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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
00:21WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
00:38Alles in Ordnung.
00:42Ach du liebe Zeit.
00:44Morgen, Stockl.
00:45Nichts, guten Morgen. Der 80er hat morgen Geburtstag.
00:48Aha. So, schön viel.
00:51Ja, aber nicht unbedingt für uns.
00:53Guten Morgen.
00:54Sagen Sie nichts.
00:56Der Herr 80er hat morgen Geburtstag.
00:58Der Herr 80er?
00:59Ja. Und? Habt ihr euch schon was überlegt, was wir machen für ihn?
01:03Ja, Gottes Willen. Wie sind wir da gerade das erfahren?
01:06Das ist wieder typisch. Und jetzt bleibt die ganze Arbeit an mir hängen.
01:09Vielleicht ist es ihm gar nicht recht, wenn wir so ein großes Aufregungsdruck machen, oder?
01:12Ja, ja, ihr Männer. Erst wollt ihr, dass man nichts sagt. Und wenn man dann nichts sagt, seid ihr beleidigt.
01:16Ja, was weiß ich nicht. Vielleicht irgendwas Persönliches.
01:19Machen wir ein Foto von uns allen. Ein schöner Rahmen, rundherum ist doch gleich was, oder?
01:23Sag mal, Michi, du wirst doch nicht glauben, dass sich der 80er ein Budel von uns auf den Schreibtisch steuert.
01:28Oder halt dort. Haben wir alle was davon.
01:32Kippo-Rosenheim-Apparatstöckel, grüß Gott.
01:36Im Altersheim ist einer gestorben.
01:38Ja, entschuldigen Sie bitte, da sind Sie bei uns falsch.
01:43Ach so, der Pfleger.
01:45Ja, wir kommen. Wiederhören.
01:49Toter im Altersheim.
01:50Jetzt komm heute mal. Bitte.
01:52Ja, Herrschaft.
01:59Marie, was willst du denn?
02:02Du hast du alles für den Graf der Aufhebsten.
02:04Was tust du überhaupt?
02:06Ich hab's ja auch gleich. Die müssen doch hier irgendwo sein, Herrschaftszeiten.
02:10Oh, Entschuldigung.
02:13Fix, Halleluja.
02:13Ich suche unsere Fotoalben.
02:16Da, denen ihr vom Kulturreferat versprochen, ein paar Ölfotos von unserem Hof mitzubringen für Ihr Kulturmagazin.
02:25Da.
02:26Den können wir noch praten.
02:30Hofer, was gibt's?
02:46Servus, Michi.
02:47Guten Morgen, Katja. Guten Morgen, da war ich nicht ganz schön wütend, oder?
02:51Aha.
02:52Also, zeig dir mal. Was haben wir?
02:55Ein Pfleger haben wir am Toten.
02:57Und wo liegt er?
02:58Meinen Sie mich?
03:00Hallo.
03:01Nein, ich meine eigentlich den anderen.
03:03Der andere, der liegt drin und wird schon begutachtet von Frau Dr. Kern.
03:06Ja, schön.
03:07Übrigens, hier. Schauen Sie mal.
03:12Palaisbar.
03:14Ist das nicht dieser Striptease-Laden in der Nähe vom Bahnhof?
03:19Kennen Sie doch gut das bei uns, Herr Litt.
03:20Rein beruflich.
03:22Natürlich.
03:23Das geht so nicht.
03:25Hofer, Kripp, Rosenheim.
03:26Wer sind Sie?
03:27Ich bin Dr. Brahms. Ich leite das Rosenstift. Sehr erfreut.
03:30Na, so erfreut. Schauen Sie gar nicht aus. Und Sie?
03:32Carmen Hübner. Ich habe den...
03:34Das ist Frau Hübner. Die hat den Herrn Ruge hier gefunden.
03:36Grüß Gott, Frau Hübner.
03:38Das ist mein Kollege Litt.
03:39Wir sind die ermittelnden Kommissar in dem Fall.
03:42Ja, wir hatten bereits die Vergnügung auf dem Parkplatz.
03:45Ah ja.
03:45Und mich hätte noch einiges zu tun. Brauchen Sie mich noch?
03:49Im Augenblick nicht, danke.
03:50Danke.
03:51Ja, meinen Sie denn, es handelt sich hier überhaupt um einen Kriminalfall?
03:54Das sieht mir doch eher nach einem bedauerlichen Unfall aus.
03:58Also, auf den ersten Blick könnte man denken, es ist ein Herzinfarkt.
04:03Na, dann können wir wieder gehen.
04:05Da sehen Sie. Was soll dann der ganze Aufwand hier mit der Polizei?
04:08Na, auf den zweiten Blick, da...
04:11Was ist das für ein zweiten Blick?
04:13Fällt auf, dass er sich die Zunge zerrissen hat.
04:18Dazu diese verkrampfte Haltung.
04:22Der schaumige Speichelaustritt am Mund.
04:26Wir könnten annehmen, dass er sich vielleicht vergiftet hat.
04:30Dann bleibe doch, du.
04:32Vergiftet?
04:34Was soll denn das jetzt wieder heißen?
04:36Also, das glaube ich nicht.
04:37Das müssen Sie schon der Frau Doktor unter uns überlassen.
04:41Solange der Verdacht im Raum steht, ermitteln wir jeden einen Mordfall.
04:44Hatte der Herr Ruhe denn sowas wie ein eigenes Zimmer?
04:47Ja, hatte er.
04:50Wenn Sie mir folgen möchten.
04:53Wissen Sie irgendjemanden, der Streit mit dem Herrn Ruhe gehabt hat?
04:56Ach, der Ruhe, wissen Sie.
04:58Der hatte manchmal so ein bisschen eine unangenehme Art.
05:01Und da hat sich der eine oder andere über seinen Ton beschwert.
05:04Aber nein, nichts Ernstes.
05:06Könnten wir vielleicht eine Liste mit allen Namen haben?
05:09Also Bewohner wie auch Personal.
05:11Selbstverständlich.
05:12Sagen Sie mal, Herr Dr. Brahms, wer hat gestern Abend Dienst gehabt?
05:17Der Ruger hatte Nachtdienst.
05:18Und dann gibt es noch den Dr. Weißer, der arbeitet auch manchmal später.
