#Hörbuch #deutsch
Die große Miss-Marple-Edition, Teil 1, bietet eine Sammlung von vier weiteren ungelösten Kriminalfällen, die Miss Marple mit ihren speziellen Methoden und ihrem untrüglichen Spürsinn aufklärt. Diese Fälle umfassen eine mysteriöse Lebensmittelvergiftung, eine Geistergeschichte, die ertrunkene Urlauberin auf Gran Canaria und eine obskure Geheimgesellschaft. Die Hörspiele sind unterhaltsam und spannend, und die Leser können die Geschichten in der Audioteka-App auf verschiedenen Geräten hören
Die große Miss-Marple-Edition, Teil 1, bietet eine Sammlung von vier weiteren ungelösten Kriminalfällen, die Miss Marple mit ihren speziellen Methoden und ihrem untrüglichen Spürsinn aufklärt. Diese Fälle umfassen eine mysteriöse Lebensmittelvergiftung, eine Geistergeschichte, die ertrunkene Urlauberin auf Gran Canaria und eine obskure Geheimgesellschaft. Die Hörspiele sind unterhaltsam und spannend, und die Leser können die Geschichten in der Audioteka-App auf verschiedenen Geräten hören
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MusikTranskript
00:00:08Miss Marple, das ist ja eine freudige Überraschung.
00:00:11Guten Morgen, Inspektor. Könnte ich Sie vielleicht einen Augenblick sprechen? Privat.
00:00:17Aber ja, natürlich. Kommen Sie bitte in mein Zimmer.
00:00:20Danke schön.
00:00:20Hier. So, nehmen Sie Platz, Miss Marple, bitte.
00:00:24Danke schön.
00:00:25Also, was kann ich für Sie tun?
00:00:26Sie sind doch nicht etwa hier, um mir zu sagen, dass ich schon wieder ein Verbrechen übersehen habe.
00:00:30Genau deshalb bin ich hier gekommen. Es ist ein sehr schwerwiegendes Verbrechen.
00:00:34Es handelt sich um einen Mord.
00:00:35Oh nein, nicht schon wieder, bitte.
00:00:37Diesmal ist kein Irrtum möglich, Inspektor.
00:00:39Also gut, rücken Sie schon mit der Sprache heraus. Wer hat wen ermordet diesmal?
00:00:44Was den Mörder angeht, so erfordert das natürlich eine sorgfältige Untersuchung.
00:00:48Sein Opfer war der alte Mr. Enderby.
00:00:52Enderby? Das sind doch Hirngespinste. Er ist an einem Herzschlag gestorben.
00:00:55Ja. Aber es fragt sich, was die Ursache des unerwarteten Herzschlages war.
00:01:00Ich kenne den ärztlichen Befund, Miss Marple. Es kam nicht unerwartet. Er litt seit vielen Jahren unter Herzbeschwerden.
00:01:06Natürlich, genau. Ein wohlhabender alter Mann, der unter chronischen Herzbeschwerden leidet.
00:01:12Interessant, wie sich die Begleitungsstände in den beiden Fällen gleichen.
00:01:15Ganz egal, wem Sie nur noch immer gleichen. Sie drücken nicht auf einen Mord hin.
00:01:20Entschuldigen Sie bitte, Inspektor. Sie kennen doch sicher Agathe Christis bemerkenswerten Roman, Der Wachsblumenstrauß.
00:01:26Der Wachsblumenstrauß habe ich nie gelesen.
00:01:28Dann braucht man sich nicht zu wundern, dass Sie den Zusammenhang nicht sehen können.
00:01:31Agathe Christi sollte Pflichtlektüre werden bei allen Polizeibehörden.
00:01:35Zu Ihrem Opfer kam das Verderben in Gestalt einer Katze.
00:01:39Aber ich bitte Sie, Miss Marple, das führt doch wohl etwas zu weit.
00:01:41Ein wohlhabender alter Mann mit einem schwachen Herzen und einer absolut krankhaften Furcht vor Katzen.
00:01:46Was könnte leichter sein für jemanden, der ihm nach dem Leben trachtet, als eine Katze in sein Haus zu schaffen?
00:01:51Eine Katze, auf die der alte Mann in einem unerwarteten Augenblick stoßen wird?
00:01:54Ja, der alte Ennerby wurde vorsätzlich zu Tode erschreckt.
00:01:59Das ist wirklich eine geniale Theorie.
00:02:01Aber ich möchte Ihnen raten, Miss Marple, weniger Kriminalgeschichten zu lesen.
00:02:05Ein hübscher Liebesroman wäre viel beruhigender.
00:02:07Wollen Sie etwa damit andeuten, dass Sie in dieser Sache nichts unternehmen werden?
00:02:11Nicht das Geringste.
00:02:12Ich bin Kriminalbeamter, Miss Marple.
00:02:14Mich interessieren nur Tatsachen.
00:02:16Also bitte gut, dann bleibt mir nur noch ein Weg offen.
00:02:19Einen Augenblick, mein Miss Marple.
00:02:20Nein, Herr Inspektor, ich kenne meine Pflicht.
00:02:23Ich verzichte auf Ihre Hilfe und werde das selbst untersuchen.
00:02:27Guten Tag.
00:02:29Sie werden wieder von mir hören, und zwar, wenn mein Fall abgeschlossen ist.
00:02:32Ach du liebe Güte, meine Pastete.
00:02:38Ich habe Sie nicht aus Versehen anbrennen lassen, wie Sie vielleicht annehmen.
00:02:42Alles Absicht, Sie werden gleich sehen.
00:02:44Ich habe das Stück Leben, das wir in Enderby's Haus gefunden haben, in Teig gebettet.
00:02:49Und dann den Abdruck mit Gips ausgefüllt.
00:02:53Sehen Sie sich das Ergebnis an.
00:02:56Beweisstück Nummer 1 in Gips festgehalten.
00:02:59Verstehe. Sehr klug von Ihnen, Miss Marple.
00:03:02Tja, nicht schlecht, nicht?
00:03:03Mh, obwohl ich zugeben muss, dass es mir etwas gegen den Strich ging, meine Pastete zu lange zu backen.
00:03:08Es passt haargenau.
00:03:09Mh.
00:03:10Wofür halten Sie das?
00:03:12Das ist der Abdruck eines Steigbügels.
00:03:14Dann stammt der Lehm von einem Reitstiefel.
00:03:16Ja.
00:03:16Und zwar von einem Stiefel mit einem sehr deutlichen Riss.
00:03:20Dieser brockenfrischer Lehm klebte zwischen der Sohle und dem Hacken des Reitstiefels irgendeines Menschen.
00:03:25Und dieser Mensch hat Mr. Enderby noch besucht, kurz bevor er starb.
00:03:29Das war der Mörder, meinen Sie?
00:03:30So können wir ihn noch nicht nennen. Ich meine, solange nicht offiziell festgestellt wurde, dass er ermordet worden ist.
00:03:35Ja, schön. Aber wenn der Inspektor noch einmal in aller Ruhe über Ihre Theorie nachdenkt...
00:03:39Inspektor Kradok hat mir auf sehr liebenswürdige Weise versichert, dass das genau das ist, was er nicht tun wird.
00:03:44Nein, Jim.
00:03:46Sie und ich müssen die Spur, die wir entdeckt haben, ganz allein verfolgen.
00:03:51Dankeschön. Wo sollen wir beginnen?
00:03:53Nun, wir müssen zunächst herausfinden, wer aus seinem Toden Nutzen zieht.
00:03:56Dann müssen wir warten, bis das Testament in den Zeitungen veröffentlicht wird.
00:04:00Das ist nicht gesagt. Das ist nicht gesagt.
00:04:02Gute allein macht es nicht. Glück muss der Mensch haben.
00:04:05Entschuldigen Sie, was meinen Sie damit?
00:04:06Das Vorwörter steht genau unter dem Fenster dort.
00:04:10Das erfordert jetzt ein gewisses Maß an Geschicklichkeit.
00:04:13Wir müssen da nämlich raufklettern.
00:04:15Wenn uns nun jemand zieht, was machen wir dann?
00:04:16Von der Straße wird uns niemand sehen können, weil der Turbogen ja die Sicht verdeckt.
00:04:19Kommen Sie.
00:04:20Und obwohl ich es sehr bedauere, die unersättliche Gier meiner Verwandten befriedigen zu müssen,
00:04:26bestimme ich hiermit nichtsdestoweniger, dass mein gesamtes Vermögen gleichmäßig verteilt wird
00:04:32zwischen meinem Vetter vierten Grades George Crossfield, damit er nicht länger auf das Geld seiner Kundschaft zurückzugreifen braucht.
00:04:42Meiner Nichte Rosamund Schäden, um ihr die Möglichkeit zu geben, ihrem Mann ein Leben zu bescheren, wie er es gerne
00:04:50führen möchte.
00:04:52Meinem Neffen Hector Enderby, damit er in der Lage ist, jeden Tag auf die Jagd zu reiten,
00:04:58anstatt einmal in der Woche.
00:04:59Und ihm damit mehr als bisher Gelegenheit gegeben wird, sich den Hals zu brechen.
00:05:06Oh.
00:05:07Und schließlich meiner Schwester Korra Lenz kennet in dankbarer Erinnerung,
00:05:12dass sie sich 30 Jahre lang im Ausland aufgehalten hat und ich nicht von ihr belästigt wurde.
00:05:18Das hinterlassene Geld ist sofort allen betreffenden Parteien auszuzahlen,
00:05:22in der Hoffnung, dass es sie alle so unglücklich wie nur möglich machen möge.
00:05:28Das war wohl der wichtigste Punkt. Jedenfalls, was sie angeht, glaube ich.
00:05:31Nein, Mr. Trandl, der wichtigste Punkt ist, wie viel Geld ich bekommen werde.
00:05:35Aber George, ich finde, du solltest solche Dinge nicht sagen, auch wenn sie deiner Einstellung entsprechen.
00:05:40Warum nicht? Ich will es wissen.
00:05:41Ja, natürlich. Wir alle wollen es wissen.
00:05:44Nun, ich kann Ihnen im Moment noch nicht die präzise Summe nennen,
00:05:47aber ich schätze, dass jeder ihre Anteile zwischen 20 und 25.000 Pfund beträgt.
00:05:52Oh.
00:05:54Ach, Hector.
00:05:56Ich finde, du hättest in der Todesanzeige deines Onkels, die du in die Zeitungen aufgegeben hast,
00:06:00nicht das Wort plötzlich verwenden sollen.
00:06:02Wie meinst du das, Tante Cora?
00:06:03Ich meine, es könnte die Leute am Ende stutzig machen.
00:06:06Aber regen wir uns nicht auf.
00:06:08Es ist doch immerhin alles sehr hübsch verduscht worden, nicht wahr?
00:06:11Wovon redest du eigentlich?
00:06:14Nach dem, was sie zu mir sagte, als sie mich im vergangenen Monat besucht hat,
00:06:18wäre es nicht gut, die Sache publik zu machen.
00:06:21Wir müssen es für uns behalten, in der Familie.
00:06:24Meine liebe Mrs. Lenz-Kennett, würden Sie bitte klar aussprechen,
00:06:27was Sie mit diesen seltsamen Andeutungen meinen?
00:06:29Aber er wurde doch ermordet, nicht wahr?
00:06:35Guten Morgen.
00:06:37Ach, guten Morgen, Inspektor.
00:06:40Danke sehr.
00:06:41Ich habe zuerst gedacht, das kann doch wohl nicht wahr sein.
00:06:43Das muss eine Sinnestäuschung sein.
00:06:45Aber Sie sind es doch.
00:06:48Gestatten Sie?
00:06:49Ach, ich danke Ihnen.
00:06:52Miss Marple, sind Sie sich darüber klar,
00:06:54dass, wenn Sie mir nicht so gut bekannt wären,
00:06:55ich Sie in diesem Moment wegen groben Unfuchs festnehmen würde?
00:06:58Dürfte ich Sie bitten, mir zu erklären,
00:07:00worin dieser grobe Unfug besteht, Inspektor?
00:07:03Ähm, äh, Schnüffeln.
00:07:05Schnüffeln?
00:07:06Ja, Sie haben mich ganz richtig verstanden, Miss Marple.
00:07:08Ich glaube, dass jeder in Milchester interessiert ist,
00:07:10zu erfahren, wie viel der alte Enderby hinterlassen hat.
00:07:12Und auch wem.
00:07:13Und ich nehme an, Sie wollten die Erste sein.
00:07:15Also, schöner Inspektor, wenn Sie es darauf anlegen,
00:07:17mich als alte Klatschstante und Schnüfflerin zu bezeichnen,
00:07:20dann wünsche ich Ihnen einen guten Tag.
00:07:22Kommen Sie, Mr. Stringer.
00:07:25Miss Marple, glauben Sie nicht,
00:07:27dass Sie besser zur Polizei gehen
00:07:29und Inspektor Kredok mitteilen, was Sie belauscht haben und...
00:07:32Alte Klatschstante und aufdringliche Schnüfflerin
00:07:34waren seine Worte, glaube ich.
00:07:35Nein, Ihre.
00:07:37Er hat es so gemeint.
00:07:38Aber vielleicht hat er jetzt...
00:07:40Bitte, Mr. Stringer, seit dem Auftritt heute Morgen
00:07:42ziehe ich es vor, Inspektor Kredok nicht mehr zu erwähnen.
00:07:45Es ist ja ganz gleich, was er denkt.
00:07:47Nach dem, was Mrs. Lenskenett gesagt hat,
00:07:49wissen wir jedenfalls, dass wir Recht haben.
00:07:51Mr. Enderby wurde ermordet.
00:07:53Und wir kennen das Motiv.
00:07:5525.000 Pfund für jeden Familienangehörigen.
00:07:59Ja, und das ist schon eine ganze Menge Geld.
00:08:01Und da Sie alle profitieren...
00:08:03Sind Sie auch alle verdächtig, sicher.
00:08:05Aber ein Motiv ist nicht genug.
00:08:08Was wir brauchen, sind vor allem Tatsachen,
00:08:10sonst tappen wir weiter im Dunkeln.
00:08:11Wir sollten uns also an die Arbeit machen
00:08:13und versuchen, so viel wie wir können,
00:08:15über die Familie herauszubekommen.
00:08:17Mrs. Halley Braun?
00:08:18Ja.
00:08:20Immer ein guter Ausgangspunkt.
00:08:22Natürlich kann Ihre Schwätzerei nicht ausstehen,
00:08:24aber in einer verzweifelten Situation
00:08:26muss einem jedes Mittel recht sein.
00:08:28Oh ja.
00:08:29Und darüber hinaus schlage ich vor,
00:08:31dass wir sofort anfangen.
00:08:32Oh.
00:08:34Es ist Ihnen doch sicherlich klar, wieso.
00:08:36Haben wir beide jemals einen Kriminalroman gelesen,
00:08:38der es bei einem Toten bewenden lässt?
00:08:40Ach, Sie meinen...
00:08:42Ja.
00:08:43Vielleicht schlägt der Mörder doch einmal zu.
00:08:45Ja, daran hatte ich nicht gedacht.
00:08:47Vielleicht sollte man doch lieber die Polizei...
00:08:48Wir sehen erst zur Polizei gehen,
00:08:50wenn wir schlüssige Beweise haben.
00:08:52Die haben Ihre Methoden
00:08:53und wir haben die unseren.
00:08:56Außerdem habe ich gehört,
00:08:57dass Kora Lenzgenet nicht erst zur Beerdigung
00:08:59nach Manchester zurückgekehrt ist,
00:09:01sondern schon viel früher.
00:09:02Nachdem sie eine ganze Reihe von Jahren
00:09:04in Frankreich gelebt hat,
00:09:05hat sie vor ungefähr zwei Monaten
00:09:07hier ein Häuschen gemietet.
00:09:08Liegt nur ein paar Meilen von hier.
00:09:09Ja, und dort hat Ihr Bruder,
00:09:11Mr. Enderby, Sie auch besucht.
00:09:12Ja.
00:09:13Ja, und der VK behauptet,
00:09:14er wäre ein Einsiedler gewesen.
00:09:16Er hätte den Ort über 30 Jahre nicht verlassen.
00:09:18Ja, das habe ich auch gehört.
00:09:19Und Mrs. Helle Brown...
00:09:21In meiner Fundgrube für Informationen.
00:09:22Sie sagt, Kora Lenzgenet hätte diese Erbschaft dringend gebraucht,
00:09:26weil Ihr Mann bis zu seinem Tode
00:09:27ihr ganzes Geld verschwendet hätte,
00:09:29um einen hauten wertloser Bilder zu kaufen.
00:09:31Kann alles nützlich sein unter Umständen,
00:09:33aber es sagt uns noch nicht, warum Sie glaubt,
00:09:35dass Ihr Bruder ermordet worden ist.
00:09:37Ach, vielleicht hat sie nicht die Wahrheit gesagt.
00:09:39Warum sollte sie lügen?
00:09:41Ihr Mann war immerhin ein Franzose
00:09:43und ein Maler noch dazu.
00:09:44Ja, und obendrein auch noch ein sehr schlechter
00:09:46und dennoch zieht das nicht vollkommen unglaubwürdig.
00:09:49Nein, nicht vollkommen.
00:09:51Wissen Sie was?
00:09:52Ich glaube, es wird Zeit,
00:09:53dass ich mich mal porträtieren lasse.
00:09:55Porträtieren, Miss Marple?
00:09:56Ja, ich werde Sie mal besuchen, diese Kora Lenzgenet.
00:09:59Nur als Vorwand selbstverständlich.
00:10:01Wir müssen herausfinden,
00:10:02was Ihr Bruder zu ihr an jenem Tag gesagt hat
00:10:04und was sie zu der Überzeugung brachte,
00:10:05dass er ermordet wurde.
00:10:07Ich werde bald wieder zurück sein.
00:10:09Vielleicht sind Sie so freundlich,
00:10:10einen Tee für uns zu bereiten.
00:10:11Natürlich, sehr gern.
00:10:12Wer sind Sie?
00:10:14Was tun Sie denn hier?
00:10:16Ich wollte...
00:10:17Und was ist denn mit Mrs. Lenzgenet geschehen?
00:10:19Ja, ich fürchte, sie ist tot.
00:10:23Tot, aber Sie haben sie getötet.
00:10:26Sie haben sie getötet.
00:10:27Aber meine liebe Frau...
00:10:27Rühren Sie mich nicht an!
00:10:29Ich habe doch gesehen,
00:10:30wie Sie sich über sie balken.
00:10:31Meine liebe Frau,
00:10:32sehe ich etwa wie eine Mörderin aus?
00:10:33Ich weiß nicht, wonach Sie aussehen,
00:10:35aber ich habe Sie gesehen.
00:10:36Was Sie gesehen oder nicht gesehen haben,
00:10:38ist im Augenblick völlig ohne Belang.
00:10:39Wir müssen die Polizei rufen.
00:10:41Wo ist hier ein Telefon?
