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  • vor 20 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:06Das ist wirklich unglaublich.
00:08Dieser panierte Parasol schmeckt fast wie ein Schnitzel.
00:10Zeigen wir es.
00:11Die zweiten Wiesn-Champignons sind auch sehr gut.
00:15Setzen Sie sich doch zu uns, Dr. Gundlach.
00:17Ah, das passt schon.
00:19Jetzt haben Sie uns so eine tolle Führung gemacht
00:20und uns so feine Pilzgerichte gezeigt.
00:22Jetzt haben Sie es ja auch ein bisschen verdient.
00:24Danke. Kein Hunger.
00:26Ich glaube, der mag uns nicht.
00:31Wo bleibt denn eigentlich der Alois?
00:33Der wollte sich noch einen Nachschlag von den Rahmsteinpilzen holen.
00:38Alois?
00:41Alois?
00:43Ich gehe mal nachschauen.
00:50Alois?
00:52Komm, Gott, wie ist es?
00:56Tja, eine romantische Schifffahrt auf der Donau.
01:00Mit was?
01:02Candlelight-Dinner.
01:03Vielleicht können wir sowas machen.
01:05Wenn es da ein gescheites Bier gibt und eine sauberne Brotzeit.
01:09Also, Hilde, ich hab da...
01:11Hilde?
01:13Hallo?
01:15Aufgelegt.
01:17Meine Frau meint, ich bin unromantisch.
01:20Halt ins Bieter raus.
01:24Hilde, bei aller Liebe, aber ich bin nicht unromantisch.
01:27Ich wollte ledig...
01:28Ach, Herr Stadler, ich bin's.
01:29Stocklaum-Apparat.
01:31Ach so, jetzt hab ich gemeint, Sie waren meine Frau.
01:33Ja, das hab ich gemerkt.
01:34Und, was gibt's?
01:35Ach, Herr Stadler, es gab mir da Laich.
01:37Und zwar im Haus der Waldfreunde.
01:39Das ist am Ende vom Kokoksweg.
01:41Moa und Mai sind schon unterwegs.
01:43Und den Herrn Hansen hab ich informiert.
01:44Ja, gut, dann komm ich auch gleich.
01:47Wiederhören.
01:48Ja, hoffentlich krieg ich auch bald einen Anruf.
01:51Von wem?
01:52Von dem Sänger Pavel Pirol.
01:54Der tritt morgen Abend in der Musikakademie auf
01:56und muss unbedingt noch sein Einverständnis geben,
01:58dass das Programmheft so in den Druck gehen kann.
02:01So dürfen du die Sänger beim Programmheft mitreden?
02:05Normalerweise nicht, aber der Pavel Pirol ist sehr anspruchsvoll
02:08und hat das verlangt.
02:09Deswegen hab ich gestern Abend extra noch auf dem Kommissariat
02:12eine Kopie vom Programmheft gemacht
02:14und ihn persönlich im Hotel vorbeibacht.
02:17Dörf ich mal?
02:18Nein, bitte schön, dann lassen Sie das lieber.
02:20Das sind die Originale, nicht, dass danach noch was fehlt.
02:23Wiederschauen.
02:24Wiederschauen.
02:27Romantisch, sagt's.
02:30Komm, komm her.
02:36Du hast die Seite meines Lebens tief berührt,
02:41mich aus dem Dunkel in ein gülden Licht geführt.
02:44Servus, Frau Stockel, die Post.
02:46Ja, danke, Frau Grasicke.
02:48Was haben Sie denn da Schönes?
02:49Ja, das muss wohl jemand hier liegen lassen haben.
02:52Was einst in dunklen Tiefen eng gefangen war,
02:55ist nun befreit und liebt dich immer da.
02:59Das ist ein Liebesgedicht.
03:01Ja.
03:01Wer das wohl geschrieben hat dabei?
03:03Das muss ja jemand aus dem Kommissariat gewesen sein.
03:06Also ich werde Augen und Ohren offen halten
03:08und dann werden wir das schon rausfinden,
03:09wer da von Amor's Gefei getroffen worden ist.
03:11Ja.
03:12Machen Sie das, Frau Grasicke.
03:13Ich hab Wichtigeres zu tun.
03:16Mach schön.
03:19Moin, Herr Stadler.
03:20Moin.
03:27Und, haben wir schon was?
03:28Ja, aber feinlich.
03:30Der Tote ist der Alois Hopfenbrauer.
03:3358 Jahre alt, verheiratet und kinderlos.
03:35Der hat sich immer wieder mal hier getroffen
03:37mit Vertretern von der Rosenheimer Bauinnung.
03:40Seine Frau, die Iris, war auch dabei.
03:42Dann haben sie eine Pilzexkursion gemacht in den Wald.
03:45Und dann haben sie angefangen zu kochen.
03:48Geschmolte Steinpilze, Champignonsalat
03:51und ganz gut, panierte Parasole.
03:54Ist das nicht noch etwas früh für Pilzgerichte, Herr Moritz?
03:57Nee.
03:58Das haben die immer so gemacht.
03:59Also mir persönlich leuchtet das schon ein,
04:01weil wir ihr das letzte Mal mit meiner Hilde in die Schwammerl waren.
04:04Ja, ich doch auch.
04:04Schön.
04:05Geht die Geschichte noch weiter?
04:06Freilich.
04:06Dann ist der Hopfenbrauer in die Küche gegangen,
04:09um sich einen Nachschlag zu holen.
04:10Und auf einmal ist er umgefallen und war tot.
04:14Ermordet?
04:14Vergiftet?
04:15Ja.
04:16Ja, dann wollen wir mal.
04:17Ja, die Iris, also seine Frau,
04:19die hat zuerst geglaubt, dass er einen Herzanfall hat.
04:22Aber der Dr. Heribert Gundlach,
04:25dem ist an dieser Leiche etwas Spanisch vorgekommen.
04:28Und deswegen hat er uns geholt.
04:30Übrigens, zwei von den Herrschaften, die habe ich heimgeschickt.
04:32Die haben einen wichtigen Termin gehabt.
04:34Personalien haben wir.
04:35Aber die anderen sind ja noch da, gell.
04:36Hey, ist gut benannt?
04:38Tag.
04:39Guten Tag.
04:40Einer arme Alois.
04:41Jetzt reißen Sie sich mal zusammen, Frau Neuhäuser.
04:51Danke.
04:52Schönen guten Morgen, Frau May.
04:54Guten Morgen, Herr.
04:57Kriminalhauptkommissar Hansen, mein Kollege Herr Stadler.
04:59Grüß Gott.
05:00Ja, guten Tag.
05:01Dr. Herbert Gundlach, Vereinsleiter.