05:21Aber der ist heute nicht da, der hat Fragen.
05:23Na ja.
05:37Danke, Herr Dr. Brahms, wir kommen zurecht.
05:41Ja.
05:41Und, ähm, also wenn Sie noch irgendetwas brauchen, wenden Sie sich bitte an mich.
05:46Ja, das machen wir natürlich.
05:49Sehr schön.
05:52Bitte sehr.
05:53Bitte sehr schön.
06:04Wo ist Larv Kim?
06:06Schauen Sie mich, Herr Perlini.
06:09Oh, Sieht aber aus, wie aufgebrochen.
06:11Ich will sie mit daschen.
06:12Hoffen, da gab es doch was zu verbergen.
06:14Tschüss.
06:25Hi, der Darmenschmack.
06:28Ob das alles seiner Mutter geführt hat?
06:32Also für mich schaut der echt aus.
06:35Dass mich das den Einbrechen nicht interessiert hat.
06:39Tschüss.
06:47Was auch immer das sein mag.
06:50Es muss sehr wertvoll sein.
06:51Sonst hätte es nicht so gut versteckt.
06:55So, zweimal Rosenstift.
06:57Einmal Personal, einmal Bewohner.
06:59Wir müssen zuerst mit dem Arzt sprechen, ein gewisser Dr. Weißer.
07:03Warte mal.
07:04Oh, Tobias Weißer, mit Telefonnummer.
07:06Damit bestellen wir gleich das Präsidium.
07:08Wunderbar.
07:09Das ist eine Inschrift von meiner geliebte Tochter Marlene.
07:12Schaust du mal, ob bei den Bewohnern eine Marlene dabei ist?
07:16Marlene, Marlene?
07:17Da, eine Frau Maurer.
07:20Marlene Maurer.
07:21Das ist doch nicht was, ne?
07:23Wieso?
07:23Kennen Sie die?
07:24Freilich kennen die.
07:25Das war meine Lehrerin in der Frütschel.
07:28Mitten auf die Torte?
07:30Ja.
07:32Ja, mei.
07:33So etwas mit dem Schokolade ein bisschen dunkler.
07:36Also nicht unbedingt in rosa.
07:38Und schmecken muss.
07:39Ja.
07:40Also nochmal zum Mitschreiben.
07:4280er mit T, Z und E, R.
07:46Ja.
07:46Ich muss jetzt schon's behalten.
07:48Wiederhören.
07:49Ganz kurz.
07:49Ich bin beim Essen, wenn was ist.
07:51Ich hab's hier in den Jahren.
07:52Ja, ist schon recht.
07:53Ein Stress halt.
08:05Das ist doch der kleine Hofer, der Korbinian.
08:09Richtig.
08:10Das war mal mein Schüler.
08:11Lang, lang ist's her.
08:13Heute ist er Kriminalkommissar.
08:14Das ist mein Kollege, der Korbinian Hauptkommissar Gustalit.
08:18Angenehm.
08:20Und das ist Vera von Strebel, meine Schwester.
08:23Eigentlich Halbschwester.
08:24Das ist gut.
08:25Danke, Herr Kommissar.
08:26Bitte, nehmen Sie doch Platz.
08:27Sie sind bestimmt wegen des verstorbenen Pflegers hier, nicht wahr?
08:31Richtig.
08:32Frau Maurer, schauen Sie mal, was ich in dem sein Zimmer gefunden hab.
08:38Mein Medaillon.
08:40Mein vielen Dank, Korbinian.
08:42Entschuldigung, Herr Kommissar.
08:43Ich hab schon gedacht, ich hätt's verloren.
08:46Darf ich?
08:46Bitte.
08:48Das ist wirklich wunderschön.
08:49Das hab ich gar nicht gekannt.
08:51Er hat es mir zur Kommunion geschenkt.
08:54Ach, ja?
08:55Ja.
08:57Ich hab damals ein Fahrrad gekriegt.
09:02Sie gehen doch nicht von einem Verbrechen aus, Herr Kommissar, oder?
09:06Zum jetzigen Zeitpunkt kann man da schwer was sagen.
09:10Ich habe heute Nacht gehört, wie jemand die Windschutzscheibe von Herrn Roges Auto eingeschlagen hat.
09:16Aha.
09:16Haben Sie auch was gesehen?
09:18Ja, das gab erst einen riesigen Schlag.
09:20Und das war direkt unter meinem Fenster.
09:23Ich bin dann aufgestanden und hab gesehen, wie ein Mann weggelaufen ist.
09:26Haben Sie ihn erkannt?
09:27Nee, das war zu dunkel.
09:29Er ist dann auf ein Motorrad gestiegen und weggefahren.
09:32Haben Sie noch mehr sehen können?
09:34Der fuhr ohne Licht.
09:36Aber das war so ein Motorrad mit einem so, so einem hohen Lenker.
09:40Ein Chopper?
09:41Ja, genau, ein Chopper.
09:43Oh Gott, wie unhöflich von mir.
09:44Ich hab ihm noch gar nichts angeboten.
09:45Den müssen Sie versuchen.
09:47Das ist ein ganz besonderer Tropfen.
09:49Ich hab ihm, meine Schwester hat ihn mir mitgebracht.
09:51Marlene, der Herr Kommissar ist doch im Dienst, nicht wahr?
09:55Ja, da haben Sie leider recht.
09:56Also, nein, danke.
09:59Wissen Sie noch, wann das ungefähr war?
10:01Ja, das weiß ich ziemlich genau, weil ich konnte danach nicht mehr einschlafen.
10:05Das war kurz nach 1 Uhr.
10:081 Uhr würde mit dem Todeszeitpunkt hinhaben.
10:12Wer bringt denn einen Altenpfleger?
10:14Seine Patienten, seine Kollegen oder jemand aus dem Umfeld.
10:18Also, ich hab jetzt einmal alle Bewohner befragt.
10:20Der Ruge war nicht besonders beliebt.
10:23Mit dem wurde eigentlich keiner mehr zu tun, haben wir unbedingt notwendig.
10:26Aha.
10:27Also, die Bewohner sind befragt, vielen Dank die Kollegen.
10:30Wann kommt der Dr. Weisner?
