- vor 5 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00:28Dein Wasser
00:00:30In dir kommen wir zu Ruhm
00:00:34Dort oben dein Kirchlein
00:00:37Das ist dein Gesicht
00:00:40So bist nur du
00:00:42So bist nur du
00:00:47Du lässt die Sonne scheinen
00:00:51Du bist in unseren Träumen
00:00:54Du bist ein Gläubarierabend
00:01:01Du lässt die Sonne scheinen
00:01:04Guten Morgen, meine Kinder
00:01:08Ach so ein fächer Pforer
00:01:14Du lässt die Sonne scheinen
00:01:18Du bist in unseren Träumen
00:01:22Du bist ein Jubiland auf der See
00:01:28So, Sinde
00:01:28Grüß dich
00:01:30Heute habe ich leider kaum was für die
00:01:33Ach, ich sag's da
00:01:35Schreiben müssen die Leute wieder
00:01:36Anstatt dauernd nur E-Mails zu schicken
00:01:38Da steckt doch Kassile mehr drin
00:01:42Schaust du Max rein, wenn du das wieder mit dem Kreuz hast
00:01:44Ist eh die letzte Chance für ein halbes Jahr
00:01:47Ja, da ist eigentlich recht
00:01:48Soll der Herrgut mich strafen, wenn ich es nicht wirklich zur Messe schaffe
00:01:51Einen besigneten guten Morgen
00:01:53Die Damen und Herren
00:01:54Guten Morgen, Herr Pfarrer
00:01:56Vergiss, Herr Pfarrer
00:01:57Du musst nur den Vortritt lassen
00:01:58Weißt, wenn die Posts zu spät ausgetragen werden
00:02:01Ist das eine Sache
00:02:02Aber eine Messe ohne den Pfarrer
00:02:04Das ist wie eine Suppe ohne Salz
00:02:06Wie die Würstel ohne das Graubfee
00:02:07Keine Sorge, Herr Pfarrer
00:02:09Notfälle nimmt der Max immer voraus
00:02:12Einatmen
00:02:13Nicht atmen
00:02:15Und ausatmen
00:02:17Husten
00:02:20Mit der Lunge ist alles in Ordnung, Berta
00:02:22Kannst du dich wieder anziehen
00:02:23Aber den Kreislauf, den sollten wir im Auge behalten
00:02:26Warte mal, da war doch was
00:02:29Nächste Woche hat er bei Kind der Gymnastikkurs im Gemeindesal
00:02:31Wäre das nichts für dich?
00:02:33Nichts für ungut, Max
00:02:35Aber ich habe mich um den Hof zu kümmern
00:02:37Das Vieh interessiert es recht wenig, ob ich da irgendwo herumtouren
00:02:41Ach, würde nicht so hektisch
00:02:42Nehmen Sie doch erst einmal Platz, bitte
00:02:44Nein, ich muss sofort zum Doktor
00:02:47Die Sache verträgt keinen Aufschub
00:02:49Was haben Sie denn für ein Problem?
00:02:50Vielleicht kann ich Ihnen weiterhelfen
00:02:51Ich hätte also meine Kräutersammlung
00:02:54Die deckt einige von den Krankheiten hundertprozentig ab
00:02:57Fertig?
00:02:58Ah, ja
00:02:59Morgen, Herr Pfarrer
00:03:00Ganz genau
00:03:03Birgit
00:03:04Kommst als nächstes dran, ja?
00:03:06Ja
00:03:10Hallo von der Birgit
00:03:12Schön, dass Sie auch wieder mal da sind
00:03:14Ja
00:03:17Ich hätte eine Kräutermische, also
00:03:19Das müsst ihr jetzt mal probieren
00:03:21Ein bisschen was davon ins Badewasser
00:03:2320 Minuten drin baden
00:03:25Und Sie fühlen sich wie Neugeborene
00:03:28Johannes
00:03:28Das grölle Licht der Welt erblicken
00:03:30Frieren
00:03:31Und dann noch einen auf den Hintern kriegen?
00:03:33Ja
00:03:38Ich kann kaum sitzen, wie soll ich denn da die Beichte abnehmen?
00:03:42Hämorrhoiden
00:03:44Ziemlich große sogar
00:03:46Sie haben zu lange gewartet, Herr Pfarrer
00:03:49Ich fürchte, da hilft nur eine Operation, wenn wir effektiv vor...
00:03:51Ach, ausgeschlossen
00:03:54Ich bin hier unabkömmlich, das weißt du doch, Max
00:03:57Gibt's denn da nicht irgendwelche Tabletten oder eine Salbe?
00:03:59Doch
00:04:01Zäpfchen
00:04:02Aber beseitigt haben wir das Übel damit noch nicht
00:04:05Auf eine geregelte Verdauung achten Sie ja ohnehin
00:04:08Ja, ja
00:04:11Da ich gerade hier bin, dein Engagement für Ärzte ohne Grenzen ist hier hoch anzurechnen
00:04:16Ja, wer geht schon für sechs Monate ins Ausland, um sich den Ärmsten der Armen zu widmen?
00:04:23Wann geht dein Flieger?
00:04:26Morgen, 10.35 Uhr
00:04:28Oh, die Gemeinde wird dich schmerzlich vermissen
00:04:33Heute sehen, die haben sicher eine geeignete Vertretung für mich gefunden
00:04:37Dreimal täglich alle
00:04:40Ich hoffe natürlich, dass mich meine Patienten nicht vergessen haben, wenn ich wieder zurück bin
00:04:44Wer Gutes tut, wird niemals in Vergessenheit geraten
00:04:47Merkte das, mein Sohn
00:04:49So, und jetzt muss ich dringend in die Kirche
00:04:52Herr Pfarrer
00:05:15Die höchsteste Frau Doktor der ganzen Welt
00:05:21Herzlich willkommen, Frau Eure
00:05:25Kassange
00:05:28Du hast mir gefehlt
00:05:29Du mir auch
00:05:30Oh, es ist schön, wieder hier zu sein
00:05:32Es hat sich ja nichts verändert
00:05:33Ja, wieso?
00:05:35Gell?
00:05:36Ich gratuliere dir nochmal zum Bürgermeister, Posten
00:05:39Wie ich dich kenne, wirst du Maria Wert frischen Wind reinbringen
00:05:41Ja, das wird auch nötig sein
00:05:43Ich bin so froh, dass du den Max übernimmst
00:05:45Ja, sein Praxisbruch dringender Satz
00:05:48Ich werde mein Bestes geben
00:05:51Der Max ist schon weg, oder?
00:05:53Keine Sorge, mit dem hast du nichts zu tun
00:05:55Wir beide werden die Maria Wert noch eine Menge bewegen
00:06:00Du häckst doch was aus
00:06:04Ich habe noch eine Besprechung
00:06:07Wir treffen uns zum Mittagessen am See
00:06:10Du weißt genau wo
00:06:13Okay
00:06:13Fühl dich mit zu Hause
00:06:16Ich weile mich
00:06:25Prost
00:06:26Der Karl zur Runde, wo schreit man los hin?
00:06:29Sage diemals nie
00:06:32Ich glaube, dass er auch bereit ist, hier in der Wörterse zurückzukommen
00:06:36Ist ja wie ein geschenktes Hilfes
00:06:38Alles okay, Rüdiger?
00:06:39Alles okay
00:06:42Jeder Fremde wäre jetzt die falsche Wahl
00:06:44Reicht
00:06:45Susanne importiert innovative Medizin
00:06:48Und ich kümmere mich um das Gesundheitszentrum
00:06:50So arbeitet das Hand in Hand zusammen
00:06:55Dr. Penning hat sich an uns gewandt, um eine verlässliche Vertretung für seine Praxis zu organisieren
00:06:59Und ihre Tochter ist dafür bestens qualifiziert
00:07:03Dass dafür ursprünglich Dr. Mertlitsch vorgesehen war
00:07:07Naja, Dinge ändern sich nun mal
00:07:10Übrigens
00:07:11Hier ist alles drin, im Bauvorhaben Maria Wert steht nichts möglich
00:07:19Das höre ich gerne
00:07:21Super Welle ab
00:07:34Entschuldigen Sie, Herr Bürgermeister, Sie haben Ihr Handy auf dem Schreibtisch vergessen
00:07:40Der Herr von der Investorengruppe hat angerufen
00:07:42Es ist dringend
00:07:44Okay, danke, Gaby
00:07:46Auf Wiedersehen
00:07:47Auf Wiedersehen
00:07:52Ja
00:07:54Sie ist eine Perle
00:07:57Absolut vertrauenswürdig
00:07:59Schweigt wie ein Grab
00:08:00Und fleißig
00:08:03So was würde ich mir in meinem Vorzimmer auch wünschen
00:08:07So, ich muss Ihnen jetzt gemein haben
00:08:09Der Tag ist noch zu träumen da
00:08:13Hat mich gefreut
00:08:14Hoffentlich bis bald
00:08:25Schluss für heute
00:08:26Herr Johannes
00:08:27Also sowas nenne ich Verdrängung
00:08:30Max, du meinst wohl für die nächsten sechs Monate
00:08:38Obwohl deine Sterne mir einige Rätsel aufgeben
00:08:51Jetzt gibt es noch zu früh
00:08:58Höchst grendert
00:09:27Das hätte ich dir nicht zugetraut machen.
00:09:29Ein Arzt darf doch nicht rauchen.
00:09:31Ich rauche ja nicht, Ellen. Ich rauche ja nicht.
00:09:34Nur eine Ausnahmesituation, ich schwöre.
00:09:37Was sagst du dazu, Fluffy? Sollen wir ihm glauben?
00:09:41Da hast du es. Fluffy ist skeptisch.
00:09:45Die habe ich für dich gemalt.
00:09:47Für mich?
00:09:48Ja.
00:09:57Ist das schön.
00:09:59Die sehe ich mir jedes Mal an, wenn ich Heimweh nach Maria Werther.
00:10:03Und du, Ellen?
00:10:05Versprichst du mir, auf deine Neurodermitis zu achten?
00:10:08Mach dir keine Sorgen.
00:10:09Wir kommen das halbe Jahr schon ohne dich zurecht.
00:10:13Tschüss.
00:10:14Tschüss.
00:10:29Tschüss.
00:10:32Tschüss.
00:10:33Tschüss.
00:10:34Tschüss.
00:10:35Tschüss.
00:11:04Lieber Max.
00:11:09Der heilige Christophorus soll dich in der Ferne beschützen.
00:11:14Komm gesund und im Herzen reicher zurück, als du uns verlässt.
00:11:18Danke.
00:11:22Ich danke euch von Herzen für das wunderschöne Lied.
