- vor 20 Stunden
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SpaßTranskript
00:05Guten Morgen, ich möchte gerne zu Herrn Lechner.
00:08Grüß Gott, der Chef ist noch nicht da, aber wenn es um eine Eisskulptur geht, dann können Sie auch mit
00:12mir reden.
00:13Nein, es geht um einen Interviewtermin. Mein Name ist Cosima von Windacker.
00:16Ich bin zuständig für die PR der Meisterschaften im Eiscarving.
00:20Hier ist meine Karte.
00:23Und Sie, wer sind Sie?
00:25Andreas Bentur, Sie arbeitet da.
00:27Können Sie behalten, dann können Sie mir ja sagen, wo der Herr Lechner ist.
00:29Also, da ist er bestimmt nicht.
00:31Sind Sie sicher?
00:34Wenn Sie wollen, können wir ja nachschauen.
00:41Wieso war der jetzt nicht abgeschlossen?
00:46Schnellfahren!
00:50Ja.
01:05Stefan!
01:17Stefan!
01:20Stefan!
01:40Oh, ist das schön.
01:44Kann mir jemand helfen?
01:46Äh, ja.
01:47Ich möchte jetzt von Frau Hofer.
01:49Grüß dich, Rüdiger.
01:50Hallo, Marie.
01:51Hallo, ich hab dich zu früh gar nicht erwartet.
01:55Äh, darf ich vorstellen, Herr Hartl, Herr Rüdiger Puchstedt aus Hannover.
01:59Hallo.
02:00Wie's gut?
02:01Herr Puchstedt ist Bildhauer und Wege der Meisterschaften im Eiscarving hier.
02:06Eiscarving?
02:07Wie Eiscarving?
02:07Wie Eiscarverei?
02:08Das brauchst du mir nicht erklären.
02:10Die Frau Hofer sitzt in der Jury und hat das Ganze mit organisiert, den Wettbewerb.
02:13Und jetzt hab ich Herrn Puchstedt eingeladen, ein paar Tage hier auf dem Hof zu wohnen.
02:17Vorausgesetzt, es gefällt dir hier überhaupts.
02:19Das soll wohl ein Witz sein.
02:21Find's ja absolut traumhaft.
02:22Ah, diese Luft, dieser Blick.
02:25Und von deinem Zimmer aus ist die Aussicht sogar noch schöner.
02:27Komm, ich zeig's dir.
02:28Sofort.
02:29Ich hol dir in meiner Tasche.
02:32Sag mal, hältst du das für eine gute Idee, wenn der Rüdiger jetzt hier einzieht?
02:35Wieso?
02:36Ich bin frei, er ist Junggeselle.
02:39Na, ich mein, du sitzt in der Jury und er ist Teilnehmer.
02:42Teilnehmer.
02:42Der Rüdiger ist gestern aus dem Wettbewerb ausgeschieden.
02:45Platz 4, das Finale findet also ohne ihn statt.
02:47Das tut mir aber leid.
02:48So, komm.
02:55Stockl, was gibt's?
02:56Hartl, es gab es ein Leich.
02:57Und zwar im Fritz-Brauerweg Nummer 3.
02:59Der Moor und die Frau Dr. Eckstein sind schon unterwegs.
03:02Und den Hansen ruf ich an.
03:03Ja gut, dann komm ich da hin.
03:04Gerne.
03:05Hartl!
03:07Ja?
03:07Nimm da warme Jacke mit der Tote, die liegt im Kühlhaus.
03:10Ja, ist recht.
03:14Kühlhaus?
03:15Das wird ja wohl hoffentlich nicht mein Lieblingsmetzger sein.
03:18Herr Achtziger, da kann ich Sie beruhigen.
03:20Es handelt sich um einen Eisbildhauer mit dem Namen Stefan Lechner.
03:23Lechner?
03:24Das darf jetzt aber nicht wahr sein.
03:26Guten Morgen zusammen.
03:27Guten Morgen, Frau Hartmann.
03:28Ist was passiert?
03:30Tote Eisbildhauer?
03:31Ja, aber nicht irgendein Eisbildhauer.
03:33Wir haben doch im Moment in Rosenheim die Meisterschaften im Eiskarving.
03:37Und der Herr Lechner war einer der Finalisten.
03:39Ach, hat das nicht der Kulturausschuss organisiert?
03:41Ja, so ist das.
03:42Und die Veranstaltung ist bis auf den letzten Platz ausverkauft.
03:44Und wenn die jetzt ausfällt, dann können wir jede einzelne Karte zurückerstatten.
03:54Ach, herrlich.
03:56Warum kann das nicht immer so sein?
03:59Die Berge, ein nettes Zimmer, eine zauberhafte Wirtin.
04:07Die zauberhafte Wirtin wundert sich, dass so ein fescher Mann ganz alleine ist?
04:14Vielleicht wolltest du das Schicksal, dass ich auf dich treffe.
04:17Äh, schau, hier hast du einen Schlüssel, damit du ins Haus reinkommst, wenn ich mal nicht da bin.
04:22Danke.
04:23Die Tür, also die Haustür unten klemmt ein bisschen, einfach ein Stück anheben, dann klappt es schon.
04:28Okay.
04:30Und falls du nachts irgendwelche Geräusche hörst...
04:33Ich glaube nicht, dass mich das stören würde.
04:36Und falls doch, Zimmer-Service schläft gleich niemand.
04:48Grüß dich, Michi.
04:49Grüß dich, Adl.
04:50Sag mal, Stachel sagt, der Tode liegt in einem Kühlhaus.
04:52Ja, schön frisch.
04:54Hat doch kein Juppen.
04:55Pass auf.
04:56Unser heutiger Tater ist der Stefan Lechner.
04:5846 Jahre, verheiratet.
05:00Keine Kinder-Bildhauer.
05:01Und das ist, also das war, seine Firma für Skulpturen aller Art.
05:06Auch Esskulpturen.
05:08Esskulpturen, sag mal, hat er dann zu tun mit der Eiscouring-Meisterschaften?
05:11Ja, freilich.
05:12Der hat doch bis zum Finale reingeschafft.
05:14Gemeinsam mit zwei anderen.
05:15Deswegen war die Frau von Windacker doch überhaupt da.
05:19Frau von...
05:20Windacker, ja.
05:21Das ist die PR-Tante.
05:22Also die PR-Tame von den Meisterschaften.
05:25Die hat immer gefundene Lechner.
05:26Gemeinsam mit dem Herrn Penthus.
05:28Andreas Penthus, ein Mitarbeiter der Firma.
05:35Wo sind die zwei?
05:36Der Penthus, der ist da drin.
05:39Da ist das Büro.
05:40Der Hansen hat ihm gesagt, er soll da drin warten.
05:42Und die Windacker?
05:43Die Frau von Windacker, die hat sie schon vom Acker.
05:48Hast du der nicht gesagt, dass die da bleiben muss, bis wir zwei mit ihr geredet haben?
05:51Ja, freilich habe ich es gesagt.
05:53Aber fahren wir was halt weg.
05:54Die hat Nerven.
05:56Die Frau von Lechner?