10:32Na, da muss jeder Augenblick da sein.
10:33Schön.
10:34Also, das ist in Zahlen irgendwie nicht schlau.
10:36Wer bricht denn dafür einen Schreibtisch auf und lässt alles andere liegen?
10:39Schön.
10:42Darf ich?
10:43Klar.
10:44Also, ja, gern.
10:47Ich hab jetzt so eine Art Rechnung, aus der ich nicht ganz schlau werde.
10:50Und ich dachte mir, vielleicht hast du eine Ahnung, was das ist.
10:55Sieht aus wie der Kontrollausdruck für den elektronischen Geldverkehr.
10:58Mhm.
10:59Und wofür?
11:02Also, auf den ersten Blick würde ich sagen, sind das hier Sozialversicherungsnummern.
11:09Und das sieht mir sehr nach Kürzeln für verschiedene Abrechnungspositionen aus.
11:13Aha.
11:14Es geht um einen Mordfall im Seniorenheim.
11:16Kann das sein, dass es irgendwas mit Patienten zu tun hat?
11:20Gut möglich.
11:21Aber wenn du willst, kann ich mich da mal drum kümmern.
11:25Das wäre schön, ja.
11:26Mach ich gern.
11:28Danke.
11:46Wann haben Sie gestern das Rosenstift verlassen?
11:48Spät, spät, spät.
11:49Ich hab noch die Berichte vom letzten Monat nacharbeiten müssen.
11:52Das war nach Mitternacht.
11:54Und da ist Ihnen am Herrn Ruge nichts aufgefallen?
11:56Nee.
11:57Der war so wie immer.
11:58Das ist übrigens mein Kollege, Hauptkommissar Lindh.
12:02Sonderlich mitzunehmen, scheinen Sie der Tod Ihres Mitarbeiters ja nicht.
12:05Ja, da mögen Sie recht haben.
12:07Es ist kein Geheimnis, dass wir nicht miteinander konnten.
12:09Warum nicht?
12:09Sagen wir mal, ich mochte seine Einstellung nicht.
12:12Aber der Mann ist tot.
12:13Also, warum noch schlecht reden über ihn?
12:15Bringt Ihnen nichts mehr.
12:16Genau das würde uns aber interessieren.
12:20Egal, was bei uns los war.
12:21Das war dem Wurscht.
12:23Außerdem glaube ich, dass er geklaut hat.
12:27Aber wen interessiert...
12:28Uns.
12:28Wir glauben ja nicht, dass er keines natürlichen Todes gestorben ist.
12:32Hören Sie, ich konnte ihn nicht leiden, ja?
12:35Das haben wir in seinem Zimmer gefunden.
12:37Sagt Ihnen das was?
12:41So ein Mist, Kerl.
12:43Na ja, ich hab's gewusst.
12:45Ich hab's gewusst.
12:46Einmal hab ich ihn dabei erwischt, wie er sich über den Alkohol der Bewohner hier gemacht hat.
12:49Warum haben Sie ihn schon gedacht, nicht der Heimleitung misgeteilt?
12:51Das hab ich ja.
12:53Aber der Brahms hat angeblich nichts unternehmen können, weil er keine Beweise hatte.
12:56Und der Ruger hat natürlich immer alles abgestritten.
12:59Ja, gut.
13:02Das wär's für einen Augenblick, Herr Dr. Weiß.
13:04Halten Sie sich bitte jetzt unserer Verfügung, ne?
13:07Wiedersehen.
13:07Bitteschön.
13:08Bitteschön.
13:15Also, Möden hat der in Ruhe gewicht.
13:18Ah, darum müssen wir uns ja auch noch kümmern, ne?
13:22Verleber, Nachtclub.
13:25Aber das ist das ganz Schlechte.
13:27Der Schlepp ist stehen geblieben.
13:28Und wenn die Marie mitbekommt, dass ich, anstatt die Schleppe zu reparieren, mich im Nachtclub rumtreib, dann gut nach.
13:34Das ist der.
13:45Jetzt läuft sie wieder.
14:15Schau.
14:16Ist das die Schwester oder die?
14:18Eine Halbschwester.
14:20Eine von Strebel.
14:21So ein richtig alter Landadel.
14:22Gut situiert.
14:24Kannst dir vorstellen, was das damals für ein Skandal gewesen sein muss aus der alte von Strebel.
14:28Du weißt schon.
14:29Na so.
14:59Ja, genau.
14:59Hast du den Eindruck gehabt, dass die Frau Maurer an ihrem Vater hängt?
15:04Das kann schon sein.
15:04Die müssen wohl auch ein ganz gutes Verhältnis gehabt haben.
15:07Aber die Frau von Strebel hat sie halt nie akzeptiert.
15:10Mhm.
15:11Woher weißt du das eigentlich alles schon wieder?
15:14Von Koschwitz aus dem Stadtrat.
15:16Der war auch mal mit dem Strebel gut befreundet.
15:18Aber ich überlege gerade, ob der überhaupt noch lebt.
15:22Der Koschwitz?
15:25Der Vater lebt nicht mehr, aber der ist erst mal kurz zum Stein.
15:27Okay.
15:29Na, der muss er aber ein biblisches Alter gekauft haben.
15:49Schönen Abend.
15:51Darf ich Ihnen was zum Trinken anbieten?
15:54Ja, ich nehme ein Bier, bitte.
15:59Sagen Sie, ein Freund von mir war neulich da und der hat ziemlich geschwärmt von einer Kim.
16:03Und da haben Sie Glück.
16:04Da ist sie.
16:11Soll ich der Dame auch was zum Trinken hinstellen?
16:13Äh, was?
16:14Wenn Sie mit der Dame reden wollen, dann müssen Sie ihr auch was ausgeben.
16:17Sie zahlen keinen Eintritt.
16:18Ja, ja, klar.
16:19Bringen Sie uns irgendwas.
16:25Grüß Gott, Herr Kommissar.
16:27Sie sind doch die Pflegerin aus dem Rosenstift.
16:30Und Sie doch der Kommissar, der den Tod vom Ruger untersucht, oder?
16:33Richtig, ja.
16:36Carmen Kim, wie soll ich Sie nennen?
16:39Carmen.
16:40Carmen Hübner.
