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#GanzerFilm #deutsch
Rumpelstilzchen und Co. (Originaltitel Rumplcimprcampr) ist ein tschechischer Märchenfilm von Zdeněk Zelenka aus dem Jahr 1997. Produziert wurde Rumpelstilzchen und Co. vom staatlichen tschechischen Fernsehen Česká televize. Die Hauptlinie des Filmgeschehens orientiert sich an den Märchen Rumpelstilzchen von den Gebrüdern Grimm und an Božena Němcová Rumpelstilzchenvariante Karchen Martin. Damit verbildlicht Rumpelstilzchen & Co die Märchen des Themenkreises Aarne-Thompson-Uther-Index (ATU) 500, mit dem auch das Grimm-Märchen Die drei Spinnerinnen, ATU 501, eng verwandt ist.[2] Überdies sind Motive aus Hans Christian Andersens Die Prinzessin auf der Erbse eingeflochten. Der Film wurde 1997 erstmals in Tschechien gezeigt. Die Erstaufführung in Deutschland erfolgte am 22. November 1998 auf dem Kinderkanal.

Handlung
Prinz und Ziegenmädchen
Prinz Hubertus liebt das schöne Ziegenmädchen Maria. Heimlich treffen sich die Liebenden im Wald. Währenddessen macht sich König Valentin große Sorgen: Er will in Rente gehen, denn er ist des Regierens müde. Er schimpft, dass der heiratsunwillige Sohn doch endlich eine Prinzessin ehelichen und die Geschäfte übernehmen solle. Die umsichtige und kluge Königin weiß den väterlichen Zorn jedoch geschickt abzumildern.

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00:02Musik
00:00:40Nicht getroffen, nicht getroffen, nicht getroffen
00:00:42Na, warte
00:00:43Nicht getroffen
00:00:46Jetzt habe ich dich
00:00:47Was soll ich meinem Vater sagen, wenn ich nichts geschossen habe?
00:00:50Nicht getroffen, was nicht getroffen?
00:00:52Pst
00:00:57Wer ist das?
00:00:59Hm
00:01:03Reite jetzt wieder nach Hause
00:01:10Wann sehe ich dich wieder?
00:01:11Morgen doch wieder hier, nicht?
00:01:26Lauter Petitionen, Supplikationen und Refleken ohne Ende
00:01:30Die untertänigsten Untertanen haben wohl verabredet, dass sie ihren Herrscher verdrießen wollen, anstatt ihn zu verglücken
00:01:37Wie ich dich kenne, mein Bester, wirst du's ihnen heimzahlen mit einer Steuer auf den Genuss von Löwenzahn, die hatten
00:01:42wir bisher nicht
00:01:42Lass die Witze, lass die Witze, du weißt, mein Humor hat Grenzen
00:01:46Am liebsten würde ich den Namen hier dicht machen
00:01:48Und in den Räumte gehen, ich hoffe, dass das alle gehört haben
00:02:21Aufsammeln
00:02:22König zu einem königlichen Familien gesteckt
00:02:24Und das Ergebnis
00:02:25Nicht eine Prinzessin, die ihn heiraten will
00:02:27Er ist uns richtig gelungen
00:02:29So ein Teufel
00:02:30So ein Teufel
00:03:00So ein Teufel
00:03:33Na nun, wer kommt denn da zu uns?
00:03:37Was suchen diese aufgedonnerten Weibsbilder im Wald?
00:03:42Schwer zu sagen.
00:03:43Naja, was ich nicht weiß, wird mir nicht heiß.
00:03:47Aber ich kann es ja noch herausfinden.
00:03:52Hüya!
00:03:53Hüya!
00:03:58Brrrr!
00:04:02Brrrr!
00:04:04Hey, du!
00:04:05Komm mal her!
00:04:07Ah!
00:04:08Ja, du!
00:04:10Hörst du nicht?
00:04:13Ich glaube, die ist Taubmutter, weißt du?
00:04:16Ich bin weder taub noch stumm, meine Damen.
00:04:19Ich höre bloß nicht auf Hey, du und komm her.
00:04:21Bei uns sagt man Grüß Gott oder wünscht einen guten Tag und sagt wenigstens Bitte.
00:04:24So eine dumme Gans.
00:04:26Eine Ziegenhirftin müssen wir doch nicht begrüßen.
00:04:28In das gnädige Fräulein geruht dich etwas fragen zu wollen.
00:04:31Dem gnädigen Fräulein entbiete ich meine Hochachtung.
00:04:35Wir machen einen Besuch im winzig kleinen Königreich.
00:04:39Es ist überhaupt nicht winzig.
00:04:40Wir nennen es das große Winzigland.
00:04:44Hm.
00:04:44Sind wir auf dem richtigen Weg zum Schloss?
00:04:47Zum Schloss?
00:04:49Angeblich habt ihr hier einen Prinzen zu verheiraten.
00:04:53Ja, das haben wir.
00:04:55Und?
00:04:55Gibt es schon eine Interessentin?
00:04:58Ach so.
00:05:00Euer Gnaden interessieren sich für unseren Prinzen.
00:05:03Du bist zu neugierig, Ziegenmädchen.
00:05:05Hat er eine Braut oder nicht?
00:05:06Der wird sicher nicht so schnell eine Braut bekommen.
00:05:09Für ihn ist es schwer.
00:05:11Warum ist es denn für ihn so schwer?
00:05:12Er ist doch ein Prinz, sollte er auch schielen und stottern und wie eine Meerkatze aussehen.
00:05:16Gott behüte.
00:05:17Seine Durchlaucht ist ein junger Mann ohne Fehl und Tadel.
00:05:20Er sieht sehr gut aus und verdreht allen jungen Dingern den Kopf.
00:05:23So.
00:05:24Nur heiraten will ihn keine.
00:05:28Und warum nicht?
00:05:30Das ist ein Geheimnis für jedermann.
00:05:32Das darf ich niemandem verraten.
00:05:33Ich könnte dafür im Hungerturm landen.
00:05:35Nein, nein, lieber kein Wort mehr darüber.
00:05:37Hey, halt, Ziegenmädchen!
00:05:39Was ist?
00:05:40Ich gebe dir, was du willst.
00:05:42Wenn du uns über den Prinzen alles erzählst.
00:05:46Na, was willst du haben, Ziegenmädchen?
00:05:50Sie will deinen Hut haben, Mutter.
00:05:54Du willst meinen Hut haben?
00:05:58Na ja.
00:06:00Gut.
00:06:03Was ist das Geheimnis?
00:06:06Der Prinz steigt jeden Abend in den Schlossturm hinauf.
00:06:10Dort oben verwandelt er sich in...
00:06:17einen Raben und fliegt weit ins Land hinaus.
00:06:20Am Morgen kommt er zurück und wird wieder der Prinz.
00:06:22Nach der Hochzeit ist damit sofort Schluss.
00:06:24Dann wird nicht mehr herumgeflattert.
00:06:26So einfach geht das nicht, verehrteste.
00:06:29Komm, meine liebe Ziege, der Hut macht dich nicht satt.
00:06:32Zu Hause kriegst du Heu.
00:06:33Warte, warte!
00:06:35Was ist denn noch?
00:06:36Wenn du so viel weißt,
00:06:38musst du uns auch sagen,
00:06:39wie man den Fluch des Raben los wird, Ziegenmädchen.
00:06:43Na also.
00:06:44Der schöne Prinz kann sich nur von diesem Zauber befreien,
00:06:47wenn er...
00:06:48wenn er...
00:06:50Erbsenbrei ist.
00:06:51Und den kann er auf den Tod nicht ausstehen.
00:06:53Oh, egal ob er ihn mag oder nicht,
00:06:56er wird ihn essen.
00:06:56Gib schon her.
00:06:58Das ist gar nicht so einfach.
00:07:00Er muss nämlich beim Essen
00:07:01noch laut und deutlich einen Zauberspruch hören.
00:07:03Was denn für einen Zauberspruch?
00:07:06Irgendeinen.
00:07:07Aber ein Rabenspruch sollte es schon sein.
00:07:09Was du nicht sagst, du kleiner Schlaukopf?
00:07:15Hüa!
00:07:19Hey, Ziegenmädchen, wie sieht er aber aus?
00:07:22Ein bisschen wie eine Krähe,
00:07:24die einen Wurm verschluckt hat,
00:07:25euer Gnaden.
00:07:26Hüa!
00:07:29So, wir hätten also gern einen Prinzen.
00:07:32Die Lust danach soll euch schnell vergehen.
00:07:44Du liederliche Trine!
00:07:46Grüß Gott, Stiefvater.
00:07:47Wo hast du dich wieder so lange rumgetrieben?
00:07:49Auf der Weide mit der Ziege.
00:07:51Mit der Ziege, mit der Ziege.
00:07:52Meinst du nicht,
00:07:53dass sie viel zu viel geweidet wird?
00:07:54Nein, Stiefvater, wieso?
00:07:56Merk dir eins, du freche Göre.
00:07:57Wenn sich hier ein Lümmel blicken lässt,
00:07:59der dir nachläuft,
00:08:00mach ich Kleinholz aus ihm.
00:08:02Ich verbiete, dir zu heiraten.
00:08:04Ich weiß, Stiefvater.
00:08:06Und zwar fürs ganze Leben.
00:08:08Ich habe verstanden, Stiefvater.
00:08:16Ja, gut, mein alter Zosse.
00:08:21Oh, hier rum.
00:08:24Oh, oh.
00:08:27Ich wollte einen Wagen brauchen,
00:08:28brauche ich ab,
00:08:29dass niemand weiß,
00:08:30dass er noch schnittchen heißt.
00:08:33Dass ich Rumpelschnitzchen...
00:08:34Sieh mal, ein Waldschrat.
00:08:38Der sieht aus wie ein Hans Wurst.
00:08:40Kein Hans Wurst und auch kein Geist?
00:08:42Wo denkt ihr hin, meine Damen?
00:08:44Nur meine Wenigkeit.
00:08:47Man ist jung und man ist hübsch,
00:08:49aber warum isst man denn so schlechter Laune?
00:08:52Wir irren im Wald herum
00:08:53und können den Weg zum Schloss nicht finden.
00:08:55Ach, zum Schloss wollt ihr.
00:08:57Ins Schloss würde ich niemals gehen, meiner Treut.
00:08:59Das ist doch verhext.
00:09:01Verhext?
00:09:01Und wenn ihr wüsstet,
00:09:02was man sich alles über Prinz Hubertus erzählt...
00:09:05Du sagst uns nicht,
00:09:06wo wir hinfahren sollen und wohin nicht.
00:09:08Außerdem sind wir müde
00:09:09und wir haben Hunger, nicht wahr?
00:09:11So ist das auf dieser Welt.
00:09:13Jeder hat das, was er verdient.
00:09:16Darf ich etwas anbieten?
00:09:17Was hast du denn?
