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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
00:00Herr Stadler, Frühstück wäre fertig. Zeit wird's.
00:09Herr Stadler!
00:28Hieronymus? Hieronymus? Hieronymus?
00:44Glauben Sie mir's? Wenn eine Frau Schluss macht, dann ist Schluss.
00:50Woher haben Sie diese großartige Weisheit?
00:53Schmerzvolle Lebenserfahrung. Aber ich kann mir das schon vorstellen, dass Sie das jetzt wurmt, dass die Marie zuerst am Ball
01:00war.
01:01Wie soll ich denn das verstehen?
01:05Ja. Wahrscheinlich war nicht immer Sie derjenige, der Schluss gemacht hat.
01:08Morgen, Frau.
01:09Morgen, Herr Bergmann.
01:10Und dass es jetzt einmal andersrum ist, das schmeckt ja nicht.
01:16Unsinn. Ich muss mir was einfallen lassen, womit ich Sie beeindrucken kann.
01:24Ein Picknick vielleicht?
01:30Also, mit weggeschlaffene Füße, verdrehtem Rücken im Gras sitzen und fliegen aus dem Nudelsalat fischen.
01:37Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.
01:40Sie sind ganz schlauer.
01:42Gescheithaferl heißt das bei uns.
01:45Zack und zack.
01:47Herr Stadler!
01:58Herr Stadler!
01:59Na, ich bin's.
02:01Ah, Frau Hofer, Sie?
02:02Ja, der Herr Stadler ist grad irgendwie nicht da. Gab er es allein?
02:05Ja, und zwar auf dem Hamburger.
02:07Der Hamburger?
02:08Nein, auf dem Hamburger sein Hof.
02:10Ein gewisser Hieronymus-Burgmeister, der hat da gelebt.
02:14Der Burgmeister?
02:15Kennen Sie den?
02:17Ja, der hat bei uns bloß der Kleckser geheißen, weil er immer noch so Klecksbilder gemacht hat.
02:22In der Musikakademie hat er mal eine Performance gegeben. Malen zu Musik.
02:26Aha.
02:27Sie, wenn ich Ihren Stadler mit erwische, richte es ihm aus und wenn ich nicht schreibe ihm einen Zettel, gell?
02:31Ja, bitte machen Sie, das kriegen Sie, gell? Wiederhören.
02:34Bitte, Anna.
02:38Ein Versuch.
02:42Kann sein, dass ich nicht durchhalte und mal irgendwie schlapp mache, aber ein Versuch.
02:46Wieso jetzt das?
02:48Letzte Woche habe ich einen Täter hinterherlaufen müssen und der Moran erwischt, so kann es nicht mehr weitergehen.
02:51Sieht an, können Sie jetzt gleich dem nächsten Täter hinterherlaufen.
02:55Die Stockladografer ist gebert allein.
02:57Oh, dieser noch.
03:09Morgen.
03:10Morgen.
03:11Und?
03:11Hat sich Marie schon mal mehr erkundigt?
03:13Was?
03:13Nein.
03:15Morgen.
03:15So, hereinspaziert mitkommen bitte.
03:18Unser Toter war ein Wahler.
03:22Hieronymus Burgmeister.
03:2334 Jahre alt.
03:25Das ist mein Moment.
03:25Er hat dieses Atelier hier gemietet am Hof von Herrn Hamburger.
03:30Das ist der Hamburger.
03:31Der hat ihn auch gefunden und er wollte seine letzten drei Monate Mieten haben.
03:35Gell, Herr Hamburger?
03:36So.
03:37Bis gut.
03:37Bis gut.
03:39Danke vielmals.
03:40Morgen.
03:43So.
03:44Aha.
03:44Hat die Spuse schon was?
03:46Ja, freilich.
03:47Da schaut's her.
03:48Hier wurde der Boden vor kurzem erst mit einem extrem scharfen Putzmittel bearbeitet.
03:54Aber weißt du mein, was beseitigt werden sollte?
03:56Der Blut.
03:57Der Fonsi hat schon den Luminoltest gemacht.
03:59Von wem stammt das Blut?
04:01Das wissen wir noch nicht.
04:02Und ob wir das jemals wissen werden, das wissen wir auch noch nicht.
04:04Warum?
04:05Dieses Putzmittel ist extrem potent.
04:08Gut.
04:09Also, in dem Fall eher schlecht.
04:11Ah, neulich.
04:13Der Herr Putzmeister hat alle seine Bilder fotografiert und in diesen Ordner abgeheftet.
04:20Da schaut's her.
04:20In vier Bereiche gegliedert.
04:22Der erste Bereich sind die bereits verkauften Bilder.
04:25Immer mit Rechnung dabei.
04:26Vorbildlich.
04:28Der zweite Bereich sind seine Klecksbilder aus einer Klecksphase.
04:32Der dritte Bereich sind seine Tierbilder aus einer animalischen Phase.
04:35Und hier der vierte Bereich, da sind noch drei Fotos von Sehbildern.
04:41Schön.
04:41Bringen Sie den Ordner bitte ins Büro, den checken wir später durch.
04:45Hallo Sabine.
04:47Grüß Gott, Frau Dr. Eckstein.
04:48Guten Morgen, die Herren.
04:50Er wurde erstochen.
04:53Oh.
04:54Ja.
04:55Und zwar mitten ins Herz.
04:58Und die Hämatome hier in seinem Körper, da und da, deuten darauf hin, dass es einen Kampf gegeben hat.
05:04Haben wir schon eine Tatwaffe?
05:05Nein, bisher noch nichts.
05:07Und die Tatzeit war gestern Abend, zwischen 22 und 23 Uhr.
05:13Sonst habe ich leider nichts.
05:15Ah, Entschuldigung, die Störung, Frau Doktor.
05:17Eine Dame wäre draußen, eine Frau Kleuber.
05:19Sie sagt, sie wäre die Freundin vom Burgmeister.
05:22Was machen wir denn?
05:22Ja, wir kommen gleich.
05:24Wir schauen uns dabei noch ein bisschen da hin um, oder?
05:26Ja.
05:27Wird's gehen?
05:27Ja.
05:28Geht schon.
05:30Wie man so hört, lebst du auf ganz schön großem Fuß.
05:33Wieso?
05:34Na ja, bist du im teuersten Hotel der Stadt abgestiegen.
05:36Ach so, aber nur solange die Landwirtschaftsmesse lief.
05:38Alles andere war ausgebucht.
05:40Hm.
05:40Und Frau Hofer?
05:41War die auch ausgebucht?
05:43Hm.
05:45Hm.
05:52Hm.
