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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:02Norddeutscher Rundfunk 2021
00:08Servus, Glederer. Schon so früh?
00:10Ja, viel zu früh.
00:56Sprecher Rundfunk 2021
01:00...
01:12...
01:12...
01:12...
01:20Heutz' aber quitschbidil, ha?
01:22Ja. Heutz fangen wir später an.
01:24Überstunden aufbauen.
01:25Ja, Scheibenhonnig. Der Mann gerade anrufen.
01:28Allein habt's.
01:29Okay, hab mir den da nie so eine Ruhe.
01:31Deine Ruhe hätte ich sowieso gern, Bruderherz.
01:34Da habt ihr es aufgeschrieben, wo es hinkommen muss.
01:36Bitte.
01:36Fertig.
01:38Steu jetzt bitte.
01:39Vorbei ist mit dem Frühstück.
01:43Sieh, sei so lieb, geh raus und brauchst noch ein paar Fotos.
01:47Grüß Gott, Herr Hansen.
01:50Das tut mir so leid, dass ich euch nicht am Vormittag versaut hab.
01:53Aber Sie sehen ja selber.
01:54Was ist mit Herrn Hofer?
01:55Der Herr Hofer, ihr müsst jeden Augenblick verhausehen, weil Sie erschweren.
02:04Guten Morgen.
02:05Grüß Gott beieinander.
02:07Und, seid ihr schon wieder?
02:08Jetzt, ja.
02:09Dann gehen wir ja loslegen.
02:10Also folgt jetzt.
02:11Der Tote heißt Schmeller, Siegfried, 60 Jahre alt ist er geworden.
02:15Oder war vom Beruf Lüftlmaler?
02:17Lüftl, was?
02:18Lüftlmaler.
02:19Bayerische Fassadenmalerei.
02:21An der frischen Luft dann, oder wie?
02:22Grüß Gott, Herr Doktor.
02:24Hallo.
02:25Nein, eher so von der luftigen Höhe.
02:28Also, nicht?
02:29Nein, das kommt von einer Familie namens Lüftl, die sich das Haus bemalert lassen.
02:34Das ist der Mode geworden und dann habe ich das Ganze Lüftlmalerei genannt.
02:38Genau.
02:39Und?
02:39Ja, also jedenfalls ist er von oben her runtergestürzt, weil jemand den Splint, der normalerweise für
02:46die Sicherung von den Breedl zuständig ist, gelockert haben muss.
02:49Da ist sich die Spurensicherung sicher.
02:51Und wieso sind die sich da so sicher?
02:54Ja, das weiß ich jetzt auch nicht.
02:57Ich gehe nach meinen Hof.
02:58Gut.
03:10Ja, der Joe, grüß Ihnen.
03:12Ach, guten Morgen, Frau Stockel.
03:13Sagen Sie, ist die Frau Artmann heute da?
03:15Wieso?
03:16Ja, weil sie nicht aufmacht.
03:17Ja, kann schon sein.
03:19Was hätten Sie gebraucht?
03:20Ich wollte dir was vorbeibringen.
03:21Ah, das da?
03:22Äh, ja.
03:23Das können Sie mir auch da lassen.
03:26Da meine ich, hätten Sie keinen großen Freutag.
03:29Das ist nämlich nicht das, wonach es ausschaut.
03:32Sondern?
03:33Ja, was privat.
03:36Ach so?
03:36Also mehr so halb privat.
03:38Ja, was Persönliches.
03:40Ich mag das jetzt nicht an die große Glockenlänge.
03:42Ja, äh, wie Sie meinen, wollen Sie trotzdem einen Kaffee?
03:46Trotzdem?
03:47Ja, trotzdem Sie mich als Ratschkattel bezichtigt haben.
03:50Nein, Frau Stockel.
03:53Nein, ich halte Sie nicht für den Ratschkattel.
03:55Aber den Kaffee nehme ich trotzdem gern.
03:57Dann kommen Sie mit.
04:07Und wie war Ihr Verhältnis zu Ihrem Chef?
04:10Fast rein.
04:12Das hat Ihren Chef also nicht gestört, dass Sie ganz gern mal zu spät gekommen sind, Herr Lederer.
04:17Immerhin hat Herr Schmeller ja offenbar bereits mit der Arbeit begonnen, bevor Sie überhaupt erschienen sind.
04:23Ja, und?
04:24Woher waren Sie heute schon vor ihm, da oben?
04:30Na, schmarrn.
04:40Bin ich ein?
04:42Ja, wie geht's?
04:43Pass auf.
04:45Das hat ja gesagt, dass die Farbe auf dem Gerüst war schon so eingetrocknet, dass die hätten richtig wegkratzen müssen,
04:52damit sich die Splinte lockern.
04:54Sind da entsprechende Kratzsprünge gefunden worden?
04:56Freilich.
04:58Gibt es Hinweise auf ein Werkzeug?
05:00Na, aber das wird der Täter wieder mitgenommen haben.
05:02Oder irgendwo in der Nähe entsorgt haben.
05:05Hm.
05:32Morgen.
05:33Morgen.
05:34Morgen.
05:44Schau mal.
05:50Die sind wunderschön.
05:54Hast du die Nacht durchgemacht?
05:56Ja.
05:57Hast du schon Paffee?
05:59Ja.
06:08Also der ist wirklich gut, Frau Stockl.
06:10Wo haben Sie gesagt, kommt der her?
06:12Guatemala.
06:13Und ökologisch ist er auch noch.
06:15Okay.
06:16Überleg mir echt, ob das nicht was für das Times-Gwerber.
06:18Gell?
06:20Wollt ihr noch eine Tasse?
06:21Ich weiß nicht, ich hab ja schon drei.