05:03Ich habe die Exkursion hier angeführt.
05:06Frau May, ich sage es, wir haben gehört, dass eventuell Gift im Spiel sein soll.
05:10Ja, das stimmt.
05:11Das habe ich an seinen stark geweihteten Pupillen gesehen.
05:13Sonst hätte es auch ein normaler Herzanfall gewesen sein können.
05:15Ja, ich habe noch versucht, ihn wieder zu überleben, aber da war nichts mehr zu retten.
05:19Sind Sie Arzt?
05:21Biologe.
05:21Und Pilze sind mein Spezialgebiet.
05:23Es könnte sein, dass da ein falscher Pilz mitgekocht wurde.
05:26Nein.
05:28Sonst hätten sich bei den anderen Gästen ja auch Vergiftungssyndrome zeigen müssen.
05:31Ich vermute eher, das Gift wurde ihnen geziert ins Essen gemischt.
05:34Das ist unglaublich.
05:36Sein Besteck und sein Geschirr haben wir schon eingesammelt.
05:38Gut, vielen Dank.
05:39Herr Dr. Gundlach,
05:41Sons zum Tatzeitpunkt.
05:44War da außer Ihnen und den Teilnehmern sonst jemand der da?
05:47Nein, also meine Kollegin hat heute frei.
05:50Gut, das macht ja den Kreis der Verdächtigen überschaubar.
05:54Na, es sei denn,
05:57es sei denn, das Gift wurde im Frühjahr verabreicht und hat erst später gewirkt.
06:00Das halte ich aufgrund der Symptome für ausgeschlossen.
06:02Umso besser.
06:04Gut, können wir uns diese Pilzgerichte mal anschauen?
06:08Natürlich, die Küche ist da drüben.
06:10Bitte.
06:12Danke.
06:19Aha, wie haben Sie das gekocht?
06:22Alle, die bei der Explosion dabei gewesen sind.
06:24Ich habe Ihnen die Rezepte erklärt und schon ging es los.
06:27Das heißt, Sie waren mit dabei?
06:29Ja, aber nur bei der Zubereitung.
06:31Mitgegessen habe ich nicht.
06:34Herr Mohr, das muss alles zur Analyse, gell?
06:38Schwammelanalyse, jawohl.
06:40Wollen Sie, sind das hier nicht Fliegenpilze?
06:44Armanita muscalia.
06:45Ich sammle die für medizinische Zwecke.
06:48Pilzgibs kann, wie viele andere toxische Stoffe in der Natur, in geringen Dosen eine heilende Wirkung haben.
06:53Beispielsweise beruhigt das Muscumol im Fliegenpilz, die Nerven und fördert die Sputung.
06:58Ach so.
06:59Und in hohen Dosen?
07:00Wegt er halluzinogen.
07:01Das heißt, er verursacht eine Art künstlichen Rausch.
07:04Dass jemand davon stirbt, ist allerdings bisher nicht bekannt.
07:06Es sei denn, man leidet unter irgendwelchen Vorerkrankungen.
07:10Und diese ganzen Pilzmittel hier, was machen Sie mit denen?
07:15Ja, verkaufen.
07:16Direkt oder über meine Homepage.
07:19Frau Winkler?
07:20Ja?
07:21Das muss ja alles mit, gell?
07:23Okay.
07:25Danke.
07:26Sagen Sie, wie standen Sie eigentlich zu einem Hopfendrauer? Könnten Sie ihn nähern?
07:31Nein, also mit Leuten, die unsere Gegend mit Neubarten verschandeln, will ich nichts zum Tun haben.
07:37Ich habe dieser Gruppe auch nur zugesagt, weil unser Verein finanziell auf solche Exkursionen angewiesen ist.
07:41Ach so.
07:43Haben Sie mitbekommen, ob einer der Gäste vielleicht Gelegenheit dazu hatte, dem an Hopfenbrauer was ins Essen zu mischen?
07:48Nein, das war ein Hin und Her.
07:55Ah, tut mir leid, jetzt habe ich noch einen gehen lassen müssen.
07:58Und zwar den Kurt Knauer, der muss dringend in die Provence.
08:02Provence, Frankreich, in Urlaub oder was?
08:04Nein, Provence, Groß-Carolinenfeld.
08:06So heißt eines von seinen Bauprojekten, er ist nämlich ein Bau-Investor.
08:10Genau wie unser Opfer.
08:12Provence.
08:13Später ist er erreichbar im Büro.
08:15Gut, dann halt wie anders.
08:17Neuhäuser, Babette.
08:18Ja.
08:33Herr Lorenz, also.
08:39Was ist mit dem Andi?
08:42Gut, dann nicht.
08:48Frau Stockel, ich glaube, der Herr Lorenz hat das Liebesgedicht geschrieben.
08:52Der ist gerade von einer jungen Frau mit dem Auto hergebracht worden.
08:55Ja, was ich nicht sagen.
08:58Guten Morgen, Andi.
09:00Wunderschönen guten Morgen.
09:01Guten Morgen, Herr Lorenz.
09:04Jetzt geht er gerade in sein Büro, wie auf Wolke 7.
09:08Am besten, Sie fühlen ihm nachher ein bisschen auf den Zahn, wenn er zu einem raufkommt.
09:12Wie es mir ausgeht, Frau Grasecker, gell?
09:14Wiederhören.
09:18Sie sind also Babette-Neuhäuser?
09:20Ja.
09:21Ich arbeite beim Bauamt.
09:23Daher habe ich den Alois gekannt.
09:25Sie wollen essen per du?
09:27Ja.
09:29Bei der Bauinnung sind wir eigentlich alle per du.
09:32Verstehe.
09:33Erinnern Sie sich vielleicht an eine Situation, wo jemand dem Herrn Hopfenbrauer etwas ins Essen gemischt haben könnte?
09:40Vom Champignonsalat hat er zweimal genommen.
09:43Beim ersten Mal habe ich ihn mitgebracht und beim zweiten Mal ist er selber los.
09:48Okay, andere Frage.
09:49Wissen Sie, ob der Herr Hopfenbrauer mit irgendwem Ärger hatte?
09:52Ja, das ist komisch.
09:54Eigentlich hat er immer einen gerannt auf den Kurt Knauer gehabt.
09:58Der hat ihm nämlich seit Jahren beim Wohnungsbau den Rang abgelaufen.
10:02Also die beiden waren Konkurrenten?
10:04Ja, bis vor einem halben Jahr.
10:05Da hat der Alois plötzlich aufgehört, über den Knauer zu wettern.
10:08Obwohl der ihm das Grundstück für La Provence quasi direkt vor der Nossen weggeschnappt hat.