05:52Frau Kleuber?
05:55Bergmann.
05:57Kriminalpolizei.
05:59Wann haben Sie denn Ihren Freund zuletzt gesehen?
06:03Gestern Abend.
06:05Mein Kollege Herr Stadler, Frau Kleuber, die Freundin von den Burgmeistern.
06:09Grüß Gott.
06:12Gestern Abend.
06:13Wann denn genau?
06:16So, gegen acht.
06:18Und wo?
06:19Mein Gott, hier.
06:22So um neun bin ich dann heim.
06:25Sie wohnen gar nicht zusammen?
06:27Nein.
06:28Hm.
06:28Und warum nicht?
06:31Das war dem Hieronymus so bürgerlich.
06:33Er hat seine Freiheiten gebraucht.
06:34Mein Künstler halt, gell?
06:36Dann bleiben Sie nie über Nacht?
06:38Was?
06:39Doch.
06:39Schon.
06:40Aber gestern...
06:43Gestern?
06:44Was war denn gestern?
06:46Da haben wir uns gestritten.
06:49Aha.
06:49Und um was ist es da gegangen?
06:54Mai.
06:58Er hat einmal wieder neue Impulse gebraucht.
07:01Immer wenn er seine Depri-Phase gehabt hat, hat er bei anderen seine Inspiration gesucht.
07:05Ach so, bei anderen Frauen.
07:08Äh...
07:09Musen quasi.
07:10Und das hat ja noch gar nichts ausgemacht.
07:11Der ist immer wieder zu mir zurückgekommen, gell?
07:14Um welche Frau ging es denn diesmal?
07:15Die Baling.
07:17Aus unserer Gleitschirm-Klicke.
07:19Und wo finden wir diese Frau Baling?
07:20Arbeiten tut's im Gesundheitscenter von Bertram Meitinger.
07:23Der ist auch in unserer Klicke.
07:26Der Herr Burgmeister war der auch in dieser Klicke?
07:29Ja.
07:30Also, wenn Sie uns dann bitte noch die Adresse von dem Gesundheitscenter geben und alle Namen aus der Gleitschirm-Klicke.
07:40Wo waren Sie nach dem Streit gestern so zwischen 22 und 23 Uhr?
07:46Da war ich daheim.
07:49Allein.
08:13Schubs, und schon bin ich auch da.
08:15Und zwar völlig entspannt.
08:18Danke.
08:19Die Frau Kläuber, fand ich auch, die hatte sowas, sowas Aggressives.
08:23Stimmt.
08:23Das ist ein bissl wie einer Fahrstil, gell?
08:26Nein, Sie haben recht.
08:27Also, seltsam ist mir die auch vorgekommen.
08:29Alles, wie wenn Sie sagen möchten.
08:29Das hat er jetzt davon.
08:32Vielleicht hat diese Affäre das Fassel zum Überlaufen gebracht.
08:34Vielleicht.
08:44Grüß Gott, Stadler.
08:47Guten Tag, Herr Stadler.
08:48Haben Sie Ihr Rezept dabei?
08:50Freilich.
08:53Das ist mein Kollege, der Herr Bergmann.
08:55Der hat übrigens das gleiche Rezept.
08:57Die Frau Baling würde man gerne sprechen.
08:59Steht vor Ihnen.
09:01Frau Baling, wir haben gehört, dass Sie was mit dem Herrn Burgmeister haben.
09:07Ja, wir sind lieb.
09:10Da müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass der Herr Burgmeister heute Morgen tot in seinem Atelier gefunden worden ist.
09:16Er wurde ermordet.
09:18Tut uns leid.
09:21Hier auch nicht.
09:22Er ist tot.
09:24Was?
09:25Wer sind Sie?
09:26Martin Larcher.
09:29Staat Larcher, die Frau Rosenheim.
09:31Bergmann.
09:32Was ist passiert?
09:34Herr Burgmeister wurde erstochen.
09:37Oh, Gottes Willen.
09:38In welche Beziehung standen Sie denn zu Herrn Burgmeister?
09:41Wir waren Freunde.
09:42Ach so, Sie gehören auch zu dieser Gleitschirmfraktion.
09:46Ja.
09:47Frau Baling, wann haben Sie einen Burgmeister?
09:49zuletzt gesehen. Am Sonntag. Da treffen wir uns immer auf dem Kasseler Berg zum Gleitschirmfliegen.
09:55Wer ist wir? Martin, also Herr Lercher und unser Chef, der Bertram Maltinger und Anna, Anna Kläuber.
10:05Und Hieronymus. Ich war aber diesmal nicht dabei. Wie lange waren Sie dort? Wir sind noch eingekehrt.
10:14Das war so 18 Uhr, 18.30 Uhr. Wo waren Sie? Ich hatte die ganze letzte Woche Urlaub. Ich war
10:20in Bozen und bin erst gestern Abend zurückgekommen.
10:23Herrn Burgmeister habe ich das letzte Mal gesehen, kurz bevor ich weggefahren bin. Wo waren Sie gestern zwischen 22 und
10:2723 Uhr?
10:29So um 22 Uhr bin ich zu Hause angekommen, habe meine Sachen ausgepackt und bin dann ins Bett. Und Sie?
10:36Ich war auch zu Hause.
10:38Ja gut, dann wird man noch mit Ihrem Chef sprechen, wohl mit dem Herrn Maltinger.
10:50Stockel.
10:51Wickel.
10:51Du, die Frau Artmann hat die Brache.
10:54Ach, Herr Mohr.
10:55Herr Ochtiger.
10:56Die Frau Artmann ist die ganze Woche über in München. Wegen irgendwelcher Umstrukturierungsmaßnahmen.
11:01Ah, das ist blöd.
11:04Stockel.
11:05Ja?
11:05Unser Mordopfer, der Herr Hieronymus Burgmeister, das ist doch ein Kunstmaler gewesen.
11:10Ja, die Frau Hofer hat mir von ihm verzeiht.
11:12Aha. Möchtest du mit ihm seine Burteln sehen?
11:15Ja, gern.
11:16Ja, schau her. Schau ist lieb, gell?
11:18Mhm.
11:19Ja, oder Katzerl.
11:21Ja.
11:21Noch eine Katzerl.
11:22Du, jetzt stell dir mal vor. Bei jedem Burtel, das der verkauft hat, hat er hinten eine Rechnung angehängt.
11:28Da, zum Beispiel.
11:29Da auch.
11:30Und wenn du jetzt eine Liste machen könntest, wie viel er damit verdient hat, dann täten wir das wissen.
11:35Und wenn du eine Frage hast, dann findest du mich beim Fonze in der KTU.
