- vor 18 Stunden
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SpaßTranskript
00:03Schon kommt schon im Jahrgang 1926, beeinflusst vor allem in den beginnenden 1950ern.
00:10Guten Morgen!
00:12Morgen!
00:13Was ist denn das Frühstück?
00:15Das Kaffeepulver steht in der Küche, Wurst ist im Kühlschrank und Semin sind beim Bäcker.
00:19Das fängt ja schon wieder gut an.
00:21Ich hab jetzt wirklich was anderes zu tun, als dir den Hausteppen zu spielen.
00:25Was machst du denn da?
00:26Es wird am 80er sein Rede für die Musikakademie, die Geschichte des Jazz.
00:31Für den Schmarrn hast du schon Zeit.
00:33Und du hast jetzt Zeit einen Kaffee zu machen für mich mit Milch und Zucker, bitte danke.
00:37Aber gern, die liebte Schwester, jetzt.
01:08Ja?
01:09Morgen, Frau Stock.
01:10Sagen Sie, haben Sie die Frau Hofer halt schon gesehen?
01:12Die Frau Hofer sollte hier sein.
01:13Ja, die sollte mir dringend was vorbeibringen.
01:15Sagen Sie so gut und schicken Sie sie gleich zu mir rüber, sobald sie auftaucht.
01:19Selbstverständlich mach ich.
01:20Ach, Herr 80, hab grad am Fischchen Kaffee aufgebrüht.
01:22Wollen Sie einen?
01:23Das ist eine sehr gute Idee.
01:26Frau Stockl, ich such den Herr AA.
01:28Ja, endlich, Frau Hofer, ich sitz hier wie auf glühenden Kohlen.
01:31Entschuldigung, aber unsere Kühe melken sich leider noch nicht vor selber.
01:34Ja, ja, das ist schon klar.
01:35Haben Sie es dabei?
01:36Ja, bitte.
01:37Das will jetzt alles durchgehen.
01:39Mein Gott, nein, alles noch fertig.
01:41Oh, Entschuldigung, Frau Ortner.
01:43Kein Problem, Sie such ich ohnehin.
01:45Ja, ich habe jetzt aber überhaupt keine Zeit.
01:47Es geht jetzt wirklich nicht.
01:48Wiederschauen.
01:49Wiederschauen bitte, gern schön.
01:51Hallo, Frau Ortmann.
01:52Hallo.
01:52Was hat er denn?
01:54Ach, der 80er muss in einer Stunde Rede in der Musikakademie halten.
01:57Und die Rede haben wieder mal Sie für ihn geschrieben.
01:59Ja, bei.
02:01Schön für Herrn 80er, schlecht für mich.
02:03Ich muss bis morgen meinen Investitionsplan fürs nächste Quartal einreichen
02:06und dafür brauche ich die Ausgabenliste vom letzten Quartal.
02:09Ach, wissen Sie was, Frau Ortmann, die such ich für Sie raus.
02:12Willst du dabei einen Kaffee?
02:14Gerne.
02:18Kippo-Rosenheim-Apparat-Stockl, grüß Gott.
02:20Was?
02:21In der Musikakademie.
02:23Meine sehr verehrten Damen und Herren.
02:26John Coltrane, Jahrgang 1926, beeinflusste vor allem in den beginnenden 1950er Jahren
02:33die Avantgarde des Chess.
02:35Coltranes Stil entwickelte sich in und aus der...
02:39Herein?
02:41Herr 80er, ich...
02:42Frau Stockl, ich habe jetzt wirklich keine Zeit.
02:43Sie sehen doch, dass ich die Rede vorbereiten muss.
02:45Das müssen Sie eben nicht.
02:47Wieso?
02:47Was soll das heißen?
02:48Aus Ihrer Rede wird nichts, weil in der Musikakademie da liegt der Toter.
02:51Besser gesagt, einer Mordetag.
02:57So, Herr Kerstin, das war schon mal das Erste.
02:59Und wenn wir noch etwas brauchen, wir wissen, wo wir Sie finden können.
03:03Danke.
03:03Moin Moin, Herr Kollege.
03:05Na?
03:07Kühl gemolken, Schweine gefüttert, das Feld bestellt.
03:10Allerdings, und Sie?
03:11Rasiert, gewaschen und geschniedelt?
03:13Sieht man das?
03:14Leider nicht.
03:15Grüß Gott, die Herren.
03:16Moin Moin, Herr Mohr.
03:18Und haben Sie etwas für uns?
03:19Freilich habe ich was für euch.
03:20Ich bin schon seit einer halben Stunde da.
03:21Und das ist schon recht, Michi.
03:22Eisesches los.
03:24Also, bei dem Toten handelt es sich um Nicky, respektive Nikolaus Waldorf.
03:29Er hat in Salzburg Musik studiert.
03:30Er ist 27 Jahre alt worden.
03:32Er war nicht verheiratet.
03:33Er hat keine Kinder gehabt.
03:34Todesart, Todeszeitpunkt?
03:35Ich würde euch sicher gerne die Frau Dr. Eckstein sagen.
03:38Die ist nämlich auch schon seit einer halben Stunde da.
03:40Wer hat den Toten gefunden?
03:42Der Herr, mit dem ich gerade geredet habe.
03:43Das ist der Krasl Rudi, respektive Rudolf.
03:46Er ist hier der Hausmeister.
03:47Und wie er heute in der Früh die Übungsräume aufräumen wollte,
03:50hat er unterliegen sehen, den Nikolaus Waldorf.
03:53Und hat er...
03:54Na, gesehen hat er sonst nichts.
03:56Nur den Nikolaus Waldorf heute noch.
03:58Ja.
03:58Und ist ihm...
03:59Na, auf Polnisch meinte ich sonst nichts.
04:01Also nichts Außergewöhnliches.
04:03Aber jetzt werde ich einmal was sagen.
04:04Ich rede jetzt einmal mit der Frau Dr. Eckstein.
04:07Und ich rede mit der Spusi, ob die vielleicht was bei uns haben.
04:10Und dann sage ich ihnen noch, sie sollen die Wohnung von der Dichshaushalt von der Leiche.
04:14Und sprachlos, Herr Mama.
04:15Also manchmal frage ich mich, wozu sie uns überhaupt brauchen.
04:18Sag ich nix mit, ich bin.
04:31Schönen guten Morgen, Frau Dr.
04:32Guten Morgen, Herr Hansen.
04:33Und Frau Dr.
04:34Sind Sie soweit?
04:35Wie schaut's aus?
04:37Tja, dieser junge Mann hier wurde von hinten erschlagen.
04:41Mit einem schmalen, runden Gegenstand.
04:43Um es exakt zu sagen?
04:45Diesen her.
04:48Einem Klavierstimmenschlüssel.
04:49Ich hab mir sagen lassen, dass in jedem Raum mit Klavier so einen Schlüssel liegt.
04:53Ist ein viel Abgriff drauf?
04:54Hat der Täter fein säuberlich abgewischt.
04:56Darf ich?
04:57Logisch.
