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01:01Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:36So Freunde, noch einmal zum Mitschreiben, nicht zu tief einatmen, nicht spucken oder sabbern und keine Flüssigkeiten versprühen und verschütten
01:48und niemals mit der Zunge irgendwo dran.
01:52So, und ab die Post, auf geht's. Ihr schafft das zwei Minuten.
01:57Sieh!
02:10Temperaturmessung kann ich mir sparen.
02:12Die von der Klinik haben ihn einfach wieder in die Kammer geschoben. Die dachten, das wäre besser.
02:22Das Opfer hat einen Arzt, Kiegel?
02:24Assistenzarzt, Matthias Pachmann heißt er. Hieß er.
02:30Zum Spunsichern, es ist da schon zu kalt.
02:33Dann schalten Sie die Kühlung eben ab.
02:39Nee, also ich fass da nichts an.
02:41Wozu braucht man denn so eine Kammer überhaupt?
02:43Extrem Kälte kann sich positiv bei der Schmerztherapie auswirken.
02:47Okay, holt ihn raus, packt ihn in Thermofolie, ich taue ihn in der Gerichtsmilz hin auf.
03:13Kalt, da ist nur meine Kollegin oben, ja?
03:24Ihr Spezialist für Gelenkoperationen mit Rehabilitationszentrum und patientenorientierter Schmerztherapie.
03:32Hüftkranke sind, scheint eine Gottkugel zu sein.
03:36Na ja, hast du schon rausgekriegt, welche Patienten gestern noch in dieser Kammer waren?
03:39Nein, aber es steht angeblich im Behandlungsplan.
03:41Ich wollte mich sowieso mal auf Pachmann Station umsehen.
03:44Gut, dann gehe ich hoch zum Leiter der Orthopädie.
03:46Hast du Bern schon Bescheid gesagt?
03:48Wieso, er kriegt die Akte fertig.
03:58Gut, Dr. Hoffmann, Sie bereiten auf der 19 die Endoskopie vor.
04:02Und Sie, Frau Dr. Zenker, die Prä-Op-Anamnese auf der 7.3.
04:06Noch Fragen?
04:11Birgit?
04:13Birgit, ich habe dreimal versucht, dich anzurufen.
04:17Ja, anmachen muss man die Dinger schon.
04:19Tut mir leid, was gab's denn?
04:20Ich habe mir das Blatt von dem Meniskus in 14 angeschaut.
04:23Das ist mein Patient?
04:24Ja, Zingsalves, ist das dein Ernst?
04:27Ich hatte immer gute Heilungserfolge damit.
04:29Ja, auf dem Land, da wo du herkommst.
04:33Der gibt dir den kühnen Globuli, oder?
04:36Voll krass.
04:39Asche.
04:44Hup!
04:46Tag.
04:57Guten Tag, Schubert Kippo.
05:00Oh, darf ich bekannt machen, Hauptkommissar Schubert Kippo-Wiesbaden,
05:04Professor Lodwig, Chefarzt, Orthopädie, Frau Dr. Rosen, Oberärztin.
05:08Guten Tag, freut mich.
05:09Ist hier der Staatswalde schon mittendrin?
05:11Ja, bitte.
05:12Wir sprachen gerade darüber, dass wir uns einig sind, dass es sich um keinen Unfall handelt.
05:16Und wir sprachen über das Opfer, Herrn Dr. Pachmann.
05:19Ja, ähm, also, er war 17 Monate in meiner Abteilung.
05:26Ja, und er war für diese Kühlkammer da verantwortlich.
05:31Kryotherapie.
05:32Kryotherapie.
05:33Ja, nicht direkt, aber meine Abteilung nutzt die Kammer häufig.
05:37Ja, für eine Schmerztherapie.
05:39Wir führen dazu gerade eine Studie durch.
05:43Wie war Herr Dr. Pachmann denn so, als Mediziner und als Mensch?
05:49Eine hervorragende Orthopädie.
05:51Ja, sonst hätte ich ihn eher nicht eingestellt.
05:53Ein sehr ehrgeiziger junger Arzt.
06:00Ehrgeizig.
06:01Ja, so kann man das natürlich auch nennen.
06:03Süß.
06:04Wie würden Sie es denn nennen?
06:05Der Mann ist tot, ich will nichts Schlechtes haben.
06:08Aber?
06:09Er war ein solches Arschloch.
06:12Das ist deutlich.
06:13Wissen Sie, der hat uns behandelt wie die letzten Sklaven.
06:19Und die anderen Ärzte waren da besser?
06:22So würde ich das jetzt auch nicht sagen.
06:23Wie dann?
06:24Jeder kämpft hier seinen Kampf.
06:27Gesundheitswesen.
06:27Sie wissen, was ich meine.
06:29Nein, weiß ich nicht.
06:31Kostendruck, Zeitdruck, wenig Personal.
06:34Und Pachmann war der Schlimmste.
06:36Ja.
06:38Wenn er so unbeliebt war, gibt es dann jemanden, dem Sie an Mord zutrauen würden?
06:43Nein.
06:45Die Ärzte kommen und gehen.
06:47Und wir, wir sind das Getue gewohnt.
06:49Die sind ja fast alle gleich.
06:51Weswegen sich denn da die Finger schmutzig machen?
06:55Sie haben eine Stationsratstelle zu besetzen?
06:58Ja.
06:58Leider nur die eine.
07:00Dafür wäre Pachmann eventuell in Frage gekommen.
07:04Sie hatten aber noch nicht entschieden, wer die Stelle bekommt.
07:07Nein, wir wollten uns die Kandidaten eine Weile ansehen.
07:09Sie müssen qualifiziert genug sein, um auch Frau Dr. Rosen länger zu vertreten.
07:14Und Kollegin Rosen geht in Mutterschaft.
07:16Gratuliere.
07:17Danke.
07:18Sie sagen Kandidatin.
07:20Es gab also mehrere.
07:21Wir haben drei Assistenzärzte in der Abteilung.
07:24Sie hatten.
07:25Jetzt sind es nur noch zwei.
07:27Ich weiß, was Sie damit andeuten wollen, Herr Staatsanwalt.
07:30Konkurrenz herrscht in jedem Betrieb, nicht nur im Krankenhaus.
07:33Das muss nicht gleich ein Grund für Mord sein.
07:36Haben Sie recht.
07:36Das muss nicht.
07:38Aber wir haben nun mal eine Leiche.
07:44Die Toxikologie war unauffällig.
07:46Keine Traumata, keine äußeren Verletzungen.
07:49Außer dem hier.
07:51Einrisse an den Nägeln, Schramm an den Knöcheln.
07:54Ich habe Partikel der Türlackierung darin gefunden.
07:56Er hat versucht, die Tür zu öffnen.
07:58Bei 110 Grad minus, gut, um sich warm zu halten.
08:00Kramspuren.
08:01Keine.
08:02Kleidung war auch nichts.
08:03Zu tiefe Temperaturen hält man nicht lange aus.
08:05Er hat Erfrierungen am ganzen Körper.
08:07Ohren, Nase, Knöchel.
08:10Öffnen konnte ich ihn noch nicht.
08:12Der Körperstamm ist noch befroren.
08:15Wie viel Zeit blicken wir denn in dieser Kammer?
08:19Vier, fünf Minuten.
08:20Am Anfang hat er sich noch gewehrt.
08:22Dann geht es sehr schnell.
08:24Der Körper kühlt aus, Gewebe stoppt ab, der Kreislauf knickt ein.
08:28Man wird kraftlos.
08:29Müde.
