- vor 38 Minuten
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SpaßTranskript
00:05Die Hecke, da würde sich Kirschlor beeignen.
00:09Gut, ja, sehr gut. Oder Liguster, falls sie einen kleinen, blättrigen Sichtschutz bevorzugen.
00:16Schauen wir mal.
00:18Ach, Herr Herbig, fester andrücken. Vergessen Sie die Hortensien nicht.
00:25Ja.
00:27Ja, als Schattenspender für die Sitzecke, da empfehle ich eine Klimatis oder Kamsis. Die hätten wir da drüben.
00:39Oh Gott, Sven. Johannes?
00:46Mei, Frau Hofer, gibt's was Schöneres, als einen Tag so zu beginnen?
00:50Geil.
00:51Da beneide ich mich manchmal selber.
00:53Übrigens, heute auf die Nacht müssen Sie auf meine Anwesenheit verzichten.
00:57Stimmt, ja, heute ist doch die Geburtstagsfeuer von Ihrem Spätzl der Biergrüge sammelt, gell?
01:02Ein Finzi, ein alter Jugendspätzl von mir. Den hat er damals die Liebe nach Rosenheim verschlagen.
01:09Und was für einen Biergrüge haben Sie mir jetzt gekauft?
01:12Ja, äh, noch gar keinen. Mach ich heute.
01:15Okay. Man denkt, das hätten schon längst erledigt, wo Sie seit Tagen über nix anders gekriegt haben.
01:21Ja, nein, ich bin halt einfach nicht dazu gekommen. Ähm, Entschuldigung.
01:29Morgen, Frau Stockl.
01:31Guten Morgen, Herr Stadler. Herr Stadler, es gab er der Laich, und zwar in der Gärtnerei Ben Kellmann.
01:35Aha, und die ist bitte wo?
01:37Die ist in der Langen Süd 23. Das ist von Ihnen aus gesehen hinter der Altstadt.
01:42Ja gut, das werde ich noch schon finden.
01:43Gut, dann sag ich den Kollegen Bescheid.
01:46Besten Dank, Stadler. Ende.
01:48Und jetzt ist schon wieder was dazwischen gekommen, wie ich sehe.
01:51Sie meinen ja wegen dem Biergrügel.
01:53Krampf, das mach ich heute einfach unter der Arbeit.
01:56Hätten Sie da für mich eventuell eine Adresse?
01:59Mein Herr Stadler, Sie fangen voll früh an, sich da drum zu kümmern.
02:02Also, bei der Johanna Breuer, der Laden heißt dies und mehr, in der Ludwigstraße, da werden sie garantiert fündig.
02:08Das liegt ja auf halbem Weg zum Tatort.
02:11Wissen Sie was, da mach ich jetzt schnell einen Abstecher hin.
02:14Wiederschauen, Frau Hofer.
02:15Wiederschauen.
02:20Typisch Männer, immer alles auf den letzten Drücken.
02:23Wiederschauen.
03:04Ah, schau, wie da kommt.
03:10Servus, Herr Stadler.
03:11Morgen, Herr Stadler. Wir haben schon auf Sie gewartet.
03:13Morgen allerseits. Entschuldigung, aber ich war jetzt noch schnell in der Ludwigstraße bei der Frau Breuer.
03:18Und haben endlich einen Bierkrug gekauft. Ich dachte schon, das passiert nie mehr.
03:22Was für ein Bierkrug?
03:23Na ja, wissen Sie, Herr Mohr, ich bin heute Abend auf dem Geburtstag von einem Freund Eickl und der sammelt
03:27halt Bierkrugl.
03:28Seit Wochen hat er von nichts anderem mehr gesprochen.
03:30Das stimmt doch gar nicht.
03:31Doch.
03:32Hey, das ist lustig. So jemanden kenne ich nämlich auch.
03:34Der sammelt Bierkrugl und dann hängt er sich an die Decke.
03:37Was haben denn Sie für einen?
03:39Herr Mohr, Vorschlag meinerseits, wollen wir uns nicht erst dem Fall widmen.
03:44Ja, Fall.
03:44Gut.
03:47Was wissen Sie denn schon, Herr Mohr?
03:49Na ja, das Opfer ist der Johannes Herwig, 56 Jahre alt, von Beruf war ein Gärtner.
03:56Und interessant gefunden hat ihn seine Chefin, die Clara Benkelmann.
04:00Und zwar gemeinsam mit einer Kunde, mit der Ernie Vogelmeier.
04:03Hatte er Familie?
04:04Oh ja, nein. Ich habe keine Frau, keine Kinder, gar nichts.
04:07Sonst noch was?
04:09Ach, nein. Also die Personalien von der Ernie Vogelmeier-Hütte?
04:13Äh, nein. Ich würde sagen, wir schauen jetzt erst einmal zur Frau May.
04:16Ja, danke.
04:19Guten Morgen, Sandra.
04:20Morgen.
04:21Morgen, Frau May. Wie weit sind Sie denn schon?
04:24So gut wie fertig.
04:25Also, gestorben ist er durch ein schweres Schädelhirntraum am oberen Ostparietale.
04:30Scheitelbein.
04:30Und es gibt eine tiefe Eintrittswunde, verursacht durch diese Hacke.
04:34Oh, das heißt, wir haben unsere Tatwaffe.
04:36Gibt es Fingerabdrücke?
04:38Ja, jede Menge. Aber vermutlich von unterschiedlichen Personen.
04:41Herr May, wissen wir schon, wie viele Leute es da arbeiten?
04:44Die Frau Benkelmann, die hat mir gesagt, Sechse inklusive Leiche.
04:48Dann brauchen wir von allen die Fingerabdrücke.
04:50Und die, die dann noch fremd sind, könnten die vom Täter sein.
04:53Oder es war ein Mitarbeiter, dann wird das Ganze schwierig.
04:55Ja, stimmt. Todeszeitpunkt?
04:57Gestern Abend zwischen Halt 9 und 7.
04:59Was hat er denn so spät noch hier gewollt? Gearbeitet?
05:02Oder vielleicht hat er sich mit jemandem getroffen?
05:04Ja, auch möglich.
05:05Es gibt keine Abwehrspuren und der Schlagkamm von hinten.
05:08Womöglich hat sich der Täter unbemerkt angeschlichen.
05:12Herr May, wie ist denn der Täter da überhaupt zu reich kommen?
05:14Also ein paar Spuren haben wir keine.
05:16Wisst ihr was?
05:16Die Frau Benkelmann, die ist gerade im Büro.
05:18Vielleicht könnt ihr uns die ja weiterhelfen.
