- vor 8 Stunden
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00:00Sind Sie jetzt raus aus dem Bahnhofsgebäude?
00:02Gut, dann ist links der Taxistand. Sehen Sie ihn?
00:06Nein, Herr Mori, es macht mir nichts aus, am Telefon zu bleiben, bis Sie im Taxi sitzen.
00:11Schade finden Sie, dass ich nicht mehr für die Musikakademie arbeite.
00:14Aber die Frau Anja Stolze-Lüber macht doch ihre Arbeit auch sehr gut.
00:18Ach, nur per E-Mail.
00:21Ah, jetzt sind Sie beim Taxistand.
00:23Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Aufenthalt in Rosenheim.
00:26Herr Mori, wiederhören.
00:28So, jetzt gibt es zuerst einmal frische Sämen und Brezen zur Begrüßung.
00:31Danke, Schwesterlein.
00:33Schön, dass du aus Bamberg wieder zurück bist.
00:35Gell, es ist auch immer wieder schön, nach Hause zu kommen.
00:38Aber sag mal, wir mussten du nicht alle hier kurz früher den Weg zum Taxistand erklären.
00:42Ach, den bekannten Geiger Jonathan Mori aus Hamburg, der gibt heute ein Benefizkonzert.
00:47Der hat doch schon einmal hier gastiert und dich tagelang unter Beschlag genommen.
00:50Richtig, weil du hast so viel verpasst, wie du auf der Fortbildung warst.
00:53Wieso?
00:54Na ja, ich arbeite nicht mehr für die Musikakademie, sondern bin in den Ausschuss Familie und Freizeit gewechselt.
00:59Na, das hättest du mir bei einem Telefon erzählen können. Was sagt denn der 80er dazu?
01:02Der ist bestens versorgt mit seiner neuen Assistentin, Anja Stolze-Löber.
01:06Ah ja, und deshalb ruft Herr Mori dich an, sobald der Rosenheimer Boden betritt.
01:10Meie, er hat's ja nicht erreicht.
01:12Na, fangt schon gut an.
01:13Ach, Schmarrn, du, ich muss jetzt ins Rathaus. Wir haben nämlich mit dem Ausschuss Familie und Freizeit eine neue Erlebniskarte
01:17für die Rosenheimer Touristen ausgearbeitet.
01:19Wow.
01:20Ja, und gestern ist sie im Stadtreff verabschiedet worden. Du frühstückst jetzt erst einmal gemütlich und kommst ganz in Ruhe
01:26an. Gell, für dich?
01:27Ja, da sehe ich ja schwarz dafür.
01:30Herr 80er, Sie glauben nicht, wer mich gerade angerufen hat.
01:33Schönen guten Morgen.
01:34Guten Morgen, Herr Hofer. Sind Sie wieder gut aus Bamberg zurückgekommen?
01:38Ja, schon, gerade eben. Jetzt wollte ich eigentlich erst einmal eine Tasse Kaffee trinken.
01:41Den Kaffee müssten Sie schnell trinken, es gab nämlich ein Laich.
01:44Das habe ich mir doch fast gedacht. Wo muss ich hin?
01:47Und zwar Reitanlage Ritter. Da haben Sie den Besitzer tot im Heuschobau aufgefunden.
01:52Aber ich sage es Ihnen gleich, der Herr Bach kommt ein bisschen später. Der ist nämlich noch auf Wohnungsbesichtigung.
01:56Na schön. Danke, Frau Stockel. Dir Gott, bis später.
01:59Bis dann. Wiederhören.
02:01Ja, dann nochmal vielen Dank, Frau Hofer, dass Sie dem Herrn Mori ins Taxi geholfen haben. Wiederhören.
02:09Guten Morgen, Herr 80er.
02:11Morgen, Frau Stockel. Ach, der Doktor fangt ja schon gut an. Jetzt brauche ich erst mal einen Kaffee.
02:16Okay, warum?
02:17Ja, Leute, hohen Besuch in der Musikakademie. Einen renommierten Geiger aus Hamburg, Herrn Jonathan Mori,
02:25der gibt heute Abend ein Benefizkonzert zugunsten der Stipendiaten unserer Violinklasse.
02:31Oh, das hört sich ja ganz nett an.
02:32Mhm. Nett ist er, aber auch sehr anstrengend.
02:35Kaum in Rosenheim angekommen, hat er die Frau Hofer angerufen, weil er den Weg zum Taxi standen gefunden hat.
02:42Aber wieso denn die Frau Hofer? Sie haben doch jetzt eine neue Assistentin.
02:45Ja, Frau Stolze Löber, aber die befindet sich gerade mit der Klasse ihres Jüngsten im In-Museum und ist nicht
02:52erreichbar.
02:53Außerdem kennt der Herr Mori die Frau Hofer schon vom letzten Konzert und ist ausgesprochen angezahnt von ihr.
03:00So, jetzt muss ich nur den Herrn Mori anrufen.
03:04Ah, stopp. Herr 80er, bitte bedenken Sie, dass Sie heute eine Telefonbesprechung mit dem Staatsanwalt...
03:09Peter habe, danke.
03:10Petersen.
03:11Petersen.
03:13Ja, Herr Mori, ich habe schon gehört, dass Sie gesund und munter in Rosenheim angekommen sind.
03:19Mei, Karbinian, jetzt bist du aber schon recht abgegangen.
03:22Du, mein Arme.
03:23Wie war's in Bamberg?
03:24Du, Rauchbier, Bamberger Zwiebeln, gefüllt mit Wurstbrät, eine schöne Zeit.
03:29Ja, klingt gut. Aber der Herr Bach ist noch nicht da.
03:32Und ich kann dir auch sagen, warum.
03:34Warum?
03:34Weil er noch einen Termin beim Vermieter hat, wäre er eine neue Wohnung.
03:37Siehst, das ist wieder typisch, du. Kaum da und weißt schon mehr wie ich.
03:40So, Berufskrankheit.
03:42Das wird die Frau Mei aber freuen, dass der Bach eine neue Wohnung hat.
03:46Was hat die Frau Mei damit zu tun?
03:47Es ist ja so, der Herr Bach musste überraschend aus seiner alten Wohnung raus und ist bei der
03:52Frau Mei sozusagen untergeschlüpft.
03:54Aber nur für zwei Wochen. Und die zwei Wochen sind morgen vorbei.
03:57Na, dann ist sie ja gut in der Zeit.
04:00Du, Michi, fangen wir vielleicht trotzdem schon mal an?
04:02Ja, freilich.
04:02Der Tote ist der Georg Ritter.
04:05Der Georg Ritter war der Besitzer hier von dieser Reitanlage.
04:0852 Jahre alt, vollkommen kinderlos.
04:11Aber seit zehn Jahren glücklich verheiratet mit seiner wunderschönen Frau Dana.
04:16Sehr schön.
04:17Und wenn du mir jetzt noch sagst, wo die Leiche liegt?
04:19Ja, freilich.
04:20Da drin.
04:20Wart schon.
04:21Auf geht's.
04:22Ja.
04:24So.
04:26Schönen guten Morgen, Frau Mei.
04:29Morgen, Herr Hofer. Na, hatten Sie eine gute Zeit in Marmberg?
04:31Na ja, ich hab streng Diät gelebt.
04:33Schauen Sie mal an.
04:34Jetzt bin ich schon froh, dass ich wieder da bin. Und Sie müssen heute erst einmal mit
04:38mir Vorlieb nehmen.
04:39Sie haben es also schon mitbekommen.
04:41Der Herr Bach wohnt bei Ihnen.
