- vor 9 Stunden
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01:34Musik
01:35Ist da jemand?
01:38Hallo?
01:51Kann ich Ihnen helfen?
01:53Ich weiß es nicht.
01:56Ich will ein Verbrechen anzeigen.
02:02Wissen Sie,
02:03es gibt immer Zeiten in einer Ehe,
02:05da läuft es nicht so gut.
02:08Aber es ist doch ganz normal.
02:09Es geht allen so, dass...
02:16Ich wollte es nicht.
02:19Ich wollte das wirklich nicht.
02:26Aber mein Mann...
02:35Ich habe ihn umgebracht.
02:46Mein Mann hatte Geburtstag.
02:49Wir waren bei uns zu Hause.
02:51Es war alles ganz friedlich.
02:52Und dann...
02:53Und da kam dann plötzlich diese...
02:56Nachricht auf mein Handy.
02:58Was denn für eine Nachricht?
03:00Ich bin ja so blöd.
03:02Ich habe es jetzt gar nicht kapiert.
03:05Dabei war es so offensichtlich.
03:07Ich habe von nichts gewusst.
03:09Ich habe nicht mal was geahnt.
03:11Aber vielleicht habe ich es auch einfach nicht wissen wollen.
03:13Es kam zum Streit, weil Sie was erfahren haben.
03:15So viele gemeinsame Jahre,
03:17die kann man nicht einfach wegschmeißen.
03:19Egal was ist.
03:21Frau Glatt,
03:23was genau ist passiert?
03:36Ich habe ihn erschlagen.
03:48Hier, ich habe die Adresse.
03:50Hast du den Ehemann erreicht?
03:52Nein, leider nur seine Mailbox.
03:54Und in der Firma hat man ihn seit heute Vormittag nicht mehr gesehen.
03:56Was ist das für eine Firma?
03:58Glatt-Concerts.
03:59Der Mann ist eine große Nummer in der Musikbranche.
04:01Er produziert, veranstaltet.
04:03Ich glaube nicht, dass sie ihren Mann umgebracht hat.
04:05Warum nicht?
04:06Ich weiß nicht.
04:07Es ist nur so ein Gefühl, aber sie wirkte so...
04:08Na ja.
04:09Ich glaube jedenfalls nicht, dass wir in dem Haus was finden werden.
04:12Schauen wir mal.
04:13Wirtsst.
04:15Wirtsmachen.
04:24Das war's.
04:52Na, was sag ich?
04:54Nichts.
04:55Ja, sieht hier alles ganz normal aus.
04:58Ja, okay.
04:58Vielleicht hat sie sich mit ihrem Mann geprügelt, aber Leiche sehe ich keine.
05:07Thomas, hier ist Blut.
05:12Ja, ich ruf mal die Spurensicherung.
05:14Ich hab auch gleich eine Suchmeldung raus.
05:16Vielleicht ist er ja nur verletzt und irrt hier irgendwo gleich im Wald.
05:18Oder er liegt bereits irgendwo im Krankenhaus.
05:22Was meinst du?
05:23Hat sie ihren Mann umgebracht?
05:26Ich hatte das Gefühl, die Frau sagt die Wahrheit.
05:28Na gut, dann muss irgendwo eine Leiche sein.
05:30Ja, hallo, Reuter hier.
05:31Ich bräuchte ein Team der Spurensicherung auf dem anwesenden Land in Frauenstein.
05:36Ja.
05:36Ja.
05:37Ja.
05:39Ja.
05:43Ja.
05:44Ja.
05:44Ja.
05:44Ja.
05:45Ja.
05:45Ja.
05:45Ja.
05:45Ja.
05:46Ja.
05:46Ja.
05:46Ja.
05:46Ja.
06:12Ja.
06:12Ja.
06:13Ja.
06:13Ja.
06:14Ja.
06:15Ja.
06:15Ja.
06:15Ja.
06:16Ja.
06:16Wir haben den Gegner an der Armstein.
06:19Wie stellst du denn das rum?
06:20Das kann nicht funktionieren.
06:23Sieh zu, dass du das hinkriegst, ne?
06:25Guten Abend, wissen Sie...
06:26Ach, willst du mich verraschen?
06:29Was soll denn der Scheiß?
06:30Was meinst du eigentlich, wer du bist, ne?
06:32Weißt du was? Wenn ich noch einmal
06:34so einen scheiß Anmachsspruch auf meinem Handy habe,
06:37dann zeige ich dich an!
06:40Meinst du, ich bin eine Nutze, oder was?
06:42Ja, klar.
06:44Oh Mann, ey.
06:45Du bist doch wieder völlig besoffen.
06:49Wichser! Fick dich selbst!
06:57Wer sind Sie? Was wollen Sie hier?
06:58Guten Abend, Kommissarin Klar, Kripo Wiesbaden.
07:01Sind Sie Frau Seebring, die Assistentin von Herrn Glatt?
07:03Nein, die ist nicht da. Irgendwas Privates.
07:06Ich bin Ana Lopez, Praktikantin. Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?
07:09Ich suche Herrn Glatt.
07:11Ja, wir auch. Schon seit Stunden.
07:14Ist leider noch nicht aufgetaucht.
07:18Wer könnte denn sonst noch wissen, wo er steckt?
07:20Zeigen Sie den Boris?
07:22Und wo finde ich den?
07:23Keine Ahnung.
07:25Kommt Frau Seebring heute Abend nochmal zurück?
07:27Keine Ahnung.
07:28Keine Ahnung.
07:46Verstehe.
07:47Gut, Kerstin, danke dir. Bis später, ja?
07:49Ja, tschüss.
07:52Es gibt Blutspuren an einem Holzscheit und an einem Schürhaken.
07:56Dann haben wir noch das gefunden.
07:58Ein gegrilltes Handy lag im offenen Kamin.
08:00Gehört wahrscheinlich Glatt oder seine Frau.
08:02Was ist hier los?
08:03Guten Tag, mein Name ist Bernd Reuter von der Staatsanwaltschaft Wiesbaden.
08:07Thomas Reuter, Kripo Wiesbaden.
08:09Ihren Namen habe ich nicht verstanden.
08:10Boris Glatt.
08:12Meiner Familie gehört das Anwesen hier.
08:15Ich wollte zu meinen Eltern, mein Vater hat heute Geburtstag.
08:18Was ist denn passiert?
08:20Hatten Sie noch gar nicht informiert?
08:22Wie?
08:25Ach, ich, ich habe mein Handy verloren.
08:27Ich habe mir erst vorhin ein neues gekauft.
08:30Ja, jetzt sagen Sie schon.
08:32Ihre Mutter hat gestanden, ihren Mann umgebracht zu haben.
08:34Was?
08:35Sie hat einen Schock und liegt im Krankenhaus.
08:41Unsinn.
08:42Meine Mutter könnte keine Fliege was zu Leide tun.
08:45Ihr Vater ist jedenfalls verschwunden.
08:47Meine Mutter hat definitiv niemanden umgebracht.
08:50Machen Sie sich keine Sorgen um Ihren Vater.
08:52Herr Glatt.
08:55Entschuldigung.
08:58Herr Reuter, der Förster ist jetzt da.
09:01Dankeschön.
09:02Hallo, guten Tag.
09:04Braun, guten Tag.
09:05Herr Reuter, Sie haben was gesehen.
09:12Guten Abend.
09:16Guten Abend.
09:19Entschuldigen Sie?
09:20Sind Sie Frau Sebring?
09:21Ja.
09:22Ah, Kommissarin Klar, Kripo Wiesbaden.
09:25Kripo?
