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SpaßTranskript
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00:33Gruzinesen
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00:54Wie ist mit der Sensen Träume gemeint. Außerdem ist es klimafreundlicher.
00:58Aha, war der Benzinger wieder da mit seinem Umweltmobil.
01:02Schmarrn, von wegen Benzinger.
01:03Weil wenn man einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, ist das doch was Wunderschönes.
01:07Ja, dann passt bloß auf, dass du nicht in Schwitzen kommst. Das ist nämlich ganz schlecht für die Erderwärmung.
01:11Ja, ich ba's schon auf.
01:12Adios.
01:13Tschüssi, Schwester.
01:22Michi, was gibt's?
01:23Wir haben einen Toten in Peiting. Einen gewissen Benzinger Ludwig.
01:27Der Agrarwissenschaftler.
01:28Ja, genau. Kennst du ihn?
01:30Ja, ja, ich hab gerade mit der Marie über den gesprochen.
01:32Ja, Herr Hofer, wann haben Sie ihn Herrn Benzinger zuletzt gesehen?
01:35Sehr witzig, Michi. Was ist denn passiert?
01:37Ja, der, der ihn gefunden hat, sagt, dass er ihn wahrscheinlich nicht erschlagen hat.
01:41Spursiv hat Dr. Kern aber schon verständigt und ich bin im Sprung.
01:44Das ist gut, Peiting hast du gesagt, gell?
01:48Danke.
01:51Ja?
01:53Er wurde erschlagen.
01:55Die Todesursache dürfte eine Gehirnblutung sein.
01:58Vermutlich durch abgespitterte Schädelknochen.
02:01Und die Fraktur deutet eindeutig auf einen stumpfen Gegenstand hin.
02:04Vielleicht ein Werkzeug.
02:17Entschuldigung, der Kollege, mach du weiter, gell?
02:20Christi!
02:21Demi, da sind Sie noch nicht da.
02:24Jawohl, da oben sind Sie.
02:28Ja, muss ich da noch?
02:34Energieverschwendung.
02:35Okay, da habe ich recht, wenn du das sagst.
02:37Du, eine Frage.
02:39Wie ist das mit der klimakompatiblen Landwirtschaft?
02:43In dem Fall ist das so, der Benzinger, der war nicht etwas agronom, der war auch Klimaexperte.
02:48Und der hat Landwirten in ganz Oberbayern Tipps gegeben, wie man einen Hof umweltgerecht führt.
02:54Und bei dir ist es auch gewesen?
02:55Ja, freilich.
02:57Man hat dem seine Inspektionen, die waren berüchtigt.
02:59Dem hat nicht gleich etwas gepasst, aber oft hat er auch recht gehabt.
03:03Ob der sich nicht bei irgendjemandem ein Schiefer gezogen hat?
03:06Das ist gut möglich.
03:07Also, dass der dem einen oder dem anderen auf den Nürfengang ist, das kann ich mir schon vorstellen.
03:11Werden die gefunden?
03:12Der Herr da drüben.
03:14Und da habe ich dann seitlich rauf geschaut und die Leiche da oben einen Türm liegen sehen.
03:18Der hat nicht entdeckt, wie er gerade sein Schein, also sein Odel abgeliefert, oder Biogas?
03:23Ja, ja.
03:24Guten Morgen, Frau Doktor.
03:26Ah ja, der Herr Hofer.
03:28Guten Morgen, Herr Hansen.
03:30Na, auch schon da?
03:31Ja, schon lang.
03:32Schöne Aussicht da oben, oder?
03:34Ja, Sie können ja gerne raufkommen und sich im Bild machen.
03:36Das würde ich wahnsinnig gerne machen, aber ich bin leider hier sehr beschäftigt.
03:40Ha!
03:42Okay.
03:44Wann ist es denn passiert?
03:46Heute früh gegen sieben Uhr, plus minus.
03:49Danke.
03:53Könnte sein, dass das Tatwerkzeug hier drin ist.
03:55Okay.
04:00Ach so, Herr Schmarrn.
04:02Ende.
04:04Michi!
04:06Da hinten beim Birninger Acker hat der Benz in seinem Haus stehen.
04:09Du nimmst den Kollegen von der Spurensicherung mit und schaust nach, ob du irgendwas findest, was auf den Täter hinweisen
04:14könnte.
04:15Weißt das ja auch.
04:16Freilich, alles, was von dort bezogener relevant sein könnte.
04:19Schön ausgedrückt.
04:25Danke.
04:26Danke, Marius.
04:30Ja, Sie kommen ja auch, wann es Ihnen passt.
04:32Ja, aber wann passt man wieder früher.
04:35Ah.
04:36Ja, ich würde sagen, wir schauen einmal, wo der Benzinger heute sein Büro stehen hat.
04:41Hm?
04:43Guten Morgen, Frau Stoppel.
04:44Haben Sie Ärger?
04:45Ja, das kann man wohl sagen.
04:47Frau Artmann, sagen Sie mal, was ist denn das eigentlich für ein Lätschenbühneverein, der hier sauber macht?
04:50Schauen Sie doch mal den Zaustau an, da kriegst du ja das Grausen.
04:53Und abheben tut auch keiner.
04:54Können Sie doch nicht einmal was unternehmen?
04:56Ich kann Ihnen die neue Nummer geben.
04:58Wir haben nämlich die Reinigungsfirma gewechselt.
05:01Gewechselt?
05:02Ja, aber die alte gab es ja nun auch einige Beschwerden und die neue ist kostengünstiger.
05:06Aha.
05:07Daher wird der Wind.
05:09Da geben Sie mir jetzt am besten die Nummer, und zwar gleich vom Chef.
05:31Das ist Benzing ins Büro?
05:32Richtig.
05:33Mit dem tut er durch die Gegend.
05:45Guten Morgen.
05:46Sehen Sie sich ruhig um.
05:48Hansen, Kripo Rosenheim.
05:50Das ist mein Kollege Hofer.
05:51Grüß Gott.
05:52Kripo Rosenheim?
05:53Hat sich mal wieder jemand über unsere Aktivitäten beschwert, ne?
05:56Das kann schon sein, aber deshalb sind wir nicht da.
05:58Wenn Sie mir bitte rauskommen würden.
06:05Grüß Gott.
06:06Sie arbeiten hier?
06:08Ehrenamtlich oder nebenberuflich, wie Sie wollen.
06:11Bettina und, also Frau Bohn und ich, wir studieren eigentlich noch, aber wir verbringen jede Menge Zeit hier im Laden.
06:16Ja, fast jede freie Minute.
06:18Worum geht's denn?