00:11:29Und Ihnen danke, Herr Pfarrer, für den Schutzpatron, den werde ich in Ehren halten.
00:11:34Danke.
00:11:48Wie Sie sehen, sind fast alle Zimmer Richtung See ausgerichtet.
00:11:52Der Speisesaal geht in ein Freiluftareal über, das bei Schönwetter durch riesige Markisen vor Sonne geschützt ist.
00:11:59Da man dabei einen mediterranen Charakter wahrt, optimale Bedingungen für ein Gesundheitszentrum, das vom Image der Krankenanstalt befreit sein soll.
00:12:08Hervorragend.
00:12:10Das wird auch die letzten Skeptiker im Gemeinderat überzeugen.
00:12:14Verlassen Sie sich drauf.
00:12:15Und meine Tochter übernimmt vorjahrs die Ordination Dr. Benningers.
00:12:21Damit werden die Bürger Maria Wörz an ihre Person und automatisch an das Gesundheitszentrum angebunden, deren Leitung sie danach übernimmt.
00:12:30Wir wollen ja nicht nur auswärtige Patienten interessieren, sondern auch einheimische Bürger.
00:12:36Bringen Sie das Modell durch den Gemeinderat, dann setzen wir die nächsten Schritte.
00:12:40Und was diesen Dr. Benninger anbelangt, braucht ein so kleiner Ort zwei Ärzte?
00:12:46Die Zeiten, wo so ein Wald- und Wiesendoktor alles abdecken konnte, sind längst vorbei.
00:12:52Maria Wörz ist interessiert an Innovation.
00:12:55Machen Sie sich um den überhaupt keine Gedanken.
00:12:57Also gut, wenn alles wie besprochen funktioniert, dann geben wir die Gelder für den Bau des Gesundheitszentrums frei.
00:13:03Wir hören voneinander.
00:13:04Vielen Dank.
00:13:13Haben Sie das zweite Modell dabei?
00:13:29Machen Sie sich um ein Iuhs aus?
00:13:36Machen Sie sich um das Zählstück zum Beispiel geplant.
00:13:45Machen Sie sich um das Zählstück.
00:13:45Genial! Genauso, wie ich mir das vorgestellt habe.
00:13:5330 Luxus-Abbau-Netz mit direktem Zugang zum geplanten Jachthafen in der idyllischen Maria-Wörther-Bucht.
00:14:00Eine gute Entscheidung, Herr Bürgermeister, in solche Immobilien auch persönlich zu investieren.
00:14:08Mit solchen Projekten geht Maria Wörth in eine neue Ära. Das ist Zukunft.
00:14:15Gratuliere.
00:14:17Was würdest du dazu sagen, wenn wir in Maria Wörth einen Jachthafen hätten?
00:14:21Nicht so groß wie dieser hier, aber dafür exklusiv.
00:14:26Viel mehr intim.
00:14:27Du bist verrückt, Papa.
00:14:30Was sollen wir denn in Maria Wörth mit einem Jachthafen?
00:14:33Hm, wie früher.
00:14:39So was gibt's in München nicht?
00:14:41Ich weiß.
00:14:47Ja.
00:14:49Die Praxisvertretung von Max, das ist eigentlich nur eine vorübergehende Sache.
00:14:54Nicht?
00:14:57Erstmal Prost.
00:15:02Ich hab noch eine Überraschung für dich.
00:15:07Hier.
00:15:10Das wird deine neue Arbeitsstelle.
00:15:13Das Gesundheitszentrum von Maria Wörth.
00:15:17Ja.
00:15:17Mit eigener Apotheke, Wellnessbereich, Akupunkturzentrum und vor allen Dingen im Jachthafen.
00:15:27Sieht beeindruckend aus.
00:15:30Großzügig, modern, innovativ.
00:15:33Innovativ, du sagst es.
00:15:34In dieser Umgebung werden alle Patienten ihre Krankheiten vergessen.
00:15:39Ja.
00:15:39Sie werden angeben können.
00:15:41Und sich gegenseitig zeigen können, wie fit sie sind.
00:15:45Freundschaften schießen.
00:15:48Du weißt, jedes kleine Wehwehchen kommt aus dem Kopf.
00:15:51Du.
00:15:52Mit deiner Hingabe zu deiner Arbeit.
00:15:55Mit deinem neuen Wissen.
00:15:56Und dem Jachthafen.
00:15:58Schatz, ich sag dir eins.
00:16:00Glaub mir.
00:16:01Du wirst ein Magnet aller Patienten werden.
00:16:06Wie willst du das finanzieren?
00:16:08Mach dir darüber doch keine Gedanken.
00:16:10Ich hab ne finanzkräftige Investorengruppe.
00:16:13Außerdem kommt von mir selbst auch noch was rein.
00:16:16Was hat Papa immer gesagt?
00:16:17Man muss an das glauben, was man tut.
00:16:19Richtig.
00:16:21Also, was den neuen Bürgermeister anbelangt.
00:16:25Was kann man denn von einem Zugereisten letztendlich erwarten?
00:16:29Ist Scheuring ein Gewinn für Maria Wörth oder ist eine Bedrohung?
00:16:35Hör doch auf, Herrmann.
00:16:36Rüdiger ist vor über 30 Jahren von Berlin nach Maria Wörth gekommen.
00:16:42Und das geplante Gesundheitszentrum bringt Gäste in den Ort.
00:16:48Davon profitierst auch du.
00:16:50Dann wird dein Hotel endlich wieder einmal voll sein.
00:16:53Ich weiß nicht, ob der Scheuring nicht etwas anderes im Schilde führt.
00:16:57Mit dem Gesundheitszentrum allein gibt er sich nicht zufrieden.
00:17:00Ach was.
00:17:01Damit ist er doch erstmal beschäftigt.
00:17:04Der Herrgott wird die Geschicke unserer Gemeinde schon in seinem Sinne lenken.
00:17:08Also das sieht der Scheuring garantiert anders.
00:17:11Wie sagt er immer so schön?
00:17:14Der Bürgermeisterjob ist ein Managerposten.
00:17:17Aber ein bissl dick aufgetragen hat er immer schon.
00:17:19Aber er investiert auch in den Ort.
00:17:22Denkt an den neuen Kindergarten.
00:17:24Also, wie wäre es jetzt mit einer Partie?
00:17:29Das ist es natürlich.
00:17:29Wer ist hier?
00:17:29Amen.
00:18:01Haben wir den Säureblocker auch nachgestellt, Johannes?
00:18:04Keine Sorge, ich habe an alles gedacht.
00:18:07Und jetzt muss ich bald los.
00:18:09Also, deine Vertretung ist ganz schön auf sich geworden.
00:18:13Und das wird Dr. Mertritsch sein.
00:18:17Max?
00:18:21Susanne.
00:18:27Grüß Gott.
00:18:29Ich habe gedacht, du bist schon weg.
00:18:36Ich bin die Praxisvertretung Dr. Susanne Scheure.
00:18:38Johannes Hausgruber, hallo.
00:18:43Wenn du mir nur kurz zeigst, wo alles ist, den Rest schaffe ich dann schon.
00:18:47Soweit ich weiß, ist ein gewisser Dr. Mertritsch als Vertretung angekündigt.
00:18:52Das ist offensichtlich geändert worden. Ich bin deine Vertretung, Max.
00:18:56Wo ist deine Sprechstundenhilfe?
00:18:59Das bin ich.
00:19:01Max, jetzt wird es aber Zeit.
00:19:06Susanne, das ist eine Überraschung.
00:19:09Was denkst du, wie oft ich mir gedacht habe, wie es dir in München geht?
00:19:12Gut, schaust du aus.
00:19:14Schön, dich zu sehen. Ich habe auch oft an dich gedacht, Hilde.
00:19:16Hast du überhaupt Erfahrung als Allgemeinmedizinerin?
00:19:19Keine Sorge, ich bin der Aufgabe gewachsen.
00:19:23Also, ich zeige Ihnen jetzt mal alles.
00:19:25Vielleicht auch Ihr Sprechzimmer. Schön renoviert.
00:19:39Na, freust dich, dass gerade Susanne dich in der Praxis vertritt.
00:19:46Das ist eine schwierige Situation auf alle Fälle.
00:19:50Na ja, dass sie damals so schnell nach München abgereist ist.
00:19:54Ich habe Susannes Wunsch, Ärztin zu werden, immer unterstützt, aber...
00:19:57Für sie stand die Karriere an erster Stelle.
00:20:00Aber Schluss jetzt.
00:20:02Jetzt möchte ich meine letzten Minuten hier nicht mit Gesprächen über Vergangenes verbringen,
00:20:08sondern mit der besten Großmutter der Welt.
00:20:12Ich lasse dich nur ungern hier zurück, Oma.
00:20:15Aber weißt du, ich möchte von all dem, was du mir über die Jahre geschenkt hast,
00:20:18ein bisschen was zurückgeben.
00:20:20Und zwar an die, die immer zu wenig vom Leben bekommen haben.
00:20:25Das weiß ich doch, Maxl.
00:20:41Danke.
00:20:44Wie kommt man eigentlich dazu, als Mann Sprechzimmerhilfe zu werden?
00:20:48Na ja, in dem man versucht, nach einer gescheiterten Existenz zu werden mit Kräutern und Astrologie.
00:20:57Die gescheiterte Existenz haben Sie offensichtlich hinter sich gelassen.
00:21:01Obwohl, was die Kräuter betrifft, da stoßen Sie bei mir auf reges Interesse.
00:21:05Ja, die Hilde hat mich auf dem Klagen vor der Markt aufgegabelt, als ich Kräuter verkauft habe.
00:21:09Und der Max hat mir einen Job hier in der Praxis angeboten.
00:21:12Und immerhin bin ich ausgebildeter Krankenpfleger.
00:21:15Aber vielleicht sollte man besser du zueinander sagen.
00:21:17Und das erleichtert die Arbeit.
00:21:19Ich bin der Johannes.
00:21:21Susanne, ich glaube, wir werden ein Spitzenteam.
00:21:23Da sind wir doch schon.
00:21:26Grüß euch.
00:21:27Hallo.
00:21:29Darf ich vorstellen?
00:21:30Susanne Scheurig, Birgit Stein.
00:21:32Das ist die neue Vertretung von Max.
00:21:34Die Tochter vom Bürgermeister.
00:21:36Das freut mich.
00:21:37Ich bringe hier die Post.
00:21:40Danke.
00:21:40Und Max, ich wünsch dir alles Gute und komm gesund wieder, ja?
00:21:44Komm schon.
00:21:45Ferti.
00:21:51Ferti.
00:21:52Servus.
00:21:55Johannes, schaffst du das in der Praxis alles funktionieren?
00:21:57Freilich.
00:21:58Dank.
00:22:03Gut.
