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Kurzfilme
Transkript
00:00:14Am Ostersonntag, dem 16. April des Jahres 1922, wurde in der oberitalienischen Hafenstadt
00:00:21Rapallo, unweit von Genua, zwischen der deutschen und der sowjetrussischen Regierung ein Vertrag
00:00:26geschlossen, der als Vertrag von Rapallo in die Geschichte einging.
00:00:30Die Bedeutung des Vertrages. Deutschland und Sowjetrussland stellen ihre diplomatischen
00:00:35und wirtschaftlichen Beziehungen wieder her. Zweitens, sie verzichten gegenseitig auf den
00:00:41Ersatz ihrer Kriegskosten und Kriegsschäden. Drittens, für die allgemeine Regelung der
00:00:46beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen gilt die Meistbegünstigung. Grundsätzlich bedeutet
00:00:51Herr Rapallo, wir haben zum ersten Mal seit Kriegsende einen Staatsvertrag auf der Grundlage
00:00:56der Gleichberechtigung abschließen können. Bitte sehr.
00:01:00Heißt es, Herr Minister, dass Deutschland die Beziehung zu den alliierten Mächten lockern
00:01:05will?
00:01:05Nein. Wir wollen unsere Beziehungen zu allen Staaten verbessern. Bitte sehr.
00:01:12Aber question, Herr Excellency, about the economic implication for the allied powers.
00:01:16Will there not be a disadvantage?
00:01:18Im Gegenteil. Je mehr Waren wir nach Russland ausliefern können, umso mehr verringert sich
00:01:23auf dem Weltmarkt die deutsche Konkurrenz, die Großbritannien und seine Bundesgenossen
00:01:27als lästig empfinden. Bitte.
00:01:31Herr Außenminister, kann ein Politiker, der im Namen Deutschlands zu sprechen hat, es
00:01:36verantworten, mit den Bolschewisten gemeinsame Sache zu machen?
00:01:40Russland lebt unter einem Wirtschaftssystem, das sich von dem Unseren unterscheidet. Wir haben
00:01:44unseren Frieden nicht mit dem System geschlossen, sondern mit dem Volk. Und wir haben ihn geschlossen
00:01:49mit den Menschen, die dieses Volk im Augenblick vertreten. Mit Realitäten und Tatsachen muss
00:01:54man rechnen.
00:01:56Es ist eine Realität, wenn eine Verbindung abgeschlossen wird von Völkern, die sich die
00:02:00Hände reichen, um in Frieden und Freundschaft zu leben.
00:02:02Völkern
00:02:05Völkern
00:02:31Völkern
00:02:48Völkern
00:02:54Was machen Sie denn da?
00:02:56Ach, Sie sinds, Herr Techo. Oh, nur eine kleine Umstellung.
00:03:00Na nun, Herr Papke, ich dachte, Sie sind ein nationaler Mann.
00:03:03Bin ich auch, bin ich auch. Aber was soll man machen?
00:03:06Rathenau ist doch jetzt gefragt.
00:03:23Gibst du mir bitte mal die Suppenpirinne?
00:03:37Komm, sei vernünftig.
00:03:40Ich will aber nicht vernünftig sein.
00:03:42Und schon gar nicht am Wochenende.
00:03:54Na, die zwei beiden?
00:03:58Was gibst du dir heute Gute, Schwesterlein?
00:04:00Setz dich nur, du wirst es gleich wissen.
00:04:03Na, dein Haus schaut ja aus, als ob ihm jemand die Butter vom Wort gestohlen hätte.
00:04:08Bin Stürmfried, was?
00:04:11Nimmst du dich tragisch?
00:04:12Wie heißt es?
00:04:15Raum ist in der kleinsten Hütte.
00:04:17Für ein glücklich...
00:04:20Übrigens, heute bin ich den ganzen Nachmittag weg.
00:04:33Horst, dein Herr Vetter.
00:04:36Ausgerechnet.
00:04:37Ist ja ein Ratsch, Johann.
00:04:39Aber Fritz, isst doch wenigstens die Suppe auf.
00:04:42Später.
00:04:43Dann lass ihn schon rein.
00:04:50Tag, Fräulein Buchholz?
00:04:53Ich störe doch hoffentlich nicht.
00:04:59Tag, Herr Svenner.
00:05:01Wollen Sie einen Teller Suppe mitessen?
00:05:03Oh, verbindlichsten Dank.
00:05:05Na, was hast du auf dem Herzen?
00:05:07Kannst du dich an Kärn und Fischer erinnern?
00:05:09Bitte.
00:05:11Na klar.
00:05:13Wir waren noch zusammen an der Brigade Erhard.
00:05:15Warum, fragst du?
00:05:16Die haben jetzt öfters in Berlin zu tun und suchen Quartier, wo sie ungestört zusammenkommen können.
00:05:21Bei mir zu Hause geht's doch nicht.
00:05:23Da kommst du ausgerechnet zu mir, wo ich selbst zur Untermiete wohne.
00:05:28Da, da schläft die Hilde.
00:05:30Da der Fritz.
00:05:31Da ich.
00:05:32Man tritt sich auf die Hühneraugen hier.
00:05:34Nach dem Krieg warst du froh, bei uns unterkommen zu können.
00:05:36Nach dem Krieg, ja.
00:05:38Aber auf die Dauer?
00:05:40Na, was bin ich denn, Ingenieur?
00:05:41Und arbeite immer noch als Monteur bei der AEG.
00:05:44Wir hätten längst eine eigene Wohnung haben können.
00:05:46Was willst du denn machen?
00:05:48Das, was ich schon immer wollte.
00:05:49Ich gehe zu meinem Onkel, damit ich endlich die Arbeit bekomme, die ich gelernt habe.
00:05:53Aha.
00:05:55Unser guter Onkel Ludwig, Leibarzt beim großen Rathenau.
00:05:57Dem Außenminister und Präsidenten der AEG in einer Person.
00:06:00Na und?
00:06:02Du wirst dich doch nicht mit deinem Judenknecht einlassen.
00:06:05Bloß weil er Hausarzt bei Rathenau ist?
00:06:07Was hast du überhaupt gegen Rathenau?
00:06:09Na, hör mal.
00:06:10Das solltest du als nationaler Mann aber wissen.
00:06:12Rathenau hat doch einen Pakt mit dem Bolschewissen geschlossen.
00:06:15Er soll sogar seine eigene Schwester mit dem russischen Juden Radek verkuppelt haben.
00:06:20Ihnen kann man wohl jeden Bären aufbinden.
00:06:22Diesen Blödsinn haben sie wohl von ihren sogenannten Kameraden.
00:06:27Es ist wohl besser, wenn ich ein anderes Mal wiederkomme.
00:06:47Warum musst du mit diesem Gesindel verkehren?
00:06:50Es ist mein Vetter.
00:06:51Vetter?
00:06:54Der bringt dich nur mit den Freikorleuten zusammen.
00:06:57Horst, da machen Bogen drum.
00:06:59Ich treffe mich doch nur mit meinen alten Kameraden.
00:07:01Kameraden?
00:07:03Knechte der Konterrevolution.
00:07:05Aber Fritz, mit solchen Schlagworten kannst du Horst nun wirklich nicht überzeugen.
00:07:10Aber es stimmt doch.
00:07:12Nun setz dich erst mal wieder und iss.
00:07:14Du musst doch auch den Horst verstehen.
00:07:17Ich war sehr einsam.
00:07:19Wenn die Kameradschaft nicht gewesen wäre, sowas vergisst man nicht.
