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KurzfilmeTranskript
00:09ARD Text im Auftrag von Funk
00:19Hey!
00:24Ich ist ja noch gar nicht umgezogen.
00:28Tada!
00:32Philipp, ich muss mit dir reden.
00:35Jetzt? Können wir das nicht gleich bei Mithilina machen?
00:39Ich...
00:42Ich hab mir was vorgemacht.
00:46Ich bin noch nicht über Konstantins Tod unterwegs.
00:52Aber ist doch okay. Du brauchst Zeit.
00:57Ich kann nicht.
01:01Maja, nimm dir die Zeit.
01:04Bei mir hat es damals auch gedauert, als meine Frau gestorben ist.
01:12Willst du jetzt einfach alles hinschmeißen, was wir uns aufgebaut haben?
01:17Denk doch mal an die Jungs. Die sind schon wie Brüder.
01:20Klar denke ich an die Jungs.
01:26Aber wir müssen alle glücklich sein, oder?
01:33Soll ich Jonas sagen, dass der Laurin nie wiedersehen wird?
01:35Wie stellst du das denn vor?
01:36Ja.
01:38Das kannst du doch nicht machen.
01:41Maja, wir schaffen das, hm?
01:44Nein, tun wir nicht.
01:49Weil ich dich nicht liebe.
02:04Ja.
02:06Ja.
02:08Ja.
02:33Philipp Wessling ist dringend tatverdächtig, am 15 März zwischen 19 und 21 Uhr seine Lebensgeschichte zu erledigen.
02:39Maja Lindach in ihrer Wohnung in Bornheim getötet zu haben, indem er sie mit einer Buddha-Statue erschlug.
02:45Strafbar als Totschlag nach §212 StGB. Es wird beantragt, Haftbefehl zu erlassen.
03:17Der hintere Umwerfer, als wüsste ich, wo der ist.
03:21Hinten? Aha, sehr witzig.
03:25Komm, rück mal zur Seite. Du hast mal was im Kopf, aber mit den Händen.
03:30Entschuldige bitte, ich habe zwei sehr gute linke Hände, ja?
03:42Kann ich Ihnen helfen?
03:44Ich wollte zu Benjamin Hornberg.
03:47Der bin ich.
03:50Ich brauche Ihre Hilfe, dringend.
03:53Kommen Sie, dann gehen wir doch direkt hoch.
03:57Ihr wartet hier. Jonas, du passt auf ihn auf, ja?
04:00Wenn ihr wollt, könnt ihr meinem Freund Leo helfen.
04:03Komm.
04:05Danke.
04:10Ach so, Scheiße.
04:12Frau Westling, was kann ich für Sie tun?
04:16Mein Sohn sitzt seit gestern in Untersuchungshaft.
04:20Was wird ihm denn vorgeworfen?
04:23Soll seine Freundin erschlagen haben?
04:31Die Kinder sollten bei mir übernachten und Dankeschön.
04:34Und dann habe ich gemerkt, dass wir Laurens Tasche vergessen haben.
04:37Dann bin ich nochmal zurück in Mayers Wohnung. Ich habe einen eigenen Schlüssel.
04:42Und da lag sie dann da auf dem Boden.
04:46War Ihr Sohn auch in der Wohnung?
04:48Nein, nein, nein. Der hat mich aus der Untersuchungshaft angerufen und mir gesagt, dass er verhaftet worden ist.
04:56Und die beiden Jungs sind Ihre Enkel?
04:58Ja.
04:58Also Jonas, der Ältere, ist mein Enkel. Der Laurin, das ist Mayers Sohn.
05:04Hm.
05:05Ich glaube, der hat noch gar nicht verstanden, dass seine Mutter tot ist.
05:15Und wer kümmert sich jetzt um den kleinen Laurin?
05:19Ja, der bleibt erstmal bei mir.
05:21Klar.
05:24Inbus?
05:32Guck mal hier, das ist ein Inbus.
05:41Tuch?
05:46Danke.
05:48Bist du Mechaniker?
05:50Ja.
05:51Sowas ähnliches.
05:54Wenn der Mann die Probleme löst.
05:57Du wolltest doch auch mal Mechaniker werden, oder Laurin?
06:01Guck mal.
06:03Das ist einer mit 8-Zylinder-Saugnoter, oder?
06:05Ich will zu Anke.
06:08Na komm, ich bring euch mal rein.
06:13Benni?
06:15Übernehmt ihr die Jungs? Ich brauche noch ein paar Ersatzteile.
06:18Ich nehme dein Bike mit, ja?
06:20Hey.
06:20Was?
06:22Danke.
06:23Sehr gern.
06:24Ciao, Jungs.
06:28Ist Mama wirklich nicht mehr da?
06:37Ja.
06:40Aber ganz tief da drin, da ist sie immer bei dir.
06:46Guck mal her.
07:13Entschuldigung.
07:16Ach du Scheiße.
07:18Dürfte ich mich kurz unterstellen?
07:21Ja, klar.
07:24Danke.
07:30Hat mich ja schon immer gefragt, wer auf so einem Haus gut wohnt.
07:33Und?
07:35Enttäuscht?
07:36Ne.
07:42Schraubenzieher.
07:46Hier.
07:55Ich glaube, dieses E-Bike habe ich schon irgendwo gesehen.
07:57Das kann nicht sein.
07:59Heute Tag erfahren ja viele mit so einem E-Bike rum, oder?
08:07Darf ich mich mal umschauen?
08:11Ich habe eine App entwickelt. Rollaway.
08:14Damit kann man hier in Frankfurt E-Scooter leihen.
08:17Sie wissen schon, diese Rolle an der Straße.
08:19Was hat Maja beruflich gemacht?
08:21Sie war Teilhaberin im Autohaus Lindach.
08:24Sie musste ja Konstantins Arbeit übernehmen.
08:26Konstantin?
