- vor 10 Stunden
Kategorie
🎈
SpaßTranskript
00:28UNTERTITELUNG
00:30Ah!
00:31Scheiße!
00:33Hallo Zentrale, hier ist City-Nachtbus.
00:36Haltestelle Mischensberg. Wir brauchen hier dringend einen Krankenwagen.
00:49Das war's, da hab ich umgelebt. Ist der ungefallen?
00:53Ja, das war's.
00:58Guten Abend.
00:59Guten Abend, komm.
01:02Gerd Hauptrich, 36 Jahre alt, ledig.
01:06Den hab ich schon mal gesehen.
01:10Faubrich, Faubrich.
01:12Helerei, das ist schon ein paar Jahre her, der hat in der Spedition gearbeitet und krumme Dinger gedreht.
01:17Und?
01:18Keine Schmauchspuren, keine Verbrennungen, Distanzschuss.
01:22Die Kugel ist im hinteren oberen Quadranten rechts eingedrungen.
01:27Die Austrittswunde ist am Unterbauch.
01:30Also nach allem, was wir bisher wissen, muss er hier gestanden haben etwa, mit Blick nach da.
01:33Und wenn die Kugel von hinten kam, in einem Winkel von 60 Grad. Richtig, Frau Brandt?
01:37Könnte hinkommen.
01:40Ja, dann müssen wir uns heute wahrscheinlich das Parkhaus vornehmen.
01:48Mann.
01:49Das sieht nach einer langen Nacht aus.
01:53Für euch.
01:59Sie hatten recht mit Haubrich. Das war Ihr Fall damals. Dokumentenfälschung und Steuerhinterziehung.
02:05Er war freier Logistikagent und hat gefälschte Frachtpapiere verkauft.
02:08Na ja, jetzt erinnere ich mich. Er ist mit dem blauen Auge davon gekommen, richtig?
02:12Mhm.
02:14Bewährung, weil er sich dem Zoll als Informant angeboten hat.
02:16Und? Steht das Angebot noch?
02:19Ich weiß nicht. Die Zollbeamten waren nicht gerade sehr gesprächig.
02:22Das kenn ich. Ich kümmere mich, ja?
02:24Mhm.
02:25Danke.
02:26Frau Seber, haben Sie schon gehört?
02:29Richter Heinbacher ist aus der Kur zurück.
02:32Hat man ihn von seiner Abneigung gegen Sie kuriert?
02:36Fürs glaube ich kaum. Aber er hat ein Auge auf den Fall geworfen. Wir werden es wohl mit ihm zu
02:40tun kriegen.
02:42Wie lange dauert es denn jetzt noch?
02:44Ja.
02:44Sie haben doch gesagt, eine Viertelstunde.
02:46Es tut mir leid.
02:49Guten Morgen, Herr Reuter.
02:50Morgen.
02:50Fünfter Stopp.
02:51Danke.
02:52Es tut mir leid.
02:56Mhm. Ja. Und um wie viel Uhr war das?
03:00Aha, doch. Ja.
03:01Ja, hab ich mir schon gedacht.
03:02Morgen, Thomas.
03:03Morgen.
03:04Gut, dann danke.
03:05Alles frisch.
03:06Guten Morgen, Kerstin.
03:09Guten Morgen.
03:10Also, ich hab mit Haubrichs Mutter gesprochen.
03:13Das Lokal war sowas wie seine Stammkneipe.
03:15Und ansonsten hat die Frau keine Ahnung, wer ihren Sohn aus dem Weg schaffen wollte.
03:19Vielleicht hab ich ja was.
03:20Der Zoll hat Haubrich als Informant geführt.
03:23Vor zwei Jahren haben Sie mit seiner Hilfe drei Tonnen gefälschte Medikamente aus Weißrussland sichergestellt.
03:28Alles auf Lkw, alles als Brausepulver deklariert.
03:31Danach war er inaktiv, bis vor einem Monat.
03:34Da hat er sich wieder gemeldet.
03:35Er hatte angeblich Informationen über gefälschte Luxusuhren aus Ostasien, die hier in großen Mengen auftauchen sollten.
03:41Was waren das für Informationen?
03:43Das ist der Punkt.
03:44Das wissen wir nicht.
03:46Haubrich wollte Geld.
03:47Der Zoll war klamm, wie immer.
03:49Der Deal hat nie stattgefunden.
03:51Und dann hat jemand dafür gesorgt, dass Haubrich für immer geschäftsunfähig bleibt.
03:55Das könnte man annehmen, ja.
03:57Dazu passt das hier.
03:59Die Spurensicherung hat den ganzen Laden hier untersucht, Stock für Stock.
04:02Hat aber nichts anderes gefunden, als das hier.
04:04Abriebsspuren von Metall, ganz frisch.
04:07Schmarspuren.
04:12Ah ja.
04:14Freier Blick.
04:16Er hat die Waffe hier aufgelegt und einfach abgewartet.
04:18Es war auf jeden Fall kein Amateurjob.
04:20Das ist der Schmuggel von gefälschten Markenartikeln auch nicht.
04:23Gibt's hier keine Videoberfahrung?
04:25Nicht auf den Parkdecks, nur in den Schranken.
04:27Ah ja.
04:27Und da sind acht Fahrzeuge zu sehen.
04:29Alle beim Verlassen des Parkhauses.
04:30Alle in der Heimstunde nach dem Anschlag.
04:35Die Dauerparker überprüfen wir noch.
04:37Gut.
04:38Äh, apropos.
04:39Unten gibt's langsam Stau.
04:40Willst du dich mal aufmachen?
04:41Wir sind hier noch nicht fertig.
04:42Ach komm.
04:48Okay, ihr könnt die Dauerparker jetzt reinlassen.
04:51Alles klar.
04:52Bitte.
04:53Ja endlich.
04:55Zeit, dass wir einfach schon mal da waren.
05:12Das kann aber nicht wahr sein.
05:15Lohnen Sie etwas.
05:17Ja, mein Wagen geht es weg.
05:18Wo stand er denn?
05:21Und der Parkschein war im Fahrzeug?
05:23Ja.
05:26Thomas?
05:28Ja?
05:28Kommst du mal?
05:320 Uhr 24.
05:34Das war dann zwei Minuten nach dem Schuss.
05:41Können wir uns erkennen.
05:45Moment mal.
05:47Können Sie bitte mal zurück?
05:47Ja, ja.
05:48Halt.
05:49Jetzt.
05:50Die Stelle kurz bevor das Auto rausfährt.
05:53Ja.
05:55Ja.
05:56So, da kommt er.
05:58Jetzt gucken wir, was er mit der Karte macht.
06:04Hat sie vergessen?
06:05Ja.
06:12Kann sein, dass Kunden ihre Dauerkarte vergessen.
06:15Deswegen sind hier markiert.
06:16Stopp.
06:17Nicht anfassen.
06:18Lassen Sie mich mal.
06:23Danke.
06:29Machst du was?
06:29Ja.
06:30Hier.
06:31Dennis Weg.
06:3221 Jahre, drei Jugendstrafen, eine nach Erwachsenenstrafrecht.
06:35Nötigung, illegaler Waffenbesicht, schwere Körperverletzung.
06:38Ein richtiger Karrieretyp.
06:39Super.
06:40Na, dann holt euch mal den Ausbefehl.
06:42Machen wir.
06:53Aufmachen, Polizei.
06:59Sie sind Paola weg?
07:01Ja.
07:03Moment mal.
07:04Was soll das denn?
07:04Nein.
07:05Wir sind von der Krippe Wiesbaden.
07:06Das ist ein Durchsuchungsbeschluss.
