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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:41Musik
01:17Schönen guten Tag, wir suchen die Nerzfarm, können Sie uns sagen, wie wir da hinkommen?
01:23Über Lützchenheim, die Gräbener Chassé, da kommen Sie an den Gräbener See, ist ganz einfach zu finden.
01:29Gut, danke.
02:26Gut, danke.
02:52Warten Sie, ich muss erst sehen, ob jemand hier ist.
02:55Sie schaffen aber bald keine Zeit mehr.
02:57Nur einen Moment.
02:58Gut, danke.
03:02Gut, danke.
03:06Gut, danke.
03:28Nun haben Sie das viele schöne Geldverfahren, nun ist niemand da.
03:41Hallo, Herbert.
03:54Zimmermann, du?
03:55Tag, Herbert, wir hätten dich bald nicht gefunden.
03:57Was heißen wir?
03:58Der Taxifahrer, er hatte sich verfahren.
04:00Schick ihn weg und komm rein.
04:00Ich muss aber heute noch nach Leipzig zurück.
04:02Ja, ja, ich fahre dich hin.
04:02Gut.
04:18Ich habe solche Überraschungen nicht gern.
04:20Was willst du denn hier?
04:21Na, ich bin zur Messe gekommen wie tausend andere.
04:26Willst du hier deine Münzen ausstellen?
04:30Wenn ja, jetzt zum Rennen will ich.
04:31Der große Messepreis ist doch international geschickt.
04:33Komm, bring.
04:34Lass mal, ich habe was Besseres.
04:36Moment.
04:39Hier.
04:41Gut, weiß ich.
04:46Ich brauche schnellstens die Formen für die Zehn-Mark-Stücke.
04:50Wie wert bist du denn?
04:51Prost.
04:52Prost.
04:55An zwei, drei Tagen auch.
04:56Ich wollte sowieso Mitte nächste Woche nach Berlin kommen.
04:59Na gut.
05:00Die Zehner ziehen nämlich mächtig im Kurs an.
05:02Die Banken zahlen jetzt schon 60.
05:04Die 20er bringen kommen noch 75.
05:06Willst du jetzt an die Banken verkaufen?
05:08Mhm.
05:09Auch.
05:10Aber leider kaufen die keine nachgeprägten Stücke mehr.
05:13Jedenfalls nicht für 60.
05:15Tja.
05:16Auf den Trichter Bank Münzen nachzuprägen?
05:20Sind jetzt zu viele in der Bundesrepublik gekommen.
05:22Und was denn schon für ein Unterschied zwischen Nachprägungen und Originalstücken?
05:26Sie haben auf Zehner kaum genau den gleichen Feingold gehalten.
05:28Mensch, nachgeprägte sägen funkelnagelneu aus und wiegen zu viel.
05:32Originalstücke sind abgegriffen und wiegen deshalb immer ein paar Zehntel Gramm weniger.
05:36Hm.
05:37Entschuldige mal, dem dürfte doch abzuhelfen sein.
05:38Hm.
05:40Das habe ich mir auch schon gedacht.
05:43Man müsste sie auf Alt frisieren.
05:46Aber wie?
05:48Das ist überhaupt kein Problem.
05:50Münster ist doch unerhört weich.
05:54Man müsste also eine Trommel bauen,
05:58sie mit Stahlblech ausschlagen
06:00und mit einem Drehstrommotor zum Rotieren bringen.
06:02Na und dann?
06:03Damit könnte man in ein paar Stunden den jahrzehntelangen Abnutzungsprozess nachholen.
06:06Hm.
06:06Mach das, Herbert.
06:07Bau mir so eine Trommel, ja?
06:17So.
06:18Die Flasche lasse ich dir hier.
06:20Was soll ich denn damit?
06:22Zum Ausprobieren.
06:23Mann, du hältst mir immer wieder was Neues auf.
06:26Herbert, ich muss.
06:27Wo willst du denn jetzt noch hin?
06:29Aber ich hab da noch einen alten Bekannten.
06:31Warst du hier in Leipzig?
06:32Ja, ja.
06:34Rote.
06:35Rote, Rote, Rote.
06:36Kenn ich nicht.
06:38Der damals die fünf Jahre Z gekriegt hat,
06:40der ist wegen guter Führung jetzt vorzeitig anlassen worden.
06:42Woher weißt du denn das?
06:43Hm.
06:45Seine Tochter hat es an Jerome geschrieben.
06:47Na und was willst du von dem?
06:48Der hat bei mir noch eine kleine Rechnung offen.
06:52Fünfzehn Mille.
06:52Hm.
06:53Für die Goldmünzen, die sie bei ihm beschlagnahmt haben.
06:55Und du bildest dir ein, dass du da noch was holen kannst?
06:57Ja, ja.
06:58Der hat 50.000 in West-Berlin auf dem Konto.
07:03Allerdings auf den Namen seiner Tochter.
07:15Na, wie warst du im Geschäft, Paps?
07:18Na, viel Betrieb.
07:20Wie immer zur Messe.
07:22Hauptsächlich Ausländer.
07:23Lassen Sie dich denn verkaufen?
07:25Ah.
07:26Heißt doch keiner davon.
07:28Die lassen sich nur nichts anmerken.
07:32Müsst du ihnen ja wohl noch dankbar sein, nicht?
07:35Ach was, Paps, du grübelst zu viel.
07:37Das Leben geht weiter.
07:40Na, es freut mich, Kind, dass du drüber weg bist.
07:43Bisher hatte ich nicht den Eindruck.
07:46Wo hast du denn die herrlichen Rosen hier?
07:50Von Jerome.
07:54Nein.
07:56Das ist doch nicht möglich.
08:09Was bedeutet denn das?
08:12Er hat doch die ganzen Jahre nichts von dich hören lassen.
08:15Warst du ihm doch nicht etwa geantwortet, diesem...
08:18Er hat sein Studium beendet an der Sorbonne.
08:26Wir wollen heiraten.
08:29Heiraten?
08:29Na, wie denn?
08:31Will er sich in Leipzig ansiedeln?
08:33Sind drüben keine Geschäfte mehr zu machen.
08:35Er holt mich rüber.
08:36Rüber, was heißt denn das?
08:39Rüber nach dem Westen?
08:40Ja, nach West-Berlin erst.
08:51Mein Leben hatte ohne dich seinen Sinn verloren.
08:56Darum war ich unsagbar glücklich, als die Antwort von dir kam.
09:02Ich kann es kaum erwarten, dich endlich wiederzusehen.
09:05Es ist alles vorbereitet.
09:07Kurt Zimmermann...