16:42Auch wenn es dem Rico nicht passt,
16:44Kim bin ich nicht mehr lange.
16:46Wollen Sie aufhören?
16:50Ja, ich hab das eigentlich nur gemacht, um mein Studium zu finanzieren.
16:55Jetzt hat sich mein Leben ziemlich verändert.
16:58Und jetzt passt es nicht mehr.
17:03Dieses...
17:05With Love Kim, hat das irgendwas damit zu tun?
17:10Nein.
17:12Wir hatten nichts miteinander, wenn Sie das meinen.
17:15Er war hier ein Gast.
17:18Und tagsüber ein Kollege.
17:21Allerdings hat er dann manchmal was durcheinandergebracht.
17:24Durcheinandergebracht?
17:25Er hat mich ein paar Mal belästigt.
17:30Aber das hat mir dann geklärt.
17:33Also war er öfters hier?
17:35Ja, in letzter Zeit schon.
17:38Ich glaube, er hat irgendwas Großes an Land gezogen.
17:41Und er hat echt in letzter Zeit regelrecht mit Geld um sich geworfen.
17:45Wissen Sie, wo er das her hatte?
17:47Vielleicht gewonnen oder geerbt oder sowas?
17:50Und Sie haben auch keine Ahnung, wer einen Grund gehabt haben könnte, ihn umzubringen.
18:00Ich meine, er war kein guter Mensch, aber ich wüsste trotzdem nicht, wer ihn umgebracht haben soll.
18:05Kim, du bist wieder dran.
18:10Also, es war nett mit Ihnen, Herr Kommissar.
18:12Ja, ich meine, was anderes.
18:15Vielleicht kommen Sie ja mal wieder vorbei?
18:18Ja, das mache ich.
18:23Ich kriege die Rechnung, bitte.
18:24Na, lass uns mal.
18:25Geht aufs Haus.
18:25Nein, ich möchte es zahlen.
18:27Okay, wie Sie wollen.
18:28Das macht dann 98 Euro.
18:31Klar.
18:3298 Euro für ein Bier.
18:34Eine Flasche Champagner.
18:38Dann kriege ich eine Quittung.
18:40Dann kriege ich eine Quittung.
18:43Dann kriege ich eine Quittung.
19:04Dann kriege ich eine Quittung.
19:18Oh, mein Stottel.
19:19Oh, mein Michi.
19:20Schau, was ich mitgebracht habe.
19:21Ah, das ist bestimmt die Torte.
19:24Frisch vom Konditor.
19:26Pa, pa, pa, pa.
19:30Ja, was ist das?
19:34Drei Mal habe ich dem gesagt, alles Gute für 80er.
19:38Und jetzt das.
19:41Ich will es nicht verschmeicheln.
19:43Aber Ausschauen tut es gut.
19:44Ja, das Ausschauen, das nutzt mir nichts.
19:46Michi, du musst die Torte zurückbringen.
19:48Bitte, ich bin im Dienst egal,
19:50der ganze Tag eine Torte spazieren führt.
19:52Da weiß ich was Besseres.
19:55Die bauen wir um.
19:56Dann mogeln wir uns ein Herr hinein
19:58und aus dem 80.10 machen wir einen 80er.
20:01Jetzt schon passt es wieder.
20:02Geh, michi, umbauen.
20:03Das wird doch nichts.
20:04Ja, lass mich mal machen.
20:06Guten Morgen.
20:08Morgen, Herr Lind.
20:08Morgen.
20:09Morgen.
20:14Herr Mohr, schauen Sie doch bitte mal unserer Datei,
20:17ob Sie irgendwas über den Besitzer der Palais-Bar finden.
20:20Einen gewissen Ricolanduris.
20:22Alles klar, Ricolanduris.
20:24Ja, und dann müssten wir diese Quittung
20:25noch auf Fingerabdrücke untersuchen.
20:27Sie wissen schon, wegen der eingeschlagenen Frontscheibe.
20:29Ja.
20:3098 Euro für Champagner in der Palais-Bar.
20:33Herr Lind.
20:35Herr Lind, haben Sie es ja gar nicht schick rachen lassen.
20:38Doch, doch, nein, nein, nein, das war wirklich rein dienstlich.
20:42Ja, ist schon gehört, rein dienstlich.
20:46Ist der Herr Hofer schon da?
20:47Der Herr Hofer ist in der Pathologie rein dienstlich.
20:53Herr Ruge wurde vergiftet.
20:55Genauer gesagt ist er an einer digitalen Intoxikation gestorben.
20:59Digitales?
21:00Ein pflanzlicher Wirkstoff, der zur Behandlung von Herzinsuffizienz eingesetzt wird.
21:04In diesem Fall deutet alles auf ein Präparat hin, das Taxalan heißt.
21:10Taxalan.
21:11Kann es sein, dass es auch im Altersheim eingesetzt wird?
21:15Davon ist auszugehen.
21:16Wobei die Dosierung nicht höher als 0,5 bis 2 Milligramm betragen sollte.
21:21Nur zum Vergleich.
21:22Der Herr Ruge hatte mehr als das Zehnfache im Körper.
21:26Haben Sie schon eine Vermutung, wie das Präparat in seinen Körper gekommen ist?
21:31Taxalan wird im Allgemeinen in Tabletten- und Ampullenform verabreicht.
21:37Es ist also anzunehmen, dass ihm das jemand ins Essen oder Getränk gemischt hat.
21:40Wobei ich von Getränk ausgehe, da er wenig Speisereste im Magen hatte.
21:46Übrigens hat er gestern reichlich Alkohol zu sich genommen.
21:50Das beweist, was ich gehabt habe.
21:52Der Herr Ruge hat während der Dienstzeit getrunken.
21:55Und das nicht zum ersten Mal.
21:58Wenn Sie sich mal seine Leberwerte anschauen,
22:02werden Sie feststellen, dass sein Gewebe bereits hochgradig geschädigt war.
22:06Was?
22:07Die Karin Hübner arbeitet in der Verleber.
22:10Ja.
22:11Und das ist noch nicht alles.
22:12Mir ist nämlich vor der Bahn ein Motorrad aufgefallen,
22:14das ziemlich genau auf die Beschreibung der Maschine passt,
22:16die in der Mord noch gesehen wurde.
