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🎈
Spaß
Transkript
00:00Das war's für heute.
00:30Das war's für heute.
01:14Das war's für heute.
01:28Das war's für heute.
01:29Das war's für heute.
01:45Guten Morgen, Frau Staatsanwältin.
01:48Einen frischen Kaffee.
01:52Du bist ja schon angezogen.
01:54Ich kann ja nicht nackt zum Dienst gehen, Schatz.
01:57Ich bin Dienstin.
01:59Ach so, meine Güte.
02:00Ich habe ja verschlafen.
02:04Wieso wichst du mich denn nicht?
02:06Ich brauche mindestens 20 Minuten.
02:07Das ist doch Quatsch.
02:14Guten Morgen, Chef. Ich habe versucht, Sie zu erreichen, aber...
02:17Geht in mein Handy nicht?
02:17Nee, das war aus.
02:18Ist ja komisch.
02:20Erst an der Abend ging das noch.
02:22Ich verstehe ja, wenn Sie nicht gestört werden wollen,
02:25aber wir haben eine Leiche in Travemünde am Strand.
02:32Das Opfer heißt Björn auf der Heide.
02:34Wohnhaft in Lübeck.
02:35Der war Gast im Kurhotel Hanseatik da drüben.
02:38Das war wohl so ein Kegelgruppenausflug.
02:41Kein Handy, kein Bargeld.
02:43Könnte das Raubmund gewesen sein?
02:44Also wenn es Raubmund war, dann eher nicht hier.
02:46Das heißt, die Leiche ist posthum hierher gebracht worden?
02:48Das war ganz sicher ein anderer Tatort, sonst wäre hier mehr Blut.
02:51Von der Platzwunde.
02:52Ein ziemlich harter Schlag auf den Hinterkopf.
02:53Womit?
02:54Stumpfer Gegenstand?
02:55Oh Strahlemann, du warst schon mal gesprächiger.
02:56Und du schneller, ich warte hier schon Ewigkeiten auf dich.
02:59Ja, sein Festnetz geht halt noch nicht.
03:01Oh, junges Glück wird halt nicht gern gestört.
03:02Ist es mal gut jetzt?
03:05Irgendwelche Abwehrspuren?
03:06Nein.
03:07Ziemlich heftige Beule da vorne.
03:09Könnte die von einem Kampf stammen?
03:10Ich würde eher sagen glatte Oberfläche.
03:11Er hat sich wahrscheinlich gestoßen.
03:13Nach einem Schlag sieht das nicht unbedingt aus.
03:15Im Gegensatz zum Hinterkopf.
03:16Sie meinen, der ist gegen eine Tür gerannt oder so?
03:18Das wäre auch kein Wunder.
03:19Der muss eine Menge Alkohol intus gehabt haben.
03:21Whisky.
03:22Ich würde sogar meinen billigster Bourbon.
03:23Verschnitt 2012.
03:25Drei volle Gläser oder auch Pappbecher in diesem tragischen Fall.
03:29Strahlemann, mach weiter so.
03:30Dann kannst du mit der Nummer im Fernsehen auftreten.
03:32Kommen Sie.
03:33Ah, Sie beide brauchen wir auch drüben im Hotel.
03:36Die Kollegen nehmen schon die Personalien von der Kegelgruppe auf.
03:38Ja, aber ich will mir erst das Zimmer von dem Toten angucken und die Kegel bahnen,
03:41bevor wir uns die Gruppe vornehmen.
03:47Irgendwo eine Spur von Bargeld oder einem Handy.
03:49Das sieht so aus wie im Zimmer des Toten.
04:04Sieht aus, als hätten wir hier die Tatwaffe.
04:07Ich hab hier was.
04:10Und wahrscheinlich auf den Tatort.
04:13Sieht nach einer Meinungsverschiedenheit und der Kegel an muss.
04:16Also irgendeiner von Ihnen muss doch als letztes Herrn auf der Heide gesehen haben.
04:23Herr Westerbeck?
04:27Wir sind alle hoch auf die Zimmer irgendwie.
04:30Ole, nein!
04:32Lass ihn doch.
04:33Schatz, ich will nicht, dass er schon wieder irgendwas kaputt macht.
04:34Katrin!
04:35Finger weg!
04:40Ole!
04:42Er sollte eigentlich bei meiner Mutter bleiben, aber die ist krank geworden.
04:46Können wir jetzt vielleicht sie sehen doch.
04:48Ich muss auch los, meiner Mutter geht's nicht so gut.
04:50Herr Zisimer, wir reden hier von einem Gewaltverbrechen.
04:53Das heißt, wir müssen uns mit Ihnen allen nochmal ausführlich unterhalten.
04:56Okay.
04:56Hatte er auf der Heide eigentlich ein Handy?
05:02Ja, wahrscheinlich. Warum?
05:04Weil wir es noch nicht gefunden haben.
05:06Was ist denn hier passiert?
05:08Sie sind die Wirtin, richtig?
05:10Richtig.
05:11Pfingst.
05:11Gute Pfingst.
05:13Habt ihr die Kegelbahn jetzt etwa gesperrt?
05:15Ja, das dürfte geringstes Problem sein, wenn ein Hotelgast ums Leben kam.
05:18Können wir uns beide mal in Ruhe irgendwo unterhalten?
05:22Natürlich.
05:22Klar.
05:27Dieser wird aber mein Name Kripo Lübeck.
05:29Das ist meine Kollegin Frau Schwartenbeck.
05:31Ja.
05:31Was kann ich für Sie tun?
05:34Wo sind Sie das?
05:36Wissen Sie, früher war ich ja im Grand Hotel.
05:38In Berlin.
05:39Ich war sogar mal Model.
05:41Und jetzt?
05:41Dann müssen Sie sich mit Kegelgruppen umschlagen.
05:43Sie verstehen uns.
05:45In der Nachsaison läuft's hier gar nicht mehr.
05:47Die Kegler sind momentan die einzigen Gäste.
05:50Was kann ich für Sie tun?
05:52Gab es Streitigkeiten in der Gruppe?
05:54Die konnten ja kein Ende finden.
05:56Ich schenke grundsätzlich keinen Alkohol an Betrunkene aus.
05:58Aber dann geht sofort die Jammerei los.
06:00Noch ein, noch ein.
06:01Wen meinen Sie da genau?
06:02Vor allem dieser Große.
06:04Herr Ziesemann?
06:05Ganz genau.
06:05Schleppt auch immer seine eigene Whiskyflasche mit sich rum.
06:08Der tote Herr auf der Heide.
06:09Ist Ihnen an ihm irgendwas aufgefallen?
