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  • vor 12 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:12Bitte fassen Sie nichts an. Wir kommen. Ja, wiederhören.
00:17Morgen, Frau Stockel.
00:19Guten Morgen, Herr Hansen.
00:20Herr Hansen, sind Sie jetzt eigentlich wieder bei uns oder arbeiten Sie immer noch an dem Budgetbericht mit der Frau
00:24Ottmann?
00:25Nein, nein, der Budgetbericht ist zum Glück abgeschlossen.
00:27Ab jetzt ermittle ich wieder ganz normal und der Herr Lindh kann seinen wohlverdienten Urlaub machen.
00:31Dann sind Sie auch wieder für den Mord zuständig?
00:33Ja.
00:34Es gab halt nämlich ein Laich.
00:35Nein, muss das sein?
00:36Ich habe Sie vorhin gefragt.
00:38Haben Sie Herrn Hofer schon Bescheid gesagt?
00:40Nein, den habe ich noch nicht Bescheid gegeben, weil der Herr Hartl für uns ermittelt und den rufe ich jetzt
00:45gleich an.
00:46Stimmt, der Hofer ist ja in Lübeck.
00:48Hartl, Hartl, Hartl, Hartl.
00:50Aber jetzt müsst ihr jetzt wieder Lach für deine Waschmaschine.
00:53Ja, mein Hartl, ich bin ja wirklich sackisch dankbar.
00:55Ja, der ist der Kabineneimer nicht da.
00:58Ja, der hat sich selber einspannen lassen vom 80er.
01:01Zwei Wochen Polizeikonferenz in Lübeck.
01:03Naja, da kannst du dir auch was anderes vorstellen, den ganzen Tag mit den Schleppsträgeln umeinander wurschteln.
01:09Grüß dich, Stockel.
01:10Grüß dich, Hartl.
01:11Du, Hartl, es gab ja der Laich.
01:12Und zwar am Sportplatz beim FC Rosenheim ist ein Schiedsrichter umgebracht worden.
01:17Und der Hansen?
01:18Wie jetzt?
01:19Nicht, dass ich vor ihm da bin und da noch warten muss.
01:22Ach, Hartl.
01:23Ich sage ja bloß.
01:25Was ist denn los?
01:27Äh, den Schiedsrichter haben sie umgebracht.
01:29Okay.
01:29Sag, ist der Lind eigentlich auch noch da?
01:32Ja, da gehe ich davon aus.
01:34Nachdem wir den Fall mit dem Model ja jetzt abgewickelt haben, hat er Urlaub und er wollte sich ja noch
01:38die Ferienhütte anschauen.
01:40Wollt ihr deswegen nicht beim Spitzingwirt anrufen?
01:42Ja, ja, mache ich schon noch.
01:43Aber der Schiri hat Vorraum.
01:45Bitte.
01:50Der Herr Hartl hat Angst, dass er vor Ihnen am Tatort ist.
01:54Der Herr Hartl immer für ein Späßchen zu haben.
01:56Guten Morgen.
01:57Morgen.
01:58Wollen wir mal, Herr 80er und auf Wiedersehen.
01:59Moment, wo wollen Sie denn hin?
02:01Es gab ja der Laich.
02:02Auf dem Sportplatz.
02:03Na, na, na, na, na, dann muss das der Herr Hartl eben ohne Sie machen.
02:06Ich brauche Sie.
02:06Ich habe eine Rückmeldung aus München erhalten.
02:09Unsere Sparvorschläge für den Etat nächstes Jahr reichen offenbar nicht aus.
02:14Ach, das ist jetzt nicht Ihr Ernst.
02:15Doch, das ist mein Ernst.
02:16Leider.
02:17Ja.
02:17Kommen Sie.
02:19Soll das jetzt der Hartl ganz alleine machen?
02:21Na ja.
02:23Ja.
02:32Morgen, mein Freund.
02:34Servus.
02:36Dienstlich oder Urlaub?
02:37Endlich Urlaub.
02:39Da müssen wir doch drauf anstoßen, oder?
02:41Nicht so früh am Morgen.
02:42Espresso?
02:43Gerne, ja.
02:45Ihr Polizisten habt seinen Job.
02:49Überall einsetzbar und absolut krisensicher.
02:52Ah ja.
02:54Kannst du jetzt eigentlich die letzte Woche Spesen abrechnen?
02:57Sicher, warum?
03:00Sollt ihr ein paar Gewittungen ausstellen?
03:01Ach nee, lass mal.
03:02Es wäre halt mal wieder ein Grund, dass du mit der Ortmann triffst.
03:06Da könnte ich mir wirklich bessere Gründe vorstellen.
03:08Ja, ich auch.
03:09Aber es wäre zumindest mal wieder ein Anfang.
03:11Joe, du weißt, früher kam manche Kuppelei ins Gefängnis.
03:16Es ist halt nur, weil du dem Sven so kampflos das Feld überlässt.
03:22Nicht, dass er es ihm nicht gönnen wird, aber du hast ja schließlich ältere Rechte, oder?
03:25Hat er jetzt auch ein Auge auf sie geworfen?
03:27Was heißt da auch?
03:29Ich meine, hat er ein Auge auf sie geworfen?
03:31Du hast gerade auch gesagt.
03:33Das heißt also, dass jemand anders auch ein Auge auf sie geworfen hat.
03:37Sei nicht so kleinlich.
03:38Hat er oder hat er nicht?
03:39Mei.
03:40Der soll bei den Frauen auch sein.
03:41Ich kriege nichts gebacken, Typ.
03:43Was heißt jetzt auch?
03:45Habe ich gerade auch auch gesagt.
03:48Hast du ja.
03:50Telefon.
03:51Komm, sag's schon.
03:52Ja, du, das könnte wichtig sein.
03:56Hallo, Herr 80er.
03:58Sag ich doch.
03:59Ja.
04:02Ja.
04:06Grüß dich, Michi.
04:07Grüß dich, Adler.
04:08Und der Hansen ist schon da, oder?
04:10Nein, der Hansen ist noch nicht da.
04:12Wieso?
04:13Hast du dir nicht angerufen, oder was?
04:14Ja, freilich habe ich ihn angerufen.
04:17Hat Kimper gehabt.
04:20Der Lind.
04:25Morgen.
04:28Morgen.
04:29Guten Morgen.
04:30Was machen jetzt Sie da?
04:32Meine Arbeit.
04:33Der 80er hat mich angerufen.
04:34Mein Urlaub ist schon wieder verschoben.
04:36Was mir jetzt nicht zur Gewohnheit wird.
04:37Ich hoffe nicht.
04:38Nein, irgendwas stimmt mit dem Budgetbericht nicht.
04:39Herr Hansen und Frau Ortmann müssen nachsitzen.
04:41Dann haben ja wir wieder die Freude miteinander.
04:43Ja, freut mich auch.
04:44Was ist denn passiert?
04:45Schiri ums Umtrag.
04:46Wen?
04:47Der Schiedsrichter, Herr Lind.
04:48Schiri ist gleich Schiedsrichter.
04:50Gestern Abend.
04:51Wichtiges Spiel.
04:52Es geht um den Aufstieg vom FC Rosenheim.
04:55Und da hat dieser Schiedsrichter aber auf Deutschkrieg
04:58so scheiße gepfiffen.
04:59Geh mich eh.
05:00Ja, weil es war alles,
05:01dass wir den Aufstieg verpasst haben.
