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KurzfilmeTranskript
00:00:04Musik
00:00:44Musik
00:01:05Musik
00:01:30Musik
00:02:06Telefon
00:02:08Vorhang
00:02:09Telefon
00:02:17Vorhang
00:02:20Sofort
00:02:22Sie werden aus Köln verlangt
00:02:25Parkbank
00:02:29Riesewach
00:02:29Tag, lieber Kortmann
00:02:32Ja, ich find's persönlich
00:02:35Also, es ist soweit
00:02:38Packen Sie sofort Ihre Koffer
00:02:39Nehmen Sie die nächste Maschine und reißen Sie an
00:02:43Sie brauchen sich um gar nichts zu kümmern
00:02:46Verstanden?
00:02:48Die Lösung Ihres gegenwärtigen Angermanns nehme ich vor
00:02:52Konvention nach Strafe trage ich ebenfalls, ist klar
00:02:55Sie packen nur Ihre Koffer und reißen an, sonst nichts
00:02:59Wann sind Sie hier?
00:03:00Wir können morgen anreißen
00:03:04Und wohin soll es denn gehen?
00:03:09Gut, in Ordnung
00:03:10Bis dann
00:03:13Riesewach
00:03:13Und wohin?
00:03:15Bulgarien
00:03:16Hotel am Meer
00:03:17Pack ein, stell weg hier
00:03:19Laden hab ich satt
00:03:20Musik
00:03:37Lass den Motor laufen, das dauert nicht lange
00:03:38Zack
00:03:55Kukann
00:03:56Kath
00:03:56Na, Moment.
00:04:08Ist was da?
00:04:10Ja.
00:04:21Guten Abend.
00:04:22Na, geh schon.
00:04:23Guten Abend.
00:04:27Na, ist ja gut.
00:04:40Wir verreisen.
00:04:42Für länger.
00:04:44Wenn sie irgendetwas aus dem Osten kriegt, aufheben.
00:04:49Alles andere.
00:04:50Austragen.
00:04:51Austragen.
00:04:59Nur wenn es aus dem Osten kommt, nicht.
00:05:02Ist doch klar.
00:05:11Aber sie kommen doch wieder.
00:05:12Ja, aber natürlich.
00:05:27Liebes Muttchen, bin in Bulgarien im Urlaub.
00:05:30Das Thermometer zeigt 30 Grad im Schatten.
00:05:32Dein Klaus.
00:05:33Lina, guck mal.
00:05:35Bulgarien.
00:05:36Ach.
00:05:37Das kommt wie bestellt, Mensch.
00:05:38Vielleicht fasst er endlich mal mit an.
00:05:43Oder wie lange soll ich mich noch mit dem Schrotthaufen rumquälen?
00:05:50Hast du gewusst, dass der Junge von dieser Frau Winkler da unten ist?
00:05:53Keine Ahnung.
00:05:54Er unterstützt uns.
00:05:57Ohne dass er es ahnt.
00:05:58Lässt sich das noch weiterfühlen?
00:06:00Ja.
00:06:01Wäre schade, wenn wir das schießen lassen.
00:06:03Wenn der da unten ist.
00:06:05Lass mich mal.
00:06:08Du machst eh nur Blödsinn.
00:06:10Ach.
00:06:11Steht da nicht die Möglichkeit, dass uns das Zufall entdeckt?
00:06:14Ich meine dich, mich kennt er ja nicht.
00:06:16Bis wir da unten sind, ist der bereits weg.
00:06:19Der hat mich auf eine blendende Idee gebracht.
00:06:22Ach.
00:06:24Morgen erscheine ich wieder bei seiner Mutter.
00:06:27Die Karte kriegt sie vorher.
00:06:30Von der weiß ich ja nichts.
00:06:32Und erkläre ihr, dass ihr Sohn bereits in Bulgarien ist.
00:06:37Begriffen.
00:06:39Naja, wird sich's ja echt anhören.
00:06:41Eben.
00:06:45Sitzt in Bulgarien und braucht für den letzten Sprung eine gewisse Bewegungsfreiheit.
00:06:52Die anderen Sachen hast du soweit alle abgewickelt, ja?
00:06:55Ja, ja, ja.
00:06:57Da ist sowieso Schluss.
00:06:59Aber hier...
00:07:01Unser Konto ist bitter nötig.
00:07:05Lehrer ist der?
00:07:07Ja, harmloser Typ.
00:07:10Ich traf ihn in Ostberlen abends in einer Bar, wo ich mir ein Programm ansah.
00:07:16Da saß dieser junge Mann neben mir, hörte wo ich herkam und gab mir gleich Grüße an seine Mutter mit.
00:07:26Wie lange bleiben wir eigentlich in Köln?
00:07:28Zwei bis drei Tage.
00:07:30Mit Riesebach ist ja alles klar.
00:07:32Dem eilt es.
00:07:34Kurze Einweisung und ab.
00:07:36Wenn ihm unser Einsatz so wichtig ist, verlang noch mehr.
00:07:38Wir arbeiten ja nicht das erste Mal für ihn.
00:07:40Der hat uns lange genug kalt gestellt, ja?
00:07:43Oder willst du das ihn unserer Privatgeschäfte zu interessieren beginnen?
00:07:47Weibsbild.
00:07:51Hier.
00:07:53Schwarzwaldpension.
00:07:54Preiswert.
00:07:55Beste Lager.
00:07:59350 Mille?
00:08:00Du spinnst wohl.
00:08:02Ich hab das Vagabundieren satt.
00:08:04Ich will Grund unter die Füße.
00:08:06Die Sache für Riesebach ist heiß.
00:08:07Dafür muss er bezahlen.
00:08:09Lina.
00:08:17Der Mann hat feste Preise.
00:08:19Mist.
00:08:22Neues Auto brauchen wir auch.
00:08:26Nun hören Sie.
00:08:28Und ich hoffe, dass wir uns bald mal wiedersehen.
00:08:32Wie schön er das umschreibt.
00:08:34Ja, der erste Sprung ist geschafft, Frau Winkler.
00:08:36Ihr Geld hat es Ihrem Sohn ermöglicht, diese Urlaubsreise, Auslandsreise zu finanzieren.
00:08:44Herr Kusler.
00:08:45Ja.
00:08:47Wie lange wird es denn dauern, bis er da wegkommt?
00:08:51Ich fliege heute Nachmittag von hier ab.
00:08:53In ein paar Tagen treffe ich Ihren Sohn in Bulgarien wieder, dann werde ich an Ort und Stelle alles rangieren.
00:08:58Wissen Sie, ich habe ganz ausgezeichnete Verbindungen da unten.
00:09:00Ach Gott.
00:09:01Hoffentlich passiert nicht noch in letzter Sekunde etwas.
00:09:03Nein, nein, nein. Machen Sie sich keine Sorgen, Frau Winkler.
00:09:07Auch nicht, wenn es noch etwas dauert.
00:09:10Ihr Sohn bekommt durch meine Vermittlung einen ausländischen Pass.
00:09:15Damit besteigt er ein Schiff, das nach der Türkei fährt.
00:09:21Ausflugschiff.
00:09:22Ja.
00:09:23Allerdings, es entstehen noch...
00:09:29Darüber müssen wir uns unterhalten.
00:09:31Aber natürlich, Herr Kusler, damit habe ich ja gerechnet.
00:09:34Also, da wäre zunächst der Pass.
00:09:36Aber lassen wir den beiseite.
00:09:38Ihr Sohn müsste, wenn er in der Türkei eintrifft, auch ein bisschen Geld in der Tasche haben.
00:09:43Denn ganz ohne Masse ist das Leben da unten ziemlich kompliziert.
00:09:47Und ich müsste, wie gesagt, hinfliegen.
00:09:49Aber selbstverständlich, Herr Kusler.
00:09:52Ja.
00:09:52Dafür ist doch Geld da.
00:09:55Wie viel würden Sie denn noch für die entstehenden Kosten brauchen?
00:09:58Hm.
00:09:59Ja.
00:10:00Da wäre die Flugkarte.
00:10:03Schiff.
00:10:09Taschengeld.
00:10:12Grob gerechnet zweieinhalb bis dreitausend Mark, Frau Winkler.
00:10:21Unser Mann fliegt am fünfundzwanzigsten.
00:10:23Wie auch Budapest nach Warner.
00:10:27Der Einsatz ist durch Artistenvertrag tot sicher abgedeckt.
00:10:31Nein, nein, nein, nein.
00:10:32Informationsfehler sind nicht zu befürchten.
00:10:34Beide saubere Leute.
00:10:39Gut.
00:10:39Ich baue vor.
00:10:41Die Einweisung auf den neuen Übermittlungscode folgt morgen.
00:10:45Ist über Zielpersonen schon etwas bekannt?
00:10:47Aber darauf vorbereiten.
00:10:49Ja, ich höre.
00:10:55Sehen Sie, mein Mann hat mir eine sehr hübsche Summe hinterlassen.
00:10:58Und der Verkauf des Geschäfts noch.