11:39Wiederschauen.
11:40Hey, so haben wir vielleicht nicht gewettet, gell?
11:42Nein.
11:45Der Mann hat eindeutig Führungsqualitäten.
11:52Herr Mohr.
11:54Ja.
11:55Ja, der Herr Hamburger.
11:56Ich hätt da noch was.
11:58Mir ist eingefallen, dass ich gestern Abend gesehen hab, wie jemand ins Haus reingegangen ist.
12:03Vielleicht ist das ja wichtig.
12:04Ja, fein.
12:05Ich hab mir das gesehen.
12:06So um kurz nach 10 Uhr auf die Nacht.
12:09Ich bin ja gerade mit dem Bulldog von meiner Wiesen heimgefahren.
12:12Moment.
12:13Ah, und haben Sie die Person gekannt?
12:16Nein, es war eine Frau, aber gekannt hab ich sie nicht.
12:19Moment.
12:22Was, vielleicht ihr?
12:24Nein, die Frau Gläuber kenne ich auch.
12:27Grüß Gott, Frau Gläuber.
12:30Ich kann mir gar nicht vorstellen, warum man den Herrn Burgmeister umbringt.
12:33So schlecht hat er jetzt auch bei den Gmeiß.
12:36Bitte setzen Sie ihn.
12:37Gern.
12:40Ja, vielleicht steigen ja meine Burgmeisterreiche jetzt im Wert.
12:45Gerns.
12:47Herr Meitinger, Entschuldigung, dass ich das so sag, aber sonderlich betroffen wirken Sie jetzt nicht.
12:52Meine Trauer ist innerlich.
12:54Hatten Sie was gegen den Herrn Burgmeister?
12:56Nein, nein, wir waren gute Spitzeln.
13:01Hatte er in letzter Zeit irgendwelche Probleme?
13:04Im Gegenteil.
13:05Scheinweise zu Geld kamen.
13:07Ein Haus wollte sich Kaffee in Andalusien und da hitzen.
13:11Wo denn das Geld herkommt?
13:13Gehört.
13:13Hat er gesagt.
13:14Wo waren Sie gestern zwischen 22 und 23 Uhr?
13:20Mit meinem Hundspatienter nochmal rausmessen.
13:23Und gibt es dafür irgendwelche Zeugen?
13:25Mein Hund.
13:28Ganz ein spaßiger, der Herr Meitinger, gell?
13:31Sagen Sie, wie lange existiert Ihre Clique schon?
13:34Beim Gleitschirmfliegen haben der Leiche und ich angefangen.
13:37Ähm, das war so vor acht Jahren, als er noch die Praxis gehabt hat.
13:41Ihr, wer, ihr, ihr?
13:43Früher war der Leiche mein Chef.
13:45Aber als er in Insolvenz gegangen ist, dann hat er die Verhältnisse umgekehrt.
13:48Und er hat dann den Burgmeister und die Gläuber in die Clique gebracht.
13:52Die Barlinge ist erst seit knapp einem Jahr dabei.
13:53Kurz nachdem sie bei mir angefangen hat.
13:55Entschuldigung.
13:56Ja, äh, dies war's dann für Sie erst.
13:58Ja, danke, Herr Meitinger.
14:01Herr Meitinger, eine Frage.
14:03Ähm, diese Altschiffballons, fliegen Sie auch damit?
14:06Dies heißt, mein Bruder managt das.
14:09Aha.
14:10Äh, heißt das, ich kann's dem Ballon auch mieten?
14:13Schon.
14:14Bei meinem Bruder.
14:15Äh.
14:17Geht das auch heute noch?
14:18Selbstverständlich, wann immer Sie mögen.
14:20Danke.
14:21Also, bis dann.
14:23Äh, was wollt ihr, Herr Meitinger?
14:24Ja, äh, er sagt, dass unser Bauer, der Herr Hamburger,
14:28gestern, kurz vor der Tatzeit, eine Frau ins Atelier vom Burgmeister gehen hat sehen.
14:32Er hat die Frau nicht gekannt, aber die Gläuber war's nicht.
14:36Vielleicht die Frau Barling.
14:38Sie sagt, sie war mit Burgmeister liiert, im Gegensatz zu Gläuber.
14:40Die meint, dass die Frau Barling nur eine seiner flüchtigen Affären gewesen ist.
14:44Aha, das hat er jede auf ihre Weise gesehen, hm?
14:47Frau Barling, ich frag's ja einfach nochmal.
14:51Wo waren Sie gestern Abend um 22 Uhr?
14:53Zu Hause.
14:56Gut, dann kommen Sie jetzt bitte mit zu uns aufs Kommissariat.
15:00Und warum?
15:00Das erfahren Sie dann schon.
15:04Dann geh ich mich schnell umziehen.
15:11Ein Heißluftballon.
15:12Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst.
15:14Doch, doch, doch, das ist genau das Richtige.
15:15Marie mag sowas, das weiß ich.
15:17Ich lande auf dem Hof und entführe Sie zu einer Ballonfahrt mit Champagner und Kanapés über Ihre wunderschöne bayerische Landschaft.
15:23Sie müssen nur dafür sorgen, dass Marie nicht zu Abend ist.
15:25Und was ist, wenn's Höhenangst hat?
15:27Also mich persönlich, da können Sie doch keine zehn Pferdchen in so einen Ballon reinbringen.
15:30Die würden auch nicht ausreichen.
15:33Marie hat keine Höhenangst.
15:35Ich wär mit ihm mal auf so einer Art Klettersteig.
15:39Also wenn ich meiner Hilde so einen Vorschlag unterbreiten würde, die darf mich glattwegs auf den Mond schießen.
15:46Die Dame hätte auch bei mir mitfahren können.
15:49Tun wir das nicht an.
15:51Normalerweise gehört so jemand auf die Rücksitzbank.
15:54Aber kaum sieht der eine schöne Frau als die Dienstvorschrift im Arsch.
15:59Herr Mattinger, Werkmann hier.
16:01Dirk Bergmann, ich hab die Nummer von Ihrem Bruder.
16:06Bitte aufstehen.
16:07Schön, Ihnen aufhalten.
16:08Das stimmt aber nicht.
16:18Ja, und ist die Frau dabei, die Sie gesehen haben?
16:21Ja, die Nummer drei.
16:24So, meine Damen.
16:26Eins, zwei, vier, fünf.
16:33Halt, stehen bleiben.
16:35Der Ordner mit den Rechnungen.
16:37Nein, die Frau Ortmann, also die Frau Ortmann ist heute nicht da.
