- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:03Norddeutscher Rundfunk 2021
00:12Dann bis heute Abend.
00:50Mach die Tür auf, Brettschneider!
00:52Mach die Tür auf, Brettschneider!
00:52Ich weiß, dass du da bist!
00:56Scheiße!
00:57Ich komm wieder!
00:59Also...
01:00Was?
01:04Komm!
01:11Was für ein Wichser!
01:13Fünf Wochen, Tom. Fünf.
01:16Die hält's jetzt auch noch durch.
01:56Hallo?
02:00Wer ist da?
02:02Wer ist da?
02:13Wer ist da?
02:14Ich bin da.
02:15Ich bin da.
02:18Ich bin da.
02:30Ich bin da.
02:42Ich bin da.
02:43Ich bin da.
02:47Ich bin da.
02:54Keine Augen.
02:54Ich bin da.
03:08Der Häftling Tom Winter, geboren am 13. Januar 1973, zurzeit in Strafhaft in der JVA Frankfurt am Main,
03:15ist dringend verdächtig, am 1. Juli 2019 während eines Freigangs seinen Anwalt Mark Brettschneider getötet zu haben,
03:21indem er einen Schuss auf ihn abgab, der ihn tödlich verletzte. Es wird beantragt, einen Haftbefehl zu erlassen.
03:50Herr Winter, Sie sind dann noch ein zweites Mal zu Mark Brettschneider gegangen, aber da war er schon tot?
03:58Warum haben Sie nicht gleich einen Arzt gerufen?
04:00Ich habe versucht, ihn wiederzubeleben. Hätte ich ihn erschossen, hätte ich das wohl kaum gemacht.
04:07Und warum haben Sie den Wagen der Gartenbau-Dimik-Handot stehen lassen?
04:11Weil plötzlich die Polizei vor der Kanzlei stand. Hätten die mich neben der Leiche gefunden,
04:18ich bin durchs Fenster und einfach nur gerannt. Müssen wir das weiter durchkauen?
04:23Müssen wir. Die Staatsanwaltschaft wird Ihnen die gleichen Fragen stellen.
04:28Und besser, Sie haben sie vorher schon mal von mir gehört.
04:31Was meinten Sie mit der SMS, du kannst dich nicht ewig verstecken?
04:35Ich wollte nur reden. Wir wissen, wie es weitergeht.
04:38Für mich klingt das eher wie eine Drohung.
04:41Ja, weil er nie erreichbar war. Nie. Ich hatte einfach den Kanal voll.
04:45Was meinen Sie mit einfach mal reden?
04:48Naja, in fünf Wochen komme ich raus.
04:50Sie wurden damals behaftet wegen Fahnen unter Alkoholeinfluss und fahrlässiger Tötung.
04:57Brettschneider war damals auch schon Ihr Anwalt. Oder?
05:03Glauben Sie, ich hätte ihn retten können, wenn ich einen Krankenwagen gerufen hätte?
05:09Wer weiß.
05:12Bei einer Arterienverletzung dieser Art tritt der Tod meist nach drei, vier Minuten ein.
05:21Der ist auf Freigang, bringt da jemanden um und fielt dann zurück in seine Zelle.
05:25So dumm kann doch nun wirklich keiner sein.
05:27Ja, schon seltsam, ne?
05:31Ist einem Tatort irgendwas geklaut worden?
05:33Laut Polizei nicht. Hast du was für die Hände?
05:38Ja, nimm das.
05:43Und der sitzt wegen Fahrerflucht?
05:45Ja, so kann man es auch nennen.
05:48Wie sonst?
05:50Ja, fahrlässige Tötung ist, glaube ich, der schwerwiegendere Vorwurf.
05:54Er hat besoffen jemanden totgefahren und sitzt deswegen seit fünf Jahren im Gefängnis.
05:59Was hat denn der vorher gemacht?
06:00Malermeister, hat einen eigenen Betrieb.
06:03Irgendwelche Vorstrafen?
06:04Keine Kapitalverbrechen.
06:06Ein paar Mal aktenkundig geworden wegen Alkohol, Schlägerei, Ruhestörung, sowas.
06:12Ist er inzwischen trocken?
06:14Sagt er, ja.
06:15Und jetzt soll er seinen Anwalt umgebracht haben?
06:17Ja, Marc Brettschneider.
06:20Sein Anwalt, Benni?
06:23Komm, du Kasper, jetzt geh mal wieder Geld verdienen.
06:45Herr Schulter?
06:47Jo.
06:48Leo Oswald, mein Name.
06:50Ich arbeite für den Anwalt von Tom Winter.
06:52Ich möchte überprüfen, was er gestern Abend gemacht hat.
06:55Kann ich Ihnen nicht helfen?
06:56Na ja, uns hat er erzählt, Sie haben ihn am Morgen von der JVA abgeholt und ihn dann zu seinem
07:01Anwalt gefahren.
07:02Marc Brettschneider.
07:04Ist das richtig?
07:05Wenn Tom das sagt.
07:06Was war denn bei Brettschneider?
07:09Hat Tom Ihnen erzählt, woher wir uns kennen?
07:11Die saßen zusammen im Knast.
07:14Und was bringt Sie denn auf die Idee, dass ich ihn in die Pfanne haue?
07:17Ich sehe das so.
07:18Tom Winter müsste schon ein selten dämlicher Hund sein, den Mann umzubringen, vor dessen Tür er vor Zeugen rumrandaliert hat.
07:25Eben. Tom war das auf keinen Fall.
07:27Gab es ein Problem zwischen Tom und Brettschneider?
07:30Keine Ahnung, aber selbst wenn er der größte Bastard gewesen wäre, Tom macht keinen weg.
07:34Was macht Sie da so sicher?
07:36Ich habe Mörder gesehen.
07:38Tom hatte nur ein bisschen Pech im Leben.
07:40Okay.
07:43Und Sie haben ihm den Job hier besorgt?
07:45Ja, ich hole ihn jeden Morgen ab, fein zur Arbeit, abends zurück in die JVA.
07:49Warum gestern Abend nicht?
07:50Ich habe eine Stunde gewartet, dass er nicht auftaucht.
07:53Nichts, bin ich in die Kneipe.
07:54Wo war denn Tom den Tag über?
07:56Auf einem anderen Auftrag, mit Demirkan.
07:58Und Herrn Demirkan, den finde ich wo?
08:00Keine Ahnung, der ist unterwegs.
08:03Okay.
08:05Gut, vielen Dank.
08:06Ja.
08:08Hey, sagen Sie Tom, wenn er was braucht, ich bin da.
