#ddr #ddrarchiv #ddrfilme #ddrsendung #ddrserie #ddrdoku #deutschedemokratischerepublik #ddrmusik #ddrkinderfilm #ddrcomics #ddrkino #ddrfernsehen #ddrgeschichte #ostalgie #ostdeutschefilme #ostdeutschland #ossi #defa #defafilm #defadoku #deutschefilme #deutscherfilm #deutschland #deutschegeschichte #kommunismus #sozialismus #marxismusleninismus
Kategorie
🎥
KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:55Germania spricht und eine Welt erzittert.
00:58Es zuckt ihr Schwert und her umher zersplittert.
01:02Ein Wink, die Wellen ruhen, die Sturm bewegt.
01:06Fürst Otto von Bismarck.
01:09In diesem Jahre 1892, unmittelbar vor seinem 77. Geburtstag.
01:15Überall wird er gefeiert.
01:17Gedichte, Oden, Schulbücher nennen ihn den Eros des 19. Jahrhunderts.
01:21Den Schmied des Deutschen Reiches.
01:23In jeder größeren Stadt steht ein Bismarck-Denkmal in jedem kleineren Dorf eine Bismarck-Eiche.
01:28Vor allem wird er gefeiert, weil er vor 22 Jahren den frevelhaft von Frankreich ausgelösten Krieg
01:34mit eiserner Hand für Preußen und für Deutschland entschied.
01:39So jedenfalls ist es in den Geschichtsbüchern jener Zeit zu lesen.
01:46Das hast du mir wirklich fein gemacht.
01:56Ich danke Ihnen, Exzellenzen.
01:59Ich danke Ihnen, meine Damen und Herren.
02:03Ich bin gerührt über die Ehrung,
02:07die Sie einem alten Manne,
02:09der sich im Dienst um das Vaterland verzehrt hat,
02:12zukommen lassen.
02:16Doch da wir unter uns sind,
02:19möchte ich ein paar Wahrheiten offenbaren.
02:22Nicht alle.
02:24Doch dafür werden Sie, meine sehr geschätzten,
02:27Verständnis haben.
02:31Ich, Otto Eduard Leopold,
02:33Fürst von Bismarck,
02:34Herzog von Lauenburg.
02:36Ich wäre nicht das, was ich bin.
02:38Hätte für Sie nicht tun können, was ich getan habe,
02:41wenn ich nicht ein Defraudant und Halunke gewesen wäre.
02:52Warum schrecken Sie zusammen?
02:54Seien Sie doch keine Kinder.
02:56Gerade Sie sollten wissen,
02:57dass große Vermögen und große Reiche
02:59nicht mit Noblesse und Glacé-Handschuhen zu schaffen sind.
03:01Nein, nein.
03:03Es bedurfte schon eines Veniv-Streiches,
03:05um mein Glück und das Ihre zu begründen.
03:10Ich habe in einer Urkunde einige Worte gestrichen,
03:13einiges leicht geändert.
03:15Eine kleine Fälschung, aber mit großen Folgen.
03:19Aber meine Herrschaften,
03:21schockiert Sie meine Freimütigkeit?
03:23Ihr Verstand muss Ihnen doch sagen,
03:25Tugend und Reichtum vertragen sich nicht.
03:29Der größte Krieg unseres Jahrhunderts hing davon ab.
03:32Ich musste es tun.
03:33In meinem, in Ihrem Interesse.
03:41Nicht Bismarck, sondern Wilhelm Liebknecht
03:44hat diese Rede verfasst.
03:45Bismarck war dreister.
03:47Als er gegen seinen Willen
03:49aufs politische Alten teilgesetzt worden war,
03:51rächte er sich.
03:52Er legte ein Geständnis ab.
03:54Und zwar in der Presse.
03:56Es ging um die Emser-Depesche,
03:58die den Krieg von 1870-71
04:00zwischen Frankreich und dem norddeutschen Bund,
04:03besser Preußen, ausgelöst hat.
04:05Doch das ist das Ende der Geschichte.
04:07Beginnen wir 1870.
04:10Revolutionierende Entdeckungen sind gemacht worden.
04:13Nobel hat das Dynamit erfunden,
04:16Krupp die Gussstahlkanone,
04:18Otto den Verbrennungsmotor.
04:21Zwei Staaten in Europa
04:22machen sich den Vorrang streitig.
04:24Frankreich, La Grande Nation
04:26und der norddeutsche Bund unter Preußens Führung.
04:29Beides vorwärtsstrebende Industriestaaten.
04:32Aber gerade in ihnen grassiert das Fieber
04:35der Krise und Überproduktion.
04:38Das Kapital von Karl Marx erklärt,
04:41wie die scheinbar unheilbare Krankheit
04:43auszuordnen ist.
04:45Die Arbeiter organisieren sich.
04:47Die sozialdemokratische Partei,
04:49die Eisenacher, entsteht.
04:52Im norddeutschen Reichstag
04:53ziehen die ersten Arbeitervertreter ein.
04:56Bebel und Liebknecht.
05:20Exzellenz, der Herr geheime Kommerzienrat von Bleichröder.
05:25Guten Abend, Herr Bundeskanzler.
05:26Guten Abend, mein lieber Bleichröder.
05:28Darf ich Euer Exzellenz sagen,
05:30wie sehr mich Euer Exzellenzeinladung gefreut hat?
05:32Aber keine Ursache.
05:34Gerson Bleichröder, Berliner Bankier,
05:36Finanzberater der Regierung.
05:39Kein größerer Industriebetrieb Berlins,
05:41in dem nicht sein Geld arbeitet.
05:43Keine Börsenspekulation,
05:44an der er sich nicht bereichert.
05:47Bleichröder ist Vertrauter Bismarcks,
05:49Berater und Verwalter seines Vermögens.
05:54Bitte.
05:55Danke.
06:00Sehen Sie sich das an.
06:05Ein Geschenk.
06:07Die neue Gussstahlkanone.
06:10Zweifellos Exzellenz, um Sie zu erinnern.
06:12Das baut Krupp keiner nach zur Zeit.
06:15Er braucht eine Million Taler Staatsanleihe.
06:17Er bleibt auf den neuen Gussstahlkanonen sitzen.
06:20Wenn wir jede mit einer Staatsanleihe unter die Arme greifen wollten, Exzellenz, der...
06:25Krupp ist nicht jeder.
06:27Sicher Exzellenz.
06:29Aber auch die gesamte übrige Schwerindustrie und Textilindustrie stehen gewehrbefuß, um in Bilder zu bleiben.
06:37Sie brauchen größere Plätze, weniger Grenzen.
06:39Und genau das ist des Pudels Kernblech, Schröder.
06:44Aber den Kontinent können Sie nur mit einem einheitlichen deutschen Staat erobern.
06:49Unter Preußens Führung.
06:52Exzellenz können versichert sein, dass wir, meine Freunde und ich, uns glücklich schätzen würden,
06:58von einer energischen, konservativen, preußischen Regierung nicht nur ein deutsches Vaterland zu erhalten,
07:04sondern auch den Zugang zu den Reichtümern dieser Welt.
07:11In Euer Exzellenz steht die richtige Persönlichkeit auf dem richtigen Platz.
07:24Sie könnten mir übrigens behilflich sein, mein lieber Gleichröder.
07:29Ein Mann wie Sie mit solch weitgespannten Verbindungen.
07:34Gern Exzellenz.
07:36Man hat den spanischen Ministerpräsidenten Prim beauftragt,
07:40für den ruhmreichen Thron Karls V. einen Kronprätendenten zu suchen.
07:46Und in den Salons von Tuberlin flüstert man hinter der vorgehaltenen Hand schon
07:50von einer Kandidatur des Prinzen Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen.
07:54Ein Hohenzoller auf dem spanischen Thron.
07:59Das wäre wie ein Zeitzender.
08:03Ende 1868 hat eine Volkserhebung die spanische Königin Isabella von ihrem Thron verjagt.
08:09Seit dieser Zeit suchen monarchistische Kreise einen Thronfolger.
08:18Hohenzollern-Sigmaringen seit 1849 an Preußen abgetreten.
08:23An den Land- und machtlosen Prinzen Leopold sind spanische Unterhändler herangetreten.
08:28Doch dieser hat zunächst wenig Interesse an der spanischen Königskrone.
08:31Wenn es nun Bismarck gelingen sollte, Leopold umzustimmen,
08:36bedroht Frankreichs Westflanke ein Land,
08:38dessen Geschicke maßgeblich von einem Hohenzollern-Prinzen bestimmt werden.
08:43Wenn es Bismarck weiterhin gelingt, Frankreich zum Krieg zu provozieren,
08:48würden sich die deutschen Kleinstaaten ohne große Mühe zusammenschließen
08:51unter Führung Preußens.
08:55Und Frankreich wäre in die Klammer genommen.
09:15Außerdem müssten uns die Spanier dankbar sein,
09:17wenn wir sie aus den anarchischen Zuständen reißen, denen sie entgegenzugehen fürchten.
09:23Wenn ein Hohenzoller auf dem spanischen Thron sitzt...
09:25Wenn, mein lieber Bleichröder, wenn.
09:29Bisher waren es spanische Hofchargen, die verhandelt haben.
09:33Nein, nein.
09:35Wir brauchen jemanden, der der Sache die Bedeutung gibt, die ihr zukommt.
09:39Ein Mann, dessen Geschäfte auch bis nach Spanien reichen.
09:42Der Zugang hat zur Hochfinanz und zur Aristokratie.
09:47Das Bankhaus Gerson Bleichröder hat Verbindungen nach Spanien.