05:21Kleine Frage nach meinerseits.
05:22Soll ich vielleicht ein bisschen mit den Angestellten reden?
05:24Vielleicht hat jemand was gehört, gesehen?
05:27Sehr gern, Herr May. Und ganz wichtig, Herr May.
05:30Foto.
05:30Nein, äh, Fingerabdrücke.
05:33Ach so.
05:34Vielen Dank, Frau May.
05:37Gerne.
05:40Frau Benkelmann, Hauptkommissarin Winter, Hauptkommissar Stadler, Krippe Rosenheim.
05:45Wir hätten ein paar Fragen an Sie.
05:46Alles gut.
05:47Ja, natürlich.
05:50Ich hoffe, ich wirke nicht pietätlos, weil ich hier einfach so weiterarbeite, aber ich muss dringend noch einen Auftrag fertig
05:57machen.
05:57Sagen Sie mal, die Gärtnerei, die gehört Ihnen allein?
06:00Ja.
06:01Außerdem bin ich noch Garten- und Landschaftsplanerin.
06:04Und Johannes Herbig?
06:06Der ist...
06:09War Gärtner.
06:11Mein Gott.
06:13Der Zuverlässigste von allen.
06:15Über 20 Jahre lang.
06:16Sie hatten also ein gutes Verhältnis zueinander?
06:19Oh ja, ja, ja, ich habe ihn sehr geschätzt.
06:22Vor allem bei meiner Gartenplanung, da war er mir immer eine große Hilfe.
06:26Mich bei der Auswahl der Pflanzen beraten.
06:29Das konnte keiner so gut wie er.
06:31Gab es vielleicht irgendjemanden, der ihn nicht ganz so geschätzt hat wie Sie zum Beispiel?
06:35Oder der vielleicht auch einen Streit mit ihm hatte?
06:39Ja, sein Neffe Peter Herbig.
06:42Mit dem hatte er ständig Stress.
06:44Und ich ehrlich gesagt auch.
06:46Wieso arbeitet er da?
06:48Ja, der ist einfach stinkfaul.
06:51Da muss man ständig auf die Finger schauen, dass er alles richtig macht und ihn nicht vor der Arbeit drückt.
06:58Ich habe ihn auch nur dem Johannes zuliebe eingestellt, weil der sich für seinen Neffen verantwortlich gefühlt hat.
07:03Warum?
07:03Der hatte sonst niemanden.
07:05Ah, verstehe.
07:07Außerdem kann der Peter überhaupt nicht mit Geld umgehen.
07:09Er fragt mich schon immer Mitte des Monats nach dem Gehaltsvorschuss.
07:12Hat sein Onkel ihn finanziell unterstützt?
07:15Nee, das glaube ich kaum.
07:17Die Johannes war extrem sparsam.
07:20Mittags immer nur Brot dabei.
07:23Nie Essen bestellt wie die anderen.
07:26Selbst an seinem Geburtstag hat er nie einen ausgegeben.
07:29Nie einen ausgegeben?
07:30Da wird er ja auch nicht so beliebt gewesen sein bei den Kollegen, oder?
07:33Also, ich konnte ihn trotzdem gut leiden.
07:36Apropos Kollegen, wir bräuchten bitte eine Liste von sämtlichen Angestellten und bis wann sie gestern gearbeitet haben.
07:42Jetzt drücke ich ihn aus.
07:43Ja, dann ruf ihn doch schon mal bei der Frau Stockl an.
07:46Hintergrundcheck.
07:47Okay.
07:55Herr Stadler, was kann ich für Sie tun?
07:57Ja, Frau Stockl, ich bräuchte bitte zu unserem gegenwärtigen Opfer, Johannes Herbig, brauchen Hintergrundcheck.
08:03Vor allen Dingen Vermögensverhältnisse.
08:05Ist schon notiert.
08:06Ja, und Frau Stockl, wenn Sie dann noch ein bisschen Zeit übrig hätten,
08:11dann sind wir dann eventuell zur Frau Breuer gehen, Ludwig Strass.
08:15Zu dies und mir?
08:16Ganz genau.
08:17Ich bräuchte von dort einen Bierkrug.
08:20Und zwar, ich bin heute Abend auf dem Geburtstag bei einem Freundtag gelohnt.
08:24Entschuldigung, Herr Stadler, warum kaufen Sie den nicht selber?
08:27Ja, jetzt haben wir halt blöderweise einen Fall reinbekommen.
08:30Und es wäre auch ungünstig der Frau Winter gegenüber.
08:33Warum?
08:33Die Frau Winter denkt, dass ich den Krug seit Tagen besorgt habe und angeblich rede ich von nichts anderem mehr.
08:39Und ich will Sie jetzt einfach nicht mehr damit beherrlichen.
08:42Ausnahmsweise, Herr Stadler.
08:44Gut, Frau Stockl, ich habe auch schon einen ausgesucht.
08:46Und zwar am Schaufenster, Regal, der Dritte von links.
08:51Dritter von links.
08:52Ganz genau.
08:53Und wie gesagt, es wäre gut, wenn die Frau Winter nichts davon mitbekäme.
08:57Herr Stadler, ich schweige, wie immer.
09:00Gut, vielen Dank, bitte.
09:03Herr Stadler?
09:05Bitte.
09:05Schauen Sie mal, laut Dienstplan hätte Johannes Herbig auch um 19 Uhr Feierabend gehabt.
09:12Er muss aber eigentlich bis mindestens 20.30 Uhr da gewesen sein.
09:17Aha.
09:18Ja und warum?
09:19Überstunden.
09:21Er hat noch für morgen Vormittag Leibpflanzen zusammengestellt.
09:24Was?
09:25Muss man sich da vorstellen?
09:28Leibpflanzen stellen wir unseren Kunden zur Verfügung.
09:30Als Dekoration für Events, Geburtstage, Empfänge, Hochzeiten und so weiter.
09:35Jetzt.
09:35Hat noch jemand von seinen Kollegen so lange gearbeitet?
09:38Ja, nur sein Neffe vermutlich.
09:41Und warum nur vermutlich?
09:43Ich weiß nur, dass er verlangt hat, dass er ihm bei den Leibpflanzen hilft.
09:46Ob Peter dann wirklich noch länger geblieben ist, das weiß ich nicht.
09:50Ich bin so um halb acht nach Hause.
09:53Und da waren Sie auch zwischen 20.30 Uhr und 22.00 Uhr?
09:57Ja.
09:59Und ist jemand bezeugend?
10:00Nein.
10:01Mein Mann ist derzeit auf Geschäftsreise.
10:05Ja.