08:30Der ist weg.
08:31Es hat also gereicht, wenn jemand die Tür blockiert hat.
08:34Es geht leicht.
08:34Man braucht dafür noch nicht mehr viel Kraft.
08:37Spuren an der Tür.
08:39Haufenweise Abdrücke und Sekretspuren.
08:41Patienten, Ärzte, Pflegepersonal.
08:44Das hier.
08:46Das sind die Patienten, die kurz vor der Tat die Kammer noch mal benutzt haben.
08:49Mit allen Reden und Abgleichen.
08:51Ja, klar.
08:54Tschüss.
08:54Tschüss.
08:55So, da ist er ja.
08:56Der spinnt von Dr.
08:59Hachmann.
09:00Bitte sehr.
09:01Danke.
09:13Da stand irgendwas.
09:14Ein Koffer oder eine Tasche?
09:15Der hatte einen Arztkoffer.
09:16So ein riesen Angeberding.
09:19Mhm.
09:20Ja, wenn er Dienst hatte, dann müsste der eigentlich irgendwo sein.
09:23Keine Ahnung.
09:24Also ich habe sie nicht gesehen.
09:25Gut.
09:26Sie können wir dazu machen.
09:27Okay.
09:31Ich wüsste, wenn Sie auch da reinkommen.
09:32Danke.
09:36Aha.
09:40Sie sind doch Medizinerin, Frau Dr. Engel.
09:43Zweifeln Sie daran, ja?
09:45Nein, es geht um die Klinik.
09:46Mir ist aufgefallen, es gibt doch drei Assistenzärzte, aber nur eine Stationsarztstelle.
09:50Wie muss ich mir sowas vorstellen?
09:53Wie in Ihren schlimmsten Albträumen.
09:54Ach, ehrlich?
09:55Privatisierung im Gesundheitswesen.
09:57Sagt Ihnen das was?
09:58Ich weiß, dass das bis vor kurzem meine städtische Klinik war.
10:01Genau.
10:02Vor einem Jahr ist ein privater Investor eingestiegen.
10:05Seitdem hört man nicht mehr viel von medizinischen Erfolgen, aber von Strukturverschlankungen und Effizienzpapieren.
10:11Übersetzt heißt das wohl Stellenabbau, Kostendruck, Konkurrenzdruck.
10:16Krankenhausalltag ist auch ohne sowas kein Spaß.
10:20Was glauben Sie, warum ich Pathologin geworden bin?
10:23Das wollte ich Sie die ganze Zeit schon mal fragen.
10:25Weil die Toten keine Widerrede geben.
10:27Passt.
10:30Die Pflegerin sagt aber, Sie waren der Letzte.
10:32Sie sind nachher nochmal runter in die Abteilung.
10:34Ich hab bloß meine scheiß Pillen vor der Kryo liegen lassen, das ist alles.
10:37Werde ich jetzt verhaftet, oder was?
10:38Nein.
10:40Aber Sie waren nun mal der letzte Patient an der Kältekammer.
10:43Diese scheiß Gefriertruhe, als ob das was bringt.
10:46Diese scheiß Ärzte, die pfuschen doch bloß rum.
10:48Und mein scheiß Knie, das tut andauernd weh.
10:51Ja, das tut uns auch wirklich leid, Herr Schimanoffski.
10:53Aber vielleicht können Sie uns ja trotzdem weiterhelfen.
10:55Uns interessiert, ob Sie jemanden gesehen haben, als Sie nochmal runtergegangen sind.
10:59Scheiß Flaschen.
11:00Dauernd steht man hier rum.
11:01Dabei kann ich gar nicht stehen.
11:03Kommen Sie, ich mach das.
11:06Also, ist Ihnen irgendwas aufgefallen?
11:09Nee, nix.
11:12Nur so eine Arztusse, so eine Junge, die stand da rum im Dunkeln und heulte.
11:17Geheult?
11:17Ja, ich hätte sie fast umgerannt.
11:19Warum geheult?
11:20Das weiß ich.
11:21Ich heule auch den ganzen Tag vor Schmerzen, das interessiert auch keinen Arzt.
11:24Kann einer von denen ja auch mal heulen, oder?
11:25Wissen Sie denn noch, wie die Ärztin heißt oder in welcher Abteilung sie arbeitet?
11:29Mein Knie tut scheiß weh.
11:31Aber mein Hirn ist noch voll da.
11:35Danke.
11:37Klar, weiß ich, welcher das war.
11:40Also?
11:42Frau Doktor, wo können wir uns denn mal in Ruhe mit Ihnen unterhalten?
11:47Ich hab jetzt keine Zeit.
11:48Was gibt's denn, Frau Doktor Schönau?
11:50Ist immer noch der Mist.
11:51Wo sind die Richtigen?
11:52Ich will's hier mal versuchen.
11:58Danke.
11:59In zehn Minuten vielleicht.
12:00Ja gut, aber wo?
12:01Ähm, Frau Doktor?
12:05Ja, Tierarzthandschuh.
12:09Also, Kühe behandeln Sie ja aber nicht, oder?
12:11Nö.
12:13Aber wegen den Dingen haben Sie sich gestern schon gestritten.
12:15Und die Schönauer, die fand das gar nicht witzig.
12:17Gestritten?
12:18Mit wem?
12:27Gehen wir zum Park hin, ja?
12:34Tut mir leid.
12:35Ich war ein bisschen hektisch.
12:36Ich wollte Sie nicht so anfahren.
12:38Kriegen Sie sowas hier, kriegen Sie sowas öfter?
12:44Die Kollegen, die machen manchmal Scherze mit mir.
12:47Das Pflegepersonal sagt, Sie werden öfter Ziel solcher Scherze.
12:51Ja klar, ich hab vorher in einer Provinzklinik praktiziert.
12:54Auf dem Land.
12:55Da muss man sich manchmal solche Scherze anhören.
12:58Vor allem von Dr.
12:59Pachmann?
12:59Wieso Dr.
13:00Pachmann?
13:01Ich hatte nichts gegen ihn.
13:02Naja, er galt nicht gerade als zimperlich im Umgang mit anderen.
13:06Sehr ehrgeizig, sehr auf sich bezogen.
13:09Ich hab mich gut verstanden mit ihm.
13:10Ich versteh mich mit allen Kollegen gut.
13:13Na ja, aber Sie haben sich gestern Abend mit ihm gestritten, wegen dieser Tierarzt-Schwäße.
13:19Wer sagt das?
13:20Haben Sie deshalb geweint?
13:21Geweint? Wieso?
13:23Das frage ich Sie.
13:29Sie wurden gesehen unten bei der Kryotherapie.
13:32Da unten hat man seine Ruhe.
13:34Ich hatte einen schweren Tag.
13:36Weshalb?
13:38Eine Patientin hat eine Operation nicht gut überstanden.
13:41Sie stand auf der Kippe.
13:43Deswegen weinen Sie?
13:46Wegen der Patientin?
13:49Sie müssen mir das ja nicht glauben.
13:50Kann ich jetzt gehen?
13:51Ich hab noch zu tun.
13:56So viel Stress, die Arme.
13:59Oder?
14:01Habt ihr das überprüft?
14:02Ja.
14:03Es ist eine Patientin auf Schöneuer Station kollabiert.
14:06Ältere Dame.
14:07Da...
14:16Dorso-Ventrale-Spondi-irgendwas.
14:20Aber das war schon zwei Tage vorher.
14:22Gestern ging es der Frau schon wieder viel besser.
14:24Also ging es doch um Pachmann und seine Zoten.