09:57Ich darf doch auf ihre Diskretion auch in dieser Angelegenheit vertrauen.
10:01Aber der Exzellenz.
10:04Ein Hohenzoller auf dem Thron Karls des Fünften.
10:08Das wäre ein fetter Kompli für Napoleon.
10:11Damit hätten die Franzosen das, wonach sie so lange gesucht haben.
10:14Den Vorwand zum Krieg.
10:26Vorgesehen ist, dass sich die Erste Armee Feldstrecke 90.000 Mann
10:29mit der Zweiten Armee 210.000 Mann vereinigt.
10:32Der preußische Generalstab.
10:34Hier sind die Kriegspläne gegen Dänemark und Österreich ausgearbeitet worden.
10:38Sie sollen versuchen...
10:40Graf Helmut von Möltke, Chef des Generalstabs.
10:43Vertraut mit der militärischen Seite des Weltgeschehens.
10:47Vor allem auch befähigt, in politischen Zusammenhängen zu denken.
10:50Zu seinem strategischen Konzept gehört seit Jahren Krieg gegen Frankreich.
10:56Nach den Erhebungen unseres Generalstabes hat der Gegner im Raum Thul, Metz, Verdun,
11:04Truppenkontingente zusammengefasst, um aus diesem Raum heraus in Richtung
11:07auf unsere Grenze vorzustoßen.
11:10Angriffsrichtung?
11:11Wahrscheinlich Saarbrücken.
11:13Soll Saarbrücken kampflos aufgegeben werden?
11:16Nein.
11:17Der wichtigste Mann neben Möltke ist Kriegsminister Rohn.
11:22Ihm ist vor allem die Realisierung der Heeresreform zu verdanken.
11:26Die Preußensarmee in den Stand setzt, zu siegen.
11:30Vordringliches Ziel ist, die gegnerische Konzentration im Raum Verdun zu zerschlagen
11:34und die Franzosen bei Sedan in konzentrischem Angriff zu vernichten.
11:39Dadurch wird es möglich sein, die kohlenden Eisenerzreviere von Metz und Verdun
11:44für unsere Industrie zu sichern.
11:46Die Schlagkraft unserer Armee ist durch die Einführung neuer Waffensysteme bedeutend erhöht.
11:50Und die Transportwege?
11:52Unsere Eisenbahnsektion hat das Netz der Linien, die westwärts führen, verdichtet.
11:57Und damit sind wir mit unserem Aufmarsch drei Tage früher fertig.
12:00Außerdem sind eine große Zahl Straßen in Grenznähe ausgebaut oder neu angelegt worden.
12:05Hm.
12:07Gut.
12:09Oberst von Loy, bis vor kurzem preußischer Militärattaché in Paris,
12:14jetzt Mitarbeiter der Nachrichtensektion des Generalstabs.
12:18Er war nach Paris geschickt worden, um Verbindungen zum französischen Generalstab herzustellen
12:22und Offiziere durch Bestechung zum Verrat zu bewegen.
12:25Für seine Verdienste wird Oberst von Loy später außer der Reihe zum General befördert werden.
12:29Wir sind also in der Feldstarke überlegen.
12:33Reserve und Mobilgarde sind kaum ausgebildet.
12:36Außerdem muss ein Teil der Feldarmee in Algerien, Paris und Lyon stationiert bleiben,
12:40um bei Aufständen und Unruhen eingreifen zu können.
12:43Bewaffnung?
12:45Gestatten, Exzellenz, dass ich demonstriere?
12:46Bitte, Herr von Loy.
12:52Zum Teil besser bewaffnet als wir.
13:05Chaspeau-Gewehr.
13:07Mit Einheitspatrone modifiziert als Waffe für Infanterie und leichte Kavalerie.
13:12Das sind Nadelgewehr.
13:14Ja.
13:2111 Millimeter Kaliber mitraillös.
13:25Feuergeschwindigkeit 125 Schuss pro Minute.
13:28125?
13:29Das klingt beeindruckend.
13:30Aber nur Teile der aktiven Armee sind mit diesen Waffen ausgerüstet.
13:33Für die Reserve stehen nicht einmal genügend alte Gewehre zur Verfügung.
13:36Und bei der Artillerie können zwar 660 Batterien aufgestellt werden,
13:41aber Bespannung steht nur für 164 Batterien zur Verfügung.
13:45Gegenwärtig Exzellenz sind wir in Truppenstärke und Bewaffnung eindeutig überlegen.
13:51Danke Ihnen, meine Herren.
14:03Von unserer Seite aus ist alles getan, was zu tun nötig war.
14:07Zum Abschluss, meine Herren, lassen Sie uns ein Hoch ausbringen
14:10auf unseren allergnädigsten obersten Kriegsherrn.
14:12König Wilhelm, ihr Lieber!
14:14Hoch! Hoch! Hoch!
14:16Wilhelm von Preußen.
14:17Er hat 1858 als Prinzregent die Regierungsgeschäfte übernommen,
14:22da sein Bruder, König Friedrich Wilhelm IV., schwachsinnig geworden war.
14:271861 besteigt er den Thron Preußens als Wilhelm I.,
14:30König von Gottes Gnaden, wie er selbst zu betonen pflegt.
14:34Ein Mann schlichter Frömmigkeit, so die Geschichtsschreiber.
14:39Ein Mann langsamer Denkungsart, so Bismarck.
14:43Wilhelm I. hat innerhalb eines Jahrzehnts
14:46zwei erfolgreiche Kriege hinter sich gebracht.
14:49Nun ist der 73-Jährige müde geworden.
14:52Ein neuer Krieg scheint ihm zu unübersichtlich und verworren.
14:56Doch seinen engsten Beratern ist die Auseinandersetzung mit Frankreich
14:59längst beschlossene Sache.
15:01Bisher habe ich gedacht, die ganze Schose ist eine Familienangelegenheit der Hohenzollern.
15:06Und der Leopold will ja auch gar nicht auf den spanischen Thron.
15:12Aber, Eure Majestät, sind doch Chef des Hauses Hohenzollern.
15:15Soll ich es ihm befehlen?
15:18Einem Hohenzollern?
15:19Ja, Eure Majestät.
15:24Aber wenn er doch nicht will, der Leopold.
15:27Wir sind alle preußische Offiziere, Eure Majestät.
15:31Auch der Erbprinz von Hohenzollern, Siegmarin.
15:36Majestät, ich habe eine Empfehlung des Kronrats vorbereitet,
15:40das Angebot der spanischen Regierung anzunehmen.
15:42Im Sinne preußisch-deutscher Pflichterfüllung.
15:45Sprechen Sie mit ihm, Bismarck.
15:52Vielleicht sollte man sich auf moralische Eroberungen Preußens in Deutschland beschränken.
15:59Außerdem, der französische Botschafter hat vor einem Jahr schon darauf hingewiesen,
16:04dass eine Hohenzollern-Kandidatur in Frankreich Widerstand auslösen würde.
16:09Widerstand, wie es Benedetti ausdrückt,
16:11ist nicht ganz, was wir uns davon erhoffen, Eure Majestät.
16:15Napoleon wüsste dann im Westen ein Land,
16:17in welchem der Herrscher ebenfalls preußisch-deutsch denkt, Eure Majestät.
16:21Vielleicht würde das als Präventivmaßnahme den Frieden sogar stabilisieren.
16:24Mein lieber Ron,
16:26ich bin zwar ein alter Mann,
16:29aber ich habe ihr dient.
16:32Ich bin Militär.
16:34Napoleon ist umklammert,
16:36hat sein Gesicht verloren.
16:37Und was das bedeutet.
17:00Eure Majestät,
17:04Wir haben zwei siegreiche Kriege geführt,
17:07ohne welche die preußische Geschichte stillgestanden hätte.
17:12Niemals würde ich Eure Majestät zu einem Krieger raten,
17:15der nicht durch die innersten Interessen unseres Vaterlandes geboten ist.
17:18Aber was sind denn die innersten Interessen unseres Vaterlandes,
17:21Graf Bismarck?
17:22Was denn?
17:25Die deutschen Kleinstaaten müssen aufgehen zu einem größeren Preußen.
17:30In einem deutschen Reich.
17:32Das ist Preußens Berufung.
17:35Glauben, Eure Majestät, dass Frankreich das zuließe?
17:38Im Frieden?
17:44Darf ich Eure Majestät darauf aufmerksam machen,
17:46dass wir im Falle eines Krieges
17:47zwei Armeekurs sparen würden,
17:50da Frankreich gezwungen ist,
17:51sie an seiner Westflanke präventiv zu stationieren?
18:17Majestät,
18:19dem diplomatischen Geschick des Grafen Bismarck
18:21ist es gelungen, drei Friedensjahre zu gewinnen,
18:24die ausreichten,
18:25diesen großen deutschen Plan Wirklichkeit werden zu lassen.
18:28Der preußische Generalstab ist vorbereitet.
18:31Auch gegen einen Widerstand im Innern?
18:39Die Sozialdemokraten gewinnen doch nur einen Boden,
18:40weil man ihnen erlaubt,
18:41alles in den Schmutz zu ziehen, was uns heilig ist.
18:45Wir glauben an das Königtum von Gottes Gnaden,
18:47die Liebe zu unserem preußischen Vaterland.
18:50Aber was bliebe einem Bebel und Konsorten übrig,
18:53wenn das deutsche Volk sich verteidigen müsste?
19:03Und Bayern, Hessen, Württemberg.
19:07Glauben Sie, die sind bereit, für Preußen zu sterben?
19:10Sie haben keine Alternative.
19:13Oder Frankreich besetzt ihre linksrheinischen Gebiete.
