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00:37Zugunsten des Angeklagten Johannes Leingruber ist zu berücksichtigen, dass er sich zum Zeitpunkt der Tat in einem Zustand heftigster emotionaler
00:45Erregtheit befand.
00:47Auslöser für diesen Zustand war ein herabwürdigender und diffamierender Artikel über das Restaurant des Angeklagten,
00:54den der Gastronomiekritiker Maximilian Böttch für die Zeitschrift Genusswelt verfasst hatte.
01:00Unbestritten ist aber auch, dass der Angeklagte Herrn Böttch angegriffen und mit einer schweren eisernen Bratpfanne auf den Kopf geschlagen
01:07hat.
01:08Da dieser Angriff mittels einer Waffe geführt wurde, ist gemis § 223a StGB von gefährlicher Körperverletzung auszugehen.
01:16Der Angeklagte ist bislang nicht straffällig geworden. Er ist geständig und hat erklärt, dass er seine Tat verräumt.
01:22Die Staatsanwaltschaft hätte eine Freiheitsstrafe von drei Monaten für angemessen. Die Strafe sollte zur Bewährung ausgesetzt werden.
01:29Danke.
01:29Herr Leingruber, möchten Sie oder Ihr Anwalt noch etwas dazu sagen?
01:34Nein.
01:34Gut. Dann zieht sich das Gericht jetzt kurz zur Beratung zurück. Das Urteil wird in einer halben Stunde verkündet.
01:48Weißt du, wenn die dich wegsperren, dann wäre das gar nicht so ein wahnsinnig großer Verlust für die Rheingau-Gastronomie,
01:53hm?
01:53Ich meine, was du so in letzter Zeit zusammenkochst, das fällt ja wohl eh unter.
01:56Wie nennt man das? Misshandlung, Schutzbefolger.
01:59Sag das nochmal.
02:01Kommt der Lange, aber lassen Sie sich nicht provozieren.
02:36Was ist denn das für eine Strafe, 3000 Euro?
02:39Ich sag dein Gruber da aus der Portokasse und ich laufe für den Rest des Lebens mit dem Ding hier
02:42oben rum.
02:43Mein lieber Max, wenn du in Zukunft alle so niedermachst, dann wirst du es ohnehin nicht überleben.
02:50Entschuldige mal, bei wem kam denn die Ansage? Ich sollte mal richtig einen vor den Bug knallen.
02:53Ja, aber hättest du nicht gleich das ganz große Geschütz ausfahren müssen, oder?
02:56Ich meine, du weißt doch, wie sensibel unser Leinengrube ist, wenn es da um seine Kochkünste geht.
03:01Wer möchte probieren?
03:04Herr Bötzsch?
03:07In vier Tagen habe ich Redaktionsschluss und mir fehlen noch zwei Artikel von dir, also bitte denk daran.
03:16Die Plörre können Sie wieder fortschaffen.
03:19Jetzt gucken Sie mich nicht so an.
03:20Dann sorgen Sie das Zeug und dann hätte ich ganz gerne einfach mal die Weinkarte.
03:23Guten Abend, Martina.
03:24Hallo, Alphons.
03:25Ich habe die sechs Kisten Riesling im Wagen.
03:28Kannst du die in den Keller stellen, bitte?
03:30Na.
03:30Guten Abend, Herr Siebach.
03:32Nein.
03:32Reklamation.
03:33Was mit meinem Wein?
03:34Für Bötzsch ist das Plörre, so ein Kotzbrocken.
03:36Bötzsch ist das?
03:37Zusammen mit Osterfeld, seinem Chefredakteur.
03:39Eine vornehme Gesellschaft.
03:41Du, ich kann einem Gastropätiker schlechtes Hausverbot erteilen.
03:44Er korkt nicht.
03:46Der Wein ist völlig in Ordnung.
03:47Was soll ich machen?
03:48Nichts.
03:49Der Gast ist König.
03:51Und unter den Königen ist Bötzsch der Kaiser.
04:01Warum hast du ihr denn kein Trinkgeld gegeben?
04:03Ich habe kein Geld zu verschenken.
04:05Doch, hast du.
04:06Ach so?
04:07Wir sehen uns in aller frühe Morgen in der Redaktion hier.
04:11Schlaf, gut.
04:25Ich denke.
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05:59Er war mit Sicherheit sofort tot. Dankeschön.
06:04Ja, und das war ungefähr wann?
06:06Gegen Mitternacht, plus minus eine Stunde.
06:10Guten Morgen zusammen.
06:11Hallo.
06:12Guten Morgen.
06:13Mit dem Toten hatte ich gestern noch zu tun.
06:15Inwiefern?
06:16Eine Strafsache wegen Körperverletzung.
06:18Ein gewalttätiger Koch hat plötzlich eine Bratpfanne über den Kopf gezogen.
06:21Ach so, was machen Sie auch?
06:23Ja, Frau Dr. Engel, man kann sich nicht immer alles aussuchen.
06:26Guten Morgen, Herr Reuter.
06:27Und wie hieß denn der gewalttätige Koch?
06:29Johannes Leingruber, das ist der Besitzer vom Schwerelos in Ballhof.
06:33Neue deutsche Kirche. Sehr empfehlenswert.
06:35Ja, leider.
06:37Wie Essen gestrichen?
06:38Was genau ist denn hier passiert?
06:40Also, nach den Spuren zu urteilen, hat Böttch eine Vollbremsung hingelegt.
06:44Wahrscheinlich hat ein anderes Fahrzeug die Straße blockiert.
06:46Naja, und dann hat es zweimal Peng gemacht.
06:49Wenn wir Glück haben, war das andere Fahrzeug das des Täters.
06:52Da hinten gibt es Reifenspuren.
06:54Starkes Profil.
06:55Nicht viel, aber immerhin.
07:10Aber vielleicht muss ich alles wegmachen.
07:10Nicht viel, aber auch nicht.
07:15Das ist ungefähr, weil Leute fassen.
07:16Nein, ich bin mehr, ich bin mehr.
07:16Verlust, dass ich mich nicht mehr so volunteers.
07:16Bei euch.
07:16Wie sind die Trähte, die machen sie,
07:16Und ich bin mehr, ich bin mehr.
07:16Ja, ich bin mehr, ich bin.
07:17Daba, ich bin mehr.
07:18Ich bin mehr, ich bin mehr.
07:22Ich bin mehr, ich bin mehr, ich bin mehr.
07:29Das war's.
08:26Nicht schlecht, hm?
08:27Jetzt guck dir mal die Preise an.
08:28Ach, können Sie als Recherche-Essen abrechnen?
08:36Schmeckt wie eingeschlafene Füße.
08:38Da fehlt Kognak an der Soße.
08:39Kannst du gleich neu machen.
08:43Guten Tag.
08:44Das hier ist die Küche.
08:45Oh, wir haben uns sowas fast gedacht.
08:48Christian Schubert, Kripo Wiesbaden, meine Kollegin Kerstin Klar.
08:53Wir ermitteln in einem Todesfall.
08:54Und wollen wir vorher noch schnell was essen, oder wie?
08:56Hm, witzig.
08:58Herr Böttch wurde letzte Nacht ermordet.
09:03Oh, das ist ein Hammer.
09:07Nicht, dass ich Böttch eine Träne nachweine, aber ermordet, sagen Sie.