00:22:17Das ist aber interessant.
00:22:20Eine Nadelsadistin.
00:22:22Also da werden sich unsere Patienten aber freuen.
00:22:28Gute.
00:22:29Gute.
00:22:33Gute.
00:22:33Susanne Scheurig.
00:22:34Sie sind doch die Resi Hinterholzer.
00:22:37Mein Gott, Susanne.
00:22:39Warum sagst du das nicht gleich?
00:22:42Sag, hast du die Medizin überhaupt ordentlich gelernt?
00:22:46Und?
00:22:46Keine Sorge, aber wir sind sie in besten Händen.
00:22:49Aber das eine sag ich dir gleich.
00:22:50Das lass ich nicht in mich hineinstechen.
00:22:53Von sowas halte ich nämlich nichts.
00:22:55Ich mache nur das, was sie möchten.
00:22:57Das will ich auch hoffen.
00:22:59Warten Sie noch ganz kurz draußen im Wartezimmer.
00:23:01Sie kommen dann sofort.
00:23:05Das kann ja auch hinterher werden.
00:23:07Ich hab mir gedacht, du bist ja aufgewachsen.
00:23:27Alles in Ordnung?
00:23:28Ich lass mich auch jede Woche vom Doktor anschauen.
00:23:31Sie kommen zur Vorsorge.
00:23:33Der Doktor gibt mir Tipps, damit es mir weiterhin so gut geht.
00:23:37Verstehe.
00:23:40Dann würde ich ihm gerne diese Tropfen hier mitgeben.
00:23:46Das ist ein hobbypartisches Mittel zur Steigerung der Abwehrkräfte.
00:23:49Davon nehmen Sie dreimal täglich fünf Tropfen.
00:23:51Danke.
00:23:52Fitness, Susanne. Bis nächste Woche.
00:23:54Wiederschauen, Frau Hinterholzer.
00:24:03Fertig.
00:24:19Einigen Metern.
00:24:36Ja, das ist eine Idee, Hayde.
00:24:46Hilda! Hilda! Hilda! Hilda, hörst du mich?
00:25:00Hatz, Kassel auf Stichwort.
00:25:02Ich brauche meinen Beatmungsbeutel und den Defibrillator und rufe den Notarzt. Schnell!
00:25:18Wo möchten Sie sitzen, Dr. Benninger?
00:25:21Nichts, nicht.
00:25:25Guten Flug. Danke.
00:25:28Johannes, weg!
00:25:30Achtung, Laden!
00:25:31Achtung, Schock!
00:25:35Achtung, Laden!
00:25:37Achtung, Schock!
00:25:38Hilda, bitte!
00:25:40Hilda, kannst du mich nicht alleine lassen. Hilda, jetzt komm schon!
00:25:44Johannes, Achtung, Laden!
00:25:46Achtung, Schock!
00:25:51Hilda!
00:25:52Gott sei Dank!
00:25:53Da bist du ja wieder!
00:25:55Oh, Hilda!
00:25:59Benninger!
00:25:59Oh, Gott sei Dank!
00:26:02Benninger!
00:26:04Ja.
00:26:05Johannes, was gibt's denn?
00:26:08Im Kalkhaus?
00:26:10Um Gottes willen, ja, ich komme.
00:26:11Hat es noch nicht?
00:26:12Das war so schrecklich.
00:26:13Zeit Sie bitte, eine Sekunde.
00:26:15Ist es vielleicht möglich, dass Sie mir noch mein Gepäck zurückhalten?
00:26:17Ich hab gerade einen Anruf bekommen, wegen eines Notfalls.
00:26:19Aber selbstverständlich, Dr. Benninger.
00:26:21Danke.
00:26:25Ich bleib im Krankenhaus, bis sicher ist, dass Hilda durchkommt.
00:26:28Du musst nur die um die Fakten stecken.
00:26:29Ja, das war's.
00:26:31Ruf mich an, wenn du was denn ehrliches weißt!
00:26:32Maric!
00:26:41Was ist passiert?
00:26:46Sie hatte einen Vordermand-Infarkt mit Kammerflimmern und ist von der Leiter gefallen.
00:26:50Ich hab sie im Garten gefunden.
00:26:54Entschuldigen Sie!
00:26:56Entschuldigen Sie!
00:26:56Ich bin Max Benninger, meine Großmutter ist gerade her eingeliefert worden.
00:26:59Wie geht's Ihnen denn?
00:27:00Frau Benningers Zustand ist kritisch.
00:27:03Ich bin selbst da, das kann ich kurz zu ihr.
00:27:05Okay, ist doch selbstverständlich.
00:27:51Aber nicht meinen Tag heute.
00:27:52Nicht mein Tag heute!
00:27:57Papa?
00:27:59Hallo! Wie war der erste Arbeiter?
00:28:02Hilde hatte einen Unfall. Ich musste sie in die Notaufnahme bringen. Herzinfarkt.
00:28:09Oh, das ist ja schrecklich.
00:28:14Apropos, ich möchte ja gerne unten am See, neben der Benninger, den Yachthafen bauen.
00:28:20Du kennst den Plan von dem Gesundheitszentrum, nicht?
00:28:22Ja. Ja, der ganze Grund gehört Hilde.
00:28:26Jetzt, wo Max weg ist, er ist natürlich sehr ernst.
00:28:29Max ist gar nicht weg. Ich habe Johannes gebeten, ihn anzurufen und wir haben ihn noch am Flughafen erwischt.
00:28:33Der ist in Klagenfurt, im Krankenhaus.
00:28:37Perflex.
00:28:37Was?
00:28:39Gar nichts. Alles in Ordnung.
00:29:03Dr. Benninger?
00:29:06Ja?
00:29:07Ihrer Großmutter geht es momentan in Umständen entsprechend gut.
00:29:11Nähere Details bekommen Sie von Dr. Messner.
00:29:13Sie haben die ganze Nacht hier gesessen.
00:29:16Es ist schon früh am Morgen.
00:29:18Danke.
00:29:19Danke für die gute Betreuung.
00:29:21Sie können froh sein, dass Ihre Großmutter an der Unfallstelle so gut erst versorgt wurde.
00:29:26Aber, jetzt gehen Sie erst einmal nach Hause und kommen Sie später wieder.
00:29:29Sonst klappen Sie uns noch zusammen.
00:29:33Bitte so.
00:29:39Und nicht wieder die ganze erste Reihe blockieren.
00:29:42Aber ich habe noch nach vorne.
00:29:44Ja, bitte.
00:29:45Guten Morgen, Herr Pfarrer.
00:29:48Ach, unser Bürgermeister gibt uns mal wieder die Ehre.
00:29:51Ja, ich komme immer wieder gern mal zur Messe.
00:29:53Immer mal wieder?
00:29:54Guten Morgen, Herr Pfarrer.
00:29:55Guten Morgen, Herr Pfarrer.
00:29:57Guten Morgen, Herr Pfarrer.
00:29:57Sagen Sie, Herr Pfarrer, können Sie mir nicht heute Ihre Kirche für eine kleine Bekannten auch überlassen?
00:30:04Sie ist zu Ohren gekommen, dass wegen des Gesundheitszentrums eine Bürgerinitiative gegründet werden soll.
00:30:13Wenn du was zu sagen hast, mein Sohn, dann rede bei der Kirchweihe oder bei der Gemeinderatssitzung.
00:30:18Die findet ohnehin heute Abend statt.
00:30:20Vor unserem Herrgott in der Kirche habe ich das Wort.
00:30:22Guten Morgen.
00:30:23Guten Morgen.
00:30:26Oho.
00:30:32Hallo, ihr beiden.
00:30:33Ist was passiert?
00:30:35Flavia ist in eine blöde Glasscherbe getreten.
00:30:38Und die trort hat sich nicht mehr von der Stelle.
00:30:40Zeig mal her!
00:30:42Die Schrebe hat sich ziemlich tief in die Pfote eingebohrt.
00:30:45Ich fürchte, das muss genäht werden.
00:30:59Morgen, Susanne.
00:31:01Guten Morgen, Max.
00:31:03Wie geht es, Hilde?
00:31:04Danke, sie ist fürs Erste über den Berg.
00:31:06Na, Fluffy, was ist denn da passiert?
00:31:08Er muss zum Tierarzt.
00:31:11Weißt du was, Ellen?
00:31:12Jetzt fahren wir sofort in die Ordination
00:31:15und schauen uns das Ganze dort mal an, ja?
00:31:17Super, Max.
00:31:19Seit wann bist du Tierarzt?
00:31:20Max kann alles.
00:31:22Naja, alles kann ich nicht,
00:31:23aber Fluffys Pfote verarzten, das ist schon drin.
00:31:26Dann braucht ihr mich ja nicht mehr.
00:31:36Wir müssen, Max.
00:31:39Oh, ja.
00:31:40Gleich sind wir fertig, Fluffy.
00:31:42Wieso bist du eigentlich noch nicht fort?
00:31:45Ja, weißt du,
00:31:46Oma Hilde hatte einen Unfall
00:31:49und da bin ich da geblieben.
00:31:51Arme Oma Hilde.
00:31:53Ja.
00:31:55So.
00:31:56Und jetzt noch zwei Pflaster.
00:32:00Pläne und Kostenvoranschläge
00:32:02für den Bau des Gesundheitszentrums lagen vor.
00:32:06Das Modell des Architekten,
00:32:07so hoffe ich doch wenigstens,
00:32:09hat die letzten Skeptiker von euch
00:32:11noch umgestimmt und überzeugt.
00:32:20Gabi?
00:32:3240 Arbeitsplätze
00:32:34werden durch den Bau
00:32:36und durch den Betrieb
00:32:37des Gesundheitszentrums gesichert.
00:32:40Das ist eine ganze Menge.
00:32:42Also kommen wir zur Abstimmung.
00:32:45Wer ist für den Bau
00:32:48des Gesundheitszentrums?
00:32:52Danke.
00:32:54Gegenstimmen?
00:32:56Danke.
00:32:58Und Enthaltungen?
00:33:01Danke.
00:33:05Hermann,
00:33:06was spricht eigentlich gegen den Bau?
00:33:08Sag's mir.
00:33:08Das weißt du ganz genau, Rüdiger.
00:33:11Sind wir Größen wahnsinnig?
00:33:13Wer soll denn das Ganze finanzieren?
00:33:15Max Benninger hat bis jetzt
00:33:17die ärztliche Versorgung
00:33:18in der Gemeinde gewährleistet.
00:33:20Was sollte sich daran
00:33:21in Zukunft ändern?
00:33:22Die Zeiten haben sich geändert, Hermann.
00:33:24Ich will Maria Wörth
00:33:26Fit for Future machen.
