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🎈
Spaß
Transkript
00:11Kali, Kali, Kali, Kali, Kali, Kali, Kali, nicht schlafen, trainieren.
00:32Kali, Kali, Kali, der ist ja tot.
00:43Guten Morgen, Frau Stockl.
00:45Guten Morgen, der Reischl hat angerufen, es gab ja der Laich.
00:49Der Reischl kommt wieder rum. Wo?
00:51Bei einem gewissen Haarball-Karl auf dem Hof bei Riedering.
00:56Ist gut, ich bin schon unterwegs. Servus.
00:58Ja, aber zuerst bist du dran, Schatzi. Schau, was ich fein sage.
01:03So, Matrose, dann sag mir doch mal, wie viele Windrichtungen gibt es, grob gesehen.
01:08Also erstens, der Wind, der parallel zum Ufer weht, einmal von links und einmal von rechts.
01:15Zweitens, der Wind, der vom Land aufs Wasser weht.
01:19Den man wie nennt?
01:20Ablandiger Wind.
01:22Drittens, den Wind, der vom Wasser aufs Land weht.
01:26Auflandiger Wind.
01:28Gut.
01:31Morgen, Frau Stockl.
01:33Was gibt's?
01:34Toten in Riedering.
01:36Karl Haberl.
01:38Bitte?
01:39Nein, ich brauch keine Wegbeschreibung, ich hab aufgerüstet.
01:42Ich besitze jetzt ein Navi.
01:45Danke.
01:46Wo waren wir stehen geblieben?
01:48Wo bist du nicht weg?
01:50Bloß nicht zu viel Wind machen, Joe.
01:52Wie ich den Hof verkenne, lässt er sich auch Zeit.
02:13Dann gibt's diesmal ein bisschen Gas, gell?
02:14Ja, Zeit ist Geld.
02:15Alles klar, Joe.
02:23Wanninger.
02:24Reischl.
02:25Wanninger, halt dich fest.
02:27Der Haberl ist tot.
02:29Nein.
02:29Ja, anscheinend von seiner Atlas-Kugel erschlagen.
02:34Wie, Unfall?
02:35Was weiß ich, also man...
02:37Äh, ich bin hier auf seinem Hof.
02:39Kannst herkommen, wir hätten etwas zu reden.
02:42Ja, ich bin gleich da.
02:48Ihr glaubt's nicht.
02:50Karl ist tot.
03:06Wie haben Sie sich das nicht hergefunden?
03:08Navi, hab ich mir gestern besorgt.
03:10Dann haben Sie jetzt sogar keine Ausrede mir, wenn Sie zu spät kommen.
03:13Mit so einem Bauernhof kann ich sowieso nicht mithalten.
03:16Stimmt, auch bitte.
03:20Wanninger, ja, hallo.
03:22Würden Sie Herrn Köhler bitte ausrichten, dass er Karl Haber von der Teilnehmerliste streichen soll?
03:27Ja, Herr Haber kann in dem Wettkampf nicht teilnehmen.
03:30Ich würde dafür seinen Platz einnehmen.
03:33Genau.
03:34Wanninger.
03:44Ich habe keine Ahnung, was Reuscher mit mir zu reden hat.
03:48Wer weiß, vielleicht bringt er einen Sponsorenvertrag für mich raus.
03:53Okay.
03:54Bin bald wieder zurück.
03:57Ciao.
03:57Ciao.
04:04Ist was?
04:05Jetzt brauchst du es ja mir nicht mehr sagen.
04:16Ja?
04:17Guten Morgen.
04:18Guten Morgen.
04:19Morgen, Frau Hartmann.
04:20Morgen.
04:21Na, Frau Stockel, wie war ihr Segeln mit Herrn Hansen?
04:25Schön.
04:26Sollten Sie übrigens auch mal ausprobieren.
04:28Ich?
04:29Frau Stockel, schaut mich an.
04:30Ich eigne mich nicht als Gallionsfigur.
04:33Dann würdest du das bitte schon einscannen.
04:34Gerne.
04:39Segeln.
04:40Ja?
04:41Segeln.
04:42Mhm.
04:46Guten Morgen, Frau Dr. Kern.
04:48Hallo, Herr Hofer.
04:51Hat ihn die Kugel erwischt, oder?
04:54Ja, Schädelfraktur.
04:56Ansonsten keine Verletzung.
04:59Der Leichentemperatur nach muss er schon die ganze Nacht hier gelegen haben.
05:03Also, ich denke mal, der Todeszeitpunkt war gestern Abend zwischen 18 und 20 Uhr.
05:08Können Sie das nicht schon ein bisschen präzisieren?
05:10Nach der Obduktion?
05:12Erzählen Sie mal bitte, wie Sie die Leiche gefunden haben.
05:15Also, gesucht habe ich ihn, gefunden habe ich leider seine Leiche.
05:19Wie heißt er denn überhaupt?
05:20Haberl.
05:21Karl Haberl.
05:23Hat er hier alleine gewohnt?
05:24Ja, gewohnt hat er hier und trainiert hat er hier auch.
05:28Aber was ist das alles für ein Klumpel?
05:29Was sind das für Sachen?
05:31Herr Mohr, das sind Trainingsgeräte.
05:33Für diese Strongest Man Competition.
05:36Ah, ja.
05:38Das sagt mir jetzt nichts.
05:40Hätte mich auch gewundert.
05:41Also, Herr Mohr, da messen sich schwergewichtige Männer in mehreren Gewichtsdisziplinen.
05:46Richtig.
05:46Nicht so halbe Portionen wie wir.
05:49Ja, und in vier Wochen ist halt in Rosenheim so ein Wettbewerb.
05:51Den können Sie sich gerne anschauen.
05:53Und weswegen waren Sie hier?
05:55Ja, deswegen.
05:56Ja, also, der Herr Haberl, den haben ich und ein paar Geschäftsfreunde gesponsert.
06:02Mit dem geringen Betrag Geld und den Trainingsgeräten hier.
06:07Und dafür hat er halt für mich Werbung gemacht.
06:09Und dann bin ich halt vorbeigekommen und habe gedacht, jetzt müssen wir die Basics mal durchbesprechen.
06:12Verstehe.
06:14Und mit so Sachen hat er also trainiert?
06:16Ja, Mann.
06:17Komm, ich zeige Ihnen was.
06:34Was machst du denn dann?
06:36Nichts.
06:37Nichts.
06:38So.
06:40Was hast du am Spinn vom Habel zu suchen?
06:42Das geht dich nichts an.
06:44Das geht mich sehr wohl was an.
06:46Und jetzt verzuckt er.
06:47Los.
07:08Also das Schwierigste ist wahrscheinlich der Trackpool.
07:10Da werden irgendwelche LKWs oder Omnibusse gezogen.
07:13Es gibt ja die verrücktesten Disziplinen.
07:16Kühlschrank tragen oder irgendwelche Bierfässer rückwärts über die Stange schmeißen.
07:20Aber mein Favorit, das ist das hier.