09:25Ja, wir suchen Herrn Glatt.
09:27Haben Sie eine Ahnung, wo er sein könnte?
09:29Nein, wieso?
09:30Ist irgendwas passiert?
09:32Es besteht der Verdacht, dass er ermordet wurde.
09:41Alles in Ordnung bei Ihnen?
09:42Ja, sicher.
09:44Gott, das sind ja schreckliche Nachrichten.
09:47Falls Sie was hören, dann melden Sie sich doch bitte bei mir, ja?
09:50Okay.
09:51Danke.
09:51Tschüss.
10:10Ich bin der Familienanwalt, ich werde erwartet.
10:14Kam es zwischen Ihren Eltern häufiger zu gewaltsamen Auseinandersetzungen?
10:17Jedenfalls hat meine Mutter meinen Vater noch nie angegriffen.
10:19Solche Fragen solltest du besser gar nicht beantworten.
10:21Ah, der Herr Rechtsanwalt.
10:22Hallo Herr Aureich, lange nicht gesehen.
10:24Herr Reuter.
10:26Ja, Boris.
10:27Ich hab Herrn Aureich vorhin angerufen.
10:29Ja, ich bin ein Freund der Familie, sozusagen der Familienanwalt.
10:32Ah ja.
10:33Noch einmal, Herr Glatte.
10:35Kam es zwischen Ihren Eltern häufiger zu gewaltsamen Auseinandersetzungen?
10:38Mein Vater sei...
10:39Boris, alles was du sagst, könnte deiner Mutter schaden.
10:42Haben Sie mit Frau Glatt schon gesprochen?
10:44Ja, ich habe kurz mit ihr telefoniert.
10:45Sie machte auf mich einen ziemlich verwirrten Eindruck.
10:49Entschuldigung.
10:51Ja, Reuter.
10:53Ah.
10:54Ja.
10:55Kann ich da gehen?
10:57Sie brauchen ihn nicht mehr, oder?
10:58Wir melden uns, Herr Aureich. Danke.
10:59Das ist interessant. Dankeschön.
11:02Also, das letzte Handysignal von Glatt kam von einem kleinen See circa 30 Kilometer von hier.
11:19Hier könnte natürlich ein Auto gestanden haben, aber es gibt keine verwertbaren Reifenabdrücke.
11:23Ja.
11:25Guck mal.
11:26Die?
11:28Das könnten Schleifspuren sein.
11:30Ja, aber das kann ja alles Mögliche gewesen sein.
11:46Blut!
11:52Ja.
11:57Ja.
11:58Ja.
11:59Ja.
12:00Ja.
12:00Ja.
12:01Ja.
12:11Ja.
12:14Ja.
12:16Ja.
12:17Ja.
12:25Ja.
12:30Ja.
12:32Ja.
12:35Ja.
12:36Ja.
13:04Ja.
13:08Die neue Pathologin ist Frau Dr. Brandschul in Spanien.
13:10Ja, scheinbar.
13:11Staatsanwalt Reuter.
13:12Engel.
13:12Guten Tag.
13:13Wissen Sie, dass ich für eine Martiné-Konzert Karten hatte?
13:15Oh, das tut mir leid. Was hätte es denn gegeben?
13:18Rachmaninoff, das zweite Klavierkonzert.
13:20Ich habe gehört, das soll eher mittelmäßig sein. Ich bin mir sicher, wir bieten Ihnen hier mehr.
13:24Das will ich hoffen.
13:26Herr Reuter, Frau Klar, Frau Dr. Engel.
13:28Guten Tag, freut mich.
13:30Hallo.
13:30Guten Morgen. Wie heißt der Mensch, der mir das Konzert verdorben hat?
13:33Das wissen wir noch nicht genau, aber wir vermuten, es ist Franz Glatz.
13:39Konzertveranstalter übrigens.
13:40Was für ein launiger Zufall.
13:48Mein Mann und ich, wir waren glücklich miteinander.
13:54Also nach unseren Informationen hat Ihr Mann Sie in den vergangenen Jahren immer wieder verprügelt, Frau Glatz.
14:02Das ist nicht wahr.
14:05Mein Mann hat mich sehr gut behandelt.
14:07Warum nehmen Sie Ihren Mann in Schutz?
14:12Ach.
14:14Herr Reuter.
14:16Was machen Sie denn hier?
14:17Ich habe ein paar Fragen an Frau Glatz.
14:19Danke auch.
14:20Aber nur in Anwesenheit Ihres Anwalts.
14:23Im Übrigen zieht Frau Glatz Ihre gestrige Aussage zurück.
14:29Wie bitte?
14:30Ja, sie befand sich in einem Schockzustand und sie weiß überhaupt nicht mehr, was sie gestern alles ausgesagt hat.
14:36Also ich weiß das noch ganz genau.
14:38Frau Glatz hat gestanden, Ihren Mann umgebracht zu haben.
14:40Und alles, was wir bis jetzt ermitteln konnten, passt mit diesem Geständnis wunderbar zusammen.
14:44Ja, das mag schon sein.
14:45Darf ich mal?
14:46Aber sie hat Ihren Mann nicht umgebracht.
14:48Oh.
14:50Aber wie ist es dann zu diesem Chaos im Anwesen der Familie Glatz gekommen, Herr Aurich?
14:55Und woher stammen die Blutspuren?
14:57Und die Verletzungen Ihrer Mandantin?
15:00Es tut mir leid, aber wir werden der Polizei die Ermittlungsarbeit nicht abnehmen.
15:06Frau Glatz, Herr Aurich tut, was er als Anwalt tun muss.
15:09Ich habe aber trotzdem das Gefühl, dass sie mit mir reden möchte.
15:11Herr Reuter, meine Mandantin braucht Ruhe, wenn ich Sie bitten dürfte.
15:30Ich liebe den Moment, wenn die Anwälte ins Spiel kommen.
15:33Erstmal ist der Fall vollkommen klar, dann kannst du wieder von vorne anfangen.
15:36Wie jetzt?
15:36Du hast doch gar nicht geglaubt, dass sie Ihren Mann umgebracht hat.
15:39Das war gestern.
15:40Inzwischen habe ich meiner Meinung den Ermittlungsergebnissen angepasst.
15:43Ich habe sehr Liebe an, dass meine Meinung von den Ergebnissen bestätigt wird.
15:48Also gut, ohne Geständnis müssen wir es ja halt nachweisen.
15:52Das kann ja nicht so schwierig sein bei der Beweislage.
15:54Ja, aber langsam, langsam, langsam. Ein paar ungeklärte Fragen gibt es schon noch.
15:58Zum Beispiel, wie kommt die Leiche zum See?
16:01Ich habe gerade mit der Spurensicherung telefoniert.
16:03Im Auto vom Ehepaar Glatz gibt es keine Anzeigen auf einen Leichentransport.
16:07Dann sollen Sie sich aber auch nochmal den Wagen von Boris Glatz angucken.
16:10Das wäre völlig falsch, ausschließlich in Richtung der Ehegrau zu ermitteln.
16:13Weil?
16:14Weil wir nicht ausschließen können, dass Frau Glatz aus welchen Gründen auch immer ein falsches Geständnis abgelegt hat.
16:19Ja, aber die kommt doch nicht einfach hierher und gesteht einen Mord.
16:22Ach.
16:22Ja. Hast du noch nie erlebt, dass jemand ein falsches Geständnis abgelegt hat?
16:27Nein.
16:33Einen Moment bitte, ich sage gerade Bescheid.
16:35Gut.
16:37Na nun mal, die haben ja einiges zu bieten hier.
16:40Peak out.