04:59Wenn Sie sich das mal anschauen wollen.
05:02Einschlag.
05:04Absolut tödlich.
05:33Nullzeit?
05:35Frau Ortmann, Sie werden verstehen, dass ich jetzt dringend in die Musikakademie muss.
05:38Das war ja nur ne Frage.
05:42Ja?
05:43Frau Stockl?
05:45Sonst, äh, weiß man jetzt schon, wie der Tote ist?
05:48Ja, Waldorf heißt er.
05:50Nikolaus Waldorf.
05:52Der Niki.
05:52Oh mein Gott.
05:54Ausgerechnet.
05:55Das war einer von den Ganzgurten, der Frau Hofer.
05:57Mhm.
05:59Naja, ähm, wenn jemand Namen fragt, die fahr jetzt in die Musikakademie.
06:03Und Frau Hofer, die Rede ist ausgezeichnet.
06:06Vielen Dank.
06:07Ja, aber in dem Fall, äh, hilft uns das auch nix, gell?
06:11Nein.
06:11Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
06:13Meine Damen, Wiederschauen.
06:15Wiederschauen.
06:18Wiederschauen.
06:21Wiederschauen.
06:22Wiederschauen.
06:24Hat eine Spurenseicherung was für uns?
06:26Für mich, Fingerabdruck, ich glaub ich's.
06:28Zum Säue füttern?
06:29Ja, deswegen...
06:31Kann sich die Auswertung hinziehen.
06:32Sie sagen's ernst.
06:34Gibt's Einbruchspuren?
06:35Gibt's keine, kann's keine geben.
06:37Weil die Türen bei Tag alle offen stehen.
06:39Können Sie mir sagen, was hier los ist?
06:41Ja, können wir, wenn Sie uns sagen, wer Sie sind?
06:45Bernfölz, ich bin der musikalische Leiter der Akademie.
06:47Und wir sind von der Kripo, Hauptgmissar Hofer,
06:50das ist mein Kollege Hansen.
06:52Grüß Gott, Polizeiobermeister.
06:54Mein bei einer drin liegt er leicht, deswegen sind wir da.
06:57Ich habe mir gesagt, da auszudrücken, einer mordet er.
07:00Irgendwo, das ist ein Mord hier bei uns?
07:02Wer denn?
07:03Nikolaus Waldorf.
07:04Der Niki?
07:06Mein Gott, das ist ja eine Katastrophe.
07:09Sagen Sie, haben Sie irgendeinen Ort,
07:10an dem wir uns in Ruhe unterhalten können?
07:12Ja, natürlich, bitte kommen Sie mit, in meinem Büro.
07:16Ja, und Sie, Herr Mohr?
07:18Soll ich den Hausmeister noch mal?
07:20Exakt.
07:25Herr Grassl?
07:31Herr Kurtz, Herr Fels, und wie war der Herr Waldorf sein Student?
07:36Er war das größte Talent, das wir in den letzten Jahren an unserer Akademie hatten.
07:40Bitte nehmen Sie doch Platz.
07:41Danke.
07:42In dieser Woche findet ein Wettbewerb bei uns statt,
07:44wo bei der ersten Preise eine zweijährige Ausbildung
07:46an der Jimmy School auf Jazz in New York ist.
07:49Für uns stand fest, dass Niki diesen Preis gewinnen würde.
07:53Erhalten Sie es für möglich,
07:54dass einer seiner Konkurrentenarztäter in Frage kommt?
07:57Nein, das glaube ich nicht.
07:59Wobei, man kann es nie wissen.
08:03Es ging um viel.
08:04Da bräuchten wir auf jeden Fall eine Liste
08:06mit den Teilnehmern des Wettbewerbs.
08:08Natürlich.
08:09Meine Sekretärin wird das erledigen.
08:11Was wissen Sie sonst noch über ihn?
08:13Was für Freunde, Bekannte, Verwandte, Freundinnen hat er gehabt?
08:17Meines Wissens war er voll weise.
08:19Und Freunde oder Freundin?
08:21Ich glaube, er valiiert.
08:23Kiermeier heißt's.
08:26Chantal Kiermeier.
08:28Vom Feinkostladen, Kiermeier in der Grasgasse.
08:31Beschreib mir das.
08:33Wie man spricht.
08:36Feinkost.
08:36Nein.
08:37Chantal.
08:38Das wird man auch nicht anders schreiben,
08:40wie man spricht.
08:42Frau Kiermeier.
08:43Ich sag auch nicht leicht was Schlechtes über die Leute.
08:46Aber die,
08:46sind Sie mir nicht böse.
08:48Die ist ein richtiges Flitscherl.
08:52Ein Flitscherl.
08:53Die war über ein Jahr mit meinem Bum zu sagen.
08:56Aber der war ihr ja nicht vornehm genug.
08:59Die hat so einen gewissen Hang zum Höheren,
09:02wenn Sie verstehen, was ich meine.
09:04Wieso war ihr nicht vornehm genug?
09:06Ja mei.
09:07Der Stefan arbeitet halt bloß als Snack-Designer
09:11im Feinkostladen.
09:14Und ist kein so ein Klavierklimperer wie der Niki.
09:18Aber wie findet jetzt diese Frau Kiermeier Chantal?
09:22Die wohnt noch bei ihren Eltern in der Grasgasse.
09:25Wie gesagt, privat weiß ich so gut wie nichts über ihn.
09:29Außerdem bin ich erst seit einem Vierteljahr
09:31hier an der Akademie.
09:33Der Vollständigkeit halber,
09:34wo waren Sie gestern gegen 19 Uhr?
09:36Im Kino.
09:37Allein?
09:39Tja, wer hieß Kino bei Ihrem Film?
09:43Arena Lichtspielhaus.
09:44Der Lauf der Dinge.
09:46Haben Sie da vielleicht noch die Karte?
09:48Tut mir leid,
09:49aber so etwas pflege ich nicht aufzuheben.
09:51Ja, das wäre auch verständlich.
09:53Ja gut, das war's erst mal.
09:56Wenn Ihnen noch was einfällt,
09:57rufen Sie einfach an.
09:58Selbstverständlich.
09:59Danke.
10:00Wiedersehen.
10:01Wiederschauen.
10:04Polizei Obermeister seins.
10:06Respekt.
10:07Oh, ist schon länger.
10:08Gut, Herr Kastl.
10:09Danke vielmals Wiederschauen.
10:11Wiederschauen.
10:12Fast hätte ich's vergessen.
10:14Wo waren Sie gestern so Maschieme auf die Nacht?
10:16Versteh schon.
10:17Alle bei uns, okay?
10:18Hey, ich war im Rosenbrei.
10:20Da war gestern wieder Schlachtschüsseltag.
10:22Da kann man für 7,50 Euro so viel essen, wie man will.
10:25Um 7,50 Euro?
10:26So viel, wie man will?
10:27Ja, und schmecken tut's.
10:30Ja, sauber.
10:31Gut, danke für den Tipp.
10:33Wir schauen.
10:37Wo bist du denn so lang?