16:40Jetzt hab ich's der Frau Stockhill gegeben.
16:42Gibt es da schon Ergebnisse?
16:44Weiß ich noch nicht, so genau.
16:45Na gut, dann geh ich gleich noch zu ihr.
16:48Ich würde sagen, Sie befragen die Frau Kläuber, während ich der Frau Baling mal auf den Zahn fühle.
16:53Ist ja auch der steilere Zahn, gell?
16:55Wir können gerne auch tauschen.
16:57Nein, versteh ich schon.
16:58Sie müssen ihre Harmonie auftun bringen für eine Ballonabenteuer heute auf die Nacht.
17:02Was für ein Ballonabenteuer?
17:03Der Herr Bergmann hebt heute Abend mit einem Heißluftballon ab.
17:07Um die Frau Hofer am Hof abzuholen?
17:08Nein, haben Sie da alle Vorbereitungen schon getroffen?
17:11Ja.
17:12Achso, nein, den Champagner und die Canapés muss ich noch bestellen mit einem Blumenstrauß.
17:15Nein, nein, ich meine ein dickes Gewand oder Decken, weil darum ist es auch kalt.
17:19Oder wollen Sie, dass sich die Frau Hofer einen Schnupfen einfängt?
17:22Ah, stimmt.
17:24Haben Sie vielleicht welche auf dem Hof?
17:26Ja, gut, die riecht es ja nachher.
17:28Danke.
17:29Frau Kläuber, wenn Sie bitte mitkommen.
17:31Übrigens, der Herr Burgmeister soll eine große Erbschaft gemacht haben.
17:34Könnten Sie der Sache nachgehen?
17:35Konto überprüfen und so weiter, naja, Sie wissen schon.
17:37Ja, sorry.
17:38Danke.
17:42Herr Kasper, Bergmann hier.
17:44Ich bräuchte für heute Abend eine Platte mit Canapés für zwei Personen.
17:48Und stellen Sie doch bitte schon eine Flasche Champagner-Karl.
17:54Frau Stoffel.
17:55Herr Bergmann.
17:56Können Sie mir schon was zu dem Geschäftsordner sagen?
17:58Ja, selbstverständlich.
18:00Also der Burgmeister, der hat hauptsächlich seine Tierbilder verkauft.
18:03Von seinen Klecksbildern hat er nicht leben können.
18:05Für wie viel hat er denn so ein Bild verkauft?
18:07Mei, das billigste 200 Euro, das teuerste 1400 Euro.
18:11Aber schauen Sie mal, diese drei Bilder passen überhaupt nicht zu seinem übrigen Stil.
18:16Also weder zu den Tierbildern, noch zu seinen Klecksbildern.
18:19Das da ist der Chiemsee.
18:21Das ist der Staffelsee.
18:23Und das, das weiß ich nicht.
18:25Ja, und?
18:26Naja, warum benennt er diese Bilder nicht nach den Seen,
18:30sondern er nennt sie Variation 1, Variation 2 und Variation 3?
18:35Keine Ahnung.
18:37Künstler eben.
18:39Künstler.
18:40Logisch.
18:42Ich bin die Einzige, die an Hieronymus wirklich kannt hat.
18:46Ich hab für ihn gekocht, ich hab seinen Saustall aufgeräumt,
18:49ich hab seine Ausstellungen organisiert,
18:51ich hab seine Launen ertragen.
18:53Und die haben es in sich gehabt.
18:56Geht's mal, wenn er wieder Schaffenskrise gehabt hat,
18:58und in letzter Zeit hat er bloß noch Schaffenskrisen gehabt,
19:01durfte ich mir stundenlang anhören,
19:02wie boniert die Welt ist, weil sie sein Talent nicht erkennen will.
19:05Also, was ich mich jetzt da frage,
19:08warum sie nicht endgültig einen Schlussstrich zangen haben?
19:11Mein Gott, warum, warum?
19:12Weil ich dumme Kuh immer wieder gehofft hab,
19:15dass er irgendwann einmal einsieht,
19:16dass er von seiner Kunst nicht leben kann.
19:18Sich einen Beruf sucht,
19:19ein normales Leben führt, wie alle anderen auch.
19:21Wenn er von seiner Kunst nicht leben konnte,
19:24von wem denn dann?
19:25Ja, genau, von mir.
19:27Und von dem, was ich halt als Tierzhelferin verdiene.
19:30Ja, ein paar Pudel wird er schon verkauft haben, oder?
19:32Geh.
19:33Da hab doch auch ich ihm das meiste vermittelt.
19:36Was glaubten Sie,
19:36wo die Kunden für seine Tierbilder her sind?
19:39Aber dann, gell, sein Gejammer,
19:40was für einen unwürdigen Scheiß er malen muss.
19:43Kaum kommt er zu Geld,
19:45wo er mit der Baling nach Andalusien.
19:48Ach so, ja, das wissen Sie also schon.
19:50Und Sie wollten ihn nachhaltig daran hindern, gell?
19:55Frau Baling, Sie haben uns angelogen.
19:57Sie wurden gesehen, wie Sie gestern Abend,
19:59kurz vor 22 Uhr,
20:00in das Haus von dem Burgmeister gegangen sind.
20:02Ja, ich hab gelogen.
20:04Das tut mir leid.
20:05Ich wollte in diese Sache einfach nicht reingezogen werden.
20:09Was wollten Sie dort?
20:11Hieronymus hat mich angerufen.
20:13Ich sollte kommen,
20:14weil ihm seine Ex mal wieder die Hölle heiß gemacht hatte.
20:16Frau Kläuber?
20:17Ja.
20:18Anna, also Frau Kläuber,
20:21wollte einfach nicht wahrhaben,
20:23dass Hieronymus und ich zusammen sind.
20:25Die wollte mich wahrscheinlich genauso aussitzen,
20:27wie alle anderen auch.
20:28Und diesmal war das anders, ja?
20:29Ja, wir wollten nach Spanien gehen.
20:33Und als Anna davon erfahren hat,
20:35ist sie vollkommen durchgedreht.
20:37Also, der trau ich alles zu.
20:39Und auch den Mord.
20:41Wie hat es Ihnen Frau Kläuber erfahren?
20:42Sie muss wohl den Vorvertrag für den Hauskauf
20:45in Andalusien gefunden haben.
20:47Was mich bei Hieronymus nicht gewundert hätte,
20:49der hat immer alles rumliegen lassen.
20:51Und deshalb hat sie ihm gestern Abend die Hölle heiß gemacht?
20:54Ja.
20:55Und davor auch schon.
20:57Als wir nach dem Gleitschirmfliegen eingekehrt sind.