00:09:18Eine köstliche Delikatesse
00:09:20in Teig ausgebackene Rabeneier.
00:09:22Von Raben, die Eier?
00:09:24Von Raben, von Raben.
00:09:25Wie das denn?
00:09:26Hier sind doch gar keine.
00:09:27Doch sicher, die kommen vom Schlossturm hierher.
00:09:30Ich unterhalte mich oft mit ihnen.
00:09:31Verstehst du denn, was sie sagen?
00:09:33Aber ja, das ist ganz leicht zu lernen.
00:09:35Und über was redet ihr so?
00:09:37Über allerlei Lieder und Ringelreihen.
00:09:39Auch über Zaubersprüche.
00:09:40Ja, auch über Zaubersprüche.
00:09:43Ja, die auch.
00:09:44Sag mal einen.
00:09:45Was denn, einfach so?
00:09:46Ja, einfach so.
00:09:48Einen, der verhext?
00:09:50Einen, der verhext.
00:09:51Ein Spruch geht so.
00:09:53Ruf zur Mitternacht den Raben,
00:09:55wirst du Glück am drittab haben.
00:09:59Wer sagt's denn?
00:10:00So einen Zauber kann man doch immer gut gebrauchen,
00:10:03nicht wahr, Töchterchen?
00:10:04Ja, ja, Mama.
00:10:06Wir müssen jetzt aber weiter.
00:10:08Natürlich, ganz wie es euch beliebt.
00:10:10Und wo geht es lang?
00:10:11Der Gaul wird euch den richtigen Weg schon weisen.
00:10:19Ab, durch die Mitte.
00:10:27Euch behalte ich im Auge.
00:10:42Mein Hut!
00:10:44Meine Frisur!
00:10:51Das ging aber schnell.
00:10:54Ich sag dir was, Töchterchen.
00:10:56Hier gefällt es mir.
00:10:59Hier musst du heiraten.
00:11:02Das.
00:11:03Sieh, Mama.
00:11:04Ah!
00:11:05Ein Rabe.
00:11:06Ein Rabe.
00:11:07Der Prinz ist das.
00:11:10Ruf zur Mitternacht den Raben.
00:11:13Wirst du Glück am drittab haben.
00:11:15Den haben wir so gut wie sicher.
00:11:17Na, na, na, na, was ist denn hier los?
00:11:19Wer seid ihr?
00:11:20Und was wollt ihr?
00:11:24Er soll uns gefälligst beim Herrn König anmelden.
00:11:29Majestät.
00:11:31Die Ältere soll eine Hofdame sein
00:11:33und die Andere eine richtige Prinzessin.
00:11:35Ist sie hübsch?
00:11:36Na ja, mehr oder weniger die Hofdame.
00:11:38Und die Prinzessin.
00:11:39Nur wenn man den Notstand bedenkt.
00:11:48Ich lasse zur Audien springen.
00:12:02Also gehen wir.
00:12:13Oh.
00:12:20Majestäten.
00:12:21Wir bitten um Vergebung,
00:12:23wenn wir bei Ihnen Befreiung hervorrufen sollten.
00:12:25Wir sehen uns leider gezwungen,
00:12:26in möglichst unauffälliger Kleidung zu reisen.
00:12:28Also ich und die Prinzessin Isabella.
00:12:31Wir haben unsere guten Gründe dafür.
00:12:35Prinzessin Isabella stammt aus einem uralten Geschlecht.
00:12:38Mit großem Besitz.
00:12:40Und plötzlich wussten wir nicht mehr, wo wir waren
00:12:42und sind hier am Ende der Welt gelandet.
00:12:44Na ja.
00:12:44Als wir vor Ihrem Schloss gestanden haben,
00:12:47haben wir uns gedacht,
00:12:48Sie in Anbetracht unserer verzweifelten Lage
00:12:49mit unserem Besuch beehren zu wollen
00:12:51und Ihre Majestäten um Gastfreundschaft bieten zu wollen.
00:12:54Wir scheinen es überhört zu haben.
00:12:57Von wo kommt das, hohe Fräulein?
00:12:59Das dürfen wir auf gar keinen Fall verraten.
00:13:02Wir machen die Reise incognito.
00:13:05Was?
00:13:06Das heißt geheim, verstehst du?
00:13:07Ja, ja, geheim.
00:13:08Aber von wo?
00:13:10Tja, wenn eure Majestät darauf bestehen,
00:13:12dann aus dem reichen Eldorado-Land.
00:13:16Hast du davon schon gehört, Mutter?
00:13:18Von Eldorado-Land?
00:13:20Habt ihr denn wirklich noch nie von dem reichen Land des Goldes gehört?
00:13:23Wenn wir nicht wissen, wo es liegt,
00:13:25sehen wir eben auf der Karte nach.
00:13:27Genau.
00:13:27Aber wenn ich fragen darf,
00:13:28warum seid ihr denn verkleidet?
00:13:30Oh, der Prinzessin fällt es nicht leicht,
00:13:33darüber zu sprechen.
00:13:34Wir befinden uns auf der Flucht, verstehen Sie?
00:13:37Der König eures Nachbarreiches hat sich in sie verguckt
00:13:40und die Ärmste kann ihn überhaupt nicht ausstehen.
00:13:42Und warum nicht?
00:13:44Nein.
00:13:46Wieso eigentlich nicht?
00:13:47Warum, warum?
00:13:49Ja, warum?
00:13:51Warum nun?
00:13:52Weil er ein alter Knacker
00:13:54und ein vollgefressener Frettwamst ist.
00:13:57Und hatten Sie keine Bedenken, so alleine zu reisen?
00:14:01Meine Liebe, Ihnen hätte alles Mögliche zustoßen können.
00:14:04In den dunklen Wäldern ist es so gefährlich.
00:14:07Es gibt zahlreiche Räuberbanden.
00:14:11Lieber ein Räuber, der hungert, als ein König, der frisst.
00:14:15Bitte?
00:14:16Entschuldigen Sie, wenn ich noch einmal darauf zurückkomme.
00:14:18Ist Ihr Eldorado-Land auch mit Reichtum gesehen?
00:14:20Also, Valentin, nicht doch.
00:14:22Die Damen sind sicherlich sehr müde.
00:14:25Elisabeth?
00:14:26Bitte, Majestät.
00:14:28Mein ausdrücklicher Wunsch ist es,
00:14:30dass unser hoher Besuch mit standesgemäßen Gemächern und Gewändern versehen wird.
00:14:35Und alles erhält, wonach ihm der Sinn steht.
00:14:38Danke, Majestät, für Eure Güte.
00:14:41Und wenn es Euren Wünschen entsprechen sollte,
00:14:44könnten wir das Essen gerne gemeinsam einnehmen.
00:14:47Ist der Prinz dabei?
00:14:49Er ist dabei, ja.
00:14:56Wo ich auch immer suche,
00:14:58Eldorado-Land kann ich hier nirgends finden.
00:15:01In dem Handbuch über die adeligen Häuser steht immerhin,
00:15:04dass Eldorado das reichste Land der Welt ist.
00:15:07Eldorado.
00:15:07Eldorado oder Eldorado-Land, das ist dasselbe.
00:15:11Die Damen des Hofes sollen sich mit Goldstaub pudern
00:15:14und die Kinder im goldenen Sand spielen.
00:15:17So ein Blödsinn.
00:15:18Blödsinn, sagst du?
00:15:19Und wenn es nun mal was stimmt?
00:15:20Dann wären wir unter Umständen doch unsere Sorgen los, Mutter.
00:15:24Wie denn das, Valentin?
00:15:25Nun, uns wurde eine reiche Braut
00:15:27für unseren Hubertus vom Himmel geschickt, Mutter.
00:15:30Ach, so ein Königreich gibt es doch nur in der Fantasie.
00:15:34Oder kennst du vielleicht jemanden,
00:15:36der schon wirklich dort gewesen ist?
00:15:39Nein, aber wir könnten doch die Ersten sein.
00:15:41Ach was? Nein, nein, nein, nein, nein. Unsinn.
00:15:44Nein, das Mädchen gefällt mir nicht.
00:15:48Und wie ich unseren Hubertus kenne,
00:15:49wird ihm so eine Braut auch nicht gefallen.
00:15:51Nun, wenn die Prinzessin vermögend ist,
00:15:54wird sie unserem Söhnchen schon zusagen.
00:15:55Das wäre ja noch schöner, oder?
00:15:57Gefallen muss sie ihm ja gar nicht.
00:15:59Die soll er nehmen und keine andere.
00:16:00Schluss jetzt.
00:16:02Ist das deine endgültige Entscheidung?
00:16:04Ich treffe nur endgültige Entscheidungen.
00:16:09Und, ähm, wenn sie nun eine Betrügerin ist?
00:16:14Wie bitte?
00:16:16Wir sollten sie auf die Probe stellen.
00:16:18Da würde es mich interessieren,
00:16:21wie du eine echte Prinzessin
00:16:22von einer Betrügerin unterscheiden willst.
00:16:26Dafür habe ich ein uraltes und bewährtes Rezept, Valentin.
00:16:36Zuerst bringst du die Federbetten.
00:16:40Zwei.
00:16:41Zwei?
00:16:42Vielleicht sogar drei.
00:16:44Drei?
00:16:45Oder am besten fünf.
00:16:46Was, fünf?
00:16:48Nein.
00:16:49Noch besser sieben.
00:16:51Nur um sicher zu gehen.
00:16:53Haben wir denn so viele Gäste?
00:16:56Und außer den Federbetten
00:16:58bringst du noch etwas anderes zusätzlich mit.
00:17:13Hast du sie, Elisabeth?
00:17:16Mhm.
00:17:20In der Küche haben sie noch einen ganzen Sack voll.
00:17:23Aber ich weiß bei meiner Seele nicht,
00:17:24ob sie roh genießbar sind.
00:17:27Und die Federbetten?
00:17:29Wie gewünscht, Majestät.
00:17:34Oh.
00:17:45Die wird seine Majestät hoffentlich überzeugen können.
00:17:56Keine echte Prinzessin kann die ganze Nacht
00:17:58auf einer Erbse schlafen.
00:18:02Großartig.
00:18:07Nein, nein, nein.
00:18:09Nein und nochmals nein.
00:18:12Das sind doch alles alte Klamotten.
00:18:14Das waren Kleider unserer Königin.
00:18:16Gibt es denn hier gar nichts,
00:18:17was ein bisschen Pepp hat?
00:18:20Ach, wissen Sie,
00:18:21Pepp ist bei uns längst aus der Mode.
00:18:22Das tut mir leid, euer Gehirn.
00:18:23Nehmen Sie das hier, Hoheit.
00:18:26Darin werden Sie dem Prinzen bestimmt gefallen.
00:18:28Ich bin ganz sicher.
00:18:29Anziehen, anziehen.