08:16Brettschneider hatte übrigens kurz vor seinem Tod auch noch Streit mit einer Frau.
08:19Das zumindest will er eine Nachbarin beobachtet haben.
08:22Konnte die die Frau beschreiben?
08:25Brauner Haare.
08:25Mehr nicht?
08:27Zitat.
08:28Glauben Sie, ich habe nichts Besseres zu tun, als den lieben langen Tag, die Straße zu beobachten.
08:32Meine Sendung hat angefangen.
08:33Zitat Ende.
08:34Danke.
08:35Verstehe.
08:36Der Firmentransporter hier, der wird gleich zur Untersuchung in die KT gebracht.
08:41Hat Winter Ihnen eigentlich gegenüber erwähnt, warum er den Wagen stehen gelassen hat?
08:45Naja, er ist zu Fuß geflüchtet, weil er nicht am Tatort gesehen werden wollte.
08:51In seiner Situation auch nachvollziehbar.
08:54Natürlich.
09:07Wow, ziemlicher 50er-Jahre-Mief hier.
09:10Wenn der Tote gewusst hätte, dass Sie kommen, dann hätte er vorher bestimmt noch renoviert.
09:13Hier dann, bitte.
09:19Oh, hätten Sie mich nicht vorwarnen können?
09:23Ich dachte, Sie lesen die Akte.
09:27Sieht ja aus wie ein Gemälde von Jackson Pollock.
09:32Wollen Sie sich setzen?
09:34Geben Sie mir einfach bitte eine Sekunde.
09:39Kriegen wir das hier noch hin?
09:41Können wir das einfach bitte ein bisschen beschleunigen hier?
09:43Die Kugel hat die Oberschenkelarterie durchschlagen.
09:49Hört sich für mich nie nach einer Tötungsabsicht an.
09:51Was mit der Tatwaffe?
09:53Eine Beretta, wie es aussieht.
09:55Die Kollegen, die suchen noch.
09:56Wahrscheinlich hat Winter sie auf dem Weg zu JVA irgendwo entsorgt.
09:59Ja, aber mein Mandant hatte keinerlei Schmaussporn an den Händen.
10:03Ja, vielleicht trug er ihr Handschuhe und hat sie zusammen mit der Tatwaffe entsorgt.
10:06Ja, was jetzt?
10:07Trug er Handschuhe oder trug er keine?
10:08Da müssen Sie sich schon entscheiden.
10:10Ich dachte, er hatte Blut an den Händen.
10:12Herr Hornberg, wir haben Finger- und Schuhabdrücke, DNA-Spuren, das Blut des Opfers an den Händen Ihres Mandanten und
10:19noch eine Zeugin.
10:20Ein vorbildlicher Häftling, der plötzlich Leute exekutiert.
10:24Ein vorbildlicher Häftling hätte einen Arzt gerufen.
10:27Mein Mandant sitzt wegen eines Verkehrsunfalls.
10:31Sie reden hier von Mord.
10:34Wir beide wissen ganz genau, dass Menschen auch weniger sozialisiert aus dem Gefängnis kommen.
10:38Winter hätte sich eine Pistole besorgen müssen, um dann während seines Freigangs seinen Anwalt zu erschießen.
10:44Und warum? In fünf Wochen wäre er raus gewesen.
10:55Hey!
10:57Hallo?
10:59Entschuldigung, was machen Sie da?
11:02Das ist mein Wagen.
11:03Nehmen wir keine Landschaftsfrau.
11:04Mein Name, mein Laden, mein Wagen.
11:06Ja, aber der Wagen ist Teil einer Morduntersuchung.
11:09Er ist konfisziert.
11:09Hat man Sie nicht informiert?
11:10Ich will nur mein Werkzeug rausholen.
11:12Ja, Herr Demekaner, das geht jetzt leider nicht.
11:14Ich brauche das Zeug, sonst kann ich den Laden gleich dicht machen.
11:16Wer Demekaner, bitte.
11:19Bitte.
11:21Was wollt ihr bein?
11:24Benni!
11:25Ich will doch nur mein Werkzeug.
11:28Scheiße.
11:29Benni, alles gut?
11:37Danke.
11:42Tut auch gar nicht weh.
11:49Fehlanzeige.
11:50Dominik Schulte hat Winter morgens abgeholt, dann sind sie zu Brettschneider und dann später weiter zur Gartenbau.
11:55Den Rest des Tages hat er ihn nicht gesehen, weil sie auf unterschiedlichen Aufträgen unterwegs waren.
11:59Aber hast du auch was zu trinken?
12:02Leitungswasser.
12:02Na, super.
12:05Der Chef, Kaya Demekan, war leider nicht da.
12:09Den habe ich gerade getroffen.
12:12Und was sagt er?
12:13Besprochen haben wir nicht.
12:16Was ist denn passiert?
12:17Demekan wollte den Wagen der Gartenbau abholen.
12:19Das wollte die Polizei nicht.
12:21Ich stand in der Mitte.
12:22Ende der Geschichte ist, Polizei hat Demekan mitgenommen und ich habe eins auf die Nase gekriegt.
12:28Das findest du auch noch lustig, was?
12:29Nein.
12:31Ich fahre später nochmal zur Firma.
12:32Vielleicht habe ich ja mehr Glück mit dem, Herr Kahn.
12:36Was hast du da?
12:39Tom Winter hat aus der Haft heraus Briefkontakt gesucht zu Judith Lang.
12:43Das ist die Witwe des Mannes, den er bei dem Unfall vor fünf Jahren getötet hat.
12:47Was wollte er von ihr?
12:49Die Briefe sind leider nicht dabei.
12:52Hat sie ihm geantwortet?
12:53Sieht nicht so aus.
12:57Ach Mist, ich muss los.
12:59Vergiss nicht, dir vorher das Klopapier aus der Nase zu ziehen.
13:03Frau König ist gerade bei einem Termin außer Haus.
13:05Worum geht es denn?
13:06Es geht um Marc Brettschneider.
13:08Frau König und er kennen sich.
13:10Ich versuche es, ihm auf dem Handy anzurufen.
13:12Vielen Dank.
13:13Gerne.
13:16Frau König, hier ist Rechtsanwalt Hornberg, der sich sprechen möchte.
13:20Es geht um einen Herrn Brettschneider.
13:25Ja, okay.
13:26Mach ich.
13:27Bis dann.
13:28Sie sollen morgen wieder kommen.
13:30Ich schau mal kurz.
13:32Passt um elf?
13:33Ich muss Frau König sprechen.
13:34Sekunde, ich bin gleich bei Ihnen, ja?
13:36Jetzt.
13:36Frau König ist gar nicht da.