00:07:24Mir ist wirklich nicht dran.
00:07:26Lass ihm doch Zeit.
00:07:27Ist ja richtig, Hilde.
00:07:29Vielleicht bin ich etwas ungeduldig.
00:07:33Ich weiß ja, dein Horst ist ein anständiger Kerl.
00:07:35Aber gerade deswegen ist es mir doch nicht egal, was du denkst und was du sagst.
00:07:39Und was du tust.
00:07:41Außerdem ist Hilde meine Schwester.
00:07:43Horst, weißt doch, was ein Vetter für ein Früchtchen ist.
00:07:45Den Früchtchen, das giftige Blätter vertreibt.
00:07:53Als ich darauf mal reingefallen bin.
00:07:56Wer kann denn sowas ernst nehmen?
00:07:59Wer das ernst nehmen kann?
00:08:01Zum Beispiel ich.
00:08:11Aber, liebe Mutter, wer kann denn so etwas ernst nehmen?
00:08:15Wenn man im öffentlichen Dienst steht...
00:08:20Herr Minister, eben rief Herr Staatssekretär von Malzahn an.
00:08:25Sie wissen doch genau, dass ich unter keinen Umständen gestört sein bin.
00:08:28Ich rufe später an.
00:08:32Fast täglich bekomme ich Drohbriefe.
00:08:35Ich bleibe dabei, es war ein Fehler, dass du diese exponierte Stellung als Außenminister übernommen hast.
00:08:42Du darfst nie vergessen, dass du dem jüdischen Volk angehörst.
00:08:46Mein Volk sind die Deutschen.
00:08:49Die Deutschen Juden sind ein Stamm wie Sachsen, Bayern oder Wenden.
00:08:54Für mich entscheidet über die Zugehörigkeit zu Volk und Nation nichts anderes als Herz, Geist, Gesinnung und Seele.
00:09:01Ja, das sind deine Ansichten.
00:09:04Deine Feinde denken darüber gewiss anders.
00:09:33Die Deutschen Juden sind ein Stamm.
00:09:46In welches Bumslokal hast du uns da geführt?
00:09:49Aber Herr Oberleutnant, das ist doch ein erstklassiges Etabizement.
00:09:54Die Herren?
00:09:56Dasselbe.
00:10:02Na, was ist mit Quartier?
00:10:06Also, Essig.
00:10:07Bei meinem Vetter geht das schon gar nicht.
00:10:09Der ist bei seiner Freundin untergekrochen.
00:10:11Ihr Bruder, ein Elektrotechniker, ein Kollege ist auch noch da.
00:10:14Kollege?
00:10:16Ich denke, dein Vetter ist Ingenieur.
00:10:19Vorläufig ist er noch Monteur.
00:10:21Du hast dich doch nicht nur bei deinem Vetter umgesehen.
00:10:25Die anderen, die ich fragte, reagierten überhaupt sauer.
00:10:32Es bleibt nichts anderes übrig.
00:10:33Du musst uns ein kleines Zimmer mieten.
00:10:35Wir brauchen einen Treffpunkt, wo wir ungestört beraten können.
00:10:38Ist das denn so dringend?
00:10:39Gleich werden wir klüger sein.
00:10:41Da kommt Tillessen.
00:10:50Ich habe wenig Zeit.
00:10:52Ich werde kurz berichten.
00:10:53Oberinhellitz.
00:10:57Also, ich beginne.
00:11:01Der Konsul war schlechter Laune.
00:11:04Er erklärte, es sind Schwierigkeiten aufgetreten.
00:11:07Ein Teil der Industrie sieht in Rapallo einen außenpolitischen Erfolg, sagt ein Vertreter der Wirtschaft.
00:11:12Sie haben im Augenblick nicht viel für Aktionen der Freikurs übrig.
00:11:15Der Konsul stellte fest, dass deshalb die Gelder nicht mehr so fließen wie früher.
00:11:19Ein Herr von der Reichswehr sagte, auch in meinen Kreisen heißt es jetzt, abwarten, Tee trinken.
00:11:23Ein Kerl, der wie ein Oberlehrer aussah, verkündete, anders würde die Sache wieder aussehen,
00:11:27wenn die radikale Arbeiterschaft die Macht an sich reißen wollte.
00:11:30Der Herr von der Wirtschaft antwortete, in diesem Falle würden natürlich Industrie und Reichswehr sofort wieder die Freikurs einsetzen.
00:11:36Ich erlaubte mir einzuwenden, warum soll denn die Linke losschlagen?
00:11:39Dafür sind doch zur Zeit keine Gründe vorhanden.
00:11:42Der Konsul sagte abschließend, Gründe müssten geschaffen werden.
00:11:48Das ist alles, was ich euch melden kann.
00:11:52Jetzt sind wir genauso klug wie zuvor.
00:11:55Was im Bost!
00:12:07Musik
00:12:54Musik
00:13:12Applaus
00:13:35So ein Gedanken
00:13:41Lili, als meine Vertraute kann ich es Ihnen ja sagen
00:13:50Ich habe den Höhepunkt meines Lebens überschritten
00:13:54Vor mir sehe ich nur noch Gebirge und dunkle Wolken
00:13:59Das sind eben die zwei Seelen in Ihrer Brust weiter
00:14:03Immer wenn Sie als Denker hervortreten, wollen Sie als Tatmensch gelten
00:14:07Und jetzt, wo Sie eine Tat vollbracht haben
00:14:12Da müssen Sie über den höheren Sinn nachgrübeln
00:14:18Darf ich Ihnen meinen Arzt vorstellen?
00:14:20Dr. Bergmann, Frau Lili Deutsch
00:14:23Aber wir kennen uns doch
00:14:26Setzen Sie sich doch zu uns
00:14:28Sie gefallen mir aber gar nicht, Herr Minister
00:14:31Sie sollten Ferien machen, einmal ausspannen
00:14:33Und hoffentlich hört er wenigstens auf Sie
00:14:37Für mich gibt es keine Ferien
00:14:42Meine Gedanken kommen einfach nicht zur Ruhe
00:14:45Herr Dr. Bergmann
00:14:48Müssen Sie immer nur an andere Menschen denken
00:14:51Sie haben doch sicherlich auch Ihre eigenen Sorgen
00:14:54Kann ich nicht einmal etwas für Sie tun?
00:15:10Sie erlauben doch
00:15:11Bitte
00:15:14Herr Minister, ich nehme Sie beim Wort
00:15:16Allerdings handelt es sich um einen Neffen, Horst Bergmann
00:15:19Sie denken schon wieder an andere
00:15:20Aber bitte fahren Sie fort
00:15:22Der Junge war nur nicht bei mir
00:15:23Er will heiraten
00:15:25Soll Dr. Rathenau die Hochzeit ausrichten?
00:15:27Nein
00:15:30Mein Neff ist ein tüchtiger Ingenieur
00:15:31Das heißt, zur Zeit ist er mehr der Not gehorchen
00:15:34Als dem eigenen Triebe Monteur
00:15:36Wo ist er denn beschäftigt?
00:15:38Bei der AEG in der Ackerstraße
00:15:40Da könnte ja Dr. Rathenau ein Wörtchen für ihn einlegen
00:15:43Er ist zwar nicht mehr Präsident der AEG, aber...
00:15:47Wir brauchen gute Ingenieure
00:15:48Ich möchte den jungen Mann ganz gerne kennenlernen
00:15:51Wie wäre es denn am kommenden Sonntag?