00:33:29Wir wollen
00:33:30mit diesem Center
00:33:32Menschen einladen,
00:33:34die Gesundheit finden wollen
00:33:36und die dazu noch
00:33:37finanzkräftig sind.
00:33:39Hermann!
00:33:39Mir gefällt unser beschauliches Leben.
00:33:42Hektik gibt's ohnehin
00:33:43überall genug.
00:33:44Ja, ganz meine Meinung.
00:33:46Wir sollten bleiben,
00:33:47was wir sind.
00:33:48Ein beschaulicher,
00:33:50idyllischer Ferienort.
00:33:53Nun gut.
00:33:54Punkt 1 der Tagesordnung
00:33:55wurde mit 10 zu 4
00:33:57und einer Enthaltung angenommen.
00:33:59Kommen wir zu Punkt 2.
00:34:01Der Yachthafen.
00:34:03Durch den Bau
00:34:04eines Yachthafens
00:34:05in der Maria-Wörther-Bucht
00:34:07können wir dem Gesundheitszentrum
00:34:09zusätzlich Impulse verleihen.
00:34:12Bedenkt.
00:34:16Guten Morgen, Johannes.
00:34:17Guten Morgen.
00:34:19Wie wär's mit einer
00:34:20Spezial-Badrian-Mischung?
00:34:22Ich mein, nach den Aufregungen
00:34:23der letzten Tage
00:34:23wäre das genauso richtig.
00:34:25Wunderbar.
00:34:26Prüfst du mir gleich einen auf?
00:34:27Gerne.
00:34:28Übrigens, da drin wartet
00:34:29jemand auf dich.
00:34:30Ich glaub, das ist
00:34:30deine ehemalige
00:34:32Volksschullehrerin.
00:34:33Frau Wiedegut.
00:34:34Tut mir wahnsinnig leid,
00:34:36dass ich jetzt
00:34:36nicht zur Verfügung stehe.
00:34:38Ja.
00:34:40Auf jeden Fall
00:34:40möchte ich meine Großmutter
00:34:41unter diesen Umständen
00:34:42nicht alleine lassen.
00:34:45Danke für Ihr Verständnis.
00:34:52So, Frau Wiedegut.
00:34:54Erfahrungsgemäß
00:34:55sollte die Intensität
00:34:56der Migräneattacken
00:34:57bald nachlassen.
00:34:58Wunderbar.
00:35:00Ich finde es richtig gut,
00:35:02dass du hier
00:35:02Akupunktur anbietest,
00:35:04Susanne.
00:35:08Ich hätte noch
00:35:10ein Anliegen an dich.
00:35:12Würdest du in deiner
00:35:13alten Schule
00:35:14einen Vortrag
00:35:15über gesunde Ernährung
00:35:17halten?
00:35:18Na klar.
00:35:19Das ist mir eine Ehre.
00:35:20Ach.
00:35:21Danke.
00:35:23So, ungefähr noch
00:35:25eine Viertelstunde
00:35:26und dann sind sie
00:35:27von der Infusionsflasche
00:35:28erlöst.
00:35:29Dann können sie
00:35:29wieder hinaus
00:35:29in die Wildnis.
00:35:32Dankeschön
00:35:32und auf Wiedersehen.
00:35:34Auf Wiedersehen.
00:35:35Auf Wiederschauen.
00:35:37So, das hinterhielt er.
00:35:38Das ist ja schrecklich.
00:35:40Ein Herzinfarkt
00:35:41in Ihrem Alter.
00:35:42Kann man das
00:35:43überhaupt überleben?
00:35:44Na und der Max?
00:35:45Bleibt er jetzt hier
00:35:46oder geht er doch noch fort?
00:35:48Also ich unterstehe
00:35:49der ärztlichen
00:35:50Schweigepflicht.
00:35:50Uns können Sie es doch sagen.
00:35:52Es geht ja schließlich
00:35:53um unsere Gesundheit,
00:35:54Herr Sausgruber.
00:35:59Und?
00:36:01Die Tochter
00:36:02vom Bürgermeister.
00:36:04Wie ist denn die so?
00:36:05Die macht jetzt
00:36:07Akupunktur.
00:36:09Also mir ist diese
00:36:10Nadelstecherei
00:36:11ja nicht geheuer.
00:36:12Diese Nadelstecherei
00:36:12war mir dafür
00:36:13auch nicht geheuer.
00:36:14Aber seitdem ich mich
00:36:15damit beschäftigt habe,
00:36:16weiß ich, dass es hilft,
00:36:17dass es nicht wehtut
00:36:18und dass keine Löcher
00:36:19zurückbleiben.
00:36:20Und das dann.
00:36:23Herr Hollagschweidner.
00:37:06Mahlzeit, Doc.
00:37:07Mahlzeit, Johannes.
00:37:09Was sagst du jetzt dazu?
00:37:13Was ist das denn?
00:37:15Modernes Marketing.
00:37:18Johannes, offiziell hat Susanne die Vertretung her.
00:37:22Ich meine, ihr könnt es doch zusammen praktizieren.
00:37:25Du gehst doch sowieso nicht weg, schon allein wegen Hilde.
00:37:28Das ist doch sonnenklar.
00:37:29Schön, dass du für mich denkst, aber das nächste Mal fragst du mich bitte, bevor du solche Anzeigen schaltest, okay?
00:37:35Und dann gehst du ja welchen Ort.
00:37:37Sehr interessant.
00:37:39So schnell wird es der Vertretung eine Übernahme.
00:37:43Also mit den Machenschaften von unserem sauberen Herrn Bürgermeister habe ich nichts zu tun.
00:37:48Sag mal, wie ist Susanne denn so?
00:37:52Ja, ich finde sie toll.
00:37:55Aufgeschlossen, freundlich, kompetent.
00:37:56Okay, okay.
00:37:57Überschlag dich nicht gleich.
00:37:59Ist jemand im Sprechzimmer?
00:38:01Niemand außer Susanne.
00:38:02Ich meine, wir haben erst eine Sigmittagspause.
00:38:07Okay, ein kurzer Moment.
00:38:09Müssten wir jetzt vielleicht nicht ein bisschen mehr um die Birgit Stein kümmern?
00:38:12Die kommt schon, wenn sie uns braucht.
00:38:15Und für den Fall, dass du was von ihr möchtest, gebe ich dir einen Tipp.
00:38:20Machen wir Werbung in eigener Sache.
00:38:28Wie läuft's denn so?
00:38:30Ganz gut.
00:38:32Kann ich kurz mit dir sprechen?
00:38:37Die suchen einen Ersatz für mich und ich bleib vorläufig hier.
00:38:41Na, mein Hammer.
00:38:48Benninger?
00:38:51Ja.
00:38:53Und wie langt das schon?
00:38:56Aha.
00:38:57Und wohin?
00:38:58Gut, ich komme sofort.
00:39:00Was ist los?
00:39:01Rese Hinterholzer ist zusammengebrochen.
00:39:03Die war bei mir.
00:39:04Ich fahre zu ihr.
00:39:05Max, ich soll dich hier vertreten.
00:39:07Du bist eigentlich gar nicht da.
00:39:08Das ist meine Aufnahme.
00:39:09Susanne Rese Hinterholzer ist meine Patientin, seit ich denken kann.
00:39:12Und jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt zum Diskutieren.
00:39:14Ich fahre zum Hinterholzerhof.
00:39:15Und schau nach ihr.
00:39:22Das gibt's doch nicht.
00:39:49Und dann habe ich sie in die Küche geschleppt.
00:40:07Meine Kollegin.
00:40:08Dr. Susanne Scheuring.
00:40:10Reagiert Ihre Mutter auf irgendetwas allergisch?
00:40:12Glaube ich nicht.
00:40:13Bis heute hatte sie jedenfalls keine Allergie.
00:40:18Was spritzt du ihr da?
00:40:19Kortison und Antihistaminikum.
00:40:22Frau Kollegin.
00:40:28Bienenstiche.
00:40:30Das würde auch die Atemnot erklären.
00:40:36Mund auf, ich gebe Ihnen was unter die Zunge.
00:40:39Was geben Sie da?
00:40:41Apis melifica.
00:40:42Bienengift.
00:40:43Keine Sorge.
00:40:45In der Homöopathie wird Gleiches mit Gleichem behandelt.
00:40:48Bienengift hilft gegen Bienenstiche.
00:40:52Echt?
00:40:54Sie können Ihrer Mutter einen Eisbeutel holen zum Kühlen.
00:41:02Und?
00:41:03Wie steht es mit dem Gesundheitszentrum?
00:41:06Sehr gut.
00:41:08Die Investoren haben grünes Licht gegeben.
00:41:10Du kannst jetzt schon mit ein paar Gästen mehr rechnen.
00:41:13Ich arbeite ohnehin schon an einer neuen Karte.
00:41:17Semmeln.
00:41:18Semmeln nicht vergessen.
00:41:19Semmeln in allen Variationen.
00:41:21Wir bieten die Meierkur an.
00:41:22Das heißt Semmeln und Milch.
00:41:25Und kauen, kauen, kauen.
00:41:27Da stehen die Leute drauf.
00:41:28Ich dachte eher an Puttenschnitzel mit Salatplatte und Tofu-geschnitzeltes mit Sojasprossen.
00:41:34Aha.
00:41:36Solange ich das nicht essen muss.
00:41:37Also mach, was du willst.
00:41:39Keine Angst.
00:41:41Übrigens, was sagst du dazu, dass Max noch hier ist?
00:41:43Haben wir da nicht einen Arzt zu vielen, Maria Börth?
00:41:48Ich arbeite dran.
00:41:59Das nächste Mal sollten wir solche Diskussionen nicht vor Patienten austragen.
00:42:03Das macht nicht gerade ein vertrauer weckenden Eindruck.
00:42:06Manchmal gibt es halt zwei Meinungen.
00:42:07Ja, die man in Ruhe und dafür auch um bereden kann.
00:42:10Nicht so einfach, wenn man vor einem Notfall steht.
00:42:14Was hältst du davon, wenn du zu Hilde ins Krankenhaus fährst und ich mache hier meinen Job?
00:42:18Wenn du meinst.
00:42:20Ich wollte ohnehin nachher sehen.
00:42:25Also, Sanne, du musst mir helfen.
00:42:28Klar, schieß los.
00:42:30Du kennst aus den Kniegenstein, die Postnot.
00:42:32Da kann ich dir nicht helfen.
00:42:43Herr Pfarrer, Sie haben so einen tollen Zugang zu Hilde Bindinger.
00:42:47Wenn Sie mit ihr über das Grundstück sprechen könnten.
00:42:49Sie würden den Bürgern von Maria wird einen Riesendienst erweisen.
00:42:53Der Yachthafen.