06:19Ihr Chef, der Ludwig Benzinger, sollte früh tot aufgefunden worden.
06:24Was?
06:25Das ist nicht Ihr Ernst.
06:26Und was es nicht einfacher macht, ist ermordet worden.
06:31Das ist ja...
06:33Sind Sie sicher?
06:35Ja.
06:37Wann haben Sie ihn zuletzt gesehen oder haben Sie mit ihm gesprochen?
06:41Na ja, gestern Abend, als wir aus dem Büro gegangen sind.
06:45Hältst du mal?
06:47So, Frau Stockler, bitte.
06:51Herr Achtziger, diese neue Reinigungsfirma, ob das so eine gute Idee war von der Frau Ortmann?
06:58Ja, mein Gott, das ist vielleicht nicht alles mikroskopisch rein, aber...
07:02Mikroskopisch rein?
07:04Das sieht doch auch jeder Blinder, dass das alles starrt vor Dreck.
07:07Also, Frau Stockler, das ist jetzt schon Übertreibung.
07:09Wahrscheinlich muss die neue Firma erst in die Gänge kommen.
07:12Mit der Tschuraiher, wenn Sie ins Büro kommen, dort.
07:14Mein Gott, die alte Firma war eben auch nicht mehr tragbar.
07:17Deshalb sind Frau Ortmann und ich übereingekommen, den Posten neu auszuschreiben.
07:22Ja, um der Billigsten den Zuschlag zu geben.
07:24Was heißt hier der Billigsten?
07:26Wir sparen uns immerhin 10 Prozent.
07:28Ja, für 100 Prozent mehr Dreck.
07:30Also gut.
07:31Vielleicht soll Frau Ortmann dem Chef der Firma mal ins Gewissen reden.
07:36Ja, Achtziger.
07:36Ja, das mach ich.
07:37Die Frau Ortmann hat mir die Telefonnummer gegeben.
07:39Ich hab zwar noch keinen erreicht, aber wenn ich den Chef erwische, dann werd ich dem so den Kopf waschen.
07:45Und dann schauen wir mal und sehen wir schon.
07:46Ja, ja.
07:47Meine Segen waren's.
07:59Das geht mir sehr nah.
08:00Ja, Herr Benzinger war...
08:06Ich hab ihn einfach bewundern müssen für die Courage, mit der er seinen Standpunkt vertreten hat.
08:11Tja, und der Widerstand gegen ihn war nicht gerade gering.
08:19Hat sich da jemand besonders hervorgetan?
08:23Vor ein paar Monaten hat sich mein Landwirt mit uns angelegt.
08:26Da hatten wir einen Infostand auf dem Wochenmarkt in Niederndorf.
08:28Hm, das ist ja gleich bei Piting, wo der Herr Benzinger gewohnt hat.
08:32Der Typ ist ziemlich ausgeflippt, weil wir auf Flugblättern empfohlen haben, keine Lebensmittel von ihm zu kaufen.
08:37Wieso das denn?
08:38Weil so wie er produziert, viel zu viel CO2 anfällt.
08:41Also, rein rechnerisch.
08:43Der hat auf seinem Hof nur schweres Gerät im Einsatz.
08:45Und klimatechnisch ist das einfach nicht tragbar.
08:48Was ist da passiert?
08:50Ja, beschimpft hat er uns.
08:51Also, den Herrn Benzinger vor allem.
08:53Er hat gesagt, dass er ihn regresspflichtig machen möchte für die Umsatzeinbußen, die er hatte.
08:58Und als der Herr Benzinger dann mit ihm argumentieren wollte, ganz in Ruhe,
09:01dann ist er völlig ausgerastet.
09:03Er ist mit einer Schaufel auf ihn losgegangen.
09:05Und dann?
09:05Ja, nix und dann.
09:06Ein paar Leute haben ihn festgehalten und das war's.
09:08Wie hat der Bauer gehalten?
09:11Heidler.
09:12Einen Vornamen müsste ich nachgucken.
09:14Hat der Benzinger den Mann angezeigt?
09:16Nein, der war nicht nachtragend oder so.
09:18Das hat er gar nicht nötig gehakt.
09:22Er hat auf seine Argumente vertraut.
09:24Da war er hart.
09:26Er war als Mensch.
09:28Das absolute Gegenteil.
09:34Charisma.
09:36Das haben die wenigsten, aber...
09:39Der Herr Benzinger hat's gehabt.
09:41Das ist schön, dass bei Ihnen mal jemand hingeht.
09:43Mein Name ist Stockel von der Mordkommission in Rosenheim.
09:46Sagen Sie mal, Herr Niederneder, wo haben Sie's putzen gelernt?
09:50Was?
09:51Was?
09:52Ja.
09:54So, und jetzt habe ich und Sie legen die Ohren an.
09:57Sie sind nämlich ein ganz schöner Wischiwaschi-Verein.
09:59Wenn ich so arbeiten würde wie Sie,
10:01dann hätten wir in Rosenheim noch keinen einzigen Mordfall gelöst.
10:07Leonard.
10:09Leonard Heidler war der Name von dem Raviatenlandwirt.
10:13Da steht ja eine ganze Reihe drauf.
10:15Sind das alles CO2-Sünder?
10:17Ja, aber die waren friedlich.
10:19Na ja, wer weiß.
10:21Wie finanziert sich das Büro eigentlich?
10:23Also zum einen Teil durch Gutachten,
10:25die wir, also Benzinger anfertigt,
10:27und zum anderen Teil aus öffentlichen Geldern.
10:29Wer ist denn der Ansprechpartner?
10:30Der Herr Markus Ehrbacher aus dem Umweltamt in Rosenheim.
10:33Na, den kenne ich.
10:36Darf ich?
10:36Ja, gerne.
10:38Ja, das wär's noch für einen Augenblick.
10:39Wiederschauen.
10:40Wiederschauen, Frau Bohn.
10:48Wo bleibst du denn so lange?
10:50Hier bin ich doch.
10:52Die Frau Bohn hat ja ganz schön heftig reagiert
10:53auf die Todesnachricht von Benzinger.
10:55Die war schwer in ihn verliebt, wenn Sie mich fragen.
10:57Da schau her, Sie können in Menschen hineinschauen.
10:59Ja, durch manche sogar hindurch.
11:01Ah, der Mann mit dem Röntgenblick.
11:03Genau.
11:04Und?
11:04Sind Sie auch vertreten auf Benzingers Liste der Umweltsünder?
11:07Schmarne macht ja eh es mit der Hand.
11:09Dann können wir Sie als Täter ja ausklammern.
11:11Ja, hoffen.
11:12Aber den Heidler knüpfen uns vor und ein paar andere Herren auf der Liste.