10:39Er war der Rausmeister, beim Grasl Rudi.
10:41Das weiß ich auch.
10:43Hast du ihn wenigstens nach seinem Alibie gefragt?
10:45Freilich hab ich ihn nach seinem Alibie gefragt.
10:47Schön, und wo war der?
10:48Zur Zeit war er beim Schlachtschüsselessen im Rosenbrei.
10:52Oh, dann kann ich mir schon denken, wer dieses Alibi überprüfen wird.
10:55Einer muss es ja tun.
10:56Ja.
10:58Ach ja, Herr Mohr.
10:59Na?
10:59Dann würden wir gerne eine gewisse Chantal Kiermeier sprechen.
11:03Chantal Kiermeier.
11:04Das ist die Freundin vom Toten aus dem Feinkusslag Kiermeier in der Grasgasse.
11:08Ja, genau die.
11:08Und da müssen Sie auch den Sohn vom Hausmeister Grasl antreffen.
11:12Und die beiden bringen Sie bitte aufs Präsidium.
11:13Ja, sehr gerne, Herr Hans.
11:15Dann bist du bitte so gut.
11:16Und überprüfst die Alibies der Teilnehmer am Musikwettbewerb.
11:20Wie soll ich das jetzt machen?
11:21Ja, indem Sie sich von Herrn Völd, Sekretärin, eine Liste mit den entsprechenden Personen geben lassen,
11:25und Sie dann der Reihe nach abarbeiten.
11:27Und warum habt ihr mir die Liste nicht mitgebracht?
11:30Weil die Sekretärin die Liste noch nicht ausgedruckt gehabt hat.
11:34Du Gescheiterferl.
11:35Weißt du, was du machen sollst?
11:47Grüß Gott, Herr Hofer.
11:48Grüß Gott, Herr Achtziger.
11:49Gibt es schon relevante Erkenntnisse?
11:51Nein, es könnte sein, dass Eifersucht ein mögliches Motiv ist, weil das Opfer erst mal kurzem dem Sohn vom Hausmeister
11:58die Freundin ausgespannt hat.
11:59Ah ja, den Grasl Junior.
12:01Kenne ich.
12:02Der Grasl arbeitet im Feinkostladen Kiermeier.
12:05Ja, weiß ich.
12:05Wir dürfen nur auf keinen Fall den Wettbewerb außer Acht lassen.
12:09Könnte schon sein, dass da einer der Konkurrenten auf dumme Gedanken gekommen ist.
12:13Ja.
12:14Da sind wir dran.
12:14Ja, gut. Ich werde jetzt noch mit dem Herrn Fölz reden.
12:18Gut. Wiederschauen, Achtziger.
12:28Guten Morgen.
12:29Absam.
12:30Was waren Sie denn da?
12:31Eine Liste holen müssen mit lauter Tatverdächtigen.
12:34Ah ja, sehr gut. Haben Sie den Herrn Fölz gesehen?
12:37Nein, gesehen habe ich nicht, aber ich weiß, dass er in seinem Büro oben ist.
12:39Gut, dann will ich Sie nicht weiter aufheuern.
12:41Passt, Schöne Achtziger. Passt.
12:50Herr Achtziger.
12:52Grüß Gott, Herr Fölz.
12:55Böse Sache, was?
12:57Furchtbar.
12:58Ausgeregneter Niki.
13:02Ja, jetzt müssen wir uns natürlich überlegen, wie es mit dem Wettbewerb weitergehen soll.
13:08Der findet natürlich statt.
13:10So schwer es uns auf Fallen mag, nachdem was passiert ist.
13:14Wann, glauben Sie, rücken Ihre Leute ab?
13:17Spätestens heute Abend.
13:18Gut.
13:19Dann würde ich sagen, geben wir die Einladung für die Eröffnungsfeier für morgen 19 Uhr heraus.
13:24Sie halten doch Ihre Rede.
13:25Meinen Sie?
13:26Auch bedenkt.
13:33Und dann soll ich Ihnen ausrichten, dass der Herr Achtziger in die Musikakademie gefahren ist.
13:41Und das wissen Sie schon.
13:42Hallo, Frau Stock.
13:44Liebte, Frau Stock.
13:45Wenn Sie sich irgendwie einrichten könnten, wäre es nett, wenn Sie schauen, was Sie alles über einen gewissen Niki-Walter
13:50finden können.
13:51Herr Hofer, wie lange kennen wir uns eigentlich schon?
13:54Schon ein paar 500 Jahre.
13:55Also mit anderen Worten, das haben Sie schon längst gemacht.
13:58Ganz genau, Herr Hansen.
13:59Dann lassen Sie mal sehen.
14:04Und dann weiter.
14:06So, Frau Chantal, eine Frau von Kiermeier, wenn Sie hier bitte Platz nehmen möchten.
14:11Nikola, setzt du dich ein bisschen zuvor Kiermeier her, gell?
14:14Danke.
14:17Und dann habe ich noch seine Verbindungsnachweise überprüft und habe festgestellt, dass er des Öfteren mit einer Chantal Kiermeier telefoniert
14:24hat.
14:24Ah ja.
14:24Seine Freundin.
14:26Ja.
14:27Und seine finanziellen Verhältnisse?
14:28Herr Hansen, das mache ich als nächstes.
14:30Danke.
14:31Bitte.
14:32Ja.
14:33So.
14:35Pause.
14:35Stock los, dann Kaffee.
14:37Ja, muss ich dir bloß noch einschenken.
14:38Ja.
14:41Und?
14:42Was und?
14:43Ja, hast du schon Talt Kiermeier und die Kreisel Junior gefunden?
14:46Nein, Kreisel Junior habe ich nicht gefunden, der ist nämlich unterwegs.
14:49Was heißt unterwegs?
14:50Na ja, unterwegs heißt, unterwegs.
14:53Die Kiermeiers haben doch einen Delikatessenladen und da beliefert der Krasel Junior die Feinschmecker von Rosenheim mit Schinkenröllchen und chinesische
14:59Eier.
15:00Fein, Michi.
15:01Bleib dran, der kommt immerhin als Tätin vor.
15:03Ja.
15:04Ah.
15:04Aber wen ich gefunden habe, das ist die Chantal Kiermeier.
15:07Sitzt raus und wartet.
15:08Schön.
15:09Dann bringen Sie sie doch bitte ins Büro.
15:11Gleich, Herr Hansen.
15:12Gleich.
15:12Herr Mohr, wie sieht es eigentlich mit der Überprüfung der Ali bis der Wettbewerbsteilnehmer aus?
15:16Schaut schlecht aus, Herr Hansen.
15:18Warum denn?
15:19Weil ich zuerst den Krasel Junior gesucht habe und dann habe ich die Chantal Kiermeier gefunden und jetzt möchte ich
15:24gerne meinen Keks essen.
15:25Ja, kein Problem.
15:26Nur, dass Sie es nicht vergessen.
15:26Nein.
15:27Jetzt holen Sie bitte von Kiermeier rein.
15:29Glaubst du das?