08:28Ihr Mann.
08:30Als ich Maja kennengelernt habe, da war Konstantin ungefähr ein Dreivierteljahr schon tot.
08:40Ich wusste genau, wie sich Maja fühlt.
08:44Meine Frau ist bei Jonas' Geburt gestorben.
08:47Das tut mir leid.
08:54Was ist gestern Abend passiert?
08:58Wir hatten unser Einjähriges und...
09:02...dann sagt Maja auf einmal, dass sie sich trennen möchte.
09:07Das hat mich völlig umgehauen.
09:08Und ich habe die Fassung verloren und...
09:11...dann lag die Vase auf dem Boden.
09:13Und wie kam das Blut an Ihre Kleidung?
09:18Maja wollte die Scherben aufheben, hat sich dabei geschnitten.
09:21Und als ich ihr helfen wollte, hat sie mich von sich gestoßen.
09:24Und ihre Hand hat geblutet.
09:25Oh Gott.
09:29Maja ist mit einer Buddha-Statue erschlagen worden.
09:33Auf der waren Ihre Fingerabdrücke.
09:40Buddha-Statue.
09:43Ich habe die bestimmt irgendwann mal angefasst.
09:45Aber ich war das nicht.
09:46Das müssen Sie mir glauben.
09:51Wie geht es Jonas und Laurin?
09:52Ihre Mutter kümmert sich um die beiden.
09:56Die Kinder scheinen engen Draht zu ihr zu haben.
10:00Ja, absolut.
10:02Als meine Frau gestorben ist, hat meine Mutter extra ihren Job reduziert,
10:05...um mir mit Jonas zu helfen.
10:08Und als ich Maja kennengelernt habe, da hat sie sich auch um Laurin gekobert.
10:14Hat der kleine Laurin noch andere Verwandte?
10:16Eine Tante, Katharina.
10:19Mit der hatte Maja das Autohaus.
10:22Aber die beiden konnten nicht so gut miteinander, deswegen hat Laurin sie nicht so oft gesehen.
10:27Laurin braucht mich jetzt.
10:29Können Sie bitte dafür sorgen, dass die Jungs mich besuchen können?
10:34Ich werde sehen, was ich machen kann.
10:38Danke. Das bedeutet mir viel.
10:40Wird man eigentlich schnell seekrank auf so einem Boot?
10:44Das kommt drauf an.
10:46Also, ich mag das Schaukeln ja sehr.
10:51Schöner Anblick.
10:55Ausblick.
10:56Finde ich auch.
11:03Wollen Sie nicht rangehen?
11:05Das ist jetzt nicht so wichtig.
11:12Vielleicht sollte ich doch ganz kurz ...
11:17Was gibt's denn?
11:18Wann ist mein E-Bike fertig?
11:19Na ja ...
11:21Kommt.
11:23Wie kommt?
11:24Wann denn?
11:26Brauch noch.
11:28Dann hast du gerade Damenbesuch?
11:30Wieso?
11:31Ach komm schon, ich kenn dich doch.
11:33Na ja ...
11:36Okay, mach aber nicht zu lang, ich hab einen Job für dich.
11:41Was denn für einen Job?
12:11Hallo.
12:12Hallo.
12:13Hallo.
12:32Sorry, ich wollte Sie nicht erschrecken.
12:35Ich hab's gerade erst verfahren.
12:38Hallo, ich bin alter Freund von Maja.
12:40Schulfreund, ich ...
12:42hab Sie leider lange nicht gesehen.
12:47Auf Wiedersehen.
12:52Darf ich Ihnen helfen?
12:55Sie sammeln also die Scooter auf der Straße ein,
12:58laden die zu Hause auf und bringen sie dann zurück?
13:01Ja, dann kann man sich ein bisschen was dazu verdienen.
13:04Dann kannten Sie Maja gut.
13:06Ich hab mir ab und zu mal geholfen.
13:09Einkaufen, auf den Sohn aufpassen.
13:12Die war ja den ganzen Tag im Autohaus.
13:13Ja, die Arbeit, die war hier wichtig.
13:16Kennen Sie sie aber schlecht.
13:17Maja und Autos, die wollte da raus.
13:21Wie gesagt, die haben uns lange nicht gesehen.
13:24Und sagen Sie ...
13:26Ihren Freund Philipp?
13:29Kennen Sie den auch?
13:30Ah ja, schon lange.
13:32Ich hab die beiden ja praktisch miteinander bekannt gemacht.
13:35Ah, Sie waren was?
13:36Ja, Maja hatte so was mal erzählt.
13:39Und Philipp ist jetzt verhaftet worden?
13:42Philipp, der war das auf keinen Fall.
13:45Der ist in Ordnung.
13:55Der Junge hat beide Eltern verloren.
13:58Was soll denn jetzt noch aus ihm werden?
14:03Das prüfen wir gerade.
14:05Das ist ein Kind und keine Akte.
14:08Das müssen Sie mir nicht sagen.
14:09Ich glaube, wir beide wissen sehr gut,
14:11was ein Kind schon allein bei einer Trennung durchmacht.
14:18Larens Tante hat einen Vormundschaftsantrag gestellt.
14:21Sie ist die einzige Verwandte.
14:23Katharina Lindtach?
14:25Die hat doch so gut wie keinen Kontakt zu dem Jungen.
14:28Kann er denn nicht vorerst bei der Mutter meines Mandanten bleiben?
14:31Die hat die engste Bindung zu ihm.
14:32Ich weiß.
14:34Ich möchte ihn auch überhaupt nicht aus einem vertrauten Umfeld reißen,
14:36aber wir müssen das leider prüfen.
14:41Mein Mandant würde gerne die beiden Kinder sehen.
14:43Können Sie ihm eine Besuchserlaubnis ausstellen?
14:46Ein Vierjähriger in der JVA?