00:11:01Wenn ich da mit meinem Sohn helfen kann, soll es mir nicht drauf ankommen.
00:11:04Er ist doch mein einziger.
00:11:08Also, ich schreibe Ihnen jetzt dreitausend fünfhundert auf den Scheck.
00:11:14Sie können es gleich bei der Bank abheben.
00:11:19Werden Sie mir aus Bulgarien noch eine Nachricht schicken?
00:11:26Verbleiben wir doch vorerst so.
00:11:31Sie warten zunächst ab.
00:11:33Gibt es Verzögerungen, so werde ich Sie benachrichtigen.
00:11:36Auf jeden Fall schreiben Sie nicht an Ihren Sohn in Ostberlin, bevor ich nicht wieder mit Ihnen gesprochen habe.
00:11:41Ja.
00:11:41Es könnte Ihnen unter den gegebenen Umständen wirklich gefährden.
00:11:45Um Gottes Willen.
00:11:46Nein.
00:11:47Nein, Herr Kussler.
00:11:48Das mache ich bestimmt nicht.
00:11:51Herr Kussler.
00:11:54Dann sind wir da schon ein ganzes Stück weiter.
00:11:58Tja, aber jetzt muss ich wohl doch schon...
00:12:01Nach so langer Zeit.
00:12:03Das erste Lebenszeichen.
00:12:06Eine hübsche Gegend ist das.
00:12:07Ja.
00:12:08Ich darf mich verabschieden, Frau Winkler.
00:12:12Flug war gut, ja?
00:12:14Ja.
00:12:15Herr Rissebot.
00:12:18Freut mich, dass Sie wieder für uns arbeiten.
00:12:22Nach der kleinen Pause.
00:12:26Tat auch mal gut.
00:12:28Sagen Sie, wie lange werden wir da unten am Schwarzen Meer residieren?
00:12:33Also ich habe mit dem Hotel Suesi da einen Vertrag für Sie vorbereitet.
00:12:37Er läuft auf ein Vierteljahr.
00:12:39Ein Auftritt pro Abend.
00:12:43Aber ob ich den Vertrag verlängere, hängt von Ihnen ab.
00:12:48Sprechen wir offen?
00:12:49Sie wissen, was zu tun ist?
00:12:51Sie gehören ja zu den alten Hasen.
00:12:53Wenn der Ausdruck erlaubt ist.
00:12:55Damit wir uns richtig verstehen.
00:12:58Ich brauche einwandfreies Material.
00:13:00Keine Metzchen.
00:13:02Keine Extraturen.
00:13:04Sonst ist der Ofen aus.
00:13:08Sie wissen selbst, die Tipps werden umso besser, je länger jemand an einer Stelle tätig ist.
00:13:13Wer hat nichts dagegen, eine ganze Weile zu bleiben.
00:13:15Na bitte.
00:13:16Sie haben einen ordentlichen Vertrag. Ihre Show ist gut.
00:13:19Wenn Ihre Tipps auch gut sind.
00:13:22Die Aufgabe ist nur mit einem Minimum ein Risiko verbunden.
00:13:26Wenn Sie selbst keine Verdachtsmomente aufkommen lassen.
00:13:29Dazu Sonne, See, Strand. Na bitte.
00:13:32Die Übermittlung geht auf dem alten Wege vor sich.
00:13:35Ja, der Code hat sich geendet. Die Einweisung erhalten Sie noch.
00:13:39Vergiss nicht mehr zu verlangen.
00:13:41Ach.
00:13:43Ein gesunder Beruf, findest du nicht auch?
00:13:46Ach.
00:13:49Das sind die normalen.
00:13:51Wir haben das wie üblich vorbereitet.
00:13:53Die Technik beherrschen Sie ja.
00:13:57Gibt es besondere Aufträge?
00:14:00Sie haben im Prinzip die gleiche Aufgabe wie bei Ihrem letzten Einsatz.
00:14:04Schließen Sie interessante Bekanntschaften und geben Sie ausführliche Informationen.
00:14:09Einzelne Personen, an denen wir speziell interessiert sind, über die bekommen Sie von uns gesonderte Aufträge.
00:14:15Bezahlung?
00:14:16Die übliche Summe.
00:14:21Und Spesen.
00:14:24Meine Kontonummer ist die alte.
00:14:27Ein bisschen wenig für gesonderte Aufträge.
00:14:30Sie scheinen mich nicht verstanden zu haben.
00:14:33Es gibt auch Aufträge für Sie mit weniger Gagen.
00:14:38Man könnte Sie beneiden.
00:14:47Übrigens, wenn Ihre Tipps gut sind, wir sind nicht kleinlich.
00:15:03Sie sind nicht so gut.
00:15:05Sie sind nicht so gut.
00:15:06Sie sind nicht so gut.
00:15:16Sie sind nicht so gut.
00:15:19Denn Sie sind nicht so gut.
00:15:20Sie müssen Mentor beherrschen.
00:15:22Sie sind nicht so gut.
00:15:27Das ist gar nicht so gut.
00:15:48Oh, das ist der Eismann.
00:15:50Wo denn?
00:15:51Da.
00:15:53Komm, Lars, wir kaufen Eis, komm.
00:15:56Ja.
00:16:03Eins, bitte.
00:16:04Vier Eis.
00:16:05Einen Moment.
00:16:10Möchtechen.
00:16:13Bitte.
00:16:14Das eine ist für meine Mama.
00:16:17Eins, bitte.
00:16:19Bitte fahrt hier ein Eis.
00:16:22Dankeschön.
00:16:23Guten Appetit.
00:16:24Danke.
00:16:25Aber, Kortmann, Sie kochen so einfach Eis für uns?
00:16:30Pure Gehässigkeit.
00:16:31Ich wollte bloß, dass Ihr Junge Sie aufweckt.
00:16:35Danke.
00:16:36Ich wusste ja schon immer, dass Du ein Kavalier bist.
00:16:39Ich will endlich fahren gehen.
00:16:40Nur die Familie Wels hast in ihrer Wohlverdienten Ruhe gestört.
00:16:42Ach, sagen Sie, was Sie wollen.
00:16:43Schlafen bekommt man auch mal sein.
00:16:45Ach.
00:16:45Man muss zwischendurch immer wieder mal was unternehmen.
00:16:47Wir zum Beispiel.
00:16:48Wir machen morgen eine Dampferfahrt.
00:16:50Istanbul und zurück.
00:16:51Hätten Sie nicht auch Lust?
00:16:53Ach, nee.
00:16:55Mir wird schon im Fallboden übel.
00:16:56Und im Wesentlichen sind wir auch zum Ausruhen, nicht?
00:17:01Papa, ich will baden gehen.
00:17:02Ja, da mache ich Ihnen einen anderen Vorschlag.
00:17:05Wir laden Sie gewissermaßen als Nachbarn für heute Nachmittag ein.
00:17:09Unten im Strandcafé feiern wir Abschied für zwei Tage.
00:17:13Abschied?
00:17:14Wir.
00:17:14Ja, ein bisschen tanzen, ein bisschen plaudern.
00:17:16Ach ja, bitte.
00:17:17Die Reisegruppe, die den Ausflug macht.
00:17:18Na, ist dann gut.
00:17:19Trifft sich da.
00:17:20Wir sind ja eigentlich im Hotel unter Vertrag.
00:17:22Aber die Direktion hat uns gebeten, den Ausflug mitzumachen.
00:17:26Und unsere Show der kleinen Wunder auf dem Dampfer zu geben.
00:17:31Sie kommen doch, ja?
00:17:33Warum eigentlich nicht?
00:17:34Da komme ich endlich mal dazu, mit meinem Mann zu tanzen.
00:17:38Na ja, wir gucken mal rein.
00:17:40Nicht bloß gucken.
00:17:41Sie kommen doch bestimmt.
00:17:42Jan, schau.
00:17:43Wiedersehen.
00:17:44Den Sekt lassen wir schon kalt stellen.
00:17:45Papa!
00:17:48Komm, Lars, wir gehen beide.
00:17:54Ich habe das Telegramm für die Oma Winkler aufgesetzt.
00:17:57Hör mal!
00:17:58Ja!
00:18:00Liebe Frau Winkler, Besuch noch verzögert.
00:18:03Sobald Gesundheit von Klaus Reise zulässt, gibt er Bescheid.
00:18:05Was?
00:18:06Gibt er Bescheid!
00:18:08Kein Grund zur Besorgnis, lasse von mir hören.
00:18:10Ja, das ist gut.
00:18:12Keine Party, nur ein kleiner Aufschub.
00:18:14Da wird sie sich gedulden.
00:18:15Was bringt der Telegrammboote nicht der Briefträger?
00:18:18Nein!
00:18:18Es bringt zu wenig!
00:18:21Was kann der Müller verschwinden?
00:18:26Frau Winkler?
00:18:31Ja?
00:18:33Ja, das bin ich bitte.
00:18:35Das hat Ihr Sohn aber nicht übertrieben.
00:18:36Ich hätte sie auch so erkannt, wie aus dem Gesicht geschnitten.