15:30Und ich kümmere mich um das Alibi vom alten Krasel.
15:33Natürlich.
15:33Guten Appetit.
15:34Danke Ihnen auch.
15:41So, bitteschön.
15:42Zum Wohl.
15:45Grüß dich, mit Sie.
15:46Servus, Kaminian.
15:49Wenn du den Dr. Fischbach suchst, der ist halt nicht da.
15:52Nein, du den suche ich gar nicht.
15:53Ich bin halt wegen dem Tier da.
15:55Wegen mir?
15:56Wieso das denn jetzt?
15:57Das sage ich dir nachher.
15:59Jetzt war erst einmal eine schöne Brotzeitricht.
16:01Magst du einen sauren Pressack?
16:02Super Idee.
16:03Und jetzt mal dazu noch ein leichtes Weißbübel, das war nett.
16:15Wie lange waren Sie mit Herrn Waldorf zusammen?
16:20Zwei Monate, zwei Wochen und vier Tage.
16:23Es ist ja auch zwei Monate, zwei Wochen und vier Tage her, dass Sie sich von Herrn Grassl getrennt haben.
16:27Nein, das war schon 14 Tage vorher.
16:30Ach, dann war Niki Waldorf gar nicht der Trennungsgrund.
16:33Eigentlich nicht.
16:34Aber das hat der Stefan einfach nicht kapiert.
16:36Was war denn der Grund?
16:39Mei, so heute.
16:43Geht das doch etwas genauer?
16:46Mit dem Stefan täte ich im Feinkostladen versauern.
16:50Jeden Tag Häppchen belegen und Snacks zubereiten.
16:53Das ist doch kein Leben.
16:55Wenn Sie das so sehen.
16:57Und der Stefan hat die Trennung noch immer nicht überwunden.
16:59Sie kennen ihn nicht, gell?
17:01Oh.
17:05Wie ist er denn?
17:07Der Niki, ich meine...
17:08Er ist von hinten niedergeschlagen worden.
17:13Sagen Sie...
17:15Ist der Herr Waldorf in letzter Zeit bedroht worden oder hat er Ärger mit irgendjemandem gehabt?
17:20Bedroht nicht direkt, aber der Stefan, der hat einfach keine Ruhe gegeben.
17:25Wie Niki gestern an der Musikakademie abgesetzt hat, da ist plötzlich der Stefan auftaucht.
17:30Da hat Niki blöd abgemacht.
17:31Wie hat Ihr Freund reagiert?
17:32Der hat ihn einfach ablitzen lassen.
17:35Und Ihr Ex-Freund?
17:36Der ist erst blöd da gestanden und dann ist er abgerauscht.
17:40Wann war das?
17:43Sechs, halb sieben.
17:46Was ist dann passiert?
17:48Dann bin ich Hanquan und der Niki ist üben gegangen.
17:51Und danach haben Sie Ihren Freund nicht mehr gesehen oder haben auch nicht mehr mit ihm telefoniert?
17:55Nein.
17:59Haben Sie vielleicht mitbekommen, dass es Probleme mit einem Konkurrenten aus dem Wettbewerb gegeben hat?
18:05Da geht es schon um sehr viel.
18:08Aber das deswegen gleich einer...
18:11Der Gary ist sehr ehrgeizig.
18:13Aha. Welcher Gary?
18:14Der Gary Polster.
18:16Der, glaube ich, trägt viel, dass er nach New York darf.
18:19Aha.
18:22Also, bis dann Abend gegen 19 Uhr waren Sie zu Hause, ja?
18:25Ja.
18:26Ich habe meiner Mutter geholfen, den Laden aufzuräumen.
18:29Gut, das war es erst mal, Frau Kiermeier. Sie können gehen.
18:32Wenn Ihnen doch noch etwas einfallen sollte, wissen Sie ja, wo Sie uns finden.
18:37Wiedersehen.
18:38Ja, schon.
18:40Ja, schon.
18:49Ja, schon.
19:09Hallo, Mama.
19:13Grüß dich, Chantal.
19:18Wie geht's dir denn?
19:19Geht schon.
19:20Mei, aber ich hab dir immer schon gesagt, dass dein Nicky nix für die Zukunft ist.
19:27Mama?
19:27Ja.
19:28Soll ich dir was helfen?
19:29Nein, braucht's nicht.
19:30Das ist eh nicht so viel los heute.
19:32Aber vielleicht könntest du im Laden bleiben.
19:33Ich muss was in die Kühlung bringen.
19:35Mach ich.
19:38So.
19:40Ein Pressack.
19:42Ein leicht.
19:44Einen guten.
19:46Danke, Mithi.
19:48Du, setz dich doch schnell her zu mir.
19:49Nein, ich hab überhaupt keine Zeit.
19:51Das geht ganz schnell.
19:53Na gut.
19:55Pass auf, sag mal.
19:56Kennst du den Hausmeister von der Musikakademie?
19:59Den Krasl, Rudi?
20:00Hm?
20:00Ich freue mich, kenne ich den.
20:01Der kommt jeden Dienstag zum Schlachtschüssel essen.
20:04Ja, ja.
20:04War er gestern auch da?
20:05Ja, ganz bestimmt.
20:06Und wann ist er gekommen?
20:08Um 18 Uhr war das Buffet aufgebaut und er war der Erste, der sich bedient hat.
20:12Und wie lange ist er geblieben?
20:13Um 22 Uhr.
20:14Da geht er immer, weil er die Akademie zusperren muss.
20:17Und du bist ja sicher, dass er nicht zwischendurch einmal weg ist?
20:19Sie zahlen, bitte.
20:20So wie der sich bedient hat, das wäre mir aufgefallen.
20:22Ganz bestimmt.
20:23Das war's schon wieder.
20:24Danke, Mithi.
20:29Bitteschön, Frau Killinga.
20:30Danke.
20:31Wiederschauen.
20:31Wiederschauen.
20:41Was willst denn du?
20:43Ich mach die Canapés.
20:44Schaut aber nicht so aus.
20:47Chantal, wir müssen miteinander reden.
20:49Echt.
20:50Es gibt nichts zu machen.
20:53Du, ich hab ja gemeint, jetzt wurde der Niki...
20:55Was?
20:56Tickst du noch richtig?
20:57Chantal, jeder kann sich doch mal täuschen.
21:00Ich hab echt kein Problem damit.
21:01Das ist das Allerletzte.
21:05Das ist das Allerletzte.
21:38Das ist das Allerletzte.
21:39Klingt gut, Herr...
21:41Gary Polster.
21:43Wer sind Sie?
21:44Es trifft sich ja gut.
21:45Hansen, mein Name.
21:46Kripo Rosenheim.
21:47Ich hab jetzt keine Zeit im Süden.
21:48Also die paar Minuten werden Sie schon erübrigen müssen.
21:51Was denn?
21:52Wenn Sie gegen Niki ist,
21:54da weiß ich von überhaupt gar nichts.
21:57Sein Tod kommt Ihnen nicht ungelegen.