13:37Dann warten wir.
13:38Frau König ist den ganzen Tag außer Haus heute.
13:40Tut mir leid.
13:41Geht es?
13:42Um elf passt.
13:43Vielen Dank.
13:44Tschüss.
13:45Bis morgen.
13:45Tschüss.
13:47Tschüss.
13:48Soll ich hier was ausrichten?
13:49Nein, danke.
13:51Was machen wir jetzt?
14:00Frau König!
14:04Frau König!
14:21Hallo?
14:24Will ich Ihnen helfen?
14:26Herr Demirka?
14:27Du bist.
14:28Leo Ostwald.
14:29Ich...
14:29Na super.
14:31Hat sich schon rumgesprochen, ja?
14:32Dann wissen Sie ja, warum ich hier bin.
14:35Hast du meine Kippe?
14:36Sorry.
14:36Ja.
14:38Sie waren gestern mit Winter auf einem Auftrag.
14:40Ja, bin aber früher abgehauen.
14:42Wann?
14:43Kurz nach sechs, denke ich mal.
14:45Und den Wagen haben Sie bei Winter gelassen?
14:47Ja.
14:50Und als ich aufgewacht bin, war meine ganze Mailbox vollgequatscht von der Bullerei.
14:54Scheiße.
14:55Die Alte hatte recht.
14:56Ich hätte ihn direkt rausschmeißen sollen.
14:58Welcher Alte?
15:00Aber da bist du ja eigentlich.
15:02Der war eine Herr.
15:04Der Mann, der mir alles eingebrockt hat.
15:05Das ist ein Guter, hast du gesagt.
15:07Denen kann man vertrauen, hast du gesagt.
15:08Voll für den Arsch.
15:09Scheiße.
15:11Für dich habe ich jetzt gar keine Zeit.
15:12Weißt du, wie viele Aufträge mir gerade wegfallen?
15:14Sehen Sie mich einfach als Ihren nächsten Auftrag.
15:21Also, welcher Alte?
15:28Die war vor etwa einer Woche hier.
15:29Und hat komplett am Rad gedreht.
15:31Ne, Dominik?
15:33Eine Verflossene?
15:34Ne, die Frau von dem Typen, den er totgefahren hat damals.
15:37Judith Lang.
15:38Wenn die so heißt.
15:39Und wie hat Tom reagiert?
15:41Der war gar nicht da.
15:42Als ich letztes Mal mit ihm gesprochen habe, meinte er, sie war auch bei dem Anwalt von ihm.
15:45Da hat es auch voll den Alarm gemacht.
15:48Der Mark Brettschneider.
15:49Hat er noch einen?
15:50Jetzt schon.
15:52Und Tom, wollte der irgendwas unternehmen gegen Judith Lang?
15:55Ach was.
15:56Mahatma Gandhi?
15:57Ne.
16:05Ja?
16:06Guten Tag.
16:06Hornberg.
16:07Ich würde gerne mit Ihrer Mutter sprechen.
16:10Was wollen Sie denn?
16:11Mit Ihrer Mutter sprechen.
16:19Was war denn da los?
16:20Wenigstens.
16:21Du warst in der Politik.
16:22Nicht doch.
16:23Du hast für meinen Bein Geld.
16:24Ja, aber das weißt du doch nicht.
16:26Ja.
16:27Was will er denn?
16:28Ich bin mit der Sprache.
16:29Ja, und?
16:30Ja, dann lass ihn doch rein.
16:31Verdammt.
16:32Ich hab auch nicht zurück.
16:33Das, da weißt du doch nicht, worum es geht.
16:35Ich hab Lust verbraucht.
16:36Ach David.
16:38Ja?
16:39Frau Lang?
16:40Ja.
16:40Hornberg.
16:41Ich bin der Rechtsanwalt von Tom Winter.
16:44Ich würde gerne kurz mit Ihnen sprechen.
16:46Nein, tut mir leid.
16:47Dauert auch nur zwei Minuten.
16:51Zwei Minuten.
16:56Paarmal im Jahr hat er uns Briefe geschrieben.
16:58Worum ging's?
16:59Dass er jetzt nicht mehr säuft, dass es ihm leid tut und sowas halt.
17:04Jetzt müssten wir doch jetzt beeindruckt sein.
17:06Herr David.
17:08Ich wollte keine alten Wunden aufreißen.
17:11Und er wollte sich freikaufen.
17:13Er wollte uns 200.000 Euro schenken.
17:16200.000 Euro?
17:18Was haben Sie ihm geantwortet?
17:20Nichts.
17:21Wir hatten keinen Kontakt zu ihm.
17:23Sie haben ihn nie getroffen?
17:25Nein.
17:27Wir wollten nichts mit ihm zu tun haben.
17:29Und seinen Anwalt, Mark Brettschneider, haben Sie den mal gesehen?
17:33Nein.
17:36Haben Sie die Briefe noch?
17:37Nein.
17:39Können Sie haben, wenn Sie wollen.
17:41Gerne.
17:49200.000 Euro.
17:51Als könnte Geld sowas wiedergutmachen.
17:55Es tut mir leid.
18:14Was ist denn so warm?
18:19Das ist ein bisschen warm.
18:28Hier. Haben Sie jetzt alles, was Sie brauchen?
18:33Vielen Dank.
18:34Ich habe nicht damit gerechnet, was es bedeutet,
18:38im Gericht zu sitzen und Sie zu sehen.
18:40Zu sehen, dass da zwei Menschen sind,
18:42die ihren geliebten Ehemann, ihren geliebten Vater verloren haben.
18:47Aber was soll die Sache mit den 200.000 Euro?
18:50Wo sollten die herkommen?
18:51Keine Ahnung. Werde ich mal mit Winter besprechen.
18:56Und Frau Langen behauptet, sie hat nie Kontakt zu ihm.
18:58Genau.
18:59Da sagen unsere Freunde von der Baumschule aber was ganz anderes.
19:02Die behaupten auch, dass sie Kontakt zu Brettschneider gehabt hat.
19:05Irgendeiner liegt da.
19:07Ihr Kollege Dominik Schulte fragt, ob Sie irgendwas brauchen.
19:11Eine Kippe hätte ich gerne.
19:14Okay.
19:14Nee, war ein Witz.
19:16Wenn ich rauche, würde ich trinken.
19:18Also, keine Kippen, kein Alkohol.
19:21Winter, sind Sie sicher, dass Sie niemanden sehen wollen?
19:23Ihre Frau zum Beispiel?
19:25Ex-Frau, nein.
19:27Oder Ihre Tochter?
19:28Nein.