05:03Woher wissen Sie das so genau?
05:04Ja, weil ich dabei war.
05:05Ich verfolge schon seit Jahren
05:07das Auf und Ab vom FC Rosenheim.
05:09Und eigentlich hätten wir absteigen sollen.
05:11Aber mit dem neuen Trainer, dem Jeromin,
05:14da sind wir so gut geworden,
05:16dass wir eigentlich hätten aufsteigen sollen.
05:18So, so.
05:18Ja.
05:19Und wieso hat jetzt der so miserabel gepfiffen?
05:23Das, was ich wüsste.
05:25Der Elfmeter, um den es gegangen ist.
05:27Ein Witz.
05:28Der hat den anderen Wirt einmal angeschaut,
05:30geschweige nicht berührt.
05:32Hast du mitgespielt, oder was?
05:33Nein, ich war dabei.
05:34Wenn du dich schon so aufregst,
05:35die Zuschauer werden ja auf 180 gewesen sein.
05:38Das kannst du aber glauben.
05:39Wie viele waren denn da?
05:412237 Menschen.
05:42Haben sie die gezählt?
05:43Ist durchgesagt worden?
05:44Nein, die waren dabei.
05:46Und wenn ihr mich fragt,
05:47der Schiri ist bestochen worden.
05:49Michi, das ist doch nicht dein Ernst.
05:51Willst du schon sehen?
05:52Ja, okay.
05:53Ja, Frau Dr. Eckstein.
05:55Guten Morgen, meine Herren.
05:56Morgen.
05:57Morgen.
05:59Kommen Sie jetzt öfter?
06:00Ja, wer weiß.
06:01Nein, nein, ich bin nur weiterhin die Vertretung für Herrn Hansen.
06:04Ist aber nett.
06:05Und ich vertrete den Herrn Hofer.
06:07Ha, verstehe.
06:08Und wie erklärt ihr Echtes?
06:1015.000 Euro.
06:12Das darfst du nicht so einfach in der Sporttasche spazieren.
06:16Fingerabdrücke.
06:17Es ist ein bisschen schwierig, bei Geldschäne.
06:19Danke, Michi.
06:20Gerne.
06:21Aber wir bleiben dran.
06:22Wenn wir was Verwertbares finden, dann melden wir uns sofort.
06:25Haben Sie schon was, Frau Doktor?
06:27Ich kann noch nicht viel sagen.
06:28Was feststeht, ist, dass er gestern gegen 23 Uhr
06:31einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf bekommen hat.
06:34Sehen Sie hier, mit einem schweren, rundlichen Gegenstand.
06:37Danke.
06:38Habt ihr schon was in der Art gefunden?
06:40Nein.
06:40Haben wir noch nicht.
06:41Danke, Michi.
06:42Gerne.
06:42Aber wir bleiben dran.
06:43Wir hatten eigentlich empfunden.
06:45Der Platzwart, der Herr Egelsseer.
06:48Das ist der Herr mit der grauen Weste.
06:51Dann hören wir uns mal, Oberst, der Herr Egelsseer zum Sagen hat.
06:54Ja.
06:54Haben Sie nicht was vergessen?
06:56Ja.
06:57Der Tote heißt Ritter.
06:59Philipp Ritter, 39 Jahre alt.
07:01Familienverhältnisse, unklar, wir bleiben dran.
07:03Ja.
07:03Kein besonders ritterlicher Abgang, was?
07:06Kein Doktor.
07:07Was ist das?
07:08Ich muss fragen, wenn ich...
07:09Ich kann Ihnen gar nichts genau sagen.
07:12Ich hab da halt früher den Müller gesammelt und da ist er da gewesen.
07:16Seien Sie gestern auf die Nacht auch da gewesen?
07:18Ja, selbstverständlich.
07:19Wir haben ja ein Spiel gehabt.
07:21Ich bin in den letzten 30 Jahren bei jedem Spiel da gewesen.
07:25Und nach diesem Spiel ist Ihnen da irgendwas aufgefallen?
07:29Nein.
07:30Ein Zuschauer, der vielleicht auf den Schiedsrichter gewartet hat?
07:33Wie der Herr Ritter-Garrens.
07:35Wie der Herr Ritter-Garrens.
07:37Da war niemand mehr da.
07:38Wann ist er denn gegangen?
07:39Das kann ich Ihnen auch nicht genau sagen.
07:42Also der Köhler und er, die haben sich ja da noch lange im Verein sein.
07:47Naja, wie will ich sagen.
07:49Ja, unterhalten halt.
07:50Ja, und der Trainer ist halt noch rumgelaufen.
07:53Der Herr Köhler-Wesend ist.
07:54Ja, das ist unser Präsident.
07:57Und als alle weg waren, da haben Sie hier zugemacht und sind auch gegangen.
08:01Und den Mann haben Sie nicht liegen sehen?
08:03Naja, aber Sie müssen bedenken, dass da schon sehr dunkel war.
08:05Das Frühlicht war ja aus.
08:07Da ist man froh, wenn man seinen eigenen Magen noch findet.
08:09Sagen Sie, der Herr Ritter und der Herr Präsident, was haben die miteinander zu besprechen gehabt?
08:14Naja, da müssen Sie ja am besten selber fragen.
08:17Ich hab da nichts mitgekriegt.
08:19Da?
08:20Da kommt der auch gerade.
08:24Ah ja, danke, Herr Svr.
08:25Dankeschön.
08:28Der Vorschlang vom Schmiergeld erzähl mir erst einmal nichts, damit wir die Sachen nicht noch mehr aufbauschen.
08:38Ach, da sind Sie ja. Ich suche Sie schon die ganze Zeit.
08:43Ich war unten in der Personalabteilung, hatte ich Ihnen aber gesagt.
08:46Tatsächlich.
08:47Sei es doch so gut und kommen Sie in fünf Minuten in mein Büro. Wir haben da ein kleines Problem.
08:52Wir? Was ist denn?
08:54Der Bericht aus München ist zurückgekommen.
08:58Das darf doch alles gar nicht wahr sein.
08:59Offenbar sind Sie einer der Letzten, die einen Ritter lebend gesehen haben.
09:02Willst du Sie uns verzeihen, was gestern nach dem Spiel passiert ist?
09:05Ja, da gibt's nicht viel zum Erzählen. Wir waren alle sehr aufgeregt.
09:08Wir haben sich gehört, dass der Elfmeter, sagen wir mal, umstritten gewesen ist.
09:12Ja, darum habe ich dem Schiri auch meine Meinung gesagt.
09:15Ich meine, das war eine grobe Fehlentscheidung, die uns den Aufstieg gekostet hat.
09:18Und wo hat das Gespräch stattgefunden?
09:21Feinsheim?
09:23Sonst ist es eigentlich normal, dass nach einem Spiel, also dass gerade nach so einem Spiel,
09:27der Präsident und der Schiedsrichter sich austauschen?
09:33Normal ist das nicht, aber ich kenne den Ritter Scheeweg,
09:37dass er noch selber aktiv gespielt hat in Bad Aibling.
09:41Und nach diesem Gespräch, was war dann?
09:44Ich bin übergefahren, war Stocksauer.
09:46Kann das jemand bezeugen? Also ich meine, dass Sie heimgefahren sind.
09:50Meine Frau kann bezeugen, dass ich nach Hause gekommen bin und, und dass ich losgefahren bin, das müsste der Eglseer
09:57gesehen haben.
10:00Wie will Sie los sein?
