Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 6 Stunden
Die Rosenheim-Cops (159) Staffel 9 Folge 5 - Tod eines ehrenwerten Mannes
Die Rosenheim-Cops (159) Staffel 9 Folge 5 - Tod eines ehrenwerten Mannes
Die Rosenheim-Cops (159) Staffel 9 Folge 5 - Tod eines ehrenwerten Mannes
Die Rosenheim-Cops (159) Staffel 9 Folge 5 - Tod eines ehrenwerten Mannes

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:01Jasmin, Marlene hier. Du, kannst du sofort kommen?
00:04Der Gernot kommt immer noch nicht zur Arbeit und er müsste längst da sein.
00:08Ich hab geklopft, angerufen, sein Wagen steht auch vor der Tür.
00:11Also, irgendwas stimmt hier nicht.
00:13Jetzt reg dich ab, ich. Ich raue mal sofort.
00:16Tut mir leid, ich muss los.
00:18Schauen Sie sich die Sache noch mal in Ruhe an.
00:21Ich merke mich später noch mal, ja?
00:23Stimmt so.
00:25Äh, ja, danke.
00:27Danke.
00:29Entschuldigung, Entschuldigung.
00:31Moin, moin.
00:32Servus.
00:33Dein Vater sitzt schon auf heißen Kohlen.
00:38Wo ist Marlene?
00:39Da oben.
00:40Ah ja.
00:44Der ist noch nicht runtergekommen.
00:46Gernot?
00:53Hörst du? Es läuft Musik.
00:55Vielleicht hat er sich kurz hingelegt.
00:56Ach, was macht er doch sonst?
00:57Ich weiß nicht.
00:58Gernot?
01:02Marlene, hoch die Polizei.
01:15So, danke bitte.
01:18Spezielles Joghurt-Dressing, kein Öl.
01:21Der Franz hat extra wegen dir sein Dressingwissen aufgefrischt.
01:24Also keine versteckten Kalorien, Corbinian.
01:27Danke, Bici.
01:28Ich bin beeindruckt.
01:31Das ist natürlich die allerbeste Art abzunehmen.
01:33Das Essen gleich gar nicht anrühren.
01:35Wer stört?
01:36Der Hofer.
01:37Ich störe Sie ungern beim Mittagessen, aber es gab er da leicht.
01:41Dann werden Sie den Hansen zuerst informieren.
01:43Ja, das ist schon passiert.
01:44Und der hat gemeint, ich soll Sie zuerst informieren.
01:46Jetzt habe ich Sie beide zuerst informiert.
01:48Mein Essen ist gerade gekommen.
01:49Ich komme dann nach.
01:50Ja, das meint der Hansen auch, dass er nachkommt.
01:53Und wer kommt jetzt?
01:55Jetzt kommt der Mühe.
01:56Hey, hat der Michi sehr lieber gestern mich schon gegessen?
01:59Ja.
02:00Dann soll ich Sie auf den Weg machen.
02:02Ja, Herr Hofer, und vergessen Sie nicht zur Nachspeise Firma Susa, Alpenstraße Nummer 15, gell?
02:07Ja, jetzt bin ich noch beim Hauptgang. Servus.
02:10So, Michi, jetzt musst du hier halten.
02:12Habe ich das jetzt richtig verstanden?
02:14Wir haben einen neuen Fall und die beiden Herren wollen sich beim Mittagessen nicht stören lassen.
02:19Also, so geht es nicht weiter, Frau Hartmann. Da müssen wir was unternehmen.
02:22Wir?
02:23Wir? Ich habe Herrn Hofer keinen Freibrief erteilt.
02:26Wovon reden Sie da?
02:27Davon, dass Hofers Schwester jetzt zur Verwaltungsdirektorin der Musikakademie gewählt wurde.
02:32Und davon, dass Hofer im Gegenzug dazu jetzt frei über seine Arbeitszeit verfügen darf.
02:36Wie soll ich da eine Regelung finden, die nicht von Hofer torpediert wird?
02:39Ich bin gespannt, wie das erst wird, wenn Hansen weg ist.
02:42Was? Der Hansen geht!
02:44Wer hat damals gerade an ihn gewöhnt?
02:46Nein, nein, es handelt sich jeweils nur um einen Urlaub.
02:49Ich habe aber weit und breit keinen Antrag gesehen.