00:18:30Schnell, schnell, schnell.
00:18:33Dem Prinzen gefallen?
00:18:36Das wird sich weisen.
00:18:42Was ist denn das hier?
00:18:43Was denn?
00:18:43Na, mein Kleid, du hast es doch gerade hier hingelegt.
00:18:45Ach du meine Güte.
00:18:47Du warst es.
00:18:48Du hast es mit diesem Minikleid vertauscht.
00:18:50Gib es zu.
00:18:50Ich habe keine Ahnung, wo das andere Kleid geblieben ist.
00:18:52Wenn dieses hier anziehen, nicht wahr, meine Liebe?
00:18:54Du könntest inzwischen etwas Schmuck für uns besorgen.
00:18:58Aber bitte nur echten.
00:19:01Oh, siehst du das?
00:19:05Meiner treu.
00:19:08Was hat es zu bedeuten?
00:19:10Also, weißt du, Mama, das kann ich nun wirklich nicht anziehen.
00:19:15Wirf es weg!
00:19:17Sieh mal, das hier.
00:19:19Das ist sowieso das schönste Seide und Spitze.
00:19:24Zieh das an, schnell, schnell.
00:19:27Ich werde euch eure Brautschau schon noch vereiteln, ihr Betrügerinnen.
00:19:35Oh, was soll dieser Schaber nehmen?
00:19:38Mama!
00:19:39Wenn diese Kleider nun nur für echte Prinzessinnen sind.
00:19:42Glaubst du tatsächlich?
00:19:44Ja, und dass sie bei Unechten einlaufen.
00:19:46Was ist?
00:19:46Hat man sich entschieden?
00:19:49Wir ziehen besser unsere eigenen Kleider an.
00:19:54Man fühlt sich darin doch noch am besten.
00:19:59Das war's dann wohl.
00:20:10Also, du weißt nichts von ihm.
00:20:12Ich habe dir nichts erzählt.
00:20:22So, es hat euch also nicht mal eines von all meinen Kleidern gefallen.
00:20:27Majestät, wir können es uns auch nicht erklären.
00:20:29Aber nichts von der Garderobe hat gepasst.
00:20:31Ach.
00:20:35Prinz Hubertus.
00:20:36Oh, Prinz.
00:20:39Prinzessin Isabella aus uraltem Geschlecht.
00:20:42Es ist mir ein Vergnügen.
00:20:45Ähm, sitzen Sie nicht bei uns mit am Tisch?
00:20:48Der Prinz sitzt gerne am Fenster.
00:20:50Das ist sozusagen sein Stammplatz.
00:20:53Bitte setzen Sie sich doch.
00:21:02Mit Hubertus werden Sie sich bestimmt gut verstehen, meine Teuerste.
00:21:06Er ist so gerne auf Reisen wie Sie und er hat bisher auch noch nicht sein Glück gefunden.
00:21:11Will sagen eine Braut.
00:21:12Alle Prinzessinnen, die er bisher getroffen hat, haben irgendeinen Wehfehler gehabt.
00:21:17Aber Sie kennen das ja, meine Liebe, nicht wahr?
00:21:19Naja, auch bei manchen Prinzen ist längst nicht alles Gold, was glänzt.
00:21:23Das stimmt.
00:21:24Unser Bursche hockt entweder hinter dem Fernrohr oder er geht seinen hochfliegenden Träumen nach.
00:21:30Aha, hochfliegend.
00:21:32Was ist denn das für ein Fraß?
00:21:34Ich habe doch schließlich einen Braten bestellt.
00:21:36Ja, Majestät, sofort.
00:21:38Unser hoher Besuch hatte sich Erbspüree gewünscht.
00:21:41Ja, das haben wir in der Tat.
00:21:43Ich warte auf den zweiten Gang.
00:21:45Seine Hoheit wird sicherlich das Püree sehr gern essen, nicht wahr?
00:21:48Danke, ein Danke.
00:21:50In diesem Fall halte ich es wie mein Vater.
00:21:51Es ist so ein schmackhaftes Gericht, mein Prinz.
00:21:53Probieren Sie nur einen Löffel voll.
00:21:55Komm Sie, Prinz, Sie wollen uns doch keinen Korb geben.
00:21:58Probieren geht überstudieren.
00:22:00Einmal ist keinmal, Prinz.
00:22:02Ich bitte um Vergebung.
00:22:05Hubertus, was gibt es denn da zu lachen?
00:22:06Ich bitte um Pardon.
00:22:08Mir ist etwas Komisches eingefallen.
00:22:12So, jetzt habe ich Hunger und würde gerne etwas essen.
00:22:18Wunderbar, Erbspüree.
00:22:19Aber ja, warum nicht?
00:22:23Jetzt.
00:22:24Ruf zur Mitternacht den Raben.
00:22:25Wirst du Glück am dritt Tag haben.
00:22:33Ein schöner Spruch, wirklich.
00:22:37Nur geht er bei mir ganz anders.
00:22:40Fliegt ein Vogel gegen Mittag, kommt das Glück zu dir am dritt Tag.
00:22:44Was?
00:22:45Der Spruch, den ich kenne, der geht so.
00:22:47Der Kackadu, der Kackadu, der macht das Poloch auf und zu.
00:22:53Also Herr König, der Kackadu, der macht das Poloch auf und zu.
00:22:58So, die unbeständigen Pferde vor den hohen Damen.
00:23:04Ah, der zweite Gang.
00:23:06Braten esse ich natürlich noch lieber.
00:23:08Jetzt reicht es mir aber.
00:23:10Sie essen sofort das Püree bis zum letzten Happen auf.
00:23:16Es ist mir wirklich ein unsägliches Vergnügen, mich jetzt vor der Tafel zu entfernen.
00:23:25Wie wär's mit Nachschub?
00:23:27Nachschub?
00:23:28Erbsenbrei.
00:23:31Machen Sie sich nichts draus, Prinzesschen.
00:23:33Das Temperament hat er von mir.
00:23:37Essen Sie doch, meine Damen.
00:23:39Von dem Püree ist noch genug da.
00:23:42Lassen Sie es sich schmecken.
00:23:49Warum ist er weg?
00:23:52Er ist sozusagen nur ausgeflogen.
00:24:15Um Himmels Willen, es ist zu spät.
00:24:17Was?
00:24:18Also Valentin, weißt du, die Sonne scheint schon.
00:24:21Wer darf nicht verpassen, wenn sie auch fährt?
00:24:23Was denn um aller Welt verpassen?
00:24:26Das Geheimnis wird gelüftet, wie man auf einer Erbse schläft.
00:24:29Hast du auf einer Erbse geschlafen?
00:24:31Ich doch nicht.
00:24:33Wir werden gleich sehen, was es mit der Prinzessin auf sich hat.
00:24:37Oh.
00:24:40Du sagst, wenn sie wie ein Murmeltier schläft, dann kann sie sich auf was gefasst.
00:24:44Ich, ich, ich, genau.
00:24:47Jetzt hast du kapiert.
00:24:51Warte.
00:24:58Komm, leise.
00:24:59Komm, leise.
00:25:04Pssst.
00:25:08Hörst du sie?
00:25:09Das ist die Ältere.
00:25:11Nein, nein, nein, nein.
00:25:14Pssst.
00:25:15Vielleicht will jemand auch.
00:25:32Die Junge, wie ich gesagt habe, das gibt es doch nicht.
00:25:45Hör endlich auf.
00:25:48Prinzessin, schnarchen doch nicht.
00:25:50Du wirst uns mit dem Lärm noch verraten.
00:25:52Hör jetzt auf.
00:25:53Lass mich in Ruhe.
00:25:54Was sollen die Majestäten denn denken, wenn sie dich so laut schnarchen hören?
00:25:58Der alte Knacker mit seiner fetten Dumm.
00:26:00Hör halt den Mund.
00:26:02Wen meinst du?
00:26:03Den zeig ich nach der Hochzeit, wozu der Hungerturm liefst.
00:26:05Ja, ja, ja.
00:26:05Wenn du dich wieder so benimmst wie beim Essen, dann werden sie ganz schnell merken, wer wir wirklich sind.
00:26:09Und werden uns in unser Habenichtsland zurückschicken.
00:26:12Du nervst mich, Mutter.
00:26:13Ich will noch weiter schlafen.
00:26:16Ach, so eine dumme Töre.
00:26:18Hast du's gehört?
00:26:19Die sollen mich noch kennenlernen.
00:26:22Ich verrate Ihnen jetzt, warum ich sie rufen ließ.
00:26:26Um nimmer Wiedersehen zu sagen.
00:26:29Wollen Sie etwa verreisen?
00:26:31Fährt der Prinz auch mit?
00:26:32Der Prinz hat Ihnen wohl den Kopf verwirrt.
00:26:35Eure Majestät, die Prinzessin ist zu schüchtern, um einzugestehen, dass der Prinz einen so nachhaltigen Eindruck auf Sie gemacht hat,
00:26:41dass sie gegen eine eventuelle Eheschließung überhaupt nichts einzuwenden hätte.
00:26:45Gegen eine Eheschließung hätte das Fräulein also nichts einzuwenden.
00:26:48Nein.
00:26:48Wieso denn?
00:26:49Nein.
00:26:50Wieso denn?
00:26:52Wegen dieser Kleinigkeit.
00:26:54Diese Erbse hat euch verraten.
00:26:57Und Valentin.
00:26:58Äh, wache!
00:27:02Wegen Majestätsbeleidigung und wegen betrügerischen Lügens,
00:27:04nehmt den Hungerturm abführen, da könnt ihr Spinnen und Ratten zählen.
00:27:07Das ist das Nichtverständnis, äußer Majestät.
00:27:09Die Prinzessin hat doch nur ihre Liebe zu Prinz Ubatus gestanden, das ist doch nicht ein Strafraum.
00:27:13Drei Tage nur Wasser und kalte Hafergrütze.
00:27:17Keine kalte Grütze.
00:27:22Jetzt war ich aber böse, nicht wahr?
00:27:26Und auch klug.
00:27:30Nein!
00:27:31Wasser und Brot macht ganz gut, ihr Betrügerinnen.
00:27:35So ein Gesindel hat nichts Besseres verdienen.
00:27:37Pfui!
00:27:37Ihr seid selber nur Lumpenpackt!
00:27:39Näh!
00:27:43Und jetzt sitzen wir ganz tief in der Patsche.
00:27:48Irgendjemand muss uns verraten haben.
00:27:50Ich möchte wissen, wer da hielt das Geld.
00:27:52Wir hätten lieber mal zu Hause bleiben sollen.
00:27:55Ich hätte zum Beispiel den Sohn vom Fischermais heiraten können.
00:27:59Da hätte er schon einen goldenen Fisch fangen müssen.
00:28:01Hör auf zu heulen und komm her!
00:28:03Hilf mir graben!
00:28:04Der Boden ist hier ganz weich.