10:02Wer war denn da noch da?
10:03Also das weiß ich jetzt nicht mehr so genau, aber ich meine, dass der Trainer war noch da und eben
10:09der Herr Eglseer.
10:11Von den Spielern niemand?
10:12Nein, der Gegner, die sind ja gleich im Bus nach München zurückgefahren und die unseren, die sind noch zu unserem
10:18Kapitän,
10:18weil der hat gestern Geburtstag gehabt. Den hat er sich auch anders vorgestellt.
10:23Könnten Sie uns die Adresse aufschreiben von dem Trainer?
10:26Ja, ja natürlich.
10:29Haben Sie zufällig ein Ding, ein Papier?
10:33Ja, ich besorge was, Moment.
10:42Na ja, wie Sie wissen, steht ja jetzt die bayerische Haushaltsdebatte an.
10:46Und im Zuge dessen hat das Ministerium die Zahlen eingefordert.
10:50Und jetzt ist die ganze Angelegenheit zur Chefsache eroben worden.
10:54Was sollen wir da jetzt machen?
10:56Laut diesem Fax hier ist unser Etatplan nicht genehmigungsfähig.
11:00Wir erreichen offensichtlich die geforderte Sparquote nicht.
11:03Sollen wir da jetzt noch mehr kürzen?
11:05Ja, wir werden die Auflagen erfüllen müssen, so wie alle anderen auch.
11:08Hilft nichts.
11:09Aber wir haben uns an die Maßgaben gehalten.
11:11Ich weiß.
11:12Zusammengerechnet bewegen sich unsere Kosten bayernweit im unteren Bereich.
11:15Ich weiß gar nicht, was wir da falsch gemacht haben sollten.
11:17Ja, wahrscheinlich habe ich da was falsch gemacht.
11:20Selbstbezichtungen helfen uns da nicht weiter.
11:22Jetzt gilt es, das Problem zu lösen.
11:25Tja, dann muss halt alles andere warten und wir setzen uns natürlich gleich wieder rein.
11:29Wunderbar, Moment.
11:33Jetzt freue ich mich auf ein Lieberkassemmel vom Eschenrieder-Kenners-Team.
11:36Halt!
11:37Stehen bleiben!
11:39Also, der Ritter hat eine Frau gehabt, aber keine Kinder.
11:42Und gewohnt hat er in Bad Aibling.
11:44Adresse?
11:45Adresse.
11:46Adresse?
11:47Das war die vom Trainer.
11:48Der war wohl gestern Abend kurz vor dem Ort noch hier.
11:49Wenn Sie den bitte vorladen würden.
11:52Außerdem musst du...
11:53Moment.
11:58Die Mannschaft ist anscheinend geschlossen nach dem Spiel zur Geburtstagsfeier von dem Kapitän gegangen.
12:03Wenn du das überprüfst, schaust du, ob es einen Nachzüge gegeben hat.
12:05Ja, ist richtig.
12:05Wer steigt jetzt eigentlich statt dem FC Rosenheim auf?
12:08Irgendwo eine Zweitmannschaft von einem von den Vereinen von der oberen Liga.
12:12Also die Ersatzspieler von die Ersatzspieler.
12:14Das ist gerade der Verein, der das Risiko eingehen müsste, Schiedsrichter zu bestechen, oder?
12:18Apropos Schiedsrichter.
12:20Schau mal nach, wer die Linienrichter waren und wer die Heimkämmer sind.
12:23Außerdem Telefonliste, Opfer und so, was das Übliche.
12:26Schluss, der Biss?
12:27Ja, Täter.
12:29Bitte.
12:30Das ist recht.
12:30Nein, mich im Ernst.
12:32Schau doch bitte noch mal zu den Handwerken, ob da vielleicht was weggekommen ist.
12:37Tatwaffe zum Beispiel.
12:38Zum Beispiel.
12:40So, Trainer vorladen.
12:42Geburtsdagsherr, Kapitän, Linienrichter, Telefonliste, Opfer, Handwerker, Tatwaffe.
12:46Heute kennt sie es wieder.
12:47Nein.
12:48Naja, die schwere Aufgabe haben wir jetzt.
12:51Die Frau Ritter, ja.
12:53Ja.
12:53Aber lieber, es geht vorher.
12:55Meine Entwege.
12:57Wollen Sie mir nach?
12:58Mach ich.
13:00Aber nicht so schnell.
13:05Ihre Scheinheiligkeit hätten Sie sich sparen können.
13:07Wie bitte?
13:08Dass Sie die Schuld auf sich nehmen, hätten Sie sich sparen können.
13:11Sie und ich wissen beide genau, dass dieser Bericht in meinen Verantwortungsbereich fällt.
13:15Dann hätte ich also nicht sagen sollen, dass es meine Schuld war.
13:18Natürlich nicht.
13:19Wieso denn nicht?
13:20Weil jedem klar war, dass Sie es verbockt haben.
13:23Jetzt sieht es so aus, als ob ich den Fehler gemacht hätte.
13:25Aha.
13:25Ja, das müssen Sie mal jetzt erklären, Frau Oppmann.
13:27Der 80er hat doch genau gemerkt, dass Sie das nur sagen, um mich in Schutz zu nehmen.
13:31Ach so.
13:32Ja, das tut mir leid.
13:33Also, das habe ich nicht gewollt.
13:34Das müssen Sie mir glauben.
13:35Sie wollten mich nicht in Schutz nehmen?
13:36Ja, doch.
13:37Ja, doch das schon.
13:38Sehen Sie, sage ich doch.
13:42Könnte doch nicht die Wettmafia Ihre Finger im Spiel haben?
13:45Ja, unwahrscheinlich.
13:46Es geht erst in den Höheren liegenlos.
13:48Aha.
13:49Also, dort in Asien, wenn die übertragen werden, da sind die Spiele in Asien in den Wettbüros,
13:53das ist das meiste Geld.
13:55Frau Ritter?
13:56Ja?
13:57Scott, Hauptkommissar in Griposenheim, mein Kollege, der Herr Hartl.
14:00Dürfen wir reinkommen?
14:01Was ist denn passiert?
14:03Das würden wir Ihnen gerne lieber drin erzählen.
14:08Ermordet?
14:11Wer tut denn so etwas um Himmels Willen?
14:15Könnten wir Ihnen trotzdem ein paar Fragen stellen?
14:17Natürlich.
14:18Bitte.
14:20Frau Ritter, in der Sporttasche von Ihrem Mann haben wir 15.000 Euro im Bar gefunden.
14:27Bitte?
14:28Können Sie uns vielleicht sagen, woher er das Geld gehabt hat?
14:31Ich habe keine Ahnung, woher er so viel Geld haben soll.
14:35Oder vielleicht eine Verabredung gehabt?
14:37Keine Ahnung.
14:38Wollt ihr jemanden da am Sportplatz treffen?
14:40Ich, ich war da fast nie dabei.
14:43Der herrscht ein Umgangston.
14:46Gerade als Schiedsrichter bekommt man da Sachen zu hören.
14:49Kann einem Angst und Bange werden.
14:52Aber er hat das wohl irgendwie als Ausgleich zu seinem Job gebraucht.
14:55Was hat er denn gemacht, hauptberuflich?
14:57Er war Wirtschaftsprüfer.
14:59Bei Thoma und Hörl.
15:01Hat er vielleicht da irgendwelche Schwierigkeiten gehabt?