00:10:42Da steht es.
00:10:43Aber Sie haben mir noch nicht gesagt,
00:10:45wer Sie sind.
00:10:46Ich bin Mrs. Lenzgenets Gesellschafterin.
00:10:49Miss Milchrist.
00:10:50Hallo?
00:10:52Ja, ich kann hören, dass Sie sprechen,
00:10:53aber Sie werden leider damit aufhören müssen.
00:10:56Ich weiß, dass das ein Nebenanschluss ist,
00:10:58aber dieses Gespräch ist sehr dringend.
00:10:59Ich muss die Polizei rufen.
00:11:00Können Sie irgendein Schwerverbrechen zu sagen?
00:11:02Seien Sie bitte nicht so sarkastisch, junger Mann.
00:11:04Ich habe tatsächlich ein schweres Verbrechen zu melden.
00:11:07Mord, jawohl.
00:11:08Und einen besonders schröslichen Mord.
00:11:17Dann lassen Sie das im Laboratorium
00:11:18so schnell wie möglich untersuchen, ja?
00:11:20Ja, ist gut, Sir.
00:11:21Eine komische Waffe ist das.
00:11:22Ja.
00:11:23Die Waffe einer Frau.
00:11:25Oder die eines Mannes,
00:11:26der wünscht, dass jeder denkt,
00:11:27es wäre eine Frau gewesen.
00:11:29Ich habe diese Möglichkeit schon mit einberechnet,
00:11:31Miss Marple.
00:11:32Die Dame sagt,
00:11:33sie fühlt sich jetzt wohl genug, um zu sprechen.
00:11:35Gut, bringen Sie sich herein.
00:11:37Vielen Dank, Miss Marple.
00:11:38Ich möchte Sie nicht länger aufhalten.
00:11:39Das ist schon gut, Herr Inspektor.
00:11:40Ich stehe Ihnen sehr gern zur Verfügung.
00:11:42Sie haben Sie doch nicht etwa ein Verdacht, oder?
00:11:44Nun, sie war hier.
00:11:45Die Waffe war eine Hutnadel.
00:11:46Das schon.
00:11:47Aber würde sich wirklich jemand
00:11:48so offensichtlich verdächtig machen?
00:11:50Es soll schon dumme Mörder gegeben haben.
00:11:52Sie ist schüchter und gehemmt, Inspektor.
00:11:53Doch, sie ist keine dumme Frau.
00:11:56Übrigens, Inspektor,
00:11:56Sie müssen wissen,
00:11:57dass heute Morgen bei der...
00:11:58Ihr nicht jetzt, Miss Marple, bitte.
00:12:00Oh, Miss Milchris,
00:12:01setzen Sie sich doch bitte schön.
00:12:02Ach, ich habe noch nie etwas
00:12:04mit der Polizei zu tun gehabt.
00:12:06Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, mein Kind.
00:12:08Diese Herrschaften sind immer sehr nett.
00:12:09Vielen Dank, Miss Marple.
00:12:11Ich habe gehört,
00:12:12dass Sie seit vielen Jahren
00:12:12Mrs. Lenzgenets Gesellschafterin gewesen sind.
00:12:15Oh ja, allerdings.
00:12:16Das ist bestimmt ein großer Schock für Sie,
00:12:17aber ich muss Ihnen doch einige Fragen stellen.
00:12:21Ich habe nichts zu verbergen.
00:12:23Davon bin ich überzeugt.
00:12:24Wann haben Sie Sie zuletzt gesehen?
00:12:26Unmittelbar, bevor ich zur Bücherei ging.
00:12:28Um welche Zeit war das?
00:12:29Ich fuhr mit dem 2 Uhr Bus.
00:12:32Ich würde sagen,
00:12:33Sie ist dann ungefähr 2 Stunden tot.
00:12:34Jetzt ist es 4 Uhr 30,
00:12:36also sagen wir 2 Uhr 30.
00:12:37Der Arzt wird das natürlich
00:12:38präziser feststellen können.
00:12:40Ist es nicht außergewöhnlich schwierig,
00:12:41ja sogar unmöglich,
00:12:42die genaue Todeszeit festzustellen,
00:12:44Inspektor?
00:12:45Nein.
00:12:45Wir werden uns die größte Mühe geben,
00:12:47so exakt wie möglich zu sein, Miss Marple.
00:12:50Nun, als Sie sich verlassen haben,
00:12:52erschienen Sie Ihnen da nervös
00:12:53oder irgendwie aufgeregt?
00:12:54Nein, es ging ihr so gut wie sonst.
00:12:55Sie machte sich gerade fertig,
00:12:56um auszugehen.
00:12:57Miss Milchrist,
00:12:58haben Sie vielleicht irgendeine Ahnung,
00:13:00wer Sie getötet haben könnte?
00:13:02Nein, nein, jetzt abgesehen von Ihrem Verdacht
00:13:03auf Miss Marple.
00:13:05Irgendjemand anders,
00:13:05gab es da jemanden,
00:13:06der Sie hasste?
00:13:07Das glaube ich nicht.
00:13:08Sie war immer zu jedermann freundlich.
00:13:10Sie war auch sehr freundlich zu mir.
00:13:11Sie sagte mir,
00:13:12dass mir Ihren Amethyst-Anhänger
00:13:13hinterlassen würde.
00:13:14Und eines von Ihren eigenen Bildern
00:13:16sollte ich auch bekommen.
00:13:18Sie hat wunderschön gemalt,
00:13:19finden Sie nicht auch?
00:13:25Ja, in der Tat.
00:13:26Miss Milchrist,
00:13:27hatten Sie irgendwelche Besucher
00:13:28in der letzten Zeit?
00:13:29Nein, wir haben sehr zurückgezogen gelebt.
00:13:32Aber hat sich denn keiner Ihrer Verwandten
00:13:33mit Ihren Verbindungen gesetzt,
00:13:35nachdem Sie wieder nach England
00:13:36zurückgekehrt war?
00:13:37Nur Ihr Bruder,
00:13:38Ihr verstorbener Bruder, meine ich.
00:13:40Er hat Sie vor etwa einem Monat besucht.
00:13:41Er hat doch zuletzt
00:13:42sein Haus kaum noch verlassen.
00:13:43Hat der Besucher einen besonderen Grund?
00:13:45Nun, ja, sehen Sie,
00:13:47die beiden hatten sich in den Jahren
00:13:48etwas entfremdet.
00:13:49Und nach dem Tode Ihres Mannes
00:13:51hat sie dann an ihn geschrieben,
00:13:52weil sie finanzielle Hilfe brauchte.
00:13:54Waren Sie bei dem Besuch zugegen?
00:13:55Nein, Herr Inspektor.
00:13:57Haben Sie durch Zufall gehört,
00:13:59worüber die beiden miteinander sprachen?
00:14:01Glauben Sie,
00:14:02dass es meine Angewohnheit ist,
00:14:03an Türen zu horchen?
00:14:04Natürlich nicht.
00:14:05Ich bitte um Entschuldigung.
00:14:06Es wäre ja möglich,
00:14:07dass Sie was von dem Gespräch
00:14:08zufällig mitbekommen hätten.
00:14:10Ich habe gar nichts gehört.
00:14:11Miss Marple,
00:14:12ich glaube,
00:14:12ich bin absolut fähig,
00:14:13die notwendigen Fragen zu stellen.
00:14:15Entschuldigen Sie, Inspektor.
00:14:16Ich danke Ihnen, Miss Milchrist,
00:14:17wenn Sie so freundlich wären,
00:14:18meinem Assistenten
00:14:19eine vorläufige Aussage zu machen,
00:14:20werden wir uns später weiter unterhalten.
00:14:21Ja, ist gut.
00:14:22Entschuldigen Sie doch bitte
00:14:23die Angehörigen.
00:14:24Ich nehme an,
00:14:24dass der Anwalt die Adressen haben wird.
00:14:26Jawohl, Sir.
00:14:27Mrs. Lenskennett sagte mir,
00:14:28Sie würden sich alle
00:14:29für ein paar Tage
00:14:29bei Mr. Enderby aufhalten.
00:14:31Das heißt also im Galop-Hotel,
00:14:32nicht wahr?
00:14:33Ja.
00:14:33Das ist doch auch ein Reitinstitut,
00:14:35so viel ich weiß.
00:14:36Miss Milchrist,
00:14:37sind Sie oder Mrs. Lenskennett
00:14:40jemals geritten?
00:14:42Geritten?
00:14:42Ja, Sie wissen doch,
00:14:44Pferde...
00:14:44Nein.
00:14:46Dankeschön.
00:14:47Tja, ich möchte Sie zwar
00:14:48nicht aufhalten, Inspektor,
00:14:50aber ich würde vorschlagen,
00:14:51dass Sie der Familie
00:14:52so schnell wie möglich
00:14:53einen Besuch abstatten.
00:14:54So, das schlagen Sie also vor.
00:14:55Und warum?
00:14:56Nun, ich glaube,
00:14:57Sie sollten wissen,
00:14:58dass Cora Lenskennett
00:14:59bei der Testamentseröffnung
00:15:00heute Morgen gesagt hat,
00:15:01dass Ihr Bruder
00:15:02ermordet worden ist.
00:15:03Was?
00:15:05Woher wissen Sie?
00:15:07Oh ja, natürlich.
00:15:09Sie haben es zufällig
00:15:09mit angehört, nicht?
00:15:10Sie sagen es,
00:15:11ich habe es zufällig gehört.
00:15:13Hätte gern gewusst,
00:15:14warum Sie mir das nicht
00:15:14früher gesagt haben.
00:15:15Ich habe doch versucht,
00:15:16es Ihnen früher zu sagen,
00:15:18aber ich bin hier
00:15:18nicht zu Wort gekommen.
00:15:20Oh ja,
00:15:22natürlich, ganz recht.
00:15:24Finden Sie nicht auch,
00:15:25dass es etwas sonderbar ist,
00:15:26dass Sie so kurz,
00:15:27nachdem Sie diese Äußerung
00:15:28gemacht hat,
00:15:29ermordet worden ist?
00:15:30Etwas sehr sonderbar.
00:15:32Es sei denn,
00:15:33dass jemand aus der Familie
00:15:34gedacht hat,
00:15:35dass Cora Lenskennett
00:15:36nicht nur wusste,
00:15:36dass Ihr Bruder
00:15:37ermordet wurde,
00:15:38sondern auch,
00:15:39wer der Mörder war.
00:15:40Ja.
00:15:43Demzufolge ist diese arme Frau
00:15:44natürlich von jetzt an
00:15:45in einer sehr gefährlichen Lage.
00:15:47Miss Milchrist?
00:15:48Ja.
00:15:48Sehen Sie,
00:15:49wenn Sie nun doch zufällig
00:15:50das Gespräch zwischen Cora
00:15:51und Ihrem Bruder
00:15:52belauscht hat
00:15:52und der Mörder dies weiß
00:15:54oder vermutet,
00:15:55dann ist es sehr wahrscheinlich,
00:15:56dass Sie eben so zum Schwein
00:15:57gebracht wird,
00:15:58wie Cora Lenskennett.
00:16:01Ich fürchte,
00:16:02ich werde Sie jetzt verlassen müssen,
00:16:03um nach Hause zu gehen
00:16:04und zu packen.
00:16:04Packen?
00:16:05Ja.
00:16:06Ich mache einen kurzen Urlaub.
00:16:07Guten Tag.
00:16:10Eine ausgezeichnete Idee,
00:16:11Miss Marple.
00:16:12Ich hoffe,
00:16:12dass Sie recht angenehme Tage
00:16:13verleben.
00:16:14Ich bleibe mit Ihnen in Verbindung.
00:16:15Miss Marple,
00:16:16mir ist immer noch nicht ganz wohl
00:16:17bei dieser Geschichte.
00:16:18Ich finde,
00:16:19ich sollte lieber bei Ihnen.
00:16:20Aber, Mr. Stringer,
00:16:21wir waren uns doch einig,
00:16:22dass jemand,
00:16:22der nicht reiten kann,
00:16:23an einem solchen Ort
00:16:24nur auffallen würde.
00:16:25Außerdem ist die Polizei da.
00:16:26Und daher,
00:16:27rein aus Routinegründen,
00:16:29möchte ich gern von Ihnen
00:16:30einen Bericht haben
00:16:30über alles,
00:16:31was Sie gestern Nachmittag
00:16:32zwischen zwei und vier Uhr
00:16:33getan haben.
00:16:33Sie wollen doch nicht andeuten,
00:16:34dass jemand aus der Familie
00:16:35die arme Tante Cora
00:16:36ums Leben gebracht hat.
00:16:38Ich will überhaupt
00:16:38nichts andeuten, Sir.
00:16:39Ich führe nur eine Untersuchung.
00:16:41Eine ziemlich aggressive Untersuchung,
00:16:42muss ich sagen.
00:16:43Tut mir leid.
00:16:44Ich finde,
00:16:44Mord ist auch ziemlich aggressiv.
00:16:46Nun seien Sie doch mal
00:16:46vernünftig, Mann.
00:16:47Warum sollte einer von uns
00:16:48solch einen schrecklichen Mord begehen?
00:16:49Vielleicht hat Cora Lenskinet
00:16:51etwas gewusst
00:16:51und man wollte Sie
00:16:53zum Schweigen bringen.
00:16:54Worüber zum Schweigen?
00:16:56Sie hat gestern
00:16:57in Ihrem Beisein
00:16:57eine Bemerkung gemacht.
00:16:59Und zwar die Bemerkung,
00:17:00dass Ihr Onkel,
00:17:01Mr. Enderby,
00:17:02ermordet wurde.
00:17:04Ungeheuerlich.
00:17:04Wie haben Sie das herausbekommen?
00:17:06Das ist doch nebensächlich,
00:17:07nicht wahr, Sir?
00:17:08Ich nehme an,
00:17:09keiner von Ihnen wird leugnen,
00:17:10dass Mrs. Lenskinet
00:17:11das gesagt hat.
00:17:13Also bitte.
00:17:14Das wäre ein Motiv.
00:17:15Vielleicht gibt es noch andere.
00:17:18Darf ich bei Ihnen anfangen,
00:17:19Mr. Shane?
00:17:20Ja, gewiss.
00:17:21Aber ich fürchte,
00:17:22ich kann kein Alibi nachweisen,
00:17:23wenn es das ist,
00:17:24worauf Sie raus sind,
00:17:24Herr Inspektor.
00:17:26Gestern Nachmittag?
00:17:27Tja,
00:17:27ich bin eigentlich
00:17:28den ganzen Nachmittag ausgeritten.
00:17:30Allein, Sir?
00:17:31Tja, ganz allein.
00:17:32Wohin?
00:17:33Ich fürchte,
00:17:34die Umgebung ist mir nicht bekannt genug,
00:17:35um Ihnen das sagen zu können.
00:17:36Aber Sie waren bekannt genug,
00:17:37dass Sie wieder zurückfinden konnten.
00:17:39Das Pferd fand zurück.
00:17:41Sind Sie unterwegs
00:17:41irgendjemandem begegnet?
00:17:43Nein,
00:17:43ich bedauere es sehr.
00:17:44Ich wünschte,
00:17:45es wäre so.
00:17:46Ja,
00:17:46ich auch.
00:17:48Na,
00:17:48wie steht es mit Ihnen,
00:17:49Mr. Crossfield?
00:17:50Tja,
00:17:51ich bin gestern Nachmittag
00:17:52ebenfalls ausgeritten.
00:17:53Verstehe.
00:17:53Und ich bin auch
00:17:54niemandem begegnet.
00:17:55Na schön.
00:17:57Und ich nehme an,
00:17:58dass Sie ebenfalls ausgeritten sind,
00:17:59Mr. Enderby?
00:18:00Nein,
00:18:00ich war den ganzen Nachmittag
00:18:01über hier zu Hause.
00:18:02Wirklich,
00:18:03Hector?
00:18:04Ich wollte dich sprechen
00:18:05und dachte,
00:18:05du wirst weg,
00:18:06weil deine Tür verschlossen war.
00:18:07Ich wollte nicht gestört werden
00:18:08und schloss deshalb die Tür ab.
00:18:10Was haben Sie getan?
00:18:12Die Abrechnungen kontrolliert.
00:18:14So,
00:18:14so.
00:18:15Hm.
00:18:16Na,
00:18:16fein.
00:18:18Und Sie?
00:18:18Mrs. Shane?
00:18:19Wir haben einen Schand
00:18:20alle ziemlich schwache Alibis.
00:18:22Ich war auch in meinem Zimmer.
00:18:24Den ganzen Nachmittag über?
00:18:26Ja,
00:18:27mit Ausnahme der Zeit,
00:18:28als ich zu Hector ging.
00:18:29Ich habe gelesen.
00:18:30Hat Sie jemand vom Personal gesehen,
00:18:32als Sie Mr. Enderby aufsuchen wollten?
00:18:35Nein.
00:18:36Ich gebe zu,
00:18:37Herr Inspektor,
00:18:37es ist ungewöhnlich
00:18:38für eine englische Frau
00:18:39Liebe mit einem Buchenzimmer
00:18:40als auf einem Pferd zu sitzen.
00:18:41Aber es ist dennoch möglich.
00:18:43Das habe ich gar nicht bestritten.
00:18:45Dann sind Sie jetzt wohl
00:18:45hoffentlich zufriedengestellt.
00:18:46Ich bin keineswegs
00:18:47zufriedengestellt,
00:18:48Mr. Enderby,
00:18:48aber lassen wir das jetzt
00:18:49im Moment.
00:18:50Ich wäre Ihnen verbunden,
00:18:51wenn Sie meinem Assistenten
00:18:52Bacon ausführliche Angaben machen.
00:18:53Und halten Sie sich bitte
00:18:54zur Verfügung.
00:18:55Ich bin für etwa eine Stunde
00:18:56beim Kommissar,
00:18:57falls Sie mich brauchen.
00:18:58Jawohl, Sir.
00:18:59Einen Augenblick,
00:18:59Herr Inspektor.
00:19:00Hat das zu bedeuten,
00:19:01dass wir alle hierbleiben sollen?
00:19:03Ich fürchte ja,
00:19:03Mr. Crossfield,
00:19:04wenigstens bis zum Abschluss
00:19:05der Anwursung.
00:19:05Ich muss morgen unbedingt
00:19:06nach Schottland fahren.
00:19:08Tut mir leid,
00:19:08aber das ist unmöglich.
00:19:10Es ist eine wichtige Auktion,
00:19:11Herr Inspektor.
00:19:12Lord Fatherways,
00:19:13Gemäldesammlung,
00:19:14alle Kunsthändler Englans
00:19:15werden dabei sein
00:19:15und ich habe einen Kunden
00:19:16für den Gainsborough.
00:19:17Sie haben doch einen Partner,
00:19:18soviel ich weiß, nicht?
00:19:21Sie haben sich also bereits
00:19:22über mich informiert?
