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  • vor 9 Stunden

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🎈
Spaß
Transkript
00:11Und auch schön ausfüllen.
00:30Das sieht total gut aus.
00:36Jetzt können wir heute fahre anstrengen.
00:41Kommst du mit das Fahrrad?
00:42Nee, ich hab morgen ein Referat.
00:45Ich hab ein Powerball.
00:47Das ist eine Schnellwaren, was?
00:48Ja, genau.
00:51Na dann? Bis bald.
00:54Die einen schönen, die anderen scannen.
01:24Musik
01:24Schieb dich, warte.
01:31Lassen Sie mich los, Herr Gorski!
01:33Lassen Sie mich los!
01:39Musik
01:40Musik
01:41Musik
01:43Musik
01:44Musik
01:47Der Angeklagte Albert Gorski wird beschuldigt am 8. Oktober dieses Jahres im Wiesbander Kurpark,
01:53die 14-jährige Schülerin Lena Wagner vergewaltigt und ermordet zu haben.
01:58Der Angeklagte kannte sein Opfer aus dem Tennisclub Blau-Weiß, in dem er als Tennislehrer tätig ist.
02:03Die Staatsanwaltschaft sieht die Schuld des Angeklagten als erwiesen an.
02:06Sie wird beantragen, den Angeklagten wegen Mordes begangenen Tateinheiten mit Vergewaltigung gemäß dem Paragrafen 211 sowie 177 StGB zu verurteilen.
02:16Danke, Frau Vorsitzende.
02:17Danke, Herr Staatsanwalt.
02:20Herr Gorski, Sie haben die Vorwürfe des Herrn Staatsanwaltes gehört. Möchten Sie sich dazu äußern?
02:27Nee.
02:28Ja.
02:30Lass mich bitte.
02:33Mein Mandant macht von seinem Aussage Verweigerungsrecht Gebrauch.
02:36Ja, diese Kette hatte der Angeklagte bei seiner Festnahme bei sich.
02:39Die Kette wurde auch identifiziert von der Mutter des getöteten Mädchens und von drei Freundinnen.
02:44Solche Halsketten können Sie an jeder Ecke kaufen.
02:47Ich habe sie meiner Tochter zum 13. Geburtstag geschenkt.
02:50Diese erdrückende Reihe von Indizien lässt sich den geringsten Zweifel an der Schuld des Angeklagten zu.
02:57Ich beantrage daher den Angeklagten wegen Mordes begangenen Tateinheiten mit Vergewaltigung gemäß dem Paragrafen 211 und 177 StGB zu einer
03:06lebenslangen Freiheitsstrafe zu verurteilen.
03:08Danke, Herr Staatsanwalt.
03:09Herr Verteidiger.
03:11Die Verteidigung sieht sich nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlungen veranlasst, die Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens für den Angeklagten zu
03:19beantragen.
03:20Was soll das?
03:22Ich empfehle der Verteidigung, die Trickkiste ganz schnell wieder zuzumachen.
03:25Es gibt nicht den geringsten Hinweis auf eine psychische Störung.
03:28Es gibt einen triftigen Grund für den Antrag.
03:30Was soll das denn jetzt? Jetzt macht er einen auf Psycho oder was?
03:34Frau Vorsitzende, würde ich gerne ein Dokument vorlegen, welches zum Schutz meines Mandanten nicht vor am Publikum diskutiert werden sollte.
03:40Bitte.
03:43Das ist eine Bescheinigung über den Aufenthalt meines Mandanten in einer spanischen Psychiatrie vor vier Jahren.
03:48Mein Mandant musste dort mehrere Wochen verbringen.
03:50Es ist also keineswegs so, wie der Herr Staatsanwalt behauptet, dass es keinen Hinweis auf eine psychische Störung als Mandanten
03:55gäbe.
03:56Vor vier Jahren, Frau Vorsitzende. Wir vergeuden unsere Zeit.
03:59Der Herr Staatsanwalt scheint über ein profundes Wissen über psychische Erkrankungen zu verfügen.
04:03Ich nehme das für mich nicht in Anspruch und weiß ich deshalb schon höchst vorsorglich jetzt darauf hin,
04:08dass ich im Fall einer Verurteilung umgehend Rechtsmittel einlegen werde, um den Sachverhalt bei einer anderen Kammerprüfung zu lassen.
04:13Danke, meine Herren. Sie können wieder Platz nehmen.
04:15Warum? Tun Sie doch endlich was!
04:17Frau Wagner, bitte!
04:18Frau Wagner, bitte!
04:20Frau Wagner, bitte!
04:20Frau Wagner, bitte!
04:21Frau Wagner, bitte!
04:22Frau Wagner, bitte beruhigen Sie sich!
04:24Das können Sie doch nicht zulassen!
04:25Frau Wagner!
04:26Das Gericht ordnet die psychiatrische Begutachtung des Angeklagten an.
04:30Bis zum Vorliegen des Gutachtens ist die Verhandlung vertagt.
04:34Was?
04:34Das geht's doch gar nicht!
04:43Guten Tag, die Trophoburst, bitte!
04:46Ja, bitte schön!
04:48Danke sehr!
04:50So, Ihr Nahtchen!
04:52Guten Tag!
04:55Ich hätte auch gern die Trophoburst!
04:59Bitte schön!
05:02Danke!
05:03Entschuldigung, Frau Prof. Siebert?
05:05Ja!
05:06Mein Name ist Reuter, ich bin Staatsanwalt in der Sache Albert Gurski.
05:10Ich habe gehört, Sie haben die psychiatrische Begutachtung übernommen.
