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00:18Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
00:36Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:07Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:38Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:40Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
02:01Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
02:05Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
02:41Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
02:41Frau Merz, wenn Sie mir die Adresse von dieser Frau Süßmeier geben würden, ja?
02:45Gerne.
02:46Morgen allerseits.
02:47Morgen.
02:49Morgen.
02:50Ja.
02:52Guten Morgen.
02:53Der Tote ist der Matthias Graf, 63 Jahre alt, er war Notar und jetzt liegt er dahint.
03:00Er wurde erschlagen.
03:02Und wer sind die da?
03:03Sie ist die Frau vom Herrn Graf, er ist der Herr Weiß, ein Mitarbeiter und das ist die
03:09Frau Merz, die Sekretärin vom Herrn Graf.
03:11Guten Tag.
03:12Stadler.
03:13Ich habe die Herrschaft noch nicht befragt.
03:15Ich dachte, ich warte heute mal auf Sie.
03:16Sehr gut.
03:17Todeszeitpunkt?
03:18Das konnte die Frau Doktor noch nicht genau sagen.
03:20Na gut, vielleicht weiß ich es ja jetzt schon.
03:23Hier noch die Adresse von Frau Süßmeier.
03:25Ja, danke.
03:26Gerne.
03:29Grüß Gott beieinander.
03:30Grüß Gott.
03:31Grüß Gott, Frau Doktor Eckstein.
03:32Guten Morgen, Herr Stadler.
03:34Aha.
03:34Eine schöne Tatwaffe.
03:36Die Justizier-Stadler.
03:37Die Justizier-Stadler.
03:39Frau Doktor Eckstein, können Sie mittlerweile sagen, wann's passiert ist?
03:43Nur ungefähr.
03:44Die Körpertemperatur hat sich der Außentemperatur schon angeglichen.
03:48Das heißt, die Leiche liegt länger als 17 Stunden hier.
03:51Die Totenstache hat sich was vollständig aufgelöst, kann aber bis zu drei Tagen andauern.
03:55Also in unserem Fall schätze ich, dass das Opfer maximal 20 bis 24 Stunden hier liegt.
04:01Das heißt also, Tatzeit zwischen gestern 9.30 Uhr und...
04:0613.30 Uhr.
04:10Ganz schön, die Frau, was?
04:12Das hab ich mir auch gedacht.
04:14Herr Stadler, der Herr Graf hatte laut dem Terminkalender seiner Sekretärin gestern um 11 Uhr einen Geschäftstermin.
04:21Was, am Feiertag mit wem?
04:23Mit einer Frau Süßmeier.
04:24Marian Süßmeier.
04:25Ja.
04:28Auf das Gespräch freu ich mich jetzt schon.
04:31Vielleicht kreuzt da ein alter Bekannter von mir unseren Weg.
04:46Wissen Sie, letztes Jahr war der Dirk Bergmann da, auch ein Vertretungskommissar.
04:50Und in seinem letzten Fall hat er eine Mordverdächtige kennen und lieben gelernt.
04:55Und wo sie dann rausgesetzt hat, dass sie unschuldig war. Also juristisch gesehen.
05:00Die Frau Süßmeier.
05:01Richtig.
05:03Und die Frau Süßmeiers Witwe, reiche Witwe, wie man unschwer erkennen kann.
05:06Und vorher war der Herr Bergmann mit der Frau Hofer beieinander.
05:11Was?
05:11Und wo kommt der Herr Bergmann her?
05:12Der ist ein Hauptkommissar aus Düsseldorf.
05:15Ah ja.
05:16Aber die zwei, die sind noch zusammen?
05:17Ja, das weiß ich nicht, aber sein Auto steht noch da.
05:20Hey.
05:20Grüß Gott.
05:21Ah.
05:24Grüß Gott.
05:25Guten Tag.
05:33Grüß Gott, Herr Bergmann.
05:35Herr Stadler.
05:37Das ist ja eine Überraschung.
05:39Das ist unser neuer Kollege, der Herr König, auch ein Vertretungskommissar wie unser Ort.
05:44Guten Tag, Herr König.
05:44Guten Tag, Herr Bergmann.
05:48Sagen Sie, was für ein Landsmann sind Sie?
05:51Beyer, ich komme aus München.
05:52Tatsächlich?
05:53Das hört man gar nicht.
05:55Hier, schauen Sie.
05:56Ich möchte einen Teich anlegen, also so einen kleinen Gartenteich.
05:59Was denken Sie, wo passt der gut hin?
06:01Einen Teich?
06:02Das ist ein Sagotchi-Urtsfest, wo nichts mehr in Düsseldorf.
06:05Ach so, doch, doch.
06:06Ich versuche nur so oft wie möglich, hier zu sein.
06:09Wir würden gerne mit Frau Süßmeier sprechen.
06:11Ja, das dachte ich mir schon, dass das kein privater Besuch ist.
06:13Bitte.
06:16Die ist auf Shopping-Tour mit einer Freundin.
06:18Worum geht's denn?
06:19Ihr Name stand in einem Terminkalender.
06:21Ja.
06:23Waren Sie gestern auch schon in Rosenheim?
06:25Nein, ich bin erst heute früh gekommen.
06:28Wieso fragen Sie?
06:29Nur so.
06:30Wer ist ermordet worden?
06:31Ein Notar.
06:33Sein Name ist Matthias Graf.
06:35Kennen Sie ihn?
06:36Ja, er ist, glaube ich, sogar zweimal hier gewesen.
06:39Bei den Abenden, die Marion für Freunde und Geschäftspartner veranstaltet.
06:42Er war also mit der Frau Süßmeier befreundet.
06:44Geh ich mal von aus.
06:46Ist der Mod gestern passiert?
06:47Ja.
06:48Und zu der Tatzeit?
06:49Ja.
06:50Die sollten wir uns doch für später aufheben.
06:53Herr Bergmann, würden Sie bitte Ihre Lebensgefährtin ausrichten?
06:56Sie möchte bitte zu uns aufs Kommissariat kommen.
06:59Ja, selbstverständlich.
07:00Sagen Sie, können Sie uns sonst noch was über den Herrn Graf sagen?
07:03Ja, ich habe zwar nicht viel mit ihm geredet und ehrlich gesagt, er war noch nicht so nett und sympathisch.
07:08Weil?
07:09Na ja, er hat den Frauen zu oft und zu offensichtlich auf ihre, na ja, Sie wissen schon, auf ihre
07:14reizvollen Stellen geschaut.