19:16Wir werden sie in einen heiligen Zorn versetzen.
19:20Und sei es in den Zorn des Krieges.
19:24Die Öffentlichkeit erfährt nichts von den weitgespannten Plänen Bismarcks.
19:29Im Gegenteil.
19:30Die Lage in Preußen scheint entspannt.
19:32Unter der Rubrik Hofjournal meldet die Norddeutsche Allgemeine
19:37am 21. Juli 1870,
19:41Seine Majestät der König ist,
19:43wie bereits telegrafisch mitgeteilt wurde,
19:46gestern nachmittags vier Uhr
19:47unter enthusiastischen Leberuchs der Emser und der Kurgäste
19:51im besten Wohlsein hier eingetroffen.
19:57Bismarck findet zur Badekur keine Zeit.
20:01Mit der Zusicherung seines Souveräns
20:03glaubt er, den Prinzen Leopold zwingen zu können,
20:06die spanische Thronkandidatur anzunehmen.
20:09Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Hohenzollern.
20:12Ansonsten.
20:14Hohenzollern-Sigmaringen ist eine Seitenlinie-Exzellenz.
20:18Hör doch auf, Muldke.
20:24Hat es schon einmal einen preußischen König gegeben,
20:27den man zu einer kriegerischen Auseinandersetzung überreden musste?
20:29Seine Majestät will die Lorbeeren zweier Kriege nicht aufs Spiel setzen.
20:33Auch Lorbeeren verblassen?
20:34Nee, nee, nee, nee.
20:37Er denkt mir zu viel an Jena und Auerstedt.
20:40Es wäre nur wünschenswert,
20:41wenn Erdprinz Leopold sich damit einverstanden erklären würde,
20:44die Kandidatur anzunehmen.
20:48Unsere Fürstenhäuser versorgen ohnehin Halb-Europa mit Königen.
20:51Und Spanien wäre dann die nächste preußische Filiale in Europa.
20:56Zu unser aller Nutzen.
20:59Euer Exzellenz bevorzugt zuweilen eine sehr originelle Ausdrucksweise.
21:06Wie würden Sie es denn nennen?
21:09Vielleicht trojanisches Pfähl.
21:14Leopold, Erdprinz von Hohenzollern, Sigmaringen.
21:1935 Jahre alt, mit einer portugiesischen Prinzessin verheiratet,
21:23mit Kindern gesegnet, rechtgläubiger Katholik.
21:27Wie geschaffen, den Thron Karls V. einzunehmen?
21:35Ich habe um dieses Treffen gebeten,
21:37um Königlicher Hoheit als Erstem
21:38die Empfehlung des Königs mitzuteilen.
21:42Und wie hat der König entschieden?
21:44Über die spanische Thronkandidatur
21:46und über mich?
21:49Er hat empfohlen,
21:50dass Königlicher Hoheit die Kandidatur annehmen.
21:53Das wäre auch im Sinne
21:54einer preußisch-deutschen Pflichterfüllung
21:56Königlicher Hoheit.
22:02Worte,
22:03nichts als Worte, sagt Hamlet.
22:09Was soll ich auf dem spanischen Thron?
22:12Ich verstehe kein Wort Spanisch.
22:14Das kann man doch lernen.
22:17Und Ihre königliche Hoheit
22:19ist Prinzessin aus Portugiesischem geblüht.
22:21Und darum spricht sie Portugiesisch
22:23und nicht Spanisch.
22:24Es gibt Zeiten, in denen das Vaterland
22:26Opfer von uns verlangt.
22:36Warum betätigen Sie sich so intensiv
22:38als Königsmacher, meine Herren?
22:40Weil wir das Allgemeinwohl im Auge haben.
22:43Und seine Majestät
22:44haben mich bevollmachtet,
22:45Ihnen das eindringlich ans Herz zu legen.
22:48Bevollmachtet.
22:49Erzweifeln, Königliche Hoheit,
22:50die Wahrheit meiner Worte?
22:51Überredet werden Sie ihn haben,
22:52den alten Herrn.
22:53Der Irrpfad Ihrer politischen Kombinationen
22:55ist ihm ohnehin unheimlich.
22:57Königliche Hoheit.
22:58Mein Geschlecht dient den Hohenzollern
22:59seit Generationen.
23:00Schon gut, Exzellenz von Bismarck.
23:01Ein Hohenzoller als König von Spanien.
23:04Das ist eine Provokation für Frankreich.
23:06Und das soll es auch sein.
23:08Aber ich bin nicht Ihre Schachfigur.
23:10Ich bin nicht der Bauer, dem man opfert.
23:15Königliche Hoheit sind preußische Offizier.
23:17Und um Preußens und Deutschlands Größe geht es.
23:21Die Hohenzollern haben sich bisher immer
23:22als erste Diener Ihres Staates verstanden.
23:24Königliche Hoheit.
23:26Herr von Bismarck.
23:31Jetzt verstehe ich Ihre Erfolge
23:33im Abgeordnetenhaus.
23:34Königliche Hoheit.
23:35Sie sind ein Meister der Rabulistik.
23:38Aber wenn ich in Madrid sitze,
23:40wird mir das nicht weiterhelfen.
23:47Ob ich annehme oder nicht,
23:49das ist allein meine Entscheidung.
24:00Schlapp.
24:05Da fasst man ihn ans Porte P.
24:08Er ist Offizier.
24:09Da packt man ihn an der Ehre.
24:11Er ist Hohenzoller.
24:13Nichts.
24:14Schlapp.
24:14Vielleicht will er nur gebeten sein.
24:16Noch mehr?
24:18Ach was, aber stellt man vor Tatsachen.
24:22Und Graf Bismarck setzt sich durch.
24:25Er erreicht, dass Leopold am 19. Juli
24:28die Kandidatur auf den spanischen Thron annimmt.
24:31Paris.
24:33Und die Kandidatur auf den Kandidaten
24:33Paris.
24:33Aus Madrid wird gemeldet,
24:36es ist beschlossen,
24:37dem Prinzen von Hohenzollern,
24:39Siegmarinnen,
24:40die Krone anzubieten.
24:42Eine Deputation,
24:43welche beauftragt ist,
24:44den Prinzen hiervon zu verständigen,
24:47ist bereits nach Deutschland abgereist.
24:52Am 8.
24:53Juli nimmt die französische Regierung
24:54wie von Bismarck erwartet dazu Stellung.
24:57Die französische Regierung
24:59wird nicht dulden,
25:02dass eine fremde Macht
25:04einen Hohenzollern-Prinzen
25:06auf den spanischen Thron setzt
25:08und die Ehre und Würde Frankreichs
25:11in Gefahr bringt.
25:14Napoleon III.,
25:16Neffe des ersten Napoleon,
25:18seit 1851 französischer Kaiser.
25:22Er hat in Mexiko einen Krieg verloren,
25:24ein Prestigeverlust für Frankreich.
25:27Es befindet sich in einer politischen
25:28und wirtschaftlichen Krise.
25:30Innere und äußere Misserfolge
25:32haben die Opposition gegen ihn erstarken lassen.
25:34Eine erneute Niederlage,
25:36militärisch oder diplomatisch,
25:37kann er sich nicht leisten.
25:39Sie wäre das Ende des Bonapartismus.
25:46Bismarck hat Napoleon
25:47in eine Zwangslage manövriert,
25:49aus der sich als Ausweg
25:50nur die Flucht nach vorn anbietet.
25:53Sein königlicher Bruder,
25:54Wilhelm von Preußen,
25:55hat die Muße,
25:56sich auf der Kurpromenade
25:57von Bad Ems ergehen zu können.
26:03Napoleons Vertrauen
26:05liegt bei dem Grafen Benedetti,
26:07seit vielen Jahren
26:08der Gesandte Frankreichs in Preußen.
26:10Ein so geschickter Diplomat,
26:12das Bismarck versucht hatte,
26:13ihn ablösen zu lassen.
26:16Ich muss um Nachsicht bitten,
26:18dass ich auf so ungewöhnliche Weise
26:19um ein Gespräch mit Eurer Majestät ersuche,
26:22aber außergewöhnliche Konstellationen
26:24erfordern außergewöhnliche Mittel.
26:28Was gibt's denn?
26:29Mein lieber Benedetti.
26:32Zu diesem Zeitpunkt
26:34verhandelt eine spanische Regierungsdelegation
26:36mit dem Prinzen von Hohenzollern
26:38Siegmaringen in Siegmaringen.
26:43Namens und Auftrags meiner Regierung
26:46ersuche ich Eure Majestät
26:47einer Kandidatur des Prinzen Leopold
26:50auf den spanischen Thron
26:51nicht zuzustimmen.
26:53Mein Souverän,
26:55seine Majestät,
26:55der Kaiser von Frankreich,
26:56äußert ernste Sorgen
26:58um die Erhaltung des Friedens.
27:00Dieser ist nur zweifellos gefährdet,
27:02nachdem der Erbprinz
27:03von Hohenzollern Siegmaringen
27:05das spanische Angebot annimmt.
27:08Ich weiß nicht,
27:09warum dieser Angelegenheit
27:10solche Bedeutung beigemessen wird.
27:13Ich würde sie eher modifizieren
27:15als reine Familienangelegenheit
27:17meiner Dynastie.
27:18Aber bitte setzen Sie uns doch,
27:19Mons-Chair-Benedet.
27:22Aber vorher,
27:24bis zu dem jetzigen Zeitpunkt,
27:26gab es doch nur die Version,
27:27man werde seiner königlichen Hoheit
27:29die Annahme der Krone
27:30in keinem Falle erlauben.
