehen. Er will mich nicht verliehen.
38:21Es ist ein Narren, bitte scheiße.
38:22Nichts ist daran scheiße. Ich habe das nie gesagt.
38:25Ich verstehe deinen Vater.
38:27Aber ich verstehe auch deine Mutter.
38:29Sie wollte nicht, dass ihr euch so quält, glaube ich.
38:32Und sie will nicht, dass es jetzt so schwer ist für dich.
38:35Stimmt das?
38:36Ich bin müde.
38:37Ich würde jetzt gern schlafen.
38:44Tschüss.
38:45Morgen.
39:03Morgen.
39:05Jetzt sind wir einen kleinen Schritt weiter.
39:06Die Spuren aus der Rechtsmedizin stammen von jemandem mit der Blutgruppe A, B.
39:12Das ist Ihre Blutgruppe.
39:13Und die ist sehr selten.
39:15Ja, der DNA-Vergleich, der steht zwar noch aus, aber wir vermuten mal, dass der Einbruch auf Ihr Konto geht.
39:21Oder wie würden Sie das erklären, Dr. Brandt?
39:23Sie wollten die illegalen Medikamententests vertuschen.
39:27Und deswegen sind Sie eingebrochen.
39:31Herrgott, was ist das?
39:33Ihr Ehrgeiz oder Ihre Menschenliebe?
39:35Glauben Sie, der Zweck heiligt jedes Mittel, jedes Risiko?
39:38Darf man dafür das Leben von 16 Patienten aufs Spiel setzen?
39:4116 unheilbar kranke Patienten, Frau Lanz.
39:4416 Menschen.
39:4616 Familien, die für ein bisschen Hoffnung jedes Risiko eingehen würden.
39:48Worauf wollen Sie hinaus?
39:50Dass das alles freiwillig war und dass Sie deshalb das Recht dazu hatten.
39:53Ist das denn gesteckt, ne?
39:54Gehen Sie mir den Bericht der Kollegin bitte.
39:55Ich will jetzt wissen, woran Clemens gestorben ist.
39:57Sie können sich gar nicht vorstellen, dass Sie einen Fehler gemacht haben, oder?
40:00Sie glauben, Sie hatten alles unter Kontrolle?
40:05Hallo?
40:08Gut, ich komme.
40:10Herr Zenker von der Firma Posafarm ist hier.
40:13Wollt ihr nicht doch eine Aussage machen, bevor wir mit dem Mann reden?
40:17Gut.
40:20Neurosanix ist der vorläufige Name des neuen Mittels, das wir zurzeit entwickeln.
40:24Ein völlig neuartiges Medikament gegen Muskeldystrophie.
40:28Wir sind noch in der Tierversuchsphase und nicht einmal meine Frau und mein Squash-Partner wissen davon.
40:31Das Mittel wurde in der Neurologie von St. Blasius verabreicht.
40:34Dann 16 minderjährige Patienten mit Muskelschwundern.
40:37Einer davon ist jetzt tot.
40:40Sie sprechen von Dr. Brandt.
40:43Klingelt da was bei Ihnen?
40:45Einer der besten Ärzte, die ich kenne.
40:47Ein herausragender Wissenschaftler.
40:49Loyal, vertrauenswürdig, verschwiegen.
40:51Bemühen Sie sich nicht, Herr Böhmer.
40:53Sollte Dr. Brandt Neurosanix auf seiner Station eingesetzt haben, dann ohne unser Wissen.
40:57Sie wollen mir sagen, dass Brandt auf eigene Faust gehandelt hat?
40:59Nein.
41:00Ich will Ihnen sagen, dass ich hier mit Anzeige gegen Dr. Brandt gestatte.
41:03Wegen Untreuen und wegen des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz.
41:11Die lassen Sie eiskalt fallen, Dr. Brandt.
41:13Verlässige Tötung, Einbruch, Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz.
41:19Da kommt einiges zusammen.
41:21Aber Sie könnten sich selber helfen.
41:24Wie?
41:25Wir brauchen die Namen der Probanden, die an der Testreihe teilgenommen haben.
41:28Und die der Personen, die mittelbar oder direkt daran beteiligt sind.
41:32Gut.