06:13Bisschen aufdringlich vielleicht, als er getrunken hatte.
06:16Naja, aber sonst...
06:18Ich will mal so sagen, den Nobelpreis hätte er wohl nie gewonnen.
06:22Der Arme.
06:23Haben Sie dieses Foto gemacht?
06:25Genau, gestern Abend.
06:26Diese Gruppenfotos machen wir immer.
06:28Ist ein Service des Hauses.
06:30Wann waren das genau?
06:31Ich schätze mal gegen Mitternacht.
06:33Ich kann Ihnen die Uhrzeit von der Kamera gerne auslesen.
06:36Ja, danke. Das wäre sehr hilfreich.
06:38Da fehlt einer auf dem Bild der Herr Ziesemann.
06:40Der wird wohl schon auf sein Zimmer gegangen sein.
06:43Ziemlich angetrunken, wenn Sie mich fragen.
06:45Kann ich das Foto mitnehmen?
06:46Mhm.
06:47Ist Ihnen aufgefallen, wer gestern Abend als Letzter auf der Kegelbahn war?
06:50Nein.
06:51Ich habe denen den Schlüssel zur Kegelbahn gelassen.
06:53Und da waren die auch noch zu Gange, als ich um eins nach Haus bin.
06:56Den Schlüssel hängen sie dann immer selber an den Haken.
06:58Im Gastraum.
06:59Den bräuchten wir natürlich auch.
07:01Hat der Herr auf der Heide ein Handy? Wissen Sie das?
07:03Oh ja.
07:04Das ist ihm dauernd runtergefallen.
07:05Er war wirklich nicht der Geschickteste.
07:10«
07:10»Darwerd«
07:12»Darwerd«
07:19»Darwerd«
07:25»Darwerd«
07:35»Nicht jetzt!
07:36»Spin, sorry! Du rauchst?«
07:40Ja?
07:43Gibt's Neuigkeiten von Steffi?
07:47Elke, du bist meine Ex-Frau und du bist meine leitende Staatsanwältin.
07:51Aber du bist nicht mein Babysitter.
07:53Du hast seit der Geburt der Zwillinge nicht geraucht.
07:55Lars, ich sehe doch, dir geht's nicht gut.
07:58Willst du drüber reden?
08:03Nein.
08:04Kannst du uns einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Toten besorgen?
08:07Ich glaube, er lebt ja allein.
08:09Ich weiß.
08:10Natürlich, du weißt.
08:12Was Finn weiß, das weißt natürlich auch du.
08:16Übrigens, wie ist denn seine neue Bleibe mittlerweile?
08:20Chaotisch.
08:21Um nicht zu sagen, katastrophal.
08:23Aber sag's ihm nicht.
08:41Also es ist so wie der Andreas, also der Herr Westerbeck schon gesagt hat, wir sind alle zusammen hoch auf
08:48die Zimmer.
08:48Und Björn auch.
08:50Bis auf.
08:52Doch.
08:53Rüdiger.
08:54Rüdiger Zwiesemann, der ist schon eher ins Bett als wir.
08:58Der war vielleicht wieder voll.
09:00Ich war einigermaßen angetrunken, sag ich mal.
09:02Musste gehen ins Bett.
09:06Kann ich jetzt nach Hause?
09:07Wie würden Sie denn Björn auf der Heide beschreiben?
09:09Also, was war der für ein Mensch?
09:12Ich kannte ihn kaum.
09:14Björn war...
09:18Entschuldigung.
09:20Ich kann's gar nicht fassen.
09:22Wenn er getrunken hatte, dann...
09:25Dann war er ganz schön anstrengend.
09:27Also, für uns Frauen.
09:29Er war ja Single und...
09:31Wissen Sie, was ich meine?
09:33Er hat schon mal die Frauen belästigt.
09:35Das war auch der Grund, warum ihn keiner mehr einladen wollte.
09:38Kann ich jetzt gehen?
09:40Also eigentlich wollte niemand so richtig hier haben.
09:43Ja.
09:45Das sollten wir machen.
09:47Also...
09:48Wir konnten ihn ja nicht einfach wegschicken.
09:51Also, er war ja die letzten Jahre immer dabei.
09:54Und...
09:55Außerdem, ich fand's ganz gut, dass er da war.
09:57Hat er beim Kegeln immer verloren.
09:59Der war unser Pudelkaiser.
10:01Pudelkaiser.
10:02Pudelkaiser.
10:02Das ist der, der beim Kegeln die meisten Kugeln neben der Bahn versenkt.
10:07Hat er denn Sie gestern oder Frau Westerbeck belästigt?
10:11Nee, wirklich.
10:13Also, diesmal ging's mit ihm.
10:15Ach, wäre der bloß nicht gekommen.
10:18Schröter, ich hab Ihnen jetzt per SMS eine Telefonnummer geschickt.
10:21Die bitte orten und vom Mobilfunkbetreiber sämtliche Verbindungen anfordern.
10:24Danke.
10:25Vielleicht hat er sich ja auch mit einer der Frauen auf der Kegelbahn verabredet.
10:29Und wenn der so aufdringlich war...
10:30Ja, das würde das fehlende Handy erklären.
10:33Vielleicht hat er sich mit der Person über das Handy verabredet.
10:36Aber das fehlende Bargeld...
10:37Ja, das wird der oder diejenige einfach eingesteckt haben.
10:39Ich kann im Moment auch jeden Cent gebrauchen.
10:41Ja, aber Sie würden dafür nicht töten, oder?
10:47Babsi?
10:49Nein, komm, leg du auf.
10:52Ich dich auch.
10:53Oh, Babsi.
10:55Nein, leg du auf.
10:57Was?
11:01Was soll denn das?
11:02Na, ich wollte nur behilflich sein.
11:03Jetzt hat's ja fein geklappt. Glückwunsch.
11:05Mensch, hier sind Sie.
11:06Ich hab Sie überall gesucht.
11:08Hören Sie, können Sie für unseren Jurfix ein paar Getränke besorgen, bitte?
11:11Das wird ein langer Abend morgen.
11:12Morgen?
11:14Ich will doch nach München zu Babsi.
11:16Lieber Herr Schröter, unser Jurfix ist zur Stärkung des Teamgeistes unverzichtbar, ja?
11:20Außerdem darf ich Sie daran erinnern, wir haben einen Mordfall.
11:23Sie wissen, was das für geregelte Arbeitszeiten heißt.
11:25Also Getränke musste ich noch nie besorgen.
11:26Richtig.
11:27Dann wird es Zeit, dass sich das ganz fix ändert.
11:29Das Jurfix ist ein ganz fix Mann.
11:32Für mich weiß Bier.