10:05Gut, Frau Benkelmann, das war's dann erstmal.
10:07Wo finden wir denn Peter Herbig?
10:09Den habe ich zuletzt beim Gewächshaus da hinten gesehen.
10:13Fragen Sie sich einfach durch.
10:15Bitte, Frau Kollegin.
10:17Danke.
10:18Danke.
10:20Also, der Neffe scheint mir ein rechter Hallodreh zu sein, hm?
10:23Schauen wir mal, was er dazu sagt.
10:27Herr Moor!
10:28Ja?
10:30Ähm, Herr Moor, den Neffen vom Opfer, den übernehmen wir selber Peter Herbig.
10:35Der soll da hinten mal in einem Gewächshaus sein.
10:36Ja, alles recht.
10:37Ja, und wir hätten hier noch eine Liste sämtlicher Angestellten.
10:40Ah, außer der für viel.
10:41Haha, zwei haben wir schon.
10:48Ja, Frau Stockl, gehen Sie schon in Pause?
10:50Ja, ich habe gemeint, wir haben einen neuen Fall.
10:53Frau Grasecker, ich muss einen Bierkrug für den Herrn Stadler besorgen, bei der Johanna Breuer.
10:58Das ist ein Geburtstagsgeschenk.
10:59Ah, da schau her.
11:00Warum geht denn der da nicht selber?
11:01Die sind mehr so direkt ums Eck.
11:02Ich glaube, das ist immer ein bisschen peinlich vor der Frau Winter.
11:06Er redet nämlich schon die ganze Zeit davon, hat es aber bis jetzt nicht auf die Reihe bekommen.
11:10Meine Mannsbilder, alles auf den letzten Drücker, das kenne ich von meinem Franz.
11:14Ist schon recht.
11:18Herr Herbig, es soll ja zwischen Ihnen und Ihrem Onkel nicht immer so gut gelaufen sein.
11:24Wer sagt das?
11:26Anscheinend war er mit Ihrer Arbeit nicht zufrieden und deswegen haben Sie sich oft mit ihm gestritten.
11:30Der hat mich genervt, ja.
11:32Deswegen bringt mir einer nicht gleich um.
11:35Kann schon passieren, wenn man ständig bevormundet wird, dass man im Affekt überreagiert.
11:40Oder man ist ständig blank und der andere will einen nicht unter die Arme greifen.
11:47Schmarrn.
11:49Gut, wo waren Sie denn gestern so zwischen 20.30 Uhr und 22 Uhr?
11:55Daheim.
11:56Ich habe hier um 8 Uhr Feierabend gemacht.
11:59Aha.
12:00Also wir haben gehört, dass Sie Ihrem Onkel bei den Leihpflanzen helfen sollten.
12:04Habe ich aber nicht.
12:05Gut, dann sind Sie also von hier direkt heim.
12:11Ja.
12:13Gibt es dafür Zeugen?
12:15Die Freundin ist vor einem halben Jahr ausgezogen.
12:17Wissen Sie vielleicht, ob es noch weitere Verwandte gibt oder respektive andere Herben?
12:22Weiß ich nicht.
12:25Gut, Herr Herbig, das war es dann für das Erste.
12:28Sie halten sich bitte weiter zur Verfügung.
12:29Und wir schicken jetzt gleich einen Kollegen rein, wegen Fingerabdrücke.
12:32Ja?
12:33Ja?
12:34Ja?
12:34Ja?
12:36Wiederschauen.
12:49Grüß Gott.
12:49Grüß Gott.
12:50Kann ich helfen?
12:51Ja, ich bräuchte einen Bierkrug.
12:53Ach, da hätte ich hier zwei mit schönen Bayern-Motiven.
12:56Oder einen aus 10.
12:57Nein, nein, ich weiß schon ganz genau welchen.
13:00Eins, zwei, drei, den da.
13:03Wie Sie wünschen.
13:08Macht 25 Euro.
13:09Uh, da wird er spitzen.
13:15Sie könnten mir schon gut vorstellen, dass das der Neffe war.
13:18Entweder aus Wurt oder er hat aufs Erbe spekuliert.
13:20Wenn es was zu Erben gibt, vielleicht hat Johannes Herbig das Geld ja auch anderweitig durchgebracht.
13:24Gut, dann sollten wir uns jetzt gleich mal seine Wohnung anschauen.
13:27So, jetzt wissen wir mehr.
13:29Ich habe mit allen vier Angestellten geredet, die Fingerabdrücke haben wir auch schon.
13:32Die ganze Gärtnerei, bis auf den Johannes und auf den Peter Herbig, war gestern Abend im Stadion und hat Fußball
13:38geschaut.
13:39Gut, dann sind die vier, die raus.
13:40Ja, dann nehmen Sie doch bitte noch die Fingerabdrücke von Peter Herbig.
13:43Ja, sech.
13:43Und überprüfen Sie doch bitte, ob er auch wirklich gestern um halb neun zu Hause war.
13:47Ja, sech.
13:49Und wir fahren jetzt zur Wohnung des Opfers.
13:52Ja.
13:52Gut.
13:54Auftrag erledigt.
13:55Oh, jetzt waren Sie aber fix, Frau Stockel.
13:58Frau Grasecker, ich habe ganz genau gewusst, welchen Krug ich nehmen soll.
14:01Der Herr Stadler hat gesagt, den dritten von links.
14:03Ja, da konnte ja nichts mehr schief gehen.
14:05So ist es.
14:15Ziemlich bescheiden.
14:18Was ist denn süß?
14:21Tja, die seien ja lauter Schnäppchen.
14:23Nein, wer es mag.
14:29Ja.
14:30Auch eher spärlich eingerichtet.
14:35Karg.
14:36Ah.
14:38Da.
14:39Hören Sie mal.
14:40Ja.
14:41Hiermit bitte ich Sie um eine Befreiung der Heizkosten, da ich im Winter nie heize.
14:47Ja, ein wirklich sehr, sehr sparsamer Mann.
14:50Gnickert.
14:51Fast schon geizig.
14:52Ah.
14:52Ja, ich bin gespannt, was er mit dem Geld angestellt hat.
14:55Ob er es angelegt hat, oder?
14:57Das hören Sie jetzt dann, Frau Stockel, so.
14:59Packen wir es.
15:07Hallo, Miriam.
15:08Grüß Gott beieinander.
15:09Hast du was für uns?
15:10Ja, ich habe hier die Kontoauszüge vom Johannes Herbig und die Erbverhältnisse und Anruflisten
15:14sind angefragt.
15:16Wunderbar, Frau Stockel.
15:16Wissen Sie, was wir noch bräuchten?