11:15Schon fast rufschädigend, was der Benzinger da betrieben hat.
11:18Na, ist ein ganz schöner Druck.
11:22Frau Stockel, wir bräuchten bitte noch die Adresse von einem Heidler, Leonard.
11:26Die finde ich Ihnen sofort raus, Herr Hansen.
11:31Sagen Sie mal, was hat das eigentlich mit dieser CO2-Plakette auf sich?
11:36Ja, das ist eine Art Ökosiegel,
11:40das der Benzinger klimabewussten Landwirten verliehen hat.
11:43Na, also man kriegt das, wenn man mit den Treibhausgasen, die man produziert,
11:47unterhalb einer gewissen Grenze bleibt.
11:49Und CO2 bildet dabei einen Äquivalenzwert.
11:51Auch einen Kaffee?
11:53Gerne.
11:53Ja, genau.
11:54Also alles, was zur Erdewerbung beiträgt, wird in CO2 umgerechnet.
11:57Also die Gase, die produziert werden bei der Herstellung und Transport von Lebensmitteln
12:02oder zum Beispiel auch die Gase, die rauskommen, wenn eine Kuh rübst, Methan.
12:07Wie soll sich das denn verhindern lassen?
12:09Danke.
12:10Ja, durch eine Anreichung des Futters zum Beispiel mit Tanninen, angekabtem Getreide und so weiter.
12:15Und daran halten Sie sich?
12:17Ja, ich lasse sogar mal den Traktor stehen und greife zur Sense, wenn es sich zeitlich rausgeht.
12:21Muss man so ein Problem nicht eher global angehen, Herr Kollege?
12:25Sie meinen, die Chinesen auf die Finger klopfen.
12:27Schauen, dass der Urwald am Amazonas nicht weiter abkürzt wird.
12:30Zum Beispiel?
12:31Im Prinzip schon, natürlich.
12:33Aber mein Amazonas ist hier, also mache ich hier, was ich kann.
12:37Diese Broschüre enthält eine Umrechnungstabelle.
12:40Da ist von allem, was Sie tun, der exakte CO2-Wert bestimmt.
12:44Das persönliche Sündenregister?
12:46Genau.
12:47Da steht zum Beispiel drin, wie viel die Frau Stockel zum Klimawandel beiträgt,
12:52wenn sie sich jeden Morgen die Haare füllt.
12:54Was mache ich?
12:55Ich habe nur zu Herrn Hansen gesagt, dass Sie mit Ihrer Schönheit die Polkafen zum Schmelzen bringen.
13:04Schauen Sie mal her, das war alles in Benzingers Haus.
13:07Sein Laptop, Kontauszüge, Papiere, das Handy.
13:11Haben wir was Auffälliges?
13:12Nein.
13:13Also mit der Tatwaffe hat die Spusi was gefunden in Benzingers Werkzeugkiste.
13:17Also in der Werkzeugkiste war es definitiv nicht.
13:19Und wenn es einmal in der Werkzeugkiste war, ist es jetzt definitiv nicht mehr da.
13:22Entschuldigung, dass der Tess das ja herausgenommen hat und dann nicht mehr hineingelegt hat.
13:27Um keine Spuren zu hinterlassen?
13:29Ja, genau.
13:45Wie klappt das wieder?
14:16Meinen Kollegen Hansen haben Sie schon kennengelernt.
14:19Hansen!
14:22Rosenheim und Hansen, das bringe ich mir nicht ganz zusammen.
14:26Ich auch nicht immer.
14:28Heidler, Benzinger, kriegen Sie das zusammen?
14:31Jetzt haben wir jetzt schon die Polizei auf den Hals.
14:34Wir haben vor ein paar Monaten Streit mit ihm gehabt.
14:38Ach so.
14:39Ja, das ist wahr.
14:42In Niedertorf am Morgen haben wir ein wenig zusammengerumpelt.
14:45Und sind Sie danach nochmal mit ihm zusammengerumpelt?
14:49Nein, bis jetzt noch nicht.
14:51Der Herr Benzing ist heute früh ermordet, aufgefunden worden.
14:55Aha.
14:56Was heißt da Aha?
14:58Das heißt, dass es mich nicht wundert.
15:00So wie es der getrieben hat, da war das klar, dass dem irgendwann einmal irgendeiner eine auf den Nuss hält.
15:06Das trifft den Tatbestand jetzt aber ziemlich genau.
15:09Was?
15:10Der Herr Benzing ist erschlagen worden.
15:12Ja, Knutzi, das habe ich doch jetzt so dahin gesagt.
15:14Das ist doch nur ein Reden.
15:15Wenn wir auf den Nuss haben, mein Gott, das sagt man halt so bei uns.
15:18Stimmt's?
15:18Stimmt.
15:19Aber manche sagen das nicht nur, die machen das auch.
15:23Ja, manche machen es auch.
15:24Aber ich nicht.
15:26Wo waren Sie heute Morgen?
15:27Zwischen halb sieben und halb acht?
15:29Na, wo wäre ich gewesen sein?
15:30Im Stall.
15:31Meine Kühe füttern.
15:33Gibt's da jemanden, der Ihnen hilft?
15:35Helfen?
15:36Nein.
15:37Das mache ich alleine.
15:39Dann haben Sie ja gar kein Alibi.
15:43Für was solltet ihr den Ausbrauchen?
15:45Um sich zu entlasten.
15:47Im Augenblick schaut es nämlich ganz so aus, als hätten sie ein Motiv für die Tat.
16:00Wie schade, es ist gerade von der KTU gefaxt worden.
16:04Denn das sind die Handyverbindungen von eurem Mordopfer.
16:09Lass mich mal schauen.
16:11Er hat ziemlich oft mit einer Bettina Bohn telefoniert.
16:15Mitten in der Nacht.
16:17Kennst du die?
16:18Nein.
16:19Also wenn du mich fragst, der hat was gehabt mit dir.
16:22Nein, Stockel.
16:25Nein, der Erbacher.
16:27Hat er mit dem auch was gehabt?
16:28Nein, das ist einer aus dem Rathaus.
16:30Den hätte ich anrufen sollen.
16:32Das habe ich aber fast vergessen.
16:33Siehst du.
16:33Weil du dich immer um Sachen kümmerst, dich gar nichts angängen.
16:38Grüß Gott, Stockel, mein Name ist von der Krippe Mosenheim.
16:41Den Herrn Erbacher hätte ich gern gesprochen.
16:44Einbussen?
16:45Der Frauli habe ich einbussen.
16:47Gerade heute, wo jeder so auf Bio und Öko macht,
16:50da hast du schon schlecht gewissen,
16:51wenn du einmal ein Produkt aus einer traditionellen Herstellung kaufst.