07:08Wir suchen Ihren Sohn Dennis weg.
07:09Ist der hier?
07:10Nein, der ist nicht hier.
07:11Können Sie mich auch reinkommen?
07:13Danke.
07:20Nichts.
07:21Jan?
07:22Jan?
07:23Ja, sauber.
07:38Wollen Sie was trinken?
07:43Wollen Sie nicht reinkommen?
07:45Frau Beck, wo finden wir Ihren Sohn?
07:47Ich weiß es nicht.
07:48Das glaube ich Ihnen nicht.
07:49Ich habe Bier.
07:51Und Wasser.
07:52Frau Beck, wo ist Ihr Sohn?
07:53Sie wollen sicher Wasser, oder?
07:55Oder machen Sie doch lieber die Haare?
07:57Schuhe!
08:00Ist jemand da, was?
08:07Halt jetzt mal Polizei!
08:10Vorsicht, Waffe!
08:12Dennis, mach keinen Scheiß.
08:13Hier ist überall Polizei.
08:14Was, was?
08:15Was für scheißlicher Hall?
08:16Vorhin nehme ich dich mit, also überleg es dir.
08:18So ist es nicht.
08:19Ich komme mal vor.
08:20Lassen Sie mich!
08:22Du sollst abhauen!
08:23Was?
08:24Bitte!
08:25Tu es nicht!
08:26Lass es!
08:27Bitte!
08:28Tu es nicht!
08:34Ihr Sohn ist im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen Mordes in Verdacht geraten.
08:41Mord?
08:42Das kann nicht sein.
08:43So was macht er nicht.
08:44Schwere Körperverletzung 2003, schwere Körperverletzung 2004.
08:48Was haben wir noch?
08:49Illegaler Waffenbesitz, Nötigung.
08:50Ja.
08:52Dennis übertreibt es manchmal.
08:55Aber Mord?
08:56M-m.
08:57Frau Weck, wissen Sie was, was Ihr Sohn so treibt?
09:02Ich habe zwei Jobs.
09:03Ich bin nicht so viel zu Hause.
09:05Also hier steht, dass Sie nur für ein Zeitarbeitsunternehmen tätig sind.
09:09Ja, nimm mal ganz ruhig.
09:10Wir reden ja nicht über Schwarzarbeit.
09:11Ich will sehen, wie ich finanziell über die Runden komme.
09:14Frau Weck, Ihr Sohn ist polizeibekannt.
09:17Er treibt sich mit Drogendealern rum, mit Einbrechern, Hehlern, Schwerkriminellen.
09:21Ihr Sohn hat eine Waffe auf einen Polizeibeamten gerichtet, Frau Weck.
09:24Er ist in ernsthaften Schwierigkeiten.
09:28Er ist schwierig.
09:33Und jeder lässt einen allein mit so einem Sohn.
09:37Ich kann nicht immer auf ihn aufpassen. Er ist alt genug.
09:43Wo ist er denn jetzt?
09:44Er wird erkennungsdienstlich behandelt. Danach verhören wir ihn.
09:49Hat er denn Anwalt?
09:59Na endlich!
10:01Tag, er weg!
10:03Ich würde, dass Sie mich gleich angerufen haben.
10:06Sie haben noch nichts ausgesagt?
10:07Siehst du aus?
10:09Sehr gut.
10:10Ja und, wann komme ich hier raus?
10:12Hä?
10:13Das ist der gestohlene Wagen aus dem Parkhaus.
10:16Das Auto wurde zwar innen gesäubert, aber die Kollegen haben trotzdem DNA-Material sichergestellt.
10:20Gut. Was habt ihr sonst noch?
10:22Weckfingerabdrücke auf der Parkkarte. Und die Waffe, mit der er uns bedroht hat.
10:26CZ-75. Tschechisches Modell, 9mm.
10:29Passt du zu dem Mord an Haubrich?
10:31Nein, Haubrich wurde mit Kaliber 5,56 erschossen. Mit einem Gewehr. Keine Handfeuerwaffe.
10:38Hat Wecker ein Alibi?
10:39Seine Mutter gibt ihm eins.
10:40Also wertlos.
10:42Ja.
10:44Gut.
10:44Was haben wir?
10:45Illegaler Waffenbesitz, Kfz-Typ-Stahl, bewaffnete Eingriff von Herrn Polizeibeamten.
10:50Das reicht nicht.
10:53Was ist mit seiner Wohnung? Habt ihr irgendwas gefunden? Gewehrmunition?
10:56Wir brauchen etwas, was Weck in Verbindung mit dem Mord an Haubrich bringt.
11:00Deine Klamotten?
11:01Werden noch alle untersucht. Wir können nur hoffen, dass das Labor was findet.
11:04Schmauchspuren, Waffenöl oder irgendwas in der Art.
11:07Was in der Art?
11:09Was ist zu dünn für eine Mordanklage?
11:11Entschuldige, es ist offensichtlich. Dennis Weck hat Haubrich erschossen.
11:15Ja, vielleicht. Wir müssen es aber beweisen, Thomas.
11:18Und was Sie bis jetzt haben, haut mir jeder Richter um die Ohren.
11:20Vor allem der, den ich für den Fall am Hals habe.
11:22Kapier das endlich!
11:27Kenn ich nicht.
11:28Gerd Haubrich, 36 Jahre, als Speditionskaufmann.
11:31Nie gehört.
11:32Und was sagen Sie dazu?
11:34Ich habe nie bestritten, dass ich in dem Parkhaus war.
11:38Herr Anwalt, Ihrem Mandanten scheint nicht so richtig klar zu sein, worum es hier geht.
11:41Ich denke schon.
11:42Ah ja? Herr Weck, Sie stehen unter Mordverdacht.
11:45Ein Schuss aus dem Hinterhalt, so etwas nennt man Heimtücke.
11:47Hier schwebt ein lebenslänglich im Raum.
11:50Kann ich jetzt meine Aussage machen?
11:51Na zu.
11:53Also, ich war in dem Parkhaus, als der Knabe hier erschossen wurde.
11:56Aber ich habe nicht geschossen.
11:58Keine Chance, mir das anzuhängen.
12:01Aber ich habe etwas gesehen, was euch interessieren könnte.
12:04Ich höre, Herr Weck.
12:06Mein Mandant ist direkter Augen- und Ohrenzeuge des Mordes an Herrn Haubrich gewesen.
12:11Er war zur selben Zeit in dem Parkhaus, als der Mörder die Waffe abgefolgt hat.
12:16Ich hätte es nicht besser sagen können.
12:17Also, er hat zufällig einen Wagen geklaut in dem Moment, wo nebenan jemand erschossen wird.
12:20Das ist, das ist Witz.
12:21Sie müssen nichts dazu sagen.
12:24Ich verstehe, Herr Anwalt, Sie wollen, Sie wollen einen Handel mit uns machen.
12:28Aber ich versichere Ihnen, so kommen Sie nicht um die Mordanklage herum.
12:31Hier, erklären Sie es Ihnen, wie Sie es mir erklärt haben.
12:33Nach 555 StPO hat mein Mann ein Zeugnisverweigerungsrecht.
12:37Er würde sich bei einer Aussage möglicherweise selbst belasten.
12:42Und womit würde er sich möglicherweise belasten?
12:45Mit einem Autodiebstahl? Oder vielleicht sogar mit einem Mord?
12:48Dazu müssen wir nichts sagen.
12:49Tatsache ist, dass Herr Weck sich bei einer Aussage
12:52womöglich einer Straftat bezichtigen müsste.
12:54Also braucht er sich nicht dazu zu äußern.
