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  • vor 8 Stunden

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Transkript
00:05Musik
00:39Am 8. September 1966 flimmerte das erste Abenteuer des Raumschiffs Enterprise
00:45über viele Bildschirme des amerikanischen Fernsehens.
00:48Mutig betraten wir unerforschtes Neuland.
00:52Leider wählte der Sender nicht eine der ersten guten Episoden aus.
00:56Sie sendeten zur Premiere die sechste Folge, die wir für die schlechteste hielten.
01:01Die Verantwortlichen dieser Fernsehanstalt hielten diese Episode für echte Science-Fiction,
01:07weil darin ein furchterregendes Ungeheuer vorkam, das die Menschen bedrohte.
01:11Aber die Kritiker schrieben sehr schlecht darüber und man gab dieser Serie keine Zukunft.
01:15Als dann die anderen Folgen ausgestrahlt wurden und sich der wahre Star Trek-Stil entwickelte,
01:20schlug das Steuer in Begeisterung um.
01:22Die Zuschauer und die Fernsehkritiker auf der ganzen Welt begannen, diese Serie zu schätzen.
01:28Hallo, ich bin Lennart Mimoy.
01:30Ich möchte Ihnen während der nächsten Stunde etwas über unsere Produktionsarbeiten der Serie Star Trek erzählen.
01:36Wie das alles begann und was schließlich daraus geworden ist.
01:40Im Jahr 1964 hörte ich zum ersten Mal etwas von Star Trek.
01:44Gene Roddenberry produzierte damals eine Fernsehserie mit dem Titel The Lieutenant.
01:49Gary Lockwood spielte die Hauptrolle, einen schneidigen Marineoffizier.
01:52Mich hatte man für eine Gastrolle engagiert.
01:54Ich sollte einen aufgeblasenen Hollywood-Schauspieler darstellen, der über die Marine einen Film drehen wollte.
02:01Nach Beendigung der Dreharbeiten wurde mir mitgeteilt, dass ich der Produzent mit mir unterhalten möchte.
02:07Auf seinen Wunsch hin trafen wir uns dann in den Desilu Studios.
02:10Er erzählte mir von einem ganz neuen Projekt, einer Science-Fiction-Serie mit dem Titel Star Trek.
02:16Darin sollte ich die Rolle eines Außerirdischen darstellen.
02:20Während dieser Unterhaltung führte mich Gene im Studio herum und zeigte mir die ganzen Vorbereitungen für diese Serie.
02:26Die Kostümentwürfe, die Requisiten und ganz fantastische Bühnenbilder.
02:30Auf einmal wurde ich hellhörig, als ich merkte, dass er mir seine Idee schmackhaft machen wollte.
02:34Ich nahm an, dass ich die Rolle kriegte, zeigte aber wenig Begeisterung, weil ich glaubte, dass dann mehr Geld herausspringen
02:40würde.
02:42Verbindung zum Planetenvulkan hergestellt, Sir.
02:45In Ordnung, Lieutenant.
02:47Hier ist Captain Kirk, Kommandobrücke USS Enterprise. Wir bitten um Landerlaubnis auf dem Planetenvulkan.
02:53Hier spricht Zentrale vom Planetenvulkan. Landerlaubnis erteilt. Herzlich willkommen.
03:01Gene Roddenberry sagte mir, dass er mindestens eine außerirdische Figur in einer Hauptrolle an Bord des Raumschiffs einsetzen möchte.
03:08Er hätte gern mehr genommen, aber damals war es für das Fernsehen zu teuer, Schauspieler in ungewöhnliche Wesen zu verwandeln.
03:16Mehr als spitze Ohren, die übliche Maskierung durch Veränderung der Haare, Augenbrauen und der Hautfarbe könne er sich nicht leisten.
03:22Das müsste genügen, um einen Menschen in Mr. Spock zu verwandeln.
03:26Durch gute schauspielerische Leistung müsste glaubhaft gemacht werden, dass sich die Abenteuer der Enterprise im 23. Jahrhundert abspielen.
03:33In einem Jahrhundert, in dem die Raumfahrt zum Alltag gehört.
03:36Das ist das Land meiner Ahnen.
03:39Hier lebt meine Familie schon seit 2000 Erdjahren.
03:46Das ist der Ort des Konut-Kalifé.
03:51Aus diesem Grunde würde unser Raumschiff auch nicht United States Ship Enterprise,
03:55sondern United Spaceship Enterprise heißen.
03:58Eine Föderation von mehreren Planeten soll das Raumschiff kontrollieren
04:03und an Bord soll auch eine interplanetarische Besatzung sein.
04:06Und deshalb ist die Figur von Mr. Spock von äußerster Wichtigkeit.
04:12Der erste Star Trek-Pilotfilm wurde 1965 in den Decelo Studios in Hollywood gedreht.
04:18Es war der teuerste Pilotfilm, der bis zu diesem Zeitpunkt jemals fürs Fernsehen produziert worden war.
04:23Die Hauptrolle spielte Geoffrey Hunter als Käpt'n Christopher Pike.
04:27Kurs beibehalten.
04:40Wir durchfliegen einen Notruf, wie er früher gesendet worden ist, Sir.
04:46Diese Signale wurden gesendet, um auf Sie aufmerksam zu machen.
04:50Ein Raumschiff macht eine Notlandung, Sir.
04:53Woher kommt der Notruf?
04:54Ich habe ihn geortet, von der Talos-Sterngruppe.
04:58So weit draußen haben wir keine Raumschiffe und keine Ansiedlungen.
05:01Die Rufsignale stammen von einer Forschungsexpedition, SS Columbia.
05:05Sie verschwand vor etwa 18 Jahren aus dieser Galaxis.
05:08Leicht möglich, dass dieses Funksignal so lange gebraucht hat.
05:12Aus den Akten geht hervor, dass die Talos-Gruppe noch nie erforscht wurde.
05:15Das Sonnensystem gleich dem der Erde.
05:17Elf Planeten. Nummer vier ist anscheinend Klasse M.
05:24Sauerstoffatmosphäre.