09:08Also, dieser Zimmermann wagt es noch, hierher zu kommen.
09:10Aber, Papst!
09:12Er will uns doch nur helfen, mir und Jerome.
09:15Und dir auch, wenn du nur willst.
09:16Ich will endlich meine Ruhe haben.
09:19Ich will mit diesen Leuten nichts mehr zu tun haben.
09:22Also, Papst, du bist ungerecht.
09:24Ich liebe Jerome und ich will zu ihm.
09:27Was haben denn eure alten Geschichten damit zu tun?
09:30Ich will diesen Zimmermann nicht mehr sehen.
09:33Sorge dafür, dass er mir nicht unter die Augen kommt.
09:35Sonst weiß ich nicht, was geschieht.
09:40Ist denn das ein Geschäft, sag ich mal?
09:42Kommt wenigstens keiner auf die Idee, dass ich noch andere Geschäfte mache.
09:46Du hast ja wirklich allen weltdenklichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen.
09:49Na eben.
09:50Deshalb passt es mir gar nicht, dass du mit deinen alten Leuten wieder Verbindung aufnehmen willst.
09:54Mensch, Rote wird sich hüten zu singen.
09:56Er fährt die Fopo von seinem Westkonto, geht er wieder hops, das weiß er doch auch.
09:59Also mach, was du willst, aber lass mich aus dem Spiel.
10:01Aber du fährst mich wenigstens noch nach Leipzig, was?
10:03Ja, los, dann komm mit.
10:05Aber zu dem Rote komme ich nicht mit.
10:06Ach, der hat ja gar keine Ahnung von deiner Existenz.
10:09Wir treffen uns abends in der Pinguin-Bar.
10:12Übrigens, du hast ja herrliche Blumen draußen.
10:14Kannst du mir nicht ein paar davon abschneiden?
10:17Na los, nimm da ein paar.
10:22Bitte, nehmen Sie doch Platz, Herr Zimmermann.
10:25Danke sehr, Frau Lein-Christine.
10:25Aber zuerst möchte ich mich noch eines wichtigen Auftrags entledigen.
10:29Na dann.
10:32Mit den allerherzlichsten Grüßen von Jérôme.
10:38Dankeschön.
10:39Bitte.
10:49Meinen herzlichen Glückwunsch.
10:51Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
10:55Für immer dein Jérôme.
11:00Nächste Woche können Sie ihm selbst alles sagen.
11:05Nächste Woche schon?
11:06Jérôme und ich haben alles bis ins Kleinste vorbereitet.
11:09Sie können sich mir völlig anvertrauen.
11:11Aber ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es alles so schnell ist.
11:15Aber vielleicht wird es besser sein, wenn auch Ihr Vater dabei ist.
11:19Ich möchte nicht gern hinter seinem Rücken.
11:21Ich glaube, ich glaube, es ist besser, wenn mein Vater es von mir erfährt.
11:26So?
11:27Ach, will er nicht, dass Sie...
11:29Nein.
11:30Ach so.
11:32Na.
11:33Und wenn ich trotzdem versuche, mit ihm zu sprechen?
11:35Bitte überlassen Sie das mir.
11:38Wenn Ihnen noch jemand umstimmen kann, dann nur ich.
11:41Bitte?
11:42Ja, Herr Zimmermann.
11:44Sagen Sie, wie soll die Sache vor sich gehen?
11:47Ja, Sie fahren mit einem Möbeltransporter, der wöchentlich dreimal von Hamburg nach West-Berlin fährt.
11:52Da kann gar nichts passieren.
11:53Ach.
11:54Das Versteck ist so sicher, dass ich jede Garantie übernehme.
11:56Was soll ich da etwa stundenlang eingequetscht?
11:58Da sterbe ich doch vor Angst.
11:59Aber nein, Frau Landen-Christine.
12:01Sie liegen in einem ganz bequemen Versteck.
12:03Wie in einem Bett.
12:05Geht die Sache wenigstens am Tage vor sich.
12:07Nachts natürlich.
12:08Aber Sie können wirklich unbesorgt sein.
12:10Es ist doch alles bis ins Kleinste abgesichert.
12:13Angst habe ich trotzdem.
12:14Sind Sie dabei?
12:16Ein alter Freund von mir wird Sie in seiner Aufwut nehmen.
12:19Wer ist denn das?
12:20Ich möchte Sie heute noch mit Ihnen bekannt machen.
12:22Er wartet auf uns.
12:23Jetzt gleich?
12:23Ja.
12:24Na, wir müssen doch doch ein Glas Sekt auf Ihre Verlobung trinken, ne?
12:29Ja, da müssen Sie mich aber noch einen Augenblick entschuldigen.
12:32Ich möchte mir doch schnell was anderes anziehen.
12:33Sie brauchen sich doch nicht extra umzuziehen.
12:35Doch, doch, doch.
12:36Aber ich beeil mich.
13:00Ich bin ja so froh, dich wiederzusehen.
13:01Ich verspare dir das.
13:05Eugen, ich begreife ja, dass du verbittert bist.
13:08Vier Jahre.
13:12Wir hätten eben vorsichtiger sein sollen.
13:14Du warst ja vorsichtig genug.
13:16Und jetzt will ich alles wieder gut machen.
13:18Hat die Christine erzählt...
13:19Lass die Hände von Christine.
13:21Mehr habe ich dir nicht zu sagen.
13:22Lass uns doch erstmal alles in Ruhe...
13:23Verschwinde, ehe Christine kommt.
13:26Oder ich rufe die Polizei an.
13:30Überleg dir, was du tust.
13:32Also raus auf der Stelle, sage ich dir.
13:34So, Herr Zimmermann, bitte.
13:35Frau Christine, sprechen Sie mit Ihrem Vater.
13:37Ich will die Polizei, wenn er richtig ist.
13:41Du kannst mich doch nicht halten.
13:42Aber Christine, du rennst in dein Unglück.
13:44Ich will doch nur dein Bestes.
13:45Ich bin alt genug.
13:46Ich weiß, was ich tue.
13:49Christine, bleib!
14:04Ja, doch.
14:05Aber das Mädchen hat sich doch wieder angefunden.
14:07Sag ihm das.
14:11Ist denn das so wichtig?
14:14Naja, und?
14:15Kann er denn nicht morgen kommen?
14:20Na ja, meinetwegen.
14:22Ich schicke ihn rauf.
14:26Ah, Herr Kommissar.
14:28Können Sie denn behaupten, dass ich die 200 Mark geklaut habe?
14:32Da rennst er wirklich an Beleihe, Junge.
14:34Herr Biber behauptet das in seiner Anzeige, nicht?