19:30Meine Tochter wird mich nicht im Gefängnis sehen.
19:35Also, warum sind Sie hier?
19:37Mark Brettschneider soll kurz vor seinem Tod mit einer Frau gestritten haben.
19:41Ja, und?
19:42Ich habe mit Judith Lang gesprochen.
19:44Wie bitte?
19:45Ihr Chef meint, dass sie bei ihm und bei Brettschneider war.
19:50Sie sagt, sie war nie dort.
19:52Irgendeiner von denen lügt.
19:54Wer?
19:55Lassen Sie die Frau in Ruhe.
19:57Warum haben Sie die Frau nicht in Ruhe gelassen?
19:59Woher wissen Sie überhaupt davon?
20:01Ihre Post-Ein- und Ausgänge werden hier notiert.
20:07War Sie bei Mark Brettschneider?
20:10Ja.
20:11Damals im letzten Brief.
20:13Ist aber schon eine Weile her.
20:16Sie hat ihm gesagt, dass sie hier nicht mehr schreiben soll.
20:20Woher haben Sie die 200.000 Euro, die Sie hier versprochen haben?
20:23Die werden Sie ja wohl kaum hier mit Gefängnisarbeit verdient haben.
20:26Ich musste einfach was machen.
20:29Das verstehe ich.
20:31Das erklärt aber leider immer noch nicht, woher Sie die 200.000 Euro haben wollen.
20:36Spielt das jetzt irgendeine Rolle?
20:38Ja.
20:39Oder eine große.
20:45Ich habe ein Lotto gewonnen.
20:48Na ja, herzlichen Glückwunsch.
20:52Da bist du ja endlich.
20:53Döner, extra Soße, extra scharf und deine Cola.
20:59Und die Pommes?
21:01Scheiße.
21:02Die Pommes habe ich jetzt vergessen.
21:04Oh Mann.
21:05Egal.
21:07Erzähl, was war denn jetzt so eilig?
21:10Die Pommes waren eilig.
21:12Was?
21:13Du hast mich deswegen durch die halbe Stadt fahren lassen?
21:15Ja.
21:16Und weil ich eine Info für dich habe.
21:18Was denn?
21:19Ich habe meinen Kumpel beim Nationalen Waffenregister angerufen.
21:21Das hat mich 200 Euro gekostet.
21:23Ich kriege übrigens auch noch 200 Euro wegen dem hier keinen von dir.
21:26200 Euro?
21:27Für den Typen, der mir fast die Nase gebrochen hat?
21:29Was denn so nachtragend?
21:31Na gut, dann packst du auf die Rechnung.
21:33Aber ich hoffe, es hat sich gelohnt.
21:34Ich hoffe, es hat sich gelohnt.
21:36Rate mal, wer einen Waffenschein für einen neuen Millimeter hat.
21:40Blutet lang?
21:42Vielleicht sollten wir die mal ein bisschen im Auge behalten.
21:45Gute Idee.
21:47Wie war es denn eigentlich bei Winter?
21:48Ich habe das Gefühl, der erzählt mir nicht alles.
21:51Eine Idee.
21:51Was hat er dir nicht erzählt?
21:55Ich habe heute keine Ideen mehr.
21:58Das Gefühl kenne ich.
22:00Das glaube ich dir sofort.
22:02Ah.
22:20Teilchen, sind Sie Toms Anwalt?
22:22Und Sie sind?
22:23Dominik Schulte.
22:25Herr Schulte, kommen Sie doch bitte rein.
22:26Tut mir leid.
22:27Ich habe leider keine Zeit.
22:29Außerdem...
22:32Aber könnten Sie ihm bitte das hier geben?
22:35Das hat er in meinem Wagen verloren.
22:38Ist das Marie, seine Tochter?
22:39Ja.
22:40Mach ich.
22:40Gebe ich ihm gerne.
22:42Sagen Sie, wussten Sie, dass er Judith lang Briefe geschrieben hat?
22:46Ich habe ihm gesagt, lass die Frau in Ruhe.
22:48Die will das nicht.
22:50Aber warum hat er weitergemacht?
22:52Weil er ein Idiot ist.
22:54Was meinen Sie damit?
22:56Er will es wieder gut machen.
22:57Karma und so.
22:58Hat aufgehört zu saufen.
23:00Zwölf Schritte gestartet.
23:01Das volle Programm.
23:02Verstehe.
23:03Geben Sie ihm das Bild, ja?
23:05Versprochen.
23:05Danke.
23:29Ich bin 15, ingibt es?
23:38Ich bin 15, bis 20.
23:39Ich bin 15.
23:39Geben Sie mir.
23:41Ich bin 15.
23:54Das Problem.
23:54Jetzt ist das.
24:09Warum sieht das her?
24:11Das hat Ihr Kollege im Auto gefunden.
24:13Dominik.
24:15Danke.
24:17Wie alt ist die Kleine jetzt?
24:18Vier.
24:20Vier?
24:22Ja.
24:24Meine Frau hat mir erst gesagt, dass sie schwanger ist, nachdem ich hier eingefahren bin.
24:31Warum?
24:37Wir hatten uns wieder mal getrennt.
24:39Meine Frau wusste nicht, ob sie das Kind behalten will.
24:44Das, nachdem wir fast zehn Jahre lang versucht haben, eins zu bekommen.
24:52Ich weiß nicht, ob Sie an Gott glauben, aber wenn das kein Zeichen ist, weiß ich auch nicht.
25:00Wie lange haben Sie Ihre Tochter jetzt nicht gesehen?
25:04Ich meinte das ernst.
25:06Meine Tochter sieht mich nicht im Gefängnis, niemals.
25:12Haben Sie Kinder?
25:13Ja.
25:15Ich lieb meine Tochter sehr.
25:18Das ist gut.
25:22Danke.
26:11Ach du Scheiße.
26:14Wir sind jetzt die Knie.
26:20Nein, wir brauchen die Unterlagen unbedingt heute noch.
26:23Morgen ist doch schon der Gerichtstermin.
26:26Dann müssen wir das Prädei bedenken.
26:31Entschuldigen Sie bitte, dass Sie warten mussten, Herr Kollege.
26:34Frau König.
26:34Herr Hornberg, bitte.
26:40Hat Mark Gretzschneider mal was von größeren Problemen erzählt?
26:43Hat er eben Schulden, Feinde?
26:47Ich habe mit Herrn Gretzschneider nicht mehr geredet, seit sich unsere Wege getrennt haben.
26:51Wie lange ist das jetzt her?
26:53Fünf, sechs Jahre, so.
26:56Woran lag es, wenn ich fragen darf?