09:10Ja, wo waren Sie zwischen 23 und 21 Uhr nachts?
09:14Giuliano?
09:15Wann sind denn die letzten Gäste gegangen, gestern Abend?
09:18So um halb zwölf ungefähr.
09:20Um halb zwölf.
09:20Ich habe da noch ein bisschen aufgeräumt und bin dann ins Bett.
09:23Allein?
09:26Ja, leider.
09:28Moment mal.
09:30Halt!
09:30Nicht wegschmeißen!
09:31Aber ich bin schon seit Stunden auf dem Bein, habe noch nichts gegessen.
09:34Geht aber Kognak in der Soße.
09:35Ach, kein Problem.
09:36Alkohol auf nicht deinem Magen, muss nicht sein.
09:38Herr Leinengruber, besitzen Sie eine Waffe?
09:41Sowas wie Messerpfannen?
09:42Nein, sowas wie eine Schusswaffe.
09:45Kann ich nicht mit Ihnen.
09:49Herr Böttch und Sie haben sich nicht besonders gut verstanden, wie wir wissen.
09:54Max und ich waren mal fast sowas wie Freunde.
09:59Und in der Genussweltausgabe von Juni macht er mich fertig.
10:03Unglaublich.
10:05Viele meiner Gäste richten sich nach seinen Kritiken.
10:07Ich hatte einen Umsatzrückgang von fast 40 Prozent.
10:11Schmeckt's?
10:12Mhm.
10:14Böttch, der Gott unter den Gastro-Kritikern, eine unbestimmte Kapazität, also wie man
10:19sein Lob aussprach, der konnte sicher sein, in Zukunft immer ein volles Lokal zu haben.
10:24Und wenn er verriss, der ging pleite.
10:26Naja, also ganz so schlimm war es nicht, bin ich sicher.
10:29Der Max jetzt nicht nur Freunde.
10:32Mit Leinengruber vom Schwerelos, mit dem lag er ziemlich im Klinsch.
10:36Ja, das wissen wir.
10:37Da kommen wir gerade her.
10:39Dann steht Leinengruber unter Verdacht?
10:42Laufende Ermittlungen, das verstehen Sie sicher.
10:44Ja, sicher.
10:46Ja, ich bin immer noch sehr unter Schock wegen Max Tod.
10:49Also gestern Abend saßen wir noch zusammen.
10:51Wir haben über die neue Ausgabe gesprochen.
10:54Und wo haben Sie gestern Abend zusammengesessen?
10:57Im Dorfkrug.
10:58Schönes Lokal.
10:59Liegt in Hattenheim.
11:01Das ist nur ungefähr fünf Kilometer vom Tatort entfernt.
11:04Also wann genau haben Sie das Lokal verlassen, Herr Osterfeld?
11:07Das war halb... Nein, das war viertel vor zwölf, genau.
11:09Weil die Kirchturmglocke hat dreimal geschlagen.
11:12Ist Ihnen noch irgendwas aufgefallen?
11:14Was meinen Sie jetzt also im Lokal oder draußen?
11:16Ja, drinnen oder draußen.
11:18Also im Lokal? Nein, also nichts Außergewöhnliches.
11:21Also Max hat wieder mal einen guten Weißbein zurückgeben lassen.
11:25Aber das war ja normal bei ihm.
11:27Nein, sonst ist mir noch nichts aufgefallen.
11:29Dürfen wir ein paar Ausgaben mitnehmen?
11:31Bitte, wenn Sie wollen.
11:32Können Sie aber auch abonnieren.
11:35Und das ist...
11:36Da war sein Schreibtisch.
11:38Den Computer müssen wir mitnehmen.
11:40Ist aber nicht gut.
11:41Also möglicherweise sind da Notizen und Adressen drin,
11:44die für unsere Arbeit sehr wichtig sind.
11:46Die könnten doch für unsere Arbeit wichtig sein.
11:48Böttch, für Opfer, kein Täter.
11:50Wir beeilen uns.
11:51Sieht das doch aus, als wäre die Schublade aufgebrochen worden.
11:55Wo?
11:57Na hier.
11:58Sehen Sie doch mal selber.
12:00Ist ja komisch.
12:02Wie komisch?
12:04Ja, als ich heute Morgen in die Redaktion kam,
12:06da war sein Computer noch an
12:08und ich hab den dann ausgeschaltet
12:09und plötzlich hörte ich da so ein Geräusch,
12:11als ob jemand ganz leise die Tür schließt.
12:13Und ich hab mir ja nichts dabei gedacht,
12:15weil ich dachte, das sei die Putzfrau.
12:17Ich ruf die Spurensicherung an.
12:19Äh, ja.
12:22Es wurden in der Tat Fingerabdrücke an der Schublade festgestellt,
12:25die nicht von Böttch stammen.
12:26Sie sind aber auch nicht registriert, leider.
12:30Na mal, kannst du dir helfen?
12:31Suchst du was Bestimmtes?
12:32Na, deine Lieblingsschokolade.
12:34Ich esse nicht mehr so ein ungesundes Teuk.
12:36Also, Böttch und sein Geschäftsführer
12:38waren gestern Abend beide im Dorfguck.
12:40Ja.
12:41Wir müssen danach fragen.
12:42Außerdem nehmen wir uns Böttch Wohnung vor und wir...
12:44Checken seinen Computer.
12:45Genau.
12:46Gut, ja, dann fahre ich im Dorfguck, ja?
12:48Na dann, guten Appetit.
12:51Quatsch.
12:52Wie?
12:52Da isst du doch immer so gerne.
12:54Ich will mit Martina Sommer reden.
12:56Ich will da nicht essen.
12:58Das ist die Besitzerin.
13:00Sag mal, was ist denn hier los?
13:03Tut mir leid, ich hab nichts Außergewöhnliches bemerkt.
13:06Als die beiden Herren gegangen sind, war ich im Büro und hab Papierkram anledigt.
13:10Abrechnung, Bestellung.
13:10Apropos Papierkram.
13:11Ich brauch bitte eine Liste mit allen Personen, die Gäste haben und hier waren.
13:14Geht das?
13:16Denken Sie das jemand von meinen Gästen oder jemand vom Personal, Herr Böttch?
13:19Nein, ich glaube einfach nur, vielleicht ist irgendjemandem was aufgefallen.
13:24Okay, ich kopiere Ihnen die Reservierungsliste, schreibe Ihnen die Namen vom Personal auf und versuche mich zu erinnern, wer sonst
13:29noch jemand, den ich kenne.
13:30Gut, danke.
13:32Frau Sommer, ich lese regelmäßig die Kritiken von Herrn Böttch.
13:36Also ungefähr vor einem Jahr hatte er ein vernichtendes Urteil über Ihr Restaurant gefällt.
13:41Meiner Meinung nach übrigens völlig zu Unrecht.
13:43Kritiker?
13:45Und in der vorletzten Ausgabe der Genusswelt war er wieder voll des Lobes.
13:52Möchten Sie wissen, warum?
13:55Sein Preis für eine gute Kritik war jederzeit, auch in Begleitung, kostenlos bewirtet zu werden.
14:00Das habe ich im letzten Jahr abgelehnt, dafür habe ich die Quittung gekriegt.
14:03Das heißt, Sie spielen das Spiel jetzt mit?