05:12Ja, das stimmt!
05:13Haben Sie denn schon einen Eindruck?
05:14Ich werde den Verdacht nicht los, dass Sie die Begutacht haben.
05:16Sie wissen, dass der Begutachtungsantrag nur ein Trick der Verteidigung ist.
05:19Sie wissen ja selbst, wie wenig in der Akte steht.
05:21Aber es ist durchaus möglich, dass Sie recht haben.
05:24Ich sehe Gurski morgen, danach wissen wir mehr.
05:27Ja, guten Appetit!
05:28Danke gleich!
05:28Schnell!
05:31Sie sind also bei Ihrer Mutter groß geworden?
05:36Ja, irgendwie schon, ja.
05:38Klingt nicht so begeistert.
05:40War auch scheiße, ich habe eigentlich immer nur gestört, ne?
05:44Wobei?
05:45Meine Mutter, die musste rund um die Uhr meinen Bruder Michi verwöhnen, ihren kleinen Prinzen.
05:50Da waren Sie sicher froh, als Sie zu Hause rauskamen.
05:52Na klaro. Mit 18 bin ich gleich abgehauen.
06:01Und haben Sie sich dann besser gefühlt?
06:03Aber hallo!
06:06Die Ferienclubs, in denen ich dann gearbeitet habe, das voll das geile Leben.
06:11Mädel stehen Schlange.
06:13Schön, freie Auswahl so.
06:17War wirklich schön. Können Sie mir glauben, Frau Doktor.
06:20Sie meinen, Sie hatten ein erfülltes Sexualleben.
06:24Wieso?
06:26Das klang eben so.
06:29Wie denn noch eine andere?
06:31Na ja, in Spanien, da sehen die jungen Dinger alles nicht so eng.
06:33Das ist nicht so verklempfig in Deutschland.
06:34Ich dachte jetzt mehr daran, wie Sie sich dabei gefühlt haben.
06:38Ja, war gut, ne?
06:43Sie waren in Spanien in der Psychiatrie?
06:49Herr Gurski?
06:51Ja, mein Gott, ich war mal eine Zeit lang nicht so gut drauf, ja.
06:56Erzählen Sie doch mal genauer.
06:58Genauer, genauer, genauer.
07:01Sie wissen doch sowieso alles.
07:04Sie sitzen mir doch die ganze Zeit schon im Kopf.
07:07Das ist doch nix als Show hier.
07:10Wie haben Sie das gemerkt?
07:12Ist doch klar, Sie schreiben da die Gedanken rein, die ich denken soll.
07:16Ach, Sie meinen, das, was Sie denken, kommt aus meinem Laptop?
07:19Ja sicher, Sie haben mir doch die ganze Zeit Zeichen gegeben.
07:24Zeichen?
07:25Ich bin doch nicht bescheuert.
07:27Ich hab gleich am Anfang gecheckt, was hier los ist.
07:29Ich muss das denken und wenn ich das dann denke, dann sagen Sie, hm.
07:34Dann hab ich das richtig gemacht und dann, dann senden Sie mir den nächsten Gedanken daraus.
07:37Ja, als Laptop-getarnten Maschine.
07:40Und warum haben Sie sich nicht gewehrt?
07:42Weil das nicht geht.
07:43Das wissen Sie genau.
07:44Ich muss das denken dann!
07:46Macht Ihnen das Angst?
07:51Nee.
07:54Wir sind schon früh aufstehen, um mir Angst zu machen.
07:59Keine Angst.
08:06Sie haben also im Park auf Lena gewartet?
08:11Sie hat mich da hingelockt.
08:13Wie hat sie das gemacht?
08:15Sie hatte auf dem Platz neben ihr Trainerstunden und beim Aufschlag hat sie immer so mit dem Schläger in Richtung
08:19Park gedeutet.
08:21Da war mir absolut klar, was sie wollte.
08:23Was wollte sie?
08:25Ficken.
08:31Sie sind dann also in den Park gelaufen und haben dort auf sie gewartet.
08:45Träumen Sie?
08:47Was?
08:48Erinnern Sie irgendeinen Traum aus der letzten Zeit?
08:58Eigentlich immer der gleiche beschissene Traum, den ich habe, ja.
09:02Erzählen Sie mal.
09:06Ein Zug fährt lautlos bergauf durch so einen Wald.
09:11Ganz langsam.
09:12Irgendeine Stimme ruft.
09:14Alexandra!
09:16Alexandra!
09:18Und der Zug, der fährt weiter.
09:21Die Stimme wird immer leiser und leiser und irgendwann ist der ganz still.
09:27Mir ist ganz komisch.
09:30Der Zug fährt und fährt und fährt und fährt und plötzlich hält er an und dann war ich auf.
09:42Die Stimme ruft.
09:46Die Stimme ruft.
09:51Die Stimme ruft.
10:05Die Stimme ruft.
10:09Ja.
10:10Also eine schwerwiegende psychische Erkrankung, die die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten aufhebt.
10:15Ja.
10:16Wie kann es dann sein, dass wir den Angeklagten in den Verhören und in der bisherigen Verhandlung
10:20als ausgesprochen kontrollierten Menschen erlebt haben?
10:23Derlei Erkrankungen variieren im Erscheinungsbild und können schubförmig verlaufen.
10:28Die Symptome müssen also nicht permanent sichtbar sein.
10:31Verstehe.
10:35Aber wie können wir sicher sein, dass der Angeklagte nicht simuliert?
10:39Während der Exploration wurden Symptome nachgewiesen, die von einem Laien nicht so einfach vorgetäuscht werden können.