14:36Ach, der.
14:37Der hatte doch keine 2 Mark in seiner Tasche.
14:40Der war doch blank wie seine Platte, als ich die noch fürgearbeitet habe.
14:43Und woher stammen die beiden 100 Mark Scheine, die bei Ihnen gefunden wurden?
14:46Also, das sind meine Ersparnisse, ja.
14:48Ah, du, entschuldige.
14:49Dauert es bei dir noch lange?
14:50Mensch, ich will doch an die Oper und jetzt kommt noch jemand, der Angaben über das verschwundene
14:53Mädchen machen will.
14:54Die soll längst wieder zu Hause, nicht wahr?
14:56Das Leben kann also nichts Wichtiges sein.
14:58Könntest du nicht mal?
14:59Hast doch sowieso Bereitschaftsdienste.
15:01Ich bin es nur einen Moment Zeit lang.
15:04Na ja, also morgen früh kommt Herr Biber her.
15:08Da werden wir das mit Ihren Ersparnissen klären.
15:11Heute Nacht bleiben Sie erst mal bei uns.
15:12Was?
15:13Das ist ja Freiheitsberaubung.
15:16Sie dürfen mal nicht einsperren.
15:17Werden mal beschweren.
15:18Also, nur hören Sie mal zu.
15:19Sie haben keinen Personalausweis, keinen festen Wohnsitz, kein Arbeitsverhältnis.
15:22Ja, was erwarten Sie denn eigentlich?
15:24Vielleicht, gleich sollen wir noch im Astoria für Sie ein Appartement bestellen, was?
15:28Also los, kommen Sie.
15:29Na gut.
15:31Aber nur unter Protest.
15:34Ciao.
15:37Ich werde mal beim Polizeipräsidenten mischen.
15:39Ja, ja, ja.
15:42Internetzmedaillen.
15:46Sie wollen Angaben über das verschwundene Mädchen machen?
15:48Ja, weil doch das fehlt in der Zeitung war.
15:51Dann nehmen Sie doch bitte Platz, Herr Görner.
15:53Dankeschön.
15:54Tja, Herr Görner, ich möchte Ihnen gleich sagen, das Kind ist inzwischen gefunden und seinen Eltern zurückgegeben worden, falls Sie
15:59das noch nicht wissen.
16:00Ach, das macht nichts.
16:02Wie bitte?
16:03Ich komme ja nicht wegen des Kindes.
16:06Aber, Herr Görner, Sie wollten noch Angaben machen, oder?
16:08Sagen Sie doch nicht immer Herr Görner zu mir.
16:10Ich heiße Zunz.
16:13Na, werden Sie doch kennen.
16:15Zunz, selige Witwe, die großen Kaffeegeschäfte von früher.
16:21Ah, Zunz, selige Witwe.
16:23Ja.
16:24Ja, ja, natürlich.
16:26Kenn ich gut.
16:27Und Sie, äh, Sie sind ein Verwandter von der Witwe?
16:31Ja, der Sohn und Universalerbe.
16:35Deshalb hat man mich doch entmündigt.
16:37Und in die Anstalt gesperrt, damit ich meine Erbschaft nicht antreten kann.
16:40Ja, ja, ich erinnere mich, davon gehört zu haben.
16:43Sagen Sie doch bitte dem Herrn Polizeipräsidenten Bescheid.
16:45Er erwartet sicher schon auf mich.
16:46Da haben Sie Pech.
16:47Er muss jetzt eine dringende Sitzung.
16:50So.
16:51Hm.
16:52Ja, aber den Ausweis wird er doch dagelassen haben.
16:55Welchen Ausweis?
16:55Ich bin nicht so genau informiert, Herr...
16:57Nun, den neuen Ausweis auf den Namen Zunz, damit ich endlich die Erbschaft antreten kann.
17:01Der Herr Polizeipräsident hatte mir versprochen, wenn das Bild von dem Mädchen in der Zeitung ist, dann könnte ich den
17:05Ausweis abnehmen.
17:06Dann würde er auch da sein.
17:07Ich frage gleich mal nach.
17:08Einen Augen weg.
17:09Ich werde weg.
17:10Einen harmloser Irrer.
17:12Ach, nö.
17:12Mensch, ich weiß nicht, wie ich ihn loswerden soll.
17:14Ruf doch mal das Revier Boxberger Straße ein, ob die einen Herrn Görner alias Zunz kennen.
17:21Tja, Zunz, ganz so glatt geht's mir doch nicht mit Ihrem Ausweis.
17:25Was ist denn?
17:26Wieder nicht?
17:26Doch, doch, doch.
17:27Da schon, aber nicht hier.
17:29Es dauert noch einen Moment.
17:30Ach so.
17:32Ja, ja nun, es macht nicht sicherer Zeit.
17:35So, so.
17:36Ja.
17:37Unfall.
17:49Na, und Willi?
17:51Na komm, ich bring dich nach Hause.
18:03Da fängt ja wieder wunderhübsch an, der Nachtdienst.
18:05Vorm zweiten Akt bin ich bestimmt nicht da.
18:08Du, äh, das wird meine Frau sein.
18:10Äh, äh, sag hier, ich bin eben gegangen.
18:14Ja, bitte?
18:16Meine Karte, wo habe ich die denn?
18:17Ja, entschuldigen Sie, aber Genosse Wernicke ist nicht mehr im Dienst.
18:21Verflixt war ich die denn, Wernicke?
18:22Vor Montagfrüh nicht, nein.
18:25Ja, Sie müssen mir schon sagen...
18:27Ah.
18:30Worum handelt es sich denn?
18:32Also, mach's gut.
18:33Alex!
18:35Goldschiebungen?
18:38Sie müssen mir da schon nähere Angaben machen.
18:43Der Prozess fand vor vier Jahren hier in Leipzig statt.
18:47Ja, es ging um Gold, das illegal aus Westdeutschland eingeschmuggelt worden war.
18:51Mehrere Leipziger Juwelierer waren angeklagt und sind doch verurteilt worden.
18:55Aber der richtige Mann fehlte auf der Anklagebank.
18:57Kennen Sie wenigstens seinen Namen?
18:59Ja, Zimmermann heißt der, Kurt Zimmermann.
19:03Und weiter?
19:04Können Sie mir nicht mehr sagen?
19:06Etwa 40 Jahre alt.
19:08Und wo hält er sich hier in Leipzig auf?
19:10Wohnt er bei Bekannten oder im Hotel?
19:13Ist ja nicht gerade sehr viel.
19:15Ich? Nein, nein, bitte.
19:16Nein, das kann ich nicht.