14:06Böttch und Usafeld haben gestern eine Zeche von 260 Euro gemacht.
14:09Meine Kellnerin hat nicht einen Cent Trinkgeld bekommen.
14:13Herr Reuter, ich mache Ihnen eben die Liste fertig.
14:15Ich muss noch zu einer Weinprobe bei Alfons Sieber.
14:18Er war gestern übrigens auch da.
14:20Das trifft sich ja gut.
14:22Darf ich mich selbst einladen und Sie begleiten?
14:24Ich habe nichts dagegen.
14:25Vorher noch eine kleine Stärkung?
14:26Was haben wir denn da?
14:28Wildbratwurst.
14:29Oder einen Ringfleischsalat?
14:32Vielleicht ein andermal, danke.
14:34So kenne ich Sie ja gar nicht.
14:35Ja, ich mache eine Diät.
14:38Und zum krönenden Abschluss, meine hohe verehrten Damen und Herren,
14:41diese sensationell gereifte und ungemein subtile Riesling-Rarität mit unwiderstehlichem Charisma.
14:47Die Aromenvielfalt von Apfel, Pfirsich und Aprikose hoch verdichtet,
14:52alle Elemente perfekt integriert und wunderbar ausbalanciert,
14:56mit harmonischem Miteinander von mineralischer Säure und feiner Restsüße.
15:00Auf diese Riesling-Spätlese, meine Damen und Herren, bin ich ganz besonders stolz.
15:04Ich danke Ihnen für Ihr Interesse, sage zum Wohl.
15:19Ich hoffe, meine Weine schmecken Ihnen, Herr Staatsanwalt.
15:22Schon immer, Herr Sieger.
15:23Ich kann auch nicht so gut erklären, wie Sie, warum Sie so gut sind.
15:26Klappern gehört zum Handwerk.
15:28Martina sagt, Sie würden gern wissen, ob mir gestern Abend was aufgefallen ist.
15:31Ja.
15:33Ja, mal überlegen.
15:35Ich war so um neun im Dorfkug, oder?
15:38Dann bin ich alles in allem vielleicht zwanzig Minuten geblieben.
15:42Hier war der Riesling ausgegangen.
15:44Ich habe Bötzsch und Osterfels zwar gesehen, aber kein Wort mit ihnen gewechselt.
15:49Nee, da war nichts Auffälliges.
15:52Ach komm, es ist doch deine Zeitschrift, in der dieser Schmierfink seine Lügen verbreitet.
15:55Da redet man aber nicht über einen Toten.
15:57So was sich so holt, sollte sowieso nicht mehr frei rumlaufen.
15:59Hey, komm, Foto, weißt du was, du regst dich drum nur auf, weil Bötzsch die Wahrheit über dich geschrieben hat.
16:03Ey, dass ich nicht lache, was für eine Wahrheit denn?
16:05Ist deine Küche schlecht und einfallslos?
16:07Nein, ihr wolltet mich fertig machen, nur weil ich keine Anzeigen mehr an deinem Drecksblatt geschaltet habe.
16:12Und das ist euch nicht gelungen.
16:13Und dir allein gelingt das schon gar nicht, weil Qualität setzt sich durch.
16:17Ja, tschüss.
16:23Tut mir leid, Herr Siebach, ich hätte gern Ihre Weine probiert, aber wo Osterfeld ist, da will ich nicht sein.
16:32Oh, er recht hat er da recht.
16:35Sein Urteil über Wein hat Bötzsch auch nicht nach Zunge und Gaumen gefällt.
16:38Sie beinahe, als Sie kaufen müssen?
16:39Ja, klar.
16:41Ohne Gefälligkeiten oder Anzeigen für die Genusswelt werden Sie mit keiner Zeile erwähnt.
16:45Ja, das hat keinen guten Eindruck gemacht.
16:55Jetzt hör dir das an.
16:58Die Kalbsbrustspitzen waren fade und trocken.
17:01Der Koch hätte Ihnen vielleicht die Chance geben sollen, mit viel Knoblauchsoße als Billigfleisch an der nächsten Dönerbudeanhänger zu finden.
17:09Unglaublich, was Bötzsch so geschrieben hat.
17:12Und, gab es etwas Interessantes in seiner Wohnung?
17:14Mhm. Und hier?
17:15Die KTU hat angerufen.
17:17Die Projektile aus seinem Kopf und Körper haben Universal-Kaliber 3006.
17:21Das hierzulande für so gut wie jedes Jagdgewehr verwendet wird.
17:25Na toll.
17:27Jagdbehörden, Kreisverwaltungsämter, Jagdschein und Waffen, Besitzkartenabgleich.
17:32Abgleich? Wonach?
17:34Außer Leinengrube haben wir keinen wirklichen Tatverdächtigen.
17:36Doch, doch.
17:38Alle anderen Rheingau-Gastronomen, die Bötzsch niedergemacht hat.
17:49Was ist das denn?
17:51Was ist was?
17:53Na guck mal.
18:00Das sieht nicht nach freiwillig aus.
18:04Nee.
18:07Ganz und gar nicht.
18:12Das ist nur für Gewaltigung.
18:17Der Bötzsch scheint ja wirklich mehr Feinde als Freunde gehabt zu haben.
18:21Es geht doch vielen guten Kritikern so.
18:23Ich meine, Bötzsch konnte das nicht allen recht machen.
18:26Das haben sie ja gerade miterlebt.
18:28Mhm.
18:32Ich habe leider keine Zeit für eine Weinverkostung daran.
18:34Hat auch immer Bötzsch teilgenommen.
18:36Der Artikel über die Rheingau-Winzer, der steht schon länger an und deshalb muss ich jetzt auch gehen.
18:41Ach, schreiben Sie den Artikel jetzt selbst?
18:43Äh, ja.
18:44Leider.
18:45Also auf Wiedersehen, Herr Staatsanwalt.
18:48Wie hält's?
18:48Bis die Tage.
18:49Mhm.
18:52Gehen Sie in Osterfeld schon länger?
18:54Ja, ich habe geschäftlich mit ihm zu tun.
18:55Wir schalten Anzeigen in der Genusswelt.
18:57Wir?
18:58Die Bank, für die ich arbeite.
18:59Rheingauer Kommanditbank.
19:01Nils Radisch.
19:02Ja, und Reuter.
19:03Freut mich.
19:04Angenehm.
19:28Na ja, wir sind einige Male zusammen essen gegangen.
19:31Business-Kontaktpflege sozusagen.
19:33Bötzsch und Osterfeld.
19:36Bötzsch und Osterfeld.
19:39Bötzsch und Osterfeld.
19:52Bötzsch und Osterfeld.
19:53Osterfeld.
19:54Osterfeld.
19:55Osterfeld.
19:56Wir wollen Anotas.
19:58Können Sie ganz ruhig.
19:59Ganz ruhig atmen.
20:01Ganz ruhig lachen.
20:02Der Karl-Mann ist gleich da.
20:04Lass ruhig.
20:06Auf einer Weinprobe?
20:08Ja gut, dann bräuchte ich seine Handynummer.
20:12Ich würde nicht fragen, wenn es nicht wichtig wäre.
20:16Ja?
20:20Gut, die habe ich.
20:22Dankeschön.
20:22Wiederhören.
20:23Ich weiß, womit das Video gemacht worden ist.