11:34Hey, da bist du ja.
11:35Wieso gehst du nicht an dein Handy?
11:37Das hat sich irgendwie ausgeschaltet, sorry.
11:39Ach ja?
11:39Darf dich dein Vorgesetzter jetzt auch nicht mehr stören?
11:43Schröter, haben wir schon die Daten von dem Mobilfunkanbieter?
11:46Ja, ja.
11:46Schneller, schneller, schneller.
11:48Ich hab dich was gefragt.
11:49Was ist denn da hier los?
11:51Schröter?
11:52Ach, du bist.
11:53Wir haben ja gerade einen Mordfall.
11:56Wir sind ja total im Stress.
12:01Ich ruf dich später.
12:24Mama, Mama, guck mal, ob das noch geht.
12:29Wo hast du das denn her?
12:31Das Lack da hinten.
12:35Du sollst doch keinen Müll anfassen.
12:42Hey, was machst du denn?
12:46Das schwimmt jetzt zu seinem Besitzer zurück.
12:49Echt?
12:50Quatsch, Menno.
12:52Das war doch sowieso kaputt.
12:56Du weißt, dass Mama dich ganz doll lieb hat, oder?
13:02Egal, was passiert.
13:05Komm mal her.
13:12Guck mal, wer da ist.
13:14Papa, Papa, darf ich?
13:18Du weißt, dass du nicht so hoch in die Luft gehst, sonst wird er aufs Meer.
13:20Und?
13:22Nicht schlecht.
13:23Mach nochmal.
13:23Komm gleich.
13:35Warte!
13:38Aus!
13:39Ganz gut!
13:40Wer einfach da ist?
13:44Ich schaff das noch mal.
13:52Keiner konnte das Opfer leiden, keiner will ihn eingeladen haben.
13:55Und dein Ex-Mann, der hat doch eine Laune, du...
13:58Ja, das ist wegen Steffi und der Trennung.
14:00Der kompensiert gerade seine Traurigkeit.
14:04Übereifer im Dienst.
14:05Also, auf ein Wort, ja?
14:09Das wohin, das habe ich nicht so gemeint.
14:11Ich wollte...
14:13Ach, Blödsinn.
14:14Bei mir läuft im Augenblick einfach gar nichts rund.
14:16Ja, ist schon okay.
14:18Sollen wir dich ein bisschen aufheitern mit Details aus unserem Mordfall?
14:21Oh ja, ich bitte darum.
14:23Also, wir haben eine sechsköpfige Kegelgruppe.
14:25Vier Männer, zwei Frauen, die machen jedes Jahr einen Ausflug.
14:27Diesmal war es das Co-Hotel Hanseatik.
14:29Das Opfer Björn auf der Erde war nicht eingeladen, kam aber trotzdem.
14:32Der hat wohl immer, wenn er betrunken war, die Frauen belästigt.
14:35Aber geduldet haben Sie ihn doch, ja?
14:37Naja, von Duldung kann keine Rede sein, der Mann ist tot.
14:41Schau mal, Sie hatten zwei Frauen dabei.
14:44Das grenzt den Täterkreis doch wunderbar ein.
14:46Ja, auf die Männer.
14:47Auf der Heide wurde auf der Kegelbahn umgebracht und dann zum Strand geschafft.
14:51Also, und die Frauen sehen nicht aus wie gedorbte Gewichtheberinnen.
14:54Alibis?
14:54Fehlanzeige.
14:55Die haben alle Einzelzimmer.
14:56Bis auf das Ehepaar Westerbeck, aber die können natürlich ihre Anwesenheit die ganze Nacht über bestätigen.
15:01Wer erbt eigentlich?
15:02Das wissen wir noch nicht.
15:03Wir haben noch keine Angehörigen gefunden.
15:06Aus der Suchung läuft.
15:07Strahlemann, was gibt's Neues?
15:10Oh, jetzt wird's interessant.
15:12Ich bin in der Pathologie.
15:13Ja?
15:14Worauf warten wir noch?
15:17Seit wann will der in die Pathologie?
15:19Nimm ihn mit, es tut ihm gut.
15:21Nee, der wird schlecht.
15:29Also, der wurde nicht erschlagen.
15:31Es gab den Schlag mit der Kegelkugel, aber der war nicht tödlich.
15:35So hoher Besuch heute, wie kommt's?
15:37Ja, witzig, Strahlemann. Ist jetzt gut? Mach mal weiter, was war die Todesursache?
15:41Die Augenbinderhautabblutung, die Petychin, wurde eindeutig erstickt.
15:46Ah, womit?
15:47Schwer zu sagen. Ich habe keine Fasern im Rachenraum gefunden.
15:50Na gut, so getrunken wie der war.
15:52Wahrscheinlich bewusstlos geschlagen mit der Kegelkugel.
15:56Dann reicht ja die bloße Hand.
15:57Gut möglich.
16:03Die Kontrolle ist eben besser.
16:05Ich bedanke mich, Herr Kollege.
16:07Und?
16:08Sie haben ein Testament gefunden.
16:10Und es erben alle Kegler aus der lustigen Truppe.
16:14Ach, obwohl die ihn gar nicht leiden konnten?
16:16Mhm. Aber du sagtest ja, er sei nicht die allerhellste Kerze auf dem Leuchter.
16:20Ja, vielleicht waren er seine einzigen Freunde.
16:22Vermeintliche Freunde. Vielleicht.
16:25Und es lohnt sich. Der Mann hatte da, wo einige sein Land besitzt.
16:29Hier ist das Testament.
16:30Tja, da beweist sich wieder das Sprichwort.
16:32Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.
16:35Ach, nee.
16:37Familie Westerbeck erbt 50 Prozent.
16:39Den Rest müssen sich die anderen teilen.
16:41Das ist datiert vor acht Wochen.
16:43Kannst du mir eine Bankauskunft schaffen?
16:45Ich würde gerne mal wissen, wie nötig die das Geld haben.
16:48Gerne.
16:49Wenn du mal wieder bei mir übernachtest, dann weißt du, was es da gibt.
16:54Noch heiße Dusche, Milchschäumer, Föhn, Zivilisation.
16:59Ich muss noch zu meinen Tanten.
17:01Die schaffen das nicht alleine den Teeladen aufzulösen.
17:04Fürs Auflösen kann man Entrümpler bestellen.
17:06Ja, aber da sind so viele Erinnerungen. Ich musste einfach dabei sein.
17:09Bekomme ich trotzdem die Bankauskunft.
17:13Fynn!
17:14Woher wusste ich bloß, dass ich dich hier finde?
17:17Genie? Zufall?
17:19Ich hab keine Ahnung.