10:48Danke.
10:50Der Angeklagte ist wegen schwerer seelischer Abartigkeit auf unbestimmte Zeit bis zum Nachweis der Besserung im Maßregelvollzug unterzubringen.
10:58Bitte nehmen Sie Platz.
11:02In drei Jahren ist er wieder frei und bringt das nächste Mädchen.
11:06Für die Kammer besteht kein Zweifel, dass der Angeklagte den Tod der Lena Wagner ursächlich herbeigeführt hat.
11:12Nach Eingehen der Prüfung der Schuldfähigkeit ist die Kammer jedoch zu der Überzeugung gelangt,
11:17dass beim Angeklagten zum Zeitpunkt der Tat die Voraussetzung zu machen...
11:21...
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20:09der Station. Und da ist Ihnen nichts Besonderes aufgefallen. Todesursache ist die massive
20:17Überdosis eines Barbiturats. Laut Krankenakt hat Gurski nur ein Medikament bekommen.
20:24Aripiprazole. Aber das ist eben kein Barbiturat. Das ist ein Neuroleptikum, das gegen Schizophrenie
20:33eingesetzt wird. Das habe ich auch nachgewiesen beim Screening, aber eben nicht dieses starke
20:38Schlafmittel, das da nicht hingehört. Und wenn er das selbst geschluckt hat, weil er sich umbringen
20:41wollte? Und am Bett angebunden hat er sich wahrscheinlich auch selber, weil er sich mit der Zunge so gefesseln
20:45konnte. Das Mittel wurde nicht geschluckt, sondern gespritzt. Intravenös. Die Hämatome sind im
20:54Bereich der Fixierungsbänder entstanden, auch am anderen Handgelenk. Er muss sich ganz schön
20:57heftig gewehrt haben. Ja, dafür spricht auch, dass ich unter den Fingernägeln fremdes Gewebe
21:03gefunden habe. Hier, das Ohrläppchen. Wurde durchstochen wie für ein Ohrring oder Ohrstecker.
21:10Und der Stichkanal ist nicht obliteriert. Das heißt, der Tote muss bis vor kurzem einen
21:14Ohrring oder Stecker getragen haben. Und warum ist das Ohrloch so blutig?
21:19Der Stecker war vermutlich teilweise festgewachsen und ist mit Gewalt rausgerissen worden. Das kann
21:24man an der Beschaffenheit des Wohnkanals deutlich erkennen.
21:36Du, da liegt einer.
21:40Das sieht nicht gut aus.
21:41Komm rein.
21:47Hallo?
21:49Frau Wagner?
21:52Thomas?
21:54Der ist Hacke.
21:56Herr Wagner.
21:58Aufwachen.
21:59Herr Wagner, hören Sie mich.
22:01Hallo?
22:02Leute, wir brauchen eine Notarztfahrt.
22:05Herr Wagner.
22:05Wir haben Schwerdunggraden 27.
22:07Herr Wagner.
22:07Hier spricht die Polizei.
22:09Aufwachen.
22:10Hallo?
22:11Nee.
22:13Oh, ist wohl ein Tuch, schnell.
22:15Scheiße.
22:16Oh, ist das eklig.
22:28Danke.
22:30Ein Barbiturat.
22:33Er ist also wirklich umgebracht worden.
22:35Ja, danke.
22:38Wer hat den Zugang zu solchen Medikamenten?
22:41Auf Stationen jeder vom Personal und alle Ärzte natürlich.
22:46Patienten auch?
22:47Nein.
22:49Aufs Geschlossen, da passen wir sehr auf.
22:54Also mir kommt das Ganze vor wie eine Hinrichtung.
22:57Das könnte man so sehen, ja.
22:59Ist Ihnen an Albert Kurski noch etwas aufgefallen?
23:02Sie haben sich ja auch mit seiner Vergangenheit beschäftigt.
23:05Nichts, was über seine Schizophrenie hinaus auffällig wäre.
23:08Er war ein einsamer, bindungsunfähiger Mensch.
23:12Aber das sind ja heute leider viele.
23:15Hat er irgendwas über seinen Zwillingsbruder in Frankfurt erzählt?
23:19Nein.
23:22Ich hatte den Eindruck, die beiden haben sich nicht besonders gemocht.
23:25Aber wenn sich alle umbringen würden, die sich nicht mögen,
23:36Ich war zu Hause, das habe ich doch schon gesagt.
23:40Da geht es ein bisschen genauer.
23:42Ich habe den Filmriss.
23:44Hatten Sie es noch nie, dass Sie so blau waren?
23:47Warum ist Ihre Frau abgehauen? Hatte die auch einen Filmriss?
23:49Nein.
23:51Die trinken keinen Tropfen.
23:53Die trinken keinen Alkohol.
23:54Die hatten Krach.
23:56Und worum ging es denn da bei dem Krach?
23:59Es ging um die Sache mit Lena.
24:01Sie sagt, dass ich mich nicht richtig drum kümmere.
24:05Aber das stimmt nicht.
24:07Ich kümmere mich um Lenas Sachen.
24:10Und wie haben Sie sich drum gekümmert?
24:15Diese Psychiaterin, Frau Dr. Seiberl, oder sie,
24:18die hat mir die Karte gegeben.
24:20Und wir hatten auch eine Stunde schon bei ihr.
24:23Und wie war die Stunde?
24:25Wie war die Stunde?
24:28Herr Wagner.
24:41Er wollte sich ein A3 in das Alibi verschaffen.
24:44Kann schon sein.