07:22Der Deadlift oder Carlift.
07:25Da schmeißen die einfach einen Kleinwagen um.
07:29Hier, der Adlerstein.
07:32Der ist ihm zu Verhängnis geworden.
07:35Ich kann mir das nur so erklären.
07:36Er hat den Stein wahrscheinlich da oben irgendwie unsauber abgelegt.
07:40Dann hat er sich eine kleine Ruhepause gegönnt, ist vielleicht sogar eingenickt und der Stein ist ihm auf den Kopf
07:47gefallen.
07:48Wiederschauen.
07:50Schönen Tag mal, Herr Doktor.
07:52Also ich halte das für unmöglich.
07:54Wenn die Kugel mal da drauf liegt, dann siehst du doch bombenfest.
07:58Da müsste schon ein Erdbeben kommen, dass die sich von selber bewegt.
08:02Ich weiß nicht.
08:02Vielleicht hat er sich nur am Rand abgelegt und dann bumm.
08:04Ja, aber da rollst du doch gleich runter.
08:06Ich hab den Warninger Hans angerufen, der kann uns das immer vorführen.
08:09Hansi!
08:10Hey!
08:11Ja, der Warninger, der hat mit dem Haberl immer früher trainiert.
08:13Es sind gute Freunde gewesen.
08:15Grüß dich.
08:16Darf ich dich vorstellen, Hans Warninger, die Kriminaler Hansen und Hofer.
08:21Wie ist denn das passiert?
08:23Anfall?
08:24Das weiß man nicht ganz genau.
08:26Sei doch mal so lieb und heb doch mal die Kugel hier in das Loch.
08:29Ja, aber nehmen wir es nicht dieser und nehmen Sie die dabei, bitteschön.
08:33Ach, klar.
08:38Der ist ganz schön benannt.
08:43Na, gehört sie mir?
08:46Was wiegt denn so eine Kugel?
08:49Mindestens 120 Kilo.
08:51Echt?
08:51Das ist ja der Wahnsinn.
09:12So, von der Lance bewegt sich da nichts mehr.
09:14Da bräuchst du einen Scheidenschubs, oder?
09:22Ich bin so, die Kugel.
09:23Das ist ja der Wahnsinn.
09:25Ich bin so, die Kugel.
09:26Und das ist ja der Wahnsinn.
09:30Schönen Tag, aber wir sind so, sie sind gut.
09:37Das ist ja der Wahnsinn.
09:46Die Herren kommen zur Arbeit.
09:48Nein, von der Arbeit.
09:49Wir kommen vom Tatort.
09:51Erfreulicher, Herr Hansen.
09:53Kommt, bitte schön, mein Büro.
09:56Frau Stockel,
09:59brauchen Sie vielleicht einen Multimedia-Player?
10:02Das war wirklich nicht.
10:03Ja, aber der wäre ganz neu und wirklich billig.
10:06Servus, ist der Micha schon wieder zurück?
10:09Nein.
10:10Das ist der Herr Warninger.
10:11Bitte schön, wenn Sie bitte seine Personalin aufnehmen.
10:14Ich muss dabei schnell telefonieren.
10:15Mit wem?
10:16Mit der Spurensicherung.
10:18Und schicken Sie es dann wieder rein zu mir, gell?
10:20Mach ich. Setzen Sie es einer, bitte.
10:21Bitte schön, Herr Hansen.
10:23Ihr Vater hat mich angerufen.
10:25Lässt ihn ausrichten, Sie bekommen das Geld nicht.
10:28Schade.
10:29Da ruft er Sie an, damit Sie mir das sagen?
10:32Haben Sie Geldprobleme?
10:34Eigentlich nicht.
10:36Naja, manchmal schon.
10:38Also in Hamburg konnte ich zum Beispiel umsonst am Hafen tanken.
10:41Und in den Restaurants habe ich umsonst essen können.
10:44Tja, das ist hier anders.
10:46Jetzt müssen Sie alles aus eigener Tasche zahlen.
10:48Deswegen dachte ich ja, mein Vater steuert vielleicht was bei.
10:51Jetzt habe ich mir gestern auch noch das Navi gekauft,
10:53damit ich bei Bereitschaftsdienst die Einsatzorte finde.
10:55Es hat mit Einbau über 1300 Euro gekostet.
10:591300 Euro?
11:00Aber das kriege ich ja bald zurück.
11:01Und das hat Ihnen Frau Ortmann abgezeichnet?
11:05Ja, bitte.
11:08Hallo, Frau Ortmann.
11:11Also ich muss da jetzt direkt nochmal nachfragen.
11:12Wie es mir geht?
11:13Wo die Erstattung für meine Sonderausgabe bleibt.
11:16Der 80er wusste noch nicht mal was davon.
11:18Aha.
11:19Ihre Rechnung über ein Navi.
11:22Kann Sie mir das näher erklären?
11:24Also ich habe mir das Navi geholt,
11:26damit ich schneller den Einsatzort finde.
11:29Es dürfte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben,
11:30dass ich nicht aus Bayern bin.
11:32Und da haben Sie sich gleich das Teuerste gekauft.
11:35So geht das nicht, Herr Hansen.
11:36Sie können nicht einfach ein teures Navi kaufen
11:38und erwarten, dass wir es bezahlen.
11:40Nein?
11:40Nein, Sie müssen wie alle hier den Dienstweg einhalten.
11:43Und das heißt?
11:45Fragen.
11:46Erstmal fragen.
11:47Und zwar schriftlich.
11:48So was nennt man einen Antrag.
11:49Also wenn ich Ihnen damit eine Freude machen kann,
11:51dann schreibe ich Ihren Antrag natürlich so vor Ort.
11:54Also erstens machen Sie mir damit keine Freude
11:56und außerdem ist es dafür zu spät.
11:57Weil es für Ihren Antrag auch einen Dienstweg gibt.
12:00Richtig.
12:01Und der ist ganz einfach.
12:02Erst Antrag stellen, dann Gerät kaufen.
12:04Und außerdem ist es nicht mein Antrag,
12:05sondern der der bayerischen Polizei.
12:07Das ist ja gut.
12:07Ich glaube, ich habe das Prinzip verstanden.
12:09Beim nächsten Mal verspreche ich,
12:11mache ich alles richtig.
12:13Aber jetzt mal unter uns.
12:14Wie komme ich an mein Geld?
12:17In diesem Fall gar nicht.
12:19Aber Sie können das ja verschmerzen.
12:23So als reiches Rädersöhnchen meinen Sie, hm?
12:27Das haben Sie gesagt.
12:29Sie können das Navi natürlich auch zurückbringen
12:31und nochmal ganz von vorne anfangen.
12:33Ich glaube, wir beide sollten sowieso nochmal von vorne anfangen,
12:36Frau Ortmann.
12:38An mir soll es nicht liegen, Herr Hansen.
12:42So, Herr Wanninger, das war es auch schon.
12:44Dankeschön.
12:45Und jetzt können Sie auch gleich zu meinen Hofer rübergehen, gell?