17:20Wie wär's mit einer abendlichen Einladung zum Essen?
17:22Gibt's denn besonderen Anlass?
17:24Ein Mord? Ganz reich.
17:27Ja, da gibt's noch ein paar Ergebnisse, die wir auswerten könnten.
17:30Außerdem...
17:30Also, ich find die Idee gut. Wir gehen zum Japaner. Und du zahlst.
17:36Guten Appetit!
17:58So, das war der letzte.
18:01Fynn, guck mal. Das ist dein Papa.
18:12Ich würd schon gerne wissen, wie er heute wäre.
18:16Moment mal. Was hast denn du da drin?
18:18Was hast du da drin hier, bitte?
18:20Sag mal, bist du verrückt? Das ist Günni. Fynn's Lieblingspuppe.
18:25Deshalb liegt er hier oben drauf, weil ich ihn geben wollte.
18:28Guck mal, Fynn Günni. Mit ihm hast du schon im Kindergarten Polizei gespielt.
18:32Unglaublich.
18:33Käsewetter?
18:36Hallo?
18:41Wenn ich das sehe, können wir Günni mit allem anderen hier entsorgen.
18:51Toni, komm, das hatten wir doch jetzt schon hundertmal.
18:53Die Leute kaufen ihren Tee im Supermarkt. Unsere Zeit ist vorbei.
19:23Oi.
19:26Alles gut?
19:29Sie wollen was von mir und ich habe keine Zeit.
19:32Jure fix, sage ich noch.
19:33Der ganze Stress, den vorzubereiten. An wen bleibt das wieder hängen?
19:37Naja, ich kann ja auch mit Englern reden, wenn Sie so überlastet sind.
19:39Was wollen Sie denn?
19:43Naja, wir haben da so einen kleinen Keller, der ausgeräumt werden muss.
19:45Und Sie haben doch doch diesen Lieferwagen.
19:47Schon mal was von deinen Drümplern gehört?
19:49Ich brauche da aber jemanden, dem ich vertrauen kann.
19:51Das sind halt so persönliche Sachen.
19:53Ja, da sind vielleicht auch ein paar Sachen dabei, die Sie behalten könnten.
19:57Mhm. Ich kann ja mal sehen, was sich machen lässt.
20:01Schröter schon da?
20:04Telefonleitung ist seit fünf Minuten belegt. Ich würde sagen, ja.
20:07Alles klar.
20:12Herr Schröter, ich habe im Prinzip nichts dagegen, wenn Sie mit Ihrer Babsi telefonieren.
20:16Aber mache Sie bitte trotzdem Ihre Arbeit, ja?
20:18Da tun Sie mir Unrecht. Das war der Mobilfunkanbieter, das Opfers.
20:22Ich habe da nochmal nachgehakt.
20:23Das Handy ist bis jetzt noch nicht zu orten, aber ich habe den Verbindungsnachweis ausgedruckt.
20:30Entschuldige ich mich natürlich in aller Form.
20:33Der letzte Anruf ging an Herrn Westerbeck um zwei Uhr siebzehn.
20:38Also die Erbschaft von Aufderheide hatte Familie Westerbeck nicht wirklich nötig. Herr Westerbeck arbeitet beim Bauamt, der verdient genug.
20:44Schade. Wäre trotzdem interessant zu wissen, was das Opfer so spät von Westerbeck wollte.
20:48Ja, eine Baugenehmigung bestimmt nicht.
20:50Vielleicht hat das Opfer ja Westerbeck mit irgendwas erpresst. Vielleicht hat er ihn deshalb angerufen?
20:54Habe ich mich auch schon gefragt. Aber das war doch der einzige Anruf in der Mordnacht.
20:57Weil besonders viel telefoniert hat er nicht. Und wenn dann...
20:59Mit Frau Westerbeck. Das wollte ich Ihnen gerade erzählen. Vielleicht eine heimliche Liebesbeziehung.
21:05Nicht jeder, der telefoniert, tut das aus Liebe, Herr Schröter. Auch wenn Sie sich das im Moment nicht vorstellen können.
21:09Frau Westerbeck hat auch Sie angerufen, Herr Käsewetter.
21:11Ach, warum sagen Sie das nicht gleich?
21:13Für ein paar Sekunden.
21:16Schröter?
21:17Schröter, bringen Sie eine Erfahrung, was das Bauamt auf dem Westerbeck gearbeitet hat mit dem Toten zu trennen.
21:22Ja, ich will kommen.
21:23Und Schröter, sagen Sie Ihrer Babsi, dass Sie sie zurückrufen? Ja? Danke.
21:27Du passt gerade nicht. Wir haben hier einen Haufen Stress heute.
21:31Ja.
21:32Bussi.
21:43Ja, und auf der Heide hat Sie als Letzten angerufen, bevor er mordet wurde.
21:47Und Sie wollen uns erzählen, dass Sie keine Ahnung haben, warum?
21:50Ach.
21:52Ich habe das Telefon stumm gestellt und erst morgens gemerkt, dass jemand versucht hat, mich zu erreichen.
21:58Und ich wusste noch nicht mal, wer er war. Unbekannter Teilnehmer.
22:02Naja, nachts um die Uhrzeit ruft man ja nicht jeden einfach mal so an.
22:05Nee, stimmt. Aber ich weiß trotzdem nicht, was er wollte.
22:11Wussten Sie, dass Sie und Ihre Familie den Großteil erben?
22:17Seit fünf Jahren?
22:19Nee. Da hat er nicht drüber gesprochen.
22:24Wenn Sie jetzt denken, ich habe den umgebracht, damit ich erbe. Entschuldigung.
22:28Nee, habe ich nicht nötig.
22:31Ja, das sagt ja auch keiner. Vielleicht gab es ja andere Gründe.
22:34Vielleicht hat er unter Alkoholeinfluss wieder eine Frau belästigt. Ihre zum Beispiel.
22:39Wer sagt was?
22:41Was für ein Blödsinn. Fragen Sie die anderen. Da war nichts. Überhaupt nichts.
22:45Wir sind wieder da.
22:47Hey.
22:51Was wollen Sie denn noch von meinem Mann?
22:53Ich habe ihm doch schon gesagt, dass er die ganze Nacht bei mir war.
22:56Ach, Mensch. Ole. Jetzt pass doch mal auf.
23:01Entschuldigung.
23:02Entschuldigung. Könnte ich vielleicht...
23:05Tee bekommen? Das wäre ganz lieb.
23:07Na, ein Espresso oder einen normalen Kaffee?
23:09Ein normalen Kaffee.
23:10Ich muss mal pusten.
23:11Aua!