20:26Mit dem Handy von Bötzsch.
20:28Wie kommst du drauf?
20:30Polizeiarbeit.
20:33Und wenn mich nicht alles täuscht, dann ist es in der Redaktion aufgenommen worden.
20:51Hallo?
20:52Frech ich mit Kai Osterfeld?
20:54Wer ist denn da?
20:55Bernd?
20:56Kerstin?
20:57Ja?
20:58Was machst du mit dem Handy von Osterfeld?
21:00Auf ihn wurde gerade geschossen.
21:01Er ist auf dem Weg ins Krankenhaus.
21:03Ist okay, wir kommen.
21:04Wo bist du genau?
21:05Mein Gut Siebach in Österreich.
21:06Gut, das finden wir.
21:07Bis gleich.
21:14Hallo Schatz.
21:15Hallo.
21:18Es ist sauber, Schatz.
21:21Alles ist sauber.
21:37Und?
21:40Was hast du heute den ganzen Tag gemacht?
21:42Alles und nichts.
21:55Ich...
21:58Der riecht nach Schießpulver.
21:59Ich werfe den mal in die Maschine.
22:06Ich schätze mal, eine Viertelstunde bevor er gefahren ist,
22:08hatte Osterfeld einen riesen Krach mit Lein gehobert.
22:11Der war auch hier?
22:12Sag ich doch.
22:13Aber nur ganz kurz.
22:14Er ist dann gleich wieder abgehoben.
22:15Und alle die, die hier anwesend sind, waren auch hier, als die Schüsse fielen.
22:18Da fragst du mich was.
22:20Ja, glaube ich schon.
22:23Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.
22:25Als geschossen wurde, habe ich mit einem gewissen Nils Radisch gesprochen.
22:28Das ist der junge Mann da, neben Martina Sommer,
22:30mit der gestreiften Krawatte, der Brille, ein Banker.
22:33Ich bin da mit ein paar Gästen zum Tatort gelaufen.
22:36Was Fußabdruckmäßig die Spurensicherung zur Verzweiflung bringt.
22:39Ja klar, Erste Hilfe und Tatortsicherung passen ja auch hervorragend zusammen.
22:43Ja, das habe ich denen auch gesagt, aber...
22:45Dann ist ja gut.
22:47Wolter.
22:50Ein Erfolgserlebnis gibt es aber für die Spurensicherung.
22:52Ja?
22:52Der Täter muss einmal vorbeigeschossen haben.
22:54Dieses Projektierlin stammt aus der Seitenwand des Anhängers, der am Tatort abgestellt ist.
22:58Gut, ja.
22:59Das gleiche Kaliber mit dem Bötsch erschossen wurde.
23:04Osterfeld ist gleich nach der Anhängung ins Krankenhaus gestorben,
23:06ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben.
23:09Warum wolltet ihr so dringend mit ihm sprechen?
23:26Die Aufnahmen wurden mit Bötschs Handy vor vier Tagen gemacht.
23:29In der Redaktion von Genussfeld.
23:35Habt ihr mit der Trau schon besprochen?
23:36Nein, wann denn?
23:37Wir wissen doch gar nicht, wer sie ist.
23:53Angelika Weise, eine neue Redakteurin.
23:55Sie wird über Fitness und Jagd berichten.
23:57Ach.
23:58Wird schon Osterfeld wurden mit einem Jagdgewehr erschossen?
24:02Ich weiß.
24:06Soll ich dir noch ihre Adresse aussuchen?
24:10Sag mal, wie lange?
24:12Wie lange noch, was?
24:13Na, deine Diät.
24:15Oder gibt es einen anderen Grund dafür, warum du so schlechte Laune hast?
24:25Service!
24:27Guten Tag.
24:28Auch Sie schon wieder.
24:32Wen soll ich denn jetzt umgebracht haben?
24:34Kai Osterfeld?
24:35Gute Idee.
24:37Hat der Staatsanwalt unseren Streit bei der Weinprobe gepetzt?
24:39Tja.
24:40Service!
24:43Wie gut möchtest du denn?
24:46Ich bin jetzt umgebracht.
24:47Ca. 15 Minuten nachdem Sie die Weinprobe verlassen haben, wurde er auf Osterfeld geschossen.
24:53Er ist im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben.
25:07Nein, Gruber!
25:14Es sind nicht gut!
25:18Sicher?
25:23Was haben Sie gemacht, nachdem Sie die Weinprobe verlassen haben?
25:27Ich?
25:29Wer ist sonst?
25:32Ich bin durch die Gegend gefahren, um mich zu beruhigen.
25:37Haben Sie was dagegen, wenn wir uns auf dem Kommissariat weiter unterhalten?
25:43Nein.
25:44Er hat nicht protestiert und er wollte auch keinen Anwalt.
25:46Im Gegenteil, Leingruber war fast erleichtert, dass wir ihn da behalten.
25:51Das Städtnis hat er noch nicht abgelehnt.
25:54Hat er noch irgendwas gesagt, was auf Täterwissen gedeutet?
25:56Seitdem er hier ist, hat er wenig bis gar nichts mehr gesagt.
26:00Sein Wagen wird von den KTU-Land untersucht.
26:04Außerdem checken wir seine Kleide und seine Hände haben wir bereits nach Schmauchspun untersucht.
26:07Leider negativ.
26:09Ja, wir bräuchten die Tatwaffe.
26:12Sobald der Durchsuchungsbeschluss unterschrieben ist, Herr Oberstaatsanwalt,
26:15nehmen wir seine Wohnung und sein Restaurant auseinander.
26:21Guten Morgen, Frau Kollegin.
26:23Wo bist du denn?
26:23Ich bin auf dem Weg zu Angelika Weise.
26:26Solonummer oder was?
26:27Ich hab mir gedacht, ich spreche erst mal von Frau zu Frau mit ihr.
26:30Das ist eine sensible Sache.
26:31Denkst du eigentlich, ich bin unsensibel?
26:32Ich hab nicht behauptet, dass du unsensibel bist.
26:34Wenn du keinen Zeugen bei dem Gespräch hast, dann kann ihre Aussage möglicherweise vor Gericht nicht verwertet werden.
26:38Also jetzt lass dich mal machen, ja?
26:40Bis später.
26:53Frau Weise?
26:55Ja?
26:56Kommissarin Klar, wir hatten telefoniert.
26:59Wenn Sie mich zu dem Einbruch in der Redaktion befragen wollen,
27:02ich habe Ihnen am Telefon schon gesagt, dass ich krankgeschrieben bin.
27:06Ja.
27:08Hängt das eventuell mit einem Vorfall vor einigen Tagen zusammen?
27:14Ich hab das Video gesehen.
27:23Wir haben leider nix, um den Tatverlacht gegen Leingruber aufrecht zu halten.
27:28Die Hausdurchsuchung hat nix ergeben, Schmauchspunnen wurden keine gefunden
27:31und er hat ein Alibi für die Zeit, als auf Osterfeld geschossen wurde.
27:35Ich denke, er ist ziellos durch die Gegend gefahren.
27:38Was aber auf keinen Fall sein kann.
27:40Ich hab mit einem seiner Köche gesprochen.
27:42Der hat sich gewundert, dass Leingruber so schnell von der Weinprobe zurück war.