14:28Frau Dr. Schönauer geht in die Nähe der Kältekammer, um sich deswegen auszuheulen.
14:33Dr. Pachmann kommt dazu, macht sich wieder lustig und...
14:38Schubs.
14:39Hey.
14:40Ja, also so ungefähr könnte es gewesen sein.
14:46Ja.
15:02Ah, dritte neue Rechtsabteilung in der Klinik.
15:05Da?
15:06Ja.
15:07Wir wollen Ihnen eigentlich nur ein paar Fragen stellen, Frau Doktor.
15:08Sehen Sie, dann ist es ja kein Problem, wenn ich dabei bin, Herr Kommissar.
15:12Hauptkommissar.
15:13Hauptkommissar, natürlich.
15:14Wollen wir?
15:16Bitte.
15:20Dieser Vorfall da mit der Patientin, wegen der Sie so fertig waren, das war zwei Tage vorher.
15:30Also, weswegen waren Sie an dem Abend da unten bei der Kältekammer?
15:34Wegen des Streits?
15:37Mit Pachmann?
15:40Meine Mandantin hat sich im Tag geirrt.
15:43So was passiert.
15:45Sie war zum infrage stehenden Zeitpunkt gar nicht im Bereich der Kryotherapie.
15:49Da haben wir aber andere Informationen.
15:51Es gibt einen Zeugen, der Sie da unten gesehen hat, in der Nacht als Pachmann starb.
15:56Wer soll das denn gewesen sein?
15:57Wird meine Mandantin einer Straftat beschuldigt?
16:01Es liegt keine Anklage vor, wir ermitteln lediglich.
16:12Das hier, das ist eine Krankenakte.
16:16Einige Stellen sind geschwärzt.
16:18Persönlichkeitsrechte, Sie verstehen.
16:28Blut- und Haar-Analyse?
16:30Was soll das?
16:32Die getestete Person ist ein Patient der orthopädischen Abteilung.
16:37Und wie Sie sehen können, hat die betreffende Person sehr, sehr starke Medikamente eingenommen.
16:41Und?
16:43Diese Medikamente haben starke Nebenwirkungen.
16:47Halluzinationen, verschobene Wahrnehmung.
16:51Man sollte also nicht alles glauben, was diese Leute erzählen.
16:56Wenn Sie dann keine weiteren Fragen mehr haben?
17:06Auf Wiedersehen.
17:07Ciao.
17:13Was soll denn dieser Scheiß?
17:15Eine anonyme Krankenakte, das heißt doch gar nichts.
17:18Doch, das heißt, der Kollege hat uns gewarnt.
17:19Wir werden unseren Zeugen mal auf Herz und Nieren überprüfen.
17:22Schimanoffski.
17:24Worgensklinik, ich besorge den Beschluss, ja?
17:26Haben wir jetzt also schon auf Rechtsanwälte, oder was?
17:28Na klar.
17:30Und zwar immer dann, wenn mir das eine Menge Ärger mit deinem Richter erspart.
17:33Hm?
17:41Ja.
18:01Also wenn das das Blut eines wichtigen Zeugen ist, dann hoffe ich, Sie haben noch einen.
18:07Nalbufin, das ist ein Opioid.
18:10Und das ist ein Opioid.
18:10Außerdem Pentazazin, ebenfalls ein Wirkstoff aus dem Bereich der Opiate.
18:14Also Drogen?
18:15Sedativa, aus dem Bereich der Schmerztherapie.
18:18Nebenwirkungen?
18:19Enorm.
18:20Eingeschränkte Wahrnehmung bis hin zu übersteigerter Wahrnehmung.
18:23Wahnvorstellungen, aber auch völlige Abgestumpftheit.
18:25Können Sie sagen, in welcher Dosis das verabreicht wurde?
18:28Im Blut war es fast gänzlich metabolisiert.
18:31Aber die Haarpoben zeigen hohe Dosen über einen längeren Zeitraum.
18:35Super.
18:36Danke.
18:37Damit kann ich Zubernowskisaussage vergessen.
18:39Herr Reuter?
18:40Ja?
18:41Sie sollten meine Ausführungen bis zu Ende anhören, bevor Sie Ihre kriminalistischen Fäden spinnen.
18:46Entschuldigung.
18:47Diese Opioide, über die ich gesprochen habe, die sind seit einigen Jahren in Deutschland nicht mehr zugelassen.
18:53Ah.
18:56Herr Temanowski.
18:58Ja? Was wollen Sie?
19:00Mein Name ist Bernd Reuter. Ich bin der Mittel in der Staatsanwalt. Guten Tag.
19:03Brauchen Sie jetzt noch mehr Blut, oder was?
19:05Nein, nein. Davon haben wir genug.
19:07Wir haben in Ihrem Bluturien, Sniperfil und Pentazozin gefunden.
19:11Müssen Sie der Herrn Doktorin fragen, was die mir alles für einen Scheiß einschmeißen?
19:15Nein. Das sind beides sehr starke Schmerzmittel, die aber seit vier Jahren in Deutschland verboten sind.
19:25Weiß ich nichts von. Ich bin kein Arzt.
19:27Wer hat Ihnen die Medikamente denn gegeben?
19:29Das Scheißknie. Es tut Höllen weh. Das haben die verdammten Ärzte verbockt.
19:33Helfen die Tabletten denn nicht?
19:34Doch, für eine Stunde. Und dann geht es wieder von vorne los. Und das jeden Tag. Das hört nie auf.
19:38Wissen Sie, wie das ist?
19:39Nein. Natürlich nicht.
19:42Aber ich kann mir vorstellen, dass das ein Scheißleben ist. Immer nur Schmerzen.
19:46Gibt es denn keine andere Therapie?
19:49Die sagen, ich soll mich in den Kühlschrank hocken, dann wird es wieder.
19:54Scheiß wird es.
19:59Herr Tzimanovski, kommen Sie.
20:01Wer hat Ihnen die Medikamente gegeben?
20:04Kriege ich Ärger deswegen?
20:06Nein, nein, nein. Wenn Sie uns helfen, dann sehe ich das als einen Bedarf. Also völlig ohne Risiko für Sie.
20:14Ich will dem keine Probleme machen. Er ist ein guter Mensch. Er hat mir geholfen.
20:21Herr Tzimanovski, dieser gute Mensch, der hat auch einen Namen, oder?
20:38Wie sind Sie, Dr. Hopp?
20:41Ja, ich habe meinen Schlüssel hier gerade irgendwo auf.
20:44Ach so.
20:46Wer der Story spinnt?
20:50Ja, tut mir leid. Das ist dumm.
20:56Ich will mich gerne mal mit Ihnen unterhalten. Kommen Sie mit?
20:58Ich hab Dienst.
21:00Keine Angst, Frau Dr. Rosenweiss Bescheid. Also?
21:06Haben Sie den gesucht?
21:09Dr. Hock, kennen Sie den Patienten Manfred Schimanowski?
21:16Wir haben in Schimanowskis Blutverbotene Medikamente gefunden und er sagt, er hat sie von Ihnen.
21:21Nein, das stimmt nicht.
21:24Dann schauen Sie mal, was ich in dieser Tasche hier gefunden habe.
21:28Da hat sich jemand aber ganz schön viel Mühe gemacht, das alles wieder so schön zusammenzukleben.
21:32Der gute Dr. Pachmann. Das sind Bestandslisten aus der Krankenhausapotheke.
21:37Da wurden Medikamente ausgetragen.
21:40Hier zum Beispiel Nalbufin oder Pentazozin.