00:28:13Nun, was ist mit dem Schloss, gehört es dir?
00:28:17Und der Prinz?
00:28:18Ist der schon unter der Haube?
00:28:21Wie haben wir denn auf der Erze geschlafen, Gnädigste?
00:28:26Dieser Dummkopf, was redet der da?
00:28:30Wenn du sowieso alles weißt, dann sag uns, wie wir hier rauskommen.
00:28:34Erst verzichtet auf den Prinzen.
00:28:36Tö, warum sollten wir denn?
00:28:38Komm her!
00:28:40Wirklich so ein hübsches Kind kann doch nur einen heiraten, der mal König wird.
00:28:46Hübsch, sagt ihr?
00:28:56Mama, was ist los?
00:28:58Halt!
00:29:00Halt!
00:29:00Was machst du denn da?
00:29:02Pardon.
00:29:03Wegen der Vollständigkeit.
00:29:06Oh!
00:29:09Was geht hier vor?
00:29:11Mein Gott, Mama, wie siehst du denn aus?
00:29:14Und du erst?
00:29:15Der Bösewicht soll uns sofort unsere Menschengestalt wiedergeben.
00:29:20Menschengestalt?
00:29:21Die bekommt ihr erst zurück, wenn ihr eine gute Tat vollbracht habt.
00:29:23Und die Gefahr besteht bei euch ja nicht.
00:29:29Ich will den Prinzen haben, Mama.
00:29:32Ich will heiraten.
00:29:34Nein, gut.
00:29:38części, ich will der Bösewicht.
00:30:12Musik
00:30:43Du bist vom Pferd gefallen, Hubertus?
00:30:46Woher weißt du das? Ich habe es niemandem erzählt.
00:30:49Woher solltest du sonst das blaue Auge haben, mein lieber Sohn?
00:30:53Als das Pferd gescheutert, bin ich fast auf einem Felsen gelandet. Ich habe noch Glück im Unglück gehabt.
00:30:58Mein Ärmster, wie gefährlich.
00:31:02Höchste Zeit, dass das aufhört und du an die Heirat denkst.
00:31:07Nicht meinetwegen, nein. Nur wegen deines Vaters. Ihm könntest du wirklich diesen Gefallen tun.
00:31:15Es eilt doch nicht.
00:31:17Ich wollte dich um etwas bitten, Hubertus. Wie du siehst, ist dein Vater sehr oft müde. Ihm würde sicher Bärensalbe
00:31:27gut tun. Sie hat ihm bisher immer so gut geholfen. Könntest du denn hinreiten und welche holen?
00:31:33Zu deiner Schwester? Aber da bin ich den ganzen Tag weg.
00:31:37Ja, und zurück am nächsten Tag. Das sind dann also zwei Tage.
00:31:42Noch besser wäre es, wenn meine Schwester zwei Salben zubereiten würde. Dann müsstest du nur einen Tag länger bleiben.
00:31:50Auf dem Rückweg könntest du bei dem Bruder deines Vaters eine Rast machen und deinen Onkel sehen.
00:31:54Du würdest dein Haarwasser kriegen und dort übernachten können. Das wären dann fünf Tage. Das würde doch gehen.
00:32:04Nein?
00:32:06Aber ja, Mama. Ob das alles klappen wird, weiß ich nicht. Aber ich tue dir gern den Gefallen.
00:32:10Ich danke dir.
00:32:14Hubertus! Hubertus!
00:32:16Reite oben lang. Ich möchte nicht, dass du am Fluss reitest.
00:32:19Am Fluss entlang ist es aber kürzer.
00:32:21Nein, nein, nein, nein, nein. Dein Pferd könnte noch mal stolpern. Reite nicht darunter. Los. Nun los. Viel Glück.
00:32:48Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass sich Rumpelstilzchen heißt, dass ich fliegen kann als Rabe und ein Doppelleben habe.
00:32:58Alle, hopp!
00:32:59Hör endlich auf mit diesem albernen Gedöns. Das kann ja kein Mensch aushalten.
00:33:03Wer zwingt euch denn zu? Zuhören. Lauft, wohin ihr wollt. Niemand hält euch hier fest.
00:33:08Wir sollten längst weg sein, wenn uns sonst jemand helfen könnte.
00:33:11Bitte, bitte. Wir sind doch ganz artig.
00:33:14Meine Bedingungen kennt ihr. Habt ihr die denn schon erfüllt?
00:33:18Wir würden sie sofort erfüllen, wenn wir nur wüssten, wie.
00:33:20Ja, das glaube ich gern, dass euch beiden gute Taten schwerfallen. Ja, ratatatra.
00:33:26Schau mal einer an. Die Kutsche der Königin.
00:33:31Wer hätte das gedacht?
00:33:41Wo fliegst du denn hin?
00:33:43Das Glück eines Mädchens zu behüten.
00:33:47Ach, der hat vielleicht Sorgen, dieser Hampelmann.
00:34:12Sofort sagst du mir, woher der Ries?
00:34:13Aus dem Wald. Ich habe ihn unter einem Elsternest gefunden.
00:34:16Lüge nicht. Der ist dir doch von einem Jungen geschenkt worden.
00:34:18Ich will so schnell, wie es geht heiraten. Ich bin nicht deine Macht bis zum Lebensende.
00:34:23Kruzizirken, ich habe keine Lust, mir sowas anzuhören.
00:34:25Das hat man nun von seiner Güte.
00:34:27Ich glaube, du hast lange Zeit keine Brügel mehr gekriegt.
00:34:30Und du brauchst sie wie der Schwein der Schuban.
00:34:33Nein! Nein!
00:34:35Und so!
00:34:36Ich werde heiraten. Heiraten, heiraten, heiraten!
00:34:39Die Riesseiten. Das heiraten wirst du bleiben lassen.
00:34:41Du Schlampe! Du heiratest nicht.
00:34:43Schlampe!
00:34:44Bitte trotzdem, trotzdem, trotzdem!
00:34:45Du Schlampe, du Schlampe!
00:34:47Du Schlampe, aufhören!
00:34:53Wieso?
00:34:55Du brutaler Kerl.
00:34:57Geht man so mit einem Mädchen um?
00:34:59Halt dich da bloß raus, du Vogelscheuche!
00:35:04Lass sie sofort los!
00:35:06Hier gibt niemand außer mir die Befehle und sie ist meine Stieftochter.
00:35:10Und ich stehe hier auf meinem eigenen Grund und Boden!
00:35:12Majestät!
00:35:17So Palot, die Königin!
00:35:20Der untertänigste Diener ihrer Majestät verneigt sich tief vor ihrer Majestät.
00:35:24Du solltest dich wirklich schämen, Bauer!
00:35:27Ja, ich schäme mich, Majestät.
00:35:29Sag mal, Freundchen, was ist das für eine schlimme Angewohnheit, Frauenzimmer zu schlagen?
00:35:34Ich schlage nie, Majestät.
00:35:36Und wenn überhaupt, dann nur die hier.
00:35:38So, nun geht das Pferd füttern und tränken, mein Herzblatt.
00:35:42Nur zu hurtig, hurtig!
00:35:44Sie ist eine faule Trine.
00:35:46Sie macht nur das, was sie kann.
00:35:47Also nichts.
00:35:48Sie taugt zu keiner richtigen Arbeit.
00:35:50Und deswegen musste ich sie ein bisschen tadeln.
00:35:52Mit dem Riemen kannst du niemandem etwas beibringen.
00:35:56Es ist doch vor allem deine Aufgabe, sie etwas Richtiges lernen zu lassen, wovon sie leben kann.
00:36:03Ja, natürlich kann sie allerhand.
00:36:05Sie werden sich wundern, was sie alles kann.
00:36:07Zum Beispiel?
00:36:08Ja, zum Beispiel.
00:36:10Ja, ein Beispiel.
00:36:11Ein Beispiel?
00:36:12Ja, richtig.
00:36:14Ein Beispiel.
00:36:16Ja, ja, ja, also zum Beispiel...
00:36:18Zum Beispiel?
00:36:19Ja, ja, zum Beispiel.
00:36:22Zum Beispiel?
00:36:23Kann sie goldene Fäden spinnen, ja?
00:36:26Mhm.
00:36:27Aus einfachem Stroh.
00:36:30Ein Mädchen, das sehr geschickt ist.
00:36:33Wissen Sie?
00:36:36Sie können es glauben.
00:36:38Die spinnt aus Stroh für sie.
00:36:40Pures Gold.
00:36:42Goldfäden.
00:36:43Goldfäden?
00:36:44Wo ist er denn jetzt hin?
00:36:45Hallo, wo bist du?
00:36:46Darum versteckst du dich?
00:36:48Du kannst doch nicht einfach so auf Nimmerwiedersehen verschwinden, Meister Kunterbunt.
00:36:52Lieber Herrgott, ich werde keine Flasche mehr anrühren.
00:36:56Ich verspreche es.
00:36:57Komm heraus, mein Kind.
00:36:59Hab keine Angst.
00:37:00Ich nehme dich mit aufs Schloss.
00:37:03Ich lasse dich nicht bei diesem Grobian, den der Schnaps um seinen Verstand gebracht hat,
00:37:08auf dem Schloss.
00:37:09Wird niemand dir ein Haar krümmen.
00:37:19Wie heißt du, mein Kind?
00:37:21Maria.
00:37:22Maria.
00:37:24Es freut mich, dass sich Hubertus ein nettes Mädchen ausgesucht hat.
00:37:29Was denn?
00:37:30Sie wissen alles über uns?
00:37:32Hubertus ist mein geliebter Sohn.
00:37:34Und die, die er gern hat, werde ich genauso gern haben.
00:37:40Und der Herr König?
00:37:42Seine Majestät hat vielleicht etwas traditionelle Ansichten über königliche Bräute.
00:37:49Aber damit werden wir schon fertig.
00:37:51Und wenn uns nichts anderes übrig bleibt, übergehen wir sie eben.
00:38:02Und Hubertus? Weiß er, dass sie mich holen?
00:38:05Ich hatte noch keine Gelegenheit, es ihm zu sagen.
00:38:08Der König hat ihn losgeschickt, um Arzneien zu holen.
00:38:12Die paar Tage ohne ihn werden wir im Flug vergehen.
00:38:16Du wirst es sehen.
00:38:18Oh, du bekommst lauter blaue Flecken.
00:38:21Blaue Flecken beweisen.
00:38:23Blaues Blut.
00:38:24Schon gut, die gehen wieder weg.
00:38:26Ich glaube, mein liebes Kind, das Glück spielt uns diesmal direkt in die Hände.
00:38:39Eine kluge Königin, klug, wie sie der Liebe ihrer Sohnes hilft.
00:38:46Zwei Frauen zusammen, noch klüger.
00:39:01So, da sind wir.
00:39:06Komm, schnell.
00:39:07In diesen Kleidern sollte ich hier niemand im Schloss sehen.
