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00:02:20Oh, verzeihen Sie!
00:02:22Haben Sie sich weh getan?
00:02:23Nein, nicht der Rede wert. Sagen Sie, ist das hier die Station 4, Chirurgie?
00:02:27Ja.
00:02:29Und wie heißen Sie?
00:02:31Emily.
00:02:31Dr. Sommer auf die 4, bitte. Dr. Sommer bitte auf die 4.
00:02:34Haben Sie auch Sommer verstanden?
00:02:36Ja.
00:02:36Wo ist das Stationszimmer?
00:02:37Da hinten.
00:02:39Entschuldigen Sie mich.
00:02:41Sie müssen doch wissen, wo er zu finden ist.
00:02:42Wo ist der Notfall?
00:02:45Ja, aber...
00:02:45Ich bin Arzt.
00:02:48Gut, kommen Sie.
00:02:55Operation?
00:02:55Magen-Resektion vor 6 Tagen.
00:02:57Mhm.
00:03:03Sauerstoff ist doch da.
00:03:04Ja.
00:03:12Welches Herzmittel haben Sie gegeben?
00:03:14Digidoxin.
00:03:17Spritze.
00:03:18Bitte.
00:03:24Albin, alter Schwede, warum machen Sie denn Dummheiten?
00:03:27Was haben Sie gespritzt?
00:03:29Digidoxin.
00:03:30Hängen Sie prophylaktisch eine Infusion an.
00:03:32Geht's wieder?
00:03:34Noch gestern war der Frosch so krank.
00:03:37Jetzt sind er wieder.
00:03:38Gott sei Dank.
00:03:40Wie sind Sie denn hier reingeschneit?
00:03:44Mein Name ist Sommer, ich wurde ausgerufen.
00:03:46Ich heiße auch Sommer und bin hier Oberarzt.
00:03:48Gut, verzeihe.
00:03:48Sie sind der neue Assistent nicht mehr.
00:03:50Kommen Sie direkt von der Uni?
00:03:51Nein, ich habe unter anderem 2 Jahre Pathologie gemacht.
00:03:53Übrigens, jetzt ist Arbeitsbesprechung.
00:03:54Äh, noch einen Tipp.
00:03:56Setzen Sie sich in die Hinterreihe.
00:03:57Ganz vorn sitzt der Chef.
00:03:58Hier ist der Reihe Oberärzte, damit Sie Bescheid wissen.
00:04:00Ja.
00:04:01Ich fahre also mit dem Rettungswagen los.
00:04:03Verkehrsabteil.
00:04:04Wissen Sie wer?
00:04:05Der Chef.
00:04:06Ist mit der Straßenbahn zusammengefahren.
00:04:07Er ist geblutet wie abgestochen, aber er warst nur eine Schnittwunde an der Stirn.
00:04:12Sie sehen mich blasiert, meine Damen und Herren.
00:04:14Es ist das Ergebnis eines Duells zwischen Auto und Straßenbahn.
00:04:18Was mir bei diesem Unfall auffiel, dass heutzutage jeder Esel einen Rettungswagen alarmieren kann.
00:04:22Und was ist, wenn zur selben Zeit am anderen Ende unserer Stadt eine wirklich ernsthafte Sache passiert?
00:04:27Ich habe ihn natürlich sofort weggeschickt.
00:04:29Bitte fangen Sie an.
00:04:30Ich darf Ihnen hier zunächst den Fall Herrn Peters vorstellen.
00:04:33Sie kennen ihn bereits von A3 und wir hatten...
00:04:35Ach, entschuldigen Sie.
00:04:36Ich habe ja ganz vergessen, Ihnen einen neuen Kollegen vorzustellen.
00:04:39Wie heißen Sie?
00:04:40Sommer.
00:04:40Wo haben Sie Chirurgie gehört?
00:04:42Bei Rittmeister in Halle.
00:04:44So, na, da passen Sie bei uns mal gut auf.
00:04:47Sie assistieren nachher bei mir, Herr Sommer?
00:04:49Ja.
00:04:50Tja, wie nennen wir ihn denn eigentlich?
00:04:51Also, Sommer 2.
00:04:53Bitte fahren Sie fort.
00:04:55Ich muss mich bei Ihnen bedanken.
00:04:56Ich war nämlich heute zum Chef eingeteilt.
00:04:58Merke.
00:05:00...Großes Gebilde auf, das an sich relativ glatt...
00:05:06Machen Sie sich heute auf ein Mammutprogramm gefasst.
00:05:08Vor 3 Uhr kommen wir hier nicht raus.
00:05:11Und vor allem halten Sie den Mund.
00:05:12Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie hinterher.
00:05:14Der Chef gibt keine Fragen am Tisch.
00:05:19Was haben Sie schon operiert?
00:05:21Ein paar Würmer, leichte Hörnien und Timorien.
00:05:24Na, das ist ja erst das ABC.
00:05:27Wenn Sie auf den Chef einen guten Eindruck machen, lässt er sich auch an größere Dinge.
00:05:38Spucken Sie mir mal über die Schulter.
00:05:41Spucken?
00:05:52Können wir?
00:05:53Ja, bitte.
00:06:00Klemme.
00:06:06Licht.
00:06:14Haken.
00:06:33Na dann, wollen wir mal ein bisschen Anatomie treiben.
00:06:36Was ist das?
00:06:37Das ist die Aorta abdominalis.
00:06:39Hm.
00:06:41Und das?
00:06:42Das ist der Ureter.
00:06:43Ja.
00:06:44Nicht die Arteria ductus deferentis?
00:06:46Nein.
00:06:51Na, da wollen wir mal ins Detail gehen.
00:06:54Was ist das?
00:06:56Das ist die Arteria Sacralis Mediana mit ihren parietalen und viszeralen Ästen.
00:07:02Schwach.
00:07:03Das ist die Aorta caudalis.
00:07:05Haben Sie das bei Rittmeister gelernt?
00:07:08Professor.
00:07:10Ja.
00:07:11Erlauben Sie, dass ich Sie darauf aufmerksam mache, dass es sich bei der Bezeichnung Aorta caudalis um die Jenenser Nomenklatur
00:07:17handelt.
00:07:18Wogegen nach der Pariser Übereinkunft von 1955 sie als Arteria Sacralis Mediana bezeichnet wird.
00:07:24Klemme.
00:07:34Klemme.
00:07:45Wischen.
00:07:50Sie können übrigens weitermachen.
00:07:56Man merkt Ihnen den Pathologen an.
00:07:58Widerspricht dem Professor in der ersten Stunde.
00:08:00Ich habe ihm doch nicht widersprochen.
00:08:01Was Schlimmeres?
00:08:02Sie haben ihn belehrt.
00:08:04Aber ich sehe, Sie sind ein Glückskind.
00:08:06Meinen Sie, der Chef hätte sich schon mal daran gekümmert, ob mir der Schweiß und Ströme runterläuft?
00:08:10Der Mann operiert ja wirklich sagenhaft.
00:08:12Man kann gar nicht so schnell gucken, wie er schneidet.
00:08:14Sie werden doch oft darüber fluchen.
00:08:16Übrigens, Sie müssen die Station übernehmen.
00:08:18Merkel muss nach Polyklinik absolvieren.
00:08:20Danke, Schwester.
00:08:21Hier ist also unser Alvin.
00:08:23Tag, Alvin.
00:08:24Zusammt nach Gastrectomien und macht sich das Herz bemerkbar.
00:08:27Unser Liebesherz.
00:08:29Alvin zu viel geliebt, ja?
00:08:31Geliebt, gelebt, geraucht, gesoffen und alles nun vom Doktor offen.
00:08:34Na ja, sieht schon besser aus.
00:08:35Noch mal stroff, früher im Blutbild.
00:08:36Wir sind Alvin.
00:08:40Guten Tag, Herr Oberarzt.
00:08:41Schönen Dank, dass Sie mich hierher gelegt haben.
00:08:43Na, Herr Seifert, wie ruht es sich so mit dem Ohr in der Masse?
00:08:45Danke, es ist ganz nützlich.
00:08:46Wir hatten ihm mein Einzelzimmer gegeben, aber er wollte da raus.
00:08:49Und wann werde ich entlassen?
00:08:50Wir werden wahrscheinlich nicht amputieren müssen.
00:08:54Wahrscheinlich, sage ich.
00:08:55Wir versuchen es mit Pharmazeutika.
00:08:56Höfinghoff-Syndrom, lieber Sommer.
00:08:59Und hier ist der Herr Franke.
00:09:01Na, ist das Leben noch frisch, lieber Ingenieur, oder zwiebelt Sie die Gastritis?
00:09:05Haben Sie Mut, der Mensch muss viel schlucken im Leben.
00:09:08Kein Wunder, dass es sich hin und wieder auf den Magen legt.
00:09:10Wir werden uns Ihr Wertes im Leben Anfang nächster Woche besichtigen.
00:09:14Wir vermuten ein Neoplasma.
00:09:16Ach, ja.
00:09:17Ehe wir dieses Zimmer verlassen, darf ich Ihnen noch Ihren neuen Stationsarzt vorstellen?
00:09:20Herr Doktor Sommer,
00:09:21bitte merken Sie sich die Zwo recht gut, damit keine Querwechslungen entstehen.
00:09:24Wünsche allerseits Gute Ruhen.
00:09:25Tschirio.
00:09:28Und Seibert ist Abteilungsleiter in meinem Rad des Bezirkes.
00:09:30Er sitzt auf den Finanzen.
00:09:31Wo ist übrigens Merkel?
00:09:32Herr Merkel hat mich gebeten, für ihn den Bereitschaftsdienst zu übernehmen.
00:09:35Merken Sie sich einst den Merkel nie Geld borgen und nie mit ihm den Dienst tauschen?
00:09:38Aber das schadet Ihnen gar nichts.