16:55Irgendwie nachvollziehbar.
16:56Ja, das bin ich an allen Schulen, oder wie er?
16:58Das hat der Benzinger bestimmt nicht so formuliert.
17:00Nein, aber zum Saubauern abgesteppelt hat er mich trotzdem.
17:03Was soll ich machen?
17:04Ich führe meinen Hof genauso, wie ich es gelernt habe.
17:06So will ich mir das seit Generationen machen.
17:08Ich weiß, dass man da ein wenig umdenken muss,
17:10aber was soll ich tun?
17:11Soll ich meine ganzen Maschinen verschrotten?
17:13Die sind noch nicht einmal abbezahlt.
17:14Das ist freilich ein Problem.
17:17Und wenn man dann auch noch Absatzeinbußen hat,
17:19wird es mit der Tilgung eng, ne?
17:20Da hat Ihnen der Benzinger sozusagen ein sauberes Altlied, ne?
17:24Aber nicht nur mir.
17:27Da gibt es noch ganz andere.
17:28Aber Sie waren der Einzige, der handgreiflich geworden ist.
17:31Herr Heidler?
17:32Ich glaube, wir werden uns bald wiedersehen.
17:36Das war's dann.
17:37Fürs Erste.
17:42Hansen?
17:44Ah, Frau Stockl.
17:46Ja?
17:47Gut.
17:48Prima.
17:51Der Ehrbacher vom Umweltamt erwartet uns.
18:00Das ist ein ganz bitterer Schlag.
18:02Ein Mann von Benzingers Qualitäten.
18:06Und dann auch noch auf so eine Art und Weise.
18:08Er hat sich mit seinen Aktionen sicher einige Feinde gemacht.
18:11Ist Ihnen da irgendwas bekannt geworden?
18:13Nichts speziell.
18:16Mit dem Neuen macht man sich selten nur Freunde.
18:19Darf man sich nicht mürbe machen lassen.
18:21Bitte stören Sie mich nur, wenn es unbedingt sein muss.
18:24Da muss man stark sein.
18:26Und das waren wir.
18:28Herr Benzinger und ich...
18:30Waren Sie befreundet?
18:32Amigo?
18:33Nein.
18:36Gehen jetzt noch für den Platz.
18:37Danke.
18:39Herr Benzinger und ich, wir haben uns durch die gemeinsame Arbeit kennengelernt.
18:43Er kam mit seinem Konzept zu mir.
18:45Ich fand es einleuchtend und ich habe es durchgeboxt.
18:48Mit welcher Summe wurde sein Büro bezuschusst?
18:51150.000 pro Jahr.
18:54Damit konnte Benzinger einigermaßen unabhängig operieren.
18:57Er hat ja auch einiges bewegt.
18:58Er klärt die Menschen auf, bietet ihnen konkrete Vorgaben, an denen sie sich orientieren können.
19:02Die CO2-Plakette für Landwirte.
19:05Na, ja.
19:07Die Plakette.
19:09Von wem die Ideen dann letztlich immer stammen.
19:12Wenn es der Sache dient, ist es schließlich auch egal.
19:15Wird das Büro jetzt weitergeführt?
19:17Das Problem hatten wir ja ohnehin.
19:20Ende des Monats wäre Benzinger nach Neuseeland gegangen,
19:23um den Farmern dort seine Kenntnisse näher zu bringen.
19:26Zunächst für ein Jahr.
19:27Gibt es schon Nachfolger?
19:28Hat der Kröger, einer von Benzingers Mitarbeitern,
19:31hat sich ins Gespräch gebracht.
19:32Er schließt nächsten Monat sein Studium ab.
19:35Aber?
19:37Er ist natürlich bei weitem nicht so empfunden wie Benzinger.
19:40Charakterlich gesehen.
19:42Wir müssen schauen.
19:44Ich werde schon einen geeigneten Mann installieren.
19:48Ja, da bin ich mir sicher.
19:51Wenn ich mir sonst in irgendeiner Form behilflich sein kann,
19:54dann werden wir Sie es wissen lassen, Herr Erbacher.
19:56Das machen wir.
19:59Hufe, das ist jetzt zwar kein ungewöhnlicher Name in diesen Breitengraden,
20:02aber Hufe Marie hier aus der Kultur ist,
20:04die zufällig mit Ihnen verwandt.
20:06Das ist meine Schwester.
20:07Aha.
20:09Dann sagen Sie doch einen lieben Groß von mir.
20:11Ja, ist recht.
20:18Wenn man denn Herrn Erbacher so reden will,
20:20könnte man meinen, der Benzing oder Saigeschützt.
20:22Vielleicht haben Sie sich genau deswegen in die Haare gekriegt.
20:25Wird ich?
20:26Hm?
20:27Ist ja recht schmutzig, der Becher.
20:30Nicht tragisch.
20:31Wahrscheinlich habe ich mich bloß von Frau Stockl
20:33ihrem Sauberkeitsfügel anstecken lassen.
20:36Ja, sie nimmt es recht genau zur Zeit.
20:38Naja, die muss aufpassen, dass das nicht zwanghaft ist.
20:40Und wie schaut es aus mit unserem aktuellen Fall?
20:44Bei unserem Opfer handelt es sich um einen Agrarwissenschaftler
20:47und Klimaexperten.
20:48Naja, darüber hat mich Herr Mohr schon informiert.
20:50Aha.
20:51Der Mann hat wohl ziemlich stark polarisiert.
20:53Kein Wunder in dem Metier.
20:55Im Augenblick kamen wir einen Landwirt im Visier,
20:58dessen Zorn sich der Benziger zugezogen hat.
21:00Gut, jemand, den Sie kennen?
21:02Nein, aber der lernt uns gerade kennen.
21:05Ja, das wäre der landwirtschaftliche Aspekt, ne?
21:07Genau.
21:07Es wäre aber auch möglich, dass Neid und Interesse am Posten des Opfers eine Rolle spielen.
21:11Und da sind wir ebenfalls dran.
21:12Das wäre dann der tiefenpsychologische Aspekt.
21:15Ist ja wunderbar, wenn jeder seinen Aspekt hat.
21:17Also, meine Herren, lassen Sie sich nicht aufhalten und halten Sie mich auf dem Lauf.
21:22Machen wir.
21:25Grüß Gott, der Land.
21:27Und, gibt's was Neues?
21:29Jawohl, es gibt was Neues.
21:31Aus den Aufzeichnungen von Benziger, also von seinem Schreibtisch daheim,
21:35geht hervor, dass er den Auftrag hatte,
21:38neuseeländische Farmer in Sachen Klimatechnik zu unterrichten.