07:16Da finde ich es am besten.
07:19Was?
07:20Na, den Teich, den finde ich dort am besten.
07:22Da würde er sich gut machen, so umrahmt von den Bäumen.
07:25Gute Idee.
07:28Vielen Dank.
07:29Wiederschauen.
07:29So, wiedersehen.
07:33Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihnen drin ständig ins Wort gefallen bin.
07:35Nein, nein, Sie wollten halt verhindern, dass ich zu viel vom Fall aus planen.
07:38Ja, der Herr Bergmann hat zwar unseren Stallgeruch galoppiert, aber momentan für die Gegenseite.
07:45Und ist Frau Hofer eben noch böse?
07:48Wieso?
07:49Na ja, weil er jetzt einen anderen hat.
07:51Frau Hofer hat doch eher meinen Laufpass gegeben.
07:53Ach so.
07:57Bitte, Frau Hofer.
08:00So, was gibt's?
08:02Ja, hier, es geht um die Betriebsprüfung in der Musikakademie.
08:08Und da wollte ich Sie bitten, ob Sie nicht unserer Frau Körner von der Buchhaltung ein wenig unter die Arme
08:13greifen können.
08:13Ich?
08:15Herr Achtziger, Sie wissen vielleicht schon noch, wie kläglich ich damals als Verwaltungschefin von der Akademie an die Zahlen gescheitert
08:21bin.
08:21Nein, nein, nein, nein, für die Zahlen, da habe ich ja jemand anderen.
08:24Nein, ich brauche Sie für die Begründung der ein oder anderen grenzwertigen Ausgaben.
08:30Ach so, ich soll quasi meine Kreativität einbringen?
08:34So ist es, schau'ns, Frau Hofer. Sie haben so viele meiner Reden so bravourös geschrieben, dass das ja ein
08:40Klacks für Sie, weil die Kunst ist, im Rahmen der Wahrheit zu bleiben. Sonst könnte es Ärger geben.
08:47Ja, herein. Guten Tag. Und da ist er auch schon, unser Mann der Zorn. Herr Salz.
08:55Mein Mann und ich, wir haben uns bei der Arbeit kennengelernt. Ich war als Notarfachangestellter bei ihm beschäftigt.
09:01Wir haben bei uns nun verheiratet.
09:03Drei Jahre.
09:05Warum haben Sie Ihren Mann heute Morgen im Büro besucht?
09:08Ich brachte ihm zwei Anzüge. Er hatte ein Apartment im ersten Stock überm Büro. Da übernachtet er, wenn es mal
09:14länger dauert.
09:16Wir wohnen am Chiemsee. Das ist ihm dann soweit.
09:19Wie war denn Ihre Ehe so?
09:21Was soll ich sagen? Wir haben uns nie gestritten. Er hat viel gearbeitet. Ich führte mein Leben und er seins.
09:27Ja, das klingt aber jetzt eher so ein bisschen nach nebeneinander herleben.
09:30Nein. Das klingt nach harmonisch leben.
09:33Hat Ihr Mann Feinde?
09:35Er konnte sehr bestimmt sein, ja. Das hat wahrscheinlich einige abgeschreckt.
09:38Sie auch?
09:40Mich schreckt man nicht so leicht an.
09:42Glaubst du in der letzten Zeit irgendwelche Vorfälle, die für uns von Bedeutung wären?
09:46Nein, fällt mir nichts ein.
09:48Wo waren Sie gestern zwischen 9.30 Uhr und 13.30 Uhr?
09:52Gestern war Feiertag. Da war ich bei mir zu Hause. Bei uns zu Hause.
09:56Kann das jemand bezeugen?
09:59Ja. Ich habe lange mit einer Freundin telefoniert.
10:01Was heißt lange?
10:03Ja, das kann ich jetzt nicht mehr sagen. Keine Ahnung.
10:05Mit Ihrem Handy?
10:06Ja.
10:07Ja, das ist prima. Dann schreiben Sie uns einfach Adresse und Telefonnummer von der Freundin auf, oder?
10:11Ja. Ähm.
10:14Was anderes. Haben Sie und Ihr Mann einen Ehevertrag gehabt.
10:18Mhm.
10:22Und?
10:25Ich weiß nicht, was drin steht.
10:28Äh, Sie wollen jetzt aber nicht allen Ernstes behaupten, dass Sie den einfach so blind unterschrieben haben.
10:33Doch.
10:34So was habe ich in meiner Lebtage noch nicht gehört.
10:36Ich wollte auf diese Weise meinem Mann zeigen, dass ich ihm nicht das Geld deswegen geheiratet habe.
10:40Äh.
10:43Herr Stöcke, Sie wissen doch immer alles. Wie geht es der Frau Bichler?
10:48Frau Ortmann, die Einleitung hätten Sie einer sparen können. Der Frau Bichler geht es gut. Danke, sie ist über den
10:53Berg.
10:53Gut zu hören.
10:55War der Herr Salz hier?
10:57Ja, er war da.
10:59Aha, und was wollte er?
11:00Sehr gut tot.
11:01Wir haben es gerade vom Salz.
11:03Frau Ortmann, Sie überschätzen mich manchmal. Ich weiß eben nicht immer alles.
11:07Er war da, hat seinen Kakao getrunken, hat mir von seinem Hobby erzählt.
11:11Dann ist er gegangen und ich hab gedacht zu Ihnen.
11:14Also wir hatten keinen Termin.
11:15Ja, dann wahrscheinlich zum 80er.
11:17Was hat er denn für ein neues Hobby?
11:20Seien Sie vielleicht neugierig?
11:23Ich kann ihn auch selbst fragen.
11:25Curling.
11:26Curling ist super.
11:27Da nimmst du einen Besen, gehst aufs Eis und machst die ganze Zeit das so.
11:31Ich finde, das passt zu ihm.
11:32Ja, Frau Stöcke, da sind wir ausnahmsweise mal einer Meinung.
11:34Ich kann mir Herrn Salz geradezu bildlich vorstellen, wie er im Schneckentempo übers Eis rutscht
11:39und gemächlich einen Stein auf den Weg schickt.
11:41Typisch Ortmann.
11:44Herr Moor.
11:46Bitte.
11:47Auftrag.
11:48Da schauen Sie her.
11:49Das ist die Adresse und die Telefonnummer von einer Freundin von der Frau Graf.
11:54Mit der will Sie zur Tatzeit telefoniert haben.