15:18Und zwar eine Hintergrundinformation zum Peter Herbig.
15:21Das ist der Neffel von unserem Opfer.
15:22Herr Stadler, ich kümmere mich drum.
15:26Ich kümm gleich, Spesengeschicht.
15:29Okay, dann sehe ich mir die Kontoauszüge schon an.
15:34Spesengeschicht nennt man das jetzt?
15:35Ist ja das.
15:36Jawohl, macht 25 Euro.
15:41Wieviel?
15:4325 Euro.
15:54Das ist ja der Falsche.
15:57Wieso ist das der Falsche?
15:58Sie haben gesagt, der Dritte von links.
16:00Ja, aber der Dritte von links hat ganz anders ausgeschaut.
16:03Das kann nicht sein.
16:04Doch, da haben Sie sich erzählt, Frau Stockel.
16:06Also, Herr Stadler, ich bin in das Geschäft rein, hab mich vor das Regal gestellt und hab
16:11eins, zwei, drei gezählt.
16:12Sie haben von innen gezeigt.
16:15Dann haben Sie rein rechnerisch den Dritten von rechts genommen.
16:18Ich wollte aber den Dritten von links und zwar von außen gesehen.
16:21Von außen?
16:22Ich bin doch keine Hellseherin.
16:24Frau Stockel, das Geschäft hat er heute noch früher noch gar nicht aufgehabt, wie ich
16:27dort war.
16:28Frau Lange, was gibt's?
16:30Post?
16:31Ja.
16:33Jetzt nehmen wir uns halt den.
16:35Der ist doch auch wunderschön.
16:36Frau Stockel, der andere war aber besonders schön.
16:38Und ich möchte eigentlich, mein Freund empfindet sich schon was besonders schenken.
16:43Hilft nicht, Frau Stockel?
16:44Dann müssen Sie halt noch mal los.
16:45Herr Stadler, bei aller Liebe.
16:47Aber ich hab jetzt, weiß Gott, was Besseres zu tun.
16:53Frau Stockel, wie schau's denn rein?
16:56Michi, ich sag dir was.
16:58Kaffee?
16:59Befreude.
17:02Schauen Sie mal.
17:04Johannes Herbig hat sich rund 80.000 Euro angespart.
17:07Das ist sein Sparkonto.
17:0880.000 Euro?
17:10Sabrolott.
17:10Ob der Nefi von diesen 80.000 Euro gewusst hat?
17:14Er hat sich ja was geahnt.
17:15Und wenn er tatsächlich der Alleinerbe ist, dann hat er ein eindeutiges Mordmotiv.
17:23Die Frau Stockel hat übrigens den falschen Bierkrug gekauft.
17:28Den falschen?
17:29Wie gibt's denn das?
17:31Anscheinend hat der Herr Stadler von außen ins Schaufenster geschaut und den dritten Bierkrug von links gemeint.
17:35Das hat die Frau Stockel aber nicht gewusst und deswegen von innen den dritten Bierkrug von links genommen.
17:39So was Blödes.
17:41Das hätte der Herr Stadler ja sagen müssen.
17:43Ja, das hat die Frau Stadler auch gesagt.
17:45Nein.
17:46Deswegen so einen blöden Geburtstag.
17:48Probier's einmal mit Logik.
17:50Der Mann kann doch nicht von Ihnen gezählt haben.
17:53Das Geschäft war doch nur zu.
17:54Jetzt fallst du mir auch noch in den Rücken.
17:56Ich fall ja nicht in den Rücken.
17:57Passt du was, reden wir später.
17:59Ich muss, reden wir.
18:04Vorher ist das Alibi Neffe Peter Herwig.
18:08Der Nachbar von Herrn Herwig, der Herr Müller, ist gegen 11 Uhr am Abend mit seinem Dackel mit dem Maxi
18:12Gassi gewesen.
18:14Und genau da ist der Herwig heimgekommen.
18:16Na hat er uns angelogen.
18:17Der war zur Tat seit gar nicht da waren.
18:19So, gerade ist ein Fax vom Notar gekommen.
18:22Der Peter Herwig ist der einzige Verwandte vom Johannes Herwig und erbt quasi das gesamte Vermögen.
18:28Dann haben wir ja alles beieinander.
18:30Ein Motiv, kein Alibi.
18:31Herr Moor.
18:34Eine Sache noch.
18:35Ich bin gleich wieder da.
18:38Herr Moor.
18:40Herr Moor.
18:44Wenn Sie eh unterwegs sind, würden Sie mir einen kleinen Gefallen tun.
18:47Deswegen ein Bierkreis, gell?
18:49Sie wissen Bescheid.
18:50Gut.
18:51Herr Moor, würden Sie einen kurzen Umweg machen zu dies und mir und den richtigen Grauk holen?
18:56Warte mal.
18:57Ein Dritter von links, aber von außen gesehen.
18:59Ganz genau.
19:01Und Herr Moor, haben Sie dich was gut bei mir?
19:03Was?
19:08Ich habe noch was gefunden.
19:10Eine Überweisung über 10.000 Euro von einem gewissen Wolf-Hannoth vor zweieinhalb Wochen.
19:16Aha.
19:16Steht da auch dabei, für was das Geld gewesen wäre?
19:19Nein.
19:20Gut, dann sollte man herausfinden, wer das ist.
19:22Dieser Wolf-Hannoth.
19:23Wolf-Hannoth.
19:24Aha.
19:25Also, bei uns ist er zumindest nicht aktenkundig.
19:28Aha.
19:29Also, laut IBAN hat er das Konto bei der Bank Rosenheim.
19:33Also, dann wird er auch von da sein.
19:35Ja, dann sehe ich mal im Einwohnermelderegistern nach.
19:40Ja, da ist er.
19:41Dr. Wolf-Hannoth, Privatdozent.
19:44Was hat denn der bitte mit unserem Gärtner zum tun?
19:46Am besten, wir fragen ihn.
19:48Hm?
19:51Hallo, Miriam.
19:52Ähm, könntest du uns bitte einen gewissen Dr. Wolf-Hannoth einbestellen?
19:56Der hat vor zweieinhalb Wochen 10.000 Euro an den Herrn Herbig überwiesen.
20:00Oh, ja, mache ich gleich, aber ich habe auch was.
20:02Ich habe nämlich eine Akte über die Gärtnerei gefunden.
20:05Da ist vor drei Wochen jemand ins Gewächshaus eingebrochen und hat ordentlich randaliert.
20:10Daraufhin hat die Frau Benkelmann eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung gestellt.
20:16Und wo ist es als der Sachmann?