22:18Sie meinen den Chopper?
22:19Ja.
22:20Und ich vermute ganz stark,
22:22dass dieser Chopper einem gewissen Rico Landuris gehört.
22:25Das ist der Besitzer der Palibar.
22:26Ich habe den Mohr schon gebeten, dass er ihn mal überprüft.
22:29Das ist prima.
22:30Ach, Christian.
22:32Wegen der Kopie, die du mir gestern gegeben hast.
22:34Ja.
22:35Unsere Vermutung war richtig.
22:36Es handelt sich tatsächlich um Abrechnungen.
22:38Genauer gesagt um eine Auflistung von verschiedenen Leistungen,
22:41die das Rosenstift für zwei seine Bewohner erbracht hat.
22:43Einen Herrn Bayer und einen Herrn Ungereit.
22:48Hey, wie hast du das so schnell rausgefunden?
22:51Aber die Versicherungen der beiden Herren,
22:52die habe ich wiederum über ihre Versicherungsnummern rausgekriegt.
22:56Ja, und die anderen Zahlen?
22:58Stehen für monatliche Leistungsposten wie Unterbringung,
23:01Verpflegung und Personal.
23:02Und dahinter finden wir jeweils den Betrag,
23:05den das Rosenstift der Versicherung in Rechnung gestellt hat.
23:07Ja, nicht schlecht.
23:08Bei den Beträgen, das Rosenstift verdient ganz gut an seine Bewohnern.
23:12Vor allem würde mich mal interessieren,
23:14was der Ruge mit den Abrechnungen der Bewohner zu tun gehabt haben soll.
23:17Ich meine, das wird dir wohl kaum in seinen Arbeitsbereich gefallen sein, oder?
23:20Sollte uns mal mit den Herrn Bayer und Ungereit und deuten.
23:23Ja, das sagt mir.
23:25Ähm, ja, ich denke, ich bin dir was schuldig, oder?
23:29Ich lade dich am besten mal ein.
23:30Wir gehen was trinken.
23:31Champagner vielleicht?
23:32In der Paläber?
23:35Wie kommst du jetzt darauf?
23:37Mir wurde da von so einer Quittung erzählt aus der Paläber.
23:40Für Champagner über 98 Euro.
23:43Sauber, sag ich.
23:44Von wem?
23:45Sag ich nicht.
23:46Also, um das klarzustellen, ja, ich war da, das war beruflich, ich hab da ermittelt.
23:50Ach, das müssen ja interessante Ermittlungsmethoden sein, die du da hast.
23:54Also, einen schönen Tag.
23:56Stütze, ein Stück.
23:57Super.
23:58Ja, was ist denn das?
23:59Habt ihr euch schon über die Torte ein 85er hergemacht?
24:01Hm, der ist doch noch nicht fertig.
24:04Das ist eine andere Torte, die hat die Frau Maurer gebracht.
24:07Ja, Frau Maurer, ich grüße Sie.
24:08Ja, grüße Sie.
24:08Ja, grüße Sie, die Herren.
24:10Ich wollte mich nur noch mal bei Ihnen bedanken, dass Sie mir das Männerjumt wiedergebracht haben.
24:13Und da dachte ich mir, vielleicht freuen Sie sich über ein Stückchen Kuchen.
24:16Ja, aber freilich.
24:17Vielen herzlichen Dank, das ist ja super.
24:19Schau mal, ich schau mal so Torte nachschauen.
24:21Ja, hab ich ja mal schon gesagt.
24:23Der Hofer hat doch als Bub immer so gern Schokolade gegessen.
24:26Okay.
24:27Genau.
24:28Und dann habe ich den Verweis für den Geh.
24:30Ja, genau.
24:32Also, Frau Maurer, jetzt muss ich Sie mir was fragen.
24:37Es gibt ein Medikament namens Taxalan.
24:40Wissen Sie zu viel, ob das bei Ihnen im Rosenstift verwendet wird?
24:43Das Taxalan, das nimmt bei uns fast jeder.
24:47Ich selber auch.
24:48Das ist was fürs Herz, wenn es nicht mehr so stark schlagen will.
24:52Und Sie und die anderen, bewahren Sie dieses Mittel im Zimmer auf, oder wie ist das?
24:58Ach, das ist unterschiedlich.
25:01Meistens wird es vom Personal verteilt.
25:03Oh, jetzt muss ich aber gehen.
25:05Ich lerne nämlich Computer.
25:07Ja, eins noch, Frau Maurer.
25:08Sagen Sie, der Herr Bayer und der Herr Ungereit, die wohnen doch auch bei Ihnen im Rosenstift, oder?
25:16Naja, nicht mehr.
25:19Nicht mehr?
25:20Ja, der Herr Ungereit ist letzten Herbst gestorben.
25:24Und der Herr Bayer ein paar Tage nach ihm.
25:27Aha.
25:29Ja.
25:30Vielen Dank nochmal, Frau Maurer.
25:32Bitteschön.
25:33Bitteschön.
25:40Das war damals meine Lieblingslehrerin.
25:44Diese Rechnung ist gerade mal vier Wochen alt.
25:47Wie kann der Dr. Brahms Geld von der Versicherung verlangen, wenn der Versicherungsnehmer schon seit Monaten tot ist?
25:51Eindeutig Betrug.
25:54Wenn die Versicherung nicht vom Totarbeiten informiert worden ist, dann zahlt die Mutter weiter.
25:59Und bei den Kosten kommt einiges zusammen.
26:17Ja, was ist denn hier los?
26:20Würden Sie mir sagen, was das hier zu bedeuten hat?
26:22Grüß Gott, Herr Dr. Brahms.
26:24Was machen Sie hier?
26:26Wir beschlagnahmen Ihre Buchführungsunterlagen.
26:29Meine Buchführungsunterlagen?
26:30Ja.
26:32Dürfte ich vielleicht auch erfahren, warum?
26:34Selbstverständlich.
26:35Unter anderem wegen des Verdachtes auf...
26:38Moment.
26:40Versicherungsbetrug und vorsätzliche Falschabrechnung.
26:43Hören Sie, das ist völlig absurd.
26:44Gut.
26:46Haben Sie überhaupt einen Durchsuchungsbefehl?