02:51Ja, ist auch ein spezieller Urlaub, also.
02:55So.
02:57Ja, ja.
02:58Einen guten Appetit.
02:59Dankeschön.
03:00Danke.
03:00Sieht gut aus.
03:05Sag mal, wann fährst du eigentlich wieder nach Hause?
03:10Übermorgen.
03:12Ich möchte, dass du mitkommst.
03:15Ja.
03:18Deshalb bist du also hier.
03:30Die Zwollhahn.
03:33Sven Olaf Hansen, Zwollhahn.
03:36Ich habe die Zwollhahn vor zwei Jahren in Auftrag gegeben.
03:40Davon weiß ich ja gar nichts.
03:41Trotzdem, es ist unser Projekt.
03:44Wovon ich gnädigerweise erst jetzt erfahre.
03:46Ich will, dass ein Hansen zur Mannschaft gehört.
03:50Das ist eine Rundsitzung, oder?
03:51Ja, danke.
03:54Danke.
03:57Da es nur uns zwei gibt, sprichst du von mir, denke ich mal.
04:01Drei Wochen Training in Neuseeland.
04:03Die Yacht ist schon überführt.
04:04Dann geht's weiter in die Karibik.
04:06Was ist, wenn ich Nein sage?
04:08Blase ich das Projekt ab.
04:10Verhökere die Yacht im Internet.
04:11Muss die Mannschaft entlassen.
04:12Der Name Hansen ist nichts mehr wert.
04:16Das kannst nicht einmal du wollen.
04:27Hier ist schon wieder.
04:29Ja, ist sehr gut.
04:51Wollten Sie da einpacken?
04:52Nein, ich stehe hier nur so rum.
04:55Dann passt's ja.
05:00Meine Herren, wo geht's, der Leiche?
05:02Alles klar, danke.
05:05Grüß dich, Erwin.
05:10Grüß Gott.
05:11Wo fährt ich bei Rosenheim?
05:12Mit wem habe ich Ehre?
05:14Marlene Koch.
05:15Ich bin die Assistentin von Gernot.
05:17Herrn Kranzler.
05:18Grüß dich, Kominian.
05:20Grüß dich, Mehe.
05:21Folgendes.
05:21Der Tote heißt Gernot Kranzler.
05:2338 Jahre alt ist er worden.
05:25Und er war der Chef von der Firma Sosa.
05:27Seine Wohnung befindet sich oben im ersten Stock.
05:30Und er selber liegt also in der Badewanne.
05:32Wie's ausschaut.
05:34Was schaut wie aus?
05:35Grüß Gott, Herr Hansen.
05:36Tag.
05:36Na, haben Sie einen Parkplatz gefunden?
05:38Auf Anhieb.
05:39Na, fein.
05:39Das ist die Marlene Koch.
05:41Das ist die Assistentin von Herrn Kranzler.
05:43Hauptkommissar Hansen.
05:44Hallo.
05:45Darf ich?
05:46Erfreulich.
05:47Danke.
05:47Wie's ausschaut, schaut's aus wie ein Unfall.
05:50Es ist nämlich ein Föhn in der Badewanne.
05:52Allerdings, die Frau Doktor Kern hat ihre Zweifel.
05:56Was stellt die Firma Sosa eigentlich her?
05:59Wir erfinden Gesellschaftsspiele.
06:01Gesellschaftsspiele? Welche Art?
06:02Kennen Sie das Spiel Saragossa?
06:04Nee.
06:07Die Spielsituation ist ein Kreuzfahrtschiff.
06:10Eben die Saragossa.
06:12Das war unser erstes Spiel.
06:14Ist noch immer unser Hit.
06:16Bei uns ist das Spiel hätte eher Räuber und Schandau.
06:19Wo ist die Frau Doktor Kern?
06:20Die Frau Doktor Kern, die ist oben bei der Leine.
06:22Also beim Herrn Kranzler.
06:23Alles klar.
06:27Frau Dreher ist die Lebensgefährtin von Herrn Kranzler.
06:40Grüß Gott, Frau Doktor Kern.
06:41Hallo, Herr Hofer.
06:42Das ist doch mal ein Warnitzimmer, ne?
06:45Also ich finde ja die Warnitzimmer.
06:47Das haben Sie wieder recht.
06:49Der Herr Morden erzählt, dass der Notarzt Zweifel an einem Unfall gehabt hat.