00:39:12Ich weiß nicht, Majestät.
00:39:13Ich würde lieber wieder gehen.
00:39:16Liebst du Hubertus?
00:39:19Ja, sehr.
00:39:20Dann zögere nicht und komm mit.
00:39:26Ich habe mir den Kopf darüber zerbrochen, wie ich dich dem König vorstellen soll.
00:39:33Aber keine Angst.
00:39:35Mir ist schon etwas eingefallen, wie ich den König überzeugen kann, dass du für Hubertus
00:39:42der Richtige bist.
00:39:51Majestät?
00:39:52Ist alles vorbereitet?
00:39:55Genauso wie Majestät befohlen haben.
00:39:58Siehst du?
00:40:00Und davon haben wir hier im Glas noch jede Menge.
00:40:06Wunderbar.
00:40:07Majestät, ich möchte bemerken dürfen, dass ich mich mit Lügen schwer tue.
00:40:10Ich kann niemand etwas vormachen oder die Unwahrheit sagen mir.
00:40:13Sieht man das immer gleich an.
00:40:14Sapper, Loth.
00:40:16Das ist aber ein ernstes Problem.
00:40:17Nein, überhaupt nicht.
00:40:19Das adelt sie doch.
00:40:22Aber für unseren Plan ist es besser, wenn sie so wenig wie möglich weiß.
00:40:29Frag nicht viel warum, sondern mach einfach alles so, wie man es dir sagt.
00:40:34Bist du damit einverstanden?
00:40:35Ja, Eure Majestät.
00:40:36Du wirst dich im Turm verstecken und lässt dich überhaupt nicht sehen.
00:40:41Und wenn es dann Nacht geworden ist und alle fest schlafen, wird dich Elisabeth abholen.
00:40:49Sie wird dir alles weitere erklären, was du zu tun hast.
00:40:53Du musst ihr nur in allem gehorchen.
00:41:11Ah, so.
00:41:13Was denn?
00:41:15Da oben drauf muss ich schlafen?
00:41:16Mhm.
00:41:19Wie komme ich denn da hoch?
00:41:21Die Federbetten müssen aber so liegen bleiben.
00:41:23Alle Gäste hier im Schloss bekommen mindestens sieben Federbetten.
00:41:27Ich kann nicht...
00:41:27Also, so ist hier nun mal der Brauch.
00:41:31Wenn das so ist, kann ich es nicht ändern.
00:41:34Du hast ja schon viele blaue Flecken.
00:41:36Die bringen dir sicherlich Glück.
00:41:38Was habt ihr bloß dauernd mit den blauen Flecken?
00:41:40Nichts, gar nichts, nichts.
00:41:43Ich meine nur, du wirst deswegen vielleicht nicht ganz so gut schlafen.
00:41:47Ah, wenn du etwas brauchst in der Nacht.
00:41:49Ich bin nebenan.
00:41:50Mhm.
00:41:53Dann hab eine gute Nacht.
00:42:19Um Himmels Willen.
00:42:21Was gibt es?
00:42:22Valentin, so steh doch auf.
00:42:24Wir haben ihr Wachwerden vielleicht schon wieder verschlafen.
00:42:26Was Wachwerden verschlafen?
00:42:28Wessen Wachwerden denn?
00:42:29Ich wollte dich gestern nicht mehr stören, Valentin.
00:42:31Du warst schon im Bett, als wir wieder Besuch von einer Prinzessin...
00:42:36Und die schläft bei uns.
00:42:38Majestät hat es erraten und auch auf der Erbse.
00:42:41Was sagst du dazu?
00:42:46Das hast du gut gemacht, Mutter.
00:42:48Nur was ist, wenn Hubertus sich in sie verliebt, auch wenn sie keine Prinzessin ist?
00:42:51Deswegen müssen wir uns jetzt Gewissheit verschaffen.
00:42:53Und ist sie hübsch?
00:42:54Hübscher geht's nicht.
00:42:56Und auch reich?
00:42:57An den Fingern trägt sie Goldringe mit Brillanten.
00:43:00Stell dir das vor.
00:43:02Hauptsache, es ist nicht doch mal eine Betrügerin ausgeschlossen.
00:43:05Das will ich nicht nur böse werden, Mutter.
00:43:07Das wäre untertrieben.
00:43:08Da wäre ich nur noch grausam.
00:43:14Komm, Vater.
00:43:19Pssst, pssst, leise.
00:43:21Es drückt so.
00:43:23Es tut so weh.
00:43:25Da, hörst du sie?
00:43:26Sie schläft tief und spricht im Traum, die Betrügerin.
00:43:28Aber nein.
00:43:30Das würde sich bestimmt ganz anders anhören.
00:43:35Oh, es tut so weh.
00:43:45Der Schmerz.
00:43:47Der hört nicht auf.
00:43:55Voller Anmut ist die Prinzessin selbst im Schlaf.
00:44:01All, all die blauen Flecken.
00:44:05Blaues Blut.
00:44:09Oh ja.
00:44:12Die stammen wahrscheinlich von der Erbse.
00:44:15Meinst du wirklich?
00:44:18Majestät.
00:44:18Oh.
00:44:19Entschuldigung.
00:44:21Entschuldigung.
00:44:22Majestät.
00:44:23Ja, was, was ist denn?
00:44:25Was ist denn geschehen?
00:44:26Also, die Prinzessin, sie, sie hat doch die ganze Nacht nicht ein Auge zugemacht.
00:44:33Sie hat sich ständig schlaflos nur von einer Seite auf die andere gewälzt.
00:44:37Und sie hat vor Schmerzen gejammert.
00:44:40Nein.
00:44:41Das klingt aber für uns sehr gut, Mutter.
00:44:52Ich habe sehr schöne Stickereien und Spitze draufgenäht.
00:44:55So, so.
00:44:57Für eine Prinzessin nur das Allerbeste.
00:45:02Na, ruschusch.
00:45:03Das eine Kleid ausziehen, das andere anprobieren und diesen Brillantring nicht verlieren.
00:45:12Sie sagten, für eine Prinzessin, nicht wahr?
00:45:14Wenn du nicht reich bist, wirst du den König nicht für dich gewinnen können.
00:45:19Er liebt das Noble.
00:45:20Und du, wenn du hübsch rausgeputzt bist, wirst ihn ganz sicher begeistern.
00:45:27Majestät?
00:45:28Ja?
00:45:29Einen Namen für Sie.
00:45:29Einen Namen, richtig.
00:45:32Mal sehen.
00:45:33Maria ist mein Name.
00:45:35Nach meiner Oma.
00:45:36Hm.
00:45:37Als Vorname nicht schlecht.
00:45:39Maria und dann noch was.
00:45:41Natürlich, ich hab's.
00:45:44Marie-Louise von Lohenhohe.
00:45:47Bitte, wie?
00:45:48Prinzessin von Lohenhohe.
00:45:59Prinzessin Marie-Louise von Lohenhohe.
00:46:20Oh, ich muss sagen, eine noble Haltung.
00:46:29Nun, äh, Frau Königin und Herr König.
00:46:38Frau Königin und Herr König, seit drei Monaten bereise ich meine Ländereien.
00:46:44Die ist reich, hast du gehört?
00:46:47Als ich an Ihrem Schloss vorbei fuhr, fühlte ich das Bedürfnis, Ihnen meine Ehrerbietung
00:46:52auszudrücken und aufrichtige Bewunderung.
00:46:54Sie spricht so nobel.
00:46:56Ausgesprochen nobel.
00:46:57Und dann möchte ich Ihnen noch sagen, dass ich, dass ich...
00:47:02Noch etwas Nobles?
00:47:04Dass ich...
00:47:07Nur Maria heiße und auf einem Bauernhof groß geworden bin und Ihren Sohn liebe namens Hubertus.
00:47:12Dass ich völlig arm bin und dass ich nichts besitze, Herr König.
00:47:16Überhaupt nichts.
00:47:20Ich musste das sagen, Majestäten.
00:47:22Ich kann nicht lügen.
00:47:23Ich kann es eben einfach nicht.
00:47:25Das reicht.
00:47:26Kann uns dann jedes Heerelauf der Dinger der Nase herumführen?
00:47:29Wache!
00:47:30Dieser Thron scheint alle dummen Weiber anzuziehen, die keine Herkunft aufzuweisen haben,
00:47:35aber dafür Stroh im Kopf.
00:47:38Ich denke, das stimmt so nicht, Valentin.
00:47:41Sie kann sicherlich etwas.
00:47:43Sie ist vielleicht geschickt mit den Fingern.
00:47:45Also, oh, und was soll sie können?
00:47:49Tja, na ja, was kann sie?
00:47:52Zum Beispiel...
00:47:57Golde Fettenspinnen.
00:48:00Und zwar aus Stroh.
00:48:02Höre ich richtig?
00:48:04Du machst Gold auf Stroh?
00:48:07Tatsächlich?
00:48:09Ja, doch.
00:48:17Wenn du uns ein Goldknäuel spinnst, wirst du nicht bestraft werden.
00:48:21Tust du das aber nicht, werden wir dich exemplarisch bestrafen.
00:48:27Zur Warnung an alle Heiratsschwindler, die durch eine Hochzeit an die königliche Kasse rankommen möchten, die gehend leer ist.
00:48:35Na los.
00:48:36Leg es hin.
00:48:37Und verschwinde.
00:48:41So, da ist das Spinnrad.
00:48:44Du kannst gleich anfangen.
00:48:47Wie, jetzt gleich?
00:48:48Ja, jetzt gleich.
00:48:50Sie hat mich gebeten, bei dieser Arbeit alleine zu sein, um das Geheimnis zu bewahren.
00:48:55Das musst du verstehen, Valentin.
00:48:57Gold aus Stroh geht immer nur so, weißt du?
00:48:59Und ich bin extra hier hochgestiegen, um am Ende gar nichts zu sehen?
00:49:02Du wirst das Gold in der Frühe sehen.
00:49:04Ich bin gespannt.
00:49:06Sehr gespannt.
00:49:07Ich komme morgen früh und sehe nach, ob du nachts fleißig warst.
00:49:10Ja, natürlich.
00:49:14Mach dir keine Sorgen.
00:49:15Bis morgen fällt uns sicher was ein.
00:49:17Und wenn nicht?
00:49:18Nun komm schon, Mutter.
00:49:20Ja, ja, ich komm ja schon.
00:49:22Ich sage dir, wenn sie es nicht schafft, Gold zu spinnen, dann kriegt sie die Strafe für die anderen mit.
00:49:28So ein grausamer Mensch bin ich.
00:49:48Maria.
00:49:51Maria.
00:49:56Gesund sind wir, hübsch sind wir, aber warum sind wir so traurig?
00:50:09Meine Winzigkeit steht zu euren Diensten.
00:50:14Träume ich oder sehe ich vielleicht sogar Gespenster?