20:18Wegen Geringfügigkeit eingestellt.
20:21Vielen Dank, Frau Stockel.
20:24Wären Sie uns eventuell diese Akte besorgen?
20:28Mach ich.
20:29Danke.
20:41Danke.
20:42Bitteschön.
20:50Bitte schön.
20:51Bitte schön.
20:54Sehr gerne.
21:01Ena.
21:03Super!
21:04Eine, zwei, drei…
21:07Den hier mal.
21:08Opa!
21:10Make-ups gut.
21:12Ich hätte gerne diesen wunderschönen, blauen Birkhoff.
21:18Eine sehr gute Wahl.
21:21Sie gehen heute weg wie warmer Semmel.
21:23Vielleicht der Glückstag.
21:26Macht 25 Euro.
21:28Ja, ist recht.
21:32Herr Dr. Harnot, Sie haben dem Johannes Herbig
21:36von ca. 2,5 Wochen 10.000 Euro überwiesen.
21:39Jetzt wüssten wir natürlich gern, warum.
21:41Für die 10.000 Euro gibt es eine ganz einfache Erklärung.
21:44Dafür gestaltet mir Herr Herbig meinen Garten.
21:47Das haben Sie vorab gezahlt.
21:50Seien Sie da erst eingezogen oder wie muss man sich das vorstellen?
21:53Nein, aber ich hatte noch nie so den grünen Daumen
21:55und will den Garten endlich mal in Ordnung bringen.
21:58Und wie kamen Sie ausgerechnet auf Johannes Herbig?
22:01Den habe ich auf einer Kunstaktion kennengelernt,
22:03wo er für die Pflanzendekoration zuständig war.
22:05Und dann sind wir ins Gespräch gekommen.
22:07Wann und wo waren das genau?
22:09Vor knapp vier Wochen in den Silbersteinhallen.
22:13Aber wieso fragen Sie mich das?
22:16Der Herr Herbig wurde ermordet.
22:21Ach du je.
22:22Wusste seine Chefin Clara Benkelmann von dem Auftrag?
22:26Das weiß ich nicht.
22:27Ich hatte immer nur mit ihm zu tun.
22:30Und wann das letzte Mal?
22:32Letzten Mittwoch.
22:33Da war er abends bei mir und wir haben nochmal detailliert
22:36über alle geplanten Änderungen im Garten gesprochen.
22:40Gut, Herr Dr. Hanno, dann erstmal vielen Dank.
22:43Und falls wir noch Fragen an Sie haben,
22:44dann würden wir nochmal auf Sie zurückkommen.
22:47Jederzeit.
22:49Wiedersehen.
22:50Wiederschauen.
22:50Wiedersehen.
22:55Wenn der Johannes Herbig das nebenbei als Schwarz betrieben hat,
22:59hinter dem Rücken seiner Chefin, dann hätte er Sie einen Grund,
23:02Sauer zu sein.
23:02Fragen wir Sie.
23:04Ist recht, Frau May, ich richte es aus.
23:08Frau Stockl, wir fahren nochmal in Gärtnerei zu Frau Benkelmann.
23:11Ist recht, aber vorher bitte bei der Frau May vorbeischauen.
23:14Sie hätte noch eine Information bezüglich des KTO-Berichts.
23:17Sehr gut, machen wir.
23:22Ja, der Herr Mohr.
23:24Wo haben Sie denn Peter Herbig gelassen?
23:26Peter Herbig, der war nicht da.
23:27Daheim nicht, in der Gärtnerei nicht.
23:29Handy ist ausgeschaltet gewesen.
23:30Ja, dann sollten wir ihn zur Fahndung ausschreiben.
23:32Unbedingt.
23:34Vorschlag meinerseits, gehen Sie doch schon mal zur Frau May.
23:38Und ich kümmert mich dann um die Fahndung.
23:41Dann sparen wir Ihnen nur ein bisschen Zeit.
23:42In Ordnung.
23:45Zeigen Sie ihn her.
23:46Jetzt wird es schon.
23:55Ist schon wieder der Verkehrte?
23:58Nein, der Dritte von links, von außen.
24:0125 Euro.
24:02Ich wäre noch wahnsinnig.
24:0425 Euro.
24:0825 Euro.
24:10Ja, dann übernehmen Sie das wenigstens mit der Fahndung.
24:14Sehr gerne, Herr Stahl.
24:18Was ist denn jetzt schon wieder scharf klaffen?
24:20Keine Ahnung.
24:21Grüß Gott, Herr Stahl.
24:23Grüß Gott.
24:24Grüß Gott.
24:24Grüß Gott, die Damen.
24:25Grüß Gott, Herr Achziger.
24:26Ach, Herr Donato.
24:27Denken Sie bitte schön dran.
24:28Ich brauche heute noch den Ausdruck vom Protokoll.
24:30Den bringe ich Ihnen, Herr Achziger.
24:31Danke.
24:33Und Daniel, wie war es in München?
25:03Anstrengend.
25:04Einer mit einem wunderschönen Zinndeckel an der Seite hat ein bisschen Relief.
25:08Und vorne auf dem Bildl, da sitzen irgendwelche Bauern oder Trachtler beim Kartenspielen.
25:12Herr Stadler, wissen Sie was?
25:14Ich schicke Ihnen einfach ein Foto und Sie sagen mir dann, ob es der richtige ist, gell?
25:18Wunderbar, Frau Hofer.
25:18Besten Dank.
25:21Ah, und was sagt Frau May?
25:23Ja, leider sind an dem Stiel der Hacke keine fremden Fingerabdrücke.
25:26Aber es gibt eine Stelle, an der die bestehenden Abdrücke verwischt sind.
25:29Wahrscheinlich durch einen Gummihandschuh.
25:30Gummihandschuhe?
25:31Dann war der Morgen geplant.
25:32Auf zu Frau Benkelmann.
25:36Fangen wir mal ganz von vorne an.
25:38Wie viele Biergrüge standen denn überhaupt auf dem Regal?
25:42Acht.
25:42Und wie ich dann gezahlt habe und gegangen bin, waren zwar noch sieben.
25:46Und wie ich gekommen bin, waren sechse.
25:48Bist du dir sicher?
25:49Ja, ganz sicher.
25:50Ja, das ist es.
25:51Nach Miriam muss irgendjemand anderes noch einen Bierkrug gekauft haben
25:53und dadurch hat sich die Reihenfolge verschoben.
25:56Deswegen habe ich den Fäuschen erwischt.
25:58Michi, du konntest gar nichts dafür.
26:01Ja, und du auch nicht.
26:03Der Stadler hat es doch falsch beschrieben.