16:43Oh Gott, oh Gott, oh Gott.
16:45Also ich finde die toll.
16:46So, wie heißt denn die letzte CD von denen?
16:48Keine Ahnung.
16:49Wie heißt der Sänger?
16:51Lester Davison.
16:52Alles klar.
16:54Jung und knackig, würde ich sagen.
16:56Ob das Konzert ist sicher ausverkauft.
16:58Du, mich kriegst du da sowieso nicht rein.
17:00Wo warst du denn eigentlich nochmal gestern Nachmittag?
17:04Hier im Büro, das hatten wir doch besprochen.
17:06Hatten wir das?
17:07Sag mal, tickst du noch richtig?
17:09Tja, geben und nehmen.
17:11Ich habe gehört, die suchen da eine neue Moderatorin für so eine Internet-Sendung.
17:15Schadfieber.
17:17Ja. Und?
17:19Du kennst doch da jemand aus der Redaktion, oder nicht?
17:24Besorg mir den Job und ich weiß, wo du gestern Nachmittag warst.
17:28Entschuldigung, Herr Glatt.
17:30Die Herrschaften von der Kripo möchten Sie sprechen.
17:34Aha.
17:40Ja, du kommst mit.
17:50Guten Tag, Herr Glatt.
17:52Frau Seebrink, bleiben Sie auch bitte hier.
17:55Ihre Mutter hat Ihr Geständnis widerrufen, aber das wissen Sie sicherlich schon.
17:58Und sollte es Ihre Mutter tatsächlich nicht gewesen sein, dann muss es ja einen anderen Täter geben.
18:02Fällt Ihnen da jemand ein?
18:03Mein Vater ist vielen Leuten auf die Füße getreten.
18:06Aber jemand, dem ich einen Mord zutrauen würde, nee, da fällt mir momentan niemand ein.
18:10Echt?
18:12Also mir fällt da schon jemand ein.
18:14Ach Quatsch, der doch nicht.
18:16Sagen Sie es trotzdem.
18:17Hans Schmaucher, ganz ekelhafter Typ, hat mich mal mit Blicken ausgezogen.
18:22Und wenn er gesoffen hat, ruft er hier ständig an und sonnert irgendwelche Schweinereien ab.
18:26War das der Mann, mit dem Sie gestern telefoniert haben, als ich hier war?
18:28Ja.
18:30Die Fahne konnte man selbst durchs Telefon riechen.
18:32Gut, der hat sich vielleicht angemacht, aber das ist doch noch lange kein Motiv für einen Mord, oder?
18:36Ja, Herr Glatz hat ihn allerdings vor drei Tagen rausgeworfen.
18:39Und dann fing der an, hier rum zu randalieren und zu schreien, dass er sich das nicht bieten lässt.
18:42Frau Siebring, wollen Sie was dazu sagen?
18:45Der Typ ist doch ein armer Hund.
18:47Der war mal ganz oben und ist jetzt unten angekommen, aber der bringt niemanden um.
18:50Schmaucher war mal ein ganz passabler Gitarrist.
18:52Mein Vater hat ihn aufgebaut.
18:53Die ersten zwei Alben, die liefen richtig gut.
18:55Tja, aber wie das so ist, irgendwann wollten die Leute sein Gedudel nicht mehr hören.
18:58Keine Konzerte mehr, keine neue Platte.
19:00Der ist richtig abgestürzt.
19:02Aber mein Vater hat ihm nochmal eine Chance gegeben.
19:04Was ist denn für eine Chance?
19:06Er hat ihn eingestellt.
19:07Als Fahrer und Hausmeister.
19:09Vom Rockstar zum Mädchen für alles nicht schlecht.
19:11Besser als auf der Straße abhängen und Schnaps und Drogen in sich reinpumpen.
19:14Und warum wurde er dann entlassen?
19:16Er hat sich gelegentlich aus der Firmenkasse bedient.
19:18Vor drei Tagen hat es meinem Vater dann gereicht.
19:20Da waren es 500 Euro.
19:21Und dann hat er ihn rausgeschmissen?
19:23Ja, wir reden hier nicht über 1,30 Euro.
19:26Ja, dann haben wir doch ein Motiv.
19:27Ach, der Typ ist ein Schwätzer.
19:29Geben Sie uns trotzdem seine Adresse?
19:32Frau Lopez.
19:33Okay.
19:36Tut mir leid, dass ich manchmal so ein bisschen drängle.
19:38Ich hoffe, Frau Dr. Brandt hat sich schon vorgewarnt.
19:40Kein Problem.
19:42Ich weiß doch, dass Sie nur einen Vorwarn suchen, um Ihr Geschenk abzuholen.
19:45Geschenk?
19:45Mit schönen Grüßen aus Barcelona.
19:47Ah, von Frau Dr. Brandt?
19:49Mhm.
19:50Das ist ja nett.
19:53Oh, ein katalarisches Kochbuch.
19:55Das ist ja toll.
19:56Gut essen kann man hier auch.
19:58Wenn Sie wollen, lade ich Sie mal ein.
20:01Zu meinem Lieblingsspanier.
20:03Ja, gern.
20:06Todeszeitpunkt zwischen 15.30 Uhr und 16.30 Uhr.
20:10Todesursache war nicht Ertrinken, sondern Entschädel-Hirntrauma.
20:13Offensichtlich hat ein ziemlich wüster Kampf stattgefunden.
20:18Können Sie sagen, welche Schläge tödlich waren?
20:20Also ganz genau nicht.
20:22Der Tote weist mehrere Wunden am Kopf auf, in denen Holzreste nachzuweisen waren.
20:27Ja, das deckt sich mit dem blutigen Holzfall, das wir am Tatort gefunden haben.
20:31Glauben Sie, dass er sich mit den Verletzungen noch aus dem Haus fortbewegen konnte?
20:34Nein.
20:35Wenn er nicht schon tot war, dann in jedem Fall bewusstlos.
20:40Ja.
20:42Danke erstmal.
20:43Das war noch nicht alles.
20:45Na, heute werde ich ja verwöhnt.
20:47Vielleicht haben Sie es ja verdient.
20:49Unter den Fingernägeln des Opfers konnte ich Hautreste feststellen.
20:53Die kann ich aber noch nicht zuordnen.
20:55Da brauche ich die entsprechenden DNA-Proben.
20:59Ich kümmere mich, ja?
21:23Wir haben eine kurze Frage.
21:27Wir suchen einen Herrn Schmaucher.
21:28Wo finden Sie den?
21:30Auf dem Boot hier drüben mit der Fahne und dem Cannabis.
21:34Gut, danke.
21:36Bitteschön.
21:56Nein, komm.
21:57Da vorne mit der Cannabis-Flagge.
21:59Hat doch die Frau erzählt.
22:01Echt?
22:02Sag mal, hört ihr Kerl denn nicht zu, wenn Frauen was sagen?
22:06Naja.
22:12So, das müsste es sein.
22:14Hallo.
22:17Hallo, Herr Schmaucher.
22:21Herr Schmaucher?
22:23Hallo?
22:26Herr Schmaucher?
22:28Leiser?
22:29Ja.
22:50Das war's.
23:02Das war's.
23:30Das war's.
24:12Das ist ja interessant, was Sie hier auf dem Handy haben.
24:14Das war's.
24:18Das war's.
24:25Das war's.
24:31Das war's.
24:59Das war's.
25:16Das war's.
25:24Das war's.
25:25Das war's.
25:55Das war's.
25:59Das war's.
26:02Das war's.
26:22Das war's.
26:30Das war's.
26:32Das war's.
26:37Das war's.
26:39Das war's.