00:50:20Wie heißt du?
00:50:21Sag einfach kleines Glück.
00:50:23Ich passe auf, dass Verliebte glücklich sind.
00:50:27Kannst du mir verraten, warum du ein so trauriges Gesicht machst?
00:50:30Mich hat ein hartes Schicksal getroffen.
00:50:33Ich soll Gold machen aus Stroh und weiß nicht wie.
00:50:35Ah ja.
00:50:37Wenn ich das nicht zustande bringe, verliere ich meinen Liebsten.
00:50:40Niemand kann das auf dieser Welt.
00:50:42Aber wieso denn nicht?
00:50:44Wenn ich eine Belohnung bekomme, zauber ich dir auch Gold dabei.
00:50:48Was kriege ich dafür?
00:50:50Weißt du, ich habe nichts.
00:50:52Aber in einem Jahr wirst du etwas haben.
00:50:55Wenn ich dir helfe, gibt es eine Hochzeit.
00:50:59Und du wirst Königin, dann kannst du deine Schuld ganz leicht bezahlen.
00:51:04Ich gebe dir, was du willst.
00:51:07Das höre ich gern.
00:51:09Doch die Belohnung, die Belohnung suche ich mir selber aus.
00:51:14Einverstanden?
00:51:15Mhm.
00:51:16Top, das gilt.
00:51:18Den Rest erledige ich.
00:51:19Was mache ich dabei?
00:51:21Ja, du.
00:51:23Am besten machst du ein schönes, tiefes Nickerchen und träumst von deinem Liebsten.
00:51:32Ja, so, so.
00:51:40Das läuft ja alles ganz prächtig.
00:51:42Das Glück von Hubertus und dir ist auch mein Glück.
00:51:47Hehehehe.
00:51:47Hehehe.
00:51:49Ja, ja, ja, ja, ja.
00:51:52Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
00:52:00Heißt nicht Alexander und nicht Rehomyr.
00:52:03Heißt auch nicht Celsius, das verrat' ich dir.
00:52:06Heißt nicht Alpha oder Beta oder Caesar gar.
00:52:09Heißt nicht Dietrich oder Wittrich.
00:52:11Bin auch nicht der Zah.
00:52:12Hehehe.
00:52:13Ach wie gut das n' man weiß.
00:52:16Rumpelstilzchen heiß.
00:52:19Rumpelstilzchen heiß.
00:52:20Rumpelstilzchen heiß.
00:52:21Doch der König weiß nicht, wie ich wirklich heiß.
00:52:24Wer schreit denn da schon wieder rum?
00:52:27Und das am frühen Morgen.
00:52:28Ich freue mich, meine Damen, ich freue mich.
00:52:31Alles läuft ganz prächtig und so sing ich mächtig.
00:52:34Tralala, tralala, tralala, tralala.
00:52:36Hör auf, ich will noch schlafen.
00:52:37Heute pack ich morgen.
00:52:38Hörst du nicht?
00:52:38Meine Tochter stört der Krach.
00:52:40Der soll denn dieses Geschrei aufhalten?
00:52:41Ist total verrückt.
00:52:56Ich habe die ganze Nacht darüber nachgedacht, Valentin.
00:53:00Für richtige Strafen bist du zu weich.
00:53:02Ach ich?
00:53:03Ich werde sie persönlich bestrafen, wenn sie uns etwas vorgemacht hat.
00:53:08Du?
00:53:09Bestrafung muss sein, auch wegen der Wiederholungsgefahr.
00:53:12Ach so.
00:53:13Es wird eine Bestrafung sein, die verhindert, dass eine Betrügerin hier je wieder den Fuß reinsetzt.
00:53:19Sag nur.
00:53:20Die soll bis zum Ende ihres Lebens ohne Unterlass an mich denken.
00:53:24Natürlich, natürlich, Mutter. Du machst das ganz so, wie du denkst.
00:53:28Das werde ich auch machen, ganz sicher.
00:53:31Weißt du, es ist auch eine schwierige Sache, solche Fäden noch dazu in Gold herzustellen.
00:53:36Und mir schien das Bündel Stroh auch etwas feucht zu sein.
00:53:40Zum Zaubern soll noch dazu eigentlich der Vollmond scheinen.
00:53:43Und es ist jetzt überhaupt keiner.
00:53:44Das stimmt, Mutter. Letzte Nacht war kein Vollmond.
00:53:48Ich kann nicht mehr.
00:53:50Halt durch, Mutter. Halte durch.
00:53:55Ich glaube, du wirst sie bestrafen müssen. Und zwar streng.
00:54:03Nun seh dir das an.
00:54:06Erst redet sie groß und jetzt schläft sie wie ein Murmeltier.
00:54:11Aber Valentin, das Stroh ist nicht mehr hier.
00:54:15Kein einziger Hallen mehr.
00:54:30Ganz schön schwer. Das ist mindestens 24-karätiges Goldetil.
00:54:37Was ist denn?
00:54:40Was strahlt da so hell?
00:54:42Das Gold.
00:54:44Mein Goldstück.
00:54:45Ich kann dir mit großer Freude mitteilen, dass ich dir ein neues Bündel Stroh bringen lasse.
00:54:50Damit du noch mehr Gold spinnen kannst.
00:54:52Für deine Aussteuer.
00:54:54Da bist du also mit der Heirat einverstanden, Valentin.
00:54:57So eine Braut haben wir uns doch immer gewünscht.
00:54:59Ja sicher, ganz gewiss.
00:55:02Aus Stroh Gold machen.
00:55:04Wie kann das nur gehen?
00:55:06Wie hast du das denn angestellt?
00:55:09Das musst du mir auch beibringen.
00:55:12Aber ich weiß überhaupt nicht, wie aus Stroh Gold gemacht wird.
00:55:17Über Nacht hast du Gold gemacht. Nur aus Stroh.
00:55:20Was habe ich gemacht?
00:55:21Also nochmal.
00:55:22Du hast doch heute Nacht hier auf diesem Spinnrad goldene Fäden aus Stroh gedreht.
00:55:31Ich?
00:55:31Willst du etwa behaupten, dass es die Kugel aus Gold hier in meiner Hand gar nicht gibt?
00:55:35Reg dich nicht auf, Valentin.
00:55:37Ruhig bleiben. Ruhig, Valentin.
00:55:39Das kann doch durchaus passieren, dass man sich an die Vorgänge einer Nacht nicht erinnert.
00:55:46Und oftmals kehrt das Gedächtnis dann irgendwann zurück.
00:55:49Mhm.
00:55:51Ist das etwa schon Hubertus?
00:55:54Hubertus!
00:56:08Er ist es!
00:56:09Der hat sich aber beeilt.
00:56:11Ich möchte ihn begrüßen.
00:56:13Ja, begrüße ihn.
00:56:14Danke sehr.
00:56:16Das ist zum ersten Mal, dass ich nicht weiß, wie die Dinge zusammenhängen.
00:56:20Ich bemühe mich auch gar nicht darum, es zu verstehen.
00:56:37Hubertus!
00:56:40Meine Maria!
00:56:43Was tust du hier?
00:56:47Erstaunt, Prinz? Eine große Ehre für uns.
00:56:53Die Prinzessin von Lohenhohe.
00:56:56Wie bitte?
00:56:57Zur Heirat hier.
00:57:01Wie?
00:57:02Zu Heirat hier?
00:57:08Wie?
00:57:09Zu Heirat?
00:57:11Wie?
00:57:12Zu Heirat?
00:57:13Komm mit!
00:57:18Ich fürchte, das schöne Kind wird sich erinnern müssen.
00:57:25Wir können nämlich noch ein paar Knäuel davon gebrauchen.
00:57:29So etwa zehn Stück pro Tag.
00:57:31Ach.
00:57:34Sie sind beide glücklich.
00:57:37Ich finde, sie ist sehr geschickt.
00:57:39Hm.
00:57:40Sehr geschickt.
00:57:42Und sie hat ihre Geheimnisse.
00:57:44Ich hoffe, dass das ihrer Liebe nicht schaden wird.
00:57:53Das hätte mich umgebracht.
00:57:55Fünf Tage, dich überhaupt nicht zu sehen.
00:57:57Eine schnelle Reise.
00:57:58Nur ein Blitz ist noch schneller.
00:58:00Auf dem Rücken der Pferde liegt das Glück dieser Erde.
00:58:03Hey!
00:58:05Höher!
00:58:05Hey!
00:58:13So jung, so klug, so schön.
00:58:16Die beiden kommen mir wirklich sehr gelegen.
00:58:19Jetzt noch die Heirat und dann bin auch ich restlos glücklich.
00:58:24Ah!
00:58:25Ah!
00:58:39Ich war nicht.
00:58:43Also Laughter.
00:58:46Ich war nicht drauf.
00:58:50Bei einer der R0000m particul stirbricht.
00:58:52Bewegung ist eine Schöne.
00:58:54Ich habe plans Achtung.
00:58:55Auf dem них gebetet habe ich keine SpiegelInnen wie er hat.
00:58:58Vielen Dank.
00:59:29Vielen Dank.
00:59:56Vielen Dank.
01:00:29Vielen Dank.
01:01:02Vielen Dank.
01:01:30Vielen Dank.
01:02:02Also nicht, doch nicht Valentin.
01:02:16Vielen Dank.
01:02:36Wer fährt denn hier durch?
01:02:39Das ist kein öffentlicher Weg, das hier ist alles mein Land.
01:02:44Oh, Sabalot.
01:02:54Zu diensten, euer Gnaden
01:02:56Einen Gruß dem Stiefvater
01:02:59Was denn, du?
01:03:01Wo hast du dich so lange herumgetrieben?
01:03:03Und als was hast du dich da verkleidet?
01:03:05Wo habt ihr die Kutze gestohlen?
01:03:07Und du? Du Hallodri, wer bist du?
01:03:08Wir hatten schon mal die Ehre, als ihr mich am Fluss ohrfeigen wolltet
01:03:12Ach du, jetzt weiß ich, du kriegst jetzt
01:03:14Prinz Hubertus?
01:03:16Mein Gatte
01:03:19Gatte?
01:03:21Was denn, du gehörst ja zu den Königlichen?
01:03:25Deinen geliebten, dir stets untergebenen Stiefvater
01:03:28Wirst du doch nicht vergessen
01:03:29Untertänigst bei den Geschenken oder kleinen Vorteilen
01:03:32Hör zu, Bauer
01:03:32Ich weiß
01:03:33Ich weiß
01:03:35Was wünschen euer Hoheit?
01:03:37Die Ziege
01:03:38Die Ziege
01:03:41Warum die Ziege?
01:03:43Weil ich Sehnsucht nach ihr habe
01:03:44Nach der Ziege
01:03:46Aber nur nach ihr
01:03:53Du bist traurig
01:03:55Du hast nichts zu bereuen
01:04:14Was ist?