05:58Die Lechnerin ist unterwegs.
06:00Mach zu, ist kalt.
06:05Der Penthus hat es ungeräum für die Lechnerin, nachdem er die Leiche gefunden hat.
06:09Und jetzt kommt sie da her.
06:10Ist ja klar, als der Mann.
06:11Ist ja logisch.
06:14Morgen beieinander, Herr Doktor.
06:16Hallo, Herr Hartl.
06:18Hallo, meine Kollegen.
06:19Ich versuche gerade, Ihren Kollegen zu erklären, dass die Wunde da am linken Schläfenbein
06:22zumindest nicht von einem Sturz errühren kann.
06:25Ja, lass es mich raten, ein Schlag mit einem stumpfen Gegenstand.
06:29Ja.
06:30Zum Beispiel.
06:31Hammer oder Meißel hätte ich im Angebot.
06:34Nein, das sieht nicht so aus.
06:36Aber vielleicht ist die Tatsache doch irgendwo dabei.
06:39Oder zumindest hier im Raum.
06:41Wann ist es passiert ungefähr?
06:43Also, die Leiche ist praktisch tiefgefroren.
06:45Alles, was ich sagen kann, ist, dass sie seit mindestens acht oder neun Stunden hier liegen muss.
06:49Und genau so lange wird es auch teurer, bis sie wieder aufgetaucht ist.
06:51So, Abduktion nicht vorherdammt.
06:53Ach, oder morgen früh.
06:56Hier, ich ne Rinberto.
06:59Ah ja, dann gehen wir uns mal auftauchen.
07:02Ja, ich bleib da noch ein bisschen.
07:04Ah ja.
07:06Acht, neun Stunden, das heißt, der Mord muss irgendwann vor ein Uhr nachts passiert sein.
07:10Das ist mir gerade wurscht, wenn mir ist fertig.
07:16Und, hast du was vor für heute?
07:18Nein.
07:19Wieso?
07:20Ich dachte, vielleicht können wir zwei was zusammen unternehmen.
07:24Wie wär's mit einem Weißwurst vor Stück, so als Einstieg.
07:28Und danach?
07:31Mach mal einfach, wozu wir Lust haben.
07:34Gegenvorschlag.
07:36Wir machen zuerst das, wozu wir Lust haben.
07:40Danach kommt die Weißwurst.
07:46Das nenne ich Timing.
07:48Vergiss nicht, was du sagen wolltest.
07:54Der Achtziger.
07:58Grüß Sie, Herr Achtziger.
07:59Frau Hofer, stellen Sie sich vor, Stefan Lechner ist tot.
08:04Wie bitte?
08:05Ja, aber was wird denn jetzt aus dem Finale?
08:07Was halten Sie davon?
08:09Wollen wir uns gleich in Times Square treffen?
08:12Ja, schon, aber...
08:14Haben Sie was anderes vor?
08:15Nein, nein, das wird schon gehen.
08:18Ich überlege noch gerade, ob mir vielleicht die Frau von Windacker dazu bitten soll.
08:22Dann kann sie gleich eine Pressemeldung rausgeben.
08:24Gut, machen Sie das.
08:25Dann bis gleich.
08:29Der Stefan Lechner ist tot.
08:30Was?
08:32Erschlagen.
08:34Aber das war doch ein Unfall.
08:36Herr Hartl.
08:38Herr Benthus, wenn ich bitte mitgehe.
08:41Danke.
08:47Frau Lechner, ich weiß, wie schwer Ihnen das jetzt fällt,
08:49aber ich müsste Ihnen trotzdem ein paar Fragen stellen.
08:52Glauben Sie, das geht?
08:57Gut, also erst mal, wann haben Sie Ihren Mann zum letzten Mal gesehen?
09:01Vor zwei Tagen.
09:03Ich war bei meiner Mama in Bad Endorf.
09:05Hier geht's im Moment nicht so gut.
09:07Haben Sie irgendeine Ahnung, wer das getan haben könnte?
09:11Nein.
09:13Na, denken Sie nochmal nach.
09:14War irgendwas anders als sonst?
09:16Gab's Streit?
09:17Hatte Ihr Mann Ärger?
09:18Na, im Gegenteil.
09:20Es ist doch alles super gelaufen in letzter Zeit.
09:23Die Firma und die Meisterschaft.
09:28Ihr Mann hat doch den Sprung ins Finale geschafft.
09:31Gab's da vielleicht jemanden, der neidisch war auf seinen Erfolg?
09:34Ja, vielleicht.
09:36Aber der Stefan hat nix in der Richtung gesagt.
09:41Wann haben Sie das letzte Mal mit Ihrem Mann gesprochen?
09:44Sie meinen telefonieren?
09:46Ja.
09:47Gestern Nachmittag.
09:49Wir haben ausgemacht, dass wir uns heute in der Hauffirma sehen.
09:56Wem gehört denn die Firma?
09:58Mein Mann und mir.
09:59Ja, der Stefan war fürs Kreative zuständig, ich für Marketing und Buchhaltung.
10:05Und Herr Bentus?
10:07Der ist auch gelernter Bildhauer wie mein Mann.
10:09Hat ihn unterstützt in der Werkstatt.
10:15Der Stefan.
10:17Das war ein super Bildhauer.
10:21Und erst mit dem Eis.
10:24Alles, was ich vom Eiscarving weiß, das hab ich vor Ehren.
10:28Wann haben Sie denn den Herrn Lechner das letzte Mal lebendig gesehen?
10:31Da ist er zum Wettbewerb gegangen.
10:34Das war gestern Nachmittag so um zwei.
10:37Ich hab ihm noch alles Gute gewünscht.
10:39Warum sind Sie denn nicht mit zu dem Wettbewerb?
10:41Das muss doch für Sie auch interessant sein.
10:44Einer muss sich ja um die Bestellung kümmern.
10:46Schon blöd, oder?
10:49Mei, so ist's halt.
10:51Also der Chef kriegt die Lorbeeren und Sie haben die Arbeit.
10:55Was soll ich jetzt das?
10:57Meinen Sie, dass ich irgendwas...
11:00Sagen Sie mal, was haben Sie gemacht, nachdem Sie dem Chef alles Gute gewünscht haben?
11:04Ich hab noch bis um acht gearbeitet und nachher bin ich heim.
11:08Kann das ja bezeugen.
11:12Nein, ich leb allein.
11:16So.
11:17Die Frau von Windacker, wissen Sie, was die von einem Chef wollen hat?
11:21Und dann ging's um meinen Interviewtermin.
11:24So.
11:29Gut.
11:30Ja, vielen Dank.
11:32Mord.
11:32Lechner ist tatsächlich ermordet worden.
11:35Sauber.
11:36Dann ist der Skandal ja perfekt.
11:37Danke.
11:38Mord bei der Meisterschaft im Eiskappen.
11:40Also bei der Publicity, da wäre es jetzt direkt schade drum, wenn wir das Finale absagen werden.
11:45Ja, da hat er recht.
11:47Das wird uns die Frau von Windacker auch sicher gleich bestätigen.