12:57Und eben auch nicht zu dem, was er sonst noch gesehen hat.
13:03Also mit allen Worten, Sie wollen uns erpressen.
13:09Dieser Kerl, der spielt doch nur mit uns. Mit dieser Geschichte kann er uns ewig hinhalten.
13:13Das Problem ist, wir können ihm den Autodiebstahl beweisen, aber nicht den Mord.
13:17Es sei denn, ihr habt neue Erkenntnisse.
13:20Wir haben Bankdaten, Kreditkarten und Telefonate gecheckt.
13:24Von Haubrich privat, von der Spedition und von Dennis weg.
13:27Aber nirgends gibt es eine Verbindung zwischen den beiden.
13:29Und dann habe ich mir auch noch die Zollsache angesehen.
13:31Also den Medikamentenschmuggel, bei dessen Aufklärung Haubrich geholfen hat.
13:34Auch hier, nirgendwo ein Dennis Weck.
13:37Ja, das habe ich mir schon gedacht.
13:39Andererseits, bei das wird es wahrscheinlich eine Auftragstatue.
13:41Dass es kein Wunder ist, dass es keine direkte Verbindung wird.
13:47Entschuldige.
13:49Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Dennis Weck die Wahrheit sagt?
13:53Ja, und wenn doch.
13:54Dann suchen wir hier nach Beweisen gegen ihn und der eigentliche Mörder ist Sulewelle Berge.
13:58Er war es.
14:00Es ist ein Risiko, Kerstin. Ich weiß, okay?
14:03Du kannst dich aber nicht darauf einlassen.
14:06Das ist kein Chorknabe. Der wird alles sagen, um seinen Hals zu retten.
14:09Ja, so schätze ich ihn auch an.
14:10Aber was ist, wenn er in diesem Fall wirklich die Wahrheit sagt?
14:14Entschuldige. Weißt du, was du riskierst, wenn du dich auf einen Deal mit ihm einlässt?
14:17Weißt du das?
14:18Wir kommen über die Halbdaten.
14:22Ja, aber was soll ich machen? Morgen ist der Nachprüfungstermin.
14:25Lass uns doch bitte die Analyse der Kleidung von Dennis abwarten. Bis morgen haben wir die Ergebnisse.
14:29Ja gut, dann entscheide ich das eben morgen.
14:32Da gibt's nichts zu entscheiden. Lass die Finger von Dennis weg.
14:43Morgen.
14:45Ach, mein Anwalt.
14:49Sind Sie sich wirklich sicher, dass Sie den Mann identifizieren können?
14:54Ja, klar.
15:00Ich will mich nicht blamieren bei der Sache.
15:02Machst du dir jetzt ins Hemd, oder was?
15:04Reiß dich mal zur Samenstrecker.
15:06Du solltest mich nicht duzen.
15:09Alles klar, Herr Anwalt.
15:16Zicker Wecker übrigens.
15:23Wache!
15:27Also, die Technik hat nichts gefunden.
15:29Weder in der Kleidung, die er anhatte, noch in der aus der Wohnung seiner Mutter.
15:33Keine Schmauchspuren, kein Metallabrieb.
15:35Nichts, was darauf hindeutet, dass Dennis im Parkhaus geschossen hat.
15:39Also, keine Anklage wegen Mordes.
15:42Was hast du jetzt vor?
15:45Vielleicht solltest du ihn wegen des Autodiebstahls anklagen.
15:48Und wegen bewaffneten Widerstand.
15:50Und falls doch noch genug Beweise auftauchen, gibt's eine zweite Anklage wegen Mordes.
15:54Was ist, wenn Weg die Wahrheit sagt? Dann verlieren wir Zeit und eine fallentscheidende Aussage.
15:58Nein, mach's nicht.
16:00Ich hab schon mit Wegs-Anwalt gesprochen. Wir haben einen Termin beim Richter.
16:03Du willst also wirklich einen Handel, ja?
16:06Kerstin, entweder ein elendlanger Diebstahlsprozess, kein Fortschritt im Mordfall.
16:11Oder Dennis wegblöfft.
16:13Und du lässt dich auf den Handel mit einem Mörder ein.
16:15Ist doch Quatsch.
16:16So eine Verständigung kriegst du doch bei Heimbacher sowieso nicht durch.
16:19Der kann dich nicht ausstehen.
16:21Das verstehe ich gut.
16:23Ich kann mich auch manchmal nicht ausstehen.
16:30Reuter.
16:32Ihnen geht's also gut.
16:35Danke, Herr Vorsitzender. Ich kann nicht klagen.
16:38Und jetzt kommen Sie zu mir wegen einer Absprache.
16:41Ist das neu hier, während ich zur Kur war?
16:44Nun, die Möglichkeit zu Verständigungen besteht ganz offiziell seit dem BGH-Urteil von 2005.
16:49Hören Sie auf mich zu belehren, junger Freund.
16:52Der ist Ihrem Chef schon nicht gekommen.
16:53Lag nicht in meiner Absicht.
16:56Und was ist, wenn ich den Burschen in Beugehaft schicke, der so eine Aussage macht in dem Mordfall?
17:01Dagegen würde ich Beschwerde einlegen. Mein Mandant hat ein Recht, die Aussage zu verweigern, wenn er sich damit selbst belastet.
17:06Na ja, das Recht umfasst zufällig auch eine wichtige Aussage zur Aufklärung eines Mordfalls.
17:10So sieht's wohl aus.
17:12Das ist jemand, der hat richtiger Glückspilz.
17:17Was sagen Sie denn dazu, Herr Staatsanwalt?
17:19Ich gehe fest davon aus, dass uns die Aussage von Herrn Beck entscheidende Hinweise zur Aufklärung des Tötungsdeliktes geben kann.
17:25Ich habe daraufhin mit dem Herrn Rechtsanwalt abgesprochen, den Widerstand gegen Vorzugsbeamten nach 1.13 StGB fallen zu lassen.
17:32Bleiben 52 Waffengesetz sowie 1.13 StGB. Für diese Delikte schlage ich eine Bewährungsstrafe vor.
17:41Wenn Sie falsch liegen mit diesem Herrn Beck, Herr Kollege?
17:47Ich vertraue der Aussage von Herrn Beck und meinem Instinkt.
17:55Ihr Instinkt? Auf meinem Nachhauseweg liegt ein plattgefahrener Igel. Der hat auch nur aus allen Instinkt gehört.
18:03Ich nehme an, dass dieses bedauernswerte Tier kein juristisches Staatsexamen hatte.
18:07Es könnte immerhin sein, dass Sie eine Mörder in Hintertürchen öffnen.
18:10Das denke ich nicht.
18:12Denken oder hoffen?
18:14Sie schwimmen da in einem tiefen Wasser, wie war heute.
18:18Auf meinem Rettungsring steht aber nicht Ihr Name.
18:21Dessen bin ich mir bewusst, Herr Vorsitzender.
18:25Zuerst will ich hören, was der Bursche mir anzubieten hat.
18:29Mein Mandant kann sowohl die Waffe identifizieren, mit der auf das Opfer Bernd Taubrich geschossen wurde,
18:34als auch den Schützen selbst.
18:35Nach einem fairen Urteil hilft er Ihnen bei der Identifikation des Schützen.
18:40Jetzt haben Sie sich sauber ausgedacht, Herr Strecker.
18:46Also, wenn der Bursche mich überzeugt, stimme ich dem Handel zu.
18:50Danke, Herr Vorsitzender.
18:51Jetzt verschwinden Sie bitte. Ich möchte in Ruhe weiterarbeiten. Sie stören mich ja nur.