27:00Naja, man kann einem Menschen nur so und so oft helfen.
27:03Irgendwann muss man an sich selbst denken.
27:05Ich glaube, ich habe den Absprung gerade noch rechtzeitig geschafft.
27:08Inwiefern?
27:11Sagen wir mal so.
27:12Herr Gretzschneider hatte seinen Ruf.
27:14Danke.
27:16Illegales?
27:17Das ist Spekulation.
27:19Ich habe ja gesagt, wir hatten keinen Kontakt mehr.
27:22Um was geht es Ihnen denn jetzt eigentlich?
27:23Es geht um einen Mandanten, Tom Winter.
27:27Der wurde von Ihrer früheren Kanzlei vertreten.
27:30Fahrerflucht.
27:30Ist auch fünf, sechs Jahre her.
27:33Das sagt mir überhaupt nichts.
27:34Tut mir leid, es war wahrscheinlich sein Mandant.
27:37Ach, sagen Sie, an dem Tag, als Mark Gretzschneider ermordet wurde,
27:41war eine Frau bei ihm und die haben sich sehr gestritten.
27:47Und jetzt verdächtigen Sie mich?
27:50Nein, natürlich nicht.
27:53Kennen Sie Judith Lang?
27:55Die Frau des Mannes, der bei dem Unfall ums Leben gekommen ist?
27:58Sagt mir überhaupt nichts.
28:00Tut mir leid.
28:07Schöne Kanzleiräume haben Sie.
28:08Danke.
28:10Sie machen hauptsächlich Wirtschaftsrecht?
28:12Ja.
28:13Kein Strafrecht mehr?
28:14Nein, das ist vorbei.
28:16Gott sei Dank.
28:32Ach, scheiße.
28:35Wer sind Sie?
28:36Warum stehen Sie den ganzen Tag hier?
28:39Junge, beruhig.
28:41Haben Sie davon?
28:43Sag mal, du spinnst.
28:46Lass Sie meinen Sohn in Ruhe.
28:48Er hat mich angegriffen.
28:50Mama, halt dich da raus.
28:51Ich habe die Polizei geholt.
28:53Augenblick mal.
28:54Und du?
28:57David!
29:00Fuck.
29:02Alles in Ordnung bei Ihnen?
29:03Alles super.
29:06Hallo, ich bin Leo Oswald, ich arbeite für Benjamin Horneberg.
29:09Ah, okay.
29:12Kommen Sie mit hoch, ich habe oben ein Kühlpad.
29:14Die Polizei?
29:16Die Polizei?
29:16Habe ich nicht gerufen.
29:17Ja.
29:18Okay.
29:19Dann kommen Sie schon auf.
29:25Warum beobachten Sie uns?
29:27Weil Sie gelogen haben.
29:29Bitte?
29:30Sie hatten sehr wohl Kontakt zu Brettschneider, weil Sie wollten, dass sein Mandant Sie in Ruhe lässt.
29:35Woher wissen Sie das?
29:37Berufsgeheimnis.
29:39Zuerst wollte ich Winter ja persönlich treffen.
29:42Aber ich konnte nicht direkt mit ihm reden.
29:45Ich konnte es einfach nicht.
29:47Also haben Sie seinen Anwalt kontaktiert?
29:49Ja.
29:50Hat aber nicht viel gebracht.
29:51Aua.
29:51Ah, Entschuldigung.
29:53Waren Sie vor zwei Tagen auch bei ihm?
29:56Nein.
29:58Ich habe zwar nicht viel übrig für Anwälte, aber so weit gehe ich dann doch nicht.
30:05Ich war auch bei seiner Kollegin von damals.
30:08Sie hat gesagt, dass sie sich drum kümmert.
30:11Nichts hat sie gemacht.
30:13Seine Kollegin, Sie meinen Vera König?
30:16Ja.
30:17Aha.
30:19Warum haben Sie gelogen?
30:21Wegen David.
30:23Das alles macht ihm immer noch sehr zu schaffen.
30:26Was meinen Sie, wie wütend er ist, seit er weiß, dass Winter bald rauskommt?
30:31Halten Sie still.
30:33Achtung.
30:34Sie wollen Ihren Sohn schützen.
30:36Sie haben Angst, dass er sich recht.
30:38Weil dieser Mann sich betrunken ins Auto setzt, wächst mein Sohn ohne Vater auf.
30:43Nochmal.
30:45So.
30:54Das war heute.
30:56Wie schaust du denn aus?
30:57Eine kleine Auseinandersetzung.
30:59Die mir kann?
31:01Nee, David Lang.
31:03Ich sag nur Karma.
31:05Hier.
31:05Hab ich vom Schießstand.
31:07Ich glaub übrigens nicht, dass Judith Lang den Brettschneider erschossen hat.
31:11Und das machst du woran fest?
31:13Was für ein Motiv sollte die haben, den aus dem Weg zu räumen?
31:16Winter ja, aber doch nicht sein Anwalt.
31:18Warum sollte die mich anlügen?
31:20Um ihren Sohn nicht noch weiter zu belasten.
31:23Ich glaub, die hat Sorgen, dass er sonst durchdreht und Scheiße baut.
31:26Dann sollten wir uns den mal anschauen, den Sohn.
31:28Ach, schaden kann's nicht.
31:29Und weißt du, mit dem die Lang noch gesprochen hat?
31:31Nee.
31:32Mit Vera König.
31:33Mit der Königin?
31:35Und mir hat die gesagt, dass die sich gar nicht kennen.
31:39Eine Anwältin, die lügt?
31:40So was gibt's doch gar nicht.
31:42Naja.
31:55Nacht, keiner auf.
32:00Soll ich die Tür eintreten?
32:02Bäh, bitte.
32:05Und Saft?
32:06Nein.
32:07Komm.
32:12Ah, Frau Adamin.
32:14Und Sie sind?
32:16Benjamin Hornberg.
32:17Ich bin recht...
32:17Wir sind von der Polizei.
32:19Ach, Herr Kommissar.
32:21Ich hab Sie gar nicht wiedererkannt.
32:22Sie waren doch neulich schon da.
32:23Ja, wir haben noch ein paar Fragen wegen vorgestern Abend.
32:26Ja, bitte.
32:27Kommen Sie doch hoch.
32:28Vielen Dank, aber wir haben's ein bisschen eilig.
32:31Ist eine dieser beiden Frauen die Dame, die Sie vorgestern gesehen haben?
32:35Der Streit, Sie erinnern sich?
32:38Das war keine Dame.
32:39Die hätten Sie mal Fluchen hören sollen.
32:41Dann wären Ihnen die Ohren abgefallen.