06:23Ganz ehrlich gesagt,
06:26traut ihr schon ein bisschen.
06:28Ach so.
06:31Den Gang runter rechts und die zweite Tür links.
06:34Ich bin gleich wieder da.
06:35Ja, und ich probier's nochmal bei der Ortmann.
06:36Das ist nett.
06:37Ja.
06:53Das war's.
07:18Das war's.
07:37Wir müssen Ihnen eine traurige Mitteilung machen.
07:40Ihr Vater ist heute Morgen tot aufgefunden worden.
07:44Was?
07:45Er ist vom Gerüß gestürzt.
07:47Oh Gott.
07:49Da ist eine Halterung gelockert worden.
07:51Und zwar absichtlich, so wie es aussieht.
07:54Wollen Sie...
07:55Wollen Sie damit sagen, das war ein Anschlag?
07:58Nein, es schaut ganz danach aus.
08:01Wissen Sie, wer das getan hat?
08:03Leider nein.
08:06Hat Ihr Vater Feinde gehabt?
08:09Feinde.
08:13Na?
08:15Wann haben Sie ihn zum letzten Mal Leben gesehen?
08:18Gestern Abend.
08:21Hat er dir irgendwas gesagt, was er mit dem Fall in Zusammenhang stehen könnte?
08:28Nix.
08:30Die vergangene Nacht, haben Sie die gemeinsam verbracht?
08:34Was soll das denn für eine Frage sein?
08:37Eine ermittlungstechnische, Frau Schmeller.
08:39So ist es.
08:41Das ist schon wirklich ein Hammer.
08:45Sie kommen hier rein mit Ihrer traurigen Mitteilung.
08:48Und dann fragen Sie mehr oder weniger im gleichen Atemzug, ob Franz ein Alibi hat?
08:51Komm, Beate, jetzt.
08:53Was für mich traurig ist zu sein.
08:54Ich kriege die nicht auf, Beate.
08:56Die mache doch bloße Arbeit.
08:58Genau.
08:59Also.
08:59Haben Sie letzte Nacht gemeinsam verbracht?
09:03Nein, wir haben letzte Nacht nicht gemeinsam verbracht.
09:06Ich habe bis in der Früh an den Würfen gearbeitet.
09:10Und Sie?
09:11Was haben Sie gemacht?
09:16Geschlafen?
09:20Und zwar allein.
09:30Frau Ortmann, grüße Sie.
09:32Ja, der Herr Kasper, wenn Sie sprechen.
09:34Genau, ich schicke ihn rüber.
09:35Wiederhören.
09:37Bitte.
09:39Nochmal Dankeschön für den Kaffee.
09:41Servus.
09:47Was geht's, Herr Kasper?
09:49Ah, grüß Gott, Herr Achtziger.
09:50Wo Ihnen das wächst?
09:51Zur Frau Ortmann.
09:53Mit so einem edlen Tropf?
09:55Ja, was hat denn die Frau Ortmann zu feiern?
09:56Zu feiern?
09:58Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht.
09:59Ach, geht mich ja auch gar nichts an.
10:01Herr Kasper, einen schönen Tag.
10:02Ach, vielleicht mal wieder im Times Square.
10:05So.
10:06Die Werkstatt ist gleich nebenan.
10:20Das tut mir leid, wegen vorhin.
10:22Aber ich muss solche Fragen stellen.
10:28Sie lügen.
10:31Das tut Ihnen nicht leid.
10:35Bestimmt.
10:42Die Lüftelmalerei ist das aber nicht gut.
10:45Schauen Sie, die Globalisierung, die macht der Frau Rosenheim nicht heute.
10:49Die Leute gehen rum, reisen in ferne Länder, gehen mit fremde Kulturen in Berührung.
10:53Und die schlagt sich dann auch bei uns in der Architektur da nieder.
10:56Fängt schul, will in dem Toskana-Stil, Exotik, Weltoffenheit.
11:02Da ist eine bayerische Lüftelmalerei hergeplatziert.
11:05Da muss man sich halt anpassen.
11:07Und wie ist Ihr Vater zu dieser Entwicklung gestanden?
11:13Ja, konservativ.
11:16Also dem hast du dann diese Zeichnung nicht von dem Vater?
11:19Nein, die sind von mir.
11:22Glaubst du auch mal Streit über das Thema?
11:26Mei.
11:27Naja, da sind schon Weltanschauungen aufeinander gekracht.
11:31Tradition und Innovation vertragen sich selten gut.
11:35Aha, wie kann ich mir das konkret vorstellen?
11:37Ja, nicht so, dass die beiden mit Gegenständen aufeinander losgegangen wären.
11:41Es gab also eher gepflichte Diskussionen zwischen Herrn Schmeller und seinem Sohn.
11:46Das nun auch wieder nicht.
11:49Ja, oder bringen Sie Ihren Vater gleich um, weil er eine andere Sicht auf die Dinge hat?
11:54Nein, aber ich habe schon drüber nachgedacht.
12:00Arbeiten Sie im Familienbetrieb mit?
12:03Nein, nein, ich bin stellvertretende Kuratorin im Heimatmuseum Rosenheim.
12:07Dann gehören Sie also eher dem traditionellen Lager an.
12:16Eine Umsatzsteuerprüfung?
12:17Im Times Square?
12:19Genau.
12:20Bitte.
12:22Und was kann ich da für Sie tun?
12:24Ich habe halt geschüßt, dass irgendwas nicht stimmt und dass mir die dann die Hölle heiß machen.
12:29Und dann habe ich mir gedacht, Sie als Kontrollerin kennen sich doch sicher mit sowas aus.
12:34Und dann habe ich mir gedacht, vielleicht könnten Sie mir meine Unterlagen ein bisschen durchschauen.