11:58Bitte überprüfen.
11:59Dann braucht man als Telefonprotokoll von der Frau Graf Ihrem Handy.
12:05Bitte besorgen.
12:06Jawohl.
12:07Und das Unterrede, das ist die Adresse von einem anderen Notar, bei dem haben die Grafs ihren Ehevertrag.
12:15Bitte besorgen.
12:16Jawohl.
12:17Sonst noch was?
12:18Sonst noch was?
12:19Sonst noch was?
12:19Nein, sonst nichts.
12:20Doch, gibt's was Neues vom Tatort?
12:22Nein.
12:23Die Tatwaffe, die heilige Justitia, die habe ich in die KTU gebracht.
12:27Zu wem?
12:27Zum Fonsi.
12:28Gut.
12:30So, Herr Stadler, was halten Sie denn von hier?
12:33Na, mei, ein bissl naiv.
12:34Fragt Sie bloß, ist sie so oder tut sie bloß so?
12:38Und wie möchten Sie das herausfinden?
12:40Ja, solange wir keine Fakten haben, ist das ja Messenssache.
12:44Moment.
12:46Frau Stockel.
12:48Frau G., Sie heiraten den Herrn Achtziger.
12:51Einen Achtziger?
12:53Bitte.
12:54Ja, gut.
12:55Ach, Frau Hofer, gehen Sie noch zu Frau Stockel?
12:57Ja, ich will mich nach der Frau Bichler erkundigen.
13:00Oh ja, schlimme Geschichte.
13:02Aber bitte kein Wort zur Frau Stockel über das, was wir gerade geredet haben.
13:05Und auch sonst zu niemandem.
13:06Ich will nicht, dass irgendwelche Gerüchte entstehen.
13:09Verstehe.
13:10Auch nicht zu Frau Ortmann?
13:11Nein, auch nicht.
13:12Ich will jeglichen Ruch von Spätzelwirtschaft vermeiden.
13:16Aha, dann bin ich also auch kein Spätzel, oder?
13:18Nein, nicht in diesem Sinne.
13:20Nein, ich schätze und brauche Ihren Rat.
13:23Das ist alles.
13:23Sie, wenn Sie damit durch sind, Herr Seitz, brauche ich dann Ihre Ergebnisse.
13:28Könnten Sie mir die vielleicht bitte auf meinem Hof vorbeibringen?
13:30Gange das?
13:31Klar.
13:32Gerne.
13:33Dankeschön.
13:34Wiederschauen.
13:34Frau Hofer.
13:45Ja, wiedersehen.
13:47Grüß Sie, Herr König.
13:48Ah, Frau Hofer, grüß Sie.
13:49Hallo.
13:50Wie geht's?
13:51Ja, alles gut.
13:52Danke, selber.
13:53Ah, gut.
13:53Schön.
13:54Guten Tag, Frau Süßmeier.
13:56Schreckliche Sache, was?
13:57Kann man so sagen.
14:00Arbeiten Sie hier?
14:01Ja, mein Name ist Kriminalkommissar König.
14:02Guten Tag, Frau Süßmeier.
14:03Guten Tag, Frau Süßmeier.
14:03Wie haben Sie bereits erwartet?
14:04Ich habe gleich noch einen sehr wichtigen Termin.
14:07Könnten wir die Sache vielleicht etwas schneller hinter uns bringen?
14:10Ja, das müssten Sie beide dann.
14:11Also darf man Frau Süßmeier vorziehen?
14:13Ich habe Zeit.
14:14Danke.
14:15Gut, so dann.
14:16Bitte.
14:22Oh, bitte.
14:26Ja, die Frau Süßmeier.
14:28Habe die Ehre.
14:29Ich ehre Sie auch.
14:31Grüß Sie, Herr Neu.
14:31Wir haben Frau Süßmeier vorgezogen.
14:33Sie hat noch einen wichtigen Termin.
14:35Läuft immer noch gut mit dem Kollegen Bergmann, was?
14:37Haben Sie was anderes erwartet?
14:42Die Frau Bichler, die hat Glück im Unglück gehabt.
14:45Quetschungen, einen gebrochenen Arm, also nichts, was man nicht wiederherstellen kann.
14:48Gott sei Dank, weil in der Zeitung ist was anderes gestanden.
14:50Schwere Verletzungen hat es da geheißen.
14:52Geht, übertreiben doch immer.
14:54Ja.
14:55Der Herr Salz hat ein neues Hobby.
14:57So.
14:58Hörling.
14:59Aha.
14:59Sie dürfen mal einen Kaffee erschienen.
15:02Selbstverständlich.
15:02Sie doch immer.
15:04Wissen Sie, was das ist?
15:06Was?
15:07Hörling.
15:09So eine Art Eistockschüssen, gell?
15:12Frau Hofer, was wollte denn der Herr Achtziger von Ihnen?
15:16Nichts besonders.
15:19Dr. Graf war ein Freund meines Mannes.
15:22Nach seinem Tod, also dem Tod meines Mannes, wurde er mein Berater in juristischen Belangen.
15:28War er denn nur ein Berater oder waren Sie auch befreundet?
15:35Ich suchte nur seinen juristischen Rat.
15:37Er ist sicher mehr.
15:39Klar.
15:40Sie hatten gestern 11 Uhr einen Termin bei ihm?
15:42Ja, es ging um einen Hauskauf.
15:44Also gestern war Feiertag.
15:45Das kann normale Geschäftszeit.
15:47War auch kein normaler Hauskauf.
15:48Ich suche ein Haus am See.
15:50Vor einer Woche rief mich Matthias an und bot mir sein Haus an.
15:54Was?
15:54Er wollte ja noch sein Haus verkaufen, sein Haus am See?
15:57Darum sollte es in dem Termin gehen, ja.
15:59Nur fand der Termin nicht statt.
16:01Ich fuhr hin, klingelte, keiner machte auf.
16:02Und dann?
16:03Bin ich wieder gefahren.
16:05Ja, haben Sie nicht wenigstens versucht, ihn telefonisch zu erreichen?
16:08Nein, ich wollte nicht aufdringlich sein.
16:11Also nicht am Feiertag.
16:12Ich dachte mir, er würde schon seine Gründe haben.
16:14Das ist die Frau Süßmeier.
16:16Mhm, ich weiß.
16:18Ah, Sie kennen die?
16:20Nein, gerade zum ersten Mal gesehen, ich habe bloß Ihren Augen gewusst.