19:18Nein, nein, es geht mir nur darum, dass dieser Zimmermann hier nicht neues Unheil anrichtet.
19:22Nein, das möchte ich nicht.
19:26Wie, bitte?
19:27Also, mehr kann ich Ihnen wirklich nicht sagen.
19:29Nein, nein, das weiß ich auch nicht.
19:31Moment mal.
19:32Da fällt mir eben ein, er ist ein fanatischer Freund des Pferderennsports und selber Rennstallbesitzer.
19:38Sicher finden Sie ihn morgen beim großen Messepreis.
19:41Fragen Sie die Pfarrer nur nach Zimmermann.
19:45Hallo, so hören Sie doch.
19:47Weg.
19:49Reg dich nicht auf.
19:51Vielleicht war das außer einer wie meiner vorhin.
19:53Nee, nee, du, das klang echt.
19:55Komm, wir suchen mal die Handakte der Goldschiebung heraus.
19:59Junge, ich muss in die AIDA jetzt.
20:00Du hast ja Zeit, die hat doch vier Akte, die Dame.
20:03Ja, und wie lange willst du denn da suchen ohne den Namen des Angeklagten?
20:07Müsst die AIDA 25 Akte haben.
20:09Der Prozess soll vor vier Jahren gewesen sein.
20:11Müsste die Geschichte also 59 oder 58 bei uns angefangen sein?
20:15Ja, und, da waren wir aber nicht drin in dem Fall.
20:17Hier nicht, aber Wernicke.
20:18Na, da ruf ihn doch an, er hat doch alles im Kopf.
20:20Kannst du dir die Sucherei hier sparen?
20:21Nee, komm, der hat jetzt zwei Nächte mit dieser Kindergeschichte um die Ohren geschlagen.
20:24Gönn ihm ruhig mal sein Wochenende.
20:31Bruno, geh ins Bett.
20:32Was?
20:33Du sollst ins Bett gehen, du bist doch vollkommen übermüdet.
20:36Ich hab nur überlegt, ob ich mir den Boxlönerkampf im Fernsehen ansehen soll.
20:40Oh ja, Papa.
20:40Du gehst ins Bett, ist schon 8 Uhr.
20:42Oh, diese Seite noch.
20:43Schluss jetzt, geh und wasch dich.
20:46Eine Frage noch.
20:48Was ist denn ein Koller?
20:50Ein Koller?
20:51Ein Koller ist ein...
20:53Ein Wutanfall, Peter.
20:54Ach, Wutanfall.
20:55Ritter Kunibert mit einem bunten Koller angetan?
20:59Der Koller.
21:00Der Koller ist eine Art Ritterausrüstung.
21:03Das Koller heißt es dann und ist ein Leder des Wams.
21:05Das meine ich ja.
21:08Harnisch kann man auch sagen.
21:09Harnisch ist eine eiserne Rüstung.
21:11Kann auch nicht stimmen, Papa.
21:13Bei diesen Worten geriet Ritter Kunibert in Harnisch.
21:17Was hat er denn nun wirklich angehabt?
21:19Gar nichts.
21:19Wenn einer einen Wutanfall bekommt, dann gerät er in Harnisch.
21:23Oder kriegt einen Koller.
21:27Sag mal, was liest der Pengel denn da für ein Buch?
21:30Das hat er sich von deiner Mutter mitgebracht, aus deiner alten Bücherkist auf dem Buch.
21:34Auch das noch.
21:35Da war ich gegen ihn.
21:38Sieh mal, Peter.
21:40In der deutschen Sprache haben manche Worte mehrfache Bedeutung.
21:44Zum Beispiel...
21:45Deine Dienststelle.
21:46Ich glaube, du musst hin.
21:48Es ist zum...
21:50Nicht mal Sonnams hat man seine Ruhe.
21:55Hat er nun einen Koller oder einen Harnisch, Mutti?
21:58Aber Genosse Wernicke, sie hat noch deswegen nicht herzukommen brauchen.
22:02Doch, doch, das schien mir wichtig.
22:04Kurt Zimmermann.
22:05Hier steht er ja im Fahndungsbuch.
22:08Stimmt nur nicht, der Name, sonst hätten wir ihn schon.
22:11Ah.
22:12Ja.
22:14Warum sollte uns der Anrufer einen falschen Namen gesagt haben?
22:17Der weiß den Namen genauso wenig wie wir.
22:20Zimmermann war nur sein Deckname.
22:22Dadurch konnte ihn niemand verraten.
22:24Meinen Sie, dass es wieder losgeht mit Goldschiebungen?
22:26Würde es sich denn das Geschäft heute noch lohnen?
22:28Na, so wie damals können Sie die Arbeit nicht wieder aufziehen.
22:30Das ist vorbei.
22:32Damals kostete hier ein Gramm Feingold 34 Mark.
22:35Drüben in West-Berlin bekamen es umgerechnet für 24.
22:40Inzwischen ist aber der Goldaufkaufpreis gesenkt worden.
22:43Lohnt sich das Geschäft doch gar nicht mehr.
22:45Was will der Zimmermann hier?
22:51Na ja, wenn er nicht Zimmermann heißt, ist es ja zwecklos, die Hotels zu überprüfen.
22:55Ja, das haben wir damals auch schon vergeblich versucht.
22:58Ähm, aber der Hinweis auf die Rennbahn ist damit nicht was anzufangen.
23:03Na, unbedingt. Chance 1 zu 20.000, denn so viele Zuschauer werden wohl da sein.
23:10Ich weiß was Besseres. Stolbesand, Otto.
23:16Der sitzt doch seine 10 Monate...
23:17Hat Bewährung gekriegt.
23:19Ich denke, dass er sich dafür dankbar erweist.
23:23Na ja, aber Otto hat doch immer nur mit Zigaretten geschoben und nicht mit Gold...
23:26Hat seine Zigaretten meistens an Rennstallbesitzer und Rennfahrer verschubbert.
23:30Er kennt sich also in den Kreisen aus.
23:32Er arbeitet wieder.
23:33Als Alleinunterhalter der Pinguin-Bar.
23:38Äh, Pinguin-Bar?
23:39Keine Sorge, Thomas.
23:40Sie brauchen nicht mitkommen.
23:41Ich gehe da allein hin.
23:42Ich hätte mich geopfert.
23:43In 10 Minuten ist die Aida aus.
23:45Da können Sie Ihre Frau wenigstens noch aus der Oper abholen.
23:48Aber dann halten Sie sich bitte auf Abruf zu Hause bereit.
23:50Vielleicht haben wir Glück.
23:51Schade, ich habe Bereitschaft.