10:13Also mal langsam.
10:13Der Hopfenbrauer und der Herr Knauer haben sich um das gleiche Grundstück beworben.
10:17Ja, das war eine Ausschreibung von der Stadt.
10:20Aber der Herr Knauer hat dann einen Zuschlag bekommen.
10:22Ja, aber dann müsste der Hopfenbrauer erst recht wütend auf den Knauer gehen sehen.
10:37Hofer?
10:39Herr Pirol, schön. Ich habe schon auf Ihren Anruf gewartet.
10:45Erstmal ausgeschlafen. Ja, kein Problem.
10:47Was sagen Sie denn nun zu unserem Programmheft? Kann ich das so in den Druck...
10:51Ach, Sie wollen das erst nochmal ausführlich besprechen.
10:55Bei Ihnen im Hotel. Aha.
10:58Natürlich kommt der 80er auch.
11:01Ja, selbstverständlich. Bis gleich, Herr Pirol.
11:06Ach, dies Anu.
11:1080er?
11:11Herr 80er, Hofer hier. Es geht nochmal um den Pavel Pirol.
11:15Hat er jetzt endlich das Programmheft abgesegnet?
11:17Nein, das ist es ja gerade. Er möchte es nochmal ausführlich mit uns besprechen.
11:21Haben Sie denn Zeit, dass wir jetzt gleich zu ihm ins Hotel fahren?
11:24Er hat ausdrücklich darauf bestanden, dass Sie dabei sind.
11:28Ja, wenn es sein muss, wäre ich sie irgendwie einrichten können.
11:31Wunderbar. Gut, dann hole ich Sie gleich ab, Herr 80er, gell?
11:34Ja, gut. Bis gleich. Danke.
11:38Tesano.
11:40Kannst du mir bitte diese Materialbestellung abzeichnen?
11:43Selbstverständlich.
11:43Super, danke.
11:43Ja?
11:47Frau Grasecker, was kann ich für Sie tun?
11:49Herr Stockl, ich hätte ja noch dieses Rundschreiben.
11:53Das haben Sie mir doch gestern schon gegeben.
11:55Hi, wirklich?
11:58Ui, was liegt denn da?
12:04Du hast die Seite meines Lebens tief berührt.
12:08Mich aus dem Dunkel in ein gülden Licht geführt.
12:12Was einst in dunklen Tiefen eng gefangen war, ist nun befreit und liebt dich immer da.
12:21Bitte.
12:22Danke.
12:25Das haben nicht zufällig Sie geschrieben, Herr Lorenz.
12:27Ich?
12:29Ein Gedicht.
12:30Na ja, wo Sie vorher bei der jungen Frau aus dem Auto ausgestiegen sind, hätte es ja sein können, dass
12:34Sie so ein Liebesgedicht.
12:35Ja, darum geht es.
12:37Ne, also erstens, ich schreibe keine Gedichte.
12:39Und zweitens, wenn ich so ein Liebesgedicht schreiben würde, dann würde ich eins schreiben im Stil von Medusa.
12:46Medusa?
12:46Ja, das ist so eine bayerische Band. Super coole Lyrics.
12:50Lyrics?
12:52Texte.
12:53Ach so, ja, ich muss dann einmal wieder.
13:02Sag mal, was ist mit der los?
13:04Die Frau Grasecker ist auf der Pirsch. Nach einer großen Liebesgeschichte.
13:11Danke, Herr Mohr.
13:12Gerne.
13:14So, Frau Hopfenbrauer, jetzt noch zu Ihnen.
13:18Ist Ihnen beim Essen irgendetwas aufgefallen?
13:20Nein, ich habe nichts gesehen.
13:24Oder wissen Sie eventuell jemanden, der einem Mann schaden wollte?
13:28Auch nicht.
13:29Nichts.
13:33Wie lief es denn in Ihrer Ehe, sagen Sie mal?
13:35Gut.
13:37Sehr gut.
13:39War Ihr Mann in letzter Zeit anders als sonst?
13:42Vielleicht bedrückt?
13:44Der Einzige, über den er sich immer wieder mal aufgeregt hat, war der Kurt Knauer.
13:49Aber in den letzten Monaten auch nicht mehr.
13:52Wissen Sie auch, warum sich sein Ärger wieder gelegt hat?
13:55Ja, anscheinend hat er sich damit abgefunden, dass der Knauer beim Bauen mittlerweile marktführend
14:01in Rosenheim ist.
14:02Mhm, und Sie hat es nicht gestört, dass Ihr Mann, also zumindest bautechnisch, jetzt
14:06nur noch die zweite Geige gespielt hat?
14:08Nein.
14:10Ich fand es auch gut, dass da alles kürzer getreten ist, weil er es ja mit dem Herzen hatte.
14:17Ach, Ihr Mann war herzgeschlagen.
14:19Ja, deshalb habe ich ja zuerst vermutet, dass es ein Herzanfall ist.
14:23Ich verstehe.
14:26Gut, also falls Ihnen noch irgendetwas einfallen sollte, melden Sie sich bitte einfach bei uns.
14:29Der Kollege bringt Sie nach Hause.
14:31Wiederschauen.
14:32Wiederschauen.
14:34Ja, super, danke, Ende.
14:36Der Knauer ist jetzt in seinem Büro erreichbar.
14:39Gut, dann fahren wir direkt zu ihm hin.
14:41Und Sie, Herr Morsang, der Frau Stockel.
14:43Hintergrundrecherche zum Opfer.
14:44Allintel.
14:45Und halt sämtliche Geschäftsunterlagen und Computer von Hopfenbrauer ins Kommissariat.
14:50Ja, ist echt.
14:51Und?
14:51Mit der Weiterbefragung.
14:55Knauer?
14:56Knauer.
15:15Amperkoll und auch toskanische Gärten.
15:17Das ist ja früher, so hat sowas einfach nur mehr Familienhaus geheißen.
15:20Geht eben nichts um ein Marketing.
15:22Ja, nur dazu kreislig.
15:23Na ja.
15:24Was gefallen wäre denn das?
15:25Machen Sie doch einfach einmal einmal Ihre Arbeit.
15:31Tag.
15:37Entschuldigen Sie, dass ich vorhin nicht auf Sie warten konnte.
15:39Kann ich Ihnen was anbieten?
15:42Ähm, danke, wir haben noch ein paar Fragen.
15:44Dann bitte.
15:54Du Stockel, ich war gerade unten bei der Grassecke und die hat mich so komisch gefragt, um mir beim Hansen
16:00was aufgefallen war.
16:01Mein Gott, jetzt glaubst du, der Hansen war's.