15:05Darüber kann ich Ihnen leider noch weniger sagen.
15:08Über berufliche Sachen, da hat er gar nichts rausgelassen.
15:13Ich kann Ihnen aber gern sein Arbeitszimmer zeigen.
15:15Ja, das wäre gut.
15:19Bitte sehr.
15:26Frau Röte, Ihr Mann ist in der vergangenen Nacht gar nicht heimgekommen.
15:29Hat Sie das gar nicht beunreicht?
15:31Nein.
15:33Ich bin relativ früh zu Bett gegangen.
15:35Ich habe erst heute Morgen gemerkt, dass er nicht da ist.
15:38Haben Sie ihn denn gar nicht gesucht?
15:41Wissen Sie,
15:43ich habe nicht immer gewusst, was er macht und wo er sich gerade auffällt.
15:48In der Nacht auch nicht.
15:51Ich dachte, dass er vielleicht was getrunken und bei einem Bekannten übernachtet hat.
15:55Das kam schon ab und zu mal vor.
15:58Ist das dein privates Notfunk?
16:02Nein, sowohl als auch.
16:03Er hat nur das eine.
16:04Dürfen wir das mitnehmen?
16:06Es wäre vielleicht ganz hilfreich für uns.
16:09Natürlich.
16:10Danke.
16:12Frau Ritter,
16:13Ihr müsst Sie das jetzt fragen.
16:15Ihr Moor ist ja vielleicht nebenher gekommen.
16:18Hat der eine Affäre gehabt?
16:20Nicht, dass ich wüsste.
16:24Aber ich habe ihn ehrlich gesagt auch nie danach gefragt.
16:28Das war nicht gerade geebig.
16:31Im Endeffekt ist die Frau ein bisschen zu ahnungslos.
16:34Vielleicht ist das ja ergiebiger.
16:41Ja gut, wenn Sie meinen.
16:42Danke.
16:44Sie haben aber nicht zufällig ein Passwort für den Computer?
16:46Gilt die Stockl.
16:47Morgen, Hartl.
16:48Und?
16:48Passt du es?
16:49Ja, bei dir?
16:51Hervorragend.
16:51Bei dem guten Kaffee?
16:52Ja.
16:53Der Herr Hill von den Wirtschaftsprüfern, wo er da gearbeitet hat, meint, wir können
16:57zwar gerne vorbeikommen, aber mit drittem Notebook hätten wir schon das Wichtigste.
17:00Da wäre ja alles drin.
17:01Doch gut.
17:02Gell, Herr Lindh, so haben Sie sich Ihren Urlaub auch nicht vorgestellt.
17:05Ah ja, der kommt schon noch.
17:07Und unter uns.
17:08Ich kriege es bezahlt.
17:09Arbeiten, wo alle anderen Urlaub machen, so geht es mir auch immer.
17:13Gibt es doch bei dir keinen Grund zum Klagen, oder?
17:15Aber Arbeit ist Arbeit.
17:17Ja, da kommt gleich noch mehr.
17:18Dieser Computer ist passwortgeschützt.
17:20Der muss in die KTU.
17:21Ich bin sicher, die können das knacken.
17:22Ja, das mache ich gleich.
17:23Super.
17:52Hallo.
17:53Die Stimmung war mehr oder weniger scheiße.
17:55Also, sie waren nicht besonders gut.
17:57Und deswegen sind sie alle zusammengesessen und haben geweint.
18:00Nur der Trainer, der ist erst um 22.30 Uhr gekommen.
18:04Kombiniere, kombiniere.
18:05Entweder lügen Sie alle oder es stimmt.
18:08Kollektivmat, oder wie?
18:10Haben wir schon länger nicht mehr gehabt.
18:11Na ja, und von der anderen Mannschaft kann es auch keiner gewesen sein, weil die ist um
18:14Viertel von einem im Plus gesessen, zusammen mit ihrem Trainer und heimgefahren.
18:17Und da hat der Schiri noch lang gelebt.
18:20Vielleicht war es doch einer der Zuschauer.
18:22Wo soll man da anfangen?
18:242237 Menschen.
18:26Entschuldigt Sie bitte, aber die Frau Dr. Eckstein, die wäre zu weit.
18:30Danke.
18:31Darf ich mitkommen?
18:33Telefon ist die Ritter.
18:35Timmt.
18:38Frau Dr.
18:40Was geht's?
18:40Grüß Sie Gott.
18:41Meine Herren, wie ich Ihnen schon am Tatort gesagt habe,
18:46er starb in einer Schädelfraktur, ausgelöst durch einen festen Schlag auf den Hinterkopf.
18:51Ähm, die Tatwaffe...
18:53Weißt eine Rundung auf.
18:54Frau Dr.
18:55Soer Rohr, da hat die Bauarbeit auf dem Sportplatz vermissen.
19:00Sehr gut.
19:01Also, so könnte die Tatwaffe ausgesehen haben.
19:04Tatsächlich.
19:07Vielen Dank.
19:10Da seid's ja, der Jérômin wartet.
19:13Bitte wer?
19:14Der Jérômin, der Trainer vom FC Rosenheim.
19:17Ah, sehr gut, sehr gut.
19:18Ja, und dann habe ich noch mal die Linienrichter gekriegt.
19:20Die sind beide zu Hause gewesen und deswegen haben sie natürlich auch Alibi.
19:24Verstehe.
19:25Ähm, haben die was zu dem Elfmeter gesagt?
19:27Der eine hat gesagt, dass er zu weit weg gewesen ist und der andere hat gesagt, dass das gar kein
19:32Elfmeter gewesen ist.
19:34Das sage ja er.
19:35Aber der Ritter war der Leiter in den Schiedsrichtern.
19:36Was sollst du machen?
19:37Der, ähm, warte im Büro.
19:39Ja, freilich.
19:40Wie heißt der?
19:41Ähm, Jérômin?
19:42Jérômin.
19:45Wir waren alle stinksauer.
19:47Aber dass der Elfmeter keiner war, das hat da wohl jeder gesehen, ne?
19:50Nach dem Spiel, was ist da passiert?
19:52Also unsere Jungs und die, die von der anderen Mannschaft, die waren alle schon weg.
19:55Es war nur noch der, der Schiedsrichter und unser Vereinspräsident, der Herr Köhler da.
20:00Aber hören Sie, ich will jetzt auch niemanden irgendwie in eine...
20:02Dass der Herr Köhler und der Herr Ritter gestritten haben, davon haben wir schon gehört.
20:07Na ja, dann wissen Sie ja alles.
20:10Und was genau hat er gesagt?
20:11Der Köhler hat gesagt, ist gut.
20:15Er hat die ganze Zeit rumgebrüllt, dass er die ganze Sache beim Schiedsrichterverband melden wird
20:19und dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und dass wegen ihm der Verein pleite geht
20:22und, und, und, ach, was man halt so sagt, wenn man wütend ist, ne?
20:26Was haben Sie dann gesagt?
20:28Gar nichts gesagt.
20:29Was sind wir da noch sagen?
20:30Ich bin auch nur noch da geblieben, um das Schlimmste zu verhindern.
20:34Äh, das Schlimmste verhindern?
20:39Okay.
20:42Das haben Sie jetzt nicht von mir, ja?
20:44Aber der Herr Köhler ist vollkommen ausgerastet.
20:46Ich meine, ich, ich war auch sauer, aber, aber so ist Fußball normal.
20:49Das kann man nicht ändern.
