- vor 7 Stunden
Die Rosenheim-Cops (591) Staffel 25 Folge 13 - Mord zum Nachtisch
Die Rosenheim-Cops (591) Staffel 25 Folge 13 - Mord zum Nachtisch
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KurzfilmeTranskript
00:00Anna, schönen guten Morgen.
00:01Sehr gut, Sven.
00:03Moin, Daniel.
00:05Morgen.
00:06Gräbfurt, Müsli, sieht ja noch ein furchtbar gesunden Frühstück aus.
00:10Na ja, man will ja ein bisschen was für seinen Körper tun.
00:12Na, der seid heute in bester Gesellschaft.
00:14Der Joe hat nämlich Fitnesstag.
00:16Was?
00:17Ist ja was ganz was Neues.
00:19Moin.
00:19So ein Schmarrn.
00:22Es ist es so.
00:23Ihr kennt doch alle den Andi.
00:25Der Lieferant.
00:26Genau der.
00:27Der hat gestern ein Glas Salzvog gehabt und rumgetönt,
00:29dass er viel fitter ist als ich,
00:31weil er den ganzen Tag Bagel rumtrockt.
00:33Ja, aber Lieferant fährt doch hauptsächlich mit dem Lieferwagen rum.
00:36Siehst du, das Gleiche habe ich auch gesagt.
00:38Aber er ist halt einfach so ein Großmal,
00:40dass er halt angegeben hat, dass er mir das schon beweisen wird.
00:42Und dann haben wir halt einfach eine Wette gemacht.
00:45Wie schwand übles.
00:46So, ich bin doch fit wie ein Turnschuh.
00:48Ja, wie einer, der nicht angezogen wird.
00:50Also jetzt geht es auf jeden Fall darum,
00:52wer die nächsten 24 Stunden die meisten Schritte macht.
00:55Der Verlierer zahlt dem anderen zwei Karten fürs Pokalfinale.
00:59Aber dazu wird es nicht kommen,
01:00weil der Andi das heute in der Früh eh schon wieder vergessen hat.
01:03Das glaube ich nicht.
01:04Grüß die Spezi.
01:05Servus.
01:06Moin.
01:07Ich bin wegen der Wette da.
01:08Du hast gemeint, dass ich das vergessen habe.
01:10Wie kommst du denn da drauf?
01:11Dann Pfote her.
01:13So, das ist eine Fitnessuhr.
01:16Die zählt ab sofort deine Schritte.
01:18Und ich habe genau die gleiche und die sind miteinander vernetzt.
01:21So kann ich mal der eine sehen,
01:22wie viele Schritte der andere gemacht hat.
01:23Was du kannst sehen, wie viele Schritte der sich gemacht hat.
01:25Na, und umgekehrt.
01:26Also mach dich schon mal auf deine Niederlage gefasst.
01:30Ladies and Gentlemen.
01:31Drei, zwei, eins.
01:34Los geht's.
01:35Servus.
01:39Also das mit der Großmäuligkeit stimmt schon mal.
01:41Ja, meine Rede.
01:44Aber den werde ich vernichten.
01:46Oje.
01:50Schönen guten Morgen, Frau Stocke.
01:52Was gibt's?
01:52Guten Morgen, Herr Hansen.
01:54Herr Hansen, es gab mir der Leiche und zwar im Restaurant Orgé.
01:57Und es ist in der Nähe vom Ludwigsplatz.
01:59Stell dir nach vor, der Herr Kaya ist schon unterwegs.
02:01Und den anderen sage ich gleich Bescheid.
02:02Gut.
02:03Ich bin quasi schon auf dem Weg.
02:04Gut.
02:05Bis später.
02:06Ja, ich bis später.
02:07So, ihr habt es gehört.
02:08Die Pflicht ruft.
02:10Ja.
02:10Gut, man bezieht noch.
02:11Und gut Schritt, oder wie man da jetzt sagt.
02:14Mach dir keine Sorgen.
02:16Hanna, ciao.
02:17Servus.
02:25Nein, nicht Orgé.
02:28Orgé heißt das.
02:29Sag mal.
02:30Orgé?
02:31Du.
02:35Wer ist euch?
02:37Hier ist die Michi.
02:38Moin, Moin.
02:39Und, was haben wir hier für ein Problem?
02:40Wir haben heute ein exklusives Problem, nämlich das Restaurant Orgé.
02:45Das Restaurant Orgé ist eines von den drei Top-Restaurants in Rosenheim.
02:49Da kochen sie, danke, da kochen sie nämlich mit World Cuisine.
02:53World Cuisine, das ist also Weltküche.
02:55Was heißt das?
02:56Weltküche.
02:56Das ist da, wenn man die Kocherei von der ganzen Welt miteinander vermischt.
03:00Aber jetzt sind so Pizza mit Giros drauf.
03:02So, nein, nein.
03:03Da nimmst du zum Beispiel eine echt französische Auster und verfeinest sie mit thailändischen Kräutern.
03:08Und obendrauf gibt es da ein bisschen Sauerkirsche.
03:12Das heißt mir dann Fusion.
03:13Aha.
03:15Da gehören die Leute von überall her zum Essen, sogar von München.
03:18Hört sich teuer an.
03:19Ja, und gefährlich.
03:20Wieso das?
03:20Gerade heute haben wir die Geschäftsführerin tot aufgefunden in der Küche.
03:24Die Muriel Orgé.
03:25Da stochen haben sie es.
03:26Wir wissen nicht mit was.
03:27Aber wir finden es raus.
03:29Gehen wir rein?
03:30Mhm.
03:33Ja.
03:33Auch gefunden haben die Frau Orgé.
03:35Übrigens die Leute, die wurde putzelt.
03:37Die waren vorbildlich.
03:38Die haben nichts angefasst und dann haben sie erst die Polizei gehossen.
03:41Na gut.
03:41Gibt es so Einbruchspuren?
03:43Na ja, so die Hintertür ist wahrscheinlich mit einem Stemmeisen aufgebrochen worden.
03:46Fingerabdrücke?
03:47Fingerabdrücke gibt es gar nichts.
03:48Da geht es weiter.
03:49Schade.
03:50Na, sehr schade.
03:54Grüß dich, Elena.
03:55Ah, guten Morgen, die Herren.
03:57Morgen, Elena.
03:59Kannst du schon was sagen?
04:00Ja, Frau Orgé ist erstochen worden.
04:02Eine einzelne tödliche Wunde im Brustbereich.
04:06Die Tatperson ist vermutlich rechtshändig und beim Todeszeitpunkt gehe ich von 2 Uhr nachts aus plus minus eine Stunde.
04:12Na ja, das Restaurant schließt um Mitternacht.
04:14Dann macht die Frau Orgé immer die Abrechnung und zwischen 1 und 2 Uhr, da sperrt sie die Tür zu.
04:19Und sie ist die Einzige, die einen Schlüssel hat, hat mir der Kevin gesagt.
04:23Kevin?
04:23Wer ist Kevin?