14:47Ich glaube, das ist keine gute Idee.
14:49Sonst, wenn ich seine Mutter wäre, ich fände das nicht gut.
14:52Keine Ahnung, wie ich das meinem Mandanten beibringen soll.
14:54Indem Sie ihm klarmachen, dass es im Sinne der Kinder ist.
14:59Was machen Sie denn da die ganze Zeit?
15:01Ich?
15:02Versteckte Leidenschaft?
15:04Bitte?
15:05Ein Hobbykeller, in dem Sie nach Feierabend rumschrauben?
15:09Nein.
15:13Ich war heute Morgen am Mainjoggen und da war dieser Mann,
15:16der hatte einen Schraubenzieher und der war öhlicher.
15:20Dann habe ich den angefasst und den Schraubenzieher.
15:26Was so ein kleiner Schraubenzieher alles bewirken kann?
15:30Besser als jede Dating-App?
15:31Quatsch.
15:33Den Mann sehe ich doch sowieso nicht wieder.
15:35So wie Sie eben gestrahlt haben, auf jeden Fall.
15:52Mein Beinart.
15:53Danke, Karl.
15:55Kann ich irgendwas für dich tun?
15:57Ich komm klar, danke.
15:59Kann ich helfen?
16:02Ist das ein Heckschleuder?
16:04Mhm.
16:05Aber der fährt trotzdem wieder auf Schienen.
16:07Drehmoment?
16:08500 Newtonmeter?
16:10Die bringt er bei 3500 Umdrehungen.
16:13Und das bei knapp zwei Tonnen Leergewicht.
16:16Sie ist schon leid, jemand Benzin im Blut.
16:19Naja, ich bin damit aufgewachsen.
16:21Mein Papa hat dieses Autohaus gegründet.
16:24Und dann sind Sie die Besitzerin?
16:26Ja.
16:27Ich war vor zwei, drei Tagen schon mal hier.
16:29Da hat mich eine Maja Lindach beraten.
16:32Ich dachte, ihr gehört das Autohaus.
16:34Hm, meine Schwägerin.
16:36Aber die hat ja eigentlich die ganze Woche frei.
16:39Hm, da war das letzte Woche.
16:40Er hat mich eh nicht so gut beraten.
16:42Ja, sie ist in den Job eher unfreiwillig reingerutscht.
16:45Ja, wie rutscht man denn unfreiwillig ins Autohaus ein?
16:49Also, was ist jetzt?
16:52Probefahrt?
16:53Ja, gern.
16:55Sagen Sie, haben Sie Kinder?
16:56Sie lieben diese Autos.
16:58Ich hab am Montag die erste Lieferung bekommen.
17:01Musste schon nachbestellen.
17:02Vielen Dank.
17:04Bin gleich wieder da.
17:05Ja.
17:11Ist mit Probefahrten kein Formel 1-Rennen.
17:15So besser ist es dir so lieber, Schatz.
17:21Was ist denn jetzt damit?
17:24Die kleine Lauren hatte so einen Wagen dabei.
17:27Die Dinger wurden am Montag im Autohaus zum ersten Mal verteilt.
17:30Und am Montag hatte Laurens Mama, also Maja, frei.
17:33Du meinst, Katharina Lindach hatte hinter dem Rücken ihrer Schwägerin Kontakt zu Lauren?
17:38Ja, sieht so aus.
17:40Es könnte sein, dass Maja das Haus gefunden hat, dann kam es zum Streit und dann...
17:43Ich rede mit Katharina Lindach.
17:45Mach das.
17:49Hey!
17:50Oh Mann, was für eine dämliche Idee. Eine Probefahrt mit dir auf dem Beifahrersitz.
17:55Wer war denn die Frau heute bei dir?
17:57Du fängst ja schon wieder damit an.
17:59Du hast einfach einen anderen Tonfall, wenn eine Frau bei dir ist.
18:01Hab ich nicht.
18:02Wie ich das schon früher gehasst habe, ja?
18:05Sobald eine halbwegs interessante Frau in deiner Nähe ist, lässt du mich einfach links liegen.
18:09Ich glaube, du willst gleich mal aussteigen, oder?
18:12Wann ist mein E-Bike fertig?
18:14Kommt drauf an, was dir wichtiger ist. Der Fall oder dein E-Bike.
18:17Ich dachte, du bist Multitasking.
18:19Ja, bin ich auch. Ich kann zum Beispiel Auto fahren und eine brillante Idee haben, wie du auch ohne dein
18:24E-Bike mobil bist. Pass auf.
18:31Ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
18:32Ein voller.
18:36Das ist übrigens Gerd Mertens. Der Nachbar von Maya Lindach, weißt du?
18:44Herr Mertens! So sieht man sich wieder.
18:48Tag.
18:49Laden Sie die Scooter immer her?
18:51Sozusagen mein Revier.
18:53Soll ich ihm mal helfen?
18:54Nein, danke. Bitte nicht anfassen.
19:00Mein Kumpel, der möchte sich nämlich einen ausleihen.
19:02Ja, zumindest so lange, bis mein E-Bike wieder repariert ist.
19:06In Frankfurt kann man ja heutzutage gar kein Auto mehr fahren bei dem Verkehr.
19:10Ja, deswegen habe ich erst gar keinen Führerschein gemacht.
19:14Vielleicht können Sie ihm ein bisschen helfen und ihm erklären, wie das geht?
19:17Muss nämlich los, macht's gut.
19:20Handy?
19:21Wir müssen eine App runterladen.
19:23Das auch noch, hm?
19:26Hier.
19:28Was muss ich denn eingeben?
19:30Handynummer.
19:55Heu!
19:55Hannu wartet!
19:55Sorry, ich bin noch in der Probephase.
20:26Ah, nee, das ist nicht so.
20:34Guten Tag.
20:36Das ist meine Tochter.
20:39Guten Tag, Benjamin Hornberg.