26:41Das war's.
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26:47Das war's.
26:48Das war's.
26:48Das war's.
26:49Das war's.
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26:51Das war's.
26:51Das war's.
26:53Das war's.
26:53Das war's.
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27:08Das war's.
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27:39Das war's.
27:44Das war's.
27:46Lassen Sie mal.
27:46Ich hab eh keine Zeit.
27:49Sie sind aber nicht wegen des Konzerts hier, oder?
27:51Nein.
27:55Das ist ja echt ein toller Club hier.
27:57Ziemlich.
27:59Herr Glad, was für ein Verhältnis hatten Sie zu Ihrem Vater?
28:03Tja, was hatten wir für ein Verhältnis?
28:06Haben Sie jemals daran gedacht, ihn umzubringen?
28:09Ehrlich gesagt?
28:10Ja.
28:11Ja, er hat meine Mutter behandelt wie ein Stück Dreck.
28:13Ja, offenbar nicht nur Ihre Mutter.
28:15Nein, auch die anderen.
28:20Okay, ich habe vielleicht mal gesagt, dass ich ihn umbringe.
28:24Ja, aber das ist doch idiotisch. Ich war das nicht.
28:27Haben Sie ein Alibi?
28:30Ich war mittags geschäftlich in Frankfurt unterwegs.
28:33Und ab halb drei wieder in der Firma. So bis ungefähr halb fünf.
28:37Kann das jemand bezeugen?
28:38Ja, selbstverständlich. Frau Lopez.
28:41Ah. Gut.
28:46Frau Sebring, Sie hatten eine Affäre mit Herrn Glad, richtig?
28:51Ja.
28:52Aber bis gestern wussten Sie nicht, dass Herr Glad auch eine Affäre mit Frau Lopez hatte, richtig?
28:59Wissen Sie, wer Ihnen die Fotos geschickt hat?
29:03Wer?
29:04Hans Schmaucher.
29:07Das habe ich befürchtet.
29:09Was haben Sie denn gemacht, nachdem Sie die Fotos bekommen haben?
29:13Ach, ich bin mit dem Wagen in der Stadt rumgefahren.
29:17Offenbar nicht nur in der Stadt.
29:19Wir haben ein Foto Ihres Wagens einem Zeugen gezeigt. Er hat ihn wiedererkannt.
29:23Ihr Auto stand während der Tatzeit vor dem Haus von Familie Glad.
29:28Ich war so wütend.
29:30Ich wusste, dass Franz dort hingefahren war und wollte ihn zur Rede stellen.
29:34Aber...
29:35Ja?
29:36Da war niemand mehr.
29:38Nur ein einziges Chaos.
29:40Frau Sebring, warum sollen wir Ihnen glauben?
29:41Vielleicht haben Sie ja glatt umgebracht, weil er Sie so verletzt hat.
29:45Franz war ein unbeherrschter Mann. Unberechenbar.
29:49Er hat mich oft verletzt.
29:52Aber...
29:54Er hat mir das Gefühl gegeben,
29:56etwas Besonderes zu sein.
30:01Dabei habe ich ihn geliebt.
30:15Setzen Sie sich.
30:17Wollen Sie was trinken?
30:18Mhm. Wasser wäre toll.
30:23Wann genau war Boris im Büro zurück?
30:25Um halb drei war er im Büro zurück.
30:27Und das wissen Sie sicher?
30:29Mhm.
30:31Ich habe genau da gerade auf die Uhr geguckt.
30:33Sag mal, hat er dir nicht gesagt, dass er schon um zwei zurück war?
30:40Stimmt.
30:43Kann natürlich auch zwei gewesen sein.
30:45Ja, wie jetzt?
30:46Ich denke, es war halb drei.
30:47Ja, dachte ich.
30:48Aber wenn er zwei gesagt hat, dann...
30:50Dann sagen Sie ihm auch zwei, klar.
30:52Frau Lopez, Sie müssen diese Aussage unter Eid wiederholen.
30:54Und was steht auf mein Eid?
30:56Mindestens ein Jahr.
30:57Mindestens.
30:59Und?
31:00Wollen Sie sagen, dass ich lüge, oder was?
31:01Kann es sein, dass Boris Ihnen einen Job bei Chartfieber versprochen hat?
31:05Es tut mir leid, aber dann muss ich Sie leider enttäuschen.
31:07Der Redakteur ist nicht besonders begeistert von Ihnen.
31:10Er hat Boris nur gesagt, dass Sie mal antanzen können.
31:14Okay.
31:16Vielleicht war er am Nachmittag auch gar nicht im Büro.
31:19Sehr gut.
31:20Wo war er dann?
31:21Na ja, mittags ist er, wie gesagt, nach Frankfurt gefahren.
31:25Um Koks zu kaufen.
31:26Klingt nach Routine.
31:28Viele Künstler erwarten das von einer guten Konzertagentur, dass sie Ihnen Stoff besorgt.
31:32Und das hat eben Boris bei uns gemacht.
31:34Sonst hatte er relativ wenig zu melden in der Firma.
31:37Sein Vater hat nicht besonders viel von ihm gehalten.
31:39Im Gegensatz zur Mutter.
31:41Ja.
31:41Boris und seine Mutter halten zusammen wie Pech und Schwefel.
31:46Frau Lopez,
31:47hat Boris von den Affären seines Vaters gewusst?
31:51Also zum Beispiel wusste er von Ihrer Affäre mit Herrn Glatt.
31:56Vielleicht.
31:58Vielleicht auch nicht.
32:00Ich denke schon.
32:02Ja, dann wird es auch die Mutter gewusst haben.
32:03Ich glaube nicht, dass er ihr das gesagt hat.
32:05Und wieso nicht?
32:07Ja.
32:08Boris war finanziell von seinem Vater abhängig.
32:10Er konnte sich nicht alles erlauben.
32:15War es das?
32:16Ja.
32:17Danke, Sie können gehen.
32:19Ach so.
32:21Boris meinte, dass Sie gerne Karten hätten.
32:23Für Picole.
32:27Das war ein Missverständnis. Danke.
32:29Okay.
32:30Tschüss.
32:31Tschüss.
32:38Sag mal, hast du ihm wirklich um Karten angehauen?
32:40Ja, er hat mich drauf angesprochen.
32:42Aber ich habe selbstverständlich abgelehnt.
32:45Trotz Lester Davies?
32:46Trotz Lester Davies.
32:47Das nenne ich unmisch-technisch.
32:51Was machen wir jetzt mit der Sebring?
32:54Schick mal nach Hause.
33:03Die KTU sagt, dass weder im Wagen von Veronika Glatt noch im Wagen von Frau Sebring und auch
33:07nicht im Auto von Boris Glatt eine Lage transportiert wurde.
33:11Dafür wissen wir, dass Veronika Glatt kurz vor halb vier die Fotos von Schmaucher auf ihr Handy bekommen hat.
33:17Und um halb vier hat sie mit ihrem Sohn Boris telefoniert.
33:20Moment mal, sein Handy war doch kaputt.
33:21Na ja, stimmt. Sie hat eben auf die Mailbox gequatscht.
33:25Und kurz nach halb vier hat ihr Handy keine Signale mehr ausgesendet.
33:30Weil es im Kampf mit der Mann zerstört wurde.
33:32Eben.
33:33Interessant.
33:35Diese falsche Schlange.
33:38Ja gut, ich habe Sie darum gebeten, mir ein Alibi zu geben.
33:42Ich war allein mit dem Auto unterwegs und wie ich die Polizei kenne, drehen Sie mir strikt raus.
33:46Wann haben Sie Ihre Mailbox abgehört?