04:24Ach so, der Kevin ist einer von der Leute, die würde putzen.
04:27Ah.
04:28Dann hat der Täter vermutlich gewusst, dass er zu dem Zeitpunkt alleine sein würde.
04:32Sprich nicht gerade für einen spontanen Raubewerf, aber...
04:35Fällt irgendwas?
04:36Fällt ich nicht.
04:38Also die Enden haben wir von gestern Abend, sind Olle noch in der Kasse.
04:40Und sie trägt auch noch ihren Schmuck, samt Perlenkette.
04:43Also eher persönliches Motiv.
04:46Ja.
04:46Was mit der Tatwaffe?
04:47Die ist noch ein Rätsel.
04:49Der Einstich ist kreisrund, also schon mal kein Messer.
04:53Aber wir haben vor Ort nichts gefunden, was dazu passen könnte.
04:55Ja.
04:56Dann hat der Täter die Waffe vielleicht mitgenommen.
04:58Ja, vielleicht.
04:59Außerdem sind an der Stichwunde Spuren eine Art Sahnecreme.
05:03Merkwürdig.
05:04Ich lasse Frau Orger direkt in die Rechtsmedizin bringen und dann sehen wir weiter.
05:09Gut, danke.
05:10Und Michi, du kannst dich ja mal in der Nachbarschaft umhören, vielleicht nach irgendeiner irgendwas
05:14gesehängt.
05:15Dies war das der Plan.
05:16Danke schön.
05:18Bitte.
05:18Oje.
05:19Hier ist euch Kollegen.
05:21Vorhin hat jetzt die Chefköchin Warten eine Frau Tran.
05:24Frau Tran.
05:24Gut, danke für's Sinn.
05:25Ah, Elena, danke dir.
05:28Bitte.
05:28Kollegen, bitte.
05:35Frau Tran.
05:37Guten Tag, Hauptkommissar Hansen Kripo-Rosenheim, mein Kollege Kommissar Kaya.
05:43Ja, wir hätten da ein paar Fragen an Sie.
05:44Ich hätte auch eine Frage.
05:45Wann kann ich wieder in meine Küche?
05:46Ihre Küche ist ja Tatort und wird erst einmal eingehend untersucht.
05:50Also abwarten.
05:52Wozu wollen Sie überhaupt in die Küche?
05:54Die Inhaberin ist vermordet worden.
05:55Da wird das Restaurant doch bestimmt erst einmal geschlossen.
05:58Das Restaurant hat einen fabelhaften Ruf.
05:59Da wird sich sehr schnell eine Betreiberin finden.
06:01Ach.
06:02Und mein Entenfant köchelt drei Tage, bis er perfekt ist.
06:05Hier gibt's keine Pausen.
06:06Nee, dann mal über den Mord.
06:09Frau Tran, sagen Sie mal, wie war Ihr Verhältnis zu Frau Auger?
06:13Sie war die Chefin.
06:14Das heißt Respekt, absolute Loyalität.
06:17Eine Küche dieser Klasse, das ist wie beim Militär.
06:21Das ist ein hartes Geschäft.
06:22Mhm.
06:23Und sagen Sie, bei einer Küche dieser Klasse, gibt's da auch Feinde?
06:27Also geschäftlich oder privat?
06:29Privat? Davon weiß ich nichts.
06:33Aber geschäftlich, jedes andere Spitzenrestaurant in Rosenheim.
06:38Ja, da gönnt keiner dem anderen was.
06:40So ein Level wie hier, das muss man sich erkämpfen.
06:43Das glaube ich.
06:44Wo waren Sie gestern Nacht? So gegen zwei Uhr.
06:46Ich hab geschlafen.
06:47Gut, das war etwas genauer, aber es war davor, sprich...
06:52Wir haben gegen null Uhr geschlossen.
06:54Dann sind meine Köche und die Bedienungen noch zu einer Geburtstagsfeier gegangen.
06:58Ins Wirtshaus am Simsee.
07:00Frau Auger ist hier geblieben und hat die Abrechnung gemacht.
07:02Und ich bin, wie gesagt, nach Hause.
07:04Gibt's dafür Zeugen?
07:05Als Köchin auf diesem Level hat man keine Zeit für Beziehungen, wenn Sie das meinen.
07:13Danke vielmals, Frau Kreiniger. Sie haben uns sehr geholfen.
07:15Bitteschön. Gern geschehen.
07:17Auf Wiedersehen.
07:19Ah, Herr Mohr, haben Sie kurz Zeit?
07:21Ja, voll.
07:22Schön. Könnten Sie bitte checken, ob die Belegschaft des Restaurants gestern Nacht im Wirtshaus am Simsee war?
07:28Ja, gerne.
07:29Folgendes, ich habe jetzt ein bisschen mit den Nachbarn geredet und gestern Abend keiner was gesehen, keiner was gehört, aber
07:34dafür gestern Mittag.
07:36Aha, und was?
07:37Ich habe jetzt gerade mit einer Dame gesprochen, mit einer Frau Kreininger.
07:41Also die Frau Kreininger, die wohnt da drei Häusl weiter und ist sehr wohlhabend.
07:44Und deswegen kommt sie öfter her zum Essen.
07:46Und gestern wollte sie sich zum Mittag wieder einen Tisch reservieren.
07:49Und bei der Gelegenheit hat sie mitbekommen, wie unser Mordopfer, die Frau Auger, ganz heftig mit einem anderen Restaurantbetreiber gestritten
07:57hat.
07:57Mit einem gewissen Herrn Kim.
07:59Das hört sich, der Herr Kim ist Koreaner und hat sein Restaurant im Stadtberg.
08:04Naja, also bei dem Streit ist er recht heftig zugegangen, aber die Frau Kreininger hat nicht sagen können, warum.
08:11Na gut, dann werden wir diesem Herrn Kim einen Besuch abstatten und das rausfinden.
08:14Ja, das macht's.
08:16Also wie gesagt, das Restaurant ist mittendrin im Stadtberg.
08:19Mittendrin.
08:20Ja, wie gesagt.
08:27Ja und, geht's jetzt dann mal los?
08:30Was geht los?
08:31Ja, deine Wette, wer mal Schritte macht.
08:33Du oder der Andi.
08:35Ja, ich dachte, du gehst jetzt mal raus zum Joggen.
08:37Joggen?
08:38Völlig unnötig.
08:39Ich werde diese Wette hier im Times Square gewinnen.
08:42Ja, und wie soll das gehen?
08:44Ich glaube, wir sind zu einem Restaurant, da läufst du Kilometer weit.
08:48Ja, Küche, Gäste, Küche, Dresen, Lager, Küche, Küche, Dresen.
08:52Da kommt ganz schön was zusammen, das darfst du mir glauben.
08:55Schaut so aus.
09:07Das sieht mir doch klassisch koreanisch aus.
09:09Wenn Sie das sagen.
09:11Ja, kommen Sie.
09:15Soll das etwa gesagt sein?
09:17Alles normal, Fein. Sofort.