00:15:54Bei Ihrem traditionellen Empfang
00:15:55Bitte?
00:15:56Dr. Rathenau hört nämlich besonders gern die Ansichten von jungen Leuten
00:15:59Und er hat die Kontakte zu seinen früheren Angestellten nie abgebrochen
00:16:03Ihr Neff ist mir willkommen
00:16:04Mit dem Fräulein Braut, natürlich
00:16:10Allerdings
00:16:11Mein Neffe ist ein alter Marineoffizier
00:16:14Und war nach dem Krieg bei der Brigade Erhard
00:16:17Was war, stört mich nicht
00:16:20Um ehrlich zu sein, ich habe sogar eine Schwäche
00:16:22Für Leute aus der alten preußischen Schule
00:16:24Man soll das aber nicht zu weit treiben
00:16:26Für meine Neffen lege ich die Hand ins Feuer
00:16:29Sicherlich gibt es Wirkköpfe unter Ihnen
00:16:33Auch das wird sich geben
00:16:41Die große Reichstagssitzung
00:16:43Helferich rechnet ab
00:16:45Die große Reichstagssitzung
00:16:47Helferich rechnet ab
00:16:49Nun ist es genug
00:16:51Über genug
00:16:53Die Grenze ist überschritten
00:16:56Diese Regierung gehört für einen Staatsgerichtshof
00:17:02Kaum war die Ehre Deutschlands in den Händen dieses Mannes in Rapallo
00:17:06So war die deutsche Ehre verraten und verloren
00:17:08Die deutsche Ehre ist keine Schacherware für internationale Judenhände
00:17:27Da wurde ein herzsames Jürich
00:17:29Mensch, der hat es ja wieder mal sehr nötig
00:17:33Ja, komm, wir gehen Bonzen schießen
00:17:35Ja, komm
00:17:39Geist, los
00:17:47Liebknecht
00:17:53Rosa Luxemburg
00:17:55Und jetzt Rathenau
00:18:10Wiedersehen
00:18:11Wiedersehen
00:18:12Die Kriminalfälle der letzten fünf Jahrhunderte zur Kasse bei der Herrschaften
00:18:17Die können ihren Herzen probieren
00:18:19Hier wird der Jüngling zum Mann
00:18:20Meine Damen und Herren
00:18:28Wie mal gemacht, ja?
00:18:29Aha
00:18:35Du, kennst du schon die neue Strophe vom Magenkreuz liegt?
00:18:38Nee, aber die alte weiß ich noch
00:18:39Lasst uns froh und munter sein
00:18:41Schlagt dem Wett den Schädel ein
00:18:42Lustig, lustig, tralalala
00:18:44Weitest der Willen wieder da
00:18:46Auch Rathenau der Walter erreicht kein hohes Alter
00:18:48Die Rache, die ist nah
00:18:50Hurra, hurra, hurra
00:18:51Hm, nicht schlecht
00:18:53Aber große Worte
00:18:55Den Mumm hat da sowieso keiner
00:18:56Kann Schnauze halten?
00:19:00Ich werde dir mal was anvertrauen
00:19:06Ein nähler Quatsch
00:19:10Wie stellen die Herren sich das denn vor?
00:19:13Der Freund will Rathenau im Reichstacker schießen
00:19:15Oder bei einem Empfang im Hause des Kommerzgenrats Mamroth
00:19:18Als Sohn des Generals Sturmraucher hat er doch überall zutut
00:19:21Du bist dir doch klar darüber
00:19:23Dass bei uns die äußerste Disziplin herrschen muss
00:19:26Natürlich
00:19:27Du würdest also jeden Befehl, den ich dir gebe, bedingungslos ausführen
00:19:31Selbstverständlich
00:19:32Dann hat die Aktion dieser Bürscher unter allen Umständen zu unterbleiben
00:19:35Aber...
00:19:35Hier gibt's nichts mehr zu diskutieren
00:19:37Das ist dein Befehl
00:19:40Kümmer dich lieber um ein Quartier für uns
00:20:03Rathenau
00:20:05Das müsste man sich gründlich überlegen
00:20:10Sind da nicht erst andere fällig?
00:20:15Die Sache mit Scheidemann hat noch nicht richtig geklappt
00:20:19Rathenau ist der wichtigere Mann
00:20:22Aber man soll das nicht Kindern überlassen, die kaum trocken hinter den Ohren sind
00:20:41Ach, das ist doch niederträchtig
00:20:43Dieses Kesseltreiben
00:20:45Erst heißt es
00:20:46Dr. Rathenau verrät Deutschland an den Westen
00:20:49Und jetzt...
00:20:50Jetzt liefert er Deutschland den Bolschewismus aus
00:20:52Ausgerechnet Dr. Rathenau
00:20:53Der im Aufsichtsrat von 86 Großbetrieben sitzt
00:21:06Ich hoffe, es gefällt Ihnen hier
00:21:08Herr Bergmann erzählte gerade, dass Dr. Rathenau uns den Bolschewismus ausliefert
00:21:19Man ist doch kein Bolschewist, wenn man den russischen Markt für die deutsche Wirtschaft erschließen will
00:21:25Ich gebe nur wieder, was gesagt wird, Herr Minister
00:21:28Ich bin Ihnen für Ihren Freimut dankbar
00:21:31Viele meinen, Ihre Politik stärkt den Sowjetstaat
00:21:35Ich denke an Deutschland
00:21:37Wir sollen froh sein, wenn uns nach diesem Krieg jemand die Hand reicht
00:21:41Wenn Sie meine persönliche Meinung hören wollen
00:21:44Selbst einem Lenin wird es niemals gelingen, dieses rückständige Russland in einen modernen Industriestaat zu verwandeln
00:21:52Auf die Dauer bringe ich dem bolschewistischen Experiment kein Vertrauen entgegen
00:21:55Das kann man Ihnen auch nicht zumuten, Herr Minister
00:21:58Als Mitglied des Aufsichtsrats von 86 Großbeträgen
00:22:04Ich habe wirklich keine Vorurteile, meine Fräulein
00:22:07Ihr Onkel hat uns erzählt, dass Sie früher im Freikorps waren
00:22:10Wie kommt es eigentlich, dass junge, intelligente Menschen sich solche Schlagworte zu eigen machen wie
00:22:16Rathenau der Weise von Zion
00:22:18Und Rathenau der Vertreter des schleichenden Kommunismus
00:22:24Sie werden es vielleicht nicht so verstehen
00:22:27Aber wenn die Führer der Freikorps irgendeine Parole ausgeben
00:22:30Dann wird sie von der Gefolgschaft blind geglaubt
00:22:33Und diese Führer sind wie Götter
00:22:35Und was sie sagen, ist das Evangelium
00:22:38Selbst du kannst dich immer noch nicht freimachen von den alten Bindungen
00:22:41Das ist eben das Fronterlebnis
00:22:43Wenn man zusammen durch dick und dünn gegangen ist, dann lässt dann die alte Kameradschaft nicht so leicht wieder los
00:22:47Aber bitte glauben Sie nicht, dass ich noch auf diese Schlagworte hereinfalle
00:22:57Man ist einverstanden
00:22:59Mittel stehen zur Verfügung
00:23:16Ihr beiden tragt die Verantwortung
00:23:29Klar
00:23:30Sind die Säuglinge beruhigt?