12:41Sie haben doch sicher einen Steuerberater.
12:43Ja, ein entfernter Väter.
12:45Aber der ist...
12:47Also wir sind uns im Moment...
12:50Wir reden schon seit der Zeit nichts mehr miteinander.
12:52Hm.
12:53Verstehe.
12:54Väter in Wirtschaft.
12:57Wann soll denn die Prüfung sein?
12:59Morgen in der Früh.
13:01Morgen früh?
13:03Ja.
13:04Und seit wann wissen Sie das?
13:07Seit...
13:08Zwei Wochen.
13:10Und da kommen Sie erst jetzt daher?
13:12Ich habe das total vergessen.
13:14Also Sie sind mir echt einer.
13:17Und damit wollen Sie mich jetzt motivieren, oder was?
13:20Ah.
13:22Nein.
13:24Dervi.
13:25Da sind die Unterlagen drin.
13:28Also, das war jetzt das Schreiben vom Finanzamt Rosenheim.
13:38Gut.
13:39Ich schaue es mir an.
13:41Super.
13:42Danke, Frau Ortmann.
13:43Oh, bitte.
13:44Danke sehr.
13:45Gerne, doch.
13:48Moin, moin.
13:50Herr Hansen, grüß Sie.
13:51Frau Stockl, das sind die Geschäftsunterlagen der Lüftenmalerwerkstatt.
13:55Schmeller.
13:56Ja.
13:56Fragen Sie doch mal, Frau Ortmann, ob er sich das Ganze mal ansehen kann, ja?
13:59Es wäre von Interesse für uns, ob er sich finanziell rentiert, wenn man die Führung der Firma übernimmt.
14:04Danke.
14:04Ich glaube nicht, dass die Frau Ortmann für sowas Zeit hat momentan.
14:08Nicht.
14:12Der Joe war vorhin da.
14:13In seinem Lokal findet morgen eine Umsatzsteuerprüfung statt und deswegen hat er die Frau Ortmann aufgesucht.
14:19Hat der Ihnen das erzählt?
14:21Na, das habe ich rausgefunden.
14:24Vielleicht hat er was auf dem Kerbholz und die Frau Ortmann muss ihn rausboxen.
14:28Der Joe, das glaube ich nicht.
14:31Möglicherweise müssen Sie sie in Zukunft einen neuen Stammlokal sein, Herr Hansen.
14:35Das hätten Sie wohl gern.
14:37Fragen Sie Frau Ortmann bitte trotzdem, ja?
14:40Wegen dem Joe?
14:41Wegen der Unterlagen, Frau Stockl.
14:45Dann erkundigen Sie sich doch bitte noch mal beim Nachlassgericht, wie der Herr Schmeller seine Erbfragen geregelt hat, ja?
14:50Schnell.
14:50Danke.
14:52Mach ich, danke.
14:55Die Frau Ortmann, das mache ich ihm schneller.
14:58Ja, Schmeller.
15:03Also, ich habe jetzt einmal nachgefasst bei den umliegenden Häusern.
15:07Irgendwer irgendwen gesehen hat in der Nacht am Gerüst.
15:10Und, hat jemand?
15:11Nein.
15:11Aber ich habe noch nicht alle angetroffen.
15:14Aber wiederum von denen, die ich angetroffen habe, haben einige etwas sehr Interessantes gehört.
15:18Dass jemand das Gerüst durchgeklettert ist.
15:21Nein, nein, nein.
15:22Schon gestern Nachmittag.
15:23Da hat nämlich der Schmeller seinen Angestellten und den Lederer richtig gescheit zusammenschissen.
15:28Um was ging es?
15:29Es ging um die Arbeitsauffassung von dem Lederer.
15:32Der hat dem Schmeller scheinbar nicht gepasst.
15:34Und er hat ihm gesagt, das war unter aller Sau.
15:37Und er braucht sich nicht einbilden, dass er mit dieser Sache durchkommt.
15:40Mit was für einer Sache?
15:42Das hat er nicht gesagt.
15:43Auf jeden Fall hat er dem Lederer mit Konsequenzen gedroht.
15:45Und daraufhin hat er seinen Pinsel in den Topf reingekaut und ist gegangen wie ein Gestörter.
15:51Wie ein was?
15:52Also er war angefressen.
15:54Es wäre interessant zu wissen, welche Konsequenzen der da gemeint hat.
15:59Streit.
15:59Ja, also Streit täte ich das jetzt nicht direkt nennen.
16:04Wie denn dann?
16:06Ja, wir sollen ihn annähern.
16:12Ja, wenn keiner dem anderen sagt, was ihn stört, dann weiß der andere auch nie Bescheid.
16:16Ja, genau.
16:17Und was hat dem Herrn Schmeller nicht gepasst?
16:21Ja, mein Gott, wissen Sie, ich kann auch nicht mehr so, wie ich gerne möchte, gell?
16:24Also, arbeiten.
16:26Also?
16:26Dieses ewige auf die Knie umeinander rutschen, das mache ich seit 30 Jahren.
16:30Und das geht natürlich schon auf Gelenke, gell?
16:33Das ist ja ganz logisch, das ist der Verschleiß.
16:38Ja, dann meldet man sich dann halt schon mal krank.
16:40Wie oft waren Sie krank?
16:43Hin und wieder.
16:44Waren das Tage, Wochen oder Monate?
16:46Ja, unterschiedlich.
16:47Und es waren ja auch nicht nur die Knie.
16:49Wissen Sie, in letzter Zeit kommen dann auch noch so Schwindelanfälle dazu, also so richtige Attacken.