26:04Der Herr Stadler hat uns beiden Unrecht getan.
26:07Aber hallo.
26:09Ja?
26:11Oh, grüß Gott zusammen.
26:13Grüß Gott, Herr Achtziger.
26:14Frau Stocke, die Unterschriften machen wir zurück.
26:17Danke.
26:19Und, Herr Donato?
26:21Achtziger.
26:22Haben Sie was vergessen?
26:23Nein.
26:24Nein?
26:25Ich wollte Ihnen noch das Protokoll bringen.
26:27Danke, Herr Donato.
26:28Wiederschauen.
26:29Wiederschauen.
26:33Also, der Herr Stadler.
26:35Aber hallo.
26:40Frau Benkelmann, sagt Ihnen der Name Wolf Hannoth etwas?
26:44Nein.
26:45Warum?
26:46Weil Johannes Herbig vor ca. drei Wochen
26:49einen Auftrag zur Gartengestaltung bei ihm angenommen hat.
26:51Und er hat bereits 10.000 Euro dafür kassiert.
26:55Das kann nicht sein.
26:57Der Johannes?
26:58Ja.
26:59Vielleicht wollte er sich etwas dazu verdienen.
27:01Wir wissen ja, wie wichtig ihm Geld war.
27:04Also, das ist ja die Höhe.
27:06Und ich habe ihm vertraut.
27:08Und Sie haben von all dem nichts mitbekommen?
27:10Nein.
27:11Aber wenn ich das gewusst hätte...
27:15Was anderes, Frau Benkelmann.
27:18Man hat uns gesagt, dass vor ca. drei Wochen bei Ihnen da randaliert worden ist.
27:23Warum haben Sie uns das nicht einfach gesagt?
27:25Ach, das ist im Sande verlaufen.
27:29Letztendlich war ja der Schaden nicht so groß.
27:31Was ist denn genau passiert?
27:33Jemand ist nachts über den Zaun, hat Töpfe umgestoßen, Pflanzen rausgerissen.
27:39Ja, ich meine, gut, die waren da natürlich hinüber.
27:41Wer das war, wissen Sie nicht?
27:43Ich vermute irgendwelche Jugendlichen.
27:47Frau Benkelmann, vielen Dank. Wiederschauen.
27:50Wiederschauen.
27:51Wiederschauen.
27:52Glauben Sie, Clara Benkelmann hat nicht geahnt, dass Herwig Sie hintergangen hat?
27:56Na gut, das könnten auch vorgespielt werden sein.
27:59Obwohl Sie schon ziemlich saubern.
28:01Kein Wunder, wenn man so viel mit Gartengestaltung verdient.
28:04Wir sollten auf alle Fälle herausfinden, ob er das schon öfter gemacht hat.
28:07Ich rufe Herrn Mohr an, er soll sich nochmal in der Wohnung umsehen.
28:14Herr Mohr, hinterher.
28:23Frau Hofer, perfekt, das ist genau der richtige Grund.
28:26Das habe ich gewusst, dass wir auf Sie sein kommen.
28:28Gut, dann bringe ich Ihnen den mit.
28:29Kostet übrigens 25 Euro.
28:31Weiß ich. Bis später.
28:33Ja, bis später.
28:47Ach, ich habe hier gerade die Akte von der Gärtnerei wegen dem Vandalismus.
28:51Da sind ca. 18 Pflanzen aus ihren Töpfen gerissen worden.
28:54Und der oder die Täter haben keine brauchbaren Spuren hinterlassen.
28:58Gibt es schon was zur Fahndung von Peter Herwig?
29:00Den hat noch keiner gesehen.
29:02Vielen Dank, Frau Stockl.
29:05Hallo, Herr Mohr.
29:07Und, haben Sie in der Wohnung des Toten Pläne für die Gartengestaltung gefunden?
29:10Nein, habe ich noch nichts gefunden.
29:12Aber was anderes habe ich gefunden.
29:13Und zwar unter dem Bett waren so vier, fünf Kisten mit lauter Bürounterlagen aus den letzten 20 Jahren.
29:19Jetzt ein kleiner Vorschlag.
29:20Ich würde das mitbringen als Kommissariat und schauen wir das morgen in Ruhe durch.
29:24Tun Sie das.
29:24Und danach können Sie sehr gerne Feierabend machen.
29:26Was?
29:27Das machen wir.
29:29Servus, Frau Winter.
29:30Tschüss.
29:31Und?
29:32Also, Johannes Herwig hat die Akten der letzten 20 Jahre gesammelt.
29:36Die würde sich der Mohr morgen mal ansehen.
29:37Ja gut, dann könnten wir eigentlich für heute auch Schluss machen.
29:40Sehr gerne.
29:41Schönen Feierabend.
29:42Und Ihnen viel Spaß auf der Geburtstagsfeier, Herr Stadler.
29:44Vielen Dank, Frau Winter.
29:45Wiederschauen.
29:47Wiederschauen, Frau Stockl.
29:48Herr Stockler, was machen wir mit den Bierkrügen?
29:51Die bringe ich morgen einfach zurück.
29:53Frau Hofer hat mir jetzt den richtigen besorgt.
29:55Endlich.
29:57Wiederschauen, Frau Stockl.
29:58Ja.
30:00Ja.
30:01Ja.
30:03Ja.
30:06Ja.
30:11Ja.
30:13Ja.
30:14Ja.
30:15Ja.
30:18Ja.
30:18Ja.
30:18Ja.
30:18Das Problem kennen.
30:19Du, Anda Lwart, da glaube ich, hab ich eine Lösung für dich.
30:23Da find's ich, sammelt doch Bierkrüge?
30:25Ja.
30:26Und ich hab heut blöderweise zwei Bierkrüge zu viel gekauft.
30:30Du, bring ich da einfach mal mit.
30:31He?
30:31Perfekt.
30:32Super.
30:33Herr Stadler?
30:36Tadaa.
30:37Ah, Frau Hofer, Sie sind die Beste.
30:39Ich weiß.
30:40Ja.
30:41Soll ich ihn vielleicht noch einpacken?
30:42Ah, das war natürlich...
30:43Entschuldigung, Entschuldigung.
30:44Ich habe ja Geschenkpapier.
30:47Sigi!
30:49Logisch.
30:52Servus, Eva.
30:53Hallo.
30:53Du, bei euch geht es ganz schön rund im Büro, wie was ich gerade erfahren habe.
30:56Ja, unser Fall.
30:58Nein, nein, ich meine die Bierkrüge, die der Herr Mohr und die Frau Stockel gekauft haben.