22:00Ein Konkurrent weniger?
22:02Wer Blindgänger?
22:04Da war nun wirklich keine Konkurrenz für mich.
22:06Da hab ich aber was anderes gehört.
22:08Niki soll der absolute Favorit gewesen sein.
22:10Wer zählt denn sonst, heißt er?
22:12Fällt's wahrscheinlich, oder?
22:14Ihr glaubt allerdings auch,
22:15dass man mit dem Violinschlüssel
22:16einen Geigenkasten aufsperren kann.
22:19Die Chance auf eine internationale Karriere ist groß.
22:22Da kann man schon auf gewisse Ideen kommen.
22:24Ich hab das überhaupt nicht nötig.
22:25Und wissen Sie auch warum?
22:27Weil ich den Wettbewerb so oder so gewinnen werde.
22:29Und zwar mit Niki oder auch ohne Niki.
22:32Und könnte ich jetzt mal weiterspielen, Herr?
22:34Ja.
22:37Sagen Sie, wo waren Sie denn gestern zur Tatsache?
22:41Zu Hause.
22:42Da können Sie gerne meine Mutter fragen.
22:43Die Frau Mama, das mache ich ganz bestimmt.
22:46Und sagen Sie, woher wissen Sie die Tatsache?
22:50Ich, äh...
22:51Ich hab den ganzen Tag das Haus nicht verlassen.
22:54Ach so.
22:55Ja gut, wenn's so ist, können Sie natürlich weiterspielen.
22:57Danke.
22:57Gar nicht für.
23:08Ups, hallo Frau Stockel.
23:10Hallo Herr Hansen.
23:11Sagen Sie, wo ist der Kollege Mohr?
23:12Ah, der Michi, der überprüft grad die Alibis von den Wettbewerbsteilnehmern.
23:16Aber ein Grassl Junior hätte jetzt gefunden.
23:19Ah ja, und wo ist der?
23:21Im Feinkostgeschäft bei den Kiermeiers.
23:23Ah, da fahren wir doch gleich mal hin.
23:24Ah, Herr Hansen, dass ich's nicht vergesse,
23:26ich hab vorhin die finanziellen Verhältnisse vom Waldorf gecheckt.
23:29Ah ja, und?
23:30Was ist das Gegenteil von reich?
23:32Knietief im Dispo?
23:33Nicht nur knietief, ich sag nur oberkante Unterlippe.
23:37Danke, Frau Stockel.
23:38Gerne.
23:42Und waren Ihre Recherchen im Rosenbräu erfolgreich, Herr Kollege?
23:45Allerdings.
23:47Der Hausmeister war definitiv den ganzen Abend im Rosenbräu.
23:50Er kommt also als Täter nicht in Frage.
23:52Wie ließ bei Ihnen?
23:53Ich hab mir einen von Waldorf's Konkurrenten vorgenommen.
23:56Gary Polster heißt er.
23:57Der ist ziemlich nervös geworden.
23:59An dem sollten wir dranbleiben.
24:00Okay.
24:01Der Mohr hat übrigens den Grassl Junior ausfindig gemacht.
24:04Den nehmen wir uns jetzt gemeinsam zur Brust.
24:07Würde ja so.
24:10Herr Mohr.
24:11Ja.
24:11Sagen Sie, haben Sie schon die Alibis überprüft?
24:14Ja, freilich habe ich die Alibis überprüft.
24:15Das heißt, drei Alibis habe ich überprüft, die restlichen WI habe ich noch nicht überprüft, weil, Herr Hansen, auch ich
24:20bin nur ein Mensch.
24:21Stimmt.
24:22Sagen Sie, war bei diesen Dreien auch ein gewisser Gary Polster?
24:26Nein, der Gary Polster war noch nicht dabei, weil der schreibt sich mit P.
24:29Wenn er sich mit B schreiben würde, dann wäre er dabei gewesen.
24:32Schau jetzt her, ich habe das alphabetisch geordnet.
24:35Asen, Dürrenberger, Huber.
24:37Ja.
24:38Herr Mohr, ziehen Sie bitte einfach Polstersüberprüfung vor.
24:40Auch wenn er sich nicht mit B schreibt.
24:42Dann zieh ich den vor.
24:43Das wäre sehr nett von dir.
24:45Ja, du sprich.
24:46Perfekt.
24:46Wunderbar.
25:04Wiederschauen, Frau Huber.
25:05Schönes Fest, danke.
25:08Guten Tag.
25:09Grüß Gott.
25:11Was darf es denn sein?
25:12Guten Tag, Hansen, mein Name.
25:13Krippe Rosenheim.
25:14Ach so.
25:15Ja, wegen dem Niki, gell?
25:17Richtig.
25:18Mein Kollege, Herr Hofer.
25:20Grüß Gott.
25:21Grüß Gott.
25:23Ja, wenn Sie die Chantal brauchen, die ist nicht da.
25:27Nein, wir suchen eigentlich den Stefan Krasl.
25:29Ach so.
25:29Ja, der ist hinten in der Zubereitung.
25:32Da können Sie da durch oder hinten rum.
25:34Okay, danke.
25:39Herr Krasl.
25:41Mein Kollege hier.
25:42Tag, Hansen, mein Name.
25:44Krippe Rosenheim.
25:45Könnten wir Sie kurz sprechen?
25:47Wir?
25:47Ja, mein Kollege Hofer und ich.
25:49Grüß Gott, Herr Krasl.
25:51Wir haben gehört, dass Sie und der Niki Waldorf gestern streit hatten.
25:55Ich habe ihm gesagt, dass er die Finger von der Chantal lassen soll.
25:58Das hat er aber nicht wollen.
26:00Nein.
26:01Und was haben Sie dann gemacht, damit er die Finger von ihr lässt?
26:03Nix.
26:04Was hätte ich machen sollen?
26:06Ach, da gibt es eine Menge Möglichkeiten.
26:08Wenn Sie meinen, dass ich ihn da schlagen habe, dann link es total daneben.
26:13Na ja.
26:14Immerhin hat er Ihnen die Freundin ausgespannt und hat immer den Mords Mut auf ihn gehabt.
26:18Zumal Sie ja auch mitverantwortlich dafür sind, dass die beiden sich kennengelernt haben.
26:22Also wenn Ihr Vater nicht in einer Musikakademie wohnen würde, wären sich die beiden wahrscheinlich nie begegnet.
26:27Was ist denn das?
26:28Die ist reingefahren auf den Blender.
26:30Der hätte sich doch bloß ausgenutzt.
26:33Irgendwann wäre es schon wieder zu mir zurückgekommen.
26:35Wie meinen Sie denn das?
26:36Was wäre denn aus dem Laden hier geworden, wenn sie bei ihm blieben wäre?
26:40Meinen Sie einen Leberkass kommen und auf den Klavier machen?
26:42Es ist Ihnen also um den Feinkostwagen gegangen.
26:45Schmarrn.
26:46Mir ist doch nicht um den Laden gegangen.
26:48Mir ist um Chantal gegangen.