00:23:32Wenn mein Bruderlein und Sturmrauch mitmachen dürfen, werden sie nicht vorpreschen
00:23:36Aufgaben gibt es genug, auch für deinen Bruder und seinen Freund
00:23:40Aber wir stehen verdammt unter Zeitdruck
00:23:42Die Sache liegt in der Luft
00:23:44Wir müssen schnell handeln
00:23:46Damit uns keine Pfuscher in die Quere kommen
00:23:47Einverstanden
00:23:49Macht's gut
00:24:17Auf den Tag
00:24:30Wir könnten einen Mittelsmann gebrauchen, der seine Gewohnheiten kennt
00:24:35Wie wär's mit meinem Vetter, Horst Bergmann?
00:24:40Bergmann?
00:24:41Das war ja mal einer von uns
00:24:43Ja, aber seit kurzem ist er Ingenieur bei der AEG
00:24:46Er verkehrt sogar am Hause des Ministers
00:24:49Zuverlässig
00:24:55Mein Vetter ist ein Dickkopf
00:24:57Aber er hält zur Sache
00:25:00Also gut
00:25:02Wird er den Mann mal beriechen?
00:25:04Unser Fabrikant hat uns doch für Sonntag seine Yacht überlassen
00:25:08Fast großartig
00:25:24Wer hat damals gedacht, dass unser Reich so enden würde?
00:25:28Oder hast du dich auch abgefunden mit diesem Friedensvertrag von Versailles?
00:25:31Ach wo? Natürlich bin ich dafür
00:25:34Gesinnungen, die nicht kämpfen, leben nichts
00:25:36Nur Taten gelten
00:25:37Was meinst du damit?
00:25:38Was wir getan haben, weißt du doch
00:25:41Die Freikurse haben immer zu die Kastanien für anderes im Feuer geholt
00:25:43In Waldikum, Schlesien
00:25:45Und im Inneren haben wir diese Republik auch noch Ruhe und Ordnung geschaffen
00:25:48Dann kam die Zeit der Einzelaktionen
00:25:50Ein paar Bonzen mussten ins Gras beißen
00:25:53Hat das was ausgelöst?
00:25:56Nichts
00:25:56Die Spießer träumten weiter
00:25:58Was wir brauchen, ist eine zentrale Aktion
00:26:01Jawohl
00:26:01Sie muss dem Bonzen den Atem verschlagen
00:26:03Und den Volkszorn zum Überkochen bringen
00:26:07Wir nahmen Knechte zu wichtig
00:26:09Jetzt gilt es das Haupt zu fällen
00:26:11Dann müsste das Herz der Republik treffen
00:26:15Rathenau
00:26:16Aber er hat doch gerade in Rapallo einen großen Erfolg für Deutschland errungen
00:26:19Das kann man doch nicht leugnen
00:26:23Tun wir auch nicht
00:26:24Aber ein Erfolg dieser Republik ist für uns unerträglich
00:26:28Wenn sich dieses System stabilisiert
00:26:29Ist alle Hoffnung auf den Führerstaat im Eimer
00:26:34Und was versprecht ihr euch von einer solchen Tat?
00:26:37Wenn sich jemand wagte
00:26:40Chaos
00:26:41Bürgerkrieg
00:26:42Die Arbeiter werden bis zur Weißblut gebracht
00:26:44Spartakus wird losschlagen
00:26:46Wenn sie die Macht an sich reißen wollen
00:26:48Sind wir dran
00:26:49Dann wird man uns brauchen
00:26:51Aber nicht mehr nur als Handlanger
00:26:53Sondern als Vollstrecker des deutschen Willens
00:26:57Warum erzählt ihr mir das?
00:26:59Was wollt ihr von mir?
00:27:02Du könntest...
00:27:03Nichts
00:27:04Wir verlangen gar nichts
00:27:06Das ist ein Gespräch zwischen alten Kameraden
00:27:08Und wir machen uns wie jedermann Gedanken über die Zeit
00:27:12Es bleibt sowieso unter uns
00:27:15Du bist ja keine Klatschtante
00:27:26Es bleibt sowieso unter uns
00:27:33Es bleibt sowieso unter uns
00:27:43Ich wollt noch mal gute Nacht sagen
00:27:56Seit gestern bist du wie verwandelt
00:27:59Was hast du denn?
00:28:03Gar nichts
00:28:08Ich kenn dich doch
00:28:10Drängen will ich dich nicht
00:28:14Geh nicht fort
00:28:18Ich bin ja da
00:28:22Sag, dass du mich gern hast
00:28:25Ich hab dich nicht gern
00:28:26Ich liebe dich
00:28:29Sag, dass du mich niemals verlässt
00:28:32Was ist mit dir?
00:28:35Ich möchte mich verkriechen
00:28:37Ich möchte nichts hören und sehen
00:28:55Nicht schlecht
00:28:57Du hast denn den aufgetrieben?
00:28:58Ein Freibald
00:28:59Ein alter Kamerad hat ihn zur Verfügung gestellt
00:29:00Und die Papiere dazu
00:29:01Ist die Mühle in Ordnung?
00:29:03Aber mit der Ölzufuhr hapert es ein wenig
00:29:04Aber damit werde ich schon fertig
00:29:06Richtung Grunewald
00:29:08Ich binvised
00:29:10Ich bin mirland
00:29:13Ich werde mich erstellen
00:29:59Ja, hat's geklappt?
00:30:00Ja, aber in Ruhestellung ist das kein Kunststück.
00:30:11Ich fahre fast zurück und dann mit mittlerer Geschwindigkeit am Wegweiser vorbei.
00:30:50Ich bin vorbei geschossen.
00:30:53Also so geht das nicht.
00:30:55Im Fahren zittert die Pistole zu stark.
00:30:59Sag mal, wo hast denn eigentlich deine Maschinenpistole versteckt?
00:31:04In Schwerin.
00:31:06Wenn nichts passiert ist, muss sie noch da sein.
00:31:08Verdammt nochmal, die könnten wir doch jetzt gut gebrauchen.
00:31:10Man wird uns nicht anders so übrig bleiben.
00:31:12Sobald der Wagen ganz in Ordnung ist, müssen wir sie holen.
00:31:32Ich sehe der außenpolitischen Debatte mit Zuversicht entgegen, Herr von Malza.
00:31:37Meine Argumente sind tief und stichfest.
00:31:40Aber Sie wissen wohl, dass die Meinungen im Kabinett geteilt sind.
00:31:45Selbst Reichspräsident Ebert sieht in Ihrer Rapallo-Politik eine Störung seiner Westorientierung.
00:31:50Die Regierung wird mich schon nicht deservoirieren.
00:31:56Oder nehmen Sie das an?
00:31:58Das nicht.
00:32:00Aber die Opposition weiß, auf welch schwankendem Boden sie stehen.
00:32:03Und wird sie schärfer angreifen als bisher.
00:32:05Sachliche Einwände können meine Gegner nicht ins Feld führen.
00:32:08Sachliche Einwände sind das Letzte, was Sie von der Rechten erwarten können, Herr Minister.
00:32:12Und die Kommunisten werden Ihnen den Vorwurf machen, dass sie nach rechts schielen.
00:32:18Ich bin es gewohnt, zwischen den Fronten zu stehen.
00:32:29Einen Augenblick.
00:32:30Bitte.
00:32:35Herr Minister.
00:32:42Ich wünsche Ihnen allen Erfolg.
00:32:44Danke.
00:32:56Lassen Sie den jungen Mann eintreten.
00:32:58Bitte.
00:33:00Bitte.
00:33:10Herr Bergmann.
00:33:12Sie werden sicherlich einen wichtigen Grund haben, wenn Sie mich in meinem Amt aufsuchen.