23:12Es blutet doch gar nicht.
23:15Na los, wir spielen.
23:16Es wird schon wieder.
23:19Frau Westerbeck.
23:20Und ist das ein Massiv- oder ein Fertig-Teilhaus?
23:24Ein Fertig-Haus.
23:25Wie war eigentlich Ihr Verhältnis zu dem Opfer?
23:28Wieso Verhältnis?
23:29Er hat sie angerufen.
23:31Im letzten Monat mindestens einmal pro Woche.
23:34Ich dachte, es wäre lieber, wenn wir das nicht vor Ihrem Mann besprechen.
23:39Wie war das denn mit der Ausstattung?
23:41War das hier alles schon drin oder haben Sie selbst ausgesucht?
23:43Die Fliesen jetzt zum Beispiel.
23:45Die Fliesen habe ich später reingemacht.
23:47Ich frage Sie nur, warum Sie so viel Kontakt hatten.
23:50Ach, Kontakt.
23:51Björn wollte einfach wieder beim Kegeln mitmachen.
23:53Und das hat er eben über mich versucht.
23:55Aber die anderen wollten ihn auch nicht mehr dabei haben.
23:58Gut, dann können wir ja doch reingehen und das zusammen mit Ihrem Mann besprechen.
24:00Tun Sie das nicht.
24:02Ich will nicht, dass Andreas sich wieder aufregt.
24:05Hätte er denn einen Grund?
24:06Bitte.
24:06Dann sagen Sie mir endlich, wie es wirklich war.
24:08Sie hatten doch nicht so oft der Heide so viel Kontakt wegen Ihrer Kegelgruppe.
24:14Ole!
24:15Frau Westerbeck.
24:16Sie haben gestern versucht, mich anzurufen. Warum?
24:19Ich habe überhaupt nicht versucht, Sie anzurufen.
24:24Wahrscheinlich war das Ole.
24:25Er nimmt manchmal mal ein Handy und ruft bei irgendwelchen Leuten an.
24:28Wieso haben Sie nicht früher von Ihrem Kontakt zu Auf der Heide erzählt?
24:31Der Mann ist ermordet worden.
24:32Er hat Sie mehrmals angerufen.
24:33Finden Sie das nicht irgendwie bemerkenswert?
24:35Ja, weil ich nicht dachte, dass es irgendwie wichtig wäre.
24:38Außerdem hat mein Mann das alles schon genug mitgenommen.
24:44Ich glaube, Sie hatten recht, dass die Westerbeck von dem Auf der Heide belästigt wurde.
24:47Sie hat mir nie direkt geantwortet.
24:49Und sie hat eine Riesenangst davor, dass ihr Mann von dem Kontakt zwischen ihr und Auf der Heide erfährt.
24:52Ja, aber Sie wäre doch rein körperlich gar nicht in der Lage gewesen, die Leiche zum Strand zu bringen.
24:56Das haben Sie selbst gesagt.
24:57Ja, vielleicht. Es ist ja nicht ein und derselbe Täter.
25:00Erst der Schlag mit der Kugel, dann das Ersticken.
25:02Ich sehe da keine Logik.
25:04Verschiedene Methoden, verschiedene Täter.
25:05Genau.
25:06Auf jeden Fall gibt es eine spezielle Verbindung zwischen den Westerbecks und unserem Opfer.
25:10Vielleicht weiß ja Schröter inzwischen mehr.
25:11Aber wenn die doch eigentlich gar nichts mit ihm zu tun haben wollten, trotzdem erben.
25:15Eben.
25:21Ich verstehe das nicht.
25:25Warum vererbt Björn auf der Heide uns die Hälfte seines Vermögens?
25:32Vielleicht wusste er nicht, wem er es sonst geben soll.
25:34Was ich noch nicht verstehe.
25:36Im Nachhinein. Warum hast du dich überhaupt mit dem getroffen? War da was?
25:40Nein, natürlich nicht.
25:42Sonst hätte ich mich doch nicht gegen ihn gewehrt.
25:43Was sollte ich denn machen? Er hat gesagt, er hätte irgendwas gegen dich in der Hand.
25:46Und ich wollte nicht, dass er dir schadet.
25:50Schatz.
25:51Wirklich?
25:52Ja, ich konnte auch nicht wissen, dass er sich an mich ranmachen will.
25:55Und warum ruft er dann mich an?
25:56Das habe ich dir auch schon erklärt.
25:58Das war ich. Ich hatte kein Handy und brauchte deine Hilfe.
26:10Maja.
26:18Ja.
26:18Tut mir leid, Katrin.
26:20Mir ist das zu viel.
26:24Wir dürfen jetzt keinen Fehler machen.
26:27Wir waren die ganze Nacht zusammen.
26:29Das Gegenteil.
26:30Müssen wir uns erstmal beweisen.
26:33Hallo Ole.
26:34Mama, Mama, guck mal, Onkel, zieh sie mal.
26:38Rüdiger.
26:39Du, das ist jetzt gerade ganz schlecht.
26:42Ich brauch nicht lange.
26:45Mein Schal, den hab ich schon überall gesucht.
26:48Moment, da ist Blut dran.
26:52Ole, geh mal hoch auf dein Zimmer, ich komm gleich.
26:55Und da hab ich mich gefragt, wie das wohl kommt.
26:58Eigentlich müsste ich den ja zur Polizei bringen, ne?
27:00Wo hast du denn her?
27:02Senile Bettflucht.
27:04Hab ich frühmorgens auf dem Flur direkt vorher am Hotelzimmer gefunden.
27:07Kann ich sein.
27:08Ach, woher weißt du denn das, ha?
27:11Außerdem heißt das überhaupt nichts.
27:14Was willst du, Rüdiger? Uns erpressen?
27:18Erpressen?
27:20Katrin, was für ein böses, böses Wort.
27:28Ich hab Durst.
27:37Und Schröte, mit Ihrer Babsi alles in Ordnung?
27:41Ja, vorhin hat sie gerade...
27:44Moment.
27:45Ich habe vorhin Dienstes beim Bauamt angerufen.
27:48Herr Westerbeck und seine Kollegen legen gerade eine ICE-Strecke fest über offenes Weideland.
27:52Und jetzt halten Sie sich fest, ein großes Teilstück gehört unserem Opfer.
27:57Dem Off der Heide.
27:58Das ist ja zumindest zehnmal mehr wert.
28:00Da wäre ich gerne erbe.
28:02Ja, andererseits, da wurde ja für unseren Toten das Bauamt hochinteressant, damit das auch alles wirklich genehmigt wird.
28:09Sehen Sie, es muss nicht hinter allem die Eifersucht stecken.