09:21Eigo.
09:22Herr Kim?
09:25Wer sind Sie?
09:26Kommissar Kilian Kaya, Kripo Rosenheim, das neue Kollege Hauptkommissar Sven Hansen.
09:29Hallo.
09:30Gibt's ein Problem?
09:32Entschuldigen Sie.
09:33Gutes Personal ist heutzutage schwer zu finden.
09:35Ja, genauso wie freundliche Umgangsformen.
09:37Herr Kim, folgendes.
09:40Eine Ihrer Kolleginnen, oder besser gesagt Konkurrentinnen, Frau Muriel Auger, ist heute früh ermordet aufgefunden worden.
09:48Ermorden, ja.
09:51Möge Sie in Frieden wohnen?
09:52Ja.
09:53Sie wurden gestern mit der Frau Auger bei einer heftigen Auseinandersetzung beobachtet.
09:59Können Sie was dazu sagen?
10:01Es ist kein Geheimnis, das wir uns nicht mögen.
10:04Frau Auger hat mir meine beste Köchin gestohlen.
10:07Meint ihr dran?
10:09Ist ja schlau.
10:10Gestohlen? Wie meinst du es?
10:12Sie können es auch abgeworben nennen.
10:14Vor einem Jahr hat Frau Auger ihr ein sehr großzügiges Angebot gemacht, wenn Sie verstehen.
10:18Aber ich glaube, Frau Tran hat einen großen Fehler gemacht.
10:20Ah, nämlich?
10:23Frau Auger hat ihr zwei große Freiheit gelassen, neue, einfallsreiche Gerichte zu kreieren.
10:27Aber dann hat sie sie als ihre eigene Erfindung ausgegeben.
10:30Ach, das ist schlimm.
10:31Es ist unehrenhaft.
10:33Was eine Köchin kreiert, ist einzigartig.
10:36Mit nur einem Gericht kann man berühmt werden.
10:39Denken Sie an Fernsehshows, Kochbücher.
10:44Soweit ich weiß, bringt Frau Auger bald ihr eigenes Kochbuch auf den Markt.
10:47Mit den Rezepten von Frau Tran?
10:49Wahrscheinlich.
10:51Aber diese Verräterin hat nichts anderes verdient.
10:53Wissen Sie, wie schwer es war, einen neuen, fähigen Koch zu finden?
10:57Na, wo waren Sie denn gestern Nacht um zwei?
11:00Zu Hause.
11:01Zeugen?
11:02Nur der Jindo.
11:03Kontaktdaten?
11:04Das ist mein Hund.
11:07Und jetzt entschuldigen Sie mich, ein Termin mit dem Gesundheitsamt.
11:10Das Gesundheitsamt? Moment, Herr Kim.
11:13Guten Tag.
11:15Hansen, Kaya, Krippe Rosenheim. Sie sind?
11:18Georg Freier, Gesundheitsamt Rosenheim.
11:20Abteilung Lebensmittelaufsicht.
11:22Gut.
11:23Kennen Sie möglicherweise das Restaurant Orger?
11:27Ja, warum?
11:27Ja, warum? Ist etwas nicht in Ordnung?
11:29Könnte man so sagen, ja.
11:31Ähm.
11:37Mord, das ist ja schrecklich.
11:39Und dabei ist das Orger wirklich ein Vorzeigerestaurant.
11:42Sehr sauber und extrem erfolgreich, seit diese neue Köchin da ist.
11:46Haben Sie vielleicht mal Streitigkeiten mitwirkt, wegen einem Urheberrecht von einem bestimmten Gericht?
11:50Also zwischen der Köchin Frau Trann und der Chefin der Frau Orger?
11:53Nein, sowas wäre ja auch nicht mein Dienstbereich. Ich bin ja in der Hygiene und nicht beim Zwischenmenschlichen.
11:58Ah.
12:00Sie machen die Hygienekontrolle hier im Restaurant Kim?
12:03Überall im Landkreis Rosenheim. Aber nicht allein. Es gibt ja an die Hunderte von Restaurants.
12:08Hat schon mal was zu bemängeln gegeben?
12:11Na ja, also. Kleinigkeit.
12:16Das klingt jetzt aber nach mehr als nach nur einer Kleinigkeit, Herr Frey.
12:19Nein, also bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Herr Kim führt einen korrekten Betrieb, aber er ist ein extremer Choleriker.
12:27Wenn Sie den freundlich bitten, die Kühlschränke öfter zu desinfizieren, dann explodiert er gleich.
12:32Der Mann kann einem wirklich Angst machen.
12:38So.
12:40Okay, das gibt's doch nicht. Erst 2000 Schritte auf der dummischen Uhr.
12:44Wie viele hat denn dein Andi?
12:45Ach.
12:494928? Also wenn das so weitergeht, verlierst du deine Wette auf jeden Fall.
12:53Aber hinter den Tresen, da krieg ich aber auch nichts zusammen.
12:56Weißt du was? Wir machen das jetzt anders. Du magst die Kasse und die Getränke und ich geh ins Öl.
13:02Ja, super. Den tauschen mach ich gern.
13:04Ja, das Ding ich mach.
13:05Ach.
13:14Also, auf Ihrer Webseite preist Frau Auger sich selbst in den höchsten Tönen. Hier.
13:19Im Auger verwirklichen fleißige Hände das, was Kopf und Gaumen von Madame Auger erfinden.
13:26Sieht aber auch wirklich exquisit aus, muss ich sagen.
13:28Und vor Ihrer Köchin steht da gar nichts?
13:31Nee, nix. Gar nix. Kein Sterbenswörtchen.
13:34Ist aber auch unwahrscheinlich, dass sich Frau Tran erst wegen ihres großen Talents abwirbt und dann kocht die nur nach,
13:39was Frau Auger findet.
13:41Dann hat der Herr Kim offensichtlich recht gehabt.
13:45Da, der Kim nachher verlagt. Die bringen hauptsächlich Kochbücher raus und für den nächsten Monat haben sie eine neue Woche
13:51angekündigt.
13:52Meine Rezepte, mein Leben von Muriel Auger.
13:55Für 49,90.
13:59Schauen Sie mal, hier steht, dass die ganzen Rezepte direkt aus dem Auger stammen.
14:03Hm. Dann hat die Dame nicht nur die Ideen von ihrer Köchin als ihre eigenen im Restaurant verkauft, sondern bringt
14:10diese Anno Eis pur heraus und verdient damit eine Stange Geld.
14:13Hättest du gleich doppelt von ihr profitiert. Also wenn ich Ihre Köchin wäre, wäre ich ganz schön sauer drüber.
14:17Hm.
14:22Hm. Frau Stockel, überprüfen Sie bitte mal die Finanzen unseres Opfers und auch die von Ihrem Restaurant, dem Auger.
14:30Herr Hansen, da bin ich schon längst dran.
14:32Ah, gut. Und bitte auch die von Ihrer Köchin, der Frau Trann.
14:36Ich kümmere mich drum.