12:47Alles klar.
12:54Was ist mit der denn los?
12:55Ach, die Ortmann.
12:56Genehmigt mir mein Navi nicht.
12:57Ich habe den Antrag nicht eingereicht.
12:59Wie eine Gleisung, Kina.
13:03Ist das die Rechnung?
13:06Ich regle das.
13:08Das können Sie?
13:09Versprechen kann ich nichts.
13:11Aber ärgern kann ich es gescheit.
13:13Klingt gut für mich.
13:14Danke.
13:15Bitte.
13:22Wie wollen Sie das regeln?
13:25Einen Vorrechnungsausstellung datierten Antrag schreiben.
13:28Der Herr Hansen hat mit denen gegeben
13:29und ich habe leider vergessen,
13:31das an die Frau Ortmann weiterzureichen.
13:34Da, wie kommen Sie denn hier durch?
13:35Das mag sein.
13:36Aber wenn Sie ablehnt,
13:38muss er detailliert die Begründung schreiben.
13:40Aber noch nicht waren Arbeitskollegen.
13:43Wir sind im Sicherheitsgewerbe tätig
13:45und fahren diese Transporte.
13:48Na ja, sind gefahren.
13:50Vor ungefähr drei Jahren
13:51hat er dann mit dem Krafttraining angefangen
13:52und mich ebenfalls dafür begeistern können.
13:55Seitdem haben wir halt zusammen trainiert
13:57für dieser Strongest Man Wettbewerbe.
14:01Entschuldigung,
14:02filmen wir es, die Störung.
14:03Aber ich habe da etwas.
14:04Herr Hansen, bitte.
14:06Komm in.
14:07Herr Warninger,
14:08einen Augenblick, bitte.
14:10Ich bin da auf hochinteressante
14:12Zeitungsausschnitte gestoßen,
14:13die der Haberl gesammelt hat.
14:15Stimmt.
14:16Und zwar geht es dabei um einen Geldraub,
14:18der vor ungefähr einem Jahr
14:20hier in der Nähe stattgefunden hat.
14:21ausgeraubt haben Sie einen Geldtransporter
14:24von der Firma
14:28Zerberus.
14:29Und diese ganzen Artikel,
14:31die handeln nur davon.
14:33Sehr schön.
14:34Herr Warninger,
14:34diese Sicherheitsfirma,
14:36für die Sie da arbeiten,
14:37heißt die Zerberus?
14:38Ja.
14:39Und vor einem Jahr
14:40wurde ein Sicherheitstransporter ausgeraubt?
14:42Ja.
14:44Zum halben Preis.
14:45Ja.
14:46Und einer
14:47würde sogar noch 10% nachlassen.
14:4910%?
14:50Weil Sie es sind.
14:50Ja, wie viel wäre das dann?
14:52Äh, von 150 sagen wir
14:53120 und die Sache ist gerätzt.
14:55Und was ist gerätzt?
14:56Äh, Herr Haberl hat mir gerade
14:58einen
14:59neuwertigen Multimedia-Player
15:00angeboten.
15:01Mit einem Preisnachlass
15:02von über 60%.
15:03Und
15:03ich denke gerade,
15:04das wäre vielleicht was
15:05für meine Enkel.
15:07Haben Sie mehrere davon?
15:09Multimedia-Player
15:10jetzt leider nicht mehr.
15:11Haben Sie zufällig,
15:12Herrn Hansen,
15:13auch das Navi verkauft?
15:13Nein, das habe ich nicht.
15:15Der Herr Hansen,
15:16der ist mit mir zusammen
15:16in dieses Elektro-Geschäft gegangen
15:18und da hat er sich das Navi dann gekauft.
15:20War nicht Ihr letzter Fall
15:21die Serieneinbrüche
15:22in den Elektro-Geschäften?
15:23Genau, ja.
15:24Eine Meisterleistung.
15:26Herr Haberl hat nach
15:28sechsmonatiger Kleinarbeit
15:29die gesamte Bande
15:30mit Stumpf und Stil ausgehoben.
15:33Da waren die Manager
15:34der Elektro-Geschäfte
15:34Ihnen sicher sehr dankbar.
15:36Na.
15:36Und haben Ihnen als kleines
15:37Dankeschön
15:38ein paar Präsente zukommen lassen?
15:40Einen Multimedia-Player vielleicht?
15:43Paragraf 331 StGB.
15:45Schon mal gehört?
15:46Ein Amtsträger,
15:47der einen Vorteil
15:47als Gegenleistung dafür annimmt,
15:49dass er eine Diensthandlung
15:50vorgenommen hat,
15:51wird mit Freiheitsstrafe
15:52von bis zu zwei Jahren
15:53oder mit Geldstrafe bestraft.
15:56So.
16:04Herr Haberl und Vorteilsname.
16:06Also verordnen wir mal schon sagen,
16:07Sie sind zu streng.
16:08Dafür soll der mir dankbar sein.
16:09Jetzt ist er gewarnt.
16:10Naja.
16:12Ob er das auch so sieht?
16:13Wahrscheinlich nicht.
16:15Und das sieht ja hier niemand so.
16:16Leider.
16:28Josefa!
16:33Ihre Freundin?
16:36Ja.
16:38Sagen Sie mal,
16:39was hat der Herr Reischel
16:40heute Morgen eigentlich
16:41so Wichtiges
16:42mit Ihnen zu besprechen?
16:44Ich spreng für Karl Haberl ein.
16:46Bei dem Wettbewerb.
16:48Ah ja.
16:49Und beim Sponsorenvertrag?
16:51Springen Sie da auch
16:51für Herrn Haberl ein?
16:54Ja.
16:56Das ist ja ein richtiger
16:57Glückstag für Sie.
16:58Ja, mein Herr Reischel.
17:01Schön, Sie wieder mal zu sehen.
17:03Ganz meinerseits,
17:04ganz meinerseits, Frau Hofer.
17:06Liedergegenheit, Sie zu sehen,
17:08setzt meinem Tag die Krone auf.
17:10Bitte.
17:10Wie Sie immer mit den Worten
17:12jonglieren.
17:12Also, dass Sie nicht
17:13Bürgermeister geworden sind,
17:14verstehe ich bis heute nicht.
17:15Ich kann Sie noch sagen, warum.
17:17Weil das Amt
17:18eigentlich Ihnen gebührt,
17:19Frau Hofer.
17:20Jetzt fangen Sie schon wieder
17:20mit dem Schmarrn an.
17:21Das ist kein Schmarrn.
17:22Also, meiner Meinung nach
17:23sind Sie zu etwas höheren Berufen.
17:26Ja, bildlich gesehen
17:27müssen Sie dann auf dem Posten
17:28nur das tun,
17:29was Sie hier eigentlich
17:30jeden Tag machen.
17:31Und das wäre?
17:32Stelle ausmisten.
17:36Sie wissen doch,
17:38dass ich für den
17:38Amtssessel des Bürgermeisters
17:39den Stoff geliefert habe.