05:25Dann sind Sie vielleicht noch am Leben. Nach 18 Jahren.
05:29Wenn Sie den Absturz überlebt haben.
05:31Wollen wir hinfliegen und uns vergewissern?
05:33Da wir keine Zeichen von Leben feststellen können, nein.
05:37Weiter Kurs auf die Vega-Siedlung.
05:38Und Sie kümmern sich um die Kranken und Verwundeten.
05:41Und Sie übernehmen die Steuerung.
05:43Ja, Sir.
05:50Sie können sich sicher denken, dass der kühle, rational denkende Spock sich erst noch entwickeln musste.
05:55Aber der Pilotfilm zeigte uns bereits, was für großartige Produktionsmöglichkeiten wir haben würden.
06:00Weil ja bekanntlich im Weltraum der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.
06:05Da Joffrey Hunter als Käpt'n des Raumschiffs zu kühl und zu nüchtern wirkte, ließ sich die Serie nur schlecht
06:12verkaufen.
06:13Wir befinden uns im Orbit, Sir.
06:20Der geologische Laborbericht, Käpt'n.
06:40Die Messungen geben eine Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre.
06:42Sie enthält viele Elemente, sind aber nicht schädlich.
06:44Schwerkraft?
06:45Neun Zehntel der Erde.
06:46Käpt'n!
06:47Eine Spiegelung von der Oberfläche des Planeten.
06:52Es sieht fast so aus, als ob das kleine Metallsplitter wären.
06:56Es könnten Teile eines Raumschiffes sein.
06:58Schicken Sie einen Landetrupp mit sechs Leuten hin.
07:01Und zwar möglichst gleich.
07:02Ja, Sir.
07:02Ja, Sir.
07:07Es tut mir sehr leid.
07:09Da wir nur wenig über diesen Planeten wissen, muss der erfahrenste Offizier aus Sicherheitsgründen an Bord bleiben.
07:14Ich verstehe.
07:15Der Sender verlangte, eine Rolle ersatzlos zu streichen.
07:18Und zwar die Rolle der Nummer eins.
07:20Die Zuschauer von damals konnten sich eine Frau als ersten Offizier eines Raumschiffs angeblich nicht vorstellen.
07:27Da sich die Zuschauer mit einem außerirdischen Wesen ebenfalls nicht identifizieren könnten,
07:32verlangte der Sender vom Produzenten, dass er auch den Kerl mit den spitzen Ohren herausnehmen sollte.
07:37Gene Roddenberry kämpfte dagegen an.
07:40Er war überzeugt, dass diese Geschichte unbedingt den außerirdischen Spock braucht, um sie spannender zu machen.
07:45Aus diesem Grunde war er zu einem Kompromiss bereit.
07:48Er verzichtete auf die Frau als Nummer eins und durfte dafür den Vulkanier Spock behalten.
07:53Es wurde ein neues Drehbuch geschrieben.
07:56Mr. Spock übernahm die Rolle des ersten Offiziers mit computerähnlichen Denkfähigkeiten.
08:01So wurde die nüchterne und logische Art des Vulkaniers geboren.
08:07Zu dieser Zeit kam William Shatner an Bord.
08:09Er war der neue Käpt'n unseres Raubschiffs.
08:11Wir wurden die besten Freunde und haben uns sehr gut verstanden.
08:14Durch seine komödiantische Art, mit der er an diese Rolle heranging, entstand eine ganz neue Beziehung zwischen dem Käpt'n
08:19und Spock.
08:20Hier konnte sie sich viel besser entwickeln, als in dem ersten Pilotfilm.
08:26Tja, dann kommen wir also jetzt nicht weiter, sei denn Sie strapazieren nochmal Ihr Supergehirn.
08:33Sie wissen, für jede logische Schlussfolgerung braucht man Fakten, Käpt'n.
08:41Aber leider habe ich keine.
08:45Und das irritiert Sie, Mr. Spock?
08:48Ich verstehe Sie nicht.
08:51Sollte ich mich vielleicht falsch ausgedrückt haben?
08:54Oh, nein, sowas gibt's bei Ihnen nicht. Verzahn.
08:59Als dann schließlich die Serie bei der NBC anlief, wollten sowohl der Sender als auch die DCLU Studios den sehr
09:06teuren, ursprünglichen Pilotfilm mitverwenden.
09:09Gene Rottenberry löste das Problem auf eine sehr originelle Art.
09:12Er erfand eine Geschichte, in der die von Geoffrey Hunter gespielte Figur des Käpt'n Pike durch radioaktive Strahlen bis
09:18zur Unkenntlichkeit verunstaltet wurde.
09:20Dadurch konnte ein anderer Schauspieler diese Rolle weiterspielen.
09:23Es wurde ein zweiteiliger Film mit dem Titel Die Menagerie.
09:26Er beginnt damit, dass Spock aus reiner Barmherzigkeit die Enterprise entführt, weil er seinen ehemaligen Käpt'n auf Talos IV
09:32bringen will.
09:32Er glaubte, dass man dort durch Telepathie den verunstalteten Krüppel heilen könnte.
09:37Spock wird angeklagt und vor Gericht gestellt.
09:40Zu seiner Verteidigung zeigt er Filmausschnitte, und zwar alle Szenen aus dem ersten teuren Pilotfilm.
09:45Für mich ist diese neue Fassung von Menagerie eine der allerbesten Star Treks.
09:57Es war vor 13 Jahren.
10:02Das ist die Enterprise.
10:06Der Kommandant Christopher Pike.
10:24Es kommt ein fremdes Objekt auf uns zu, Kerl.
10:29Ausschalten.
10:32Chris, waren Sie das wirklich auf dem Bildschirm?
10:39Unmöglich.
10:41Mr. Spock, kein Schiff macht so detaillierte Aufzeichnungen mit solcher Perfektion.
10:47Was haben Sie da eben gesehen?
10:48Das kann ich Ihnen im Moment nicht verraten, Sir.
10:51Captain Pike, wurden damals solche Aufzeichnungen während der Reise gemacht?
11:01Das Gericht ist nicht verpflichtet, Beweismaterial zu sichten, das es nicht kennt.