01:04:16Was hat dich so erschreckt?
01:04:17Da saß ein Rabe im Bauch
01:04:19Ja und?
01:04:21Ich weiß nicht
01:04:23Ich kann mich nicht erinnern
01:04:26Es ist wie ein Traum
01:04:28Ich kann mich nicht erinnern
01:05:14Majestät, Majestät, Majestät, Majestät, Majestät, Majestät, Majestät, Majestät, Majestät.
01:05:26Majestät.
01:05:33Entschuldigung, Herr König.
01:05:35Ich kann es noch nicht fassen.
01:05:37Junge oder Mädchen?
01:05:39Majestät, eine Prompfenwonne.
01:05:41Wie denn?
01:05:42Nein, ein Wonnepromfen.
01:05:45Ein Junge.
01:06:12Ein Pachtbuschen.
01:06:47Endlich ist mein Glück in greifbarer Nähe gerückt.
01:07:19Was ist los, Elisabeth?
01:07:21Was ist mit ihm passiert?
01:07:22Ich weiß nicht, Hoheit.
01:07:23Er schlief wie ein Engel und auf einmal fing er an zu weinen.
01:07:26Ist er vielleicht krank?
01:07:28Er war bisher noch nicht krank.
01:07:30Fieber hat er nicht, aber wer weiß.
01:07:32Trotzdem ruft ihn ab.
01:07:33Ja, natürlich, Hoheit.
01:07:36Und sag ihm, es eilt.
01:07:38Ja, Hoheit.
01:07:44Maria?
01:07:45Maria?
01:07:46Ja, wir sind jung.
01:07:48Wir sind gesund.
01:07:50Warum sind wir denn so vergesslich?
01:07:56Hallo, kleines Glück.
01:07:58Meine Winzigkeit stilzt zu Ihren Diensten.
01:08:01Also ist es kein Traum gewesen?
01:08:03Nein, das war es nicht.
01:08:06Wieso bist du hier?
01:08:08Brauchst du jetzt etwa Hilfe von mir?
01:08:10Ich?
01:08:12Ich will mir nur das holen, was mir zustieht.
01:08:16Meine Belohnung.
01:08:18Also?
01:08:19Ich bin jetzt reich.
01:08:20Für die Hilfe von damals kriegst du alles, was du dir wünschst.
01:08:23Das habe ich doch versprochen.
01:08:25Du hast mir versprochen, dass ich mir aussuchen kann, was ich will?
01:08:30Such dir aus, was du willst.
01:08:31Ich werde mein Wort nicht brechen.
01:08:33Also?
01:08:34Was macht dir eine Freude?
01:08:38Was willst du haben?
01:08:47Nun?
01:08:48Was ist das?
01:08:50Was ich kriege?
01:08:51Mhm.
01:08:53Geduld.
01:08:55Ich werde es dir gleich vergaten.
01:09:00In.
01:09:03Nein.
01:09:04Du warst nicht über das Glück der Verliebten.
01:09:06Du bist kein Glücksbringer.
01:09:08Du bist ein elender Räuber des Glücks.
01:09:11Was erzählen wir denn da?
01:09:12Was sind denn das bloß für Beschuldigungen?
01:09:14Dass du mir helfen wolltest, habe ich geglaubt.
01:09:16Wir haben doch nur einen Tauschhandel abgeschlossen und ich habe mir jetzt meinen Lohn ausgesucht, so lautet der Vertrag.
01:09:23Warum willst du ihn?
01:09:25Er wird mein Nachfolger werden.
01:09:28Und das kann doch nicht der erste Beste sein.
01:09:31Er muss gesunde und kluge Vorfahren haben, das ist mal klar.
01:09:40Also her mit ihm.
01:09:41Ich will keine Zeit verlieren.
01:09:42Halt!
01:09:49Hubertus!
01:09:51Hubertus!
01:09:53Hubertus!
01:09:55Hubertus!
01:09:57Hubertus!
01:09:58Was ist los?
01:10:03Was ist, Maria?
01:10:05Was ist los?
01:10:05Versuch die andere Tür.
01:10:07Ja, gut.
01:10:11Was ist denn passiert?
01:10:13Kommt mit!
01:10:15Verschwinde von hier, du!
01:10:18Du!
01:10:19Du!
01:10:21Jetzt weißt du nicht, wie du mich nennen sollst.
01:10:24Meine Namen, er rät so schnell, kein irdischer auf dieser Weltkugel.
01:10:28Komm, mein Söhnchen, komm hier.
01:10:30Ich errate ihn, ich errate ihn.
01:10:31Doch, ich errate ihn.
01:10:32Da wärst du aber die Erste.
01:10:35Zerstörer!
01:10:36Äh, äh.
01:10:37Zwietracht?
01:10:38Nee.
01:10:40Ähm, Giftmischer!
01:10:41Äh, äh, äh.
01:10:44Schwarzbase!
01:10:45Äh, äh, äh, äh, der Kasus macht mit Lachen, Frankenstein.
01:10:51Daneben, Fridolin!
01:10:53Immer kälter!
01:10:54Maria!
01:10:55Die Tür!
01:10:56Rabe!
01:10:57Krähe!
01:10:58Rechtsa!
01:10:59Kranzer!
01:11:01Mein Name humpelt und rumpelt und stampft und stolziert.
01:11:05Er klingt nicht gerade neu, aber auch nicht an die Tür.
01:11:08Der ist total plämpel!
01:11:09Ich bin manchmal klein und manchmal groß, bin manchmal freundlich und manchmal erbost.
01:11:16Das ist doch der Hans Wurst aus der Schlucht?
01:11:19Lass sehen.
01:11:20Ach, wie gut, dass niemand weiß, wie ich mit meinem Namen...
01:11:24Wie krass ist das, der auf dem Hof war?
01:11:25Der Tuschüttel da hinter der Tür?
01:11:27Habt ihr etwa meinen Namen erraten?
01:11:30Na, wisst ihr ihn schon?
01:11:32Kennst du ihn vielleicht?
01:11:34Nein, er hat so einen Vers gesungen.
01:11:36Pumpelstilze oder so ähnlich hat er sich genannt.
01:11:38Ich weiß...
01:11:38Einen Namen kennt keiner!
01:11:40Haha!
01:11:41Du nicht!
01:11:42Und ihr auch nicht!
01:11:44Nein!
01:11:46Nein, nein!
01:11:48Mit solchen Verrückten muss man freundlich sein.
01:11:53Wenn du deinen Namen hören willst, öffne die Tür.
01:11:57Den Namen werden wir dir dann sagen.
01:12:00Süßes Gedudel!
01:12:02Leere Versprechungen!
01:12:05Wenn euch nicht mehr dazu einfällt, dann bekomme ich das Sorgerecht.
01:12:08Ihr müsst doch mal wiederkommen.
01:12:10Für so ein schweres Rätsel brauche ich Zeit.
01:12:12Ich komme bestimmt auf den Namen von dir und deinem Federvieh.
01:12:15Top!
01:12:15Die Wette gilt.
01:12:17Wir spielen ein Spiel.
01:12:18Das mache ich immer gerne.
01:12:19Ich komme zum Geburtstag des Kleinen.
01:12:21Und wenn er genau ein Jahr alt ist, sagst du mir dann unser Namen, dann bleibt er bei dir.
01:12:29Und wenn nicht, freue ich mich schon auf dich, mein geliebtes...
01:12:37Söhnchen!
01:12:44Mein Gott, Maria, wer war das?
01:12:47Wohin ist er verschwunden?
01:12:48Warum solltest du seinen Namen erraten?
01:12:50Er hat das Goldknäuel damals gesponnen.
01:12:52So ist es bestimmt gewesen.
01:12:54Danach hat mich der Kerl alles vergessen lassen.
01:12:56Und heute Nacht...
01:12:57Was ist heute Nacht?
01:12:58Was hat er für wirres Zeug geredet?
01:13:00Dass er das Baby holen will, morgen schon.
01:13:04Schon morgen?
01:13:05Er hat gesagt, wenn der Kleine ein Jahr alt wird.
01:13:10So schnell.
01:13:12Schon morgen.
01:13:18Zum Geburtstagsfest zu kommen, wird er sich doch nicht trauen.
01:13:21Und wenn aber doch, kann man das Kind nicht irgendwo sicher verstecken.
01:13:24Wir wissen nicht, was für magische Kräfte er besitzt.
01:13:26Dieser Teufelsbande kann man nur mit Scharfsinn beikommen und etwas schneit.
01:13:31Du weißt doch, wo seine Behausung ist.
01:13:33Ja, versteckt im Wald.
01:13:35Würdest du den Platz wiederfinden?
01:13:37Ich glaube schon.
01:13:45Heißt nicht Alexander und nicht Reomyr.
01:13:48Heißt auch nicht Celsius.
01:13:51Das verrate ich dir.
01:13:52Heißt nicht Alpha und nicht Beta oder Cäsar.
01:13:55Einen ehrerbietigen Gruß.
01:13:59Verzeihen Sie meine Vermessenheit, großer Meister.
01:14:02Ich wandere so durch den Wald und sehe den Rauch von eurem Feuer.
01:14:05Da denke ich bei mir, das ist eine gute Gelegenheit zum Rasten.
01:14:09Na ja, ich kann dich ja schlecht wieder wegschicken.
01:14:11Also nimm Platz da.
01:14:13Ja.
01:14:14Mein Gott, Herr Jemini, nicht da.
01:14:16Doch nicht in der Kaninchenkacke.
01:14:18Daneben.
01:14:19Denn die kommen mit ins Feuer.
01:14:20Die gibt der Suppe Geschmack.
01:14:24Übrigens, wo kommst du jetzt her?
01:14:27Ich bin Hans, der Sänger.
01:14:29Ein Fahrensmann.
01:14:31Zu euren Diensten, großer Meister.
01:14:33Kein Meister, nur ein kleiner Glücksbringer für Verliebte.
01:14:36Und alle, die nach Liebe schmachten.
01:14:38Wie lebt man denn so vom Singen?
01:14:39Ich reise durch die Lande und kümmere mich darum, dass die Menschen fröhlich sind.
01:14:44Herrlich. Und was hast du davon?
01:14:46Manchmal eine Suppe oder einen Groschen.
01:14:48Ein andermal sogar zwei.
01:14:49Aber immer viel Spaß.
01:14:51Wer ist denn bloß dieser Zausel? Kennst du den?
01:14:53Kenn ich nicht, kenn ich nicht, kenn ich nicht, kenn ich nicht, kenn ich nicht.
01:14:55Hast du denn keinen Hunger, du Hans?
01:14:56Nein.
01:14:57Guck mal, was ich hier im Tauf habe.
01:14:59Ich habe heute schon Fettlebe gemacht.
01:15:01Ich war zu Gast beim König im Schloss.
01:15:04Ach so.
01:15:06Ja, ja.