16:22Dann wissen Sie auch nicht, ob die noch mit dem Bergmann zusammen ist.
16:25Nein, weiß ich nicht.
16:28Dann würden Sie es gern wissen?
16:30Nein, Frau Stockel, bitte nicht, sonst denken die anderen bloß, ich würde dem Dirk noch
16:33nachtrauern.
16:34Frau Hofer, Gänse kann diskret sein.
16:36Ich habe damit Erfahrung.
16:38Interessieren Sie mich ja schon.
16:40Gut.
16:41Dann gehen wir der Sache nach.
16:44Frau Stockel, schön Sie wiederzusehen.
16:49Marie.
16:49Hallo.
16:51Hallo.
16:53Gut schaust du aus?
16:55Ja.
16:56Wie lange nicht mehr gesehen, wie geht es denn so?
16:57Gut.
16:58Ja, Bergmann.
17:00Ob die Frau Graf von dem Hausverkauf gewusst hat?
17:04Wer ist diese Frau?
17:05Wer?
17:06Die ist Frau Hofer.
17:10Hofer?
17:11Haben Sie die auch hier bestellt?
17:12Ja, also nicht, dass ich wüsste.
17:14Und was macht sie dann hier?
17:17Das ist ja bloß Schwester von einem Kommissarskollegen.
17:20Na, der zurzeit in Regensburg verweilt.
17:22Ich bin gleich wieder da.
17:31Maria.
17:32Warte.
17:32Das ist...
17:33Meine Vorgängerin.
17:35Ja.
17:35Ich weiß, sie ist Maria.
17:37Chris Gotthofer.
17:38Dirk hat mir von Ihnen erzählt.
17:40Also nicht viel, er ist sehr diskret.
17:43Aber das wissen Sie ja.
17:44Ich muss sagen, ich bin erleichtert.
17:48Erleichtert?
17:49Ja, dass Dirk schon vor mir so ein hohes Anspruchsniveau hatte.
17:52Oh, danke.
17:54Wir sollten mal essen gehen.
17:56Ähm, gern.
17:59Schön.
18:00Warum nicht gleich?
18:00Hat er Sie nicht gerade noch einen wichtigen Termin?
18:04Warum nicht?
18:06Dürfte ich da auch mitkommen?
18:09Darf er?
18:10Haben wir Geheimnisse vor ihm?
18:12Wir nicht.
18:13Bis gleich.
18:14Ja?
18:16Meine Herren, wo waren wir stehen geblieben?
18:21Ja, äh, ob Frau Graf von den Verkaufsabsichten ihres Mannes gewusst hat oder nicht.
18:27Das weiß ich nicht.
18:30Herr Graf wusste schon länger, dass ich ein Haus suche, aber die Sache war ganz frisch.
18:34Das Angebot hat er mir erst letzte Woche unterbreitet.
18:36Dann hat sich der Herr Graf erst vor kurzem zum Hausverkauf entschlossen.
18:41Genau.
18:43Kann ich jetzt gehen?
18:44Noch Fragen?
18:46Ehrlich gesagt, noch eine Menge.
18:49Hm.
18:50Also ich habe jetzt Hunger und Sie?
18:52Ich habe ein neues Hobby.
18:54Ich muss etwas auf mein Gewicht achten.
18:56Aha.
18:56Also kein Hunger.
18:58Doch.
18:58Eigentlich schon.
19:00Wunderbar.
19:01Dann würde ich sagen, wir beide gehen jetzt ins Times Square, essen dort eine Kleinigkeit und dann können wir ja
19:09dort weiterreden.
19:11Na gut, einen Salat gönne ich mir.
19:13Dann sind's doch so gut und geh schon mal voraus.
19:16Ich habe nämlich noch zwei Telefonate zu führen.
19:21Ich glaube, Sie sollten was Handfesteres als einen Salat zu sich nehmen.
19:24Tja.
19:43Kann ich Ihnen helfen?
19:44Ach, Frau Ottmann.
19:45Nein, nein, danke.
19:47Geht schon.
19:47Sie haben mir Ihr Kommen gar nicht angekündigt.
19:49Ähm, ach so, ich war auch bloß mit Herrn Achtziger verabredet.
19:54Aha.
19:55Und in welcher Angelegenheit, wenn ich fragen darf?
19:57Privat.
19:58Dann ist das also Ihre private Bürde, die Sie da mit sich rumschleppen?
20:03Sozusagen, ja.
20:04Und deswegen kommen Sie damit auch aus dem Büro von Herrn Abziger.
20:08Ich habe es leider sehr eilig, Frau Ottmann.
20:11Hat mich gefreut.
20:15Herr Weiß, Sie sind Notarassessor.
20:18Ja.
20:19Das heißt, irgendwann sind Sie dann einmal fertiger Notar.
20:22Ja.
20:23Es war vorgesehen, dass ich die Kanzlei von Herrn Dr. Graf übernehme.
20:26Er wäre nächstes Jahr in Pension gegangen.
20:28Haben Sie da was Schriftliches?
20:30Nein.
20:31Nur mündliche Abrede.
20:32Also, Klartext, Sie müssen jetzt um Ihre Kanzlei in Späh bangen.
20:37Ja.
20:37Wie war Ihr Verhältnis zu Herrn Dr. Graf?
20:40Gut.
20:40Sonst hätte er mir wohl kaum seine Kanzlei übergeben wollen.
20:43Ah, ja.
20:44Bitte.
20:45Die Frau Graf hat gesagt, dass er manchmal ganz schönhäntig ist.
20:50Also, dass er durchaus auch ein harscher Mensch war.
20:53Ja.
20:53Er war schon sehr speziell.
20:56Ich konnte damit umgehen.
21:07Ja.
21:07Servus, Joe.
21:09Ja, Marie, wer ist seltener Gast?
21:11Sehr gerne.
21:12Grüß dich.
21:15Guten Tag, Herr Kasper.
21:17Herr Bergmann.
21:19Ja.
21:21Herr Kasper.
21:22Grüß Gott, Schassismus.
21:24Grüß Gott, Schassismus.
21:31Grüß Gott, Schassismus.
21:33Uns ist zu Ohren gekommen, dass der Herr Dr. Graf Frauen sehr zugewandt war.
21:40Ja, war er.
21:41Ist doch seine Frau nicht eifersüchtig gewesen?
21:44Frau Graf, vormals Katharina Huber, war bei Herrn Graf angestellt.