16:56Und das natürlich jetzt in meinem Beruf, wo ich ja sowieso meinen Schwindel und der Hölder umeinander turnen.
17:01Ja, noch ein Grund mehr, um sich gern zu mehr holen.
17:04Und dann noch ein ewiges zu spät kommen.
17:06Und das Ganze wollte sich der Schmeller nicht mehr bieten lassen.
17:11Was war das eigentlich für eine Konsequenz, die er Ihnen da gestern Nachmittag angedroht hat?
17:14Wollte er Sie kündigen?
17:16Das wäre ganz schlecht für Sie in Ihrem Alter.
17:18Sie nimmt doch keiner mehr.
17:20Und dann noch die Situation mit Ihren Knien und mit Ihrem Hang zum Schwindeln.
17:26Ja, dass da die Chancen nicht so gut sind, das ist schon klar.
17:29Und das hat er mir wahrscheinlich mitteilen wollen, der Chef.
17:32Also praktisch, wenn ich mich nicht zusammenreiß, dass das dann die Konsequenz davon wäre.
17:37Darum ist es gegangen bei unserem, äh, unserer Annäherung.
17:44Und über diese Annäherung haben Sie sich so geärgert, dass Sie den Pinsel in einen Eimer pfeffern und abhauen.
17:51Haben Sie den Herrn Schmeller eigentlich nochmal, ähm, gesehen oder gesprochen?
17:57Na?
17:59Waren Sie nochmal an der Baustelle?
18:00Bis zum Abend oder heute Nacht?
18:02Na, was hätte ich denn da gemacht?
18:06Ach so, na, na, na, na, wirklich nicht.
18:09Was?
18:11Na, der Joe muss das Times Square zuspüren.
18:15Möglicherweise.
18:15Morgen findet in seinem Lokal eine Umsatzsteuerprüfung statt.
18:19Deswegen ist er zu Ort, Mann.
18:20Wahrscheinlich hat er Dreck am Stecken.
18:23Ja, äh, Steuer hinterziehen.
18:26Wenn's langt.
18:29Wieso weißt du das?
18:32Spür Nase.
18:37Ja, Hans.
18:39Haben Sie den Gleitchen im Angeln genommen, der Lederer?
18:41Ja, haben wir im Ohr.
18:42Da hat's offenbar ganz schön gebrodelt zwischen ihm und seinem Chef.
18:45Das ist, was ich gesagt hab.
18:46Ich weiß.
18:48Frau Stockel, könnten Sie bitte diese Ärzte hier anrufen?
18:51Wir bräuchten die Krankenakten vom Herrn Lederer und hier ist seine Vollmacht.
18:55Danke.
18:55Bitte.
18:57Ach, nicht so schnell.
18:59Ich hab doch hier die Akten von den Geschäftsunterlagen der Firma Schmeller und Sohn.
19:04Also das Ganze schaut fein nicht so rosig aus.
19:06Es wär aber aufwärts gegangen mit dem neuen Angebot von der Stadt.
19:11Was machen wir dort?
19:12Ja, das Schulgelände.
19:13Hier ist das Bewilligungsschreiben.
19:14Ihr Schwester hat übrigens auch zu schwimmen.
19:16Für die künstliche Ausgestaltung der gesamten Schule beauftragen wir die Firma Schmeller und Sohn.
19:21Da wird sich der Junior wieder hinbereiben.
19:22Von der Erden hat er auch.
19:24Das Geschäft.
19:24Ja, und ein Bauernhaus.
19:26Zack, das macht das Gewicht.
19:29In der Nähe von Bichl.
19:32Das Ganze ist zwar nicht viel wert, aber vielleicht doch.
19:39Wir haben nämlich Leuten hören, dass eine Solvente-Firma aus München dem Herrn Schmeller ein Angebot gemacht hat.
19:46Haben die auch Leuten hören, wie die Firma heißt?
19:48Ja, das ist so eine Eventfirma.
19:52Spaß im Park.
19:54Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
19:56Die wollen das ganze Gelände drumherum kaufen und einen Freizeitpark draufstellen.
20:01Nun.
20:02Ja, mit Erlebnisbad, Amphitheater, Märchenpfad, allem drum und dran.
20:09Dann sagen Sie doch der Frau Ortmann recht herzlichen Dank für Ihre Mühen, ja?
20:14Äh, ja.
20:15Mach ich.
20:39Der Bima hier, wo ist der?
20:42Der Bima?
20:43Also den Bima, den habe ich mir ausgeliehen.
20:48Also der ist jetzt gerade bei mir daheim, privat.
20:52Aber hier ist er als Ausgabe für die Einrichtung des Lokals verzeichnet.
20:56Geht nicht, oder?
20:58Der muss her.
21:03Und hier diese Bewirtung, Gabi, Susi, Lissi und wie sie alle heißen.
21:08Also ohne Nachnamen und Anlass können wir die alle vergessen.
21:11Ich habe mir gedacht, das waren Lebungskosten.
21:15Also praktisch schöne Frauen locken die Kundschaft.
21:19Geht ein jetzt, oder?
21:25Ich verstehe.
21:26Nein, das wäre es im Moment.
21:28Danke für die Auskünfte.
21:32Also, die Spaß im Park GmbH.
21:34Die hat dem alten Schmeller sage und schreibe 3,5 Millionen Euro für das Bauernhaus geboten.
21:39Mit Tosche, ja.
21:41Ist da viel Land dabei?
21:42Nein.
21:43Es geht nur um das Haus, das dem Vorhaben zentral im Weg steht.
21:47Der Hof sollte also zugunsten sich für Knieungsparks abgerissen werden.
21:50Genau.
21:51Aber das wollte der alte Schmeller nicht.