26:48Ja, auch das.
26:49Schau es her.
26:49Ist alles ganz offiziell.
26:52Wenn Sie jetzt bitte mitkommen möchten.
26:55Wie?
26:55Da lang.
26:56Geh mal.
27:01Grüß Gott, Herr Dr. Brahms.
27:03Herr Ober.
27:04Ich möchte augenblicklich erfahren, was dieses Theater hier soll.
27:07Nehm es doch jetzt mal Platz.
27:10Die Vorwürfe, die gegen mich erhoben werden, sind eine Frechheit.
27:15Ach ja?
27:16Dann können Sie uns das hier sicher erklären.
27:19Die verstorbenen Herren Ungerreit und Bayer kennen Sie ja, oder?
27:23Ja, sicher kenne ich die.
27:26Ich verstehe nur nicht, was das mit mir zu tun haben soll.
27:29Sie verstehen das sehr gut.
27:31Wir haben die Versicherung der beiden Herren kontaktiert.
27:34Die haben uns bestätigt, dass sie deren Tod noch nicht gemeldet haben.
27:38Trotzdem wurden weiterhin Unterkunft und Verpflegung in der Rechnung gestellt.
27:42Das muss ein Missverständnis sein.
27:44Das ist kein Missverständnis, das ist Versicherungsbetrug, so nennt man das hier.
27:47Ich rate Ihnen dringend, mit uns zu kooperieren, Herr Brahms.
27:50Hier geht es nicht nur um falsche Abrechnungen, hier geht es um Mord.
27:53Und im Moment sind Sie unser Hauptverdächtiger.
27:56Ich?
27:57Wieso ich?
27:58Schauen Sie, Herr Brahms.
27:59Wir wissen, dass der Herr Ruhgels hier presst hat und wir wissen, dass Sie ihm Geld gegeben haben.
28:03Also, gehen Sie nicht auf die Nerven, sondern sagen Sie die Wahrheit.
28:13Also gut.
28:16Es ist dem Heim in den letzten Jahren finanziell nicht besonders gut gegangen.
28:19Und ich musste etwas unternehmen.
28:20Dann sind Sie auf die Idee gekommen, die beiden Herren weiter abzurechnen.
28:24Herr Dr. Weißer hat die Totenscheine ausgestellt und an mich weitergegeben und ich habe sie halt nicht weitergeleitet.
28:31Und Herr Ruhgels hat es mitbekommen und hat sie dann erpresst.
28:3810.000 Euro wollte er haben.
28:40Dann waren Sie es auch, dass er seinen Schreibtisch aufgebrochen hat.
28:43Ich hatte gehofft, die Rechnungen dort zu finden, ja.
28:46Und als das nicht der Fall war, haben Sie überlegt, wie Sie Herrn Ruhgels am besten loswerden können.
28:50Nein, nein, nein, nein, nein. So war das nicht.
28:52Sie kennen sich mit dem Wirkstoff Digitales aus, Sie haben Zugang zum Medikamentenschrank und Sie wussten, dass er trinkt.
28:56Jetzt wollen Sie mir was anhängen.
28:58Sie brauchten ihm nur noch eine Überdosis Taxalan in seinen Alkohol zu mischen.
29:01Ich habe ihn nicht umgebracht.
29:05Wissen Sie was? Ich sage jetzt gar nichts mehr. Ich möchte einen Anwalt.
29:14Ach, da kommt ein bisschen Geburtstag.
29:16Und Feierlaune scheint ja nicht zu sein.
29:18Was gehört dir, Herr Ruhm?
29:20Herr Lind, auf ein Wort.
29:22Ich habe da was von einer Schafania-Rechnung gehört über 98 Euro in der Palais-Bar.
29:30Ja, die ist von mir, stimmt.
29:31Herr Lind, das geht doch nicht.
29:32Sie können doch nicht einfach einen Champagner sprengen lassen für 98 Euro auf Staatskosten.
29:40Außerdem, was soll er zu verordnen sagen?
29:42Na, die hat dazu schon was gesagt.
29:43Na, Herr Achtiger, es handelt sich dabei wirklich um eine dienstliche Angelegenheit.
29:48Es ist auch so, es geht um die Fingerabdrücke gewissens.
29:50Ja, danke, Herr Hofer. Es ist sehr anständig von Ihnen, dass Sie sich für Ihre Kollegen einsetzen.
29:54Aber völlig unnötig. Geht auch um den Sinn.
29:56Ach so.
29:57Entschuldigung, die Störung. Es geht um einen Landuris.
30:00Ja, und?
30:01Ich würde sagen, es war ein Volltreffer.
30:03Die Fingerabdrücke auf der Quintung, die Sie mir gegeben haben, Herr Lind, stimmen zu 100 Prozent mit denen auf der
30:08Metallstange überein.
30:09Und das ist noch nicht alles.
30:11Laut Datei ist der Landuris wegen mehrfacher Körperverletzung vorbestraft.
30:16Das heißt, er war am Mordabend im Rosenstift.
30:37Na, Sie schon wieder. Die Kamen ist nicht da.
30:40Das macht nichts. Wir wollen jetzt Ihnen.
30:44Zu mir, aha.
30:45Na, dann nehmen Sie doch Platz. Kann ich Ihnen ein Glas Champagner anbieten?
30:51Nein, heute nicht. Vielen Dank.
30:53Aber Sie können uns sagen, wo Sie vorgestern Nacht zwischen 1 und 2 Uhr waren.
30:56Lass uns mich mal überlegen. Da war ich hier, wie ich jeden Abend hier bin außer Sonntag.
31:01Jetzt hält es uns keine Schmantel an Duris.
31:04Wir wissen, dass Sie im Rosenstift waren.
31:06Und wir wissen, dass Sie die Scheibe von Herrn Rubens Wagen eingeschlagen haben.
31:10Das ist doch blödsinnig. Ich war hier.
31:12Und wie kommen denn Ihre Fingerabdrücke auf das Schild, mit dem die Scheibe eingeschlagen wurde?
31:18Also schön, nicht wahr? Im Rosenstift. Na und? Ist das verboten?
31:22Also dann doch. Und warum?
31:24Warum, warum? Weil dieser Kerl dabei war, mir die Kamen auszuspannen.