20:41Ich bin Philipp Westlings Anwalt.
20:45Ich würde mich gerne kurz mit Ihnen unterhalten. Passt das?
20:48Also eigentlich habe ich gerade zu tun, aber...
20:50Klar, bitte.
20:52Verleihen Sie auch E-Autos?
20:54Ja, ich denke sogar nach.
20:57Sie sind ein Familienunternehmen, oder?
21:00Seit 1970.
21:02Also mein Bruder und ich haben es dann nach dem Tod unserer Eltern weitergeführt, ja.
21:05Und dann ist auch noch Ihr Bruder gestorben.
21:07Das war sicher keine einfache Zeit für Sie.
21:10Nein.
21:10Und nach seinem Tod ist dann seine Frau Maja bei Ihnen hier ins Autohaus mit eingestiegen.
21:15Aber Sie waren zerstritten, oder?
21:19Naja, also, zerstritten, wir...
21:22Wir haben Konstantin beide sehr geliebt und eigentlich hättet uns das ja auch verbinden sollen.
21:27Aber?
21:30Wir sind sehr unterschiedlich mit seiner Krankheit umgegangen.
21:34Also Konstantin hatte ja depressive Schübe, seit er Teenager war.
21:37Und schon damals hat es ihm am meisten geholfen, wenn ich ganz normal damit umgegangen bin.
21:43Und Maja hat ihn halt wie einen Kranken behandelt.
21:48Ja, und vor knapp zwei Jahren, da hat er sich dann vor die S-Bahn geworfen.
21:58Und für Maja war eben klar, dass ich ihn überfordert habe, weil ich wollte, dass er weiter hier arbeitet.
22:03Und meinen kleinen Neffen durfte ich dann auch nicht mehr sehen.
22:12Der kleine Laurin hatte auch so ein Auto.
22:17War der das von Ihnen?
22:19Also wie gesagt, Maja hat mir Laurin fast zwei Jahre vorenthalten.
22:25Und ich wollte ihn einfach gern mal wiedersehen.
22:30Wusste Maja davon?
22:32Nein, also...
22:34Philipp hat mir dabei geholfen.
22:37Philipp Westling?
22:39Ja.
22:45Warum haben Sie hinter dem Rücken Ihrer Freundin ein Treffen zwischen Katharina Lindach und Laurin organisiert?
22:52Laurin hat ständig nach seiner Tante gefragt.
22:54Und im Autohaus kann man bald eh Autos leihen.
22:57Zufall.
22:58Katharina hat mir angeboten, dass wir das Projekt zusammen angehen.
23:02So etwas dürfen Sie mir nicht verheimlichen.
23:04Gibt es noch irgendetwas, was ich wissen muss?
23:07Nein.
23:10Wann kann ich denn endlich die Jungs sehen?
23:11Die Staatsanwältin sieht das leider kritisch.
23:13Aber ich muss denen doch erklären, dass ich das nicht war.
23:15Dass sie sich auf mich verlassen können.
23:16Ich weiß.
23:17Es geht um meine Kinder, verdammt nochmal!
23:18Ich hab ein Recht dazu, sie zu sehen!
23:42Langsam bereue ich meine Idee mit dem E-Roller.
23:44Aber gehst du auch mal ans Telefon, wenn ich dich anrufe?
23:47Nicht, wenn ich in meiner Freizeit Fahrräder reparieren muss.
23:51Aber keine Sorge, ich hab deinen Anruf abgehört.
23:54Maja Lindach muss durchgedreht sein, wenn sie von den heimlichen Treffen Spitz gekriegt hat.
23:58Hat sie auch nicht.
23:59Sicher?
24:02Ich weiß nicht, was ich von dem Philipp Wessling halten soll.
24:05Der geht immer so schnell an die Decke.
24:11Maja wollte übrigens aus dem Autohaus aussteigen.
24:14Sagt wer?
24:16Sagt der Nachbar.
24:18Wenn Maja aus dem Autohaus aussteigen wollte, dann hätte Katharina sie auszahlen müssen.
24:23So viel Geld hat die doch im Leben nicht.
24:25Dann wäre doch das Autohaus futsch gewesen.
24:27Was, wenn Katharina Lindach das mit allen Mitteln verhindern wollte?
24:32Traumenzieher?
24:33Dann hörst du mir überhaupt zu.
24:34Ja, natürlich hör ich dir zu, Schatz.
24:39Dankeschön.
24:44Das glaube ich jetzt nicht.
24:46Was denn?
24:47Kann es sein, dass die Strauß heute Morgen hier vorbeigejoggt ist und dein Schraubenzieher ist hier vor die Füße gerollt?
24:55Deswegen warst du heute am Telefon so komisch, weil die Strauß neben dir stand.
24:58Leo, ich möchte nicht, dass sie weiß, dass du für mich arbeitest.
25:02Jetzt halt mal die Luft an.
25:04Ich weiß nicht, wer ich bin. Ich habe ihr nichts gesagt.
25:08Frankfurt hat 750.000 Einwohner. Mindestens die Hälfte davon sind Frauen.
25:13Du wirst doch wohl irgendeine finden, die nicht Claudia Strauß heißt.
25:18Hey!
25:19Wenn die hier nochmal vorbeikommt, lässt du sie abblitzen. Hast du mich verstanden?
25:26Claudia Strauß hier in dem Tag.
25:27Sagen Sie, hätten Sie für heute Abend spontan noch einen Termin frei?
25:33Ja, nein, nicht so wie immer. Diesmal so mit lockigen Wellen.
25:38Ach, klasse.
25:40Gut, danke. Tschüss, bis später.
25:42Neue Frisur, neuer Mann. Lassen Sie mich raten. Der Typ mit dem Schraubenzieher?
25:47Und mit dem Hausboot.