23:52Sonst könnte ich ja mitkommen.
23:55Euer Diensteifer ist bemerkenswert.
23:58Aber ich schaffe das schon allein.
23:59Also wenn was ist, ich bin in der Pinguin-Bar.
24:00Ja, bitte.
24:01Wie Sie wollen.
24:05Das kannst du nicht ahnen,
24:09du munteres Rehlein, du.
24:12Dass so ein Wildtief
24:16das Herz in dir bricht in du.
24:20Das kannst du nicht ahnen.
24:23Drum lasse dich warnen.
24:28Ein Jägersmann vom Rhein
24:30will ein Beschützer sein.
24:35Dankeschön.
24:36Danke sehr.
24:37Wunderbar.
24:37Danke sehr.
24:39Danke schön.
24:40Danke schön.
24:40Danke sehr.
24:41Guten Abend, Otto.
24:41Gehen wir an die Bauch und Kollegen?
24:43Ja, das heißt...
24:44Ich bin ganz privat hier.
24:46Achso.
24:47Na bitte.
24:49Zwei Cognac.
24:52Na, was trinken Sie denn?
24:54Cognac?
24:55Na, ich würde sagen Magenbitter, ne?
24:57Na nun.
24:57Na, wenn es möglich ist.
24:59Mir ist ein bisschen mulmig.
25:00Aber doch nicht etwa meinetwegen.
25:02Also ein Magenbitter.
25:03Ja, schon den ganzen Tag.
25:07Danke.
25:09Zum Wohle.
25:11Na dann, Prost.
25:15Sagen Sie, Sie haben doch recht gute Beziehungen zu Rennstallbesitzern und Rennfahrern.
25:22Das höre ich aber ja nicht gerne von Ihnen.
25:24Ich sage Ihnen doch, ich bin ganz privat hier.
25:27Sagen Sie bloß, Sie wollen von denen einen Tipp haben.
25:29Eine schnelle Auffassungsfrage.
25:32Im Ernst?
25:33Ein geheime Tipp.
25:36Na, wollen wir nicht doch mal eine Flasche bestellen?
25:39Nein, nein, wir bestellen jetzt.
25:40Herr Ober.
25:40Ja, exquisite Miete da drüben bei den Pappis, was?
25:44Nicht unfeinbar.
25:45Mach mal eine Hand dazu, Summa.
25:47Was?
25:47Ich?
25:48Das ist doch nicht eher dein Format, Lulla.
25:49Mach schon.
25:50Na ja, aber wenn die Pappis mosern, dann muss man mal im Wasser haben.
25:53Wir sollen schon los.
25:55Oh, ich bin schon.
26:02Tanzen wir?
26:04Ja, du.
26:05Hopper tanzen.
26:06Schauer, Triss, was?
26:07Dann sag ich, ich tanze nicht.
26:12Also verschwinden Sie schon, Sie haben doch gehört.
26:14Ruhig, Weberchen, du bist nicht gefragt.
26:16Tanzen wir doch.
26:17Entschuldige, Sie können doch nicht einfach die Jungen da und ihre Pistek zerrücken.
26:21Na, doch schwimmen wir heute nicht auf den Weg.
26:24Na ja, ob ich vormorgen doch jemanden erwische von der Rennbahn.
26:28Ich glaub das nicht.
26:31Übrigens, Moment mal, da war doch der dicke Junkers vorhin.
26:33Was ist der Junkers?
26:34Das ist ein Rennstallbesitzer.
26:36Einer von den ganz Alten.
26:38Und er müsste es eigentlich am ehesten wissen.
26:40Rita?
26:41Ja?
26:42Sag mal, der dicke Junkers war doch vorhin hier.
26:43Wo ist denn der abgeblieben?
26:44Der ist gegangen.
26:48Schade, Hauptmann.
26:50Wettmeister Otto.
26:52Entschuldigung.
26:53Was ist denn da los?
26:55Moment mal, ich muss erst mal Verordnung sorgen, ja?
26:58Ja.
27:10Das war doch wieder einer von euch, was?
27:13So, nein, der Gast von dem Tisch hier ist aber schon geblitzt.
27:15Dann lassen Sie mich mal durch hier schon.
27:16Sind Sie A?
27:17Nein, aber holen Sie gleich einen Krankenwagen und die Funk schreiben.
27:19Ja, natürlich, selbstverständlich.
27:22Wir kennen uns nicht, haben nur zufällig zusammengesessen.
27:31Sagen Sie, kennen Sie den Herrn, der hier bei Ihnen am Tisch saß?
27:34Ich, äh, nein, nein, nein, ich bin allein hier.
27:37Aber Sie müssen noch gesehen haben, wie es zu dieser Schlägerei kam.
27:39Ja, der Raudi hat mich angepöbelt und dann wollte er mich zwingen, mit ihm zu tanzen.
27:42Und daraufhin hat ihn der Herr zur Ordnung gerufen.
27:44Mit der Faust.
27:45Ach, nennen Sie mir doch bitte Ihren Namen und die Adresse, falls wir Sie als Zeugin brauchen.
27:49Wieso interessiert Sie das? Sie sind da nicht von der Polizei?
27:51Doch.
27:53Kriminalpolizei.
27:55Na schön, Christine Rote heiße ich.
27:59Ich fahr. Scheiß auf das Rennen morgen.
28:033.22 Uhr fährt einer nach Berlin. Ist 5.30 Uhr Ostbahnhof.
28:06Bist du spätestens halb sieben in West-Berlin und kannst noch mit der Vormittagsmaschine nach Hamburg weiterfliegen.
28:10Nee, nee, du. Ich steig in kein Flugzeug mehr.
28:14Einen Absturz hab ich mit knapper Not überlebt. Wunder wiederholen sich nicht.
28:17Sag mal, wie willst du denn das bis morgen Abend noch alles klarkriegen?
28:21Telefonisch, das klappt schon.
28:23Vor allem Christine, Sie fahren morgen nach.
28:26Morgen schon?
28:27Ja, Ihr Vater könnte Schwierigkeiten machen, morgens auf die Messe zu Ende.
28:30Tausende benutzen die in der Zonenstraßen. Das ist völlig ungefährlich.
28:34Du musst noch deinen Koffer aus dem Hotel holen.
28:37Halb eins, noch Zeit.
28:39Holen Sie am besten gleich Ihre Sachen.
28:41Aber vergessen Sie Ihr Sparkassenbuch nicht.
28:42Mann, ist das kalt, dass ihr auch meinen Mann zu nicht mitgebracht habt.
28:45Dann hat das doch die Garderoben-Marke.
28:47Dann der Mist.