26:50Außerdem wäre es Ihre Mutter auch recht gewesen, wenn wir zwei, Chantal und ich.
26:54Aha.
26:54Wo waren Sie denn gestern nach dem Streit zu gegen 19 Uhr?
26:58Ich habe meinen Vater besucht.
27:00Das ist jetzt aber ganz schlecht, Herr Kreisler.
27:03Ihr Vater war zu der Zeit in Rosenbrühe.
27:06Okay.
27:07Ich war daheim.
27:09Alleine.
27:10Über die DVD-Rätzung.
27:13Wieso lügen Sie uns dann an, wenn Sie sich bloß in die DVD reingezogen haben?
27:16Ich kann Ihnen genau sagen, warum.
27:19Weil Sie sich geärgert haben, dass der Herr Waldorf Sie für Ihre Ex-Freundin ablitzend lassen.
27:24Da sind Sie in den Übungsraum und da ist Ihnen blöd gekommen.
27:27Ich war nicht im Übungsraum.
27:29Ehrlich nicht.
27:30Und der Schlang habe ich ihn gleich reingezogen.
27:32Ja, das wird sich alles klären.
27:34Wenn Sie jetzt bitte mit uns mitkommen würden.
27:38Das kennen Sie nicht mit meiner Mutter.
27:40Ich war das nicht.
27:41Herr Waldorf hat Ihnen nicht nur die Freundin ausgespannt,
27:43sondern Ihnen auch die Aussicht auf einen gut gehenden Feinkostladen genommen.
27:47Zwei starke Motive.
27:49Und kein Alibi, weit und breit.
27:52Steigen Sie ein?
28:05Ja?
28:06Hallo, Frau Stockel.
28:08Hallo, Frau Ortmann.
28:08Frau Ortmann, wenn Sie wegen den Zahlen für Ihren Investitionsplan da sind...
28:13Ja, genau, deswegen bin ich hier.
28:14Heut ist das so zugegangen, aber ich verspreche Ihnen,
28:17morgen in der Früh fange ich als allererstes mit den Zahlen an.
28:20Das ist aber dann absolute Deadline.
28:22Fest versprochen.
28:30Grüß dich.
28:32Wie immer?
28:33Ja.
28:36Bestimmt ist das, dass Sie den Waldorf nicht geumbracht haben.
28:39Ich weiß genau, dass ich darüber nicht sprechen darf.
28:41Kein Problem, da muss ich auch nicht drüber reden.
28:43Was soll heißen?
28:45Nix, nix.
28:45Ich will ja auf keinen Fall ein Pädoyle bringen.
28:47Ja, komm, lass den Quatsch, Tiger.
28:48Ich kenne deine Streifen.
28:50Also haben Sie nichts umgebracht?
28:51Das weißt du doch schon.
28:53Also, ich höre.
28:54Vielleicht ist das für dich ganz interessant,
28:56dass der Niki bei mir jahrelang Stammgast gewesen ist.
29:01Das ist bestimmt nicht die ultimative Information.
29:03Das nicht, aber der war früher sowas von Stier,
29:06dass er den ganzen Abend immer nur vor einem kleinen Kohlachs essen ist.
29:09Dass er klein war, weiß ich schon.
29:11Aber in letzter Zeit hat er das ganz schön grau lassen.
29:14Soll heißen?
29:15Soll heißen, dass er selten mit einer Zech unter 100 Euro hier raus ist.
29:18Das haben wir mal 200 oder 300 werden können.
29:20Hm, du meinst dein Unfall auf der Geldregen?
29:24Das könnte man so interpretieren, ja.
29:30Und woher dieser Geldregen stammt?
29:34Bin ich jetzt der Kriminal oder du?
29:38Servus, Lucy.
29:39Grüß dich.
29:41Wasch ich wieder würsteln?
29:42Du kannst jederzeit in die Küche gehen und dir was kochen.
29:45Ich bin die Letzte, die da was dagegen hat.
29:47Na, jetzt habe ich Mittag extra bloß eine kleine Brotseck gemacht,
29:50weil ich gedacht habe, ich kriege bei dir was gescheitztes Essen.
29:52Tja, da siehst du mal, wie man sich täuschen kann.
29:56Irgendwie bist du mir fremd worden.
29:59Ein golden.
30:00Ja, ein gut. Danke.
30:07Grüß dich, Joe.
30:08Ja, servus, mich.
30:10Grüß dich.
30:10Du sag mal, ist der Hansen da?
30:12Ja, genau hinter dir.
30:14Der Herr Mohr?
30:14Ja, da ist er, ja.
30:15Was machen Sie hier?
30:16Sie finden, setzen Sie sich daher.
30:18Bitte schön.
30:19Geh.
30:20Und wieso suchen Sie mich?
30:22Der weiß ich am Handy nicht erreicht habe.
30:24Vielleicht ist er aus.
30:26Ist es?
30:26Sink.
30:27Joe.
30:28Eine Himbelle.
30:29Richtig.
30:30Aber.
30:31Nicht aus dem Kühlschrank.
30:32Und?
30:32Mit einem Schuss Zitron.
30:33Das ist mein Name.
30:35Tja.
30:36Jetzt erzählen Sie mal, warum wollten Sie mich aber sein Handy erreichen?
30:38Ja, weil ich fertig bin.
30:39Fertig mit was?
30:40Mit der Überprüfung von den Alibis von den Wettbewerbsteilnehmern.
30:43Und die haben alle ein Alibi für die Tatzeit.
30:45Auch der Polster mit P.
30:46Der war bei seiner Mama, hat sie gesagt, die Mama.
30:49Ja, dann können wir ihn von der Liste der Verdächtigen.
30:51Nein, können wir nicht.
30:53Sie haben doch gerade gesagt, dass seine Frau Mama sein Alibi bestätigt hat.
30:56Das hat sie auch.
30:57Aber dann habe ich angefangen zum Nachbohren und sie hat angefangen zum Rumstottern.
31:01Ja, und?
31:02Dann habe ich weiter nachgebohrt und sie hat noch mehr rumgestottert.
31:05Und wie ich Sie kenne, haben Sie nochmal nachgebohrt?
31:07Ganz genau.
31:07Und da hat sie nicht mehr rumgestottert, weil da hat sie nämlich die Wahrheit gesagt.
31:10Lassen Sie mich raten, er war zur Tatzeit nicht bei ihr.
31:13Ganz genau.
31:14Sehr gut, Herr Moor.
31:15Wo war er zur Tatzeit?
31:16Ja, da hat sie dann wieder rumgestottert, aber da hat das Nachbohren nichts mehr gebracht.
31:21Sagen wir mal, in der Musikakademie wird bestimmt viel geredet, oder?
31:27Geredet wird schon viel, aber ob das was mit deinem neuen Fall zu tun hat?
31:30Was meinst du?
31:32Ich trinke doch ab und zu einen Kaffee mit der Sekretärin von Völz.
31:35Der kommt aber auch gar nichts aus.
31:38Das kann ich im Rühe.