00:18:40Mein Sohn?
00:18:41Ich bin Frau Klose aus Berlin.
00:18:43Ich bin zu Besuch hier bei meiner Schwester.
00:18:45Und Ihr Sohn...
00:18:46Aber bitte kommen Sie doch erst mal rein.
00:18:48Dankeschön.
00:18:49Also Ihr Sohn und ich, wir wohnen im selben Haus.
00:18:52Und vorgestern, als ich abfuhr, hat Ihr Sohn mich extra gebeten, bei Ihnen mal vorbeizuschauen.
00:18:57Mein Sohn?
00:18:58Klaus?
00:18:58Ja, wir sind Nachbarn, wissen Sie deshalb?
00:19:02Bitte da hinein.
00:19:03Dankeschön.
00:19:04Sie haben vorgestern mit meinem Sohn gesprochen?
00:19:07Ja.
00:19:08In Berlin?
00:19:09Ja.
00:19:11Ost-Berlin?
00:19:12Ja.
00:19:14Vorgestern.
00:19:21Ist Ihnen nicht gut?
00:19:24Kommen Sie.
00:19:35Ich kann das noch gar nicht fassen.
00:19:43Mein Sohn ist in Berlin.
00:19:45Wo soll er denn sonst sein?
00:19:49Ach, der hatte Ferien.
00:19:51Der war in Bulgarien.
00:19:52Aber jetzt ist er wieder da.
00:19:53Schön braun gebrannt.
00:19:55Wissen Sie, der macht sich auch ein bisschen Gedanken,
00:19:57weil Sie überhaupt nicht schreiben.
00:19:59Und nun sollte ich mal fragen, wie es Ihnen geht.
00:20:01Aber ich sollte doch nicht schreiben.
00:20:04So?
00:20:05Na, davon weiß ich nichts.
00:20:07Und er selbst hat doch auch nicht mehr geschrieben.
00:20:09Doch, das hat er.
00:20:10Nein!
00:20:11Ich sollte doch fragen, ob seine ganze Post angekommen ist.
00:20:14Seine Post?
00:20:24Hier, das hat er mir für Sie mitgegeben.
00:20:44Hier, das hat er mir für Sie mitgegeben.
00:20:45Aber, da steht ja kein Wort davon drin, dass er diesen Ärger hat.
00:20:52Ärger?
00:20:58Und er erwähnt den Herrn Kursler mit keinem Wort.
00:21:03Kursler?
00:21:04Den kenne ich nicht.
00:21:12Kursler.
00:21:13Wo kommen Sie hier?
00:21:15Setzen Sie sich mal hin.
00:21:18So ist schön.
00:21:19Ganz ruhig.
00:21:21So.
00:21:24Sie können ihn doch wieder mal besuchen kommen.
00:21:27Ihr Sohn hat ja eine Aufenthaltsgenehmigung für Sie beantragt.
00:21:32Hier.
00:21:52Sie sind auch neu hier, ne?
00:21:53Ja.
00:21:55Sehen Sie, das wird mir sofort auf uns angekommen.
00:21:58Eigentlich eine vergnügliche Art in der Saison Geld zu verdienen.
00:22:00Sie sind Student?
00:22:01Ja.
00:22:02Ich?
00:22:03Ja.
00:22:04Woran merken Sie das?
00:22:05Dafür hat man ein Auge.
00:22:07Mathematik?
00:22:07Nein, Medizin.
00:22:09Ah, ein aussichtsreicher Beruf.
00:22:12Bei Ihnen hier auch.
00:22:13Oh ja.
00:22:14Ich habe in meiner Verwandtschaft auch einen Mediziner.
00:22:17Ja?
00:22:18In Mainz.
00:22:19Oh, schön.
00:22:19Der hat dort ein eigenes Klinikum.
00:22:22Schön, schön.
00:22:23Kosmetische Chirurgie.
00:22:25Reizt Sie das nicht?
00:22:27Doch.
00:22:27Ja.
00:22:28Aber bei uns ist das ein Nebenrichtung.
00:22:31Nebenrichtung.
00:22:32Ich verstehe.
00:22:33Man hat hier noch andere Sorgen.
00:22:34Sowas kommt später.
00:22:35Aber vielleicht haben Sie eines Tages Glück und erwischen so ein Auslandsstudium in einem westlichen Land.
00:22:40Sowas gibt es ja wohl, ne?
00:22:40Ja.
00:22:42Kann sein.
00:22:43Helfer!
00:22:44Moment bitte.
00:22:45Bitte.
00:22:50Danke.
00:22:51Danke.
00:22:51Bitte.
00:22:52Den übernimmst du, mein Lieber.
00:23:04Das ist ja ein richtiges Germanentreffen.
00:23:07Mit der Geräuschkulisse der Schlacht am Teudeburger Wald.
00:23:09Tut mir leid, Herr Wels.
00:23:10Es geht heute wohl etwas Turbulenz zu.
00:23:12Zu wohl.
00:23:12Na ja.
00:23:12Man staunt, dass so wenig Leute so viel Krach machen.
00:23:14Ja.
00:23:16Zum Wohl.
00:23:18Das ist die Erwartung des Abenteuers.
00:23:20Seefahrt.
00:23:21Was machen Sie zu Hause, wenn Sie mal Lust haben aus der häuslichen Umgebung herauszukommen?
00:23:25Konzerteater?
00:23:26Manchmal ja.
00:23:27Also lange Weile kennen wir nicht.
00:23:29Mein Mann hat neben der Arbeit noch eine Menge Verpflichtungen.
00:23:31Versammlungen und sowas.
00:23:33Bei Ihnen ist das ganze gesellige Leben im Gegensatz zu uns nicht so überentwickelt.
00:23:36Man behält mehr Zeit für sich selbst, nicht?
00:23:39Kommt darauf an, was man unter Zeit für sich selbst versteht.
00:23:42Ja.
00:23:42Mein Mann geht nicht gerne in Lokale oder Bars.
00:23:46Leider.
00:23:47Ist zu laut, da bin ich lieber zu Hause.
00:23:49Das ist verständlich.
00:23:51Eine andere Lebensart.
00:23:52Das stellt mal allgemein fest, wenn man bei Ihnen da mal reinguckt.
00:23:56Ich kenne ja nur Ost-Berlin, aber immerhin.
00:23:58Wieso?
00:23:59Na ja, so eine lärmende Fröhlichkeit.
00:24:02Die kommt da selten auf.
00:24:03Haben Sie eine Ahnung.
00:24:05Die gibt's bei uns auch.
00:24:07Aber sehen Sie, ich bin aus Norddeutschland.
00:24:09Und da waren die Leute immer schon ein bisschen ruhiger.
00:24:11Na ja, die Landschaft prägt eben die Menschen.
00:24:13Ich lache ja auch immer, wenn bei uns zu Hause manche Leute gleich immer die,
00:24:16na die Unterschiede zwischen Ost und West ins Feld führen.
00:24:19Der Rheinländer war eben schon immer anders als der Mecklenburger.
00:24:22Jedenfalls, wir verstehen uns blendend.
00:24:24Das ist die Hauptsache.
00:24:25Und jeder ist da zu Hause, wo er aufgewachsen ist.
00:24:27Genau.
00:24:27Zum Wohl.
00:24:28Zum Wohl.
00:24:29Großartig.
00:24:35Erlauben Sie, Herr Welts?
00:24:36Bitte schön.
00:24:37Gestatten Sie.
00:24:39Bitte?
00:24:41Gestatten Sie, dass ich lieber unhöflich bin, als Ihnen ständig auf die Zehen zu treten.
00:24:47Tanzen gehört nicht zu den größten Vergnügungen der Menschheit. Prost!
00:24:50Sie sind auch berufstätig?
00:24:52Ich bin technische Zeichnerin.
00:24:55Und verdrehen Ihren Kollegen den Kopf.
00:24:59Auf diese Weise habe ich meinen Mann kennengelernt.
00:25:01Ich war die erste Zeichnerin, mit der er nicht gleich Krach kriegte.
00:25:04Ihr Mann arbeitet an komplizierten Aufgaben?
00:25:08Ich bin Bauingenieurin.
00:25:09Ach, das war ein Kindheitstraum von mir. Interessanter Beruf.
00:25:15Nun ja, verglichen mit Ihnen, Sie kommen natürlich in der ganzen Welt herum.
00:25:22Das kann einem fehlen.
00:25:24Ich verstehe.
00:25:25Aber wissen Sie, das sieht viel romantischer aus, als es ist im Grunde für ein Wernzigeunerleben.
00:25:29Immer mit gepackten Koffern, irgendwem Engagement.
00:25:31Ein Zuhause kann einem fehlen. Ich verstehe.
00:25:38Danke. Im Trinken sind wir beide nicht so leistungsstark.
00:25:41Auch nicht.
00:25:44Liegt die Frage nahe, was für Laster machen Ihnen eigentlich das Leben schwer?
00:25:48Mein Mann züchtet Orchideen.