00:33:16Ich musste kommen, Herr Minister.
00:33:17Es ließ mir keine Ruhe.
00:33:18Ich...
00:33:19Ich vermute, man bereitet etwas gegen Sie vor.
00:33:28Ein Anschlag auf mich.
00:33:33Kameraden von Ihnen.
00:33:37Sind Sie ganz sicher?
00:33:39Nein, sicher nicht.
00:33:43Sie würden nicht hassen, wenn Sie meine Argumente kennen würden.
00:33:49Ich würde Sie überzeugen, wenn Sie vor mir stünden.
00:33:57Hier ist die Königsallie 67.
00:34:03Da kommt Horst Bergmann.
00:34:05Vielleicht hat er sich's überlegt.
00:34:07Vorsicht.
00:34:10Lass ihn da rein.
00:34:22Was verschafft uns die Ehre?
00:34:25Bitte in den Platz.
00:34:30Übermorgen spricht Rathenau in der Universität.
00:34:34Im Hörsaal?
00:34:36Das ist zu riskant.
00:34:38Ich meinte, man sollte...
00:34:41Man musste auch einen Gegner anhören.
00:34:44Ach so.
00:34:46Wozu dieses Judengeschwätz erst anhören?
00:34:51Nein, der Vorschlag hat etwas für sich.
00:34:55Wir müssen es den Mann mal aus der Nähe ansehen.
00:35:02Na?
00:35:04Wollen wir uns wieder vertragen?
00:35:07Danke.
00:35:08Aber ich muss dringend weiter.
00:35:24Du quatschst ein bisschen viel.
00:35:28Wann ist der Wagen gebrauchsfertig?
00:35:30Übermorgen.
00:35:31Frühestens.
00:35:32Schön.
00:35:35Dann hören wir uns den Mann noch an.
00:35:38Und fahren hinterher nach Schwerin.
00:35:41Lassen Sie mich auch das noch sagen.
00:35:44Vielleicht finden Sie es sonderbar,
00:35:45dass ein Reichsminister sich unter die Studenten begibt.
00:35:48Ich fände es sonderbar, wenn er es nicht täte.
00:35:57Was soll werden, wenn die junge Generation abseits steht?
00:36:02Lassen Sie mich noch deutlicher fragen.
00:36:04Wohin treibt Deutschland, wenn seine Jugend allem feindlich gegenübersteht?
00:36:08Was die Gründer dieser Universität, die Brüder Humboldt, gewollt und gefordert haben?
00:36:15Ich bin alles andere als ein Schulmeister.
00:36:18Die Jugend ist lebenshungrig und leidenschaftlich und sie hat ein Recht.
00:36:23Ja, die Pflicht dazu.
00:36:25Amok läuft sie erst, wenn sie keinen Ausweg mehr sieht.
00:36:29Erobert sie sich nicht die Wahrheit, wird sie anfällig für die Lüge.
00:36:33Und wenn sie keine würdige Weltanschauung erhält, greift sie nach Ersatz.
00:36:37Dann kommt die Zeit für den Mythos der Macht und für die Nationalisten der Tat.
00:36:43Hochschulen werden zu Brutstätten dieser Gesinnung.
00:36:46Glauben Sie mir, Ihre Sorgen sind mir nicht fremd.
00:36:49Ihre besessene Suche nach einem Lebenssinn verstehe und teile ich, aber niemals nationalen Hochmut.
00:36:55Er ist ein schlechter Wegweiser in geistiger Not und drückender Armut.
00:36:59Die rechtsradikalen Kreise machen nicht den Bankrotteur, sondern den Konkursverwalter für das Elend der Zeit verantwortlich.
00:37:05Wenn Sie von der Zukunft sprechen, empfehlen Sie uns die Zustände und die Männer von gestern.
00:37:11Sie setzen nicht auf Versöhnung, sondern alles auf Hass und auf Waffen.
00:37:16Nach innen wie nach außen.
00:37:18Wer aber an Deutschland denkt, wird den falschen Propheten den Rücken kehren.
00:37:24Sie denken an Moskau. Denken Sie doch an Deutschland.
00:37:27In Deutschland muss endlich die Einsicht um sich greifen,
00:37:31dass unser Verhältnis zu der großen Macht im Osten keine Frage der Weltanschauung ist.
00:37:35Sondern eine Sache der Selvverhaltung.
00:37:38Als Studenten werden Sie angehalten, ohne Vorurteil zu wägen und zu entscheiden.
00:37:44Ich setze volles Vertrauen in Ihre Fähigkeiten und in Ihre Vernunft.
00:38:10Es ist Ihr gelungen, uns zu überzeugen.
00:38:14Der Mann ist gefährlich.
00:38:16Dem könnte es sogar gelingen, uns die deutsche Jugend abspenstig zu machen.
00:38:22Hier kann nur das Blut scheiden, was nicht zusammengehören darf.
00:38:28Ihr seid doch nicht Herren über Leben und Tod.
00:38:34Jetzt ist Schluss mit allen Debatten.
00:38:38Du hast nur noch eine einzige Aufgabe.
00:38:41Schweigen.
00:38:52Karl, das Ding ist schon wieder kaputt.
00:38:54Geht wieder nicht.
00:38:56Na gut.
00:38:59Lachen wir gleich an.
00:39:00Schon halb zwölf, wo Horst nur bleibt.
00:39:03Tja, so ein Vortrag dauert halt ein Rächtchen.
00:39:07Ich mache mir Sorgen, seitdem er von seiner Segelpartie zurück ist.
00:39:11Hör mal.
00:39:12Warum lässt es denn überhaupt zu, dass er diese Kerle da trifft?
00:39:16Was soll ich denn machen?
00:39:17Das ist kein so harmloser Segelclub, wie du denkst, Hilde.
00:39:20Ach, du weißt doch, innerlich hat er längst mit ihnen gebrochen.
00:39:24Täusch dich nicht.
00:39:27Hast du mal was vom Wanderer zwischen zwei Welten gehört?
00:39:31Dann Horst ist so einer, der sich nicht entscheiden kann.
00:39:41Zwei, fünfzig, weil du es bist.
00:39:45Gut Nacht, ich gehe in die Falle.
00:39:48Vielen Dank.
00:39:51Gut Nacht.
00:40:10Um Himmels Willen, bist du krank?
00:40:19Ich kann nicht mehr.
00:40:21Wovon sprichst du?
00:40:22Jetzt weiß ich, es ist ernst.
00:40:24Was ist ernst?
00:40:26Sie wollen Rathenauer morden.
00:40:29Wer?
00:40:30Deine Kameraden?
00:40:33Du hast dich wieder mit ihnen eingelassen.
00:40:36Du musst zur Polizei.
00:40:37Das kann ich nicht.
00:40:38Kennst du die Mörder oder nicht?
00:40:40Und wenn es so wäre, ich dürfte doch keine Namen verraten.
00:40:43Kameradschaft.
00:40:44Angst.
00:40:45Hast du eine Ahnung von den Gesetzen dieser Leute?
00:40:48Verräter verfallen der Feme.
00:40:49Wenn ich jetzt auspacke, ist mein Leben kein Pfifferling mehr wert.
00:40:51Wir müssen Fritz wecken.
00:40:53Auf keinen Fall.
00:40:54Da hängt doch gleich alles an die große Glocke.
00:40:57Aber wir müssen doch etwas unternehmen.
00:40:59Wir können doch nicht einfach alles so laufen lassen.
00:41:02Was soll ich bloß machen?
00:41:24Herr Rhein.