11:50Ja, Sie müssen ja gleich kommen.
11:52Ja, und dann müsste natürlich für den Herrn Lechner der Viertplatzierte nachrücken.
11:56Der Rüdiger?
11:57Buchstedt?
11:58Ja, genau der.
11:59Der wird ja wohl nichts dagegen haben, wenn er nochmal eine Chance kriegt.
12:02Wissen Sie zufällig, ob dieser Herr...
12:04Buchstedt?
12:05Ja, ob dieser Herr Buchstedt noch in Rosenheim bald?
12:08Wald?
12:09Ja, ja, ja, doch.
12:11Zufällig wollte ich ihn heute sowieso noch treffen, weil, äh, wegen einer Spesenabrechnung.
12:17Spesenabrechnung?
12:17Hm.
12:18Das ist doch wunderbar.
12:19Dann können Sie ihm ja gleich persönlich die frohe Botschaft überbringen.
12:23Hm.
12:27Frau von Stockel, hat das schon geklappt mit der Anruferliste von Lechners Handy?
12:31Logisch, ist gerade gekommen.
12:33Ich habe nämlich mittlerweile einen sehr guten Draht zu dem Vorweiter.
12:36Sehr gut.
12:37So, Stockel, wir brauchen als bald erst möglich einen Termin mit einer Frau von Windacker.
12:42Das ist die...
12:43Pressesprecherin von den Meisterschaften im Eiscarving.
12:47Woher weißt du denn das jetzt?
12:48Weil die Justament gerade mit dem 80er und der Frau Hofer im Times Square sitzt.
12:53Aha.
12:53Und warum ist die nicht da und macht ihre Aussage?
12:56Herrschaft, kann die Frau nicht einmal pünktlich sein.
13:00Wenn man vom Times Square spricht.
13:02Was ist das für ein Verkehr in Rosenheim?
13:04Frau von Windacker.
13:05Der ist fast so mörderisch wie in München.
13:07Ja, nee, nur der Verkehr.
13:09Was der will für Sie bringen?
13:10Oh Gott, ja.
13:11Vielleicht ein Glas Prosecco?
13:12Einen Tee, bitte.
13:14Kamillentee.
13:15Was Sie wünschen?
13:16Frau von Windacker, wie ich Ihnen schon am Telefon erklärt habe, bräuchten wir sobald
13:20als möglich eine Pressemeldung von Ihnen.
13:22Ich weiß, ich weiß.
13:22Da hat uns der Herr Lechner ein ganz schönes Ei gelegt.
13:25Und das kurz vor dem Final.
13:26Tief gefroren.
13:28Tot.
13:28Was?
13:30Wie kommen Sie darauf?
13:31Ich habe ihn doch selbst gesehen.
13:32Sie haben Herrn Lechner gefunden?
13:34Ja, ich.
13:36Davon haben Sie meinem Telefon ja gar nichts erzählt.
13:38Ist das denn so wichtig?
13:40Achtziger?
13:42Ein Hattel, ja.
13:44Das wird ja immer noch bunter.
13:46Ich hatte einen wichtigen Termin, kurzfristig.
13:48Ich konnte ja nicht ahnen, dass Herr Lechner ermordet wurde.
13:51Außerdem ist mir schlecht geworden.
13:52Aber vielleicht haben Sie ja eine Ahnung, wer Ihnen am Mordet hat.
13:55Woher soll ich das wissen?
13:56Ich kannte Herrn Lechner kaum.
13:58Dafür haben Sie aber ganz schön oft mit ihm telefoniert.
14:01Nehmen Sie aber den Platz.
14:04Also laut der Anrufliste von Herrn Lechners Handy.
14:07Ich bin PR-Agentin.
14:08Telefonieren ist mein Job.
14:10Ich dachte, Ihr Job wäre es, die Meisterschaften im Beißkarwin zu vermarkten.
14:14Ja, das ist richtig.
14:15Aber ich vertrete auch Persönlichkeiten und herausragende Künstler.
14:20So herausragende Künstler wie unseren Eisschnitzer Lechner, ja.
14:24Mit einem professionellen Marketing hätte er schon längst eine ganz andere Karriere hingelegt.
14:28Frau Lechner hat uns gesagt, sie sei für das Marketing zuständig.
14:31Frau Lechner ist eine gelernte Köchin.
14:33Sie versteht so viel von Marketing wie ich von Rührpudding.
14:36Deshalb wollte Herr Lechner, dass ich den Job übernehme.
14:39Wann hat er das gesagt?
14:40Vorgestern.
14:41Was hat seine Frau zu der Entscheidung gesagt?
14:43Das hat mich ehrlich gesagt nicht interessiert.
14:47Wann haben Sie denn unsere Opfer das letzte Mal lebend gesehen?
14:50Gestern?
14:52Beim Wettbewerb?
14:53Wie lange ging denn der Wettbewerb?
14:56So bis circa 21 Uhr.
14:58Danach bin ich ins Hotel.
15:00Wo bleibt es denn jetzt, die Frau von Windacker?
15:02Das sind jetzt schon fast 20 Minuten.
15:05Ich fahr mal nach.
15:11Herr Achtziger.
15:12Frau Stockel, die Frau von Windacker.
15:15Läuft da noch die Befragung?
15:17Die Frau von Windacker, die ist schon weg.
15:20Das darf doch wohl nicht wahr sein.
15:21Die wollte doch noch bei uns vorbeischauen wegen der Pressemeldung.
15:24Was denn für eine Pressemeldung?
15:25Ja, ist schon gut.
15:26Danke, Frau Stockel.
15:28Also wirklich.
15:29Oh.
15:31Am besten, ich schreibe die Pressemeldung gleich selber.
15:34Nein, nein, nein.
15:34So weit kommt es nur.
15:36Die soll schon was tun für ihr Geld, die Frau von Windacker.
15:38Äh, das können Sie ihr gern selber sagen.
15:40Ich kümmere mich derweil um den Herrn Puchstedt.
15:45Also wenn der Lechner bis 21 Uhr auf dem Wettbewerb war,
15:48dann muss der Mord irgendwann zwischen 21 Uhr und 1 Uhr nachts passiert sein.
15:53Vielleicht war es ja wer, der ihm den Erfolg geneidet hat.
15:57Ja, oder seine Frau.
15:58Ich meine, vor zwei Tagen entscheidet ihr Mann,
16:00dass Frau von Windacker das Marketing übernimmt.
16:03Und seit genau zwei Tagen ist Frau Lechner bei ihrer Mutter.
16:06Also.
16:07Ja, bitte.
16:08Also.
16:09Die KTU hat keine Tatropfe gefunden, aber dafür habe ich was rausgekriegt.
16:13Was wäre das?
16:14Ich sollte doch die Aussagen vom Herrn Benthus und von der Frau Lechner überprüfen.
16:19Der Herr Benthus, der wohnt tatsächlich allein.
16:23Aber ob der gestern am Abend daheim war oder nicht,
16:25das kann stimmen oder auch nicht.
16:29Gesundheit.
16:30Na, danke viel, dass ich hab.
16:32Keine Joppen, ja.