21:53Die Lüftelmalerei, die stammt nur von seinem Großvater und er wollte auf keinen Fall, dass die zerstört wird.
21:58Das ist verständlich.
21:59Aber das nenne ich Eisern, wenn einer wegen der Tradition auf so viel Geld verzichtet.
22:03Es ist die Frage, ob sein Sohn das auch so Eisern sieht.
22:05Das Angebot der Firma gilt übrigens bloß noch bis Ende dieser Woche.
22:09Das ist ja.
22:10Dann lässt der Herr Papaya genau zur richtigen Zeitpunkt sterben.
22:13Ich würde sagen, wir fahren mal raus zum Jungen Schmeller.
22:36Feierabend, Herr Lederer?
22:38Ja.
22:41Eistück schießen.
22:43Hast du falsch da geschossen?
22:45Na ja.
22:47Das ist ja im Prinzip dasselbe.
22:50Beides ist schlecht für die Knie.
22:55Harim.
22:56Grüß einer.
22:58Du musst den Auftrag fertig machen, ja?
23:01Ja.
23:01Ist doch klar.
23:03Kannst dich da auf mich verlassen, Franz.
23:07Grüß Gott.
23:09Grüß einer.
23:09Ja.
23:19Herr Lederer hat gestern Streit bei dem Vater gehabt.
23:22Wissen Sie da was drüber?
23:23Streit?
23:26Konkret nein.
23:27Aber na ja, der Lederer hat es ziemlich bunt drüben in letzter Zeit.
23:32Oft krankgeschrieben, so gut wie jeder war.
23:35Mein Vater hat er im Früh durchgelassen.
23:38Aber in letzter Zeit, glaube ich, hat der Lederer den Bogen leicht überspannt.
23:43Und hat Ihr Vater erwogen, ihn zu entlassen?
23:49Ja, da hat er ein paar Mal davon geredet, ja.
23:53Tja, wir haben nur eine ganze Menge mehr Fragen, General.
23:56Ja, bitte.
24:05Was sagen Sie hierzu?
24:09Der Vertrag mit der Schule, ein Projekt mit der Stadt Rosenheim, das ist für nächsten Herbst geplant.
24:17Also geht es Ihrer Firma gar nicht so schlecht.
24:20Ja.
24:22Gut, dass Sie uns das Überleben sichern.
24:24Seltsamerweise war dieser Vertrag nicht bei den Sachen, die Sie mir heute Morgen gezeigt haben.
24:28Ehrlich?
24:29Mhm.
24:30Muss ja irgendwie rausgerutscht sein.
24:33Also was wir nicht ganz verstehen, ist, dass Ihr Vater mit diesem Auftrag einverstanden war.
24:38Weil das Schulgelände hätte ja sehr modern gestaltet werden sollen.
24:42Ja, klar.
24:47Fragen Sie nicht, was das für ein Kampf war.
24:50Ich habe vorhin mit der Spaß im Park in BH telefoniert.
24:54Also das Kaufangebot für das alte Bauernhaus in Bichl, das besteht noch.
24:58Werden Sie es annehmen?
24:59Mhm, wahrscheinlich schon.
25:01Das wäre ein Vater, aber bestimmt nicht recht gewesen, oder?
25:04Bestimmt nicht.
25:05Aber was will ich machen, die zahlen für den Hof des X-Fache von seinem realen Wert.
25:10Und der emotionale Wert ist Ihnen weniger wichtig.
25:13Immerhin ist an dem Haus ein historisches Fresko von Ihrem Urgroßvater.
25:19Ach, das Fresko, das bleibt doch erhalten.
25:22Wie das? Ich dachte, das Haus soll abgerissen werden.
25:25Ja, wird es ja auch. Aber zuvor wird das Fresko abgetragen und woanders wieder aufgebaut.
25:29Das ist im Übrigen eine Maßgabe vom Deckmarschutz.
25:32Ist das nicht recht aufwendig und teuer?
25:35Ja, schon. Aber die Kosten dafür wird die Gesellschaft auch nicht mehr.
25:40Und das haben Sie mit der Spaß im Park schon alles geregelt?
25:45Geregelt. Geregelt ist gar nichts.
25:47Sie sind früher schon mal auf mich zugekommen mit der Bitte, dass ich meinem Vater überrede,
25:52ob er den Hof nicht hochverkaufen kann.
25:54Ja, und da haben Sie den Vorschlag gemacht.
25:57Aber Sie konnten mit Ihrem Vater nichts ausrichten.
26:00Nein.
26:07Ja, was?
26:10Und deswegen sollte ich dafür sorgen, dass mein eigener Vater vom Grüst fällt, oder was?
26:14Meischmiller, wir müssen jede neue denkliche Möglichkeit in Betracht ziehen.
26:18Das ist leider so.
26:30So ein historisches Fresko, wie das im alten Bauernhaus.
26:33Wie kann denn für sowas ein Abnehmer sein?
26:35Ein Museum vielleicht.
26:37Ein Heimatmuseum beispielsweise?
26:39Gut möglich.
26:41Wer arbeitet Schmellers Frau?
26:42Ja, Sie meinen, die beiden arbeiten Hand in Hand und sie hat das Fresko sozusagen schon unter Dach und Fach
26:47gebracht.
26:47Genau, das würde ich Sie gerne fragen.
26:49Ja, dann meinst du es doch.
26:51Ihr werdet da bald diesen Vertrag ja grafologisch untersuchen lassen.
26:54Meinen Sie, die Unterschrift ist gefälscht?
26:55Na, wäre doch möglich.
26:57Ist doch irgendwie seltsam, dass ein so wichtiger Vertrag einfach so aus den Ordner rutscht.
27:01Da haben Sie allerdings recht.
27:11Frau Schmeller.