00:42:54Wir bräuchten auch dringend eine neue Orgel.
00:42:56Aber das Geld, das liebe Geld.
00:43:00Tja, der Herr hat immer ein Auge auf uns.
00:43:03Er wird uns nicht im Stich lassen.
00:43:06Bim Bam.
00:43:09Eine kleine Spende im Voraus.
00:43:11Auch kein Problem.
00:43:1348, 72, 58.
00:43:15Die Kontonummer des Spendenkontos.
00:43:18Gelobt sei Jesus Christus.
00:43:21Der will mehr.
00:43:24Mhm.
00:43:31Du wirst sehen, Oma.
00:43:34Du wirst schneller wieder auf den Beinen, als du denkst.
00:43:37Ich weiß, Maxl.
00:43:39Ich war doch immer schon hart im Nehmen.
00:43:44Ich hab mir echte Sorgen um dich gemacht.
00:43:48Es war ein Fehler, für sechs Monate weggehen zu wollen.
00:43:54Du willst ihm helfen?
00:43:55Ja, aber meine Patienten und du, ihr braucht mich genauso.
00:43:59Und deswegen ist es wohl besser, wenn ich hier bleibe.
00:44:02Wie geht's denn?
00:44:04Mit der Susanne und dir?
00:44:06Ja, da fällt mir schon was ein.
00:44:09Das hab ich nicht gemeint.
00:44:15Tag.
00:44:18Ihr Großmutter braucht jetzt Ruhe, Dr. Bengert.
00:44:21Sie können morgen wiederkommen.
00:44:26Also dann.
00:44:28Bis morgen, Oma.
00:44:41Ein Strauß für Susanne Scholding.
00:44:44Das bin ich.
00:44:45Bitteschön.
00:44:47Tschüss.
00:44:48Danke.
00:44:48Wiederschauen.
00:44:57Ganz frisch.
00:44:59Das ist gut für die Kniekehle.
00:45:02Was?
00:45:04Entschuldige, natürlich für die Wirbelsäule.
00:45:08Den nimmst du über Nacht auf und das hilft dir so beim Regener Hirn.
00:45:12Ich danke dir schön, Johannes.
00:45:14Ist irgendwas mit dir?
00:45:17Du bist so zerstreut, du bist so abwesend.
00:45:21Na ja, zur Zeit drehen sich meine Gedanken nur noch um ein Thema.
00:45:24Da bin ich sowas von anwesend, das kann ich dir gar nicht sagen.
00:45:28Ja?
00:45:32Ich hab mich in die Postbotin Birgit Stein verliebt.
00:45:37Das ist wunderbar, Johannes.
00:45:40Wunderbar.
00:45:40War höchste Zeit, dass du dich wieder mal ein bisschen um dein Privatleben kümmerst.
00:45:48Aber das ist nur die eine Seite der Medaille.
00:45:52Ich bekomm die Situation einfach nicht in den Griff.
00:45:54Du weißt auch, wie meine letzte Mitzung geändert hat.
00:45:57Möchtest du einen Rat?
00:46:00Ja, von dir immer.
00:46:01Sag es einfach.
00:46:07Einfach sagen.
00:46:09Einfach sagen.
00:46:10Oh, hey.
00:46:13Oh, hey, yo.
00:46:23Das ist gut.
00:46:28Applaus
00:47:04Applaus
00:47:26Lips
00:47:27Lips
00:47:51Lips
00:47:52Sorry
00:47:55Lebe auf Distanz geht doch nicht. Meine Gefühle für dich sind nicht stark genug. Ich möchte mich wieder frei fühlen.
00:48:07Es ist besser, du lässt mich in Ruhe. Du ruf mich nicht mehr an. Max.
00:48:27Liebe von wem?
00:48:43Das ist Max. Das ist sein Charakter. Denke an dich, an das, was du immer erreichen wolltest. Ihr beide zusammen,
00:48:52das macht eh keinen Sinn.
00:48:55Aber jetzt tut er so, als wenn nie was gewesen wäre.
00:49:04Ein Mann wie Max ändert sich nicht. Und die vielen Patienten, die geben doch so, so viel zu viele Chancen
00:49:12zur Abwechslung.
00:49:15Wir beide, wir müssen zusammenhalten. Da draußen in der Welt kannst du doch keinem mehr vertrauen.
00:49:24Glaube einem alten Mann wie mir.
00:49:26Ach, alter Mann von weh.
00:49:33Hilf mir, Susanne.
00:49:36Ich brauche für das Gesundheitszentrum den Nachthaufen. Rede mit Hilda. Ihr kamt doch immer blende miteinander aus, oder?
00:49:46Sie muss der Gemeinde den Grund für den Nachthaufen verkaufen.
00:49:50Du bist schrecklich, Papa. Es ist ganz und gar der falsche Zeitpunkt dafür. Hilda muss sich erholen.
00:49:57Das hat oberste Priorität.
00:50:02Ja. Ja, du hast recht.
00:50:11Und?
00:50:13Wer liegt vorne?
00:50:15Unser Pfarrer will mich wieder einmal so richtig abzocken.
00:50:19Noch ist alles offen.
00:50:24Ja, wie ich gehört habe, stehen Sie inzwischen auf der Seite des Bürgermeisters, was das Gesundheitszentrum anbelangt, der Pfarrer.
00:50:33Wer behauptet das?
00:50:35Unser Bürgermeister höchstpersönlich.
00:50:40Als Pfarrer stehe ich solchen Entscheidungen neutral gegenüber.
00:50:43Und als Mensch?
00:50:47Ich bin nicht dagegen.
00:50:4940.
00:51:03Herr Pfarrer!
00:51:07Guten Morgen. Haben Sie einen Termin?
00:51:09Ich brauche keinen Termin.
00:51:16Herr Pfarrer!
00:51:18Was verschafft mir die Ehre so früh am Morgen?
00:51:20Ich werde nicht mit Hilde Benninger sprechen, wegen des Yachthafens.
00:51:23Ich verhalte mich neutral.
00:51:25Und ich stehe auch nicht auf Ihrer Seite, was das Gesundheitszentrum betrifft.
00:51:28Wie kommen Sie denn nicht dazu, so etwas zu behaupten?
00:51:31Aber eine Spende von mir ist immer ein Wünscht, Herr Pfarrer, nicht?
00:51:35Zu spenden ist eine Sache.
00:51:37Eine Spende für eigene Zwecke zu missbrauchen ist etwas völlig anderes.
00:51:40Meinen Sie, das sei eine kluge Entscheidung?
00:51:45Der Herr möchte nicht, dass wir als Sünder durchs Leben gehen, sondern als Kinder der Liebe.
00:51:51Ich halte mich an Konfuzius.
00:51:53Wenn einer einen Fehler begeht, ihn nicht korrigiert, begeht er schon den Zweiten.
00:52:00Wie war eigentlich Ihre Stimmenkunde, Herr Pfarrer?
00:52:03Herr, führe mich nicht in Versuchung, sondern erlöse mich von dem Bösen.
00:52:08Der Herr sei mit dir.
00:52:18Susanne, was hältst du davon, wenn wir für die nächsten sechs Monate eine Art Gemeinschaftspraxis bilden?
00:52:29Wie stellst du dir das vor?
00:52:30Ja, ich der Gemeinanteil ab und du bietest Akupunktur, Homöopathie und diese Dinge an.
00:52:36Wir werden ein unschlagbares Team.
00:52:38Patienten haben wir ohnehin genug.
00:52:41Du musst dir um mich keine Sorgen machen.
00:52:43Da ist schon was in Planung.
00:52:45Machen wir keine Sorgen um dich, aber was spricht gegen diesen Versuch?
00:52:50Du hast doch früher auch super verstanden.
00:52:54Was hältst du davon, wenn du hier weitermachst, wo du sowieso schon auf meinem Posten bist?
00:52:58Und ich fahre zu Hilde.
00:53:02Übrigens, hast du die Blumen bekommen?
00:53:05Ich bin Ärztin. Ich habe geholfen. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Du musst mir keine Blumen schicken.
00:53:10Hast Hilde das Leben gerettet?
00:53:13Und das werde ich dir nicht vergessen.
00:53:15Du weißt genau, wie gern ich Hilde habe.
00:53:19Und das ist auch alles.
00:53:31Frau Benninger, Sie sollen doch nicht telefonieren.
00:53:35Ach, Sie lassen sich ja ohnehin nicht abhalten.
00:53:39Stimmt.
00:53:41Hallo, Gabi. Hilde Benninger ist da.
00:53:44Ich möchte Bürdemeister sprechen.
00:53:46Ach, da sind Sie, Herr Pfarrer.
00:53:49Ich habe Ihnen ein paar Kräuter mitgebracht, damit Sie bald wieder recht entspannt Ihrem Fahrrad sitzen können.
00:53:56Danke. Bin ich jetzt eigentlich bei dir in Behandlung oder bei Max?
00:54:00Ja, wissen Sie, in der Medizin, da gibt es keine Ausschließlichkeiten wie in der Religion.
00:54:04Da geht es nach dem Motto, hilft das eine nicht, dann hilft wahrscheinlich das andere.
00:54:09Warum dieses Unkraut ausgerechnet hier derartig üppig wuchern muss.
00:54:13Sind Sie doch froh, andere Leute würden für so ein Unkraut viel Geld bezahlen.
00:54:18Machen Sie doch was draus. Immerhin ist ja Maria wert eine Wallfahrtskirche.
00:54:23Ja, schon, aber Kräuter.
00:54:27Schnaps.
00:54:30Ja, genau.
00:54:33Verzeih, Herr, dass ich derart blinkt durchs Leben gelaufen bin und nicht gesehen habe, was du mir tagtäglich vor Augen
00:54:37hältst.
00:54:37Ein Kräuterschnaps.
00:54:39Sag ich doch, fühlst das eine nicht, dann hilft Ihnen das andere.
00:54:42Das andere, ganz genau.
00:54:44Was ist damals zwischen Max und dir vorgefallen, dass ihr beide jedes Mal abblockt, wenn man doch nur den Namen
00:54:53des anderen erwähnt?
00:54:54Frag doch Max. Der müsste es doch am besten wissen.
00:54:57Aus Max kriege ich nichts raus.
00:55:01Aber man müsste ja blind sein, wenn man nicht bemerken würde, wie viel ihm noch an dir liegt.
00:55:07Jetzt vielleicht.
00:55:09Aber als ich damals in München war und ihn am meisten gebraucht hätte, da hat er mich fallen lassen wie
00:55:14eine heiße Kartoffel.
00:55:17Vielleicht war das alles nur ein Missverständnis.
00:55:25Und ehrlich gesagt möchte ich auch nicht mehr drüber sprechen.