21:44Kennen Sie die? Die wurden vor vier Jahren entsorgt, weil die Zulassung auslief.
21:48Und schauen Sie mal, wer da abgezeichnet hat.
21:53Sie.
21:55Hier.
21:56Das sind Hunderte.
21:58Mit abgelaufenen Zulassungen.
22:00Und Sie haben für alle abgezeichnet.
22:03Herr Dr. Hock, schauen Sie mal.
22:05Das ist ein Durchsuchungsbeschluss für Ihre Wohnung.
22:08Sie stecken in ziemlich großen Schwierigkeiten.
22:09Warum Schiemanowski?
22:11Er war Patient bei Ihnen.
22:13Eine Verschreibung und er hätte alles bekommen.
22:16Warum verbotene Mittel?
22:16Der Mann leidet furchtbar und er ist in dieser Kältetherapie-Studie.
22:19Da darf er nichts nehmen.
22:21Aber das ist Mist. Das hilft ihm nicht.
22:26Ich habe das Dr. Rosen gesagt, aber für die bin ich bloß der Iwi.
22:34Und deshalb haben Sie auf eigene Faust therapiert, ja?
22:41Hat Pachmann davon gewusst?
22:45Hat Pachmann davon gewusst?
22:48Waren Sie deshalb an seinem Schrank?
22:50Haben Sie gewusst, dass er etwas gegen Sie in der Hand hat?
22:53Aber woher haben Sie das gewusst? Er muss es Ihnen gesagt haben.
22:56Er hat sie erpresst.
23:00Ich hatte Bereitschaftsdienst, als Pachmann erfroren ist.
23:04Ich habe im Ärztezimmer gearbeitet. Ich lasse mir hier keinen Mord anhängen.
23:15Tag, die Damen. Hallo.
23:17Viel Spaß. Dankeschön.
23:21Professor Ludwig.
23:24Rosen. Sie auch hier?
23:25Ja. Ich muss ja im Training bleiben.
23:27Sonst mischen mich meine Assistenzärzte auf.
23:30Apropos. Was halten Sie denn von meinem Vorschlag?
23:34Im Moment gibt es da wohl Wichtigeres als Ihre Personalprobleme.
23:36Ich bin jetzt fünf Monate ohne Stationsarzt.
23:38So viel Zeit bleibt nicht zur Einarbeitung, bis ich weg bin.
23:41Ihr Problem? Sie haben sich zu lange Zeit gelassen?
23:43Dann stirbt auch noch ein Kandidat weg.
23:45Das ist ja wohl kaum ein...
23:47Und dann ist es noch nicht zu Ende. Das wissen Sie.
23:50Was weiß ich?
23:52Ich musste dem Staatsanwalt Rede und Antwort stehen.
23:54Das ist eine unangenehme Sache.
23:56Die werden jetzt Ihren anderen Assistenzarzt anklagen.
23:59Was?
24:01Hock?
24:02Wieso?
24:03Dieser Hock hat doch für Sie die Schmerzstudie betreut, oder?
24:05Der Kerl hat abgelaufene Schmerzmittel an Ihre Patienten ausgegeben.
24:12Das ist nicht wahr, oder?
24:18Ich hoffe bloß, diese Studie fliegt Ihnen nicht komplett um die Uhr.
24:20Das ist nicht wahr.
24:29Das war's.
24:59So, bitte, Herr Reuter.
25:01Danke.
25:02Ein paar Kekse dazu?
25:03Aber immer.
25:04Kommen sofort.
25:06Guten Morgen.
25:07Guten Morgen.
25:09Die Nachtschwester hat bestätigt, dass sie mit Dr. Hock zur Tatzeit im Ärztezimmer irgendwelche Diagnosen in die EDV eingetragen hat.
25:16So was hab ich mir schon gedacht.
25:17Wie das denn?
25:19Herr Hock ist Idealist.
25:20Der hat seine Medikamente verteilt, um seinen Patienten Schmerzen zu ersparen.
25:25Anderes Thema.
25:26Dieser Czmanowski beschwert sich doch permanent darüber, dass die Ärzte sein Knie verpfuscht haben.
25:30Oh ja.
25:31Bei der Schlichtungsstelle der Ärztekammer Wiesbaden liegt eine Beschwerde von Herrn Czmanowski vor.
25:35Jetzt ratet mal gegen wen.
25:37Dr. Pachmann, ja.
25:39Der hat mein Knie versaut.
25:40Weswegen Sie die Ärztekammer eingeschaltet haben.
25:43Das muss ich zuerst machen, damit ich ihn dann später anzeigen kann.
25:46Wieso haben Sie uns das nicht schon vorher erzählt?
25:50Sie haben mich nach heulenden Ärzten gefragt.
25:52Und dann nach meinem Blut.
25:53Sie haben seit der Operation Dauerschmerzen.
25:55Das erzählen Sie bei jeder Gelegenheit.
25:57Ich kann mir schon vorstellen, dass man da sauer wird auf denjenigen, der das verursacht hat.
26:03Ich kann keine drei Schritte ohne Krücken machen.
26:07Soll ich es Ihnen mal zeigen?
26:08Wollen Sie mal sehen, was passiert?
26:10Warten Sie.
26:10Lassen Sie mal lieber...
26:11Lass mich mal los.
26:13Vorsichtig.
26:14Ja, ja, ja, ja.
26:15Gut, gut.
26:16Ich hab's verstanden.
26:19Sagen Sie, warum sind Sie trotz des Schlamassels immer noch hier in Behandlung?
26:24Weil Dr. Hock mir gehauschen hat.
26:25Ja, mit illegalen Schmerzmitteln.
26:30Hat Hock Ihnen den Vorschlag gemacht, gegen Pachmann vorzugehen?
26:34Ja, er sagte, ich müsse es schnell machen, sonst hat meine Klage keine Chance.
26:37Ja.
26:38Warten Sie.
26:40So wird man Konkurrenten auch los.
26:42Bitte.
26:44Ja, aber es wird ja jetzt wohl nichts mehr.
26:47Man kann ja keinen Toten verklagen.
26:50Wobei...
26:50Wobei was?
26:51Der Hock hat gesagt, die Sache ist noch nicht verloren.
26:54Ich hatte den Falschen im Visier.
26:56Den Falschen?
26:57Was...
26:57Was meint er damit?
26:59Ich hab auch keine Ahnung.
27:01Er meinte irgendwas mit den OP-Unterlagen.
27:04Fragen Sie ihn halt.
27:14Die Polizei hat mich gehen lassen.
27:16Ich war das nicht.
27:17Die Klinik interessiert sich weniger für Ihre juristischen als für Ihre fachlichen Probleme.
27:23Sie dürfen mich nicht an die Ärztekammer melden.
27:28Sie geben nicht zugelassene Medikamente an Patienten aus.
27:32Und runieren mir meine Schmerzstudie.
27:36Was haben Sie erwartet?
27:38Dass ich die guten Absichten dahinter erkenne?
27:42Wenn Sie mich melden, dann muss ich vor den Approbationsausschuss.
27:44Dann kann ich meine Karriere vergessen.
27:46Kann ich nicht verhindern.
27:48Sie müssen außerdem mit deiner Anzeige wegen Handel mit illegalen Substanzen rechnen.
27:52Nein, nein, nein, nein, nein.
27:54So läuft das nicht.
27:59Sie werden mir helfen.
28:04Ich weiß, dass Pachmann den Kopf für Sie hingehalten hat.
28:08Und?
28:09Was soll das jetzt?