16:33Ja, und Frau Lechner?
16:34Ich wollte ja gerade sagen.
16:35Dann sagen Sie es doch.
16:37Die Frau Lechner, die hat glatt gelungen.
16:42Die ist nicht erst heute in der Früh von ihrer Mutter zurückgekommen,
16:45sondern die war schon gestern am Abend in Rosenheim.
16:48So war das.
16:50Sind wir ja kelt?
16:51Und wir sind gleich.
16:53Nee.
17:00Ja, Frau von Windhacker, diese Rauschung.
17:02Haben Sie was vergessen?
17:03Ich hätte gerne einen Prosecco, bitte.
17:05Mit Eis.
17:07Und die Speisekarte.
17:09Hallo, Frau von Windhacker.
17:10Hallo, Herr.
17:11Benthus.
17:12Benthus, ja.
17:13Benthus.
17:15Ja, das war doch ganz gut, dass Sie mir eine Nummer gegeben haben.
17:18Sie haben ja doch am Telefon gesagt, Sie seien auch Eisbildhauer und genauso gut wie Herr Lechner.
17:24Ich bin besser.
17:26Dann möchte ich Ihnen einen Vorschlag machen.
17:29Es geht um Ihre Zukunft.
17:31Hallo?
17:33Achtziger hier.
17:33Ja, hallo, Herr Achtziger.
17:35Frau von Windhacker, wir wollten doch noch über die Pressemitteilung sprechen.
17:39An mir lag es nicht, dass unser Meeting unterbrochen wurde, aber wir können es gerne nachholen.
17:42Wann hätten Sie denn Zeit?
17:43Ich bin natürlich davon ausgegangen, dass Sie nach Ihrer Befragung zu mir ins Büro kamen.
17:47Das war dann wohl ein Missverständnis.
17:49Wann wäre es Ihnen denn recht?
17:50So schnell wie möglich natürlich.
17:52Dann machen wir es gleich.
17:53Ich bin gerade im Times Square.
17:55Dann bleiben Sie dort.
17:56Ich bin gleich da.
17:57Gut.
18:00Ah, Herr Achtziger, ich wollte...
18:01Jetzt nicht später.
18:03Wer es auch immer ist, ich bin auch sofort aus dem Arzt.
18:07Krippe Rosenheim Apparat Stockl.
18:08Krippe Rosenheim Apparat Achtziger Stockl.
18:10Grüß Gott.
18:11Schredzmeier, wenn Sie mir bitte den Herrn Achtziger geben würden.
18:14Der Herr Achtziger ist leider aushäusig.
18:16Und sein Handy, glaube ich, hat er auch vergessen.
18:19Rüdiger?
18:21Rüdiger?
18:22Ja?
18:25Hallo, Marie.
18:27Hallo.
18:28Ich wollte gerade eine Runde joggen und wollte jetzt duschen.
18:32Joggen?
18:33Hat es hier nicht krägt?
18:35Der Regen macht mir noch nicht so aus.
18:40Willst du dich hochkommen?
18:43Komm du lieber, geh erst damit duschen.
18:46Herr Achtziger?
18:48So ist jemand.
18:50Frau von Windacker, da die Suche.
18:52Die ist für fünf Minuten gegangen.
18:53Das darf jetzt aber nicht wahr sein.
18:55Probieren Sie es mal in die Strehlerstuben.
18:57Da wollte es nämlich hin, weil er meine Karte nicht Nobel genug war.
18:59Nein, wirklich nicht.
19:01Ich habe schließlich noch was anderes zu tun, als der Frau von Windacker hinterher zu rennen.
19:06Jetzt hätte ich gerne ein Espresso.
19:18Wo bin ich?
19:19Ja.
19:21Ähm, hör zu, Rüdiger.
19:23Setz dich.
19:25Das kommt jetzt ein bisschen überraschend und saublädt, wie man bei uns so sagt.
19:30Was ist los?
19:32Du musst wieder zurück ins Hotel.
19:35Das ist nicht dein Ernst?
19:36Doch, leider ja.
19:37Wir können doch unmöglich zusammen unter einem Dach wohnen, jetzt wo du wieder am Wettbewerb teilnimmst.
19:41Ja, sobald ich weiß, bin ich gestern ausgeschieden.
19:43Und heute rückst du für den Herrn Lechner nach.
19:46Nee.
19:49Nein.
19:50Ich will doch nicht vom Tod eines Kollegen profitieren.
19:53Geh so schmarrn, du bist der Viertplatzierte.
19:55Es ist doch nur logisch, dass du nachrückst.
19:57Bitte, Rüdiger.
19:59Du hast mich doch jetzt nicht hängen lassen.
20:04Frau Lechner, laut Aussage Ihrer Mutter sind Sie nicht erst heute Morgen,
20:08sondern schon gestern Abend von Bad Endorf zurück nach Rosenheim gefahren.
20:12Das heißt, Sie haben kein Alibi?
20:14Ich war das nicht.
20:15Und warum haben Sie uns dann angelogen?
20:18Ich wollte mich nicht selber belasten.
20:22Zwei Tage haben der Stefan und ich einen Streit gehabt.
20:25Er wollte, dass ich das Marketing an diese Frau von Windacker abgebe.
20:31Und weiter?
20:32Ich habe es nicht eingesehen.
20:35Ich habe beleidigt und bin zu meiner Mama gefahren.
20:37Ich habe mich ausgeheult bei ihr.
20:40Ja, und da sind Sie auf die Idee gekommen, sich an Ihren Mann zu rächen.
20:45Ach so, Herr Schmarrn.
20:48Ich habe eingesehen, dass er mit seiner Entscheidung recht hat.
20:55Im Grunde habe ich auch nicht viel Ahnung vom Marketing.
21:00Wissen Sie, wie wir uns kennengelernt haben?
21:02Auf einem Kreuzfahrtschiff.
21:05Romantisch.
21:06Nein, das war nicht romantisch.
21:08Wir haben beide in der Küche geschuftet.
21:11Ich als Köchin.
21:12Und er als Gemüseschnitzer.
21:15Wolle ich noch, was war denn gestern Abend?
21:18Wir wollten mit dem Stefan versöhnen.
21:23Aber er war nicht da rein.
21:25Und sein Handy hat er abgeschaltet.
21:29Und Sie haben sich keine Sorgen gemacht, wie er nicht wann gekommen ist?
21:33Ich habe gedacht, er ist mit ein paar Freunden unterwegs,
21:36seinen Einzug ins Finale feiern.
21:38Und dass er vielleicht woanders übernachtet.
21:44Hat er sowas noch schon öfter gemacht, woanders übernachten?
21:48Wenn er getrunken hat, schon.
21:52Ja gut, Frau Lechner, das war es erst mal.
21:55Aber halten Sie sich bitte zu unserer Verfügung.
21:57Und keine Lügen mehr, bitte.
22:01Wiederschauen.
22:03Wiedersehen.
22:04Wiederschauen.
22:08Die Frau Dr. Eckstein, die hat gerade angerufen und hat gesagt,
22:11dass der Obduktionsbericht heute nicht mehr fertig wird.