00:09:39So nennen Sie den Betrieb gleich am ersten Tag richtig kennen.
00:09:43Guten Tag, die Damen.
00:09:46Ehre den Frauen, Sie flechten und wem, Sie schalten und walten.
00:09:49Ilios Verdacht.
00:09:50Der Chef möchte informiert werden.
00:09:51Na, dann wollen wir es mal Ihre Visitenkarte ansehen, verehrte Frau Kaufmann heißen Sie.
00:09:56Na, Frau Kaufmann, was machen denn die bösen Leukozyten?
00:09:59Na, das werden wir schon hinkriegen.
00:10:02Abdomenübersicht, Magensonde und hängen seine Infusioner mit Infukoll.
00:10:05Tja, Infukoll werden uns mal zu Gemüte führen.
00:10:08Und hier die liebe Frau Bergmann, die Bergfrau vom Bergmann.
00:10:13Na, wie geht's hier drin? Gehen die Winde schon einigermaßen?
00:10:15Naja, wird schon werden.
00:10:17Ab morgen schon, Kost.
00:10:19Na ja, übrigens, ehe ich es vergesse, darf ich Ihnen noch Ihren neuen Stationsarzt vorstellen.
00:10:59Ich finde, Sie haben hier den Stationsarzt und fulfodiert.
00:11:00Ich gebefeide Ich habe einmal hier�� Bein, Sie kommen einigermaßen an.
00:11:01Ich gebe-djeu, da ins Wunsch, über 40 Minuten, du geringst herum.
00:11:03Ich gebe-djeu, dass sie nicht alle von ihnen zur Ausflagung sind.
00:11:04Ich gebe-djeu.
00:11:05Ich gebe-djeu.
00:11:06Ich gebe-djeu.
00:11:08Ich gebe-djeu, dass sie nicht wirklich so gut zu 안녕 ist, dass sie nicht so gut gesparen müssen.
00:11:10So, ich gebe-djeu.
00:11:12Ich gebe-djeu, wenn sie nicht so gut.
00:11:15Ich gebe-djeu natürlich und es schon gut.
00:11:16ich gebe-djeu, dass sie nicht so gut zusammenzuzeig.
00:11:23Ja, bitte?
00:11:25Ich komme.
00:11:26Und ich habe ihm gesagt, pass auf, dass du keinen Kern verschluckst, habe ich ihm gesagt,
00:11:29weil er doch immer so mit dem Kern herumgespuckt hat.
00:11:31Sie wissen ja, wie Kinder so sind. Und das alles habe ich ihm gesagt.
00:11:34Gehen Sie bitte zur Aufnahme, wir behalten den Jungen hier.
00:11:36Und bestimmt hat er jetzt doch einen Kern verschluckt.
00:11:38Und er sitzt jetzt im Blinddarm und das ist gefährlich.
00:11:40Kommen Sie bitte. Gehen Sie gerade aus und dort hinten in die Ecke.
00:11:45Soll ich den OP-Saal anrufen?
00:11:47Nein, legen Sie den Jungen in ein Einzelzimmer. Ich vermute, er hat die Masern.
00:11:51Sie wollen nicht operieren?
00:11:53Nein, messen Sie stündlich die Temperatur. Ich denke, morgen wird es sich zeigen, was mit ihm los ist.
00:12:01Was haben Sie diagnostiziert?
00:12:03Ich vermute Masern, Herr Oberarzt.
00:12:08Nicht Apendizitis?
00:12:09Nein. Es besteht zwar Druckschmerz, aber nicht lokalisiert.
00:12:13Und Bauchdeckenspannung kann man das auch nicht gerade nennen.
00:12:17Für solche differenzialdiagnostischen Erwägungen scheinen Sie mir noch reichlich jung.
00:12:21Was machen Sie, wenn das Kind morgen eine Perforation hat?
00:12:23Herr Oberarzt, ich habe ja den Nachtschluss...
00:12:24Machen Sie sich fertig, wir operieren.
00:12:26Ja.
00:12:29Elga, diesen Sonntag klappt es nicht. Ich kann mich nicht freimachen.
00:12:32Ich muss mich an meine Familie kümmern.
00:12:34Tut mir leid, aber...
00:12:57Nun sagen Sie das Ding schon ab.
00:13:09Und so gut, dass ich den Chef nicht fertig war.
00:13:10Und so interessiert.
00:13:56Musik
00:13:57Neonazistische Gas- und Elektrizitätsarbeiter wollen heute ihre Arbeit niederlegen, falls die Regierung nicht unverzüglich Verhandlungen über Lohnerhöhungen und über
00:14:06eine Herabsetzung der Arbeitszeit einleitet.
00:14:08Das unverzügliche Verbot der neonazistischen NPD durch die Bonner Regierung haben die Delegierten des siebenten zentralen Jugendtages der Gewerkschaft Textilbekleidung
00:14:18in Bielefeld im Namen von 50.000 Beschäftigten gefordert.
00:14:22Es ist jetzt 6.35 Uhr, soweit die Nachrichten der Berliner Welle. Es sprach Werner Schäckler. Die nächsten Meldungen.
00:14:35Morgen, meine Damen.
00:14:36Morgen.
00:14:38Guten Morgen.
00:14:41Seit wann haben wir hier eine Infektion?
00:14:43Ein Neuzugang, Appendektomie und Masern.
00:14:46Kommt er von da hin?
00:14:47Nein, von zu Hause. Schönen Dank für die Blumen.
00:14:50Mit dem Ausschlag von zu Hause?
00:14:52Der Junge kam ohne Exanthim zu uns. Dieses Bild hat sich erst nachts ausgebreitet.
00:14:56Haben Sie selbst operiert?
00:14:57Ja.
00:14:58Und wie war die Appendix?
00:14:59Sie war frei.
00:15:01Dachte ich mir, jetzt prägen Sie sich als junger Arzt dieses Bild genau ein.
00:15:04Masern beginnen oft mit uncharakteristischen Unterleibsschmerzen.
00:15:07Der Chirurg braucht durchaus nicht immer schneiden, wenn er das richtig deuten kann.
00:15:11Jawohl, Herr Professor.
00:15:14Was sind Sie eigentlich, Emily Putzfrau? Ich dachte, Sie sind Schwesternschülerin.
00:15:18Schwesternschülerin.
00:15:19Hm, das dachte ich auch. Aber seit ich auf der Station bin, muss ich wischen und putzen.
00:15:24Lächeln Sie doch, meine Emily.
00:15:26Wissen Sie, dass die Leute schneller gesund werden, wenn sie sich freuen?
00:15:29Übrigens, wenn Sie lächeln, sehen Sie sympathisch aus.
00:15:39Du musst die Verbände allein machen. Ich werde die Verordnung geben.
00:15:42Das heißt, vorher muss ich noch zur Apotheke. Uns fehlt Rotazelin.
00:15:46Sag mal, kannst du nicht zur Apotheke gehen?
00:15:49Du könntest dann gleich die Post mitbringen. Und um zehn soll ich zur Oberen.
00:15:53Ach, ich könnte eigentlich alles hinschmeißen.
00:15:55Aber, aber, Schwester Helga.
00:15:57Wir wissen nicht, wo uns der Kopf steht.
00:15:59Ich werde Ihnen die Verordnung abnehmen. Ich will sowieso noch mal auf die Station.
00:16:07Ich finde ihn nett.
00:16:09Wer weiß, wie lange.
00:16:10Immerhin hat er sich für die Blumen bedankt.
00:16:24Warten Sie, Jelfin.
00:16:25Danke.
00:16:30Ihre Genesung macht Fortschritte, mein Lieber.
00:16:32Können Sie schon allein gehen?
00:16:34Ja, natürlich.
00:16:35Ja, dann bemühen Sie sich auch gefälligst allein zur Toilette und lassen Sie Ihre Faxen.
00:16:39Oder lassen Sie sich eine Ente bringen.
00:16:41Kommen Sie mit.
00:16:42Ich muss noch Staub...
00:16:42Das hat Zeit.
00:16:43Gut.
00:16:46Meine Herren, unsere Emily wird Sie heute mit zarter Hand bedienen.
00:16:51Aber ich kann doch noch gar nicht spritzen.
00:16:57Ich muss mal auf die Toilette.
00:16:58Herr Seifert, darum werden wir Sie auch als Ersten bedienen.
00:17:01Legen Sie bitte auf den Baum.
00:17:04Wo wird eingestochen?
00:17:06In den oberen äußeren Quadranten.
00:17:09Abspritzen.
00:17:12Mit Alkohol einreiben.
00:17:17Locker lassen, Herr Seifert.
00:17:19Sie haben gut reden.
00:17:20Die Nadel nicht so steil halten.
00:17:22Na, so und jetzt langsam durchdrücken.
00:17:55Gut, wie war's?
00:17:55Das hat meine Frau sofort gemacht.
00:17:56Die hat es immer eiliger gehabt als wie ich.
00:17:59Jetzt liegt sie schon unter dem Rasen und wartet auf mich.
00:18:02Als was haben Sie eigentlich gearbeitet?
00:18:05Ich hab mein ganzes Leben unter Tag gearbeitet.
00:18:08Mein Großvater war höher, mein Vater war höher und ich bin auch höher geworden.
00:18:13Sie hätten wegen Ihrer Magengeschichte schon früher kommen sollen.
00:18:16Sie wissen ja, wie dazu ist, Herr Doktor.
00:18:18Ich hab nie die Zeit dazu gehabt.
00:18:22Schon fertig, Emily?
00:18:24Ja.
00:18:24Und sehr gut.
00:18:26Herr Franke, Sie müssen mir übrigens noch die Einwilligung zur Operation geben.
00:18:31Wenn Sie mir sagen, was mit meinem Magen los ist, gern.
00:18:34Tja, wir wissen es eigentlich selbst nicht ganz genau.