31:01Äh, was für Bierkrüge?
31:03Naja, der Herr Stadler, das der Frau Stockel ja nicht ausreichend erklärt und die hat dann einen Falschen mitgebracht.
31:08Und dann hat der Mohr wieder einen Falschen gekauft, weil jemand anders einen gekauft hat und dadurch hat sich die
31:12Reihenfolge verschoben.
31:14Ja, und am Ende war der Herr Stadler total genervt, weil er ja zwei zu viel hatte.
31:17Äh, ich nehme mich auf den Arm.
31:33Morgen, Frau Lange.
31:34Morgen, Frau Stockel.
31:36Morgen.
31:37Morgen, Frau Graf.
31:38Morgen, Frau Hasecker.
31:40Frau Lange, wissen Sie, was das mit dem Umschlag auf sich hat?
31:43Keine Ahnung, bin auch gerade erst gekommen.
31:4720, 40, 50 Euro.
31:50Toni, das kann vielleicht der Herr Stadler sein. Anton, Toni?
31:54Mhm, kann sein.
31:58So.
32:00Äh, wo sind denn die Bierkrüge?
32:04Was?
32:06Bin die jetzt blöd, oder was?
32:07Morgen.
32:10Morgen.
32:12Morgen.
32:12Was sollst du denn?
32:12Wie hier die Bierkrüge sind weg?
32:14Ja, der Stadler mitmachen.
32:15Nein, der wollte heute zurückbringen ins Geschäft, weil die Frau Hofer hat jetzt den richtigen
32:20gekauft.
32:21Halleluja.
32:21Ja, fragt doch mal den Hausmeister, den Gruber.
32:52Putzpersonal, die er mitgenommen hat.
32:53Ach so, so die Fundsachen in den Keller gebracht.
32:56Ja, ist recht, Herr Gruber, dann schau ich da unten mal nach.
33:00Viel Erfolg, Frau Stock.
33:01Danke.
33:03Was machst du hier eigentlich?
33:04Ich sitze hier und suche nach Plänen für eine schöne Gartengestaltung.
33:08Ja, viel Erfolg.
33:09Danke.
33:17Guten Morgen allerseits.
33:18Guten Morgen, Frau Kollegin.
33:21Entschuldigung, dass ich heute schon wieder ein bisschen später drauf bin, aber diese
33:24Feiergäste war wunderschön.
33:26Hat sich ihr Freund über den Bierkrug gefreut?
33:28Ach, und wir.
33:29Er hat gesagt, ein Prachtexemplar, der kriegt einen Ehrenplatz in seiner Sammlung.
33:33Der ist aber auch schön.
33:35Hm.
33:35Freuen wir.
33:36Ja, gerne.
33:40Sie haben bei Ihrem Alibi gelogen, Herr Herbig.
33:43Sie sind vorgestern Abend erst um 23 Uhr nach Hause gekommen.
33:46Ein Nachbar hat Sie gesehen.
33:48Wo waren Sie denn davor?
33:50Spazieren.
33:51Und hat Sie dabei jemand gesehen?
33:54Weiß ich nicht.
33:56Herr Herbig, zusammenfassend.
33:59Sie haben Schulden?
34:00Sie sind Alleinerbe und Sie wussten vermutlich, dass Ihr Onkel 80.000 Euro auf dem Konto hat.
34:07Was?
34:08Wirklich?
34:09So viel?
34:10Kann es sein, dass Sie vorgestern Abend beschlossen haben, die Auszahlung Ihres Erbes zu beschleunigen?
34:14Sie sind am Abend nochmal hier in die Gärtnerei gekommen und haben Ihren Onkel ermordet.
34:19Ich war nicht nochmal hier.
34:24Ich war im Spielcasino, okay?
34:26Ich war im Spielcasino Uranus.
34:27Und warum haben Sie uns das nicht gleich gesagt?
34:29Hat nicht dran gedacht.
34:31Hm.
34:31Ja, gut.
34:32Wir werden das auf jeden Fall überprüfen.
34:34Und bis das geklärt ist, wohnen Sie bei uns.
34:36Bitte mitnehmen.
34:37Bitte was?
34:38Ja.
34:41Vorsicht, ja?
34:44Was soll denn das?
34:52Ich weiß nicht.
34:52Ich weiß nicht.
34:54Ich weiß nicht.
34:55Ich weiß nicht.
34:56Aber wenn der spielsüchtig ist, würde das wenigstens seine Schulden erklären.
34:59Mhm.
35:01Aber es untermauert auch sein Mordmotiv.
35:03Stimmt.
35:09Morgen.
35:12Morgen.
35:13Ah, Herr Stadler?
35:13Ja.
35:14Kann das sein, dass Sie mit Toni Sie gemeint sind?
35:16Mit Y langeschön?
35:17Ja.
35:18Ja, das bin ich.
35:19Das ist mein Spitzennamen aus der Jugendzeit.
35:20Aha.
35:21Da schau her.
35:22Dann hätte ich jetzt einen Umschlag mit 50 Euro für Sie.
35:25Besten Dank.
35:26Gern geschenkt.
35:28Toni.
35:29Hm?
35:30Was ist denn das für Geld?
35:31Äh, das ist jetzt nicht weiter wichtig.
35:37Bei den Fundsachen waren es nicht.
35:40Die Putzkolonne hat es nicht.
35:42Ich weiß nicht, wo ich nach suchen soll.
35:44Weißt du was, Stocke?
35:46Dann lasst du es halt rein.
35:48Michi, stimmt.
35:49Ist eigentlich nicht mein Problem.
35:54Ah.
35:54Grüß Gott.
35:55Guten Morgen.
35:56Grüß Gott.
35:57Herr Mohr, könnten Sie bitte das neue Alibi von Peter Herbig überprüfen?
36:02Angeblich war er zum angegebenen Tatzeitpunkt im Spielcasino Uranus.
36:06Uranus, Uranus.
36:07Das kenn ich doch.
36:08Ah ja.
36:09Aber die haben noch zu.
36:10Ich fahr später hin.
36:11Okay.
36:13Herr Stadler.
36:15Bitte.
36:17Ähm.
36:19Falls Sie die Bierkrüge suchen, die sind spurlos verschwunden.
36:24Nein, Frau Stockel.
36:25Die hab ich gestern auf Nacht selber noch geholt.
36:27Stellen Sie sich vor, zwei meiner Freunde hatten kein Geschenk.
36:30Na.
36:31Das sagen Sie mir erst jetzt, weil ich eine blöde gesucht hab.
36:37Ja, Entschuldigung, Frau Stockel, aber das hab ich jetzt nicht schmecken können.