28:12Sie denken, dass die Sache vorbei ist, weil Pachmann tot ist.
28:15Wenn Sie mich melden, dann geht das erst richtig los.
28:32Wenn Sie mich jetzt erpressen wollen, dann ist das zu spät.
28:36Kann ich es nicht für Sie tun.
28:40Gehen Sie jetzt.
29:06Also, wofür hin?
29:07Auf die Station.
29:09Okay.
29:21Danke.
29:24Okay.
29:25Dr. Hock ist nicht hier.
29:27Ein Stock weg höher angeblich.
29:33Guten Tag.
29:37Das ist doch Zimmer 219.
29:40Verdammt.
29:47Wo jetzt hier?
29:48Alex?
29:52Um Gottes Willen, Alex!
29:57Geh, bitte, lass mich.
29:58Sei nicht albern.
29:59Komm rein.
30:00Mach einfach die Tür zu und lass mich allein.
30:04Das kann ich nicht.
30:05Lass uns reden.
30:08Zehn Semester, vier Jahre Praxis, Facharztausbildung, Überstunden, Wochenenddienste, alles umsonst.
30:14Was soll ich denn da noch reden?
30:15Du bist ein guter Arzt.
30:17Du wirst was Neues finden.
30:21Keiner braucht mich.
30:24Sei doch ehrlich, du bist doch auch froh, wenn ich weg bin.
30:26Dann bist du endlich Stationsärztin.
30:29Das ist doch noch gar nicht sicher.
30:30Außerdem geht es hier um dich.
30:32Du kriegst das alles wieder hin.
30:36Keine Angst.
30:37Das hier kriege ich definitiv hin.
30:40Nein!
30:41Nein!
30:44Ich bin ruhig.
30:45Ich bin ruhig.
31:07Das ist Herr Trittner, Ihr Anwalt.
31:10Herr Dr. Hock.
31:12Kenne ich nicht.
31:13Die Klinik schickt mich.
31:15Ich denke, die haben mich rausgeschmissen.
31:17Noch haben Sie ja einen gültigen Arbeitsvertrag, nicht wahr?
31:20Fühlen Sie sich gut betreut?
31:21Herr Dr. Hock wird sich anschließend natürlich sofort unter psychiatrische Beobachtung begeben.
31:27Ist das okay für Sie?
31:31Das ist wohl mein geringstes Problem.
31:35Vor Ihrer Verzweiflungstat haben Sie versucht, Frau Dr. Rosen zu erpressen.
31:40Bevor das jetzt hier losgeht, ich rate Ihnen, sich nicht zur Sache zu äußern.
31:43Warum das nicht?
31:45Weil Herr Trittner Nachteile für seinen Arbeitgeber befürchtet.
31:48Sie sind ihm da relativ egal.
31:50Blödsinn.
31:55Das mit der Erpressung tut mir leid.
31:58Sie sollten jetzt hier nicht alles...
32:00Es ging um die Operation von Schimanowski, ja?
32:03Das Knie-Trauma, Sie hat das operiert.
32:07Sie?
32:10Das heißt, das Knie von Schimanowski wurde nicht vom Pachmann versaut.
32:13Moment, Sie können jetzt hier keine Klinikinterna aus...
32:15Nein.
32:17Den ist der Drosen gebar.
32:18Der Dr. Rosen...
32:19Ist doch alles Haltloses geschwärzt.
32:20Und dieser OP-Plan ist ja Beweis.
32:22Also Moment jetzt mal.
32:23Soll das ein Beweisstück sein, oder wie?
32:25Ja.
32:26Und wo haben Sie das überhaupt her, Herr Dr. Hock?
32:29Da.
32:31Und den Doktor können Sie weglassen.
32:37Danke.
32:39Ich wünsche Ihnen alles Gute, Herr.
32:43Danke.
33:01Danke schön.
33:01Viel Scham.
33:02Wiedersehen.
33:24Kommen Sie, Dr. Hock.
33:25Kommen Sie, Dr. Hock.
33:54Wann hört das in sich auf?
33:55Sie wissen, dass die Situation in der Klinik schwierig ist.
33:57Das brauchen Sie mir nicht unter die Nase reiben.
33:59Alle leiden unter dem Kostenregime.
34:01Aber in den anderen Abteilungen, da springen Sie nicht gleich aus dem Fenster.
34:04Das können Sie mir nicht angreifen.
34:06Hock ist ein labiler Charakter.
34:10Die Stellenbesetzung steht?
34:12Sie haben Nerven, jetzt daran zu denken?
34:15Das ist wichtig für mich und meine Abteilung.
34:20Sie werden es rechtzeitig erfahren.
34:32Frau Dr. Hock, haben Sie über Dr. Hock gesprochen?
34:37Ja, schlimme Sache.
34:38Was wird jetzt?
34:39Jetzt gehen wir an die Stationsarztstelle.
34:41Nein.
34:41Also ja, na ja.
34:43Was sagt er denn?
34:46Nein?
34:48Darf ich mal ganz kurz?
34:49Danke.
34:50Sprechen Sie das auf der nächsten Personalversammlung?
34:53Ganz bestimmt.
34:55Ich bin da dran.
34:56Mhm.
34:57Keine Sorge.
34:58Das wird schon.
35:04Was Hock in der Klinik aus der Tasche gefallen ist,
35:07das ist ein OP-Belegungsplan.
35:08Hier, Operationssaal 3,
35:11Arthes-Eingröse-Mendiskektomie,
35:14Patientenname Tschinanowski,
35:15Operateur PA, das soll ja wohl Pachmann heißen.
35:17Pachmann war Assistenzarzt,
35:19kein erfahrener Gelenkschirurg.
35:20Es ist ungewöhnlich, dass er das gemacht haben soll.
35:22Tja, vielleicht fand ich ja deshalb hier schon mal ein anderer Operateur.
35:29Da stand R.U. Rosen.
35:32Also hat er auch recht?
35:33Rosen hat die OP versaut und wollte es dann vertuschen?
35:37Wenn das ein Motiv für den Mord sein soll,
35:40dann müssen wir wissen, wer an dem Tag wirklich operiert hat.
35:42Es muss ein OP-Team gegeben haben.
35:44Anästhesist, OP-Schwester, ein Assistent, mindestens.
35:46Na ja, klar. Die müssen wir alle vorladen, ja?
35:48Sind das die Röntgenbilder Ihres Patienten?
35:50Ja.
35:52Da ist Narbengewebe am Sehnenansatz.
35:55Der Nervus saphenus hat zwei Rupturen.
35:58Vielleicht eine falsch gesetzte Wundklammer.
36:01Sie sagen, der Patient klagt über chronische Schmerzen?
36:04Nein.
36:05Ziemlich lautstark.
36:07Das würde passen.
36:08Das heißt, es wurde bei der Knie-OP doch gefuscht.
36:11Ist schwer zu beweisen,
36:12aber aussichtslos ist es nicht.
36:20Darf ich?
36:25Wie weit geht das so?
36:27Aha!
36:27Okay, okay, okay.
36:29Vielen Dank.
36:30Ich wünsche, Sie könnten mir ein paar Pillen verschreiben.
36:32Ich bin nicht Ihr neuer Dr. Hock.
36:35Darf ich mir die Narbe mal ansehen?
36:36Ja.
36:37Nein.
36:38Ich mache ein Foto, ja?
36:48Das...
36:48Das wird nie wieder, oder?
36:51Ich muss damit leben, nicht wahr?
37:04Alles klar.
37:08Danke.