00:18:36Auf der Röntgenplatte sieht es nach Geschwüren aus.
00:18:40Sind Sie bei der Operation dabei?
00:18:42Der Stationsarzt ist meist dabei.
00:18:44Dann sagen Sie mir vielleicht hinterher, was mit meinem Magen war.
00:18:47Natürlich.
00:18:48Morgen wissen wir mehr.
00:18:53Franke?
00:18:54Ja?
00:18:55Der Doktor gefällt mir.
00:18:57Eines müssen Sie mir aber versprechen, Emily.
00:19:00Machen Sie bitte beim Spritzen nicht wieder die Augen zu.
00:19:04Aber Herr Professor, das ist doch nur eine Frage der Organisation.
00:19:07Organisation.
00:19:08Seit ich hier bin, führe ich einen täglichen Kleinkrieg mit lauter Quick und Quack.
00:19:13Ja, als ich hierher kam, da hatte ich nur ein Thema.
00:19:18Computerdiagnostik.
00:19:19Ein paar tüchtige Oberärzte, ein paar forschungsmütige Doktoranden.
00:19:22So dachte ich mir die Sache.
00:19:24Aber sehen Sie sich doch den Arbeitstag unserer Erste an.
00:19:28Ja, wenn wir erst einmal genügend Nachwuchs von der Universität haben,
00:19:31dann kann man sowas machen.
00:19:33Herr Professor, da ist ein Herr Lemke am Telefon,
00:19:36der möchte gerne wissen, welche Farbe die Kacheln haben sollen.
00:19:39Dunkelgrün.
00:19:41Ja, ich mache Koppelungsgeschäfte.
00:19:43Der Mann kachelt mir meine neuen OP und ich behandle ihn dafür privat.
00:19:48Für den Neubau wird das sehr wichtig sein.
00:19:51Auf die Dauer sollten Sie aber nicht nur Klempner privat behandeln.
00:19:54Ein Kybernetiker zum Beispiel könnte nicht schaden.
00:19:57Im Ernst, Herr Professor.
00:19:59Bald ist hier im Land jede Klitsche an ein Datenverarbeitungsnetz angeschlossen.
00:20:03Wissen Sie, was ich gehört habe?
00:20:05Dass hier bei uns eine medizinische Akademie eingreifelt werden soll.
00:20:09Wir hätten Ihnen doch Vollnarkose geben sollen.
00:20:32Wir hatten den Kacheln.
00:21:04Guten Tag, Herr Dr.
00:21:05Ach, hallo, Emily. Sagen Sie, ich habe hier ein Zettel mit einer Anschrift, Alte Buche 25. Können Sie mir sagen,
00:21:11wo das ist?
00:21:12Ja, das kann ich. Das ist die erste Querstraße links, dann rechts, dann durch den Tunnel und dann...
00:21:16Na, hoffentlich kann ich mir das merken.
00:21:19Wissen Sie, was ich bringe?
00:21:20Das ist nett.
00:21:23Tschüssi.
00:21:24Tschüssi.
00:21:27Ich darf Ihnen die Bedingung sagen, 80 Mark Miete, Licht extra.
00:21:31Das ist nicht zu teuer. Ein sehr schönes Blitzeszimmer.
00:21:34Sehr gepflegt, alles sehr gut erhalten.
00:21:38Aber eines möchte ich Ihnen sagen.
00:21:41Damen besuchen kann ich nicht dürfen.
00:21:43Das möchte ich gleich in Gegenwart Ihres von dem Braut sagen.
00:21:47Weder vor, noch nachziehen.
00:21:50Wir sind nicht verlobt.
00:21:54Das ist Ihre Sache.
00:21:57Was ist eigentlich Ihr Beruf?
00:21:58Er ist Arzt.
00:22:00Ach so, Sie sind Arzt.
00:22:02Nur dann...
00:22:03Wissen Sie, das mit dem Damenbesuch ist nicht sehr angenehm.
00:22:07Nun, Herr Doktor, wenn Sie Arzt sind, einem Arzt ist gewissermaßen nichts Menschliches fremd.
00:22:13Ich möchte offen zu Ihnen sein.
00:22:15Ich spiele Posaune.
00:22:17Würde Sie stören, wenn ich abends übe?
00:22:19Posaune, ja, dann ist es vielleicht besser, wenn Sie sich anderweitig umtun.
00:22:24Sie können aber den Leuten einen Beeren aufbinden.
00:22:28Naja.
00:22:30Und dann denkt man noch, ich bin Ihre Braut.
00:22:33Es wird schon mal klappen.
00:22:36Ich meine mit der Wohnung.
00:22:42Wollen Sie...
00:22:45Wenn Sie wollen, zeige ich Ihnen die Stadt.
00:23:04Tupfer.
00:23:18C.A.
00:23:20Frau Düsselmann, schreiben Sie.
00:23:22Eröffnung wie gewöhnlich.
00:23:23Der Magen ist an der großen Kurvatur mit einem faustgroßen Tumor bedeckt,
00:23:26der bereits Erweichungshedle zeigt.
00:23:29Machen Sie weiter.
00:23:32Herr Leber und Milz sind Metastasen zu tasten.
00:23:35Eine Resektion wird wegen des fortgeschrittenen Zustandes nicht vorgenommen.
00:23:38Geben Sie mir ein Barbiturat, wenn er aufwacht.
00:23:40Der Mann ist intelligent und hat vielleicht auf die Uhr gesehen, wie lange wir ihn hier haben.
00:23:45Wissen Sie, mit wie vielen Diagnosen ein praktischer Arzt heute auskommt?
00:23:48Einen knappen Wurzeln.
00:23:50Grippaler Infekt, Hypotomie, Restriebes.
00:23:52Für 90% stimmen diese Diagnosen, 10% sind ernster Krank.
00:23:56Meist weiß er um seine Grenzen und schriftet sie zum Facharzt.
00:23:59Aber manchen übersieht er eben doch.
00:24:02Es gibt heute überhaupt keinen Arzt, der alle Krankheiten im Kopf haben und differenziert erwähnen kann.
00:24:07Warum soll die Forschung allein das Feld der Universitätskliniken sein?
00:24:11Jeder Klinikchef bei uns ist doch Professor.
00:24:13Warten Sie die ersten vier Wochen ab.
00:24:15Dann sind Sie froh, mal richtig ausschlafen zu können.
00:24:17Mahlzeit.
00:24:18Ich komme nachher mal vorbei, ne?
00:24:20Ja, ist gut.
00:24:22Ich möchte gern forschen.
00:24:23Das habe ich mir fest vorgenommen.
00:24:25Jeder von uns hat sich vorgenommen zu forschen, als er von der Universität kam.
00:24:30Nur nicht nur ein Kleinarbeiter stecken.
00:24:32Man kommt ja nicht mal dazu, Gründe, hier Visiten zu machen, wenn man den ganzen Tag im OP steht.
00:24:38Und jetzt, wo ich in der Poliklinik bin, gehen Sie mal rüber, gucken Sie es sich an.
00:24:41Die Flure sitzen gerammelt voll.
00:24:44Naja, während der Arbeitszeit wird man nicht forschen können.
00:24:47Man muss die Freizeit dran setzen.
00:24:51Hagedorn sprach da neulich von einer interessanten Sache.
00:24:54Computerdiagnostik, das würde mich interessieren.
00:24:57Ich glaube, der Chef ist der richtige Mann, der sowas durchsetzen könnte.
00:25:01Wissen Sie, was Ihr Professor Hagedorn von zwei bis sechs Uhr tut?
00:25:03Er forscht nicht, er empfängt Privatpatienten.
00:25:06Er träumt vom Neubau einer zweiten Klinik.
00:25:08Das bedeutet mehr Betten, mehr Ansehen, mehr Privatpatienten.
00:25:12So läuft der Hase, mein Lieber. Mahlzeit.
00:25:15Sie sind ein Zyniker, Merkel.
00:25:16Und Sie ein Träumer, Herr Kollege.
00:25:19Kann ich was helfen?
00:25:20Albin, Sie verfügen sich schleunigst ins Bett.
00:25:23Das war so lang, Herr Doktor. Ich konnte was sehen.
00:25:28Sie müssen mir sagen, wenn Sie Sorgen haben.
00:25:31Ich bin zum ersten Mal Stationsarzt.
00:25:33Sicher mache ich manches falsch.
00:25:35Es geht nicht um Sie, Herr Doktor. Uns fehlen Arbeitskräfte.
00:25:37Wissen Sie, Doktor, Sie kümmern sich ja mehr als andere um die Kranken.
00:25:40Aber heute Morgen, da haben Sie wieder einen Eisbeutel verordnet.
00:25:43Sicher denken Sie sich was dabei.
00:25:45Aber ich bin der Meinung, ein kalter Wickel wird es auch tun.
00:25:48Sie wissen doch, was ein Eisbeutel für Arbeit macht.
00:25:50Eine halbe Stunde geht dabei drauf.
00:25:52Ja, das stimmt schon.
00:25:53Aber manchmal tut es eben wirklich nur ein Eisbeutel.
00:25:56Ich werde daran denken.
00:25:58Aber auf die Dauer sollten wir die Stationen auffüllen
00:26:00und nicht die Therapie einschränken.
00:26:03Ja?
00:26:04Guten Tag. Ich bin Marianne Buntschuh.
00:26:06Das ist meine Tante. Sie wird bei uns als Putzfrau anfangen.
00:26:08Na ja, damit das Mädchen endlich mal was lernt.
00:26:10Sie helfen uns aus einer großen Verlegung.
00:26:11Schon gut, Herr Doktor. Wo sind denn nur die Eimer?
00:26:13Frau Kaufmann hat das Bewusstsein verloren.
00:26:18Frau Kaufmann! Frau Kaufmann! Frau Kaufmann!
00:26:22Helga, ein Anästhesisten, da schleicht sie einen Schock ein.