00:25:50Im Glaskasten, mit Luftbefeuchtung.
00:25:53Und kein Mensch darf in der Nähe auch nur laut auftreten.
00:25:56Nun, ein ewiger Quell der Freude.
00:26:00Da kenne ich ein kleines Café in Paris.
00:26:03Der Besitzer züchtet auch Orchideen.
00:26:05Schön.
00:26:05Sehen Sie, und mit diesem neuen Material im Bauwesen kann man den Weltmarkt erobern.
00:26:09Und ich habe Sie nur gefragt, weil ich dachte, solches Material gibt es noch gar nicht.
00:26:14Siehe eine Ahnung.
00:26:15Die DDR ist nicht umsonst ein Industriestand.
00:26:17Sie sollten darüber schreiben.
00:26:19Ich schreibe. Für Fachzeitschriften.
00:26:21Über Städteparten.
00:26:22Aus einer alten, gewachsenen Stadt, eine moderne machen, ohne dass dabei der historische Charakter verloren geht.
00:26:28Bauwesen. Das hat goldenen Boden.
00:26:30Wir waren letztes Jahr an der spanischen Riviera engagiert.
00:26:33Da trafen wir einen Bauingenieur aus Hamburg.
00:26:35Der war gerade mit seinem Sommerhaus da unfertig geworden.
00:26:38Ich sage Ihnen, ein Traum.
00:26:39Beheizte Schwimmbad.
00:26:40Sauna.
00:26:41Eingebaute Klimaanlage.
00:26:42Na herrlich. Wo bauen Sie denn Ihr Traum aus?
00:26:47Wir?
00:26:48Wir wollen uns ein Hotel im Schwarzwald kaufen.
00:26:51Demnächst.
00:26:54Die Herrschaften bitte zum Schiff.
00:26:58Los, Freunde. Auf, es geht nach Istanbul.
00:27:00Vor die Taschen.
00:27:00Sie stehen da vorne, gleich an der Tür.
00:27:02Ja, doch. Sei sicher.
00:27:05Moment, Moment.
00:27:10Ich bin da.
00:27:11Hier bin ich doch.
00:27:13Der ist da.
00:27:17Der ist da.
00:27:20Der ist krach.
00:27:21Na komm doch.
00:27:21Der ist krach.
00:27:43Los, wir gehen.
00:27:44Na, wink doch mal, komm.
00:27:48Wiedersehen!
00:27:49Der pfuschter Nachmittag.
00:27:52Hängen sich tagelang wie die Klettern an uns und schwarzen das Blaue vom Himmel runter.
00:27:56Na, ein Glück, wir setzen uns.
00:27:59Und neugierig sind die.
00:28:00Du, neulich fragt mich die Kortmann, wie das bei dir mit Seitensprüngen ist.
00:28:04Hä?
00:28:09Das rettet die Situation.
00:28:11Komm, mein kleiner Seitensprung.
00:28:14Na, mit den beiden wird nicht viel anzufangen sein.
00:28:17Würde ich nicht sagen.
00:28:20Wir haben ne Menge Einzelheiten ausgeforscht.
00:28:22Was damit anzufangen ist, das wissen Riesebachs Auftraggeber.
00:28:26Besser als wir, ich weiß.
00:28:27Ach, da rakert man Tag und Nacht und du kriegst im entscheidenden Augenblick den Mund nicht auf.
00:28:31Fängst du schon wieder damit an?
00:28:32Na ja.
00:28:37Wann kommt denn unser Schmetterling?
00:28:40Bald.
00:29:11Besserungsgerät.
00:29:11Hm.
00:29:19Guck dir doch mal an, was du da gemacht hast, wenn ich festgehalten hätte, wäre es mir ausgefallen.
00:29:23Ich habe dir hundertmal gesagt, geh nicht an die Tür.
00:29:29Besser!
00:29:30Wir sind noch nicht in die Tür.
00:29:33Siehst du das?
00:29:34Das machst du aber nicht wieder, nein?
00:29:41Nach drei Minuten, ohne Kacke.
00:29:43Nach drei Minuten, ohne Kacke.
00:29:57Ziemlich tiefe Unmacht.
00:29:59Leichte Gehirnerschüttung vom Muck.
00:30:00Nein, warum nicht ein Kilo?
00:30:02Ich kann mich nicht mehr sehen.
00:30:03Sie wollen sie.
00:30:04Und die Kacke?
00:30:06Probierst du sie.
00:30:08Probierst du sie.
00:30:10Probierst du sie.
00:30:10Das sind ihre Kropf.
00:30:11Verstehen Sie.
00:30:12Danke sehr mein Herr.
00:30:15Sestra, bitte bitte.
00:30:16Ich bin ein Kilo.
00:30:19Ich bin ein Kilo für Kacke.
00:30:20Ich bin ein Kilo für Kacke.
00:30:21Ich bin ein Kilo für Kacke.
00:30:23Ich bin ein Kilo für Kacke.
00:30:30Ich bin ein Kilo für Kacke.
00:30:31Ich bin ein Kilo für Kacke.
00:30:33Ich muss nach der Karte fragen, was sich passiert.
00:30:51Ich habe mich darin von einer wichtigeren Arbeit.
00:30:54Was gibt es?
00:30:56Hast du etwas von einer wichtigen Sache weggeholt?
00:30:58Nein, warum?
00:31:00Weil das hier vielleicht ganz unwichtig sein kann, aber ich weiß nicht.
00:31:08Eine Reisende aus Köln, unterwegs nach Warner, Tourist.
00:31:12Hat einen Unfall gehabt, Tür an den Kopf, ohnmächtig.
00:31:23Pass, Fahrkarte und hier.
00:31:33Mir wäre es sonst nicht aufgefallen, aber ich war bis vor drei Tagen selbst in Warner, auf Urlaub.
00:31:37Da tritt ein Pärchen auf, Zauberkünstler, Varieté.
00:31:47Die beiden werfen Karten in die Menge, wenn sie fertig sind. Eine Attraktion.
00:31:58Und die Dame hier hatte das in der Tasche.
00:32:01Obwohl sie noch gar nicht in Warner war.
00:32:03Sie fährt ja erst nach Warner.
00:32:09Na, ist das nicht eigenartig?
00:32:12Wieso?
00:32:13Attesten machen überall Reklame.
00:32:18Lesen Sie doch mal, da steht Hotel Zvezda.
00:32:21Ja, ja, das Hotel gibt es.
00:32:28Für mich ist das sehr eigenartig.
00:32:30Sie waren ja nicht in Warner.
00:32:31Sie haben nicht gesehen, wie der Künstler seine Karten in die Menge pfeffert, aber ich.
00:32:34Der wirft sie so, präzise, dorthin, wo er sie haben will.
00:32:48Also, der Kartenwerfer sitzt in Warner und die Dame will erst hin.
00:32:53Aber die Karte hat sie jetzt schon.
00:32:54Ist das der Tatbestand?
00:32:56Genau das ist er.
00:33:00Und deshalb holen Sie mich her.
00:33:13Ich habe mal in der Zeitung gelesen.
00:33:16Da gab es auf dem Flugplatz in Sofia eine Sache.
00:33:18Da kam ein Herr aus London.
00:33:20Der hatte einen Sack voll Cricket-Schläger.
00:33:23Wo hier kein Schwanz Cricket spielt.
00:33:26Und damals stellte sich heraus, geben Sie mir bitte den Pass.
00:33:31Margaritze, Roland, Köln.
00:33:39Wo ist die Karte?
00:33:42Zeigen Sie mir mal die Karte.
00:34:01Wo ist die Touristin jetzt?
00:34:03Im Wartesaal, ein Arztes bei ihr.
00:34:09Ich nehme die Karte mal eine halbe Stunde mit.
00:34:11Die Tasche auch, mit Inhalt.
00:34:13Jetzt möchte ich den Arzt sprechen.
00:34:14Rufen Sie ihn her.
00:34:33Bei dem Eisenbahner muss ich mich entschuldigen.
00:34:35Ich dachte, der spinnt.
00:34:37Dabei interessiert uns die Dame seit einiger Zeit.
00:34:39Wir hatten sie schon als Kurier in Verdacht.
00:34:45Aufmerksamer Bürger, dieser Eisenbahner.
00:34:47Ja, spart uns viel Zeit und Arbeit.
00:34:55Geben Sie das gleich zum Deschiffrierer nach Sofia durch.
00:34:57Die Karte nehme ich wieder mit.
00:35:13Wo bin ich?
00:35:14Sie sind da, wo Sie Pfirsiche gekauft haben.
00:35:17Erinnern Sie sich?
00:35:19Ach, eher auf den Bahnhof.
00:35:20Wir müssen rechnen, Sie haben eine kleine Gehirnerschütterung.
00:35:24Langsam bitte, wird es Ihnen übel?
00:35:27Nein.
00:35:28Haben Sie Kopfschmerzen?
00:35:29Nein.
00:35:34Ich glaube, es ist alles in Ordnung.
00:35:38Nur, Ihr Zug ist schon weg.