32:43Nee.
32:45Sind Sie sicher?
32:47Natürlich.
32:48Keine dieser beiden Frauen.
32:50Kann es sein, dass der Kollege ein bisschen schwer vom Begriff ist?
32:54Er ist manchmal nicht der Schnellste.
32:56Vielen Dank.
32:57Sie haben uns sehr geholfen.
32:58Auf Wiedersehen.
33:01War wohl nichts.
33:04Wir sind also von der Polizei.
33:06Wieg des geringsten Widerstandes.
33:08Alles klar, Herr Kommissar.
33:23Hallo, Frau König weiß Bescheid.
33:51Hallo?
33:53Tag, Heinrichs von der IT.
33:55Sagen Sie jetzt nichts, ich weiß.
33:57Die Primes machen uns den ganzen Tag schon Probleme.
34:00Aber deshalb bin ich ja jetzt hier.
34:02Mein Internet ist weg.
34:03Ja, wenn so eine ganze RX-Unit abraucht, da gibt es natürlich kein Internet mehr.
34:06Darf ich mal kurz?
34:08Oh, ja.
34:10Wie sieht denn das so in den anderen Büros aus?
34:13Äh, soll ich nachgucken?
34:14Das wäre ein Träumchen.
34:17Okay.
34:35Das wäre ein Träumchen.
34:55hallo und das internet ist überall weg dafür war der meister ja auch hier sollte in fünf
35:02minuten alles wieder funktionieren ja heinrich obert haut danke tschüss
35:15was ist das das sind so genannte anträge das heißt ich selber das erste ist ein projektilvergleich
35:22wir würden gerne wissen ob die waffe mit der markt brett schneider erschossen wurde identisch
35:27ist mit der 9 mm pistole von judith lang ja sie hatte kontakt zum opfer hat viele schusswaffen
35:35zu hause und unter anderem auch eine 9 mm pistole das zweite ist eine alibi überprüfung und ihrem
35:43sohn david alles weitere können sie dann übrigens auch sehr gerne eigenständig in der akte nachlesen
35:49ich melde mich ist die handschrift eines mandanten ich habe das überprüfen lassen
35:58wenn jörgs die 200.000 nicht auftreibt pack ich aus ihr habt mehr zu verlieren als ich
36:08jetzt hat er einen brettschneider geschrieben und er hätte sondern wäre könig weiter gemäld
36:15wer oder was ist jörgs
36:19ist das ihre handschrift was wollen sie auspacken
36:29sind das die 200.000 für froh lang
36:47vor fünf jahren hat dem jörgs besoffen jemanden tot gefahren
36:56und sie sind dann für ihn ins gefängnis und dafür sollten sie 200.000 euro bekommen
37:04400.000 200 sofort 200 wenn ich rauskomme was haben sie mit den ersten 200.000 gemacht
37:13es hat alles meine frau bekommen wusste sie woher das geld stammt
37:17die hätte da nie mitgemacht wer hat den deal eingefädelt mag brett schneider oder
37:22wäre könig brett schneider aber die könig wusste bescheid jörgs war ihr mandant
37:28warum haben sie da mitgemacht ich hatte eh alles versoffen
37:34meine firma weg meine ehe am ende ich dachte was sind schon fünf jahre und im gefängnis haben
37:43sie dann erfahren dass sie vater werden
37:50aber warum das geld für frau lang als geste wollte man das richtige tun
38:01und dann haben sie irgendwann freigang bekommen und dem jörgs wollte ihn die zweite hälfte nicht bezahlen
38:08ob jörgs nicht zahlen wollte oder brett schneider sich das geld eingesteckt hat das weiß ich nicht
38:13aber brett schneider hat mich immer hingehalten und irgendwann war mir klar dass ich das geld nie
38:18sehen werde haben sie irgendwann irgendjemandem von diesem geld erzählt
38:25sind sie irre
38:29danke herr hornberg dass sie mich empfangen selbstverständlich nehmen sie doch bitte
38:33platz was kann ich für sie tun
38:38ihr kollege der hauswald ich brauche seine hilfe
38:42worum geht es denn mein sohn der ist verschwunden
38:45verschwunden seit wann er ist gestern abend nicht nach hause gekommen
38:50okay dafür war die polizei da sie wollten wissen wo wir vor drei tagen waren das haben wir ihnen zu
38:56verdanken oder ich mache nur meine
38:58arbeit die waffen gehörten meinem mann ich habe erst nach seinem tod angefangen mit dem schießen
39:06das hat mich ihm irgendwie nahe gebracht meine pistole ist übrigens auch weg
39:15frau lang sie müssen dringend zur polizei ich weiß nicht was ich hier mache
39:20frau lang
39:44frau lang sie müssen
39:46Du hörst, das ist alles, was sie haben.
39:49Sind sie wahnsinnig?
39:50Ich baue jetzt!
39:58Tim!
40:01Tim!
40:03Tim, sag das!
40:05Tim!
40:06Wollt sie ihn umbringen?
40:22Schatz, sag was, ist alles okay?
40:26Ach, du, ganz langsam.
40:29Ist das in Ordnung?
40:30Wer sind Sie denn?
40:31Leo Oswald, Privatdetektiv.
40:33Okay.
40:34Wie hoffe ich denn das geht?
40:35Ich hole den Kartonswagen.
40:41Angeblich ein Raubüberfall.
40:43Und was wurde gestohlen?
40:44Ein paar Tausend Euro.
40:47Und die haben den Angreifer nicht erkannt?
40:49Der war vermummt.
40:51Herr Jörg sagt, er kam durch die Terrassentür.
40:53Was mit der Waffe?
40:54Da in der Wand, da haben wir eine Kugel gefunden.
40:56Die vergleichen wir jetzt mit der Kugel vom Tatort Brettschneider.
40:59Ist David lange in der Zwischenzeit wieder aufgetaucht?
41:01Der Junge?
41:03Nein.
41:06Guten Abend.
41:07Guten Abend.
41:09Wer ist das?
41:10Rechtsanwältin König.
41:11Ah.
41:14Frau König.
41:16Schlafen.
41:18Schlafen.
41:19Schlafen.
41:19Schlafen.
41:39Fahrerflucht?
41:39Wie kommen Sie dazu, meinem Mandanten mit so einer Märchengeschichte zu kommen?
41:42Das ist ein absurder Vorwurf.
41:43Wir versuchen gerade herauszufinden, ob dieser Überfall heute Abend hier mit einem Mordfall
41:47in Verbindung steht, den wir gerade untersuchen.
41:49Und wie bringen Sie diese beiden Fälle in Zusammenhang?