21:50Und nach der Heirat ist sie wieder bei ihm angestellt.
21:54Nur mit anderen Tätigkeitsbereichen.
21:58Sie sind zynisch, Herr Weiss.
22:00Sehr zynisch.
22:01Sie hat ihm damals schöne Augen gemacht und sitzt jetzt im gemachten Nest am Chiemsee.
22:05Alles richtig gemacht.
22:08Bloß...
22:09Bloß...
22:10Musste sie bis jetzt diesen Mann auch Tag für Tag aushalten.
22:13Nicht leicht, wenn Sie mich fragen.
22:15Sie halten nicht recht viel von ihr Geil.
22:17Ich mag nun mal keine Frauen, die sich an die Geldbeutel älterer Männer ranmachen.
22:20Wissen Sie, ob sie was erbt?
22:22Jetzt schon.
22:24Ah, im Fall einer Trennung...
22:26Hätte sie laut Ehevertrag nur eine monatliche Unterhaltszahlung bekommen.
22:30Woher wissen Sie das?
22:32Herr Graf hat es mir erzählt.
22:33So.
22:36Sie soll den Ehevertrag unbesehen unterschrieben haben.
22:41Den Quatsch glauben Sie doch selber nicht.
22:43Ja, was wir da glauben, das überlassen Sie mal uns, aber...
22:47Na ja, wo waren Sie denn gestern? Zwischen 9.30 Uhr und 13.30 Uhr?
22:51Da war ich zu Hause.
22:52Um 10 Uhr bin ich aufgestanden und ins Times Square zum Frühstücken gegangen.
22:56Ja gut, das werden wir überprüfen. Sie dürfen jetzt gehen.
23:00Wiederschauen.
23:09Wenn die Aussage mit der Unterhaltszahlung stimmt, dann hat die Frau Graf jetzt ein Motiv.
23:15Hm.
23:17Okay.
23:18Dirk hat mir nie erzählt, wie Sie sich kennengelernt haben.
23:21Ah, über meinen Bruder. Der ist auch bei einer Mordkommission.
23:24Und bei einem Fall, in dem ich mitverwickelt war.
23:27Wolltest du der mit dem rosa Computerstick?
23:29Ja, genau.
23:30Ja, und da sind wir uns dann näher gekommen. Also ähnlich wie Sie bei Ihrem Mordfall.
23:35Du hast dir davon erzählt?
23:37Wie sollte ich? Da waren wir ja schon getrennt.
23:40Na ja, man kann sich ja mal treffen. Ganz unverbindlich.
23:44Ja, kann man. Haben wir aber nicht, oder?
23:46Äh, das habe ich vom Herrn Stadler gehört, der damals in dem Fall ermittelt.
23:49Und der wohnt nämlich bei ihr.
23:51Ist das Ihr neuer Freund?
23:52Na.
23:53Herr Stadler ist verheiratet.
23:57Guten Tag zusammen.
23:58Hallo.
24:00Herr Bergmann.
24:01Herr Seitz.
24:01Ich wusste gar nicht, dass Sie wieder hier arbeiten.
24:03Nein, nein, ich arbeite nicht. Ich lebe.
24:06Ah, verstehe. Sie besuchen die Frau Hofer.
24:09Wie kommen Sie jetzt darauf?
24:10Meine Lebensgefährtin.
24:13Süßmeier.
24:13Seitz.
24:14Ach so.
24:16Ich wusste gar nicht, dass Sie wieder eine neue Partnerin kennengelernt haben.
24:21Ich arbeite seit einiger Zeit nicht mehr in Rosenheim. Da bin ich nicht immer auf dem aktuellsten Stand.
24:25Ja.
24:25Tja, ähm, war schön.
24:27Ja.
24:27Wiedersehen.
24:30Brot.
24:33Danke.
24:38Herr Wein.
24:40Herr Achtziger.
24:43Ich habe vorhin Herrn Seitz auf dem Flur getroffen.
24:46Ich bin auf dem Sprung in die Mittagspause.
24:49Er war sehr merkwürdig.
24:51Herr Seitz ist immer etwas merkwürdig.
24:53Ich hatte den Eindruck, er wollte mich nicht treffen.
24:57Herr Seitz war vorhin bei mir. Folglich könnte dieser Eindruck durchaus zutreffen.
25:02Läuft hier irgendwas an mir vorbei?
25:03Nein, hier läuft gar nichts außer mir und zwar ins Times Square, denn ich habe Hunger.
25:08Herr Achtziger, bei allem Respekt. Aber ich habe das Gefühl, ich werde hier geschnitten.
25:11Warum sollten Sie denn um Gottes willen geschnitten werden?
25:15Habe ich einen Bock geschossen?
25:17Nein, Sie haben keinen Bock geschossen.
25:18Ist irgendwas mit Ihnen?
25:19Mit mir? Warum?
25:22Herr Seitz sagte, Ihr Treffen sei privater Natur. Ich habe gedacht, das wäre eine Lüge, aber...
25:27Also gut, ich wollte es eigentlich für mich behalten, aber dann sage ich es Ihnen jetzt.
25:30Herr Seitz hilft mir bei einer Steuerangelegenheit, die wohlgemerkt nichts mit dem Kommissariat zu tun hat.
25:35Zufrieden?
25:36Steuer, verstehe. Ich frage nicht weiter nach.
25:39Danke.
25:41So, und...
25:46Dienstlich, rein dienstlich.
25:49Herr Stadler.
25:50Grüezi. Und, wie macht ihr Sie unsere Herbergen an?
25:53Ja.
25:54Wacker.
25:56Franki, kennen Sie einen Herrn Weiß, Gernot Weiß?
25:59Ja.
26:00Hat er gestern beim Frühstücken getan?
26:02Schon.
26:02Wann?
26:04Elf?
26:09Sag ich mal, ist heute Vollversammlung, oder?
26:12Ja, sowas. Grüß Gott, Herr Bergmann.
26:15Guten Tag, Herr Achtziger. Darf ich Ihnen meine Lebensgefährtin vorstellen, Frau Süßmeier?
26:19Herr Achtziger?
26:20Sehr froh.
26:21Herr Achtziger war mein Vorgesetzter.
26:23Frau Süßmeier und ich sind Zeugen im aktuellen Mordfall.
26:25Marie haben wir auf dem Kommissariat getroffen.
26:27Verstehe.
26:28Mögen Sie sich zusetzen?