31:39Das letzte Mal hat er so Andeutungen gemacht, dass der Völz dem weiblichen Geschlecht,
31:42sagen wir mal, recht zugeneigt ist.
31:45Ja und?
31:46Na ja, er ist verheiratet.
31:49Und sie hat das Geld.
31:50Da schaue ich her.
31:52Danke, Schwesterherz.
32:042, April, Juni.
32:07Ja?
32:09Guten Morgen, Frau Stockel.
32:11Haben Sie schon die Zahlen für mich zusammengestellt?
32:13Frau Ortmann, ich bin gerade dabei.
32:14Und wenn Sie jetzt ganz langsam Ihren Kaffee trinken, können Sie es auch gleich mitnehmen.
32:18Danke.
32:20Ja, Herr Hofer und Hansen sind noch nicht da?
32:22Ich erwarte Sie sekündlich.
32:24Ja, was sollten Sie auch anders sagen.
32:28Guten Morgen, Frau Ortmann.
32:30Frau Stockel.
32:31Guten Morgen.
32:32Guten Morgen, Frau Ortmann.
32:32Guten Morgen, Frau Stockel.
32:34Guten Morgen.
32:35Frau Stockel, wir müssten uns noch mal mit Waldorf Finanzen beschäftigen.
32:38Er soll vor kurzem zu Geld gekommen sein.
32:40Ich denke, der ist pleite.
32:41Ob das nun stimmt oder nicht, das finden wir heraus, oder?
32:46Ich hätte auch noch einen Auftrag für Sie, Frau Stockel.
32:48Ah.
32:50Und zwar würde mich das Liebesleben von Herrn Fölz interessieren.
32:53Aber nichts ein ähnliches.
32:54Aber für solche Recherchen sind Sie gerade zu prädestiniert, gell?
33:09Okay, also das Ganze noch mal von vorne.
33:10Wo waren Sie vorgestern gegen 19 Uhr?
33:13Wie oft soll ich das eigentlich noch sagen?
33:16Ich war zu Hause.
33:18Waren Sie nicht?
33:19Ihre Mutter hat nämlich die ganze Lügerei nicht durchgehalten.
33:22So ein Blödsinn.
33:23Da war ich vielleicht mal im Zimmer und sie hat mich nicht gesehen.
33:26Sie hat sie gesehen.
33:27Und zwar, wie Sie kurz nach 18 Uhr das Haus verlassen haben.
33:31Das wollen wir Ihre Mutter herholen.
33:33Oder sollen wir diese Peinlichkeit ersparen?
33:36Meinetwegen.
33:38Dann war ich eben nicht zu Hause.
33:41Wo denn?
33:42Ich bin um halb sieben in die Musikakademie gefahren.
33:45Zum Üben.
33:46Warum haben Sie das nicht gleich gesagt?
33:49Wenn ich Ihnen erzählt hätte, dass ich dort war.
33:52Was hatten Sie dann gedacht?
33:54Was denken Sie denn, was wir jetzt denken?
33:56Dieser Wettbewerb, das war auch die Chance Ihres Lebens.
33:58Das Tod zu einer ganz großen Karriere.
34:01Nur der Niki Waldorf, der war noch im Weg.
34:03Den hätte ich in der Peipe geraucht.
34:04Das habe ich Ihnen schon mal gesagt.
34:05Sie sind in den Flur entlang gegangen, haben ihn am Klavier sitzen sehen.
34:08Dann haben Sie sich in den Rang geschlichen und haben zugeschlagen.
34:10Der war schon tot, als ich angekommen bin.
34:14Ich war in der Musikakademie von halb sieben bis um neun ungefähr.
34:23Dann wollte ich nach Hause.
34:25Tür zum Übungsraum, die war offen.
34:27Und da habe ich den Niki liegen gesehen.
34:29Ich habe Panik bekommen, dann bin ich natürlich abgehauen.
34:32Warum haben Sie nicht die Polizei gerufen?
34:34Ja, warum wohl?
34:38Ich glaube, eine kleine Denkpause würde Ihnen jetzt ganz gut tun.
34:45Könnte ich jetzt vielleicht nach Hause gehen?
34:47Wir haben spezielle Räume, in denen es sich hervorragend denken lässt.
34:51Ja, ich habe gehört, es hat eine weitere Festnahme gegeben.
34:55Ja, Geri Polster heißt der.
34:56Er war zur fraglichen Zeit am Tatort und er hat ein Motiv.
34:59Ich habe natürlich auch meine Fühler ein bisschen ausgestreckt.
35:02Dieser Polster wurde mir als ein vom Ehrgeiz zerfressener,
35:06mittelmäßiger Musiker beschrieben,
35:09der gegen Waldorf beim Wettbewerb nicht den Hauch einer Chance gekriegt hat.
35:13Der Polster selber sieht das aber ganz anders.
35:15In dem Fall wäre das übersteigerte Ehrgeiz als Mordmotiv.
35:18Ja, aber Eifersucht als Mordmotiv ist auch nicht zu verachten.
35:21Auch nicht, ne?
35:22Der junge Grassl, ja.
35:23Ja, immerhin hat Waldorf ihm die Freundin ausgespannt.
35:26Und er hat sich selber schon als Inhaber des Feinkostladens Kiermerk gesehen.
35:31Und er war zum Tatzeitpunkt in der Musikakademie.
35:34Es wäre also kein Problem für ihn gewesen, unbemerkt in den Übungsraum zu gehen
35:37und seinen Nebenbuhler auszuschalten.
35:39Entschuldigung.
35:42Achtziger.
35:43Ah, Herr Filz, einen Augenblick, bitte schön.
35:45Wir haben Sie dann, oder?
35:47Ja, oder?
35:48Also, meine Herren.
35:51So, Herr Filz, jetzt bin ich ganz ohr.
35:54Ich wollte nur Bescheid geben, dass der Eröffnungsfeier für den Wettbewerb definitiv heute Abend um 19 Uhr stattfindet.
35:59Also doch.
36:00Ihre Leute haben mir die Akademie freigegeben.
36:02Der Eröffnungsfeier steht nichts mehr im Wege.
36:04Sie halten doch Ihre Rede.
36:07Natürlich.
36:08Gut.
36:09Sehr gut.
36:10Ich freue mich.
36:10Bis heute Abend.
36:11Ich mich auch.
36:12Wiederhören.
36:14Ah, mir bleibt dabei wirklich gar nichts erspart.
36:16Ah, bitte.
36:21Ja?
36:24Frau Ottmann, Sie kommen genau richtig.
36:26Ich bin nämlich fertig.
36:28Das ging ja schneller als ich dachte.
36:29Danke.
36:30Wollt ihr vielleicht noch einen Kaffee?
36:31Nein.
36:32Danke.
36:34Kripo Rosenheim, Apparat Stockel, grüß Gott.
36:37Nein, die beiden Kommissare sind momentan nicht da.
36:39Soll ich was ausrichten?
36:40Ach, Moment, da kommen Sie gerade rein.
36:42Das ist die Spusi.
36:43Die sind in der Wohnung vom Toten Walldorf.