16:03Was hat da lang gesteht?
16:05Nix.
16:05Ich hab draußen am Kopierer so ein rührseliges Gedicht gefunden und jetzt wittert sie an allen Ecken im Kommissariat eine
16:13Liebesgeschichte.
16:14Der Hansen ist verliebt.
16:15Na, an Andi hat's auch schon verdächtigt, aber ich hab anderes zu tun.
16:19Was brauchst du von mir?
16:21Zwei Sachen bitte?
16:22Hintergrund Recherche zum Opfer und Kaffee.
16:24Jawohl.
16:25Mein Gott, die Grasikerin, Sie kann's nicht lassen.
16:31Also ist der Hopfenbrauer tatsächlich umgebracht worden.
16:35Ich hätte gedacht, das war das Herz.
16:38Ah.
16:39Sie wussten also von seiner Herzschwäche?
16:41Nein, nein, nein.
16:43Gar nichts.
16:43Seine Frau hat's erwähnt, als er umgekippt ist.
16:47Was Ihre Arbeit angeht, können Sie ja im Grunde froh sein, dass Sie jetzt ein Konkurrenten losgeworden sind.
16:53Ja.
16:54Wenn der Hopfenbrauer ein ernstzunehmender Konkurrent gewesen wäre, war er aber nicht.
17:00Ja, das haben wir schon gehört, dass in den letzten Jahren die meisten Ausschreibungen an Sie gegangen sind.
17:05Ja, sein konservativer Baustil hat sich schon eine ganze Weile überlebt.
17:08Rosenheim hat dringend jemanden gebraucht, der architektonisch innovativ ist.
17:13Und dieser jemand bin ich.
17:16Und der Hopfenbrauer hatte das Nachsehen.
17:18Und soll deswegen sehr wütend auf Sie gewesen sein.
17:21Bis vor einem halben Jahr.
17:22Wissen Sie, warum sein Ärger sich da so plötzlich gelegt hatte?
17:26Es könnte was mit Einsicht zu tun gehabt haben.
17:29Er hat einfach verstanden, dass er gegen mich nicht ankommt.
17:33Naja, das war aber auch die Zeit, wo Sie den Zuschlag für La Provence bekommen haben.
17:37Sehen Sie da vielleicht einen Zusammenhang?
17:40Ich weiß beim besten Willen nicht, was in seinem Kopf vorgegangen ist.
17:44Er war ein ziemlich launischer Mensch, müssen Sie wissen.
17:47Eine letzte Frage noch, Herr Gnauer.
17:50Können Sie sich vielleicht an eine Situation erinnern, wo jemand eine Gelegenheit gehabt hätte,
17:55den Herrn Hopfenbrauer irgendwas ins Essen zu mischen?
17:57In der Küche, am Tisch etc.?
18:01Nein, nein, tut mir leid.
18:04Nicht.
18:07Ja, gut, das war's dann fürs Erste.
18:10Gegebenenfalls kommen wir nochmal auf Sie zu.
18:12Ja.
18:12Wiederschein.
18:13Auf Wiedersehen.
18:13Auf Wiedersehen.
18:19Also komisch ist das schon.
18:21Da ist der Hopfenbrauer jahrelang sauer auf den Gnauer.
18:24Es reimt sich ja sauer auf den Gnauer.
18:26Ja, schön.
18:28Ja.
18:28Und plötzlich ist er ihm wohlgesonnen.
18:31Und das, obwohl der Gnauer ihm das Grundstück von La Provence direkt vor der Nase weggeschnappt hat.
18:35Vielleicht ist endlich draufgekommen, dass die ganzen Aufregungen nicht sind für sein schwaches Herz.
18:39Hallo, Frau Stocker.
18:40Herr Stocke, ich hätte schon was für euch.
18:42Und zwar ist das die Anrufliste von unserem Opfer.
18:45Bankauskunft ist angefragt und Ehevertrag gibt es keinen.
18:48Aber der Alois Hopfenbrauer war vor 20 Jahren in einen Umweltskandal verwickelt.
18:53Er soll kontaminierten Bauschutt vom Abriss einer chemischen Fabrik illegal in der Umgebung von Rosenheim entsorgt haben.
19:01Sie meine an.
19:03Frau Stocker, könnten Sie uns die Unterlagen von damals besorgen?
19:06Herr Hansen, selbstverständlich.
19:08Danke.
19:08Danke.
19:09Ah, Herr Hansen, weil Sie es gerade vom Reimen gehabt haben.
19:13Haben Sie das zufällig geschrieben?
19:15Im Strudel der Freude sinke ich innig.
19:18Tief in deine Umarmung hinein.
19:21Haben Sie es geschrieben?
19:22Ja. Nein, leider nicht.
19:24Das war ein Werbeslogan von der Hamburger Versicherung oder sowas.
19:28Warum ist denn das her?
19:29Das ist nicht so wichtig.
19:31So, so. Gut, ich bin drüben.
19:34Nicht so wichtig.
19:37Tja.
19:39Werbeslogan.
19:44Ah, Frau Grasegger.
19:47Vielleicht haben Sie doch nicht zu Unrecht mit Ihrem Liebesverdacht.
19:52So, Aufträge alle ausgeführt.
19:55Computer aus dem Hopfenbrau aus dem Büro.
19:58Sind alle beim Pfundsel in der KTU.
20:00Geschäftsordner habe ich dabei.
20:02Mitarbeiterbefragung äußerst ergebnislos.
20:04Gut.
20:05Danke.
20:06Ja, die Geschäftsordner, Herr Mohr.
20:08Untersuch uns doch bitte vor allem den Zeitraum vor einem halben Jahr.
20:11Da hat er nämlich eine Ausschreibung um mein Grundstück verloren.
20:14Und eventuell hätte es noch irgendwas anderes vorgefallen.
20:16Vor einem halben Jahr?
20:17Ja.
20:18Jawohl.
20:18Danke.
20:27Herr Hansen, ich habe da was Interessantes bei seinem Handyanschluss gefunden.
20:31Der Hopfenbrauer hat bis vor einer Woche regelmäßig ein und dieselbe Nummer angerufen.
20:37Manchmal auch nachts und die Nummer gehört Barbette Neuhäuser.
20:42Alois Hopfenbrauer hat nachts mit Barbette Neuhäuser telefoniert.
20:45Da wird es wahrscheinlich nicht nur um administrative Dinge gegangen sein.
20:50Ja, jetzt nicht unbedingt.
20:53Und der Herr Hansen hat wirklich, wenn ich es Ihnen sage, also...
20:58Hallo, Frau Gassäger.
20:59Hallo.
21:00Herr Mohr.
21:01Herr Mohr.