28:11Manchmal ist es auch einfach die schnöde Geldgier.
28:13Entschuldigung, hätte ich es nicht sagen können.
28:15Guten Morgen.
28:16Guten Morgen.
28:17Du siehst ja so zerknirscht aus.
28:19Musstest du gestern noch lange entrümpeln?
28:21Das geht so.
28:21Das kann sicher nicht jeder beim Japaner vergnügen.
28:23Oh, ach, du hattest die Wahl.
28:24Eben nicht.
28:25Du wolltest doch Informationen zu den Vermögensverhältnissen.
28:28Und auf der Heide.
28:29Ja, da ist ein Schulschein dabei.
28:32Auf der Heide hat vor kurzem sehr viel Geld verliehen.
28:35An Herrn Rüdiger Ziesemar.
28:37Der große Kegelbruder.
28:40Und der hat ihm im Gegenzug als Sicherheit sein Hof und sein gesamtes Land gegeben.
28:45Das Land, was jetzt zur ICE-Strecke werden soll.
28:48Das hätte ja unser Brotopfer auf daher keinen riesen Gewinn gemacht.
28:51Die Frist für die Rückzahlung ist nämlich vor ein paar Tagen abgelaufen.
28:53Und ich könnte mir vorstellen, dass Bauer Ziesemar da nicht sehr amüsiert über war.
28:57Ich lade ihn vor.
28:58Nee, das spar dir mal.
29:00Ich fahre da mal hin.
29:01Ich seh mich ja gerne auf Bauernhöfen rum.
29:10Wieso haben Sie Ihren Hof überhaupt nicht auf der Heidesgeld geliehen?
29:14Die wissen nicht, wie es uns Bauern geht, ne?
29:17Ich war gerade nicht liquide und Björn hatte ja das Geld.
29:20Weil er ihn auch zinslos zur Verfügung stellen wollte.
29:23War halt ein netter Kerl.
29:26Außerdem hatten wir die Abmachung, dass ich den Hof zurückkauf, sobald ich wieder ein bisschen...
29:30Die Frist ist abgelaufen und Sie haben nicht gezahlt.
29:32So eng haben wir das mit der Frist nicht gesehen. Wir sind Freunde.
29:36Von wegen.
29:37Mutter, lässt uns bitte allein her.
29:40Polizei, Sie sind hier genau richtig.
29:43Die wollen uns den Hof wegnehmen.
29:45Da könnten Sie mal tätig werden.
29:46Moment, wer will Ihnen den Hof wegnehmen?
29:48Die Anwälte.
29:50Hier.
29:53Räumungsklage.
29:53Und das in meinem Alter.
29:55Alten Baum verpflanzt man doch nicht.
29:57Mutter ist gut jetzt, ja?
29:59Soll ich mal sehen?
30:01Das ist doch alles gar nicht gesagt.
30:04Das ist ja interessant.
30:06Auf der Heide wollte gar kein Geld.
30:08Er wollte Ihren Hof, der durch die ICE-Strecke viel wertvoller gewesen wäre.
30:12Erzähl Sie mal, das muss Sie doch sehr wütend gemacht haben.
30:14Nein.
30:16Den Brief haben die Anwälte aus Versehen versendet.
30:20Maschinell irgendwie.
30:21Björn und ich waren uns einig.
30:22Wirklich?
30:23Ja.
30:24Aus Versehen.
30:26Das hier ist ja ein anwaltliches Schreiben.
30:28Björn und ich haben uns gut verstanden.
30:30Ich habe ihn sogar eingeladen, dass er mit zum Gegeln kommt.
30:34Das ist ja noch eine Überraschung.
30:36Sie waren das also.
30:37Wieso haben Sie uns das bisher verschwiegen?
30:39Weil ich keinen Ärger wollte.
30:40Die waren doch dagegen, die anderen.
30:42Also genau genommen waren nur Katrin dagegen, dass er mitkommt.
30:45Katrin Westerbeck.
30:53Katrin Westerbeck.
30:53Außerdem, Sie wissen ja, ich war als erstes im Bett.
30:56Das können alle bezeugen.
30:59Mann, ich habe nichts Unrechtes getan.
31:03Müssten Sie mir auch erst mal beweisen.
31:04Ja, ja, das werden wir.
31:06Und wir werden auch die Anwälte fragen, wie auf der Heide das wirklich gesehen hat.
31:11Also, wollen Sie uns nicht direkt erzählen, was in der Nacht passiert ist?
31:18Gut.
31:19Okay.
31:21Eigentlich soll man seine Freunde ja nicht verraten.
31:25Aber wenn Sie dermaßen auf der falschen Fährte sind,
31:29dann untersuchen Sie doch mal den Schal hier.
31:32Ich wette, da ist Björns Blut dran.
31:36Und wie kaum nun ausgerechnet Sie an diesen Schal?
31:49Da ist noch eine Sache, die ich geklärt haben möchte.
31:51Warum hat sich das Opfer so sehr für Frau Westerbeck interessiert?
31:55Ihr könnt mich für verrückt halten, aber dieser Ole, der Sohn der Westerbeck.
31:59Das ist mein Ole.
32:00Ich meine, du sagtest ja, der sei ein bisschen verhaltensauffällig.
32:03Ja, der hat ständig Unfälle, rennt immer irgendwo gegen.
32:06Der auf der Heide, der war ja Pudelkaiser.
32:08Der ist auch ständig gegen Türen gerannt und hat immer irgendwas verloren.
32:12Das wäre ja was.
32:14Ein Kuckuckskind?
32:15Strahl soll auf jeden Fall einen Vaterschaftstest machen.
32:18Ich muss noch mal los.
32:19Seh ich dich nachher?
32:21Ich komme später auch noch mal vorbei, ja?
32:24Ich muss euch unbedingt was erzählen.
32:38Ohne den lieben Ernst hätten wir das nie geschafft.
32:40Und ich sagte, Reha, es ist ein Fehler.
32:43Ach, Toni, wie oft noch.
32:44Ich habe das beide beschlossen und es ist das Beste.
32:47Ja, finde ich.
32:49Kleines Andenken an den Laden und an unser Zuhause.
32:51Sein.
32:52Erst heute Abend aufmachen.
32:54Na dann?
32:55Bring das hinter uns.
33:02Tschüss, kleiner Laden.
33:05War schön mit dir.
33:08Tschüss.
33:09Tschüss.
33:13Tschüss.
33:14Tschüss.
33:44Tschüss.
33:47Tschüss.
33:59Tschüss.
34:04Tschüss.
34:15Tschüss.
34:17Tschüss.
34:30Tschüss.
34:47Tschüss.