33:48Doch, das weiß ich nicht. Ich will doch kein Tagebuch darüber.
33:50Aber Ihr Provider.
33:52Die Mailbox wurde fünf nach halb vier abgehört.
33:55Von einem anderen Handy.
33:56Ja, wenn Sie das so genau wissen, warum fragen Sie mich dann?
33:59Frau Glatt, was halten Sie dann von folgender Theorie?
34:02Sie erfahren von Herrn Schmaucher, dass Ihr Mann Sie betrügt.
34:06Mit Frau Sebring und neuerdings auch mit Frau Lopez.
34:11Sie geraten außer sich.
34:12Es kommt zum Streit mit Ihrem Mann.
34:15Sie rufen Ihren Sohn an. Der geht nicht an sein Telefon.
34:17Also sprechen Sie auf die Mailbox.
34:19Währenddessen eskaliert der Streit.
34:20Es kommt zu Handgreiflichkeiten. Das Telefon geht kaputt.
34:24Und Sie erschlagen, wie auch immer das passiert sein mag, Ihren Mann.
34:27Inzwischen hat aber Ihr Sohn seine Mailbox abgehört.
34:29Und kommt zu Ihnen zum Haus und hilft Ihnen, die Leiche Ihres Mannens wegzuschaffen.
34:34Hören Sie, ja, wir haben uns gestritten.
34:37Er ist ausfallend geworden und...
34:39Du musst nichts sagen.
34:40Wenn Sie sich entlasten wollen, sollten Sie aber etwas sagen, Frau Glattern.
34:53Wie Sie wollen.
34:55Im Augenblick sprechen alle Indizien dafür, dass Sie Ihren Mann vorsätzlich getötet haben.
34:59Entweder aus Wut oder aus Eifersucht, weil er Sie betrogen hat.
35:03Sie müssen beweisen und vortragen, was vorgefallen ist.
35:06Sie glauben ernsthaft, meine Mutter wäre in der Lage, jemanden zu erschlagen?
35:09Also, das ist doch eine völlig absurde Verdrehung der Tatsachen.
35:12Mein Vater hat meiner Mutter Gewalt angetan.
35:14Er hat sie jahrelang verprügelt, nicht umgekehrt.
35:16Wäre doch verständlich, dass Ihre Mutter eines Tages ausrastet.
35:19Nehmen wir doch einmal an, dass es stimmt, was Sie über Ihre Mutter sagen, Herr Glatt.
35:23Das würde dann allerdings dafür sprechen, dass Sie Ihren Vater selbst umgebracht haben.
35:28Ach, jetzt sollte es erst gewesen sein, das sind doch nichts als unhaltbare Vermutungen.
35:37Linke Seite, bläuliche Verfärbung. Durchmesser zwei Zentimeter, die Hämatur.
35:50Hallo.
35:51Hallo.
35:51Hallo. Ich bin gerade allein mit einem nackten Mann, aber kommen Sie trotzdem rein.
35:54Ah.
35:56Was führt Sie hier?
35:57Mein mungelter Obduktionsbericht sei fertig.
35:59Den kann ich Ihnen doch auch zuschicken.
36:01Oh, ich finde das irgendwie schöner, wenn ich den persönlich bekomme.
36:04Frau Dr. Brandt hat recht. Sie hat auch immer von Ihrem Charme gestärmt.
36:10Ja, ich weiß auch nicht, woher ich das habe.
36:14Voila. Die ganze Wahrheit zum Tod von Franz Glatt.
36:17Ich hoffe, mein Besuch hat sich auch kriminalistisch gelohnt.
36:19Ich denke schon. Das meiste wissen Sie bereits. Zwei Dinge allerdings noch nicht.
36:24Die meisten der Schlagverletzungen sprechen dafür, dass das Opfer am Boden lag und von oben geschlagen wurde.
36:29Also keine Notwehr?
36:30Nein. Allerdings gibt es auch eine Verletzung am Hinterkopf, bei der der Schlag von hinten ausgeführt wurde.
36:36Das klingt jetzt aber ein bisschen widersprüchlich, hm?
36:39Ist es aber nicht unbedingt.
36:41Ich vermute, dass das Opfer zunächst von hinten angegriffen wurde und dann zu Boden gegangen ist.
36:47Beide Verletzungen weisen auf einen Kampf hin.
36:51Konnten Sie den Zeitpunkt des Todes noch näher eingrenzen?
36:53Nein. Die Leiche lag im Wasser. Da geht es nicht genauer.
36:57Dafür konnten wir die Hautreste unter den Fingernägeln des Opfers bestimmen.
37:00Ah! Und?
37:02Lesen Sie selbst.
37:04Hm.
37:10Was ist mit ihm?
37:12Tod!
37:18Wusstest du das?
37:19Mhm.
37:21Können Sie uns nicht in Ruhe lassen? Wir müssen hier die Beerdigung vorbereiten.
37:24Tut mir leid. Wir sind gekommen, um diesen Haftbefehl zu vollziehen.
37:28Sie wollen mich verhaften?
37:29Nein, Ihre Mutter.
37:30Bitte?
37:31Können Sie bitte?
37:32Mama.
37:34Rufst du auch ich an?
37:36Ja.
37:37Kommen Sie?
37:39Kommen Sie.
37:44Ich beantrage die Aufhebung des Haftbefehl. Es liegt kein hinreichender Tatverdacht gegen meine Mandantin vor.
37:49Das sehe ich etwas anders, Herr Verteidiger.
37:52Die Beschuldigte befand sich zur Tatzeit am Tatort.
37:55Unter den Fingernägeln des Opfers wurden Hautpartikel der Beschuldigten sichergestellt
37:59und an den Handflächen der Beschuldigten fanden sich Spuren des Holzscheites, mit dem das Opfer erschlagen wurde.
38:05Das beweist lediglich, dass es zwischen meiner Mandantin und ihrem Mann einen heftigen Streit gegeben hat.
38:09Das gibt meiner Mandantin jetzt auch zu.
38:11Das beweist nicht, dass sie ihn auch getötet hat.
38:14Kurz darauf war das Opfer aber tot.
38:16Wie erklären Sie das?
38:19Erstens, es kam öfter vor, dass Franz Klatt gegenüber meiner Mandantin tätlich wurde.
38:24Das kann Ihr Sohn bezeugen.
38:26Und zweitens, wann genau der Tod des Opfers eingetreten ist, ist keinesfalls geklärt.
38:31Der Streit fand kurz vor halb vier statt.
38:34Der Tod des Opfers kann aber auch erst laut Obduktionsbericht halb fünf eingetreten sein.
38:41Der Zeitpunkt spielt doch absolut keine Rolle.
38:44Die Beschuldigte hat den Mord gestanden.
38:46Nein, das Geständnis wurde widerrufen.
38:49Ja, trotzdem bleibt doch die Frage, warum hat sie das Geständnis erst einmal abgelegt?
38:54Das macht man nicht einfach so.
38:56Meine Mandantin stand unter Schock, das wissen Sie.
38:58Was hat sie denn so geschockt?
38:59Sie haben doch selbst vorgetragen, dass es zwischen meiner Mandantin und ihrem Mann zu einem heftigen Streit gekommen sein muss.
39:05Ja, und Sie haben gerade vorgetragen, dass das häufiger geschah.
39:09Warum sollte also Ihre Mandantin dieses Mal so geschockt gewesen sein, dass sie einen Mord zu gibt, den sie gar
39:14nicht begangen hat?
39:15Der Streit war dieses Mal besonders heftig.
39:17Herr Aurich, hören Sie doch auf.