28:48Ist was drin geblieben?
28:50Nee, nee. Ist alles da.
28:54Die Reine Macher, Frau Fantinatzieste.
28:57Ja.
28:58War nicht abgeholt worden.
28:59Ich sagte gleich, der kann nur dem Mann gehören, der den jungen Bursch niedergeschlagen und dann die Flucht ergriffen hat.
29:06Ja, das wird sicher so sein.
29:08Und da dachte ich, wo Sie doch nach dem Täter fahnden, würde Sie der Mantel interessieren, vielleicht als Beweisstück.
29:18Ja, sicher, Genosse Tim, machen Sie das Protokoll fertig.
29:20Wir behalten den Mantel hier.
29:22Wenn sich der Besitzer meldet, dann sagen Sie ihm bitte nicht, wo er ist.
29:25Aber er wird zuerst die Garderoben, Frau Frage.
29:27Ja, dann sagen Sie der, Sie hätten den Mantel in Ihrem Büro eingeschlossen.
29:31Das ist gut.
29:32Dann kann Sie ihn damit hinhalten und ich rufe Sie dann schnell an.
29:35Verbleiben wir so.
29:45Ja, bitte.
29:46Herr Hauptmann Wernicke?
29:48Otto ist hier.
29:50Ja, ich bin auf der Rennbahn.
29:51Ich habe eben mit dem Junkers gesprochen.
29:54Ja, stimmt, der Mann ist in Leipzig.
29:56Ja, so direkt wollte ich ihn nicht fragen.
29:59Wie?
30:00Ah, schon arrangiert.
30:04Junkers macht mich mit ihm bekannt.
30:06Und Sie müssen nur mich im Auge behalten.
30:09Hm?
30:10Na, am Führing.
30:11Na, sagen wir 14 Uhr.
30:13Übrigens, den ganzen Ärger konnten Sie sich erspart haben.
30:16Na, der Mann, den Sie suchen, der war gestern Abend in der Bar.
30:18Mit seiner Frau oder Freundin oder so.
30:21Ja.
30:22Na, an dem Tisch da.
30:23Hm?
30:23An dem Tisch, wo die Schlägerei war.
30:25Ja, danke.
30:27Das muss ein ziemlich großer Mann sein.
30:29Mindestens zehn Zentimeter größer als ich.
30:32Na ja.
30:35Tja, was soll nun werden mit dem Mantel?
30:37Soll er noch rauf zur Kriminaltechnik?
30:38Auf alle Fälle.
30:39Da ist aber sonntags keiner.
30:41Hat doch noch Zeit bis morgen.
30:42Warten Sie mal.
30:43Wo ist denn die Akte von den Coltschiebungen?
30:48Die haben wir ja eben gestern nicht gefunden.
30:50Ne?
30:51Ohne Namen.
30:51Na, dann versuchen wir es mal unter Rote.
31:04Wusste ich's doch, dass ich den Namen kenne.
31:06So?
31:07Eugen Rote.
31:09Der war aber doch gar nicht in der Bar.
31:12Ja, nur seine Tochter und dieser Zimmermann.
31:16Kommen Sie, wir fahren sofort zu Rote hinterher auf die Rennbahn.
31:18Vielleicht wissen wir heute Abend mehr.
31:51Ich bin nicht in der Bar.
32:02Pünktlich auf die Minute.
32:05Mir schlägt mein Herz bis zum Hals.
32:07Warum denn?
32:08Klappt doch alles wie am Schnürchen.
32:10Wieso muss ich eigentlich so heimlich einsteigen?
32:12Ich denke, die Fahrer wissen Bescheid.
32:13Wissen die auch, aber die gehen ganz auf sicher.
32:15Wie auf sicher?
32:17Wissen Sie, das kann Ihnen drüben Jerome erzählen.
32:22Ich glaube, vorher kriege ich erst noch einen Herzschlag.
32:25Wie lange müssen wir einige noch warten?
32:29Gehen Sie lieber erst noch mal austreten.
32:30Nachher können Sie nicht mehr.
33:01Wie noch etwas rum?
33:27Halb eins schon. Nun könnte sie ja allmählich kommen.
33:32Ihr war nicht auf der Rennbahn.
33:34Der Vater sagt nichts, weiß nichts.
33:38Sie kommt nicht nach Haus.
33:40Das riecht mir verdammt sauer.
33:43Ich geh noch mal rauf. Ihr wartet.
34:04Ich geh noch mal rauf.
34:47Ich geh noch mal rauf.
34:49Nein. Nein.
34:50Da liegen Sie drin wie in Abrams Schuss.
34:52Lassen Sie mich, ich will nicht.
34:53Kommen Sie jetzt. Wir dürfen ja kein Aufsehen machen.
34:54Aber ich hab doch Angst.
34:55Geben Sie die Tasche her. Ich reich sie Ihnen nach.
35:12Geben Sie mir die Tasche, bitte.
35:14Ja, sofort.
35:20Hören Sie, Christine.
35:22Bleiben Sie ganz ruhig.
35:23Und atmen Sie auch ganz ruhig, damit der Sauerstoff reicht.
35:48Meine Tochter ist 25 Jahre alt.
35:50Ich kann nicht verlangen, dass sie mir Rechenschaft ablegt, wo und mit wem sie den Sonntag verbringt.
35:55Wann haben Sie Ihre Tochter das letzte Mal gesehen?
35:57Na, gestern Abend, bevor sie wegging.
35:59Wo wollte sie hingehen, weil ich verabrede?
36:01Also, das weiß ich wirklich nicht.
36:02Und seitdem ist sie nicht wieder zu Hause gewesen?
36:03Nein.
36:11Herr Rote, wir kennen uns doch.
36:13Von früher.
36:15Sagen Sie mir, was Sie wissen.
36:18Ich weiß nichts.
36:18Sagen Sie mir, was Zimmermann von Ihrer Tochter wollte, was er vorhatte.
36:21Ich weiß nichts.
36:36Hallo?
36:38Bitte benachrichtigen Sie sofort den Grenzkontrollpunkt Starken.
36:41Ich weiß leider die Nummer nicht.
36:42Also hören Sie.
36:43In dem Hamburger Möbeltransporter Nummer HH-CH-421 hat sich im Spiegelkasten der Frau versteckt.
37:02Die verdammte Scheiße, Reifenpanne.
37:05Was ist denn los?
37:06Na, Platten haben wir hinten.
37:08Los.
37:10Raus.
37:17Reifenpanne, wie lange kann das dauern?
37:19Jetzt in der Nacht, eine Stunde bestimmt.
37:49Reifenpanne, Kollege Kraftfahrer?