21:02Hä?
21:03Holen Sie bitte Barbette Neuhäuser zur Befragung.
21:06Gell.
21:07Wäre nicht schlecht.
21:08Jo.
21:10Bist du irgendwas?
21:11Nein, nein, Herr Hansen.
21:14Stadler?
21:16Ah ja, gut, dann kommen wir gleich runter, gell?
21:19Danke.
21:21Herr Hansen, die Frau May ist mit der Obduktion fertig.
21:25Na, dann mal runter.
21:30Okay.
21:32Wer versteht Sie doch?
21:33Und ob, Frau Gassäger, und ob.
21:37Die Toxikologie hat in seinem Blut eine hohe Konzentration Muskemol festgestellt.
21:41Ferner, Ibotensäure und Muskarin.
21:43Okay.
21:44Was bedeutet das?
21:46Dass er mit Amanita Muscaria vergiftet worden ist.
21:49Fliegenpilz.
21:51Ich habe bei Dr. Gundlachs Vortrag eben aufgepasst.
21:53Weiter.
21:54Die Dosis war ziemlich hoch.
21:56Ich nehme an, jemand hat eines der Präparate von Dr. Gundlach verwendet.
22:00Hier die Analyse der Inhaltsstoffe.
22:02Okay.
22:04Beim getrockneten Fliegenpilz wandelt sich die Butensäure in das gefährliche Muskemolum,
22:08wodurch sich die Konzentration noch vervielfacht.
22:10Ja, aber von einem Fliegenpilz allein stirbt man doch nicht.
22:13Die haben nämlich ebenfalls dem Dr. Gundlach aufgepasst.
22:16Ja, normalerweise nicht, aber er hatte einen Herzfehler.
22:20Das heißt, der Täter muss von dem Herzfehler gewusst haben.
22:22Sonst hätte er ihn nicht auf die Art umbringen können.
22:24Also jemand aus seinem direkten Umfeld.
22:31Stimmt, ja.
22:33Ich hatte eine Affäre mit dem Alois.
22:36Wie lange ging denn die Affäre?
22:38Ein gutes Jahr.
22:40Bis letzte Woche.
22:45Da hat er Schluss gemacht.
22:47Hat er auch gesagt, warum, wenn ich fragen darf?
22:50Er meinte, er könne es seiner Frau nicht länger antun.
22:53Die Frau Hopfenbrauer hat die davon gewusst?
22:57Angeblich nicht.
22:59Aber so, wie die mich heute angeschaut hat.
23:03Haben Sie gewusst, dass ihr Geliebter einen Herzfehler hatte, sagen Sie mal?
23:07Nein, davon hat er mir nie was erzählt.
23:10Na gut, Frau Neuhauser, dann können Sie jetzt gehen.
23:12Aber halten Sie sich bitte weiterhin zu unserer Verfügung, ja?
23:16Wiederschauen.
23:16Wiederschauen.
23:18Wiedersehen.
23:19Wiederschauen.
23:24Und?
23:26Sagt sie die Wahrheit?
23:28Ich glaube schon.
23:29Also ich würde meiner Geliebten auch nicht unbedingt erzählen, dass ich einen Herzfehler habe.
23:32Der Knauer hat ja angeblich auch nichts über die Herzschwäche gewusst.
23:35Bleibt bloß noch die Ehefrau.
23:37Ja, und der hat es definitiv gewusst. Und wenn der was von der Affäre gewusst hat, dann hat es ein
23:40Motiv.
23:40Richtig.
23:47Herr Moor.
23:47Jawohl.
23:48Holen Sie uns doch bitte in die Iris Hopfenbrauer.
23:51Gleich.
23:51Am besten gehst du dann schon.
23:53Los, ey.
23:57Hey.
23:57Andi.
24:00Schauen wir mal hier eine Abrechnung für den 80er.
24:02Das leite ich gleich weiter.
24:03Super.
24:04Und hier einmal, damit du siehst, auf welche Art Liebesgedichte ich stehe.
24:08Eins habe ich schon vor Graschen gegeben.
24:09Lila Nächte unter dem Regenzelt von Medusa.
24:13Hübsch.
24:14Aber wir glauben ja, dass das andere Gedichte Herr Hansen verfasst hat.
24:18Äh, der Sven.
24:20Ja.
24:20Genau, weil der Sven Gedichte im Stil vom 19. Jahrhundert schreibt.
24:24Ja.
24:24Nein.
24:25Aber dichten kann er.
24:27Das habe ich selber gehört.
24:29Ja.
24:32Ich weiß genau noch, wie es war, als wir uns fanden.
24:36Ich sah dein Kleid, dein Traum auf Seite.
24:38Wunderschön.
24:40Ach, das war vielleicht eine zähe Verhandlung mit diesem Pirol.
24:43Ja, wenigstens haben wir ihn überzeugen können, dass wir im Programmheft nichts ändern müssen.
24:48Dank Ihnen.
24:49So, jetzt muss ich aber ganz geschwind in die Druckerei die Originale vorbeibringen.
24:52Haben Sie auch wirklich alles dabei?
24:54Freilich, ich habe die Mappe nicht mehr angerührt, seit ich gestern Abend die Coupé gemacht habe.
24:58Gut, dann sehen wir uns nachher im Times Square.
25:00Wie verabredet.
25:01Wiederschauen, Herr Achtziger.
25:02Wiederschauen.
25:05Wenn Sie es jetzt sowieso wissen, dann brauche ich ja nicht länger ein Geheimnis draus zu machen.
25:10Warum wollten Sie denn überhaupt ein Geheimnis draus machen, Frau Hopfenbrauer?
25:14Es muss ja nicht unbedingt publik werden, dass der Alois mich betrogen hat.
25:19Das klingt, als wären Sie sehr gekränkt gewesen.
25:22Ja, freilich.
25:25Vielleicht sogar so gekränkt, dass Sie ihn deswegen beseitigt haben.
25:28Aber nein, die Affäre war doch schon wieder vorbei.
25:32Ja, seit einer Woche.
25:34Ich bin nicht nachtragend.
25:36Ach so, das geht so einfach.
25:38Gut, Frau Hopfenbrauer, das war es dann fürs Erste.
25:40Sie dürfen jetzt gehen.
25:41Ja, Wiederschauen.
25:43Wiedersehen.
25:44Wiederschauen.
25:48Nicht nachtragend.
25:49Ja, da schauen wir mal.
25:51So, ich hätte was sehr Interessantes rausgefunden.
25:54Hättest du ja kurz Zeit für mich.
25:56Hätten wir?
25:56Amma.
25:57Das da sind die ganzen alten Akten von diesem Umweltskandal.