20:51Was hat er denn gemacht, der Herr Köhler?
20:54Ja, also rumzubohlen, hat er erst mal gar nichts gemacht.
20:56Aber ich war ja auch noch da.
20:58Und irgendwann ist er dann abgehauen.
20:59Ich konnte ja nicht ahnen, dass er nochmal zurückkommt.
21:02Äh, haben Sie das gesehen, dass er zurückgekommen ist?
21:05Ne.
21:09Was haben Sie dann gemacht?
21:10Ich bin zur, zur Geburtstagsparty von unserem Mannschaftskapitän, dem Georg, gefahren.
21:14Ich meine, irgendjemand musste die Jungs ja aufbauen, ne?
21:17Die waren ja völlig am Ende.
21:18Und der Ritter?
21:20Der hatte irgendwas vergessen und ist nochmal runtergegangen in die Umkleide.
21:23Aber wie gesagt, ich bin da dann gefahren.
21:25Ich...
21:26Als Sie gefahren sein, äh, ist da der Wagen von meinem Köhler noch taggestanden?
21:31Keine Ahnung.
21:33Ich verstehe einfach nicht, wo wir einen Fehler gemacht haben.
21:36Vielleicht haben wir ja gar keinen Fehler gemacht.
21:38Und die wollen einfach nur, dass wir noch mehr einsparen.
21:40Hm.
21:41Na gut.
21:42Gehen wir alles nochmal durch.
21:43Ja.
21:44Vielleicht könnte man ja Sie einsparen.
21:48Sehr witzig.
21:49Sie sollten lieber aufpassen, dass man Sie nicht wegrationalisiert.
21:52Ah, ja.
21:54Ich glaube, ich hab's.
21:55Hier.
21:56Könnten wir sagen, dass das Verhältnis zwischen Ihnen und dem Herrn Köhler nicht gerade das Beste war?
22:01Ja, das kann man so sagen.
22:04Und, äh, warum?
22:06Na gut, das weiß ja nun mittlerweile jeder im Verein, dass der Herr Köhler und ich ein Problem miteinander haben,
22:10ne?
22:11Aber wissen Sie, angeblich ist ja kein Geld mehr da, um die Mannschaft zu bezahlen.
22:15Und ich warte auch schon seit über einem Monat auf meine Kohle.
22:19Nun, dass gewisse für eine Geldprobleme haben, ist nun wirklich nichts Neues.
22:22Ja.
22:23Aber ich rede nicht von Geldproblemen, sondern, um es mal vorsichtig auszudrücken,
22:26von einer eklatanten Misswirtschaft, die der Herr Köhler da betreibt.
22:29Und wenn Sie es mal nicht vorsichtig ausdrücken?
22:32Wenn ich es mal nicht vorsichtig ausdrücke, dann sage ich, er verscherbe zwar das ganze Tafelsilber,
22:35aber angeblich ist trotzdem kein Geld da.
22:37Das finde ich wirklich komisch. Das finde ich wirklich sehr komisch.
22:40Ja, jetzt spannen Sie uns nicht auf die Folter. Welches Tafelsilber?
22:43Vor ein paar Wochen, da hat der Verein ein riesengroßes Grundstück verkauft.
22:46Natürlich viel zu billig, ne?
22:47Und ich würde zu gern mal wissen, was da so nebenher gelaufen ist.
22:51Mit dem Grundstück war das?
22:52Nee, dann in Wessendorf.
22:54Können Sie mir das zeigen, an der Karte?
22:56Erfner.
22:59Hier zwischen der Heinholzstraße und der Umgehungsstraße, in diesem Bereich.
23:05Aber damit das funktioniert, Herr Jeremien, da muss doch die Vorstandschaft auch mitmachen.
23:10Na, hören Sie mir bloß auf mit diesem Pfeifen.
23:12Der eine ist sein Schwager und die andere, die Schatzmeisterin, das ist seine Steuerberaterin.
23:18Die stecken doch alle unter eine Decke und kannst hier natürlich schön fleißig mit.
23:21Aber für sowas gibt es doch eigentlich die Mitgliederversammlungen.
23:23Warum haben Sie das dann nicht einmal zur Sprache gebracht?
23:25Ja, das habe ich doch.
23:27Was meinen Sie, warum die nicht mehr mit mir reden?
23:28Ich habe darauf bestanden, dass die Bücher nochmal geprüft werden.
23:31Und wer hat die Bücher geprüft?
23:33Ja, so eine Wirtschaftsprüfgesellschaft, die heißt, ach, die haben so einen Doppelnamen.
23:39Vielleicht Thomas und Hill?
23:41Genau, Thomas und Hill.
23:44Dann danke ich recht schön.
23:46Das war es denn für das Erste.
23:47Wenn ich Sie bitte, dass Sie sich noch zur Umgangsverfügung halten.
23:50Wenn wir Fragen haben, kommen wir auf Sie zu.
23:52Wiederschauen.
23:53Wiederschauen.
23:55Jetzt wird es interessanter.
23:57Ja, vielleicht ist der Ritter ja gar nicht in seiner Funktion als Schiedsrichter,
24:01sondern in seiner Funktion als Wirtschaftsprüfer umgebracht worden.
24:05Genau.
24:09Also, ich komme gerade von der KTU.
24:11Schönergruß, das Passwort ist geknackt.
24:13Und das soll ich euch geben.
24:15Was ist das?
24:16Ein USB-Stick, da sind nämlich die E-Mails vom Opfer drauf.
24:20Ah, sehr logisch.
24:21Herr Stockl, bitte schaust doch mal die ganzen E-Mails durch, gell?
24:25Hartl, weißt du, ich habe jetzt überhaupt keine Zeit.
24:29Herr Hartl, ich glaube, wir machen das lieber selbst.
24:33Na ja, das können wir der Frau Stockl wahrscheinlich auch nicht zumuten, gell?
24:37Wenn der wirklich die Affäre gehabt hat, dann...
24:40Ja, da sind auch so pikante Sachen drauf, das kann man gar nicht geben.
24:45Also gut, ich mache es.
24:46Nee, wirklich?
24:47Ja, doch, wenn es sonst keiner macht, einer muss es ja machen.
24:50Ach, das ist aber wirklich nicht wahr, Stockl, danke.
24:51Sehr lieb.
24:54Seid ihr schon wieder?
24:56Also, gute Nachricht, schlechte Nachricht.
24:59Welche zuerst?
25:01Gute Nachricht, die KTU hat brauchbare Fingerabdrücke auf den Geldschein entdeckt.
25:05Schlechte Nachricht, Telefonliste, völlig sinnlos.
25:08Warum?
25:08Ja, ist nicht.
25:09Da kann ich noch in Erkenntnissen draufstehen.
25:11Wiederhören.
25:12Das war der Herr Achtziger, der möchte wissen, wie der Ermittlungsstand ist.
25:16Ja, das ist also so der Stand der Dinge.
25:19Also, wir müssen davon ausgehen, dass bei dem Verein einiges im Argen liegt.
25:24Ach ja, neu ist, dass wir auf den Geldschein nun doch verwertbare Fingerabdrücke gefunden haben.
25:29Ja gut, ich will mir nicht vorwerfen lassen, wir hätten nicht in alle Richtungen ermittelt.
25:33Vielleicht hat der Bestechungsversuch ja was mit dem Mord zu tun.
25:37Ja, das bedeutet, dass wir die Fingerabdrücke der gegnerischen Mannschaft nehmen müssen.