37:11Es liegen mir hier drei Vorladungen der Ermittlungsbehörde vor.
37:14So was kennen Sie doch, Herr Trittner.
37:15Ja.
37:16Und Sie kennen sicher das Recht zur Aussageverweigerung.
37:19Oh, wie sollte ich nicht?
37:20Ich meine, damit ist ja quasi Ihr gesamtes juristisches Repertoire abgedeckt.
37:25Ja, es ist vielleicht nicht sonderlich einfallsreich, Herr Kollege,
37:27aber es erfüllt seinen Zweck.
37:29Herr Trittner, es geht um simple Zeugenraussagen.
37:31Das OP-Team soll einfach sagen, wer operiert hat.
37:33Die Frage ist längst beantwortet.
37:35Das war Dr. Pachmann.
37:36Und warum können die drei Zeugen das dann nicht bestätigen?
37:39Weil, werte Herr Reuter, ich da eine gewisse Gefahr sehe,
37:43dass die drei sich dabei selbst belasten.
37:45Und wissen Sie, was ich sehe?
37:46Ich sehe nur, ob Krähen, die anderen Krähen kein Auge aushacken wollen.
38:07Also ich esse ja am liebsten eine Finneclair oder Bédon,
38:09aber die Hermperial oder Pierre de Schwalbe sind mir einfach zu fett, zu fleischig.
38:13Ehrlich gesagt erinnern mich Austen immer an nekrotische Bauchspeicheldrüsen.
38:18Oh, es ist wunderbar, mit Ihnen essen zu gehen.
38:20Schönen Urlaub.
38:21Auf uns und auf den Konversieren.
38:23Ja.
38:23Ist das nicht Professor Ludwig?
38:26Tatsächlich.
38:29Ziemlich junges Gemüse.
38:33Entschuldigung.
38:34Ja?
38:35Bin gleich wieder da.
38:39Professor Ludwig, darf ich?
38:41Staatsanwalt.
38:43Das muss ich Ihnen erzählen.
38:44Ich wollte mit einem Ihrer OP-Teams sprechen
38:46und schon habe ich Ihre Rechtsabteilung am Hals.
38:49Man wird seine Gründe haben.
38:51Es geht um den Behandlungsfehler.
38:53Blödsinn.
38:54Das ist die Racheaktion eines geschassten Assistenzarztes.
38:56Der Ihre Oberärztin aber schwer belastet.
38:59Warum schützen Sie Frau Dr. Rosen?
39:02Glauben Sie mir, Frau Dr. Rosen kann nicht einmal mehr ich schützen.
39:05Die ist unhaltbar.
39:07Warum darf ich dann Dr. Hawks Vorwürfe nicht überprüfen?
39:10Das entscheidet die Rechtsabteilung.
39:12Und die sagt, Sie haben keine Handhabe und stochern nur im Nebel.
39:15Das stimmt.
39:15Das stimmt.
39:16Aber wissen Sie, warum ich stochere?
39:19Weil ich glaube, dass sich in dem Nebel ein sehr dicker Hund verbirgt.
39:22Wie leid, war wichtig.
39:25Guten Abend, Räuter.
39:26Guten Abend, Paula.
39:28Sie sind ganz schön hartnäckig, Herr Räuter.
39:30Also gut, ich sehe zu, was ich machen kann.
39:33Reden wir morgen in Ruhe darüber.
39:36Wunderbar.
39:37Schönen Abend.
39:37Schönen Abend noch.
39:38Ja.
39:39Danke.
39:40Schönen Abend.
39:41Ihnen auch, danke.
39:44Tut mir leid.
39:45Zufall.
39:46Reiner Zufall.
39:47Ja, ja.
39:49Na, doch mal ein Stück mikrotischer Bauchspeicheltruse.
40:01Ah, Frau Kollegin.
40:03Hallo.
40:04Auch auf dem Fitnesstrip.
40:05Ja.
40:07Lust auf einen kleinen Sprint?
40:09Ah.
40:19Ah.
40:24Scheiße.
40:24Hey, was ist passiert?
40:26Das ist eine alte Verletzung.
40:29Geht's?
40:29Ja, ja, geht.
40:31Ah.
40:32Komm, besetz uns das mal hin.
40:37Ah.
40:40Kannst du hier in die Klinik fahren?
40:42Nee.
40:42Auf keinen Fall in diese Klinik.
40:47Ah.
40:48Ein bisschen zusammenreißen müssen Sie sich schon.
40:50Wir sind hier nicht in der Notfallambulance.
40:52Das tut tierisch weh.
40:53Seien Sie froh, dass ich mir das überhaupt anschaue.
40:56Luxation des Talus.
40:57Wenn überhaupt.
40:59Ist irgendwas gerissen?
41:00Woher soll ich das?
41:01Das müssen wir nicht hässiger.
41:02Das muss schnellstens geröntgt werden.
41:04Gehen Sie gefälligst zum Orthopäden.
41:05Nee, ich, äh, so schlimm wird schon nicht sein.
41:07Ich schmeiß ein paar Tabletten ein und dann,
41:10kann ich jetzt hier runter von diesem...
41:12Ah, ah, ah, ah.
41:13Was war das?
41:14Innenbandriff?
41:14Ja, es ist eine alte Spurverletzung.
41:16Es ist schon Jahre her.
41:17So sieht's auch aus.
41:18Wilde Naht.
41:20Alter Stil.
41:23Also, ich hab schon befürchtet,
41:24Sie sind gekommen,
41:25weil Sie wegen der Ausland-Albträume haben.
41:27Nein.
41:27Ich bin hier,
41:28weil ich Ihnen sagen wollte,
41:29dass Rosen Schemanowski nicht operiert hat.
41:32Wie kommen Sie darauf?
41:33Das hier sind Fotos aus den Akten der Orthopädie.
41:36Verschiedene Patienten.
41:38Was fällt Ihnen auf?
41:40Achten Sie mal auf die Nähte.
41:42Ach so, ja.
41:43Die Einstiche.
41:45Die sind hier parallel
41:46und hier sind sie über Kreuz.
41:47Rosen ist alte Schule,
41:49da hat man noch versetzt genäht.
41:50Pachmann, Pachmann, Rosen, Rosen, Pachmann.
41:57Und Schemanowski?
41:58Die Fäden sind raus,
42:00aber man kann noch deutlich
42:01die parallelen Einstiche erkennen.
42:05Pachmann.
42:06Eindeutig.
42:07Wenn jemand Schemanowski verfuscht hat,
42:09dann Pachmann.
42:10Das heißt, Dr. Rosen hat kein Mordmotiv.
42:14Super.
42:15Dann fangen wir wieder ganz von vorne an.
42:25Dann fangen wir wieder.
42:52Rottal, Frau Dr. Engel.
42:53Mir ist gerade was aufgefallen.
42:55Haben Sie noch mal ein Moment Zeit für mich?
42:57Danke.
42:58Bis gleich.
43:04Das ist eine interne Abrechnung
43:06für die Abteilung von Frau Dr. Rosen.
43:08Labordienstleistung.
43:10Eine Sequenzierung von vier genetischen Proben.
43:13Der Schlüssel hier,
43:14der steht für Dr. Rosens Schmerztherapiestudie.
43:17Ich verstehe natürlich nichts
43:18von dem ganzen medizinischen Kram,
43:20aber ich frage mich,
43:20wozu braucht man für eine Studie
43:22zur Wirksamkeit von Kältetherapien
43:24eine DNA-Analyse?
43:28Gute Frage.
43:30Können Sie uns sagen,
43:31von welchen Patienten die Proben waren?