34:48Tschüss.
34:49Tschüss.
34:49Tschüss.
34:54Tschüss.
34:55– Das hab ich doch gesagt. – Rotwein.
34:57– Entschuldigung.
35:04Ich will Sie scheiden lassen.
35:06Fangt erst bloß Ding mit diesem Heiraten an.
35:08Womit anfangen?
35:09– Nichts.
35:10– Nichts.
35:10Hier, Gläser.
35:19Frau Westerbeck, wir wissen, dass Ole nicht der Sohn Ihres Mannes ist.
35:23– Bitte? Wie kommen Sie denn darauf?
35:24– Weil er der Sohn von Björn auf der Heide ist.
35:26– Aber das stimmt nicht.
35:28– Ein Vaterschaftstest ist eindeutig.
35:30– Und den können wir auch ohne Ihre Einwilligung machen.
35:32Es ist also echt Zeit, dass Sie mal Klartext reden.
35:35Bis wir haben wir noch Rücksicht auf Ihren Mann genommen.
35:42Ole ist das Kind von Björn.
35:44Aber mein Mann darf das niemals erfahren, bitte.
35:51Wäre Björn noch nie zu diesem Kegelausflug gekommen.
35:54– Dann will er noch leben?
36:02– Wie kommt sein Blut an Ihren Schal?
36:05– Zieh Sie mal dieses Schwein.
36:07– Frau Westerbeck, erzählen Sie einfach, was passiert ist.
36:13– Ich wollte Björn nur daran hindern, meinen Mann anzurufen.
36:17Er wollte ihm alles erzählen.
36:21Aber wenn mein Mann mich verlassen würde und Ole...
36:27... mein Leben wäre doch sinnlos.
36:29– Also Björn auf der Heide wusste, dass er Oles Vater ist?
36:31– Erst seit ein paar Wochen.
36:33Er hat Ole zufällig beim Fußballspielen gesehen und...
36:36... seine Koordinationsschwierigkeiten bemerkt.
36:40Das kam ihm wohl bekannt vor.
36:42Und dann hat er zurückgerechnet und eins und eins zusammengezählt.
36:46– Das heißt, Sie hatten eine Beziehung vor acht Jahren?
36:49– Nein.
36:50– Es war nur eine Nacht.
36:53Ein ganz dummer Ausrutscher.
36:57Ich liebe meinen Mann und ich bin sonst nie fremdgegangen.
37:03Jedenfalls hat Björn mich in den letzten Wochen ständig angerufen,
37:06... weil er wollte, dass mein Mann sein Land für diese ICE-Strecke freigibt.
37:09Und im Gegenzug wollte er ihm nichts von Ole sagen.
37:12Aber so einfach ist das leider nicht.
37:13– Er hat Sie erpresst.
37:15– Ja, deswegen ist er auch zu diesem Kegelausflug gekommen.
37:18Er wollte mich nachts treffen und...
37:21... dann hat er plötzlich die Nummer meines Meines gewählt.
37:23Er war ja auch ganz schön betrunken.
37:25– Und dann haben Sie mit der Kegelkugel zugeschlagen?
37:27– Ich konnte das nicht zulassen.
37:30Er hätte alles kaputt gemacht.
37:31Meine Familie, mein Leben.
37:35– Und dann?
37:38– Wie?
37:39– Und dann?
37:40– Nichts?
37:40– Dann?
37:41– Ich...
37:42– Reicht es nicht?
37:43– Ich habe ihn erschlagen.
37:45Aber ich wollte das nicht.
37:47Ich wollte ihn nur daran hindern, meinen Mann anzurufen.
37:49– Jetzt mal langsam.
37:51Nach dem Schlag mit der Kegel.
37:54War nichts?
37:55– Nein.
37:57– Und dann haben Sie ihn zum Strand geschafft?
38:00Mal eben.
38:06– Also egal, was Ihnen meine Frau erzählt hat, sie war es nicht.
38:10– Wieso?
38:11– Ich war es.
38:12– Aha.
38:13– In der Nacht, ich habe schon geschlafen, sie...
38:16... sie hat mich geweckt und war völlig verzweifelt.
38:18Sie hat geweint und dann hat sie mir erzählt, was passiert ist.
38:21– Was denn?
38:21– Na, das wissen Sie doch.
38:24– Dass sie Björn getroffen hat, er hat sich sexuell belästigt, sie hat sich gewehrt und
38:28irgendwann hat sie ihm mit einer Kegelkugel einen auf den Kopf geknallt.
38:31Das war Notwehr.
38:33– Also war sie es doch?
38:34– Als ich auf die Kegelbahn kam, da lag er schon da, aber er hat noch gelebt.
38:42– Ich habe dann, ich habe dann die Sache zu Ende gebracht.
38:46Ich habe ihn dann irgendwie notdürftig am Strand begraben, ich war ja völlig in Panik.
38:51– Wie haben Sie denn die Sache beendet?
38:53– Na, ich habe ihm mit der Kugel noch eine draufgegeben.
38:56Der war ja schon angeschlagen.
38:59Dann war er tot.
39:02– Herr Westerbeck, ich verstehe ja, dass Sie Ihre Frau schützen wollen.
39:05Aber als Sie Björn auf der Heide gefunden haben, war er doch längst tot, stimmt's?
39:10– Die Spuren waren eindeutig, es gab keinen zweiten Schlag. Björn auf der Heide wurde erstickt.
39:17– Dann waren es also beide nicht?
39:19– Nein, die haben nur versucht, sich gegenseitig zu schützen in dem Glauben, dass es der jeweils andere war.
39:24– Ja, da sind meine Liebe.
39:26– Ich glaube, das war so, sie hat ihn mit der Kegelkugel niedergeschlagen, ist dann zu ihm gegangen
39:30und hat ihm dann die Geschichte mit der sexuellen Belästigung aufgetischt.
39:34Irgendwie musste sie ja die Körperverletzung erklären.
39:36– Katrin, bist du ehrlich mit mir? Hast du Björn erstickt?
39:43– Natürlich nicht.
39:54– Ich muss dir was sagen. Wahrscheinlich wirst du mich dafür verlassen.
40:01– Du hast doch was mit Björn.
40:04– Schlimmer.
40:08– Es geht um Ole.
40:11– Was mit Ole? Was ist das mit dir? Bist du halt krank?
40:22– Ole ist von Björn.
40:27Darum ging es in der Nacht.
40:30Er wollte dir das sagen.
40:33Und er hat mich erpresst.
40:37– Aber ich wollte dich nicht verlieren.
40:42– Es tut mir so leid.
40:45– Es war nur diese eine Nacht.