00:41:27Besuch für Sie, Herr Major.
00:41:28Lässt sich leider nicht abbrechen.
00:41:30Was kann ich für Sie tun, meine Frau Lahn?
00:41:31Man will Rathenauer morgen.
00:41:32Woher wissen Sie das?
00:41:33Ich habe es gehört.
00:41:34Die Leute reden viel.
00:41:36Wenn Sie eine Anzeige erstatten wollen, bitte, um welche Personen handelt es sich?
00:41:40Das hat man mich schon auf dem Revier gefragt.
00:41:43Genau weiß ich nicht, ich vermute.
00:41:44Nun sagen Sie mal, was sollen wir tun, wenn Sie nicht mal was genaueres wissen?
00:41:48Aber man muss doch den Minister schützen.
00:41:51Bitte beruhigen Sie sich.
00:41:52Wir werden Ihre Warnung weitergeben.
00:41:54Gewöhnlich steckt nichts Besonderes dahinter.
00:42:02Da kann man es.
00:42:04Ja, das werden Sie sein.
00:42:25Na, Sie haben ja ganz schön aus dem Tag gedrückt.
00:42:27Der Warnung sieht so toll aus.
00:42:29Morgen muss er wieder glänzen.
00:42:31Die Öleitung muss sofort repariert werden.
00:42:32Machen wir.
00:42:33Kann man sich irgendwo waschen?
00:42:33Da drüben.
00:42:38Was habt Ihr inzwischen festgestellt?
00:42:40Rate noch, es ist heute Abend in der amerikanischen Botschaft.
00:42:42Hans Gert und ich werden Wache schieben.
00:42:43Den müsste man unbedingt die ganze Zeit beschaffen.
00:42:45Es werden völlig sicher sein, dass er nach Hause fährt.
00:42:48Erstattest Du mir persönlich Meldung?
00:42:49Jawohl.
00:42:53Wir sind beide Captains auf Industrie.
00:42:55Wie könnte ich unsere Interessen außer Acht lassen, Herr Stimmes?
00:42:58Sie würden Ihnen besser dienen, wenn Sie wieder zur AEG zurückkehrten.
00:43:03Unser Konzern macht Ihnen doch schon ohne mich genügend zu schaffen.
00:43:06Als amtierender Präsident der AEG werden wir Sie immer schätzen.
00:43:11Aber Ihrer Außenpolitik werden wir nie folgen können.
00:43:17Weil ich Deutschland aus seiner Isolierung gelöst habe.
00:43:29Seit Rapallo sind wir nicht mehr Spielball der Weltpolitik.
00:43:35Schiedsrichter hätten wir sein können.
00:43:37Wir sollten endlich lernen, Maß zu halten.
00:43:40In unserer Lage ist die Aussöhnung zwischen Ost und West unsere einzige Chance.
00:43:46Sie sind ein Fantast, Rathenau.
00:43:54Ein gefährlicher.
00:43:56Gefährlich ist für uns jede einseitige Bindung und jede Überheblichkeit.
00:44:01Ich habe Sie gewarnt, Rathenau.
00:44:08Wissen Sie, wie man Sie nennt?
00:44:11Der Christus im Frack.
00:44:14Ich nehme an, Sie kennen das Schicksal unseres Herrn Jesus.
00:44:25Der für 30 Silberlinge verraten würde.
00:44:47Du, der mit dem Kuppelhut und dem schwarzen Bart.
00:44:49Das war der Hugo Stinnes.
00:44:51Und der Lange, der wie ein Amahner aussah.
00:44:52Das war der Jude Rathenau.
00:44:54Der Stinnes soll übrigens was für uns übrig haben.
00:45:00Und die Leute.
00:45:05Nacht, Emil.
00:45:06Guten Nacht.
00:45:12Bitte sehr, meine Herren.
00:45:16Dankeschön.
00:45:18Danke.
00:45:25Ihr könnt mir doch kein X für ein U vormachen.
00:45:28Ihr wollt doch mal in den Dingen drehen.
00:45:31Sie sind doch ein deutscher Mann.
00:45:33Klar.
00:45:34Und den Mund halten können Sie auch.
00:45:37Kann ich.
00:45:38Dann will ich Ihnen mal was anvertrauen.
00:45:42Wir haben da ein paar Waffen.
00:45:44Irgendein Schweinehund muss uns verpfiffen haben.
00:45:47Die alliierte Schnüffelkommission hat Lunte gerochen.
00:45:49Da müssen wir natürlich unsere Waffen woanders verstecken.
00:45:53Verstehe ich.
00:45:57Tonnerweiler ist ja schon zwei Uhr.
00:45:58Ich muss in die Pädern.
00:46:09Wiedersehen.
00:46:20Hast du eigentlich Angst?
00:46:25Ich weiß nicht.
00:46:27Vielleicht.
00:46:30Aber mit dir zusammen gehe ich durch die Kunden.
00:46:33Dann, wenn du ein bisschen schläfst.
00:46:34Mal vorläufig, wollen wir erst mal schlafen gehen.
00:47:13Vielen Dank.
00:47:51Herr Minister, entschuldigen Sie, soll ich schon den Kaffee bringen?
00:47:58Danke.
00:48:14Ich werde mich noch etwas hinlegen.
00:48:16Wecken Sie mich bitte um halb zehn.
00:48:44Warum bist du denn nicht gleich zu mir gekommen?
00:48:46Vielleicht ist es noch nicht zu spät.
00:48:48Da hängt doch bestimmt der Vetter mit drin.
00:48:51Den kaufe ich mir heute.
00:49:05Der Herr Minister verspätet sich etwas.
00:49:06Es ist schon halb elf.
00:49:14Guten Morgen, Frau Zeller.
00:49:15Ein bisschen spät geworden gestern Abend.
00:49:17Bin ich gelaufen.
00:49:19Das Auswärtige Amt, wie gewöhnlich.
00:49:20Jawohl, Herr Minister.
00:49:55Das Auswärtige Amt, wie gewöhnlich.
00:50:31Das Auswärtige Amt, wie gewöhnlich.
00:50:45Fahr sofort in die Garage zurück. Das Zeug vernichten. Treffpunkt wie verabredet.
00:51:12Na, hat's geklappt? Was meinen Sie? Na, Ihre Kameraden haben mich doch eingeweiht. Na, eure Waffenschiebung. Ach so, nee, nee,
00:51:22war nur eine Probe. Übrigens, die Ölzufuhr ist immer noch nicht in den Augen. Sehen Sie doch später nochmal nach.
00:51:28Na schön. Ich nehm nur noch was aus dem Wagen.
00:51:41Vielen Dank.
00:52:14Vielen Dank.
00:52:35Wie konnte denn das passieren? Sie haben es doch gesehen.
00:52:40Der Minister wurde von fünf Kuchen getroffen. Wahrscheinlich ist schon die erste tödlich gewesen.
00:52:52Ein großer Lärm. Alle Ausfallstraßen sofort sperren. Gesucht wurde ein dunkelgrauer, sechssitziger Presto-Tourenwagen mit drei Personen.
00:53:00Zwei der Entsassen trugen auffallend neue, hellbraune Ledermittel und Kappen. Sämtliche Garagen von Berlin durchkamen.
00:53:15Er sah schon was.
00:53:18Ging alles wie am Schnürchen. Los, steine her.
00:53:34Rathenauer, mordet!
00:53:45Hast du alles mit?
00:53:47Natürlich. Los, steine her. Ledermantel eins. Ledermantel zwei. Lederkappe eins. Lederkappe.