04:42Ja, aber gerade unterzeichnet er seinen Mietvertrag und wollte noch die Modalität mit dem Vormieter
04:47klären.
04:47Wir werden es auch froh sein, wenn Sie wieder Ihre Ruhe haben, gell?
04:51Wieso auch?
04:52Auch.
04:53Also, auch.
04:55Ja.
04:56Herr Ritter wurde mit diesem Holzpfahl erschlagen. Man benutzt ihn zum Einsäunen von beiden.
05:01Ach so. Fingerabdrücken.
05:04Negativ.
05:05Der Herr Ritter wurde von hinten erschlagen. Also ist er überrascht worden.
05:09Oder er hat sich zum Gehen abgewendet.
05:11Dann wäre er aber auch überrascht gewesen.
05:13Sonst gibt es keine weiteren Anzeichen auf äußerliche Einwirkung.
05:17Aber Sie können sicher die Tatzeit eingrenzen.
05:19Gestern Abend zwischen 22 und 23 Uhr.
05:21Sehr gut.
05:22Guten Morgen.
05:24Guten Morgen.
05:25Hallo Herr Hofer.
05:26Schön, dass wir immer das Vergnügen miteinander haben.
05:28Ganz weiterseits.
05:29Und Entschuldigung, dass ich ein bisschen spät bin.
05:31Na kein Problem, der Termin wie Vermieter.
05:33Der Herr Hofer weiß meistens alles.
05:35Ja.
05:36Na, alles gut gelaufen?
05:37Ja, alles, alles super.
05:39Ja, ich wollte eigentlich jetzt die Witte befragen.
05:42Ja, dann würde ich gleich mitkommen und Sie bringen mich auf den neuesten Stand.
05:44Super, ich bitte.
05:47Frau May, kleine Frage.
05:49Also für das, dass Sie gerade eine Wohnung gefunden haben, hält Sie es in Begeisterung aber sehr in Grenzen.
05:53Gab's Probleme?
05:57Der ist komplett verrückt geworden.
05:59Wissen Sie, wie viel Ablöse der Vermieter plötzlich haben wollte?
06:0112.000 Euro.
06:02Für die Küche, die Böden und einen Einbauschrank, den ich noch nicht mehr haben wollte.
06:06Und jetzt?
06:07Da habe ich die Wohnung natürlich abgesagt.
06:08Das heißt, Sie bleiben der Frau May als Mitbewohner erhalten?
06:12Sie wird davon nicht begeistert sein, aber habe ich eine andere Wahl.
06:15Und warum haben Sie es ihr nicht gesagt?
06:17Na ja, ich wollte Sandra nicht gleich heute Morgen die Laune vermiesen.
06:20Oh oh.
06:21Wer kommt denn da?
06:22Schauen Sie, Frau Ritter.
06:23Ich kann mir ja vorstellen, dass Sie den Worten Ihren Mann möglichst schnell ausgeklärt haben wollen.
06:28Richtig.
06:28Aber wir sind halt von der Polizei. Wir müssen so sein.
06:32Schauen Sie, da sind schon unsere Herren Hauptkommissare. Das ist die Frau Ritter, die Witwe.
06:36Grüß Gott. Hauptkommissar Hofer, Pippo Rosenheim. Das ist mein Kollege Bach.
06:41Ihre Leute brauchen nicht unser ganzes Haus auf den Kopf stellen.
06:44Ich weiß, wer meinen Mann umgebracht hat.
06:46So, wer denn?
06:47Der Markus Köhler.
06:48Wer ist denn der Markus Köhler?
06:50Er war unser Cheftrainer.
06:52Das heißt?
06:52Er hat unsere Pferde trainiert und auf Turnieren vorgestellt.
06:55Aber mein Mann hat ihm gestern gekündigt.
06:58Gibt es irgendwo einen Ort, wo wir uns in Ruhe unterhalten können?
07:01Ja.
07:02Sicher.
07:03Ich bin im Büro, okay?
07:04Ist recht.
07:06Mein Mann hat das Pferd, mit dem Markus Köhler auf internationalen Turnieren sehr erfolgreich war,
07:11an dem Turnierstall Wedel verkauft.
07:13Diamonds Quest.
07:16Gestern wurde er abgeholt.
07:18Und das hat dem Markus nicht gepasst.
07:20Komplett ausgerüstet ist er.
07:22Da hat mein Mann ihm gesagt, dass er seine Sachen packen soll.
07:25Warum war Herr Köhler denn so wütend?
07:27Er hätte doch einfach ein anderes Pferd nehmen können.
07:28Hier stehen doch noch genügend im Stall.
07:29Diamond ist ein Ausnahmepferd.
07:31Der Markus hat mit ihm jede Menge Preisgelder erraten.
07:34Von welchen Summen sprechen wir hier?
07:36Sechsstellig im letzten Jahr.
07:38Zusätzlich zu seinem Gehalt.
07:39Sauber.
07:41Finden wir den Herrn Köhler hier irgendwo?
07:43Der wohnt mit seiner Lebensgefährtin, der Frau Ahrens,
07:45in der Einliegerwohnung über den Stallungen.
07:47Die Frau Ahrens hat bisher als Sekretärin für uns gearbeitet.
07:52Versteht, dass das Pferd nicht nur alleine ihrem Mann,
07:54sondern auch noch einem gewissen Herrn Julian Rabe gehört?
07:56Die beiden haben Diamond zusammengekauft.
07:59Hältst du den Rabe auch auf dem Gelände ab?
08:01Nein, der lässt sich so gut wie nie blicken.
08:04Aber in seiner Logistikfirma, da treffen sie ihn sicher an.
08:07Es gibt mit Sicherheit irgendwelche Unterlagen
08:09für den Verkauf des Pferdes, Vertrag oder so.
08:12Im Büro meines Mannes?
08:13Oder eine Frage hätte ich noch.
08:14Wo waren Sie denn gestern zwischen 22 und 23 Uhr?
08:18Im Hotel Habicht, beim Unternehmerempfang.
08:22Mein Mann ist schon um 20.30 Uhr gegangen,
08:24um die Abendrunde durch die Stallungen zu machen.
08:26Ich bin erst so um halb zwölf nach Hause.
08:28Haben Sie nicht vermisst letzte Nacht?
08:30Mein Mann hat oft in der Gästewohnung geschlafen,
08:32wenn er länger arbeiten musste.
08:34So, schaut mal her.
08:36Das ist der Kaufvertrag von dem Pferdl.
08:39Und das ist der Kontoauszug mit dem Eingang
08:41von einer Million Euro.
08:43Was, wie viel?
08:45Eine Million. Das ist völlig normal.
08:47Was aber nicht völlig normal ist,
08:49zusätzlich zu dieser Million hat es noch ein bisschen was obendrauf gegeben,
08:52nämlich 100.000 Euronen in Barra.
08:55Oh, schön.
08:56Die letzte Rate?
08:57Nein, nichts letzte Rate.
08:59Eine Million offiziell, also über die Bücher,
09:02und die 100.000 Euro noch zusätzlich.
09:05Die hat der Herr Wedl gestern dem Herrn Ritter übergeben.
09:08Das Problem ist heute nur, davon ist nichts drin in dem Safe.
09:13Frau Ritter,
09:15Ihr Mann und der Herr Rabe haben für das Pferd eine Million Euro erhalten.
09:18Ja.
09:20Und was mit den 100.000 Euro,
09:21die Ihr Mann bei der Übergabe des Pferdes erhalten hat?
09:24Das war eine Vereinbarung zwischen meinem Mann und Herrn Wedl.
09:27Wusste der Herr Köhler davon?