27:31Und jetzt?
27:33Das initiiert eine gefährliche
27:35Sinneswandlung für Frankreich.
27:37Ich persönlich würde den Rücktritt
27:39des Prinzen begrüßen.
27:42Aber bitte, meine Damen und Herren,
27:47Mons-Chair-Benedetti,
27:48der Prinz ist ein erwachsener Mann
27:50und alleiniger Herr seiner Entschlüsse.
27:54Und ich bin hier zur Kur in Bad Ems.
27:56Die Staatsgeschäfte liegen
27:58der Hand des Grafen Bismarck,
28:00der mein vollstes Vertrauen hat.
28:02Darf ich, Eure Majestät,
28:03darauf aufmerksam machen,
28:04dass es ein vertrauter,
28:06sehr hochgestellter Mitarbeiter
28:08des Grafen war,
28:09der in dieser kritischen Zeit
28:10zweimal nach Spanien reiste?
28:13In Frankreich das verbieten?
28:17Mein Souverän ist davon überzeugt,
28:19dass dem spanischen Ministerpräsidenten
28:21Marshal Prim
28:22Zuwendungen,
28:23Dotationen gemacht wurden.
28:27Wollen Sie damit sagen,
28:29ein preußischer Staatsmann
28:30und Offizier wäre fähig,
28:32einen anderen zu korrumpieren?
28:36Im Interesse unserer weiteren Zusammenarbeit
28:39möchte ich diese Bemerkung
28:40als nicht existent ansehen.
28:42Noch recht angenehme Tage
28:44in Bad Ems, Graf Beneterti.
28:55Warum muss ich unvorbereitet
28:57und ahnungslos
28:58erst von einem Franzosen erfahren,
29:00wie weit die Dinge gedient sind?
29:01Euer Majestät,
29:02wir sind im ersten Tag
29:02in Bad Ems
29:03und die Nachrichtenübermittlungen
29:04sind...
29:04Ach was!
29:06Da haben wir es.
29:07Die Sigma-Ringer
29:08ließen sich von Bismarck überreden.
29:10Und wir stehen mit einem Schlag
29:11vor einer ernsten Verwicklung.
29:13Das ist doch unangenehm.
29:15Folgerichtig
29:15und von Bismarck vorausgesehen
29:17schlagen die Wellen
29:18der antipreußischen Stimmung
29:19in Frankreich höher.
29:25Die Preußen werden sich beugen,
29:28besiegt, ohne Kampf
29:29und entwaffnet,
29:31wenn sie nicht wagen,
29:32einen Kampf aufzunehmen,
29:33dessen Ausgang
29:34nicht zweifelhaft ist.
29:36Doch Bismarcks
29:37norddeutsche Allgemeine
29:38vom 11. Juli
29:39gibt sich zurückhaltend.
29:40Die öffentliche Meinung
29:41glaubt hier nicht
29:42an einen Krieg,
29:43weil der Vorwand,
29:44den man in Frankreich
29:44für diesen Krieg suchen will,
29:46zu durchsichtig ist.
29:57Die französische Reaktion
29:59hatte Bismarck vorausgesehen.
30:01Doch nicht die der Sigmaringer.
30:04Prinz Leopold von Hohenzollern
30:06Sigmaringen ist erschrocken
30:07angesichts der drohenden
30:08französischen Konsequenzen.
30:12Sigmaringer Nachrichten
30:13Prinz Leopold hat auf die
30:15spanische Thronkandidatur
30:16verzichtet,
30:17weil er es mit seinen Gefühlen
30:18als preußischer
30:19und deutscher Offizier
30:20nicht vereinbaren kann,
30:21Deutschland um seiner
30:23Person willen
30:23in den Krieg zu ziehen.
30:25Damit hat diese Angelegenheit
30:27ihre einfachste
30:28und glücklichste Lösung
30:29gefunden,
30:29Eure Majestät.
30:30Sehen Sie, Scherkrong,
30:33wenn ich den Verzicht
30:34befürworte,
30:35ist das auch identisch
30:37mit dem Verzicht.
30:38So halten wir das
30:39in Preußen.
30:40Wir sind Eure Majestät
30:41zu allertiefstem Dank
30:42für diese Intervention
30:43verpflichtet.
30:45Mhm.
30:46Eure Majestät Haltung
30:48in dieser Frage
30:49ermutigt mich
30:51zu einem weitergehenden
30:52Vorschlag.
30:53Was denn noch?
30:55Mein lieber Bruder
30:56Napoleon hat
30:57einen Siegerungen.
31:00Einen diplomatischen.
31:04Genügt ihm das nicht?
31:06Der französischen
31:08Bourgeoisie genügt das nicht.
31:09Denn ein vereintes
31:10Deutschland würde
31:11zu einem gefährlichen
31:12Konkurrenten
31:13auf dem Kontinent werden.
31:14Frankreich muss versuchen,
31:15Preußen-Deutschland
31:16in seiner Entwicklung
31:17zu hemmen.
31:18Dazu braucht die französische
31:19Außenpolitik
31:20nicht nur einen
31:21diplomatischen Sieg.
31:22Sie braucht eine
31:22eindeutige Niederlage
31:24Preußens.
31:24Es ist also der Wunsch
31:25meiner Regierung,
31:26Eure Majestät möge
31:27erklären,
31:28dass Eure Majestät
31:29in Zukunft
31:29jeglicher Kandidatur
31:31eines Hohenzollern
31:32auf den spanischen
31:33Thron den Konsens
31:33verweigern würde.
31:35Darf ich mich
31:36autorisiert fühlen,
31:38eine solche
31:39Deklaration
31:39nach Paris
31:40zu kabeln.
31:41Das soll ich
31:42Coram Publico
31:43erklären?
31:44Der Wunsch
31:44meiner Regierung.
31:44Der preußische König
31:45soll in aller Öffentlichkeit
31:47zugeben,
31:47dass er sich von
31:48einer Fremdenmacht
31:50Meinungsäußerungen
31:51oktroyieren lässt?
31:52Das kann ja ernst
31:53nicht sein,
31:53Benedetto.
31:55Majestät,
31:55das ist der Wunsch
31:56meiner Regierung.
31:57Carme,
31:58das würde mich
31:59unglaubwürdig machen
32:00in den Augen
32:01meines Volkes.
32:01Majestät.
32:02Will Frankreich
32:03den Krieg
32:04um jeden Preis?
32:05Aber im Gegenteil,
32:06der Frieden
32:07wäre stabilisiert
32:08dadurch.
32:09Nein, nein.
32:14Kabeln Sie
32:15nach Paris,
32:16für mich
32:17ist der Zwischenfall
32:18erledigt.
32:19Und ich habe
32:20den Wunsch
32:20und die Hoffnung,
32:22dass jeglicher
32:23Grund des
32:23Zwiespaltes
32:24zwischen unseren
32:25Regierungen
32:25nunmehr
32:26geschwunden ist.
32:28Setu?
32:30Das ist alles.
32:32Wenn ich
32:33die schriftliche
32:34Zusicherung
32:34der Verzichtserklärung
32:36von Sigmaring
32:37habe,
32:38werde ich
32:38es Sie wissen
32:39lassen.
32:40Mon cher Benedetti.
32:42Majestät.
32:59Am selben Tag,
33:01da auch die
33:01norddeutsche
33:02allgemeine
33:02Leopolds
33:03Rücktritt
33:03gemeldet hatte,
33:05erschien
33:05die folgende
33:06kleine Notiz.
33:08Wolfsches
33:09Telegrafenbüro
33:10meldet.
33:12Der Bundeskanzler
33:13Graf Bismarck
33:14war angesichts
33:16der Dringlichkeit
33:16der politischen
33:17Verhältnisse
33:18von seiner
33:20Majestät dem
33:20König
33:21nach Ems
33:21beschieden
33:22worden.
33:24Graf
33:25Bismarck
33:25folgte
33:26unverweilt
33:26dem Rufe
33:27des Königs
33:27und trifft
33:29am Dienstagabend
33:30in Berlin
33:30ein.
33:31Er
33:32beabsichtigt
33:32am Mittwoch
33:33früh
33:33seine Reise
33:34nach Ems
33:34fortzusetzen.
33:43Graf
33:43Eulenburg
33:44seit
33:45Dezember
33:461862
33:47Minister
33:47des Inneren
33:48einer der
33:49treuesten
33:49Mitarbeiter
33:50des
33:50Grafen
33:50Bismarck.
33:54Guten Tag
33:54Herr Exzellenz.
33:55Guten Tag
33:56mein lieber
33:56Eulenburg.
33:57Na was
33:58gibt's?
33:58Leopold hat
33:59auf den
33:59spanischen
33:59Thron
34:00verzichtet.
34:00Was?
34:03Benedetti
34:04ist in
34:04Bad Ems.
34:06Hat
34:06seine
34:07Majestät
34:07ihn empfangen?
34:08Benedetti
34:08hat es so
34:08einzurichten
34:09gewusst,
34:09dass es
34:10wie
34:10Zufall
34:10aussah.
34:11Kommen Sie
34:11Eulenburg.
34:25Das ist
34:26unglaublich.
34:30Die Regierung
34:31wird nicht einmal
34:31informiert,
34:32wenn der König
34:32mit den
34:33Franzosen
34:33verhandelt.
34:35Aber
34:36Exzellenz
34:36sollten doch
34:37bedenken...
34:37Anton von
34:38Hohenzollern
34:39Siegmaringen
34:39hat um
34:40des lieben
34:40Friedenswillen
34:41die Kandidatur
34:42seines Sohnes
34:42Leopold
34:43zurückgezogen.