17:40Und jetzt möchte
17:41die CSU-Fraktion
17:42im Rathaus
17:43auch alle ihre Stühle
17:44bezogen haben.
17:45Nein.
17:46Und die SPD
17:46hat gleich nachgezogen.
17:48Typisch.
17:48Und wir von der
17:49Freien Wähler-Vereinigung
17:50gehen mal wieder leer aus.
17:51Und deswegen bin ich hier.
17:52Dass Ihr Sessel
17:53nicht leer ausgeht.
17:54Weil das Beste,
17:56das habe ich nämlich
17:56für Sie ausgesucht.
17:58Jetzt schauen Sie her.
17:59Meine drei Highlights.
18:01Pompadourrot.
18:03Dann natürlich ein
18:05sonniges,
18:05bayerisches Königsblau.
18:07Aber das,
18:08das ist es da.
18:09Also auf so einem Stoff,
18:10da hat schon unser
18:11eiserner Kanzler
18:11ein bisschen mehr gesessen.
18:12Füllen Sie mal drüber.
18:15Ja, schön.
18:16Da muss ich mich
18:17aber mit meinen Kollegen
18:18noch absprechen.
18:21Herr Brandl,
18:22das ist Herr Hansen
18:23von der Polizei.
18:25Er untersucht den Mord.
18:26Grüß Gott.
18:28Dann war das also
18:28kein Unfall.
18:29Nein.
18:31Sie leiten das
18:31Sicherheitsunternehmen?
18:32Ja.
18:33Aber sagen Sie mal,
18:34wie ist das denn
18:35eigentlich genau passiert?
18:36Bitte.
18:37Der Mörder hat diese
18:39Atlas-Kugel
18:39vom Podest gestoßen.
18:41Haberl hat vor dem Gras
18:42gesessen und sich
18:43ausgeruht.
18:44Ja, und die Kugel
18:45hat ihn dann.
18:46Wahnsinn.
18:47Hatten Sie mit
18:48Herrn Haberl Probleme?
18:49Probleme mit dem Haberl?
18:52Hat er mit
18:53anderen Mitarbeitern
18:54einen urlichen Ärger?
18:55Na, oder?
18:56Ich möchte,
18:56dass ich wüsste.
18:58Hat er Feinde?
18:59Feinde?
19:00Ja.
19:01Oder?
19:03Übrigens,
19:04ein kleines
19:05Wibringsel
19:05für Ihren Bruder.
19:06Was sagen Sie dazu?
19:08Ich meine,
19:08das müsste ihm doch
19:09passen, oder?
19:10Ja,
19:11sowas tragt man doch
19:12eng, oder?
19:16Bitte sehr.
19:19Was haben Sie beide
19:20eigentlich gestern Abend
19:20zwischen 6 und 8 Uhr
19:22gemacht?
19:23Ich?
19:24Ich war hier.
19:25Alleine?
19:26Ja.
19:28Und Sie?
19:29Ich war unterwegs.
19:30Mit dem Auto.
19:32Allein.
19:34Sagen Sie mal,
19:35hat Herr Haberl
19:35sich in letzter Zeit
19:36irgendwie anders verhalten?
19:37Er hat sich immer
19:38irgendwie ein bisschen
19:38anders verhalten.
19:40Einen Tag kam der
19:41mit anderen
19:41fürchten Ideen her,
19:42oder?
19:44Stimmt.
19:45Geld machen
19:46und groß rauskommen,
19:47das war schon immer
19:48in der Sonne gewesen.
19:53Grüß dich, Rosi.
19:54Servus, Kobinian.
19:55Sag einmal,
19:56was ist denn mit Erben los?
19:58Ich weiß es nicht.
20:00Irgendwas ist ihm
20:00über die Leber gelaufen.
20:02Wo gibt es auch Reisbier?
20:04Gerne,
20:04aber alkoholfreies.
20:05Ja.
20:06Grüß dich, Tobias.
20:06Grüß dich.
20:08Gehen wir rein, oder?
20:09Komm.
20:11Der ist eine Laus
20:12über die Leber gelaufen.
20:14Kann das sein,
20:15dass die Laus
20:15geblieben gewesen ist?
20:17Die Frau,
20:18die kostet mir
20:18den letzten Nervtuch.
20:19Ja, mich auch.
20:20Und am Hansen
20:21hat sie das
20:21noch mitgestrichen.
20:23Jetzt überrascht bin ich.
20:25Einfach nichts mehr
20:26so wie früher.
20:27Das kannst du klar sagen.
20:28So, zum Wohl.
20:30Danke, Rosi.
20:31Prost.
20:32Prost.
20:32Aber zum Trösten
20:33bist du wohl kaum gekommen,
20:34oder?
20:35Nicht wirklich.
20:36Du sag mal,
20:37da hat es doch
20:38vor ca. einem Jahr
20:39einen Überfall
20:40auf den Geldtransporter
20:41gegeben von der Firma
20:43Cerberus.
20:44Den Fall hast du
20:44noch du bearbeitet.
20:45Richtig.
20:46Saute Beute,
20:463,8 Millionen Euro.
20:48Und der Täter
20:49war einer der Sicherheitsleute,
20:50oder?
20:50Ja.
20:51Knittel Achim
20:52hat da gehossen.
20:53Und der ist seinerzeit
20:54mit dem
20:55Geschäftsführer
20:55von der Cerberus,
20:56mit dem Brandl
20:57Rainer,
20:57auf Tour gewesen.
20:59Und die müssen
21:00dann durch ein Stück
21:00Wald gefahren sein.
21:01Und da hat dann
21:02der Knittel
21:02seine Dienstwaffe gezogen,
21:03hat den Brandl bedroht.
21:05Und der hat dann
21:05in den Wald
21:06reinfahren müssen.
21:07Und da hat der Knittel
21:08auch mit den Handschellen
21:09an den Transporter
21:10angekettet.
21:12Und die Fahndung
21:13ist bis heute
21:13erfolglos.
21:14Tja.
21:38Wanninger?
21:40Hans, hör zu,
21:41ich komm halt nicht
21:41nach Hause.
21:43Josefa,
21:43wo bist du?
21:44Ich muss über
21:44einiges nachdenken.
21:45Was ist denn
21:46bloß los?
21:48Die Josefa,
21:49das ist
21:49Herr Freynen,
21:50die Arbeit
21:51Ahir.
21:52Ja, ich weiß.
21:54Herr Haberl
21:55hat Zeitungsausschnitte
21:56über den Geldraub
21:57vor einem Jahr
21:57gesammelt,
21:58Skizzen angelegt
21:59und Karten
22:00studiert
22:00und lauter
22:01solche Sachen.
22:02Wissen Sie,
22:02warum ihn das
22:03so interessiert hat?
22:04Ja,
22:05keine Ahnung.
22:09Ihr Mitarbeiter
22:10damals,
22:11Herr Achim Knüttel,
22:13der hat sich doch
22:13mit der Waffe
22:14bedroht
22:14und einen
22:14Transporter
22:15gekettet.