19:03Und?
19:06Jetzt ist es für hilfreich.
19:10Kommt nicht von uns.
19:11Oh Mann. Zum Glück hat Heimbacher das für euch nicht gesehen.
19:16Das heißt, er hat zugestimmt.
19:18Beck behauptet Waffe, um den Täter erkannt zu haben.
19:20Als Vorleistung bietet er an, das Gewehr zu identifizieren.
19:24Liegt er damit richtig? Bekommt er in der Diebsche Sache Bewährung?
19:27Um zu uns den Täter zu töten.
19:29Natürlich erkennt er die Waffe, wenn er geschossen hat.
19:33Das weiß ich selber.
19:40Also, fangen wir an mit dem Theater.
19:44Zeigen Sie mir doch mal, wo diese ominöse Person gestanden hat.
19:54Hier.
19:56Nee, ungefähr hier.
20:00Stimmt das?
20:01Ja. Der Standpunkt wurde von der Spurensicherung als Schussposition bestätigt.
20:05Weiter.
20:06Dann bin ich in Deckung, damit er mich nicht sieht.
20:11Anschließend habe ich dann den Schuss gehört.
20:13Dumpf. Schalldämpfer nehme ich an.
20:15Und dann ist der Typ auch schon abgehauen.
20:18Zu Fuß ins Parkhaus.
20:21Herr Beck, können Sie uns bitte beschreiben, wie diese Waffe aussah?
20:26Soll ich sie zeichnen?
20:27Ja, bitte.
20:45Sind Sie sicher, dass sie so rausgesehen hat?
20:48Ja, vor allem dieser komische Bügel überm Lauf.
20:52Wie lang war das Gewehr etwa?
20:55Pfff.
20:5680 Zentimeter vielleicht.
20:59Wissen wir inzwischen mit welcher Waffe das Opfer erschossen worden ist?
21:03Ja.
21:04Es handelt sich um ein französisches Gewehr.
21:06Und zwar um eine Farmers 45 Kaliber 5,56.
21:13Ja.
21:15Also gut.
21:17Mir reicht das.
21:19Und Ihnen, Reuter?
21:20Mir reicht das auch, Herr Vorsitzender.
21:22Nein.
21:23Nein.
21:27Womit die Verstöße des Angeklagten gegen die § 52 Waffengesetz,
21:31unerlaubter Besitz einer Handfeuerwaffe,
21:33sowie § 243 StGB Diebstahl in einem besonders schweren Fall als bewiesen gelten können.
21:39Als Straf mildernd ist zu berücksichtigen, dass der Angeklagte im Falle Haubrich zu einer Kooperation bereit ist.
21:47Die Staatsanwaltschaft fordert daher eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die zur Bewährung auszusetzen ist. Danke.
21:53Herr Anwalt.
21:54Ich schließe mich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an.
21:59Na, Gott sei Dank.
22:01Dann bringen wir diese Veranstaltung endlich zu Ende.
22:05Ich hoffe, Sie wissen, was Sie da tun, Herr Staatsanwalt.
22:08Ja.
22:10Und ich erwarte, dass Ihr Mandant umgehend kooperiert.
22:13Natürlich, Herr Vorsitzender.
22:15Na gut.
22:16Kommen wir zur Urteilsverkündung.
22:20Sieht doch wie geschmiert, oder?
22:22Na ja.
22:23Vielen Dank, Herr Strecker.
22:25Ihr Sohn muss aber jetzt noch den Täter identifizieren.
22:28Ja, ja, jetzt entspann dich.
22:30Entschuldigung.
22:30Verwech.
22:34Unser Teil der Vereinbarung ist erfüllt.
22:36Jetzt sind Sie dran. Okay?
22:38Ja, gut. Ich melde mich dran.
22:41Hey, guck mal.
22:41Lass mich in die Rolle.
22:51Der sieht ja scheiße aus.
22:57Hier, das ist er.
22:58Der sieht doch ganz anders aus als der vorher.
23:00Der vorher war es ja auch nicht.
23:02Na, hoffentlich ist es jetzt der.
23:04Oh Mann, hast du ihn gesehen, oder ich?
23:05Also, sind Sie sich sicher, dass der das war, oder wollen Sie noch mehr Bilder sehen?
23:08Nein, das ist er hundertprozentig.
23:10Gut, dann schauen wir uns das mal an.
23:15Ernst Verstaat, geboren 1966, wohnhaft in Wiesbaden.
23:20Sein Name taucht in Verbindung mit Ermittlungen in mehreren Tötungsdelikten auf.
23:25Vermutete beziehungsorganisierten Gruppen, vermutete gewärmsmäßige Tötung.
23:30Vermutet, vermutet, vermutet, vermutet.
23:33Ein Profikiller, dem man bislang nicht das geringste hat, nachweisen können.
23:37Scheint ja ein Bigger Fisch zu sein.
23:39Riecht jetzt irgendeine Belohnung, oder so?
23:41Ja, sicher.
23:55Komm gleich wieder.
24:01Ernster Start?
24:05Wer bin ich, ja?
24:05Kippo Wiesbaden. Sie sind vorläufig festgenommen. An die Wand.
24:17Wieso, bitte?
24:18Kommen Sie.
24:34Kippo Wiesbaden.
24:35Gratuliere, das ging ja schnell.
24:38Und, ist er schon da?
24:39Er ist auf dem Weg. Ich musste jeden Moment eintreffen.
24:41Los!
24:52Los!
24:55Ich bin, ja.
24:56Ich bin, ja, ja.
24:58Ja, ja, ja.
25:00Du bist weggebrochen!
25:02Leib hier, halt hier, halt hier, komm, dass dich verletzt!
25:05Hey, ha?
25:06Alles OK?
25:07Machst du mir sofort ne Halterfeststellung?
25:09Dies war ein JY-431.
25:11Alles klar.
25:15Mann, dieser Verstaat will mich kalt machen.
25:18Ja, weg nur mal ganz ruhig, wenn es nur doch ein Unfall ist.
25:21Woher soll denn jemand wissen wann genauso hier ins Kommissariat kommen?
25:24Na, der weiß, dass ich gegen ihn aussagen will.
25:26Bei A war es eine öffentliche Behandlung und B stand es in der Zeitung.
25:29Der Verstaat kann es doch gar nicht gewesen sein.
25:31Der sitzt da hinten in einem Vernehmungstraum. Deswegen sind sie doch hier.
25:33So ein Typ arbeitet doch nicht allein. Überleg doch mal.
25:37Wissen Sie was? Ich sage nicht aus. Ende.
25:40Nee, nee, nee. Halt, halt, du Rotzlöffel. Ja?
25:42Du hast ja eine Vereinbarung getroffen und dazu stehst du auch.
25:44Das heißt, wozu ich stehe, ist mein Leben. Kapiert?
25:47Ist mir nämlich ziemlich wichtig.
25:48So, jetzt ist Schluss, Herr Weg. Herr Weg!
25:51Was halten Sie von einer Zeugenschutzmaßnahme?
25:53Bis Prozessbeginn bringen wir Sie an einem geheimen Ort unter
25:56und garantieren für Ihre Sicherheit, okay?
26:01Überlegen Sie es sich.
26:03Dieser Wagen, der Ihnen fast erwischt hätte,
26:04wurde heute Morgen als gestohlen gemeldet.
26:06Ja!
26:08Also was ist?
26:09Helfen Sie uns! Oder nicht?
26:20Ja, das ist er. Eindeutig.
26:22Wer ist das auch unter Eid vor Gericht aussagen?
26:24Na ja, wenn Sie mir einen Arsch frei halten!