00:26:29Herzstillstand, beatmen.
00:26:34Los!
00:26:56Moment.
00:27:02ins Bein infundieren.
00:27:05Kontrollieren Sie, ob der Puls ankommt.
00:27:08Das federt zu sehr.
00:27:17Gerda, warum lasst ihr denn die Frau nicht sterben?
00:27:19Hol sie endlich einen Brennen.
00:27:22Sie leidet doch so.
00:27:54Gehen Sie nach Hause, Emilie.
00:27:56Sie sind schon viel zu lange hier.
00:28:04Na, ja, der Puls kommt wieder.
00:28:13Ich glaube nicht, dass sie durchkommt.
00:28:16Sie hat fünf Kinder.
00:28:19Trotzdem, der Puls ist so unregelmäßig.
00:28:27L �bibbe, wenn sie durchkommt.
00:28:53Herr Doktor, Sie lebt.
00:28:56Und wer hat gesagt, wir sollen Sie sterben lassen?
00:28:59Na ja, sie hat doch so gelitten.
00:29:01Sie hat überhaupt nichts gespürt, sie scharf.
00:29:03Und wenn sie gelitten hätte, wer leidet, lebt noch.
00:29:06Und das Leben ist das Schönste, was wir haben.
00:29:21Wir brauchen mehr Betten.
00:29:23Ich dachte, mit dem Neubau haben wir die Sorgen los.
00:29:25Hm. Sehen Sie, in unserem Stadtgarten gibt es drei chirurgische Kliniken.
00:29:31Das Beigarbeiterkrankenhaus, das Josefostift und uns.
00:29:35Und jedes Haus hat seinen eigenen OP, sein Bettenhaus, seine Wäscherei und so weiter und so weiter.
00:29:40Man muss spezialisieren.
00:29:43Nehmen wir an, wir räumen unsere Ambulanz.
00:29:47Dann kriegen wir einen ganzen Flügel frei.
00:29:48Unsere ambulanten Patienten werden von anderen Häusern übernommen und wir könnten mehr schwere Fälle aufnehmen.
00:29:55Was sagen Sie dazu?
00:29:57Eine gute Idee, Herr Professor, aber die anderen Häuser werden kaum einverstanden sein.
00:30:01Hm.
00:30:02Man muss mit Ihnen reden.
00:30:03Sie zu überzeugen versuchen.
00:30:06Dankeschön.
00:30:07Besorgen Sie sich genaue statistische Zahlen von der Abteilung Gesundheitswesen.
00:30:11Wie macht sich übrigens Ihr Namensvetter?
00:30:14Oh, ich kann nicht klagen.
00:30:16Er braucht noch viel Zeit bei jedem Patienten, aber die Routine wird schon noch kommen.
00:30:19Die Sache mit dem Herzstillstand auf der 3, die hat er doch tadellos hingekriegt.
00:30:23Er hat mir sozusagen noch nachträglich die Operation gerettet.
00:30:27Übrigens, bei der Sache mit der Rationalisierung würde ich ihn unbedingt einschalten.
00:30:30Hat er nicht gesagt, er versteht was von Mathematik?
00:30:32Von mathematischer Statistik.
00:30:33Ist das nicht dasselbe?
00:30:35Naja, ich verlasse mich ja ganz auf Sie.
00:31:23Ich verlasse mich ja ganz auf Sie.
00:31:34Und dann gab es Monate, da hatten wir vier Stationsärzte.
00:31:38Sie kamen und eine Woche später waren sie schon wieder weg.
00:31:43Mit dem großen Vogelzug nach dem Westen.
00:31:49Da kannte ich einen, der kam am Nachmittag zu mir und fragte, was steht morgen auf dem Programm.
00:31:56Ich gab ihm den OP-Plan und er sagte, es wird ein heißer Tag.
00:32:00Nachts ist er dann nach Berlin gefahren.
00:32:03Er hat mir mal ein Foto geschickt.
00:32:05Da steht er vor einem großen Mercedes.
00:32:08Jetzt ist er Arzneimittelvertreter.
00:32:14Er war ein guter Arzt.
00:32:18Na ja.
00:32:25Sagen Sie, Schwester, wie lange haben Sie eigentlich Medizin studiert?
00:32:29Im ganzen drei Semester.
00:32:31Hm.
00:32:32Wann machen Sie denn nicht weiter?
00:32:33Heute bin ich zu alt.
00:32:36Doch, man ist so alt, wie man sich fühlt.
00:32:47Das ist Karl, Gerdas neuer Freund.
00:32:50Da wird sie nicht weit sein.
00:32:51Ist ja ein toller Bursche.
00:32:52Ja, schöne Männer haben zu viel Schattenseiten.
00:32:54Aber Gerdas wird ihn schon hinbiegen.
00:32:57Donnerwetter.
00:32:57Gerdas, Gerdas.
00:33:42Brüllen, Brüllen!
00:34:04Als Hagedorn kam, hat es erst wieder Spaß gemacht zu arbeiten.
00:34:07Sie brauchen mich nicht so agitieren, aber mich stört, dass der Chef Privatpatienten hat und dass er Sie während der
00:34:11Arbeitszeit behandelt.
00:34:12Finden Sie das richtig?
00:34:13Danke.
00:34:14Danke.
00:34:15Sie können wohl keine Risse in Ihren Idealen vertragen. Privatpatienten, das ist doch eine alte Tradition. Alle Klinikchefs machen das
00:34:21so.
00:34:23Der Wengler macht sowas nicht als Genosse. Gib mir mal eine Zigarette.
00:34:27Warum betonen Sie als Genosse?
00:34:28Weil ich auch in der Partei bin.
00:34:30Ach, Sie sind in der Partei.
00:34:31Haben Sie was dagegen?
00:34:32Nein, nein. Mich interessiert nur, weshalb geht man als Krankenschwester in die Partei.
00:34:36Dort kann Sie Ihren Überschuss an Energie am besten loswerden.
00:34:40Wissen Sie, das hat wohl weniger was mit dem Beruf zu tun.
00:34:46Als mit der Auffassung vom Leben überhaupt.
00:34:48Das ist mir zu ungenau.
00:34:51Naja, wenn Sie es genau wissen wollen.
00:34:54Ich bin am 13. August eingetreten, als unser letzter Stationsarzt abgehauen war.
00:35:00Aber sagen Sie mal, warum sind Sie eigentlich nicht in der Partei als ehemaliger FDJ-Sekretär?
00:35:08Achtung, Achtung.
00:35:10Wir bitten einen Arzt zum Bademeister.
00:35:12Einen Arzt zum Bademeister.
00:35:15Warten Sie einen Moment, vielleicht kommt ein anderer.
00:35:17Natürlich.
00:35:18Wenn bei uns auf 800 Einwohner ein Arzt kommt, dann sind hier mindestens 20 Ärzte anwesend.
00:35:23Also kommen Sie mit, vielleicht brauche ich Assistenten.
00:35:32Das ist ein junger Doktor.
00:35:39Geht es Ihnen besser?
00:35:50Können wir denn gar nichts mehr tun?
00:35:52Nein.
00:35:59Das Leben bekommt der Mensch nur einmal.
00:36:02Weißt du, Emily, ich habe große Achtung vor ihm.
00:36:05Er hat immer nur für andere gelebt.
00:36:07Darauf kommt es an.
00:36:12Ist er tot?
00:36:46Machen Sie sofort auf.
00:36:50Habe ich Sie endlich erwischt.
00:36:51Die ganze Zeit wundere ich mich, wie das hier aussieht, ob ich diese Ferkel mal erwische, die unter meine Wannen
00:36:56immer die Kippen schmeißen.
00:36:57Und wen finde ich?
00:36:59Natürlich zwei Männer.
00:37:01Männer?
00:37:01Wie komme ich denn auf Männer?
00:37:02Zwei Milchbärte.
00:37:04Eine Luft ist das hier.
00:37:06Na, das wird Sie teuer zu stehen kommen.
00:37:07Wie heißen Sie?
00:37:08Mitten zweifel.
00:37:09Ich versetze mich in die Lage Ihrer bedauernswerten Frau Mutter, geschlagen mit solchen Kindern. Ach, man müsste ihn zusammenkehren.
00:37:17Aber ordentlich.
00:37:19Wie heißen Sie?
00:37:20Graswald.
00:37:21Graswald, Zimmer 35?
00:37:23Sagen Sie mal, haben Sie nicht neulich meine Nichte geküsst?
00:37:26Was fällt Ihnen denn eigentlich ein?
00:37:27Was tut sich denn hier?
00:37:31Herr Doktor, was soll ich Ihnen sagen?
00:37:33Die beiden Herren haben sich erbeten, mir ein bisschen unter die Arme zu greifen.
00:37:36Ein bisschen wischen, ein bisschen putzen.
00:37:38Na, das ist doch sehr schön.
00:37:40Nee, Herr Doktor, nee.
00:37:42Ich zögere noch.
00:37:43Sehen Sie mal, ich muss ja schließlich wissen, was der Arzt dazu sagt.
00:37:46Aber gar keine Bedenken, meine Herren.
00:37:48Sie sind leicht krank, werden nächste Woche entlassen.
00:37:50Ein bisschen Bewegung wird Ihnen guttun.
00:37:52Und wenn Sie das in den Dienst unseres Hauses stellen wollen, sehr lobenswert, wirklich.
00:37:57Also, bedanken Sie sich bei Herrn Doktor Sommer.
00:38:01Wüstling.
00:38:12Wüstling.
00:38:14Wüstling.
00:38:15Boofer Zins.
00:38:15Kannst du dir.
00:38:18Wüstling.
00:38:20Weißt du dir.
00:38:20Wir sehen uns sehr, wie wir uns machen.
00:38:20ernsthaft, ist das?
00:38:25Wir sehen uns sehr, wie wir wynr.