24:46Der hat den Gurskuhl umgebracht.
24:48Er ist nach Hause gefahren.
24:50Hat sich zulaufen lassen.
24:52Und jetzt kann er sich an nichts mehr erinnern.
24:56Weißt du, das ist ein Krankenpfleger.
24:58Sie kennt sich aus mit Spritzen und Medikamenten.
25:00Genauso wie Frau Wagner.
25:01Die ist Krankenschwester.
25:03Machst du wieder zu, mir ist kalt.
25:04Ja, aber es riecht hier ein bisschen streng.
25:07Du stinkst mir auch.
25:11Komm, jetzt fahr.
25:16Also, die Flugdaten sind schon wieder nicht so,
25:18wie wir sie besprochen haben.
25:19Es tut mir leid, Herr Gruski.
25:21Das Reisebüro hat mir...
25:22Mich interessiert nicht, was das Reisebüro sagt.
25:23Bitte sorgen Sie dafür, dass ich den Flug bekomme,
25:25den ich wünsche.
25:25Da fühlen Sie sich mit dieser Aufgabe überfordert.
25:27Sind Sie, Herr Gruski?
25:29Ja.
25:31Ich rufe Wiesbaden, Thomas Reuter.
25:32Sie haben drei Minuten.
25:33Das nächste Mal lassen Sie sich bitte einen Termin geben.
25:35Es geht um Ihren Bruder Albert.
25:37Was hat er diesmal angestellt?
25:39Was meinen Sie mit angestellt?
25:40Ich meine, dass es jedes Mal Probleme gibt,
25:43wenn es um Albert geht.
25:45Das wird sich jetzt ändern, Herr Gruski.
25:46Ihr Bruder ist tot.
25:48Was ist passiert?
25:49Er wurde umgebracht in der forensischen Psychiatrie.
25:54Was hat er dann da gemacht?
25:56Ein Gericht hat ihn eingewiesen,
25:57nachdem er ein kleines Mädchen vergewaltigt und ermordet hatte.
26:00Haben Sie das nicht gewusst?
26:01Nein.
26:02Wir hatten keinen Kontakt.
26:05Wann haben Sie Ihren Bruder zuletzt gesehen?
26:06Das ist lange her, vielleicht vor einem halben Jahr.
26:08Wo?
26:09Hier.
26:10Wo ging es?
26:11Um Geld, wie immer.
26:14Haben Sie ihm welches gegeben?
26:15Nein.
26:17Wie hat er reagiert?
26:21Er war natürlich nicht begeistert.
26:26Vergewaltigung, Mord.
26:27Und dann nur noch ein kleines Mädchen.
26:30Dieser Versager, dieser Abschaum.
26:33Abschaum von Anfang bis Ende.
26:37Noch irgendwelche Fragen?
26:42Nein, danke.
26:43Ja, ich weiß.
26:44Bitte versuchen Sie eben auf den Weg zu bekommen.
26:47Ja?
26:48Danke.
26:50Also, den muss ich nicht jeden Tag haben.
26:53Manchmal trifft man hier auch nette Menschen.
26:55Oh, danke schön.
26:57Sagen Sie mal, Herr Gossi meinte gerade,
26:59dass vor einem halben Jahr etwa sein Bruder hier war.
27:01Haben Sie da was mitgekriegt?
27:01Das war nicht zu überhören.
27:03Sie haben sich furchtbar gestritten.
27:05Mein Chef hat ihn so laut angeschrien,
27:07das hat man bestimmt bis in den Taunus gehört.
27:09Aber das ist kein halbes Jahr her, höchstens.
27:12Zwei Monate.
27:14Moment.
27:16Und worum ging's bei dem Streit?
27:19Ich glaube um Geld, irgendeine Erbschaftsgeschichte.
27:23Mein Chef hat immer gebrüllt, ich lass mich doch nicht erpressen, du Arschloch.
27:28Hier, das war gestern vor neun Wochen.
27:32Gossis Psychiatrieaufenthalt in Spanien war getürkt.
27:35Er hat simuliert, um seine Tagegeldversicherung zu betrügen.
27:38Geht denn das so einfach?
27:39Ich hab keine Ahnung, die Versicherung hat's jedenfalls gemerkt und ihn angezeigt.
27:43Er hatte wohl einen Selbstmordversuch vorgetauscht
27:44und dann auf große Depressionen gemacht.
27:47Dann hat Gurski also die Bescheinigung der Spanischen Klinik
27:50in unserem Prozess einfach zum zweiten Mal benutzt.
27:52Ja, das sieht ganz so aus.
27:53Ganz schön dreist.
27:54Was haben wir denn sonst noch?
27:55Die Sekretärin von Michael Gurski will vor ein paar Wochen
27:58einen ziemlich heftigen Streit unter den Gurski-Brüdern mitgekriegt haben.
28:01Michael Gurski selber hat allerdings bei der Zeitangabe gelogen.
28:04Er hat behauptet, er hätte seinen Bruder mindestens ein halbes Jahr lang nicht mehr gesehen.
28:07Und ich hab einen DNA-Abstrich gemacht.
28:09Gut.
28:10Gibt's aus dem Krankenhaus noch was?
28:11Die Spusi hat in Gurskis Zimmer einen Befestigungsklip für einen Ohrstecker gefunden.
28:15Aber der Ohrstecker selbst war nicht da.
28:17Und es gibt Schuhabdrücke.
28:19Damen, Schuhe, Größe 38.
28:21Ich verspäte nochmal in die Wohnung der Wagners
28:23und schaue nach, welche Schuhgröße Frau Wagner hat.