11:04Es sei denn, das Gericht stellt dem Angeklagten die Frage, warum?
11:08Und Sie haben die Frage gestellt.
11:09Ich weiß gar nicht, was Sie damit sagen wollen.
11:12Diese Aufnahmen sind belanglos.
11:14Ich erhebe Einspruch, Commodore.
11:15Ich möchte noch mehr sehen.
11:16Einspruch stattgegeben.
11:18Aber nur, weil der Angeklagte Ihr Erstoffizier und Ihr persönlicher Freund ist.
11:22Das hat nichts damit zu tun.
11:23Also bitte, fahren Sie fort.
11:27Einschalten, Mr. Scott.
11:28Es handelt sich um einen Meteoritenschwarm.
11:30Wie ich schon erwähnte, meine Herren, geschah das vor 13 Jahren.
11:34Wir befanden uns auf einer Routinepatrouille, als die Schiffsensoren etwas vor uns registrierten.
11:39Anfangs wussten wir noch nicht genau, was es war.
11:43Die ganze Fernsehserie von Star Trek wurde in nur drei Jahren produziert.
11:481966, 67 und 68.
11:51Insgesamt wurden 78 einstündige Folgen gedreht.
11:54Da die Serie sehr beliebt war, wurde sie oft wiederholt.
11:57Dadurch war bei den meisten Zuschauern der Eindruck entstanden, dass wir viel mehr produziert hätten.
12:01Manche glaubten sogar, dass wir jetzt noch weitere Folgen produzieren würden.
12:04Welche ist Ihre Lieblingsepisode?
12:06Diese Frage wird mir immer wieder gestellt.
12:08Wissen Sie, es gibt ein paar Filme, die mir sehr gut gefallen haben,
12:11weil die Geschichten so faszinierend sind.
12:13Und für Mr. Spock ergaben sich dadurch ganz neue schauspielerische Dimensionen.
12:18Griff in die Geschichte ist wie eine klassische griechische Tragödie.
12:22Ein Mann kann seinem Schicksal nicht entrinnen.
12:25Dr. McCoy springt durch ein Zeittor zurück und findet sich im New York der 30er Jahre wieder.
12:31Kirk und Spock folgen ihm.
12:33Sie müssen ihn daran hindern, dass er die Geschichte der damaligen Zeit verändert.
12:36Kirk lernt Edith Keeler kennen, die von John Collins gespielt wird.
12:42Die beiden verlieben sich.
12:44Da Kirk die Zukunft kennt, weiß er, dass sie bald sterben wird.
12:47Aber er kann nichts tun.
12:49Er darf nichts verändern.
12:51Komisch, Dr. McCoy hat mich dasselbe gefragt.
12:53McCoy?
12:55Er erinnert McCoy?
12:58Ja, er ist in der Mission drüben.
13:00Sie warten hier.
13:02Spock!
13:03Bleiben Sie da stehen!
13:07Was ist los?
13:08McCoy!
13:08Hier ist in der Pille!
13:10Kommt doch!
13:10Spock!
13:15Nicht schimpft!
13:17Nee, nicht schimpft!
13:33Du hast mich doch absichtlich zurückgehalten, Jim.
13:36Ich hätte sie retten können.
13:38Weißt du, was du da getan hast?
13:45Er weiß es, Doktor.
13:47Er weiß es sehr gut.
14:05Was gibt es, Sir?
14:07Sie waren doch nur einen Moment weg.
14:12Wir hatten Erfolg.
14:16Aufstellen zum Beamen.
14:18Diese Geschichte hat mich immer sehr bewegt.
14:31Hora rettet ihre Kinder.
14:32Ist eine moralische Geschichte,
14:34die eigentlich nur von Star Trek gebracht werden konnte.
14:36Es handelt sich hier um einen Planeten,
14:38auf dem sehr wertvolle Mineralien vorkommen.
14:41Und die Bergarbeiter,
14:42die in unterirdischen Schächten
14:43nach diesen Mineralien suchen,
14:44werden von irgendeinem unbekannten Wesen angegriffen.
14:47Die Enterprise wird um Hilfe gerufen.
14:50Kirk und Spock entdecken schließlich,
14:51dass diese Gefahr von einem steinähnlichen Wesen kommt,
14:54welches unter der Oberfläche des Planeten haust.
14:57In der folgenden Szene
14:58versucht Spock,
14:59eine telepathische Verbindung herzustellen.
15:30Untertitelung im Auftrag des ZDF,
15:31in der Suche
15:35Lieutenant Commander Giotto?
15:36Hier, Giotto. Ist alles in Ordnung, Captain?
15:38Es läuft sehr gut. Wo sind Sie?
15:41Wir sind am Ende des Tunnels.
15:42Mr. Frandenberg ist mit seinen Leuten jetzt hier.
15:45Sie sind sehr aufgebracht.
15:46Wir wollen unbedingt zu Ihnen vorstoßen.
15:47Unter keinen Umständen. Sie dürfen Sie nicht durchlassen.
15:51Aber gleich kommt Dr. McCoy zu Ihnen. Schicken Sie ihn sofort her.
15:53Jawohl, Sir.
15:59Mörder.
16:04Ein Tausende.
16:07Ihr seid Teufel.
16:12Unser Leben ist zu Ende.
16:17Meine ganze Brut.
16:20Ihr wolltet sie vernichten.
16:27Ihr Mörder.
16:32Ich musste sie töten.
16:37Nicht wehren.
16:41Verteidigen.
16:49Wie soll ich denn das verstehen?
16:52Das war das erste Mal, dass ich mit einem Stein gespielt habe.
16:57Spock erfährt, dass dieses steinähnliche Wesen eine Mutter ist, die nur versucht, ihre Nachkommen zu beschützen.
17:03Die Bergleute haben unbewusst einige dieser kleinen Steinchen zerstört.
17:07Nun schließen sie miteinander Frieden.
17:09Die Steinchen werden geschützt.
17:10Und das Steinwesen hilft den Bergleuten, die Minerale zu finden, nach denen sie schürfen.