41:43Ich übernehme die alleinige Verantwortung für alles, was passiert ist.
41:47Sie wollen Posa-Farm immer noch schützen?
41:49Ich habe die Testreihe allein konzipiert und ausgeführt.
41:53Niemand sonst ist daran beteiligt.
41:55Die erforderlichen Medikamente habe ich gestohlen.
41:57Sie wollen, dass Posa-Farm weitermacht.
42:04Sie wollen die Entwicklung nicht gefährden.
42:06Sie glauben an das Mittel.
42:09Deswegen haben Sie auch noch Clemens' Tod weitergemacht.
42:12Außer geringer Nebenwirkungen auf Lebe und Nieren gab es nie Probleme.
42:15Auch Osanix kann Clemens nicht getötet haben.
42:19Geben Sie mir den rechtsmedizinischen Bericht.
42:21Bitte.
42:23Nehmen Sie die Aussage auf.
42:27Frau Lanz, wir holen gerade zu Ihnen.
42:35Dr. Seitz, kommen Sie doch rein.
42:40Der Verwaltungsdirektor der St. Blasius-Klinik ruft mich derzeit etwa einmal die Stunde an.
42:47Sie haben eine Beamtin auf der Neurologie platziert, in Uniform.
42:51Zum Schutz der Patienten.
42:53Wofür?
42:54Das kann ich Ihnen leider noch nicht sagen.
42:58Aber es ist notwendig und Sie können es verantworten.
43:01Ja.
43:02Gut.
43:03Dann ist da noch der Fall Bendix.
43:06Haben Sie die Widersprüche überprüft, die Ihnen noch aufgefallen waren?
43:11Dr. Seitz, wir stecken mitten in einem anderen Fall.
43:15Natürlich.
43:17Herr Kollege Berger würde Sie gerne unterstützen.
43:19Vielleicht kann er Ihnen in der Sache Bendix Arbeit abnehmen?
43:23Ja, sicher.
43:25Fein.
43:32Raus.
43:34Ich habe das Fass nicht aufgemacht, Vera.
43:38Ich habe Ihnen nicht gesagt, was ich denke.
43:42Und was denkst du?
43:43Ich denke, dass du drauf und dran bist, deinen Job zu riskieren.
43:47Und ich habe keine Ahnung, wieso.
43:50Du denkst, dass ich so korrupt bin wie mein Mann.
43:52Du glaubst, ich mache Geschäfte mit Kriminellen.
43:56Es muss sich lohnen, Vera.
43:57Das verstehe ich.
43:58Es muss den Einsatz wert sein.
44:01Sonst wirst du es nicht machen.
44:07Du fügelst mich.
44:08Du lässt mich auf Knien vor dir herumrutschen, aber du lässt mich nicht in dein Leben.
44:16Du willst in mein Leben?
44:19Ja.
44:23Meinst du denn, du hältst das aus?
44:25Das weiß ich nicht.
44:27Und du weißt es auch nicht.
44:30Vorher weiß das keiner.
44:34Gut, dann komm.
44:36Komm.
44:38Tschüss.
44:43Ich bin also Teil einer Verschwörung, die dein Mann umgebracht hat.
45:13Nicht mehr. Aber du hattest damals in deinem Bericht keinen Zweifel an Andreas' Schuld gelassen.
45:20Du hattest jedes Indiz gegen ihn ausgelegt.
45:25Ich wusste nicht mehr, wem ich vertrauen kann.
45:27Nee, aber du wusstest, wen du vögeln musst.
45:31Das stimmt nicht. Das weißt du.
45:35Was hat Nova Penix dir versprochen?
45:39Das...
45:39Sie sagt, dass sie Andreas' Unschuld beweisen kann.
45:43Dass sie den Mann kennt, der dahinter steckt.
45:46Sein Name ist Christian Farron.
45:47Gut.
45:49Gut.
45:51Dann hab ich einen Ansatzpunkt.
45:53Dann kann ich ermitteln.
45:55Und du musst deinen Job nicht riskieren.
45:57Mag ich?
45:58Nee.
45:58Heike?
46:12Alles, pass auf, Vera.
46:14Clemens Zibig ist nicht an Neurosanix gestorben.
46:17Neurosanix war ein Blut des Jungen, war aber nicht die Todesursache.