06:52Zu Recht.
06:53Normalerweise föhnt man sich doch seine nassen Haare trocken, oder?
06:56Das habe ich auch schon gehört.
06:59Seine Haare sind seit gestern nicht nass gewesen.
07:02Woher wissen Sie das?
07:04Ja.
07:05Er ist mit Haargel gestylt.
07:06Das heißt, er hat sie vorher nicht gewaschen.
07:08Wozu braucht er also einen Föhn, wenn er seine Haare nicht gewaschen hat?
07:13Schauen Sie sich mal hier um.
07:15Nichts?
07:16Eben.
07:17Nichts bedeutet in diesem Fall sehr viel.
07:23Hermann, ist der NFI-Schalt im Sicherungskasten?
07:27Na, danke.
07:29Dann käme ich selbst mal in Frage.
07:32Ein Ross Kieler war der letzte Besuch, den Herr Kranzler gestern hatte.
07:35Wer ist das?
07:36Ein Geschäftsmann aus den Staaten.
07:38Der wollte irgendwie mit uns ins Geschäft kommen.
07:40Ich hatte den Eindruck, der interessierte sich nur für unseren Klassiker, Sarah Gossa.
07:45Frau Dreher fand es auch merkwürdig, aber mehr weiß ich nicht.
07:48Wann hat er den Termin gehabt?
07:50Hier steht 20 Uhr.
07:52Ob der wirklich da war, keine Ahnung.
07:54Wir waren da alle schon weg.
07:55Wissen Sie zufällig, wo dieser Herr Kieler wohnt?
07:58Ja, der ist im Hotel Rosenheim abgestiegen.
08:01Hier, Dusch, Gel, Shampoo, Handtücher.
08:06Normalerweise legt man sich doch sowas an der Wanne zurecht, oder?
08:10Stimmt.
08:11Das Wasser ist auch nur Wasser.
08:14Und hat keinen Badezusatz.
08:16Aber ist das ein Beweis?
08:20Also es war kein Unfall und auch kein Selbstmord.
08:26Dieser Mann ging nicht freiwillig baden.
08:31Frau Dreher, Hauptkommissar Hansen.
08:35Ich kenne Sie ja, woher?
08:37Wir sind heute zusammengerumpelt.
08:39Ah, ja richtig.
08:40Im Times Square, stimmt's?
08:42Genau.
08:45Sie sind die Lebensgefährtin von Herrn Kranzler?
08:48Ja.
08:49Sie arbeiten hier.
08:51Das ist richtig.
08:53Wohnen Sie auch zusammen mit...
08:55Nein.
08:56Ich habe eine eigene Wohnung.
08:58Wann haben Sie Ihren Kranzler zuletzt lebend gesehen?
09:02Gestern Abend.
09:03Gegen 19 Uhr, da habe ich die Firma verlassen.
09:06Dann haben Sie Herrn Kieler nicht mehr gesehen?
09:08Nein.
09:10Wissen Sie, warum es bei einem Treffen zwischen Kieler und Herrn Kranzler gegangen ist?
09:13Kieler wollte uns helfen, uns auf dem amerikanischen Markt zu platzieren.
09:18Und was ist daran merkwürdig?
09:21Frau Koch hat da was angedeutet.
09:23Frau Koch war mit der Sache gar nicht befasst.
09:26Kieler stellt für uns eine Chance dar.
09:29Er sagt, er kommt.
09:30Kieler?
09:31Jo.
09:31Gut.
09:55Vielen Dank, Mr. Kieler.
09:57Auf Wiedersehen.
10:08Vertrehen Sie, war das ein Mr. Kieler, mit dem Sie gerade gesprochen haben?
10:12Ja, Mr. Ross Kieler.
10:15Ross Kieler.
10:23Herr Kranzler hat die Firma Susa gegründet und Sie als seine Partnerin eingestellt, ja?
10:29Ich bin im Bereich Entwicklung tätig.
10:31Herr Kranzler war der Chef.
10:33Sie waren der kreative Kopf der Firma.
10:36Kann man das so sagen?
10:37Nein.
10:38Das waren wir gemeinsam.
10:42Das sind Sie.
10:43Ja.
10:46Das war vor sechs Jahren.
10:48Auf der Zarin Katharina.
10:50Damals habe ich noch als Animateurin gearbeitet.