00:19:23Reine Routinesache,
00:19:24Mr. Crossfield,
00:19:25aber Ihr Partner kann doch
00:19:26an der Auktion teilnehmen,
00:19:27nicht wahr?
00:19:27Ja, aber...
00:19:27Na, das ist doch ein guten Tag.
00:19:29Ach, Sir,
00:19:30vielleicht kann ich bei Ihnen
00:19:31anfangen.
00:19:34Ach, Herr Inspektor,
00:19:34ich wollte Ihnen noch etwas sagen.
00:19:36Ja?
00:19:37Ich führe hier ein Hotel
00:19:38und Sie können sich bestimmt
00:19:39vorstellen, dass es nicht
00:19:39besonders angenehm für mich ist,
00:19:41wenn ein Polizeibagen
00:19:42vor der Tür steht.
00:19:43Wenn Sie es für nötig halten,
00:19:44uns wieder zu besuchen,
00:19:44könnten Sie etwas mehr
00:19:45inkognito kommen.
00:19:46Sonst noch was?
00:19:47Ich finde, das genügt doch
00:19:48nicht, wahr?
00:19:48Ja, Mr. Enderby,
00:19:49allerdings, guten Morgen.
00:19:51Oh!
00:19:52Oh, sehen Sie das da?
00:19:53Kann man nicht gut übersehen,
00:19:54nicht?
00:19:54Unglaublich!
00:19:55Das ist ein Brotbreed-Stammensattel
00:19:57aus Northampton,
00:19:58in Winters sind Sie auch.
00:19:59Sehen wir doch mal nach.
00:20:00Was?
00:20:01Ich meine, welcher Jahrgang
00:20:02es ist.
00:20:02Es muss unter dem
00:20:03Steigbügel stehen.
00:20:06Tja, hier steht...
00:20:07Nein, sagen Sie es mir nicht.
00:20:09Ich werde es Ihnen sagen.
00:20:111882.
00:20:12Nein, ich belüge Sie,
00:20:13Inspektor, 1885.
00:20:15Richtig.
00:20:15Und ich kann Ihnen auch sagen,
00:20:17wem er gehört.
00:20:18Ich habe solch einen Brotbreed-Stammel
00:20:19nur einmal in ganz England gesehen,
00:20:21Lady Cursebreckel.
00:20:22Na, einen Augenblick.
00:20:25Dieses Prachtstück gehört...
00:20:26Mir, Mr. Enderby.
00:20:28Guten Morgen, Inspektor.
00:20:29Meine Mutter, natürlich.
00:20:30Meine Gnäste,
00:20:31ich beneide Sie,
00:20:32er ist wunderschön.
00:20:32Ich hoffe, Sie haben ein Tier,
00:20:33das Sie nicht Würde tragen kann
00:20:35und mich auch.
00:20:35Ja, ja, ja, natürlich.
00:20:37Oh, wie reizend.
00:20:38Ich habe mich für eine Woche angemeldet.
00:20:40Wirklich, Herr Inspektor,
00:20:41es ist nett,
00:20:42Sie nach so langer Zeit wiederzusehen.
00:20:43Nach so langer Zeit?
00:20:44Ja, es muss doch Monate her sein.
00:20:47Tja, allerdings...
00:20:48Ich bin entzückt, Miss Marple.
00:20:49Ich hätte mir nie träumen lassen,
00:20:50dass Sie Wert darauf legen,
00:20:51zu uns zu gehören.
00:20:52Sie müssen wissen,
00:20:53dass ich zu meiner Zeit viel grünen bin.
00:20:55Junior Silbersporen,
00:20:58Brockbrook, 1910.
00:20:59Junior Silber, Brockbrook, 1910?
00:21:01Miss JTV Marple.
00:21:03Miss Marple, ich...
00:21:04Ein Augenblick, bitte, Inspektor.
00:21:05Wenn man bedenkt,
00:21:06dass wir seit Jahren Nachbarn sind,
00:21:07ohne uns zu kennen,
00:21:08Sie müssen mir gestatten,
00:21:08Sie zum Lunch einzuladen.
00:21:09Sie werden doch natürlich mit mir essen.
00:21:10Natürlich.
00:21:13Miss Milchrist,
00:21:14guten Morgen.
00:21:15Es ist nett, Sie wiederzusehen.
00:21:17Guten Morgen.
00:21:19Sehen Sie nicht so erschrocken rein, meine Liebe.
00:21:20Ich habe meinen Soll an Morden
00:21:22nämlich heute schon erfüllt.
00:21:23Wohnen Sie denn auch hier?
00:21:24Ja, das möchte ich sagen.
00:21:26Oh, das wusste ich gar nicht.
00:21:27Zweifellos eine angenehme Überraschung für Sie.
00:21:30Gestatten Sie,
00:21:30dass ich Sie bei dieser Gelegenheit frage,
00:21:32was Sie hierher führt?
00:21:33Oh, Mr. Hector Enderby hat mich eingeladen.
00:21:35Das war sehr liebenswürdig von ihm,
00:21:37denn ich musste doch das Landhaus verlassen
00:21:38und wusste nicht, wohin ich sollte.
00:21:39Mr. Hector Enderby hat Sie eingeladen.
00:21:42Und ich hoffe,
00:21:43Sie haben einen angenehmen Aufenthalt.
00:21:44Danke sehr.
00:21:45Oh, übrigens.
00:21:46Ich würde der Familie nichts davon erzählen,
00:21:48dass ich gestern am Landhaus war.
00:21:50Es würde die Untersuchung des Inspektors
00:21:51vielleicht beeinträchtigen.
00:21:53Oh ja, natürlich.
00:21:54Danke sehr.
00:21:55Hallo, George.
00:21:57Wohin starfst du denn so?
00:21:58Komm herein, Rosamund.
00:21:59Was kann es denn da unten so Interessantes geben?
00:22:02Die Frau, die mit Hector wegreitet,
00:22:03hat den Onkel tot aufgefunden.
00:22:05Sie wohnt seit gestern hier.
00:22:07Na und?
00:22:07Was weiter?
00:22:08Ich mag Menschen nicht,
00:22:09die in meinen Angelegenheiten schnüffeln.
00:22:10Ach, du bist wieder nervös.
00:22:12Wiedersehen.
00:22:12Wenn du Michael siehst,
00:22:13sag ihm bitte,
00:22:14dass ich ihn gesucht habe.
00:22:15Bleib noch einen Augenblick hier, Rosamund.
00:22:17Und falls es dich nicht nervös macht,
00:22:18dass du mit mir allein bist.
00:22:20Wieso denn nervös?
00:22:22Weil du weißt,
00:22:23wie anziehend ich dich finde.
00:22:25Ja, das weiß ich.
00:22:26Immer noch nur Michael?
00:22:27Ja, natürlich.
00:22:28Stört es dich nicht ein bisschen,
00:22:29dass er dich bloß wegen deiner Erbschaft geheiratet hat?
00:22:31Kleiner Irrtum, lieber George.
00:22:33Er hat nicht mich geheiratet,
00:22:34sondern nicht ihn.
00:22:35Ich wollte Michael vom ersten Augenblick an
00:22:37und habe die Entscheidung getroffen.
00:22:38Bekommst du immer alles, was du willst?
00:22:40Ja, natürlich.
00:22:41Und ich frage nicht erst lange.
00:22:43Aha.
00:22:44Du bist eine gefährliche Frau, Rosamund.
00:22:48Ich hoffe, du willst nie etwas von dem,
00:22:49was mir gehört.
00:22:50Du meinst jetzt von deinem Geld?
00:22:52Keine Angst, im Moment nicht.
00:22:54Warum hast du es eigentlich so eilig gehabt,
00:22:55es zu kriegen?
00:22:56Hast du es wirklich so dringend gebraucht?
00:22:58Sagen wir,
00:22:59ich konnte es ziemlich gut gebrauchen.
00:23:01Bist du wieder in Schwierigkeiten?
00:23:02Was zum Teufel meinst du damit?
00:23:05Deine Kunden geben dir doch sicher manchmal Geld,
00:23:07um Bilder für sie zu kaufen, nicht wahr?
00:23:08Ja, na und?
00:23:09Es wäre bestimmt nicht das erste Mal,
00:23:11dass du dir was davon geliehen hast, nicht?
00:23:12Halt den Mund.
00:23:13Werdet doch nicht gleich so wütend.
00:23:15Das ist mir ganz egal.
00:23:17Ach, George, hast du vielleicht...
00:23:19Ach, da bist du ja, Rosamund.
00:23:21Ich habe dich überall gesucht.
00:23:22Ich habe dich auch gesucht, mein Schatz.
00:23:24Ich möchte gerne ein bisschen ausführen.
00:23:25Ich dachte, wir wollten spazieren gehen.
00:23:27Ich möchte aber jetzt gern ausfahren.
00:23:29Also schön, bitte, wie du willst.
00:23:30Bis nachher, George.
00:23:32Auf Wiedersehen, George.
00:23:34Hallo, Hillman.
00:23:35Wünschen Sie etwas, Mr. Crossfield?
00:23:37Ja.
00:23:39Ich möchte ein bisschen mit Ihnen plaudern.
00:23:40Dazu habe ich keine Zeit.
00:23:41Ich muss nämlich arbeiten.
00:23:42Nun werden Sie nicht frech.
00:23:43Alles, was ich will, ist eine kleine Information
00:23:45über Mr. Hector und diese alte Dame.
00:23:47Von mir werden Sie keine Information bekommen.
00:23:49Wieso nicht?
00:23:51Haben Sie etwas zu verbergen?
00:23:52Nein, ich nicht.
00:23:53Aber vielleicht gehen Sie jetzt raus
00:23:54und lassen mich in Ruhe weiterarbeiten.
00:23:55Schreien Sie sich bloß nicht auf, Hillman.
00:23:57Ich kann das Gefühl nicht loswerden,
00:23:59dass diese alte Dame Mr. Hector Schwierigkeiten machen will.
00:24:02Das soll sie lieber lassen.
00:24:03Sie versucht es vielleicht.
00:24:05Ich glaube, es würde sich lohnen,
00:24:07wenn Sie sie ein bisschen im Auge behalten.
00:24:08Ich habe gelogen, als ich dem Polizisten heute Morgen sagte,
00:24:11ich wäre ausgeritten.
00:24:12Aber das ist doch im Grunde ohne Belang.
00:24:14Es kommt darauf an, was du getan hast.
00:24:16Tja, ich hatte was in der Stadt zu erledigen.
00:24:18Natürlich.
00:24:19Ich hoffe, du hast ihr Leibwohl gesagt.
00:24:22Ich weiß nicht, wovon du eigentlich sprichst.
00:24:24Wirklich nicht?
00:24:25Gib dir keine Mühe.
00:24:27Ich weiß immer, wann du lügst.
00:24:28Aber ich lüge nicht.
00:24:29Doch, natürlich lügst du.
00:24:32Genau wie du behauptet hast,
00:24:33dass du den Onkel an seinem Todestag nicht aufgesucht hättest.
00:24:36Das war auch eine Lüge.
00:24:38Woher willst du denn das wissen?
00:24:40Ich weiß alles über dich.
00:24:42Hör jetzt zu, Rosamund.
00:24:43Ich kann es nicht vertragen, wenn man mir dauernd nachspioniert.
00:24:45Das ist mein Ernst.
00:24:46Treib es bitte nicht auf die Spitze.
00:24:47Ich will es wissen, hörst du.
00:24:50Was ist passiert?
00:24:51Hast du geglaubt, dein unwiderstehlicher Charme
00:24:52würde seine Brieftasche öffnen?
00:24:53Ja, ich habe es jedenfalls gehofft.
00:24:56Und war es so?
00:24:57Nein.
00:24:58Und das ist also alles?
00:25:00Ja, natürlich ist das alles.
00:25:01Dann hättest du es doch erwähnen können.
00:25:03Ich dachte, die Leute würden nachdem, was passiert war,
00:25:05bestimmt glauben, dass ich...
00:25:06Du meinst, sie hätten denken können,
00:25:07dass Tante Cora vielleicht doch recht hatte?
00:25:10Ja.
00:25:11Ich glaube, das hätten sie getan.
00:25:13Was zum Teufel machen Sie da?
00:25:15Mr. Hillman, haben Sie mich aber erschreckt.
00:25:18Was machen Sie mit diesen Stiefeln da?
00:25:19Ich habe Sie nur bewundert.
00:25:21Feines, altes, englisches Leder.
00:25:23Kräftig und doch geschmeidig.
00:25:25Lassen Sie bitte in Zukunft Ihre Finger davon.
00:25:27Hillman!
00:25:28So spricht man nicht mit einer Dame.
00:25:29Gehen Sie wieder an Ihre Arbeit.
00:25:31Ich wollte Ihnen bloß sagen,
00:25:32dass Blackjack wieder im Stall ist.
00:25:34Sie brauchen wegen Hillman nicht beunruhigt zu sein.
00:25:37Er ist ein ungehobelter Bursche,
00:25:38aber er ist seit vielen Jahren bei mir.
00:25:39Unbedingt vertrauenswürdig.
00:25:41Dann täuscht aber das Aussehen,
00:25:43dieses merkwürdige Menschengewaltig, Mr. Enderby.
00:25:46Wenn Sie mich jetzt entschuldigen wollen,
00:25:47ich muss mich ein wenig ausruhen.
00:25:50Du kannst mich nicht zu verstehen.
00:25:51Ich will nichts von Onkels Sachen.
00:25:53Nur dieses Bild.
00:25:54Das ist aber sehr schade,
00:25:55weil ich gerade gestern zu Hector gesagt habe,
00:25:57dass ich es haben möchte.
00:25:59Warum lassen wir das ganze Zeug nicht einfach versteigern
00:26:01und jeder bekommt den gleichen Anteil vom Erlös,
00:26:03damit endlich dieser blöde Streit aufhört?
00:26:04Aber ich streite ja gar nicht, Liebling.
00:26:06Hör mal, dieses Bild bringt noch nicht einmal zwei Pfund bei einer Auktion.
00:26:08Bist du dessen ganz sicher, George?
00:26:09Du bist doch Kunsthändler.
00:26:11Vielleicht ist es wirklich wertvoll
00:26:13und du bist der Einzige von uns, der es weiß.
00:26:14Es ist nicht wertvoll.
00:26:16Zufällig gefällt mir das Bild nun mal.
00:26:18Das ist alles.
00:26:19George, ich finde der Rosamund,
00:26:20dieses Gemälde so am Herzen liegt,
00:26:21solltest du es hier lieber überlassen.
00:26:22Für einen Gentleman gilt immer noch das Gebot,
00:26:24Ladies first.
00:26:25Nicht nach meiner Aufmerksamkeit.
00:26:26Aber nach der meiner.
00:26:27Ich würde euch vorschlagen, darum zu würfeln.
00:26:29Keiner von euch scheint mich zu verstehen.
00:26:32Ich will es.
00:26:33Aber das bedeutet nicht,
00:26:34dass du es kriegen kannst.
00:26:34Aber gar keine Frage.
00:26:35Also nun hör mir mal zu Rosamund.
00:26:36Los, Herr Samund.
00:26:37Hört auf.
00:26:37Ich habe keine Lust,
00:26:38eure verrückten Streitigkeiten länger
00:26:39in meinem Haus zu erdulden.
00:26:40Aber Hector, ich...
00:26:41Es ist mein Ernst, Rosamund.
00:26:42Ja, Hector, dir mag es ernst sein,
00:26:44aber mir...
00:26:44Keins Aber.
00:26:45Die Sache ist erledigt.
00:26:46Das ist mein Haus.
00:26:47Und hier werde ich wohl noch zu bestimmen haben.
00:26:49Es ist doch merkwürdig,
00:26:50wie sich ein bisschen Geborgenheit
00:26:51auf manche Menschen auswirkt.
00:26:52Entschuldigung, aber ich finde diese Bemerkung
00:26:54nicht sehr amüsant.
00:26:55So war sie auch gar nicht gemeint,
00:26:56lieber Hector.
00:26:57Jedenfalls freue ich mich,
00:26:58dass die Sache jetzt geregelt ist.
00:26:59Es ist noch nichts geregelt,
00:27:01soweit es mich betrifft, nicht.
00:27:02Aber natürlich, George.
00:27:04Du scheinst Rosamund falsch verstanden zu haben.
00:27:06Es ist geregelt,
00:27:07weil ich das Bild behalten werde.
00:27:10Oh.
00:27:10Noch nicht zu wittgegangen,
00:27:12Miss Marple?
00:27:12Ich suche mir nur etwas zum Lesen aus,
00:27:14bevor ich mich zurückziehe.
00:27:15Gute Nacht.
00:27:16Gute Nacht.
00:27:17Wenn Sie vielleicht Miss Marple suchen,
00:27:18sie ist unten in der Halle.
00:27:20Oh.
00:27:22Tut mir leid, wenn ich Sie erschreckt habe.
00:27:24Oh, es ist schon gut.
00:27:25Ich bin immer noch etwas nervös, glaube ich.
00:27:26Ja, natürlich.
00:27:27Unter den Umständen überrascht mich das nicht.
00:27:30Wie meinen Sie das?
00:27:31Nun, wenn ich der Mörder wäre,
00:27:33würde ich bei dem Gedanken sehr beunruhigt sein,
00:27:34dass Sie vielleicht gehört haben,
00:27:35was der alte Ender wie zu Cora gesagt hat.
00:27:37Aber ich habe nichts gehört.
00:27:38Ich persönlich kann es Ihnen nicht verdenken,
00:27:40dass Sie es vergessen haben.
00:27:41Der Mörder würde Sie sonst hier kaum herumlaufen lassen,
00:27:43nicht wahr?
00:27:44Oh.
00:27:45Oh, ich muss sofort reden.
00:27:46Gehen?
00:27:47Ja, das muss ich auch.
00:27:49Gute Nacht.
00:27:54Fehlt Ihnen irgendetwas, Miss Milgris?
00:27:56Ja, ich...
00:27:58Könnte ich Sie bitte einen Augenblick sprechen?
00:27:59Allein?
00:28:00Natürlich.
00:28:00Kommen Sie doch bitte in mein Zimmer.
00:28:02Dankeschön.
00:28:04Ich hoffe, das bedeutet,
00:28:06dass Sie mich nicht länger für eine Mörderin halten.
00:28:08Bitte verzeihen Sie mir das.
00:28:09Es war dumm von mir.
00:28:10Durchaus nicht.
00:28:11Eine natürliche Schlussfolgerung,
00:28:12als Sie mich fanden,
00:28:13wie ich mich über die Leiche beugte.
00:28:14Wollen Sie nicht Platz nehmen?
00:28:16Danke sehr.
00:28:18Also, was wollten Sie mir sagen, meine Liebe?
00:28:20Miss Marple,
00:28:21ich habe doch zugehört, als Cora...
00:28:23Ich meine, Mrs. Lenskinet und ihr Bruder sich unterhielten.
00:28:26Das dachte ich mir.