46:20Die Schädigungen seines Herzens wurden durch die Krankheit verursacht.
46:23Woran ist er dann gestorben?
46:26An einer Überdosis Benzodiazepin, starkes Beruhigungsmittel.
46:30Danke.
46:30Der Junge hat eine Überdosis dieses Beruhigungsmittels im Blut.
46:45Die Menge hätte jedenfalls für uns beide gereicht.
46:47Ein romantischer Gedanke, oder?
46:50Das Zeug liegt jedenfalls nicht einfach so offen rum.
46:52Auch nicht in einem Krankenhaus.
46:53Darf ich Sie nochmal stören?
47:07Wenn es sein muss.
47:09Sie packen.
47:11Ja, wir werden rausgeschmissen.
47:13Weil Sie Dr. Brandt verhaftet haben.
47:15Es war alles sehr belastend für uns.
47:18Das Programm wurde eingestellt.
47:19Daniela wird nicht mehr behandelt.
47:21Sie haben ihr jede Chance genommen.
47:24Dr. Brandt hatte nur Interesse an Ihrem Sohn, nicht wahr?
47:30Entweder der Junge oder keins der Kinder.
47:32Niemand kannte die Nebenwirkungen.
47:33Ebenso gut hätten Sie russisches Roulette mit Ihren Kindern spielen können.
47:36Kann man Eltern vor eine solche Entscheidung stellen?
47:39Er hat sie ausgenutzt.
47:41Er hat ihnen Hoffnung gemacht, obwohl die Krankheit unheilbar ist.
47:44Und jetzt auch noch Daniela.
47:46Das Mittel, das Dr. Brandt eingesetzt hat, war nicht getestet, Herr Ziebig.
47:50Haben Sie Kinder?
47:52Ja.
47:52Und sind die gesund?
47:54Ja.
47:55Dann seien Sie froh, dass Sie nicht solche Entscheidungen treffen müssen.
47:59Er glaubt dran.
48:02Er glaubt, die Krankheit besiegen zu können.
48:04Aber Sie treffen alle Entscheidungen alleine?
48:07Haben Sie jemals Ihre Familie gefragt?
48:08Hat er dich jemals gefragt?
48:10Lassen Sie meine Tochter in Ruhe!
48:12Entschuldigung.
48:13Entschuldige.
48:15Kann sich einfach nicht damit abfinden.
48:18Aber man sollte es lassen, ne?
48:19Man darf sich von der Hoffnung nicht so quälen lassen.
48:22Oder?
48:22Das denken Sie doch.
48:25Ja.
48:25Clemens ist nicht an dem Mittel gestorben.
48:27Das wissen wir jetzt.
48:31Er ist an einer Überdosis Beruhigungsmittel gestorben.
48:34Irgendwann ist es einfach Zeit, Abschied zu nehmen.
48:37Beruhigungsmittel?
48:38Wie kommen Sie da auf?
48:41An einem Medikament wie diesem hier.
48:46Wollten Sie ihm die Qualen ersparen?
48:48Ihnen allen?
48:50Wollten Sie endlich wieder nach Hause?
48:51Du hast heute keine Tabletten bekommen, oder?
49:00Von niemandem?
49:03Auch nicht von deiner Mutter?
49:05Was hat das mit meiner Frau zu tun?
49:06Was soll denn das heißen?
49:10Frau Zibich, ich muss Sie bitten, mich aufs Präsidium zu begleiten.
49:14Und du wartest hier, ja?
49:21Du glaubst das.
49:35Du glaubst, ich habe Clemens umgebracht.
49:40Nein, ich bin...
49:41Du wolltest das alles nicht.
49:46Nein, das wollte ich nicht.
49:50Nicht mehr.
49:52Das wollte keiner von uns.
49:54Das hast du nie verstanden.
49:55Clemens wollte in die Klinik.
49:56Das war auch seine Entscheidung.
49:57Nein, das wollte er nicht.
49:59Das wollte er ganz bestimmt nicht.
50:00Doch, doch, ich weiß das.
50:02Ich habe so oft mit ihm gesprochen.
50:03Glaubst du, Clemens hätte dir das gesagt?
50:06Oder Daniela?