00:55:34Johannes!
00:55:36Hallo, Susanne.
00:55:38Wie wäre es mit einem Meditationsther aus dem tibetanischen Oberland?
00:55:42Das trifft sich gut.
00:55:44Ich halte nämlich morgen früh in der Volksschule einen Vortag und hätte gerne für jedes Kind als Giveaway ein Kräutersäckchen.
00:55:50Du meinst ein Gib-weiter-Beutelchen mit Kräutern drin.
00:55:53Habe ich genug, komm.
00:55:58Eigenartig.
00:55:59Zurzeit wollen alle meine Kräuter.
00:56:01So, hier sind's.
00:56:04Zitronenmelisse, Münze und ein bisschen Werbeläu.
00:56:07So, nur ich habe leider keine Säckchen mehr.
00:56:11Dann machen wir ein Sträußchen draus.
00:56:14Entweder die Kinder verwenden's frisch oder sie hängen's zum Toppen in einem kühlen Raum.
00:56:20Wunderbar.
00:56:20Ich wäre ja schon viel früher zu dir gekommen, Hilde.
00:56:24Aber als Bürgermeister, das kann ich dir sagen, Termine den ganzen Tag rund um die Uhr.
00:56:31Schön nicht?
00:56:33Ich werde deine kostbare Zeit nicht lang in Anspruch nehmen.
00:56:37Es geht um den Yachthafen.
00:56:40Ja.
00:56:42Ich wäre an einem Verkauf meines Grundes interessiert.
00:56:46Eine sehr weise Entscheidung, Hilde.
00:56:49Ja, das finde ich auch.
00:56:53Also, wenn Max und Susanne sich einigen, steht einem Verkauf nichts im Weg.
00:57:02Wie meinst du das?
00:57:04Rüdiger, ich möchte dich bitten, dass du Susanne und Max dazu bringst, sich auszusprechen.
00:57:11Die beiden gehen sich aus dem Weg, wo immer es möglich ist.
00:57:14Das ist doch kein Zustand, wenn man zusammenarbeitet.
00:57:18Ich mische mich grundsätzlich nicht in die Privatangelegenheit von meiner Tochter.
00:57:22Vor allem, wenn der Mann eine solche E-Mail geschrieben hat.
00:57:29Wovon sprichst du jetzt, Rüdiger?
00:57:36Mit euch, Benningers, hat man immer wieder neuen Ärger.
00:57:38Hilde, verkaufst du den Grund jetzt oder nicht?
00:57:41Ja, natürlich.
00:57:43Aber ich möchte auch, dass deine Tochter und mein Enkel einander wieder in die Augen sehen können
00:57:49und anständig miteinander arbeiten.
00:57:53Sonst kümmerst du dich doch auch um alles, was Susanne anbelangt, hm?
00:57:57Ja, ich kümmere mich.
00:57:59Natürlich kümmere ich mich.
00:58:00Natürlich kümmere ich mich.
00:58:02Natürlich.
00:58:04Und vielen Dank für die Blumen.
00:58:14Susanne?
00:58:17Hast du noch einen Moment Zeit für mich?
00:58:20Ja.
00:58:25Du hast mir auf meine Frage von heute Morgen noch immer keine Antwort gegeben.
00:58:31Ich habe auch noch eine Frage.
00:58:32Was hältst du eigentlich von dem Gesundheitszentrum?
00:58:42Ich finde es gut, wenn man in die Zukunft investiert.
00:58:46Ein Gesundheitszentrum hier im schönen Maria-Wörth?
00:58:50Sicher keine schlechte Sache.
00:58:53Aber was meine Person betrifft, halte ich es wie mein Vater.
00:58:55Ich möchte ein Landarzt sein.
00:59:00Mit einem offenen Ohr für meine Patienten.
00:59:03Wo wir beide in so einer Arztpraxis, wo sich jeder auf seine Art verwirklichen kann.
00:59:09Das war doch mal unser gemeinsamer Traum.
00:59:12Ach, jetzt auf einmal.
00:59:14Du hast doch alles kaputt gemacht.
00:59:16Und nicht mal den Mut gehabt, es mir selbst ins Gesicht zu sagen.
00:59:26Natürlich wird der Jagdhafen gebaut, sonst funktioniert doch die Apartmentanlage nicht.
00:59:30Irgendwelche Probleme?
00:59:34Natürlich vermittle ich der Gemeinde etwas anderes, dass der Jagdhafen zum Gesundheitszentrum gehört.
00:59:38Ist doch logisch.
00:59:39Also, mein Gott.
00:59:45Herr Bürgermeister, der Architekt vom Gesundheitszentrum hat angerufen.
00:59:48Ja, er hat mich gerade über Handy erreicht.
00:59:50Bitte suchen Sie mir den Bebauungsplan der Maria-Wörther-Bucht raus.
00:59:54Was brauchen Sie denn genau, Herr Bürgermeister?
00:59:57Ich brauche die Baugenehmigung der Villa Benninger.
01:00:00Und da muss ich überprüfen lassen, ob das Seegrundstück unterhalb der Kirche wirklich dem Heiligen Haus gehört.
01:00:06Wäre gelacht, Jagdhafen nicht machen könnte.
01:00:21So, also.
01:00:25Der Jupiter-Einfluss ist unbestritten.
01:00:28Und dazu noch die Venus im Stier.
01:00:30Da war es nichts zu rütteln.
01:00:34Drei.
01:00:37Eins, zwei.
01:00:39Drei.
01:00:43Ja, wer ist da?
01:00:48Hallo.
01:00:49Ich habe gerade einen Jupiter-Transit.
01:00:52Und grundsätzlich habe ich die Venus im Stier stehen.
01:00:58Wovon reden Sie eigentlich, Herr Sauskoban?
01:01:03Ja, ich wollte nur sagen, dass ich Sie unheimlich unsympathisch finde.
01:01:11Nein, total sympathisch finde ich, sympathisch.
01:01:24Gut, Herr Sauskoban, wieder mal alles versaust.
01:01:26Nein, das ist es.
01:01:28Ich will langsam, ich habe das Ganze, ich kann es nicht nur sehen, ob ich das verstehe.
01:01:34Halt!
01:01:57Okay, okay, okay, okay, ich habe mich geschlagen, ich habe gewonnen.
01:01:59Meine Güte, Sie sind topfit.
01:02:02Super.
01:02:03Kinder, jetzt müssen wir uns bei der Susanne bedanken.
01:02:07Danke für den Vortrag.
01:02:10Das war mir ein Vergnügen.
01:02:11Danke, Susanne.
01:02:13Deine Erläuterungen waren wirklich ein Gewinn für uns.
01:02:16Und die Schulklasse in den Wald zu verlegen, das war überhaupt eine gute Idee.
01:02:20Das sollten wir öfter machen.
01:02:23Ellen, du kannst mir helfen.
01:02:25Ich würde gern Kräuterstreußer in deine Klassenkameraden verteilen.
01:02:28Was macht man denn damit?
01:02:29Die kann man als Tee aufbrühen.
01:02:31Getrocknet oder frisch.
01:02:32Und was sind das für Kräuter?
01:02:34Das ist Minze, Verbena und Zitronenmelisse.
01:02:39Zitronenmelisse kenne ich, die schmeckt gut.
01:02:41Wer will alles welche?
01:02:44Also, kommt her.
01:02:47Morgen.
01:02:56Du strahlst, als hättest du ein ganzes Lager Glühbirnen verschluckt.
01:03:02Ist Max allein?
01:03:04Nur hinein.
01:03:05Max ist allein.
01:03:17Was hast du denn?
01:03:19Man braucht so viel wie.
01:03:20Und schlecht ist mir auch.
01:03:21Ich hole Frau Bidegut.
01:03:26Max, ich steig aus.
01:03:30Wie?
01:03:31Wie meinst du das?
01:03:32Ich gehe zurück nach München.
01:03:40Dein Handy.
01:03:46Berninger?
01:03:48Frau Bidegut, hallo.
01:03:51Und die Symptome?
01:03:55Gut, dann komme ich sofort.
01:03:57Ellen und ein anderes Kind sind in der Schule zusammengebrochen.
01:04:01Brechschweiz, Magenkampf, Schweißausbruch.
01:04:09Das ist interessant.
01:04:11Ja, ja, ich werde dem Herrn Doktor sofort Bescheid sagen.
01:04:14Ja.
01:04:16Entschuldige, die Störung.
01:04:18Der Wirt hat gerade angerufen.
01:04:19Seine Tochter liegt mit Brechtuchfall im Bett und kann nicht in die Schule gehen.
01:04:23Ich kann nicht überall gleichzeitig sein.
01:04:27Dann fahr du doch in die Schule und ich übernehme die kleinen Nocker.
01:04:31Danke.
01:04:35Ellen ist in der Schule zusammengeklappt.
01:04:37Genau die gleichen Symptome.
01:04:38Du musst die Patienten verdrissen.
01:04:41Das ist eine dankbare Aufgabe.
01:04:43Und dir geht es wieder besser, Inge?
01:04:47Und jetzt zu dir Ellen.
01:04:51Kann ich mir mal deine Propäne ansehen?
01:04:53Achtung.
01:04:59Magen hat sie ja jetzt nichts mehr.
01:05:00Ja, wie denn auch?
01:05:01Das Mädel hat sie ja in einem Fort übergeben.
01:05:04Ist es nicht doch möglich, dass sie was gegessen hat?
01:05:06Ach was?
01:05:07Das war der Tee.
01:05:08Ich habe ihr gleich gesagt, dass sie den nicht trinken soll.
01:05:10Dieses selbstgepflückte Zeug.
01:05:12Aber sie wollte ihn unbedingt zum Frühstück haben.
01:05:15Und danach ist sie ja gleich losgegangen.
01:05:17Werner, hol doch mal die Teekanne.
01:05:19Aber der Kräutertee...
01:05:21Johannes kennt sich doch aus.
01:05:23Ich hätte es mir denken können,
01:05:24dass dieses undefinierbare Zeugs von Johannes ist.
01:05:27Johannes ist eine Koryphäe auf dem Gebiet der Kräuter.
01:05:29Entschuldigen Sie, Frau Doktor,
01:05:31aber darüber kann man geteilter Meinung sein.
01:05:34Geben Sie Kamillentee und Zwieback.
01:05:36Und morgen gesalzene Haferflockensuppe.
01:05:39Und viel trinken soll sie.
01:05:40Und das lasse ich untersuchen.
01:05:43Wiedersehen, Herr Nocker.
01:05:44Wiedersehen.
01:05:44Gute Besserung für Steffi.
01:05:46Danke.
01:05:47Servus, Herr.
01:05:55Entschuldigen.