00:38:39Ist das der neue Mühler, der bei Iverschärz entzieht?
00:38:43Aber warum kommt er mit dem Krankenwagen?
00:38:45Ja, hoffentlich bringt er keine einsteckende Krankheit mit ihm ins Haus.
00:39:25Gute Morgen.
00:39:27Gute Morgen.
00:39:28Gute Morgen.
00:39:50Gute Morgen.
00:39:50Er hat starke Schmerzen.
00:39:52Na, Herr Franke, das kriegen wir schon wieder hin.
00:39:54Wir geben Ihnen was gegen die Schmerzen.
00:39:56Bei Bedarf durch Kontrolle, Morphion.
00:40:00Doktor, er hat seit der Operation keinen Besuch mehr gehabt.
00:40:14Ich suche Frau Franke.
00:40:16Da unten.
00:40:17Danke.
00:40:40Vielleicht muss ich Ihnen sagen, Ihr Mann ist sehr krank.
00:40:44Ich weiß.
00:40:44Was?
00:40:45Was wissen Sie?
00:40:48Schwester Ilse hat mir gesagt, dass Sie ihn auf und wieder zugemacht haben.
00:40:53Wir sind erst drei Jahre verheiratet.
00:40:56Sie müssen sich damit abfinden, Frau Franke.
00:40:58Hm?
00:40:58Wir könnten ihn natürlich nach Hause schicken.
00:41:01Ich kann ihn nicht zu Tode pflegen.
00:41:04Ich kann ihn nicht zu Tode pflegen.
00:41:05Dann versprechen Sie mir wenigstens, dass Sie ihn besuchen werden.
00:41:10Er wartet auf Sie.
00:41:11Er braucht Sie.
00:41:12Ich kann ihm nicht helfen.
00:41:14Ich würde nur anfangen zu heulen und es ihm schwer machen.
00:41:16Frau Franke, wenn Sie nun was Gottverhüter auf meiner Station legen und Ihr Mann käme nicht.
00:41:22Menschenskind, er hat doch höchstens noch drei Monate.
00:41:26Was soll ich denn tun?
00:41:27Passen Sie auf.
00:41:29Bei der nächsten Besuchszeit erscheinen Sie mit einem Blumenstrauß.
00:41:32Sagen Sie ihm, Sie wären krank gewesen.
00:41:33Erzählen Sie ihm allen möglichen Quatsch aus der Nachbarschaft.
00:41:36Und sagen Sie ihm, er soll bald wieder gesund werden.
00:41:38Klar.
00:41:42Frau Bunschuh.
00:41:44Ja, Herr Doktor.
00:41:44Sie?
00:41:46Ja, ich habe ihn früher übernommen.
00:41:48Das ist ja sehr erfreulich.
00:41:49Aber lassen Sie ihn einmal nicht so rumstehen.
00:41:50Haben Sie Schwester Ilse gesehen?
00:41:51Ja.
00:41:52Ja, Schwester Ilse ist drüben im Zimmer.
00:41:54Danke.
00:41:56Schwester Ilse.
00:41:58Ich untersage Ihnen ein für alle Mal einen Angehörigen zu informieren.
00:42:01Das ist einzig und allein meine Sache.
00:42:03Ich meine Frau Franke.
00:42:04Ich werde Frau Franke wohl noch sagen können.
00:42:06Sie haben überhaupt nichts zu sagen.
00:42:08Was Sie dieser Frau erzählt haben.
00:42:09Sie haben ein Gemüt wie eine Fleischer-Mamsel.
00:42:11Was sagen Sie?
00:42:12Fleischer-Mamsel.
00:42:14Eine Unverschämtheit.
00:42:14Woher haben Sie überhaupt Ihr Wissen?
00:42:16Ihr Wissen hat sie von mir.
00:42:18Ich muss ja wohl die Schwestern informieren.
00:42:20Ja, natürlich.
00:42:20Entschuldigen Sie.
00:42:21Es war eine dumme Frage.
00:42:22Das war auch eine dumme Bemerkung, Doktor.
00:42:26Es wird Ärger geben.
00:42:28Von mir aus.
00:42:29Was ist denn nun mit Frau Franke?
00:42:30Ich hoffe, sie besucht ihn.
00:42:34Du hör mal.
00:42:35Hm?
00:42:36Während der Franke wieder im Zimmer ist, erzähl nicht solche Märchen von deiner Tante und ihrem Darmkrebs.
00:42:41Wieso?
00:42:44Franke hat Krebs.
00:42:45Da möchte ich wetten.
00:42:46Ach du Scheiße.
00:42:47Weiß er das?
00:42:50Sicher weiß man sowas nie.
00:42:51Und er sagt ja nichts.
00:42:54Vielleicht denkt er dich sein Teil.
00:42:56Na, ich möchte es wissen, wenn ich sowas mit mir herumschreppen würde.
00:42:59Aber meiner Frau dürften Sie nichts erzählen.
00:43:01Na, das sagt sich so leicht.
00:43:03Ich weiß nicht, ob ich es wissen möchte.
00:43:06Es muss doch einen Sinn haben, sowas zu wissen.
00:43:08Was hat das für einen Sinn?
00:43:38Hallo, Emily.
00:43:39Oh, guten Tag, Herr Doktor.
00:43:41Guten Tag.
00:43:44Wenn Sie Zeit haben, Emily, könnten Sie mir helfen, den Schirm zu kaufen.
00:43:47Für wen? Für Sie?
00:43:49Für eine Dame.
00:43:50Tag.
00:43:51Na ja, ich weiß ein gutes Geschäft.
00:43:53Gehen wir.
00:43:57Also wissen Sie, Emily, lieber zehn Operationen als einen Schirmkauf mit Ihnen.
00:44:01Kann ich mir denken. Sie würden natürlich gleich den ersten Besten geben.
00:44:03Natürlich.
00:44:04Na und wo ist er?
00:44:05Wer?
00:44:05Na der Schirm.
00:44:06Ach.
00:44:14Hier ist er.
00:44:15Was macht übrigens Ihre Ausbildung, Emily?
00:44:17Ja, ich habe im nächsten Monat Prüfung.
00:44:19Gott sei Dank hat meine Tante mir die ewige Wischerei.
00:44:46So.
00:44:49Ruhetag.
00:44:50Also das Ersthat im Montag.
00:44:51Und Freitag Ruhetag.
00:44:53Das Mittwoch.
00:44:53Und Donnerstag.
00:44:54Also das ist eine Wissenschaft.
00:44:59Ja.
00:44:59Na Gott sei Dank, das wenigsten hier offen ist.
00:45:01Ja.
00:45:05Da ist ja noch ein Platz.
00:45:10Danke.
00:45:15Danke.
00:45:16Herr Ober.
00:45:18Zwei Kaffee.
00:45:20Bitte.
00:45:25Danke sehr.
00:45:39Und was machen wir denn?
00:45:40Wissen Sie was?
00:45:40Wir machen den Schirm einfach auf.
00:45:41Nein, das kommt überhaupt nicht in Frage.
00:45:43Ach, das ist gerade heute.
00:45:44Ja, hier können wir nicht bleiben.
00:45:45Kommen Sie.
00:45:49Ach, halt mein Schuh.
00:45:57Na, der Sinn.
00:45:59Na, der Sinn.
00:46:28Kommen Sie.
00:46:33Also wissen Sie, Emily, vor Ihrer Tante habe ich einen Heidenrespekt.
00:46:37Wieso?
00:46:38Ich habe immer Angst, die Haut.
00:46:40Na ja, sie war ja auch mal Ringkämpferin.
00:46:43Schlammringkämpferin, also.
00:46:45Ne, im Ernst.
00:46:45Sie war in einem kleinen Wanderzirkus und hat sie Löwen dressiert und Schlangen hypnotisiert
00:46:50und da...
00:46:50Und Elefanten.
00:46:52Oh, schade.
00:46:53Oh, Sie können mich doch nicht auf den Arm nehmen, Emily.
00:47:21Oh, Powers, ja.
00:47:34Also cloche.
00:47:51Bitteschön. Danke.
00:47:57Danke.
00:48:10Danke.
00:48:38Ich weiß nicht einmal genau, wo er sie hat und welcher Art Sie sind, ziehend oder stechend, krampfartig mit Intervallen.
00:48:44Ja, bitte.
00:48:48Ich habe Ihnen was zum Knabbern gebracht.
00:48:50Dankeschön.
00:48:54Unerhört.
00:48:56So eine Krankheitsdiagnose ist spannend wie eine Kriminalgeschichte. Mögen Sie?
00:49:00Mhm. Danke sehr.
00:49:02Nur, dass der Schuldige von vornherein feststeht. Das ist nämlich der Arzt.
00:49:05Er hat nur eine Möglichkeit, dass man ihn freispricht. Er muss die Krankheit zur Strecke bringen.
00:49:13Wissen Sie, was nett wäre, Herr Doktor, wenn Sie mir vielleicht bis zur Prüfung dieses oder jenes Buch mal...
00:49:18Ziehen Sie erst mal was Anständiges an.
00:49:21Frau Radicke, Sie sind eine Perle.
00:49:24Glauben Sie ihm kein Wort. Er ist einer von der Sorte, die einem alles sagen können. Ja, ja.
00:49:53Ich meine, es war, Herr Doktor.
00:50:35Untertitelung des ZDF, 2020
00:50:59Wie geht's aus?
00:51:08Was macht die Arbeit? Alles gut?
00:51:17Sehnsucht
00:51:20Unkraut vergeht nicht
00:51:25Nicht doch, Christine
00:51:28Komm doch mal nach Haus
00:51:38Na, Frau Franke, kommen Sie mal
00:51:54Na, Herr Franke, nun machen Sie mal hin, dass Sie wieder gesund werden
00:51:58Ist doch nichts wie eine Frau mit so schwachen Nerven
00:52:00So lange allein
00:52:03Haben Sie aber auch ganz schön verwöhnt, was?