21:41Ende des Monats hätte Benziger die Reise antreten sollen.
21:45Das wisst ihr schon.
21:46Ja, Michi, lass uns halt auch mal was herausfinden.
21:49Na ja, die Frau Stockler hat ja auch etwas herausgefunden.
21:52So, was denn?
21:53Ah ja, der Benziger, der hat was mit einer gewissen Frau Bohn gehabt.
21:58Also ein Verhältnis.
21:59Weil so oft, wie die miteinander telefoniert haben
22:02und das mitten in der Nacht und auf dem Handy.
22:04Ja, das würde auch zu unseren Beobachtungen passen.
22:07Michi, sag ich mal, habt ihr im Haus von Benziger irgendwas gefunden,
22:10was auf die Anwesenheit einer Frau hindeuten würde?
22:12Ja, aber keine Kleider, sondern einen Kulturbeutel.
22:15Und da war allerhand drin, also Schminke, eine Haarbürste.
22:20Gab's Haare in der Bürste?
22:21Brünett.
22:22Das würde auch passen.
22:24Dann fragen wir die Dame doch mal,
22:25wie sie die plötzliche Abreise Benzingers verkraftet hätte.
22:28Das machen wir.
22:29Ja, gerne.
22:31Und wo?
22:35Ja, Rosenbräu kenn ich.
22:38Okay.
22:39Alles klar, Herr Erbacher, bis gleich.
22:41Wiederhören.
22:41Ein Geschäftsessen mit dem Erbacher vom Umweltamt.
22:45Ja.
22:47Brauchen Sie mich?
22:48Im Moment, ähm, nein.
22:52Ja, dann.
22:57Aufstieg oder Ausstieg, das ist hier die Frage.
22:59Ob's edel ist, die Pfeilen schleudern, bla bla.
23:03Sie?
23:04Ja, wir.
23:05Geht's Ihnen besser?
23:07Besser.
23:08Frau Bohm, ich hab so das Gefühl, dass es mehr als nur Bewunderung war, was Sie für den
23:15Herrn Benzing empfunden haben.
23:17Ja.
23:18Wie lange waren Sie mit ihm zusammen?
23:21Erst seit drei Monaten.
23:23Aber es war uns beiden klar, dass es Liebe ist.
23:25War das kein Problem für Sie, dass er nach New Zealand hat gehen sollen?
23:29Problem?
23:30Wieso?
23:31Ich wär mitgegangen.
23:33Aha.
23:34Deshalb war ich gestern in München.
23:35Ich hab die Zusage von der Uni über zwei Freiseemester.
23:40Aber was nützt mir das jetzt?
23:42Haben Sie die Reise schon gebucht?
23:45Gestern Nachmittag.
23:46Gleich nachdem ich die Zusage in der Tasche hatte.
23:48Haben Sie Herrn Benzinger das mitgeteilt?
23:50Ja, ich hab ihn sofort angerufen.
23:52Warum?
23:53Wie hat er reagiert?
23:55Ja, erfreut.
23:57Wieso?
24:01Ja, was?
24:04Glauben Sie, dass er...
24:06dass er lieber allein fahren wollte?
24:09Wäre ja möglich.
24:10Das hätte Sie sicher sehr enttäuscht.
24:13Sie haben überhaupt keine Ahnung.
24:16Wann sind Sie nach Rosenheim zurückgekommen?
24:18Heute früh mit dem ersten Zug.
24:20Was soll das alles?
24:21Wir möchten nur wissen, wo Sie zur Tatzeit waren.
24:24Sie sind völlig auf dem Holzweg.
24:26Ich hab bei einer Freundin übernachtet.
24:29Da können Sie gerne anrufen und nachfragen.
24:33Jetzt wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mich in Ruhe lassen.
24:36Wir machen nur unsere Arbeit.
24:41Herrschaft, die Freundin von der Frau Bohnen ist immer noch nicht daheim.
24:45Das Alibi wird schon stimmen.
24:46Geht's noch?
24:48Die Frau hat's Ihnen wohl angetan, ne?
24:49Ist doch nett.
24:51Durchaus, aber das tut mir nichts zu sagen.
24:54Na ja, der Mann scheint schon im Biergarten zu sitzen.
24:57Frau Stockel ist auch nicht mehr da.
24:59Denk für uns jetzt auch Zeit.
25:01Aha, Feierabend.
25:02Für Sie zumindest.
25:03Für mich geht's auf dem Hof weiter.
25:05Also bis morgen, Herr Kollege.
25:08Ach ja, da wollten Sie ja pünktlich kommen.
25:09Ja, das wüsste ich aber.
25:21Sag einmal, du musst aber nicht weit kommen mit deinen Sensen.
25:25Da ist ja kein einziger Raum hier mit der Herrschaft.
25:28Was machst du denn du die ganze Zeit?
25:30Ja, was will ich schon machen?
25:31Arbeit tue ich.
25:32Ach, Sieg's.
25:34Kaum warst du weg, hat die mich hier angerufen.
25:36Ja, allein, ist schon recht, Kabinian.
25:39Ja, allein, und zwar der Benzinger.
25:42Der Benzinger?
25:43Ja, halt früh ist er schlangen worden.
25:45Wir wissen aber noch nicht, wer es war.
25:47Oh Gott, der Benzinger, heute früh haben wir erst über ihn geredet.
25:49Du pass mal auf.
25:51Der Benzinger, sein Büro, ist vom Umweltamt in Rosenheim unterstützt worden.
25:54Betreut hat ihn da ein gewisser Markus Ehrbacher.
25:57Kennst du den?
25:57Den kenne ich nur vom Sengen.
25:59Ein ziemlich konservativer.
26:00Wundert mich eigentlich, dass der mit dem Benzinger sein Programm was am Hut hat.
26:03Wieso?
26:04Ohne der mit einem riesen Ami schlitten durch die Gegend guckt, dem darf das Klima ziemlich
26:07egal sein.
26:09Ich hab ihn gefragt, ob er mit dem Benzinger befreundet war.
26:13Er hat aber jedem Amigo vor was von sich gewesen.
26:16Meinst du, dass der mit dem Mord was zu tun hat?
26:18Ja, doch möglich.
26:30Also wenn's nach der Liste geht, darf er's dir fast gar nix mehr machen, ohne dass das
26:33Klima nicht anheizt.
26:37Ja, elektrisch rasieren, das geht grad noch.
26:41Aber das Bügeln hat's ganz schön in sich.
26:43Wie viel?
26:44Eine Stunde Dampfbügeln jagt 1533 Gramm CO2 in die Atmosphäre.