01:05:57Ist ja interessant.
01:05:58Natürlich kann ich damit was anfangen.
01:06:01Stefan, du hast noch was gut bei mir.
01:06:03Ja.
01:06:05Rufen Sie den Lippittstück an.
01:06:06Er soll sofort in meinen Büro kommen.
01:06:07Dringend.
01:06:08Ist was passiert?
01:06:09Ja.
01:06:10So ungefähr das Beste, was momentan passieren kann.
01:06:17Wiedergut.
01:06:19Das Dr.
01:06:20Berliner.
01:06:20Er holt noch seine Tasche.
01:06:28Auf Wiedersehen.
01:06:29Auf Wiedersehen.
01:06:30Du hast Ellen ins Krankenhaus angewiesen.
01:06:32Ja, es war eine Sicherheitsmaßnahme.
01:06:33Die Symptome sprechen für eine Lebensmittelvergiftung.
01:06:36Und wie steht's bei dir?
01:06:37Das Gleiche, nur nicht ganz so schlimm.
01:06:39Sind noch mehr Kinder aus Ellens Klasse betroffen?
01:06:41Nein, bis jetzt nur zwei.
01:06:42Wir sollten die Schulleitung informieren, damit die Kinder gewarnt sind.
01:06:46Warum?
01:06:48Als ich gestern meinen Vortrag über gesunde Ernährung gehalten habe,
01:06:51habe ich zum Abschluss Kräutersträuße verteilt.
01:06:53Aus Johannesvorrat.
01:06:56Komm, lass uns keine Zeit verlieren.
01:06:59Frau Wiedergut.
01:07:12Herr, was will das?
01:07:16Kann ich dir helfen?
01:07:19Willst du uns bitte Zugang zu einer Praxis verschaffen?
01:07:21Wir müssen die Kräuterbestände beschlagnahmen.
01:07:24Es besteht der Verdacht, dass sie gesundheitsschädigend sind.
01:07:28Ja, selbstverständlich.
01:07:34Die Praxis bleibt geschlossen, bis der Verdacht ausgeräumt ist.
01:07:38Tut mir leid, Max.
01:07:40Aber ich habe die Kräuter verteilt.
01:07:42Das spielt keine Rolle.
01:07:44Die Kräuter stammen aus der Praxis.
01:07:46Das ist der Punkt.
01:07:51Das ist ja die Unterschrift meines Vaters.
01:08:06Herr Pfarrer, das macht doch was sehr.
01:08:12Wollen Sie jetzt, dass ich Ihnen helfe, oder wollen Sie es nicht?
01:08:14Ja, selbstverständlich, Johannes.
01:08:15Nur, weißt du, der Gedanke, das ist eine Sache, aber die Tat, das ist etwas völlig anderes.
01:08:22Hätten Sie es vielleicht nicht gern, dass Ihre Schäfchen beim Wohlklang einer schönen Orgel das Hochamt feiern?
01:08:28Wenn wir den Kräuterschnapps wenigstens selber hergestellt hätten.
01:08:32Also, bevor man so einen Kräutersud ansetzt, das dauert Monate.
01:08:38Jetzt geben Sie mir Ihren Segen für den ersten Maria-Wörter-Kräuterlikör.
01:08:44Hochwölk.
01:08:48Na gut.
01:08:50Wie sagt man so schön, wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.
01:08:54Wir wollen ihn nicht werfen, wir wollen ihn verkaufen.
01:09:00Pröster hier.
01:09:01Zum Wohl.
01:09:05Und?
01:09:07Nicht schlecht.
01:09:09Aber wieso hat mein Vater nicht mit uns gesprochen, bevor er diesen Bescheid abgesegelt hat?
01:09:13Das wäre zumindest zu hinterfragen.
01:09:18Aber das sieht doch aus wie der Stechapfel, oder?
01:09:20Dass die sich alle so ähnlich sehen müssen.
01:09:24Guten Abend.
01:09:26Guten Abend, Johannes.
01:09:27Was soll denn das werden, wenn es fertig ist?
01:09:30Mohnschein-Kräuter-Seminar?
01:09:32Uns ist gar nichts zum Lachen zumute, kannst du da mal drauf schauen?
01:09:36Boah, du riechst ja wie eine Schnapsfabrik.
01:09:40Hier seid ihr ganz schön mutig, so mit hochgiftigen Pflanzen zu hantieren.
01:09:44Wieso das noch deine Kräuter?
01:09:46Moment einmal, also, ich kann immer noch eine Kuh von einem Pferd unterscheiden.
01:09:57Worauf trinken wir eigentlich, Herr Bürgermeister?
01:09:59Auf ein Problem weniger.
01:10:05Gabi?
01:10:07Darf ich jetzt demnächst zum Essen einladen?
01:10:11Sie machen hier hervorragende Arbeit.
01:10:14Gern.
01:10:17Was ist denn genau passiert?
01:10:19Die Polizei hat meine Praxis geschlossen.
01:10:22Aber ich versichere euch, dass ich alles, wirklich alles tun werde, um die Hintergründe, die zur Schließung geführt haben, aufzuklären.
01:10:27Was willst du denn für Hintergründe aufklären, Max?
01:10:30Schau, die Fakten sind die.
01:10:32Morgen, Susanne.
01:10:33Guten Abend.
01:10:34Wir haben bei zwei Schülerinnen der 4C Vergiftungserscheinungen behandelt.
01:10:37Nachdem Kollegin Scheuring Kräuter von Johannes an die Kinder verteilt hat.
01:10:42Ja, und nun vermutet die Polizei, dass diese Kräuter der Auslöser für die Erkrankung der Kinder waren.
01:10:46Und wer behandelt uns, wenn wir einen Arzt brauchen?
01:10:48Ich komme zu jedem, der mich braucht.
01:10:50Und zwar so schnell als möglich.
01:10:51Darauf gebe ich euch mein Wort.
01:10:53Frau Applaus
01:10:58Scheuring?
01:11:00Frau Pippik?
01:11:02Danke, Frau Pippik, dass wir uns sofort angerufen haben.
01:11:04Ist doch selbstverständlich.
01:11:05Danke.
01:11:07Sag mal, Ellen, danke.
01:11:09Hast du deiner Mutter erzählt, dass du Kräuter gepflückt hast?
01:11:12Also, im Auto lagen noch die Kräutersträuße, die ich holen sollte.
01:11:15Aber drei waren so dünn, das wäre doch ungerecht gewesen.
01:11:19Da habe ich einfach noch ein paar Kräuter dazu gepflückt.
01:11:22Bist du sicher, dass du nur drei gepflückt hast?
01:11:24Klar.
01:11:26Gott sei Dank.
01:11:27Dann müssen wir uns um die anderen Kinder keine Sorgen machen.
01:11:32Und ich habe jetzt eine Idee.
01:11:34Ich werde mit Johannes reden.
01:11:36Und er soll mit dir einen Kräuterkundekurs machen.
01:11:39Okay?
01:11:42Ellen hat also die Kräuter auf eigene Faust gepflückt.
01:11:46Sie hat es gut gemeint.
01:11:48Ich werde das überprüfen müssen, Max.
01:11:52Tu das, Julius.
01:11:54Morgen bekommst du ohnehin das Ergebnis der Laboruntersuchung.
01:11:57Und woher wirst du dann schon jetzt, dass die Kräuter giftig waren?
01:12:01Wir haben einen Kräuterexperten zur Verfügung schon vergessen.
01:12:05Ich brauche da noch eine Unterschrift von dir, Max.
01:12:11Wann können wir die Praxis wieder aufmachen?
01:12:14Sobald die Formalitäten erledigt sind.
01:12:17Und wie lange dauert es, bis die Formalitäten erledigt sind?
01:12:20Solange die Formalitäten dauern.
01:12:23Verabt.
01:12:24Das ist nicht nur ein Klischee, sondern bittere Wahrheit.
01:12:26Nichts für Ungut.
01:12:28Das ist wirklich unglaublich.
01:12:43Jetzt ist es wirklich besser.
01:12:44Du gehst noch mal hoch zurück.
01:12:46Ich glaube, ich nehme mir ein Taxi.
01:12:51Max, was ist denn los?
01:13:00Ich weiß mir, mit Susanne einfach nicht mehr zu helfen.
01:13:05Ich kann nicht einmal normal mit ihr reden.
01:13:09Entweder sie läuft weg oder sie wird wütend.
01:13:12Und plötzlich hat sie behauptet, dass ich, ich, schuld sei am Ende unserer Beziehung.
01:13:18Vielleicht sollte ich sie ein für alle Mal aufgeben.
01:13:23Und diese E-Mail, was hat es mit dir auf sich?
01:13:28Was für eine E-Mail?
01:13:30Ach, genau so habe ich mir das vorgestellt.
01:13:33Keiner weiß, worum es geht.
01:13:35Komm, komm, hör zu.
01:13:37Ich habe Susannes Vater den Baugrund für seinen Jachthafen angeboten.
01:13:42Hinter dem er ja herr ist wie der Teufel hinter der armen Seele.
01:13:45Das ist nicht dein Ernst, Oma.
01:13:46Und bei dieser Gelegenheit hat er von einer E-Mail gesprochen?
01:13:50Die du, Susanne, geschrieben haben sollst.
01:13:53Das ist ihm nur so rausgerutscht.
01:13:54Das habe ich sofort gemerkt.
01:13:57Das mit dem Baugrund, das war ja nur ein Vorwand, damit er...
01:14:02Schluss, Schluss, Oma.
01:14:03Du sollst gesund werden und dich nicht um solche Dinge kümmern.
01:14:07Miss Marple.
01:14:16Was hast du auf dem Herzen, mein Sohn?
01:14:19Wenn jemand vor einigen Jahren eine Dummheit gemacht hätte.
01:14:26Von welcher Dummheit sprichst du?
01:14:29Ich spreche von einer E-Mail, die jemand vom Computer eines jungen Mannes an seine Tochter gesendet hat.
01:14:39Um dann vom Computer seiner Tochter eine ähnliche Mail an den Freund der Tochter zu senden.
01:14:53Was ist danach passiert?
01:14:55Die beiden haben sich getrennt.
01:14:58Meine Liebe wurde gewaltsam auseinandergerissen.
01:15:02Also das würde ich jetzt nicht so dramatisch ausdrücken.
01:15:07Der Herr sieht alles und der Herr weiß alles.
01:15:11Und er verzeiht alles, wenn man reuig ist und Besserung gelobt.
01:15:19Und was wäre jetzt in solchem Fall zu tun?
01:15:22Du musst die Wahrheit sagen.
01:15:23Und zwar so schnell wie möglich.
01:15:55Susanne, gib mir jetzt bitte eine klare Antwort.