36:40Und außerdem haben wir zwei uns ja heutzutage gar nicht gesehen.
36:42Ähm.
36:47Sieg Stockel hat sich alles in Wohlgefallen aufgelöst.
36:52Denke ich noch einmal einkaufen.
36:57Also stimmt es doch, was Joe und Daniel mir erzählt haben?
37:01Dass Sie gestern Herrn Mohr und Frau Stockel losgeschickt haben, Ihnen Bierkrüge zu kaufen?
37:06Naja, also ähm.
37:08Ich dachte, Sie hätten behauptet, Sie hätten schon morgens den Bierkrug besorgt.
37:12Ja, also, nein, also das ist, ähm, Missverständnis. Das ist, äh.
37:19Mhm.
37:29Also, ich bin jetzt mit den Unterlagen vom Johannes Herwig fertig.
37:34Der hat keinen Garten geplant.
37:36Und es gibt auch keinen Vertrag oder irgendwas Schriftliches.
37:39Nein, der hat ja nicht einmal den Computer gehabt.
37:42Ja, da haben Sie auch wieder recht. Danke, Herr Mohr.
37:45Geil.
37:45So, und jetzt geh einmal schauen, was da in dem Spiekasino Uranus los ist.
37:49Da kenn ich wen.
37:52Sie glauben, dass an dieser Planungsnummer irgendwas falsch ist?
37:55Vielleicht war das Geld doch für was anderes bestimmt.
37:58Daran hab ich auch schon gedacht.
38:00Also, was verbindet die beiden?
38:02Also, angeblich haben Sie sich ja bei dieser Kunstauktion kennengelernt.
38:06In die Silbersteinhallen.
38:07Mhm.
38:08Vielleicht sollten wir da nochmal ansetzen.
38:10Mhm.
38:11Dann Sie das übernehmen.
38:18Miriam?
38:19Ja?
38:20Könntest du bitte alles über eine Kunstauktion in den Silbersteinhallen rausfinden?
38:24Das war vor etwa vier Wochen.
38:26Angeblich hat Wolf Hannuth da unser Opfer kennengelernt.
38:29Kunstauktion Silbersteinhallen mache ich.
38:31Dankeschön.
38:36Ja.
38:36Danke.
38:37Sie haben uns sehr geholfen.
38:39Ja.
38:39Servus.
38:40Also, das Alibi von Peter Herwig.
38:42Stimmt.
38:43Er war nämlich Stammgast in einem Spiekasino Uranus und zur Tatzeit war er auch dort.
38:48Und warum hat er uns das nicht gleich gesagt, der hat es wurscht?
38:51Vielleicht gibt es ja irgendwo in einem Hinterzimmer so illegales Glücksspiel.
38:55Aber wir müssen das beweisen.
38:56Mhm.
38:57Danke, Herr Mohr.
38:59Peter Herwig war es also nicht.
39:01Ja, aber wer war es dann?
39:03So.
39:04So, ich habe jetzt was über diese Kunstauktion rausgefunden.
39:07Die hat nicht vor vier Wochen stattgefunden, sondern vor drei Wochen.
39:10Bei dieser Auktion ist eine Bronzestatue geklaut worden von einem gewissen Pietro Giancarlo
39:16im Wert von 60.000 Euro ungefähr.
39:19So groß.
39:20Wo 60.000 Euro für so ein kleines Matschgerl?
39:24Kunst bemisst sich eben nicht im Materialwert, Herr Stadler.
39:27Ja, und den Kollegen von damals war schleierhaft, wie diese Figur hat rausgeschmuggelt werden können.
39:33Bin das so klein als Handtaschen, Hosentaschen?
39:36Nein, eben nicht.
39:37Bei der Security gab es eine Sicherheitsschleuse, da hätte ja das Metall reagiert.
39:41Also muss es einen anderen Weg gegeben haben.
39:44Jemand vom Personal?
39:45Die sind alle überprüft worden.
39:47Vor drei Wochen war das, sagen Sie?
39:50Ja.
39:50Wann war denn der Einbruch in unserer Gärtnerei?
39:53Äh, ein Mint.
39:58Am selben Abend?
40:00Vielleicht hinkt es doch zusammen.
40:02Gibt es vielleicht einen Grundriss der Kunstauktion in den Unterlagen des Diebstahls?
40:06Ich kümmere mich drum.
40:08Gell, Herr Stadler?
40:10Vielen Dank, Frau Stockel.
40:18Hier ist der Eingang mit der Security-Schleuse, da der Auktionsraum und die grünen Punkte,
40:22das zu pflanzen.
40:24Vielleicht sind darunter die 18 Pflanzen.
40:26Die bei dem angeblichen Vandalismus zerstört worden sind.
40:31Herr Dr. Hanut, Sie haben bei der Kunstauktion in den Silbersteinhallen eine Figur von Pedro Giancarlo gestohlen.
40:37Was?
40:38Ich?
40:39Ist ja lächerlich.
40:41Und Sie haben ganz genau gewusst, dass Sie beim Ausgang nicht am Metalldetektor vorbeikommen
40:46würden.
40:47Und deswegen haben Sie diese kleine Kunstfigur in einem Pflanzkübel der Gärtnerei Benkelmann versteckt.
40:52Und als Sie später in die Gärtnerei eingebrochen sind, um die Figur wiederzuholen, hat Johannes
40:57Herbig Sie dabei ertappt.
40:58Das ist kompletter Unsinn.
41:01Herr Dr. Hanut, die Kollegen durchsuchen gerade Ihre Wohnung.
41:05Und ich friss ein Besen, wenn Sie diese Figur nicht bei Ihnen finden, dann.
41:13Sie haben Johannes Herbig 10.000 Euro gezahlt, damit er stillschweigt, nicht wahr?
41:17Er hat Sie erpresst.
41:20Und wie ist es dann weitergegangen?
41:23Wollt immer mehr, oder?
41:29Da war kein Ende abzusehen.
41:33Der hätte ja immer noch mehr gewollt.
41:35Also haben Sie es beendet, indem Sie ihn vorgestern in der Gärtnerei getroffen
41:39und erschlagen haben.
41:42Gut, Herr Dr. Hanut, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Hauptverdachts, Johannes
41:46Herbig ermordet zu haben.
41:48Herr Mann.
41:49Ja.
41:49Herr Dr. Hanut, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
42:01Und alles nur wegen so einer niedrigen Kunstfigur, hm?
42:05Manche sammeln Kunst und andere Bierkrüge.
42:09Ja.
42:10Ja.
42:12Ja.
42:13Ja.
42:14Ja.
42:14Ja.