28:25Du glaubst also, sie könnte die Täterin sein?
28:27Ja.
28:29Gibt's noch jemanden, der ein Motiv haben könnte?
28:30Olaf Wagner natürlich.
28:32Er leidet doch auch wie ein Hund, weil seine Tochter tot ist.
28:34Angeblich hat er sich zur Tatzeit so richtig die Kante gegeben.
28:37Bezeugen kann das niemand.
28:38Gut.
28:39Wir haben also drei Verdächtige.
28:40Olaf und Gabriele Wagner und Albert Gurskis Bruder Michael.
28:43An Indizien haben wir die Schuhabdrücke,
28:46einen Teil eines Ohrsteckers
28:48und das noch nicht identifizierte Fremdgewebe auf der Leiche.
28:52Das deutet aber alles nicht auf eine bestimmte Person hin.
28:58Hallo.
28:59Darf ich?
29:00Ja, gern.
29:01Danke.
29:05Und? Geht's gut?
29:07Na, eigentlich ja, aber ich krieg ja Gutachten nicht aus dem Kopf.
29:11Warum?
29:12Ist das noch von Bedeutung?
29:13Gurski ist doch tot.
29:15Gute Frage.
29:17Vielleicht aus Interesse an dem Fall?
29:20Oder aus Interesse an der Autorin?
29:24Hm.
29:25Ich kann Ihnen ja bei Gelegenheit mal meine gesammelten Werke zukommen lassen.
29:30Oh ja.
29:31Nein, mich hat einfach Gurskis Auftritt irritiert.
29:34Ich hätte gewettet, dass er einfach so eine Borderline-Störung hat,
29:37aber niemals seine Schizophrenie.
29:39Wie kommen Sie darauf?
29:41Na ja, gefühlsarm.
29:42Keine Angst, keine Scham, keine Halluzinationen, keine paranoiden Äußerungen.
29:46Nicht schlecht. Wollen Sie bei mir anfangen?
29:49Hm.
29:50Nein, im Ernst.
29:51Gurski hat seine Schizophrenie nach außen hin sehr gut versteckt.
29:55Das war in der Verhandlung möglich, weil er da nicht reden musste,
29:57aber in der Zweiersituation mit mir konnte er das nicht durchhalten.
30:03Hm. Ich verstehe.
30:04Gurski war ein harter Knochen, da habe ich anderthalb Stunden gebraucht,
30:07aber dann lief alles wie im Lehrbuch.
30:09Ein Symptom nach dem anderen.
30:12Respekt.
30:15Ach, Mensch, jetzt ist das Essen sicher kalt, hm?
30:18Das ist egal, es schmeckt hier sowieso nicht.
30:22Dabei esse ich so gern.
30:24Ja?
30:25Mhm.
30:27Ich auch.
30:29Oskar mit G, wie es sich auf Sächsisch gehört.
30:33Es drängerte sich so viel Kompetenz wie selten im neuen Rathaus von Leipzig.
30:38Darf ich reinkommen?
30:39Übersee kamen die Gäste angeheizt, inklusive berühmter Fangemeidung.
30:43I love Mr. Clinton.
30:45Das klingt fast nach...
30:47Und? Haben Sie irgendwas von Ihrer Frau gehört?
30:49Sie kam dem ehemaligen Präsidenten auch ganz nahe.
30:52Sie residierte im Hotelzimmer.
30:54Haben Sie denn eine Ahnung, wo sie sein könnte?
30:55Wenn ich heute Nacht Rambazamba mache, dann schläft der Clinton nicht.
30:59Zum Schlafen blieb so das Wielkrieg.
31:00Wollten Ihre Kollegen von der Verkehrspolitik auch wissen.
31:04Und was wollten die wissen?
31:07Keine Ahnung, ist unten gleich schade, ist es gefilmt worden.
31:12Okay.
31:15Ja, kann ich...
31:19Wissen Sie was, ich komme wieder.
31:22Tschüss, Herr Wagner.
31:23Tschüss.
31:23Ein atemberaubender Blick auf die Skyline von New York.
31:26Nichts übersehen dabei, natürlich die Brooklyn Bridge.
31:30Was will man mehr in einer Drehpause?
31:33Andrea ist ganz klar ein New York-Fan.
31:36Das schöne an New York ist, man kann stundenlang...
31:39Ja, das ist doch Frau Wagner, eindeutig.
31:41Ich muss mal telefonieren.
31:54Herr Gorski?
31:56Ich rufe zurück.
31:58Wir sind vorläufig festgenommen.
32:00Das Ergebnis des DNA-Tests, Herr Gorskis, eindeutig.
32:04Die Hautpartikel unter den Fingernägeln Ihres Bruders stammen von Ihnen.
32:10Gut, ich habe Zeit.
32:11Die habe ich auch.
32:14Thomas, kommst du bitte mal?
32:17Ich habe keine Chance, Herr Gorski, ob Sie was sagen oder nicht.
32:19Damit stecke ich Sie in die Tasche.
32:22Herr Dr. Heilauf, Herr Dr. Loss, sind die Anwälte von Herrn Gorski.
32:25Herr Gorski hat für die Tatzeit ein Alibi und kann sofort gehen.
32:28Ja, Moment mal, ich habe gerade erst...
32:30Ich sage dir, Herr Gorski kann sofort gehen.
32:31Bitte, Herr Gorski.
32:36Sag mal, was war denn das hier für eine Scheißnummer?
32:40Bleib bitte ruhig, Thomas.
32:41Es gibt Gründe, die wir nicht ignorieren sollten.