09:29Nein, das glaube ich nicht.
09:30Wo hat Ihr Mann das Geld aufbewahrt?
09:32Im Safe natürlich.
09:34Na gut, danke Frau Ritter.
09:37Die Kollegen von der Spurensicherung werden dann noch ihre Fingerabdrücke abnehmen.
09:41Warum das jetzt?
09:42Um sie von den anderen auseinanderzuhalten.
09:44Genau, Toni, sei so gut.
09:46Gerne.
09:47Würden Sie denn noch der Herr Spusi sagen, dass Sie 100.000 Euro fielen?
09:49Herr Barra, das habe ich doch schon längst gemacht.
09:52Sehr gut, Michi.
09:53Meine Herren, Sie gestatten.
09:54Ja, freundlich.
10:03Marie.
10:04Quemen, Servus.
10:05Toll, oder?
10:06Dass wir die Erlebnis gerade für die Rosenheimer Touristen so schnell durchgekriegt haben.
10:09Sogar einstimmig haben Sie es in der Stadtratssitzung angenommen.
10:12Die Anke und die Eva, die kommen gleich.
10:14Sie holen gerade noch ein Imbiss am Biobäcker.
10:16Entschuldige.
10:17Ich hole schon mit Helen.
10:17Ja.
10:19Hofer?
10:21Herr Mori, sind Sie uns gut im Hotel angekommen?
10:25Was?
10:26Das falsche Zimmer hat die Frau Stolzlöber für Sie gebucht.
10:32Grüß Gott.
10:34Herr Köhler?
10:35Ja, der bin ich.
10:37Hauptkommissar Bach, Krippe Rosenheim, mein Kollege Herr Hofer.
10:40Und Sie sind?
10:41Evi Ahrens, ich bin die Lebensgefährtin.
10:44Frau Ahrens, wir würden gerne erst mit dem Herrn Köhler alleine sprechen.
10:49Danke.
10:52Ja, das war vielleicht ein Schock, als ich vorhin den Herrn Ritter im Heuschober gefunden habe.
10:58Wir haben gehört, dass Sie und der Herr Ritter sich nicht so sonderlich gut verstanden haben.
11:03Naja, er hat mir gestern gekündigt.
11:05Weil Sie sich darüber aufgeregt haben, dass er sein bestes Pferd verkauft hat?
11:08Den Diamond.
11:09Ein Turnier nach dem anderen habe ich mit dem gewonnen.
11:12International.
11:13Und dabei eine Menge Preisgelder eingefahren.
11:16Genau, und die Hälfte davon habe ich bekommen.
11:19Naja, dann verkauft Herr Ritter Ihnen das Pferd unterm Hintern weg.
11:22Ihre Hauptannahmequelle löst sich in Luft auf.
11:24Da kann einen schon der Zorn packen, oder?
11:26Ja, deswegen bringe ich den Chef doch nicht um.
11:30Wie geht es weiter für Sie?
11:32Ich bewerbe mich woanders.
11:34Warum arbeiten Sie dann noch hier?
11:36Pferde können noch nichts dafür.
11:37Die brauchen ihre Bewegung.
11:40War es das?
11:41Nicht ganz.
11:42Wo waren Sie gestern Abend zugegen, 22 Uhr?
11:45Vor dem Fernseher.
11:46Ich habe mir auf dem Sportkanal den großen Preis von Tokio angeschaut.
11:50Muttersport?
11:51Springreiten.
11:51Und danach soll ich Sie in die Musikakademie fahren, wie beim letzten Mal.
11:56Ach, Herr Mori.
11:58Mhm.
11:59Mhm.
12:00Ja gut, ich komme vorbei.
12:01Bis gleich.
12:02Wiederhören.
12:04Herrschaftszeiten.
12:07Herr 80er.
12:08Hofer nochmal.
12:09Frau Hofer, was kann ich tun für Sie?
12:12Nix, aber ich für Sie, oder besser gesagt für den Herr Mori.
12:15Wieso, was ist mit ihm?
12:17Naja, das falsche Zimmer wurde im Hotel Sonne für ihn gebucht.
12:19Er wollte ausdrücklich das Zimmer 18 mit Balkon nach Süden.
12:23Jetzt haben Sie mir aber das Zimmer 28 gegeben.
12:25Das geht nach Norden und hat gar keinen Balkon.
12:27Ja, kann man die Zimmer vielleicht tauschen?
12:30Ja, das werde ich gleich vor Ort besprechen.
12:32Und dann fahre ich den Herr Mori in die Musikakademie.
12:35Warum Sie?
12:36Ja, er hat drauf bestanden, muss sein Mann.
12:38Ja, haben Sie überhaupt Zeit?
12:40Die werde ich mir wohl nehmen müssen.
12:42Frau Hofer, das ist wirklich ausgesprochen freundlich von Ihnen.
12:45Ich komme da natürlich so schnell ich kann nach.
12:49Gut, wiederhören.
12:50Geh mal in mein Büro.
12:52Clemens, es tut mir total leid, aber mir ist da gerade was dazwischen gekommen.
12:55Der Herr Achtziger braucht mich dringend wegen einem Künstler, der heute in der Musikakademie gastiert.
13:00Ich dachte, der Herr Achtziger hat eine neue Assistentin.
13:03Ja, schon, aber dieser Stargeiger, der Herr Mori, der ist ein bisschen kompliziert und kennt mich halt noch vom letzten
13:08Konzert.
13:09Und auf jeden Fall müsste ich sofort los.
13:11Und unsere Sitzung?
13:13Weißt du was, fangst du doch schon mal ohne mich an.
13:15Ich stoße dann später auf jeden Fall dazu.
13:17Bist meine Büsker.
13:20Danke.
13:21Der Markus war es nicht.
13:23Wie kommen Sie darauf, dass wir ihn verdächtigen?
13:26Na, weil der Georg ihn doch gestern, der Herr Ritter hat ihn doch gestern rausgeschmissen.
13:31Naja, wir verschaffen uns hier erstmal nur einen Überblick.
13:34Frau Ahrens, Sie arbeiten auf der Reiteinlage als Sekretärin?
13:38Ja, das ist richtig.
13:39Aber ich gehe natürlich mit dem Markus von hier weg, wenn wir beide etwas Neues gefunden haben.
13:45Und wie war eigentlich Ihr Verhältnis zum Herrn Ritter?
13:47Der war mein Chef.
13:49Wir hatten einen freundlichen, aber auch sehr förmlichen Umgang miteinander.
13:54Ja.
13:55Ritter war immer sehr korrekt.
13:56So, so.
13:57Das passt aber nicht ganz zu der Tatsache, dass er vom Käufer von der Amens Quest 100.000 Euro unter
14:02der Hand angenommen hat.
14:03Davon weiß ich nichts.
14:05Ihr Lebensgefährte hat gesagt, dass Sie beide gestern gegen 22 Uhr in Ihrer gemeinsamen Wohnung waren.
14:10Ja, das stimmt. Ich habe gestern lange mit einer Freundin telefoniert.
14:13Auf dem Handy vermutlich.
14:14Nee, auf dem Festnetz.
14:16Und Ihr Mann?
14:17Der saß vor dem Fernseher. Da wurde ein Springturnier übertragen.
14:21Wir bräuchten ja noch den Namen und die Telefonnummer Ihrer Freundin, damit wir Ihr Alibi überprüfen können.
14:26Das werden wir natürlich bei der Telefongesellschaft auch überprüfen.
14:30Eine Million für ein Pferd.
14:33Tja, und die Preisgelder?
14:36Sechsstellige Summen in nur einem Jahr.