26:28Was machst du denn jetzt hier?
26:30Herr Strecker hat mich angerufen. Geht's dir gut?
26:34Was passiert denn jetzt hier?
26:36Ihr So müsste das hier unterschreiben.
26:37Das ist eine eidesstattliche Erklärung,
26:38dass er den Schützen identifiziert hat.
26:40Und dann?
26:41Wir stellen hier unseren Unterzeugungsschutz.
26:42Er kommt an einen sicheren Ort und dort bleibt er,
26:45bis der Prozess beginnt. Das sind aber nur ein paar Tage.
26:50Ja.
26:50Sag mal, können Sie mir noch ein bisschen Geld brauchen?
26:52Ja.
26:53Dann läuft's grad nicht so.
26:55Ja.
26:59Ja, äh!
27:02Erschossen?
27:03Ich?
27:05Ist das nicht Ihr Ernst?
27:08Ich weiß ja noch nicht mal, wie man mit Waffen umgeht.
27:10Wo waren Sie in der Nacht?
27:14Im Kino.
27:15Genau.
27:16An dem Abend war ich im Kino.
27:17Welcher Film?
27:19Nosferatu. Mit Liveklavier.
27:21An Filmfilm.
27:22Ich mag es halt nicht, wenn viel gesprochen wird.
27:26Die Kinokarte müsste ich auch noch haben.
27:28Nee.
27:29Ich bewahr die immer auf im Küchenschrank.
27:31Ganz links oben.
27:34Es stimmt.
27:36Aber das ist ein Abreißticket ohne Datum.
27:38Und die haben im Kino nachgefragt.
27:39Die verwenden diese Tickets bei fast jeder Vorstellung.
27:41Und selbst wenn er im Kino war,
27:42wer sagt, dass er bis zum Ende geblieben ist?
27:44Ich hab auch noch was.
27:46Verstaats Kontenbuchung.
27:47Die letzten drei Jahre.
27:48Keine Schulden und immer gerade Steuern bezahlt.
27:51Das einzig Auffällige ist jährlich mindestens eine Zahlung an ein Reisebüro.
27:55Immer Mexiko-Reisen.
27:56Nie unter einem Monat.
27:58Mexiko?
27:58Mexiko, ja.
28:01Ist ja ganz schön weit weg von seiner Würstchen-Buse.
28:03Find ich auch.
28:06Entschuldige, aber ich trau diesem Weg nicht.
28:09Glaubst du immer noch, er hat den Anschlag auf sich selbst inszeniert oder was?
28:12Nein, aber es passt mir nicht, dass wir ihm jetzt auch noch eine Landpartie zahlen.
28:16Ach, komm.
28:17Du siehst weiße Mäuse.
28:18Dieser verstaatet wahrscheinlich einige Menschen auf seinem Gewissen.
28:21Und Dennis Weg ist nun mal unser einziger Zeuge.
28:27Danke.
28:27Na gut.
28:28Wenn ihr zwei euch da so einig seid.
28:32Danke.
28:32Ich muss los.
28:33Tschüss.
28:35Ja, ja.
28:45Danke, dass du gleich angerufen hast.
28:47Kein Thema.
28:47Ich kann sie auf mich verlassen.
28:49Ich muss.
28:50Alles klar.
29:08Äh...
29:08Hätten wir hier nicht rechts abbiegen müssen?
29:10Ich glaube, er hat rechts.
29:12Ist hier schon wieder weiße Mäuse, oder was?
29:15Habt ihr kein Navi?
29:16Du, das ist ein Behördenfahrzeug. Halt jetzt die Klappe.
29:18Ach, komm runter.
29:20Ich glaube, ich guck mal lieber an die Karte.
29:23Schön, wie du mir immer wieder vertraust.
29:28Seid ihr verheiratet?
29:29Das könnte man meinen, oder?
29:32Ja.
29:37Ich habe ein Ferienhäuschen in Mexiko gekauft, ja. Vor Jahren schon. Das ist doch nicht verboten, oder?
29:43Nein, natürlich nicht. Ich frage mich nur, wie können Sie sich das leisten?
29:50Ich bisse zu einem Imbiss. Kein Toilettenhäuschen. Ich verdiene Geld. Und das Leben in Mexiko ist deutlich billiger als in
29:57Deutschland.
30:00Heutzutage kann man sich ja alles wunderbar von oben anschauen, Herr Vorsitzender. Das ist die Adresse, die uns Herr Verstadt
30:06angegeben hat.
30:14Fällt Ihnen dazu etwas ein?
30:16Wie mein Mandant bereits sage, das Leben in Mexiko ist wesentlich günstiger als hier. Der Verstadt hat lange gespart.
30:24Alles ein bisschen dünn, Herr Staatsanwalt.
30:31Aber angesichts der Schwere der Vorwürfe und einer nicht auszuschließenden Flucht- und Verdunklungsgefahr erkenne ich auf weiteren Verbleib des
30:40Angeschuldigten in Untersuchungshaft.
30:57Guten Abend.
30:58Guten Abend.
31:00Sind wir angekommen?
31:02Preußen. Zeugenschutz. Mein Kollege Oeppel.
31:06Guten Abend.
31:08Alles klar.
31:09Der Laden ist perfekt. Kaum Gäste. Abgelegen. Nur eine Straße. Und eine astreine Jungfrau.
31:17Entschuldigung. Ich wollte sagen, wir haben das Hotel noch nie benutzt.
31:21Und das Zimmer?
31:22Geht hier hinten raus. Anmeldekarten sind ausgefüllt. Hotelvideo ist geschaltet. Mit dem Kunden nicht langweilig wird.
31:29Ich zeige euch noch alle Zugänge. Danach sind wir raus hier. Ihr macht doch die erste Nacht, oder?
31:34Ja.
31:45Die Kollegen lösen uns morgen früh wieder ab. Ich will Ihnen jetzt noch ein Abendessen. Wollen Sie mitkommen?
31:50Nee.
31:54Boah, ist das ein Arschloch.
31:56Kölzen sagt, man kommt hier nur per Aufzug oder durchs Treppenhaus hoch. Ja? Mhm.
32:00Und ich habe unten eine Bar entdeckt.
32:03Willst du doch nur bei mir einschmeicheln, oder? Ja und?
32:05Dann, bitte?
32:17Bist du doch nicht Töpfen?
32:20Bist du doch nicht Töpfen?
32:23Bist du doch nicht?
32:24Ja, bitte.
32:25Bist du doch nicht?
32:41Ist das jetzt vertrauensbildend genug?
32:49Kalt hier.
32:52Entschuldigung.
32:54Ja, bitte.
32:56Könnte es sein, dass es ein bisschen zieht?
32:57Das ist wahrscheinlich die Tür zum Mülllager, die wieder offen ist.
33:01Einen kleinen Moment, bitte.
33:04Du?
33:05Ich hätte keinem noch eine vertrauensbildende Maßnahme.
33:10Sagen wir, Tür und Mülllager?
33:12Das hat uns Kreusen aber nicht gezeigt.
33:15Scheiße, stimmt.
33:20Ist das auch nicht?
33:21Ja.
33:23Kassi.
33:25Die Tür ist offen.
33:26Kassi.
33:53Kassi.
34:01ARD Text im Auftrag von Funk
34:08Ah!
34:22Are you ready?
34:23Nein!
34:24Zimmer Service!
34:34Was?
34:37Halt! Stehbleiben!
34:39Stehbleiben!
34:40Ah!
34:42Ich kümmere mich um ihn!
34:44Dennis!
34:44Hey!
34:45Du hast dich verletzt!