37:51Ja, leider.
37:51Ja.
37:52Können wir euch helfen?
37:53Richtigstens mit einem ansteigenen Strahl Licht.
37:55Zum Montieren, wenn ihr so lange Zeit habt.
37:57Na klar.
37:57Können Sie haben.
37:58Ach gut so.
38:01Stoß mal zurück.
38:03Ein bisschen Licht.
38:04Ich sperre ab.
38:15Los.
38:16Da hinten rein.
38:33Ich sperre ab.
38:33Ich sperre ab.
38:34Ich sperre ab.
38:36Ich sperre ab.
38:48Ich sperre ab.
39:05Ich sperre ab.
39:34Ich sperre ab.
39:39Ich sperre ab.
39:43Ich sperre ab.
39:43Ich sperre ab.
39:50Ich sperre ab.
40:01Ich sperre ab.
40:03Ich sperre ab.
40:22Ich sperre ab.
40:41Ich sperre ab.
40:45Ich sperre ab.
41:15Ich sperre ab.
41:44Ich sperre ab.
41:51Ich sperre ab.
41:56Ich sperre ab.
42:01Ich sperre ab.
42:13Wir haben nicht einen Wirken.
42:13Wir sind jetzt der Wecker.
42:13Verstanden?
42:14Können wir uns nicht vor einen Austahlschein holen?
42:16Durchpausen wäre wesentlich einfacher.
42:17Nein, meine Süße.
42:18Du musst direkt am Schalter quittieren.
42:24Du, Jérôme, hat Schmelzer gestern noch was gesagt?
42:28Nichts.
42:30Aha.
42:31Das war ja auch sein Trubel am Bahnhof Friedrichstrasse.
42:34Er hat mir den Umschlag gegeben und sich dann gleich verabschiedet.
42:39Na, wie lange brauchst du denn noch?
42:43Ich bin gleich fertig.
42:56Bitte.
43:00Moment.
43:05Na, na, na, hier, das Ellen-Volkspolizei ist ein bisschen sehr dicht an dem K dran, was?
43:11Wer kontrolliert denn auf der Bank mit einer Lupe?
43:14Na ja, ist gut.
43:16Kriege ich morgen die Dreitausend?
43:18Das Geld stecken wir ins Geschäft.
43:21Ich brauche aber dringend Dreitausend.
43:24Tausend.
43:26Ein Konto.
43:30Wie bien.
43:31Du bist und bleibst ein Gauner.
43:34Und ich habe so einen schönen Liebesbrief geschrieben.
43:37Ja, und ich war drüben und habe den Brautwerber gemacht.
43:40Hier, willst du das Bild behalten, Herr?
43:43Tja, wozu?
43:45Wozu?
43:46Als ewiges Andenken.
43:49Jerome, du kriegst nie wieder so eine Mitgift ohne Braut.
43:52Tja, ja.
44:11Tod.
44:15Christine ist tot.
44:21Ich habe gewusst, dass was passieren würde von Anfang an.
44:25Aber ich habe doch versucht, es zu verhindern.
44:28Sie haben ja das Wichtigste verschwiegen.
44:31Damit waren uns die Hände gebunden.
44:33Ich wollte Ihr Leben nicht verfuschen.
44:36Sie hätten ja wahrscheinlich das Leben gerettet.
44:39Wäre Ihre Tochter nur eine Viertelstunde früher gefunden worden, wäre sie jetzt nur am Leben.
44:43Ja, ich hatte so sehr gehofft, Sie würden Zimmermann auf der Rennbahn festnehmen.
44:48Er war nicht auf der Bahn.
44:50Verstehe ich nicht.
44:51Er ist doch gerade so ein Pferde-Fanatiker.
44:55Kein großes Rennen, das ohne ihn stattfindet.
45:04Warum wollte Ihre Tochter nach drüben?
45:07Ach, wegen eines jungen Franzosen.
45:09Kennen Sie seinen Namen?
45:10Ja.
45:11Wie Rom.
45:16Warten Sie, da muss noch ein Brief von ihm sein.
45:22Ach nein, Christine muss ihn doch mitgenommen haben.
45:29Sie hatte keinen Brief bei sich.
45:32Ja, dann weiß ich auch nicht.
45:34Noch eine Frage, Herr Rothen.
45:35Ja, bitte.
45:36Wie war Zimmermann bekleidet, als er bei Ihnen war?
45:39Sehr elegant, wie immer.
45:40Was für einen Mantel trug er?
45:42Einen hellen Übergangsmantel.
45:44Keinen grünen Lodenmantel?
45:45Nein, so etwas trug er bestimmt nicht.
45:47Aha, danke.
45:53Herr Annick, noch nicht zurück?
45:56Nein.
45:57Bringst du uns was Neues?
45:58Den Mantel von der Kriminaltechnik.
46:00Aha.
46:01Haben Sie doch noch was entdeckt?
46:02Hier.
46:04Der Untersuchungsbefund.
46:09Nerzhaare?
46:10Ja.
46:11Na, was besonders?
46:12Ja, das Grenzkommando Stark hat angerufen.
46:15Sie wollen die beiden Fahrer des Möbeltransporters auf freien Fuß setzen.
46:18Aha.
46:18Es kann Ihnen nicht bewiesen werden, dass Sie von dem Mädchen im Wagen wussten.
46:21Und Zimmermanns Mantel kam von der Kriminaltechnik zurück.
46:25Ach.
46:29Das ist nicht sein Mantel.
46:32Aha.
46:32Na, dachte ich mir's doch.
46:34Die Kriminaltechnik hat nämlich in der Schoßgegend ein paar Nerzhaare entdeckt.
46:38Ja, nun sind aber Nerze keine Schoßtiere.
46:40Ich tippe dir, Mantelbesitzer muss beruflich mit Nerzen zu tun haben.
46:45Vielleicht hat er sogar eine Nerzform.
46:46Und das ist doch ein ganz brauchbarer Tipp.
46:48Toll.
46:49Dann stellen Sie mal über den Kleintierzüchterverband fest, ob wir in unsere Gegend Nerze züchten.
46:54Na ja, allzu viel werden es ja wohl hoffentlich nicht sein.
47:14Genosser Leutnant, lassen Sie bitte das Grundstück umstellen.
47:16Kommen Sie, Thomas, wir gehen rein.
47:44Kriminalpolizei.
47:45Was wollen Sie von mir?
47:47Ihnen Ihren Mantel wiederbringen, den Sie in der Pinguinbar vergessen haben.
47:51Ich war in keiner Bar.
47:53Das ist auch nicht mein Mantel.