00:35:41Ich fürchte, Sie können erst in etwa eine Stunde weiterfahren.
00:35:44Ich möchte Sie nicht entlassen, ohne Sie vorsichtshalber zu röntgen.
00:35:49Denn so ist ein Schlag, kann typische Folge haben,
00:35:52die man nicht sofort zerspürt.
00:35:57Ach, Herr Doktor, ist das wirklich nötig?
00:36:00Unsere Wagen wird Sie ins Krankenhaus fahren.
00:36:02Da werden Sie sofort geröntgen.
00:36:03Es dauert nur einige Minuten.
00:36:05Dann können Sie bequem den nächsten Zug nach Wagen erreichen.
00:36:08Wenn Sie meinen, dass es besser ist.
00:36:10Das ist besser für Sie.
00:36:14Genosser Hauptmann, wollen Sie den Besucher selbst noch einmal sprechen?
00:36:16Moment noch.
00:36:18Ich möchte mich noch einmal vergewissern.
00:36:21Dieser Klaus Pfahlberg, bat er selbst um eine Unterredung?
00:36:25Ja, Genosser Hauptmann.
00:36:26Er sagte, diese Sache sei eine Angelegenheit für die Staatssicherheit.
00:36:30Anschließend gab er mir diese Aussage zum Protokoll.
00:36:32Er ist Lehrer, nicht, ne?
00:36:33Ja, Oberschule.
00:36:37Seine Mutter eine Frau Winkler aus München.
00:36:41Sie ist bei ihm zu Besuch?
00:36:42Ja.
00:36:43Ihr Sohn stammt aus erster Ehe, daher der andere Familienhang.
00:36:50Genosser Hedding, ich möchte diesen Klaus Pfahlberg selbst noch einmal sprechen.
00:36:54Weil es in einem anderen Zusammenhang einen Hinweis gibt,
00:36:57der mit diesem Vorfall hier in einer Verbindung zu stehen scheint.
00:37:00Was für ein Hinweis ist das?
00:37:02Zunächst mal eine Vermutung.
00:37:04Haben Sie das Ermittlungsersuchen der bulgarischen Genossen gelesen?
00:37:07Den Vorgang Margarete Roland, Lina und Richard Kortmann?
00:37:09Ja.
00:37:11Herr Hauptmann, ich sehe da keinen Zusammenhang zu Pfahlberg.
00:37:14Wenn wir mit Herrn Pfahlberg gesprochen haben, werden wir klüger sein.
00:37:30Guten Tag.
00:37:31Guten Tag.
00:37:32Pfahlberg.
00:37:32Hauptmann Bauer.
00:37:34Leutnant Helbing kennen Sie ja bereits?
00:37:35Ja.
00:37:35Bitte für den Platz.
00:37:36Danke.
00:37:38Herr Pfahlberg, es war auf jeden Fall richtig, dass Sie sich an uns gewandt haben.
00:37:43Ja.
00:37:43Ich habe gelesen, was Sie uns zu Protokoll gegeben haben.
00:37:49Ihre Mutter ist ja leider das Opfer eines Betriegers geworden,
00:37:52der sehr geschickt mit Ihrem Namen operiert hat.
00:37:55Ihre Frau Mutter muss selbstverständlich an ihrem Wohnsitz in München Anzeiger starten.
00:38:00Polizeiliche.
00:38:01Ja, ja, ja, das werde ich ihr raten.
00:38:03Aber, Sie müssen verstehen, bei dieser Sache bin ich doch ins Spiel gebracht worden.
00:38:09Das ist doch nicht so einfach.
00:38:11Meine Mutter bekommt monatelang meine Post nicht.
00:38:14Stattdessen, da taucht dieser Mann bei ihr auf.
00:38:16Und erzählt ihr, ich hätte Schwierigkeiten im Beruf.
00:38:20Ich würde hier politisch verfolgt und wer weiß was noch und nichts davon ist wahr.
00:38:24Dagegen muss man sich doch wehren können.
00:38:27Dann der Schwindel mit Bulgarien.
00:38:29Ich war dort im Urlaub.
00:38:31Woher weiß der Mann das?
00:38:34Zu wem könnten Sie vielleicht schon vor Monaten irgendeine völlig nebensichtliche Bemerkung gemacht haben,
00:38:42die Anlass für diese Geschichte sein kann?
00:38:44Darüber habe ich auch schon nachgedacht.
00:38:45Und?
00:38:47Ich erinnere mich nicht.
00:38:50Sie erwähnen hier den Namen eines Herrn Kosler.
00:38:54Das ist doch der Mann, von dem Ihre Mutter das Telegramm aus Bulgarien bekommen hat, nicht?
00:38:58Ja, er hat sich meiner Mutter unter diesem Namen vorgestellt.
00:39:03Haben Sie den Namen vorher schon einmal gehört?
00:39:07Nein, nie gehört.
00:39:12Haben Sie zufällig mal in irgendeiner Bar sich ein Varieté-Programm angesehen?
00:39:19Ja.
00:39:21In meinem Hotel.
00:39:24Erinnern Sie sich an Einzelheiten?
00:39:25Irgendeine alberne Tiertressur.
00:39:27Aber dann war er noch ein Jongleur.
00:39:32Mit dem haben wir uns hinterher sogar unterhalten.
00:39:35War es dieser Mann?
00:39:39Nein.
00:39:40Der Jongleur war viel jünger.
00:39:47Moment mal.
00:39:49Diesen Mann kenne ich.
00:39:51Aus Bulgarien?
00:39:52Nein, aus Berlin.
00:39:55Ich Idiot.
00:39:57Dass ich daran nicht gedacht habe.
00:39:59Wir saßen im Lindenkorso, zufällig an einem Tisch.
00:40:02Er erwähnte, er sei aus München.
00:40:04Und ich habe ihm gesagt, ob er meine Mutter nicht grüßen könnte.
00:40:07Und da haben Sie ihm die Adresse Ihrer Mutter gegeben.
00:40:09Ja, das hat er.
00:40:13Ich renn viel.
00:40:15Natürlich, das habe ich.
00:40:16Aber ich...
00:40:17Aber ich...
00:40:43Lina, ist das schön.
00:41:00Darf ich Sie um ein Autogramm bitten, Herr Goldmann?
00:41:03Aber bitte, gern.
00:41:14Bitte schön.
00:41:15Danke, gnädige Frau.
00:41:55Bitte schön.
00:42:04Was Wichtiges?
00:42:09Zielperson reist ein.
00:42:47Vielen Dank.
00:42:59Vielen Dank.
00:43:04Excellent.
00:43:05Vielen Dank.
00:43:48Wunderbar, wie Sie das machen.
00:43:51Darf ich Ihnen meine ganz persönliche Anerkennung?
00:43:55Danke.
00:43:57Ich bin nämlich ein wenig Amateur.
00:44:00Ah, immer nett, einen Amateur zu tun.
00:44:03Okay.
00:44:04Sie sind noch nicht lange in Warner, oder?
00:44:06Urlaub?
00:44:06Tja, ein bisschen erholen.
00:44:08Ich trainiere das Kolorieren für den Hausgebrauch.
00:44:13Ja, das zeigen Sie mal, ja?
00:44:15Bitte schön.
00:44:24Das sieht so sehr gut aus,
00:44:26aber das Publikum will Ihre rechte Hand sehen.
00:44:30Das hab ich mal.
00:44:31Ja, gut.
00:44:41Na, alles gut sein.
00:44:44Ja.
00:44:50Eines Tages beherrschen Sie das Papel.
00:44:52Ich war einmal.
00:44:53Ja.
00:44:53Sehr schön.
00:44:54Ja.
00:44:54Ja.
00:45:05Was machen Sie beruflich?
00:45:09Moment, nicht gerade.
00:45:12Medizin?
00:45:13Nein.
00:45:13Büro?
00:45:14Nein.
00:45:15Ach, bitte.
00:45:25Pädagoge?
00:45:27Lehrer?
00:45:28Nein.
00:45:29Sie erwarten es nicht.
00:45:30Ich arbeite in der Chemieforschung.
00:45:33Pharmazie.
00:45:34Chemieforschung im Lande des Weins und des Tabaks.
00:45:37Stellen Sie sich vor.
00:45:38Das gibt es.
00:45:40Dringen Sie noch einen Kottel?
00:45:42Ja.
00:45:42Einen letzten, Herr, äh...
00:45:44Kostel.
00:45:44Kostel.
00:46:06Kostel.
00:46:25Was war denn das für einer?
00:46:27Kostel.
00:46:28Chemie.
00:46:29Forschung.
00:46:30Oh.
00:46:31Das ist ein Knüller.
00:46:33Eben.
00:46:34Tipps über neue Chemiebetriebe.
00:46:37Unser Manager in Köln wird sich freuen.
00:46:40Ich überlege mir jetzt seit einer Weile noch ganz was anderes.
00:46:44Was, bitte?
00:46:46Meins Privatgeschäft.