27:46Na ja, dann müssen wir ihn gehen lassen.
27:51Ja, nee, sowas weiß ich nicht mehr.
27:54Schlechtes Mehl, schlechtes Fett, Zucker, Emulgatoren.
27:56Emul, Emulga was?
27:58Emulgatoren, das ist ein Zeug, damit die Dinger ab und schön groß werden.
28:01Schmecken tut man das aber nicht, oder?
28:05Wo ist eigentlich Frau Klar?
28:10Ingriegerweise.
28:12Allein?
28:13Ja.
28:13Ihnen ist hoffentlich bekannt, dass prozessrelevante Aussagen so gut wie wertlos sind, wenn nicht mindestens zwei Zeugen anwesend sind.
28:19Ist mir bekannt.
28:20Und warum ist sie dann allein dahin?
28:22Ja, weil, ähm...
28:27Befragungstaktik.
28:29Manchmal ist es besser, wenn erst mal Frau zu Frau redet.
28:36Ah ja.
28:39Äh, Herr Reuter.
28:42Sie sollten dringend mal wieder was Anständiges essen.
28:44Herr Schubert, ich will...
28:51Vielleicht war es der Tequila.
28:54Vielleicht haben die mir aber auch K.O.-Tropfen ins Glas getan, ich weiß es nicht.
28:58Ich...
28:59Ich hab einen totalen Film riss.
29:02Nächsten Tag hat mir Böttsch die Aufnahmen auf seinem Handy gezeigt.
29:06Das Schwein.
29:07Warum haben Sie den Männern nicht angezeigt?
29:10Ich will das vergessen.
29:13Und ich kann auch nichts beweisen.
29:17Böttsch und Osterfeld sind tot.
29:23Sie wurden ermordet.
29:28Können Sie eigentlich mit einem Gewehr umgehen?
29:33Ja, aber ich hab niemanden umgebracht.
29:35Oh, Entschuldigung.
29:36Entschuldigung.
29:37Schauen Sie, das ist unbenutzt.
29:38Passen Sie das, ich mach das schon.
29:39Das ist ja nur ein bisschen was.
29:40Ich mach das schon.
29:42Sie sollen das lassen!
29:46Okay.
29:48Warum haben Sie erst nicht gleich gesagt, dass Sie direkt nach der Weinprobe zum Restaurant gefahren sind?
29:52Sie hätten sich ärgert und uns ne Menge Arbeit ersparen können.
29:56Ich hatte wohl ein Blackout.
29:59Das glaube ich aber auch.
30:04Tschüss.
30:05Tschüss.
30:08Wir sind ein bisschen, wo es lang geht.
30:46Oh, ey, ich hasse Natur.
30:48Ja, wo ist es jetzt?
30:50Seh ich hier, nach vorne.
30:58Hm.
31:05Das ist tatsächlich interessant.
31:16Also, die Projektile, die wir im Baum gefunden haben, stammen eindeutig aus der Tatwaffe, einem Repetilgewehr.
31:24Vermutlich hat der Täter oder die Täterin dort geübt.
31:29Was ist mit den Fotos, auf die geschossen wurde?
31:32Beide aus Genusswelt.
31:34Außerdem hat die Spurensicherung sehr gute Reifenabdrücke gefunden.
31:38Ganz sicher die gleichen Reifen wie die vom Tätert Böttch.
31:41Die Kollegen versuchen mit Hilfe des Reifenabstands den Wagentyp zu ermitteln.
31:45Was hast du?
31:47Angelika Weise hat für die Tatzeiten kein Alibi.
31:49Sie will allein zu Hause gewesen sein.
31:52Ihr Vater war passionierter Jäger, deshalb hat sie Ahnung vom Umgang mit Waffen.
31:57Ihre Kleidung wird nach Schmauchspurnen untersucht.
31:59Und was mit Böttch Schreibtisch?
32:00Sie sagt, sie hat die Redaktion nach der Vergewaltigung nicht mehr betreten.
32:03Ich glaube ihr.
32:05Außerdem waren es auch nicht ihre Fingerabdrücke an seinem Schreibtisch.
32:07Was hast du für einen Eindruck von mir?
32:10Schwer zu sagen.
32:11Ich weiß nicht, ob ich ihr zwei kaltblütige Morde zutraue.
32:14Auf der einen Seite wirkt sie wie ein gebrochener Mensch und auf der anderen Seite steckt ein ganz schönes Aggressionspotenzial
32:20in ihr.
32:21Könnte der Täter aus ihrem Umfeld stammen?
32:23Keine Ahnung.
32:24Sie sagt, sie hat niemanden davon erzählt.
32:28Wollen wir heute Abend ins Kino?
32:31Ich will nicht raus.
32:35Du kannst sie nicht ewig einschließen.
32:37Wird schon Osterfeld sein tot.
32:40Ich weiß.
32:43Woher?
32:45Ich habe es in der Zeitung gelesen.
32:47Sie wurden ermordet.
32:49Ich mache mir ein Brot.
32:51Bist du auf was essen?
33:03Guten Tag.
33:04Guten Tag.
33:04Ein Platz für Sie allein?
33:06Danke, ich möchte nicht essen.
33:07Ich würde gerne vor Sommer sprechen.
33:08Sie ist im Moment außer Haus, wird aber sicher bald zurück sein.
33:11Wollen Sie nicht zu lange Platz nehmen?
33:19Ich lasse Ihnen mal die Speisekarte hier.
33:22Das Entenleberparfet kann ich Ihnen sehr empfehlen.
33:25Danke.
33:42Das Fax geht an alle Waffengeschäfte in Hessen und Rheinland-Pfalz.
33:46Falls wir keine positiven Antworten bekommen, weiten wir die Suche aus, okay?
33:50Gut.
33:51Tschüss.
33:54Und?
33:56Neuigkeiten?
33:57Die ersten Rückmeldungen der Kreisverwaltung sind eingegangen.
34:00Es gibt ungefähr 300 Personen, die so ein Repetiergewehr besitzen.
34:04Toll, oder?
34:05Die dürfen wir jetzt alle überprüfen.
34:08Immerhin wissen wir, dass die Reifenspuren von einem Geländewagen stammen.
34:12Entweder einem Defender oder Cherokee.
34:15Und was ist mit den Sachen?
34:18Jede Menge Schmauchspuren.
34:26Und?
34:26Wie hat Ihnen das Entenleberparfet geschmeckt?
34:29Großartig.
34:30Dann haben Sie Ihre Entscheidung nicht bereut.
34:31Im Gegenteil.
34:32Für meine Mitarbeiter bin ich mir für keine Anstrengung zu schaden.
34:35Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder?
34:36Nein.
34:38Ist Frau Sommer inzwischen gekommen?
34:39Nein, leider nicht.
34:40Sie wird wohl noch auf dem Friedhof sein.
34:50Guten Tag, Frau Sommer.
34:52Ach, Herr Reuter.
34:54Mein Beileid.
34:56Danke.
35:00Ich dachte, Ihre Tochter wäre in München an der Uni,
35:02als ich sie im Dorf guckte, eine ganze Weile nicht mehr gesehen habe.
35:05Lisa hat in den letzten Semesterferien bei mir gejobbt.
35:09Von einem Tag auf den anderen ist sie zurück nach München.
35:11Es war am 31. März.
35:14Ich lag mit einer Krippe im Bett.