00:52:06Nie allein gelassen und so
00:52:09Tja, wahrscheinlich
00:52:11Was machen Sie denn beruflich?
00:52:14Ich konstruiere Brücken
00:52:16Brücken?
00:52:17Ach, sehr doll
00:52:19Müssen Sie ein richtiges Matheass sein, he?
00:52:21So alles berechnen und so, ist doch gar nicht so einfach
00:52:24Ich möchte auch mal eine Brücke bauen
00:52:26Na, die würde schön aussehen, Sie
00:52:29Da in Birkheide, da wo ich wohne, da haben Sie eine gebaut
00:52:33Also prima
00:52:34Also prima, wirklich
00:52:34Doch, hat mir sehr imponiert
00:52:40Na ja
00:52:45Jetzt kommt die Mutti wieder nach Hause
00:52:48Komm, schön, schön vor sich
00:52:52Ach, Herr Doktor, ist das schön, dass ich Sie nochmal sehe
00:52:55Herzlichen Dank für alles
00:52:56Sie haben mir und meinen Kindern sehr geholfen
00:52:58Aber bitte
00:52:58Ein paar Topflappen habe ich für Sie gehegelt
00:53:00Hoffentlich freut es Sie
00:53:01Das ist aber lieb, danke
00:53:02Herzlichen Dank nochmal
00:53:04Wiedersehen
00:53:05So, willkommen
00:53:06Wiedersehen
00:53:07Auf Wiedersehen
00:53:08Wiedersehen
00:53:11In der letzten Zeit habe ich mich kaum noch um Sie gekümmert
00:53:13Sie wurde ja zusehends gesünder
00:53:16Ich finde, wir haben zu wenig Zeit für unsere Patienten
00:53:18Wir neigen dazu, nur die Wunde zu sehen
00:53:20Was weiß ich schon von Frau Kaufmann?
00:53:21Na hören Sie mal, Herr Doktor, Sie sind doch kein Pfarrer
00:53:23Na natürlich bin ich kein Pfarrer
00:53:25Aber was mache ich denn den ganzen Tag?
00:53:27Ich schneide, ich nähe und so weiter
00:53:29Das Gespräch fehlt
00:53:30Das müssen Sie gerade sagen, wo Sie die längsten Visiten machen
00:53:33Ich bin noch zu unerfahren, ich brauche noch zu viel Zeit
00:53:36Wissen Sie, wen ich da bewundere?
00:53:38Nee
00:53:38Den Oberarzt
00:53:38Er hat immer schnell Kontakt und ein lustiges Wort
00:53:40Finden Sie?
00:53:41Ja
00:53:48Guten Tag, Doktor
00:53:49Guten Tag, Herr Franke
00:53:52Sie sind mir noch eine Information schuldig
00:53:54Ja
00:53:55Seit meiner Operation weichen Sie mir aus
00:53:57Sie haben Geschwüre vermutet, Sie haben operiert
00:54:01Waren es Geschwüre?
00:54:03Es war gewissermaßen etwas ähnliches
00:54:05Mehr ein Gewächs
00:54:06Ein Neoplasma, wie wir sagen
00:54:08Aber das ist kein Grund zur Beunruhigung, Herr Franke
00:54:10Um 8 Uhr kam ich in den OP
00:54:12Um 11 Uhr bin ich erwacht
00:54:13Drei Stunden sind eine ganz ordentliche Operation, nicht?
00:54:16Aber seit wann darf ein frisch operierter trinken?
00:54:20Und warum gehen die Schmerzen nicht weg?
00:54:22Nach allem, was ich weiß, kann ich nur eins haben
00:54:24Magenkrebs
00:54:28Doktor
00:54:30Ich bin genauso alt wie Sie
00:54:31Ich habe genauso lange studiert, nur ein anderes Fach
00:54:34Ich bin kein Wunderglaubiger, der zu einem Medizinmann kommt
00:54:37Ich bin ein Partner für Sie
00:54:38Ich will Ihnen nicht ausgeliefert sein, auch wenn Sie mir noch so sympathisch sind
00:54:42Und jetzt überlegen Sie sich genau, was Sie sagen
00:54:46Ich habe Magenkrebs, nicht wahr?
00:54:53Ja
00:54:56Inoperabel
00:54:57Wir werden alles Mögliche tun, um Ihnen zu helfen, Herr Franke
00:55:02Sie sind doch ein Wunder, Doktor
00:55:18Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, Sie haben nur noch ein halbes Jahr zu leben?
00:55:25Ich würde sicher vor Schreck gar nichts tun
00:55:28Ich glaube, man ist da gelähmt wie das Kaninchen vor der Schlange
00:55:36Also, ich möchte das nie erfahren
00:55:44Wo haben Sie eigentlich studiert?
00:55:47Erst in Berlin, dann in Halle
00:55:57Sind Sie eigentlich verlobt, Doktor?
00:56:01Ich bin sozusagen verlobt, obwohl ich eigentlich gar nicht richtig verlobt bin
00:56:06Das war uns zu altmodisch
00:56:11Ist Ihre Verlobte, ich meine, ist die auch Ärztin?
00:56:13Sie ist Anästhesistin in Halle
00:56:17Und warum kommt sie nicht hierher?
00:56:20Wir haben ja noch genug freie Stellen
00:56:24Sie steckt in einem Forschungsvorhaben
00:56:27Und außerdem hat sie jetzt eine Neubauwohnung
00:56:4021, 22
00:56:4622, 23, 24, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25,
00:56:4925, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25,
00:56:5625, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25,
00:56:5825, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25,
00:56:5825, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25,
00:56:5925, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25, 25
00:57:20Wann ist er verschwunden?
00:57:21Na, nach dem Essen.
00:57:22Da ist er plötzlich aufgestanden und hat gesagt, er will nochmal raus.
00:57:27Haben Sie ihm was gesagt?
00:57:29Ja.
00:57:31Herr Doktor, ich, wenn ich so etwas hätte,
00:57:33ich hätte es auch wissen wollen.
00:57:38Ich habe kein gutes Gefühl.
00:57:40Ja, ich weiß nicht, was du hast.
00:57:41Wenn er es nicht hätte wissen wollen, hätte er nicht fragen sollen.
00:57:43Wozu fragt er denn dann?
00:57:44Stell dir vor, du ahnst etwas. Du fragst.
00:57:46Und plötzlich erfährst du, dass deine Ahnung richtig war.
00:57:48Das ist doch wie...
00:57:50Hoffentlich macht er keine dumme Weiß.
00:57:51Was denkst du denn? Da kann doch jeden Augenblick zur Tür reinkommen.
00:58:19Ist jemand bei Ihnen?
00:58:21Nein.
00:58:23Ist was mit Ihnen?
00:58:38Ja?
00:58:41Herr Doktor?
00:58:43Ja, bitte.
00:58:45Ja.
00:59:07Wir machen das jetzt.
00:59:41Untertitelung des ZDF, 2020
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01:05:33Vielleicht übernehmen Sie heute gleich mal die Nachmittagsvisite.
01:05:45Tag, Uro.
01:05:47Mensch, Werner!
01:05:49Wo kommst denn du her?
01:05:50Ich habe noch ganz wenig Zeit.
01:05:52Darf ich euch den berühmten Dr. Sommer vorstellen?
01:05:55Waltraud.
01:05:56Menschens Kind, waren wir nicht im gleichen Studiengang?
01:05:58Kann sein.
01:05:59Sagen wir mal, du bist bei Hagedonnen?
01:06:01Soll er aber Hagedonnen?
01:06:03Hat man dich denn schon zu Messer und Schere greifen lassen?
01:06:08Prost!
01:06:09Danke.
01:06:11Sie können ja richtig stolz sein auf Ihre Verloppen.
01:06:13Ich wette, sie hat Ihnen noch gar nicht gesagt, warum wir heute feiern.
01:06:16Gudrun hat eine neue Barbitur-Säure-Verbindung entdeckt.
01:06:19Nicht wahr, Gudrun?
01:06:20Gratuliere.
01:06:21Ach, Herr Sommer, was halten Sie davon?
01:06:23Wir haben uns gerade gestritten. Was denken Sie vom neuen Hallotan?
01:06:26Was meinen Sie?
01:06:27Sie macht es nicht bei allen Vorzügen, die wir kennen, eine gewisse Inkontinenz des Gastrointestinaltraktes,
01:06:32abgesehen von Herzbeschwerden, Kreislaufbeschwerden, die ja bekannt sind.
01:06:35Da bin ich eben nicht dieser Meinung.
01:06:36Ja, ja, sicher.
01:06:38Entschuldigen Sie.
01:06:43Schmeiß die Leute raus.
01:06:45Ach.
01:06:45Ich muss mit dir reden.
01:06:48Mir ist was Schlimmes passiert.
01:06:52Fang an!
01:07:01Was ist los? Erzähl.
01:07:03Der Patient von mir hat Selbstmord begangen.
01:07:05Er hat sich von der Brücke gestürzt, weil ich ihm gesagt habe, dass er unheilbar krank ist.
01:07:20Ich habe versucht, mir einzureden, du hast nichts Schuld, Sommer.
01:07:24Der Mann war ja irgendwie auch schon nervlich gestört.
01:07:27Aber jetzt?
01:07:38Ich habe da einen großen Fehler gemacht.
01:07:42Manchmal denke ich, das wäre alles nicht passiert, wenn du da gewesen wärst.
01:07:48Ich halte das Alleinsein einfach nicht mehr aus. Immer die gleichen nackten vier Wände.
01:07:52Ich bin schon mal umgezogen, weil ich dachte, es liegt am Zimmer.
01:07:57Gut.
01:07:59Komm mit.
01:08:02Ich verstehe nicht, warum du immer wieder davon anfängst, Fern.