10:53Da ist auch Herr Kranzler.
10:55Elba Stewart.
10:55Robert, wir haben uns auf dem Schiff kennengelernt.
10:59Da erzählte er mir auch das erste Mal von seiner Spielidee.
11:03Und Saragossa.
11:05Das ist nicht er erfunden?
11:07Das war seine Idee.
11:08Wir haben das Spiel dann ein Jahr später gemeinsam entwickelt.
11:13Er gründete die Firma Susa und Saragossa wurde geboren.
11:18Dann ist es ein großer Erfolg geworden.
11:25Ja, Herr Schargo.
11:30Das sind das hanseatische Parkmethoden, oder was?
11:33Nein, er kann heute nicht anders.
11:35Alles klar, wieder nicht.
11:38Das ist Frau Dreher, die ehemalige Lebensgefährtin und Mitarbeiterin von Herrn Kranzler.
11:42Das ist gut, Hofer.
11:43Mein Name.
11:44Mein Beileid, Frau Dreher.
11:46Dankeschön.
11:47Sie warten auf mich?
11:49Nein, ich stehe ja nur so rum.
11:51Wenn Sie nur so rumstehen, können Sie Frau Dreher mit aufs Kommissariat nehmen.
11:54Ich möchte eine Fahrt in meinem offenen Wagen nicht zumuten.
11:57Aber sehr gerne.
11:58Wenn Sie Ihre rote Peinlichkeit aus dem Weg fahren.
12:01Mach ich.
12:15Michi?
12:17Das ist der Herr Kehler.
12:19Das ist der Herr Kehler.
12:20Den hast du herbestellt.
12:21Der ist Amerikaner.
12:22Ja, das ist nur ein Problem.
12:24Du brauchst dich gar nicht bemühen.
12:25Der spricht nämlich besser Deutsch als du.
12:27Äh, please wait here.
12:30Warten Sie einfach.
12:31Das darf ja nicht wahr sein.
12:33Was?
12:34Ja.
13:03Frau Stocker.
13:0480iger.
13:05Warum muss der Herr Hansen eigentlich so schnell weg?
13:08Liebe Frau Stocker, das geht Sie jetzt überhaupt nichts an.
13:10Sie müssen nicht alles wissen.
13:11Wir sind aber bei der Polizei.
13:14Selbst die Polizei muss nicht alles wissen.
13:17Der Herr Hansen soll Regatta sehen.
13:19So?
13:19Ja.
13:20Zuerst in Neuseeland trainieren und dann geht's weiter in die Karibik.
13:24Na.
13:26Guten Tag.
13:28Hauptkommissar Hansen.
13:30Ross Kehler.
13:32Angenehm.
13:34Danke.
13:38Ähm, Sie wissen es schon?
13:42Ja, man hat mich informiert.
13:45Und war es wirklich Mord?
13:46Mhm.
13:48Wann haben Sie gestern Herrn Kranzler verlassen?
13:51Elf.
13:52Halb zwölf.
13:54Und das Treffen war rein geschäftlich?
13:56Ja, ich wollte mich als Türöffner für den amerikanischen Markt anbieten.
13:59Ein Spiel interessierte mich besonders.
14:02Liechtenstein.
14:03Ein Bogenspiel.
14:04Wissen Sie, das europäische Mittelalter steht bei uns Amerikanern immer noch hoch im Kurs.
14:09Aber Herr Kranzler konnte mir keine Zusage geben.
14:13Also meines Wissens haben Sie sich mehr für das Spiel Saragossa interessiert.
14:17Gab es dafür einen bestimmten Grund?
14:20Nein, das war nur Höflichkeit.
14:22Saragossa ist deren größter Erfolg.
14:24Ach so.
14:25Und beim Spiel Liechtenstein wollten Sie einsteigen?
14:28Ja.
14:29Aber es gab Probleme.
14:32Um das Spiel soll es einen rechten Streit gegeben haben.
14:36Wissen Sie da genau was drüber?
14:39Nein.
14:43Selbstmord.
14:45Nie und nimmer.
14:48Der Gernot, der liebte alles Leben.
14:51Und genoss es in vollen Zügen.
14:54Der war so voller Lebensfreude.
14:58Der sorgte für ein ganz tolles Arbeitsklima.
15:02Wir alle schätzten ihn.
15:05Er zahlte auch gut und hatte immer ein offenes Ohr für unsere Sorgen und Nöte.