26:52Was ist denn mal?
26:54Grüß euch, heute hab ich was ganz was Besonderes für euch.
26:57Und der Hofer ist jetzt voll auf dem Umwelttrip, oder?
27:00Naja, was heißt voll?
27:02Zumindest hat er für seine Wiese wieder die Sense ausgepackt.
27:05Geh.
27:05Ja, der wird sich schon noch sonst noch an ein paar Sachen halten.
27:09Ja, die, die ihm halt in den Kram passen.
27:12Du sagst das.
27:14Wahrscheinlich schaut er einfach nur, bei welchem CO2-Ausstoß er die gemütlichsten Lenz hat.
27:18Aber, seien wir nicht das, ein bisschen absurd ist das Ganze schon, oder?
27:21Also wenn man das alles hier ernst nimmt, dann hat man das Gefühl, der Mensch schadet
27:24der Umwelt allein schon dadurch, dass er existiert.
27:28Danke.
27:29Da war's ein Witz.
27:30Treffen sich Maus und Erde, sagt der Maus zur Erde.
27:34Du schaust aber schlecht aus, bist krank.
27:35Sagt die Erde, ich hab Humus auch für uns.
27:38Sagt der Maus, das vergeht.
27:40Der ist von dir?
27:42Nein.
27:43Aber der.
27:44Probier.
27:51Was ist denn da los?
27:52Frau Stockel hat unserer Putzfirma den Marsch geblasen.
27:55Das ist gerade bereit.
27:56Aber die Herrschaften sind gleich fertig.
27:58Na, hoffentlich.
28:00Dass Sie schon da sind?
28:01Nichts mehr zu mähen daheim?
28:03Alles erledigt.
28:04Außerdem hab ich gesagt, dass ich pünktlich komm.
28:07Gesagt haben Sie das schon oft?
28:08Ich bin schon pünktlich gekommen, der am Seehner mit dem Segelbord in der Bordwoller spielt.
28:11Ist ja ein Ding.
28:13Jedenfalls hab ich die Freundin von Frau Bohn erreicht.
28:15Und?
28:16Wie ich's mir gedacht hab.
28:17Sie hat ihr Alibi bestätigt und würde es auch unter Heid bestätigen.
28:20Na, dann ist die Frau Bohn raus aus der Sache.
28:23Holger, die Waldfee!
28:26Ich war doch gestern Abend in Niederendorf und wollte mal schauen, ob der Heidler recht
28:31gegen den Benzinger gewendet hat.
28:34Und?
28:34Hat er?
28:35Na, viel schlimmer.
28:36Hat ihm gedroht.
28:37Vor drei Tagen war der Benzinger beim Heidler am Hof wahrscheinlich, wenn er nachschauen wollte,
28:42ob es so verbessert worden ist.
28:43Und bei der Gelegenheit sind sie offenbar ins Streiten gekommen und da hat der Heidler
28:47den Benzinger vom Hof verjagt.
28:49Mit der Mistgabe ist ihm nachgerettet und hat er geschrien, was ist schlecht und passiert
28:53was, da ist die Klimakatastrophe ein Dreck dagegen.
28:55Und woher weißt du das Ganze?
28:57Die waren eine Nachbarin, Franziska Wohlmuth.
29:00Ich würd sagen, wir fahren zum Heidler.
29:02Würde ich auch sagen.
29:04Auf geht's.
29:05Michi, du hältst die Stellung, gell?
29:07Ja, das wäre nix.
29:09So, ja, das Fenster hier am Tiefen.
29:12Auch noch putzen.
29:13Das Fenster hier am Tiefen.
29:40Was gibt's denn jetzt schon wieder?
29:43Schwierigkeiten, Heide, und zwar massive.
29:45Sie haben vor ein paar Tagen Herrn Benzinger von ihrem Hof gejagt und ihn bedroht.
29:50Das, obwohl Sie uns erzählt haben, dass Sie seit Ihrem Auftritt auf dem Markt von Niederndorf
29:54nicht mehr mit ihm zusammengerumpelt sind.
29:56Also von wegen bedroht, ja.
29:58Ich hab ihm höflich gesagt, dass er meinen Hof verlassen sollte.
30:01Weil sonst eine Katastrophe passiert, ja.
30:04Da hab ich halt einen Witz gemacht.
30:06Der ist aber im Nachhinein nicht so lustig.
30:09Das ist aber wahr.
30:10Was hat der auch dauernd bei mir um einander zu schnüffeln?
30:13Er hat seinen Job gemacht.
30:14Er wollte ihm helfen.
30:16Sehen, ob seine Argumente auf fruchtbarem Boden gefallen sind.
30:19Habt ihr das gehört?
30:20Helfen wollte er mir.
30:21Ja, damit Sie Ihres Saubauern ihm entschlossen werden.
30:24Aber das hab ich dir doch schon gesagt.
30:27Wie sollte ich das machen?
30:28Mit meiner Gerätschaft.
30:30Aber ganz ohne geht's nicht.
30:32Bei meinem Hof.
30:33Dafür ist der Hof zu groß.
30:35Eine ausweglose Situation für Sie.
30:38Und der Benzing hat kein Verständnis dafür gehabt.
30:40Ha, sehr nicht.
30:41Er hat den Dickschädel, den er aufgehabt hat, sicher nicht.
30:44Nicht dick genug.
30:48Na.
30:50Na, das wird sie mir jetzt nicht anhängen.
30:53Also, dass ich den nicht hab leiden können, das ist eine Sache.
30:56Dass der mir das Leben schwer gemacht hat, ist eine andere Sache.
30:59Aber dass ich ihn deswegen umbringe, na, da habt's euch geschnitten.
31:02Herr Heidler, das können Sie jetzt noch so vehement abstreiten.
31:04Sie haben ein Tatmotiv, Sie haben kein Alibi für die Tatzeit.
31:07Sie haben eine Drohung gegen ihn ausgeschlossen.
31:09Und Sie haben zweimal versucht, tätig gegen ihn zu werden.
31:13Ich war's nicht.
31:14Sie können froh sein, wenn wir Sie jetzt nicht mitnehmen.
31:18So was anderes.
31:19Wie ist denn Ihr Fältnis zu den Nachbarn?
31:23Erbacherin.
31:24Die Leute.
31:26Erbacher?
31:27Na ja, Wohlmuth, hast du es.
31:28Seitdem er den Hof neu geheiratet hat.
31:31Ja, was soll ich nur sagen.
31:33Wahrscheinlich haben Sie es eh bald geschafft.
31:35Was denn geschafft?
31:37Die sind ja schon lange spitz auf meinem Hof.