14:37Gut. Am besten checken Sie gleich mal, wie es im Restaurant Kim so läuft, seit deren Spitzenkörchen zur Konkurrenz übergelaufen
14:44ist.
14:45Sonst noch was?
14:46Ich finde, das reicht.
14:48Ah, ui, ui, ui. Hansen, dass ich es nicht vergiss. Es wird zur Frau Dimos kommen.
14:52Ah ja, gut. Sonst noch was?
14:54Ich finde, das reicht.
14:56Danke, Frau Stockel.
14:58Bitte.
15:06Und wie viele Schritte hast du jetzt?
15:082.834.
15:11Es sind ja auch keine Gäste nicht da. Ich laufe doch nicht grundlos den Laden auf und ab.
15:16Und wie viele Schritte hat der Andi?
15:208.307.
15:21Was macht denn der die ganze Zeit?
15:23Grundlos auf und ab laufen.
15:25Weißt du was? Wir machen das jetzt ganz anders. Wir bringen jede Bestellung einzeln.
15:29Erst den Salat, dann das Dressing, dann das Brot.
15:32Und somit laufe ich bei jeder Bestellung mindestens drei Mal und wir schlagen den Andi auf jeden Fall.
15:38Und wie machen wir das bei der Apfelschorle?
15:43Ich habe die Stichverletzung analysiert und Reste von Zucker und Limettensaft gefunden.
15:48Zusammen mit dem Wundkanal gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit.
15:51Die Mordwaffe war ein etwa 20 Zentimeter langer Eiskonus aus Limettensirup, der direkt ins Herz getroffen hat.
15:57Quasi wie ein Dolch.
15:58Aus Eis?
16:00Ja, dann ist klar, wo unsere Mordwaffe hin ist. Die ist weggeschmolzen.
16:02Aber wieso Zucker und Limette?
16:05Nun, das passt zumindest zu dieser merkwürdigen Creme, die ich auch in der Wunde gefunden habe.
16:09Eine Creme aus Sahne, Eigelb, Zucker und Yuzu.
16:13Ah, Yuzu.
16:15Das ist ebenfalls eine Zitruspflanze. Hier ziemlich selten.
16:19Kenne ich. Sehr lecker. Und ich weiß auch schon genau, was unsere Mordwaffe sein könnte.
16:27Das ist eine meiner berühmtesten Abfindungen. Das Einhorn.
16:31Ein Eishorn aus Limettensirup gefüllt mit einer Yuzu-Creme.
16:34Das Einhorn wird gefroren serviert und schmilzt vor den Augen des Gastes, um die köstlich komponierte Creme im Inneren freizugeben.
16:42Und taugt als tödliche Waffe, solange es gefroren ist.
16:45Frau Tern, Ihre Chefin wurde höchstwahrscheinlich mit einem dieser Desserts erstochen.
16:49In der Frage, sind Sie die Einzige, die diese tödliche, köstliche Mordwaffe herstellt?
16:55Ja, das bin ich. Meine Zuh-Chefs helfen mir bei den Vorarbeiten, aber am Ende bin ich diejenige, die die
17:00komponiert und auch lagert.
17:02Und kommt eigentlich jeder an diesen Kühlraum ran?
17:05Sehen Sie da irgendwo ein Vorhängeschloss?
17:07Servus.
17:08Ah, Fizzi, sehr gut.
17:10Checkt hier bitte auch den Kühlraum. Vermutlich war da die Tatwaffe drin.
17:12Ja, Mama.
17:14Danke.
17:15Frau Tern, wieso haben Sie eigentlich im Restaurant Kim gekündigt und sein Gehert wechselt?
17:19Wegen höheren Gehalt?
17:20Nein, wegen Herrn Kim selbst. Dieser Mann rastet wegen Kleinigkeiten völlig aus.
17:25Außerdem erfinde ich gerne neue Gerichte und Kim wollte immer nur traditionell koreanische Küche.
17:30Ich bin Vietnamesin. Und hier im Orger konnte ich immer frei kreieren und immer wieder neue Geschmackserlebnisse erschaffen.
17:38Hier drin steht alles.
17:39Danke.
17:39Diese Geschmackserlebnisse, wie hat die Frau Orger als ihre eigenen ausgeben? Hat sie das sehr verärgert?
17:46Ein bisschen Zank gab es da immer. Also man tauscht sich aus, gibt Ratschläge und am Ende weiß eben keiner
17:53mehr, wessen Idee das war.
17:55Aber wegen sowas bringt man ja niemanden um.
17:58Die Frau Orger wollte ein Kochbuch rausbringen mit Rezepten, die aktuell in dieser Speisekarte stehen. Das sind doch Ihre Ideen.
18:06Ich habe ihr ein paar Rezepte überlassen. Die war so stolz auf ihren Buchvertrag. Ich wollte einfach nicht, dass es
18:12böses Blut gibt.
18:14Ich glaube der Frau Trann nicht. Die Frau Orger macht einen Riesengewinn durch ihre Rezepte und das soll ihr völlig
18:19egal sein.
18:20Andererseits hat ja jeder Zugang zu Tatwaffe. Also rein theoretisch auch unser cholerischer Herr Kim.
18:33Herr Hansen, was hätten Sie denn gebraucht?
18:35Hallo, liebe Frau Stockel. Können Sie uns schon was Neues zu Herrn Kim sagen?
18:38Steuern Sie denn vorher, Hansen? Das kann ich.
18:40Ach, Moment, ich stelle mal kurz auf laut, sonst muss ich alles nochmal erzählen.
18:43So, jetzt bitte.
18:45Grüß Sie, Miriam.
18:46Also passen Sie auf. Seitdem die Frau Trann das Restaurant vom Herrn Kim verlassen hat, läuft es bei dem miserabel.
18:53Die Feinschmecker sind alle ins Orger rübergegangen, die Umsätze haben sie halbiert und wenn er so weitermacht, ist er am
18:59Ende des Jahres pleite.
19:00Aha. Und wie ist es bei der Frau Orger klaffer?
19:03Das ist eine wahre Goldgrube. Und die Frau Orger hat auf recht großem Fuß gelebt, die Kreditkarten haben geglüht und
19:11sie hat immer wieder höhere Bargeldsummen abgekommen.
19:14Ah ja. Gut, danke erstmal, Frau Stockel.
19:17Immer wieder gern, Herr Hansen. Wiederhören.
19:19Die Frau Trann wechselt zur Frau Orger und macht sie damit reich. Und der Herr Kim ist demnächst pleite.
19:24Der könnte eben schon die Galle übergehen.
19:26Bleibt nur die Frage wem? Der Frau Trann oder dem Herrn Kim? Beide haben kein Alibi.
19:30Wart's einmal. Wir haben vorhin noch was in der Kirche gefunden. Und das Ergebnis seht man auch schon.
19:39Aha. Erzähl.
19:40Und zwar haben wir am Boden Spuren von Ko-Chu-Chang-Soße gefunden. Und die stammt wahrscheinlich vom Schuh des
19:45Täters.