35:15Sie hat sich nicht mal von mir verabschiedet.
35:19Und dann?
35:20Habe ich länger nichts von ihr gehört.
35:22Und als ich sie endlich am Telefon hatte, war sie ganz kurz angebunden.
35:26Vor vier Wochen bekam ich einen Anruf, dass Lisa nach einem Selbstmordversuch im Krankenhaus liegt.
35:31Ich bin sofort zu ihr gefahren und habe anderthalb Tage am Krankenbett verbracht.
35:39Dann schien sie über den Berg zu sein.
35:42Als ich dachte, sie würde schlafen, habe ich das Zimmer verlassen, um uns was aus der Kantine zu holen.
35:49Diesen Moment hat sie abgepasst und ist aufgestanden.
36:00Sie war auf der Stelle tot.
36:04Kennen Sie den Auslöser für Ihren Selbstmord?
36:07Ich weiß es nicht.
36:10Als ich bei Ihrem Krankenhaus war, habe ich vorsichtig versucht, das rauszufinden.
36:13Aber sie hat sich sofort verschlossen.
36:16Entschuldigung.
36:20Warum wollten Sie mich eigentlich sprechen?
36:22Ach, es geht in Johannes Leyengruber. Ich werde da völlig schlau aussehen.
36:27Dann sind Sie nicht der Einzige.
36:28Haben Sie auch ein Problem mit ihm?
36:31Ich wollte ihn mal als Küchenchef einstellen.
36:33Aber er hat ja dann sein eigenes Restaurant aufgemacht.
36:36Und obwohl wir Konkurrenten sind, haben wir uns immer gut verstanden.
36:38Und er kam auch gerne auf den Absacker vorbei.
36:41Aber seit einiger Zeit geht er mir aus dem Weg.
36:43Und ich habe keine Ahnung, warum.
36:45Frau Sommer?
36:48Hätten Sie was dagegen, wenn ich mal einen Blick in Ihr Reservierungsbuch werfen würde?
36:51Wann waren Sie zuletzt auf der Jagd?
36:54Vor zwei Jahren?
36:55Dann fragen wir uns, warum sich frische Schmauchspuren an Ihrer Kleidung befinden.
36:59Das weiß ich nicht.
37:01Söten wir reinkommen?
37:03Ich habe nicht geschossen.
37:04Ich habe seit zwei Jahren kein Gewehr mehr in der Hand gehabt.
37:06Frau Weise, Sie haben ein Motiv für die beiden Morde.
37:08Und Sie haben kein Alibi.
37:10Wenn Sie keine schlüssige Erklärung dafür haben,
37:12wie diese Schmauchspuren an Ihre Kleidung kommen,
37:13dann werden wir Sie mitnehmen.
37:17Schmauchspuren können sich doch auch übertragen, oder?
37:19Mhm.
37:22Wenn Sie zum Beispiel neben dem Schützen stehen.
37:25Oder wenn Ihre Kleidung mit der der Schützen in Berührung kommt.
37:30Ja, dann.
37:39Die Sachen gehören meinem Freund.
37:40Und Ihr Freund ist Jäger?
37:44Nein, Carsten ist bei der Bundeswehr.
37:46Da hat er natürlich auch Schießübungen.
37:48Und oft kommt er vom Dienst direkt her.
37:51Haben Sie ihm erzählt, was Osterfeld und Böttchen angetan haben?
37:58Sie haben es ihm erzählt.
38:00Carsten könnte doch niemanden töten.
38:02Ihr Freund ist nicht bei der Heilsarmee.
38:04Wo finden wir ihn?
38:06Auf Wiedersehen.
38:07Auf Wiedersehen.
38:18Auf Wiedersehen.
38:19Da war ich doch krank an dem Tag.
38:21Da war ich im Bett.
38:23Na, Frau Sommer.
38:25Gibt es irgendwo noch Sachen Ihrer Tochter?
38:30Vorsicht, Stufe.
38:31Ja, danke.
38:32Das sind Ihre Sachen aus der Münchner Wohnung.
38:34Ich hatte bisher noch nicht die Kraft, mir irgendwas anzuschauen.
38:38Haben Sie was dagegen, wenn ich mir einen Blick drauf werfe?
38:41Ich bin drüben.
38:42Danke.
38:49Ich verstehe nicht, warum Angelika die Schweine nicht angezeigt hat.
38:52Sie wird Ihnen die Gründe dafür schon genannt haben.
38:54Gründe? Gründe?
38:56Der eine vergewaltigt Sie und der andere Perverse macht noch ein Video.
38:59Herr Sippel, beruhigen Sie sich. Setzen Sie sich.
39:01Der Osterfeld hat Angelika doch nur eingestellt, weil er scharf auf Sie war.
39:04Aber sie hat ihm einen Korb gegeben.
39:05Und da hat sich dieses kranke Hirn mit Gewalt geholt,
39:08was er freiwillig nicht gekriegt hat.
39:09Ich verstehe, dass Sie eine Mordswut auf die beiden gehabt haben.
39:12Aber jetzt setzen Sie sich wieder hin!
39:19Danke sehr.
39:28Ist das der Laptop Ihrer Tochter?
39:30Der gehört Lisa, ja.
39:35Suchen Sie was?
39:36Im Schuppen ist keine Steckdose.
39:38Hier vorne, unten.
39:40Ah!
39:50Das passt.
39:52Wie ich sehe, haben Sie Batch-Schreibtisch aufgebrochen.
39:54Ja, das gebe ich ja zu.
39:56Ich habe nach Kopien der Videoaufnahme gesucht.
39:58Dann kam Osterfeld rein, dann bin ich abgehauen.
40:00Und der ist jetzt tot.
40:03Genau wie Batch.
40:05Ist doch komisch, oder?
40:08Wieso?
40:10Haben Sie die beiden umgebracht?
40:12Nein!
40:14Aber wenn Sie es genau wissen wollen,
40:17die haben nichts anderes verdient.
40:23kann ich noch irgendwas helfen?
40:24Danke, Susanne.
40:25Gehen Sie mal.
40:28Tschüss.
40:32Frau Samara, kommen Sie bitte mal.
40:37Haben Sie irgendwas gefunden?
40:40Ja.
40:41Lisa ist Abschiedsbriefe.
40:45Ich habe gar keinen Brief bekommen.
40:48Was schreibt sie denn?
40:50Sie schreibt,
40:51was am Abend des 30. März passiert ist.
40:55Was ist denn passiert?
40:58Lisa.
41:00Herr Reuter, was schreibt sie?
41:14Lisa wurde von Batch und Osterfeld vergewaltigt.
41:16Ein dritter Mann, den dieser nicht kannte,
41:17hat er bei Taten nur zugeschaut.
41:42Es ist weder ein Geländewagen auf seinen Namen angemeldet,
41:45noch hat er einen ausgeliehen.
41:47Gut, danke für die Auskunft.
41:49Nicht zu danken.
41:51Was?
41:51Was?
41:54Also, der Kompaniechef hat bestätigt,
41:57dass Carsten Sippel zu der Zeit auf dem Schießstand war.
42:00Er kann also Osterfeld nicht erschossen haben.
42:05Tja, dann...
42:08Herr Sippel!
42:09Danke, Kalle.
42:11Sie können jetzt gehen.