41:52Meine Mandanten sind hier die Opfer.
41:54Frau König, im Moment sind Sie der Zusammenhang zwischen den Taten.
41:59Wie bitte?
42:00Sie haben gelogen.
42:01Sie hatten Kontakt mit Marc Brettschneider.
42:04Woher kennen Sie sich jetzt so gut mit meinen Kontakten aus?
42:10Ich find schon noch raus, was die hier spielen.
42:17Bullshit.
42:18Das war ein Schwachsinn.
42:20Per Zufall, ja?
42:21Per Zufall kommt ausgerechnet jetzt jemand zu den Yorksons und überfährt ihn mit einer
42:24Knarre?
42:27Sag mal, findest du nicht, dass du mal ein bisschen langsamer machen solltest mit Trinken?
42:32Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber auf mich wird nicht jeden Tag geschossen.
42:37Sorry.
42:46Wie geht's dir?
42:48Super geht's mir.
42:50Ich hätte jetzt ein paar Tage nicht schlafen können, aber geht super.
42:52Ja.
42:54Meinst du, dass das David Lang gewesen sein könnte?
42:57Nee, der wirkt ja nicht wie ein Teenager.
43:00Aber wer weiß, ich konnte nichts sehen.
43:02Ich wurde von der scheiß Taschenlampe geblendet.
43:04Sag mal, weißt du, woran ich grad denke?
43:06Vielleicht nur meine Kneipe gehen?
43:10Der Tag nach dem Mord an Marc Brettschneider.
43:13Da war ich doch nochmal bei der König.
43:17Weißt du, wen ich da zufällig gesehen hab?
43:20Tim Yerkes.
43:21Und seine Frau Veronika.
43:25Olaf willst du hinaus?
43:28Vielleicht ist sie die geheimnisvolle Frau, die diese Nachbarin, Adami, gesehen hat.
43:34Aber das ist jetzt das Letzte, ja?
43:37Danach steig ich auf Whisky um.
43:38Ich muss.
43:40Bin hundemüde.
43:40Ich würd dich gern noch länger babysitten, aber du kommst auch ohne mich klar, oder?
43:44Nein.
43:48Na gut.
44:03Oh Gott, glauben Sie, dass David diese Leute überfallen hat.
44:08Das einzige, was wir wissen, ist, dass es sich um ein 9mm-Projektil handelt.
44:13Woher soll David denn gewusst haben, dass dieser Tim Yerkes es war, der seinen Vater tot gefahren hat?
44:18Ich weiß es nicht.
44:21Sie sollten sich einen Anwalt nehmen, Frau Lang.
44:23Vorsichtshalber.
44:27Können Sie das nicht machen?
44:30Nee.
44:31Warum?
44:33Interessenskonflikt.
44:34Ich vertrete doch Herrn Winter.
44:35Ach ja, klar.
44:38Entschuldigung, ich hab nicht nachgedacht.
44:40Ja, wenn Sie wollen, kann ich Ihnen jemanden empfehlen.
44:55Sie ist schon wieder.
44:57Entschuldigen Sie, gnädige Frau, ich wollte Sie nicht erschrecken.
44:59Wo haben Sie denn Ihren moppeligen Kollegen gelassen?
45:01Lassen Sie den das ja nicht hören.
45:04Haben Sie diese Frau schon mal gesehen?
45:09Das ist sie.
45:10Das ist die Frau, mit der Brett Schneider gestritten hat.
45:12Sind Sie sich ganz sicher?
45:14Geht das schon wieder los?
45:15Sagen Sie mal, wo ist eigentlich Ihre Dienstmarke?
45:18Frau Adami, Sie haben uns sehr geholfen. Vielen Dank.
45:21Hallo, ich hab Sie was gefragt.
45:23Beim nächsten Mal.
45:26Wappsack.
45:34Frau Lang.
45:35Danke, dass Sie gleich angerufen haben.
45:38Kommen Sie doch bitte.
45:39Wo ist mein Sohn?
45:40Aktuell in Gewahrsam.
45:41Es geht ihm aber gut.
45:42Was ist denn passiert?
45:44Das versuchen wir ja gerade herauszufinden.
45:46Kann ich zu ihm?
45:47Das geht jetzt leider nicht.
45:48Tut mir leid.
45:49Wo haben Sie ihn aufgegriffen?
45:51Am Main.
45:51Nähe Wasserwerk.
45:52Er hat sich auffällig verhalten und die Passanten haben dann die Polizei gerufen.
45:55Was heißt auffällig?
45:57Er war alkoholisiert und ist auf die Beamten losgegangen, die ihn angesprochen haben.
46:01Vorher hat er noch was in den Main geworfen.
46:02Was denn?
46:03Das wissen wir noch nicht.
46:05Die Beamten, die suchen noch vor Ort.
46:06Frau Lang, bitte nehmen Sie doch hier schon mal Platz.
46:14Vertreten Sie jetzt auch noch die Familie Lang?
46:17Natürlich nicht.
46:18Was machen Sie denn hier?
46:22Ich glaube, dass sie sonst einfach niemanden hat.
46:31Und so wie es aussieht, hat der Sohn auch noch die neun Millimetern ihm eingeworfen.
46:37Lassen Sie seine Mutter mit ihm reden.
46:57Mein Mann ist nicht da.
46:59Ich will gar nicht zu Ihrem Mann, Frau Jorps, sondern zu Ihnen.
47:02Warum?
47:03Kann ich vielleicht kurz reinkommen?
47:05Nein.
47:07Ich weiß, dass Sie bei Marc Brettschneider waren.
47:09An dem Tag, an dem er erschossen wurde. Sie wurden gesehen.
47:18Was ist bei Marc Brettschneider passiert? Warum waren Sie da?
47:21Ich wollte einfach nur wissen, was los ist.
47:23Das heißt?
47:26Na ja, mein Mann ist seit einigen Monaten, ich weiß auch nicht, anders.
47:31Er trinkt viel.
47:32Und letzte Woche habe ich gehört, wie er sich am Telefon gestritten hat.
47:37Er wollte mir natürlich nicht sagen, was los ist.
47:39Ganz ehrlich, ich dachte ja, der hat eine Affäre.
47:43Ich habe dann die Nummer geprüft und geschaut, mit wem er telefoniert hat.
47:46Mit Brettschneider.
47:48Ja.
47:49Und dann sind Sie dahin gefahren.
47:51Warum der Streit?
47:53Na, der wollte mir natürlich auch nicht sagen, was los ist.
47:56Da bin ich einfach mal ein bisschen laut geworden in seinem Hinterhof.