31:39Haben mir sogar schon ein Kaufangebot gemacht.
31:42Unter aller Sau, das kann ich nicht sagen.
31:45Aber wenn der Balkott gegen mich so weitergeht, kann es schon sein, dass ich bald drauf hätte reingehen müssen.
31:53Ofer?
31:54Herr Marie, warte mal einen Augenblick.
31:56Herr Heidler, Sie halten sich zu unserer Verfügung, gell?
31:59Wir sehen uns.
32:00Marie, was ist?
32:01Wo bist du denn?
32:05Wo schon beim Arbeiten natürlich?
32:08Es gibt Neuigkeiten aus dem Rathaus.
32:10Der Erbacher hat vorhin am Benzinger seinen Nachfolger vorgestellt.
32:13Die Grüger?
32:13Nein, ein Agronom aus München.
32:16Das ist aber schnell gegangen.
32:17Du sagst das, denn wir ja schon länger an der Hand gehabt haben.
32:20Tja, mehr habe ich auf die Schnelle nicht rausfinden können.
32:23Wieso? Das ist doch schon was.
32:25Wie kann ich das wieder gut machen?
32:27Weißt du schon, Bruderherz, das erledigt gerade die Frau Stockl für dich.
32:30Das ist aber nett von dir.
32:32Du sagst dir einen schönen Gruß, gell?
32:33Fiat dich nachher. Bis später.
32:35Mach ich. Servus.
32:38Schöne Grüße von meinem Bruder.
32:40Nein, das ist aber nett.
32:42Ach, Frau Hofer, sind Sie doch so gut und bringen Sie einen Kaffee mit, ha?
32:45Ja.
32:45Das müssen wir ordentlich ausnutzen, dass Ihr Bruder heute mal nicht da ist, gell?
32:49Und ob.
32:51Ja.
32:53Oh, ich störe wohl.
32:55Überhaupt nicht, Frau Ortmann.
32:57Nein.
33:06Was heißt schnell?
33:08Als ich erfahren habe, dass Benzinger vorhat, uns zu verlassen,
33:11habe ich natürlich meine Fühler ausgestreckt nach einem adäquaten Nachfolger.
33:16Und ihn direkt am Tag nach Benzingers Tod präsentiert.
33:24Die Welt hörte ja nicht auf, sich zu drehen.
33:27Wie hat der Herr Krüger das Ganze aufgenommen?
33:29Ich gehe davon aus, dass Sie ihn gestern im Rosenbrühe darauf vorbereitet haben.
33:33Sie sind ja bestens im Bilde.
33:36Hm.
33:36Ach ja, wie wird Krüger reagiert haben?
33:40Vernünftig.
33:42Er konnte ja auch nicht ernsthaft davon ausgehen, Benzingers Posten dauerhaft zu übernehmen.
33:48Maximal als Interimslösung.
33:50Das habe ich ihm auch im Vorfeld schon entsprechend signalisiert.
33:54Und Franziska Wohlmuth?
33:56Das ist meine Schwester, warum?
33:58Sie betreibt den Hof direkt neben den von Leonard Heidler.
34:01Ja, sie hat ihn von unseren Eltern übernommen.
34:05Standesgemäß wäre eigentlich ich derjenige gewesen, der ihn hätte bewirtschaften sollen.
34:09Aber mich hat er schon früh in die Politik gezogen.
34:12Landwirtschaft zu betreiben war nie mein Interesse.
34:16Aber dass es dem Hof Ihrer Schwester gut geht, das ist schon Ihr Interesse, oder?
34:22Durchaus, durchaus.
34:24Und wie gut wäre es dem Hof erst gegangen, wenn Ihre Schwester den Hof von Herrn Heidler übernommen hätte?
34:28Haben Sie den Benzinger dafür entspannt?
34:31Dann muss ich jetzt leider passen.
34:33Der Benzinger nimmt den Heidler als notorischen Klimakiller ins Visier.
34:37Er schwächt ihn ökonomisch so sehr, dass er irgendwann dann schließlich den Hof billigst verscherben muss.
34:42An Ihre Schwester, die ihm bereits ein Angebot gemacht hat.
34:47Verstehe, verstehe. So eine Art indirekte Vorteilsnahme.
34:50Nein, ich hatte da keine Vereinbarung mit Benzinger.
34:52Herr Erdmacher, das muss man nicht falsch verstehen.
34:55Es reicht völlig, wenn Sie den Benzinger instrumentalisiert haben und der irgendwann den Zusammenhang durchschaltet.
35:02Und wenn Herr Benzinger das Spiel nicht länger mitspielen wollte oder das vielleicht sogar an die große Glocke hängen.
35:06Das wäre Ihrer Karriere gar nicht so gut bekommen.
35:10Sie zimmern mir da ein Motiv zusammen?
35:13Da müssen wir nicht lang zimmern, Herr Elberheim.
35:16Trotzdem irren Sie sich.
35:18Aber das können Sie natürlich nicht wissen.
35:20Deswegen müssen wir nachfragen, ne?
35:22Wo waren Sie gestern Morgen zwischen halb sieben und halb acht?
35:25Hier.
35:27Ich fange gern früh an.
35:28Zeugen?
35:30Vielleicht, dass mich der Hausmeister gesehen hat oder einer von den Wachleuten.
35:34Ja, wir werden diese Herrschaften befragen.
35:42Frau Ortmann, das ist überhaupt kein Problem.
35:45Da rufe ich einfach den Chef von der Putzfirma an.
35:47Der schickt mir die Kolonne vorbei.
35:48Den Burschen, den habe ich mir ganz schön zungen.
35:50Mit Ihrem Charme?
35:52Na, mit meinem Durchsetzungsvermögen.
35:55Na, wenn man ein Talent hat, sollte man das auch einsetzen.
35:58Wo Sie schon so speziell mit ihm sind,
36:00könnten Sie mir doch glatt einmal seine Kolonne zum Hofenausschicken.
36:03Ja, Frau Hofer, das ist bestimmt möglich.
36:05Es ist ja eh mehr oder weniger das ausgelagerte Büro von Ihrem Bruder.
36:09Das kommt bei uns.
36:11Hallo!
36:12Prost, Prost!
36:15Ja, Herr Hofer, also, wir brauchen gar nicht zu telefonieren.
36:19Ich bin schon auf dem Flur.
36:21Aber wenigstens wissen wir doch jetzt von Erbacher,
36:23dass die Interimslösung Krüger gar kein rechtes Motiv haben konnte,
36:26Benzinger zu töten.
36:27Wenn man ihm trauen kann.
36:28Bin gleich da.
36:29Herr Mohr, gibt es schon was Neues?