36:45Und sie möchten wissen, ob sie versiegeln sollen oder ob ihr noch mal rein wollt.
36:48Die würden wir uns ganz gerne noch mal selber ansehen.
36:50Ja.
36:51Also nicht versiegeln.
36:53Haben die Kollegen was gefunden?
36:54Ich soll fragen, ob ihr noch was gefunden habt.
36:57Aha.
36:58Geld.
36:59Redet doch einfach selber mit denen.
37:01Servus, das ist der Hofer.
37:03Was für das Geld?
37:05Aha.
37:063058 Euro in großen Scheinen.
37:08Das würde auch zu meinen Recherchen passen.
37:11Ist das Geld für Fingerabdrücke untersucht?
37:14Ist gut.
37:15Danke.
37:16Dann bis gleich.
37:17Servus.
37:18Also.
37:19Leider keine Aktenkundigen Fingerabdrücke.
37:22Wäre es natürlich interessant zu wissen, wo dieser plötzliche Reichtum herkommt.
37:25Mhm.
37:26Also zuerst den Kirmayern, dann in die Wohnung.
37:27Genau.
37:28Danke, Herr Stockel.
37:29Bitte gerne.
37:30Wiedersehen.
37:46Wiedersehen, Frau Adler.
37:47Wiedersehen.
37:50Da, Frau Kiermeier.
37:51Könnten wir Sie noch mal sprechen?
37:53Ja.
37:54Mama?
37:55Ja?
37:56Die Herren wollen mich sprechen.
37:57Ist in Ordnung.
37:58Geh nur.
37:59Frau Kiermeier.
38:01Sie haben uns gar nicht erzählt, dass Ihr Freund Lückel vor kurzem zu Geld gekommen ist.
38:05Warum eigentlich nicht?
38:07Warum hätte ich das erzählen sollen?
38:08Vielleicht, weil es uns interessiert hätte.
38:10Vor allem hätte es uns interessiert, woher das Geld stammt.
38:12Weiß ich nicht.
38:13Woher hätten Sie das wissen sollen?
38:15Sie wollen uns allen erstes erzählen, dass Ihr Freund plötzlich Geld gehabt hat und Sie haben
38:20nicht nachgefragt, warum?
38:22Mei, er wird es heute verdient haben.
38:26Hören Sie, dieser unverhafte Geldregen, der könnte durchaus im direkten Zusammenhang mit
38:31dem Mord an Ihrem Freund stehen.
38:33Sie wollen doch auch, dass der Mörder gefasst wird, oder?
38:36Also, woher kommt das Geld?
38:38Ich habe den Stefan nicht wegen dem Niki verlassen, sondern wegen dem Herrn Fölz.
38:44Frau Schöne.
38:46Sie hatten ein Verhältnis mit Herrn Fölz.
38:48Da war ich nicht die Einzige.
38:59Nach ein paar Wochen war ich ihm nicht mehr gut genug.
39:01Und der Niki hat von dem Verhältnis gewusst und hat den Herrn Fölz erpresst?
39:04Das habe ich aber nicht gewusst.
39:07Und das sollen Sie Ihnen glauben?
39:08Und nachdem Sie mit Herrn Fölz Schluss gemacht haben, haben Sie sich gleich in den nächsten
39:11Rang gemacht.
39:12Der Niki war was ganz Besonderes.
39:14Er hat mich getrüstet.
39:15Der Herr Waldorf hat die Situation ausgenutzt, um den Fölz zu erpressen.
39:19Das Geld hat dem Fölz eine Frau gehabt.
39:21Der war jetzt aber ganz schnell ausgewiesen mit seiner Herrlichkeit.
39:24Und wie viel war dem Herrn Fölz seine Herrlichkeit wert?
39:2710.000 Euro.
39:29Sie wissen schon, dass Sie uns das hätten sagen müssen.
39:32Ich habe das doch nicht gewusst.
39:34Er ist hinterher.
39:35Niki, pass auf.
39:37Setz dich in ein Auto und fahr zur Musikakademie.
39:59Ja, bitte.
40:00Grüß Gott, Herr Fölz.
40:03Sie schon wieder?
40:04Ja, Sie schon wieder.
40:05Es tut uns leid, aber wir hätten da noch ein paar Fragen.
40:08Ja, gut.
40:10Da haben wir bitte fassen Sie kurz.
40:11Sie sehen ja, ich habe alle Hände voll zu tun.
40:12Ja.
40:14So wie es aussieht, hat Herr Waldorf jemanden erpresst.
40:16Ja, schön.
40:17Was hat das mit mir zu tun?
40:19Ich glaube, das wissen Sie am allerbesten.
40:21Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
40:24Von Chantal Kiermeier zum Beispiel.
40:27Eine sehr gut aussehende junge Dame.
40:29Da kann man als älterer Herr durchaus auf gewisse Gedanken kommen.
40:34Also wenn Sie damit andeuten wollen, ich hätte ein Verhältnis mit Frau Kiermeier dann.
40:39Ich verbiete mir das.
40:40Ja.
40:42Wir haben mit ihr gesprochen.
40:43Aber wenn Sie wollen, können wir Sie ihr auch gegenüberstellen.
40:46Ihre Frau wäre sicherlich nicht besonders begeistert gewesen, wenn sie von dem Verhältnis erfahren hätte.
40:51Na gut, selbst wenn es so wäre.
40:52Deswegen habe ich noch lange nicht Niki Waldorf ermordet.
40:55Wissen Sie was, Herr Fölz?
40:56Sie kommen jetzt mit uns mit aufs Kommissariat und da nehmen wir Ihre Finger abdrücken.
41:00Das dürfen Sie gar nicht.
41:01Doch, das dürfen wir.
41:03Und vergleichen dürfen wir Sie auch.
41:04Und zwar mit denen auf den Geldscheinen aus der Wohnung von Niki Waldorf.
41:08Und ich bin mir sicher, dass wir da die eine oder andere Übereinstimmung finden werden.
41:12Und damit sind Sie geliefert.
41:24Er wollte immer mehr. Immer mehr. Immer mehr.
41:26Er hat ihm schon 10.000 Euro gegeben.
41:29Vorgestern stand er schon wieder auf der Matte.
41:31Was hätte ich denn tun sollen?
41:33Da hätte es bestimmt mehrere Möglichkeiten gegeben.
41:35Aber Mord war ganz bestimmt die schlechteste davon.
41:38Herr Fölz, Sie sind vorläufig festgenommen,
41:40wegen des dringenden Tatverdachts Nikolaus Waldorf ermordet zu haben.
41:43Herr Mohr?
41:44Herr Fölz, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:47Geh mal.
41:53Tja, jetzt müssen wir bloß mit dem 80er klar machen,
41:57dass er seiner Rede wieder nichts wird.
41:58Ja, das machen Sie.
42:00Bei Ihrem diplomatischen Gewicht.
42:03Stimmt.
42:05Tschüss.
42:05Ja, süss.
42:05Schnell.
42:06Die膿 Altium.