22:16Ja.
22:17Davon habe
22:18er halt
22:18eine Halbteilung.
22:19Aber wieso?
22:21Gibt es einen
22:22Zusammenhang?
22:23Wissen wir noch nicht.
22:24Habt ihr eine neue
22:25Spur von Knüttel?
22:26Nein.
22:28Übrigens,
22:29noch was
22:29zu Wanningers
22:30feinnehmen.
22:31Ich habe sie erwischt,
22:32wie sie sich
22:33an Haralds
22:33Spinnzuschaffung
22:34gemacht hat.
22:34Ach.
22:36War das
22:37bevor
22:37oder nachdem
22:37sie von Haralds
22:38Tod erfahren hat?
22:39Nachdem.
22:41Ich habe da selber
22:42nachgeschaut
22:42und ich schätze mal,
22:44dass sie dürfte
22:44sie wohl gesucht haben.
22:47Das habe ich in Haralds
22:48Uniform merken
22:48gefunden.
22:50Aha.
22:57Na, wo ist
22:58ihre Freundin?
22:58Kleine Ahnung.
23:00Sie sagt,
23:01sie braucht Zeit
23:02und dass sie sich
23:03wieder meldet.
23:09Hallo,
23:09Frau Stocklin.
23:10Herr Hofer,
23:11grüße Sie.
23:11Ihr Bruder
23:12ist voll nicht da.
23:13Ach,
23:13sie bin wohl ja gar nicht.
23:14Ich müsste auf die Schnelle
23:15zum Herrn Achtziger.
23:16Wäre das möglich?
23:17Das ist eine
23:18meiner leichtesten
23:18Übungen.
23:19Der freut sich
23:19eh immer so,
23:20wenn Sie kommen.
23:21Ach,
23:21ist das so?
23:22Ja.
23:23Herr Achtziger,
23:24Stocklin am Apparat.
23:25Die Frau Hofer
23:26würde Sie gerne sprechen.
23:28Na,
23:28persönlich,
23:29die ist da.
23:31Ja,
23:31ich rieche sie aus.
23:32Wiederhören.
23:34Er hat noch ein Telefonat
23:35und in fünf Minuten
23:36hat er dann Zeit für Sie.
23:37Wollen Sie einen Kaffee?
23:38Gern.
23:38Dann kommen Sie.
23:40Und,
23:40wie läuft es sonst?
23:43Dicke Luft.
23:44Ach,
23:44wie so?
23:45Die Ortmann,
23:46die hat gleich zwei
23:47aufgefressen.
23:48Als Vorspeise
23:49in Hansen
23:50und dann als Hauptgang
23:50in Hartl.
23:51Bestechung.
23:52Was?
23:53Der Hansen?
23:54Na,
23:55der Hartl.
23:56Der Hartl?
23:57Ja,
23:58aber wenn Sie mich fragen,
23:59die Ortmann,
24:00die findet selbst
24:01an einem
24:01abgefieselten
24:02Hühnerbein
24:02nur irgendwas.
24:04Hallo,
24:04Frau Hofer.
24:07Hallo.
24:08Hallo.
24:11Kaffee?
24:12Gerne.
24:18Ja,
24:18dann,
24:19äh,
24:19geh ich dann.
24:20Ja,
24:21dann.
24:21Also dann,
24:22bis dann.
24:23Bis dann.
24:23Wiederschön,
24:24Frau Ortmann.
24:25Wiedersehen.
24:25Wiederschön,
24:26Frau Hofer.
24:27Ja.
24:33Frau Stöcke.
24:35Frau Ortmann.
24:37Ein
24:39Volksmusikfestival?
24:40Ja,
24:40mit traditionellen Liedern
24:42und Tänzen
24:43aus unserer Region.
24:44Es soll eine
24:45der vielen
24:45Parallelveranstaltungen
24:46zur Landesgartenschau
24:47werden.
24:48Danke.
24:48Ja,
24:48und dass Sie,
24:49der Vorsitzende
24:50der Musikakademie
24:51sind,
24:52seien Sie natürlich
24:53auch meine erste
24:53Anlaufstelle.
24:54Was kann ich da
24:55genau für Sie?
24:56Ja,
25:00Ihre Beziehungen
25:01spielen lassen.
25:02Ach,
25:02Sie meinen,
25:03ich soll meine Leute
25:03in der Musikakademie
25:05auf dieses Thema
25:05ansetzen?
25:06Ganz genau.
25:07Mach ich doch gern,
25:08Frau Hofer.
25:09Vielen Dank.
25:10Nix zu danken.
25:11Was wäre ich ohne
25:12Sie,
25:12Frau Hofer?
25:14Und ohne Ihr
25:14feines
25:15Ghostwriter-Händchen?
25:16Ein Mann
25:17ohne Worte.
25:20Sagen Sie,
25:21stimmt das,
25:21was man sich
25:22so über
25:22den Herrn Hartl
25:23erzählt?
25:24Was
25:24erzählt man sich
25:25denn?
25:26Dass er sich
25:27hat
25:29bestechen
25:29lassen.
25:30Wo haben Sie
25:31das her?
25:32Hört man so?
25:33Wo?
25:35Hier,
25:36auf den Gängen.
25:38Das darf doch
25:39nicht wahr sein.
25:43Zum
25:43Musikfest.
25:44Das ist der Brief
25:45einer Arbeitskollegin
25:46an Herrn Harald.
25:47Sie heißt
25:48Josepha Kreiling
25:49und ist die Freundin
25:49von Hans Wanninger.
25:51Jetzt ist es so,
25:52dass der Herr Brandl
25:53die Frau Kreiling
25:54ertappt hat,
25:54als sie Haralds
25:55Spind aufgebrochen hat.
25:56Wahrscheinlich
25:57wollte sie den Brief
25:57wieder an sich nehmen.
25:58Ich lese ihn mal vor.
26:02Liebster Karl,
26:03es fällt mir sehr schwer,
26:04dir diese Zeilen
26:05zu schreiben.
26:06Ich kann nicht mehr
26:06so weitermachen.
26:07Ich liebe dich
26:08und ich liebe den Hans.
26:10Das ist der Wanninger?
26:11Ja.
26:11Das wissen wir schon.
26:14Ich glaube,
26:15ich liebe dich mehr,
26:16aber ich weiß auch,
26:17dass diese Liebe
26:18keine Zukunft hat.
26:19Ich bin nur
26:20ein Teil
26:20in deinem Leben
26:21und du bist
26:22neben Hans
26:23Wanninger.
26:24Sind Sie jetzt fertig?
26:25Ja.
26:27Alles,
26:27was ich habe.
26:29Lasse ich mich
26:29ganz auf dich ein,
26:30bin ich verloren.
26:31Deshalb habe ich mich
26:32für Hans entschieden.
26:36Denn mein Leben
26:37muss weitergehen,
26:38wenn auch dafür
26:39meine Liebe
26:39zu dir stirbt.