21:00Da hat sie ihm das mit dem Hauskauf um die Ohren geschlagen
21:02und mich eine Schlampe genannt,
21:04die sich nur an ihn rangewanzt hätte,
21:05weil er zu Geld gekommen ist.
21:08Gut.
21:09Dann können Sie jetzt gehen.
21:11Aber halten Sie sich zur Verfügung.
21:18Also jetzt noch mal fürs Protokoll,
21:20Herr Kommissar.
21:22Ich habe gestern meine Gleitschirmausrüstung
21:24beim Hieronymus geholt.
21:25Die habe ich dort deponiert,
21:26weil meine Wohnung sehr klein ist.
21:28Bitte.
21:30Nein, da habe ich mich ja ein bisschen umgeschaut.
21:33Und dann ist mir der Vorvertrag für den Hausverkauf
21:35in die Hände gefallen.
21:37Ach so, in die Hände gefallen.
21:39Na und dann?
21:40Dann bin ich direkt zum Köserberg gefahren.
21:43Der Hieronymus ist mit der Baling schon in der Luft gewesen.
21:46Dann habe ich dem Meitinger von dem Hauskauf erzählt,
21:48ob er wüsst, wie der Hieronymus plötzlich
21:50zu so viel Geld gekommen ist.
21:51Ich meine, 600.000 soll das Haus kosten.
21:54Und? Hat er es gewusst?
21:55Nein, hat er nicht.
21:57Aber er hat mir erzählt,
21:58dass die Baling letzten Freitag bei ihm gekündigt hat.
22:00Aber ja, hallo, da war mir alles klar,
22:02dass der Hieronymus mit der Baling nach Analusien abhauen will.
22:05Und dann?
22:06Dann bin ich mit Meitinger in die Luft gegangen.
22:09Ja, und das im wahrsten Sinne des Wortes.
22:11Der war ja genauso sauer wie ich.
22:12Nur weil die Baling bei ihm gekündigt hat.
22:14Mein Gott, na, nicht nur.
22:16Er ist auf sie gestanden.
22:18Er hat sich sehr um sie bemüht.
22:20Er hat sich halt Chancen ausgerechnet.
22:21Und dann hat ihm der Burgmeister
22:22einen Strich durch die Rechnung gemacht.
22:26Als der Meitinger und ich wieder am Boden waren,
22:29sind der Hieronymus und sie schon Händchen halten in der Kneipe gesessen.
22:33Ich habe ihn dann zur Rede gestellt.
22:35Ah, super, der Staat ist alles beschäftigt.
22:38Stockl, hast du ein Bier für mich?
22:39Sag einmal, Michi, einen Kaffee kannst du nicht haben.
22:43Du, Stockl, hast du endlich was gehört vom Hofer und vom Hansen?
22:48Nein, warum soll er die?
22:49Ich meine, der eine sitzt in Coburg und der andere besucht seinen Vater in Hamburg.
22:52Ich glaube nicht, dass sie uns recht vermissen.
22:54Du, Stockl, ich glaube, Bergmann, der möchte heute hochnausen.
22:59Mein Gott, wer will das nicht?
23:01Aber der möchte die Frau Marie abholen mit dem Heißluftballon von des Hofes Höhen.
23:06Ach, das ist ja mal eine gute Idee.
23:10So etwas würde ich auch mal ganz gerne machen.
23:13Hat der Herr Burgmeister irgendwann erwähnt, woher er das Geld gehabt hat?
23:16Ja, er hat gesagt, er hätte geerbt.
23:19Aber das habe ich ihm freilich nicht geglaubt.
23:21Und woher hat er sonst das Geld hergehabt?
23:23Ich weiß es nicht.
23:26Ja, vielleicht hat er ja ein paar Brudel verkauft.
23:28Für 600.000.
23:30Ich frage ja nur, weil in seinem Ausstellungsraum fehlen drei Bilder, gell?
23:34Echt? Welche?
23:36Weiß ich nicht.
23:37Also wenn man reinkommt, rechts hinten in dem Seitengang.
23:42Da hinten hat er eigentlich nie was verkauft.
23:44Das hat mich eh immer gewundert.
23:45Oder waren es vielleicht diese Bilder?
23:50Nein, so etwas hat er nie gemalt.
23:53Sein üblicher Stil waren Klecksbilder oder halt ein paar von die Tierbildern.
23:57Außerdem hat er seine Signatur rechts oben gemacht und nicht rechts unten.
24:05Es scheint sich ja in der Sache, Hofer Bergmann etwas zu bewegen.
24:09So.
24:10Und was bewegt sich?
24:12Es bewegt sich nach oben.
24:14Der Herr Bergmann möchte Frau Hofer mit dem Ballon abholen.
24:17Bitte?
24:18Mit einem Ballon?
24:19Ja, das ist doch mal was Besonderes.
24:21Ja, so kann man das auch sagen.
24:23Und was bezweckt er damit?
24:25Hä?
24:25Na ja, das klingt ja schwer nach einer Verzweiflungskarte.
24:28Na ja, vielleicht möchte er das Ruder rumreißen.
24:31Ja, in den Abgrund vielleicht.
24:32Also Herr Achtziger, bitte.
24:34Gut, dann wollen wir dem Herrn Bergmann die Daumen drücken.
24:38Geht denn das überhaupt?
24:41Äh, was?
24:42So eine Punktlandung mit einem Ballon.
24:44Soviel ich weiß, sind die doch von der Thermik abhängig.
24:46Der Herr Bergmann wird sich schon was dabei gedacht haben.
24:49Gut, wenn Sie das sagen, Frau Stockel.
24:54H, H, E, K.
24:58H, E, K.
25:00Kennen Sie einen Maler mit diesen Initialen?
25:03Also von der Malerei habe ich so viel Ahnung, wie der Fisch vom Radlfaden.
25:07Herr Moor, setzen Sie sich doch bitte mit unserem Kunstexperten in Verbindung, diesem Herrn.
25:12Dr. Schlegelmilch.
25:14Äh, genau.
25:15Dann bringen Sie ihm die Fotos.
25:16Ich möchte wissen, von wem diese Bilder sind.
25:18Wie hoch sie gehandelt werden und wo sie sich befinden.
25:20Ja, danke, Herr Bergmann.
25:21Herr Bergmann, Herr Stadler, das war ja der Bericht von der KTU.
25:26Ja, also wie befürchtet, das Blut, das wo der Täter wahrscheinlich zusammengewischt hat, konnte nicht mehr analysiert werden.
25:32Das Putzmittel war einfach zu potent.
25:34Ja, und dann hat die Spuse nichts mehr gefunden.