00:28:27Glauben Sie aber nicht,
00:28:27dass sich die beiden absichtlich belastet?
00:28:29Aber natürlich nicht.
00:28:30Was haben Sie gehört?
00:28:31Nicht viel, nur Bruchstücke eigentlich.
00:28:33Aber genug, um zu verstehen,
00:28:35dass er furchtbare Angst hatte,
00:28:36jemand aus der Familie würde ihn töten.
00:28:38Wer denn von Ihnen?
00:28:40Das weiß ich auch nicht.
00:28:41Er hat es immer nur angedeutet,
00:28:43als ob er sich scheute, einen Namen zu nennen.
00:28:45Verständlicherweise.
00:28:47Miss Milchrist,
00:28:48Haben Sie das schon irgendjemandem erzählt?
00:28:51Natürlich nicht.
00:28:52Ich meine,
00:28:52weil er so kurz darauf starb,
00:28:54wurde ich doch ein bisschen stutzig.
00:28:56Und als dann Mrs. Lenskinet...
00:28:58Oh, Miss Marple,
00:29:00ich bin ganz verstört.
00:29:01Ich habe solche furchtbare Angst.
00:29:02Grund genug haben Sie dazu, glaube ich.
00:29:04Sie haben mich alle gefragt,
00:29:06ob ich das Gespräch belauscht habe.
00:29:07Und dann sehen mich alle an,
00:29:09als ob Sie mir nicht glauben wollen.
00:29:10Ich fürchte,
00:29:11Sie sind nicht imstande,
00:29:12überzeugend genug zu lügen.
00:29:14Wir müssen diese Geschichte
00:29:16Inspektor Gredok erzählen
00:29:17und niemand anderen.
00:29:19Und je früher, desto besser.
00:29:21Machen Sie sich keine Sorgen mehr darüber.
00:29:23Gehen Sie auf Ihr Zimmer
00:29:24und überlassen Sie alles andere mir.
00:29:26Ich habe unseren Onkel
00:29:28an dem Tag,
00:29:28an dem er getötet wurde, aufgesucht.
00:29:30Wir alle sind irgendwann einmal bei uns.
00:29:32Und jeder aus dem gleichen Grund.
00:29:34Um Geld aus ihm herauszulocken.
00:29:37Aber du warst schlimmer als wir alle.
00:29:39Du warst gierig genug,
00:29:40um deswegen einen Mord zu begehen.
00:29:42Und nicht nur um ein Viertel des Vermögens,
00:29:45sondern um einen Riesenbetrag zu bekommen.
00:29:48Dieses Bild ist, wie du genau weißt,
00:29:50ein Vermögen wert.
00:29:51Ironie des Schicksals, was?
00:29:54Wenn man bedenkt,
00:29:55dass er das vor 30 Jahren in Paris
00:29:56für ein Butterbrot erworben haben muss.
00:29:58Doch ich weiß auch,
00:30:00was dieses Bild wert ist.
00:30:02Und ich will es haben.
00:30:04Und wenn du mir nicht sagst,
00:30:06wo es ist,
00:30:07dann weißt du genau,
00:30:08was passieren wird.
00:30:11Also, wo ist es?
00:30:12Was haben Sie hier zu suchen?
00:30:14Lassen Sie mich los!
00:30:15Sie tun mir weh!
00:30:17Alte Schnüffeltante,
00:30:18schämen Sie sich nicht,
00:30:18hier herum zu spionieren!
00:30:19Wie können Sie es wagen?
00:30:21Ich werde mich gleich morgen früh
00:30:23bei Ihrem Arbeitgeber
00:30:24über Sie beschweren!
00:30:33Hey, wer ist da?
00:30:35Machen Sie auf!
00:30:43Hilfe!
00:30:44Lassen Sie mich raus!
00:30:45Lassen Sie mich hier raus!
00:30:47Hilfe!
00:30:49Lassen Sie mich hier raus!
00:30:54Machen Sie nicht solchen Höllenärm!
00:30:56Stellen Sie den Motor ab!
00:31:03Na komm schon, Blackjack!
00:31:05Komm ruhig,
00:31:06mein Junge,
00:31:06ruhig, ruhig!
00:31:11Was zum Teufel geht denn hier vor?
00:31:12Was ist passiert?
00:31:13Was ist mit Blackjack los?
00:31:15Blackjack ist in Ordnung,
00:31:16Sir,
00:31:16ihm ist nichts geschehen!
00:31:18Aber es war jemand da drin!
00:31:19Was?
00:31:20Ich sagte,
00:31:21es war jemand da im Stall!
00:31:23So wer?
00:31:25Mr. Crossfield,
00:31:26Sir,
00:31:27er ist tot!
00:31:35Und wo waren Sie,
00:31:36Mr. Ilwen?
00:31:37Ich war oben in meinem Zimmer!
00:31:39Und Sie, Madam?
00:31:42Ich habe fest geschlafen,
00:31:43Inspektor!
00:31:44Hm,
00:31:46so, so,
00:31:46dann waren Sie also alle auf Ihren Zimmern!
00:31:48Einer von Ihnen aber nicht!
00:31:51Derjenige,
00:31:51der die Stalltür heimlich verschlossen
00:31:53und den Motor anstellte,
00:31:54ist ein Mörder!
00:31:55So ist die Sachlage!
00:31:56Und bis ich hier auf den Grund gekommen bin,
00:31:58darf keiner von Ihnen das Haus hier verlassen!
00:32:00Das wird aber leider unmöglich sein,
00:32:01Herr Inspektor!
00:32:02Ich muss aber darauf bestehen!
00:32:04Meine Männer bleiben hier,
00:32:05also ist jede Flucht aussichtslos!
00:32:07Wollen Sie mich etwa ruinieren, Mann?
00:32:08Ich kann hier keine Polizeitruppen!
00:32:09Sie können und Sie werden, Mr. Enderby!
00:32:11Aber heute Abend
00:32:11ist unser jährliches Tanzvergnügen!
00:32:13Heute Abend?
00:32:15Sie veranstalten hier einen Tanz?
00:32:17Ich gebe zu,
00:32:17es mag gefühllos klingen,
00:32:18unter diesen Umständen
00:32:19ein Tanzvergnügen abzuhalten,
00:32:20aber ich bin Hotelbesitzer!
00:32:21Ich habe inzwischen schon genug Gäste verloren!
00:32:24Also gut,
00:32:25meinetwegen können Sie tanzen!
00:32:26Aber sonst ändert sich nichts!
00:32:28Das ist im Augenblick alles!
00:32:30Kann ich jetzt wieder an die Arbeit gehen, Sir?
00:32:31Ich habe noch sehr viel zu tun!
00:32:33Ich nehme an,
00:32:34dass der Inspektor das erlaubt!
00:32:35Natürlich!
00:32:36Mhm!
00:32:36Soll das heißen,
00:32:37dass wir alle gehen können?
00:32:38Sie dürfen nur das Grundstück
00:32:39nicht verlassen!
00:32:41Ach, Herr Inspektor,
00:32:42ob ich wohl heute Nachmittag
00:32:43nach London fahren darf?
00:32:44Ich habe ein Interview!
00:32:44Nein, Mr. Shane,
00:32:45es tut mir leid,
00:32:46aber es darf niemand weg!
00:32:46Aber Herr Inspektor...
00:32:47Das ist alles, Mr. Shane!
00:32:48Oh, Miss Marple!
00:33:05Ja, Inspektor!
00:33:06Wirklich?
00:33:06Wen hatten Sie denn im Verdacht,
00:33:07Grosfield?
00:33:09Ja, ich glaubte zuerst,
00:33:10dass er es sei,
00:33:11aber nur einen Moment lang,
00:33:12Inspektor.
00:33:13Ich hatte mich geirrt.
00:33:14Jetzt weiß ich es wirklich.
00:33:16Oh ja,
00:33:16davon bin ich überzeugt.
00:33:17Aber ich weiß es!
00:33:19Ich brauche nur noch eins,
00:33:20um vollkommen sicher zu sein.
00:33:21Das ist die fachmännische Auskunft
00:33:22eines Kunsthändlers.
00:33:24Eines Kunsthändlers?
00:33:25Ja,
00:33:25Sie haben ganz richtig verstanden.
00:33:27Das nehme ich zwar allein in die Hand,
00:33:28aber ich brauche dennoch Ihre Hilfe.
00:33:30Da ist ja Mr. Stringer.
00:33:32Wenn Sie mich einen Augenblick entschuldigen wollen,
00:33:34ich komme gleich zu Ihnen.
00:33:35Nein.
00:33:37Mr. Stringer fährt für mich nach London,
00:33:39in einer sehr wichtigen Mission.
00:33:41Und wenn ihr heute Abend zurückkommt,
00:33:43werde ich die letzten notwendigen Informationen erhalten.
00:33:46Dann sind wir soweit.
00:33:47Wir können den Mörder zwingen,
00:33:49sich uns zu erkennen zu geben.
00:33:50Ach, wirklich können wir das?
00:33:51Ja, das garantiere ich.
00:33:54Wie viel verstehen Sie von Erster Hilfe, Inspektor?
00:33:57Erste Hilfe?
00:33:57Was hat das damit zu tun?
00:33:58Ich habe vor,
00:33:59heute Abend auf dem Ball einen Herzanfall vorzutäuschen.
00:34:02Und ich möchte Sie bitten, mitzuspielen
00:34:03und so zu tun,
00:34:04als ob Sie sich meine annehmen.
00:34:05Wenn Sie auch nur einen Augenblick glauben.
00:34:06Und dann einen Arzt zu rufen
00:34:07und von ihm die Diagnose bestätigen lassen.
00:34:10Natürlich, Fischte.
00:34:10Und was haben Sie dann vor, wenn ich fragen darf?
00:34:12Ich habe vor, mich dann ins Bett zu begeben
00:34:14und mich von jemandem zu Tode erschrecken zu lassen.
00:34:17Guten Tag, Inspektor.
00:34:19Aber...
00:34:19Kommen Sie, Mr. Stringer, gehen wir hinauf in mein Zimmer.
00:34:22Dort können wir uns besser unterhalten.
00:34:26Nein, nein, mit dieser alten Tante stimmt irgendetwas nicht.
00:34:29George hatte sie auch schon im Verdacht,
00:34:30dass sie für die Polizei arbeitet.
00:34:31Was für ein Unsinn.
00:34:32Sie ist eine Dame und außerdem eine großartige Reiterin.
00:34:34Aber das eine schließt nicht unbedingt das andere aus.
00:34:37Nicht wahr, Hector?
00:34:37Ich habe doch nie von einer berittenen Polizistin gehört.
00:34:40Sie kennen sie doch besser.
00:34:42Arbeitet sie für die Polizei?
00:34:44Nein?
00:34:44Oh, nein.
00:34:45Das heißt, das könnte ich mir nicht vorstellen.
00:34:48Ich hebe mir der Ansicht,
00:34:49dass sie den Herrn Inspektor persönlich kennt.
00:34:51Warum ist das so wichtig, Liebling?
00:34:52Das klingt, als hättest du ein schlechtes Gewissen.
00:34:55Mein Gewissen ist vollkommen rein.
00:34:56Danke sehr.
00:34:57Na gut, dann brauchst du dir ja keine Sorgen zu machen.
00:34:59Hector, jetzt kann ich doch das Bild haben, nicht wahr?
00:35:02Nein.
00:35:03Aber außer mir wollte es doch bloß George.
00:35:06Und er ist tot.
00:35:07Ich sagte dir ja wohl schon, warum.
00:35:08Ich behalte das Bild selbst.
00:35:13So, das wäre es.
00:35:14Fahren Sie jetzt damit bitte nach London.
00:35:16Zu einem Kunsthimmel.
00:35:17Der soll den Wert schätzen.
00:35:18Dann bringen Sie es zurück, so schnell wie möglich.
00:35:20Also gut, wenn Sie dadurch weiterkommen.
00:35:22Ich bin überzeugt, dass ich dann den Mörder überführen
00:35:24und den Fall zum Abschluss bringen kann.
00:35:25Sie meinen, dass Sie schon so weit sind, Miss Marple?
00:35:27Ja, wir sind der Lösung ziemlich nah.
00:35:29Sie wissen, wer es getan hat?
00:35:30Ich glaube, ja.
00:35:31Großartig.
00:35:32Wer?
00:35:33Das kann ich Ihnen im Augenblick noch nicht verraten.
00:35:34Miss Marple, bitte seien Sie vorsichtig.
00:35:36Aber natürlich sehe ich mich vor.
00:35:38Und sorgen Sie dafür, dass Sie nicht unterwegs verhaftet werden.
00:35:40Das ist gestohlenes Privateigentum.
00:35:42Gestohlenes Private.
00:35:45Kommen Sie.
00:35:46Oh.
00:35:47Oh, Mr. Enderby, habe ich einen Schreck bekommen.
00:35:49Aber bitte treten Sie näher.
00:35:51Danke sehr, es tut mir leid.
00:35:52Ich wollte gerade anklopfen.
00:35:53Natürlich.
00:35:53Sie kennen doch Mr. Stringer?
00:35:55Nein, ich hatte noch nicht das Vergnügen.
00:35:56Oh, Verzeihung, Mr. Enderby, Mr. Stringer.
00:35:59Ein Freund von Miss Marple ist uns immer willkommen.
00:36:01Sehr erfreut.
00:36:03Ganz meinerseits.
00:36:04Also, auf Wiedersehen.
00:36:06Sie gehen doch nicht meinetwegen.
00:36:07Das könnte ich nicht erlauben.
00:36:08Nein, nein, nein, nicht.
00:36:09Doch ich habe etwas in London zu erledigen.
00:36:11Oh, das ist aber schade.
00:36:12Ich habe gehofft, Sie nehmen an unserem Fest teil.
00:36:13Das ist doch eine fabelhafte Idee.
00:36:15Wo Sie doch so furchtbar gern tanzen.
00:36:17Tatsächlich.
00:36:17Das weiß ich ganz genau.
00:36:18Warum kommen Sie nicht wieder her, wenn Sie aus London zurücksehen?
00:36:21Ja, ja, das könnte ich vielleicht einrichten.
00:36:23Na bitte, wunderbar.
00:36:24Dann wäre es doch am besten, Sie lassen Ihr Paket hier.
00:36:26Oh, von dem würde er sich bestimmt nie trennen, nicht wahr, Mr. Stringer?
00:36:28Nein, nein, nein.
00:36:29Glauben Sie nicht, dass Sie sich jetzt lieber auf den Weg machen sollen?
00:36:31Je eher Sie gehen, desto eher sind Sie wieder bei uns.
00:36:33Sehr richtig.
00:36:34Es war mir ein Vergnügen, Ihre Bekanntschaft zu machen, Mr. Enderby.
00:36:36Die Freude ist ganz meinerseits.
00:36:40Was für ein charmanter Mann.
00:36:42Ist es möglich, dass er zufällig den gleichen Beruf wie mein Vetter George hat?
00:36:46Und was für einen Beruf hatte Ihr Vetter?
00:36:48Er war Kunsthändler.
00:36:49Oh.
00:36:50Wie kommen Sie nur auf diese Idee?
00:36:52Ich bin mir nicht darüber klar.
00:36:53Vielleicht lag er es an dem Paket, das er bei sich trug.
00:36:55Es sah ganz so aus, als hätte er ein Bild darin.
00:36:58Oh nein, Mr. Stringer ist der Leiter der hiesigen Gemeinde Bibliothek.
00:37:01Verstehen Sie etwas von Malerei, Miss Marble?
00:37:04Nur ein wenig, würde ich sagen.
00:37:05Ich selbst kann ein gutes Bild nicht von einem schlechten unterscheiden.
00:37:08Vielleicht könnten Sie die Gemälde beurteilen, die mir mein Onkel vererbt hat.
00:37:11Meine Kenntnisse auf diesem Gebiet sind sehr begrenzt.
00:37:14Aber Sie werden doch sicher eine Meinung haben.
00:37:16Ich werde Ihnen meine Meinung sagen.
00:37:17Aber wir wollen das aufschieben.
00:37:18Ich fürchte, ich muss mich heute Nachmittag etwas ausruhen.
00:37:21Ich fühle mich nicht wohl.
00:37:23Oje.
00:37:24Und da komme ich und belästige Sie auch noch mit meinem Geschwätz.
00:37:26Ach du Jocken.
00:37:27Sie müssen sich ausruhen, damit Sie unser Fest heute Abend richtig genießen können.
00:37:30Wenn Sie wüssten, wie sehr ich mich auf den ersten Pfalzer mit Ihnen freue.
00:37:34Nun, wie geht es hier?
00:37:35Ich bin gar nicht sehr zufrieden.
00:37:36Sie wird aber wieder gesund, nicht wahr?
00:37:38Herr Doktor, kann ich zu ihr gehen?
00:37:40Ich bedauere es sehr, Mr. Stringer, aber sie darf keinen Besuch empfangen.
00:37:42Ich kann es nicht mal verantworten, Sie von morgen früh ins Krankenhaus zu bringen.
00:37:45Sie haben wohl meine Frage nicht verstanden.
00:37:47Morgen. Wird Sie wieder gesund werden?
00:37:49Ich hoffe es, aber es ist ein ziemlich schwerer Anfall.
00:37:52Würden Sie bitte dafür sorgen, dass Sie nicht gestört werden?
00:37:53Natürlich.
00:37:54Wenn ich Sie nur einen Moment sprechen könnte, bevor wir gehen.
00:37:56Auf gar keinen Fall, Inspektor. Ausgeschlossen.
00:37:58Sie braucht jetzt absolute Ruhe.
00:38:00Es ist aber sehr wichtig für mich.
00:38:01Sie wollte mir nämlich etwas über ein Gemälde sagen.
00:38:03Das kann Sie Ihnen ja vielleicht morgen erzählen, falls es ihr dann schon besser geht.
00:38:06Ich fürchte, ich muss darauf bestehen.
00:38:07Das können Sie ruhig tun, aber es wird keinen Zweck haben.
00:38:10Denn im Augenblick ist sie meine Patientin und niemand darf zu ihr.
00:38:13Eine Störung, welche Art auch immer, würde vermutlich tödlich sein.
00:38:18Ich schlage vor, dass Sie jetzt alle zu Bett gehen und versuchen zu schlafen.
00:38:21Gute Nacht.
00:38:21Gute Nacht.
00:38:22Gute Nacht.
00:38:33Miss Marple, sind Sie wach?
00:38:40Wachen Sie auf.
00:38:42Wachen Sie auf.
00:38:43Ich bin es, Cora.
00:38:45Ich komme wieder zurück.
00:38:47Ja, Cora.
00:38:48Ich habe schon auf Sie gewartet.
00:38:51Sie kommen doch wegen Ihres Bildes, nicht wahr?
00:38:54Ja, Sie haben es gestohlen.
00:38:56Ich habe es nur geliehen, meine Gute.
00:38:59Ich habe es hier bei mir.
00:39:01Gestatten Sie mir also, es Ihnen wiederzugeben.