48:04Dieser Einbrecher gestern, der wollte nicht einfach nur Geld.
48:07Der wollte 200.000 Euro präzise.
48:09Kommt Ihnen das bekannt vor?
48:11Das hätte noch ganz anders ausgehen können gestern.
48:14Was, wenn unsere Tochter da gewesen wäre?
48:16Die ist gerade eine Woche weg mit der Schule.
48:18Purer Zufall.
48:20Was denkt der sich?
48:34David, was ist passiert?
48:38Was hast du mit Papas Pistole gemacht?
48:44Nichts.
48:44Nichts.
48:46Nichts.
48:48David, es gibt die sogenannte anwaltliche Schweigepflicht.
48:52Alles, was du sagst, bleibt in diesen vier Wänden.
48:55Ich bin von Gesetzes wegen dazu verpflichtet.
48:57Du kannst dich darauf verlassen.
48:59David, du kannst alles sagen.
49:01Herr Hornberg ist hier, um uns zu helfen.
49:04Egal, was du gemacht hast, wir stehen das gemeinsam durch.
49:10Ich hab's ins Wasser geworfen.
49:13Warum?
49:15Damit die Polizei sie nicht findet.
49:17Was hast du gemacht?
49:19Was ich gemacht hab?
49:25Er wollte sie beschützen.
49:28Du dachtest, dass es die Tat war vor, oder?
49:35Du hast gedacht, dass ich...
49:41David...
49:41Ich war das nicht.
49:48Oh, mein Gott.
49:56Oh, mein Gott.
49:58Oh, mein Gott.
50:01Oh, mein Gott.
50:08Das ist die Tat.
50:09Oh, mein Gott.
50:15Scheiße, das war sehr wichtig.
50:15Oh, mein Gott.
50:38Untertitelung des ZDF, 2020
50:49Wir haben was Neues von der Kriminaltechnik.
50:51Die Waffe mit der Brettschneide erschossen wurde
50:53und die Waffe, die bei dem Überfall auf das Ehepaar Jörgs benutzt wurde, sind identisch.
50:57Die Mordwaffe wurde vor acht Jahren bei einem Überfall auf einen Juwelier benutzt.
51:01Gleich hier in der Goethe-Straße. Das ist das Foto der Überwachungskamera.
51:04Der Täter feuerte damals einen Warnschuss in die Decke ab.
51:08Das beweist doch, dass wir unschuldig sind.
51:13Absolut.
51:20Guten Tag zusammen. Wir sind hier wegen der Identifizierung.
51:23Ah, Frau König, Herr Jörgs.
51:26Schön, dass Sie es einrichten konnten.
51:43Ich glaube, wir müssen über was ganz anderes reden.
51:51Was meinen Sie jetzt damit?
51:52Herr Jörgs, die Pfarrerflucht. Ich habe da noch ein paar Fragen.
51:55Auch an Sie, Frau König.
51:56Bitte setzen Sie sich.
51:57Ich bin aus.
51:58Ich bin aus.
52:11Musik
52:35Musik
53:16Ich würde einen Einbruch melden. Gartenbau Demirkan, Offenbarer Straße 41.
53:23Ja, die Täter sind noch...
53:26Kommen Sie schnell.
53:34Musik
53:35Ey, was machst du da?
53:36Ich hab nur eine Frage.
53:38Wo war Dominik Schulter, als Brettschneider ermordet wurde?
53:40Wen juckt's? Was schnüffelst du hier rum?
53:42Schulter hat gestern einen bewaffneten Raubüberfall begangen. Die erbeutete Kohl hat er bei dir gebunkert.
53:47Dominik Schulter hat Brettschneider erschossen.
53:53Das kann doch nicht wahr sein, oder? Das kann einfach nicht wahr sein.
53:59Alter, Alter, was machst du? Was ist das? Was machst du?
54:04Bleib weg!
54:04Ist das dein Ernst?
54:06Alter, wegen dir bin ich pleite!
54:08Aufhör, stopp!
54:10Zurück!
54:14Komm, auch mit dir!
54:22Die Polizei ist auf dem Weg.
54:25Ich wollt doch nur das Geld.
54:30Von Marc Brettschneider.
54:31Brettschneider hat gesagt, er hat die 200.000 nie bekommen von den Jürgs.
54:35Das hast du ihm nicht geglaubt.
54:37Nix hab ich ihm geglaubt. Ich hab ihm ins Bein geschossen.
54:41Und mir hat er mir nichts vom Pferd erzählt. Als Warnschuss.
54:45Das heißt, du wolltest ihn gar nicht umbringen?
54:46Nein.
54:48Plötzlich hat er angefangen zu bluten wie ein Schwein.
54:51Was wollte Tom denn schon mit dem Geld?
54:53Er hat Schwachkopf.
54:55Er wollte es verschenken.
54:56Ein besserer Mensch werden.
54:57Für wen hält er sich eigentlich?
54:59Für einen Heiligen?
55:01Wie hast du überhaupt von der ganzen Sache erfahren?
55:03Soll das ein Witz sein?
55:05Tom hat mir alles erzählt.
55:07Er hat gesagt, er hat es niemandem erzählt.
55:09Ja, weil er sich an nichts erinnern kann.
55:11Was glaubst du, was du mir alles erzählst?
55:12Nach drei Flaschen selbst gewandt im Knast schnappt.
55:48Herr Winter.
55:52Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im Fahrerfluchtfall offiziell wieder aufgenommen.
55:57Ah.
55:58Danke.
55:59Vielen, vielen Dank.
56:01Ich war so frei, die Information weiterzugeben.
56:04Ich versteh nicht.
56:19Wollen Sie nicht Hallo sagen?
56:31Hallo?
56:33Hallo.
56:45Hallo?
56:47Marie.
56:50Hallo.
57:04Die Strauß schreibt gerade,
57:06dass sie die 200.000 in dem geheimen Postfach von Brettscheider gefunden haben.
57:10So was hab ich mir schon gedacht.
57:12Ich komm immer noch nicht drüber weg,
57:13dass Winter seinem Knastkumpel von ihm viel Geld erzählt hat.
57:18Ich?
57:20Du mein Freund hast mir Geschichten erzählt,
57:23da kannst du dich glücklich schätzen,
57:24dass ich an meine anwaltliche Schweigepflicht gebunden bin.
57:26Nee, nee, nee.
57:27So ein Quatsch.
57:28Sag mir eine Sache.
57:31Ich sag nur die dreibeinige Schwedin.
57:36Das hab ich dir erzählt?
57:41Skoll.
57:42Skoll.
57:43So.
57:44So.
57:45So.
57:45So.
57:46So.
57:46So.
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