26:02Also das Verfahren gegen den Hopfenbrauer ist ja deswegen eingeleitet worden,
26:06weil der Gundlach ihn verklagt hat.
26:08Unser Pilzexperte.
26:10Da man aber dem Hopfenbrauer nichts nachweisen konnte, hat wiederum der Hopfenbrauer dann
26:15den Gundlach verklagt.
26:17Und zwar wegen Verleumdung und hat Schadensersatz 2500 Demer gekriegt, weil er den Prozess gewonnen hat.
26:23Aha.
26:24Also haben die zwei eine Vorgeschichte.
26:26Ja.
26:26Davon hat der Gundlach gar nichts gesagt.
26:28Nein.
26:29Dann wollen wir doch mal sehen, ob er noch im Waldhaus ist.
26:38Du hast die Seite meines Lebens tief berührt, mich aus dem Dunkeln in ein gülden Licht geführt.
26:46Was ist denn das?
26:48Ein liebes Gedicht, Herr Stadler.
26:51Das ist ja sehr romantisch.
26:53Aber keiner weiß geschrieben haben.
26:56Frau Stockler, frage ich.
26:58Könnte ich mir das eventuell ausleihen?
27:00Ich schenke es ihnen sogar.
27:02Aber wozu brauchen auch gerade Sie das Liebesgedicht?
27:07Das lese ich heute auf Nacht meiner Hilde vor.
27:21Was wollen Sie denn noch wissen?
27:23Wir haben herausgefunden, dass Sie und Herr Hopfenbrauer quasi alte Bekannte sind, Herr Dr. Gundlach.
27:29Sie meinen das Verfahren damals?
27:32Das ist ja eine Ewigkeit, Herr.
27:33Trotzdem hatten Sie mit ihm noch eine Rechnung offen.
27:37Späte Rache, ja.
27:39Und warum ausgerechnet heute?
27:40Weil Sie ihn plötzlich wiedergesehen haben, weil seine ganze selbstgefällige Art sie dermaßen geärgert hat, dass ihm spontan die Galle
27:46hochgekocht ist.
27:47Vielleicht würden Sie mir lediglich einen Denkzettel verpassen.
27:50Oh Himmels, ich riskiere doch nicht, dass ich mir mit solchen Aktionen meinen Ruf ruiniere und meine ganze Existenz aufs
27:55Spiel setze.
27:56Ach so.
28:00Na gut, schönen Feierabend noch.
28:02Tschüss.
28:03Ja, tschüss.
28:08Tut der nur so abgeklärt, oder ist das wirklich?
28:13Michi.
28:13Stopp.
28:14Ich mache Feierabend.
28:16Und ich schaue mal ein bisschen in den Laptop vom Opfer Hopfenbrauer hinein.
28:19Die hat die Karte U-Kot freigegeben.
28:20Ja, mach das.
28:21Das mache ich.
28:22Bitte, bis morgen.
28:23Bis morgen.
28:23Stopp.
28:25So, Herr Hopfenbrauer.
28:28Jetzt schauen wir mal.
28:35Ja, Hasimog, jetzt wollte ich dir eigentlich ein romantisches Gedicht vortragen.
28:40Aber nicht auf die Mailbox.
28:41Das sage ich dir dann noch mal in der Früh persönlich, wenn du wieder mal bereit bist.
28:46Gell?
28:53Schon merkwürdig, dass man ausgerechnet uns beiden dieses Liebesgedicht unterschieben wollte.
28:56Ja.
28:58Tja, alleinstehenden, attraktiven Männern richtet man eben gern immer eine große Liebesgeschichte an.
29:04Das weiß er aus eigener Erfahrung.
29:05Du?
29:06Ja, sicher.
29:08Und wie viel wurde dir schon angerichtet?
29:09Da weiß ich gar nicht, wo er anfangen soll.
29:12Wenn mir eine.
29:14Wer euch als Freunde hat.
29:22Danke, Joe.
29:24Bitte schön.
29:25Sehr zum Wohl.
29:27Danke, Herr Kasper.
29:28Ja, Frau Hofer.
29:30Auf Herrn Pirol.
29:31Und dass wir unser Programmheft durchgekriegt haben.
29:34Und auf Ihre Überzeugungskünste, Herr Achtziger.
29:39Oh.
29:41Ah, Entschuldigung.
29:47Hofer?
29:50Wie bitte?
29:51Da fehlt eine Seite.
29:54Moment mal.
29:55Das muss das handgeschriebene Librettos sein.
29:58Ausgerechnet.
29:59Sie, ich glaube, ich weiß, wo das ist.
30:01Könnten Sie bitte noch ein bisschen warten mit dem Druck?
30:02Vielleicht kann ich so schnell nachreichen.
30:06Sehr freundlich.
30:07Ja, vielen, vielen Dank.
30:08Wiederhören.
30:09Ich kläre das.
30:11Obwohl ist die Frau Stockl noch da.
30:15Moorapparat Stockl.
30:16Grüß Gott.
30:18Herr Michi.
30:18Äh, Hofer hier.
30:19Ist die Frau Stockl noch da?
30:21Nein, die Stockl, die ist schon weg.
30:22Mei.
30:23Oder könnten Sie mir einen dringenden Gefallen tun?
30:26Und zwar habe ich gestern blöderweise beim Kopierer ein Libretto vergessen.
30:30Liegt das zufällig bei der Frau Stockl?
30:32Entschuldigung, was haben Sie vergessen?
30:34So eine Art Gedicht.
30:35Moment, Moment, Gedicht.
30:37Ah, haupt's schon.
30:40Ach, wunderbar.
30:42Ach, Sie, das müssen Sie so schnell wie möglich in die Druckerei Fischer, Mühlenweg 38.
30:48Wenn Sie bitteschön so lieb wären, das wäre wirklich furchtbar, furchtbar wichtig.
30:52Ja, mache ich gerne, Frau Marie.
30:54Ist schon recht.
30:54Herr Michi, tausend Dank.
30:55Sie haben alles gut bei mir.
30:56Und der Herr Achtziger ist Ihnen auch sehr dankbar.
30:58Ich habe Freude.
30:59Servus.
31:07Du hast die Seite meines Lebens tief berührt.
31:11Mich aus dem Dunkel in ein grüden Licht geführt, was einst in dunklen Tiefen eng gefangen war.
31:19Ist nun befreit und liebt dich immer da.
31:23Im Strudel der Freude ist...
31:25Ist was?
31:27Das ist mein Libretto aus dem Programme für den Pavel Pirol.
31:32Wo haben Sie das her?
31:33Äh, du Hilde, ich rufe dich gleich zurück.