00:39:05Miss Milchris.
00:39:08Sie sind nicht krank.
00:39:09Ich habe mich in meinem ganzen Leben nie wohler gefühlt.
00:39:12Das heißt also, Sie haben gar nichts mit dem Herzen?
00:39:15Ich hätte mir denken können, dass es ein Trick war.
00:39:18Wie dumm von mir.
00:39:20Woher wussten Sie es?
00:39:22Ich habe Sie vorher schon mal gesehen.
00:39:23Und zwar bei der Testamentseröffnung.
00:39:25Sie haben sich verkleidert und Coras Stelle eingenommen, um den Verdacht zu sehen, dass der alte Ender wie ermordet worden
00:39:31sei.
00:39:32Damit, wenn Sie Cora töteten, es so aussehe, als ob jemand aus der Familie es getan hätte, um Sie zum
00:39:36Schweigen zu bringen.
00:39:37Eine vollkommene Täuschung.
00:39:39Keiner von Ihnen hat gemerkt, dass ich nicht Cora war.
00:39:42Und als George Crossfield dahinter kam, mussten Sie ihn auch töten.
00:39:45Das war doch affiniert von mir, was?
00:39:47Und alles das ganz umsonst.
00:39:50Nicht ganz umsonst, Miss Marple.
00:39:54Weil Sie die Einzige sind, die Bescheid weiß.
00:40:01Am Ende waren Sie vielleicht doch nicht so schlau, Miss Marple.
00:40:04Genauso wie Cora.
00:40:06Diese blöde Gans.
00:40:07Das Bild ist ein Vermögen wert und sie hatte keine Ahnung davon.
00:40:11Sie war so schrecklich dumm.
00:40:13Sie sagte, ich könne es haben, wenn sie tot sei.
00:40:15Bloß, weil ich es eines Tages bewunderte.
00:40:16Diesmal aber werden Sie nicht ungeschoren.
00:40:19Oh, doch, das werde ich.
00:40:20In wenigen Minuten ist alles vorbei und ich werde wieder die hauenlose Miss Milchrist sein.
00:40:25Inspektor!
00:40:26Zu Hilfe!
00:40:26Los, Bacon!
00:40:28Nein, bitte lassen Sie mich los!
00:40:29Bitte rühren Sie mich da nicht, ich will nicht mit.
00:40:31Also los, Bacon.
00:40:33Wie leichtsinnig, warum haben Sie denn nicht geläutet?
00:40:36Herr Volksmund sagt, das Gesetz hat einen langen Arm, Inspektor.
00:40:40Ich unglücklicherweise nicht.
00:40:43Und wenn Sie mich vielleicht entschuldigen würden,
00:40:46ich muss ein wenig Schlaf nachholen nach all dem.
00:40:49Mr. Enderby, man sagte mir, Sie wollten mich sprechen.
00:40:52Ja, das stimmt, Miss Marple.
00:40:54Ganz recht.
00:40:55Also?
00:40:57Wussten Sie schon, dass wirklich jeder Stuhl in diesem Zimmer
00:41:01sorgfältig mit dem Haar der Pferde gepolstert ist, die ich geliebt habe.
00:41:05Und ich darf wohl sagen, Sie liebten mich auch.
00:41:08Wirklich?
00:41:09Tja, mit Menschen bin ich leider nie so gut ausgekommen wie mit Pferden.
00:41:12Solange sie im siebten Himmel schweben,
00:41:14doch wenn sie unten sind, auf zwei Beinen steht man sehr schwach.
00:41:17Ich glaube, ich kann Ihnen folgen, Mr. Enderby.
00:41:20Das wusste ich im Voraus.
00:41:21Wir sind uns ähnlich.
00:41:22Sehr ähnlich, ja, ich meine, Sie sind sozusagen eine reifere Dame,
00:41:26sind unverheiratet, leben allein.
00:41:28Tja, ich denke, Sie wissen bereits, was ich sagen will.
00:41:33Soll das bedeuten, dass Sie mir einen Heiratsantrag machen, Mr. Enderby?
00:41:37Ganz recht.
00:41:39Liebe Miss Marple, ich möchte Sie bitten,
00:41:41Ihren Sattel hier für immer aufzubewahren.
00:41:42Hier gehört er nämlich her.
00:41:44Tja, ich fürchte...
00:41:45Oh, schauen Sie, wir würden uns selbstverständlich die Arbeit teilen.
00:41:48Sie führen das Hotel und ich werde den Stall überwachen.
00:41:52Also gut.
00:41:54Dann übernehmen Sie den Stall und ich führe das Hotel.
00:41:58Ich fühle mich außerordentlich geschmeichelt, Mr. Enderby.
00:42:01Also?
00:42:02Aber ich fürchte, ich muss Nein sagen.
00:42:06Nein?
00:42:07Ja, sehen Sie, ich habe so viele andere Interessen,
00:42:09die meine Zeit in Anspruch nehmen.
00:42:11Meine nächste Aufgabe drängt schon.
00:42:13Die Theateraufführung in der Stadthalle,
00:42:15so eine Kriminalkomödie.
00:42:17Ich hoffe, Sie werden auch kommen.
00:42:19Nein, ich fürchte, dafür fehlt mir der Sinn.
00:42:21Und das ist aber schade.
00:42:24Tja, auf Wiedersehen.
00:42:26Auf Wiedersehen.
00:42:37Die Theateraufführung in der Stadthalle.
00:42:40Die Theateraufführung in der Stadthalle.
00:43:17Meine liebe Miss Marble.
00:43:19Guten Tag, Herr Bischof.
00:43:20Also, das ist Ihr Stuhl, bitte.
00:43:22Vielen Dank.
00:43:23Ich fühle mich sehr geehrt.
00:43:24Cecil Foley Hartwig.
00:43:27Sehr froh.
00:43:28Herr Joffrey Bucknos.
00:43:29Guten Tag.
00:43:30Lord Radkin.
00:43:31Guten Tag.
00:43:31Nun, meine, ähm, meine lieben Vorstandskollegen,
00:43:35die heutige Jahresversammlung unserer Gesellschaft
00:43:37ist, ähm, zugleich eine traurige und eine äußerst erfreuliche Angelegenheit.
00:43:43Traurig, wegen des kürzlich und unerwarteten Hinschreibens
00:43:46unseres verehrten Konteradmirals Sir Hubert Marple.
00:43:48Tja, unerfreulich, weil wir statt seiner heute seine Nichte in unserem Kreis begrüßen können.
00:43:53Die Enkelin des Mannes, der die Stiftung ins Leben gerufen hat.
00:43:56Des Admirals der britischen Flotte Sir Bertram Marple.
00:44:00Hört, hört.
00:44:00Also, Bischof, darf ich jetzt...
00:44:01Also, bitte, bitte.
00:44:02Sie erlauben wohl einen Moment.
00:44:04Um Sir Bertrams eigene Worte zu benutzen,
00:44:07besteht die Aufgabe dieser Stiftung darin,
00:44:08den, ähm, moralisch gefährdeten jugendlichen Quallen ein Rückgrat zu geben.
00:44:14Und zu diesem Zweck erwarbe er eines der berühmtesten alten Schiffe Englands,
00:44:17die Battledore.
00:44:19Die unsere Stiftung seitdem als ein, ähm,
00:44:22Trainingsschiff für junge Taugenichtse gedient hat,
00:44:24die sonst vielleicht ganz dem Teufel in die Hand gefallen wäre.
00:44:26Also, Bischof, schön und gut, das wissen wir ja alles.
00:44:28Aber ich habe etwas zu berichten, was von größter Wichtigkeit ist.
00:44:32So, so, ich nehme mich auch.
00:44:34Madame, ich kann mir denken,
00:44:36dass Ihr Herz an diesem Tage überfließen muss vor Stolz
00:44:39auf die großen Leistungen Ihrer ehrwürdigen Familie.
00:44:42Ich kann nur eins sagen,
00:44:44das aber aus tiefstem und ehrlichstem Herzen Willkommen.
00:44:46Ich danke Ihnen, Bischof.
00:44:48Und jetzt komme ich...
00:44:49Bitte, bitte, nehmen Sie Platz, bitte.
00:44:51Herr Bischof, meine verehrten Herren Kollegen,
00:44:54ich bin zutiefst bewegt von dem Empfang,
00:44:56den Sie mir bereitet haben.
00:44:57Mein Herz ist tatsächlich von Stolz erfüllt.
00:45:00Verzeihen Sie mir.
00:45:02Aber mir kommt der Rauch so leicht in die Augen.
00:45:14So ist es besser.
00:45:16Herr Bischof, meine verehrten Herren Kollegen,
00:45:19es ist mir eine große Ehre zu Ihrem Kreis über...
00:45:21Hören Sie bitte Ihre Finger aus meiner Schnupftabaksdose nehmen, Madame.
00:45:23Ach, ich bitte um Verzeihung.
00:45:25Wie ungeschickt von mir.
00:45:28Also, wie ich gerade sagen wollte,
00:45:30wenn wir weiterhin der Steuer sicher in der Hand haben,
00:45:33dann bin ich fest davon überzeugt, dass auch das gute Chef Battledore
00:45:36sich getreulich weiter seinen Weg durch Sturm und Unwetter erkämpfen wird
00:45:39und so für jene jungen Menschen, die durch die Wogen des Lebens in Gefahr gekommen sind,
00:45:43ein sicherer Hafen sein wird.
00:45:45Herr, Herr, Herr, Herr, Herr.
00:45:46Vielen Dank.
00:45:47Nun, meine Herren und meine Dame,
00:45:50zu dem ersten Punkt unserer Tagesordnung.
00:45:51Zum Teufel mit dem ersten Punkt der Tagesordnung.
00:45:53Ich verlange, gehört zu werden und zwar gleich.
00:45:55Also, ich bitte Sie, Folli, warum können Sie das, was Sie sagen wollen,
00:45:57nicht unter einem anderen Punkt der Tagesordnung vornehmen?
00:45:59Es wird keine anderen Punkte auf der Tagesordnung geben,
00:46:02wenn man sich das, was ich zu sagen habe, nicht endlich anhört
00:46:04und die Konsequenzen daraus zieht.
00:46:07Es ist zwar gegen jede Ordnung, aber wenn es sein muss...
00:46:17Meine...
00:46:20Folli!
00:46:21Folli!
00:46:25Tja, ich nehme an, dass er sich über irgendwas sehr erregt haben wird.
00:46:27Oh ja, Dr. Cranberry, er schien mir wirklich etwas sehr...
00:46:30Ja, das dachte ich mir. Tja, das wäre es also.
00:46:32Der Geist war willig, aber das Herz war es nicht.
00:46:34Ich hatte ihn gewarnt.
00:46:35Tja, ich muss weiter, ein Baby wartet.
00:46:37Ich werde die Formalitäten bei der Polizei erledigen.
00:46:39Ist ja gleich nebenan.
00:46:40Auf Wiedersehen.
00:46:40Wiedersehen.
00:46:41Das ist aber ein flinker junger Mann.
00:46:43Der arme, alte Folli.
00:46:46Schade, dass man nicht weiß, was er uns zu sagen hatte.
00:46:48Er hatte eben erst eine Inspektionsreise zu unserer Battle-Door unternommen.
00:46:52Ja, er kam erst heute Mittag wieder zurück, soviel ich weiß.
00:46:54Ich schätze, dass er sich über den schlechten Empfang beschweren wollte, den man ihm dort bereitet haben mag.
00:46:59Der Kapitän scheint sich über Besuche dieser Art nicht sehr zu freuen.
00:47:03So, das wär's, Inspektor.
00:47:04Ich schicke Ihnen morgen früh den Totenschein für die amtliche Leichenschau.
00:47:06Einverstanden?
00:47:07Ja, danke, Doktor.
00:47:08Tut mir leid um den alten Knack.
00:47:09Oh, nicht doch warum, denn ein langes Leben, eine Menge Geld, vier Frauen und ein schneller Tod.
00:47:13Na, mehr kann sich ein Mensch noch nicht wünschen.
00:47:14Tja, ich muss weiter, hilft nichts.
00:47:15Da wartet nämlich noch ein Baby auf mich, also dann auf Wiedersehen.
00:47:20Meine Herren, das ist aber ein flinker Junge.
00:47:23Rick!
00:47:27Ist es denn absolut notwendig, dass Sie hier bei Nacht und Nebel herumschleichen, wenn ich fahren darf?
00:47:31Miss Marple, nur weil ich Sie beim Herumschleichen beobachtet habe, schleiche ich ebenfalls hier herum.
00:47:36Aber Sie wissen ja nicht, was da oben passiert ist.
00:47:38Zufällig weiß ich das doch.
00:47:39Ich weiß nur nicht, warum Sie aus Fenstern steigen und Feuerwehrleitern herunterklettern.
00:47:42Ja, wissen Sie, das tue ich bloß, weil dem armen Mann der Schnupftabak gestohlen worden ist.
00:47:47Schnupftabak?
00:47:47Ja, nicht etwa die Schnupftabaksdose.
00:47:49Obwohl die, wie ich glaube, ziemlich wertvoll ist, sondern nur der Schnupftabak.
00:47:54Schnupftabak?
00:47:55Gestohlen?
00:47:56Jawohl.
00:47:57Von einem Eindringling.
00:47:58Miss Marple, um alles in der Welt was...
00:48:00Irgendjemand muss da draußen gelauert haben, vor dem Fenster.
00:48:03Äh, Sie meinen, äh, ein Einbrecher, ja?
00:48:05Was kann bei unserer Sitzung für einen gewöhnlichen Einbrecher von Interesse gewesen sein?
00:48:09Doch wie auch immer.
00:48:10Was ist das für ein Einbrecher, der Schnupftabak stiehlt und die Dose zurücklässt?
00:48:14Ich glaube, dieser Todesfall muss Ihnen einen schweren Schock versetzt haben.
00:48:17Jetzt kommen Sie mit uns mit und Sergeant Bacon fährt Sie in meinem Auto nach Hause.
00:48:22Schlafen Sie darüber und morgen früh sind Sie wieder ganz auf der Höhe.
00:48:25Wollen Sie damit andeuten, dass ich nicht zurechnungsfähig bin?
00:48:29Nein, nein, natürlich nicht.
00:48:30Was wollten Sie dann damit sagen, bitte?
00:48:32Nun ja, also nur, dass Sie vorübergehend nicht auf der Höhe sind.
00:48:36Na, Oberinspektor, ich bin immer auf der Höhe, was auch passieren, Marple.
00:48:47Haben Sie es bekommen, Mr. Stringer?
00:48:48Ja, der Apotheker hat sich zwar erst ein bisschen gehabt mit der Schwefelsäure,
00:48:52aber als ich ihm dann sagte, es wäre für Sie dabei...
00:48:54Ja, danke sehr.
00:48:55Na wunderbar, jetzt kann es weitergehen.
00:48:57Ich muss gestehen, Miss Marple, ich habe nicht die leiseste Ahnung, was Sie eigentlich vorhaben.
00:49:01Ich meine, der Arzt hat doch gesagt, dass der arme Mann einem Herz anfallen ist.
00:49:03Ist er ja auch.
00:49:04Dann verstehe ich mich...
00:49:05Da warten Sie ab, Jim, immer mit der Ruhe.
00:49:07Was ist denn das?
00:49:08Ein kostbarer kleiner Rest von Folly Hartwig's Schnupftabak.
00:49:12Aber ich dachte, es wäre alles gestohlen worden.
00:49:14Na, ich hatte durch eine ungeschickte Bewegung etwas davon verschüttet,
00:49:16und zwar kurz bevor er starb.
00:49:18Und glücklicherweise hat das unser Dieb übersehen.
00:49:21Ach so, ich verstehe.
00:49:23Kein Cyanid.
00:49:25Cyanid?
00:49:26Psch, auch kein Gondiuma Kamassi.
00:49:29Äh, wie?
00:49:30Der Name eines afrikanischen Holzes, dessen Späne ein Alkaloid enthalten,
00:49:34das im Kurare verwandt ist.
00:49:35Schade, darauf hatte ich nämlich gehofft.
00:49:38Wenn jetzt eine Farbreaktion eintritt...
00:49:43Das war es also.
00:49:45Äh, was?
00:49:46Hm, Strichnin.
00:49:48In seinem...
00:49:49Ja, damit hat man ihn beseitigt, und zwar durch die Nase.
00:49:53Kürtiger Himmel.
00:49:54Sehr originell.
00:49:55Ja, fast genial.
00:49:57Oder am Ende doch nicht ganz.
00:50:00Wollen Sie mir bitte mal einen Schutz geben, Jim?
00:50:03Ja.
00:50:11Halt, hier haben wir es schon.
00:50:12Die Todesbüchse von James Plantagenet Corby.
00:50:20Hier, da steht's.
00:50:22Hören Sie gut zu.
00:50:24Und so, Milord, erklärte Sefton Herrickert,
00:50:28hat Jakob Raschen tatsächlich einen Herzanfall erlitten,
00:50:31aber er wurde hervorgerufen durch eine schädliche Substanz in seinem Schnupftabak.
00:50:35Miss Wapel, ich beginne zu verstehen.
00:50:36Warten Sie.
00:50:37Aber der Mörder, so für Herrickert Ford, beging einen Fehler.
00:50:41Er vergaß nämlich, den ihm belastenden Inhalt wieder aus der Schnupftabaksdose zu entfernen.
00:50:46Und zweifellos ist unser Mörder davon überzeugt, dass er diesen Fehler nicht gemacht hat.
00:50:51Oh, aber aus welchem Grunde sollte irgendein Mensch so etwas tun?
00:50:54Das, Mr. Stringer, ist die große Frage.
00:50:58Der arme Mr. Folly Hartwig war gerade von unserem Schiff zurückgekommen.
00:51:02Er wollte uns unbedingt etwas Wichtiges mitteilen.
00:51:05Das konnte er nun nicht mehr tun.
00:51:08Da muss das Motiv für den Mord zu suchen sein.
00:51:11Mr. Stringer, ich schätze, da muss irgendetwas faul sein an Bord unserer Battle Door.
00:51:17Ach, du meine Güte.
00:51:19Ach, da liegt sie ja.
00:51:22Richtig.
00:51:23Ein echtes Stück Geschichte.
00:51:27Es ist wirklich ein Jammer, dass etwas so Schönes die Antwort auf etwas so Gemeines wie Mord in sich bergen
00:51:32soll.
00:51:33Ach, sehen Sie mal, da kommt schon das Beiboot.
00:51:37Ganz pünktlich.
00:51:38Zwei Minuten vor zwei Glasen in der Halbwache.
00:51:41Ist das wirklich klug, Miss Marple?
00:51:43Hätten wir nicht wenigstens versuchen sollen, den Oberinspektor zu überzeugen?
00:51:46Polizisten, Mr. Stringer.
00:51:47Und ganz besonders unser guter Freund, der Oberinspektor Credoc,
00:51:50lassen sich doch immer nur von klaren Beweisen überzeugen.