19:46Ko-Chu-Chang? Was ist denn das?
19:49Das ist ein hervorragendes Indiz.
19:56So, bitteschön.
19:57Servus, Joe. Machst du halt den Service?
19:59Ich muss. Was darfst du denn sein?
20:02Ach, könntest du mir bitte einen schnellen Espresso umstehen? Also an der Barmacher.
20:05Ach, weißt du was, Marie? Du könntest mir einen riesen Gefallen, wenn du stattdessen einen Milchkaffee nimmst.
20:10Äh, wieso jetzt das?
20:11Weil ich wegen einer Wette halt so früh wie möglich laufen muss.
20:15Wegen einer Wette?
20:17Genau. Und dann kannst du mir noch helfen, wenn du dich ganz ins Eck hinten an den Tisch ans Fenster
20:22setzen tattest.
20:23Ich bring dir dann erst den Kaffee, dann die Milch und dann den Zucker zum Schluss.
20:27Und am Schluss vielleicht noch ein Croissant.
20:30Also, ich hab eigentlich schon gefrühstückt.
20:33Mir zuliebe.
20:34Ach, okay, weißt du, du bist gut.
20:38Herr Kaspar, einen Milchkaffee, ein Croissant, bitteschön.
20:42Ja, ganz, ganz hinten am Fenster, gell?
20:44Da geht's gut.
20:59Natürlich benutze ich Gochujang.
21:01Das gehört zur koreanischen Küche wie der süße Senf zur Weißwurst.
21:04Nur leider ist das gerade ein bisschen blöd für Sie, Herr Kim.
21:07Der Streit mit der Frau Orgie, die Soßenspuren am Tatort.
21:10Denken Sie, ich bin der Einzige, der Gochujang benutzt?
21:12Diese Spuren könnten genauso gut im Restaurant Orgie selbst entstanden sein.
21:16Frau Trant experimentiert mit vielen Gewürzen aus ganz Asien.
21:19Interessant, weil momentan hat das Restaurant Orgie nix mit Gochujang auf der Karte.
21:23Und überhaupt, wieso haben Sie uns eigentlich nicht gesagt, dass Sie kurz vor der Pleite stehen?
21:26Ich sage niemandem, wie mein Geschäft, Leute, weil es niemandem etwas angeht.
21:30So was spricht sich viel zu schnell herum und dann kommen gar keine Gäste mehr.
21:34Na gut, dann schicken wir jetzt unseren Kollegen, den Herrn Mohr.
21:37Der wird Sie nach Hause begleiten und alle Ihre Schuhe zu einem forensischen Abgleich mitnehmen.
21:40Soll ich jetzt mal auf Stocken durch die Gegend laufen?
21:42Herr Kim, Sie können froh sein, dass Sie überhaupt noch frei rumlaufen dürfen.
21:52Hör mal, Michel, du müsstest die Schuhe vom Herrn Kim sicherstellen. Und zwar alle.
21:57Das ist richtig verstanden. Alle?
21:59Ja, privat. Und auch die aus dem Restaurant hier.
22:02Ja, der wird schon nicht so viele Schuhe haben. Das schaffen wir schon. Und die Stocklmech hat noch was von
22:09euch.
22:10Gilt? Moment.
22:12Also passt auf, ich habe was sehr Interessantes über die Frau Trann herausgefunden.
22:16Die wollte nämlich ihr eigenes Restaurant aufmachen.
22:20Ah, dann hat es also doch genug von Ihrer diebischen Chefin.
22:23Die hat ein bisschen was angespart, ist zur Bank gegangen und hat eine Kreditanfrage gestellt.
22:27Aha. Ja gut, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, ist ja erstmal nicht unbedingt kriminell, ne?
22:32Allerdings hat sie die Frage vor einer Woche gestellt.
22:36Und zwei Tage bevor die Frau Orgé ermordet worden ist, hat sie das Angebot gekriegt.
22:41Interessant. Und wo will sie dieses Restaurant eröffnen?
22:44Jetzt kommt's.
22:46Sie will das Restaurant Orgé übernehmen.
22:50Ach.
22:52Ja, vielen Dank, Frau Stockl.
22:53Sehr gerne.
22:54Herr Moor.
22:56Moor Ende.
22:58Stockl, du bist der Matz.
23:02Äh, auf geht's.
23:04Ja.
23:14Ihr seht schon.
23:16So, haben wir einmal eine Lieferung.
23:19Und dann wollte ich gleich fragen, wie es bei dir mit den Schritten ausschaut.
23:22Wobei, kann ich ja selber nachschauen.
23:274.149.
23:28Ei, ei, ei, ei, ei.
23:30Das ist voll ein bisschen wenig.
23:32Vor allem im Vergleich mit meiner.
23:3711.352.
23:38Da musst du voll ein bisschen strecken, geh, wenn du nicht wieder magst.
23:41Aber hast du noch Zeit bis morgen früh um 10?
23:44Wobei, ehrlich gesagt, Joe, ich glaub, da hast du, wie heißt's nochmal, wie warst du diese kleinen Essigurken?
23:51Keine Chance.
23:52Genau, Joe.
23:53Keine Chance.
23:56Wir sind uns am Siegerprotest.
24:03Hallo, Joe.
24:04Was war das denn für einer?
24:06Das.
24:07Das war der Andy.
24:09Mein Lieferant.
24:11Der Joe hat mit dem anderen in Wette laufen.
24:13Wer mehr Schritte am Tag macht, kriegt Karten fürs Pokalfinale.
24:17Na dann würde ich mal mit Joggen anfangen.
24:19Siehst du, hab ich doch gesagt.
24:21Sag einmal, hast du nicht irgendwas in deinem Labor, was meiner Fitnessuhr weiterhelfen kann?
24:26Irgendeine Maschine, die diesen blöden Schritt für mich erledigt.
24:32Taumelmischer.
24:33Ein was?
24:34Ein Taumelmischer.
24:35Das ist so eine Art elektrische Wippe.
24:38Wenn man da die Fitnessuhr drauflegt, dann denkt die Uhr, das Wippen wären Schritte.
24:43Helena, das war ja mal Rettung.
24:46Was willst du denn trinken?
24:51Ja, stimmt.
24:52Ich hab überlegt, das Orgé zu übernehmen.
24:54Ja, was sie jetzt, wo Frau Orgé tot ist, bestimmt problemlos können.
24:58Wieso wollten sie eigentlich Call 1, neines Restaurant, eröffnen?
25:01Die Küche hier ist schon komplett auf meinen Stil zugeschnitten.
25:05Ja.
25:06Und?
25:09Ich hab Frau Orgé in den Vorschlag gemacht.
25:12Ich übernehme das Orgé und sie bekommt dafür meine Rezepte ganz offiziell für ihr Kochbuch und setzt sich zur Ruhe.
25:18Ja, natürlich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Orgé damit einverstanden war.
25:22Das Restaurant ist doch scheinbar eine Goldgrube.