25:36Da fahren Sie rein.
25:37Also das Blut vom Opfer hat er dem Täter nicht weggewischt.
25:40Also muss folglich das aufgewischte Blut vom Täter stammen.
25:43Vielleicht hat er sich irgendwie verletzt.
25:45Herr Moor, wissen Sie schon, was er bei dieser Abschaft schafft?
25:48Na, Freude, er war im Amtsgericht.
25:50Na, und?
25:51Nichts.
25:52Keine Erbschaft.
25:53Und Kontobewegungen hat es gegeben, aber mehr nach unten.
25:57Vielleicht hat das Geld ja doch mit den Bildern zu tun.
25:59Möglich.
25:59Aber jetzt nehmen wir uns erst einmal den Meitinger vor, weil der hat ein Motiv.
26:03Die Gläuber hat mir gesagt, dass er auch auf die Ballin gestanden ist.
26:06Und war es auch auf dem Burgmeister, weil es die einen weggeschnappt hat.
26:09Könnten Sie das alleine machen?
26:10Ich würde jetzt gerne schon gehen.
26:11Müssten Sie jetzt einen Ballon aufblasen, was?
26:13So ähnlich.
26:14Und bitte sorgen Sie dafür, dass Marie nicht zu Abend ist.
26:16Bis wann kommen Sie?
26:18Na ja, so gegen 20 Uhr.
26:20Halten Sie aus, schau.
26:22Gut, dann rufe ich die Frau Hofer an und sage, dass ich heute Abend für Sie koche.
26:25Sie soll doch nichts essen.
26:27Ich koche ja auch nicht.
26:28Wenn die Frau Hofer heimkommt, setze ich Sie draußen hin und sage ihr, dass ich ein Passau-Überraschungsmenü
26:33koche.
26:33Und die Zeit strecke ich so lange, bis Sie da sind.
26:35Sie müssen halt pünktlich sein, weil sonst komme ich in Teufels Küche.
26:38Mach ich.
26:40Oh, wie das Gescheiß mit den Weibern.
26:48Stimmt, ja.
26:49Die Party ist ja sowas, Madl.
26:51Und auf den Heroin muss, war ja auch nicht gut zum Sprechen, weil er mir die Tour vermasselt
26:53hat.
26:55Aber deswegen bring ihn doch nicht um.
26:57Aber dann hat es auch noch gekündigt und das hat dann das Fass zum Überlaufen gebracht.
27:02Ich trete dann nicht durch, bloß wenn mir Ihre Mitarbeiterin gekündigt.
27:05Auch wenn ich mich mit ihr noch was anderes hätte forschen können.
27:08Jetzt sag du auch mal was dazu.
27:10So tickt Bertram nicht.
27:12Wenn bei jemandem das Fass überläuft, dann bei der Gläuber.
27:16Wie meinen Sie denn das?
27:17Das mit der Barling war dem Hieronymus ernst.
27:20Und das hat die Anna gespürt.
27:22Und die Anna ist voll der Typ, der sagt, wenn ich dich nicht haben kann, soll ich keiner haben.
27:26So wie die da gestern ausgerast ist in der Wirtschaft.
27:29Das war schon heftig.
27:31Danke dabei.
27:32Sie halten sich weiter zur Verfügung.
27:42Herr Stadler, was gibt's?
27:44Ja, grüß Gott, Frau Hofer.
27:45Heut was Besonderes.
27:46Ich würde Sie gern zum Essen einladen.
27:48Ah ja?
27:49Und wo?
27:50Nein, nein, bei einer auf dem Hof.
27:52Also nichts einkaufen, nichts kaufen.
27:55Und wieso?
27:56Heut?
27:57Ja, das sag ich Ihnen dann später.
27:59Also, wiederhören.
28:05Servus, Herr Bergmann.
28:07Eindlich.
28:07Da.
28:08Eine Flasche Champagner ist drin.
28:10Und wenn Sie den siebten Himmel wollen, dann nehmen wir Sie die auch noch mit.
28:13Mache ich, danke.
28:14Also, für mich wäre das ja nix, gell.
28:17Letzte Woche habe ich einen Bericht gesehen, wo in China so ein Ballon wie ein Stein vom Himmel gefallen ist,
28:21weil er eine Feuer gefangen hat.
28:23Sehr aufbauend.
28:24Danke.
28:25Also, Herr Mantegar, ich wäre zu weit.
28:29Der Ballon braucht noch ein bisschen, der ist noch nicht so weit.
28:32Ja, vielleicht noch eine dritte Flasche fürs Warten.
28:46Das ist ja mal eine Überraschung.
28:48Und, dass Sie kochen.
28:49Was gibt's denn?
28:50Ich hab gar nix gekochen.
28:51Ja, ein Passauer Überraschungsmenü.
28:56Und was sollen die decken?
28:58Hä?
28:59Die, falls es frisch wird.
29:02Als Vorspeise gibt's jetzt erst einmal ein kleines Süppchen.
29:05Auf den Teller?
29:07Besser.
29:17Ja, das ist das.
29:43Ah, da hinten ist ein Ballon.
29:46Schön.
29:47Hä?
29:48Das Ausscheid pflegt dir Richtung Kimse.
29:54Schau, schau, schau, schau.
29:57Kartoffeln.
30:06Und dann sind wir da gestanden mit knurrendem Magen, weil Sie waren ja vom Winde verweht.
30:12Und in unserer Not haben wir dann mein Fertiggericht geteilt.
30:16Jeder einen halben Tafelspitz, drei Rosenkohl und zwei Kartoffeln.
30:19Ja, tut mir leid, tut mir leid.
30:21Es konnte ja keiner wissen, dass man so einen Ballon dermaßen schlecht steuern kann.
30:24Sie hätten sich halt einfach besser informieren sollen.
30:26Ich habe erst nach dem Start erfahren, dass es wegen dem Wind schwer werden würde,
30:29Richtung Hof zu fliegen, äh, zu fahren.
30:32Wie hat Marie dann reagiert?
30:34Braucht tot.
30:37Und sonst?
30:39Hab ich mich in Grund und Boden geschämt.
30:42Grüß dich.
30:43Guten Morgen.
30:44Guten Morgen, Herr Achtziger.
30:45Frau Stoff.
30:46Und? Willst du es in Klappe?
30:48Ich hab ja fast im Kiebensiegel antet.
30:51Die Thermik.
30:53Immerhin nur in Oberbayern.
30:55Langfacher sind halt von den Launen der Natur abhängig.
31:00Ich glaub ja, dass sich der Bergmann nur mit den Launen der Frauen auskennt.