17:15Zum Schluss haben wir also den Idealzustand der gegenseitigen Hilfe, anstatt der gegenseitigen Zerstörung.
17:22Sicher kennen Sie den alltäglichen Satz, Not macht erfinderisch.
17:25Das trifft nämlich genau den Kern, als es darum ging, die geheimen Kräfte von Spock zu entwickeln.
17:29Häufig werde ich gefragt, wie sind Sie eigentlich auf den vulkanischen Todesgriff gekommen?
17:33Darauf muss ich dann antworten.
17:34Es gibt eigentlich gar keinen vulkanischen Todesgriff.
17:37Sehen Sie, wir haben damals einen einfachen Trick angewendet, weil unser Feind glauben sollte, Dr. McCoy sei tot und dass
17:43Spock ihn getötet habe.
17:44Ich habe meine Hand einfach so auf Dr. McCoy's Gesicht gelegt.
17:48Er fiel zu Boden und tat so, als sei er tot.
17:50Als alles vorbei war, brauchte er nur wieder aufzustehen und lebendig zu werden.
17:54Das war der ganze Zauber.
17:55Die nächste Nummer, der vulkanische Halsgriff, wurde von uns selbst erdacht und erprobt.
18:00Und diesen Halsgriff brauchten wir zum ersten Mal in der Episode
18:03Kirk durch zwei ist wie viel.
18:05Das war unsere Version von der Dr. Jekyll und Mr. Hyde-Geschichte.
18:10Im Transporterraum der Enterprise war eine Störung aufgetreten.
18:13Als dein Captain Kirk an Bord des Schiffes gebeamt werden sollte,
18:16wurde er in zwei getrennte Persönlichkeiten gespalten.
18:19Dadurch hatten wir jetzt zwei Captain Kirks an Bord, einen bösen und einen guten.
18:24In einer wichtigen Szene kommt es zu einer Konfrontation zwischen den beiden.
18:28Der böse Kirk hatte seinen Faser auf den guten Kirk gerichtet, um ihn zu töten.
18:33Laut Drehbuch musste sich Herr Spock von hinten an den bösen Kirk heranschleichen
18:37und mit dem Griff seines Fasers ihn auf den Kopf schlagen.
18:40Das fand ich etwas entwürdigend. Schließlich befanden wir uns ja im 23. Jahrhundert.
18:44Und als Vulkanier sollte man nicht solche brutalen Methoden anwenden,
18:47um jemanden außer Gefecht zu setzen.
18:49Das sagte ich auch dem Regisseur.
18:51Er fragte, wie ich mir das vorstelle.
18:52Ich antwortete ihm, Mr. Spock hat doch auf dem Vulkan die Hochschule besucht
18:56und ein gründliches Studium der menschlichen Anatomie absolviert.
18:59Außerdem haben doch die Vulkanier die Fähigkeit,
19:01eine besondere Art von Energie mit ihren Fingerspitzen auszusenden.
19:04Wenn diese Kraft nun an einer ganz bestimmten Stelle des Halses
19:08oder an der Schulter angewandt wird, dann ist der Mensch sofort bewusstlos.
19:11Versuchen Sie, sagte der Regisseur.
19:13Ich besprach es mit Bill Shatner und er wusste sofort, was ich meinte.
19:16Als ich dann von hinten auf Bill zukam und meine Hand so auf seinen Hals
19:19und seine Schulter legte, spielte er großartig mit.
19:22Und man hatte den Eindruck, dass es tatsächlich funktionierte.
19:24Und hier ist die Szene. Beobachten Sie Bill.
19:38Willst du mich töten?
19:43Das kannst du nicht.
19:52Das darfst du nicht.
19:53Ist dir das klar?
19:55Ich bin ein Teil von dir.
19:58Du gehörst zu mir.
20:03Und ich gehöre zu dir.
20:10Nein.
20:12Nein.
20:13Ich gehöre nicht zu dir.
20:15Nein.
20:20Das ist also der berühmte Spock-Halsgriff.
20:24In den Drehbüchern nannten ihn die Autoren ganz einfach den F.S.N.P.
20:28Famous Spock Neckpinch.
20:31Er erfüllte zwei ganz wichtige Zwecke.
20:33Einmal trug er zum geheimnisvollen Zauber von Mr. Spock bei
20:36und zum anderen brauchte sich Renard Nimoy nicht mehr besonders anzustrengen,
20:40um den Gegner kampfunfähig zu machen.
20:42Und nun kommen wir zu der berühmten Gedankenverschmelzung der Vulkanier.
20:46Wie kam sie zustande?
20:47Wie wir bereits in dem Filmausschnitt von
20:49Hora Rettet ihre Kinder sahen,
20:51besaß Spock einzigartige Fähigkeiten.
20:53Der Produzent Gene Roddenberry hatte die Autoren von Star Trek angewiesen,
20:56diese geheimnisvollen Kräfte in die Drehbücher einzubauen.
20:59Spock konnte seine Gedanken mit denen eines anderen Wesens
21:02oder eines anderen Menschen verschmelzen,
21:04um wichtige Informationen zu übermitteln oder solche zu erhalten.
21:07Kommen Sie rüber, Mr. Spock.
21:08Wie im Falle des vulkanischen Halsgriffs forderte Gene Roddenberry
21:12alle Mitwirkenden auf, eigene Ideen zu entwickeln und kreativ zu denken.
21:16Hierzu bot sich wieder eine Gelegenheit in einer Folge,
21:19in der sich an Bord des Raumschiffes ein geistesgestörter Mann befand.
21:22Dieser Mann besaß nämlich Informationen, die für uns lebenswichtig waren.
21:27In diesem Falle sollte also Mr. Spock mit seinen geheimnisvollen Kräften versuchen,
21:31mit diesem geisteskranken Mann sich vollkommen zu verschmelzen,
21:34um an die Informationen zu gelangen.
21:36Das war äußerst gefährlich, weil durch diese Vereinigung mit einem geistesgestörten Gehirn
21:40auch Mr. Spocks Geist gestört werden konnte.