15:11Er war also ein ehrenwerter Mann.
15:13Ja.
15:15Dass der sich umbringt.
15:17Ausgeschlossen.
15:19Wie war sein Verhältnis zur Frau Dreher?
15:21Also ich meine beruflich.
15:24Ausgezeichnet.
15:25Wirklich hervorragend.
15:27Sie war die kreative Kraft und er der Geschäftsmann.
15:32Alle wussten, was sie aneinander hatten.
15:38Sie wollten was sagen?
15:42Nee, nichts.
15:44Ich sehe doch, dass Ihnen was durch den Kopf geht.
15:47Sprechen Sie ruhig frei raus.
15:50Vor zwei Tagen, da wirkte Frau Dreher irgendwie nervös und irgendwie auch so kühl zugleich.
15:59Allgemein oder nur dem Herrn Kanzler gegenüber?
16:02Herrn Kanzler gegenüber.
16:04Einer Regatta?
16:05Mhm.
16:06Der?
16:07Ja, genau der.
16:08Ich habe schon immer gesagt, dass der was Besonderes ist.
16:10Von wegen, sei Vater krank mich.
16:12Da hast du einen ganz schönen Schmarrn verzapft.
16:14Wer hat denn dir gesagt, dass du mir das glauben sollst?
16:16Ja, entschuldige bitte.
16:18Also ich finde den Namen Swolhan wirklich gelungen.
16:21Das klingt so nordisch.
16:23Skandinavisch.
16:25Swolhan?
16:29Wie lange haben Sie vor, in Rosenheim zu bleiben?
16:32Ich wollte heute Abend wissen.
16:34Ach so, das geht leider nicht.
16:36Wir geben Ihnen Bescheid, wann Sie fahren können.
16:38Wiedersehen.
16:41Wiederschauen, Frau Koch.
16:43Frau Dreher.
16:45Wollen Sie?
16:46Nein, das heißt, wieder ich schnappe Ihnen alles vor der Nase weg.
16:50Dann vielleicht zusammen.
16:51Nein, das will ich dir auch sagen.
16:56Frau Dreher, nehmen Sie bitte Platz.
16:59Wollen Sie zuerst, Kollege?
17:01Nein, nein, das ist überraschend.
17:08Frau Dreher.
17:11Was können Sie mir über den Rechtsstreit bezüglich des Burgenspiels Lichtenstein sagen?
17:17Einer unserer freien Autoren.
17:18Hartmut Lengsfeld behauptet, dass Germut, Herr Kranzler, ihm die Idee gestohlen habe
17:27und hat eine einstweilige Verfügung erwirkt.
17:29Haben Sie seine Adresse und Telefonnummer?
17:31Darf ich?
17:32Klar.
17:35Dankeschön.
17:38Deshalb war ich heute Mittag auch im Times Square.
17:41Ich habe mich da mit ihm getroffen.
17:44Bitte sehr.
17:45Danke.
18:13Ich bleibe noch ein paar Tage. Kann ich wieder in mein Zimmer?
18:18Ja, das ist möglich, Mr. Kieler.
18:21Fine.
18:24Mr. Kieler.
18:27Olaf Hans von der Reederei Hansen in Hamburg.
18:30Wir sind uns vor zwei Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff begegnet.
18:35Dominikanische Republik, Kuba, Key West.
18:38Oh, richtig. Ich erinnere mich. Natürlich.
18:41Wir saßen zusammen beim Käpt'n, der ich als Gast Sie inkognito.
18:46Wusste ja nicht jeder wissen, dass ich der Räder des Schiffes bin.
18:50Oh.
18:50Wollen wir nicht etwas trinken?
18:52Tut mir leid, ich...
18:54Was machen Sie hier?
18:56So weit weg vom Meer.
18:58Mein Sohn geht auf eine große Regatta.
19:00Ich habe ein Boot bauen lassen, die Swolhaar.
19:03Wollen wir nicht doch?
19:04Ich erzähle Ihnen gern davon.
19:07Nein.
19:08Ich...
19:09Ich wünsche Ihnen viel Glück mit Ihrem Boot.
19:11Danke.
19:16Ich dachte, Sie freuen sich auf die Herausforderung.
19:19Das tue ich auch.
19:21Mir schmeckt nur nicht die Art und Weise, wie diese Herausforderung zustande gekommen ist.