00:51:53Ja, aber wenn Sie erst mal draußen auf dem Wasser sind, hat's der Mörder leicht.
00:51:55Ein scharfer Marspeaker in der Dunkelheit.
00:51:57Ihr Körper verschwindet leise im Speigart.
00:51:59Wird bei Abby ins offene Meer rausgetrieben.
00:52:02Mein lieber Jim, nun beruhigen Sie sich mal bitte.
00:52:05Tut mir leid, aber ich halte es für meine Pflicht, Sie auf die Gefahren aufmerksam zu machen.
00:52:08Also wollen Sie mir nun helfen, lieber Jim, oder nicht?
00:52:10Nun ja, natürlich, das wissen Sie ja.
00:52:12Danke.
00:52:13Also was ist, haben Sie Ihre Signallampe?
00:52:15Ja, ja, hier.
00:52:16Nehmen Sie sich auf jeden Fall ein Zimmer mit Blick auf die Flussmündung, am besten mit Balkon.
00:52:19Ich schlage vor in diesem Hotel.
00:52:21Ja.
00:52:22Ist Ihnen auch alles klar?
00:52:23Oh ja.
00:52:23Und wie verabredet, halten Sie bitte heute Abend um 11 Uhr Ausschau, dann werde ich Ihnen alles überbitteln.
00:52:27Alles, was ich bis dahin an Beweisen entdeckt habe, sodass, falls mir etwas zustoßen sollte vor morgen früh,
00:52:32Sie dann absolut imstande wären, den Fall aus eigener Kraft weiter zu verfolgen.
00:52:36So, ich glaube, das wäre wohl alles.
00:52:38Also wir sehen uns dann, wie gesagt, morgen früh im Hotel.
00:52:41Es sei denn, ich müsste aus irgendwelchen Gründen noch eine Nacht länger an Bord der Battledore bleiben.
00:52:45Aber wenn der Kapitän wirklich so ist, wie der Bischof gesagt hat,
00:52:48dann kann ich mir kaum vorstellen, dass ich ihm sehr willkommen bin.
00:52:51Miss Marble, hören Sie, ich muss Ihnen aufs strengste verbieten, sich in Situationen zu bewegen...
00:52:54So ein Teufel mit den Torpedos.
00:52:56Volldampf voraus, Mr. Stringer.
00:52:59Sehen Sie sich das an.
00:53:00Nun sehen Sie sich das mal an.
00:53:03Seemannsjacke, Matrosenknöpfe und einen Admiralshut.
00:53:06Was denkt ihr denn, wer sie ist?
00:53:08Neptuns Mutter?
00:53:12Die Kassi Ramstam, Madam.
00:53:14Marble, Captain.
00:53:15Willkommen an Bord der Battledore.
00:53:17Danke sehr.
00:53:17Darf ich Ihnen meine Offiziere vorstellen?
00:53:19Ich bitte darum, Captain.
00:53:20Commander Breeze Connington, Madam.
00:53:22Guten Tag.
00:53:22Organisation und Verwaltung.
00:53:26Kapitän aus der Dimchurch, Madam.
00:53:28Guten Tag.
00:53:28Navigation und Seefahrtskunst.
00:53:31Leutnant zur See kommt, Madam.
00:53:33Guten Tag.
00:53:34Disziplin und Charakterfestigung.
00:53:38Unterleutnant Humbert, Madam.
00:53:39Guten Tag.
00:53:41Körperertüchtigung.
00:53:42Und?
00:53:43Oh.
00:53:44Wir finden, dass das völlig genügt, Madam.
00:53:48Assistentin der Hausmutter Shirley Boston mit.
00:53:50Guten Tag.
00:53:51Ja, und dann haben wir da zu guter Letzt...
00:53:52Hausmutter erster Klasse.
00:53:54Fan Braid.
00:53:54Guten Tag.
00:53:55Erster Klasse.
00:53:56Ja, ja, erster Klasse.
00:53:58So, das wäre ja hübsch glatt gegangen.
00:54:00Und nun möchte ich Ihnen, Madam, auch im Namen der übrigen Besatzung zum Tod Ihres Kuratoriumskollegen unser herzlichstes Beileid aussprechen.
00:54:06Ich danke Ihnen vielmals, Captain.
00:54:07Und nun will ich ebenso wie Sie keine Zeit mehr vergeuden, also hier ist mein Programm.
00:54:11Humbert, Sir!
00:54:11Kommen Sie her.
00:54:14Schönen, danke.
00:54:1617.30 bis 18.30, das ist die Uhrzeit.
00:54:18Ja, natürlich.
00:54:19Ja, ein Rundgang durch die einzelnen Unterrichtsklassen.
00:54:2215 Minuten zum Waschen und Frischmachen, dann 18.45 bis 19.45 Getränke und kalter Imbiss in der Offiziersmesse.
00:54:2920.00 bis 21.00 Schentys der versammelten Bordwache an Deck.
00:54:3321.45 bringe ich Sie persönlich von Bord.
00:54:36Zu dem letzten Bus nach Milchister.
00:54:37Das ist, äh, ich wollte eigentlich gern...
00:54:39Entschuldigung, Armelie, Madam.
00:54:39Miller!
00:54:40Sir!
00:54:41Miller, was machen Sie denn da mit dieser Tasche?
00:54:44Ich trage Sie, Sir.
00:54:45Sie gehört mir, Captain.
00:54:47Ihnen?
00:54:47Ja, das ist mein Seesack, wissen Sie?
00:54:50Äh, Seesack?
00:54:51Aber Sie sind doch nur für ein paar Stunden hier, nicht?
00:54:53Oh, da ich ein neues Kuratoriumsmitglied bin, finde ich, dass es meine Pflicht ist, ein bisschen länger bei Ihnen zu
00:54:58verweilen, Captain.
00:54:59Ich hatte gehofft, ich könnte über Nacht an Bord bleiben.
00:55:02Über Nacht an Bord?
00:55:03Über Nacht, ja?
00:55:05Es tut mir furchtbar leid, aber es ist ganz und gar unmöglich.
00:55:08Und abgesehen davon hätten wir auch gar kein Quartier für Sie.
00:55:10Es tut mir wirklich furchtbar leid.
00:55:15Ein fabelhaftes Quartier, Captain.
00:55:17Wie nett, dass Sie mir Ihre eigene Kajüte geben.
00:55:20Das ist doch gar nicht der Rede wert.
00:55:25So, ich glaube, das wäre dann wohl alles, Madam.
00:55:28Eine schöne Klinge, Captain.
00:55:32Ja, ja, ganz schön, nicht?
00:55:34Tja, er gehörte meinem Urgroßvater.
00:55:36Er bekam ihn zur Belohnung nach der Schlacht bei Trafalgar geschenkt.
00:55:38Wirklich?
00:55:38Ja, wirklich.
00:55:39Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie davon getrennt.
00:55:41So, so, so, so.
00:55:44Ja, gut.
00:55:46Also, dann treffen wir uns so in zehn Minuten am Deck, wenn es recht ist.
00:55:52Ach, Captain, ich...
00:55:54Ja, Madam?
00:55:55Haben Sie nicht noch irgendetwas vergessen?
00:55:57Vergessen was denn?
00:55:58Nein, ich glaube nicht.
00:55:59Sie werden doch sicher Ihren Schnupftabak brauchen.
00:56:01Oh, ja, wenn Sie mir das bitte...
00:56:02Danke, sehr liebens, oder?
00:56:04Vielen Dank.
00:56:04Äh, Augenblick.
00:56:05Vielen Dank.
00:56:07Kommt schon, Kinder, ich bitte euch.
00:56:09Hockt doch nicht so rum.
00:56:10Es ist schließlich nur für eine Nacht.
00:56:12Der Käpt'n und die Dame müssen jeden Augenblick hier aufkreuzen.
00:56:15Also reißt euch ein bisschen zusammen und versucht einen guten Eindruck zu machen.
00:56:18Aber, Sir, Erik und ich wollten heute Abend zur Allentons Party.
00:56:21In Wingley Castle.
00:56:23Es ist die Party des Jahres.
00:56:24Macht ihr nichts draus, Liebling, es gibt ja noch andere Partys.
00:56:27Und morgen Abend habe ich ja frei.
00:56:28Hören Sie auf zu stänkern, Compton.
00:56:30Das ist wohl kaum der richtige Zeitpunkt.
00:56:31Liebling, bitte.
00:56:33Ganz Ihrer Ansicht, Sie Muskelheld.
00:56:35Der Zeitpunkt ist nicht günstig.
00:56:38Compton, hört auf damit, ihr zwei.
00:56:41Hey, da haben wir Miss Marples Anwesenheit wenigstens ein ausgezeichnetes Essen zu verdanken.
00:56:46Nicht wahr, Demchurch?
00:56:47Was?
00:56:48Oh ja, ja, ja, ja.
00:56:51Sie sind doch nicht etwa krank, oder?
00:56:52Nein, nein, wieso?
00:56:54Alles bestens.
00:56:55Sie sind doch nicht wegen der alten Dame so nervös, oder?
00:56:57Nein, nein, es ist einfach nur so, äh, so lästig.
00:57:01Ist doch alles halb so wild.
00:57:02Wir müssen eben nur die Schränke ein bisschen länger verschlossen halten.
00:57:05Und aufpassen, dass die Skelette nicht so klappern, hm?
00:57:08Ihr Besuch war ein großes Vergnügen für uns.
00:57:10Mehr dem Mund hat unsere Arbeit neuen Auftrieb gegeben.
00:57:12Danke sehr, Captain.
00:57:13Mhm.
00:57:14Aber eins macht mir da allerdings ein bisschen Kopf zerbrechen.
00:57:16So, was denn?
00:57:17Ja, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was den armen Volley Hartwig nach seinem Besuch hier so furchtbar
00:57:22erregt hat.
00:57:23Äh, warum erregt? Worüber denn, Miss Marple?
00:57:25Tja, unglücklicherweise ist der arme Mann zu früh gestorben.
00:57:29Ich meine, bevor er uns noch berichten konnte, was es nun war, was ihn so offenbar beunruhigte.
00:57:34Wir hatten Hoppelpoppel an jenem Tag.
00:57:36Hoppelpoppel?
00:57:37Sie wissen doch, gebackene Bohnen mit lauter Resten zusammengekocht.
00:57:39Oh, so wird das also genannt.
00:57:41Die Jungs mochten das Gericht noch nie, und ich glaube, er auch nicht.
00:57:43Also mir hat es eigentlich immer sehr gut geschmeckt, aber über Geschmack lässt sich ja nicht streiten.
00:57:48So dürften wir das geklärt haben.
00:57:50Es ist gut, solche Dinge schnell zu klären.
00:57:52Ach, bitte, wollen Sie sich nicht setzen?
00:57:54Danke sehr.
00:57:56So, darf ich wohl nun unser aller Namen zum Ausdruck bringen, wie sehr wir es bedauern, Sie morgen früh schon
00:58:00wieder scheiden zu sehen, Madam?
00:58:01Das ist aber nett, dass Sie das sagen könnten.
00:58:03Ich hatte ja keine Ahnung, dass Sie mich gern noch länger hier behalten würden, bei all den Umständen, die ich
00:58:08Ihnen gemacht habe.
00:58:09Ach, Madam, davon kann überhaupt keine Rede sein. Ich bitte Sie, im Gegenteil, wir würden uns freuen, wenn Sie bei
00:58:13uns blieben, und zwar so lange, wie Sie wollen.
00:58:16Kein Wort mehr, Captain. Also gut angenommen.
00:58:20Gut.
00:58:22Captain.
00:58:23Ja, Madam?
00:58:24Ich möchte gern als Zeichen meiner Wertschätzung, und natürlich mit Ihrer gütigen Erlaubnis, jetzt den Befehl dazu erteilen.
00:58:29Was?
00:58:32Stuart, Getränke für die Mannschaft.
00:58:35Auf das gute Schiff Betteldorf.
00:58:37Ja, Betteldorf.
00:58:38Betteldorf.
00:58:41Und wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen wollen, ich glaube, ich werde mich hinlegen.
00:58:46Gute Nacht allerseits.
00:58:49Und auf Wiedersehen morgen früh.
00:58:51Wie zum Teufel ist es nur dazu gekommen?
00:58:54Verzeihung, Captain, aber Sie haben Sie doch mehr oder weniger deutlich eingeladen.
00:58:57Wer hat Sie denn gefragt?
00:58:58Aber das ist doch wahr, Captain.
00:58:59Tatsächlich?
00:59:00Ja.
00:59:02Habe ich das getan?
00:59:04Ich habe eher das Gefühl, dass die Dame Sie ausmanövriert hat.
00:59:08Ausmanövriert?
00:59:08Mich ausmanövriert.
00:59:11Wie Sie gesehen haben, war der Champagner bereits bestellt, nicht wahr, Sir?
00:59:15Ja, da haben Sie recht.
00:59:17Sieh einer an.
00:59:18Was führt die Alte denn eigentlich hier im Schilde?
00:59:22Möchten mich alle gern loswerden.
00:59:25Ich bleibe.
00:59:33Sir, schlagen Sie doch das nächste Mal gleich die Tür ein.
00:59:36Verzeihung, Sir.
00:59:36Ich kann es auf den Tod nicht vertragen, dass man mich stört, wenn ich gerade dabei bin, meinen Bart zu
00:59:40kräuseln.
00:59:41Also, was wollen Sie?
00:59:42Ja, Sir, die Landurlaubs...
00:59:43Doch so laut!
00:59:44Sprechen Sie leise.
00:59:46Ja, Sir.
00:59:47Die Landurlauber sind gerade zurückgekehrt.
00:59:49Bis auf einen.
00:59:51Bis auf einen?
00:59:51Mhm.
00:59:52Einen.
00:59:53Und der Name?
00:59:54Heller Miller, Sir.
00:59:56Heller.
00:59:58Oh nein, doch nicht der, Heller Miller.
01:00:00Leider, ja, Sir.
01:00:02Wollen Sie damit sagen, dass Sie diesen ausgemachten Galgenstrick fortgeschickt haben, wo Sie hier ist?
01:00:06Ich sei darin keinen Grund, von dem Sie nachzuweichen.
01:00:07Sie absoluter Vollidiot.
01:00:08Brr, blöd.
01:00:10Sie hätten ihm Fesseln anlegen müssen, noch bevor Sie an Bord kamen.
01:00:13Bitte um Erlaubnis, ihn suchen zu dürfen, Sir.
01:00:15Jawohl, genehmigt.
01:00:16Danke, Sir.
01:00:18Und Kunden.
01:00:19Ja, Sir.
01:00:20Sie können ihm von mir bestellen, dass er wenigstens einmal in seinem verkommenen Leben von ganzem Herzen und ganzer Seele
01:00:26sein Morgengebet sprechen soll.
01:00:28Ah ja, ist er.
01:00:29Hm.
01:00:42Mr. Stringer, was ist denn?
01:00:44Miss Marple, ich habe denen das Boot weggenommen.
01:00:47Ist ja nicht schlimm, nun beruhigen Sie sich doch erst mal.
01:00:50So, und jetzt erzählen Sie.
01:00:52Ich habe getan, was Sie mir aufgetragen haben.
01:00:54Ich bin der Küstenpatrouille gefolgt.
01:00:56Ganz junge Burschen, Miss Marple.
01:00:58Die sind da eingebrochen und haben geräubert wie berufsmäßige Diebe.
01:01:01Hm, nur sieh mal einer an.
01:01:03Ich hege den finstern Verdacht, dass einer der Offiziere hier ein Erzverbrecher ist.
01:01:08Ein Mann, der die Jungen verdirbt und sie zu kriminellen Handlungen anstiftet.
01:01:11Und aus dieser Korruption ein Geschäft macht.
01:01:14Rudern Sie schnell wieder zurück, Mr. Stringer.
01:01:17Und passen Sie weiter gut auf.
01:01:19Ja, das werde ich tun, Miss Marple.
01:01:21Ja.
01:01:23Das möchte ich nicht haben.
01:01:25Nicht auf meinem Schiff.
01:01:26Das dulde ich einfach nicht.
01:01:28Nichts als fragen, fragen und fragen.
01:01:30Bisher habe ich ja noch gar keine gestellt, Sir.
01:01:33Dann wird es aber Zeit, anzufangen.
01:01:35Überall wimmeln hier Polizisten rum.
01:01:36Das rächt unsere Jungen auf und natürlich auch die Damen.
01:01:39Und wenn Sie wollen, letzten Endes auch mich.
01:01:40Ja, Sir, das sehe ich.
01:01:43Der Tod trat sofort ein.
01:01:44Uhrzeit ungefähr Mitternacht.
01:01:46Ursache, er stecken durch Erhängen, nämlich.
01:01:47Leider falsch.
01:01:48Er ist zuerst erstochen worden und wurde dann an den Mast gehängt.
01:01:50Erstochen?
01:01:51Mit einem Degen.
01:01:52Warum, weiß ich auch nicht.
01:01:53Vielleicht dachte der Täter Doppelt hält besser.
01:01:54Ziemlich ungewöhnlich.
01:01:55Ich habe sowas noch nie gesehen.
01:01:56Würde gern mal mit Ihnen darüber reden, aber jetzt habe ich keine Zeit.
01:01:58Da ist noch ein Baby fällig.
01:01:59Den Bericht kriegen Sie morgen.
01:02:00Guten Morgen.
01:02:01Guten Morgen.
01:02:01Guten Morgen.
01:02:03Das ist aber einer von der flinken Sorte, was?
01:02:05Ja, ja.
01:02:07Also erstochen, ja?
01:02:10Na nun, haben Sie sich verletzt?
01:02:13Haben Sie noch mehr solche scharfen Waffen an Bord, Sir?
01:02:16Ja, allerdings.
01:02:17So?
01:02:18Ich zum Beispiel habe auch so einen Säbel.
01:02:20Ja, wir haben alle so einen.
01:02:21Gehört zur Ausgehuniform bei den Damen natürlich nicht.
01:02:24Aber den hätte doch jeder benutzen können.
01:02:26Das ist nicht gerade sehr galant, Herr Oberinspektor.
01:02:29Tut mir leid, Merde.
01:02:30Also vielleicht kommen wir weiter, wenn wir feststellen, könnten wir, Leutnant Compton, zuletzt lebens.
01:02:33Ja, Leutnant Compton, zuletzt lebens.
01:02:34Ja, natürlich, stellen Sie das bitte fest und dann haben wir sofort den Burschen, der ihn umgebracht hat, nicht wahr?
01:02:39Dann wollen wir mal bei Ihnen anfangen.
01:02:41Nun?
01:02:43Nun was?
01:02:44Wann haben Sie den Toten zuletzt gesehen?
01:02:46Ich weiß zwar nicht, warum Sie das, was angeht, aber es war sechs Glasen der ersten Wache.
01:02:51Und das bedeutet?
01:02:52Das heißt elf Uhr gestern Abend, natürlich.