00:53:57Verdammantel. Was vergessen?
00:53:59Scheiße, wir müssen sofort zurückzergauen.
00:54:05Los, los, los.
00:54:06Los, los.
00:54:09Lass mich allein gehen. Ich kenne Sie nicht.
00:54:11Einverstanden.
00:54:12Ich mach da an der Ecke.
00:54:20Extraplatz!
00:54:21Was sagen Sie nun, Chef?
00:54:32Ne.
00:54:33Das geht zu weit.
00:54:36Ich bin ja ein nationaler Mann.
00:54:40Aber das geht zu weit.
00:54:45Hey, suchen Sie jemanden?
00:54:49Guten Tag. Sind Sie der Chef?
00:54:53Ja.
00:54:57Kann ich Sie mal allein sprechen?
00:55:00Sieh du mal inzwischen nach dem Opel.
00:55:01Ist gut.
00:55:02Ich komme nämlich um die Kappe da zu holen.
00:55:05Mit wem hab ich denn eigentlich die Ehre?
00:55:09Ich bin der Bruder von Techo.
00:55:11Kenn ich nicht.
00:55:12Sie wissen doch, der den Wagen gefahren hat.
00:55:14Welchen Wagen?
00:55:16Ich gehöre doch dazu.
00:55:18Wohl zu.
00:55:19Sie können mir doch trauen.
00:55:21Die Sache mit Rathenau.
00:55:22Was sagen Sie da?
00:55:46Die Rathenau ermordet.
00:55:48Alles auf den Ruf.
00:55:50Alles auf den Ruf.
00:55:52Wir haben es nicht verhindern können.
00:55:52Das ist die Rathenau.
00:55:52Das ist die Rathenauermord.
00:55:59Das ist die Rathenauermord.
00:56:22Das ist die Rathenauermord.
00:56:25Das ist die Rathenauermord.
00:56:58Die Rathenauermord.
00:57:00Die Rathenauermord.
00:57:01Das ist die Rathenauermord.
00:57:03Das ist die Rathenauermord.
00:57:21Meinst du?
00:57:25Du bist der Soldat gewesen.
00:57:26Dann weißt du ja.
00:57:28Wer zwischen den Fronten steht, kommt um.
00:57:30Wer nicht zurückschlägt, wird selbst geschlagen.
00:57:33Sag mal, Fritz.
00:57:35Warum gehen eigentlich die Arbeiterverraten auf die Straße?
00:57:38In ihren Augen war er doch ein Kapitalist.
00:57:40Die Arbeiter sind nicht zu dumm, alles in einen Topf zu werfen.
00:57:43Natürlich war er ein Kapitalist.
00:57:46Aber er hatte keine Schuldklappen.
00:57:48Er sah weiter als viele andere.
00:57:50Wie meinst du das?
00:57:51Er war zum Beispiel für eine Zusammenarbeit mit dem neuen Russland.
00:57:54Das hat ein Rapallo bewiesen.
00:57:57Also, Fritz, ich verstehe euch nicht.
00:57:59Erst redet ihr dauernd von einem Arbeiterstaat
00:58:01und jetzt paktiert ihr mit dieser bürgerlichen Republik.
00:58:04Wenn die größere Gefahr droht,
00:58:06du weißt doch, wer hinter dem Mordgesindel steht.
00:58:08Wir vergessen keine Augenblicke, unsere Ziele.
00:58:29Alles im Eimer.
00:58:31Nimm dich zusammen!
00:58:34Was ist los?
00:58:35Hans Gerd, der Idiot, hat gedacht, der Garagenbesitzer sei eingeweiht.
00:58:38Er hat meinen Namen genannt.
00:58:40Die Polizei ist hinter uns her!
00:58:42Was kommt davon, wenn Grünschnäbel mitmachen?
00:58:50Nun reg dich erst mal ab.
00:58:54Schon morgen wird die Polizei ganz andere Dinge im Kopf haben.
00:58:58Fischer und ich sind hier im Bootshaus unseres Fabrikanten zunächst am sichersten.
00:59:01Du tauchst in Berlin runter und schläfst jeder Nacht woanders.
00:59:05Halte die Augen auf.
00:59:06Beobachte alles.
00:59:08Sammle Zeitungen und Flugblätter.
00:59:10Du bist jetzt unser Verbindungsmann.
00:59:12Wir vertrauen dir.
00:59:15Das können Sie auch.
00:59:18Nur keine Ungeduld.
00:59:21Unser Plan sieht ja vor, dass die andere Seite los schlägt.
00:59:24Unsere Tat muss sich doch erst auswirken.
00:59:26Unsere Tat soll ein Signal sein.
00:59:28Sie wird weitere Aktionen auslösen.
00:59:31Wir müssen in der Nähe bleiben und zur Verfügung stehen.
00:59:47Der Sturm bricht los.
00:59:49ist afar.
01:00:18Untertitelung.
01:00:19Hauptkg-Politik.
01:00:47Musik
01:01:01Musik
01:01:32So etwas habe ich noch nie gesehen.
01:01:34Die Straßen sind schwarz von Menschen.
01:01:36Eine Million in Berlin, 300.000 in Hamburg, 200.000 in Leipzig.
01:01:40In allen Städten marschieren sie.
01:01:41Ja, sie marschieren.
01:01:44Aber leider nicht so, wie wir es uns wünschen.
01:01:47Sie putzischen nicht.
01:01:47Sie tun uns nicht den Gefallen.
01:01:51Verteidigung der Republik und der Grundrechte der Arbeiter.
01:01:55Von den Gewerkschaftsmitgliedern und den gesamten Arbeitnehmern Deutschlands
01:01:57verlangen wir jetzt absolute Einigkeit.
01:02:00Geschlossene Disziplin, festen Willen und Bereitschaft zur Unterstützung unseres Vorgehens.
01:02:05Und wer hat das unterschrieben?
01:02:07Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund, Allgemeiner Angestelltenbund,
01:02:10Sozialdemokratische Partei Deutschlands,
01:02:12Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Kommunistische Partei Deutschlands.
01:02:18So eine Einheitsfront hat es noch nie gegeben.
01:02:22Und wir haben das erreicht!
01:02:30Verstehst du das alles?
01:02:32Lieben denn die Massen plötzlich dieser Republik?
01:02:35Nein.
01:02:36Aber unserer Sache lieben sie noch weniger.
01:02:39Tja, dann war alles umsonst.
01:02:40Wir wollen uns keinen blauen Dunst vormachen.
01:02:45Diesmal haben wir verspielt.
01:02:49Ja, aber...
01:02:50Was soll nun werden?
01:02:53Wir müssen fliehen.
01:02:55Jeder muss sehen, wie er durchkommt.
01:03:01Die Organisation wird uns schon nicht im Stich lassen.
01:03:30Die Organisation wird uns nicht im Stich lassen.
01:03:42Ich habe dich jetzt keinen Männer.
01:03:43Und in dir, wenn ich mich zurück...
01:03:44Ich diese Organisation behe liftet.
01:03:44Wie er ist nun im Stich?
01:03:44Was soll ich nicht holds?
01:03:56tooth geles firewallсь?
01:04:18Was?
01:04:21Was willst du hier?
01:04:23Ich bin's nicht gewesen.
01:04:25Du warst dabei.
01:04:26Aber ich hab doch nur den Wagen gefahren.
01:04:28Ich hab mich gar nicht umgesehen.
01:04:29Lass doch wenigstens diese blöden Ausreden.