19:25Frau Stockel, ja.
19:26Bring es mir doch bitte in den Vorgang, Schmuttermayer.
19:29Ja, gleich.
19:31Ihr Vater ist und bleibt halt ein alter Strippenzieher.
19:36Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall, wie sagt man so schön, Mast und Schottbruch.
19:42Ich bin nur ein Teil der Mannschaft, mehr nicht.
19:45Ich bin überzeugt, wenn es nach Ihrem Vater ginge, dann werden Sie jetzt der Skipper.
19:50Aber zu unserem Fall.
19:53Wie schaut es denn aus?
19:55Also der Letzte, der Kranzler lebend gesehen hat, war Ross Kieler, ein amerikanischer Geschäftsmann.
20:00Aber warum sollte der Kranzler umbringen?
20:02Was macht Sie jetzt da so sicher?
20:05Einfach nur ein Gefühl.
20:06Aber wir prüfen natürlich nach, wann Kieler wieder im Hotel war.
20:09Ja, davon gehe ich aus.
20:10Und danach muss der Mörder in die Wohnung gekommen sein.
20:13Und wie?
20:14Einbruchspuren gibt es keine.
20:15Kranzler muss ihn reingelassen haben.
20:16Oder der Mörder hatte einen Schlüssel.
20:18Wie die Freundin von Herrn Kranzler, zum Beispiel.
20:20Zum Beispiel.
20:22Und Herr Kranzler ist nicht freiwillig in die Wanne gegangen.
20:24Der Täter muss ihn dazu gezwungen haben.
20:27Sie meinen mit einer Waffe?
20:29Genau.
20:31Ja?
20:32Lichtenstein ist meine Erfindung.
20:35Sogar der Name.
20:36Ich bitte Sie.
20:37IE statt I.
20:39Wo ist denn da der Herr?
20:40Der was?
20:41Ja, der Unterschied.
20:43Lichtenstein bloß mit I und Lichtenstein mit IE.
20:46Also wirklich, da hat er sich, weiß Gott, nicht in den Arsch aufgerissen.
20:49Was meinen Sie damit?
20:51Ja.
20:53Mühe gemacht, den Klau zu verbergen.
20:56Haben Sie sonst noch Belege, außer der Namensähnlichkeit?
21:02Wie denn?
21:04Alles, aber wirklich alles, hat er nur mündlich gemacht.
21:06Voll ausgehorcht hat er mich.
21:09Ich sag Ihnen, das hat er von vorn bis hinten.
21:11Da bin ich mir ganz sicher.
21:13Was? Von vorn bis hinten?
21:14Ja, geplant.
21:16Tja.
21:18Herr Lengsfeld, wo waren Sie letzte Nacht zwischen 24 Uhr und 2 Uhr morgens?
21:25Sag ich nicht.
21:27Das wäre aber besser.
21:29Sag ich aber nicht.
21:32Wieso nicht?
21:33Sonst halten Sie mich für...
21:37Na gut.
21:39Dann halte ich Sie eben für den Mörder, wenn Ihnen das lieber ist.
21:45Ich war im Wald.
21:47Also, Herr Lengsfeld, ich stehe auch gerade ein bisschen im Wald.
21:51Könnten Sie Ihre Aussage ein bisschen präzisieren?
21:55Bei Vollmond, da gehe ich durch den Wald, suche und sammle.
21:58Was, Pilze?
22:00Ideen.
22:02Bei Vollmond mache ich das immer.
22:04Nein, Schmuttermeier, wie ich sagte.
22:07Ja, Frau Stöckl.
22:10Ja, und dann hat der Mörder den Föhn in die Wanne geschmissen.
22:16Genau.
22:18Frau Dreher muss sich mit Kranzler irgendwie verkracht haben.
22:21Mehr wissen wir nicht. Sie lässt nichts raus, aber wir bleiben dran.
22:24Hat sie denn ein Motiv?
22:26Durchaus.
22:27Also, laut Kranzlers Testament erbt sich alle Rechte an den Spielen.
22:30Und die Geschäfte laufen gut.
22:31Vor allem Saragossa, dieses Kreuzfahrtschiff-Spiel.
22:34Das bringt viel Geld.
22:35Und hat sie ein Alibi?
22:37Nein.
22:38Sie war angeblich alleine.
22:39Was aber nicht ganz stimmt.