25:24Ja, und macht deswegen auch sehr viel Arbeit.
25:27Frau Orgé war jetzt auch nicht mehr die Jüngste und hatte genug Geld, also der perfekte Zeitpunkt, um aufzuhören und
25:33das Leben zu genießen.
25:35Und ich kann immer wieder neue Rezepte erfinden.
25:42Also, das passt mir alles zu gut zusammen.
25:45Erst ist das Restaurant für Frau Orgé der Weg zu Ruhm und Reichtum und dann wird sie plötzlich in Rente.
25:49Also, wenn die Frau Orgé gar nicht an einem Deal interessiert gewesen ist, hat die Frau Tran sich ja vielleicht
25:54aus dem Weg gerammt, um an das Geschäft zu kommen.
25:56Das können wir leider noch nicht beweisen.
25:58So schaut's aus.
26:00So, Viz, ja, für die KTU.
26:02Jawohl.
26:03Michi, wir kommen gerade zum Herrn Kim.
26:07Das ist unglaublich, wie viele Schuhe ein Mann haben kann.
26:10Der hat Straßenschuhe für Regen, für Sonne, für Sandsturm.
26:14Dann hat er Hausschuhe.
26:15Ja, und ein besonders scharfes paar Turnschuhe.
26:18Warte, stopp, was heißt besonders scharf?
26:20Na, weil da die Gochujang-Soße drauf ist auf der Solle.
26:22Ach, ja, und ich möchte der Laboranalyse nicht vorgreifen, aber ich glaube, das ist die Soße vom Tatort.
26:27Gut. Jungs, gute Arbeit. Michi, dann kannst du den Herrn Kim direkt einmal zur Vernehmung bringen.
26:32Der ist fast schon da. Nicht schlecht im Ohr, ne?
26:35Ach so.
26:36Na, bitte, dir auch.
26:38Ja.
26:39Bitte.
26:40For a second.
26:43Elena, ich habe hier...
26:45Ah, die kenne ich doch. Das ist doch die Fitnessuhr, die Joe tragen muss, wegen dieser Wette.
26:50Allerdings. Ich habe sie an diesen Taumelmischer montiert.
26:54Und jetzt denkt die Uhr, der Joe läuft mit ihr durch die Gegend.
26:57Du misst das als Schritte. Guter Trick.
27:00Was ist deine Idee?
27:01Wie kommst du denn da rauf?
27:03So, ich habe jetzt einen Termin in der Stadt. Bis um fünf sollten das mehr als genug Schritte sein.
27:07Ja, dann viel Erfolg.
27:08Du, was ich dir zeigen wollte.
27:10Ich habe hier ein paar Akten.
27:11Und jetzt...
27:19Na gut.
27:20Ich gebe es ja zu.
27:22Ich bin gestern Nacht ins Restaurant Oschi eingebrochen.
27:25Ah.
27:26Aber ich habe Frau Oschi nicht getötet.
27:28Ja?
27:29Dann erzählen Sie uns doch mal, was wirklich passiert ist.
27:31Aber diesmal bitte alles.
27:32Ich wollte doch nur Frau Transrezepte.
27:36Einer Ihrer Hilfsköche hatte mir erzählt, dass sie ihre neuesten Ideen in einem Notizbuch im Restaurant bewahrt.
27:41Da wollten Sie einfach ein paar von diesen Ideen klauen und in Ihrem eigenen Restaurant nachkochen.
27:45Ja.
27:46Malti Tran ist einfach ein Genie.
27:47Das habe ich noch viel zu später erkannt.
27:49Ich hätte ihr schon in meinem Restaurant freihand lassen sollen.
27:52Aber jetzt, wo sie weg war...
27:54Ja, da haben Sie sich gedacht, so könnten Sie Ihre Kundschaft zurückholen.
27:57Späte Rache.
27:58Aber als ich in die Küche kam, war Frau Oschi schon tot.
28:02Ich schwöre es.
28:04Ich habe es mit Angst zu tun bekommen, bin abgehauen.
28:06Ja, bissl dünn, mon er's nicht?
28:08Genau.
28:09Und deswegen, Herr Kim, behalten wir Sie bis auf Weiteres hier.
28:11Vielleicht fällt Ihnen ja noch was Stichhaltigeres ein, was Sie vielleicht sogar entlasten könnte.
28:27Oh, nein.
28:46Frau Grasegger?
28:48Ja?
28:49Ich habe meine Schlüssel in der Rechtsmedizin liegen lassen und jetzt ist schon abgeschlossen.
28:53Sie meinen, Sie haben Ihre Schlüssel drinnen vergessen?
28:55Ja, wie auch immer.
28:56Jedenfalls müsste mir der Herr Winkler jetzt aufsperren.
28:59Der Herr Winkler kann Ihnen da nicht helfen.
29:01Nicht?
29:01Nein, der Herr Winkler ist auf einer Schulung.
29:03Auf einer Schulung?
29:05Ja, wenn ich's doch sag.
29:06Haben Sie keine Handynummer von ihm?
29:07Doch, doch.
29:08Na, also.
29:11Glaubst du das?
29:16So, ich habe jetzt endlich die Telefonliste von der Frau Tran.
29:19Das klingt doch so, als hättest du was herausgefunden.
29:22Allerdings.
29:23Also, die Frau Tran hat des Öfteren mit einer Nummer telefoniert.
29:26Und die gehört zu einem Georg Freier.
29:29Und der wiederum arbeitet beim Gesundheitsamt.
29:32Ach was.
29:33Der Mann vom Gesundheitsamt.
29:34Hat der uns nicht erzählt, dass er beide Restaurants kontrolliert?
29:37Das Kim und das Auger?
29:39Mhm.
29:39Läuft da vielleicht was zwischen den beiden?
29:41Also, was auch immer da läuft, das sollen die beiden uns am besten selbst erzählen.
29:45Ich knopf mir den Freier vor.
29:47Und ich mir die Frau Tran.
29:48Und ich ruf die an.
29:57Ja, Elena.
29:58Hallo.
29:59Wie schaut's aus?
29:59Wie viele Schritte hab ich schon?
30:00Joe, mir ist was ganz Blödes passiert.
30:03Der Herr Winkler hat heute früher abgeschlossen.
30:05Und jetzt komm ich nicht mehr an die Fitnessuhr ran.
30:07Und wo ist der Herr Winkler jetzt?
30:09Auf einer Schulung.
30:10Ich hab auch ein paar Mal probiert, ihn anzurufen, aber es geht nur die Mailbox ran.
30:14Ja, Mai, dann holst du die Uhr halt morgen früh.
30:15Hast du noch Zeit bis um 10?
30:18Servus, Elena.
30:18Hi.
30:20Ja, aber wenn der Taumelmischer jetzt die ganze Nacht durchläuft, dann kommen da um
30:23die, weiß nicht, 50.000 Schritte zusammen.
30:26Das wär ja mehr als ein Marathon.
30:27Und?