25:41Ja, und von den Verantwortlichen im Verein, also Management und Präsidium.
25:47Ja, und nicht zu vergessen die Mannschaft, die jetzt statt dem FC Rosenheim aufsteigt, inklusive Management und Präsidium.
25:53Ja, dann schickt man jetzt da jemanden hin.
25:57Na, wen denn?
25:58Nein, nein, da sollen sich die Kollegen vor Ort um kümmern.
26:00Na gut, dann werden wir jetzt mal dem Präsidenten, diesem Herrn Köhler, auf den Zahn füllen und schauen, was es
26:05mit den Vorwürfen des Trainers auf sich hat.
26:08Bitte.
26:13Ich habe große Sympathie für unseren Trainer, Herrn Jeromin.
26:16Ich meine, das ist ein engagierter Mensch, der mit viel Eigeninitiative, mit allen Mitteln versucht hat, den Verein nach vorn
26:22zu bringen.
26:23Aber dadurch, dass wir jetzt den Aufstieg verpasst haben, da wird es halt jetzt sehr eng für uns.
26:29Finanziell, meinen Sie?
26:30Ja, wir sind praktisch pleite.
26:33Das ist keine angenehme Situation.
26:35Und solche Vorwürfe wie die vom Herrn Jeromin, die machen es halt auch nicht leichter.
26:41Aber bevor ich jetzt irgendwas Falsches sage, gehen wir lieber zu unserer Schatzmeisterin, der Frau Löffler.
26:45Die kann Ihnen dann genau die finanzielle Situation schildern.
26:48Ich darf einmal vorgehen.
26:51Wissen Sie, ich bin nicht gern in der Rolle des Spielverderbers, der ewig darauf hinweisen muss, dass einfach nicht nur
26:57Geld da ist.
26:57Das verstehe ich schon, aber der Herr Jeromin meinte, dass durch den Verkauf des Vereinsgrundstücks eigentlich viel Geld da sein
27:03müsste.
27:04Das stimmt so nicht.
27:06Wir haben den Verkauf dieses Grundstücks nicht aus freien Stücken gemacht, sondern weil wir Forderungen aus der Vergangenheit bedienen mussten.
27:12Sie haben mit dem Geld also alte Schulden bezahlt und jetzt ist nichts mehr davon über.
27:18Zumindest einen Teil der Schulden, ja.
27:20Wissen Sie, wir würden auch lieber Gas geben und Geld für neue Spiele ausgeben.
27:25Aber wo nichts ist, ist nichts.
27:27Da stehen wir in der Verantwortung gegenüber den Vereinsmitgliedern.
27:32Allein in dieser Saison mussten zwei Vereine in unserer Liga Insolvenz anmelden.
27:36Und auch der FC Rosenheim ist noch lange nicht über dem Berg.
27:39Da sind in der Vergangenheit einige Fehler von unseren Vorgängern gemacht worden, die wir jetzt ausbaden müssen.
27:46Apropos, der Herr Ritter war doch damit beauftragt, ihre Bücher zu prüfen.
27:50Da er nun leider nicht mehr dazu gekommen ist, würden wir das ganz gern übernehmen.
27:59Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?
28:01Nein, einen Durchsuchungsbeschluss haben wir nicht, aber den können wir gern holen, wenn Sie wollen.
28:07Dann rückt allerdings die Kavallerie an.
28:11Ja, und mit der natürlich gleich die Presse. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie das wollen.
28:16Welche Kavallerie?
28:17Ja, äh, der Moorholt.
28:19Ah.
28:21Äh, Sie haben einen Schlüssel, oder?
28:23Sie sind gefahren.
28:26Oh Gott.
28:28Wo soll denn das alles durchsehen?
28:29Na, der Moorholt.
28:31Ah, ich glaube, ich habe eine bessere Idee.
28:38Das ist jetzt nicht Ihr Ernst.
28:39Ja, was sollen wir denn machen?
28:41Wir sind doch keine Bilanzierungsmenschen.
28:44Ja, aber ich kann das nicht machen.
28:46Sie wissen doch, dass wir diesen Bericht für München fertig machen müssen.
28:49Das geht einfach nicht.
28:50Habe ich Ihnen doch gleich gesagt.
28:51Ja, müssen wir jetzt die Externe dazuholen.
28:55Was, wen wollen Sie da dazuholen?
28:59So, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
29:00Jemand, der fachmännisch beurteilen kann, ob dabei gemauschelt worden ist oder nicht.
29:06Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, das sprengt ja völlig unseren Rahmen.
29:08Dagegen ist das, was wir hier machen, Makulatur.
29:10Herr Ortmann, da ist ein Mord verübt worden.
29:12Und das Motiv dazu steckt wahrscheinlich hier drin.
29:14Sollen wir den Mörder laufen lassen?
29:17Also gut, lassen Sie es da.
29:19Dankeschön.
29:21Gibt es irgendeinen Hinweis, wo man anfangen könnte?
29:24Ach so, ja.
29:25Der Trainer, der Herr Jeromin, hat im Verdacht, dass es beim Verkauf des Vereinsgrundstücks auf der Heinzstraße Unregelmäßigkeiten gegeben hat.
29:32Unregelmäßigkeiten.
29:33Na, immerhin etwas.
29:37Tja, Frau.
29:38Sie sagen jetzt kein Wort.
29:43So, was machen wir jetzt?
29:45Wir machen Teuerabend.
29:47Aber die Kollegen dürfen noch arbeiten?
29:49Ja.
29:50Ich meine, dass Sie die Frau Ortmann unterstützt, das werden wir Überstunden machen aus reiner Solidarität.
29:55Ne, schnell nein, aus Kostengründen.
30:02Ja gut, also so wie ich das sehe, arbeiten wir in unserem kleinen Bericht erst mal nicht weiter, richtig?
30:07Moment, wo wollen Sie ihn jetzt hin?
30:08Ja, ich dachte, wenn wir vorerst nicht mehr an dem Bericht weiterarbeiten, dann brauchen Sie mich auch nicht mehr und
30:12ich kann den Kollegen weiterhelfen.
30:13Sie helfen den Kollegen, indem Sie mir hier helfen.
30:16Wie bitte?
30:17Also mit Bilanzen kenne ich mich doch noch weniger aus.
30:19Ja, soll ich mir hier etwa die Nacht allein um die Ohren schlagen?
30:21Legen Sie etwa Wert auf meine Gesellschaft?
30:33Also, irgendwie habe ich mir meine erste Nacht mit Ihnen anders vorgestellt.
30:37Ah ja, was haben wir denn da?
30:41Einen so einen Skandal, den kann ja keiner glauben.
30:43Ja, das ist ja nicht gerade der erste Mord in Rosenheim.
30:46Von dem rede ich nicht.
30:48Ob von dann?
30:49Dass Rosenheim nicht aufgestiegen ist. Und das, obwohl sich die zwei vom Früherer kannten.
30:53Moment, wer wird es wen?
30:55Der Schiri und der Trainer. Die kommen beide aus Bad einbringen und haben dort miteinander in der gleichen Mannschaft gespielt.
31:00Also der Ritter und der Jeromin kannten sich?
31:02Ja, vom Früherer halt. Ich weiß jetzt nicht, wie gut die befreundet waren, aber dass der den Jeromin so neiddaucht,
31:08das verstehe ich einfach nicht.
31:10Mhm.
31:11Wo bleibt denn eigentlich der Hansen?