43:33Na ja, zum einen
43:34wären das ja wohl vertrauliche Daten
43:36und zum anderen kommen Genproben
43:38immer anonymisiert zu uns.
43:41Was passiert eigentlich
43:42mit diesen Proben nach der Analyse?
43:43Die werden doch bestimmt noch aufbewahrt, oder?
43:45Ich weiß nicht,
43:46ob ich Ihnen das so genau sagen darf.
43:48Besser, ich rede mal mit der Klinik.
43:52Haben Sie oft Aufträge aus der Orthopädie?
43:55Eigentlich nicht, nein.
43:56Und da wundern Sie sich nicht
43:57über nur vier Proben
43:58für eine ganze klinische Studie?
44:00Oh doch,
44:01aber was soll ich machen?
44:03Es wurde alles korrekt in Auftrag gegeben
44:05und die Analysen intern verrechnet.
44:08Lassen Sie nur,
44:09es ist nicht so wichtig.
44:10Wir wollen Sie auch nicht ewig aufhalten.
44:12Vielen Dank.
44:12Gut.
44:16Wiedersehen.
44:17Wiedersehen.
44:21Vielleicht haben wir ja Glück.
44:22Das können wir vergessen.
44:24Bis Sie einen Beschluss haben,
44:25ist der Kühlschrank schon zweimal abgetaut.
44:27Heute,
44:28nicht der Beile,
44:29die kann ich nicht.
44:30Die kommt so selten
44:31aus dem Leichenbunker raus.
44:32Ich zeig Ihnen mal,
44:33wie sowas geht.
44:34Herr Beile,
44:35Gratulation.
44:37Na, na,
44:38dass Sie ein fabelhafter Kopfspieler sind,
44:39das ist ja hin und nicht bekannt.
44:40Aber bei so einem Turnier
44:41den ersten
44:42à la Bonneur.
44:45Genau.
44:47Herr Beile,
44:47kurze Frage,
44:48Beweissicherungsverfahren,
44:49wirklich eilig.
44:49Können wir da was machen?
44:54Wir müssen doch mal kurz stören.
44:56Ist noch was?
44:56Wir würden gerne
44:57einen Blick in Ihren Kühlschrank werfen.
44:58Kühlschrank?
44:59Proben auf Bewahrung.
45:01Das geht nicht,
45:01das können Sie nicht einfach suchen.
45:02Doch, doch, doch.
45:03Nein, Moment,
45:04dazu brauchen Sie
45:04so ein Durchsuchungsdings.
45:06Ja,
45:06das Durchsuchungsdings
45:07kommt da gerade.
45:07Schauen Sie mal.
45:17Gut, also zum letzten Tages Ordnungspunkt.
45:20Besetzung der Stationsarztstelle
45:21in der 7-2.
45:22Wir haben uns die Entscheidung
45:23nicht einfach gemacht.
45:24Aufgrund der Schwierigkeiten
45:25in der Abteilung
45:26haben wir uns dazu entschlossen,
45:27die Stationsleitung der Orthopädie
45:29in bewährte Hände zu legen.
45:30Dr. Leitmeier wird ab Monats 1.
45:32die Aufgabe übernehmen
45:33und ab Ende des Jahres
45:34auch Dr. Rosen vertreten.
45:45Nun ja,
45:46gibt es noch irgendwas
45:47zu besprechen?
45:50Herzlichen Glückwunsch.
45:59Was soll das?
46:01Ich dachte,
46:02die Stelle ist mir sicher.
46:03Keine Angst, Birgit.
46:05Ich...
46:05ich habe da was anderes
46:06in Aussicht für Sie.
46:08Sie wollen mich bloß
46:08wieder hinhalten.
46:10Nein, Birgit, bitte.
46:12Ich habe ein hervorragendes Angebot.
46:15Ich lasse mich nicht einfach
46:16so abwimmeln.
46:16Nicht nach dieser Sache.
46:17Schauen Sie,
46:18heute ist Sporttag.
46:20Da können wir reden, ja?
46:23Sie werden nicht enttäuscht sein.
46:26Mir geht's nicht gut.
46:27Ich muss mal ganz kurz raus.
46:46Das sind die Proben der Orthopädischen aus dem Gen-Labor.
46:48Ich habe sie mit unseren Proben aus dem Fall Pachmann verglichen.
46:52Bei einer hat man Glück.
46:53Ah.
46:54Sie stand für unser Mordopfer.
46:56Von Pachmann?
46:58Ja, dann hat das doch alles nichts mit dieser Schmerzstudie zu tun.
47:01Die Art der Präparierung und die zugesetzten Marker,
47:05das bedeutet nicht auf eine umfassende Genanalyse hin.
47:09Sondern?
47:09So was macht man für Anstammungsgutachten.
47:13Vaterschaftstest?
47:14Mhm.
47:17Das ist ein Ding.
47:44Das ist ein Ding.
47:48Was ist das?
47:49Von Reutern.
47:50Durchsuchungsbeschluss.
47:51Für die Gynäkologie.
47:52Was ist mit den Krankenhausunterlagen?
47:54Darum kümmert er sich selbst.
47:55Na dann.
47:57Wenigstens sagt er uns Bescheid.
48:01Immer noch Schmerzen?
48:03Geht schon.
48:04Sieht aber gar nicht gut aus.
48:06Du musst zum Arzt.
48:12Ich war beim Arzt.
48:13Und was sagt er?
48:15Dass ich zu einem anderen Arzt soll.
48:17Bei welchem Arzt warst du denn?
48:20Du musst von mir nicht den Helden spielen.
48:22Kapiert?
48:25Ja.
48:28Bitte.
48:29Danke.
48:39Meine Tochter.
48:41Ja, eine verblüffende Ähnlichkeit.
48:44Finden Sie.
48:45Das ist der Rest der Akten zum Thema Dr. Rosen.
48:47Habe ich nicht.
48:48Danke, dass wir das auf dem kurzen Dienstweg erledigen können.
48:52Ach, ähm, Professor Ludwig?
48:54Ja?
48:54Frau Dr. Rosen wurde hier in der Klinik operiert.
48:58Ganglion, was ist denn das?
48:59Überbein, das habe ich selbst operiert.
49:01Keine große Sache.
49:03Das war vor etwa drei Monaten, richtig?
49:04Ja.
49:05Wieso interessiert Sie das?
49:07Ja, Sie wissen ja, ich stauche gern.
49:10Na dann.
49:24Schubert, was ist mit Ihnen los?
49:25Ja, geht schon.
49:26Er hat sich wohl beim Joggen ein bisschen übernommen.
49:28Sie sollten zum Arzt gehen.
49:30Ich war beim Arzt.
49:31Soll ich mal mit Professor Ludwig reden?
49:33Ich habe wirklich einen guten Draht zu Ihnen.
49:36Ich gehe nicht in diese Klinik.
49:41Übrigens, vor einer Woche hat die Rosen eine Fruchtwasserpunktion machen lassen.
49:44Ja, 15. Schwangerschaftswoche.
49:46Frühstmöglicher Termin.
49:47Nicht ohne Risiko.
49:49Aber für einen pränatalen Vaterschaftstest unobdingbar.
49:51Die Genproben wurden dann vor vier Tagen sequenziert.
49:54Das kann nur die Rosen als Oberärztin veranlasst haben.
49:58Und was sagt uns das?
50:00Wenn eine schwangere Oberärztin Vaterschaftstest von drei Männern machen lässt?
50:04Ja, dass sie Sex mit drei Männern hatte und wissen wollte, von wem das Kind ist.