26:40Deine Josepha.
26:41Nein.
26:42Die Arme.
26:43Was sagt uns das?
26:45Dass diese Frau
26:45verzweifelt ist.
26:47Hoffentlich
26:48tut sie sich nichts an.
26:49Nein.
26:51Das heißt,
26:52dass wenn der Wanninger
26:53von dem Verhältnis
26:54von seiner Freundin
26:55zu dem Harald gewusst hat,
26:56hat er doch ein Motiv
26:57gehabt,
26:57dass er ihm die Kugel gibt.
26:59Richtig.
26:59100 Punkte.
27:01Also das schreiben wir
27:02genauer an.
27:04Na ja,
27:05aber dass die Josepha
27:06Kreiling
27:06nach Haralds Tod
27:07den Brief
27:08wieder an sich
27:09nehmen hat wollen,
27:10sagt uns auch,
27:11dass sie vermeiden
27:12hat wollen,
27:12dass ihr Freund
27:13davon erfährt,
27:14von dem Verhältnis.
27:15Das heißt also,
27:16dass er nicht
27:16Bescheid wusste.
27:17Auch richtig,
27:18aber er hat noch
27:18ein Motiv.
27:19Nach Haralds Tod
27:21wird er dessen
27:21Nachfolger
27:22bei diesem
27:22Strongest Man
27:23ein Wettbewerben
27:23und er kassiert
27:24dessen Sponsornhonorare.
27:27Vielleicht hat er
27:28von anderen Weg
27:29von dem Verhältnis erfahren.
27:31Also im Augenblick
27:31ist Frau Kreiling
27:32unerfindbar
27:33und für eine Fahndung
27:33ist es noch zu früh,
27:34denke ich mal.
27:35Denke ich auch.
27:36Warten wir noch.
27:37Während Sie sich
27:37um den Wanninger kümmern,
27:39gehe ich der Knittelspur noch.
27:40Gut.
27:41Ach, da ist ja die Akte
27:42vom Knittel.
27:45Was mache ich Sie?
27:46Du?
27:47Du wartest noch.
27:48Du hast recht.
27:49Ja.
27:51Und Sie glauben eher was?
27:52Warum nicht?
27:53Vielleicht ist der nie
27:54wirklich abgehauen.
27:55Irgendwo im Team
27:56war untergetaucht
27:57und wir grasen
27:57die ganze Welt ab.
27:58Das wäre aber sehr riskant.
28:00Naja, einfach
28:01ziellos abhauen
28:02ist nicht weniger riskant
28:03und eine neue Identität
28:04aufzubauen.
28:05Das ist nicht einfach.
28:06Vielleicht bereitet er
28:07von hier aus
28:08sein wirkliches
28:09Untertauchen vor.
28:10Das dauert.
28:11Und Herr Haberl
28:11hat ihn dabei gestört.
28:13Genau.
28:14Der Haberl hat
28:14gegenüber der Polizei
28:16immer einen Vorteil gehabt.
28:17Er hat den Knittel
28:18seit Jahren gekannt.
28:19Wir haben also
28:20zwei Verdächtige.
28:22Einer diesen Wanninger,
28:23der es aus Eifelsucht
28:24getan haben könnte
28:24oder weil er in die
28:26Fußstapfen seines
28:27Freundes Haberl treten
28:28wollte.
28:28Und dann diesen Knittel,
28:30der den Geldtransporter
28:31ausgeraubt hat
28:32und seitdem untergetaucht
28:33ist.
28:34Richtig.
28:35Aber ich glaube nicht,
28:36dass ein Mann besser
28:36als der ganze
28:37Polizeiapparat arbeitet.
28:38So was kommt
28:39nur im Kino vor.
28:41Vielleicht hatte Haberl
28:42ja Informationen,
28:42die wir nicht hatten.
28:43Sie meinen,
28:44weil er mit Knittel
28:44gearbeitet hat?
28:46Genau.
28:47Wäre möglich, ja.
28:49Ja?
28:54War das Ihre Idee
28:55oder hat Hansen
28:55Sie dazu angestiftet?
28:57Zu was?
28:57Mir diesen
28:58vordatierten Antrag
28:59für ein Navi unterzujubeln.
29:00Dürfen Sie dafür
29:01mal wieder zum Segeln?
29:02Der ist nicht
29:03vordatiert.
29:03Ihr habt es nur vergessen
29:04weiterzuleiten.
29:06Ist das ein abgekatertes
29:07Spiel?
29:08Frau Ortmann,
29:09wir sind hier bei der
29:10Polizei und nicht
29:11bei der Mafia.
29:13Antrag abgelehnt.
29:15Begründung aber nicht
29:16vergessen, gäh?
29:17Bei uns geht nämlich
29:17alles streng nach
29:18Vorschrift.
29:19Und wie ist der Teufel
29:21so will?
29:22Schauen Sie,
29:23ich habe hier
29:23einen leeren
29:24Ablehnungsbescheid.
29:30Ach, noch was,
29:31Herr Hansen.
29:32Mir ist aufgefallen,
29:34dass ja eigentlich
29:35alle im Präsidium
29:36was gegen Frau Ortmann
29:37haben.
29:38Wundert Sie das?
29:39Nein, aber es ist
29:40falsch.
29:41Seit die Frau Ortmann
29:42hier ist, hat sie
29:43in keinem mir
29:44bekannten Fall
29:44jemanden bei der
29:45vorgesetzten Behörde
29:46hingehängt.
29:46Alle ihre Maßnahmen
29:47waren letztlich
29:48gut gemeinte Drohungen.
29:51Dann soll sie das
29:51eben sagen,
29:52dass es nur
29:52Drohungen sind.
29:54Herr Hansen,
29:54merken Sie denn
29:55nicht das Dilemma,
29:56in dem sie steckt.
29:56Wenn die Leute
29:57merken, dass sie
29:58ihre Drohungen
29:58nicht wahr macht,
29:59dann nimmt sie
29:59doch keiner mehr
30:00ernst.
30:01Ja, und das
30:02macht Frau Ortmann
30:03zu schaffen.
30:04Und was habe ich
30:04damit zu tun?
30:05Ich möchte,
30:06dass sie sich
30:06um Frau Ortmann
30:07kümmern.
30:08Was?
30:08Das ist nicht ihr
30:09ernst.
30:09Die Frau hasst mich.
30:11Ach was,
30:11Sie sind doch neu hier.
30:12Da gibt es noch
30:12keine eingespielten
30:13Mechanismen.
30:14Oh doch,
30:15Herr Achtziger,
30:16also ein Mechanismus
30:16funktioniert schon
30:17wie geschmiert.
30:18Ich will etwas,
30:19Sie verbietet es.
30:20Herr Hansen,
30:20keine Diskussion mehr.
30:22Ab sofort kümmern
30:23Sie sich um Frau Ortmann.
30:24Kooperieren Sie mit ihr
30:25und unterstützen Sie sie.
30:27Das ist eine
30:28dienstliche Anweisung.