26:30Ist sehr nett von Ihnen, aber ich habe noch eine Farbe.
26:35Ich muss dann auch.
26:37Nein, nein, lass mal. Du bist eingeladen.
26:40Dankeschön.
26:42Ja, Frau Süßmeier hat mich wirklich sehr gefreut.
26:45Ich veranstalte über morgen gleich Musikabend. Schubert.
26:48Wenn Sie kämen, würde ich mich sehr freuen.
26:50Sie können auch Ihren Kommissar mitbringen.
26:52Also, den, der bei Ihnen wohnt.
26:54Nein, nein, lieber nicht.
26:55Wiederschauen.
26:56Tschüss.
26:58Siehst du, alles in Ordnung.
27:02Solltest du je auf den Gedanken kommen, rückfällig zu werden, dann sag's mir lieber nicht.
27:08Sonst bin ich nicht nur Zeugin in einem Mordfall.
27:12Herr König, meine Frage. Hat der Herr Notar Entmeyer, hat der den Ehevertrag schon gefext?
27:21Oh, Gott sei Dank.
27:23Ich habe nämlich mit der Frau Unterbremstädter gesprochen. Die Frau Unterbremstädter, das ist die Freundin von der Frau Graf.
27:30Und die hat mir bestätigt, dass ich mit der Frau Graf telefoniert habe.
27:33Aber zweieinhalb Stunden lang, das muss ich mir vorstellen, von halb eine bis kurz vor elf, das schafft die Stockl
27:39nicht einmal in einem Tag.
27:41Herr Mohr, haben Sie auch das Ergebnis der Standortbestimmung?
27:46Schauen Sie, das dauert halt noch.
27:47Die KTU hat sich den Wagen routinemäßig vorgenommen und ja, es gibt einen Unfallschaden vorne am rechten Kotflügel.
27:56Und der ist frisch und deswegen ist er jetzt in der KTU.
28:00Was gibt's denn von der Tatwaffe?
28:01Nicht einen Fingerabdruck.
28:05Ja?
28:08Ah, Frau Altmann.
28:10Seid schon weitergekommen.
28:11Mit was?
28:12Ja, mit der Frage, warum der Salz da ist.
28:15Ja.
28:17Wollen Sie es mal sagen?
28:18Herr Achtziger braucht ihn für seine Steuererklärung.
28:21Hat er Probleme?
28:22Ich weiß es nicht.
28:23Eine Steuerprüfung vielleicht?
28:25Vielleicht.
28:26Warum nimmt er dann nicht Sie?
28:29Wahrscheinlich, weil Herr Achtziger nicht möchte,
28:31dass seine Steuerangelegenheiten hier die Runde machen.
28:33Natürlich.
28:34Sie könnten sich auch weiterverzahlen.
28:36Das sagen ausgerechnet Sie.
28:40Also die Aussage von Weiß stimmt zwar, bringt uns aber nichts, weil wenn die Aussage von
28:47der Süßmauer stimmt, war der Graf bereits um elf Uhr tot und somit konnte ihn der Weiß vor
28:53seinem Besuch im Times Square umbracht haben.
28:55Ja.
28:56Ja.
28:56Trotzdem.
28:57Cicero's Cui Bono zieht bei ihm nicht.
29:00Oh.
29:00Laut einer.
29:01Was?
29:01Nein.
29:02Der Weiß hat keinen Vorteil.
29:04Eher sogar ein Schaden.
29:05Wie soll er jetzt den Erben beweisen, dass ihm Herr Graf die Kanzlei versprochen hat?
29:09Apropos Erben.
29:10Hier ist der Ehevertrag.
29:12Und?
29:13Hat der Weiß recht gehabt?
29:15Römisch 1, Arabisch 4, 5.
29:17Im Falle einer Scheidung gibt's eine monatliche Zahlung.
29:20Im Falle des Todes erbt der Ehepartner alles.
29:23Alles.
29:24Alles.
29:26Schauen Sie, wird Ihren Kui Bono schon kräftiger.
29:28Ja.
29:29Fahren wir jetzt mal hier hin.
29:37Ja, ein schönes Haus haben Sie da.
29:40Mhm.
29:41Jetzt gehört das alles Ihnen.
29:46Laut Ehevertrag hätten Sie nichts bekommen, wenn Ihr Mann sich von Ihnen getrennt hätte.
29:51Jetzt erben Sie alles.
29:54Und Sie haben davon nichts gewusst?
29:57Gewusst nicht.
29:58Aber ich hab's geahnt.
30:02Wissen Sie, wenn nur eine Seite vor allem die Stärke rein Ehevertrag würde,
30:06weiß man ungefähr, was drin steht.
30:09Bitte.
30:09Danke.
30:11Dürfte ich mich ein wenig umsehen?
30:13Gern.
30:14Telefon.
30:16Ja.
30:18Guten Tag, Herr Mohr.
30:33Guten Abend, Frau Hofer.
30:35Na, wenn Ihr seid.
30:37Danke fürs Kämmer.
30:38Na klar.
30:39Ist der Herr Stadler noch nicht da?
30:40Na, sind Sie vielleicht schon durch mit den Zahlen?
30:43Ja.
30:44War auch gar nicht so kompliziert.
30:45Ich hab die aufverlegen oder sagen wir mal die delikaten Ausgaben hier für Sie zusammengestellt.
30:50Das sind nicht viele.
30:52Aber zuerst essen wir, dann geht's an die Arbeit.
30:56Haben Sie gewusst, dass Ihr Mann dieses Haus verkaufen wird?
31:00Nein.
31:02Nein.
31:02Und das soll Ihnen jetzt glauben.
31:05Er wollte es an die Frau Süßmauer verkaufen.
31:09Und Sie haben von dem nichts gewusst.
31:11Nein.
31:11Nein.
31:12Dann war ja die Ehe doch nicht so harmonisch, wenn Sie über so ein Thema gar nicht geredet
31:15haben.
31:17Sie haben getrennte Schlafzimmer?
31:18Ja.
31:19Aha.
31:20Und das nach drei Jahren Ehe.
31:22Ihr Mann wollte sich von Ihnen trennen, ne?
31:24Davon war nie die Rede.
31:29Entschuldigung.
31:30Herr Mohr hat mir die Ortsbestimmung von Frau Grafs Handy durchgegeben.
31:35Bitte.
31:39Frau Graf, Sie haben von 8.30 Uhr bis kurz vor 11 Uhr mit Ihrer Freundin telefoniert.