01:08:08Das sind noch vier Jahre.
01:08:10Ja, ja.
01:08:11Gut, lass uns heiraten.
01:08:13Ja.
01:08:14Und ich sehe mich hier um.
01:08:16Vielleicht ergibt sich hier in zwei Jahren eine Stelle für dich.
01:08:19Du bist zu Hagedorn gegangen, weil du dir was davon versprichst.
01:08:22Ich bin aus demselben Grunde hergeblieben.
01:08:26Und überhaupt, warum, warum soll immer die Frau dem Manne folgen?
01:08:30Ich akzeptiere doch auch deine Gleichberechtigung.
01:08:35Das hast du natürlich schön gesagt.
01:08:37Dagegen kann ich nichts einwenden.
01:08:47Geraucht haben die.
01:08:50Wir hätten damals heiraten sollen im Ernteeinsatz.
01:08:55Ganz hübsch hier.
01:08:58In Gummistiefeln, wie Rotte Cora als Trauzeugen.
01:09:02Du hast es mir ausgeredet mit viel Nüchternheit.
01:09:04Du hattest natürlich recht.
01:09:07Wir hätten ein Stipendium eingebüßt.
01:09:09Wir hätten keine Wohnung bekommen.
01:09:11Wir hätten nur Ringe getragen.
01:09:13Und trotzdem,
01:09:14es wäre manches anders gekommen, findest du nicht?
01:09:19Ja, da ist was dran.
01:09:24Los Sommer, aufräumen helfen.
01:09:25Los Sommer, aufräumen.
01:09:34Los Sommer, aufräumen.
01:09:41Los Sommer, aufräumen.
01:09:44Wir essen, Los Sommer.
01:09:46Los Sommer, aufräumen.
01:09:53Los Sommer, aufräumen.
01:09:55Die Wasser und aufräumen.
01:09:55Lass uns mit einer Strecke aufräumen.
01:09:59Verzeihen Sie, fahren Sie in Richtung Gera? Können Sie mich ein Stückchen mitnehmen?
01:10:02Das ist nett. Ich habe nämlich meinen Zug verpasst.
01:10:24Während der Physikumsjahre war ich fast sicher, den falschen Beruf gewählt zu haben.
01:10:28Ich wollte Journalist werden. Aber meiner Mutter zuliebe habe ich dann weitergemacht.
01:10:32Ein Arzt in der Textilarbeiterfamilie, das war das größte Ideal überhaupt.
01:10:37Ich habe es nicht fertiggebracht, aufzuhören.
01:10:41Aber dann, während der klinischen Semester, da begriff ich, dass ich den richtigen Beruf gewählt habe.
01:10:53Emily, Sie sehen so zart aus und dabei sind Sie ein so unbarmherziges Geschöpf.
01:10:56Den anderen Füßen.
01:10:57Nein.
01:11:00Der brechelt ja auch so runter.
01:11:06Was ist los mit Ihnen heute? Warum sind Sie so wütend? Haben Sie Kummer?
01:11:09Ich habe keinen Kummer, ich habe einen großen Zorn.
01:11:11Einen Zorn, aber doch nicht auf mich.
01:11:14Auf Dr. Sommer.
01:11:15Warum denn? Das ist doch zu warm.
01:11:18Halten Sie mal.
01:11:20Was Persönliches?
01:11:23Er lässt uns im Stich. Wir haben ein Brigadeprogramm.
01:11:26Na ja, und die anderen?
01:11:27Doch.
01:11:28Machen die auch nicht mit.
01:11:29Die Einzigen, die mitmachen, sind Gerber.
01:11:30Und die Tante.
01:11:32Ist nicht so warm.
01:11:36Neue Ideen zu haben, ist gar nicht so schwer, aber man muss die Leute dafür begeistern.
01:11:42Worum geht's denn?
01:11:43Wir haben uns so was Tolles ausgedacht.
01:11:46Drei Stufenpflege.
01:11:47Drei was?
01:11:51Was haben Sie denn heute, Emily?
01:11:54Na, nehmen Sie es mal nicht so tragisch.
01:11:57Macht ihr die Schwierigkeiten, Emily?
01:11:59Nein, Tante.
01:12:06Na, hat die Leitung des Hauses doch noch Ihren Segen zur Drei-Stufen-Pflege gegeben?
01:12:10Das lassen Sie mal in unsere Sorge sein.
01:12:12Und Helga macht auch mit?
01:12:13Helga hat frei.
01:12:20Ja, was ist denn hier los?
01:12:22Morgen, Herr Doktor.
01:12:23Wo sind denn die anderen Kunden?
01:12:24In der Küche.
01:12:26Die waschen ab.
01:12:28Also, Emily, das geht entschieden zu weit.
01:12:30Visite bleibt Visite.
01:12:31Herr Doktor, wir hatten uns verspätet.
01:12:33Das ist ganz egal.
01:12:34Der Patient bleibt im Bett, bis ich durch bin.
01:12:35Aber, Herr Doktor, die Idee von der Drei-Stufen-Pflege, die ist gut.
01:12:38Na, ich find's prima, dass ich mich hier ein bisschen nützlich machen kann.
01:12:41Jetzt, wo ich weiß, es nur noch ein paar Tage dauert, bis ich draußen bin.
01:12:43Stunden, Herr Savert.
01:12:44Ihre Werte sind völlig normal.
01:12:45Sie können noch heute nach Hause gehen.
01:12:47Ihre Zeit bei uns ist abgelaufen.
01:12:48Tatsächlich?
01:12:50Das ist ja ausgezeichnet.
01:12:52Die Zeit hat nämlich eine verteufelte Eigenschaft.
01:12:54Sie ist irreversibel.
01:12:55Was ist irreversibel?
01:12:57Das heißt so viel wie nicht umkehrbar.
01:12:59Man kann die Zeit nicht wiederholen, verstehen Sie?
01:13:02Wenn sie einmal davon gerannt ist, dann ist sie fort.
01:13:04Der Zug ist abgefahren.
01:13:06Man kann allerhöchstens mit dem nächsten Zug fahren.
01:13:08Das ist dann aber nicht mehr derselbe Zug.
01:13:11Emily,
01:13:13Sie stecken doch wieder mit dem Seifert unter einer Decke.
01:13:17Also geben Sie mir schon Ihren Programmentwurf.
01:13:20Emily,
01:13:21Sie holen bitte die Wäsche.
01:13:25Sag mal, was ist eigentlich hier los?
01:13:27Gestern werden hier krank umgebettet, ich bin nicht da.
01:13:29Was hat das zu bedeuten?
01:13:30Warum fragst du, das weißt du doch.
01:13:32Seit wann werden so wichtige Entscheidungen über den Kopf einer Stationsschwester hinweg unternommen?
01:13:35Ach nee.
01:13:36Auf einmal hältst du das für wichtig?
01:13:38Wir haben uns doch oft genug über unsere drei Stufenpflege unterhalten, aber
01:13:41du hast immer dazu geschwiegen.
01:13:43Gerda.
01:13:44Wenn ich Stationsschwester bin, dann will ich, dass man mich fragt.
01:13:47Bei einer anderen Schwester wäre ich bestimmt zur Oberhand gegangen.
01:13:50Bei einer anderen Stationsschwester hätte ich das auch gar nicht unternommen.
01:13:55Na guck mal, wir kennen uns ja zehn Jahre.
01:13:57Wir haben uns immer gut verstanden.
01:14:00Aber ich muss dir mal was sagen.
01:14:02Ich finde, du benimmst dich in letzter Zeit reichlich komisch.
01:14:06Na ja, du hast Sorgen, ich verstehe dich auch, aber man kann doch nicht wegen irgendwelcher
01:14:11privater Kümmernisse eine ganze Entwicklung aufhalten wollen.
01:14:16Was meinst du mit privaten Kümmernissen?
01:14:19Stell dich bloß nicht dummer.
01:14:21Ich meine, den Oberarzt und dich, die ganze Klinik spricht schon darüber.
01:14:27Oder glaubst du, dass man eine solche Affäre in einer Klinik wie unsere lange geheim halten könnte?
01:14:35Weißt du was?
01:14:38Ich bin da so in Ordnung.
01:14:44Liebsten?
01:15:00Ja.
01:15:01Frau Ellermann hat 38, 5 und 110 Puls.
01:15:05Damit kann sie alt werden.
01:15:06Gute Nacht, Emily.
01:15:15Ja, bitte.
01:15:1638 und 112.
01:15:1938 und 112, das kann man ja geradezu auf dem Weg der Genesung nennen.
01:15:23Aber verdammt noch mal, warum rufen Sie mich denn dauernd an, Emily?
01:15:25Na, ich dachte, weil ich doch alle halbe Stunde messen soll.
01:15:29Ach, du meine Güte, da hätten Sie mich also jede halbe Stunde angerufen.
01:15:33Ich mach das erste Mal Nachtwache.
01:15:36Sie sollen die Werte aufschreiben.
01:15:43Soll ich mal raten, Emily?
01:15:44Frau Ellermann hat 37 und 80 Puls und ich soll sie entlassen, weil sie gesund wird.
01:15:49Stimmt's?
01:15:50Nein, ich habe einen Neuzugang, eine Gastritis.
01:15:52Wollen Sie ihn sich nicht mehr ansehen?
01:15:53Legen Sie die Gastritis ins Bett, die wird ja bis morgen Frühzeit haben.
01:16:04Gastritis.
01:16:06Der Teufel soll sie holen.
01:16:13Na, Emily?
01:16:15Wie verläuft Ihre erste Nachtwache?
01:16:17Machen Sie mal die Beine runter.
01:16:22Zeigen Sie mal die Zunge.
01:16:24Sieht nach Perforation aus.
01:16:25Rufen Sie ganz schnell einen Oberarzt, wir müssen operieren.
01:16:27Der Oberarzt ist auf der Günd, die haben deine Darmgeschichte entdeckt.