01:15:59Warum hast du dich damals nicht mehr gemeldet, als du in München warst?
01:16:02Was ist denn das plötzlich für eine Frage?
01:16:04Ich meine es ernst.
01:16:06Und was ist das für eine angebliche Mail, die ich dir geschrieben haben soll?
01:16:11Du hast mir damals in drei Sätzen den Laufpass gegeben.
01:16:13Ich habe dir keinen einzigen Satz geschrieben.
01:16:17Klar, hast du solltest dir zeigen? Ich habe sie noch.
01:16:20Was war denn die Lügerei, Max?
01:16:35Diese Mail ist nicht von mir, Susanne.
01:16:38Ich habe übrigens eine ähnliche von dir bekommen.
01:16:42Das heißt, ich habe sie nicht mehr, denn ich habe sie damals gleich gelöscht.
01:16:45Max, ich habe dir keine Mail geschrieben.
01:16:47Ich hätte mit dir gesprochen, wenn es was zu sagen gegeben hätte.
01:16:50Susanne, ich habe nie aufgehört, dich zu lieben.
01:16:53Nie.
01:16:56Erst.
01:16:57Durch das.
01:17:41Alles in Ordnung, Rüdiger?
01:17:43Nichts ist in Ordnung.
01:17:45Davon.
01:17:51Susanne.
01:17:53Und, geht es Ihrer Tochter schon besser?
01:17:55Ja, Gott sei Dank, Gerhard.
01:17:57Das ist schön.
01:17:59Kann ich dich mal unter vier Augen sprechen, bitte?
01:18:03Dann will ich nicht länger stören.
01:18:14Hast du das geschrieben?
01:18:20Ja.
01:18:24Kannst du mir das erklären?
01:18:28Und ich es auch verstehe?
01:18:30Du hast doch in München das Studium mit Bravour geschafft und einen Facharzt gemacht.
01:18:37Glaubst du, ein Max hätte es auf Dauer zugelassen, dass du in Deutschland studierst?
01:18:41Warum denn nicht?
01:18:42Max hätte mich in München besucht und ich wäre öfter hier in Maria-Wart gewesen.
01:18:50Du bist mein Ein und Alles.
01:18:55Ich wollte dich beschützen.
01:18:58Mit Liebeskummer.
01:19:02Hättest du das Studium noch nie so schnell hingekriegt, oder?
01:19:07Du hast etwas getan, was nicht zu entschuldigen ist.
01:19:11Wenn ich dir so wichtig wäre, würdest du wollen, dass ich glücklich bin.
01:19:19Ich liebe keinen Menschen so wie dich, Susanne.
01:19:22Weißt du, was ich glaube?
01:19:24Am allermeisten liebst du dich, Papa.
01:19:26Am allermeisten liebst du dich, Papa.
01:19:59Ach, Max, ich bin doch kein Brack, oder?
01:20:03Nicht, dass ich wüsste.
01:20:06Oh, Johannes' Talente scheinen unerschöpflich zu sein.
01:20:09Jetzt ist er sogar noch unter die Maler gegangen.
01:20:12Tante Hilde, herzlich willkommen.
01:20:15Das lange hätte man es ohne dich nicht machen.
01:20:16Übertreib nicht, Johannes.
01:20:19Danke.
01:20:21Gelobt sei Jesus Christus.
01:20:22Ja, Herr Pfarrer.
01:20:24Na, das ist eine Überraschung.
01:20:26Ich wollte es nicht versäumen, dich zu Hause willkommen zu heißen.
01:20:28Die Gemeinde hat für dich gebetet.
01:20:30Ich natürlich auch.
01:20:32Danke, Herr Pfarrer.
01:20:33Und das hat sicher geholfen.
01:20:35Kommen Sie noch auf einen Kaffee hinein?
01:20:38Vergelt's Gott.
01:20:38Da sage ich nicht nein.
01:20:40Und?
01:20:42Wie steht es in Sachen Birgit Stein?
01:20:44Naja, es gibt Leute, die glauben nicht an die Astrologie.
01:20:47Aber du hast meine Wiener zum Stier und diesen optimalen Jupiter-Fernseht.
01:20:50Herr Johannes, ich verstehe nichts von dem, was du sagst.
01:20:55Eines Tages wirst du das auch noch kapieren.
01:20:58Ist schon jemand in der Praxis?
01:20:59Der Laden ist voll.
01:21:01Ja, und wie geht's jetzt weiter?
01:21:02Genau so, wie Sie sich's wünschen.
01:21:04Die Praxis ist aber heute wieder eröffnet und Max Benninger bleibt hier in Maria Wörz.
01:21:11Zusammen mit Susanne Scheuring.
01:21:13Und ich auch.
01:21:16Guten Morgen, alle miteinander.
01:21:18Morgen.
01:21:30Herr Bürgermeister.
01:21:33Ich hab schon auf Sie gewartet.
01:21:35Kommen Sie rein.
01:21:46Bitte.
01:21:47Bitte.
01:21:53Eine Blutabnahme war ohnehin längst mal fällig.
01:21:57Und bei der Gelegenheit...
01:22:02...können wir auch mal was klären.
01:22:04Ich wüsste nicht was.
01:22:07Warum...
01:22:09...haben Sie damals dieses Theater mit den Mails inszeniert?
01:22:11Fasziniert.
01:22:13Halten.
01:22:16Ich wollte, dass Susanne in München Ruhe studiert.
01:22:19Dieses Kummer hätte sie nicht gebrauchen können.
01:22:22Aber Sie wussten, dass wir einander geliebt haben?
01:22:24Liebe?
01:22:25Glauben Sie, ich wollte Ihnen Susanne wegnennen, oder?
01:22:30Susanne ist etwas Besonderes.
01:22:32Ich weiß schon, was ihr gut tut.
01:22:34Das ist interessant.
01:22:37Und haben Sie sich jemals gefragt, was Susanne eigentlich wollte?
01:22:41Maria Wirt braucht den Grundschwemme ihrer Wille für den Yachthafen.
01:22:45Ohne Yachthafen funktioniert das Gesundheitszentrum nicht.
01:22:49Ich sichere die berufliche Zukunft von Susanne ab.
01:22:52Ach, hören Sie doch auf.
01:22:52Das ist doch alles nur ein Vorwand für Ihre hochfliegenden Pläne.
01:22:56Ich sage Ihnen ein für alle Mal, das Grundstück wird nicht verkauft.
01:23:05Ich rufe Sie an, wenn die Blutwerte erst im Labor zurück sind.
01:23:08Guten Tag.
01:23:15Wenn Sie es noch anders überlegen, rufen Sie mich an.
01:23:21Bitteschön, Herr Bürgermeister.
01:23:23Bitteschön.
01:23:24Wer ist der Nächste, bitte?
01:23:32Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Gemeinde,
01:23:35hiermit wäre der erste Spatenstich für unser Gesundheitszentrum getan.
01:23:55Auf das Gesundheitszentrum.
01:23:56Auf eine erfolgreiche Bauzeit, Herr Bürgermeister.
01:24:01Wie steht es mit dem Yachthafen?
01:24:02Haben Sie schon die Zusage für den Grund?
01:24:04Ich stehe kurz davor.
01:24:05Ah, das freut mich zu hören.
01:24:06Ohne Yachthafen können wir den Quadratmeterpreis für die Apartmentanlage ohnehin nicht halten.
01:24:10Ist eh klar.
01:24:13So, jetzt lade ich die Gemeinde zur Kirchweih ein.
01:24:34Das Kirchweih-Maria-Wart kannte immer mehr wie euch.
01:24:39Susanne im Sprechzimmer?
01:24:41Ja.
01:24:42Ja.
01:24:49Venus im Stirn.
01:24:50Johannes, Venus im Stirn.
01:24:56Susanne?
01:24:57Ja?
01:24:59Was hältst du davon, etwas gegen deinen Hunger zu unternehmen?
01:25:04Oh, woher weißt du, dass ich vor Hunger sterbe?
01:25:07Johannes hat sich dein Horoskop angesehen.
01:25:09Ich bin jetzt so, was ich immer wieder.
01:25:12Sie sind so, was ich immer wieder.
01:25:13Ja!
01:25:14Ja!
01:25:16Ja!
01:25:17Ja!
01:25:17Anslag ist!
01:25:20Ja!
01:25:23Ja!
01:25:24Ja!
01:25:25Ja!
01:25:26Ja!
01:25:26Ja!
01:25:28Ja!
01:25:29Ja!
01:25:29Ja!
01:25:29Ja!
01:25:29Ja!
01:25:30Ja!
01:25:30Ja!
01:25:31Ja!
01:25:32Ja!
01:25:57Blatt, jetzt bleibst du hin!
01:26:09Der schöne Schnaps, wie gewonnen, so zerronnen.
01:26:20Pfui, Fluffy, seit wann bist du dein Alkoholiker?
01:26:23Der Herr sieht alles und er hört alles und er ist gnädig.
01:26:27Er greift ein, bevor seine Schäfchen vollends im Morast versumpfen.
01:26:32Das macht nichts, wenn du das nicht verstehst.
01:26:35Hauptsache ich weiß, was er meint.
01:26:46Das ist ein schönes Chaos beisammen, Herr Pfarrer.
01:26:49Lieber ein Chaos im Äußeren als ein Chaos im Inneren.
01:26:51Ja.
01:26:53Ein schönes Bild, die beiden da unten.
01:26:55Diese Liebe hält nicht lange.
01:26:58So war ich meine Tochterkenne.
01:27:00Wie heißt es so schön?
01:27:02Hochmut kommt vor dem Fall.
01:27:06Und den Grund für den Dachtafen kriege ich trotzdem.
01:27:09Einen schönen Tag noch, Herr Pfarrer.
01:27:13Viel Glück, Herr Bürgermeister.
01:27:16Denn nach dem Fall ist die Landung meistens hart.
01:27:31Wo fahren wir eigentlich hin?
01:27:35Direkt in unsere Zukunft.
01:27:38Hallo, Marc.
01:27:39Hallo, Susanne.
01:27:51Ich liebe dich.
01:27:54Damals und heute.
01:27:55So bist du hier zurück.
01:27:57Dort oben dein Kirschlein.
01:28:01Das ist dein Gesicht.
01:28:03So bist nur du.
01:28:06So bist nur du.
01:28:10Du lässt die Sonne scheinen.
01:28:14Du bist in unseren Träumen.
01:28:18Du bist ein Juwel, Maria.
01:28:24Du lässt die Augen, wenn du lässt.
01:28:29Die Herzen schmelzen, du bist ein Juwel an der See.
01:28:51Und das ist dein Gesicht.
01:28:51Die Herzen schmelzen, du kannst das-
01:28:52Vielen Dank.
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