27:12Grüß Sie, Herr Hansen.
27:13Schön, dass Sie da sind.
27:14Danke.
27:16Darf ich Ihnen was anbieten?
27:17Gerne.
27:18Kaffee wäre toll.
27:19Sofort.
27:24Ich habe gerade mit Ihrer Chefin, der Kuratorin, telefoniert.
27:28Sie hatten gesagt, Sie hätten hier vor einigen Tagen die Ausstellung eines historischen Freskos im Heimatmuseum vorgeschlagen.
27:37Ja.
27:39Handelt es sich dabei um die Lüftelmalerei in dem alten Gehöft, das Ihrem Schwiegervater Wiegfried Schmeller gehörte?
27:45Genau.
27:46Warum?
27:47Ja, das wundert mich jetzt ein wenig.
27:50Wie konnten Sie die Ausstellung vorschlagen, obwohl Sie gar nicht wissen konnten, ob Ihr Schwiegervater den Hof verkauft?
27:56Eigentlich wäre doch eher das Gegenteil wahrscheinlich gewesen.
27:59Bis jetzt.
28:00Das war auch weniger ein Vorschlag als eine Anfrage.
28:05Mir ging es darum, meinem Schwiegervater Argumente für den Verkauf des Hofs zu liefern.
28:09Das Fresco wäre der Nachwild ohnehin im Museum besser halten geblieben als an der bröckelnden Fassade da draußen.
28:16Das hat Ihn offenbar nicht überzeugt.
28:20Nein.
28:22Das Fresco bleibt, wo es ist.
28:24In seiner natürlichen Umgebung.
28:27Das war sein Standpunkt.
28:30Felsenfest.
28:31Sie haben sich aber deswegen nicht mit ihm überworfen?
28:34Nein.
28:36Warum sollte ich?
28:39Naja, es ging ja auch immer eine Menge Geld.
28:41Dass Sie Ihnen und Ihrem Mann mal als Erbe zugestanden hätten.
28:46Sicher.
28:47Aber gegen manche Dinge ist man eben machtlos.
28:51Da hätten Sie ja an sich wunderbare Rahmenbedingungen geschaffen.
28:55Schade, dass Ihr Schwiegervater nicht drauf eingegangen ist.
28:59Aber wer weiß,
29:01vielleicht wird es ja jetzt doch noch was mit der Ausstellung.
29:11Stolz, die Wolle, der Wille, mach die auf.
29:16Hallo, Frau Stockel.
29:17Grüß dich, Max.
29:19Weißt du, wo wir gerade vorbeigefahren sind?
29:21Beim Times Square.
29:23Und weißt du, wer da bedient hat?
29:24Der Joe.
29:26Eigenhändig, ohne Handschellen.
29:27Tja, wer weiß, wie lange noch.
29:29Stockel, wenn der wirklich Dreck am Stecken hätte,
29:31wieso geht der ausgerechnet zur Artmann?
29:33Tja, wieso nicht?
29:35Weil der mitten im Polizeipräsidium sitzt.
29:38Michi, hast du schon mal was von der Höhle des Löwen gehört?
29:42Morgen, Mann, rufen Sie mich an.
29:43Ja?
29:44Machen.
29:44Tschüss.
29:55Herr Rufa, das sind die Krankenakten vom Lederer.
29:59Das ist von seinem Hausarzt
30:00und das ist die von seinem Innungsarzt.
30:03Da hat der Schmeller sein Chefin geschickt.
30:05Schön, was steht drin?
30:06Ja, beide sind sich einig,
30:09dass das mit der Arthrose gar nicht so schlimm ist.
30:11Der Verschleiß wird sich in Grenzen halten,
30:13also die Schmerzen.
30:14Also kaum Grund, krank zu feiern.
30:17Naja, zumindest nicht wochenlang.
30:18Die Ärzte schließen also nicht aus,
30:21dass der da nur schwindelt, also simuliert.
30:24Ach, so habe ich das verstanden.
30:25Also ist klar, dass Schmeller sauer auf ihn war.
30:27Naja, allerdings.
30:29Danke, Frau Stockel.
30:30Bitte.
30:30Michi!
30:31Du kannst uns mal einen Gefeindern.
30:35Der Lederer war anscheinend
30:37trotz seiner Gebrechten ziemlich sportlich.
30:40Asphaltstock schießen.
30:42Da ist am Inn unten eine Bahn.
30:44Da schaust du mal hin und hörst dir ein bisschen um.
30:45Der kann ja diese Sportart schlecht alleine ausgeübt haben.
30:48Naja, aber jetzt wird es gleich finster, gell?
30:50Also wirst du dich freuen, die haben ein Flutlicht.
30:54Ah, ich habe noch ein Flutlicht.
30:56Da.
30:57Vom Labor.
30:58Diese war Zange ist im Gulli gefunden worden.
31:01Es handelt sich eindeutig um das Tatwerkzeug.
31:04Nein, ich korrigiere mich.
31:06Es handelt sich eindeutig um das Werkzeug,
31:08mit dem die Tat vorbereitet worden ist.
31:10Es gibt sich darauf die gleichen Farbspuren wie auf dem Gerüst.
31:13Na super.
31:14Was mit Fingerabdrücken?
31:15Da sind keine drauf.
31:16Aber die Zange ist nagelneu.
31:19Hinten drauf ist ein Name eingraviert.
31:21Schöckl.
31:22Das ist ein Eigenprodukt von der Baufirma Schöckl.
31:26Das gibt es nur dort.
31:27Wenn wir mal nachfragen täten,
31:28ob das in der letzten Zeit jemand gekauft hat.
31:30Na prima, da fahren Sie gleich mal hin.
31:32Ja halt.