01:04:32Du wirst mich doch nicht verraten.
01:04:33Was soll ich denn verraten? Die Polizei kennt euch doch.
01:04:37Mir müssen wir helfen.
01:04:39Ich brauch Geld, ich will nach München.
01:04:41Mensch, die hätte mich doch fertig gemacht, wenn ich nicht gespurt hätte.
01:04:43Das weißt du doch.
01:04:54Ich soll das eigentlich nicht tun.
01:04:56Aber im D-Zug erwischen sie dich ja doch.
01:04:59Ich fahre nur mit Personenzügen in Etappen.
01:05:01Aber du hältst doch bestimmt den Mund.
01:05:04Ihr seid doch im Grunde nur kleine Würstchen.
01:05:06Du hast doch auch davon gewusst.
01:05:07Eins kann ich dir sagen.
01:05:08Wenn sie euch fassen und vor ein Gericht stellen
01:05:10und man euch die Alleinschuld in die Schuhe schieben will,
01:05:12dann packe ich aus.
01:05:14Ich kenne doch nicht die feinen Herrschaften,
01:05:15die euch an der Strippe haben, du.
01:05:16Ich mache sie viel.
01:05:28Ich komme.
01:05:40Ich komme.
01:05:52Bitte?
01:06:03Veranlassen Sie sofort, dass man Ernst Werner Tech in Empfang nimmt, wenn der EZ 304 in Halle eintrifft.
01:06:08Alle Achtung!
01:06:08Die verdient sich die Toilettenfrau auf dem Anhalter. Plus Piepen, die dazugehören. Auf dieses Lockmittel ist immer Verlass.
01:06:43Kriminalpolizei! Ernst Werner Techow, Sie sind verhaftet!
01:06:48Das ist mir auch recht.
01:06:50Lass den Wagen vorfahren!
01:06:57Mach dir nicht zu viel Sorgen. Man wird dir und den anderen die besten Verteidiger stellen.
01:07:01Vielleicht holt man euch bald aus dem Knast, oder es kommt eine Amnestie.
01:07:11Nur eins. Wenn du plauderst, bist du geliefert.
01:07:14Wir halten dicht.
01:07:16Alle?
01:07:19Na, du denkst doch an was.
01:07:20Ach, mein Vetter hat sich so ein bisschen aufgeplustert. Will im Notfall die Namen der Hintermänner preisgeben.
01:07:26Das ist ja interessant.
01:07:27Es ist halb so wild. Horst ist ein prima Kamerad, hat mir geholfen. In der Rage redet man oft Mist.
01:07:34Alles geregelt.
01:07:36Ich muss Sie darauf aufmerksam machen, dass bei Fluchtversuch von der Schusswaffe Gebrauch gemacht wird.
01:07:45Die Sache erscheint mir dringend. Ich wollte Ihnen deshalb Meldung erstatten.
01:07:49Wichtig genug gewesen.
01:07:51Vielen Dank.
01:07:56Die Industrie ist ungehalten über das Attentat.
01:07:59Wir besitzen die wichtigsten Schlüsselpositionen in Staat und Wirtschaft.
01:08:03Es ist unklug, die Arbeiter durch solche Aktionen unnötig zu reizen.
01:08:06Die Zeit der Einzelaktionen ist vorüber.
01:08:10Was brauchen wir jetzt?
01:08:12Eine große Partei aller Unzufriedenen?
01:08:15Ein Sammelbecken der Millionen unter strafster Leitung?
01:08:28Techo wurde verhaftet. Keiner Fischer hat sich versteckt.
01:08:31Unser Ziel ist die legale Machtübernahme nach den Spielregeln dieser Demokratie.
01:08:38Alles, was mit der letzten Aktion zu tun hat, muss so schnell wie möglich abgewickelt werden.
01:08:43Gestatten Sie mir Ihnen eine Mitteilung zu machen.
01:08:47Techo wurde verhaftet.
01:08:50Kern und Fische halten sich versteckt.
01:08:53Man hilft ihnen so gut man kann.
01:08:56Die gesamte Polizei ist aufgeboten.
01:08:58Die beiden haben kaum eine Chance.
01:09:06Können wir sie nicht ins Ausland schaffen?
01:09:12Was soll mit Horst Bergmann geschehen?
01:09:15Der Mann ist gefährlich.
01:09:24Der Heimatschriftsteller Dr. Stein hatte seinen Turm der Burg Salik, den er als Dichterin benutzte, Kern und Fischer zur Verfügung
01:09:31gestellt.
01:09:33Unvorsichtigerweise machten sie eines Nachts Licht, dadurch verrieten sie sich.
01:09:36Die Burg wurde von Polizeibeamten umstellt.
01:09:39Da Kern und Fischer bewaffnet waren und sich nicht ergeben wollten, eröffnete die Hallesche Polizei das Feuer auf das oberste
01:09:45Turmfenster.
01:09:46Durch einen Zufallstreffer erhielt Kern einen tödlichen Kopfschuss.
01:09:52Fischer verübte Selbstmord.
01:09:58So muss das enden.
01:09:59Man braucht sie nicht mehr, dann lässt man sie kaltflötig fallen.
01:10:02Aber die Drahtzieher, die bleiben ungeschorten. Es ist zum Wahnsinnig werden.
01:10:06Versprich mir, dass du niemals mehr mit solchen Leuten zusammen kommst.
01:10:09Das kann ich dir schwören, Hilde.
01:10:13Ah, nicht mal am Sonntagmorgen hat man seine Ruhe.
01:10:20Zwei Männer, sehen aus wie Kriminalbeamte.
01:10:25Wahrscheinlich, weil ich Ernst Werner geholfen habe.
01:10:28Lass sie ja rein.
01:10:32Na?
01:10:32Na?
01:10:34Bitte schön.
01:10:35Danke.
01:10:39Polizei.
01:10:40Sie wünschen?
01:10:42Sie brauchen sich nicht zu beunruhigen, Herr Bergmann.
01:10:44Wir sind vom politischen Dezernat.
01:10:46Man will von Ihnen einige Angaben über das Freikorps, dem Sie früher angehörten.
01:10:50Dann brauchst du niemanden mehr zu schonen.
01:10:51Wie lange wird es denn dauern?
01:10:53Höchstens drei Stunden.
01:10:54Zum Mittag bin ich wieder da.
01:10:58Bitte schön.
01:11:20Fahren wir nicht zum Polizeipräsidium.
01:11:22Das Sonderdezernat ist woanders.
01:11:26König.
01:11:38Ich werde das.
01:11:38Es gab es keinen Unterschied, nicht?
01:11:42Es geht von ihnen zu dir.
01:11:50Vielleicht vor dem Kontrollen.
01:11:50Entweder.
01:11:52Entweder Du.
01:11:53Das ist das.
01:11:55Wohin bringen Sie mich?
01:12:50Wohin bringen Sie mich?
01:12:53Wohin bringen Sie mich?
01:13:46Wohin bringen Sie mich?
01:14:14Wohin bringen Sie mich?
01:14:29Wohin bringen Sie mich?
01:14:39Wohin bringen Sie mich?
01:14:43Wohin bringen Sie mich?
01:14:49Wohin bringen Sie mich?
01:14:49Wohin bringen Sie mich?
01:15:02Wohin bringen Sie mich?
01:15:12Wohin bringen Sie mich?
01:15:16Wohin bringen Sie mich?
01:15:16Wohin bringen Sie mich?
01:15:24Wohin bringen Sie mich?
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01:15:57Wohin bringen Sie mich?
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