22:13Oh.
22:15Wiedersehen.
22:15Bis morgen.
22:16Fertig.
22:23Grüß dich, Marie.
22:24Guten Abend, Hartl.
22:26Du sag mal, das Auto von Buchstedt, das steht gar nicht mehr drin.
22:29Ist dein Feriengast vielleicht ausgeflogen?
22:31Der Herr Buchstedt und wieder im Hotel.
22:35Da war ihm die Aussicht nicht recht.
22:37Oder war ihm die Luft zu frisch, dem Herrn Buchstedt?
22:40Wie denn noch?
22:40Ich hab dir doch erzählt, dass er bei den Meisterschaften vierter geworden ist.
22:43Und da wir fürs Finale drei Teilnehmer brauchen,
22:45wird Herr Buchstedt logischerweise nachrücken.
22:47Ja, heißt das, dass der Buchstedt jetzt wieder eine Chance auf den Titel hat,
22:50weil der Lechner tot ist?
22:52Freilich, wenn er sich anstrengt schon.
22:53Schau mal, was läuft.
22:55Marie, warte mal, warte, warte.
22:57Weißt du zufälligerweise, was der Buchstedt gestern nach dem Wettbewerb gemacht hat?
23:00Du glaubst doch nicht, dass der Rüdiger...
23:03Wieso, das ist doch möglich.
23:04Der Buchstedt fliegt aus dem Wettbewerb.
23:06Er bringt einen Lechner um und rückt für ihn nach.
23:08Da bezirzt er einer die Jurorin, dass er bessere Chancen für den Titel hat.
23:12Geschmarrn. Erstens lass ich mich als Jurorin nicht bezirzen.
23:14Und zweitens ist der Buchstedt gar nicht der Typ für so eine Tat.
23:18Ja, sagt die Frau mit einem Herz für gut aussehende Eisbildhauer.
23:21Das sagt die Frau, die Buchstedt selber ins Hotel gefahren hat.
23:26Du weißt das, du warst in der Tatlacht mit dem Buchstedt zusammen?
23:29Ja, genau. Also zumindest bis zu seinem Hotel.
23:32Und da war es 11 Uhr auf Nacht, Gescheithauferl.
23:39Gescheithauferl.
23:45Und nach dem Wettbewerb sind ein paar von den Jurorin und von den Teilnehmern
23:49auch von Absacke in die Angie-Bar.
23:52Lechner auch?
23:53Nein, der Lechner nicht. Aber die Marie und der Buchstedt.
23:56Und um 23 Uhr ungefähr hat es sich aufgelöst
23:59und dann hat die Hoferin am Buchstedt ins Hotel gefahren.
24:02Und Sie glauben, statt auf seinem Zimmer ist er dann zum Lechner?
24:04Der Einzige, der vom Lechner seinem Tod profitiert,
24:07das ist doch der Buchstedt.
24:08Und woher wusste, dass Lechner in seiner Firma war?
24:11Das werde irgendwer mit...
24:13Entschuldigung, die Frau Dr. Eckstein hat gerade angerufen,
24:15der soll jetzt in die Pathologie kommen.
24:17Ist der Lechner endlich aufgetaut?
24:18Also, Herr Hansen.
24:21Die Obduktion hat sich leider etwas hingezogen.
24:24Gefrorenes braucht seine Zeit.
24:26Nicht nur.
24:27Hinzu kamen zwei chemische Analysen.
24:28Ich habe in der Kopfhunde des Toten rote Farbpartikel gefunden,
24:32die optisch kaum vom Blut des Toten zu unterscheiden waren.
24:35Warum es die identifizieren könne?
24:36Es handelt sich um ein rein biologisches Produkt,
24:39was zum Beispiel zum Färben von Lebensmitteln benutzt wird.
24:41Oder auch von Kunsteis.
24:43Hm, das heißt, die Tatwaffe könnte eine rote Eisfigur gewesen sein?
24:48Sehr gut, Herr Hansen.
24:49Danke.
24:50Und es gibt noch etwas anderes.
24:52Herr Lechner hat kurz vor seinem Tod üppig gespeist.
24:55Es gab Roma, Lachs und Rehrücken und dazu jede Menge Champagner.
24:59Das riecht nach Strehlerstuben.
25:02Frau von Windacker hat doch da öfters verkehrt.
25:04Das ist da zusammenpassend.
25:05Die Windacker, das ist die PR-Agentin von Lechner
25:07und der ist gerade ins Finale für die Eiskarwegmeisterschaften einzug.
25:10Die könnten schon miteinander feiern.
25:12Tja, wieder mal vielen Dank, Frau Doktor.
25:15Sehr gerne.
25:16Sehr gerne.
25:16Bitte schön.
25:21Fragt sich nur, warum uns die Frau von Windacker
25:23gar nichts davon erzählt hat.
25:24Es ist ja noch gar nicht sicher,
25:26dass Sie mit ihm so schön essen.
25:27Warum?
25:28Das können Sie sich vor Stocklaptschicken.
25:30Und Herr Mohr schickt mal zur Firma Lechner,
25:32dort kann er nach der roten Eisfigur fahren.
25:34Genau.
25:34Und mit dem Buchstil, der hat er einen gekriegt.
25:36Ja, das müssen wir wirklich selber machen.
25:39Ja.
25:40Ja, was du...
25:41Herr Mohr, bitte.
25:43Ja?
25:43Alles klar, Herr Achtziger.
25:44Frau von Windacker, bitte.
25:46Danke.
25:47Die Frau von Windacker muss auch jeden Augenblick kommen.
25:49Ich habe gerade noch mal mit ihr telefoniert.
25:52Ich glaube erst, wenn ich sie leibhaftig von mir sehe.
25:55Ich werde den Eindruck nicht los.
25:57Die Frau von Windacker
25:59hockt öfter in der Strehlerstuben
26:00als hinter ihrem Schreibtisch.
26:02Aber was wir machen sollten,
26:03ist ihr kostenmäßig auf die Finger schauen.
26:05Unbedingt.
26:06Die Hotelsuite?
26:08Der Leihwagen?
26:09Naja, und eben die ständigen Essen in der Strehlerstube.
26:12Ja, ich habe das Gefühl,
26:14die Dame gibt weit mehr Geld aus,
26:16als ihr zur Verfügung steht.
26:17Das lässt sich ja feststellen.
26:21Hallo, Frau Hofer.
26:22Hallo.
26:24Herr Achtziger.
26:25Grüß dich.
26:26Danke.
26:27Schön, dass wir endlich in Ruhe
26:29die Pressemeldung besprechen können.
26:31Und ja, bevor ich es vergiss,
26:33ich bräuchte auch noch was anderes von Ihnen.
26:35Und zwar eine Ausstellung
26:36über Ihre bisherigen Ausgaben.
26:38Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
26:40Für unsere Buchhaltung,
26:41reine Routine.
26:44Was macht denn der Herr Schritzmeier da?
26:46Ich bin mit ihm verabredet,
26:47allerdings erst in einer halben Stunde.
26:49Grüß Gott miteinander.
26:50Das ist aber sehr gut,
26:51dass Sie schon da sind.