30:39Da bringen wir
30:40keine zehn Pferde
30:41nicht rein.
30:42Wieso?
30:42Ist doch süß.
30:43Geh.
30:44Ich will für den
30:45Reichel
30:45Werbung machen,
30:46sonst geht es dir gut.
30:47Dann ziehst du es
30:48halt nur für den
30:48Stall an.
30:49Damit die Kürbens
30:50zu haben.
30:51Nein, nein.
30:52Dann machst du
30:52ganz schön
30:52Putzlappen draus,
30:53dann kannst du
30:54auch testen,
30:55wie stark
30:55das Reicheltuch ist.
30:58Hey.
31:07Wieder aufgetaucht,
31:08Frau Kreiling?
31:10Sie war bei
31:11Ihrer Schwester.
31:13Sie kommen mit.
31:14Sie warten hier.
31:25Sie wollten also
31:26den Brief an sich nehmen,
31:27damit Ihr Freund
31:27nicht von dem
31:28Verhältnis erfährt.
31:30Und haben Sie
31:31sie ihm gebeichtet?
31:33Ja.
31:34Wie hat er reagiert?
31:37Er hat mir verziehen.
31:47Ihre Freundin sagt,
31:48Sie haben mir verziehen?
31:50Ja.
31:52Haben Sie aber schnell
31:53verziehen.
31:55Ich bin nicht
31:56nachtragend.
31:58Was geschehen ist,
31:59ist geschehen.
32:00Also ich sehe da
32:01einen anderen Grund
32:02für Ihr großzügiges
32:03Verständnis.
32:04Sie wussten doch schon
32:04vorher von dem
32:05Verhältnis.
32:07Wusste ich nicht.
32:08Und dann haben Sie
32:09Ihren Nebenbuhler
32:09beseitigt.
32:12Habe ich nicht.
32:25Sie haben Herrn Haber
32:26geliebt.
32:28Ja.
32:30Aber keine Zukunft
32:31mit ihm gesehen.
32:35Weil er viele andere
32:36Dinge im Kopf hatte.
32:38Ja.
32:40Vor allem seine
32:41Besessenheit hat mir
32:42Angst gemacht.
32:43Seine Besessenheit,
32:44der stärkste Mann
32:45der Welt zu werden?
32:46Nein.
32:47Seine Besessenheit,
32:48den Raub aufzuklären.
32:49Den Herr Knittel
32:50begangen hat.
32:55Also mein Kollege
32:56meint ja,
32:57dass Herr Haber
32:58den Knittel
32:59aufgespürt
32:59und erpresst hat.
33:01Hat Herr Haber
33:02ihn gegenüber
33:03etwas darüber erwähnt?
33:04Nein.
33:07Er hat bloß gesagt,
33:08dass alles
33:08bald ganz anders wird.
33:15schau,
33:15das ist das Waldstück,
33:17wo der Knittel
33:17den Brandl
33:18dann an den
33:18Transporter
33:19hinten angekettet hat.
33:21Und dann muss der
33:21Knittel
33:21das Geld
33:22umgeladen haben.
33:23Mhm.
33:25Glaubst du immer noch,
33:26dass der Knittel
33:26den Haarweil
33:27umbracht hat?
33:28Das weiß ich.
33:29Das ist eine andere
33:30Erklärung.
33:43So.
33:44Was so?
33:44Ja, wir suchen jetzt.
33:46Was suchen wir denn?
33:47Das wissen wir erst,
33:48wenn wir es gefunden haben.
33:49Äh, super.
33:50Die Spurte hat rein
33:51gar nichts gefunden,
33:51aber was solltest du schon,
33:52wenn sie im Spezialisten
33:53nichts finden?
33:54Also bitte nicht
33:54Maulenmoor.
33:55Augen offen halten.
33:56Ja, Augen offen halten.
33:57Etwas, wo wir nicht einmal
33:58wissen, was es ist.
33:59Das machen wir.
34:01Sag mal, ist das da
34:03Sie?
34:04Der Bleichenweier.
34:06Hast du noch mehr
34:06Fotos davon?
34:08Von dem Weier?
34:09Nein, von mir.
34:11Nix.
34:17Ah, nix.
34:45Rechnung über Taucherausrüstung.
34:48Na ja, schauen Sie mal
34:48das Datum hier.
34:49Ja, vier Wochen.
34:51Haben Sie hier irgendwo
34:52eine Taucherausrüstung gesehen?
34:53Nein.
34:55Schwimmflossen hätten wir.
34:56Schwimmflossen?
34:56Wo ist der Rest?
34:57Was weiß ich nicht.
35:00Die habe ich.
35:01Mhm.
35:04Das habe ich noch.
35:06Mhm.
35:09Kannst du das vergrößern?
35:25Ja, nix, oder?
35:27Ja, nix.
35:31Ja, nix, oder?
35:40Ja, nix.
35:40Ja, boah.
35:41Ja.
35:46Dann wollen wir mal.
35:49Eins, zwei, drei.
35:55Au.
36:04Aha.
36:07Aha.
36:11Warum verstaut er das Zeug hier?
36:13Wollt er nicht.
36:14Vielleicht wird das versteckt.
36:16Und warum?
36:17Ja.
36:19Warum sollte niemand mitbekommen,
36:21dass er taucht?
36:22Wussten Sie etwas davon?
36:24Tauchen?
36:24Davon hat er nie was erzählt.
36:26Ihnen?
36:27Auch nicht.
36:28Herr Hansen, folgendes.
36:30In der Nähe des Überfallortes,
36:32sprich, wo der Knittel
36:34den Transporter ausgeraubt hat,
36:35befindet sich ein Weiher,
36:37an dessen Ufer liegt ein Boot.
36:38Und dieses Boot
36:38hat sich der Haberl-Verzweifung ausgeliehen.
36:41Interessant.
36:41Da wird er getaucht sein.
36:43Wie kommen Sie da drauf?
36:43Da wird mir eine Dachrausrüstung gefunden.
36:46Herr Michi würde sagen,
36:47den Weiher mit Dachung absuchen.
36:48Ja.
36:49Hinschuldig.
36:50Verteidig.
37:03Tag, Herr Brandl.
37:05Sie stehen im Verdacht,
37:06Herrn Haberl und Herrn Knittel getötet zu haben.
37:09Das ist ein Durchsuchungsbefehl
37:10für Ihre Wohnräume und Ihr Büro hier.
37:12Und das ist die richterliche Verfügung,
37:14dass wir einen Gentest von Ihnen machen dürfen.
37:16Wenn Sie Ihren Rechtsanwalt anrufen wollen,
37:18tun Sie das.
37:20Ich sage jetzt erst mal gar nichts.
37:23Keine Sorge.
37:25Sie müssen nur den Mund aufmachen.
37:29Bitte.
37:33Da im Bleichenweiher hat man den Achim Knittel gefunden.
37:37Der lag schon fast da ein bisschen oder drin.
37:40Das ist der Wahnsinn.