34:47Lass mich mal gucken!
34:48Lass mich in Ruhe!
34:49Hey!
34:50Guck mich mal an!
34:54Thomas!
34:56Thomas!
34:57Bist du okay?
34:58Alles okay!
34:59Bleib bei Dennis!
35:04Lass mich mal an!
35:20Einmal!
35:22Halt mich mal an!
35:32Hey, Dave, Dave!
35:59Oh, verdammt! Ich rufe einen Krankenwagen.
36:06Kripo Wiesbaden, wir brauchen sofort einen Notarzt.
36:09Hoher Weg 7. Ja, danke. Alles okay bei Ihnen? Ja?
36:14Gut.
36:16Ich glaube, der ist tot.
36:18Scheiße.
36:20Scheiße.
36:22Warte mal. Den habe ich schon mal gesehen.
36:28Dennis?
36:33Dennis?
36:36Scheiße.
36:37Scheiße, Mann!
36:42Was heißt das, er ist weg?
36:45Ich nehme mal einen Whisky, ja?
36:48Thomas, wie konnte das passieren?
36:50Wir fragen jetzt bitte nicht an, mir einen Vortrag zu halten.
36:52Seine Mutter weiß auch nicht, wo Dennis steckt.
36:55Und ist er Tote?
36:57Benedikt Deckhardt, 48 Jahre alt, Goldschmied.
37:00Er betreibt einen kleinen Schmuckankauf in der Stadt.
37:03Keine Vorstrafen, keine Einträge.
37:05Wie kommt ein Goldschmied dazu, um sein Zeugen zu schießen?
37:07Tja.
37:08Wisst ihr was über die Waffe?
37:10Die russische Armee war für Seriennummer rausgeärzt.
37:13Keine Ahnung, woher er die hatte.
37:15Dann muss ich dich wahrscheinlich auch gar nicht erst fragen, woher der Goldschmied wissen konnte,
37:18wo er Dennis findet. Oder?
37:20Dennis hat nicht telefoniert und wurde auch nicht angerufen.
37:24Also irgendwo gibt es da einen Leck.
37:26Nein, das glaube ich nicht.
37:28Wir haben doch nur davon gewusst.
37:29Und Richter Heinbacher.
37:31So wie Wechs Anwalt Strecker.
37:40Oder?
37:40Was soll denn die Scheiße, hä?
37:42Wollt ihr mich verarschen?
37:43Dennis, wo sind Sie?
37:44Das werde ich hier gerade noch verraten.
37:46Dennis, sagt Ihnen der Name...
37:48Deckhardt.
37:49Deckhardt etwas?
37:50Benedikt Deckhardt?
37:51Das ist der Typ, der auch nicht geschossen hat.
37:53Ihr habt mich dem doch ans Messer geliefert.
37:55Dennis, wir liefern niemanden ans Messer.
37:57Ach, und woher wusste der dann, wo ich bin?
38:01Scheiße.
38:02Ein Glück, dass der Idiot nicht gewartet hat, bis ich die Tür aufmache.
38:05Dennis, kann es sein, dass Sie jemanden kontaktiert haben?
38:08Ja!
38:09Ich habe beim Killer-Bestell-Service angerufen.
38:13Du hast mir das eingebrockt heute.
38:15Oder hier, dieser andere Polizist, dein Sohn.
38:18Dennis, mach ganz ruhig.
38:20Jetzt lässt du mich mal ausreden.
38:22Das mit dem Prozess kannst du komplett vergessen.
38:25Und wenn die Sache durch ist, dann hörst du von mir.
38:33Super.
38:38Ohne seine Aussage kann ich den Prozess gegen Verstarrt knicken.
38:43Verstarrt und Deckhardt, beide wollen dem Dennis an den Kragen.
38:48Also stecken auch beide unter einer Decke.
38:50Hm.
38:56Vielen Dank.
38:58Ja.
38:59Tut mir leid, dass Sie mit mir vorlieb nehmen müssen, Herr Richter.
39:02Ach, ich bitte Sie.
39:03Ihr Anblick ist mir doch zehnmal lieber als der von Reuter.
39:07Ja.
39:08Also, worum geht es?
39:09Wie Sie vielleicht schon mitbekommen haben, ist der Unterbringungsort unseres Hauptzeugen bekannt geworden.
39:14Ach nee.
39:16Und jetzt ist er verschwunden?
39:18Mhm.
39:18Na wunderbar.
39:19Das zeugt ja wieder mal von der absoluten Unfähigkeit der zuständigen Beamten.
39:24Unter anderem Reuters Sohn.
39:25Ah ja?
39:26Da scheint ja eine Familie zu liegen.
39:28Hm?
39:30Und jetzt?
39:31Ich hoffe, Sie finden Ihren Zeugen bald wieder, sonst wird es eng für den Prozess.
39:37Wir haben irgendwo ein Leck, Herr Richter.
39:42Ja.
39:44Sie denken dabei hoffentlich nicht an mich.
39:46Niemals.
39:50Wer wusste denn sonst noch Bescheid?
39:52Hm.
39:53Strecker?
39:54Trauen Sie ihm sowas zu?
39:56Hm.
39:56Jung, Anwalt, ehrgeizig.
40:00Wir werden ihn überprüfen.
40:02Vielen Dank.
40:08Und jetzt?
40:10Wie bitte?
40:11Erzählen Sie mir nur nicht, Sie treffen sich mit einem alfenböchischen Sack wie mir nur, um Kaffee zu trinken.
40:16Und über schnöselige Anwälte zu plaudern und verschwundene Zeugen.
40:20Sie sind eine junge, hübsche, intelligente Kollegin. Sehr vielversprechend. Also helfe ich Ihnen.
40:27Und womit?
40:2824 Stunden.
40:31Hat Reuter Ihnen doch aufgetragen. Gehen Sie hin, holen Sie eine Prozessverschiebung raus. Hat er Ihnen doch gesagt.
40:36Also, Sie kriegen von mir 24 Stunden. Wenn er selber gekommen wäre, hätte er nicht eine Minute gekriegt.
40:46Ah.
40:48Na ja.
40:49Unausstehlicher Kerl, dieser Reuter. Ich habe ihm acht Wochen Kur zu verdanken. Aber, ja, schlauer Fuchs. Keine Frage.
41:00Na ja. Sie zahlen, nehme ich gerne. Hm?
41:11Ah, sehr gut.
41:12Ah, guten Morgen.
41:13Guten Morgen.
41:15Auf geht's.
41:19Danke.
41:21Dankeschön.
41:21Dankeschön.
41:36Dankeschön.
41:37Willkommen bei der technischen Ortein von Robert Staubsauger.
42:05Das ist ja interessant.
42:11Thomas, jetzt guck mal, was im Faxspeicher war. Es gibt da so eine Verbindung.
42:17Ja, hier ist sie. Oder glaubst du, die Schweizer lassen sich ihre Uhren neuerdings aus China schicken?
42:25Da lagern etwa 8000 gefälschte Uhren. Deutsche und Schweizer Luxusmarken. Wenn man den Originalwert ansetzt, dann sind es über 10
42:32Millionen Euro.
42:33Ui. Da hat ja einer richtig investiert.
42:36Kann man so sagen, ja.
42:37Hier. Das war im Faxspeicher. Die Adresse des Hotels, in dem wir Dennis Weg untergebracht hatten.
42:43Wisst ihr, woher das kam?
42:44Sein Telefonlein in Wiesbaden, aber die konnten sich an niemanden erinnern.
42:49Habt ihr noch was über diesen Deckard?