26:53Frau Hofer.
26:54Grüße.
26:55Grüße.
26:56So, bitteschön.
26:57Ein Kaffee.
26:58Danke.
26:59Das ist für Sie auch was da?
27:00Nein, wir brauchen nichts.
27:01So.
27:02Herr Achtziger,
27:03mit Ihnen wollte ich auch noch was reden.
27:05Ja, ja, die Frau Stöckler hat mir schon gesagt.
27:07Ja, aber nicht jetzt,
27:07weil mir pressiert es gerade ein bisschen.
27:09Macht Sie nicht denn was aus,
27:10wenn ich Ihnen die Frau von Windacker kurz hinführe?
27:12Das kommt ja überhaupt nicht in Frage.
27:14Allerdings,
27:15wir sind mitten in einer Besprechung.
27:16Wissen Sie was, Frau Hofer,
27:17wie wäre es,
27:18wenn Sie die Pressemeldung schon mal vorformulieren
27:20und ich gehe dann noch mal drüber.
27:22Und die Unterlagen für Ihre Buchhaltung
27:24schickt ich Ihnen dann zu?
27:26So, machen wir es.
27:27Das ist auch.
27:28Frau von Windacker,
27:29folgen die Situation?
27:32Ich glaube es nicht.
27:35Die Gängern!
27:36Sie sind schon weg.
27:41Ich begehr doch keinen Mord,
27:43nur um ins Finale zu kommen.
27:46Was haben Sie denn in der Tatmacht gemacht,
27:48nachdem die Frau Hofer Sie im Hotel abgesetzt hat?
27:50Nur mein Zimmer, was sonst?
27:52Das Zimmer haben Sie dann noch nicht mehr verlassen, oder wie?
27:55Ich weiß nicht wieso.
27:57Aber schon noch elf.
27:58Das werden wir überprüfen.
28:00Wie gut haben Sie Ihren Lechner gekannt?
28:03Er hat uns ab und zu auf Wettkämpfen getroffen.
28:06Da habe ich nie wirklich viel miteinander gesprochen.
28:08Der war mal super ehrgeizig.
28:10Schon fast vermissen.
28:12Trotzdem ist er nie über Platz vier oder fünf hinausgekommen.
28:15Aber jetzt wäre er im Finale gewesen.
28:18Offenbar hat er dazugelernt.
28:21Sagen Sie,
28:22könnte es sein,
28:23dass Sie ein bisschen geeifert haben?
28:25Wie bitte?
28:27Eifersüchtig waren auf Herrn Lechner.
28:29Ich weiß nicht warum.
28:31Lechner war ein guter Handwerker.
28:33Aber ohne jede künstlerische Fantasie.
28:36Da habe ich aber was anderes gehört.
28:37Die Frau von Windacker hat doch gemeint,
28:40dass die Skulpturen von Lechner
28:41was ganz was Besonderes wären.
28:45Frau von Windacker,
28:47die hatte auch ein ganz besonders inniges Verhältnis
28:50zu Herrn Lechner.
28:51Aha.
28:52Und wie darf ich denn das verstehen?
28:54Die Windacker war scharf auf Lechner.
28:56Lechner brauchte eine Agentin.
28:58Das kann man sich ja ausmalen.
29:01Ja, freilich.
29:02Wir arbeiten auch mit Lebensmittelfarmen.
29:04Wieso ist das überhaupt wichtig?
29:06Wenn wir in der Kopfwunde von Ihrem Herrn gemalt,
29:09haben wir rote Farbpartikel gefunden.
29:11Rote Farbpartikel?
29:13Die könnten von dem Eisherz sein,
29:15das wir gemacht haben für den...
29:17Ah, Professor Frohgemuth.
29:18Genau.
29:19Das ist ein Herzchirurg.
29:20Der nächste Woche heiratet,
29:21der hat sich das Herz für seine Braut gewünscht.
29:24So nach dem Motto,
29:25die Frau, die mein Herz zum Schmelzen gebracht hat.
29:28Ja, super.
29:30Kann ich es aber sehen?
29:31Ja.
29:34Gute Ficks.
29:35Ich hab die Eiskultur gestern weggeschmissen,
29:37weil ein Riss drin war.
29:38Ja, Gottes Wind.
29:39Die haben ja sich ganz wichtiges Beweismaterial zerstört.
29:42Ja, woher soll ich das jetzt wissen?
29:44Ich war nur sauer,
29:44dass ich es nochmal machen muss.
29:47Und was ist denn jetzt das?
29:49Das ist die Tatwaffe.
29:51Zumindest das, was davon übrig ist.
29:53Das war mal ein großes, rotes Herz aus Eis.
29:56Ah, stimmt.
29:57Jetzt muss ich sagen.
29:58Der Pentus, der Depp,
30:00der hat dieses schöne rote Herz weggeschmissen,
30:02weil es einen Sprung kaputt hat.
30:04Der Sprung, der kann doch daher stammen,
30:06dass das Herz aus Eis an Lechner sein Belly hidotzt ist.
30:11Belly?
30:12Schädel, Kopf.
30:14Ach so.
30:14Gut, ich könnte Ursula einen Farbabgleich
30:16mit der Kopfwunde von Lechner machen.
30:19Jawohl.
30:19Ein gebrochenes Herz aus Eis als Tatwaffe.
30:23Michi, dein Tee.
30:25Frau Stockl, haben Sie schon Zeit gefunden,
30:29um in der Strehlerstube anzurufen?
30:31Selbstverständlich.
30:32Und Ihre Vermutung war richtig.
30:34Der Lechner war mit der Frau von Windacker dort.
30:37Sehr gut.
30:38Danke.
30:41Dass Sie eben recht haben müssen.
30:48Herr Achtziger.
30:49Grüße, Frau Hofer.
30:51Sagen Sie, haben Sie die Belege von der Frau Windacker schon?
30:53Allerdings, das ist ein solcher Verhaut.
30:55Ich weiß gar nicht, wo ich anfange.
30:56Die Pressemeldung ist auch noch nicht fertig.
30:58Ja, ja, das habe ich auch befürchtet.
31:00Deshalb habe ich Frau Ortmann gebeten,
31:02einen Blick drauf zu werfen.
31:04Mei, das wäre ja fantastisch.
31:06Ja, schicken Sie es mir einfach.
31:08Ich reiche Sie dann an Frau Ortmann weiter.
31:10Mach ich ja Achtziger.
31:11Und Grüße an die Frau Ortmann, gell?
31:13Mach ich.
31:16Tschau.
31:18Tschau.
31:21Gott, bin ich froh, dass ich mich nächstens den schmarrnlos bin.
31:25Hallo?
31:27Rüdiger?
31:28Hallo, Frau Hofer?
31:30Hier oben.
31:31Hallo.
31:33Na?
31:35Ja.
31:36Rüdiger.
31:37Was machst du denn hier?
31:39Ich dachte, du musst dich aufs Finale vorbereiten.
31:42Aber ab und zu muss ich auch mal was essen.
31:45Wie wäre es mir das Abend?
31:47Ein kuscheliger Landgasthof.