31:33Von der Firma Schöckl gibt es im Landkreis vier, fünf Filialen.
31:36Die Schafe hätten immer alle.
31:37Na, du machst das nur die, die du noch schaffst.
31:39Was willst du mit der Asphalt bauen?
31:41Machst du frühweg.
31:43Ja, du glaubst das.
31:45Herr Mohr, die Bahn übernehme ich.
31:48Echt worden?
31:49Ja.
31:51Das ist heute der Kollege, gell?
31:59Ja.
32:05Kurz, du fünfmal.
32:07Was du so gut fühlst du gern?
32:08Ein purer Zufall, dass ich mal treffe.
32:10Ja, zwei Mal hintereinander.
32:12Höchststrähne.
32:12Jetzt kriegst du eine halbe.
32:16Aufreich preisen.
32:18Wenn sie alle so warm wie du.
32:21Dann kennst du den Leder da?
32:22Von der Arbeit her.
32:24Na genau.
32:26Aber, falls du von der Arbeit hältst,
32:28das weißt du schon.
32:29Aber so ein fauner Hund wie der bist du nicht, oder?
32:31Ja, ich lerne gerade eine ganze Menge von ihm dazu.
32:33Im Stock schießen hast du ihn schon übertrumpft?
32:35Schwer war es nicht.
32:37Der kommt ja auch.
32:37Der Spätzi.
32:44Ich bin gleich wieder da.
32:45Alles recht.
32:53Grüß dich.
32:53Da wer da ist.
32:55Na ja.
32:55Hab ich schon gesehen.
32:56Was wollt denn der?
32:57Ein bisschen spüren, ein bisschen ratschen.
32:59Das ist ja nicht der Kerl.
33:00Warum?
33:01Nicht der Kerl, das ist ein Polizist.
33:03Was habt ihr denn dem erzählt?
33:05Hüks, was man jetzt ja redet.
33:07Hüks, Psehunders.
33:08Herr Lederer, das mit dem Stock schießen wird heute Abend nichts mehr.
33:11So, was warst du denn von mir?
33:12Das besprechen wir auf dem Präsidium.
33:14Das besprechen wir auf dem Präsidium.
33:14Kommen Sie bitte mit.
33:19Hüks, Pseh.
33:20Ja, Herr Lederer, Ihre Asphaltstock-Kameraden haben erzählt, dass Sie nicht besonders gut auf Ihren Chef zu sprechen waren.
33:30Erst kürzlich, vor drei Tagen, um genau zu sein, haben Sie sogar eine Drohung gegen ihn ausgesprochen.
33:35Hä?
33:36Was denn für eine Drohung?
33:38Ja, oder wie haben Sie das gemeint, als Sie gesagt haben, er soll verdammt aufpassen, dass kein Unglück passiert?
33:42Ach, das, das war das Nesse dahingeredet.
33:45Mir hat er einfach gestunken, dass der plötzlich auf der Bahn auftaucht und mich vor meinen Spätzln darunter putzt.
33:50Also, dazu hat er auch einen Grund.
33:52Sie waren krank gemeldet und sind trotzdem Ihrem Freizeitvergnügen nachgegangen.
33:56Ja.
33:57Laut drei übereinstimmenden Aussagen von Ihren Spätzln hat Ihr Chef Ihnen gesagt, er würde Sie fristlos kündigen
34:03und Ihnen ein Zeugnis ausstellen, mit dem Sie garantiert nirgendwo mehr Arbeit finden würden.
34:08Ja, natürlich, war ja auch eine blöde Sache.
34:11Aber deswegen bin ich dafür auch am nächsten Tag gleich in die Arbeit gegangen, obwohl ich krankgeschrieben war.
34:16Das kam dem Herrn Schmeller vermutlich zu spät.
34:19Darum ging Ihr Streit am Tag vor seinem Tod.
34:22Ihr Chef hat Ihnen gesagt, dass an seiner Entscheidung nichts mehr zu ändern ist.
34:27Fristlose Kündigung, schlechtes Zeugnis vom Arbeitgeber, ganz schlechte Papiere,
34:32was die Arbeitsunfähigkeit betrifft, die Sie offenbar anstreben.
34:36Eine ausweglose Situation, Herr Lederer.
34:39Und was hat das Auto am Tatort zu suchen gehabt?
34:42Ich dachte, Sie wären zu Fuß gekommen.
34:45Ja, pff, ich habe am Vortag bei der Arbeit ein bisschen was getrunken,
34:49dann haben wir gedacht, es ist besser, du gehst zu sein.
34:55Ich weiß schon, dass das jetzt alles saudumm ausschaut, das gebe ich ja zu.
34:59Aber deswegen bringe ich doch meinen Chef nicht um.
35:03Ja, niemals.
35:29Das war gerade unser Graf Anoge.
35:30Ich habe den Vertrag, den ich mit dem Schmeller gemacht habe, zur Prüfung gegeben.
35:34Und?
35:35Die Unterschrift, weil die Schmeller ist gefälscht.
35:40Gegrotzinesen.
35:41Da hat der Junior anscheinend stellvertretend unterschrieben.
35:45Damit ist ja der Vertrag infällig.
35:46Nein, ich finde es ja eine neue Magesuche.
35:49Ach.
35:52Und wir sind doch gestreifisch, da.
36:03Ist der Typ vom Finanzamt?
36:06Ja, ja, ja.
36:12Und? Angst?
36:30Ich muss noch einen Kaffee.
36:32Geht erst raus.
36:33Gerne.
36:42Moin, moin, Herr Hofer.
36:43Schon da?
36:45Ich frühstücke nicht so lange wie Sie.
36:47Sie arbeiten auch nicht so lange wie ich.