00:46:49Hast du dir mal die Frage gestellt, wie viele Leute aus der DDR oder was einem von diesen
00:46:54anderen Ländern hier zusehen, wenn der Dampfer nach Istanbul abfährt?
00:46:59Aha.
00:47:00Nur, hm, Sie können nicht mitfahren.
00:47:03Sie haben keinen westdeutschen Pass oder französischen, englischen.
00:47:08Wenn Sie den bekommen könnten?
00:47:13Es gibt Leute und Organisationen, die diesen klugen Gedanken schon lange vor dir hatten.
00:47:18Eben.
00:47:18Und die haben ein blendendes Geschäft draus gemacht.
00:47:21Bare Münze für Pässe.
00:47:37Wie willst du an so ein Pass rankommen?
00:47:38Hier sitzen Dutzende von Inhabern solcher Pässe.
00:47:41Den ganzen Tag über, wenn sie am Strand in der Sonne braten, liegen ihre Pässe schön kühl
00:47:46in den Schubladen ihrer Hotelzimmer.
00:47:50Und wenn jemand seinen Pass vermisst, dann stattet der Anzeige.
00:47:53Und dann kommt der Inhaber dieses neuen Passes nicht mehr auf so einen Chef nach Istanbul.
00:47:58Wie oft hast du bisher kontrolliert, ob dein eigener Pass noch in der Schublad auf dem Zimmer liegt?
00:48:04Nein.
00:48:08Zurich kann sowas.
00:48:12Keine extra Touren, hat Riesebach gesagt.
00:48:34Segar, segar.
00:48:40Segar, segar.
00:48:41Dawe, dawe, dawe, dawe, po bürste.
00:48:43Beeil dich.
00:48:44Mein Chef ist kein besonderer Tänzer.
00:48:54Unser Schmetterling hat Chance.
00:49:17Städte Planung im nördlichen Raum der DDR.
00:49:24Züchtet euch Ideen.
00:49:28Schreibt für Fachzeitschriften?
00:49:32Sehen Sie mal nach, ob wir da schon was haben.
00:49:35Der Mann ist nicht uninteressant.
00:49:48Welz, Rostock.
00:49:50Die Dokumentation hat einen Zeitschriftenaufsatz von ihm ausgewertet.
00:49:54Die neuen Informationen werden überprüft.
00:49:57Der Mann ist Bauingenieur.
00:49:59Kenntnis über neue Materialien.
00:50:00Für Stufe 1 nicht wichtig genug.
00:50:02Schreiben Sie 2.
00:50:03Das steigern wir auch.
00:50:04Alle Stufe 4.
00:50:05So, jetzt möchte ich noch wissen, was über die Zielperson Z09 zuletzt registriert wurde.
00:50:16Z09, Gärtner Alfred, Frankfurt-Oder-Hauptbahnhof, letzte Aktivität von uns am 28.7.
00:50:22Hinweis an Kreuz Gube, dass Z09 seinen Jahresurlaub ab 3.8. in Werner verbringt.
00:50:27Mitteilung ging der Kurier weiter, Empfang ist bestätigt worden.
00:50:30Büro und Arbeitsstelle waren in der Mitteilung enthalten?
00:50:33Ja, Hauptdispatcher Frankfurt-Oder-Grenzbahnhof.
00:50:38Das ist Stufe 1.
00:50:40Der Mann ist hochwichtig.
00:50:42Alles, was über ihn ankommt, sofort zu mir.
00:50:45Lassen Sie außerdem noch feststellen, ob der Mann Verwandte bei uns in der Bundesrepublik hat.
00:50:49Sobald wir weitere Informationen haben, gehen wir den Mann an.
00:50:53Ist klar.
00:50:53Ja, übrigens, was in der letzten Woche für Stufe 1 und 2 aus der DDR gespeichert wurde.
00:51:02Halten Sie zur Auswertung für den Chef bereit.
00:51:06DDR und nochmals DDR.
00:51:11Wir haben Sie schwarz auf weiß von unserem obersten Dienstherrn.
00:51:18Ich kenne da jemanden, einen früheren Schulfreund von mir, heute Chemiker.
00:51:23Der erzählte mir von Biotika, die anti-aggressive Wirkung nach Vorrufe. Versteht Sie?
00:51:28Ja, ja, so etwas gibt es aber in Ordnung.
00:51:32Um Gottes Willen, der seugt mir. Hallo!
00:51:37Aber wenn Ihr Mann einen so hohen Posten in der Handelsmission hat,
00:51:41in unserem Außenhandelsapart, das ist etwas anders.
00:51:45Na, dann ist es auch viel unterwegs. Ja.
00:51:50Das wäre eher doch sicher schwierig.
00:51:55Wissen Sie, ich arbeite ebenfalls.
00:51:57Wir haben unser Leben ganz gut eingerichtet. So.
00:52:02Mein Gott.
00:52:04Sie tragen hier einen halben Fotoladen mit sich herum.
00:52:07Das muss Sie ein Vermögen kosten.
00:52:09Ihr Beruf, bring's ein.
00:52:10Das glaube ich mal kurz.
00:52:13Und welchen Beruf muss ich ergreifen, damit ich mir das auch leisten kann?
00:52:18Fünf Jahre Hochschulstudium.
00:52:20Physik und Nebenfächer.
00:52:23Zehn Jahre Assistenz und wissenschaftliche Arbeit.
00:52:26Und dann können Sie ja mal in der Kaderabteilung von Zeiss Jena nachfragen.
00:52:30Oh, da kenn ich jemand.
00:52:44Vielseitige Leute, diese Kortmanns.
00:52:46Artisten?
00:52:48Legen nebenberuflich harmlose Rentner aufs Kreuz.
00:52:51Bleibt nur offen, sind Sie Tipper oder Kuriere eines gegnerischen Geheimdienstes?
00:52:55Überlegen Sie doch mal.
00:52:57Die bulgarischen Genossen ermitteln eine Kurier des gegnerischen Geheimdienstes.
00:53:02Frau Margarete Roland.
00:53:04Sie befördert einen Auftrag an einen Tipper, der einen Warner arbeitet.
00:53:10Nun schauen Sie sich Kortmann an, wie er im Fall Laus Fahlberg vorgegangen ist.
00:53:15Das deutet doch auf Tipper Praxis hin.
00:53:17Man macht Bekanntschaften, lädt ein, lässt sich einladen, erzählt, hört zu.
00:53:25Sondiert also, was für einen Auftraggeber zu verwerten ist.
00:53:29Oder aber, wie im Fall der Frau Winkler, für das eigene Portemonnaie.
00:53:35Und die Künstleragentur Riesebach vermittelt die Kortmanns?
00:53:38Und nun schließt sich der Kreis.
00:53:41Diese Agentur arbeitet exklusiv für den Bundesnachrichtendienst.
00:53:47Das ist ja.
00:53:49Aber wie kann man den Kortmanns diese Tipper-Tätigkeit nachweisen?
00:53:52Sie werden natürlich leugnen, das Schiffräter-Material selbst in die Karten manipuliert zu haben.
00:53:57Wir sind doch aufgefordert, den bulgarischen Genossen zu helfen, die Kortmanns zu stillen, nicht?
00:54:04Was schlagen Sie vor, Genosser Hauptmann?
00:54:07Da ist das Dossier, das die bulgarischen Genossen entschlüsselt haben.
00:54:12Zielperson aus der DDR, die nach Warner an Urlaub fährt, soll angegangen werden.
00:54:17Na?
00:54:19Na?
00:54:20Bringt Sie das nicht auch auf eine Idee?
00:54:24Ja, Herrn Gärtner, bitte.
00:54:26Alfred Gärtner aus der DDR.
00:54:29Oh.
00:54:31Ja, bitte.
00:54:35Zimmer 308.
00:54:37Danke.
00:54:37Danke.
00:54:38Nein, Sie brauchen mich nicht verbinden.
00:54:40Ich hole ihn selber ab.
00:54:41Danke.
00:54:41Danke.
00:54:42Danke.
00:54:46Danke.
00:54:47Danke.
00:55:01Danke.
00:55:04Vielen Dank.
00:55:26Musik
00:55:54Musik
00:56:19Musik
00:56:20Musik
00:56:21Musik
00:56:23Musik
00:56:23Musik
00:56:33Musik
00:56:41Musik
00:56:42Musik
00:56:49Sie haben ein Brief, ein Liebesbrief.
00:56:57Danke.
00:57:12Danke.
00:57:57Das ist er.
00:58:05Gnädige Frau, gestatten Sie, dass ich mich Ihnen zu Füßen bringe.
00:58:18Trottel, aber wirklich Richard.
00:58:21Guck lieber hin.
00:58:23Verzeihung, hätte ich fast vergessen.
00:58:25Gärtner meiner, Alfred Gärtner.
00:58:27Freut mich, Bernd.
00:58:30Der geht ja unwahrscheinlich ran.
00:58:32Ha, und sowas hat fünf Kinder.
00:58:36Wo ist denn seine Familie?
00:58:38Nicht mit angereist.