01:02:54Vielen Dank, Sir.
01:02:57Irgendjemand noch nach elf?
01:03:04Ihr habt doch gehört, was er gefragt hat.
01:03:06Irgendjemand noch nach elf?
01:03:08Hä?
01:03:09Hä?
01:03:10Ich verstehe.
01:03:13Haben Sie eine Ahnung, Sir, warum irgendjemand diesen Offizier hätte beseitigen wollen?
01:03:16Nein, nein, nicht die geringste.
01:03:17Er war ein ungewöhnlich beliebter Mann, nicht wahr?
01:03:20Vielleicht sogar einer der beliebtesten Männer an...
01:03:22Offensichtlich aber nicht bei jedem.
01:03:23Vielleicht können Sie mir weiterhelfen, Sir.
01:03:25Wissen Sie, ob Leutnant Compton einen Feind gehabt hat?
01:03:27Nein, nicht, dass ich wüsste.
01:03:28Hat er sich mit jemandem gestritten?
01:03:29Gab es da vielleicht ein Missverständnis?
01:03:31Nun, äh, das kann ich wirklich nicht sagen.
01:03:35Weiß sonst jemand was?
01:03:38Was ist mit ihm, Sir?
01:03:39Ich, äh, hatte nur wenig Kontakt mit ihm.
01:03:42Ich, äh, weiß gar nichts.
01:03:44Und Sie, Mr. Humbert?
01:03:47Ja, also...
01:03:48Na schön, es, äh...
01:03:49Ja, es stimmt schon, dass Sie mit Compton nicht mehr so gut ausgekommen sind in letzter Zeit.
01:03:53Tatsächlich, Sir?
01:03:54Es tut mir leid, Shirley, aber früher oder später kommt es ja doch aus.
01:03:57Das kam nämlich daher, dass Compton immer und ewig Shirley belästigt hat.
01:04:01Ähm, das ist Miss Boston.
01:04:03Eric!
01:04:04Denn wissen Sie, Shirley und ich sind so gut wie...
01:04:09...verlobt.
01:04:11Was?
01:04:12Oh, das ist aber eine sehr ernste Sache.
01:04:16Da bin ich ganz Ihrer Meinung, Sir.
01:04:17Ja.
01:04:19Auf meinem Schiff gibt es kein, ich wiederhole kein,
01:04:23Dechtelmechtel zwischen den Geschlechtern.
01:04:25Das ist eine goldene Regel der Stiftung
01:04:27und es ist unsere Pflicht, Sie zu befolgen.
01:04:29Mann!
01:04:30Bonner, Wetter, Hamburg, Sie sind mir aber ein paar Erklärungen schuldig.
01:04:33Sie sind verlobt?
01:04:35Mit einer Frau?
01:04:37Ja.
01:04:38Wo bleibt Ihre Erklärung, Sir?
01:04:40Ich verlange eine Erklärung.
01:04:40Vielleicht lassen Sie ihn endlich dazu kommen, Sir.
01:04:43Hm?
01:04:44Äh, Sir?
01:04:46Entschuldigung.
01:04:49Was ist denn?
01:04:49Entschuldigen Sie bitte, Sir, aber ich habe soeben was...
01:04:51Was?
01:04:52Haben Sie sich verletzt, Sir?
01:04:53Schießen Sie schon los, Bacon, bitte.
01:04:55Nun, also, kommen Sie.
01:05:01Sie haben also gestern eine Patrouille an Land geschickt, Sir?
01:05:06Was zum Teufel hat denn das mit der Sache zu tun?
01:05:09Nun, Sir, die Jungs sind auf dem Polizeirevier gewesen
01:05:11und haben einen Diebstahl gemeldet.
01:05:12Sie haben gestern Abend nicht aufs Schiff zurückkommen können,
01:05:14weil Ihnen jemand das Boot gestohlen hat.
01:05:17Ein Mann ist hier bei uns ermordet worden, Inspektor,
01:05:19und da regen Sie sich über ein Boot auf, das einer gestohlen hat?
01:05:22Ach, äh, Sir, es geht wohl dabei um mehr,
01:05:24denn der, der das Boot gestohlen hat,
01:05:26hätte doch sehr wohl hier zum Schiff rudern können und, äh...
01:05:30Und, äh, ja, das ist aber klug, kombiniert.
01:05:35Wirklich gut, Connington, hm?
01:05:38Warum sind Sie nicht auf den Gedanken gekommen?
01:05:40Bin ich ja.
01:05:41Man hat hier Boot lose treibend an der Flussmündung entdeckt.
01:05:43Irgendein Amateur muss es wohl angebunden haben.
01:05:45Sie werden es zurückbekommen, wenn wir es auf Fingerabdrücke untersucht haben.
01:05:50Mr. Stringer?
01:05:52Ja, Miss Marple?
01:05:53Nein, ich bin hier!
01:05:55Tut mir ja so leid, Jim, aber ich musste kommen, um Sie zu warnen.
01:05:58Mich zu warnen?
01:05:59Ja.
01:06:00Sie werden polizeilich gesucht.
01:06:01Was sagen Sie da?
01:06:02Ja, weil Sie gestern Nacht dieses Boot entwendet haben.
01:06:04Aber wieso? Das habe ich mir doch nur geborgen.
01:06:06Die Polizei ist leider fest davon überzeugt, dass der Mann, der sich das Boot geborgt hat, ein Mörder ist.
01:06:11Ich? Ein Mörder, sagen Sie?
01:06:13Hier.
01:06:15Ich habe Ihnen was zu trinken mitgebracht.
01:06:17Ich dachte, Sie haben es vielleicht nötig.
01:06:19Sir?
01:06:19Ja?
01:06:20Ein Landstreicher möchte dringend mit Ihnen reden, Sir.
01:06:22Das ist sehr nett, ich habe nicht mit ihm.
01:06:23Oh, doch, ich glaube schon, Sir.
01:06:25Was zum Teufel?
01:06:26Ich weiß doch, wo er ist, Chef.
01:06:27Der Mann, den Sie suchen.
01:06:29Sie brauchen also weiter nichts zu tun, als sich so lange still zu verhalten, bis die Jagd vorüber ist.
01:06:34Das wird den Oberinspektor von einer Menge Unglück bewahren und mir freie Hand geben.
01:06:38Aber ist ein vereintes Vorgehen nicht viel besser?
01:06:40Nein, nein, nein, verstehen Sie denn nicht?
01:06:41Solange der wirkliche Mörder glaubt, dass die Polizei weiter nach Ihnen sucht,
01:06:45wird er sich doch unweigerlich im falschen Gefühl der Sicherheit winken.
01:06:48Ja, aber...
01:06:49Na, also schön, Miss Marple, ich werde es tun.
01:06:52Mein tapferer Jim.
01:06:56Also dann nehme ich an, dass Mr. Hartwig diesem Leutnant Compton
01:06:59und seinen verbrecherschen Unternehmungen auf die Spur gekommen ist
01:07:01und das ihrem Kuratorium mitteilen wollte.
01:07:03Angenommen, es war so.
01:07:05Dann hat also Compton Volley Hartwig zum Schweigen gebracht.
01:07:08Ja.
01:07:09Und wer hat dann Compton ermordet?
01:07:11Nun, das...
01:07:12Das war wohl sein Komplize, glaube ich.
01:07:14Aber hatte er denn einen Komplizen?
01:07:16Oh ja.
01:07:16Die Person, die dann nach mir in Comptons Kabine eintrang, ohne mich zu entdecken.
01:07:20Diese Person wusste offenbar über den Kasten und seinen Inhalt genauestens Bescheid.
01:07:25Verstehe.
01:07:27Ich frage mich, was es wohl war, was der oder diejenige aus dem Kasten haben wollte.
01:07:32Ah ja.
01:07:32Tja, ob es vielleicht die Beute eines früheren Raubzuges war?
01:07:36Beim Zeus, Miss Marple, ja.
01:07:38Die klassische Situation, der Streit zwischen Dieben.
01:07:41Ja.
01:07:41Die Sache ist völlig klar.
01:07:43Compton ermordet Volley Hartwig, um ihn zum Schweigen zu bringen.
01:07:46Und Comptons Komplize ermordet ihn, um sich die Beute zu sichern.
01:07:49Also würden wir zwei Mörder haben.
01:07:52Nein.
01:07:53Nein?
01:07:54Nein, dabei stimmt irgendetwas nicht.
01:07:56Comptons Komplize hätte doch bestimmt eine diskretere Art vorgezogen,
01:08:00um seinen ehemaligen Partner aus dem Weg zu räumen.
01:08:03Ja.
01:08:03Ein Schlag über den Schädel, ein Stoß bei Nacht über Bord,
01:08:06ein Körper, der mit der Ebbe ins Meer treibt und vielleicht nie wieder entdeckt wird.
01:08:09Ja, zum Beispiel.
01:08:10Aber einen Mann zu durchbohren und ihn dann aufzuhängen, damit alle ihn sehen,
01:08:14und zwar am Besamass, dem traditionellen Galgen.
01:08:16Für alle Mäutern und Verräter.
01:08:19Nein, Jim.
01:08:21Das deutet nicht auf das Gehirn eines gewöhnlichen Verbrechers hin,
01:08:24der sich nur mit Diebstahl abgibt.
01:08:26Vielmehr auf einen Mann, der zu etwas so teuflischem Viech ist wie einen anderen,
01:08:29mit seinem eigenen Schnupftabat zu vergiften.
01:08:31Wollen Sie damit sagen, dass...
01:08:33Ja.
01:08:34Es ist ziemlich sicher für mich, dass wir nur einen Mörder zu suchen haben.
01:08:37Er hat beide umgebracht, Volley Hartwig und Compton,
01:08:40und zwar aus einem Motiv, das wir noch nicht kennen.
01:08:42Ein Motiv, das im Dunkeln ruht.
01:08:44Beim Zeus, Miss Marple, ich glaube, Sie haben recht.
01:08:47Aber was für ein Motiv könnte das gewesen sein?
01:08:50Einen Moment, Mr. Stringer.
01:08:52Ich habe diesen Umschlag hier in Leutnant Comptens Seemannskiste gefunden.
01:08:56Er ist über Dampf geöffnet worden.
01:08:57Oh.
01:08:58Was hatte Compton wohl für ein Interesse daran gehabt,
01:09:00mit unserem Kuratorium Verbindung aufzunehmen?
01:09:03Wie Sie selbst sehen, stehen lauter Zahlen drauf.
01:09:05Das war eine Berechnung, die von Compton stammt nämlich an.
01:09:08Aber sehen Sie mal hier, die Nummer 33.
01:09:12Denken Sie bitte daran, wie sehr Volley Hartwig mit dieser Zahl beschäftigt sei,
01:09:15dass er sie dauernd auf den Zettel gemalt hat.
01:09:1733.
01:09:20Mr. Stringer, Sie müssen sofort nach Manchester zurück.
01:09:22Auf der Stelle.
01:09:23Suchen Sie die Sekretärin des Kuratoriums auf, Miss Springer.
01:09:27Und fragen Sie sie, welche eine Art Mitteilung oder Nachricht vom Schiff
01:09:30sich Ihrer Meinung nach in einem so ungewöhnlichen Kuvert wie diesen hier befunden haben müsste.
01:09:35Aber Miss Marple, die Polizei, haben Sie nicht gesagt, dass ich mich ruhig verhalten soll?
01:09:38Ach was, gehen Sie über die Hintertreppe runter.
01:09:41Schlagen Sie aber den Kran hoch und die Mütze tief runterklappen.
01:09:43Auf Wiedersehen.
01:09:44Viel Glück.
01:09:52Der Polizeipräsident und ich haben Ihre Aussage gelesen, Miss Marple.
01:09:54Wir können es zwar nicht glauben, aber gelesen haben wir es.
01:09:57Dann kommt es mir ziemlich sinnlos vor, noch länger hier zu bleiben.
01:09:59Einen Augenblick.
01:10:00Ich könnte Sie nämlich sofort unter Anklage stellen,
01:10:03zum Beispiel wegen Zurückhaltung von Informationen,
01:10:05Verschwörung, Unterstützung und Begünstigung eines Flüchtlings
01:10:07und vielleicht auch wegen vieler Dinge mehr, wenn ich es mir recht überlege.
01:10:09Und warum tun Sie es dann nicht?
01:10:11Ja, wenn es nach mir ging, Miss Marple, aber Sie haben wieder mal Glück.
01:10:13Der Polizeipräsident ist der Ansicht, dass Ihre Einmischung in diesem Fall auch ganz nützlich war.
01:10:18Einmischung?
01:10:19Einmischung.
01:10:20Darf ich fragen, welche Richtung Sie nun einschlagen wollen, Inspektor?
01:10:23Der Fall liegt ziemlich klar.
01:10:25Compton wurde von seinem Komplizen ermordet.
01:10:27Das dachte ich, dass Sie das denken würden.
01:10:30Und jetzt wissen wir auch, wer jener Komplize ist.
01:10:33So?
01:10:35Miss Marple, in den letzten sechs Wochen ist es in unserer Umgebung zu sechs schweren Einbrüchen gekommen,
01:10:39bei denen hauptsächlich Juwelen gestohlen wurden.
01:10:41Alle diese Einbrüche geschahen nach einem gesellschaftlichen Ereignis
01:10:43und der einzige, der zu allen Festen eingeladen war, ist Unterleutnant Humbert.
01:10:47Ich verstehe.
01:10:48Wollen Sie ihn daraufhin festnehmen?
01:10:50Ich werde Humbert zu einem Verhör holen,
01:10:52den mit dem Jungen konfrontieren,
01:10:53aber ich habe das Gefühl, dass es nicht mehr sein wird als seine Formalität.
01:10:56Daraus ersehe ich, dass Sie nicht gewählt sind, die Möglichkeit zu bedenken,
01:10:59dass Mr. Hartwig vielleicht keineswegs seines natürlichen Todes gestorben ist.
01:11:03Ich bitte Sie, Miss Marple, mit Schnupftabak vergiftet.
01:11:06Ich fürchte, dass Sie noch ein bisschen zu viel Einwillungskraft haben.
01:11:08Das wäre ja nur gut,
01:11:09da ich doch offenbar Intuition für zwei haben muss.
01:11:12Der Weg liegt vor Ihnen, Miss Marple.
01:11:14Ich möchte Ihnen vorschlagen, jetzt zu gehen,
01:11:15Mr. Stringer aufzusammeln
01:11:16und sich dann direkt und schnellstens nach Milchester zu begeben.
01:11:19Der Weg liegt vor Ihnen, Herr Oberinspektor, bitte.
01:11:21Ich möchte Ihnen vorschlagen, nichts zu versäumen.
01:11:24Schließen Sie sich über Nacht in Ihrem Zimmer ein,
01:11:25und denken Sie mal gründlich und in aller Ruhe nach.
01:11:29Wie lange wollen Sie uns hier noch so sitzen lassen?
01:11:31Ich warte auf den Bericht des Arztes, Käpt'n, falls Sie nichts dagegen haben.
01:11:34Augenblick, einen Moment.
01:11:37Wissen Sie, was heute für ein Tag ist, Inspektor?
01:11:39Donnerstag.
01:11:40Donnerstag.
01:11:41Heute ist der Tag der Trafalgar-Schlacht.
01:11:44Wir müssen abends unseren traditionellen Hornfeiffer-Tanz im K-Hotel vorführen
01:11:47und da gibt es doch schrecklich viel zu tun.
01:11:49Das werden Sie wohl absagen müssen, Sir.
01:11:51Absagen?
01:11:52Das wäre ein Bruch aller Tradition, Herr Oberinspektor.
01:11:54Das tut mir leid.
01:11:55Das tut Ihnen leid.
01:11:56Das ist nicht.
01:11:57Also ich, es ist der Todestag von Nelson.
01:12:00Ich kann doch Nelsons Tod nicht ignorieren, Inspektor.
01:12:02Und ich kann eine Reihe erheblich jüngerer Todesfälle nicht ignorieren, Käpt'n.
01:12:06Es macht einen alles so, so nervös.
01:12:10Haben Sie vielleicht Schlangen an Bord?
01:12:12Schlangen?
01:12:12Ja, Schlangen.
01:12:13Äh, wovon redet der denn bitte?
01:12:15Ja, ja, ja, das dachte ich mir schon.
01:12:16Trotzdem sehr merkwürdig.
01:12:17Das Mädchen ist vergiftet worden.
01:12:19Durch eine Punktierung in den Mittelfinger.
01:12:20Verdammt schnell wirkendes Gift.
01:12:22Kurare möglicherweise.
01:12:23Sehr beliebt bei den südamerikanischen Pygmäen, wissen Sie?
01:12:25Die benutzen ein Blasrohr, geht direkt in die Blutbahn.
01:12:27Blitzschnelle Wirkung.
01:12:28Die sind weg wie nichts.
01:12:28Einfach so.
01:12:29Abenteuerlich.
01:12:29So was ist mir bisher in meiner ganzen Praxis noch niemals vorgekommen.
01:12:32Würde mich gern mit Ihnen darüber unterhalten, aber ich habe jetzt keine Zeit.
01:12:34Wo ist denn mein Koffer?
01:12:35Ach so, Sie haben ihn.
01:12:36Vielen Dank.
01:12:36Also, tja, da ist nämlich noch ein Baby fällig.
01:12:38Vielleicht werden es auch Zwillinge wollen.
01:12:39Mal sehen.
01:12:40Oder am Ende Drillinge.
01:12:41Guten Morgen.
01:12:45Der Kerl ist aber wirklich von der flinken Truppe, Donnerwetter.
01:12:48Ja, für den geht's dauernd um Leben und Tod, nicht wahr?
01:12:52Schlangen.
01:12:55Pygmäen.
01:12:57Pfeilspitzen ins Blut.
01:12:59Das ist alles nur Sie, wisst ihr?
01:13:02Da reden Sie über den alten Klabautermann, die ist ja noch viel schlimmer als er.
01:13:06Ist alles in Ordnung, Käpt'n?
01:13:07In Ordnung?
01:13:09Nein, hier ist nichts mehr in Ordnung.
01:13:12Schaffen Sie mir endlich dieses Weib vom Schiff.
01:13:14Was für ein Weib.
01:13:15Miss Marple, wen sonst?
01:13:17Hören Sie zu.
01:13:18Ich habe heute früh mein Logbuch geschrieben.
01:13:20Ist Ihnen klar, dass seit dem Moment, in dem Sie an Bord kamen,
01:13:22zwei meiner Besatzungen ermordet wurden,
01:13:24haben wir von euch Idioten ins Gefängnis geworfen wurden
01:13:26und sich vier meiner Jungs wegen Einbruchdiebstahl verantworten müssen?
01:13:29Und darüber hinaus ist das Schiff bis zum Bootsdeck vollgestopft mit diesem Zeug.
01:13:32Wie nennen Sie es?
01:13:32Beute.
01:13:33Sehen Sie sich das an.