31:27Das Mädchen ist meine beste Tänzerin.
31:29Und da kommt da dieser Typ, macht dir schöne Augen und schon will sie kündigen.
31:32Da wollte ich mit ihm reden, dass das so nicht geht.
31:35Moment mal. Sie wollte kündigen wegen dem Ruge. Ich denke, der hat Sie belästigt.
31:42Nicht wegen dem Ruge, wegen dem anderen, diesem Arzt.
31:46Arzt? Vielleicht ein Dr. Weißer?
31:49Ja, genau. Der hat da Kamen nämlich in den Antrag gemacht, von wegen heiraten.
31:53Und seitdem glaubt sie, einen auch seriös machen zu müssen.
31:56Also das heißt, Sie waren gar nicht im Rosenstift, weil Sie mit dem Herrn Ruge sprechen wollten,
32:01sondern wegen dem Dr. Weißer?
32:03Gegen dem Ruge habe ich ja nichts gehabt. Das ist doch ein guter Kunde gewesen.
32:07Und wie hat der Dr. Weißer reagiert?
32:09Frech ist er geworden. Hat sich als Beschützer aufgespielt.
32:12Ich soll die Kamen in Ruhe lassen, sonst kriege ich Ärger.
32:14Als er dann gedroht hat, die Polizei zu rufen, bin ich gegangen. Bin ja ein friedfertiger Mensch.
32:19Ja, ja, natürlich.
32:21Und warum haben Sie ausgerechnet Herrn Ruges Auto demoliert?
32:26Ich wusste ja nicht, dass er dem Ruge gehört.
32:28Der stand da auf dem Arztparkplatz und da dachte ich, dass dem Weißer seiner,
32:31da habe ich mir halt ein bisschen Luft gemacht, aber ich komme gern für den Schaden auf.
32:36Ja, ja, das wird nicht ganz reichen, Herr Danduos.
32:38Mit einer Strafanzeige müssen Sie schon rechnen und die wird Sie um einiges teurer kommen
32:42als eine Flasche Champagner für 98 Euro.
32:45Schnellen Tag noch.
32:46Servus.
32:47Servus.
32:53Grüß Gott.
32:53Oh, guten Tag, Herr Herrn.
32:55Und gibt es schon Neuigkeiten wegen dem Herrn Ruge?
32:58Ja, wir arbeiten dran.
33:00Wäre es möglich, dass wir uns hier irgendwo ungestellten unterhalten?
33:03Ähm, ja, natürlich.
33:06Kleinen Moment, Frau Kaiser.
33:07Bitte.
33:08Herr Doktor, komm, bitte.
33:19Sie haben uns gar nicht erzählt, dass Sie mit Herrn Landuris Streit hatten wegen Frau Hübner.
33:24Ach so, Sie meinen, weil sie bei ihm kündigen würde.
33:27Ich habe nicht gewusst, dass es wichtig ist.
33:29Außerdem geht diese Sache ja auch nur mich und Carmen besser.
33:33Sie wollen heiraten, nicht wahr?
33:34Ja, stimmt.
33:37Wieso hätte ich das auch sagen sollen?
33:39Das kommt darauf an, was Sie als Ihr Freund der Zukunftiger bereit sind zu tun, um Sie zu beschützen.
33:45Sie wussten doch, dass Herr Ruge Ihre Freundin mehrfach belästigt hat, oder?
33:51Jetzt verstehe ich Sie.
33:52Sie glauben, ich habe den Ruge umgebracht.
33:54Wegen Carmen.
33:57Tut mir leid, aber da muss ich Sie enttäuschen.
34:04Doktor Robert Meierling.
34:06Überaus angesehener Anwalt und Notar.
34:08Ich habe bereits vor zwei Wochen mit ihm wegen dem Ruge gesprochen.
34:11Ja, und?
34:13Wir haben ihn mit gerichtlichen Schritten gedroht, falls er Carmen nicht in Ruhe lässt.
34:16Danach hat er Sie nicht mehr mehr gegrüßt.
34:18Sie sehen, ich hatte also gar keinen Grund, ihn umzubringen.
34:21Dieser Sache hatte sich bereits erledigt.
34:23Störe ich.
34:25Nein, nein, Frau Högner, kommen Sie ruhig rein.
34:26Wir sind quasi fertig.
34:29Sehr schön.
34:30Wiedersehen.
34:31Und, was sagt der Anwalt?
34:33Er hat alles bestätigt.
34:34Der Doktor weiß, dass seine Geschichte scheint zu stimmen.
34:37Womit wir wieder am Anfang wären.
34:39Alle Spuren führen in die Sackgasse.
34:42Wir müssen doch irgendwas übersehen haben.
34:44Oder irgendjemanden.
34:46Ja, da schon hier, die Frau von Stribl.
34:49Grüß Sie Gott.
34:51Guten Tag.
34:53Und?
34:53Besuchen Sie Ihre Schwester?
34:55Meine Halbschwester.
34:56So ist das.
34:57Selten Sie lieben, riechen Sie einen schönen Gruß von mir aus, ja?
34:59Werde ich gerne tun.
35:00Guten Tag.
35:03Sie lieben, Herr Schwester, sympathisch, ich weiß nicht.
35:09Guten Tag, Schwester.
35:11Frau Maurer nimmt heute keinen Kaffee.
35:13Nein?
35:14Aber ich sage dir heute nicht.
35:17Habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt?
35:19Bitte?
35:20Dann eben nichts.
35:22Grüße Sie, sie fühlt sich heute nicht besonders gut und hat um etwas Ruhe gebetet.
35:28Es wäre sehr freundlich von Ihnen, wenn Sie dafür sorgen könnten, dass wir ungestört bleiben.
35:33Ja?
35:33Vielen Dank.
35:35Ich habe eine gute Meinung.
35:37Gut, dass ihr da seid.
35:38Der Herr Achtziger hat doch Geburtstag und wir wollen ihn überraschen.
35:42Ja.
35:43Jetzt nimmt sich jeder ein Glas Champagner, stellt sich da hinten auf und wenn er kommt, sagen wir alle, Überraschung!
35:49Schön.
35:51Überraschung.
36:00Übrigens sind die Laborberichte aus München eingetroffen, wegen der Analyse des Mageninhalts von Herrn Roger.