42:13Und wegen des Einbruchs in die Redaktion
42:15kommen die Kollegen noch mal auf sie zu, hm?
42:17Ja, er soll mir recht sein.
42:20Ah ja, Batch und Osterfeld weine ich keine Träne nach.
42:25Ja.
42:27Was ist denn mit diesem Brief passiert?
42:28Wieso habe ich den nicht bekommen?
42:29Hat sie den nicht abgeschickt?
42:32Was ist?
42:32Warum schauen Sie mich so an?
42:36Warum sollte sie ihn nicht abgeschickt haben?
42:39Das weiß ich nicht, weil ich ihn nicht bekommen habe.
42:42Haben Sie etwas mit dem Tod von Batch und Osterfeld zu tun?
42:46Nein.
42:47Ich habe hier die Registrierung von mehreren Schusswaffen,
42:50unter anderem von einem Repetiergewehr einer Bitter 202
42:54auf den Namen Karl-Heinz Sommer.
42:57Sommer?
42:59So wie die Wirtung vom Dorfkrug?
43:04Wer hat da?
43:05Bernd, Kerstin hier.
43:06Sag mal, der Mann von Martina Sommer,
43:08heißt der Karl-Heinz?
43:10Gieß.
43:10Warum?
43:11Er ist ja verstorben.
43:13Ich habe hier eine Registrierung,
43:15drei Schusswaffen auf seinen Namen.
43:16Unter anderem einer...
43:20Interessant, ja, danke.
43:26Frau Sauer,
43:29Gibt es die Waffen Ihres verstorbenen Mannes noch?
43:32Ja.
43:33Warum, fragen Sie?
43:35Ich würde gerne sehen.
43:44Tag, Schöpfel.
43:45Hallo, Lars.
43:46Tag.
43:51Das ist aber kein ordnungsregendes Erwachen, Schlag.
43:54Ich weiß, den haben wir aber immer schon benutzt.
44:03Ihr Mann hat da auch eine Bitter 202,
44:05ein Repetiergewehr.
44:06Wo ist das?
44:10Ich habe keine Ahnung.
44:13Sie können wieder zu machen.
44:16Ich muss Sie bitten, mich zu begleiten.
44:17Warum, sag mal?
44:19Es ist vielleicht ein halbes Jahr her,
44:20dass ich in den Schrank geschaut habe.
44:22Da war es noch da.
44:23Wollen Sie das Gewehr versteckt?
44:24Ich habe es nicht versteckt, Herrgott.
44:26Alle möglichen Leute wussten, was da neben dem Schrank ist.
44:29Wieso wussten?
44:30Oder wissen.
44:31Was weiß ich.
44:33Das Personal, die Lieferanten.
44:35Kommen wir auf die Nacht zu sprechen,
44:37in der Böttch erschossen wurde.
44:38Sie waren angeblich, als er und Osterfeld gingen,
44:41in Ihrem Büro.
44:42Nicht angeblich.
44:43Das heißt, Sie hätten Ihr Büro unbemerkt verlassen können
44:46und ihm gefolgt sein.
44:48Ich hätte.
44:49Ich habe aber nicht.
44:51Es kann sich auch niemand daran erinnern,
44:53wo genau Sie waren, als Osterfeld erschossen wurde.
44:55Ich habe weder Böttch noch Osterfeld erschossen.
44:59Ich habe erst von Herrn Reuter erfahren,
45:01was die beiden...
45:03was die beiden meiner Tochter angetan haben.
45:08Sie machen Schluss für heute.
45:11Frau Sommer, Sie müssen leider in Gewahrsam bleiben.
45:15Dazu haben Sie kein Recht.
45:17Sie sind dringend tatverdächtig.
45:19Wir können Sie bis zum Ablauf des morgigen Tages hier behalten.
45:22Kommen Sie bitte.
45:27Sie machen einen Fehler, Herr Reuter.
45:39Und, was meinen Sie?
45:40Ja, Sie hatten Motiv.
45:43Keine Alibi.
45:44Zugang zu möglichen Tatwaffen.
45:48Die Sachen Ihrer Tochter hat sie mir freiwillig gezeigt.
45:51Sie hätte also damit rechnen müssen,
45:53dass ich den Abschiedsbrief auf dem Computer entdecke.
45:56Ja, vielleicht hat sie auch auf anderem Weg davon erfahren.
46:01Als ich ihr gesagt habe, was mit Ihrer Tochter passiert ist,
46:04da war Sie total überrascht.
46:06Das war...
46:08Das war ehrliches Entsetzen.
46:11Das klingt jetzt aber eher entlastend
46:13als belastend, Herr Oberstaatsanwalt.
46:15Richtig, Herr Schubert.
46:17Aber auch das gehört zu unserer Arbeit.
46:19Hm?
46:38Schick, neue Sackung?
46:40Nein, ich musste dem nur ein paar Monate eine Auszeit erteilen.
46:43Verstehe.
46:43Wer ist eine Figur wie Sie, kann das gar nicht verstehen.
46:46Herr Reuter, flirten Sie gerade mit mir?
46:48Das war eine ganz sachliche Feststellung.
46:50Was haben Sie für mich?
46:51Kopien der beiden Obduktionsberichter.
46:53Ah ja, danke.
46:54Entschuldigung.
46:55Leider kann ich mit nichts dienen,
46:57was auf den Täter oder die Täterin hinweist.
46:59Aber wie mir Schubert sagte,
47:00da haben Sie bereits einen Tatverdächtigen.
47:02Ja.
47:04Hatten.
47:05Schauen Sie mal.
47:09Die Weinkrube, bei der Osterfeld erschossen wurde.
47:12Mir ist eingefallen,
47:13dass die ganze Zeit ein Fotograf umgehe
47:14von Fotos gemacht hat.
47:16So, und hier.
47:17Das war der Moment, als die Schüsse fielen.
47:22Und da im Hintergrund,
47:24das ist unsere Tatverdächtige, Martina Sommer.
47:27Dann kann sie es nicht gewesen sein.
47:39Frau Sommer, bitte.
47:40Es sprach eine Reihe von Indizien gegen Sie.
47:42Es tut mir leid.
47:45Darf ich Sie noch was fragen,
47:46oder habe ich jetzt Hausverbot?
47:47Nein.
48:01Wenn Lisas Abschiedsbrief
48:02nicht für Sie ist,
48:05für wen ist er dann?
48:07Der Brief ist sehr persönlich.
48:09So etwas schreibt man an seine Eltern
48:10oder seinen besten Freund
48:11oder seine beste Freundin.
48:13Mein Mann ist vor ein paar Jahren gestorben.
48:16Und über Lisas Freunde weiß ich nicht viel.
48:27An wen oder was denken Sie gerade?
48:34Frau Sommer,
48:35jemand hat zwei Menschen umgebracht
48:37und wird möglicherweise einen weiteren Menschen umbringen.
48:40Es muss jemand sein,
48:41der Lisa sehr nah stand.
48:42Wer könnte das sein?
48:46Ich verstehe, dass Sie sauer auf mich sind,
48:48wirklich.
48:48Aber können Sie das nicht einfach mal einen Augenblick vergessen?
48:53Ich hatte vor 23 Jahren eine Affäre
48:57und bin schwanger geworden.
49:01Lisa.
49:06Mein Mann hat mir diesen Seitensprung verziehen.