14:38Herr Wiener, ich sag's dir, wir sollten umsatteln.
14:42Ich überleg's mir.
14:43Ja, also mit den ersten Mitarbeitern habe ich bereits geredet.
14:46Keiner was gesehen, keiner was gehört.
14:48Aber als was, dann machst du einfach mit den weiteren Mitarbeitern weiter.
14:51Ausgezeichnet.
14:52Und wenn Ihr mit dem Herrn Rabe von der Rabe-Logistik reden wollt, der wohnt im Gewerbegebiet Johannstraße 64.
14:59Ermann?
14:59Ja.
15:00Es müsste überprüft werden, ob und wie lange Frau Ahrens gestern mit dieser Frau telefoniert hat und ob tatsächlich überfestnet
15:05es.
15:06Ja, ich frag die Stockl, vielleicht ist sie heute gnädig.
15:10Und sagen Sie der Spusi, dass Sie von Frau Ahrens und Herr Köhler Fingerabdrücke nehmen sollen?
15:14Ja, ist recht.
15:17Glauben Sie den beiden etwa nicht?
15:19Sie?
15:20Mhm.
15:25Ja, Michi, ich kümmere mich gleich drum. Ja, für die Servus.
15:29Ja?
15:31Frau Stock.
15:32Ach, Herr Achtziger, hat es geklappt mit dem Staatsanwalt Petersen?
15:35Ja, danke, alles Bessens.
15:36Ich muss jetzt gleich in die Musikakademie.
15:39Herr Muri und Frau Hofer sind schon dort.
15:41Frau Hofer?
15:41Ja, der Herr Muri hat die Frau Hofer noch ins Hotel zitiert, weil die Frau Stolze Löber offensichtlich das falsche
15:48Zimmer bestellt hat.
15:49Oh, mein, mein.
15:50Ach, Frau Stolze Löber.
15:52Ja, Achtziger.
15:56Herr Muri, ja.
15:58Nein, der Herr Muri, der kennt die Frau Hofer halt noch vom letzten Jahr.
16:02Nein, das hat selbstverständlich nichts mit Ihnen zu tun.
16:06Das Zimmer im Hotel.
16:08Ja, also das mit dem Zimmer verhält sich folgendermaßen.
16:13Was für ein Zirkus.
16:16Herr Rabi, Sie haben mit dem Herrn Ritter zusammengearbeitet.
16:19Was den Kauf und Verkauf von Pferden betrifft, ja.
16:22Mit der Reiterei habe ich nichts am Hut.
16:24Aber die Pferde haben sich als gute Wertanlage herausgestellt.
16:27Wie kam es denn zu Ihrer Verwandlung mit dem Herrn Ritter?
16:29Ich habe ihn vor zwei Jahren kennengelernt, dass er auf der Suche nach einem Kohlenwester war.
16:33Er wollte damals ein sehr vielversprechendes Springpferd in den Niederlanden kaufen.
16:36Und das hat sich gelohnt.
16:38Georg hatte das Pferd für eine halbe Million gekauft und ein Jahr später für immerhin 550.000 Euro abgestoßen.
16:4450.000 Euro Gewinn? Sauber.
16:46Ja, Herr Georg hat ja ein gutes Händchen.
16:50Diamond Squash hat er zum Beispiel letztes Jahr für 750.000 Euro gekauft und gestern mit 250.000 Euro Gewinn
16:56verkauft.
16:57Warum eigentlich, wenn das Pferd auch so erfolgreich war?
16:59Das Angebot war einmalig.
17:02Und bevor der Wert des Pferdes sinkt, weil es sich zum Beispiel verletzt und nicht mehr auf Turnieren starten kann.
17:08Aber wissen Sie, die ganze Sache war für mich sowieso nur ein kleines Zubrot.
17:13Meine Logistikfirma operiert weltweit sehr erfolgreich.
17:17Ich bin also auf das Geld nicht angewiesen.
17:19Na, das ist ja schön für Sie.
17:21Dieser Pferdetrainer, der Herr Köhler, war der irgendwie an der Wertsteigerung beteiligt?
17:26Also ich meine, ist das Pferd durch seine Turniersiege wertvoller geworden?
17:29Nein.
17:29Er bekam die Hälfte der Preisgilder von den Turnieren.
17:34Gab es eigentlich zwischen Ihnen und dem Herrn Ritter irgendwelche Unschlimmigkeiten?
17:38Nein.
17:40Es war ja alles vertraglich geregelt.
17:42Und was mit dem 100.000 Euro, die Herr Wedel zusätzlich in Bar bezahlt hat?
17:47Davon weiß ich nichts.
17:49Ich habe Herrn Ritter immer als sehr korrekten Geschäftsmann empfunden.
17:53Hatte Herr Ritter ansonsten Ärger mit irgendjemandem?
17:55Streit, Probleme?
17:56Nur mit dem Pferdetrainer.
17:58Herr Rabe, wo waren Sie gestern Abend zu gegen 22 Uhr?
18:02Auf dem Empfang der Rosenheim Unternehmer.
18:05Die Ritters waren auch da.
18:07Aber der Georg ist schon ziemlich früh gefahren.
18:09Und Sie?
18:10Ich war da ungefähr bis Mitternacht.
18:13Dann bin ich auch nach Hause.
18:15Allein.
18:21Da fährt er zurück ins Hotel der Herr Mori glücklich und zufrieden.
18:25Das ist wirklich erstaunlich.
18:27Wie er bei Ihnen immer auftaut.
18:30Aber jetzt haben Sie es ja hinter sich.
18:32Schön wär's.
18:32Ich fahr jetzt geschwind noch mal ins Rathaus und danach singen wir uns eh schon wieder.
18:36Wieso kommen Sie auch ins Konzert?
18:37Und begleite Sie und den Herr Mori vorher zum Essenswahlstübel.
18:40Er hat drauf bestanden.
18:42Wie beim letzten Mal, Herr Achtziger.
18:43Wie beim letzten Mal.
18:45Dann bis heute Abend.
18:47Ja?
18:49Ah, das heizt ja endlich.
18:52Ja, das sind wir endlich, Frau Stockel.
18:54Danke, dass Sie sich so um meine Pflanze kümmern.
18:56Haben Sie jetzt endlich den Mietvertrag unterschrieben?
18:58Der Vormieter wollte plötzlich 12.000 Euro Ablöse haben.
19:01Da habe ich die Wohnung abgesagt.
19:03Weiß das die Frau May?
19:05Ich stehe ja weiter mit dem Makler im Kontakt.
19:07Und ob ich jetzt zwei oder drei Wochen bei ihr wohne, das macht den Kuh jetzt auch nicht mehr fett.
19:10Dann sollten Sie das schleunigst mit der Frau May kommunizieren.
19:14Danke für den Ratschlag, Frau Stockel.
19:15Bitte.
19:16Aber jetzt zum Eigentlichen.
19:17Folgendes.
19:18Die Frau Ahrens hat ein Alibi.
19:20Sie hat nämlich gestern von 21.45 Uhr bis weit nach 23 Uhr mit ihrer besten Freundin auf dem Festnetz
19:28telefoniert.
19:29Jetzt müssen wir nur noch wissen, ob gestern der große Preis von Tokio im 14 ausgestrahlt worden ist.
19:34Der Herr Kühler hat sich den angeblich angeschaut.
19:36Motorsport?
19:38Springreiten.
19:39Ah, ja.
19:40Und zweitens, das wäre das Testament von Georg Ritter.
19:44Eins noch, Frau Stockel.
19:45Mennen Sie, der Herr Lorenz könnte sich mal die Bilanzen von der Firma Rabi Logistik anschauen.