31:15Dem hat der Hartl zu seiner ersten Nacht mit Vorortmann verholfen.
31:18Wie bitte?
31:29Was ist denn für ein Schmarrn schreiben?
31:32Haben du jetzt echt den Aufstieg verpasst?
31:38Servus Bruderherz. Na, bist du noch in Lübeck?
31:41Noch, Schwesterlein? Aber nimmer lang. Ich bin schon auf dem Sprung nach Rosenheim.
31:45Zeit wird's. Der Hartl und der Lind haben einen neuen Fall beim FC Rosenheim.
31:49Stell dir vor, ein Schiri haben sie umgebracht.
31:51Und das Spiel hat die Mannschaft auch verloren. Jetzt können sie nicht aufsteigen.
31:54Ja, dann habt ihr ja im Stadtrat den Bau der neuen Tribüne umsonst bewilligt.
31:57Ja, aber wenn die tatsächlich aufsteigen warten, dann hätten sie das Stadion mit mindestens 5000 Zuschauerplätzen nachweisen müssen.
32:03Aber so, naja, vielleicht im nächsten Jahr.
32:05Aber so lange musst du nicht warten, bis du mich wieder siehst.
32:07Bis heute Nacht mit deinem Schwesterherz.
32:09Ja. Freu mich schon. Pütti.
32:11Pütti.
32:15Guten Morgen.
32:16Morgen.
32:17Was ist denn da los?
32:18Guten Morgen.
32:19Du fragst am besten deinen Kollegen.
32:22Herr Hartl, guten Morgen.
32:23Äh, nee, nee, nicht da. Da oben. Der Bereich ist wichtig. Da hat er hingedeutet.
32:26Oben. Hier, genau.
32:27Alles klar.
32:29Folgendes.
32:30Hartl, magst du einen Kaffee?
32:32Ja, danke. Du weißt, was ich brauch.
32:34Der Joe hat mir gestern erzählt, dass der Schiri und der Trainer sich von früher kannten.
32:38Haben beide beim gleichen Verein gespielt, in Bad Aibling.
32:40Äh, jetzt meinen Sie, dass der ihn vielleicht umbracht hat?
32:44Weiß ich nicht, aber ich hab nochmal über diese Bestechung nachgedacht.
32:47Ah.
32:47Naja, man geht ja schon ein ziemlich großes Risiko ein, wenn man das macht.
32:51Es sei denn, man kennt denjenigen, den man besticht und kann drauf hoffen, dass er einen nicht anzeigt.
32:56Jetzt wollen Sie die Fingerabdrücke vom Jeromin mit denen auf dem Geld vergleichen?
33:00Genau.
33:02Aber der Ritter hat doch gegen Rosenheim gepfiffen.
33:05Ja, vielleicht hat Ritter das Geld genommen und Rosenheim trotzdem nicht aufsteigen lassen.
33:09Und dann hätte der Jeromin auf jeden Fall das Geld wieder an sich genommen.
33:13Hm, kann sein.
33:15Vielleicht ist er gestört worden oder...
33:17Ich weiß nicht. Jedenfalls sagt mir mein Bauch, dass wir der Spur nachgehen sollten.
33:20Äh, Herr Kollege, Bauchgefühl, das ist mein Ressort.
33:24Guten Morgen, Frau Stocking.
33:25Guten Morgen, Frau Altmann.
33:30Was machen die denn da?
33:31Fingerabdrücke.
33:33Im Büro?
33:33Das hat der Herr Lind angeordnet.
33:36Das muss ich nicht verstehen, oder?
33:38Nein, das müssen Sie nicht verstehen.
33:39Wissen Sie was? Ich will es auch gar nicht wissen.
33:41Schicken Sie mir einfach den Hansen rüber, wenn er kommt, ja?
33:44Das mache ich.
33:45Danke.
33:46Bitte.
33:47Da haben Sie recht gehabt, Herr Lind.
33:50Was, die Fingerabdrücker auf den Geldschein und die hier sind dieselben?
33:53Genau, da schauen Sie, ja.
33:55Dann fahren wir mal zum Trainer, deine Song.
33:57Super, Jungs, danke.
33:58Danke.
34:02Herr Jeromin.
34:04Grüß Gott.
34:05Hallo.
34:06Grüß Gott, ich grüße her.
34:07Wir müssen heute noch mal mit dem Herrn Jeromin unter vier Augen sprechen.
34:13Ich bin schon weg.
34:14Dankeschön.
34:18Herr Jeromin.
34:22Sie haben versucht, Ihren alten Fußballkumpel Ritter zu bestechen, damit er für Rosenheim pfeift.
34:29Und als er das nicht gemacht hat, dann waren Sie wohl so auf 180, dass Sie ihm hinterher sind.
34:34Muss man den Schwarten nicht anhören, oder?
34:36Wir haben Ihre Fingerabdrücke auf dem Geld gefunden.
34:46Ja, gut, ich habe Ihnen das Geld gegeben, aber ich habe ihn nicht umgebracht, verstehen Sie?
34:49Er hat Ihre Mannschaft um den Aufstieg gebracht.
34:51Ja, ja, ja, ja, ja.
34:55Genau dafür habe ich mir das Geld gegeben.
35:01Das müssen Sie uns jetzt einmal erklären.
35:07Ich habe Ihnen noch gesagt, dass ich ein Problem hatte mit, oder immer noch habe, mit unserem Vereinspräsidenten und diesen
35:13beiden Pappnasen, ne?
35:14Ja.
35:16Und der Köhler hat mir gedroht, dass er mich gleich nach dem letzten Spiel rausschmeißen wird.
35:20Wie will denn der Sie rausschmeißen?
35:22Weil nach dem Aufstieg, Sie sind doch beliebt beim Verein, bei der Mannschaft.
35:26Ja, und zwar zu Recht.
35:27Immerhin habe ich die Jungs vor dem Abstieg bewahrt.
35:29Von mir haben die alles gelernt.
35:30Wissen Sie, Sie hätten diesen Haufen mal fahren.
35:31Das sagen Sie ja eh.
35:33Wie hat denn der Sie rausschmeißen können?
35:39Das Problem ist, dass man als Verein, wenn man aufsteigen will, so ein paar Zulassungsbedingungen erfüllen muss.
35:47So ein paar tausend Zuschauerplätze und die Sanitäranlagen und so.
35:50Und man braucht als Trainer einen höheren Schein, der aber nicht so einfach zu kriegen ist.
35:53Das heißt aber nicht, dass ich ein bisschen blöd bin, sondern...
35:55Den haben Sie nicht.
35:58Noch nicht, aber nächstes Jahr habe ich ihn und dann steigen wir richtig auf.
36:01Und zwar mit mir zusammen.
36:05Gut, dann lassen wir es erst einmal dabei.
36:07Aber Sie halten sich zu unserer Verfügung.
36:08Ja.
36:09Und, ähm, können wir die ganze Sache vielleicht so ein bisschen diskret...
36:15Wir haben es sehen.
36:16Danke.
36:18Wiederschauen.
36:19Wiederschauen.
36:28So, ich habe uns noch was mitgebracht.
36:31Verstehe. Und wie viel war das?
36:34Das ist wirklich viel.
36:37Ähm, gut, also dann...
36:39Vielen Dank für die Zusammenarbeit.
36:40Und wenn wir noch Fragen haben, dann melden wir uns bei Ihnen.
36:43Gut.
36:44Wiederhören.