37:41Und ich habe natürlich damals daran gedacht,
37:43dass der Beifahrer, der Brandlreiner,
37:46dass der Komplize war.
37:49Und ich habe den stundenlang verhört.
37:50Ich habe mir jede Sekunde vom Tathergang
37:53tausendmal verzählen lassen.
37:55Wir haben seine Wohnung durchsucht,
37:56Konten angeschaut.
37:57Und ein halbes Jahr, ein halbes Jahr
37:59habe ich ihn beobachten lassen.
38:01Telefon abgehört.
38:02Nichts.
38:02Nichts.
38:03Kein Hinweis darauf,
38:04dass er irgendwie an der Sache beteiligt war.
38:07Ja, und auf die Idee,
38:08dass der Brandl das alleine durchgezogen hat,
38:10bist du nicht gekommen.
38:12Nein.
38:14Im Gürtel von der Leiche,
38:16da ist eine Pistole gesteckt.
38:18Und das war seine.
38:19Also ein Knittel seine.
38:20Und aus dieser Pistole
38:21ist ein Schuss abgegeben worden.
38:22Und die Kugel im Kopf von der Leiche,
38:24die war aus dieser Waffe.
38:26Genau.
38:26Und in dem Gürtel waren noch diese Handschuhe.
38:29Da hat man leichte Rückstände
38:31von Schmauchspuren dran gefunden.
38:33Rainer Brandl hat Knittel
38:35mit dessen eigener Waffe erschossen
38:36und dabei diese Gummihandschuhe getragen,
38:39um einen möglichen Schmauchspuren-Test zu bestehen.
38:41So ist es.
38:42An Eis hat der Denktes auch.
38:44Und an Eis.
38:44Im Gegensatz zu dir.
38:46Und dann hat er die Gummihandschuhe versenkt.
38:48Mit der Leiche und der Waffe und mit dem Geld.
38:51Ja.
38:52Und nachdem dann Gras über die Sache gewachsen war,
38:54hat er sich das Geld wieder geholt.
38:57Durchsuchen Sie doch noch die Wohnung
38:58und die Geschäftsräume von Herrn Brandl.
39:00Ist doch schon passiert.
39:01Ja, und haben Sie was von dem Geld da empfunden?
39:03Natürlich nicht.
39:04Aber eine Kontonummer von einer ausländischen Bank,
39:06diese hielt sich leider in den Schweigen.
39:08Die wollen erst die Beweislage abwarten.
39:10Ja, aber mit den Gummihandschuhen.
39:11Da haben wir den Brandl doch schon fast.
39:14Ich meine, vielleicht sind die Hautpartikel in den Gummihandschuhen drin.
39:17Veranlassen Sie unbedingt eine Genprobe.
39:19Ist auch schon passiert.
39:20Der Herr Hansen ist bereits mit dem Herrn Brandl hierher unterwegs.
39:24Das ist ja alles bestens.
39:26Sie haben Arjen Knittel mit seiner eigenen Waffe erschossen.
39:29Dann haben Sie das Boot genommen,
39:31sind auf den Weiher rausgefahren
39:32und haben die Leiche samt Geld versenkt.
39:34Danach haben Sie sich an den Transporter gekettet
39:36und haben das unschuldige Opfer gemimt.
39:39Das ist vielleicht ein Riesenschmarrn, den Sie mir hier auftischen.
39:41Und wie kommt Herr Knittel dann Ihrer Meinung nach in den Weiher?
39:44Ja, was war sie?
39:45Vielleicht hat der Habel mit einem gemeinsamen Sache gemacht
39:47und ihn dann im Weiher versenkt.
39:49Schon mal daran gedacht?
39:51Gab es denn damals wirklich keinen Hinweis,
39:54dass der Herr Brandl allein der Täter war?
39:58Nein.
40:00Wir haben bei Ihnen eine Taucherausrüstung gefunden.
40:02Na, wirklich nicht.
40:03Wofür haben Sie die denn gebraucht?
40:05Zum Tauchen.
40:06Das ist ein schöner Sport.
40:07Sparen Sie sich die blöden Sprüche.
40:10Nachdem Gras über die Sache gewachsen war,
40:12haben Sie mit Hilfe der Taucherausrüstung
40:14das Geld aus dem Weiher geholt.
40:16Ach ja?
40:17Haben Sie das Geld denn bei mir gefunden?
40:19Nein.
40:20Aber die Kontonummer einer ausländischen Bank,
40:22die haben wir gefunden.
40:23Und dieses Konto haben Sie vor fünf Wochen eröffnet.
40:26Da wird das Geld liegen, ganz einfach.
40:28Außerdem haben wir Ihren Taucheranzug im Labor untersuchen lassen.
40:32An dem Material fanden wir die gleichen Schwebstoffe,
40:33die sich auch im Weiher befinden.
40:35Hier.
40:36Sie sind im Weiher getaucht.
40:37Ja.
40:39Da habe ich geübt.
40:40Mehr nicht.
40:41Sie hätten eben nicht nur das Geld,
40:43sondern auch die Gummihandschuhe
40:44in Knittels Gürtel mitnehmen sollen.
40:48Was für Gummihandschuhe?
40:49Die Gummihandschuhe, die Sie getragen haben,
40:51um sich vor den Schmauchspuren zu schützen.
40:53Die Sie nach dem Mord in Knittels Gürtel gesteckt haben.
40:56In den Handschuhen haben wir Ihre Hautpartikel gefunden.
40:58Haben Sie dafür irgendeine Erklärung außer der,
41:01dass Sie den Mord begangen haben?
41:02Na?
41:04Nein.
41:07Keine Erklärung.
41:09Herr Haberl hat Sie beobachtet,
41:10als Sie nach dem Geld getaucht sind.
41:12Ich denke, dass er Sie schon immer im Verdacht hatte.
41:14Na, dann ist der Haberl selber getaucht,
41:16hat die Leiche entdeckt und Sie damit erpresst.
41:18Geld her oder er zeigt Sie an.
41:22Niemand hat was rausgefunden.
41:25Niemand.
41:27Und er wollte die Hälfte vom Geld haben.
41:29Für nichts.
41:32Das hat er jetzt davon.
41:36Sie wollten nichts abgeben.
41:38Also musste Herr Haberl sterben.
41:40Und das mit dem Brief von der Frau Kreiling,
41:42das kam Ihnen dabei wie gerufen,
41:43um den Verdacht auf Sie zu lenken.
41:44Schon irgendwie blöd, hm?
41:46Hätten Sie einfach gezahlt,
41:48wäre der Raub niemals aufgeklärt worden.
41:49Und Knitten wäre für alle Zeit
41:51auf der Fahndungsliste gestanden.
41:52Erst durch den Mord am Haberl
41:54haben Sie uns auf die richtige Spur gebracht.
41:56Und die führt dann ganz weit weg.
41:58Bis nach Schweden.
42:02Gardinen.
42:03Schwedische.
42:03Glocke.
42:04Ah.
42:06Höhöhöhöhöhöhöhö.
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