01:16:32Sagen Sie einem OP-Bescheid.
01:16:34Holen Sie Merkel aus dem Bett.
01:16:35Machen Sie den Kranken fertig für die Operation.
01:16:36Tropf anhängen.
01:16:37Ich hole einen Oberarzt.
01:16:40Genau, unser Oberarzt.
01:16:42Danke.
01:16:46Wir sollen schon anfangen.
01:16:47Einen Durchbruch habe ich noch nie gemacht.
01:16:50Da gehen Sie mal alleine ran.
01:16:51Wir sollen ja nur eröffnen.
01:16:53Sie sind der diensthabende Arzt, ich assistiere nur.
01:16:56Aber Sie sind ein Jahr länger hier.
01:17:00Und Sie sind ein Jahr länger approbiert.
01:17:04Peinschuhe.
01:17:13Können wir?
01:17:14Ja, bitte.
01:17:31Sie machen das ja wie der Alte.
01:17:37Hier ist es, sehen Sie?
01:17:39Ganz Touloros-Nadel.
01:17:42Bis hierher sollen wir ja auch los.
01:17:45Spester, rufen Sie doch mal einen Oberarzt an, ob er nicht bald kommt.
01:17:52Der Mann hat Glück gehabt, alles abgekapselt.
01:17:54Das wird ihm eine Peritonitis ersparen.
01:18:03Es liegt eigentlich sehr günstig.
01:18:05Wir könnten damit abdecken und dann übernähen.
01:18:08Sehen Sie so.
01:18:09Es juckt Sie doch wieder, Sommer.
01:18:10Am liebsten möchten Sie es selber machen.
01:18:12Lassen Sie bloß die Finger davon.
01:18:15Der Oberarzt lässt sagen, eine halbe Stunde wird es noch dauern.
01:18:18Sie möchten es zwischen mit Kompressen abdecken und warm halten.
01:18:21Ach, der meine gilt ja noch eine halbe Stunde.
01:18:35Und was, wenn er eine Sickerblutung hat?
01:18:37Ich muss noch mal nachsehen.
01:18:44Naher blutet es doch, nicht?
01:18:49Das ist keine Blutung.
01:18:51Natürlich.
01:18:52Ich trage die Verantwortung, wir übernehmen.
01:18:54Sie kriegen Ärger.
01:18:56Herr Merkel, sehen Sie doch mal genau hin.
01:18:58Das ist doch eine Blutung.
01:19:00Na ja.
01:19:01Auf meine Kappe möchte ich es nicht nehmen,
01:19:03dass es keine Blutung ist.
01:19:07Mundtuch.
01:19:15Kett.
01:19:39So, Herr Merkel.
01:19:41Haben Sie was dran auszusetzen?
01:19:42Ist mir ein Kunstfehler unterlaufen?
01:19:44Wir könnten eigentlich zumachen.
01:19:47Heute ist wieder die ganze leidende Menschheit auf den Beinen.
01:19:50Heute verlangt es die Kranken nach Messer und Schere.
01:19:55Das ist doch schon übernäht.
01:19:57Ja, Herr Oberarzt.
01:19:58Eine Sickerblutung hat sich...
01:19:58So, so eine Sickerblutung.
01:20:00Ist das Ihre erste Übernähung?
01:20:02Als Assistent habe ich schon beim...
01:20:03Also Ihre erste, so mal reden Sie doch nicht drum herum.
01:20:05Bei uns zähl dich das Zusehen und Hakenhalten.
01:20:10Also für Ihre erste haben Sie das ganz ausgezeichnet gemacht.
01:20:15Aber wenn Ihnen beim nächsten Mal so sehr nach Operieren ist,
01:20:17dann sagen Sie es mir vorher.
01:20:18Verstanden?
01:20:18Jawohl, Herr Oberarzt.
01:20:19So, nun machen Sie den Bauchgefälligst wieder zu.
01:20:21Oder meinen Sie, dazu können Sie mich anstellen?
01:20:22Nein, Herr Oberarzt.
01:20:24Sie sind ein Sonntagskind, Sommer.
01:20:25Jeder andere kriegt einen Anpfiff.
01:20:27Wenn ich nun operiert hätte, wäre ich eins raufgerückt.
01:20:29Und ich kann es brauchen.
01:20:30Ich bin schon ein Jahr länger hier.
01:20:32Aber ich bin ein Jahr länger approbiert.
01:20:39Ach, Sie sind Professor Hagedorn?
01:20:42Nein, ich bin sozusagen sein Assistent.
01:20:44Ich soll schon mit der Untersuchung beginnen.
01:20:47Sie sind Frau Kossmann?
01:20:48Ja.
01:20:49Frau Kossmann, was sind Sie von Beruf?
01:20:50Ich bin Sängerin.
01:20:51Hier an der Oper.
01:20:53Was fehlt Ihnen denn?
01:20:55Herr Doktor, ich habe hier öfter Schmerzen.
01:20:58Legen Sie sich mal bitte hin.
01:21:00Darf ich?
01:21:04Machen Sie mal bitte den Bauch frei.
01:21:07Frau Kossmann, haben Sie häufig diese Schmerzen?
01:21:10Ja, besonders wenn ich singe.
01:21:13Stehen Sie mal bitte auf.
01:21:18Singen Sie.
01:21:19Singen?
01:21:20Ja, singen.
01:21:43Was ist das?
01:21:47Verdi.
01:21:48Richtig, dann Carlos.
01:21:54Eine wundervolle Stimme, meine Frau.
01:21:56Wo ist denn die Patientin?
01:21:58Schon weg.
01:21:59Und?
01:21:59Herrn Jaum Willi, Karl ist unbedeutend.
01:22:01Ich habe ihr einen OP-Termin gegeben.
01:22:03Dann ist ja alles in Ordnung.
01:22:04Sie ahnen ja nicht, was passiert ist.
01:22:06Frau Distelmann.
01:22:07Frau Distelmann ist nicht da.
01:22:08Na, dann versuchen Sie doch mal aus der Maschine einen Kaffee rauszulocken.
01:22:12Vor ein paar Jahren habe ich eine Datenverarbeitungsanlage beantragt.
01:22:16Heute, vor fünf Minuten, kriege ich ein Telegramm.
01:22:20Herzlichen Glückwunsch.
01:22:22Anlage DR 100 genehmigt.
01:22:24Baubeginn 1. Januar.
01:22:25Übergabe 1. Juni.
01:22:27Seifert.
01:22:27Das wäre ungefähr in einem Jahr.
01:22:32Das Ding hat wohl noch James Watt gebaut.
01:22:35Ich glaube, das Wasser muss da unten rein.
01:22:37Wir könnten die gesamte Buchhaltung der Klinik drüber laufen lassen.
01:22:41Wir könnten die kranken Geschichten aller Häuser der Stadt maschinell speichern.
01:22:46Und wir könnten mit unserem Versuchsprogramm beginnen.
01:22:49Herr Professor, ich komme mit dem Ding nicht klar.
01:22:56Aber Sie müssen zwei Jahre Vorbereitungszeit rechnen.
01:22:59Seifert hätte das eigentlich wissen müssen.
01:23:01Seifert weiß das ganz gut.
01:23:04Vielleicht rechnet er mit einer Absage.
01:23:06Aber die Anlage kriegt er nicht wieder.
01:23:09Der soll sich wundern.
01:23:10Wir müssen es in einem Jahr schaffen.
01:23:12Und wir schaffen es, wenn wir aus allen Häusern Mitarbeiter gewinnen.
01:23:15Kann ich mit Ihnen rechnen?
01:23:18Aber ja.
01:23:19Ich hole uns einen Kaffee aus der Kantine.
01:23:21Ach, Herr Sommer.
01:23:22Ja?
01:23:23Ich habe da von der Vier ein Programm bekommen.
01:23:26Das ist doch Unsinn mit dieser Drei-Stufen-Pflege.
01:23:29Aber wieso denn? Es kann doch sehr vorteilhaft sein.
01:23:31Dachte ich mir es doch, dass Sie dahinter stecken.
01:23:33Und der arme Merkel soll die ganze Verantwortung tragen.
01:23:36Gestatten Sie, Herr Schäppert.
01:23:37Bitte sehr.
01:23:38Diese Drei-Stufen-Pflege.
01:23:40Darauf bilden sich mein Jahr nicht zu viel ein.
01:23:42Für eine einzelne Station ist das sowieso nicht das Richtige.
01:23:45Man müsste mal überlegen, wie sowas im Maßstab einer Klinik aussieht.
01:23:50Ist recht, Herr Professor.
01:23:53Frau Disselmann, mit dem Ding da haben wir nichts zustande gekriegt.
01:23:57Und ab sofort keine Privatpatienten mehr.
01:23:59Wieso?
01:24:00Aber Herr Schäfferts, das kann doch nicht der Ernst sein.
01:24:03Keine mehr.
01:24:04Außer diesem Lemke und dem Elektriker.
01:24:07Wie heißt er doch gleich?
01:24:08Aber sonst Schluss.
01:24:09Das verstehe ich nicht.
01:24:12Und bei Hepatitis-Infektion Humangamma-Globulin-Spritzen.
01:24:25Die letzte Aufgabe der praktischen Prüfung.
01:24:28Machen Sie eine Blutentnahme zur Protrombin-Bestimmung.
01:24:32Komm, Emily.
01:24:33Hier.
01:24:34Hier.
01:24:39Hier.
01:25:15Na, Kleine, wie haben wir das gemacht?
01:25:18Na, immer nie bestanden.
01:25:20Logisch.
01:25:20Gratuliere.
01:25:20Danke.
01:25:22Sag mal, eine stumpfe Nadel hättest du wohl nicht finden können.
01:25:39Sag mal, eine stumpfe Nadel.
01:26:10Sag mal, eine stumpfe Nadel.
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