25:49Hört sich für mich nach der perfekten Liebeshöhle an. Jeden Abend eine andere abschleppen und mit der schönen Aussicht punkten.
25:57Einversichtig.
25:58Ich!
26:01Was genau wollen Sie eigentlich von mir?
26:06Katharina Lindach ist dringend tatverdächtig.
26:08Sagt wer?
26:09Nun sagen die Indizien. Sie war mit Maya heillos zerstritten und trotzdem mussten die beiden jeden Tag miteinander arbeiten.
26:15Wenn ich jeden Kollegen umgebracht hätte, den ich nicht leiden kann, dann wäre ich eine Serienkillerin. Und sie tot.
26:21Maya Lindach wollte ihre Anteile am Autohaus verkaufen. Hätte Katharina sie auszahlen können? Wohl kaum.
26:27Das Familienunternehmen hätte vor dem ausgestanden.
26:29Hätte, hätte, wenn und wäre.
26:31Katharina Lindach muss doch schwer darunter gelitten haben, dass sie ihren Neffen nicht mehr sehen durfte.
26:38Der letzte verbleibende Erbe des Autohauses.
26:42Beweise sind was anderes.
26:44Aber gut. Ich werde sie befragen lassen.
26:54Aber gut.
27:13Hallo Frau Westing.
27:16Herr Hormack, kann ich Sie im Moment sprechen?
27:26Natürlich. Mögt ihr Fußball?
27:28Ja, klar.
27:40Ich glaube, er hat es immer noch nicht richtig verstanden.
27:44Danke.
27:48Kinder in dem Alter verdrängen erst mal.
27:51Ist ganz normal.
27:55Mach mir Sorgen um meinen Sohn.
27:58Seit Jonas auf der Welt ist, da war er nicht einen Tag von ihm getrennt.
28:01Er wollte die beiden Jungs sehen,
28:03aber die Staatsanwältin hält das leider für verfrüht.
28:07Ich kann ihn ja auch nicht besuchen.
28:09Ich kann ja die Kinder nicht alleine lassen.
28:10Und in die Schule, in den Kindergarten will ich sie nicht schicken.
28:13Da würden alle nur Fragen stellen.
28:18Frau Westing, wussten Sie, dass Ihr Sohn Kontakt hergestellt hat
28:21zwischen Katharina Lindach und Laurin?
28:25Nein.
28:27Warum hätte er das tun sollen?
28:32Dieser Frau geht es nur um sich selbst, nicht um den Jungen.
28:36Ich müsste nochmal in Majas Wohnung, weil ich ein paar Sachen für Laurin brauche.
28:46Mal sehen, ob ich den halte oder nicht.
28:51Ist das schon alles?
28:53Was seid ihr denn für Amateure?
29:01Es geht 3 zu 3, den nächsten Hälften.
29:04Ja, abwarten, mein junger Freund.
29:06Ja.
29:08Ja.
29:09Ah, Mist.
29:12Wollen Sie später zu meinem Fußballspiel kommen?
29:14Gerne.
29:15Und Leo?
29:16Klar.
29:17Was spielst denn du?
29:18Abwehr oder Sturm?
29:20Innenverteidigung.
29:22Innenverteidigung.
29:22So schaut's aus.
29:23Achtung!
29:24Nein!
29:35Hallo?
29:38Jemand zu Hause?
29:40Hi!
29:41Hi!
29:43Mein Fahrrad, das hat heute Morgen auf dem Weg zum Büro so komische Geräusche gemacht.
29:47Und da Sie ja Profi im Reparieren sind, dachte ich...
29:51Dass ich mir das mal kurz anschaue.
29:52Ja.
29:53Kein Problem.
30:05Moment.
30:07Ja?
30:09Hi Leo.
30:09Lust auf ein Fußballspiel?
30:11Der kleine Wessling hat uns eingeladen.
30:14Ja.
30:15Auf dem Fußballplatz in Ginnheim.
30:17Holst du mich ab?
30:19Leo?
30:20Ja.
30:21Da.
30:22Da.
30:22Da ist es wieder.
30:23Was?
30:24Sag jetzt nicht, dass die Strauß bei dir ist.
30:27Okay Leo, du machst kein Kompliment.
30:29Du lächelst sie nicht an.
30:32Du machst jetzt einen ganz beschissenen Schmuck und lässt sie stehen.
30:34Hast du mich verstanden?
30:36Ja.
30:42Sorry, ich habe jetzt leider doch überhaupt keine Zeit.
30:46Okay.
30:50Hasta la vista, Baby.
30:52Auf keinen Fall.
30:53Leo?
30:56Hasta la vista, Baby.
31:00Ja.
31:02Du hast es wirklich gesagt.
31:06Ja.
31:07Der E-Scooter und ich werden übrigens keine Freunde mehr.
31:11Wer braucht Freunde, wenn er mich hat?
31:20Herr Mertens!
31:31Gut, dass ich Sie treffe.
31:33Sagen Sie, den E-Scooter, stelle ich den jetzt einfach irgendwo hier ab?
31:37Sie müssen ihn nicht dahin zurückbringen, wo Sie ihn geholt haben.
31:40Ach so.
31:42Alles in Ordnung, Herr Mertens?
31:44Upsala.
31:44Kommen Sie mal mit?
31:47Setzen Sie sich.
32:01Mein Kumpel hat mir erzählt, dass Ihre Nachbarin gestorben ist.
32:09Maja.
32:11Standen Sie sich nahe?
32:13Wir haben ja Tür an Tür gewohnt.
32:17Sie war für mich.
32:23Eben Maja.
32:37Haben Sie jemanden, mit dem Sie Ihre Trauer teilen können?
32:44Ich gehe ab und zu zur Therapeutin.
32:49Da kann ich reden.
32:53Tut sich ja gut.
33:11Na, ist das Spiel schon vorbei?
33:13Die Jugend spielt sowieso noch keine 90 Minuten.