31:04Aber, ich hab was, was die Launen des Mannes hebt.
31:10Nein.
31:13Was darfst du von dir?
31:14Nein.
31:15Essen.
31:15Danke.
31:16Oh, vierte Gott.
31:18Was ist los?
31:19Haben Sie sich verletzt?
31:20Nein, Muskelkater.
31:21Ich hab gestern mit dem Joggen angefangen und heute wieder aufgekehrt.
31:24Das ging aber schnell.
31:27Schnee geht bei mir heut gar nix.
31:30Guten Morgen, Herr Moor.
31:31Morgen.
31:32Nehmen Sie sich ruhig weiter von den Kanapés.
31:34Ja.
31:35Aber stellen Sie bitte keine Fragen.
31:36Nein.
31:37Das ist ja so.
31:38Ich hab gestern Abend noch mit unserem Kunstexperten gesprochen, mit dem Herrn Doktor Schlegelmüch.
31:44Und der Herr Doktor Schlegelmüch, der hat mir erklärt, dass dieses H-E-K eine Abkürzung ist für Hans-Erich
31:51Kirschner.
31:52Ein berühmter Landschaftsmaler aus dem 19. Jahrhundert vor Christus.
31:55Ein Scherz.
31:56In dem seine Bilder sind sehr geschätzt und hoch gehandelt.
31:59Okay.
32:01Und dann hat er mir noch erzählt, dass unsere drei Bilder vor sechs Jahren gestohlen worden sind.
32:06Und der damalige Besitzer heißt Martin Lercher.
32:10Was?
32:11Frau Stockel, ruf uns bitte im Gesundheitscenter bei Meitinger an und stellen Sie den Lercher her, gell?
32:16Mach ich.
32:21Herr Schlegelmüch, der hat mir erzählt, dass diese Bilder bis zu einer Million gehandelt werden.
32:26Also, vor sechs Jahren wurden dem Herrn Lercher diese drei Bilder gestohlen.
32:32Und sechs Jahre lang hingen drei Bilder im Atelier vom Burgmeister.
32:36Und jetzt sind sie nicht mehr da.
32:38Wenn das mal kein Zufall ist.
32:39Ja, aber so offensichtlich.
32:42Vielleicht wurde es übermalt.
32:46Also, der Burgmeister klaut den Lercher die Bilder, übermalt sie dann mit seiner Glägstechnik
32:51und hängt sie dann als unverkäuflich in sein Atelier.
32:55Also, ein besseres Versteck lasst sie doch nicht denken.
32:58Ja, aber warum sind sie nicht mehr da?
33:00Naja, vielleicht konnte er sie ja vor kurzem verkaufen, um seinen Andalusientraum zu finanzieren.
33:06So, der Lercher ist auf Hausbesuch und wäre in drei Stunden da.
33:10Wissen Sie was, Herr Kollege, wir sollten auch Hausbesuche machen.
33:12Ja, und zwar bei allen Verdächtigen.
33:15Vielleicht hat ja der Burgmeister noch nicht alle Bilder verkauft und der Täter hat noch eins.
33:18Herr Mohr, könnten Sie das veranlassen?
33:19Und die Praxis ist, wann der Meitinger soll aufgesucht werden?
33:22Mach ich selber.
33:23Stockl!
33:24Wir schauen uns noch mal im Atelier vom Burgmeister um.
33:28Das sind Schmerzen.
33:37Herr Stadler herrscht schon wie der Hofer.
33:42Würdest du denn gehen, Herr Stadler?
33:43Ja!
33:46Ja, Herr Stadler, was haben Sie denn gemacht? Ist Ihnen jemand auf die Füße gesteckt?
33:51Sag bloß, Sport ist Mord.
33:53Ja, da sind Sie genau richtig bei der Marktkommission.
33:55Ja, das stimmt.
33:56Für den Blödsinn sollte ich mir eigentlich selber festnehmen.
33:59Ich finde, der Stadler ist ein ganz netter.
34:01Ja, also mein Fall wäre er der Werkmann.
34:08Ob Sie die Bilder jetzt gefunden?
34:10Nein, wir nirgends.
34:13Sehen Sie mal.
34:16Ja?
34:18Grüß Gott, Frau Stockl.
34:20Frau Grasecker!
34:22Das ist gerade bei mir abgegeben worden mit einem schönen Gruß von einem gewissen Herrn Meitinger
34:26von der Firma Chiemgau Sky Sailing.
34:30Der hat gestern einen Kommissar von uns gefahren
34:32und vielleicht haben Sie ja Lust, einmal den Betriebsausflug mit Ihnen zu machen.
34:36Wer ist denn der Kommissar gewesen?
34:37Der Herr Bergmann.
34:39Ach, okay.
34:40Und mit wem?
34:42Ah, grüß Gott beinund.
34:44Grüß Gott und Pilgrat.
34:45Ja.
34:45Frau Hofer!
34:47Frau Stockl, der Herr Bergmann ist nicht da?
34:49Nein, leider nicht.
34:50Aber wollen Sie vielleicht einen Kaffee?
34:52Freilich, ein Kaffee geht immer.
34:54Ja, dann kommen Sie auch zu Ihren Kanapés.
34:57Ach, hat Sie aber schnell rumgesprochen.
35:00Wie, der Wind?
35:01Ah, übrigens, das hat gerade ein Angestellter von der Firma abgegeben,
35:04wo der Bergmann gestern geflogen ist. Werbung oder so.
35:07Ja.
35:07Sie hätten so was zum Schreiben für mich.
35:22Da! Schauen Sie mal!
35:27Weißt du denn?
35:28Doch, fällt Ihnen da irgendwas auf?
35:33Und das?
35:34Das könnten doch auch Blutstropfen sein.
35:38Sie sind wirklich aus wie Blut.
35:40Sehr gut, Herr Stadler.
35:41Der Täter hat das wahrscheinlich übersehen, weil er dachte, das gehört zum Bild.
35:44Das Bild nehmen wir mit.
35:46Wenn Sie das bitte übernehmen würden, ich fühle mich heute diesbezüglich unpässlich.
35:51Franz, komm mal bitte.
35:52Wir nehmen das Bild mit und alles hier.
36:14Lieber Dirk.
36:15Und?
36:16Das war eine schöne Idee.
36:17Aber du hast selbst gemerkt, dass du bei mir nicht landen konntest.
36:20Korb bekommen.
36:28Der Herr Lercher wird jetzt im Vernehmungshalm.
36:31Die ist ja noch.
36:34Vor sechs Jahren habe ich die Kirschner Bilder von meinem Onkel geerbt und kurz darauf wurden sie mir gestohlen.