30:28Ich mein, wenn sich ein Warnspit wie ich einmal so richtig ansteckt, ja, ist ja eigentlich
30:32nicht so möglich, oder?
30:36Ja.
30:40Ja, ist richtig.
30:41Das mit Georg und mir ist was Ernstes.
30:44Ihr habt doch, in Ihrem Beruf hat man kein Zeit für Beziehungen.
30:46Wir wollten nicht, dass es jemand erfährt.
30:48Georg ist ja für die Hygienekontrollen im Orgé zuständig.
30:52Und ein Verhältnis mit mir, das könnte man auch als Verstoß gegen seine Dienstvorschriften
30:58auslegen.
30:59Hat die Frau Orgé davon gewusst?
31:00Nicht, dass ich wüsste.
31:02Warum?
31:03Warum?
31:04Frau Orgé hätte sie mit diesem Wissen natürlich erpressen können.
31:07Wenn es aufgeflogen wäre, hätte ich eine Verwarnung bekommen.
31:11Maximal ein Disziplinarverfahren.
31:13Aber dafür bringt man doch niemanden um.
31:17Wussten Sie, dass Frau Tran das Restaurant Rangé übernehmen wollte?
31:22Georg hat sich sehr für mich gefreut.
31:24Er hat sogar vorgeschlagen, mich finanziell zu unterstützen bei der Übernahme.
31:28Aber ich habe abgelehnt.
31:30Wir sind doch erst seit zwei Monaten zusammen.
31:32Maiti ist eine sehr unabhängige Frau.
31:35Und genau das liebe ich an ihr.
31:43Wiedersehen.
31:44Wiederschauen, Frau Tran.
31:47Ah.
31:49Und, Herr Kollege?
31:50Ja, scheint echte Liebe zu sein.
31:53Allerdings, wenn er ihr nach zwei Monaten Beziehung gleich mit so viel Geld helfen will.
31:57Ja, bringt uns das aber auch nicht voran.
31:58Na, Feierabend?
32:00Ja, machen wir morgen weiter.
32:02Vielleicht ist dann Herr Kim auch etwas mitteilsamer.
32:04Und hoffentlich bei guter Laun.
32:13Also, habe ich das richtig verstanden, weil du deine Schritte zwar nicht schaffst,
32:16macht das jetzt Elena mit ihrer Maschine?
32:17Genau so schaut's aus.
32:19Ja, das macht tatsächlich einen Spitzensportler aus dir.
32:22Ja, ja, ja, ihr lacht's nur.
32:24Morgen in der Früh hole ich die Uhr ab und dann wird er an die Verneider blassen.
32:28Die Elena hat gesagt, dass diese Maschine einen ganzen Marathon für mich läuft.
32:32Also, das ist...
32:33Gut, dann nehme ich jetzt noch einen Rotwein.
32:35Aber lauf nicht gleich bis zum nächsten Großhändler.
32:37Ah, du Scherzkeks.
32:57Nee, das musst du mir nochmal erklären.
32:59Also, deine Uhr läuft jetzt allein in der Rechtsmedizin.
33:02Nein, ja, quasi...
33:05Es ist ja so, Hannes, da bist du ja.
33:08Hast du den Schlüssel?
33:09Ich habe immer alle Schlüssel.
33:11Der Herr Winkler kann jetzt wirklich nichts dafür.
33:13Er war auf einer Schulung über Schließsysteme.
33:16Ach ja, du wirst du Gott.
33:17Ja.
33:18Und da habe ich mein Handy natürlich ausgehabt.
33:21Das will ich mir gar nicht vorstellen.
33:22Na.
33:22Wenn du auf Vortrag läufst und mein Handy klingelt.
33:25Ja.
33:25Das wäre peinlich.
33:26Ja, das war peinlich.
33:27Erkannt mir jetzt die Uhr, Winkler.
33:29Ja.
33:30Du hast den Schlüssel, gell?
33:32Verrückt.
33:49Also, wenn Sie jetzt dauernd in Luxusrestaurants ermitteln, kann ich froh sein, dass Sie mein Frühstück überhaupt noch anschauen.
33:56Frau Hofer, Ihr Frühstück schlägt jede Spitzen was von mir.
34:00Aber nur wegen der grünen Luft und dem schönen Ausblick, gell?
34:04Oh.
34:06Kaya?
34:10Ach was, der Herr Kim will uns was mitteilen.
34:13Da bin ich ja mal gespannt.
34:15Bis gleich.
34:17Frau Hofer, ich glaube, ich muss jetzt leider auf Ihr Sternefrühstück verzichten.
34:22Schade.
34:23Ja.
34:26Für Sie.
34:27Nein.
34:32Und, hat's geklappt?
34:33Wie viele Schritte sind auf der Uhr?
34:35Ich hab, ehrlich gesagt, noch gar nicht nachgeschaut.
34:37So, mein Freund, dann wollen wir mal schauen, wer unsere drei gewonnen hat.
34:41Mein Uhr sagt, uh, 37.644 Schritte.
34:47Wie hast du denn das gemacht?
34:48Ja, ich hab mich gestreckt.
34:49Bin nachher rund um Simsi gelaufen.
34:51Ge, ge, ge, ge, ge, du, Simsi.
34:53Freiläscher, ja.
34:54Die Uhr lügt nicht.
34:55Die speichert sogar den Verlauf, wann die Schritte gemacht wurden.
34:59Also, das, das, das konnte ich auch.
35:01Die Uhr kann alles.
35:02Bei mir zum Beispiel gestern zwischen 9 und 11 Uhr 21.000 Schritte.
35:07Simsi.
35:08Mhm.
35:08Sollen wir mal schauen, was du zusammengestolpert hast, he?
35:1551.000 Schritte.
35:17Ja.
35:18Im Leben nicht.
35:19Doch, ich war beim Nachttraining vom Sportverein.
35:23Flutlichtmarathon sozusagen.
35:25Flutlichtmarathon.
35:25Ich schau einfach mal in den Verlauf rein, oder?
35:29Von wegen.
35:31Laut Verlauf hast du dich gestern die ganze Nacht durchbewegt.
35:33Ohne Pause.
35:35Ohne Schlaf.
35:35Ja, dafür gibt's eine Erklärung.
35:37Ja, die Erklärung kenn ich schon.
35:38Du hast beschissen.
35:39Das heißt, du hast verloren.
35:40Und das heißt, ich gewinne die Tickets fürs Pokalfinale.
35:45Aber was, was, da können wir jetzt ein Champagner drauf.
35:51Ja, ja.
35:53Ah ja, danke, Frank.
35:55Herr Kim, guten Morgen.
35:57Bitte schön.
36:01Ja, was verschafft uns denn die Ehre?
36:10Es läuft nicht immer alles sauber im Restaurantgeschäft.
36:13Das gebe ich zu.
36:14Auch bei mir nicht.
36:16Aber bevor ich mir einen Mord anhängen lasse.
36:19Mir ist ein ganzes Ohr.
36:22Vor ein paar Jahren hatten wir im Restaurant ein kleines Hygieneproblem.