33:15Ich glaube, die spielen so, keine Ahnung, 2x25 oder so.
33:18Ja.
33:19Und jetzt?
33:21Ja.
33:21Aber du weißt ja, ein Armspiel ist vor dem Spiel.
33:29Aber du weißt ja, ein Armspiel ist vor dem Spiel.
33:36Na klar.
33:39Dein Papa hat doch Autos auch immer so geliebt.
33:41Ich weiß.
33:46Tschüss.
33:47Laurin!
33:52Wir gehen jetzt nach Hause.
33:54Noch ganz kurz.
33:56Laurin!
34:00Halt dich von dem Jungen fern.
34:01Entschuldigung.
34:02Laurin ist mein Neffe und ich kann ihn sehen, wann ich will, ja?
34:04Das hat Maja aber anders gesehen.
34:06Maja ist tot.
34:07Ja.
34:08Ja.
34:09Und jetzt habe ich die Verantwortung für den Jungen.
34:11Und wenn ich noch einmal sehe, dass du dich ihm näherst, was machen Sie überhaupt hier?
34:16Frau Linda, Frau Wessling, meinem Mandanten geht es um das Wohl von Laurin.
34:22Und Ihnen doch auch.
34:24Was halten Sie von einer Mediation morgen früh in meiner Kanzlei?
34:34Danke, das ist sehr freundlich.
34:36Aber der Platz von Laurin, der ist bei Philipp und Jonas und dabei wird es auch bleiben.
35:05So sieht bei dir also ein berufliches Abendessen mit Claudia Strauß aus, ja?
35:09So sehe ich immer aus, wenn ich essen gehe.
35:12Wenn wir zusammen essen gehen, siehst du nie so aus.
35:15Tja.
35:21Claudia und ich, wir wären schon ein sehr schönes Paar.
35:24Ach, ihr seid jetzt schon beim Du.
35:28Sie kommt gern schnell zur Sache.
35:36Sollte ich Gefallen an ihr finden, dann müsste ich mich natürlich entscheiden.
35:38Also, ne, zwischen dir und ihr.
35:42Es trifft sich gut.
35:43Ich will dich nämlich schon seit Jahren austauschen.
35:47Und warum hast du es da noch nicht getan?
35:50Keine Sorge.
35:51Die Bewerbungsgespräche laufen.
35:54Und jetzt raus hier, ich muss los.
35:55olaisiä.
36:23Die Bewerbungsgespräche, luft die Bewerbungsgespräche aus.
36:25Stimmt was nicht?
36:28Bin ich overdressed?
36:31Nein. Sie sehen toll aus.
36:45Soll ich unser Treffen heute als Date verbuchen?
36:56Da steht Ihnen der Friseurbesuch.
37:02Danke.
37:05Ja, dann.
37:21Fragen Sie ihm.
37:29Gibt es nicht vielleicht doch die Möglichkeit, dass Philipp Westling seine beiden Söhne sehen kann?
37:38Zum Beispiel mit einer Videoschaltung.
37:41Deswegen das Kompliment.
37:44Nein.
37:46Das kam von Herzen.
37:53Gefällt mir.
37:56Warum kamen wir da nicht schon früher drauf?
37:59Das frage ich mich schon sehr lange.
38:07Videoschaltung.
38:10Machen wir so?
38:14Machen wir so.
38:18Haben Sie eigentlich mit Katharina Lindach gesprochen?
38:23Ja, sie hat bestätigt, dass Maya ihre Anteile am Auto verkaufen wollte.
38:27Dann kam ja Mayas Tod auffällig gelegen für Katharina Lindach.
38:32Nicht ganz. Katharina hatte genügend Rücklagen, um Maya auszubezahlen. Wir haben das geprüft.
38:39Okay.
38:41Aber sagen Sie, hat Westling wirklich von seinen Kindern gesprochen?
38:46Ja. Er macht keinen Unterschied zwischen den beiden.
38:50Was glauben Sie?
38:52Was tut so ein Familienmensch, wenn seine Liebsten in Gefahr sind?
38:58Ich meine, weil Maya ihn verlassen wollte, hätte ja auch Westlings Sohn seinen neuen Bruder verloren.
39:06Wie weit geht so jemand wie Westling, um das zu verhindern?
39:10Was wollen Sie damit sagen?
39:26Ohne Spur?
39:37Ohne Spur?
39:38Stopp!
39:41Stopp!
39:45Ach so was?
39:57Sie müssen nicht exemplarisch im Öffentlichen reden.
39:59Letzteren Sie sich doch jetzt die Sonn ins Koalige�illen so stark happens.
40:02Wir wollen sie doch nykieren还是 lieb.
40:06Nationalgesetzes war blöd.
40:11Das war's.
40:42Hat es Sie eigentlich überrascht, dass sich Maja von Ihrem Sohn trennen wollte?
40:49Ja, klar.
40:53Sie hätte nicht nur sich, sondern auch Philipp und die Kinder unglücklich gemacht.
41:02Ist es denn gut, dass der kleine Laurin seine Tante nicht sehen darf?
41:07Dazu ist alles gesagt.
41:21Bitte sehr.
41:23Der Umwerfer, endlich.
41:24Schönen Tag noch.
41:25Gleichfalls.
41:31Vielen Dank für die heiße Nacht.
41:33Können wir gerne wiederholen.
41:37Das bist du nicht von mir.
41:39Die Hormone, sorry.
42:02Darf ich mit den Jungs reden?
42:04Bereit?
42:14Papa.
42:15Ja, ihr beiden.
42:16Wo bist du?
42:17Wann kommst du?
42:18Ich wäre jetzt so gerne bei euch, aber ich muss noch der Polizei helfen.
42:21Kannst nicht trotzdem hier kommen?
42:23Bald, okay?
42:25Mama ist tot.
42:28Ich weiß.