21:43Diese Szene stammt aus der Episode
21:45Dagger of the Mind, der Zentralnervensystem-Manipulator.
21:48Bitte achten Sie dabei genau auf Spocks Hände.
21:55Computer-Logbuch der Enterprise, stellvertretender Kommando und erster Offizier Spock.
21:59Spock, ich muss auf eine alte vulkanische Technik zurückgreifen,
22:02um Van Gelder von seinen seelischen Qualen zu befreien.
22:07Spock, wenn auch nur die geringste Chance besteht, dass es helfen könnte, dann...
22:10Ich habe es noch nie bei einem Menschen probiert, Doktor.
22:12Wenn es möglich wäre, in diesen Menschen hineinzusehen,
22:14damit wir wissen, ob er die Wahrheit sagt oder ob es nur Wahnvorstellungen...
22:16Es ist eine ganz spezielle Behandlung, nur für Vulkanier.
22:20Es gehört zu unserer Privatsphäre.
22:21Hören Sie, Spock, Jim Kirk spielt vielleicht mit seinem Leben.
22:27Funktioniert es oder nicht?
22:42Es könnte gefährlich sein.
22:45Verstehen Sie das?
22:47Ich muss eine Druckveränderung erzeugen, mit den Nerven und den Blutgefäßen.
22:52Sie müssen meinen Geist befreien, damit ich Ihnen erklären und Sie warnen kann.
23:01Sie werden nichts davon spüren, Dr. McCoy.
23:04Nur die Person, die ich berühre.
23:05Es ist keine Hypnose.
23:07Ich verstehe.
23:32Die Anzeigen sinken ab.
23:36Sie empfinden jetzt eine seltsame Euphorie.
23:40Sie empfinden jetzt eine seltsame Euphorie.
23:49Ihr Körper schwebt.
23:56Ja.
23:58Ich fühle es jetzt.
24:01Öffnen Sie Ihren Geist.
24:04Wir befinden uns im Einklang.
24:06Und nun, das kennen Sie doch auch, das ist der berühmte vulkanische Handgruß.
24:11Wissen Sie, wie der entstand?
24:12Im Weltraumfieber wurde er zum ersten Mal angewandt.
24:15In dieser Folge musste Spock zu seinem Heimatplaneten zurückfliegen, weil er als Kind mit einer Vulkanierin verlobt worden war und
24:21die Zeit war gekommen, dieses Versprechen zu erfüllen.
24:24Nachdem wir den Vulkan erreicht hatten, gingen die drei Schlüsselfiguren Captain Kirk, Mr. Spock und Dr. McCoy in Richtung Stadt.
24:30Auf diesem Weg kam uns eine Prozession entgegen.
24:33Als wir näher kamen, stellten wir fest, dass auf dem Planet Vulkan eine Frau regiert.
24:37Die Regentin des Planeten wurde nämlich in einer Sänfte von mehreren Trägern vorausgetragen.
24:42Die Herrscherin hieß T. Pau. Sie wurde von Silja Lofsky wunderbar dargestellt.
24:47Während ich auf sie zuging, sollte sie sitzen bleiben und dann sollten wir ein paar freundliche Worte miteinander reden.
24:51Da kam mir die Idee, bei dieser Begegnung müsste etwas Besonderes geschehen, irgendein spezielles Zeichen, wie sich die Leute dort
24:57begrüßen.
24:57Man müsste einen besonderen vulkanischen Gruß erfinden.
25:00Und das sagte ich auch dem Regisseur.
25:02Die Menschen geben sich doch auch die Hand, wenn sie sich treffen.
25:04Und beim Militär wird dauernd salutiert.
25:07Hier müsste auch etwas geschehen.
25:09Da erinnerte ich mich an ein Erlebnis aus der Kindheit.
25:12Wir waren eine orthodoxe jüdische Familie und gingen regelmäßig in den Tempel.
25:15Dort saß ich zwischen meinem Vater und meinem Bruder.
25:17An einer ganz bestimmten Stelle des Gottesdienstes segneten die Kohanim, das sind die Priester der Hebräer,
25:23die Gemeinde mit einem Segen, der uns allen aus dem Alten und dem Neuen Testament bekannt ist.
25:28Der Herr segne und beschütze euch und so weiter.
25:31Jedes Mal, wenn dieses Ritual einsetzt, dreht sich die ganze Gemeinde um und darf keinen Blick auf die Priester werfen.
25:37Ich weiß nicht, was das für einen Grund haben soll, aber von Kind an wurde uns gelehrt,
25:41die Kohanimia nicht anzusehen, während sie den Segen sprechen.
25:44Mein Vater sagte immer, guck nicht hin, schau weg.
25:47Natürlich schiel dich als neugieriger, acht- oder neunjähriger Junge hin, ganz heimlich.
25:52Und was ich sah, war das.
25:54Die Priester hielten ihre Hände in dieser Position und sie segneten so die Gemeinde.
25:59Das war das Ritual.
26:00Ich habe lange darüber nachgedacht, was das bedeuten soll.
26:03Schließlich fiel mir ein, dass sie mit dieser Art einen ganz bestimmten Buchstaben meinten.
26:07Das sieht aus wie Shin im hebräischen Alphabet.
26:10Und Shin ist der erste Buchstabe des Wortes Shaddai, das bedeutet der Allmächtige.
26:15Diese Priester verwandten also wahrscheinlich ein Symbol für den Namen des Allmächtigen, wenn sie die Gemeinde segneten.
26:20Ich war fasziniert und weil mir die Geste so gut gefiel, übte ich sie.
26:23Ich versuchte es jeden Tag, bis ich sie beherrschte.
26:26Daher schlug ich dem Regisseur vor, dass sich vielleicht die Vulkanier auf diese Art begrüßen sollten.
26:31Er war sehr angetan von diesem Vorschlag.
26:33Er ging also zu Silja Lofsky, mit der ich diese Szene spiele, und erklärte ihr, wie wir uns begrüßen werden.
26:38Sie wird herausgetragen, niedergelassen und erhebt die Hand zum Gruß.
26:41Und genau so würde ich antworten.