39:20Frau Klatt wurde seit vielen Jahren von ihrem Mann verprügelt.
39:23Wir haben ermittelt, dass sie deswegen sogar mehrere Mal im Krankenhaus behandelt werden musste.
39:28Geschlagen zu werden, war nicht neu für Frau Klatt.
39:31Was wäre denn Ihre Erklärung?
39:33Frau Klatt hat ihren Mann umgebracht.
39:36Das war es, was sie so geschockt hat.
39:38Ich denke auch, dass da irgendetwas Außergewöhnliches passiert sein muss.
39:43Oder haben Sie eine andere Erklärung als die des Staatsanwalts?
40:02So.
40:03Mann, nimm mal weg.
40:04Ich will keine Marienese.
40:05Danke, Peter.
40:06Hast du keine?
40:07Nee.
40:08Guten Appetit.
40:09Ja, euch auch.
40:10So, was wird die Verteidigung vortragen?
40:11Na ja, auf dem Anwesen der Familie Klatt gab es natürlich noch Spuren anderer Verdächtiger.
40:15Von Boris Klatt und von Frau Sebring.
40:18Ja, Boris Klatt ist klar.
40:19Der war öfter in dem Haus seiner Eltern und die Sebring war nach der Tat da.
40:23Ja, aber bei beiden gibt es keine Hinweise auf eine Täterschau.
40:26Wir wissen auch immer noch nicht, wer die Leiche zum See gebracht hat.
40:28Genau, das ist der Schwachpunkt.
40:30Veronika Klatt kann es nicht gewesen sein.
40:31Dafür ist sie nicht stark genug.
40:33Aber Boris Klatt könnte die Leiche abtransportiert haben.
40:36Vielleicht hat er seinen Vater selbst umgebracht und dann die Leiche weggeschafft.
40:40Ja, aber dafür haben wir auch keine Beweise.
40:43Selbst wenn das wahr, er würde niemals zulassen, dass seine Mutter unschuldig verurteilt wird.
40:48Was, mit Notwehr?
40:50Hm.
40:51Bin ich auch gespannt, ob die Verteidigung dazu noch was aus dem Hut ziehen wird.
40:57Aber Veronika Klatt hat ein Motiv.
40:59Sie war zur Tat seit einem Tatort, beim Toten wurde ihre DNA festgestellt.
41:02Und erinnert euch, als sie den Mord gestanden hat?
41:04Sie sah nach einem Kampf aus.
41:08Also alle in Sie zu sprechen, dafür, dass Sie die Täterin sind.
41:30Na, glauben Sie immer noch, dass Sie gewinnen?
41:31Das glaube ich nicht nur, Herr Aurich.
41:33Ich bin mir sicher.
41:38Auch wenn das zurückgenommene Geständnis der Angeklagten kein Schuldbeweis ist,
41:42so passt es doch geradezu penibel mit den Ermittlungsergebnissen zusammen.
41:47Die Staatsanwaltschaft geht deshalb davon aus,
41:50dass die Angeklagte ihren Mann vorsätzlich getötet hat.
41:53Nein, die Staatsanwaltschaft ignoriert, dass nach den vorhandenen Hinweisen
41:57durchaus auch andere Personen als Täter in Frage kommen.
42:00Im Übrigen stützt sich die Anklage ausschließlich auf Indizien.
42:05Ja, dann beginnen wir jetzt mit der Beweisaufnahme.
42:09Es ist richtig, dass Frau Sebrings Wagen zur Tatzeit vor dem Anwesen der Familie Glatt gesehen wurde?
42:15Das war innerhalb des in Frage kommenden Zeitraums, ja.
42:17Und stimmt es, dass Frau Sebring ein Mordmotiv hatte?
42:21Einspruch, Frau Vorsitzende.
42:22Die Fragen des Herrn Verteidigers haben nichts mit der Sache zu tun.
42:24Ich gehe nur der Frage nach, ob der Herr Staatsanwalt nicht zu früh einseitig ermittelt hat.
42:29Einspruch abgelehnt.
42:31Bitte beantworten Sie die Frage.
42:34Frau Sebring hat an dem Tag erfahren, dass der Tote eine neue Geliebte hatte.
42:38Und warum steht dann ausgerechnet Frau Glatt hier vor Gericht?
42:41Weil wir absolut keine Spuren gefunden haben,
42:43mit denen wir eine Beteiligung von Frau Sebring an der Tat hätten nachweisen können.
42:47Groß Gericht, ich beantrage die Einvernahme eines Zeugen,
42:51der für heute nicht vorgesehen war.
42:53Boris Glatt, der Sohn der Angeklagten.
43:02Bist du verraten geworden?
43:04Wie kommst du denn aufs Reine in dir?
43:08Also auf ihrer Mailbox war ein Anruf ihrer Mutter.
43:11Sie klang verzweifelt und bat sie um Hilfe,
43:14weil ihr Vater wieder gewalttätig gegen sie wurde.
43:18Und was taten Sie dann?
43:22Ich bin zum Haus meiner Eltern gefahren.
43:24Als ich dort ankam, hat mein Vater bereits auf meine Mutter eingeschlagen.
43:29Er war so außer Sicht, dass er mich gar nicht bemerkt hat.
43:33Ich habe dann schließlich einen Holzscheit genommen
43:35und ihn mehrfach auf den Kopf geschlagen.
43:38Bis er tot war.
43:40Sie sagen also, dass Sie Ihren Vater getötet haben?
43:44Ja.
43:51Ruhe, bitte!
43:57Was haben Sie denn mit der Leiche gemacht?
43:59Ich habe die Leiche in einem etwa 30 Kilometer entfernten See versenkt.
44:03Die Untersuchung Ihres Wagens und des Wagens Ihrer Mutter hat ergeben,
44:07dass in keinem der beiden Fahrzeuge eine Leiche transportiert wurde.
44:10Es wurden keinerlei Spuren gefunden.
44:11Ich habe seinen Kopf mit der blutenden Wunde in Plastikfolie eingewickelt.
44:15Die Leiche wurde ohne Plastikplane gefunden.
44:17Ich habe die Folie entfernt, bevor ich ihn ins Wasser geworfen habe.
44:22An der Kleidung des Opfers wurden starke Blutspuren gefunden.
44:27In einem Transportfahrzeug hätte man irgendetwas davon feststellen müssen.
44:30Ich habe die Leiche auf eine Decke gelegt und die Decke anschließend verbrannt.
44:34Mhm.
44:38Wissen Sie, was mich an Ihrer Aussage irritiert, Herr Klapp?
44:42Ich kenne keinen einzigen Fall,
44:45in dem ein Täter so raffiniert und sorgfältig vorgegangen ist,
44:50ohne seine Tat im Vorfeld minutiös zu planen.
44:54Und Sie hatten keine Zeit, um zu planen.
44:58Und darum glaube ich Ihnen nicht.
45:02Ich habe es aber getan.
45:04Können Sie nicht zugeben, dass Sie sich geirrt haben?
45:08Damit hätte ich keine Probleme.
45:09Aber es ist doch ganz offensichtlich,
45:11dass Sie hier nur ein Geständnis ablegen, um Ihre Mutter zu schützen.
45:14Ob das Gericht aufgrund der neuen Entwicklung
45:18an die Schuld der Angeklagten glaubt, ist fraglich.
45:21Frau Klapp, war es so, wie Ihr Sohn gerade erzählt hat?
45:25Du musst darauf nicht antworten.
45:27Herr Aurich, bitte.
45:29Sie fahren hier in einen Zeugen auf, der behauptet, er sei der Täter.