36:49Blödsinn.
36:50Allein schon durch die Hofarbeit habe ich immer einen Vorsprung.
36:52Die kriminaltechnische Arbeit ist alles, was zählt.
36:56Mein Vernehmungsprotokoll mit Herrn Lederer.
36:59Ah ja.
37:00Ihr Ausflug zur Asphaltstockbahn gestern Abend.
37:02Was ist dabei rausgekommen?
37:03Genug, dass Lederer in den U-Haft sitzt.
37:07Hat Herr Moh sich schon gemeldet?
37:09Der ist noch in den Baumärkten unterwegs.
37:11Apropos kriminaltechnische Arbeit.
37:13Der Herr Schmeller-Junior hat die Unterschrift von seinem Vater gefälscht auf dem Vertrag mit der Stadt.
37:22Wenn der alte Schmeller das mitbekommen hat, dann hat er das sicher nicht einfach so hingenommen.
37:27Eben.
37:36Ja, ihr habt die Unterschrift gefälscht.
37:40Mein Vater hätte nie eingewilligt in das Projekt.
37:44Und wie hat Ihr Vater reagiert, als er gemerkt hat, dass Sie die Unterschrift gefälscht haben?
37:48Er reagiert hat gar nicht. Er hat ja nichts gewusst davon.
37:50Der verkauft uns doch nicht für dumm, Herr Schmeller.
37:53Entweder hat Ihr Vater den Vertrag entdeckt, oder jemand aus dem Rathaus hat ihn darauf angesprochen, oder Sie haben es
37:58ihm selber gesagt.
37:58Nein, er hat nichts davon gewusst.
38:00Ach, das glaube ich Ihnen nicht.
38:02Und selbst wenn es stimmt, irgendwann hätten Sie es ihm sagen müssen.
38:06Und spätestens dann wäre der Eklat perfekt gewesen.
38:12Schauen Sie, Herr Schmeller.
38:14Damit nahmen Sie so oder so ein Motiv.
38:18Ja, ich habe ihn aber nicht umgebracht.
38:23Ja, sagen Sie mal, Herr Kasper, die ist aber jetzt hoffentlich für mich.
38:28Leider nein, Herr Achtziger.
38:30Aber wenn Sie wollen, dann sage ich Ihnen ganz was Edles zum Vorzugspreis.
38:35Lieferung frei, Präsidium.
38:37Das ist jetzt vorhanden, nicht von Ihnen, Herr Kasper.
38:39Aber wisst ihr es, ich mag der Herrin nicht verhaltensauffällig werden.
38:43Schaut.
38:47Ja?
38:50Ah, Herr Kasper.
38:52Servus, Frau Erdmann.
38:54Kommen Sie rein.
38:55Wie ist es gelaufen?
38:56Ein voller Erfolg.
38:59Gar nichts hat er zum Beanstanden gehabt, der Herr Finanzbeamte.
39:02Und er war total begeistert von meiner Ordnung.
39:07Freut mich.
39:09Das sind jetzt aber nicht schon die Unterlagen für die nächste Umsatzsteuer, oder?
39:12Nein.
39:14Da ist jetzt wirklich ein Wein drin.
39:16Für Sie.
39:19Wow.
39:21Danke.
39:23Und?
39:24Glauben Sie, dass er es war?
39:26Ja, mein.
39:27Hallo, ihr zwei.
39:30Passt sie mal auf.
39:32Das ist der Herr Bankhofer.
39:34Der Herr Bankhofer arbeitet bei der Firma Schöckl bei dem Baumarkt in Aibling.
39:38Grüß Gott.
39:39Grüß Gott.
39:39Guten Tag.
39:40Hallo.
39:40Vor drei Tagen hat er eine Rohrzange verkauft.
39:43Von der Firma Schöckl.
39:53Und?
39:53Wie ist das die Dame?
39:56Genau, die war's.
40:01Frau Schmeller, Sie wurden eindeutig als Käuferin dieser Rohrzange identifiziert.
40:08Die Farbspuren an der Zange stimmen mit denen am Gerüst überein.
40:14Das heißt, Sie haben damit die Halterung am Gerüst manipuliert.
40:31Und warum?
40:32Warum?
40:37Es war einfach nicht mit anzusehen, mit welcher Sturheit mein Schwiegervater sich träumte,
40:41das blöde Haus zu verkaufen.
40:45Wenn er so einmalige Gelegenheit, sich und sein Geschäft zu sanieren,
40:50hätte er gleich verstreichen lassen.
40:52Und das wollten Sie nicht so tatenlos hinnehmen.
40:57Das Angebot der Gesellschaft galt doch nur noch bis Ende der Woche.
41:02Dann wollten die Leute sich anderweitig engagieren.
41:06Und die Chance wäre vertan gewesen.
41:10Und ihr Mann?
41:13War er in der Tat beteiligt?
41:15Aktiv?
41:16Oder durch Anstiftung?
41:18Nein.
41:22Der hätte sich lieber bis ans Ende aller Tage mit seinem Vater weitergestritten.
41:28Sie machen auch nur ein Haar zu krummen.
41:32Das kann ich aber nachvollziehen, Frau Schmeller.
41:36Ja.
41:38Frau Schmeller, Sie sind vorläufig festgenommen,
41:40wegen des dringenden Tatvertrags, die ich mit Schmeller mordet habe.
41:49Tja, die hätten wir sauber in die Zange genommen.
41:51Frau Schmeller, Sie sind vorläufig fest?
41:55Bist es nicht, Herr Schmeller.
41:56Wie ist denn?
41:57Das ist einає der Anstiftung.
41:57Wie ist denn?
41:57Wie ist denn?
41:58Wie ist denn?
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