26:43Das Problem war jetzt, dass Silja das nicht konnte.
26:46Das war alles, was sie fertig brachte.
26:48Also mussten wir uns etwas einfallen lassen.
26:50Wir schafften es schließlich mit einem ganz simplen Kameradrick, dass es doch noch funktioniert.
26:54Denn die Kamera fuhr dicht an sie heran, dass sie außerhalb des Bildes die Finger ihrer rechten Hand in aller
26:58Ruhe so spreizen konnte, wie ich es vorhin gezeigt habe.
27:01Als es dann zum Gruß kam, war sie vorbereitet.
27:03Sie begrüßte mich mit diesem Zeichen.
27:05Und der vulkanische Handgruß war geboren.
27:08Wenn Sie jetzt den Filmausschnitt sehen, dann achten Sie bitte einmal darauf,
27:11dass sich Ihre Hände so lange außerhalb des Bildes befinden, bis sich Ihre Rechte zum Gruß erhebt.
27:15Passen Sie auf.
27:39Pille, weißt du, wer das ist?
27:49Die einzige Person, die jemals seinen Sitz im Föderationsrat abgelehnt hat.
27:57Pille, wieso ist sie bei Spocks Hochzeit?
28:00Das habe ich auch nicht gewusst, dass seine Familie so bedeutend ist.
28:32Pille, weißt du, wer das ist.
28:50Einige Tage nachdem diese Episode gesendet worden war, hielt ich mich beruflich in Cleveland auf.
28:55Wir fuhren im Auto und mussten an einer Ampel anhalten.
28:58Neben uns in dem Wagen saß eine junge Frau. Sie schaute herüber und erkannte mich.
29:01Sie grüßte so. Ich freute mich, dass dieser Gruß schon so populär geworden war.
29:06Ich kurbelte das Fenster runter und fragte sie, ob sie das auch mit der linken Hand kann.
29:09Sie versuchte es, aber was dabei herauskam, sah so aus. Sie sagte, ich spreche es mit einem Akzent.
29:14Sie glauben gar nicht, wie oft ich gefragt werde, ob es nicht schwer ist, eine Figur zu spielen, die keine
29:18Gefühle haben darf.
29:20Das ist ein großes Missverständnis. Spock hat viel mehr Gefühle als die meisten glauben.
29:24Als Vulkanier hat er allerdings gelernt, sie jederzeit zu beherrschen.
29:28Erschwerend kommt noch hinzu, dass Spock zur Hälfte Mensch ist.
29:31Und das macht die Rolle erst richtig kompliziert, weil er ja diese beiden Hälften unter einen Hut bringen muss.
29:35Sie können mir glauben, wenn man jeden Tag zwölf Stunden alles unter Kontrolle halten muss, da dreht man schon ab
29:40und zu mal durch.
29:41Ich gebe Ihnen ein Beispiel.
29:42Wir saßen einmal im Konferenzsaal mit verschiedenen Autoren zusammen.
29:45Da fing ich plötzlich ohne jeden Grund aus heiterem Himmel an zu schreien.
29:49Das Gefühl musste heraus, ich konnte mich nicht mehr beherrschen.
29:53Deshalb war ich auch immer sehr froh, wenn Spock in einigen Episoden sich erregen musste und dadurch Gemütsbewegungen zeigen konnte.
29:59Ein gutes Beispiel ist dafür die Episode Implosion in der Spirale.
30:03In dieser Geschichte ging es um ein Virus, der in das Raumschiff gelangt war und auf die Besatzungsmitglieder übertragen wurde.
30:09Daher befanden wir uns alle in einem merkwürdigen Zustand.
30:12Keiner konnte seine Gefühle und seine Fantasie noch im Zaum halten.
30:16Wir ließen uns gehen und all das, was in uns steckte, kam aus uns heraus.
30:21Sie sehen jetzt eine Szene, in der die beiden Seiten von Spock miteinander in Konflikt geraten.
30:25Die logische Seite und die gefühlvolle Seite.
30:48Ich habe meine Gefühle unter Kontrolle.
30:53Unter Kontrolle.
30:57Ich bin Offizier.
31:05Offizier.
31:12Meine Pflicht.
31:16Meine Pflicht.
31:18Meine Pflicht.
31:36Meine Pflicht ist es zu gehen.
31:44Spät.
31:45Zu spät.
31:48Es tut mir leid.
31:50Und zwei.
31:56Zwei.
31:58Vier.
31:59Sechs.
32:03Sechs.
32:06Sechs.
32:07Sechs.
32:08Sechs Mal.
32:21In diesem Filmausschnitt, den Sie eben gesehen haben, wurde unseren Zuschauern ganz deutlich gezeigt,
32:26dass Mr. Spock keineswegs so eiskalt, so gefühllos ist, wie er immer hingestellt wird.
32:30Und das haben die Zuschauer erkannt.
32:32Denn wenige Tage, nachdem diese Episode ausgestrahlt worden war, schnellte meine Fanposten die Höhe.
32:37Wenn ich bisher 100 Briefe in der Woche bekam, erhielt ich jetzt Tausende.
32:41Zu den beständigsten Autoren von Star Trek gehörte zweifellos Dorothy von Turner.
32:45Sie hat ein paar fabelhafte Geschichten für uns geschrieben.
32:47Und eines Tages kam sie mit dem Vorschlag, für Spock eine Liebesgeschichte zu schreiben.
32:51Ich sagte ihr, das könnte eventuell schief gehen.
32:54Denn ich fürchtete, dass die Figur in ein falsches Licht geraten könnte, wenn Mr. Spock zu viele Gefühle zeigen soll.
32:59Vielleicht würden die Zuschauer es nicht verstehen, wenn derselbe Spock in Zukunft wieder alles unter Kontrolle hat.
33:04Doch sie hatte eine großartige Idee, die mich schließlich überzeugte.
33:09Emotionen sind mir fremd.
33:11Ich bin Wissenschaftler.
33:12Das glauben vielleicht die anderen.
33:14Deine Kameraden, dein Käpt'n.
33:16Aber nicht ich.
33:19Komm.