32:42Du, ich frage mich gerade, wer hier wen ignoriert.
32:44Jetzt fang einfach mal in die Klappe und hör zu!
32:49Gorski verfügt offensichtlich über hervorragende Beziehungen zur Landesregierung.
32:53Hast du Angst, dass du früh pensioniert wirst?
32:54Nein.
32:55Aber sein Alibi wird schwer zu widerlegen sein.
32:58Er hat den Abend und die Nacht gemeinsam mit einem ranghohen Politiker in einem Frankfurter Hotel verbracht.
33:03Ein sogenanntes Arbeitsessen.
33:05Ein Arbeitsessen.
33:06Den ganzen Abend, die ganze Nacht.
33:07Das glauben die doch selber nicht.
33:09Richtig.
33:10Aber an der Veranstaltung haben vier Prostituierte teilgenommen, die nötigenfalls auch bereit wären, auszusagen.
33:15Okay, alles klar.
33:17Ich fand es deshalb klüger, an dieser Stelle nachzugehen.
33:20Jetzt können wir in Ruhe weiterermitteln, sonst wären wir den Fall ruck zum Kloß gewesen.
33:57Ich bin Ruhe weiterermitteln, sonst wären wir den Fall ruck zum Kloß gewesen.
34:20Das war wunderbar.
34:22Hat es Ihnen auch so gut gefallen?
34:24Ja und wie.
34:25Ich frage mich die ganze Zeit, warum ich so selten in die Oper gehe.
34:28Ach, das lässt sich ändern.
34:31Hm, gut und eh.
34:32Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass Ihre Krawatte perfekt zum Bühnenbild gepasst hat?
34:37Oder vielleicht war es auch ungeblüht?
34:39Ach ja?
34:40Ja.
34:43So, bitte sehr.
34:47Okay, danke.
34:59Thomas?
35:00Hör mal, wir haben hier einen Volltreffer gelandet.
35:02Die DNA von diesem Banker Gurski ist identisch mit einer DNA, die vor zehn Jahren bei einem Mordfall gefunden wurde.
35:08Dank dir.
35:08Thomas, ich melde mich morgen früh, ja?
35:11Gut, bis morgen.
35:12Okay, ja.
35:14Bis dann.
35:14Ah, Entschuldigung.
35:18Schlechte Nachrichten?
35:19Nein, interessante Nachrichten.
35:21Das war mein Sohn.
35:22In der Umgebung von Albert Gurski ist eine DNA identisch mit einer DNA, die vor zehn Jahren an einem Tatort
35:27gefunden wurde.
35:28Ach ja?
35:31Auch ein Mord an einem jungen Mädchen, offenbar nach dem selben Muster wie bei Lena Wagner.
35:36Erstaunlich.
35:37Können Sie sich an so eine Geschichte erinnern? Ich war damals nicht in Wiesbaden.
35:41Ich glaube, ja. Wie hieß das Mädchen?
35:45Becker. Alexandra Becker.
35:48Sie glauben also nicht, dass Albert Gurski das auch war?
35:52Nein. Er gehörte damals zwar zum Umfeld des Opfers und hatte kein Adibi und ist auch getestet worden, aber das
35:58war definitiv nicht seine DNA.
36:00Und wen verdächtigen Sie jetzt?
36:04Das darf ich Ihnen leider nicht verraten.
36:10Danke.
36:13Sind Sie in Wiesbaden geboren?
36:15Ja, ich habe dann in Mainz und Bordeaux studiert und dann habe ich ja im Amtsgericht angefangen.
36:22Und Sie?
36:24So ähnlich.
36:25Die ist nur in Boston studiert und dann als Assistenzärztin am St. Johannes Hospital.
36:34Na ja.
36:37Dann kam er wieder weg.
36:39Schlechte Erfahrung?
36:43Hm.
36:46Meine Frau ist da mal eingeliefert worden nach einem Autounfall.
36:50Sie lag ewig im Koma und ist dann...
36:54Sie ist dann gestorben.
36:59Oh, das tut mir leid.
37:02So etwas dauert eben lang.
37:07Aber ich will Sie nicht mit alten Geschichten langweilen.
37:10Sie langweilen mich nicht.
37:21Ich habe damals einen Fehler gemacht.
37:24Als meine Frau im Kummer lag, bin ich aus Wiesbaden geflohen.
37:30Ich habe diese Situation einfach nicht ertragen.
37:35Mein Sohn wirft mir das heute noch vor.
37:39Ich weiß nicht, ob Sie sich das vorstellen können.
37:42Man läuft heute was weg.
37:45Obwohl man genau weiß, dass man das nie loswarte.
37:55Ich kenne das.
37:56Ich war auch einfach mal weg.
37:59Ach ja?
38:01Als ich mich von meinem Mann getrennt habe,
38:05brauchte ich dringend eine andere Umgebung.
38:09Das verstehe ich.
38:11Eigentlich ist es doch schade,
38:12dass wir so einen schönen Abend mit der Vergangenheit belasten, oder?
38:18Haben Sie recht.
38:26Glauben Sie mir, ich hätte wirklich jeden Grund gehabt,
38:29dieses Schwein umzubringen.
38:32Aber ich war es nicht.
38:35Frau Wagner, wir haben Schuhabdrücke in Ihrer Größe gefunden.
38:39Also, was haben Sie da gemacht?
38:42Nichts.
38:44Ich habe durchs Fenster geschaut.
38:48Und da lag er.
38:50Und schlief.
38:55Und auf einmal hatte ich keine Kraft mehr.