31:48Vielleicht mit angeschlossenen Motelbetrieb.
31:53Du, ich bin voll im Stress.
31:55Ich muss eine Pressemeldung schreiben,
31:56die schon längst überfällig ist und dann...
31:57Dann schlappt es also heute Abend?
32:01Wir waren uns doch einig,
32:03dass wir uns erst nach dem Finale wiedersehen.
32:07So ein Abend mit dir allein würde mich unglaublich inspirieren.
32:11Aber nach so einem Abend mit dir allein
32:14wäre ich womöglich als Jurorin befangen, verstehst?
32:17Aufgeschoben ist, nicht aufgehoben.
32:19Ja, Frau von Windacker,
32:20warum haben Sie uns nicht gesagt,
32:21dass Sie mit dem Herrn Lächner was gehabt haben?
32:24Wie kommen Sie denn darauf?
32:26Sie sind zusammen gesehen worden.
32:28Arm in Arm in Ihrem Hotel.
32:31Jetzt glauben Sie ja nicht,
32:32dass ich mit jedem meiner Klienten gleich...
32:34Uns interessiert nur der Herr Lächner.
32:36Warum haben Sie uns nichts von Ihrer Beziehung erzählt?
32:39Ach, Beziehung.
32:41Es war eine Affäre, weiter nichts.
32:43Und seine Frau davon wusste?
32:45Das kann ich mir nicht vorstellen.
32:47Wir haben uns nur zweimal getroffen.
32:48In meinem Hotel.
32:50Was war in der Tatnacht?
32:52Da waren Sie doch auch mit Herrn Lächner zusammen.
32:55Ja, wir haben seinen Finaleinzug gefeiert.
32:57In der Schreler Stuben.
32:59Und dann wollte er noch mit dem Taxi in die Firma.
33:02Zu spät.
33:03Ja, er hat sogar noch diesen Ventus angerufen.
33:06Um Ihnen über Rede zu kommen.
33:09Wissen Sie, warum es da gegangen ist?
33:11Um eine Eisfigur.
33:13Es ging um das Herz aus Eis.
33:17Der Kunde, der Herzgeruch,
33:18der hat es rumzicken angefangen.
33:19Auf einmal wollte er eine andere Inschrift.
33:21Also haben wir uns noch mal getroffen.
33:24Gestern haben Sie behauptet,
33:25Sie hätten die Firma gegen 20 Uhr verlassen.
33:27Ja, und das war eine Sautung von mir.
33:31Und das tut mir auch wahnsinnig leid.
33:33Aber als ich gehört habe,
33:34dass der Stefan ermordet wurde,
33:36da habe ich Panik gekriegt.
33:38Wieso denn gleich Panik?
33:39Naja, dass Sie mir die Wahrheit nicht glauben.
33:41Und dass ich da in irgendwas reinrutsche.
33:44Naja, das ist denn die Wahrheit.
33:46Der Stefan hat mich heimgeschickt.
33:48Und hat gesagt,
33:49dass er sich um die Änderungen
33:50an der Erinschrift selbst kümmert.
33:51Und das war's.
33:53Das war das letzte Mal,
33:53dass ich ihn gesehen habe.
33:55Lebend, meine ich.
33:57Wie spät war es da?
33:59Mei, auf die Nacht,
34:00so um halbe Zwölfeln.
34:03Und so spät hat der noch gearbeitet?
34:04Ja.
34:08Ja, was, was denn ich?
34:10Ja, wissen wir auch nicht.
34:11Deswegen bleiben Sie erst mal hier.
34:13Christian, eine schöne Zelle für den Herrn.
34:16Gut, bitte.
34:24Also, wenn er es nicht war,
34:26bleibt noch die Ehefrau.
34:28Und der Buchstedt.
34:29Ja.
34:31Rüdiger Buchstedt.
34:32Ich habe mir die Unterlagen angeschaut.
34:35Sie hatten recht.
34:36Es ist alles ein wenig chaotisch.
34:37Aber das ist nicht das eigentliche Problem.
34:40Frau von Windacker hat...
34:41Hat geprasst wie eine Sonnenkönigin.
34:44Hier, eine Liste der Ausgaben.
34:48Also einschließlich der noch offenen Rechnungen,
34:50wie Catering und Druckereien etc.,
34:53aber auch Hotelsuite, Leihwagen sind...
34:5530.000 Euro?
34:57Das sind ja 12.000 mehr,
35:00als im Budget vorgesehen sind.
35:01Die hat einen Schlag.
35:02Vielleicht können Sie ja einige Verträge noch nachverhandeln.
35:05Hoffen wir es mal.
35:06Frau Hartmann, vielen Dank.
35:08Sie haben uns wieder mal sehr geholfen.
35:09Gern geschehen.
35:10Ja, danke, Wiederhören.
35:12Wiederhören.
35:17Zeig.
35:19Herr Achtziger.
35:20Herr Schritzmeier.
35:24Frau Hofer.
35:26Herr Achtziger, Sie sind ja vielleicht schwer zu erreichen.
35:29Ja, der Herr Achtziger ist ja auch ein vielbeschäftigter Mann, gell?
35:32Drogen komme ich auch gleich zur Sache.
35:35Also, also das mit dem Eiskafeen,
35:37das ist ja eine ganz großartige Geschichte.
35:39Ich habe zufällig mit der Frau von Windacker drüber gesprochen,
35:42als ich mich mit ihr wegen einer anderen Angelegenheit getroffen habe.
35:45Wahnsinn.
35:46Die Bilder, die sie mir von diesen Eiskulpturen gezeigt hat,
35:49Wahnsinn.
35:50Das ist Ihre Begeisterung in allen Ehren, Herr Schritzmeier,
35:53aber was wollen Sie jetzt eigentlich von uns?
35:55Ja, da gibt es überhaupt nichts anderes.
35:57Dieses Finale,
35:59und ich sehe es richtig vor mir,
36:01muss in Gantingen stattfinden.
36:04Ja, wie haben Sie sich das vorgestellt?
36:06Es gibt Verträge, laufende Verträge, unkostend.
36:09Ich übernehme die Veranstaltung tuto completo.
36:12Mit allen Rechten und Pflichten.
36:15Das heißt,
36:17Sie übernehmen auch die Frau von Windacker?
36:20Ja, selbstverständlich.
36:22Eine klasse Frau.
36:23Die weiß, wenn man sowas anpackt.
36:25Ja, da haben Sie vollkommen recht, Herr Schritzmeier.
36:28Ja, dann,
36:30dann ist das ausgemacht.
36:32Anschlag drauf.
36:33Ja.
36:34Wunderbar.
36:35Verträge kommen nach.
36:36Dankeschön auch für das.
36:37Moment, Moment.
36:39Und vergiss nicht,
36:40die Unterlagen,
36:40die gehören ja nicht der Frau von Windacker.
36:42Ja.
36:42Ach so, ja.
36:43Was, ja.
36:44Was halt so alles an Bürokram anfällt.
36:48Geht schon.
36:49Passt schon.
36:50Geht.
36:52Wiederschauen,
36:53Herr Schritzmeier.