31:47Ja, das könnte hinkommen.
31:49Wie wir wissen, ist Ihr Mann kurz vor 11 Uhr ermordet worden.
31:54Wenn Sie von hier aus telefoniert haben, dann hätten Sie jetzt ein Alibi.
31:58Von hier nach Rosenheim, da braucht man ja, Herr Daller.
32:01Halbe Stunde.
32:02Circa eine halbe Stunde.
32:03Nur, Sie haben zwar am Anfang von hier aus telefoniert.
32:09Im Verlauf des Gesprächs hat sich Ihr Standort allerdings verändert.
32:14Ja, weil ich während des Telefonats nach Rosenheim gefahren bin.
32:17Und warum erfahren wir das erst jetzt?
32:20Ihr Telefonat endete 300 Meter von der Kanzlei entfernt.
32:23Ich war aber nicht dort.
32:25Wo waren Sie dann?
32:26Bei einem Freund.
32:27Die Adresse bräuchte man dann noch.
32:34Herr Stadler, der Herr Mohr hat am Telefon noch erwähnt, dass das Fahrzeug von einem Graf einen frischen Unfallschaden hat.
32:41Es wird gerade von der KTU untersucht.
32:47Ja, Herr Mohr, Stadler hier, wenn Sie Blutspuren am Unfallauto vom Graf finden, bitte unbedingt mit dem von der Frau
32:55Bichler abgleichen.
32:56Danke, Ende.
32:57Wer ist Frau Bichler?
32:58Das ist eine Kollegin von der Sitte. Die ist vorgestern Nacht im Gewerbegebiet angefahren worden. Fahrerflucht. Sie ist mit dem
33:05Rad unterwegs gewesen.
33:06Da verpreise ich überhaupt nichts.
33:08Und jetzt vermuten Sie natürlich, dass Herr Graf mit seinem Fahrzeug Frau Bichler angefahren hat.
33:12Und doch sei, in einer Nachbar sind da nicht so viele Unfälle.
33:15Und vielleicht hängt er das irgendwie mit dem Ort zusammen.
33:18Verrotlicht.
33:19Wissen Sie was? Wir fahren erst einmal zu Süßbauer.
33:22Okay, und warum genau?
33:25Vielleicht kann uns der nochmal was über den Graf sein Privatleben erzählen.
33:35Ähm, ach, der Herr Achtziger.
33:41Hallo, Herr Achtziger.
33:42Sagen Sie, ist der Herr Seid schon da?
33:44Ja.
33:45Ach, gut. Und, wie schaut's aus?
33:48Das ist nicht mehr viel.
33:49Ja, es gibt kaum Grenzfälle. Wir sind also bald durch.
33:53Gut, gut, gut.
33:54Sie, Herr Achtziger, weiß ich Sie in dem Zusammenhang noch fragen wollen.
33:57Ja?
33:58Was schaust du?
33:59Der Achtziger hat Probleme.
34:01Da siehst du ja 27 Meter entfernen.
34:04Das haben wir die Ortmann verzeiht.
34:07Was hat denn da für Probleme?
34:10Steuer.
34:11Hat die Ortmann verzeiht?
34:13Er hat die Ortmann nicht ins Vertrauen gezogen, sondern ans Heiz.
34:16Es handelt sich also um eine größere Geschichte.
34:19Vielleicht hat er eine Steuerprüfung.
34:21Äh, der Teich, der kommt da hinten zwischen die Bäume.
34:25Nicht ganz in die Mitte, sondern, hier, siehst du, ein Stück weiter nach rechts.
34:31Wie findest du das?
34:32Ist dein Teich.
34:33Na gut, dann machen wir's so.
34:37Hast du dir schon mal Gedanken über die Folgen gemacht?
34:41Folgen?
34:41Weil das so ein Teich Stechmücken anlockt.
34:48Ah, Herr Stadler.
34:50Herr König.
34:51Haben Sie noch Fragen?
34:53Nein, Sie kennen das doch.
34:54Ich hoffe, Sie stören nicht.
34:56Sie doch nicht.
34:57Bitte.
35:00Dankeschön.
35:01Danke.
35:03Herr Stadler.
35:04Könnten Sie mir einen Gefallen tun?
35:06Sie könnten während des Gesprächs eine kurze Bemerkung über meinen Teich fallen lassen.
35:09Eine positive?
35:10Ja, natürlich.
35:11Marian glaubt mir nicht so richtig an mein Projekt.
35:17Grüß Gott, Frau Süßmeier.
35:19Ich hoffe, wir stören nicht lang.
35:21Überhaupt nicht.
35:22Im Moment sind nur Larven und Rückenschwimmer unser Thema.
35:26Was?
35:27Sie meinen den Teich?
35:30Ach so, ja.
35:31Frau Süßmeier, folgendes.
35:33Wir haben die Vermutung, dass der Herr Graf vorgestern Nacht um halb zwölf im Gewerbegebiet eine Radfahrerin angefahren hat.
35:41Haben Sie eine Ahnung, was der um die Zeit in der Gegend gesucht haben könnte?
35:46Lust.
35:47Was?
35:48Er war dort öfter Gast im Lustpalast.
35:50Ist das ein Freudenhaus?
35:52Ja.
35:54Woher weißt du das?
35:56Er hat's mir erzählt.
35:59Dir?
35:59Einfach so?
36:00Ja?
36:01Über solche Themen habt ihr geredet?
36:04Er hat geredet.
36:06Ich hab zugehört.
36:08Ja, gut.
36:10Wir waren's.
36:11Wir stören einen immer lang.
36:14Wo soll denn jetzt eigentlich der Teich hin?
36:16Ja, da hinten zwischen die Bäume.
36:18Ah, ja.
36:19Hervorragende Wahl.
36:21Weil so ein Teich, der ist immer eine große Bereicherung.
36:24Marion hätte etwas bedenken wegen Stechmücken.
36:27Da, da kann ich Sie beruhigen.
36:29Da können Sie ja eine ganze Menge natürliche Feinde rund um den Teich etablieren.
36:33So, so.
36:34Siehst du.
36:35Ja, äh, vielen Dank.
36:37Und wie gesagt, Sie haben uns sehr weitergeholfen.
36:40Und Ihr Kollege hat meinem Mann wirklich sehr weitergeholfen.
36:50Nix davon dem Herrn Staudler sagen.
36:52Wir machen den Rest dann später drinnen, gell?