19:50Ich hoffe gleich an und frage ihn.
19:51Mit Ihrem Charme dürfte das doch kein Problem sein, ne?
19:54Ja.
20:00Tja, die Frau Ritter hätte im Falle einer Scheidung nichts zu erwarten gehabt.
20:04Jetzt erbt sie das gesamte Vermögen Ihres Mannes.
20:08Da seid ihr, könnt's gleich wieder gehen.
20:10Die Kante U hat sich das Gästezimmer auf der Reiteranlage angeschaut.
20:14In dem der Herr Ritter gelegentlich geschlagen hat.
20:16Vollkommen richtig, aber nicht alleine.
20:19Wir haben nämlich auf dem Kopfkissen ein paar Haare gefunden und die gehören definitiv nicht zum Herrn Ritter.
20:24Und der Fonsi hat sich in der Zwischenzeit das Handy vom Ritter angeschaut.
20:33Treffen wir uns gleich dein G.
20:36Warte in der Gästewohnung auf dich.
20:39Evi Ahrens, die Lebensgefährtin von Markus Köhler und Ritterssekretärin.
20:43Tasche, hat die Spurensicherung inzwischen die 100.000 Euro gefunden?
20:47Aber nein.
20:49Könnten Sie bitte überprüfen, ob und wie lange Frau Ritter mit ihrem Mann und dessen Geschäftspartner Julian Rabe gestern Abend
20:54auf dem Empfang der Rosenheimer Unternehmer war?
20:56Aber ja, da ist die Stoffe.
20:59Und wir machen uns jetzt nochmal zur Reiteranlage auf?
21:02Genau.
21:03So, die Frau May würde euch in der Pathologie erwarten und da können Sie, Herr Bach, ihr gleich beichten, dass
21:09es mit der Wohnung leider nichts geworden ist.
21:11Ja, das machen Sie dann, glaube ich, besser alleine. Ich treffe Sie dann unten bei der Information.
21:17Gut.
21:28Hallo, Christian.
21:30Sag mal, siehst du eigentlich heute noch aus, oder?
21:33Eher morgen, wenn es geht.
21:36Okay, aber vorm Dienst, ja? So viele Sachen sind Sie nicht.
21:38Ja, klar.
21:40Bei der Untersuchung des Opfers habe ich ein Hämatom am Oberarm gefunden, das unmittelbar vor dem Tod entstanden sein muss.
21:47Den Arschbohlen?
21:49Ich habe Hautpartikel an der Kleidung gefunden, aber bis die Ergebnisse da sind.
21:53Warten wir.
21:54Danke.
22:00Na, was sagt die Frau May dazu, dass Sie als Übernachtungsgast erhalten bleiben?
22:04Sie weiß es noch nicht.
22:05Sehr seltsame Taktik. Irgendwann erfährt es doch so und so, dass Sie die Wohnung nicht genommen haben.
22:10Ich sage es, wir werden Abend ganz in Ruhe.
22:12Na, dann ist es vorbei mit der Ruhe.
22:14Ich kann es doch jetzt auch nicht ändern.
22:15Dann kaufen Sie wenigstens ein paar Blumen.
22:19Sie meinen, das hilft?
22:20Gut, so schaden Sie bitte, wenn es noch alle machen.
22:23Haben Sie das gerade gehört?
22:25Nee, was?
22:26So wie es sich umgekehrt hat, gehört der Bach mächtig Ärger mit der May.
22:30Frau Grasecker, ich belausche meine Kollegen nicht.
22:32Das tue ich auch nicht. Aber der Bach hat anscheinend immer noch keine Wohnung.
22:36Ist das unser Problem?
22:38Das weiß man noch nicht.
22:40Ja, Frau Stolze-Löber. Augenblick.
22:42Ja, grüß Gott, die Herren.
22:44Grüß Gott, der 80er.
22:44Herr Hofer, schön, dass Sie wieder aus Bamberg zurück sind.
22:47Danke. Haben Sie mich vermisst?
22:48Ja.
22:49Frau Stolze-Löber, nein, das dürfen Sie doch nicht persönlich nehmen.
22:53Nein, ich habe Sie deshalb nicht informiert, weil ich selbst nicht wusste, dass Herr Mori ausschließlich von Frau Hofer betreut
23:00werden will.
23:01Frau Stolze-Löber, ich bitte Sie. Sie können doch nicht einfach heute Abend zu Hause bleiben.
23:07Nein, ich brauche Sie in der Musikakademie. Ja.
23:12Oh, und ich bestehe darauf, dass Sie mit uns zum Essen gehen. Ja, gut. Wiederhören.
23:20Oh Gott, oh Gott.
23:21Was ist denn jetzt schon wieder passiert?
23:22Frau Stolze-Löber ist eingeschnappt, weil der Herr Mori lieber mit der Frau Hofer zu tun hat.
23:28Na ja, wenigstens kommt sie mit zum Essen.
23:31Und die Frau Hofer?
23:32Die kommt natürlich auch.
23:34Weißt es die Frau Stolze-Löber?
23:36Nein.
23:37Ah.
23:40Ja, nein.
23:45Marie, mit der habe ich jetzt ehrlich gesagt nicht mehr gerechnet.
23:49Entschuldige, Clemens, es hat in der Akademie alles viel, viel länger gedauert als gedacht.
23:53Ja, das haben wir gemerkt. Die Sitzung ist übrigens seit zwei Stunden beendet.
23:57Och, und ich kann auch gar nicht so lang bleiben.
24:01Die Musikakademie.
24:02Ja, der Herr Mori, dieser Geige äußert, der ist wirklich ein Fall für sich.
24:06Sag, könntest du mir bitte schönes Protokoll für die Sitzung melden?
24:10Mach ich.
24:11Danke.
24:20Mein Mann hatte eine Affäre?
24:22Ja.
24:23Er hat sich regelmäßig mit der Sekretärin in der Gästewohnung der Reitanlage getroffen.
24:28Mit Evie Ahrens?
24:29Genau. Sie wussten davon nichts?
24:33Nein.
24:35Ich hatte ein Verhältnis mit Georg. Aber es ging noch nicht lang und es war auch schon so gut wie
24:39vorbei.
24:40Und ihr Lebensgefährte?
24:41Der wusste nichts davon.
24:44Und wenn doch, und der Herrn Ritter aus Alphasucht...
24:47Der Markus, der hat den Georg nicht umgebracht.
24:50Und ich wäre ihm wirklich sehr dankbar, wenn er nichts von Georg und mir erfährt. Ja?
24:55Das lässt sich leider nicht vermeiden. Im Ende hätte er ein Mondmotiv.
25:01Frau Ahrens behauptet, dass die Affäre mit Ritter zu Ende war und dass ihr Mann angeblich gar nichts davon wusste.
25:06Und die Frau Ritter hat angeblich keine Ahnung, wen ihr Mann da regelmäßig in der Gästewohnung empfangen hat.
25:12Entschuldigung.
25:20Die KTU konnte die Hauptpartikel auf Ritters Kleidung zuordnen. Sie stammen von Markus Köhler.
25:25Ach so, ja.
25:26Ich sag's dir, ihr lernt noch reiten.
25:28Michi, sag einmal.
25:29Ja?
25:30Hat die Spurensicherung schon nach den fehlenden 100.000 Euro bei Markus Köhler gesucht?
25:34Ja schon. Sie haben aber nichts gefunden.
25:36Das heißt?
25:36Das heißt, dass sie noch suchen.
25:37Sehr gut.
25:40Herr Köhler, haben Sie gewusst, dass Ihre Lebensgefährtin ein Verhältnis mit dem Herrn Ritter hatte?