38:59Ich konnte überhaupt nichts machen.
39:03Leider.
39:06Gut, Frau Wagner, dann machen wir jetzt noch einen Gaumenabstrich für einen DNA-Test.
39:11Bis wir die Ergebnisse haben, müssen Sie hier bei uns in Gewahrsam bleiben, ja?
39:15Mund auf, bitte.
39:17Ja?
39:20Frau Klar, hier ist jemand für Sie.
39:22Ah, hallo.
39:23Sie haben Besuch.
39:46Das ist ungeheuerlich.
39:51Das ist sittenhaft.
39:54Weil mein Bruder sowas gemacht hat, bringe ich natürlich auch kleine Mädchen um.
39:59Oder wie stellen Sie sich das vor?
40:02Wir stellen uns überhaupt nichts vor, Herr Kurski.
40:05Wir möchten nur gerne wissen, wie vor zehn Jahren Ihre DNA an die Leiche der Zwölfjährigen Alexandra Becker gekommen ist.
40:13Sie können mich auch fragen, wie der erste Kaiser von China hieß.
40:16Ich weiß es nicht.
40:17Ich glaube, es ist besser, wir bemühen uns beide um einen sachlichen Ton.
40:21Einverstanden?
40:23Vor zehn Jahren, sagten Sie?
40:25Bis vor fünf Jahren war ich nicht mehr in Europa.
40:27Ich habe für meine Bank in Chicago gearbeitet.
40:29Soviel ich weiß, kann man zwischen Deutschland und Amerika auch hin und her fliegen.
40:33Wann genau soll das gewesen sein mit diesem Kind?
40:35Am 23. August 1999.
40:41Interessant.
40:44Am 23. August 1999 habe ich meine Frau Cynthia in Chicago geheiratet.
40:50Dafür gibt es etwa 150 Zeugen.
40:53Ich gebe Ihnen gerne die Telefonnummer an, dann können Sie die Herrschaften zur Vernehmung vorladen.
40:58Denn wie Sie vielleicht wissen, kann man zwischen Amerika und Deutschland hin und her fliegen.
41:03Und jetzt, ähm, darf ich Sie bitten, mein Büro zu verlassen?
41:08Gern.
41:09Aber Sie kommen bitte mit.
41:12Sie sind vorläufig festgenommen.
41:14Wir brauchen so ein Hörgerät.
41:17Ich, ich.
41:19Ich habe ein Alibi.
41:21Das klären wir später, Herr Gorski.
41:26Ich verstehe es einfach nicht.
41:28Wie kann es sein, dass jemand, dessen DNA an verschiedenen Tatorten gefunden wurde, für die jeweiligen Tatzeiten, was er sich
41:34der Alibis hat?
41:35Ist doch klar, die Alibis sind falsch.
41:37Ja, ich glaube ich auch. Ich kann es mir da gar nicht beweisen.
41:40Oder eine Falle.
41:41Jemand hat versucht, mit fremdem Material eine falsche Spur zu legen.
41:44Nein, das glaube ich nicht.
41:46So schnell in meinen Morden liegen zehn Jahre.
41:47Von wem stammt die DNA?
41:49Gorskis Willingsbruder.
41:52Nette Familie.
41:54Finde ich auch.
41:55Ich muss ihn nur leider spätestens in zwei Tagen laufen lassen, denn...
41:58Scheiße.
42:11Ich habe es, Thomas.
42:12Dann weißt du, wie spät es ist.
42:14Komm mal her, ich zeige dir was.
42:20Ja, guck mal.
42:27Das ist eine Chimäre.
42:28Was ist denn los?
42:31Chimären waren ungeheuer in der griechischen Mythologie.
42:34Das waren Mischwesen.
42:35Hier zum Beispiel ein Löwe mit einem Ziegenkopf auf den Brücken.
42:38Und der Schwanz hatte eine Schlange.
42:40So, das ist die DNA von Albert Gorski.
42:44Und das hier ist die DNA von seinem Bruder Michael.
42:47Das hier?
42:48Schaut doch mal.
42:51Ja, das ist nochmal die DNA von Michael Gorski.
42:53Aber warum hast du die zweimal?
42:55Falsch.
42:56Das ist auch DNA von Albert Gorski.
42:59Albert Gorski hatte zwei verschiedene DNA-Sätze.
43:03Er war eine Chimäre.
43:04Ich denke, ein Mensch hat immer nur eine DNA.
43:06Das habe ich auch geglaubt.
43:08Aber dann hat Frau Dr. Brandt Überstunden gemacht.
43:11Bei zwei engen Zwillingen kann die DNA der beiden Geschwister bei beiden so verteilt sein, wie ein Muster auf einem
43:17Flickenteppich.
43:17Das heißt aber, Albert Gorski hat vor zehn Jahren Alexandra Becker umgebracht.
43:21Richtig.
43:22Ja, aber Moment mal.
43:23Er wurde doch damals getestet.
43:24Er hat Glück gehabt.
43:26Seine Probe enthielt zufällig die DNA seines Bruders.
43:28Die Hautpartikel unter den Fingernägeln von Albert Gorski waren auch nie von seinem Bruder.
43:32Ganz banal.
43:33Er hat sich irgendwo gekratzt und hat die DNA seines Bruders erwischt.
43:36Das gibt es doch gar nicht.
43:40Herr Rüttner, bitte noch mal vorbei.
43:42Ja, bis später.
43:44Guten Tag.
43:46Herr Reuter.
43:47Haben Sie einen Moment.
43:48Ja.