00:58:41Warum, das werden wir herausfinden.
00:58:54Gnädiges Vorlein.
00:58:55Können Sie bewilligen, Schale.
00:58:57Vertraue.
00:58:57Vielen Dank.
00:59:35Hallo, was machen Sie denn da?
00:59:48Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:00:05Ja, ja, ja, ja, ja.
01:00:30Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:00:52Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:01:40Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:02:04Ja, ja, ja.
01:02:09Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:02:12Sie bekamen die Masern, und die anderen bekommen sie demnächst.
01:02:17Meine Frau muss Krückenschwester spielen.
01:02:24Ach, Sie sind Sekretärin?
01:02:27Nein, im Handel.
01:02:34In einem Kaufhaus?
01:02:39Großhandel, Industriewahn.
01:02:43Das ist überraschend.
01:02:47Wissen Sie, alles Mögliche hätte ich vermutet.
01:02:51Aber dass Sie kaufmännisch interessiert sind, darauf wäre ich nicht gekommen.
01:03:01Toller Trick.
01:03:04Lina, bei Fräulein Bernd kann man etwas über den Großhandel ermachen.
01:03:08Also das nehme ich Ihnen nicht ab. Da sind Sie familiär vorbelastet.
01:03:12Da liegt bei mir eine Familie.
01:03:14Der Vater ist Großkaufmann und der Großvater war es auch schon.
01:03:17Ein interessanter Beruf heutzutage.
01:03:20Ich habe einen sehr großzügigen Chef und der lässt mich ganz selbstständig arbeiten.
01:03:23Dann ist Ihr Vater also als Großkaufmann in der DDR?
01:03:28Nein, in Düsseldorf.
01:03:33Dann ist Ihr Vater also bei uns im Westen?
01:03:37Ich bin bei meiner Mutter geblieben, als mein Vater damals nach drüben ging.
01:03:42Aber Sie haben verbindert Sie.
01:03:44Ja, er freut sich über jede Nachricht von mir.
01:03:46Ich schreibe ihm oft, wenn ich im Ausland bin.
01:03:48Durch meinen Beruf komme ich sehr viel herum.
01:03:50Und Ihr Vater steht sich gut als Großkaufmann.
01:03:54Oh ja.
01:03:55Na, liebe Freunde.
01:03:56Auf die Liebe, den Leichtsinn, den Wein.
01:03:59Und die Präsidentin vom Sittenverein.
01:04:05Den werde ich noch Weihnachten auf der Zunge schmecken.
01:04:08Wenn die Weichen vereisen, wenn ich in Filzstiefeln über die Gleise laufe.
01:04:11Dann werde ich mich daran erinnern, dass es das gibt.
01:04:13Wein, Strand, Wellen und Fräulein Susan.
01:04:19Unter dem Einfluss von Mond und Wein erlaube ich mir, sie Susi zu nennen.
01:04:23Und da ich kein Zauberkünstler bin, versuche ich es auf die alte bewährte Art,
01:04:27sie mit meiner Tanzkunst zu bezaubern.
01:04:33Das läuft.
01:04:39Kann mir ja vorstellen, dass Riesebach sich für die kleine Schwäche...
01:04:43Ah.
01:04:45Er sein Hauptdispatcher sicher stark interessieren wird.
01:04:49Kleine Schwäche ist gut.
01:04:51Den legt Riesebachs Truppe mit der ersten strammen Blondine so aufs Kreuz,
01:04:56dass ein Jahr später noch nicht weiß, wer ihm das Bein gestellt hat.
01:05:08Was ist dir eigentlich aufgefallen?
01:05:12Tröbe die kleine geguckt hat, als die Rede auf ihren Vater kam?
01:05:15Mhm.
01:05:18In drei Tagen geht wieder ein Dampfer nach Istanbul.
01:05:24Und?
01:05:26Müssen wir Riesebach eigentlich mitteilen, dass es ausgerechnet diese Dame gibt?
01:05:38Ich meine das so, dass du diese Dame mit ihrem Vater, dem Großkaufmann in Düsseldorf,
01:05:47nicht mehr überlassen.
01:05:49Du glaubst, Deepa ist an?
01:05:5515.000 Mark sind wenigstens ein Versuch wert.
01:05:59Nein!
01:06:02Das kann uns den Job bei Riesebach kosten.
01:06:04Riesebach weiß nur das, was du ihm mitteilst.
01:06:08Morgen übe ich wieder klein den Trick, dabei gehe ich sie an, klar?
01:06:17Mir ist nicht wohl dabei, du.
01:06:23Außerdem, wie willst du die von hier wegbringen?
01:06:25Kannst du dich entsinnen?
01:06:27Da wohnt auf unserem Korridor ganz am Ende diese Gewerbelehrerin aus Frankfurt.
01:06:32Du meinst die mit deinem Papierkleider?
01:06:35Genau die.
01:06:37Farfarbe stimmt einigermaßen.
01:06:40Augenfarbe stimmt genau.
01:06:41Und die übrige Figur.
01:06:43Na ja, ist auch nicht viel Unterschied.
01:06:45Du überraschst mich, Lima.
01:06:48Wenn es sich um 15 Mille handelt, habe ich sehr gute Augen und Ohren.
01:06:52Ja, tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit.
01:06:56Die Passkontrolle auf dem Dampfer nach Istanbul genügt ist.
01:06:59Was noch fehlt?
01:07:01Korrigiere ich an unserem Zauberlehrling.
01:07:08Und was machen Sie in Frankfurt, oder, wenn Sie frei haben?
01:07:12Ja, Sie werden lachen.
01:07:14Ich bastle eine Riesenanlage für Miniatur-Eisenbahle.
01:07:18Nein, das kann doch nicht Ihr Ernst sein.
01:07:21Doch.
01:07:24Tag für Tag bei der Eisenbahn und dann in der Freizeit auf.
01:07:31Das ist doch noch die Eisenbahn.
01:07:33So als Hobby.
01:07:35Doch.
01:07:38Ist das nicht schön, ja.
01:07:40Das hat natürlich einen Dreh.
01:07:44Bei meiner Miniatur-Eisenbahn bin ich Chef.
01:07:47Da kann ich den Betrieb so einrichten, wie es mir passt.
01:07:50Das macht Spaß.
01:07:52Das können Sie mir glauben.
01:07:54Das ist psychologisch sehr interessant.
01:07:57Ein Mann betreibt in seiner Freizeit das als Chef, was er in seiner Dienstzeit als Untergebener betreiben muss.
01:08:03Ist das nicht sehr anstrengend, was Sie da machen müssen?
01:08:07Ach, es geht.
01:08:10Wir haben ja einen enormen Wagenumschlag.
01:08:13Können Sie sich ja vorstellen.
01:08:14Ja, natürlich.
01:08:15Das ist ja ein Grenzbahnhof.
01:08:18Eben.
01:08:20Export und Import rüber und nüber.
01:08:24Ohne abzureißen.
01:08:27Mh.
01:08:28Ach, da habe ich einen alten Bekannten.
01:08:30Der arbeitet auch in Warenexport und Import.
01:08:34Und, äh...
01:08:37Ich hab' mir das auch schon überlegt.
01:08:46Ach...
01:08:47Aber es kommt jetzt alles so plötzlich.
01:08:50Wissen Sie, Fräulein Wärmt, das Leben bei uns ist auch nicht immer so ganz einfach.
01:08:56Da ist nur jeder sich selbst der Nächste.
01:08:59Nämlich so kann, wie er müsste.
01:09:03Aus...
01:09:05Ja, ja, niemand hilft ihm.
01:09:07Und Sie wären ja eine echte Stütze für Ihren Vater.
01:09:11Sie kennen sich in der Branche aus. Sie sind klug, jung, ungebunden.
01:09:15Da lohnt sich schon eine Überlegung.
01:09:19Ich, äh...
01:09:22Ich habe einfach Angst.
01:09:26Aber selbstverständlich, das ist doch ganz klar.
01:09:30Nur...
01:09:30Sie müssen da keine übermäßige Sorge haben.
01:09:36Wir haben die Reisiger schon mal mitgemacht.
01:09:38Mit der Passkontrolle geht das Ganze sehr zu.
01:09:42Und Sie sind absolut sicher.
01:09:45Denn der Pass ist in Ordnung.
01:09:48Und den könnten Sie mir beschaffen?
01:09:52Brauchen Sie denn kein Foto von mir?
01:09:58Nehmen Sie an, äh...
01:10:01Sie hatten eine Doppelgängerin.
01:10:04So.
01:10:05Der Pass ist echt.
01:10:08Vollkommen.
01:10:14Glauben Sie nicht, dass Ihr Vater sich freuen würde, wenn er Sie für diesen...
01:10:17...wirklich nicht übertriebenen Preis zu sich holen könnte?
01:10:19Ach, ich habe da gar keine Bedenken.
01:10:22Geld spielt bei meinem Vater nicht die große Rolle.
01:10:24Überlegen Sie es sich noch mal.
01:10:25Sie können drüber in Istanbul aussteigen, dann können Sie mit Ihrem Vater telefonieren.