36:46Wir haben Sie.
36:47Was denn?
36:48Was für ein Scherz.
36:51Ah, gerade wollte ich euch anrufen.
36:55Der Ritter hat nämlich tatsächlich eine Affäre gehabt.
36:59Ja, Superstockl, mit wem?
37:00Ja, das war ganz schön viel Arbeit.
37:02Ich druck euch die E-Mails aus.
37:03Frau Stockl, mit wem?
37:06Mit der Frau Löffler.
37:08Und die ist Schatzmeisterin beim FC Rosenheim.
37:11Geht doch, Frau Stockl.
37:12Sehr.
37:13Das riecht doch danach, dass die Löffler den Ritter hat.
37:18Sag mal, auf Ihre Seite ziehen wollen.
37:20Mit Ihrem Verhältnis?
37:21Ja.
37:23Frag dich nur, was die Löffler und Köhler zu verbergen hatten.
37:28Meine Herren, wir haben was gefunden.
37:31Das heißt, die Ehre gebührt eher, Madame O.
37:35Schauen Sie mal, das ist der Kaufvertrag von dem Grundstück in der Heinzstraße.
37:40Der Kaufpreis ist viel zu niedrig angesetzt.
37:42Sachsen, die hat der Jeremy doch recht, ha?
37:44Ja, ich habe mich mit dem Käufer unterhalten.
37:46Und der hat erzählt, dass der Kaufpreis zwar sehr niedrig gewesen ist,
37:50dass aber die Vermittlungsgebühr sehr teuer war.
37:52Er musste richtig hohe Provisionen zahlen.
37:54Jetzt raten Sie mal an den.
37:56An den Vereinspräsidenten, Herrn Köhler.
37:59Richtig. Und an eine gewisse Frau Löffler.
38:01Ich weiß nicht, ob die euch was sagt.
38:02Oh ja.
38:04Dankeschön.
38:06Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen.
38:09Schauen Sie, in der Praxis ist es ja so.
38:13Derjenige, der zuerst mit der Polizei kooperiert,
38:15also beispielsweise Sie,
38:17und den anderen belastet,
38:18der kann vor Gericht durchaus mit Milde rechnen, nicht wahr?
38:21Ja. Und der andere, zum Beispiel der Herr Köhler,
38:25muss dann mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen.
38:27Zufall erfläts, haben Sie die Wahl.
38:33Das Ganze war nicht meine Idee.
38:35Na gut, das mit den Provisionen gebe ich zu.
38:38Aber ich habe mich ja nicht umgebracht.
38:39Ich bitte Sie.
38:40Warum hätte ich denn das tun sollen?
38:42Weil, wenn Herr Ritter damit an die Öffentlichkeit gegangen wäre,
38:45Sie und Herr Köhler erledigt gewesen wären.
38:48Ich hoffe, deswegen muss ich doch niemanden umbringen.
38:51Es gibt ja schließlich auch noch andere Möglichkeiten,
38:53jemanden davon abzuhalten,
38:55so etwas an die große Glocke zu hängen.
38:57Wir wissen von Ihrer Affäre mit dem Herrn Ritter.
38:59Aber jetzt sagen Sie mal, Frau Löffler,
39:01wo waren Sie denn vorgestern zwischen 21.30 Uhr und 23 Uhr?
39:05Da war ich zu Hause.
39:06Kann das jemand bezeugen?
39:07Allerdings.
39:08Zum Beispiel seine Frau, Andrea Ritter.
39:12Tja, fragen Sie mich nicht wie,
39:13aber irgendwie hat sie es rausgekriegt
39:14und hat mir dann vorgestern Abend eine Riesenszene gemacht.
39:18Wann genau?
39:21Ich würde sagen, ziemlich genau um 22 Uhr.
39:24Ja, und danach, können Sie sich sicherlich vorstellen,
39:27musste ich mich dann erst mal mit meinem eigenen Lebensgefährten
39:30etwas ausführlicher unterhalten, wenn Sie verstehen.
39:33Warum haben Sie uns das nicht gleich gesagt?
39:35Dann hätte ich Ihnen ja von Herrn Ritter und mir erzählen müssen.
39:38Das hielt ich in Anbetracht der Situation eben für nicht so klug.
39:43Gut, Sie können erst mal gehen,
39:44aber Sie halten sich bitte zu unserer Verfügung, ja?
39:57Also theoretisch hätte die Frau Ritter Zeit gehabt,
39:59dass nach der Auseinandersetzung mit der Frau Löffler
40:01zum Sportplatz fahrt.
40:02Auch praktisch.
40:04Der Herr Hartl hat aber wieder den richtigen Riecher.
40:07Und die Frau Ritter war nicht so ahnungslos,
40:09wie sie ihn anscheinend gemacht hat.
40:11Ja, wir haben gestrichen, was wir konnten.
40:12Mehr geht einfach nicht,
40:13wenn wir die Ermittlungsarbeit nicht gefährden wollen.
40:16Vielleicht ist es an der Zeit, die Strategie zu ändern.
40:18Wie meinen Sie das jetzt?
40:20Wir versuchen nicht weiter zu streichen,
40:22sondern werden rechtfertigen, wofür wir das Geld brauchen.
40:25Ja, das klingt doch nach einer guten Strategie.
40:30Wie gesagt, Frau Artmann,
40:32ich stehe da voll und ganz hinter Ihnen.
40:34Was nicht geht, das geht nicht.
40:36In Ordnung, Herr Achtziger.
40:37Ah, Herr Hofer, wieder zurück aus Lübeck.
40:41Ja, eben angekommen.
40:43Ja, da können wir uns doch gleich Bericht erstellen.
40:45Ja, aber gern.
40:48Ah, Frau Ritter.
40:53Guten Abend.
40:55Ja?
40:57Was gibt's?
40:58Sie haben uns angelogen.
41:00Habe ich nicht?
41:01Warum sagen Sie sowas?
41:03Weil Sie an dem Abend, als Ihr Mann erschlagen wurde, nicht daheim waren.
41:06Und entgegen Ihrer Aussage haben Sie sehr wohl gewusst, dass Ihr Mann eine Affäre gehabt hat.
41:10Sie haben sogar gewusst, mit wem.
41:12Wusste ich nicht.
41:13Frau Leflat hat gesagt, dass Sie an dem Abend bei ihr waren.
41:15Sie dürfen dieser Frau nichts glauben.
41:17Ihr Lebensgefährte sagt genau das Gleiche.
41:19Frau Ritter, wir müssen Sie wegen dringendem Mordsverdacht verhaften.
41:23Unsere Kollegen werden sich jetzt Ihr Haus vornehmen.
41:25Ihren Wagen.
41:26Und selbst wenn wir keine Tatwaffe finden.
41:28Blutspuren sind auch auf den Händen, selbst nach Tagen, noch nachweisbar.
41:33Also, Frau Ritter.
41:42Ich wollte nur mit ihm reden.
41:45Er hat mir nicht zugehört.
41:47Ich hab's einfach nicht ertragen, betrogen zu werden.
41:50Es ist recht, Frau Ritter, wenn Sie dann mit der Kollegin bitte mitgehen.
41:53Fangen Sie bitte mit.
42:00Tja.
42:02Rosenheim.
42:03Schön, aber gefährlich.
42:05Aber Ihre Hüttenpläne haben Sie es deswegen nicht aufgegeben.
42:08Sie beschützen mich auch.
42:09Aber gerne.

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