33:19Sie schrieb eine wunderschöne Geschichte mit dem Titel Das falsche Paradies.
33:24Die weibliche Hauptrolle wurde von Jill Ireland gespielt.
33:31Spock.
33:34Die eine sieht wie ein Drache aus.
33:37Der überaus begabte Gene Kuhn, der inzwischen Produzent von Star Trek geworden war,
33:41und sein Co-Produzent Gene Roddenberry glaubten fest an den Erfolg von Dorothys Idee.
33:46Und er ließ nicht lange auf sich warten.
33:48Aber ich habe früher oft Wolken beobachtet.
33:54Oder Regenbogen.
33:59Weißt du, dass ich dir genau sagen kann, wann so ein Wunder am Himmel erscheint?
34:04Aber seine Schönheit bewusst in mir aufzunehmen war mir nicht gegeben.
34:08Hier schon.
34:25Spock.
34:28Spock.
34:31Ja, Sie wünschen, Käpt'n.
34:34Spock, sind Sie's?
34:35Ja, selbstverständlich, wer sonst?
34:38Wo sind Sie?
34:42Das möchte ich nicht unbedingt verraten.
34:46Machen Sie bitte keine Scherze.
34:48Das ist ein Befehl.
34:50Rufen Sie mich zurück in zehn Minuten.
34:52Wir evakuieren alle Bewohner nach Raumbasis 27.
34:56Nein, daran habe ich kein Interesse.
34:58Was reden Sie denn da für ein Quatsch?
35:02Ich verbitte mir Ihren Ton, Sir.
35:08Spock.
35:10Berichten Sie mir unverzüglich.
35:17Spock.
35:19Geben Sie Antwort.
35:22Spock.
35:25Die Frequenz ist frei, aber er antwortet nicht.
35:29Das hörte sich nicht nach Spock an, Jim.
35:31Nein.
35:33Du sagtest doch, du magst ihn lieber, wenn er etwas menschlicher ist.
35:36Das habe ich nie gesagt.
35:38Och, das hast du.
35:38Was hat er nur?
35:41Vielleicht ist er in Schwierigkeiten.
35:44Ja, übernimm das Sonderkommando und fang gleich damit an, die Siedler an Bord zu beamen.
35:48Wie willst du denn Spock finden?
35:50Die Frequenz ist offen.
35:52Ich werde Pfadfinder spielen.
35:53Kontakte des Sall.
35:55Er soll herkommen.
35:56Das Sonderkommando soll sich in zwei Teams aufteilen, aber dauernd in Verbindung bleiben.
36:12Ja, ha, ha, ha.
36:34Spock.
36:37Spock.
36:38Spock.
36:39Spock.
36:40Spock.
36:40Spock.
36:41Spock.
36:41Spock.
36:41Spock.
36:41Und nun wollen wir uns noch mit der Absetzung der Star Trek Serie befassen.
36:45mit der Produktion der Kinofilme und dem mysteriösen Tod von Mr. Spock.
36:52Star Trek war meine wichtigste Serie, die ich gedreht habe und dafür habe ich auch gern schwer gearbeitet.
36:57Unser Pensum betrug 60 Stunden die Woche, 12 Stunden täglich.
37:01Aber es hat sich gelohnt. Wir waren eine große Familie, der Regisseur, die Künstler und die Technik.
37:06Wir hatten viel Freude und wir haben auch viel geleistet.
37:09Und als das aufhörte, waren natürlich alle sehr traurig.
37:12Nach drei Jahren wurde die Serie vom Sender abgesetzt und lief dann in den Regionalprogramm.
37:16Im Sender war unsere Serie nie ein großer Erfolg gewesen.
37:19Aber jetzt im Regionalprogramm konnten auf einmal viele neue Zuschauer gewonnen werden.
37:23Ungefähr drei Jahre später, nachdem der Sender uns abgesetzt hatte,
37:27verlangten immer mehr Menschen wieder einen Star Trek, egal ob Fernsehen oder Spielfilm.
37:33Erst 1978, etwa zehn Jahre nachdem wir die ursprüngliche Serie beendet hatten,
37:38drehte Paramount mit der damaligen Übersetzung noch einmal Star Trek, diesmal als Spielfilm.
37:44Der Film war sehr erfolgreich, weil er großartig gemacht war.
37:47Für die Schauspieler war es allerdings frustrierend.
37:51Wir hatten nach zehn Jahren eine andere Vorstellung von unseren Rollen bekommen,
37:55mussten aber so weiterspielen, wie wir damals aufgehört hatten.
37:59Auch Gene Roddenberry war enttäuscht, weil ihm ein ganz anderes Drehbuch vorschwebte.
38:02Außerdem wurde zu großer Wert auf Special Effects gelegt.
38:06Trotz alledem war es ein Erfolg.
38:09Daher beschloss Paramount, noch einen Star Trek-Film zu drehen.
38:12Zusammen mit Roddenberry engagierten sie dafür einen neuen Co-Produzenten,
38:16Harf Bennett.
38:17Er sollte die früheren Star Trek-Episoden genau studieren,
38:20um den Geist und die Atmosphäre der damaligen Serie neu entstehen zu lassen.
38:24Er sollte auch die Schauspieler wieder zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammenführen.
38:28Harf Bennett hatte zwei fabelhafte Ideen.
38:31Nachdem er sich alle 78 Episoden der Star Trek-Serie sehr genau angesehen hatte,
38:36meinte er, dass der schlafende Tiger, das war eine Episode mit Ricardo Montalban,
38:40eine so tolle Geschichte wäre, dass man eine Fortsetzung drehen müsste.
38:44In dieser Geschichte sehen Sie einen hervorragenden Darsteller.
38:48Und zwar Ricardo Montalban als Kahn in dem Film aus dem Jahre 1967.
38:53Und dann sehen Sie ihn, wie er schließlich 15 Jahre später als Rächer zu uns zurückkehrt.
39:00Sie können das nicht beurteilen, Mr. Spock.
39:02Sie haben diese Jahre nicht miterlebt.
39:05Für mich war das eine Zeit der Hoffnungen und Ideale.