34:44Das ist
34:45alles in
34:45schönster
34:46Augen.
34:46Vielleicht
34:46sollten
34:47Exzellenz
34:47noch einmal
34:47mit
34:48der
34:48SEM
34:48sprechen.
34:50Den Teufel
34:51werde ich.
34:55Eulenburg,
34:56telegrafieren Sie
34:57an Majestät.
34:57Ich bitte um
34:58meine Entlassung
34:58als Bundeskanzler.
34:59Bismarck.
35:00Aber das können
35:00Exzellenz
35:00doch nicht
35:01machen.
35:02Ich kann
35:02Eulenburg.
35:03Ich kann.
35:09aber...
35:11Roland,
35:12bitte Herrn von
35:13Rohn zu mir.
35:14Ja,
35:14Euer Exzellenz.
35:16Ich danke
35:16mein lieber
35:16Eulenburg.
35:32Im Auftrag
35:33meines
35:33Hohen
35:34Herrn
35:34habe ich
35:34Euer Exzellenz
35:35Folgendes
35:36mitzuteilen.
35:38Seine
35:39Majestät
35:39hat die
35:40Bestätigung
35:40der
35:40Nachricht
35:41vom
35:41Hofe
35:41Sigmaringen
35:42erhalten,
35:42die
35:43die
35:43Verzichtserklärung
35:44seiner
35:44königlichen
35:44Hoheit
35:45des
35:45Erb
35:45Prinzen
35:45Leopold
35:46beinhaltet.
35:47Diese
35:48Nachricht
35:48hat
35:48Euer Exzellenz
35:49bereits aus
35:49Paris
35:49erhalten.
35:50Darf
35:51ich
35:51trotzdem
35:52um
35:52eine
35:52Audienz
35:53bei
35:53seiner
35:53Majestät
35:54nachsuchen?
35:55Das ist
35:55leider
35:55unmöglich.
35:56Seine
35:57Majestät
35:57verlässt
35:57heute
35:57Abend
35:58Bad
35:58Ems,
35:58um
35:58ihre
35:59Majestät
35:59die
35:59Königin
35:59in
36:00Koblenz
36:00aufzusuchen.
36:08Hier bleibt
36:09keine andere
36:09Wahl,
36:09als
36:09zu
36:10demissionieren,
36:10mein
36:10lieber
36:10Ron.
36:12Ist das
36:12nicht voreilig
36:13gehandelt,
36:13Bismarck?
36:15Wollen
36:16Sie nicht erst
36:16mal mit dem
36:16alten
36:16Herren
36:17sprechen?
36:18Nach dieser
36:19Erkränkung?
36:21Zigarre.
36:24Graf Bismarck stellt
36:25persönliches Interesse vor
36:26die Interessen Preußens.
36:28Ach was?
36:33Aber wir
36:34hätten die
36:34Gelegenheit
36:35gehabt,
36:36den
36:36Casus
36:36Belli
36:37herauszufordern.
36:40Und die
36:40Gelegenheit,
36:41die ist
36:41vorbei.
36:43Ich zerbreche
36:44mir den
36:44Kopf,
36:45wie ich den
36:45französischen
36:46Chauvinisten
36:46den Rückzug
36:47verbauen kann
36:48und dieser
36:49Nachfahre des
36:50großen Friedrich
36:50verdirbt mir
36:51das
36:51Konzept.
36:51Bismarck.
36:52Das ist doch
36:52wahr.
36:58Einige
36:58Depeschen,
36:59Exzellenz.
37:00Und?
37:01Die erste
37:02von unserem
37:02Botschafter
37:03in Paris.
37:04Was will
37:05denn wer da?
37:07Die französische
37:08Presse verlangt,
37:09SM
37:09solle sich
37:09bei Napoleon
37:10entschuldigen,
37:11dass es überhaupt
37:12zu einer
37:12Kandidatur
37:12gekommen ist.
37:14Was?
37:15Was?
37:17Wir müssten
37:18das sofort
37:19an SM
37:19weiterleiten.
37:25Sind Sie
37:26sicher,
37:27dass er das
37:27nicht macht,
37:28sich bei den
37:29Franzosen
37:29entschuldigen?
37:31Na also,
37:32weiter.
37:34SM
37:34ersucht Sie
37:35baldmöglichst
37:35nach Ems
37:36zu kommen.
37:41Mein lieber
37:42Oldenburg,
37:44Telegrafieren Sie,
37:45ich bin hier
37:46unabkömmlich
37:47und Sie
37:48kämen an meiner
37:49Stelle nach
37:49Bad Ems.
37:50Aber Eure
37:51Exzellenz...
37:52Sie.
37:53Wer sonst?
38:09So unumwunden
38:10wollen Sie
38:10seine Majestät
38:11Ihre
38:11Missbedingung
38:12formulieren?
38:13Der
38:14hohe
38:14Herr hat
38:15die
38:15Neigung,
38:15Staatsgeschäfte
38:16zwar
38:16persönlich
38:16zu
38:17verhandeln,
38:18aber nicht
38:19bis zur
38:19letzten
38:19Konsequenz
38:20zu
38:20entscheiden.
38:23Beides
38:23soll er mir
38:24überlassen,
38:24für alle
38:25Zukunft.
38:26SM
38:26werden
38:26beleidigt
38:27sein.
38:27Sie
38:27kennen
38:28seine
38:28Animosität.
38:29Wenn der
38:29Monarch
38:29nicht
38:30kühle
38:30Zurückhaltung
38:30und Würde
38:31bewahrt,
38:32sich
38:32ungestraft
38:33demütigen
38:33lässt,
38:34dann muss
38:34sein
38:35Kanzler
38:35demissionieren.
38:36Der
38:37französische
38:37Chauvinismus
38:38zweifellos
38:38vorhanden,
38:39ist rechnerisches
38:40Kalkül von
38:41Bismarck.
38:42Die
38:42Demütigungen,
38:43von denen er
38:44spricht,
38:44hat er mit
38:45dem spanischen
38:45Abenteuer
38:46selbst herausgefordert.
38:47Und immer
38:48hat er mit
38:48Demission gedroht,
38:50wenn er glaubte,
38:50seine Politik
38:51nicht durchsetzen
38:52zu können.
38:52Es käme
38:53auch zum
38:54Krieg gegen
38:54Frankreich,
38:55wenn er
38:55wirklich
38:55zurücktreten
38:56würde.
38:57Allerdings,
38:58das wäre
38:59das Ende
38:59seiner
39:00persönlichen
39:00politischen
39:01Macht.
39:04Roland.
39:09Heißt das
39:10nicht
39:10Asar
39:11spielen?
39:14Man
39:14muss
39:15alles
39:15wagen,
39:16um
39:16alles
39:16zu
39:16gewinnen.
39:17Oder
39:18alles
39:18zu
39:18verlieren.
39:19Das
39:20sagen
39:20Sie?
39:21Nur
39:21gut,
39:21dass
39:21Sie
39:21kein
39:22Truppendetachement
39:22führen,
39:22General.
39:24Ihre
39:24Kollegen
39:24im
39:24französischen
39:25Generalstaat
39:25können
39:25sich
39:26freuen.
39:27Die
39:27ja,
39:29unvorbereitet
39:29wie sie
39:30sind.
39:31Aber
39:31es
39:31im
39:31haben
39:32geruht,
39:32anlässlich
39:33einer
39:33Imser
39:34Badekur
39:34den
39:35Frieden
39:35zu
39:36retten.
39:36Und
39:37das
39:37zu
39:37einer
39:37Zeit,
39:38da jeder
39:38Tag
39:38für
39:38die
39:38Franzosen
39:39arbeitet.
39:40Was
39:40ist denn,
39:40Wummersdorf?
39:42Eine
39:42neue
39:42Depesche aus
39:43Ems,
39:43Eure
39:43Exzellenz.
39:44Vom
39:45Geheimlegationsrat
39:45Abigen,
39:46im Auftrage
39:47seiner
39:47Majestät.
39:48Schon
39:48dechivriert.
39:51Vielleicht
39:52hat er
39:52sich
39:52überlegt.
39:54Solche
39:55Kehrtwendungen
39:56sind beim
39:56Militär
39:56üblich,
39:57nicht bei
39:57den
39:58Hohenzollern.
39:58Aber
39:59seine
39:59Majestät
39:59sind unser
40:00allerhöchster
40:00Kriegsherr.
40:01Also
40:02Militär.
40:03Schön wär's.
40:09Danke,
40:10Wummersdorf.
40:19Kommen Sie bitte
40:20mal.
40:23Also das ist doch
40:23ganz unmöglich.
40:24Schlimmer
40:24gehst doch schon
40:25gar nicht mehr.
40:25Hören Sie mal.
40:27Seine
40:27Majestät
40:28schreibt
40:28mir,
40:29also dem
40:30Arbecken,
40:32Monsieur
40:32Benedetti
40:33fing mich
40:33auf der
40:33Promenade
40:34ab,
40:34um auf
40:35zuletzt
40:35sehr
40:35dringliche
40:36Art
40:36von mir
40:37zu
40:37verlangen,
40:37ich sollte
40:38ihn
40:38autorisieren,
40:39sofort zu
40:39telegrafieren,
40:40dass ich
40:40für alle
40:41Zukunft
40:41mich
40:41verpflichte,
40:42niemals
40:43wieder
40:43meine
40:43Zustimmung
40:44zu
40:44geben,
40:45wenn die
40:45Hohenzollern
40:46auf ihre
40:46Kandidatur
40:47zurückkämen.
40:48Ich wies
40:48ihn zuletzt
40:49etwas
40:49ernst
40:50zurück.