31:36Bussi, das hat mir Frau Stockel geschenkt.
31:40Ja, um Gottes willen.
31:41Was hat denn dann der Herr Ma gestern in die Druckerei gebracht?
31:46Ich traue noch durch.
31:47Ach, ich bin mir ein Schatz da.
31:53Kripper-Rosenheim-Apparat Stockel, grüß Gott.
31:55Morgen, Frau Stockelhofer hier.
31:56Es ist es so.
31:57Ich habe vorgestern beim Kopierer ein handgeschriebenes Libretto vergessen.
32:02Von Ihnen war das?
32:04Ja.
32:05Und gestern Abend war nur noch der Herr Morda und der hat für mich irgendein Gedicht,
32:08das da wohl auf Ihrem Schreibtisch gelegen ist, in die Druckerei gebracht.
32:10Oh, das kann eigentlich nur der Popsong vom Herrn Lorenz gewesen sein.
32:16Ein Popsong?
32:18Äh, ja, das andere habe ich dem Herrn Stadler geschenkt.
32:22Yes, das heißt, da ist jetzt irgend so ein windiges Liedl im Programme von einem klassischen Musikabend
32:27mit dem Sänger Pavel Pirol gelandet?
32:29Ach, ich rufe das so.
32:32Das tut mir total leid.
32:33Ja, danke, Frau Stockel.
32:36Ja, Schriftzeiten, was mache ich jetzt bloß?
32:39Ach, denk nach, denk nach.
32:45Schönen guten Morgen, Frau Stockel.
32:47Morgen.
32:47Guten Morgen, die Herren, die Bankauskunft von unserem Opfer ist da.
32:51Aha, hat sich etwas Interessantes ergeben?
32:53Ja, der Hopfenbrauer, der hatte ein Sonderkonto zu seinen Gunsten und da hat er seit drei Monaten
33:00regelmäßig 10.000 Euro einbezahlt.
33:0210.000? In bar?
33:04Ja.
33:05Aha.
33:06Dann überprüfen Sie bitte mal die Kontobewegungen von Kurt Knauer.
33:09Vielleicht finden wir da einen Hinweis.
33:11Das kann ich machen.
33:12Danke.
33:19Herr Stadler, gestern ist was ganz Dummes passiert. Der Moor, der hat so ein Liedl.
33:23Ja, Frau Stockel, genau deswegen wollte ich auch mit Ihnen sprechen.
33:26Ja, und ich habe ja nicht wissen können, dass dieses Liebesgedicht, das wir da gefunden haben,
33:29in Wirklichkeit ein Libretto ist.
33:31Ja, ich auch nicht. Das, wenn ich gewusst hätte, hätte es natürlich sofort der Frau Hofer gegeben.
33:34Ja, aber der Moor hätte mal ein bisschen besser draufschauen können, bringt der so einen Popsong in die Druckerei.
33:39Da haben Sie recht. Der Moor hätte ein bisschen besser aufpassen müssen.
33:42Hätte er. Wir können nichts dafür.
33:45Also, vor einem halben Jahr ist dem Hopfenbrauer das Grundstück von La Provence durch die Lappen gegangen.
33:51Und drei Monate später hat er angefangen, regelmäßig 10.000 Euro beiseite zu legen.
33:55Ob das irgendwie zusammenhängt, was meinen Sie?
33:58Möglich.
33:59Guten Morgen, Herr.
34:00Morgen.
34:01Morgen, Morgen.
34:02Sagen Sie, haben Sie schon mehr über Hopfenbrauers geschäftliche Tätigkeiten vor einem halben Jahr in Erfahrung bringen können?
34:07Noch nichts gescheit.
34:08Aber ich habe gestern noch ein bisschen in seinem Laptop geschmöckert und da ist mir ein Termin aufgefallen in seinem
34:14Kalender.
34:15Vor zwei Wochen beim Scheidungsanwalt.
34:19Der wollte sich scheiden lassen.
34:21Herr Moor, Sie wissen jetzt, wen Sie uns herhören, ha?
34:24Sie ihres Hopfenbrauers vielleicht?
34:26Richtig.
34:26Bin schon weg.
34:27Danke.
34:29Stocktel, guten Morgen.
34:31Stell dir vor, ich weiß jetzt, was es mit unserem geheimnisvollen Gedicht auf sich hat.
34:36Ja, das ist ein Libretto für ein Programmheft für die Musikakademie.
34:40Richtig, das weiß ich.
34:41Aber weißt du, dass ich gestern auf die Nacht noch dieses Libretto-Gedicht zum Drucker gebracht habe?
34:47Für die Hoferin.
34:48Die hat ein Schwein gehabt, dass ich noch da gewesen bin und dass ich abkommen habe.
34:52Aber es war das falsche Gedicht.
34:56Wie bitte?
34:59Von wegen der Affäre Ihres Mannes war nichts Ernstes, Frau Hopfenbrauer.
35:03Er wollte sich von ihm scheiden lassen.
35:05Um das zu verhindern, haben Sie ihn umgebracht, ha?
35:08Nein, es war genau umgekehrt.
35:10Ich habe gedroht, mich von ihm scheiden zu lassen, wenn er die Affäre nicht beendet.
35:16Daraufhin hat er den Anwalt aufgesucht und sich über die eventuellen Modalitäten erkundigt.
35:22Die da wären?
35:24Da den Grundstock unseres Vermögens ich in die Ehe eingebracht habe, hätte es für den Alois finanziell nicht gut ausgesehen.
35:32Deshalb hat er sich's anders überlegt und mit Babette Neuhäuser Schluss gemacht.
35:37Frau Hopfenbrauer, was anders.
35:39Ihr Mann hat in den letzten drei Monaten regelmäßig Bargeld auf ein Sonderkonto eingezahlt.
35:45Monatlich 10.000 Euro.
35:47Darüber ist mir nichts bekannt.
35:50Haben Sie eine Ahnung, von wem und vor allen Dingen für was er das Geld gekriegt hat?
35:54Nein.
35:55Kann ich jetzt gehen?
35:57Ja, bitte.
36:01Wiedersehen.
36:02Wiederschauen.
36:07Also, ich schätze mal, Ihr Mann hat ja das Geld verheimlicht, weil er sich finanziell von ihr unabhängig machen wollte.
36:14In dieser Ehe ist es offensichtlich nicht gut gelaufen.
36:17Nee.
36:18Telefon.
36:19Ah.
36:21Entschuldigung.
36:22Mein Hilde.
36:25Hilde?
36:28Ja, wegen meinem Gedicht.
36:31Was heißt du, das ist nicht von mir?
36:34Ah, und das hast du gemerkt?
36:36Ja.