25:47Wie bitte?
25:49Nein.
25:50Wirklich nicht?
25:51Nein.
25:52Wir haben nämlich Hauptpartikel auf der Kleidung des Opfers gefunden, die von Ihnen stammen.
25:58Und zwar genau an der Stelle, an der Herr Ritter ein Hermatom aufweist, was ihm unmittelbar vor seinem Tod zugefügt
26:03wurde.
26:03Na und, wisstens, da fragen wir jetzt uns schon, ob Sie nicht vielleicht eifersüchtig waren und aus Wut zugeschlagen haben.
26:11Ja, okay. Ich hab den Ritter gestern Abend abgepasst. Ich konnte es nicht so stehen lassen, dass er mich einfach
26:17rausschmeißt.
26:18Ich mein, der Diamond ist doch erst zu so einem wertvollen Pferd geworden durch die Turniere, die ich mit ihm
26:22gewonnen hab.
26:23Und dann werden Sie beim Verkauf nicht am Gewinn beteiligt.
26:26Ja. Und die Preisgelder kann ich nächstes Jahr auch vergessen, weil mir kein vergleichbar gutes Pferd zur Verfügung steht.
26:31Sie haben gestern Abend Herrn Ritter in den Stallungen aufgesucht und dann wurde es ungemütlich zwischen Ihnen beiden.
26:35Liebe werte Kollegen, kommt Sie mit mir ein bisschen mit in die Sattelkammer.
26:40Herr Köhler, Sie auch.
26:43Sagen Sie mal, Herr Köhler, kennen Sie diese Tasche?
26:46Ja, natürlich. Die ist für meine Reitstiefel.
26:48Und für Ihr Bargeld.
26:50100.000 Euro.
26:52Und ich hab so Gefühl, das ist das Schwarzgeld, das der Herr Ritter vom Herrn Wedel bekommen hat.
26:59Ich hab keine Ahnung, wie das Geld da reingekommen ist.
27:01So, jetzt sind wir leid, Herr Köhler.
27:03Da werden Sie uns jetzt erst einmal aufs Kommissariat begleiten.
27:05Markus, also gut.
27:13Ja, na dann.
27:15Na, ich würde sagen, Sie machen Feierabend.
27:17Aber vergessen Sie nicht, die Blumen für die Frau May zu besorgen.
27:20Ja, gut. Vielen Dank.
27:22Schönen Feierabend, hm?
27:24Ebenfalls.
27:25Blumen für die Pathologe.
27:26Wieso das jetzt?
27:27Um Sie milde zu stimmen.
27:29Weil der Topf noch länger bei ihr wohnen bleibt.
27:31Heute in der Früh hat er doch gesagt, er hat eine neue Wohnung.
27:33Das ist ja das Problem.
27:36Ah.
27:38Mein Bericht.
27:40Wenn Sie den bitte Herrn 80er auf dem Schreibtisch legen.
27:42Das reicht morgen, oder?
27:43Nein, tut's nicht.
27:45Ach, Frau May.
27:47Jetzt haben Sie einer gedacht, dass die Wohnung wieder für sich alleine haben, gell?
27:51Ja, das werde ich auch.
27:53So.
27:55Es geht Sie zwar nichts an, Frau Stockl,
27:57aber Herr Bach hat heute den Mietvertrag für seine neue Wohnung unterschrieben
28:00und sieht morgen früh aus.
28:01Ah, der Herr Bach hat die Wohnung jetzt doch abgelehnt,
28:03weil der Vormitter 12.000 Euro Ablöse verlangt.
28:07Aber wie hat der Herr Bach so schön gesagt,
28:08ob er jetzt zwei Wochen bei Ihnen wohnt oder drei,
28:11schönen Feierabend noch.
28:18Ja, da schon her.
28:19Wo willst du denn hin so aufgebrezelt?
28:21Hör mir bloß auf,
28:23den ganzen Tag guck ich schon, man nannt im Auftrag vom Herrn Mori.
28:26Der ist ja doch wieder ein bisschen anhängig geworden, der Herr.
28:29In das Hotel durfte ich, weil ihm das Zimmer nicht recht war.
28:32In die Musikakademie musste ich hin kutschieren,
28:34weil das bei seinem letzten Konzert auch so war.
28:36Und jetzt begleite ich ihn und den Herrn 80er noch zum Essen
28:39und dann ins Konzert.
28:40Weißt du was, Schwesterlein?
28:42Du ohne Musikakademie, das geht doch gar nicht.
28:45Dir macht doch die Arbeit da dort viel zu viel Spaß.
28:46Das macht mir die Arbeit im Ausschuss Familie und Freizeit auch.
28:49Aber der Clemens Roth, der zieht dir so ein Gesicht,
28:51weil ich bei seiner Sitzung gefehlt habe.
28:53Ja, mei, du bist halt sehr begehrt in Rosenheim.
28:55Du bist halt zu begehrt, habe ich gerade das Gefühl.
28:58Für dich.
28:58Für dich.
29:22Sandra, du bist ja schon zu Hause.
29:24Wie man sieht.
29:26Für wen sind die denn?
29:27Für dich.
29:29Und eine Flasche Prosecco.
29:30Zum Abschied quasi.
29:33Quasi.
29:34Und was bedeutet das quasi?
29:39Sandra, es gibt da so ein klitzekleines Problemchen.
29:43Vielleicht die Ablöse, die du nicht zahlen wolltest,
29:45weswegen du die Wohnung abgesagt hast.
29:47Aber ist ja egal, ob du zwei Wochen bei mir wohnst oder drei.
29:51Wer bist du denn da schon wieder?
29:52Ich habe dir angeboten, 14 Tage hier zu wohnen, nicht länger.
29:55Aber ich kann doch nichts dafür.
29:57Und zieh die Schuhe aus.
30:03So, bitteschön.
30:05Einmal den Times Square Salat mit Hausdressen, bitte.
30:09Gerne.
30:10Willst du den Herrn Bach halt lassen?
30:12Müssen wir jetzt überall zusammen aufkreuzen, nur weil er meine Wohnung belagert.
30:19Guten Abend.
30:22Joe, machst du mir einen Gin Tonic?
30:23Ach, da ist er, der Mitbewohner.
30:25Komm ja bloß auf.
30:27Da fühlst du dich nicht mehr wohl bei der Frau May.
30:29Vermient ist der Rea, die Wohnung.
30:31Ha, da bist du hier genau richtig.
30:33Ich bin hier, um meine Ruhe zu haben.
30:34Ja, ich hoffe, dass du dich hier findest.
30:37Also, wenn du mir einen Gin Tonic machst und die Karte gibst?
30:39Aha.
30:40Ja, gekocht wird also auch nicht mal im Haus in Maybach.
30:45Was machst du jetzt hier?
30:47Du hast mir doch nicht gesagt, dass du hierher gehst.
30:50Ich setze mich an den Tisch da vorne.
30:55Die zwei Wochen sind vorbei.
30:57Hm.
31:19Schöne Wohnung in zentraler Lage in Rosenheim.
31:23Frei ab sofort.
31:27Traumwohnung in Rosenheim, zentraler Lager.
31:30Ideal für Singles.
31:32Hm.
31:34Nein, Herr More, ich hab die Zeitung immer noch nicht gelesen.
31:38Ja, ich fahr jetzt los.
31:40Bis gleich.
31:41Na, wann hat er dich heute früh zum ersten Mal angerufen?
31:43Um halb, ich seh mir in der Früh.
31:45Da hat er sich den Rosenheimer Anzeiger aufs Zimmer bringen lassen.