40:51Er wies
40:51ihn zuletzt
40:52etwas
40:52ernst
40:52zurück.
40:53Da man
40:54hat
40:54zu
40:54Jamais
40:54der
40:55gleichen
40:55Engagements
40:55nicht
40:56eingehen
40:56dürfe
40:56noch
40:57könne.
40:57Jetzt
40:57kommt
40:58Abelkens
40:58Kommentar.
40:59Da
41:00seine
41:00Majestät
41:00dem
41:01Grafen
41:01Benedetti
41:01gesagt,
41:02dass er
41:02Nachrichten
41:03vom
41:03Fürsten
41:03erwarte,
41:04hat
41:04allerhöchst
41:05derselbe
41:05mit
41:06Rücksicht
41:06auf die
41:06obige
41:07Zumutung
41:07beschlossen,
41:08den
41:08Grafen
41:09Benedetti
41:09nicht
41:10mehr
41:10zu
41:10empfangen,
41:11sondern
41:11ihn
41:12nur
41:12durch
41:12einen
41:12Attudanten
41:12sagen
41:13zu
41:13lassen,
41:13dass
41:14seine
41:14Majestät
41:15jetzt
41:15vom
41:15Fürsten
41:15die
41:15Bestätigung
41:16der
41:16Nachricht
41:17erhalten,
41:17die
41:17Benedetti
41:18aus
41:18Paris
41:18schon
41:19gehabt
41:19und
41:20dem
41:20Botschafter
41:20nichts
41:21weiter
41:21zu
41:21sagen
41:22habe.
41:25Mit
41:26diesem
41:26Telegramm
41:27hofft der
41:27König
41:27die
41:27Wut
41:28seines
41:28Kanzlers
41:28abzufangen.
41:29Er
41:30ahnt
41:30nicht,
41:30welchen
41:31Zündstoff
41:31er
41:31Bismarck
41:32damit
41:32überlassen
41:32hat.
41:33Sehen Sie,
41:33meine
41:33Herren,
41:33keine
41:34Kehrtwendung.
41:35Erledigt.
41:36Ein
41:37preußischer
41:37König
41:38und ein
41:38französischer
41:39Gesandter
41:39retten den
41:40Frieden.
41:41Und die
41:41französische
41:42Armee.
41:43Und
41:43unsere
41:43Armee?
41:44Ist
41:45für
41:45alle
41:45Eventualfälle
41:46vorbereitet.
41:47Für
41:47alle.
41:48Unsere
41:49Truppenstärke
41:49nach den
41:50Unterlagen
41:50des
41:50großen
41:51Generalstabs
41:52und
41:53die
41:53Stärke
41:54der
41:54französischen
41:54Kontingente.
41:59Absolut
41:59zuverlässig.
42:00Wir
42:01hatten
42:01einen
42:01Mann
42:02im
42:02französischen
42:02Generalstab.
42:17Darf
42:17ich
42:17Eure
42:18Majestät
42:18nochmals
42:18meinen
42:19untertänigsten
42:19Dank
42:20ausdrücken.
42:21Die
42:21Bestätigung
42:22der
42:22Nachricht,
42:23der
42:23Prinz
42:23habe
42:23auf
42:23die
42:23Kandidatur
42:24verzichtet,
42:25hat
42:25in
42:25Paris
42:26große
42:26Erleichterung
42:27ausgelöst.
42:27Alles
42:28andere
42:28ist
42:28nun
42:28Sache
42:29der
42:29Regierungen.
42:30Mon
42:30cher
42:31Benedetti.
42:32Majestät.
43:08Fertig.
43:13Anfang
43:13und
43:13Ende
43:14sind
43:14immerhin
43:14übrig
43:14geblieben
43:15von
43:15der
43:15Emser
43:15Depesche.
43:16Ich
43:16hatte
43:16Ihnen
43:16vorhin
43:17den
43:17letzten
43:17Satz
43:17nicht
43:17verlesen.
43:23Also
43:24meine
43:24Herren,
43:26der
43:26letzte
43:27Satz
43:27lautet
43:29Seine
43:30Majestät
43:30stellt
43:30Euer
43:31Exzellenz
43:31anheim,
43:32also
43:33mir,
43:34ob
43:34nicht
43:35die
43:35neue
43:35Forderung
43:35Benedettis
43:36und
43:36ihre
43:37Zurückweisung
43:37sogleich
43:38sowohl
43:38unseren
43:39Gesandten
43:39als auch
43:40der
43:41Presse
43:41mitgeteilt
43:41werden
43:42sollte.
43:43Meine
43:44gekürzte
43:45redigierte
43:45Fassung
43:46allerdings
43:46enthält
43:47nur
43:47die
43:47französische
43:48Forderung,
43:48dass
43:49der
43:49König
43:49nie
43:50wieder
43:50einer
43:50Hohenzollern
43:51Kandidatur
43:51zustimmt.
43:54Meine
43:54Emser
43:55Depesche
43:55schließt,
43:57Seine
43:57Majestät
43:57der
43:58König
43:58hat es
43:58darauf
43:58abgelehnt,
44:00den
44:00französischen
44:01Botschafter
44:01nochmals
44:02zu empfangen
44:02und
44:03demselben
44:04durch den
44:04Adjutanten
44:04vom
44:04Dienst
44:05sagen
44:05lassen,
44:06dass
44:07Seine
44:07Majestät
44:07dem
44:08Botschafter
44:08nichts
44:08mehr
44:09mitzuteilen
44:09habe.
44:11Nun,
44:12wie klingt
44:13das?
44:14Das ist
44:15eine
44:15Fanfare.
44:16Vorher
44:16war es
44:16eine
44:16Schamad.
44:19Der
44:20König
44:20weigert
44:21sich,
44:21mit dem
44:21Franzosen
44:22Botschafter
44:22zu reden.
44:23Das ist
44:24der
44:24Abbruch
44:24der
44:24diplomatischen
44:25Beziehungen.
44:26Euer
44:26Exzellenz
44:26sind als
44:27Redakteur
44:27so
44:28brillant
44:28wie
44:28als
44:28Kanzler.
44:30Sag,
44:30Womasdorf,
44:30ich will
44:31die
44:31Herren
44:31von der
44:31Norddeutschen
44:31Allgemeinen
44:32und vom
44:32Wolfschen
44:33Delegrafen
44:33gewohlen.
44:33In einer
44:34halben
44:34Stunde.
44:38Ja,
44:39Euer
44:39preußischen
44:39Gesandtschaften
44:40übermittelt
44:40werden.
44:41Mit
44:41Bismarcks
44:42Weisung,
44:42sie in
44:43die
44:43ausländische
44:43Presse
44:44zu
44:44lancieren.
44:45In
44:45beiden
44:46Staaten,
44:46in
44:47Preußen
44:47und
44:47Frankreich
44:48ist die
44:48Kriegshysterie
44:49bis zum
44:49Äußersten
44:49aufgeheizt.
44:50Bismarck
44:51weiß,
44:51dass
44:52ein
44:52Funke
44:52genügen
44:52wird.
44:53Die
44:53redigierte,
44:54verstümmelte
44:55Depesche.
44:59Die
44:59gestern
45:00Abend hier
45:00noch spät
45:01eingetroffene
45:01Depesche
45:02aus
45:02Ems,
45:03welche das
45:03herausfordernde
45:04Auftreten des
45:04französischen
45:05Botschafters
45:06meldete,
45:07hatte sich
45:07wie ein
45:07Lauffeuer
45:08über die
45:08ganze
45:08Stadt
45:09verbreitet
45:09und überall
45:10die
45:10größte
45:11Entrüstung
45:11erregt.
45:12Alsbald
45:12versammelten
45:13sich
45:13zahlreiche
45:14Volksmassen
45:14unter den
45:14Linden,
45:15wo selbst
45:15die
45:16herrschende
45:16Aufregung
45:16in lautem
45:17Rufen
45:17und
45:17Demonstrationen
45:18gegen
45:19Frankreich
45:19Ausdruck
45:19fand.
45:20Wolfsches
45:21Telegrafenbüro,
45:22Paris.
45:22In Paris
45:23finden überall
45:24Demonstrationen
45:24statt.
45:25Sie fordern,
45:25auf nach
45:26Berlin.
45:27Vermutlich
45:27ist morgen
45:28mit Kriegserklärung
45:28zu rechnen.
45:30In seinen
45:31Erinnerungen
45:32schreibt Bismarck,
45:33Wir waren
45:34noch zusammen,
45:35als wir schon
45:35von der
45:35Wirkung,
45:36welche die
45:36Depesche in
45:37Paris gemacht
45:37hatte,
45:38die erwünschte
45:38Nachricht
45:39erhielten.
45:39Sie hatte
45:40wie eine
45:40Bombe
45:41eingeschlagen.
45:42Auch bei der
45:43Arbeiterschaft.
45:46Überall
45:46werden Versammlungen
45:47abgehalten,
45:48um über die
45:49Emser-Depesche
45:49und deren
45:50absehbare
45:51Folgen
45:51zu diskutieren.
45:57Der junge
45:58August
45:59Bebel
46:00und sein
46:01Freund
46:02Wilhelm
46:02Liebknecht.
46:03Sie sind
46:04die anerkannten
46:05Führer der
46:05Sozialdemokratischen
46:06Arbeiterpartei,
46:07die vor
46:08zehn Monaten
46:08in Eisenach
46:09gegründet wurde.
46:11Außerdem
46:12sind die
46:12ersten
46:14Arbeitervertreter
46:15im
46:15Norddeutschen
46:16Reichstag.