49:10Wir haben dann gemeinsam beschlossen,
49:11ihn als Vater anzugeben.
49:13Weder Lisa noch ihr leiblicher Vater
49:14wissen die Wahrheit.
49:16Das glaube ich nicht.
49:20Lisa muss es irgendwie herausbekommen haben.
49:23Hier ist der Vater.
49:26Frau Sommer, bitte!
49:29Alfons Siebach!
49:31Das kann nicht sein, dass er das weiß.
49:34Er war in einem Abend hier,
49:36als Böttch und Osterfeld im Restaurant waren.
49:38Stimmt.
49:39Die beiden haben seinen Wein als Plörer bezeichnet
49:41und Alfons hat überraschend gelassen reagiert.
49:43Weiß er, wo Sie die Waffen Ihres Mannes aufbewahren?
49:46Ja, er ist ja oft genug hier.
49:50Ich verstehe nicht,
49:51warum Lisa sich mir nicht anvertraut.
49:54Vielleicht hat sie befürchtet,
49:55dass Sie die ganze Schuld auf sich nehmen.
49:58Weiter.
49:59Entschuldigen Sie die Störung, Herr Reuter,
50:00aber es gibt im Umkreis der Verdächtigen
50:04jemanden, der einen Geländewagen-Modell-Defender fährt.
50:06Alfons Siebach.
50:07Wie?
50:08Können Sie jetzt hellsehen, oder was?
50:11Guten Tag.
50:12Wie dem auch sei,
50:13ich denke, wir sollten mit dem Mann sprechen.
50:33Der 30. März, das war der letzte Tag,
50:35an dem Lisa hier gearbeitet hat.
50:37Ja, ich weiß.
50:39Herr Böttch saß hier.
50:40Da drüben saß Herr Osterfeld.
50:43Und hier saß,
50:44wie heißt der von der Bank?
50:46Radisch?
50:47Ja, der dritte war damals Nils Radisch.
51:01Siebach, aufmachen!
51:23Ja, Bernd,
51:24wir sind jetzt auf seinem Weingut.
51:38Das sieht so aus,
51:38als wäre Siebach nicht zu Hause.
51:42Aber es ist wenigstens ein Geländewagen.
51:44Na gut, dann fahrt Sie nicht Radisch.
51:47Entschuldigung,
51:47ich hab's unterbrochen.
51:49Also,
51:50Böttch, Osterfeld und Herr Radisch
51:51waren die letzten Gäste im Restaurant.
51:53Sie hatten ziemlich viel getrunken.
51:57Den ganzen Abend schon
51:58hatte Böttch anzügliche Bemerkungen gemacht.
52:00Vor allem dann,
52:01wenn Lisa und ich in der Nähe waren.
52:03Lisa hat versucht,
52:04das Ganze von der heiteren Seite zu nehmen.
52:06Außerdem wusste sie,
52:07dass die drei VIPs waren
52:08und wichtig für ihre Mutter.
52:11Ich hatte eigentlich Feierabend.
52:13Mein Freund hat draußen auf mich gewartet.
52:15Aber die drei wollten nicht gehen.
52:17Ich habe Lisa gefragt,
52:19ob ich noch bleiben soll.
52:20Lisa hat mich nach Hause geschickt.
52:22Mit den dreien wird sie schon fertig.
52:24Hunde, die bellen, beißen nicht.
52:28Naja, ich bin dann gegangen.
52:30Gleich nach mir auch Herr Radisch.
52:32Ich hab kurz überlegt,
52:33ob ich ihn davon abhalten soll,
52:34mit dem Wagen zu fahren.
52:35Aber sowas gibt meist nur Stress.
52:37Gerade als Herr Radisch losgefahren ist,
52:39hat ein anderer Wagen
52:40vor dem Dorfgrub gehalten.
52:41Ich hab den Fahrer nicht gleich erkannt,
52:43erst als er reingegangen ist.
52:45Es war Johannes Leingruber.
52:47Also, Miss Leingruber hat das Restaurant verlassen
52:49und danach ist der Leingruber gekommen.
52:50Sind Sie sich da sicher?
52:52Absolut sicher.
52:53Danke.
52:54Was?
53:05Was ist das?
53:26Was ist das?
53:56Aber Böttch meinte nur, ich soll kein Spaßverderber sein.
53:59Ah ja.
54:00Gegen die beiden hätte ich keine Chance gehabt.
54:03Böttch hat Ihnen das nicht gedankt, wie wir wissen.
54:06Vielleicht bin ich auch deshalb mit der Pfanne auf ihn losgegangen.
54:10Weil mir diese entsetzliche Nacht nicht aus dem Kopf ging.
54:12Ich werde Sie anklagen.
54:14Wegen unterlassener Hilfeleistung und Beihilfe.
54:17Aber das können Sie sicher denken.
54:27Hallo, Herr Siebach.
54:28Wo kommen Sie denn her?
54:30Ach, Herr Radisch.
54:31Ist das so wichtig?
54:32Was ist das so wichtig?
54:59Polizei, Waffe runter!
55:00Weg mit dem Gewehr, Siebach!
55:02Vergesst sie's.
55:03Herr Siebach, lassen Sie uns reden.
55:07Worüber?
55:08Ich bring das hier zu Ende. Jetzt hauen Sie ab!
55:10Zwingen Sie mich nicht, auf Sie zu schießen.
55:11Ich hab nichts mehr zu verlieren.
55:14Davon wird Ihre Tochter auch nicht wieder lebendig.
55:25Geben Sie mir das Gewehr.
55:31Herr Radisch, halten Sie durch.
55:57Herr Radisch, halten Sie durch.
55:58Als ich Lisas Abschiedsbrief gekriegt habe,
56:03erst war da nur Ohnmacht, Trauer.
56:09Und dann kam die Wut.
56:13Ich hatte lange nicht geschossen.
56:14Ich musste erst üben.
56:18Als ich dann die beiden im Dorfbrug gesehen habe,
56:21da wusste ich gleich, das ist ein Zeichen.
56:25Jetzt ist doch der dritte Tod.
56:27Ich hab für Gerechtigkeit gesorgt.
56:29Ich teile Ihre Vorstellung von Gerechtigkeit nicht.
56:32Außerdem hat Nils Radisch mit der Sache nichts zu tun.
56:35Doch, doch klar.
56:37Böttch, Osterfeld und Radisch, die drei waren's.
56:39Die Kellnerin hat's mir gesagt.
56:40Sie kennen das Ende der Geschichte nicht.
56:42Leingruber war der dritte Mann.
56:45Sie haben einen Unschuldigen getötet.
56:51Warum hast du nichts gesagt?
56:55Ich hab's zu deinem Mann versprochen.
56:58Kurz bevor er gestorben ist,
57:00hat er mir gesagt, dass Lisa meine Tochter ist.
57:02Ich hab mich gebeten, auf sie aufzupassen.
57:05Du solltest nichts davon erfahren.
57:07Kommen Sie jetzt.
57:22Ich hab verrückt genug.
57:27Hey, Christian.
57:28Ach, lass.
57:29Ich geh zu Fuß.
57:32Hey, ihr habt nichts falsch gemacht.
57:34Wirklich nicht.
57:36Ja.
57:39Bis morgen.
57:40Ja, bis morgen.
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