42:30Und du glaubst gar nicht, wie gerne ich dich jetzt in den Arm nehmen würde.
42:34Euch beide.
42:39Was holen wir nach, okay?
42:44Wir waren heute mit Oma Eishessen und ich durfte im Polizeiauto sitzen.
42:51Wow.
42:52Schön.
42:53Hat es dir gefallen?
42:55Wann kommst du denn?
42:58Bald, versprochen.
43:00Also, halt mal, ihr könnt euch immer auf den Papa verlassen, okay?
43:04Okay.
43:06Okay.
43:09Also, macht's gut, meine Großen.
43:13Habt euch lieb.
43:14Wir sehen uns bald wieder.
43:50Danke.
43:56Herr Wessling, Ihre Mutter war in der Tatnacht nochmal in der Wohnung.
44:00Kann es sein, dass Maya ihr etwas von der Trennung erzählt hat?
44:10Verdächtigen Sie jetzt meine Mutter?
44:12Das ist doch Schwachsinn.
44:14Das ist doch totaler Schwachsinn.
44:26Sie sorgt sich einfach um mich, wie jede andere Mutter auch.
44:31Ich will meine Mutter sehen.
44:33Sie sagt, sie kann die Kinder nirgends vorhin bringen.
44:36Dann sagen Sie, sie soll Gerd fragen, Mayas Nachbar.
44:40Gerd Mertens?
44:41Ja.
44:42Sind Sie befreundet?
44:44Ja, wir haben sogar zusammen Weihnachten gefeiert.
44:48Durch ihn haben wir uns ja kennengelernt.
44:50Ihnen scheint der Tod Ihrer Freundin sehr mitzunehmen.
44:53Ja, Maya und ich waren sowas wie Familie für ihn.
44:58Wie hat er Maya eigentlich kennengelernt?
45:03Ja, er wollte ein Auto bei ihr kaufen.
45:07Später ist er sogar in die Wohnung neben ihr gezogen.
45:21Wie neu.
45:23Weißt du, wie Gerd Mertens Mayer kennengelernt hat?
45:26Bei dem Moment habe ich mir irgendwie anders vorgestellt.
45:29Er wollte bei ihr ein Auto kaufen.
45:31Weißt du, ich dachte, Mertens hat, du hast keinen Tourerschein.
45:33Hat er uns zumindest erzählt.
45:37Und danach ist er nebenan eingezogen.
45:40Es tut mir leid, dass ich fremdgegangen bin und es wird nie wieder vorkommen.
45:46Mach's gut.
45:50Danke, Leo.
45:51Super repariert, Leo.
45:52Danke, Leo.
45:53Super repariert, Leo.
46:07Der Fahrradständer ist draußen.
46:10Ich habe meinen Fahrbahn-Untersatz immer gerne dabei.
46:15Die PS-Zeit ist noch ausbaufähig.
46:17Also, wenn Sie sich mal umschauen wollen?
46:19Mir reicht's.
46:21Das Autofahren habe ich schon lange hinter mir gelassen.
46:23Und warum sind Sie dann da?
46:25Ich habe ein paar Fragen an Sie, aber die betreffen nicht mal Sie selbst.
46:28Okay.
46:29Kennen Sie Gerd Mertens?
46:32Mayers Nachbar.
46:33Wissen Sie, wie die beiden sich kennengelernt haben?
46:36Naja, er wollte ein Auto kaufen und sie hat ihn beraten.
46:39Hat er denn eins gekauft?
46:42Also, ehrlich gesagt, war er ein ziemlich anstrengender Kunde.
46:45Er wollte halt nur von Maya beraten werden und die konnte es ihm wirklich mit keinem einzigen Auto recht machen.
46:51Hat er denn irgendwelche Probefahrten gemacht?
46:53Wollte er partout nicht.
46:55Wollte er das Auto für sich kaufen?
46:58Ja, hat er zumindest so gesagt.
47:01Wie lange ist das jetzt ungefähr her?
47:05Das war kurz nach Konstantins Tod.
47:07Also, Maya war ganz frisch im Autohaus.
47:11Eineinhalb Jahre ungefähr.
47:17Siehst du aus und du, das ist wie die Schöne und das Biest.
47:22Beschäftigt dich ja bei den Türen, oder?
47:26Keine Sorge, ich hab das Problem gelöst.
47:30Ja, ziehe an wie in einem Mafia-Film.
47:34Und für wen hast du dich entschieden?
47:41Für dich.
47:49Ist dir eigentlich klar, was ich mir durch die Lappen gehen lasse?
47:56Ja.
48:19Ich hab's nochmal geprüft.
48:21Mertens hat tatsächlich keinen Führerschein.
48:24Und warum ist er dann ins Autohaus?
48:27Um Maya Lindach kennenzulernen.
48:30Vielleicht hat er sie irgendwo gesehen, ist ihr dann hinterher, wusste wo sie arbeitet und so weiter.
48:34Und dann ist er neben ihr eingezogen, um mir noch näher zu sein.
48:40Für mich hört sich das nach krankhaftem Stalking an.
48:42Dass er irgendwie aus dem Ruder geraten ist.
48:45Ein Stalker, der das Objekt seiner Begierde mit einem anderen Mann verkuppelt.
48:49Wie passt das denn zusammen?
48:51Okay, was wissen wir über Mertens?
48:53Er ist arbeitslos.
48:55Oder zumindest verdient er sich etwas dazu, indem er diese E-Scooter auflädt.
49:02Und Maya Lindachs Tod hat ihn ziemlich mitgenommen.
49:04Wie es aussieht, ist er deswegen sogar bei einer Psychologin.
49:07Wissen wir über welche?
49:09Ja.
49:10Und die wird sich auf ihre ärztliche Schweigepflicht berufen.
49:15Oh, mal sehen.
49:23Eine Entscheidung also, die Sie sehr belastet.