46:17Und
46:18nicht nur
46:18Ihnen ist
46:19klar,
46:19dass nach
46:20der
46:20Emser-Depesche
46:21der
46:22Krieg
46:22unvermeidlich
46:23ist.
46:26Bitte,
46:27der Genoss
46:27in der
46:27letzten
46:28Reihe!
46:28Kein
46:29Arbeiter
46:29wird es
46:30verstehen,
46:30wenn wir
46:30gegen
46:31diesen
46:31Krieg
46:31sind.
46:31Genossen,
46:32es geht
46:32gegen
46:32diesen
46:33Schuft
46:33Napoleon,
46:33der
46:34unsere
46:34französischen
46:34Kabaraden
46:35eingesperrt
46:35und
46:36getötet
46:36hat.
46:38Unsere
46:38französischen
46:39Klassenbrüder
46:40haben
46:40diesen
46:41Krieg
46:41abgelehnt.
46:42Wir
46:42unterstützen
46:43diese
46:44Haltung.
46:45Oder
46:45wer
46:45von
46:45euch
46:46will
46:46auf
46:46die
46:46Genossen
46:46in
46:47Paris
46:47schießen?
46:47Sie
46:47will
46:47auf sie
46:48schießen.
46:49Aber
46:49was sollen
46:50wir
46:50tun,
46:50wenn
46:50Napoleon
46:51morgen
46:51seine
46:51Armee
46:52marschieren
46:52lässt?
46:53Genosse
46:53Liebknecht,
46:54können wir
46:54uns da
46:55raushalten?
46:59Liebknecht und
47:00ich sind
47:00morgen im
47:01Reichstag.
47:02Wir
47:02werden
47:02gegen
47:03diesen
47:03Krieg
47:03sprechen.
47:04Sicher,
47:05Napoleon
47:05ist
47:05ein
47:05Schuft.
47:06Aber
47:06was
47:06ist
47:06denn
47:06Bismarck?
47:07Ein
47:07Krieg,
47:07geführt
47:08wegen
47:08eines
47:08hohen
47:08Zollernprinzen,
47:09kann
47:09nicht
47:10unsere
47:10Unterstützung
47:10finden.
47:12Man
47:13wird
47:13uns
47:13doch
47:13nachsagen,
47:14wir
47:14arbeiten
47:14den
47:14Franzosen
47:15in
47:15die
47:15Hände,
47:16Genosse
47:16Bebel.
47:17Vergesst
47:17nicht,
47:18jeder
47:18Krieg,
47:19auch
47:19dieser,
47:20kostet
47:21Leben
47:21und
47:21Existenz
47:21von
47:22hunderttausenden
47:22Arbeitern,
47:23französischen
47:24und deutschen.
47:25Ja,
47:25Genossen,
47:26aber was
47:27sollen wir
47:27denn machen,
47:27wenn Napoleon
47:28auf uns
47:28schießen
47:29lässt?
47:29Dann
47:29schießen
47:30wir
47:30zurück.
47:31Dann
47:31geht
47:31es
47:31um
47:32unser
47:32Leben,
47:32um
47:33unsere
47:33Interessen.
47:35Genossen,
47:36dann
47:36geht es
47:36um
47:36uns.
47:37Nicht
47:37um
47:38Bismarck
47:38und
47:39nicht
47:39um
47:39die
47:39hohen
47:39Zollern.
47:47Trompeten
47:48schmettern
47:49ins
47:49Morgenrot,
47:50Kameraden,
47:51lasst fahren
47:52die Züge,
47:52heut
47:53fegt's
47:53in den
47:54Feind
47:54wie der
47:54preußische
47:55Tod
47:55und
47:56fegt
47:56ihn
47:57auf
47:57Sattel
47:57und
47:58Bügel,
47:58den
47:59Sieg
47:59im
48:00Herzen
48:00das
48:00Schwert
48:01in
48:01der
48:01Faust.
48:02Hurra,
48:03wir
48:03kommen
48:04daher
48:04gebraust
48:05mit
48:05flatterndem
48:06Ruhm
48:06es
48:06Paniere,
48:07wir
48:08Königin
48:09Kürassiere.
48:14Unser
48:15verehrter
48:16Herr
48:16Bundeskanzler,
48:17Graf
48:17Bismarck,
48:18erlebe
48:18hoch!
48:19Hoch!
48:20Hoch!
48:22Hoch!
48:24Hoch!
48:25Hoch!
48:27Hoch!
48:28Hoch!
48:29Hoch!
48:31Hoch!
48:36Sonnabend,
48:3816.
48:38Juli
48:391870
48:42Wolfsches
48:43Telegrafenbüro
48:44meldet,
48:45die Kriegserklärung
48:47Frankreichs
48:48ist gestern
48:49erfolgt.
48:51Wir
48:52Wir wenden
48:53uns getrosten
48:55Mutes
48:55an die
48:57Vaterlandsliebe
48:58und Opferfreudigkeit
48:59des deutschen
49:00Volkes
49:01mit dem
49:02Aufruf
49:03zur
49:03Verteidigung
49:04seiner Ehre
49:05und seiner
49:06Unabhängigkeit.
49:08Wir
49:09werden
49:10nach dem
49:10Beispiel
49:11unserer
49:11Väter
49:12für
49:13unsere
49:13Freiheit
49:14und
49:15für
49:15unser
49:16Recht
49:16gegen
49:17die
49:18Gewalttaten
49:19fremder
49:19Eroberer
49:20kämpfen.
49:21Und
49:22in diesem
49:22Kampf,
49:23in dem
49:24wir kein
49:25anderes
49:25Ziel
49:26verfolgen,
49:26als den
49:27Frieden
49:28Europas
49:28dauernd
49:29zu sichern,
49:30wird Gott
49:31mit uns
49:31sein,
49:31wie er
49:32mit
49:32unseren
49:33Vätern
49:33war.
49:57Ruhe,
49:57bitte.
50:00Es ist
50:00der Wunsch
50:01geäußert worden,
50:02keine Debatte
50:03zu diesem
50:03Tagesordnungspunkt
50:04der Bewilligung
50:05einer Kriegsanleihe
50:05betreffend zu
50:06führen.
50:06Sind
50:07Ihren
50:07Abgeordneten
50:07mit
50:07einverstanden?
50:15Herr
50:15Abgeordneter
50:16Bewebel,
50:18da es
50:19der Wunsch
50:19der Mehrheit
50:20dieses
50:20Hauses ist,
50:21die
50:21Tagesordnung
50:22ohne
50:22Debatte
50:23zu
50:23erledigen,
50:24sind
50:25wir
50:25übereingekommen,
50:27keine
50:27Debatte
50:28zu
50:28provozieren,
50:29obwohl
50:29wir mit
50:30der
50:30Absicht
50:30des
50:30Hauses
50:31in
50:31keiner
50:31Weise
50:31einverstanden
50:32sind.
50:32In
50:33keiner
50:34Weise
50:34einverstanden
50:35sind.
50:35Wir sind
50:37entschlossen,
50:38in der
50:38vorliegenden
50:39Frage uns
50:40der
50:40Abstimmung
50:40zu
50:40enthalten.
50:41Warum denn
50:42Sie
50:42defizieren Sie?
50:43Wir werden
50:46unsere Gründe
50:47für diese
50:48Haltung
50:48in einer
50:49schriftlichen
50:50Erklärung
50:50zu den
50:51Akten
50:51des
50:51Hauses
50:51niederlegen.
50:56Das Wort
50:57hat der
50:58Abgeordnete
50:58Bebel.
51:05Meine
51:05Herren
51:06Abgeordnete,
51:08die
51:09zur
51:09Führung
51:10des
51:10Krieges
51:15dem
51:16Reichstag
51:17abverlangten
51:18Geldmittel
51:19können wir
51:19nicht
51:20bewilligen,
51:20weil dies
51:21ein
51:21Vertrauensvotum
51:22für die
51:23preußische
51:23Regierung
51:24wäre,
51:24die
51:25durch
51:25ihr
51:26Vorgehen
51:26im
51:26Jahre
51:271866
51:28den
51:28gegenwärtigen
51:29Krieg
51:29vorbereitet
51:30hat.
51:31Ebenso
51:32wenig
51:32können wir
51:33die
51:33geforderten
51:33Geldmittel
51:34verweigern,
51:35denn es
51:35könnte
51:35dies
51:36als
51:36Billigung
51:36der
51:37friefelhaften
51:37und
51:37verbrecherischen
51:38Politik
51:38Bonapartes
51:39aufgefasst
51:40werden.
51:41Als
51:42Sozialrepublikaner
51:43und Mitglieder
51:43der
51:44internationalen
51:44Arbeiterassoziation,
51:46die ohne
51:46Unterschied der
51:47Nationalität
51:48alle
51:48Unterdrücker
51:49bekämpft,
51:49können wir
51:50uns wieder
51:50direkt
51:51noch
51:52indirekt
51:52für den
51:53gegenwärtigen
51:53Krieg
51:54erklären
51:54und
51:54enthalten
51:55uns
51:55daher
51:55der
51:56Abstimmung.
51:58Herr
51:59schau
52:00des
52:01Vaterlands
52:02Heilkönig
52:04hier,
52:05findest
52:06hohe
52:07die
52:08hohe
52:09Bonnet
52:10ganz,
52:11lieblich
52:12des
52:12Volkes
52:13zu sein,
52:14Heilkönig
52:15hier.
52:17Nicht
52:18Ostdeutsch
52:19heidige
52:20sichern
52:21die
52:21Steine
52:22Der Krieg
52:23beginnt am
52:232.
52:24August
52:241870.