36:05Ah, und?
36:07So wie es aussieht, hat er lediglich gefrühstückt und ist dann zum Trinken übergegangen.
36:11Wobei wir davon reichlich Schnaps reden.
36:13Schnaps?
36:14Das ist ja.
36:17Dankeschön.
36:20Er kommt.
36:28Überraschung!
36:29Ja, was ist denn da los?
36:31Herr Achtziger, im Namen von uns allen möchte ich Ihnen ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren.
36:37Viel Glück und viel Segen und dass Sie uns weiterhin so munter gewogen bleiben.
36:42Ja, das ist jetzt wirklich eine Überraschung.
36:45Danke, Frau Stockl.
36:46Danke Ihnen allen, nur ich habe leider gar keinen Geburtstag.
36:50Was?
36:51Das gibt es ja nicht, oder?
36:54Sind Sie sich sicher?
36:55Also in diesem Fall, ich fürchte ja, Frau Stockl.
36:59Ja, tut mir außerordentlich leid.
37:01Vielleicht liegt da eine Verwechslung vor und die Torte war für jemand anderen bestimmt.
37:06Na ja, wie auch immer.
37:07Die Postakine oder her.
37:08Ich würde sagen, den Kuchen, den probieren wir jetzt.
37:17Eine Verwechslung.
37:18Für jemand anders bestimmt.
37:20Sie denken dasselbe wie ich?
37:22Ja, das Gift war gar nicht für den Ruge gedacht.
37:25Frau Doktor, der Schnaps, den der Ruge getrunken hat, was war das für eine Sorte?
37:30Einen Schlehenschnaps.
37:32Schlehenschnaps, danke.
37:33Die Frau Maurer.
37:34Ja, und der Schnaps ist von Ihrer Schwester.
37:37Ihrer Heimschwester, und die ist jetzt bei ihr.
37:39Entschuldigung, Frau Doktor.
37:44Meine Herren, meine Herren, wollen Sie nicht das Stückchen probieren?
37:47Wir müssen, der Fall ruft.
37:49Und Sie?
37:51Herr Maurer vielleicht?
37:54Herrschaftszeiten, da geht keiner ran.
37:56Also wenn unser Verdacht stimmt, dann hat der Ruge den Hals nicht vollkriegen können
37:59und hat den Schnaps von Ihrer alten Lehrerin ausgesoffen.
38:03Warum sollte Frau von Strebel Ihre Schwester umbringen wollen?
38:07Nein.
38:08Der Vater von den beiden ist vor kurzem gestorben.
38:10Vielleicht geht es da mal eine Menge Geld?
38:13Na, hoffentlich kommen wir nicht zu spät.
38:15Ich erwarte im Gottesdienst.
38:36Auf unseren Vater.
38:38Auf unseren Vater.
38:39Vera, ich weiß, wir haben kein besonders gutes Verhältnis gehabt, aber könnten wir nicht
38:46die Vergangenheit ruhen lassen und die Zeit, die uns noch bleibt, gemeinsam als Schwestern
38:53verbringen?
38:54Meine liebe Marlene, ich muss mit dir über den letzten Willen unseres gemeinsamen Vaters
39:01sprechen.
39:02Ach komm, lass das, ich will davon nichts hören.
39:05Aber mach dir keine Sorgen, ich werde keinerlei Ansprüche geltend machen.
39:10Ach, dann weißt du also wirklich nicht, worum es geht?
39:14Was meinst du denn?
39:16Ja, dann habe ich ja eine sehr gute Nachricht für dich.
39:21Er hat dir, anstatt mir, seiner rechtmäßigen Tochter, das Gut und sein gesamtes Vermögen
39:30vererbt.
39:40Ja, das habe ich nicht gewusst.
39:42Aber es wird dir nichts nützen.
39:44Vera, ich will das gar nicht.
39:46Denn ich habe ja auch eine schlechte Nachricht für dich.
39:50Was meinst du damit?
39:53Sieh mal, der Wirkstoff deines Herzmittels ist doch digitalis.
39:59Das ist der Wirkstoff, mit dem ich diese Flasche hier vergiftet habe.
40:05Ja.
40:07Man wird davon ausgehen, dass du aufs Versehen eine Überdosis genommen hast.
40:15Warum hast du das getan?
40:18Wegen deiner Mutter, diesem ordinären Flittchen, hat er meine Mutter fast verlassen.
40:27Zum Glück konnte er es nicht, sonst hätte er alles verloren.
40:30Aber das hat sie ihm nie verziehen.
40:33Und du offenbar auch nicht.
40:35So ist das.
40:36Frau Maurer, nicht drängend.
40:38Der Schnapp ist vergiftet.
40:39Frau Maurer, Sie sind in höchste Lebensgefahr.
40:42Wir müssen sofort zum Arzt.
40:43Warten Sie.
40:44Frau Maurer, wenn man Ihnen den Magen nicht auspuppt, dann sterben Sie.
40:48Moment.
40:49Moment.
40:58Schauen Sie, Herr Hofer.
41:04Als der Rubi die halbe Flasche ausgedrungen hatte, habe ich, damit meine Schwester sich
41:09nicht ärgert, extra im Ort eine neue besorgen lassen.
41:15Gott sei Dank.
41:17Frau von Strebel, Sie sind vorläufig festgenommen.
41:19Kommen Sie.
41:23Du hattest doch von mir nichts zu befürchten.
41:27Woher nur dieser Hass?
41:31Sein ganzes Leben lang hat er dich und deine Mutter immer mehr geliebt als uns.
41:58Bleibt meine Frau offen.
42:01Wieso?
42:01Was meinen Sie?
42:02Wer hat jetzt einen Geburtstag?
42:04Aha.
42:06Ich.
42:07Ich habe jetzt keinen Geburtstag erinnert.
42:09Wie habe ich das bloß vergessen können?
42:11Ja.
42:11Ich gratuliere auch.
42:13Ich hätte da noch einen Schleenschnaps in meinem Zimmer.
42:16Ich glaube, er trinkt ja lieber Champagner.
42:19Vielleicht in der Verleber, Herr Linsen?
42:21Aber rein dienstlich.
42:22Natürlich.
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