36:39Aber, dass es der Herr Burgmeister gewesen ist, nie im Leben wäre ich drauf gekommen.
36:43Waren die Bilder versichert?
36:44Ja.
36:46Wie hoch?
36:46Zwei Millionen.
36:48Ich habe gehört, dass Sie vor sechs Jahren auch mit Ihrem Gesundheitscenter in Insolvenz gegangen sind.
36:55Haben dort die zwei Millionen nicht ausgereicht, um das abzuwenden?
36:59Nein, leider nicht. Das haben alles die Gläubiger kassiert.
37:01Und Ihr Freund Bertram Meitinger hat dann die Praxis übernommen und sie angestellt?
37:06Ja.
37:06Wird Ihr Gehalt eigentlich immer noch gepfändet? Also bis auf das Existenzminimum?
37:10Ja.
37:11Dann dürfte ja die Wohlverhaltensphase bald rum sein.
37:14Nächstes Jahr.
37:16Warum durchsuchen Sie eigentlich meine Wohnung und warum wurde mir Blut abgenommen?
37:21Ja, diese erfahren Sie dann schon noch.
37:23Äh.
37:31Kaum erbt er die Brudel, werden sie ihm gestohlen.
37:33Also, schon ein komischer Zufall.
37:38Ich hab was für euch.
37:40Darf ich bekannt machen? Variation drei. Variation zwei hat der Sippe entdeckt bei der Frau Baling.
37:48Da verwende ich jetzt meine Turnschuhe drauf, dass sich da drunter die Kirschner befinden.
37:52Die Kartoffel soll ich versuchen, ob die Bilder bemalt worden sind.
37:54Ja.
37:56Ah.
37:57Und die Baling, Herbststein.
37:58Ja.
37:59Über Malte Kirschner und die Baling.
38:00So schön.
38:02Danke.
38:05Hieronymus hat mich nach dem Streit mit der Gläuber angerufen.
38:07Er wollte, dass ich die Bilder mit zu mir nehme.
38:10Wieso?
38:11Ja, er hatte Angst, dass sie aus Rache seine Bilder vernichtet.
38:15Warum diese Bilder?
38:16Das weiß ich nicht.
38:20Kommen.
38:20Kommen.
38:21Entschuldigung.
38:24Folgendes.
38:24Der Fonse hat die Bilder geröntgt und wisst, was drunter war?
38:27Die Sehbilder vom Kirschner.
38:29Herr Bergmann, Sie möchten bitte zu Frau Dr. Eckstein gehen.
38:32Warum?
38:33Die hat nämlich den Blutstropfen auf dem Bild analysiert
38:35und mit den Blutproben von den anderen Verdächtigen verglichen.
38:37Ich muss.
38:39Machen Sie alleine weiter?
38:40Ja.
38:45Frau Baling, jetzt verzeihen einmal meine Geschichte.
38:48Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
38:50Ich rede davon, dass Sie den Herrn Burgmeister umgebracht haben,
38:53um an die wertvollen Kirschner-Bilder heranzukommen.
38:56Er hat Ihnen nämlich anvertraut,
38:58dass er diese Kirschner-Bilder mit seiner Technik übermalt hat.
39:02Ich wusste, dass die Kirschner-Bilder darunter waren.
39:04Aber ich habe Hieronymus nicht umgebracht.
39:07Ich sollte die Bilder nur in Sicherheit bringen.
39:11Mhm. Dankeschön.
39:16Ah.
39:18Es gibt Ergebnisse?
39:20Mhm.
39:21Im Gegensatz zu dir kann ich welche vorweisen.
39:24Herr Morts mir erzählt.
39:26Und aus welcher Richtung bläst der Wind jetzt?
39:31Mir voll ins Gesicht.
39:34Das war's jetzt wohl.
39:36Was?
39:39Du gibst auf?
39:41Ja, ich streiche die Segel.
39:44Ihr wart ein schönes Paar.
39:47Zum ersten Mal sehe ich dich mit blutendem Herzen.
39:51Was ein guter Übergang zu meinem Ergebnis ist.
39:55Wie gewünscht habe ich das Blut der Verdächtigen
39:58mit dem Blutstropfen auf dem Bild verglichen.
40:00Hier.
40:05Also, jetzt noch mal der Reihenfolge nach.
40:07Sie sind vor sechs Jahren mit Ihrem Gesundheitscenter insolvent gegangen.
40:10Ja.
40:11Und kurz danach wurden Ihnen diese wertvollen Kirschner-Bilder gestohlen.
40:14Ja.
40:15Und?
40:15Ja, wir glauben...
40:17Entschuldigung.
40:24Wir glauben, dass der Bilderklau ein abgekattetes Spiel war zwischen Ihnen und Ihrem Spätzlein,
40:30Herrn Burgmeister.
40:31Ja.
40:32Wir gehen davon aus, dass Hieronymus Burgmeister in Ihrem Auftrag die Bilder gestohlen und übermalt hat,
40:36um Sie dann ganz unverdächtig in seinem Mantel hier aufzuhängen.
40:40Sie hören, von der vermeintlichen Erbschaft des Herrn Burgmeister zählen eins und eins zusammen.
40:45Und es kommt zum Streit zwischen Ihnen und dem Herrn Burgmeister.
40:48Gibt's dafür auch Beweise?
40:50Wir haben nämlich da auf einem Gemälde Ihr Blut gefunden.
40:57Krempeln Sie mal Ihren Reihen hinauf.
41:02Ja.
41:03Oder so in mir.
41:11So gut.
41:13Ja.
41:14Wir haben gestritten.
41:16Aber es war kein Mord.
41:19Es war ein Unfall.
41:20Das wird der Richter entscheiden.
41:23Was mit meinen Bildern?
41:25Wurden die gefunden?
41:26Ja, aber die sind ja nicht mehr Ihre Bilder.
41:28Für Sie beginnt ja bald wieder eine neue Wohlverhaltensphase.
41:32Vielleicht bis länger.
41:34Herr Löcher, Sie sind vorläufig festgenommen, weil Sie im dringenden Tatverdacht stehen, Herrn Burgmeister getötet zu haben. Herr Mohr, bitte.
41:39Herr Löcher, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:49Und was machen wir zwei mit diesem angebrochenen Tag?
41:54Vielleicht eine Fahrt mit dem Heißluftballon über den Kimsee?
41:58Siehst du schon?
41:59Hier ist Luft raus.
42:00Ja.
42:01Ja.
42:02Ja.
42:02Ja.
42:02Ja.
42:02Ja.
42:03Ja.

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