36:26Nicht in der Küche, in den Lagerräumen.
36:28Sie können es sich vorstellen.
36:30Und dann, dann...
36:31Na ja, das ist bei einer Kontrolle festgestellt worden.
36:34Und damit das nicht publik wird, haben wir eine Abmachung getroffen.
36:37Nehmen Sie jetzt mit dem Gesundheitsamt oder mit dem Herrn Freier persönlich?
36:41Nur Freier.
36:42Er hat mir das vorgeschlagen.
36:43Mir und einem ganzen Dutzend anderer Gastwirt hier in Rosenheim.
36:46Die ein ähnliches Problem gehabt haben, angeblich.
36:49Wow.
36:50Eiskalte Korruption, mitten im Gesundheitsamt.
36:53Und was hat sich der Herr Freier den Service kosten lassen?
36:575.000 Euro pro Jahr.
36:585.000 Euro?
37:00Und wenn sich dann mehr Gastwirte haben bestechen lassen, da kommt da ordentliche Summe zusammen,
37:05verglichen mit dem, was beim Restaurant normal im Jahr umsetzt und das Peanuts.
37:09Also, das war gut angelegtes Geld.
37:11Aha.
37:13Wissen Sie zufällig, ob Frau Orger ebenfalls Schmiergeldzahlungen an Herrn Freier geleistet hat?
37:17Liegt doch nahe.
37:18Er hat am liebsten die absoluten Spitzenrestaurants ausgepresst.
37:22Ah.
37:24Ja, also danke für Ihre Ehrlichkeit, Herr Kim, aber das müssen wir natürlich erstmal alles überprüfen.
37:28Ist klar.
37:28Ah, Frank, bitte.
37:30Wiedersehen.
37:33Das war doch der Herr Kim, oder?
37:35Ja.
37:36Aber rätst du mir da oder nicht?
37:37Ja, das wissen wir noch nicht so genau.
37:39Aha.
37:40Aber er hat uns da auf eine neue Spur gebracht.
37:42Stichwort Schmiergeldaffäre.
37:45Schmiergeld kommt mir bekannt vor.
37:47Wie jetzt, Michi?
37:48Du auch?
37:49Nein, bis jetzt noch nicht.
37:51Passt auf.
37:52Ich war gestern beim Stammtisch von der Freiwilligen Feuerwehr.
37:56Und im Saal nebenan, da üben immer die Plattler.
37:58Also die Schuhplattler.
38:00Und da ist einer gekommen mit so einer Uhr, mit der man Schritte zählen kann.
38:04Wie jetzt?
38:05So eine Fitnessuhr?
38:06Ja, genau.
38:07Der hat nämlich eine Wette am Laufen, wer am Tag mehr Schritte zusammenbringt.
38:12Und wisst ihr, wie der seinen Konkurrenten ausgestochen hat?
38:15Mit Schmiergeld.
38:16Der hat die Plattler bestochen.
38:18Hat er gesagt, da habt ihr mal 100 Euro.
38:20Und dafür übt sie den ganzen Abend mit derer Uhr auf dem Haxen.
38:24Was da Schritte zusammenkommen?
38:26Millionen!
38:27Aha.
38:27Ich glaube, ich kenne jemanden, den das brennend interessieren wird.
38:36Da hast du was gut bei mir, Sven.
38:39Danke, Rüchzi.
38:40Servus.
38:46Du, Andi.
38:48Jetzt schau es so aus, dass es doch nichts wert wird mit deinen Finaltickets.
38:52Spätzi.
38:54Spielschulden sind Ehrenschulden, gell?
38:55Ja, ja.
38:56Aber das mit der Ehre, gell, das ist halt so eine Sache.
39:00Ich meine, es stimmt schon, dass ich dich aufs Kreuz legen wollte.
39:04Aber ich wollte halt nur einen Betrüger betrügen.
39:08Wie meinst du das?
39:10Da sag ich nur ein Schuhplattler.
39:13Du hast beschissen, Andi.
39:16Du hast auch beschissen.
39:17Aber du auch.
39:19Sieht so aus, als hätte keiner von euch die Karten verdient.
39:23Noch ein Glas Champagner.
39:29Ein Daumelmischer.
39:30Ich weiß nicht, was es gibt.
39:32Der Jones seine Schnapsideen.
39:33Ja, aber immerhin hat er sich ein bisschen bewegt.
39:35Das ist auch gut für die Gesundheit.
39:38Apropos Gesundheit.
39:39Ich habe ein bisschen rumtelefoniert.
39:41Ah, und?
39:42Hat es was gebracht?
39:44Und wie?
39:47Geht es noch mal um Frau Trang?
39:49Eher darum, mit welchem Geld Sie die Frau Trang unterstützen wollten.
39:54Was soll das denn jetzt bedeuten?
39:56Korruption, Herr Freyer.
39:57Sie kassieren doch schon seit Jahren bei einem ganzen Dutzend der Rosenheimer Gastwirte ab.
40:01Ach, das ist doch absurd.
40:02Eine völlig haltlose Behauptung.
40:04Ne, ne.
40:05Wir haben das ganz eidesstattlich von Herrn Kim.
40:07Und wir haben natürlich auch ein bisschen rumtelefoniert.
40:09Die Frau Orgier hat keine Lust mehr gehabt zu zeugen, stimmt's?
40:13Hat sie ihn doch damit gedroht, sie aufliegen zu lassen, hm?
40:15Wegen Korruption im Staatsdienst.
40:17Das bedeutet eine Kündigung, Verlust der Pensionsansprüche und natürlicher Strafverfahren.
40:25Wir haben hier Kontoauszüge, Herr Freyer.
40:27Wenn man Ihre Einzahlung mit den Abhebungen von Frau Orgier vergleicht, kann man ganz leicht sehen, das sind Schmiergeldzahlungen.
40:36Wissen Sie eigentlich, wie das ist?
40:40Wenn man täglich diese Luxustempler lebt?
40:45Der Mast servierten, feinstes Geschirr und das köstliche Essen.
40:54Aber das Miststück von Madame Orgier wollte mir plötzlich alles kaputt machen.
41:00Sie hat den Spieß einfach umgedreht.
41:03Ich sollte ihr Geld zahlen, damit sie den Mund hält.
41:08Sie wollte 50.000 für ihr schweigen, aber früh oder später hätte sie ja doch geredet.
41:16Und da haben sie sich abends im Orgier verabredet, zur Geldübergabe.
41:21Sie hat mir sogar noch ein Dessert serviert, damit die Niederlage ein bisschen süßer schmeckt, hat sie gesagt.
41:30Das berühmte Einhorn von Frau Tran.
41:36Gut, Herr Freyer, dann sind Sie jetzt vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts,
41:40Marielle Orgier stochen zu haben.
41:42Yannick, bitte.
41:46Bitte.
41:53Eine geschmolzene Tatwaffe.
41:55Einmal was Neues.
41:57Wenigstens sind uns die anderen Beweise nicht geschmolzen.
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