45:32Und Ihre Mandantin darf noch nicht einmal sagen, ob das stimmt.
45:39Mein Sohn und mein Mann hatten seit Jahren ein schlechtes Verhältnis.
45:42Ich habe befürchtet, dass es irgendwann eskaliert.
45:44Boris hat stets versucht, mich zu schützen.
45:47Bist du da auch heute, indem er mir die Schuld auf sich nimmt?
45:51Die Wahrheit ist, ich habe meinen Mann umgebracht.
45:54Hör auf damit!
45:55Ich werde nicht zulassen, dass du für mich ins Gefängnis gehst.
45:58Es war so, wie ich es gesagt habe.
46:03Ich habe doch gewusst, dass Aurich was vorerst...
46:05Herr Reuter!
46:06Hoffentlich ist Ihnen klar, dass Frau Glatt nur Ihren Sohn schützen will.
46:08Der Junge ist das Einzige, was sie noch hat.
46:09Sollte sich herausstellen, dass er in meinem Landhin unschuldig ist,
46:12werde ich selbstverständlich auf Reispruch plädieren.
46:13Aber vorher wüsste ich gern noch, wer hier wen schützen will.
46:16Warum sind Sie denn so verbohrt?
46:17Ich fass das nicht!
46:18Oh, das wird mein Beruf sein, man wird so misstrauisch mit der Zeit.
46:21Es ist verrückt, Herr Aurich.
46:22Einen Moment lang habe ich sogar geglaubt,
46:23dass die Idee mit den beiden Geständnissen von Ihnen kommt.
46:26Jetzt gehen Sie zu weit, Herr Reuter.
46:27Entschieden zu weit!
46:28Was machen wir jetzt?
46:29Jetzt gehen wir ins Büro.
46:32Jetzt wissen wir wenigstens, dass einer von beiden lügt.
46:35Wie ist das nochmal bei zwei Geständnissen?
46:37Kann dann keiner verurteilt werden?
46:38Das ist eigentlich ganz einfach.
46:39Das Gericht darf keinen vernünftigen Zweifel an der Schuld des Täters haben.
46:42Wenn also zwei widersprüchliche Geständnisse vorliegen, dann...
46:45Ist jeder der beiden möglichen Täter zweifelhaft.
46:47Klar.
46:48So, wir müssen jetzt das Gericht davon überzeugen,
46:51dass Boris Glatt ein falsches Geständnis abgelegt hat.
46:53Zum Beispiel, weil er doch ein Alibeer hat.
46:55Ja und? Hat er eins?
46:56Ich weiß es doch nicht.
46:57Das Einzige, was wir haben, ist die Aussage von Lopez.
46:59Und demnach ist Boris mittags nach Frankfurt gefahren, um Drogen zu besorgen.
47:03Das ist doch was.
47:04Ich rufe gleich die Kollegen in Frankfurt an.
47:06Vielleicht können die uns weiterhelfen.
47:07Sind das die in Frankfurt erfassten Drogendealer?
47:09Ja, alle 284.
47:11Wir müssen vorne anfangen oder hinten.
47:13Das schaffen wir nie, bis die Verhandlung weitergeht.
47:16Ich hab's.
47:18Das sind die Telefondaten von Boris Glatt.
47:21An dem Tag war doch sein Handy kaputt.
47:22Also musste er sich ein anderes leihen, um seine Mailbox abzuhören.
47:26Sehr gut.
47:26Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich dich geheiratet habe.
47:30Also, das müsste sie sein.
47:31Hier.
47:330157.
47:34Aha.
47:35280.
47:36Ja.
47:378580.
47:38Sehr gut.
47:38Stanojev Miroslav.
47:40Schlau.
47:43Schlau.
47:45Das sieht schlecht für Sie aus.
47:48Sie haben ja noch eine Bewährung laufen, oder?
47:51Da kann man jetzt wirklich ein riesengroßes Ding draus machen.
47:54Kann man machen.
47:55Muss man aber nicht.
47:56Was wollen Sie denn von mir?
47:56Worum geht's hier eigentlich?
47:57Am 23.
47:58September haben Sie sich mit Boris Glatt getroffen und ihm Stoff verkauft.
48:02Kenn ich nicht.
48:03Kenn ich nicht.
48:05Es hat keinen Sinn.
48:06Dankeschön.
48:07Er gehört euch.
48:08Okay.
48:08Ist okay.
48:09Okay.
48:09Okay.
48:11Vielleicht, vielleicht habe ich den Kerl mal getroffen.
48:13Und?
48:13Wann war das genau?
48:14Wann war das genau?
48:15Wann war das genau?
48:16Schon lange her?
48:17Weiß ich doch nicht.
48:17Finger weg.
48:18Komm jetzt.
48:18Die genaue Uhrzeit.
48:21Warten Sie.
48:23Es ging drei etwa.
48:25Er hat mit Ihrem Handy seine Mailbox abgehört.
48:27Ist Ihnen da irgendwas aufgefallen?
48:29Da war ein Anruf von seiner Mutter drauf.
48:31Die hatte Stress mit ihrem Alten.
48:33Ja und?
48:33Boah, es wollte sofort hinfahren.
48:35Aber seine Mutter war daheim.
48:37Tja, irgendwo im Taunus, was weiß ich.
48:39Ich meine, ist doch Quatsch, sage ich.
48:41Um die Tageszeit brauchst du ewig bis dahin.
48:45War wohl schon eher halb vier.
48:48Und, ist er nochmal hingefahren?
48:49Nein.
48:51Er ist kurz rausgegangen.
48:54Und hat nochmal mit meinem Handy telefoniert.
48:56Danke.
48:57Okay, danke.
48:58Okay, Jungs.
48:59Wir haben alles, was wir brauchen.
49:01Und das wird der Mann auch vor Gericht aussagen?
49:03Ja.
49:03Sehr gut.
49:04Ja, dann sieht das Ganze aus, als hätte sich Boris Gabb für seine Mutter opfern wollen.
49:08Das kann sein, aber wir wissen immer noch nicht, wer die Leiche weggeschleppt hat.
49:11Das stimmt, aber ich glaube, wir kommen der Sache so langsam näher.
49:13Wann wissen wir denn, wen Boris Glatt angerufen hat?
49:15Kriegen wir gleich per SMS.
49:17Sag mal, ist das eigentlich mit dir?
49:18Hast du auf der faulen Haut gelegen, während wir uns abgerackert haben?
49:21Ja klar, du.
49:22Ich habe Mittagsschlaf gehalten.
49:23Zwei Stunden lang.
49:24Oh, war das toll.
49:26Es gibt interessante Neuigkeiten.
49:28Die Holzsplitter aus der Hinternkopfhunde des Opfers sind aus Fichtenholz.
49:33Ja und?
49:34Im Kamin der Familie Glatt wird ausschließlich Buchenholz verfeuert.
49:38Ach nee.
49:40Das beweist, dass Franz Glatt nicht in seinem Haus erschlagen wurde.
49:44Genau, das beweist es.
49:46Ah.
49:48Jetzt wissen wir, mit wem Boris telefoniert hat.
49:56Verhandlung wird fortgesetzt.
49:59Herr Staatsanwalt, haben Sie neue Erkenntnisse gewonnen?
50:03Herr Staatsanwalt.
50:04Entschuldigung.
50:05Wir wären dann soweit.
50:07Gut.
50:08Ja, ähm, um es kurz zu machen.
50:13Der Sohn der Angeklagten war zur Tatzeit in Frankfurt.
50:18Er hat sich dort mit einem Drogendealer getroffen.
50:21Die Aussage dieses Zeugen ist protokolliert und kann zu den Akten genommen werden.