50:09Aber warum hat sie das heimlich?
50:11Und was hat das Ganze mit dem Mord am Pachmann zu tun?
50:14Sie würde doch nie den Vater ihres eigenen Kindes umbringen.
50:17Warum wartet sie nicht einfach, bis das Kind da ist?
50:19Oder warum bittet sie nicht einfach die drei in Frage kommenden Männer um eine DNA-Probe?
50:24Worauf willst du hinaus?
50:26Frau Dr. Rosen hat vor drei Monaten in ihrer eigenen Abteilung einen Eingriff vornehmen lassen.
50:31Überbein angeblich keine große Geschichte, aber Vollnarkose.
50:36Drei Monate. Fünfzehnte Woche. Vollnarkose.
50:40Oh mein Gott.
50:42Sie hatte keine Ahnung, von wem das Kind ist, weil sie gar nicht bei Bewusstsein war.
50:46So, und jetzt ratet mal, wie viele Männer an der OP beteiligt waren.
50:49Professor Dudwig hat operiert, einen Anästhesist und einen Assistenzarzt.
50:54Pachmann.
50:56Scheiße.
51:03Gewonnen!
51:03Gut. Mir reicht's.
51:07Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, Birgitte.
51:11Sie haben ihn immer zu mir gehalten.
51:14Das Angebot steht?
51:16Ja, klar.
51:18Der Kollege vom Unikrankenhaus, der war mir richtig dankbar.
51:22Es wird sicher auch nicht intern besitzt.
51:24Nein, keine Angst.
51:26Sie sind erste Wahl.
51:27Frau Dr. Rosen?
51:29Dürfen wir Sie bitten, uns zu begleiten?
51:32Ist das Ihr Ernst?
51:35Bin ich verhaftet?
51:36Sie stehen unter dringendem Mordverdacht, ja.
51:39Wir wissen, dass Pachmann der Vater Ihres Kindes war.
51:42Ja?
51:44Wir hatten eine Affäre, das ist wohl nicht verboten, oder?
51:47Diese Affäre, Frau Dr. Rosen, fand unter Vollnarkose statt,
51:49während Sie sich einem orthopädischen Eingriff unterzogen.
51:53Was ist das denn für ein Blödsinn?
51:55Wann hat er es gemacht? Im Aufwachraum?
51:57Oder konnte er sich schon im OP nicht mehr beherrschen?
51:58Warten Sie den Mund.
52:00Einmal Macht über seine Chefin haben.
52:03Pachmann hat so lange unter Ihnen gelitten,
52:05da konnte er sich diese Gelegenheit einfach nicht entgehen lassen.
52:08Wie wollen Sie denn sowas beweisen?
52:10Sie haben drei Männer auf Ihre Vaterschaft testen lassen.
52:12Geht's Ihnen nicht gut?
52:13Ja.
52:14Damit können Sie allerdings alles Mögliche beweisen,
52:16aber nicht, dass ich einen Mord begangen habe.
52:18Doch.
52:20Frau Dr. Schönauer hat gesehen, was Sie mit Pachmann gemacht haben.
52:23Sie war an dem Abend in der Kryotherapie.
52:24Ich habe sie nicht gesehen.
52:26Ich war nicht da.
52:30Was ist denn mit Ihnen?
52:32Meine Beine.
52:33Ich spüre meine Beine nicht mehr.
52:35Komm, legen Sie sich mal hin.
52:36Nimm die Beine.
52:37Frau Schatzi.
52:39Warten Sie.
52:41Oh Gott.
52:43Was hört Sie?
52:44Vielleicht war was im Getränk.
52:48Kann ich mir richtig atmen.
52:49Was haben Sie hier gegeben?
52:55Was?
53:05Frau Dr. Rosen.
53:07Was ist das?
53:11Ein Blutgewinnungsmittel.
53:13Sie sollten jetzt schnell einen Notarzt rufen.
53:20Schubert hier.
53:21Wir brauchen dringend einen Notarzt.
53:22Ich habe Sie gesehen.
53:23Sie war es.
53:26Ja.
53:31Dort unten zur Rede gestellt.
53:32Ich weiß, dass du mich geschwängert hast.
53:34Ich habe es testen lassen.
53:36Es gab einen heftigen Streit.
53:38Und?
53:39Ist das mein Problem?
53:40Ach, Mann hat mich ausgelacht.
53:44Er hat gesagt, ich soll mir den Ball kalt wegmachen lassen.
53:49Vielleicht kommst du mir nicht davon.
53:51Ja.
53:53Ich.
53:55Ich habe Ihnen gesagt, dass ich mich für diese Sache fertig machen werde.
53:59Ich bin richtig fertig.
54:00Vergewaltigt?
54:01Ich?
54:02Aber er meinte...
54:03Wie willst du das beweisen?
54:05Nach so langer Zeit.
54:06Ich kann ihm gar nichts nachweisen.
54:08Es schon zu lange her ist.
54:15Dann habe ich ihm gedroht.
54:18Ich habe mich umgedreht, dass ich in die Kältekammer steige und...
54:26mich umbringe.
54:33Er hat einfach nur gelacht.
54:37Und gemeint, das wäre...
54:39Ja, vielleicht das Beste für alle.
54:44Du bist Börder.
54:46Mach doch.
54:48Er hat...
54:49Er hat wohl das Beste für alle.
54:50Geh doch!
54:52Wirklich überhaupt nichts begriffen.
54:53Geh doch!
54:57Er hat überhaupt nichts verstanden.
55:08Ich habe ihr auf sie eingeregt.
55:10Ich habe ihr alles erklärt.
55:13Wegen!
55:38Ich war so blöd.
55:40Es tut mir leid.
55:42Tut mir leid.
55:46Und Frau Schönauer hat geschwiegen.
55:48Dafür haben Sie ihr den Job als Stationsärztin versprochen.
55:51Nein, ich...
55:52Ich habe ihr gesagt, dass Pachmann mich benutzt hat.
55:56Dass er seine Wut an mir ausgelassen hat,
55:57weil er nicht weiterkam.
56:01Sie haben mich verstanden.
56:05Dieser Drecksack.
56:06Er hat mich einfach gefickt,
56:08als ich mich nicht wehren konnte.
56:09Feige Sau.
56:12Was er Ihnen angetan hat,
56:13ist sicher und verzeihlich, Frau Dr. Rosen.
56:15Aber das hat Ihnen nicht das Recht gegeben,
56:16ihn umzubringen.
56:18Und wissen Sie, was Sie nicht verstehen?
56:19Sie nennen ihn Drecksack,
56:20Sie nennen ihn Feige Sau,
56:21aber das Kind wollen Sie von ihm.
56:25Das ist mein Kind.
56:27Nicht seins.
56:29Ich weiß nie.
56:32Wie auch immer,
56:33Sie werden das Kind in Gefängnis der Welt bringen.
56:35Und dort wird es seine Kindheit verbringen.
56:37Und das tut mir wirklich leid.
56:40Kommen Sie.
56:43Die Zigarette weg.
56:48Kommen Sie.
57:16Schafft Sie es?
57:17Der Arzt ist zuversichtlich.
57:20Also,
57:21mir reicht es erst mal mit Krankenhaus.
57:23Du lässt dich ja sowieso lieber in der Pathologie behandeln.
57:29Ja, ich finde,
57:30Frau Dr. Engel macht das sehr gut.
57:31Ja, ich finde,
58:02Plastien.
58:03Ja.
58:06Untertitelung des ZDF, 2020
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