36:38Ja, stimmt.
36:39Ja, das ist aus einer Oper.
36:43Natürlich könnten wir auch gerne mal in die Oper gehen.
36:47Ah, da freue ich mich jetzt aber schon sehr drauf.
36:50Ja, das ist sehr romantisch.
36:53Du, ich muss jetzt wieder...
36:54Ja, Posse, führ dich.
37:00Jetzt muss ich mit meiner Hilde auch noch in die Oper.
37:02Tja, was tut man nicht alles, damit es gut läuft, ne?
37:13Lila Nächte unterm Regenzelt von Medusa.
37:19Und ich habe auch noch veranlasst, dass dem Pavel Perol sofort ein Belegexemplar ins Hotel geschickt wird.
37:24Wenn der das sieht, der wird bestimmt den Auftritt absagen.
37:29Medusa.
37:30Wie ist das Wort?
37:34Medusa ist eine bayerische Popband, gegründet von Gitarrist und Liedsänger Max Kerstner.
37:40Ja, das häuft uns jetzt auch nicht weiter.
37:43Moment, Kerstner ist ja zufällig verwandt mit Johann Wilhelm Kerstner.
37:48Ja.
37:50Max Kerstner ist ein Ur-Ur-Urenkel des berühmten Opernkomponisten Johann Wilhelm Kerstner.
37:57Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das musikalische Werk seines Vorfahren in die heutige Zeit zu transkribieren.
38:04Das ist ja wunderbar. Lass es mich nur machen.
38:08Frau Karsäger, grüß Gott.
38:10Herr Achtziger, sagen Sie mal, Frau Stockel, was ist denn eigentlich aus diesem Liebesgedicht geworden?
38:16Wollen Sie einen Kaffee, Frau Karsäger?
38:18Selbstverständlich.
38:19Ja.
38:21So, ich habe jetzt meine Recherchen erweitert.
38:24Und zwar, was das Tun und Treiben vom Hopfenbrauer angeht im letzten halben Jahr.
38:29Genauso wie Sie es haben wollten, Herr Heinzel.
38:33Und da habe ich mir gedacht, rufst du doch einmal bei sämtlichen Bodenanalysezentren in Bayern an.
38:38Warum?
38:39Warum?
38:39Weil die Stockel was erzählt hat von verseuchten Böden.
38:43Also, dass der Hopfenbrauer die Umwelt verschmutzt hat, ist 20 Jahre her.
38:47Das weiß ich, Herr Heinzel, aber ich habe halt trotzdem was gefunden.
38:50Nämlich?
38:50Im Bodenanalysezentrum Füssen ist vor drei Monaten eine Bodenprobe eingelangt, die mit PAK verseucht gewesen ist.
39:01PAK, das sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
39:06Wer hat die Probe eingereicht? Der Hopfenbrauer?
39:09Nein, der Knauer-Kurte.
39:11Der Knauer?
39:13Kurt Knauer hat also ein verseuchtes Grundstück gefunden.
39:16Aha.
39:17Wo?
39:18Das haben Sie mir nicht sagen können in den Füssen.
39:20Schade.
39:21Aber er hätte das beim Umweltamt melden müssen.
39:25Es ist aber keine Meldung nicht eingegangen.
39:31Ja?
39:34So, alles geregelt.
39:37Harald Püroll wird heute Abend wie geplant auftreten.
39:40Trotz des Popsongs im Programmheft.
39:43Er war sogar durchaus begeistert.
39:46Okay, das müssen Sie uns jetzt erklären, Herr Achtziger.
39:49Nun, ich habe ihm gesagt, dass wir den Song absichtlich reingenommen haben.
39:53Na und, dass wir eine Brücke in die Moderne schlagen wollten.
39:58Unfassbar.
39:58Ja, Sie sind wirklich ein rhetorisches Talent, Herr Achtziger.
40:04Herr Achtziger, da war es ja geradezu erglückt, dass der Herr Mohr die Gedichte verwechselt hat.
40:09Ja, ich muss da wieder, meine Damen.
40:13Herr Achtziger.
40:15Also, vor drei Monaten verschweigt Knauer ein verseuchtes Grundstück.
40:19Das kann doch nur La Provence gewesen sein.
40:22Das würde bedeuten, dass er seit drei Monaten wissentlich auf dem kontaminierten Boden bat.
40:26Also, nach drei Monaten stand der Rohbau und bei einem Baustopp wäre er auf enormen Kosten sitzen geblieben.
40:31Das wollte Knauer natürlich verhindern.
40:34Das passt ja alles zusammen.
40:35Aber wir kommen dann auf die Idee, diesen Boden analysieren zu lassen.
40:41Hopfenbrauer.
40:46Der Hopfenbrauer hat sie erpresst, weil sie La Provence auf verseuchter Erde baut.
40:51Verseuchter Erde?
40:53Was für ein Unsinn.
40:55Leider nicht.
40:57Wir haben das überprüft und wir wissen auch, dass Sie das überprüft haben.
41:00Vor drei Monaten Bodenanalyse, Zentrum Füssen, klingelt es jetzt.
41:05Sie haben Bescheid gewusst.
41:06Aber Sie wollten das Bauprojekt auf keinen Fall unterbrechen.
41:09Und deswegen sind Sie auf Hopfenbrauers Erpressung eingegangen und haben ihn monatlich 10.000 gezahlt, damit er schweigt.
41:14Sie haben sich bloß gefragt, wo der Hopfenbrauer das hergemusst hat.
41:17Das hat Ihnen keine Ruhe gelassen.
41:19Und deswegen haben Sie das Gift von dieser Bodenanalyse in einem chemischen Labor untersuchen lassen.
41:24Das haben wir übrigens anhand Ihrer Kontauszüge festgestellt.
41:26Und von diesem Labor haben Sie vor vier Tagen erfahren, dass das Gift aus einer Chemiefabrik stammt,
41:31die der Herr Hopfenbrauer vor 20 Jahren abgerissen hat.
41:34Und da haben Sie gewusst, er hat sie nicht nur erpresst, er hat den Boden auch noch selbst verseucht.
41:39Und wie Sie das erfahren haben, ist Ihnen die Sicherung durchgebrannt.
41:43Dieses Schwein hat mich absichtlich ins offene Messer laufen lassen.
41:49Herr Gnauer, Sie sind vorläufig festgenommen, weil Sie im dringenden Tatverdacht stehen,
41:53alles Hopfenbrauer getötet zu haben.
41:56Bitte.
42:00Kommen Sie bitte.
42:11Der geht hier hin und gehört nie wieder.
42:15Oh, an Ihnen ist wirklich ein Dichter verloren gegangen.

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