50:26Das heißt, Boris Glatt kann seinen Vater gar nicht umgebracht haben.
50:30Er hat sein Geständnis nur abgelegt, um seiner Mutter eine Gefängnisstrafe zu ersparen.
50:37Ja.
50:38Also diese Information kommt natürlich sehr überraschend.
50:41Hohes Gericht, ich bitte um meine Unterbrechung.
50:43Ich muss mich mit meiner Mandantin beraten.
50:45Ja, wenn es unbedingt sein muss.
50:47Irgendwelche Einwände?
50:48Nein, nein.
50:50Ich möchte das Wasser geben.
50:51Ja.
51:06Na, wie lief's?
51:08Aure, ich ist das Gesicht zusammengefangen.
51:09Ich bin mir sicher, er hat das Ausgegen mit den beiden Geständnissen.
51:12Sehr gut.
51:12Und?
51:12Du hattest hundertprozentig recht.
51:16Ja, das war nur so ein Gefühl.
51:19Ja, komm, nicht so bescheiden, wenn du schon mal was hinkriegst.
51:24Super!
51:26Frau Vorsitzende, ich glaube, es kann endlich etwas Licht in diese verworrene Angelegenheit
51:33gebracht werden.
51:34Das wäre schön.
51:36Es wurde ermittelt, dass die Angeklagte und der Herr Rechtsanwalt Aurich sich bereits aus
51:41ihren Studienzeiten kennen.
51:43Frau Glatt war bis zu ihrer Heirat mit Herrn Aurich liiert.
51:48Mein Privatleben hat damit nichts zu tun.
51:51Ich fürchte doch, Herr Aurich, weil Sie in diesem Fall noch eine andere Rolle spielen als
51:56nur die des Strafverteidigers.
51:58Nehmen wir einmal an, die Angeklagte erfährt am Tattag, dass ihr Mann sie betrügt.
52:04Zwischen dem Ehepaar kommt es zu einem heftigen Streit.
52:07Franz Glatt wird wieder einmal handgreiflich.
52:09Du Arsch!
52:17In dieser Situation ruft die Angeklagte ihren Sohn Boris an, um ihn um Hilfe zu bitten.
52:23Sie erreicht aber nur die Mailbox.
52:25Dann schlägt ihr Mann ihr das Handy aus der Hand.
52:27Komm, Herr Rund!
52:29Lass mich in Ruhe!
52:31Als Boris diese Nachricht hört, ruft er Rechtsanwalt Aurich an, weil der das Anwesen der Familie
52:37glatt viel schneller erreichen kann.
52:39Der Aurich fährt sofort los.
52:41Die Angeklagte glaubte, ihren Mann getötet zu haben.
52:45Ah!
52:46Das ist mir alles!
52:53Sie fährt schließlich in die Staatsanwaltschaft und gesteht einen Mord, den sie aber gar nicht
52:57begangen hat.
52:59Denn Herr Glatt war nicht tot, er war nur schwer verletzt.
53:03Und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, irrt er orientierungslos durch den Wald in der
53:08Nähe des Anwesens.
53:10Hier entdeckt ihn Anwalt Aurich.
53:17Was ist denn passiert?
53:20Ach, Veronika, die dumme Sau!
53:22Und jetzt frage ich mich, Herr Aurich, was haben Sie gefühlt, als Sie dem hilflosen Franz Glatt
53:31im Wald gegenüberstehen?
53:32Sie mussten jahrelang tatenlos mit ansehen, wie Franz Glatt seine Frau Veronika misshandelte.
53:39Veronika, die Frau, mit der Sie einmal zusammen waren.
53:43Die Frau, die Sie immer noch lieben.
53:47Und plötzlich sind Sie mit dem verhassten Nebenbruder allein im Wald.
53:53Franz Glatt ist wehrlos, er ist schwer verletzt und es gibt keine Zeugen.
53:59Was haben Sie da gedacht, Herr Aurich?
54:03Ich glaube, Sie haben gedacht, so eine Gelegenheit gibt es nie wieder.
54:29Ich glaube, Sie haben Franz Glatt erschlagen und die Leiche im See verschwinden lassen.
54:37Sie erwarten doch nicht, dass ich auf diesen abstrusen Unsinn irgendetwas sage.
54:43Das sind in der Tat ziemlich massive Anschuldigungen, Herr Staatsanwalt.
54:47Ich nehme an, Sie haben Beweise dafür?
54:49Ja.
54:51Nachdem wir wussten, dass Boris Glatt Herrn Aurich angerufen hat,
54:54habe ich nochmal darüber nachgedacht, wer die Leiche zum See transportiert haben könnte.
55:00Stimmt das?
55:01Nein, du glaubst es doch nicht. Nein!
55:02Die KTU hat im Wagen von Herrn Aurich Blutspuren gefunden.
55:07Und dieses Blut gehört eindeutig zu Herrn Glatt.
55:10Das mit dem Blut, das kann ich erklären.
55:12Du hast, Franz, umgebracht.
55:14Bist du verrückt geworden?
55:16Ich hasse dich!
55:17Sieh Sie sich hin!
55:18Herr Glatt, bitte nehmen Sie Platz.
55:26Herr Aurich, ist es so gewesen?
55:33Ich habe das nur...
55:36...nur für dich getan.
55:39Es ist schrecklich, was ich gemacht habe, aber es war noch viel schrecklicher, mit ansehen zu müssen.
55:44Was er dir angetan hat, all die Jahre.
55:47Ich habe das nicht mehr ausgehalten.
55:48Du hast mich in dem Glauben gelassen, dass ich das war.
55:52Und dann dieses Schmierentheater mit den zwei Geständnissen.
55:56Was hast du zu Boris gesagt?
55:58Dass ich es getan habe und dass er mich retten muss?
56:00Warum er?
56:03Warum ausgerechnet er?
56:05Wie kann man so jemanden lieben?
56:06Ein Mann, der dich jahrelang getreten und geschlagen hat, der dich belogen und betrogen hat.
56:15Wie kann man so einen Monster lieben?
56:18Du bist das Monster.
56:28Herr Aurich, Sie können jetzt nicht gehen.
56:36Sie sind wirklich das Letzte.
56:50Das heißt jetzt aber nicht, dass Veronika glatt freigesprochen wird, oder?
56:53Ja, schauen wir mal.
56:54Was sie gemacht hat, kann als schwere Körperverletzung bewertet werden oder versucht er Totschlag.
56:59Da wird es sicher noch ein Verfahren geben.
57:01Aurich ist jedenfalls wegen Mordes dran, oder?
57:03Ja, ja, ja.
57:04Wusste Boris, dass es Aurich war?
57:06Das glaube ich nicht.
57:07Ich denke, er hätte da nicht mitgespielt.
57:10Er muss sie ganz schön geliebt haben.
57:13Gut, was hat er jetzt davon?
57:14Er befreit Sie von Ihrem Prügel, der Ehemann.
57:17Und Sie hasst ihn dafür.
57:19Gut, so sind es eben die Frauen, oder?
57:20Ja, die einen seien so, die anderen seien so.
57:23So, ich habe Hunger.
57:24Kommt, hab was mitessen?
57:25Gerne.
57:25Nein, wir haben keine Zeit.
57:27Wieso?
57:27Wir gehen ins Konzert.
57:29Nein, piek auf.
57:31Jawohl.
57:32Heute Abend?
57:33Oh.
57:35Wie hast du die Karten bekommen?
57:37Beziehungen.
57:39Beziehungen.
57:41Das macht Spaß.
57:42Dankeschön.
57:42Tschüss.
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