40:47– Ich kann verstehen, wenn du mich verlässt.
40:52– Oh, Ole ist mein Sohn.
40:55– Ja.
40:58– Physisch vielleicht nicht, aber er ist doch mein Sohn.
41:01– Ihr seid doch meine Familie.
41:02– So was schmeißt man nicht einfach weg.
41:06– Wirklich?
41:07– Er ist unser Sohn.
41:21– Also muss noch jemand anderes auf die Kegelbahn gegangen sein,
41:24findet auf der Heile dort unten liegen
41:27und nutzt die Gelegenheit und bringt ihn um.
41:30– Ja, das muss so gewesen sein.
41:31Die beiden hatten glaubhaft keine Ahnung vom Ersticken.
41:35– Ja?
41:36– Sie wollten Herrn und Frau Westerbeck noch sprechen?
41:40– Herr Westerbeck, wo haben Sie den Schal zuletzt gesehen?
41:42– Na, an meiner Frau.
41:44– Und ich auf der Kegelbahn.
41:46Ich habe das Blut damit aufgewäscht.
41:48– Aber da war er eben nicht mehr, als ich zurückkam.
41:51Plötzlich hatte dieser Rüdiger Ziesemmer den
41:53und wollte uns erpressen, die Sau.
41:55– Ich muss ihn auch bitten, hier im Präsidium zu bleiben.
42:02– Also doch, der Ziesemmer.
42:04Wegen der Überschuldung seines Hofs?
42:06– Schröter hat mit den Anwälten telefoniert.
42:08Die haben gesagt, das Opfer war auf keinen Fall bereit, das Grundstück zurückzugeben.
42:11Schon gar nicht angesichts der Wertsteigerung durch die ICE-Strecke.
42:14– Gut, aber dann erklär mal bitte eins.
42:16Woher weiß Ziesemmer, der auf seinem Hotelzimmer ist,
42:20dass auf der Heide bewusstlos auf der Kegelbahn rumliegt?
42:23– Gar nicht.
42:24– Was?
42:24– Die Whiskyflasche.
42:26– Ziesemmer schleppt immer eine Flasche mit sich rum.
42:29Auf diesem Foto war er am Bett.
42:31Aber seine Flasche, die war noch wach.
42:33– Aber na klar.
42:35Der hat sich die Flasche geholt, um weiter zu saufen.
42:37Der Typ ist voll Alkoholiker.
42:39– Der Schal, der überführt ihn endgültig.
42:41– Den holen wir uns.
42:43– Na los, los!
42:54– Ziesemmer!
42:56– Bleiben Sie stehen!
42:57– Polizei!
42:58– Polizei!
42:59– Stehenbleiben!
43:01– Ziesemmer!
43:13– Herr Ziesemmer!
43:14– Wir wollen nur mit Ihnen reden!
43:19– Herr Ziesemmer!
43:21– Finn!
43:23– Verlapp, wo bleibst du?
43:24– Ich hab ihn!
43:27– Bleiben Sie stehen!
43:28– Machen Sie keinen Quatsch, Mann!
43:29– Bleiben Sie stehen!
43:31– Nein!
43:31– Verlapp, nein!
43:36– Herr Ziesemmer!
43:38– Ich verhafte Sie wegen Mordes an Björn auf der Heide.
43:44– Was?
43:46– Was?
43:46– Hol dir da oben keinen Holzschnupfen!
43:50– Hey!
43:52– Wo wollen Sie denn hin, Herr Ziesemmer?
43:54– Ich will nicht abhauen, mein Rücken!
43:57– Setzen Sie sich wieder!
44:04– Ich war das nicht! Ich war im Bett!
44:07– Diese Flasche hier stand am Abend noch auf der Kegelbahn, als sie ins Bett ging.
44:12– Am nächsten Morgen war sie nicht mehr da.
44:14– Können Sie uns erklären, wie diese Flasche in der Zwischenzeit in Ihr Zimmer gekommen ist?
44:17– Ist sie gelaufen!
44:20– Diesen Schal, den haben Sie auch nicht auf dem Hotelflur gefunden, sondern auf der Kegelbahn.
44:24– Das ist nämlich der einzige Raum, der gebohnert wird.
44:27– Das hat keinen Sinn mehr zu leugnen.
44:31– Wir haben die Leiche von der Kegelbahn weggeschafft.
44:34– Die Westerbecks, oder?
44:35– Das erklären wir Ihnen, wenn Sie das Geld des Toten zurückgeben.
44:37– Das war ja wohl das Mindeste, was diese miese Zecke mir geschuldet hat.
44:41– Ach, ja?
44:45– Sie haben ihn eingeladen, weil Sie dachten, den kriegen Sie schon auch ungestimmt.
44:49Aber so dumm war Björn auf der Heide gar nicht, ja?
44:52– Jetzt siehse mal.
44:54Ein Geständnis kann sich durchaus positiv auf das Strafmaß auswirken. Wissen Sie das?
44:58– Also.
45:05– Das war wegen meiner Mutter.
45:09Sie hat mich an dem Abend angerufen und sie hatte diese Räumungsklage im Briefkasten gefunden.
45:14Ausgerechnet, dass ich nicht da war.
45:18Das hätte ich nicht verkraftet, den Hof zu verlassen.
45:21Ich konnte nicht fassen, dass Björn so was tut.
45:23Deshalb habe ich mich volllaufen lassen.
45:27Ich war unzurechnungsfähig.
45:31Aber die Whiskyflasche holen und einen wehrlosen Mann ersticken, das ging doch, oder wie?
45:39– Hast du denn schon Hunger? – Oh, ich habe einen Wehrenhunger.
45:43– Ich mag wohl nicht kochen.
45:45– Ups, den habe ich ganz vergessen. – Was ist das?
45:47– Ja, den haben ja meine Zandengäste gegeben. – Hä?
45:53– Wow. – So viel Geld, die sind doch verrückt.
45:56– Wahnsinn.
45:58Ich meine, ich wüsste schon, was du damit machen kannst.
46:03Warmwasserboiler, Espressomaschine, Möbel.
46:05– Das ist wahnsinnig lieb von den beiden, aber das kann ich nicht, auf keinen Fall.
46:09– Schade.
46:13– Das ist jetzt nicht ihr Ernst, Ernst.
46:15– Doch, doch, doch, doch, doch, doch.
46:16Das ist doch Günni, Ihre Lieblingspuppe.
46:18Den wollen Sie doch wohl nicht groß werden, oder?
46:21Wer muss da ins Präsidium, ist doch ein Polizist.
46:23– Schade!
46:24Ruh!
47:00Untertitelung des ZDF, 2020
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