42:51Ja, er sucht seit vier Monaten über einen Makler eine Ladenimmobilie. Innenstadt, 1a Geschäftslage, nicht unter 100 Quadratmetern.
42:59Für sowas ist eine fünfstellige Monatsmiete fällig.
43:01Mhm.
43:05Gut.
43:10Deckard handelt im großen Stil mit gefälschten Luxusbohren. Er möchte unauffällig expandieren. Da kommt ihm Haubrich auf die Schliche.
43:18Genau. Die gefälschten Zollwarschers an den Uhren stammt von derselben Spedition, für die Haubrich mal gearbeitet hat.
43:26Deckard bekommt kalte Füße. Er sucht einen Profi, der ihm Haubrich aus dem Weg räumt.
43:31Verstarrt.
43:32Und der lässt sich dummerweise von Dennis Weg beobachten.
43:35Verstarrt macht vermutlich Druck auf seinen Auftraggeber, nachdem wir ihn verhaftet haben.
43:40Entweder Deckard macht Dennis Weg mundtot, oder Verstarrt lässt Deckard mit aufliegen.
43:46Und Deckard greift in seiner Verzweiflung zur Waffe und ballert durch diese Hoteltür.
43:50Bleibt noch die Frage, wer Deckard die Informationen über Dennis' Versteck zugespielt hat.
43:55Ja. Und vor allem die Frage, wo ist Dennis weg? Die sollten wir möglichst schnell beantworten. Spätestens bis 9 Uhr
44:02morgen früh.
44:03Sonst platzt die Verhandlung und der Verstarrt schickt uns Ansichtskarten aus Mexiko.
44:07Wir haben alles versucht. Dennis benutzt keine Kreditkarte und die Angestellten im Hotel sind völlig ahnungslos.
44:14Ich hab die Hoffnung, dass er noch rechtzeitig aufgibt.
44:19Er wird sich melden.
44:22Aber nicht bei uns.
44:24Sondern bei jemandem, der ihm nahe steht.
44:27Sehr nahe sogar.
44:54Ablösung.
44:55Na endlich.
45:02Ich will schon wieder eine lange Nacht essen.
45:05Macht dir das Angst?
45:17Oh, unser Hauptzeug ist nicht da.
45:27Ich weiß.
45:28Wir müssen nochmal verschieben. Ich rede nochmal mit Heinbacher.
45:32Vergessen Sie es.
45:33Vergessen Sie es. Der macht nicht nochmal mit. Auch nicht für Sie.
45:35Was machen wir dann?
45:37Ich hab keine Ahnung.
45:42Wollen wir Staatsanwalt? Geht's Ihnen gut?
45:44Guten Morgen.
45:45Alles prima.
45:48Haben Sie was über Strecker?
45:50Nicht viel.
45:51Aber etwas hab ich.
45:54Gut.
45:55Erzählen Sie doch mal.
45:59Na?
46:00Gut geschlafen?
46:01Ah, danke dir.
46:04Hm.
46:10Es geht los.
46:17Nichter Wagen.
46:18Soll den Namen mal einen zweiten Job suchen.
46:20Zentrale für Thomas Reuter. Wir machen uns an die Verfolgung.
46:24Deshalb noch eine Frau schmerzen.
46:25Genau!
46:31Und dann haben sie einen filme.
46:32Okay?
46:33Ja!
46:39Anfrage.
46:40Hallo!
46:40Ich weiß nicht, nein.
46:44Ach.
46:47Ah!
46:48Ach.
46:49Ach.
46:50Ach.
46:50Ach.
46:51Ach.
46:52Ach.
46:52Ach.
46:52Ach.
46:57Verhandelt wird die Strafsache J.S. 297-665 gegen Ernst Verstaat, geboren 15.11.66.
47:05Wohnhaft Freigasse 9 in 65194 Wiesbaden.
47:09Die Anklage lautet auf Mord mit besonderer Heimtücke zum Nachteil des Bernd Haubrich.
47:15Herr Staatsanwalt, die Klage schafft bitte.
47:34Herr Staatsanwalt, die Klage schafft bitte.
47:55Was machen Sie denn hier?
47:57Das könnte ich Sie auch fragen.
47:58Ich gehe spazieren, ist das verboten?
48:01Dennis! Hey, weg!
48:03Kerstin, Dennis!
48:07So, komm her, mein Kleber!
48:10Wer hat mich verbrochen?
48:12Was soll das?
48:13Das frage ich mich auch.
48:15Wegen Verstoßes gegen die Paragraphen 225, 25 und 15 StGB wird die Staatsanwaltschaft eine lebenslängliche Freiheitsstrafe für den Angeklagten fordern.
48:25Danke.
48:26Also gut, dann die Beweisaufnahme, Herr Anwalt.
48:30Ich überlasse es der Staatsanwaltschaft, den ersten Zeugen aufzurufen.
48:38Das ist wirklich sehr freundlich von Ihnen, Herr Kollege.
48:42Ja.
48:43Also, Reuter, fangen Sie an.
48:46Entschuldigung.
48:47Schalten Sie gefälligst diese verdammten Klingeldinge ab!
48:52Reuter?
48:53Ja?
48:55Ja, sehr gut.
48:57Danke.
49:05Herr Vorsitzender, ich...
49:07Oh!
49:09Oh!
49:10Was zum Geier ist denn das jetzt wieder?
49:11Entschuldigung, ich...
49:15Ich glaube...
49:16Ich glaube, mir geht es nicht gut, Herr Vorsitzender.
49:19Also, zum Teufel mit Ihnen, Reuter.
49:21Die Verhandlung ist bis 11 Uhr unterbrochen.
49:23Danke, Herr Vorsitzender.
49:24Eine Stunde.
49:25Danke.
49:34Beugehaft, das ist großartig.
49:35Da fühle ich mich wenigstens endlich mal sicher.
49:37Herr Weg, wenn Sie aussagen, wird Verstaat verurteilt und Sie haben nichts mehr zu befürchten.
49:40Ach, das war ja wohl kaum dieser Verstaat, der versucht hat, mich über den Jordan zu schicken, oder?
49:44Nein.
49:45Also, wer garantiert mir, dass ich sicher bin?
49:47Ja, nach wie vor wir.
49:48Die Polizei, ich schlag mich tot.
49:50Das hat ja bisher auch immer prima funktioniert.
49:53Sie müssen uns nach wie vor vertrauen.
49:54Was läuft denn hier?
49:55Ich vertraue meiner Mutter.
49:56Wo ist mein Mandant?
49:58Wollen Sie in den Dach?
49:59Wollen Sie das?
49:59Nein!
50:00Ihr Mandant ist da drüben.
50:03Warum haben Sie mir nicht Bescheid gesagt?
50:05Gut, dass Sie hier sind.
50:07Meine Mitarbeiterin, Frau Seelbach, Herr Rechtsanwalt Strecker.
50:10Frau Seelbach hat ein paar sehr interessante Informationen herausgefunden, die Herrn Weg und Sie betreffen.
50:16Sie beide kennen sich schon länger, nicht wahr?
50:18Was?
50:19Nein.
50:20Wir sind uns bei dieser Sache zum ersten Mal...
50:21Sechs Gramm Kokain für den Eigenbedarf.
50:24Sie waren noch Referendar.
50:26Und der Name Weg taucht in Ihrer Aussage auf.
50:29Als Dealer.
50:32Ihr Chef hat Sie damals noch rausgehauen.
50:34Bemerkenswert, ganz ohne Prozess.
50:36Respektable Leistung.
50:36Ja, das tut doch hier nichts zur Sache.
50:40Und Ihr Kollege Klempner?