31:48Und angeblich ist der Bericht über sein Konzert unglaublich gut.
31:51Schön.
31:52Na, mit der Zeitung wollte ich nicht dealen, aber mit der Tastkaffee.
31:55Tut mir leid, Brüderlein.
31:56Irgendwie muss gleich los, nicht, dass der Morin noch seinen Zug verpasst.
31:58Und du fährst natürlich zum Bahnhof.
31:59Ganz genau.
32:00Aber dann hat es sich ausgemoriert.
32:03Dein Wort in Gottes Ohr.
32:06Ein ganz wunderbares Bild.
32:08Sie und die Frau Hofer.
32:10Und so viel Lob.
32:11Ja, danke, danke.
32:12Ich hab's schon gesehen.
32:13Aber lieber wäre mir, wenn Frau Stolze Löber auch erwähnt worden wäre.
32:17Das stimmt.
32:18Hat sie die eigentlich schon gemeldet?
32:20Bis jetzt noch nicht.
32:21Aber wenn sie das gelesen hat, ganz bestimmt.
32:29Herr Kühler, Ihre Fingerabdrücke sind auf dem Safe nachgewiesen worden.
32:33Sie haben Herrn Ritter angegriffen und die fehlenden 100.000 Euro sind in Ihrer Reitstiefeltasche gefunden worden.
32:39Wollen Sie nicht langsam mal was dazu sagen?
32:40Nein.
32:43Als die Ritter vorgestern Abend weg war, hab ich mir den Generalschlüssel von der EFI genommen.
32:47Ich bin in seinem Büro und hab versucht, den Safe zu öffnen.
32:50Sie wussten also von dem Geld, das Herr Wedel an ihn gezahlt hat?
32:53Ich hab's zufällig mitbekommen.
32:57Wenigstens die 100.000 hätten mir zugestanden, oder?
32:59Und was war mit der Kombination vom Safe?
33:02Na, das ist es ja. Ich wusste sie nicht.
33:04Hab alle möglichen Zahlen ausprobiert, aber ohne Erfolg.
33:07Irgendjemand muss mir das Geld untergeschoben haben.
33:09Haben wir den Verdacht, auf Sie zu lenken, oder was?
33:11Ja.
33:12Das ist eine schöne Variante.
33:14Dennoch, Sie haben Motiv und kein Alibi und Sie haben uns belogen.
33:17Und deshalb dürfen Sie es sich erstmal wieder bei uns gemütlich machen.
33:19Ritter, sei also gut.
33:24Sehe ich das richtig? Ich hab's den armen Herrn Köhler einbehalten.
33:27Genau.
33:27Und ich hab auch was, und zwar die Gästeliste vom Empfang der Rosenheimer Unternehmer.
33:32Und die Ritters und der Herr Rabe waren tatsächlich da.
33:36Da schön.
33:36Dann hab ich auch noch etwas.
33:38Das Hotel Habicht hat nämlich eine wunderschöne Tiefgarage.
33:42Und ich hab die dazu passenden Fotos von der Überwachungskamera.
33:47Tada.
33:48Herr Toscher, die Frau Ritter und der Herr Rabe verlassen gemeinsam das Fest und küssen sich.
33:54Richtig. Und genau um 21.18 Uhr ist er dann endlich zu ihm ins Auto hineingestiegen.
34:00Hat der Herr Rabe nicht angegeben, dass er bis Mitternacht auf dem Fest war?
34:02Bär noch nicht fertig.
34:04Wenn der Herr Rabe tatsächlich zu sich nach Hause gefahren wäre, wäre er aus der Garage herausgefahren und dann nach
34:11links.
34:12Weil es eine Mitzel-Hauptstraße geht, die direkt zum Gewerbegebiet führt.
34:15Richtig. Ist er aber nett. Warum?
34:17Warum?
34:17Weil er nach rechts abgebogen ist.
34:20Und da geht's geradewegs aus der Stadt raus Richtung Reitanlage Ritter an.
34:23Genau.
34:24Teilen wir uns auf?
34:25Sie wieder die Witwe, die ich dir noch habe?
34:27Ja.
34:27Und du überprüfst die Telefone der beiden.
34:30Und dann erkundigst du dich noch auf der Reitanlage, ob irgendjemand den Herrn Rabe zu später Stunde dort gesehen hat.
34:36Jawohl.
34:37Für die.
34:37Für die.
34:38Krippe Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
34:41Frau Stolze-Löber, ja.
34:44Ich verbinde Sie mit dem Herrn Achtziger.
34:46Äh, Momental.
34:50Au, witz weg.
34:53Ah, Herr Hofer, Christian, ich habe Neuigkeiten.
34:55Ah, hat sich die Frau Stockel gestern noch erreicht wegen den Finanzen von Herrn Rabe?
35:00Richtig. Und es war kein Kunstwerk herauszufinden, dass die Firma von Herrn Rabe kurz vor der Insolvenz steht.
35:04Ihm sind nämlich zwei Großaufträge mit China weggebrochen.
35:06Und hier habe ich eine Liste der Gläubiger und der Kredite, die er nicht mehr bedienen kann.
35:11Wenn du uns die Mappe ins Büro legst, im Moment reicht uns deine Info.
35:14Super, danke. Von wegen, die Firma läuft super.
35:18Grüß Gott.
35:22Grüß Gott.
35:23Zum Herrn Achtziger möchte ich gerne.
35:25Äh, haben Sie einen Termin?
35:26Nein, aber Herr Achtziger kennt mich.
35:29Clemens Roth mein Name.
35:30Äh, ja, das tut mir leid, aber wenn Sie keinen Termin...
35:32Selten Sie sich doch im ersten Stockzimmer 104 bei der Frau Stockel.
35:35Herzlichen Dank.
35:37Sehr gern.
35:39Äh, was war das jetzt schon wieder?
35:41Das war der Herr Clemens Roth vom Ausschuss Familie und Freizeit.
35:45Mit denen die Frau Hofer beim Klettern und Radfahren war?
35:48Ganz genau. Und heute ist sie groß im Rosenheimer Anzeiger wegen dem Konzert in der Musikakademie.
35:53Gut, und was hat das jetzt mit diesem Herrn Roth zu tun?
35:55Ja, ich denke mir halt, dass der stinksauer ist, weil sie jetzt wieder für einen Achtziger arbeitet und will sich
36:00beschweren.
36:02Dass Sie sich immer so zusammenreiben, Frau Gasecker.
36:04Ich reime nicht, ich habe lediglich einen guten Blick.
36:07Mhm, daran wird's wohl lieb.
36:11Sie haben Ihren Platz im Zug gefunden?
36:14Erste Klasse am Fenster in Fahrtrichtung. Wunderbar, Herr Mori.
36:18Ja, mir hat's auch wieder sehr gut gefallen.
36:21Einen Moment.
36:21Nein, nein, nicht zu ihr, Mori. Dann wünsche ich Ihnen eine gute Fahrt. Und vielen Dank für alles.
36:27Natürlich grüße ich den Herrn Achtziger bis zum nächsten Mal, gell?
36:30Was kann ich für Sie tun?
36:32Können Sie mir rasch weiterhelfen?
36:33Freilich. Ich suche das Einwohner-Meldeamt.
36:35Ach, das finden Sie leichter. Gehen Sie jetzt rechts die Straße runter, zweite Kreuzung links, dann sehen Sie schon.
36:40Dankeschön.
36:41Bitteschön.
36:43Verstehen Sie mich nicht falsch, Herr Achtziger.