49:28Zwischen meinem besten Freund und mir steht eine Frau.
49:32Ich hab ihm gesagt, dass ich ihm zuliebe verzichte.
49:36Aber es schmerzt.
49:41Vielleicht sollte ich doch lieber meinen Freund in den Wind schießen.
49:44Also.
49:46Ein dringendes Telefonat für Sie.
49:48Ein Professor Doktor Hornberg.
49:50Ich bin gerade mitten in einer Sitzung.
49:52Sorry, der Herr lässt sich nicht abwimmeln.
49:55Schon okay.
49:56Stellen Sie das Gespräch kurz nach nebenan, ja?
49:59Tut mir leid.
50:00Ich bin gleich wieder zurück.
50:02Ich bin gleich.
50:30Ich bin heute noch gar nicht dran.
50:31Entschuldigung, ich bin mir nicht ganz sicher.
50:33Habe ich meinen Schal hier vergessen?
50:35Wollen wir doch mal schauen.
50:47Ah, da ist er ja.
50:51Danke, tschüss.
51:18Und so soll sich seiner Höhenangst stellen, sagt Dr. Binder immer.
51:21Aber ich finde, eine Stunde reicht.
51:24Vielen Dank.
51:32Wollen Sie zu mir?
51:34Der ist leer.
51:35Können Sie den jetzt aufladen?
51:37Ja, den hätten Sie jetzt nicht extra vorbeibringen müssen.
51:40Ich sammle die eh ein.
51:43Jetzt, wo ich da bin, soll ich ihn einfach schnell hochbringen.
51:54Danke.
52:00Also dann.
52:02Ist man eigentlich über die App automatisch versichert?
52:06Ja, da ist eine Haftpflicht bei.
52:10Darf ich?
52:21Einsteigen, bitte.
52:25Tschut, tschu.
52:27Entschuldigung.
52:31Ja?
52:32Benni, wie findest du das?
52:34Mertens wird wegen einer schweren Schuldstörung behandelt.
52:37Kann schon sein.
52:40Alles okay?
52:42Vielleicht ein andermal.
52:44Doch, hey, das ist doch komisch.
52:46Ist Claudia bei dir?
52:47Nein, ich lass mir gerade den E-Scooter aufladen.
52:53Allein?
52:56Scheiße.
53:01Ausruhen ist aber nicht.
53:04Sifa.
53:05Sifa?
53:07Sicherheitsfahrschaltung.
53:08Die muss alle zehn Sekunden betätigt werden.
53:10Das kommt in Durchsage.
53:12Sie kennen sich aber gut aus.
53:14Ja, ich war 30 Jahre lang S-Bahn-Fahrer.
53:18Mit Leib und Seele.
53:20Warum haben Sie aufgehört?
53:24Ja, es gab da einen Unfall.
53:29Hat sich jemand vor Ihre Bahn geworfen?
53:38Herr Mertens,
53:41war das Majas Mann Konstantin?
53:44Die Notbremsung hat zu lange gedauert.
53:52Da war nur noch Blut.
53:54Und dann?
54:01Ich habe seinen Namen herausbekommen.
54:04Ich bin ins Autohaus, um zu sehen,
54:06wie es deiner Frau geht.
54:08Und dem Kind.
54:12Warum sind Sie neben mir eingezogen?
54:14Ja, ich...
54:16Ich wollte doch nur, dass sie wieder glücklich wird.
54:19Deshalb habe ich sie auch mit Philipp zusammengebracht.
54:28Weil Sie Schuldgefühle hatten.
54:30Nein, ich...
54:32Ich habe keine Schuld.
54:36Ich...
54:36Ich bin nicht schuld.
54:37Verstehen Sie das nicht?
54:41Nein, ich habe keine Schuld.
54:47Ich...
54:48Ich bin nicht schuld.
54:49Verstehen Sie das nicht?
54:52Ich...
54:54Ich wollte...
54:59Ich wollte ihr nichts tun.
55:04Ich wollte nur nicht, dass sie sich von Philipp trennt.
55:10Aber sie wollte sich nicht umstimmen lassen?
55:12Sie hatte eine neue Familie. Es ging ihr wieder gut.
55:16Warum hat sie ihn verlassen? Bis es ihr wieder schlecht geht?
55:21Haben Sie sie mit der Statue erschlagen?
55:25Ich wollte nur, dass es ihr wieder besser geht. Ich wollte...
55:36Ich wollte nur, dass sie wieder glücklich werden.
55:45Kommen Sie.
55:47Ich helfe Ihnen hoch.
56:08Wie stehen die Chancen, dass der kleine Laurin bei Philipp Wessling aufwachsen darf?
56:13Sieht ganz gut aus. Ich bin dran.
56:15Danke.
56:18Vielleicht kann er auch öfter seine Tante sehen.
56:26Jonas!
56:27Papa!
56:27Lauri!
56:38Steht dir wirklich gut, die neue Frisur?
56:41Wem?
56:42Na, Claudia.
56:44Hör auf, sie beim Vornamen zu nennen.
56:46Du bist schon ein bisschen verliebt in sie, oder?
56:48Quatsch!
56:49Allein, wie du Quatsch sagst. Das verrät alles.
56:51Ich hab Durst.
57:03Hi!
57:07Hi!
57:08Also, wenn das gestern sowas wie ein Angebot war.
57:12Ich wär dabei.
57:15Ich, ich bin schon in festen Händen.
57:20Sorry.
57:22Vielleicht ein andermal?
57:24Ja, vielleicht.
57:32Was war das denn jetzt bitte?
57:35Dir kann man's auch nie recht machen.
57:36Du weißt doch, dass ich mich für dich entscheide.
57:38Und nicht für Claudia.
57:40Für dich immer noch Strauß.
57:41Frau Strauß.
57:54Du weißt doch auch, der
58:18Untertitelung des ZDF, 2020
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