01:15:08Ich hatte gehört, die junge Königin soll ganz verweinte Augen haben.
01:15:11Also hatte ich mir vorgenommen, sie ein bisschen zum Lachen zu bringen.
01:15:14Ah ja. Und hat sie ein bisschen gelacht?
01:15:16Aber woher? Sie konnte mich nicht einmal empfangen.
01:15:19Die Tränen wollten nicht trocknen.
01:15:21Und hat man dir gesagt, wieso?
01:15:23Nein. Aber man hat mir reichlich zu essen gegeben.
01:15:27Und für unterwegs noch einen Krug Wein.
01:15:29Wollen Sie einen Schluck?
01:15:31Ist bestimmt kein Gänsewein.
01:15:32Oh, und ob ich will.
01:15:36Wenn ich schon bei der Königin einen Korb gekriegt habe, so kann ich wenigstens Iro Gnaden ein bisschen erfreuen.
01:15:45Worauf trinken wir jetzt?
01:15:47Auf mein Söhnchen.
01:15:48Ab morgen wird er bei mir leben.
01:15:53Ab morgen wird hier nicht mehr Trübsal geblasen, sondern fröhlich trompetet.
01:15:59Dann könnt ihr sehen, was für lustige Streiche ich meinem Winzling beibringe.
01:16:04Wartet es nur ab, ihr zwei betrügerischen Weibsbilder, ihr.
01:16:09Mit wem sprecht ihr denn da?
01:16:11Ach, nur zwei von diesen geleistnerischen Existenzen.
01:16:16Auf auf meinen Sohn.
01:16:17Auf das Glück Ihres Söhnchens trinke ich.
01:16:20Aber wie ist denn der Name von dem Kind?
01:16:23Derselbe wie mein Name versteht sich.
01:16:26Es lebe, der Glücksbringer Junior.
01:16:28Eben nicht nur Glücksbringer Junior, er wird einen fürstlichen Namen tragen, hochwohlgebogen und krächt sind.
01:16:34Aber von so einem Namen habe ich meinen Lebtag noch nicht gehört.
01:16:38Das wundert mich nicht.
01:16:39Steht er im Handbuch der adeligen Häuser?
01:16:40Was hat er denn da verloren?
01:16:42Der Name übertrifft alles, was da drin steht.
01:16:45Wenn er da nicht drin steht, ist er überhaupt nichts wert.
01:16:48Du bist gar nicht von Stand.
01:16:49Gib es doch ruhig zu.
01:16:51Bin ich doch.
01:16:52Wollen wir wetten?
01:16:53Auf den Krug Wein, den wir noch nicht gelehrt haben.
01:16:55Abgemacht, abgemacht, abgemacht.
01:17:00Rumpelstielzchen vom schwarzen Rabben.
01:17:02Der Klang bildet ein Geheimnis.
01:17:04Der Name sei Schallnur und Rauch.
01:17:08Oh, du hast gewonnen.
01:17:12Rumpelstielzchen vom schwarzen Rabben.
01:17:15In der Tat ein sehr schöner Name.
01:17:17Rumpelstielzchen vom schwarzen Rabben.
01:17:18Was für ein klangvoller Name für mein kleines Söhnchen.
01:17:21Hey, Rumpelstielzchen Senior.
01:17:22Was ist?
01:17:22Haben Hans den Sänger erkannt?
01:17:24Willst du wissen, wer in Wirklichkeit ist?
01:17:26Du willst also wissen, wer sich hinter dem Bart versteckt?
01:17:30Aber sicher.
01:17:31Der junge König ist es.
01:17:33Hubertus.
01:17:34Also Betrug.
01:17:35Ihr wollt mich um eine Belohnung bringen.
01:17:38Na, warte.
01:17:54Du Raben, wo fliegst du hin?
01:17:56Komm sofort zurück.
01:17:59Ihr bösartigen Ratten.
01:18:01Wisst ihr, was ihr angerichtet habt?
01:18:03Wir dachten, wir helfen uns damit.
01:18:04Wir brauchen eine gute Tat.
01:18:06Dann befreit mich jetzt.
01:18:10Na los, die gute Tat.
01:18:12Er hat recht, Mama.
01:18:14Wir nahmen den Strick durch.
01:18:15Befreiung eines Königs, das ist eine gute Tat.
01:18:18Und wenn nicht?
01:18:20Pappelapapp, Tochter, beißt zu.
01:18:22Ja, der Strick sitzt so fest.
01:18:24Immer mit der Ruhe.
01:18:25Der Knoten hier ist stressig.
01:18:27Ach, weiter so, Tochter.
01:18:29Der hat keine Chance.
01:18:30Pass, pass bloß auf, Mama, dass du dir nicht die Schneidezähne abbrichst.
01:18:33Au, das war knapp.
01:18:34Ah, jetzt wackelt ihr Zahn.
01:18:36Nein, der Knoten.
01:18:37Wir haben es gleich geschafft.
01:18:41Oh?
01:18:42Oh, Mama.
01:18:44Ach, ihr beide seid das.
01:18:45Küss die Hände, Majestät.
01:18:47Ihr Outfit steht in den Mund.
01:18:48Halt den Mund.
01:18:49Wir hauen jetzt ab.
01:18:50Lauf, was das Zeug hält.
01:18:51Wir suchen uns einen reichen Ölscheich.
01:19:14Und Polka, meine Herren.
01:19:42Und Polka, meine Herren.
01:19:52Vergebung, Majestät.
01:19:54Wann, meine Majestät, uns das Geburtstagskind gnädigst zeigen zu wollen?
01:19:59Das Schönste soll immer am Ende eines Festes zu sehen sein.
01:20:02Sehr wohl, Majestät.
01:20:04Wie weise Majestät.
01:20:30Wie weise Majestät.
01:20:43Ein Tänzchen zum Geburtstag, ohne das Geburtstagskind.
01:20:52Und das soll ich euch glauben.
01:20:55Na, ich werde den Knurz schon finden.
01:20:58Egal, wo ihr ihn versteckt habt, ich finde ihn.
01:21:16Hm, hier ist er auch nicht.
01:21:18Also dann, weitersuchen.
01:21:22Hier!
01:21:25Schneller!
01:21:27Hier!
01:21:28Hier!
01:21:42Da ist er!
01:21:43Aber wo ist Robertus?
01:21:45Wenn er ihn bloß nicht erkannt hat und ihm ein Leid zugefügt hat.
01:21:48Hab bitte keine Angst.
01:21:49Der wird sich bestimmt zu helfen wissen.
01:21:52Jetzt die Ruhe bewahren.
01:22:18Wir werden gleich sehen, wer in diesem Spiel die besseren Karten hat.
01:22:30Jetzt werden wir mal alle diese Ringelwürmer wegputzen.
01:22:34Da ist er neben mir.
01:22:34Okay, hier bin ich.
01:22:45Ja!
01:22:47Das ist schein der Magdalbots.
01:23:02Ich weiß, was es ist.
01:23:04Ha, ha, ha. Wo habt ihr Weibsbilder den Balk denn plötzlich hingesteckt?
01:23:13Das Babyschmett.
01:23:15So. Ah, doch nicht etwa in der Truhe, auf der ihr sitzt? Ha, ha, ha. Er schläft da drin, nicht?
01:23:23Gebt es zu.
01:23:25Ha, ha, ha. Und? Ist euch mein Name jetzt eingefallen?
01:23:29Ja, ja, aber wir wissen ihn. Die junge Königin ist von deinen Zaubereien so fasziniert, dass ihr der Name im
01:23:41Moment wieder total entfallen ist.
01:23:44Also, also, also. Ha, ha, ha.
01:23:46Nur im Augenblick. Bestimmt kommt die Erinnerung wieder. Nur etwas Geduld braucht es.
01:23:51Ich fang mit Zählen an. Bis zehn gebe ich dir noch Zeit, dich zu erinnern.
01:23:57Dann schnappe ich ihn mir und damit. Bastale Musiker.
01:24:01Also dann. Und eins.
01:24:06Und zwei.
01:24:11Und drei.
01:24:16Vier.
01:24:18Weißt du ihn.
01:24:20Ich weiß ihn.
01:24:21Fünf.
01:24:23Moment mal, Moment mal.
01:24:25So kann man sich doch beim besten Willen nicht konzentrieren.
01:24:28Wie bitte?
01:24:30Ach bitte, könntest du uns den Rücken zudrehen und dann weiterzählen?
01:24:34Aha, ja, ja. Den Rücken euch zudrehen.
01:24:37Ja, sonst ist es doch kein Fair Play, wenn eine Seite benachteiligt wird. Sag selbst.
01:24:41Ich verstehe, ich betrüge nie. Im Spiel sind die Chancen immer fifty-fifty. Also, eins.
01:24:48Zwei.
01:24:49Rumpelstilzchen vom schwarzen Raben.
01:24:50Drei.
01:24:51Rumpelstilzchen vom schwarzen Raben.
01:24:53Na, eingefallen.
01:24:53Frag nicht immer zu. Das stört mich.
01:24:56Fang noch mal an.
01:24:57Also gut, noch mal.
01:25:00Rumpelstilzchen vom schwarzen Raben.
01:25:02Zwei.
01:25:02Rumpelstilzchen vom schwarzen Raben.
01:25:04Drei.
01:25:05Sag sie mir jetzt.
01:25:06Er ist mir eingefallen.
01:25:07Was?
01:25:10Rumpelstilzchen vom schwarzen Raben.
01:25:11Kurz, sie Tingle-Tange. Wie kommst du nur da drauf?
01:25:16Guck dich doch mal genau im Spiegel an. So aussehen kann doch nur ein...
01:25:24Rumpelstilzchen vom schwarzen Raben.
01:25:25Die Wette hast du gewonnen. Also muss ich weiterziehen zu anderen Menschen.
01:25:32Warum denn? Du wirst keine Menschen treffen, nirgends auf der Welt, die ihre Kinder nicht lieben.
01:25:38Die Antwort darauf überlasst mir.
01:25:43Meine Winzigkeit verabschiedet sich von euch.
01:25:48Und futsch ist er!
01:25:51Maria!
01:25:52Maria!
01:25:54Nein!
01:25:54Ha, ha, ha.
01:25:56Ha, ha, ha.
01:26:15Komm.
01:26:22Valentin.
01:26:26Pf-sch!'re
01:26:27you? Pfff.
01:27:08Wir begrüßen seine Hoheit, den Kronprinzen.
01:27:15Hurra!
01:27:21Hurra!
01:27:36Oh mein Kleiner.
01:27:42Hurra!
01:27:45Hurra!
01:27:48Das Glück soll dich begleiten.
01:27:52Dein Leben lang ohne Unterlass.
01:27:54Mein kleiner Valentin.
01:28:33Dein Leben lang ohne Unterlass.
01:28:51Dein Leben lang ohne Unterlass.

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