36:57Ja?
36:58Mhm.
37:00Das ist ganz gut.
37:01Ich will jetzt erst die Herren, aber Wobel ist die Herzengrüß genug.
37:09Guten Abend Herr Staudler.
37:10Damit.
37:12So, Dala.
37:16Leider dürfte Herr Salz nichts essen.
37:18Ehrlich?
37:19Au, das ist aber schade.
37:21Körling.
37:33So, Herr Stadler.
37:38Ist die für mich?
37:39Ja.
37:39Nein, Frau Stocke, Sie kommen gleich nach meiner Hilde.
37:44Morgen.
37:46Morgen.
37:47Und, Herr Stadler, wie war die Achse?
37:49Gut und reichlich, weil ja der Herr Seitz nix mengen hat.
37:52Ach, der Herr Seitz war auch da?
37:54Mhm.
37:55Bestimmt wegen der Steuer.
37:56Was denn für ein Steuer?
37:57Naja, dem Herrn Achtziger steht der Steuerprüfer ins Haus.
38:01Das ist ja interessant.
38:03Ja, Herr Achtziger, das ist diesmal nicht auf meine Mist gewachsen.
38:07Guten Morgen.
38:08Guten Morgen.
38:09Frau Hartmann, haben Sie der Frau Stockel von unserem gestrigen Gespräch erzählt?
38:13Äh, ich hab ihr nur erzählt, dass Herr Seitz Ihnen in einer Steuersache hilft.
38:18Und schon wird eine Steuerprüfung daraus.
38:21Wunderbar.
38:22Gut.
38:23Dann will ich mal für Klarheit sorgen, sonst heißt es demnächst noch, ich hätte einen
38:27Flug auf die Kaimanninseln gebucht, um der Steuerfahndung zu entgehen.
38:31Eine Steuerfahndung gleich?
38:32Äh, nein, Herr Mohr, hören Sie zu.
38:34Also, ich hatte Herrn Seitz und Frau Hofer gebeten, mir in einer Steuersache behilflich zu sein.
38:41Wohlgemerkt, nicht meiner, sondern von der Musikakademie.
38:45Und ich habe nur die beiden eingeweiht, um zu vermeiden, dass wieder einmal Gerüchte entstehen.
38:52Was für ein Irrtum.
38:55Sie haben sicher zu tun.
38:59Der 80er hat gesagt, dass es sich um eine Steuerangelegenheit handelt, die nichts mit dem Kommissariat zu tun hat.
39:04Da habe ich eben gedacht, es ging um ihn.
39:05Jetzt haben Sie mal im eigenen Leib erfahren, wie es mir immer geht, Frau Artmann.
39:10Er ist von der KTU.
39:13Vielen Dank.
39:15Die KTU hat das Blut vom Kopflügel mit dem von der Frau Bichler abgeglichen.
39:22Identisch.
39:23Das heißt, die Frau Bichler ist vorgestern Nacht mit dem Fahrzeug vom Graf angefahren worden.
39:29Gut.
39:30Das heißt, der Herr Graf fährt die Frau Bichler an, begeht danach Fahrerflucht und ist am nächsten Morgen selber tot.
39:36Also, das ist mir ein bisschen zu viel Zufall.
39:38Ja, fragt Sie bloß, wer hinter dem Steuer gesessen ist.
39:41Weil die Obduktion hat 0,9 Promille Restalkohol im Blut ergeben.
39:45Oha.
39:47Der Körper baut pro Stunde etwa 0,1 Promille ab.
39:52Von der Fahrerflucht bis zur Ermordung 12 Stunden.
39:54Das heißt, er hatte an dem Abend etwa 2,1 Promille im Blut.
39:59Vollrausch.
40:01Oh, die KTU hat an der Tatwaffe, sprich der Justitia-Statue, Blutspuren entdeckt, die nicht vom Opfer stammen.
40:09Das heißt, der Täter hat sich an der Statue verletzt.
40:12So, Herr Weiß.
40:14Sie haben in besagter Nacht Herrn Graf vom Lustpalast in die Kanzlei gefahren.
40:21Und dabei haben Sie eine Kollegin von uns angefahren.
40:22Wer sagt das?
40:24Ihr Handy.
40:25Wir haben eine Handyordnung vorgekommen.
40:27Das sagt gar nichts.
40:28Ich wohne nämlich in der Gegend.
40:29Also, ja gut.
40:30Den Punkt gebe ich Ihnen jetzt erst mal, Herr Graf.
40:32Aber schau uns her, wir haben auch einen Anruf auf Ihrem Handy entdeckt.
40:3623 Uhr, 4 Minuten nachts vom Lustpalast.
40:39Herr Graf hat Sie angerufen.
40:40Er wollte, dass Sie ihn ins Büro fahren.
40:42Er war nicht mehr so ganz fahrtüchtig, ne?
40:44Ich habe ihn nicht gefahren.
40:46Gut, lassen wir es auch erst mal beiseite.
40:48Wenden wir uns der wichtigeren Sache zu.
40:49Sie haben vorgestern Herrn Graf mit dieser Statue erschlagen.
40:54Das ist nicht wahr.
40:56Wer weiß?
40:58Schauen Sie mal.
41:00Unsere Kollegen haben an dieser Statue Blutspuren sichergestellt.
41:05Blut, das nicht vom Opfer stammt.
41:08Ihr Blut.
41:08Sie haben Herrn Graf ins Büro gefahren.
41:10Er wollte Sie wegen Fahrerflucht anzeigen.
41:12Deswegen musste er sterben.
41:18Von dem Unfall hat er nicht viel mitbekommen.
41:20So betrunken, wie er war.
41:22Doch am Morgen hat er es im Radio gehört und rief mich an.
41:25Er sagte, er müsse mich anzeigen, sonst bliebe die Sache an ihm hängen.
41:28Dann sind Sie in die Kanzlei gefahren, um das zu verhindern.
41:31Sonst wäre das für mich das Ausatital gewesen.
41:34Herr Weiß, Sie sind vorläufig festgenommen,
41:35weil Sie im dringenden Tatverdacht stehen,
41:37Matthias Graf ermordet zu haben.
41:38Herr Moor, bitte.
41:39Herr Weiß, wissen Sie was?
41:41Wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:45Na?
41:48Das ist ja eigentlich irgendwie nett, ne?
41:51Was?
41:51Die Justiz hat unseren Täter überführt.
41:53Und das mit verbundenen Augen.