50:41Zu dem hatten Sie auch Kontakt, nicht wahr?
50:43Das ist nicht gegen die Anwaltsordnung.
50:45Wir haben nicht über den Fall gesprochen.
50:47Worüber denn dann?
50:48Ich kenne Klempner seit Kindertagen.
50:49Er hat Probleme.
50:51Scheidung.
50:52Schulden.
50:53Ich habe ihm geholfen, den Fall zu bekommen.
50:56Sonst nichts.
50:59Mensch, Herr Strecker.
51:02Warum haben Sie das nicht gesagt?
51:04Wir haben nach einem Leck gesucht.
51:06Und ich habe lange Zeit geglaubt, dass Sie das sind.
51:08Ich?
51:09Ja.
51:11Aber jetzt denken Sie das nicht mehr.
51:15Jetzt denke ich das nicht mehr.
51:17Runter, bitte, ja?
51:19In Ordnung, Ruhe!
51:24Sie wollen also nicht Aussagen herweg?
51:26Ja, aber ich traue Ihrer Bande nicht.
51:28Bande?
51:29So, herweg, ich zeige Ihnen mal was.
51:33Schau Sie mal hier.
51:34Kommt Ihnen das bekannt vor?
51:36Ja, das ist die Hoteladresse und meine Zimmernummer.
51:40Richtig.
51:41Und jetzt zeige ich Ihnen noch etwas.
51:42Schauen Sie sich mal diese Unterschrift an.
51:44Was ist denn das?
51:46Oh, das kann ich Ihnen sagen.
51:47Vorred.
51:49Diese Hoteladresse haben wir bei Benedikt Deckardt gefunden.
51:53Und das hier ist Ihre Unterschrift unter Ihrem Vernehmungsprotokoll.
51:56Und diese Schrift und diese Schrift ist identisch.
52:03Du glaubst, Sie sind Quatsch doch nicht, Dennis.
52:05Ich habe das nicht geschrieben.
52:07Aber Deckardt, das ist doch der...
52:08Stopp!
52:09Das ist doch der Typ, der mich umnieden wollte.
52:10Was ist das denn?
52:11Nimm Sie mal her.
52:12Stopp!
52:13Woher haben Sie das?
52:14Das hatten ja meine Mutter...
52:15Hatten Sie das im Hotel auch schon?
52:17Sie glauben doch nicht wirklich, dass mich meine Mutter an diesen Deckardt verraten hat.
52:20Ich habe dich nicht verraten.
52:21Die wollen uns nicht zugeben, dass sie einen Leck haben.
52:24Dieser Benedikt Deckardt, Herr Beck, das ist der Auftraggeber von Verstaat.
52:28Verstaat, der Mann im Parkhaus, den Sie beobachtet haben, der Auftragsmörder.
52:31Danny, hör nicht auf die.
52:34Verstaat war natürlich sauer, dass Sie ihn beobachtet haben.
52:36Und der Auftraggeber auch.
52:38Und da wollten Sie sich loswerden.
52:40Sie brauchten nur noch jemanden, der Ihnen sagt, wo Sie sind.
52:43Du hast mir das Handy gegeben.
52:45Und du hast mich auch dauernd angerufen, gefragt, wo ich bin und wie es mir geht.
52:48Dennis, nein.
52:50Danny, ich will doch nicht, dass dir jemand was antut.
52:53Herr Beck.
52:53Ich zeige Ihnen noch mal etwas, Herr Beck.
52:56Schauen Sie mal.
52:58Ihre Mutter hat sich ein neues Auto geleistet.
53:01Beziehungsweise die Anzahlung für die erste Leasingrate.
53:04Und hier die Tüten.
53:06Ihre Mutter gibt gern Geld aus.
53:08Das macht ja auch Spaß hier in Wiesbaden.
53:10Es gibt fabelhafte Geschäfte, zum Beispiel für Damenmode.
53:13Sie geben gern mehr Geld aus, als Sie haben, Frau Beck.
53:16Richtig?
53:17Das ist ja auch einfach heutzutage bei den Kreditangeboten, die man so bekommt.
53:20Und da rutscht man eben mal in die Wiesen.
53:22Das macht ja nichts.
53:23Sie holen sich das, was Ihnen Ihrer Meinung nach zusteht, richtig?
53:26Sie holen sich die Klappe.
53:29Nimm dir, was du kriegen kannst.
53:31Das hast du mal gesagt.
53:33Nimm dir, was du kriegen kannst.
53:34Aber dass du mich verkauft bist.
53:36Für Geld, Mann.
53:37Weil du bist meine Mutter.
53:38Ich tue mich.
53:39Du bist die Ruhe.
53:40Das sagst du, ausgerechnet so ein Loser wie du?
53:44Du hast doch noch nie was auf die Reihe gekriegt.
53:46Ich musste mich immer um alles kümmern.
53:48Jetzt war ich mal dran.
53:49Nimm dir, komm weg.
53:49Du hast dich auf meinem Leben ausgeruhten.
53:53Benedikt Deckardt muss Ihnen doch vorgekommen sein wie ein rettender Engel.
53:57Ja, sie sind auf einen Schlag ihren Sohn los und dann gibt es auch noch einen Haufen Geld.
54:00Die wollten ihn los erschrecken, damit er nicht aussagt.
54:04Die wollten ihm nichts tun.
54:05Erschrecken, Mann, die haben auf mich geschossen.
54:07Ich hatte bloß Glück.
54:09Ich hätte bloß nicht aussagen müssen.
54:11Dann hätten wir alle was davon gehabt.
54:13Aber selbst dazu bist du zu blöd.
54:25Nicht zu fassen.
54:29So, bin wieder da.
54:32Geht es ihm wieder besser, Herr Staatsanwalt?
54:34Ich fühle mich wie neu geboren, Herr Vorsitzender.
54:36Na, danke.
54:37Das sind Ihre blöden Witze.
54:39Können wir endlich beginnen?
54:40Mit der Zeugeneinvernahme?
54:42Natürlich.
54:43Der Zeuge, Herr, weg.
54:45Dennis, weg, bitte.
54:51Na und jetzt?
54:53Was jetzt schon wieder?
54:56Ja.
55:11Sie sind Dennis Weck, geboren am 25.03.1988, wohnhaft in Wiesbaden?
55:18Ja.
55:20Gut.
55:21Herr Weck, erzählen Sie uns doch bitte mal, was Sie am Abend des 14. September gemacht haben.
55:28Zur Urteilsverkündung will ich alle Beteiligten und Zuschauer wieder in den Verhandlung sagen.
55:38In der Strafsache JS 297-665 gegen Ernst, Verstaat, geboren, wohnhaft etc. etc. etc. hat das Gericht wie folgt erkannt.
55:48Der Angeklagte wird wegen Mordes in einem besonders heimtückischen Fall zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
56:00Zur Begründung des Urteils ist folgendes zu sagen.
56:04Erstens, Tathintergründe.
56:05Im Herbst 2002 stellten die Ermittlungsbehörden des Zolls und der Abteilung organisierte Kriminalität der Kriminalpolizeidirektion Wiesbaden erstmals das vermehrte Auftauch.
56:15Sie werden nicht gefälscht am Markt.
56:28Frau Weck, können wir etwas für Sie tun?
56:31Der Prozess ist doch vorbei. Ich wollte noch mal mit Dennis sprechen.
56:41Dennis, ich...
56:45Gut, Frau Weck, Sie hören von uns.
56:54Eltern kann man sich eben nicht aussuchen.
56:57Kinder auch nicht.
57:15Kinder auch nicht.
57:15Nein.
57:28Kinder auch nicht.
Kommentare