36:32Vielleicht eine Tatwaffe mit Fingerabdrücken, das wäre mal was.
36:35Mein lieber Herr Hansen,
36:36wir haben draußen das ganze Areal abgesucht.
36:38Und wenn wir etwas finden, dann fahren Sie es natürlich als Erster.
36:41Schön.
36:42Aber, Herr Hansen,
36:44so wie das da draus ausschaut,
36:46mit diesen ganzen Weihen und Tümpeln,
36:47vergessen Sie es.
36:49Oh je.
36:52Ich habe dann alle in Pathologie geschickt.
36:56Das ist gut.
36:57Was ist denn da, Lutz?
37:00Kleine Stehgreif-Party.
37:01Nein, wieder Gutmachung für die Arbeit,
37:03die ich in eurem Fall geleistet habe.
37:04Das wollte ich Ihnen am Telefon schon erzählen,
37:07aber Sie haben mich nicht zu Wort kommen lassen.
37:09Frau Stockl, Sie passen Sie auf,
37:11dass das die Frau Oppen nicht mitgekriegt hat.
37:14Ja, also ich gehe dann auch mal meinen Bericht über die Frau Stockl schreiben.
37:17Wunderlich, ob das Gelage während der Bürozeit.
37:20Widerschauen.
37:21Ja, ich mache es auch.
37:22Mein, Frau Stockl, das war super, vielen Dank.
37:24Das machen wir mal wieder, gell?
37:26Ja, aber hallo.
37:26Servus.
37:27Servus.
37:28Widerschauen.
37:28Servus, du Muffel.
37:29Ja, für die Schwester, ja.
37:32Frau Stockl, wenn ich mir die Frage erlauben darf,
37:34besteht die Möglichkeit, dass heute auch noch was gearbeitet worden ist?
37:38Selbstverständlich, Herr Hofer.
37:40Schauen Sie, das ist der Bericht von der KTU.
37:43Die haben dem Benzinger sein Laptop untersucht.
37:46Bitte schön.
37:47Super, Frau Stockl.
37:48Nach E-Mail-Verkehr.
37:50Wir haben es ja echt hartgearbeitet.
37:51Ja, da sehen Sie mal.
37:52Arbeiten und Feiern schließen sich nicht unbedingt aus.
37:55Na, dann feiern Sie mal schön.
37:58Scherzkeks.
38:02Das ist interessant.
38:06Herr Benzinger hat bei den mehrseeländischen Behörden
38:08eine einjährige Aufenthaltsgenehmigung für Frau Bohn beantragt,
38:11als seine Assistentin.
38:13Das heißt jetzt doch mit ihr ernst gemeint?
38:15Ja, ja, die nehmen es dort sehr genau mit den Einreisebestimmungen.
38:18Logisch.
38:19Das ist schon gut, ich hoffe, wir haben.
38:21Jedenfalls ist dazu unter anderem ein Führungszeugnis erforderlich.
38:25Und das von Bettina Bohn hat Benzinger eine E-Mail angehängt.
38:28Und jetzt raten Sie mal, wo Sie gemeldet waren.
38:30Genau.
38:31Bad Aibling, Edelweißstraße 12, CO, Fabian Krüger.
38:42Lassen Sie uns mal rausgehen.
38:55Ja, wir wohnen schon seit Ewigkeiten zusammen.
39:01Seit, na ja, seit dem zweiten Semester?
39:05Ungefähr, ja.
39:07Ist das nur eine Wohngemeinschaft, oder gibt es da noch andere Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen?
39:13Ich weiß, was Sie meinen, aber es ist schon eine Weile her.
39:19Bettina war mit Herrn Benzinger liiert.
39:23Hast du das gar nicht erzählt?
39:27Na, Herr Krüger, eine Weile, das kann lang sein, aber auch ganz kurz.
39:33Oder andersherum gefragt, hat die Frau Bohn sich wegen dem Herrn Benzinger verlassen, oder?
39:53Ich habe doch Bettina überhaupt erst mit dem Benzinger bekannt gemacht.
39:57Ich habe gedacht, das wäre ein gutes Praktikum so, neben dem Studio.
40:01Dass sie sich gleich in ihn verliebt, das...
40:03Und dass sie gleich mit ihm nach New Zealand fahren wollte, hm?
40:06Ja, die war völlig blind von seinem Charisma.
40:11Eitel war er, der Benzinger, das war's.
40:14Wann haben Sie erfahren, dass die Frau Bohn ihre Freisebester genehmigt bekommen hat?
40:19Gleich nachdem sie es selber erfahren hat.
40:22Das heißt, sie hat natürlich zuerst den Benzinger angerufen und dann mich.
40:27Und da ist Ihnen klar geworden, dass das mit einer Seelandreise nicht mehr rückgängig zu machen ist, hm?
40:31Die war ja völlig aus dem Häuschen.
40:33Wird das gleich noch gefeiert in München mit einer Freundin.
40:36Das war mir völlig klar.
40:38Und wenn ich sie behalten will, dann muss ich beim Benzinger ansetzen.
40:44Ansetzen ist gut.
40:47Ja, reden halt.
40:49Er wollte an dem Morgen ein bisschen später kommen, weil er irgendwas am Gärbehälter reparieren wollte.
40:53Das hat er mir am Abend vorher gesagt.
40:56Ja, und das war irgendwie die letzte Chance, hab ich mir gedacht.
41:01Und dann sind Sie zu ihm gefahren?
41:04Ja.
41:05Aber der hat sich auf nichts eingelassen.
41:08Er meinte, es gibt nichts zu reden.
41:10Bettinas Entscheidung ist gefallen.
41:12Zu seinen Gunsten, was schön für ihn ist und nicht so schön für mich.
41:16Ich soll's sportlich nehmen.
41:19Und dann?
41:21Dann hat er gesagt, dass es wohl wichtigere Probleme gibt als Beziehungskisten.
41:25Dann hat er angefangen, an der Anlage rumzupassen.
41:28Der coole, oberschlaue Benzinger.
41:33Dann hab ich mir was aus dem Werkzeugkasten genommen und hab zugeschlagen.
41:43Ja, Herr Krüger, Sie sind vollläufig festgenommen,
41:46wegen des dringenden Tatvertrags, Professor Ludwig Benzinger ermordet zu haben,
41:50mich hier abführen.
41:52Herr Krüger, wenn Sie bitte mitkommen möchten.
41:55Na?
41:57Auf geht's.
42:03Ja, der Benzinger.
42:04Ja?
42:05Bleibt die Frage, wer sich jetzt um unser Klima kümmert.
42:08Bleibt wieder mal alles an mir hängen, ne?
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