43:49Der DNA-Test hat ergeben, dass Albert Gorski auch der Täter im Mordfall Alexandra Becker gewesen sein muss.
43:56Aha.
43:57Sie wissen doch, der Mord vor zehn Jahren, der nach dem gleichen Muster abgelaufen ist, wie der Mord an Lena
44:01Wagner.
44:02Ja, ja, wir sprachen nach der Oper darüber.
44:04Richtig.
44:05Dann haben wir noch herausgefunden, dass Gorskis Psychiatrieaufenthalt in Spanien getürkt war.
44:10Er hat versucht, seine Tagegeldversicherung zu betrügen.
44:13Weswegen hat er so wenig über Spanien geredet?
44:16Für mich ergeben sich daraus zwei Fragen.
44:18Wie kann es sein, dass Sie bei Gorskis Exploration keinerlei Hinweise auf den Mord an Alexandra Becker gefunden haben?
44:24Das ist leicht zu beantworten.
44:26Die Exploration erfolgte mit Schwerpunkt auf den aktuellen Fall.
44:30In der Fragestellung an mich gab es keinerlei Hinweise auf eine frühere Tat.
44:34Und wenn der Täter seine Tat sehr weit verdrängt hat, dann spürt man da auch als Untersucher nichts.
44:43Verstehe.
44:44Die andere Frage?
44:49Entschuldigung, aber kann es nicht vielleicht auch sein, dass Gorskis explodiert hat?
44:53Nein.
44:57Ausgeschlossen.
44:59Danke.
45:04Laut Aussage der Mutter fehlt im linken Ohr der Leiche ein Ohrstecker, den die ermordete Alexandra Becker beim Verlassen des
45:11Hauses noch getragen hat.
45:12Siehe Anlage Römisch 12.
45:15Römisch 12.
45:22Robert Gorski hatte doch auch so einen Stecker am Ohr.
45:26Hier.
45:28Ja, stimmt.
45:29Da war er noch da.
45:30A wie Albert oder A wie Alexandra.
45:33Ich würde sagen, A wie Alexandra.
45:37Robert Gorski hat den Schmuck seiner Opfer als Trophäe behalten.
45:40Vor zehn Jahren diesen Ohrstecker und bei Lena Wagner jetzt die Halskette.
45:43Und der Mörder von Albert Gorski hat ja auch Trophäen gesammelt oder warum ist sein Ohrstecker jetzt nicht mehr da?
45:47Dann fragen wir mal, was leichter ist.
45:49Was steht denn über die Familie in der Akte?
45:51Ja, hier vorne.
45:53Vater Becker Reif, geboren am 18.02.58, Architekt.
45:57Mutter Michaela Becker, geboren am 6.08.61, Assistenzärztin.
46:02Beide Wohnhaben im...
46:03Sie hieß auch Becker.
46:06Ja, Michaela Becker.
46:08Die Mutter hieß mit Geburtsnamen Becker?
46:10Ach so, nein.
46:12Mit Geburtsnamen Michaela Becker, geborene Siebert.
46:19Michaela Siebert.
46:21So heißt doch deine Gutachterin.
46:27Das kann kein Zufall sein.
46:29Nee.
46:56Kripo Wiesbaden, machen Sie bitte die Tür auf.
47:04Danke.
47:14Hallo?
47:16Herr Dr. Siebert?
47:24Könnt ihr mal kommen?
47:43Sie muss rausgefunden haben, dass Skorsky auch der Mörder ihrer Tochter war.
47:46Und dann hat sie Alexandra gerecht.
47:51Fahrt ins Präsidium und seht in der Akte nach, wo Alexandra Stahl hier gefunden wurde.
47:56Ich schau mich hier noch ein bisschen um.
47:58Das war ich.
48:11Ich schau dich.
48:40Untertitelung des ZDF, 2020
49:10Untertitelung des ZDF, 2020
49:40Untertitelung des ZDF, 2020
49:57Untertitelung des ZDF, 2020
50:21Untertitelung des ZDF, 2020
50:29Kerstin?
50:29Ja?
50:30Bernd?
50:31Ich weiß, wo sie ist.
50:32Ja?
50:33Zero-Berg.
50:34Gut, wir kommen.
50:35Er hat sie gefunden. Aufi.
50:39Hier.
51:06Frau Dr. Siebert!
51:15Frau Siebert! Gehen Sie zurück!
51:18Frau Dr. Siebert!
51:21Oh Gott, was macht die denn da?
51:37Nein, Frau Dr. Siebert! Gehen Sie zurück.
51:39Gehen Sie zurück!
51:47Heil, Heil, Heil!
52:15Untertitelung des ZDF, 2020
52:55Untertitelung des ZDF, 2020
53:13Untertitelung des ZDF, 2020
53:35Untertitelung des ZDF, 2020
53:59Untertitelung des ZDF, 2020
54:26Untertitelung des ZDF, 2020
54:29Untertitelung des ZDF, 2020
55:11Untertitelung des ZDF, 2020
55:29Untertitelung des ZDF, 2020
55:36Untertitelung des ZDF, 2020
56:08Untertitelung des ZDF, 2020
56:08Untertitelung des ZDF, 2020
56:24Untertitelung des ZDF, 2020
56:26Untertitelung des ZDF, 2020
56:43Untertitelung des ZDF, 2020
56:44Untertitelung des ZDF, 2020
56:45Untertitelung des ZDF, 2020
56:45Untertitelung des ZDF, 2020
56:46Untertitelung des ZDF, 2020
56:47Untertitelung des ZDF, 2020
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56:48Untertitelung des ZDF, 2020
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