36:45Die Frau Hofer ist eine hervorragende Kollegin und wir würden nichts lieber, als Sie in unserem Ausschuss halten.
36:50Aber ich habe das Gefühl, dass die in der Kultur glücklicher ist.
36:54Und in unserem Ausschuss Familie und Freizeit sind wir ja personell eh gut aufgestellt.
36:58Ja, es würde mir durchaus entgegenkommen, wenn Frau Hofer wieder für die Musikakademie arbeiten könnte.
37:05Kommt noch hinzu, dass mir die Frau Stolze Löber gerade die Zusammenarbeit aufgekündigt hat.
37:11Dann bleibt nur noch die Frage, wie wir es ihr beibringen.
37:17Ach, guten Morgen zusammen.
37:19Herr Hofer!
37:20Frau Marie, haben Sie heute schon in die Zeitung geschaut?
37:23So toll, wie der Herr Muri von Ihnen schwärmt.
37:25Und wie es wieder ausschaut, schön wie eine Pfingstrose.
37:30Okay, jetzt sag es mal her, ich habe die Zeitung noch gar nicht gelesen.
37:32Ja.
37:33Meine Damen noch wieder schauen.
37:34Tütti.
37:35Gibt es euch?
37:38Ach, also mir hat es schon wahnsinnig viel Spaß gemacht, wieder für die Musikakademie zu arbeiten.
37:42Trotzdem muss ich dem Herrn Achtziger sagen, dass es bloß eine Ausnahme war.
37:47Die Frau Stolze Löber war stinksauer, als sie mich gestern Abend beim Essen gesehen hat.
37:50Und der Clemens Rot war nicht gerade begeistert, weil ich die Sitzung habe sausen lassen.
37:53Sie wissen vielleicht schon, dass der gerade beim Herrn Achtziger ist?
37:56Was?
37:57Um Gott zu wollen, bestimmt, um sich zu beschweren.
38:00Ich ruf mich schnell an.
38:04Herr Achtziger, ja, die Frau Hofer wäre gerade da.
38:09Ja, ich schick's rüber.
38:10Wiederhören.
38:12Frau Stockl, ich fühle mich gerade wie in der Schule, wenn man ins Büro zum Direktor muss.
38:17Und diesmal sind es quasi zwei Direktoren.
38:25Guten Morgen, Frau Ritter.
38:27Was machen Sie schon wieder hier?
38:29Na, Sie wollen doch auch, dass der Tod Ihres Mannes aufgeklärt wird.
38:33Ich dachte, Herr Köhler war's.
38:35Da wollen wir uns eben ganz sicher sein.
38:38Nachdem Sie uns gestern nicht die Wahrheit gesagt haben.
38:40Na, zum Beispiel, was den Empfang der Rosenheimer Unternehmer anbelangt.
38:44Ihre Abfahrtszeit, die stimmt halt leider nicht.
38:46Und dann gibt's dann noch diese eindeutig zweideutigen Fotos, auf denen Sie mit dem Herrn Rabe zu sehen sind.
38:52Sie hatten eine Affäre mit Dana Ritter.
38:57Ja.
38:59Und?
39:00Der Georg hat's mit der Treue auch nicht ernst genommen.
39:02Sie wussten also, dass er was mit seiner Sekretärin hatte?
39:05Die Dana saß deswegen oft genug heulend hier.
39:09Vorgestern Abend, nach dem Empfang, sind Sie mit Frau Ritter zur Reitanlage überwachen.
39:12Ich hab sie nach Hause gebracht und bin dann weitergefahren.
39:16Hierher.
39:16Ähm, Herr Bach?
39:17Ja.
39:18Die E-Mail habe ich gerade auf dem Computer gefunden.
39:22Sie hatten vorgestern Kontakt mit Ihrem Anwalt?
39:25Betreff, Klage gegen Georg Ritter wegen Betrugs.
39:29Danke.
39:30Sie wussten also doch, dass er 700.000 Euro betrogen hat.
39:34Und das vermutlich nicht zum ersten Mal.
39:37Ja, ich hab von dem Verhältnis meines Mannes gewusst.
39:41Und ich hab vor einigen Wochen was mit dem Julian Rabe angefangen.
39:47Nach dem Empfang der Rosenheimer Unternehmer hat sich der Herr Rabe hierher gefahren.
39:52Ja, dann bin ich nach Hause und hab mich schlafen gelegt.
39:54Das Nächste hat sich dann in der Früh der Herr Kühle informiert, dass er ihren Mann tot aufgefunden hat.
39:59Danach hab ich den Julian Rabe angerufen und den Rest kennen Sie ja schon.
40:02Frau Ritter, ich würd sagen, wir fahren jetzt gemeinsam aufs Kommissariat.
40:05Warum das denn jetzt?
40:07Na, es gibt noch einige Fragen zu klären.
40:08Und da würd ich gern meine Kollegen mit einbeziehen.
40:11Bitte.
40:15Und Frau Hofer, soll ich das Donnerwetter vom Herrn Roth geben?
40:18Ganz im Gegenteil.
40:19Frau Stocken, stellen Sie Ihnen vor, der Herr Achtziger und der Clemens haben mich gebeten,
40:22wieder für die Musikakademie zu arbeiten.
40:24Nein, das gibt's ja nicht.
40:25Ja, ich freu mich auch so.
40:26Das kann ich Ihnen gar nicht sagen.
40:27Vor allem, weil der Herr Achtziger ganz allein da gestanden wäre.
40:30Bist du das?
40:31Die Frau Stolze Löber hat das Handtuch geworfen.
40:33Das hab ich mir gleich gedacht nach dem Telefonat von heute Morgen.
40:36Ja?
40:38Frau Hofer, sie sind noch da.
40:40Das ist gut.
40:40Sagen Sie, hätten Sie vielleicht ein bisschen Zeit für mich?
40:43Ja, wieso?
40:44Ja, Sie wissen ja, die Sommerkonzertreihe steht an und wir haben noch nicht alle Interpreten.
40:49Sehr gern, Herr Achtziger.
40:51Dann bringe ich gleich einen frischen Kaffee.
40:53Vielen Dank, Frau Stottl.
40:56Sie haben Herrn Rabe gestern Morgen angerufen, um ihn über den Tod Ihres Mannes zu informieren, richtig?
41:01Richtig.
41:03Nur seltsam, dass davon nichts in den Einzelnachweisen Ihrer Telefonverbindungen verzeichnet ist.
41:09Ihr letztes Telefonat in dieser Nacht war um 22.47 Uhr und zwar nachdem Sie Ihren Mann getötet haben.
41:15Danach haben Sie erst wieder um 11.18 Uhr mit Herrn Rabe telefoniert.
41:18Und das war nach unserer Befragung.
41:21Der Herr Rabe wusste also schon längst Bescheid.
41:25Jahrelang habe ich den Georg unterstützt.
41:27Und dann fängt er was mit dieser Tippse an.
41:31Ich hätte es nicht ertragen, wenn er mit ihr glücklich geworden wäre und ich mit nichts dagestanden hätte.
41:36Und dann haben Sie noch versucht, Ihren Köhler mit den 100.000 Euro den Mord in die Reizstiefel zu schieben.
41:42Frau Rütter, Sie sind vorläufig festgenommen, wegen des dringenden Tatverdachts Ihren Ehemann Georg Ritter getötet zu haben.
41:47Bitte.
41:50Bitte, komm ins.
41:57Herr Hofer, könnten Sie den Abschlussbericht schreiben?
41:59Ich würde gerne meine Wohnungssuche intensivieren.
42:02Haben die Blumen bei der Frau Rabe nichts geholfen?
42:04Nicht wirklich.