47:54So, na, probieren Sie ihn erstmal an.
48:04Na bitte. Passt wie vom Maßschneider.
48:06Der passt ein paar tausend anderen auch.
48:08Sie haben eine ganz normale Konfektionsfigur.
48:10Sie betreiben einen Nerzfarben.
48:12Na ja, Farben.
48:13Wie viele Tiere haben Sie denn?
48:48Wie viele Tiere haben Sie denn?
48:53Wir sind nur auf Sie gekommen, weil wir an dem Lodenmantel Nerzhaare gefunden haben.
48:57Es gibt noch mehr Nerzzüchter hier in der Gegend.
48:59So nicht sehr viele.
49:00Lodenmantel sind auch nicht gerade eine Seltenheit.
49:02Schon möglich, aber wir haben alle anderen überprüft.
49:05Vergeblich, wie Sie sehen.
49:06Herr Dr. Wernicke, können Sie bitte mal einen Augenblick rauskommen?
49:09Ja.
49:16Hier dann.
49:26Haben Sie eine Ahnung, ob ein Nerzzüchter mit Steinäger aufgezogen wäre?
49:29Haben Sie ihn da auch.
49:34Dadurch.
49:35Flasche Steinäger?
49:36Ja.
49:37Als Wärmflasche dürfte sie wohl kaum gedient haben.
49:50Wir haben mehr gefunden, als wir wollten.
49:52Sie haben ja auch das halbe Haus auseinandergenommen.
49:55Keine Angst.
49:56Für Ihr Unterkommen ist gesorgt.
49:58Das ist ein Hobby von mir.
50:00Ich war früher Graveur.
50:01Ich wüsste nicht, dass daran strafbar wäre.
50:02Herr Schmelzer, bitte zerbrechen Sie sich nicht.
50:04Wir kommen noch darauf zurück.
50:07Reden wir erst mal von diesem Mädchen.
50:09Es ist tot.
50:14Kenne ich nicht, das Mädchen.
50:15Na, das werden wir gleich haben.
50:17Stehen Sie bitte auf.
50:17Stehen Sie auf.
50:22Na, kommen Sie bitte.
50:23Kommt.
50:27So.
50:28Sehen Sie sich die drei Herren genau an.
50:31War es einer von denen?
50:32Da brauche ich gar nicht lange hinzugucken.
50:34Der in der Mitte war es.
50:35Ja, und bei der Schlägerei handelte es sich um die Dame, die bei dem Herrn am Tisch sei.
50:38Ja.
50:40Ist sie hier dabei?
50:42Das ist sie.
50:43Danke, das genügt erst mal.
50:45Kommen Sie bitte.
50:46Kommen Sie.
50:47Nehmen Sie das.
50:48Aber warten Sie bitte noch draußen.
50:55Also schön, Sie saß bei mir am Tisch.
50:57Und in der nächsten Nacht lag sie tot im Spiegelkasten.
51:00Damit habe ich nichts zu tun.
51:01Doch!
51:01Hier.
51:03Ihre Fingerabdrücke, die wir in vorn abgenommen haben.
51:05Und hier die Fingerspuren, die wir an der Klinke des Kastens gesichert haben.
51:09Es sind die gleichen.
51:11Unklar ist nur noch, ob Sie das Mädchen tot in den Spiegelkasten geschoben haben.
51:14Sie lebte.
51:14Sie ist doch selbst reingeklettert.
51:15Ich habe ihr nur dabei geholfen.
51:18Warum?
51:18Warum, warum?
51:20Zimmermann hat mich darum gebeten.
51:22Was für ein Interesse hat der Zimmermann das Mädchen rüberzubringen?
51:24Na, keins.
51:25Er wollte nur das Geld, beziehungsweise das Bankkuronier und Ausweis.
51:28Musst du beides aus der Tasche nehmen.
51:30Na, die Polizei anrufen, damit sie an der Grenze verhaftet wird.
51:33Warum hat Zimmermann das nicht allein gemacht?
51:36Sonne, am Nacht schon nach Berlin zurückgefahren.
51:39Montagfrüh habe ich Jerome am Bahnhof Friedrichstraße die Ausweise übergeben.
51:42Und warum kam Zimmermann nicht selber?
51:44Jerome sagte, er kann nicht weg, weil er in den nächsten Tagen nach Baden-Baden fährt.
51:47Dort starten seine Pferde.
51:54Hatten Sie mit Zimmermann verabredet, wann er die Form holen soll?
51:59Nein.
52:01Mach dir weiter, ich muss vorzurufen.
52:02Ja.
52:06Was glauben Sie, wann wird er sich wieder melden?
52:11Sicher vorläufig gar nicht mehr, wenn er das mit dem Mädchen erfährt und mit mir.
52:16Dann werden wir dafür sorgen, dass er das nicht erfährt.
52:20Es ist nur eine winzige Chance, aber wir müssen alles versuchen.
52:24Na, wenn ich Ihnen helfen kann, würde ich es gerne tun.
52:27Schon um Ihnen zu beweisen, dass ich mit Zimmermann nichts mehr im Sinn habe.
52:30Und wegen Christine.
52:32Na, Pech wäre nur, wenn er fliegen würde.
52:33Nein, nein, Zimmermann besteigt kein Flugzeug mehr.
52:36Das habe ich Ihnen doch schon gesagt.
52:37Er hat einen Flugzeugabsturz mit viel Glück überlebt.
52:41Wunder wiederholen sich nicht.
52:42Aber wenn er mit dem Auto fährt.
52:44Vermöglicht.
52:45Aber das glaube ich nicht.
52:45Nein, am liebsten vorher immer nachts mit dem Schlaffahrer in erster Klasse.
52:49Aha.
52:50Tja.
52:51Dann müssen wir uns alle Interzonen-Züge vornehmen.
52:54Das wird eine harte Woche für Sie werden.
52:56Ja.
52:58Aber die Grenzpolizei hat doch schon kontrolliert.
53:00Mhm.
53:19Das ist er.
53:22Welches Abteil hat dieser Fahrgast?
53:2414.
53:24Ich sollte ihm gerade eine Flasche Mineralwasser bringen.
53:26Ja, danke.
53:26Ich mache das schon.
53:41Ja, bitte?
53:43Ihr Mineralwasser.
53:44Augenblick.
53:51Kriminalpolizei.
53:52Ziehen Sie sich bitte an.
53:53Was wollen Sie von mir?
53:55Wunder wiederholen sich nicht, Herr Zimmermann.
54:25Das ist nicht so konsequent, Herr Zimmermann.
54:27Das ist nicht so weit.
54:38Musik
55:06Musik
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