01:13:39Kedog.
01:13:40Mein Freund.
01:13:41Mein lieber Inspektor und Freund.
01:13:44Ganz egal, wie Sie es anstellen,
01:13:45aber schaffen Sie sie weg.
01:13:47Ich meine, wenn Sie zum Beispiel eine Anklage gegen Sie vorbringen.
01:13:51Ich bin sicher, dass Sie darin sehr tüchtig sind.
01:13:53Ich sage es Ihnen noch mal.
01:13:54Sie ist eine Hexe.
01:13:56Sie ist ein Unglücksrabe.
01:13:58Sie bläst hier einen höchst gefährlichen Wind.
01:14:02Der Käpt'n ist der Ansicht, dass Sie den bösen Blick haben.
01:14:05Er möchte, dass ich Sie hier von Bord schaffe.
01:14:07Das kann ich mir vorstellen, ja.
01:14:09Tja, darf ich reinkommen?
01:14:10Wenn Sie möchten.
01:14:11Mhm.
01:14:16Die Entwicklung des Falles dürfte Sie wohl dazu veranlassen,
01:14:20Humbert wieder freizulassen.
01:14:21Da bin ich noch nicht ganz sicher.
01:14:22Ich gebe zu, dass das Mädchen die Komplizin gewesen sein muss.
01:14:24Sie wird die Beute aus Kompenskabine geholt haben.
01:14:27Aber dennoch ist auch Humbert mit im Spiel, trotz allem.
01:14:29Oh ja, da haben Sie schon recht.
01:14:31So?
01:14:31Er gehört ja zur Familie der Rassaforschung Humberts
01:14:33und hat somit gesellschaftlichen Zutritt
01:14:36zu allen vornehmen Häusern der Grafschaft.
01:14:38Das würde wohl erklären, warum er bei allen Festen zugegen war,
01:14:41von denen Sie gesprochen haben
01:14:42und die jedem Raubzug vorangingen.
01:14:44Ja?
01:14:46Das wäre wohl möglich.
01:14:47Ich nehme an, dass ihr das Mädchen mitgenommen hat.
01:14:49Ja.
01:14:50Ja.
01:14:51Wissen Sie, es mag doch sein,
01:14:52dass sie absichtlich mit Humbert geflirtet hat,
01:14:54um sich auf diese Weise Zutritt zu den Häusern zu verschaffen,
01:14:57sodass Sie, wie Sie es bezeichnen würden,
01:14:59das Gelände für Ihren eigentlichen Geliebten sondieren konnte.
01:15:02Für Kampen.
01:15:03Mhm.
01:15:04Gar nicht so abwegig.
01:15:06Aber inzwischen ist sie vergiftet worden.
01:15:08Auf irgendeine Weise hat man ihr das Gift in den Finger injiziert.
01:15:10Ja, das habe ich auch bemerkt.
01:15:11Ja, schön.
01:15:12Doch wie?
01:15:14Mit einer Mausefalle, Inspektor.
01:15:17Mausefalle?
01:15:18Ja.
01:15:19Ich glaube, dass das unglückselige Mädchen gestern Nacht
01:15:22nach einem sicheren Versteck für die gestohlenen Schmuckstücke gesucht hat.
01:15:26Sie fand ein Versteck, fasste hinein und schnapp und...
01:15:32Schnapp?
01:15:33Ja.
01:15:34Als Abdruck die Strieme auf ihrem Handrücken, ganz deutlich zu sehen.
01:15:37Und die Punktur rührt von der Spitze her und die sitzt am Schnapper.
01:15:41Aber warten Sie mal, eine Mausefalle, die man mit tödlichem Gift präpariert hat?
01:15:45Warum denn das so alles in der Welt?
01:15:47Das ist doch ziemlich klar, weil das Versteck, was sie gefunden hatte,
01:15:50bereits in Benutzung war.
01:15:51Hä?
01:15:51Ja, es verbarg etwas anderes.
01:15:53Und offenbar etwas, was noch viel wertvoller und kostbarer war.
01:15:56Denn um es zu schützen, baute der Eigentümer eine Mordwaffe wie diese Mausefalle auf.
01:16:00Herr Miss Marple, das alles erscheint mir so fantastisch.
01:16:04Eigentlich doch nicht, Herr Oberinspektor.
01:16:06Die Methode ist ausführlich hier in diesem Buch dargelegt.
01:16:09Die Todesbüchse.
01:16:11Es geht dabei übrigens auch um das Prinzip eines Mordes mit Schnupftabak.
01:16:15Ah.
01:16:17Ah.
01:16:17Verzeihen Sie bitte.
01:16:19Ich dachte, dass Sie und Ihre Männer gern etwas zu Mittag essen wollen.
01:16:22Wir möchten Ihnen aber keine Mühe machen, Madame.
01:16:24Das ist doch keine Mühe.
01:16:25Denn vier Portionen suchen einen Abnehmer, seit sich die Zahl unserer Jungen auf 29 verringert hat.
01:16:3529 plus 4 ergibt 33.
01:16:40Sehen Sie, ich habe in Comptons Kabine nach seinem Tod diesen Briefumschlag hier gefunden.
01:16:44Dieser Umschlag wird, wie ich jetzt weiß, für die Vierteljahresberichte der Schiffsleitung verwendet.
01:16:49Mr. Stringer hat den letzten Bericht, den unser Kuratorium bekommen hat, hier beigefügt.
01:16:53Sie werden gleich sehen.
01:16:54In diesem Bericht wird die Anzahl der Jungen an Bord mit 45 angegeben.
01:16:58Und in Wahrheit sind es nur 33.
01:17:01Sie meinen, ein Betrug?
01:17:03Ja.
01:17:03Und wenn dieser Betrug schon so lange ausgeführt wird, wie ich glaube, dann kostet er die Stiftung kein Vermögen.
01:17:08Darf ich mal sehen, Sir?
01:17:10Ich glaube, dass Mr. Folli Hartwig diesen Betrug da auf die Spur gekommen ist.
01:17:14Und desgleichen konnten.
01:17:15Der dann der Liste seiner zahlreichen Verbrechen noch Erpressung hinzufügte.
01:17:20Erpressung?
01:17:20Ja.
01:17:21Er fing den Bericht ans Kuratorium ab, öffnete den Umschlag über Wasserdampf.
01:17:25Und wie Sie selbst hier sehen, errechnete die Summe, die unser Betrüger mit seinem frechen Schwindel pro Jahr verdient haben
01:17:31muss.
01:17:32Zweifellos hatte er vor, eine tüchtige Portion davon für sich selbst zu fordern.
01:17:36Aber dann hat er allerdings mehr bekommen, als er wohl haben wollte.
01:17:38Wer hat diesen Bericht unterschrieben?
01:17:40Äh, der Käpt'n, Sir.
01:17:42Kommen Sie.
01:17:42Nein, nein, Oberinspektor, bitte nichts überstürzen.
01:17:44Aber Miss Martel.
01:17:45Es darf noch niemand in Haft genommen werden.
01:17:47Sie müssen allen erlauben, heute Abend an Land zu gehen.
01:17:49Das kommt nicht in Frage.
01:17:51Unterschlagung und Betrug ist eine Sache.
01:17:52Beweise für einen dreifachen Mord etwas anderes.
01:17:56Vorsicht, Vorsicht.
01:17:57Fang den Panther mit einer Mausefalle.
01:18:06Das Beiboot stößt in zwei Minuten ab, Madame.
01:18:08Du meine Güte, und ich habe mich noch nicht einmal umgezogen.
01:18:12Käpt'n.
01:18:13Ja, Madame.
01:18:13Ob es wohl möglich wäre, dass Sie mich beurlauben?
01:18:16Beurlauben?
01:18:17Nun ja, schauen Sie, Käpt'n.
01:18:18Ich muss morgen wieder nach Milchester zurück.
01:18:20Ach, eh, morgen?
01:18:21Ja.
01:18:22Oh ja, natürlich, eh, morgen.
01:18:23Und obwohl mir dieses Fest sich ein riesiges Vergnügen bereiten würde,
01:18:27möchte ich doch lieber meinen letzten Abend am Bord der Bettelndorf verbringen.
01:18:30Ja, natürlich, das ist doch Ihre Sache.
01:18:31Ich bitte Sie.
01:18:32Ich bin eine Landratte, müssen Sie wissen.
01:18:35Und das Geräusch der Wellen, die leise gegen die Planken des Schiffes klopfen.
01:18:39Und man sitzt ruhig über einem guten Buch.
01:18:42Ja, aber nur zu gern.
01:18:43Ich würde mich herzlich freuen, wenn das Ihren Besuch krönt.
01:18:49Das ist ja ein sehr interessanter Kriminalroman.
01:18:51Kriminalroman, ich habe ihn aus der Schiffsbibliothek entliehen.
01:18:54Ich weiß, dass bisher nur einer von Ihnen das Buch gelesen hat,
01:18:57aber ich möchte es auch allen anderen empfehlen.
01:19:00Ich bin gerade bis zur aufregendsten Stelle vorgedrungen, wo...
01:19:04Nun, ich hoffe, ich bringe Sie nicht um die ganze Spannung,
01:19:07wenn ich Ihnen verrate, dass das Rätsellösung in einer Mausefalle besteht.
01:19:13Einer Mausefalle.
01:19:15So, mehr sage ich aber nicht, denn sonst würde ich Ihnen ja den Spaß verderben.
01:19:18Käpt'n, die Boote stehen bereit.
01:19:20Oh ja, natürlich. Ja, Madame, dann bleibt mir nur übrig, Ihnen einen angenehmen Abend zu wünschen.
01:19:24Danke sehr.
01:19:25Also, gute Nacht.
01:19:26Das wünsche ich Ihnen auch. Ihnen allen natürlich.
01:19:32Sie!
01:19:33Ich bin nicht an Land gegangen.
01:19:36Das hat in dem Dunkel keiner gesehen.
01:19:39Auf mich achtet ja sowieso niemand.
01:19:42Und was wollen Sie hier?
01:19:44Das ist meine letzte Chance.
01:19:47Sie wollen uns doch morgen verlassen, nicht wahr?
01:19:50Ja, das ist meine Absicht allerdings.
01:19:53Ich lebe unter einem großen Druck, seitdem Sie zu uns an Bord kamen.
01:19:56Ich möchte mit Ihnen sprechen.
01:19:58Das heißt, ich habe ein Geständnis zu machen.
01:20:01Ja, und?
01:20:03Ja, ich gebe zu, dass ich ein beständiger Seekrankheit leide.
01:20:06Ich bin nicht fähig, diesen Beruf auszuüben.
01:20:09Es geht nicht mehr ohne Tabletten.
01:20:11Ich verstehe.
01:20:12Und diese Tabletten stehlen Sie aus dem Schiffslazarett, nicht wahr?
01:20:16Woher wissen Sie das?
01:20:17Und das spielt jetzt keine Rolle.
01:20:20Tja, dann muss ich wohl meinen Dienst quittieren.
01:20:22Nein, das, äh, nein, das glaube ich nicht.
01:20:25Wieso nicht?
01:20:26Admiral Lord Nelson hat doch die gleichen Beschwerden gehabt.
01:20:29Und wo wären wir heute, wenn er den Mut verloren hätte?
01:20:33Und wenn Sie das irgendwie beruhigen kann,
01:20:35dann schlage ich Ihnen vor, sich in ein Boot zu setzen und doch noch an Land zu gehen,
01:20:39um an einem Fest zu Ehren Ihres großen Berufsgelegen und Leidensgefährten teilzunehmen.
01:20:43Miss Marple, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
01:20:46Und ich weiß nicht, wie ich Ihnen je dafür danken soll.
01:20:48Hm, dann versuchen Sie es gar nicht erst.
01:20:54Danke.
01:21:07Sie können jetzt ruhig vorkommen.
01:21:11Guten Abend, Commander.
01:21:14Guten Abend, Miss Marple.
01:21:17Wie lange hat es gedauert, durch Unterschlagung eine so große Summe zusammenzubekommen?
01:21:2120 Jahre.
01:21:22Hm, meine Kuratoriumskollegen müssen recht nachlässig gewesen sein.
01:21:27Mr. Folly Hartwig's Besuch war der erste seit zwölf Jahren.
01:21:33Sie verfassen doch die Vierteljahresberichte, nicht wahr?
01:21:35Ja, ganz recht, sehr wohl.
01:21:37Ich muss zugeben, dass ich anfangs den Kapitän im Verdacht hatte, denn er hat Sie ja unterschrieben.
01:21:41Ja, das war auch meine Absicht.
01:21:43Doch dann dämmerte es mir.
01:21:45Sie schrieben immer zwei Berichte, nicht wahr?
01:21:47Ja, der eine war richtig und der andere gefälscht.
01:21:50Dann legten Sie einfach ein Blatt Kohlepapier dazwischen und der Käpt'n unterschrieb Sie beide.
01:21:55Ja, stimmt.
01:21:58Offenbar haben Sie von den Früchten Ihrer Mühe nur sehr wenig ausgegeben, Commander.
01:22:01Das finde ich seltsam.
01:22:03Ich wollte, wenn ich mich zur Ruhe setze, in einem Stil leben können, der einem Flottenadmiral entspricht.
01:22:07Wie meinen Sie bitte?
01:22:08Mein Rang.
01:22:09Verstehen Sie?
01:22:10So viel ich davon verstehe, wohnen Sie doch als Commander-Panzi.
01:22:13Sie verstehen gar nichts.
01:22:14Sie verstehen überhaupt nichts.
01:22:15Hören Sie?
01:22:15Würde ich aber gern.
01:22:16Die Marine war ungerecht und hat mich abgebaut.
01:22:18Es hatte nichts mit meinem Können zu tun.
01:22:21Ungeeignet zur weiteren Beförderung, so hieß der Satz, glaube ich.
01:22:24Danach hat man mir diesen Posten angeboten.
01:22:26Und Sie nahmen ihn an?
01:22:27Ja.
01:22:28Und genauso nahm ich mir als mein Recht die regelmäßigen Beförderungen, die mir zugestanden hätten, wenn ich noch im Dienst
01:22:33gewesen wäre.
01:22:34Und natürlich auch die üblichen Gehaltserhöhungen, die sich damit verbinden.
01:22:37Obwohl ich immer noch die Uniform meines Commanders trage, bin ich doch in Wahrheit ein Admiral der Flotte.
01:22:43Ich glaube, dass Sie jetzt genug gehört haben, Herr Oberinspektor.
01:22:50Ich wäre Ihnen beinahe wirklich auf den Leiden gegangen.
01:22:55Ich glaube, es wird das Beste sein, wenn ich Sie auf der Stelle umbringe und dann das Schiff versenke.
01:22:59Und zwar so, dass es den Anschein hat, wir wären beide an Bord gewesen.
01:23:02Und falls je ein Mensch hinter die Wahrheit kommen sollte, was ich mir nicht denken kann,
01:23:06dann werde ich meinen schwer verdienten Lebensabend genießen.
01:23:09Irgendwo weit weg von hier.
01:23:12Es wird nicht ganz so einfach gehen, wie Sie denken.
01:23:15Ich warne Sie, ich war nämlich nationale englische Fechtmeisterin im Jahre 1932.
01:23:21So, das ist ja hochinteressant, Madam.
01:23:23Und ich war 1932 Fechtmeister der Yangtzee-Flottille.
01:23:27Mr. Stringer!
01:23:29Nein, nein, diesmal nicht, Miss Marple.
01:23:36Dusche, Mr. Stringer.
01:23:38Das war gut.
01:23:39Gut gemacht.
01:23:40Ich war so unruhig, ich konnte Sie einfach nicht allein lassen.
01:23:44Meine Güte, der Oberinspektor.
01:23:46Schnell, helfen Sie mir.
01:23:47Ach, Herr Inspektor.
01:23:50Ist Ihnen noch nichts passiert?
01:23:51Ich habe mir solche Sorgen um Sie gemacht.
01:24:17Ich habe mir solche Sorgen um Sie gemacht.
01:24:23Ich habe es zufällig gesehen.
01:24:51Sie wollen behaupten?
01:24:52Eine Frau ist von einem Mann erwürgt worden in dem Zug, der eben vorbeigefahren ist.
01:24:56Erwürgt?
01:24:57Ja, erwürgt. Sie müssen die Polizei sofort benachrichtigen.
01:25:00Aber wieso?
01:25:03Ist es vielleicht möglich, dass Sie über dem Kriminalroman eingeschlafen sind und das Ganze bloß geträumt haben?
01:25:08Junge Mann, ich habe nicht geträumt. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen.
01:25:11Darf ich Sie...
01:25:14Fahrkarte, bitte.
01:25:15Eine Frau ist ermordet worden. Ich habe es zufällig gesehen.
01:25:18Sie wollen behaupten?
01:25:19Eine Frau ist von einem Mann erwürgt worden in dem Zug, der eben vorbeigefahren ist.
01:25:23Erwürgt?
01:25:24Ja, erwürgt. Sie müssen die Polizei sofort benachrichtigen.
01:25:27Aber wieso?
01:25:30Ist es vielleicht möglich, dass Sie über dem Kriminalroman eingeschlafen sind und das Ganze bloß geträumt haben?
01:25:35Junge Mann, ich habe nicht geträumt. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen.
01:25:38Darf ich Sie bitten, Ihre Pflicht zu tun?
01:25:40Pflicht? Natürlich. Wir werden ja in etwa fünf Minuten im Breckhampton sein.
01:25:44So wie wir da ankommen, werde ich den Vorfall melden.
01:25:46Gut.
01:25:46Darf ich vielleicht um Ihre Personalie bitten?
01:25:48Das müssen Sie sogar. Miss Jane Marple.
01:25:51Marple?
01:25:52Marple.
01:25:53Old Pasture Lane.
01:25:55Pasture Lane.
01:25:56Milchester.
01:25:57Milchester.
01:25:59Ich danke Ihnen, Miss Marple. Ich werde den Stationsvorsteher entsprechend verständigen.
01:26:02Darum möchte ich bitten.
01:26:03Jawohl.
01:26:10Ich bin Inspektor Kredok von der Mordkommission.
01:26:12Ach, ich sagte ein Vertreter. Darf ich bitten, Herr Inspektor?
01:26:17Ich habe gerade die Zeitungen der letzten beiden Tage durchgeblättert, aber ich habe keine Zeile über den Mord finden können.
01:26:23Die Polizei hat die Presse wohl gebeten, das Verbrechen vorläufig geheim zu halten.
01:26:28Nehmen Sie doch Platz, bitte.
01:26:29Ich bin mit dieser Taktik vertraut. Sie wiegen den Täter in Sicherheit und dann schnappen Sie zu.
01:26:34Na, wie steht's? Werden Sie bald zuschnappen?
01:26:36Ach, wissen Sie, es ist nicht. Das heißt, wir sind nach vielen Überlegungen zu der Ansicht gekommen, dass was Sie
01:26:44im Zug gesehen haben, war ein Mann.
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