50:09Glaubst du, deine Kinder wollen dir das Herz brechen?
50:12Warten Sie bitte auf uns.
50:14Kommen Sie.
50:15Na los, kommen Sie.
50:21Dr. Brand, haben Sie Daniela gesehen?
50:33Nein.
50:36Kommen Sie bitte.
50:37Ach du Scheiße.
50:52Holen Sie Herrn Ziewich los.
50:53Daniela?
51:09Daniela?
51:23Lassen Sie mich in Ruhe.
51:26Hauen Sie ab.
51:28Ich bleib hier stehen, okay?
51:29Hauen Sie ab!
51:32Daniela, sieh mich an.
51:33Deine Mutter hat deinen Bruder nicht umgebracht, das weiß ich.
51:42Sie hat ihm die Tabletten nicht gegeben.
51:46Das warst du.
51:49Hast du sie im Heimlichen in ein Getränk gemischt oder
51:51hast du sie mit Gewalt eingeflößt?
52:00Nein.
52:01Was nein?
52:03Warum sitzt du denn hier?
52:07Hast du ihm die verdammten Tabletten gegeben?
52:09Ja oder nein?
52:10Dann bist du schuldig.
52:10Ende.
52:14Vielleicht war es aber auch ganz anders.
52:20Vielleicht sitzt du gar nicht hier, weil du deinen Bruder umgebracht hast.
52:24Damit könntest du noch irgendwie umgehen, nicht?
52:29Hat er dich um die Tabletten gebeten, Daniela?
52:33Er wollte nicht mehr.
52:37Aber er konnte mit niemandem darüber reden.
52:42Er dachte, du würdest es verkraften.
52:44Im Gegensatz zu deinem Vater.
52:46Er ist mir so leid.
52:53Er ist mir so leid.
53:07Er ist mir so leid, Papa.
53:10Wir müssen nach Hause gehen, ja?
53:17Ja.
53:17Wir müssen nach Hause gehen, ja?
53:19Es geht schon.
53:25Es geht schon, danke.
53:41Korinther 13.
53:47Nun aber bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei.
53:51Am größten unter ihnen jedoch ist die Liebe.
53:53Mästina?
53:58Mästina?
54:05Diese Bendix-Sache, was für Widersprüche eigentlich?
54:08Wovon hat Salz gesprochen?
54:15Keine Widersprüche.
54:17Gar keine.
54:17Wird das zur Gewohnheit?
54:45Keine Ahnung.
54:45Soll es?
54:51Markus, tut mir leid.
54:52Nein, mir tut es leid.
54:54Aber ich bin einfach kein Freund von Überraschungen.
54:56Das ist alles.
54:58Pass mal auf, ich habe dir ja gestern was gesagt, ja?
55:01Ja.
55:03Ich habe nicht geantwortet.
55:04Ja, das habe ich noch mitbekommen.
55:06Das musst du auch nicht.
55:09Ich will nur, dass du weißt,
55:11das wird sich so schnell nicht bei mir ändern.
55:12Das war ein Pech.
55:17Ja.
55:31Immer lieber hoch.
55:33Die warten auf dich.
55:35Sicher?
55:36Mhm.
55:36Okay.
55:52Hallo.
55:53Hallo.
55:54Dein gutes Gulasch habe ich lange nicht hingekriegt.
55:58Was esse ich?
55:59Grünzeug.
56:00Keine Ahnung, was das ist.
56:01Ich habe es dir einfach mal durchgewürzt.
56:02Oh, entschuldigt bitte.
56:12Marc?
56:14Vera.
56:16Nora Bendix ist tot.
56:18Sie wurde erhängt in ihrer Zelle aufgefunden.
56:21Keine Hinweise auf Fremdeinwirkungen.
56:24Tut mir leid.
56:24Bist du noch dran?
56:41Der Fisch ist ja schon gedeckt.
56:43Klar.
56:44Wasser, Wein?
56:45Wein.
56:46Wein, bitte.
56:46Bitte.
56:47Das ist eine Nachricht für Christian Farrant.
57:05Mein Name ist Marc Berger.
57:06Bitte rufen Sie mich zurück.
57:07Das ist eine Nachricht für Christian Farrant.
57:37Das ist eine Nachricht formuliert,
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