36:54Ja, ich werde wieder.
37:03Frau Lechner,
37:04Frau Lechner,
37:04Ihr Mann hatte eine Affäre.
37:05Wussten Sie davon?
37:07Ja,
37:08leider.
37:10Mein Mann war so ein schlechter Lügner.
37:13Wie er mir vor drei Tagen gesagt hat,
37:15dass diese Frau von Windacker die PR übernimmt.
37:18Da habe ich gleich gemerkt,
37:20dass noch was anderes im Spiel ist.
37:22Und da haben Sie ihn dann zur Rede gestellt?
37:24Ja.
37:26Er hat es nicht einmal abgestritten.
37:29Er hat gesagt,
37:29dass er aus ist mit uns
37:30und dass er jetzt durchstarten will.
37:34Mit der richtigen Frau an seiner Seite.
37:39Danach sind Sie dann zu Ihrer Mutter?
37:43Ich war so geschockt.
37:46Ich konnte nicht glauben,
37:48dass er das ernst meint.
37:49Nach zwei Tagen war ich dann wieder so weit,
37:52dass ich...
37:52Ich habe gemerkt,
37:53dass ich nochmal mit ihm drüber reden muss.
37:57Dann sind Sie dann in die Firma gefahren.
37:59Wollten reden mit ihm.
38:02Dann hat es einen Streit gegeben.
38:04Dann haben Sie die Nerven verloren.
38:06Und dann...
38:06...hab ich ihm das Eisherz auf den Schädel gehauen.
38:12Nein.
38:13So war es nicht.
38:16Aha.
38:16Ja, dann sagen Sie uns doch,
38:17wie es wirklich war.
38:19Ich habe an Stefan doch gar nicht mehr gesehen.
38:22Ich habe daheim auf ihn gewartet.
38:25Ich war nicht in der Firma.
38:29Entschuldigung.
38:29Michi, nein, jetzt nicht.
38:30Herr Mohr, jetzt nicht.
38:32Herr Peter, es geht ja noch mal in Buchstedt.
38:36Einen Moment bitte, ja?
38:41Michi, was ist jetzt mit dem Buchstedt?
38:43Kann er gleich selber erklären.
38:46Tag, Herr Buchstedt.
38:48Moin.
38:51Ich habe Ihnen nicht ganz die Wahrheit gesagt.
38:53Habe ich mir fast gedacht.
38:55An dem Tag, an dem Lechner starb,
38:57hat mir eine kleine Meinungsverschiedenheit.
39:00Herr Buchstedt.
39:02Wenn nicht ein anderer Eisbildhauer dazwischen gegangen wäre,
39:05dann hätte der Herr Buchstedt den Herrn Lechner verdroschen.
39:07Und zwar hinter die Kulissen von dem Wettbewerb.
39:09So war das.
39:10Und wer sagt das?
39:12Der Herr Huber-Winkler.
39:13Das war dieser andere Eisbildhauer.
39:15Der wohnt im selben Hotel wie der Herr Buchstedt.
39:17Und da habe ich herausgefunden,
39:18wie ich sein Alib überprüft habe.
39:19Ah ja.
39:20Worum ging es bei dem Streit?
39:22Der Lechner hat betrogen.
39:23Er hat seine Eisfigur niemals selber entworfen.
39:26Jemand muss ihm da geholfen haben.
39:27Da bin ich mir ganz sicher.
39:28Und deswegen sind Sie auf ihn losgegangen?
39:30Ja.
39:30Warum sind Sie nicht damit zur Jury?
39:32Ja, weil ich es nicht beweisen konnte.
39:34Damit war die Sache für Sie doch bestimmt noch nicht erledigt.
39:36Doch.
39:37Ich habe, als ich auf meinem Hotelzimmer war,
39:41noch ziemlich lange war Festnis mit meiner Frau in Hannover telefoniert.
39:44Ah.
39:45Oh.
39:47Oh.
39:58Also das Alibi von dem Buchstedt stimmt,
40:01der hat tatsächlich eine Stunde lang vom Hotel aus mit seiner Frau telefoniert.
40:05Ah ja.
40:06Bleiben bloß nur die Lechner und der Benthus.
40:09Benthus.
40:10Ich habe doch die Aussage von diesem Herzchirurgen überprüft.
40:13Der Herzchirurg, der wollte tatsächlich eine Textänderung haben
40:16bei dem Eisherz und hat deswegen den Lechner angerufen.
40:20Einen Lechner hat er nicht erwischt.
40:21Dann hat er den Benthus versucht zu erreichen.
40:24Den hat er dann um 7.30 Uhr dran gehabt.
40:26Und der Benthus hat gesagt,
40:27dass der Lechner damit nichts mehr zu tun hat,
40:29weil der einen Unfall gehabt hat.
40:30Ja, Moment mal.
40:31Wie kann der Benthus das behaupten,
40:32wo doch der Lechner angeblich noch quietschfidel war,
40:34als er ihn in der Nacht verlassen hat?
40:36Das fragen wir.
40:37Nein, nein, nein.
40:38Nein, nein.
40:38Das habe ich so niemals gesagt.
40:39Das ist ein Missverständnis.
40:41Herr Benthus,
40:42es wird nicht bei der Aussage des Kunden bleiben.
40:43Wir werden Ihre Kleidung nach Blutspuren untersuchen.
40:47Es ist vorbei.
40:48Dann geben wir es nicht mehr raus.
40:52Ich habe das nicht gehalten.
40:54Aber der Stefan,
40:56der hat mich so provoziert.
40:59Was genau ist in der Tat noch passiert?
41:02Stefan kam in die Firma,
41:04pumpt er mit einer super Laune.
41:07Ich habe wissen wollen,
41:08wann er mich zum Partner macht.
41:09Denn das war so verabredet.
41:11Ich halte Ihren Rücken frei für die Meisterschaft
41:13und er macht mich zum Partner.
41:15Und was ist dann passiert?
41:17Auf einmal wollte er nichts mehr wissen
41:18von Partnerschaft.
41:20Obwohl er ins Finale gekommen ist
41:21mit einem Entwurf von mir.
41:23Der lag der Puch steht mit seiner Vermutung richtig.
41:26Und das alles bloß,
41:27weil ich beide mit der Kalein verzählt habe.
41:28Der könnte jetzt Großkarriere machen.
41:32Aber anstatt dass er mich am Geschäft beteiligt,
41:35so wie es abgemacht war,
41:36hat der nur auf mir rumkackt,
41:38hat gesagt,
41:38ich wäre kein guter Eisbültauer.
41:40Und dann?
41:45Dann habe ich das Eisherz genommen
41:49und ob es war ihm geworfen.
41:53Ja.
41:54Herr Benthus,
41:55Sie sind vorläufig festgenommen,
41:57wegen des dringenden Tatverdachts
41:57Stefan Lechner ermordet zu haben.
42:00Christian.
42:02Auf geht's, ich mach.
42:10Ich habe ihn nicht am Kopf treffen wollen.
42:13Ja, man soll nicht mit Herzen werfen.
42:19Ich kann ihn, wenn sie es ist.