01:10:29Na Gott, der Rest ist ihm nur erledigt.
01:10:31Ich könnte von dort mit meinem Vater telefonieren und alles mit ihm besprechen.
01:10:37Eventuell könnte ich sogar mit demselben Pass auf demselben Schiff hierher zurückkommen und keiner würde etwas merken.
01:10:47Ja, natürlich, auch das könnten Sie.
01:10:53Ich gebe Ihnen heute Abend Bescheid.
01:10:55Überlegen Sie gut.
01:10:57So.
01:10:58Und jetzt proben wir noch mal.
01:11:00Ach übrigens, zu Ihrer eigenen Sicherheit.
01:11:04Kein Wort zu Herrn Gärtner.
01:11:19Vielen Dank.
01:11:38Meine Damen und Herren, um Ihnen das verblüffendste Erlebnis des Abends zu vermitteln, bitte ich
01:11:45eine mutige, junge Dame zu mir. Dies ist nichts für ängstliche Naturen, aber ich garantiere,
01:11:54dass es keine bleibenden Schäden gibt.
01:12:02Meine Damen und Herren, ich darf Ihnen vorstellen, Fräulein Bern, mit dir möchte ich beweisen,
01:12:09dass eine so hübsche junge Dame nicht nur ihre Mitmenschen verzaubern kann, nein.
01:12:13In der Tat, sie kann auch zaubern. Sie kann Dinge vollbringen, von denen sie selbst nichts ahnt, bitte.
01:12:21Wollen Sie diesen Sack überprüfen?
01:13:09Meine Damen und Herren, das Rätzen der Fräulein ist ...
01:13:13Ohne es zu wissen, eine talentierte Entfesselungskünstlerin. Nur bis heute wusste sie es nicht.
01:13:20Sehen Sie selbst.
01:13:29Verschlossen wie Zucko.
01:13:34Ganz wunderbar.
01:13:36Meine Damen und Herren, das Wunder ist gelungen. Die Welt der Magie hat einen neuen Stern.
01:14:01Ich bin ein bisschen abgespannt für meine Zigarette.
01:14:03Hm. Der Dampfer fährt morgen Abend?
01:14:06Hm. Zehn Uhr.
01:14:09Hm. Na also. Erledigen wir es am besten während des Abendessens.
01:14:18Wie läuft das mit dem Geld?
01:14:21Ich lasse mir eine Bestätigung von ihr unterschreiben.
01:14:24Sie hat von mir einen Pass bekommen und anerkennt, dass ihr Vater dafür die besagte Summe zu zahlen hat.
01:14:31Und wenn sie aussteigt?
01:14:33Das ist unser Risiko.
01:14:36Aber ich glaub's nicht. Außerdem, der Vater hat Geld genug. Warum sollte sie?
01:14:41Genau kann man das nie wissen. Aber meinetwegen. Wir investieren so gut wie nichts.
01:14:49Fünf Minuten Angst.
01:15:05Wie kommst du mit Gärtner voran?
01:15:07Gut.
01:15:09Ich habe jetzt schon einen ausreichenden Überblick.
01:15:12Was ist eigentlich so besonders an ihm dran?
01:15:15Na hör mal. Ein Hauptdispatcher eines Grenzbahnhofs.
01:15:19Durch den praktisch der gesamte Eisenbahnverkehr zwischen der DDR und der Sowjetunion läuft.
01:15:24Das ist deine Position. Für die setzt Rieserbach schon was ein.
01:15:31Oh, noch ein Magier.
01:15:36Daran habe ich Stunden gibt.
01:15:39Der Trick heute Abend war großartig. Von der Dame gar nicht zu reden.
01:15:44Ich glaube, da kommen Sie zu spät.
01:15:47Gärtner, Name, nicht Beruf.
01:15:50Kostel.
01:15:50Angenehmt. Also noch ein Glas zum Abschied. Da müssen wir leider in unser Hotel. Der Mensch braucht seine Uhr.
01:15:56Auch die Tricks von Herrn und Frau Kortmann, die wir so gespannt beobachten.
01:16:01Als würden Sie sie ganz allein für uns vorführen.
01:16:10Guten Tag.
01:16:11Na, Christian?
01:16:13Tag.
01:16:17Hat ein Eingang zum Restaurant im Auge.
01:16:19Zimmer 239. Das ist doch die Telefonnummer.
01:16:23Wenn was ist, anrufen. Klar.
01:16:41Hoffentlich glaubt er dir den Kellner.
01:16:50Schul es noch zu machen.
01:16:54Anrufen ist nicht.
01:16:55Sohn Sie, was aber nicht.
01:17:00Ich darf nicht.
01:17:02Gut.
01:17:02Ich darf Ihnen.
01:17:02Du kannst du nicht.
01:17:31WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
01:17:42GmbH im Auftrag des WDR
01:18:17GmbH im Auftrag des WDR
01:18:28Mussi, komm dann rein.
01:18:33Entschuldigung, bitte.
01:18:55Guten Tag. Bitte, dich getränken.
01:18:59Für mich? Ich habe nichts bestellt.
01:19:03Zimmer 339.
01:19:04Hier ist 239. Das ist höher.
01:19:10Oh, pardon. Das ist dann oben.
01:19:14Ja.
01:19:15Verzeihung, bitte.
01:19:17Bitte.
01:19:24Idiot.
01:19:42Komm schon.
01:19:45Sie ist unterwegs.
01:19:47Hoffentlich kommt sie bald.
01:19:56Guten Abend.
01:19:59Sind Sie schon von der Polizei vernommen worden?
01:20:01Wir zeigen sie.
01:20:03Sie wissen mal, was passiert ist?
01:20:05Was passiert ist?
01:20:07In Ihrem Hotel gibt es eine riesen Aufregung.
01:20:08Ich ginge eben vorbei.
01:20:10Mit einer Dame, ich weiß den Namen nicht.
01:20:12Hier ist der Pass gestungen worden.
01:20:15Ach, das ist ja ärgerlich.
01:20:18Hoffentlich ist es bei uns nicht auch eingebrochen worden.
01:20:21Moment.
01:20:23Herr Gärtner, ist denn bekannt, wer hat den Pass gestorben?
01:20:26Na, ich weiß nichts Genaues.
01:20:27Aber da war ein Kellner, der gerade befragt wurde.
01:20:34Herr Gärtner, würden Sie vielleicht einen Augenblick auf unseren Artistenkoffer aufpassen?
01:20:37Wir gehen mal schnell ins Hotel rüber.
01:20:39Ich mache das.
01:20:40Wir gehen ins Hotel rüber.
01:20:45Jetzt gibt es nur eins. Wir müssen Blitzschnell schalten.
01:20:48Ja, ja, ja, bist du denn sicher, dass er dich wiedererkennt?
01:20:52Das ist eine Frage.
01:20:53Das sah alles so harmlos aus.
01:20:54Aber jetzt wird mir plötzlich klar, das war gar nicht so harmlos.
01:20:56Ja, das hätte dir früher einfallen sollen.
01:20:58Ist dir egal.
01:21:05Jetzt gibt es nur eine Möglichkeit weg. Und zwar sofort.
01:21:08Mit dem Schifter.
01:21:09Ja.
01:21:10In zehn Minuten sind wir in Sicherheit.
01:21:21Ah, Herr Kostow, wir haben leider keine Zeit.
01:21:24Sie sind festgenommen.
01:21:40Sie sind festgenommen wegen des Verdachtes fortgesetzter Verletzung der Gesetze unseres Staates.
01:21:51Will ich nicht in der Frau, Mutter?
01:21:55Hände.
01:21:56Hände.
01:21:57Höhe.
01:21:59Tja, und dann?
01:22:01Vielen Dank, Herr Kostow.
01:22:02Der Dank ist ganz auf unserer Seite, Genosse Kostow.
01:22:04Und einen persönlichen Gruß an Genossen Paul.
01:22:07Wird ausgerichtet.
01:22:08Und einen kleinen Andenken an Bulgarien.
01:22:12Für Sie.
01:22:12Das ist ja hervorragend.
01:22:14Mein Sohn hat nämlich die unangenehme Eigenschaft immer zu fragen,
01:22:16Mami, hast du mir was mitgebracht?
01:22:18Hans.
01:22:33Da kommt unsere Gärtnerfamilie hier.
01:22:36Herr Gärtner.
01:22:37Ja.
01:22:38Schönen guten Tag.
01:22:40Schönen guten Tag.
01:22:40Schönen guten Tag.
01:22:40Meine Frau.
01:22:42Meine Kinder.
01:22:43Schönen guten Tag Frau Gärtner.
01:22:44Schönen guten Tag.
01:22:46Schönen guten Tag.
01:22:48Schönen guten Tag Frau.
01:22:49Danke, Frau.
01:22:49Ist das schwarz.
01:22:50Ja, ist ganz schwarz.
01:22:53Nein, das ist vorwiegend blau.
01:22:55Doch, nein, doch.
01:22:58Nein, doch.
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