39:10Und eine Zeit von vielen kleinen Diktaturen, nicht wahr?
39:13Ja, aber ein Mann wollte sie vereinen und die Welt regieren.
39:17Aber die Menschheit war noch nicht reif für seine Ideen.
39:26Und Sie sympathisierten mit diesem Mann?
39:28Sie sind ein exzellenter Taktiker, Captain.
39:30Sie schicken Ihren ersten Offizier in die vorderste Linie
39:33und beobachten aus der Deckung, ob der Angriff erfolgreich ist.
39:37Wir sind hier nicht auf einem Schlachtfeld
39:39und wir wollen noch niemanden angreifen, Mr. Kahn.
39:46Sie sind unser Ehrengast.
39:51Ich weiß diese Ehre zu schätzen,
39:53aber ich glaube, Sie haben mich wohlhin falsch verstanden.
39:55Ich bin nun mal kein guter Diplomat.
39:57Leider.
40:00Ich habe immer mit offenem Visier gekämpft.
40:02Etwas anderes liegt mir nicht.
40:04Dann verstehe ich nicht, warum Sie geflohen sind.
40:07Ich bin nicht geflohen.
40:08Aber Sie haben die Erde zu einer Zeit verlassen,
40:10als die Menschen Hilfe brauchten.
40:11Wir wollten diese kranke Welt heilen.
40:15Wir?
40:22Sehr gut.
40:24Ausgezeichnet.
40:32Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen würden, meine Herren,
40:35meine Damen,
40:36Sie werden verstehen, dass ich Ruhe brauche.
40:39Käpt'n, ich möchte mich bei Ihnen für diese Einladung bedanken.
40:51Da ist sie.
40:53Da ist sie.
40:55Feier!
40:58Schutz, Herr Maron.
41:03In drei Minuten auf Fortgeschwindigkeit, oder?
41:05Wir sind alle tot.
41:06Für alle Ewigkeit.
41:09Ausgesetzt auf einem nackten, toten Planeten.
41:20Die zweite fabelhafte Idee von Harf Bennet brachte mich in Verlegenheit
41:24und ich wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte.
41:26Er dachte an Spocks Tod und schrieb für mich eine wunderbare Sterbesszene.
41:30Nein!
41:31Du musst jetzt an die Männer hier denken.
41:32Er stirbt, Sir.
41:34Er ist doch schon lange tot.
41:39Es ist zu spät.
41:57Spock.
42:04Spock!
42:33Ah!
42:35Schiff, außer Gefahr?
42:41Ja.
42:46Seien Sie nicht traurig, Admiral.
42:51Seien Sie logisch.
42:56Bedürfnisse vieler sind wichtiger als die Bedürfnisse weniger.
43:05Oder eines einzigen.
43:15Ich habe ihn nie abgelegt, den Kobayashi-Mahro-Test.
43:21Bis heute.
43:25Was halten Sie von meiner Lösung?
43:30Spock.
43:43Ich war es und werde es immer sein.
43:47Ihr Freund.
43:54Leben viel lang.
43:58Und in Frieden.
44:14Von allen Seelen, die mir begegnet sind auf meinen Reisen, war seine die...
44:23Die menschlichste.
44:27Den Sarg.
44:28Bitte.
44:39Bei der Produktion von Der Zorn des Kahn wurde ich vor die Frage gestellt, ob ich dem Tod von Mr.
44:45Spock zustimmen wolle.
44:46Sicher wird jeder Schauspieler in einer Serie irgendwann einmal auch der schönsten Rolle überdrüssig.
44:51Außerdem war diese Sterbesszene so gut geschrieben, dass sie mich als Schauspieler sehr gereizt hatte.
44:56Das gab schließlich den Ausschlag dafür, dass ich dieser Szene zustimmte.
45:00Dabei war noch gar nicht gesagt, dass dies auch das Ende von Mr. Spock bedeuten würde.
45:05In der Welt des Science Fiction kann der Tod auch Beginn eines neuen Lebensabschnittes sein.
45:29Computer-Logbuch der Enterprise, Sternzeit 81,31,6, Admiral Kirk.
45:34Raumschiff Enterprise auf dem Flug nach City Alpha 5, um die Crew der Reliant aufzunehmen.
45:39Alles läuft gut.
45:41Und doch muss ich mir Gedanken machen über den Freund, den wir verloren haben.
45:47Es gibt immer Möglichkeiten, hat Spock gesagt.
45:51Und wenn Genesis tatsächlich Leben aus dem Tod bedeutet, dann muss ich an diesen Ort hier zurückkehren.
46:08Wird es noch mehr Star Trek Filme geben? Das ist ganz sicher.
46:11Denn die Produktionen von Industrial Light und Magic Company von George Lucas haben bereits die Aufträge erteilt.
46:17Deshalb werden schon jetzt von Ken Ralston, Nilo Rottis und Dave Carson die Special Effects für Star Trek 3 entworfen.
46:24Sie hatten bereits beeindruckende Effekte für frühere Filme geschaffen.
46:28Ich denke dabei an die Filme Krieg der Sterne, das Imperium schlägt zurück, Jäger des verlorenen Schatzes, Star Trek 2,
46:34der Zorn des Kahn.
46:36Das Drehbuch für den dritten Film hatte Harv Bennett auch schon fast fertig.
46:39Und der eigentliche Schöpfer von Star Trek, Gene Roddenberry, wird der Produktion wieder als Berater zur Verfügung stehen.
46:46Aber auch der Einfluss von Mr. Spock wird spürbar werden.
46:50Bei Star Trek 3 führt nämlich Nanot Nimoy Regie.
46:54Ob wir auch Mr. Spock selbst wieder begegnen können, das wird wohl noch in den Sternen stehen.
47:09Danke, dass Sie mir zugehört haben und dass ich Ihnen einige Ausschnitte aus meinen Lieblingsszenen von Star Trek zeigen durfte.
47:16Ich wünsche Ihnen Gesundheit und ein langes Leben.
47:59Untertitelung des ZDF, 2020
48:17Untertitelung des ZDF, 2020

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