52:26Lieb
52:26des
52:27Vaterlands,
52:29lieb
52:30der
52:30der
52:30Brücken
52:31an.
52:42Zwei deutsche
52:43Armeen
52:44schwenken
52:44nach Norden
52:45ab
52:47und
52:48schlagen
52:48die
52:49Franzosen
52:49bei
52:49Beaumont.
52:52Es
52:53kommt
52:53zur
52:53Schlacht
52:53bei
52:54Sedan.
52:5590.000
52:55Franzosen
52:56sind
52:57durch
52:57180.000
52:58Deutsche
52:58eingeschlossen.
53:00Kaiser
53:00Napoleon
53:01und 36
53:02Generale
53:02werden
53:02gefangen
53:03genommen.
53:04Das
53:04ist
53:04das
53:05Ende
53:05des
53:06zweiten
53:06französischen
53:07Kaiserreiches.
53:08In
53:08Paris
53:09wird
53:09die
53:09Dritte
53:09Republik
53:10ausgerufen.
53:12Unterdessen
53:12wird Napoleon
53:13nach Schloss
53:14Wilhelmshö
53:14bei Kassel
53:15gebracht.
53:17In
53:17Preußen
53:18Deutschland
53:18feiert man
53:19den Sieg.
53:23Napoleon
53:24schreibt an
53:24Wilhelm
53:25den Ersten.
53:27Mein
53:28Herr
53:28Bruder,
53:30nachdem
53:30es mir
53:31nicht
53:31vergönnt
53:31war,
53:32in der
53:32Mitte
53:32meiner
53:32Truppen
53:33zu
53:33sterben,
53:34bleibt
53:34mir
53:35nichts
53:35übrig,
53:36als
53:36meinen
53:37Degen
53:37in die
53:37Hände
53:38Eurer
53:38Majestät
53:38zu
53:39legen.
53:40Ich
53:41bin
53:41Eure
53:41Majestät
53:42guter
53:42Bruder
53:43Napoleon.
53:47Um
53:47den
53:47Krieg
53:48zum
53:49siegreichen
53:50Ende
53:50führen
53:50zu
53:51können
53:51und
53:51Frankreich
53:52endgültig
53:52zu
53:53Boden
53:53zu
53:53werfen,
53:54möge
53:55der
53:55Reichstag
53:56weitere
53:56100
53:57Millionen
53:57Thaler
53:58bewilligen.
53:58Ich
53:59danke
53:59Ihnen
53:59meine
53:59Herren.
54:00Applaus
54:09Ich erkläre
54:10Ihnen
54:10die
54:10Debatte
54:11für
54:11eröffnet.
54:13Das Wort hat
54:13nun der
54:14Abgeordnete
54:14Liebknecht.
54:16Hui!
54:16Wiesmacher!
54:18In der
54:19Hase,
54:19Liebknecht!
54:20Lässt mich
54:20spurt.
54:26Ruhe,
54:27meine
54:27Herren,
54:27Ruhe!
54:29Meine
54:29Herren!
54:31die
54:32Anleihe,
54:33die man
54:33von uns
54:33fordert,
54:34ist für
54:35die
54:35Durchführung
54:36einer
54:36Annexion
54:37bestimmt.
54:37Annexion,
54:38schämen Sie
54:38dich,
54:38Liebknecht!
54:39Die
54:39Eroberung
54:40fremden
54:40Gebietes
54:41aber
54:41bringt
54:42uns
54:42nicht
54:43den
54:43Frieden,
54:44sondern
54:45den
54:45Krieg.
54:47Meine
54:49Herren
54:49Abgeordneten,
54:50es gibt
54:51keinen
54:51Grund,
54:52den
54:52Krieg
54:53weiterzuführen.
54:54Das
54:55könnte
54:55nicht so
54:55passen,
54:56Herr
54:56den
54:56Knecht!
54:56Die
54:57Regierung,
54:57die
54:58uns im
54:58Juni
54:58den
54:58Krieg
54:59erklärt
54:59hat,
54:59ist
54:59beseitigt.
55:01Und
55:01Ihr
55:01Führer,
55:02der
55:02Kaiser
55:02Napoleon,
55:03sitzt
55:04auf
55:04Wilhelms
55:04Höhe
55:05und ist
55:05der
55:05gute
55:05Bruder
55:06des
55:06König
55:06von
55:06Preußen.
55:08Abgeordneter,
55:08Liebknecht,
55:09ich rufe
55:10Sie zur
55:10Ordnung.
55:13Napoleon
55:13schweigt in
55:14schweigt in
55:14kaiserlichem
55:14Luxus,
55:15während die
55:16deutschen
55:16Krieger
55:16draußen
55:17ihr
55:17Blut
55:17vergießen
55:18und die
55:18furchtbarsten
55:19Strapazen
55:19erdulden
55:20müssen im
55:20Kampf
55:20gegen das
55:21französische
55:21Volk,
55:22das
55:22trotzdem
55:22unser
55:23Bruder
55:23Volk
55:23ist
55:24und das
55:24den
55:25Frieden
55:25mit
55:25uns
55:26will.
55:30Es ist
55:31wahrlich
55:31ehrenhafter,
55:32der Bruder
55:33des
55:33französischen
55:34Volkes
55:34und der
55:35französischen
55:36Arbeiter
55:36zu sein,
55:37als der
55:38liebe
55:39Bruder
55:40des
55:40Schurken
55:41auf
55:41Wilhelmshöhe.
55:44Bebel und
55:45Liebknecht
55:46werden verhaftet.
55:47Sie erleben
55:48die Reichsgründung
55:49in Untersuchungshaft
55:50und im
55:51März
55:511872
55:52werden sie
55:53zu zwei
55:54Jahren
55:54Festungshaft
55:54verurteilt,
55:55des
55:56Hochverrats
55:57überführt.
56:00Bismarck
56:01empfindlich
56:02getroffen,
56:03hat sich
56:04revanchiert.
56:06Die
56:07deutschen
56:08Armeen
56:08sind besser
56:09ausgerüstet
56:09und besser
56:10vorbereitet.
56:17Sie
56:17überrennen
56:18Elsass
56:18Lothringen
56:19und nehmen
56:20Paris
56:20in die
56:21Zange.
56:22Am
56:2328.
56:23Januar
56:241871
56:25kapitulieren
56:27die
56:27Forse
56:27von
56:27Paris.
56:30Aber
56:30bereits
56:31am
56:3118.
56:31Januar
56:32wird das
56:33Deutsche
56:33Reich
56:33auf
56:33fremdem
56:34Boden
56:34gegründet,
56:35in
56:35Versailles.
56:39Wilhelm
56:40wird
56:41deutscher
56:41Kaiser
56:42aus dem
56:43Bundeskanzler
56:44Graf
56:45Bismarck
56:45wird der
56:46Reichskanzler
56:47Fürst
56:48Bismarck.
56:52Nun, was wollen
56:53Sie, meine
56:54sehr
56:54Geschätzten?
56:56Meine
56:56Herren
56:56Höflinge,
56:57Schmeichler,
56:58Schwätzer,
56:59was starren
56:59Sie mich an
57:00wie die
57:00Flammenschrift
57:01an der
57:01Wand?
57:03Ich
57:03habe das
57:04Reich
57:04vereinigt.
57:06Elsass
57:06Lothringen
57:07sind
57:07Reichslande
57:07geworden.
57:09Fünf
57:10Milliarden
57:10französische
57:11Kriegskontributionen
57:12fließen in
57:12den
57:12Adern
57:13der
57:13Industrie.
57:14Sie
57:14gehen
57:15herrlichen
57:15Zeiten
57:16entgegen.
57:16Dieses
57:17Ziel
57:17war
57:17nicht
57:18durch
57:18Quasseln
57:18und
57:18Abstimmung
57:19zu
57:19erreichen,
57:19sondern
57:20durch
57:20Eisen
57:20und
57:20Blut.
57:22Und
57:22Sie
57:23wollen
57:23sich
57:23mockieren
57:24über
57:24den,
57:24der
57:24das
57:25zu
57:25Wege
57:25brachte.
57:27Weil
57:28er
57:28den
57:28Inhalt
57:28einer
57:28Depesche
57:29gefälscht
57:29hat?
57:30Die
57:31Geschichte
57:31wird
57:32rechtfertigen,
57:32ob es
57:36sind
57:36die
57:37Sozialdemokraten
57:38mit der
57:38Emser
57:38Depesche
57:39krebsen
57:39gegangen.
57:39Sei es
57:40drum.
57:40Ihr
57:41fürchtet
57:42die
57:42Revolution.
57:43Ich
57:43fordere
57:44sie
57:44heraus,
57:45denn
57:46die
57:46Sozi-Frage
57:46wird
57:47ohne
57:47Blut
57:47vergissen
57:48nicht
57:48gelöst
57:48werden.
57:49Genauso
57:49wenig
57:50wie
57:50die
57:50Deutsche.
57:51Aber
57:52das
57:52Deutsche
57:52Reich
57:53...
57:53Ein
57:53Fälscher
57:54hatte
57:54gestanden.
57:56Mit
57:56einer
57:56Lüge
57:57war das
57:57Deutsche
57:57Reich
57:58geschaffen
57:58worden,
57:59von
57:59dem
57:59Bebel
58:00prophetisch
58:00sagte,
58:01der
58:02Säbel
58:02stand als
58:03Geburtshelfer
58:03dem
58:04Reich
58:04zur
58:04Seite.
58:05Der
58:06Säbel
58:06wird es
58:07ins
58:07Grab
58:08begleiten.
58:46Säbel
59:03Amen.
59:33Amen.
Kommentare