22:41Herr Mohr hat nämlich mit einem Nachbarn von ihr gesprochen.
22:43Und er sagt aus, dass in der Nacht vor dem Mord ein Wagen vor ihrem Haus gestanden hat.
22:47Ein alter R19 mit Münchner Kennzeichen.
22:50Ja?
22:52Ah, Frau Stöckl.
22:53Legen Sie mich doch bitte schon auf den Schreibtisch.
22:57Und von diesen R19 mit Münchner Kennzeichen gibt es noch 23 Stück.
23:01Herr Mohr geht der Sache nach.
23:02Ja gut, aber ist ja ausgesprochen merkwürdig.
23:04Warum hat sie diese Person nicht erwähnt?
23:06Wird sie doch entlasten.
23:08Ja, das frage ich mich auch.
23:09Und dann haben wir da noch einen freischaffenden Spieleentwickler,
23:12der behauptet, dass Kranzler ihm eine Spielidee gestohlen hat.
23:16Ja, danke, Frau Stöckl.
23:18Bitte.
23:20Ah, Herr Hansen.
23:25Ja.
23:27Hartmut Lengsfeld heißt der Mann.
23:29Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen,
23:30aber Herr Hofer hat den schon herbestellt.
23:32Ich werde gleich dazu stoßen.
23:55Ja.
23:59Hi.
24:01Wiedersehen.
24:04Herr Hansen.
24:05Halt, schluck.
24:06Herr Mohr.
24:07Draußen am Parkplatz.
24:08Da steht ein Renault 19.
24:10Und?
24:11Ein Renault 19 mit dem amtlichen Kennzeichen.
24:13Im TD 4112.
24:15Und wissen Sie, wem der kehrt?
24:16Wem?
24:17Dem Hartmut Lengsfeld.
24:18Sehr gut, Herr Mohr.
24:20Dann fragen wir diesen Lengsfeld doch gleich mal nach seinem Alibi.
24:23Die ist momentan.
24:24Aber hallo.
24:27Entschuldigen Sie, Herr Kollege,
24:28aber Herr Mohr hat gerade herausgefunden,
24:30dass der gesuchte R19 mit Münchner Kennzeichen
24:32bei uns auf dem Parkplatz steht.
24:35Ach, Sie sind Herr Lengsfeld.
24:37Hauptkommissar Hansen.
24:38Ist das Ihr Wagen?
24:39Ja.
24:40Und?
24:40Sie waren heute Mittag in Times Square.
24:43Und?
24:44Da haben Sie sich mit Frau Dreher getroffen.
24:47Ja.
24:47Und verboten?
24:49Und gestern Abend waren Sie bei ihr.
24:52Ja.
24:53Und?
24:53Auch verboten?
24:54Nein, nicht verboten.
24:55Warum haben Sie das nicht gesagt?
24:57Da haben Sie mich gefragt.
24:58Was wollten Sie bei Frau Dreher?
25:01Ja, was wohl?
25:03Hä?
25:03Reden.
25:05Sie sollte vermitteln.
25:06In dem Streit zwischen Ihnen und Herrn Kranzler?
25:09Ganz genau.
25:10Und im Times Square.
25:11Was wollten Sie da?
25:13Da hat sie mir Unterlagen gegeben.
25:15Zu was?
25:16Zum Spiel Lichtenstein,
25:18das Kranzler entwickelt hat.
25:20Ich sollte es mit meinen Konzepten vergleichen
25:22und prüfen, ob mein Vorwurf gerechtfertigt ist.
25:25Wie lange waren Sie bei Frau Dreher?
25:28Bis 22 Uhr, sowas.
25:30Und danach sind Sie in den Wald gegangen.
25:32Ja.
25:34Ideen sammeln bei Vollmund.
25:38Zwei Verdächtige mit Motiv.
25:39Ohne Alibi.
25:41Soll vollkommen.
25:49Und?
25:50Hat Ihr Sohn sich gefreut, mit dabei zu sein?
25:52Ja, sicher.
25:53Es wird ihn noch mehr freuen, wenn er erfährt,
25:55dass ich mit von der Partie bin.
25:57Was?
25:57Sie segeln mit?
25:59Als Navigator.
26:00Wie ist der Eigner, der Allingi macht?
26:03Sagen Sie es ihm aber nicht.
26:06Hey, moin.
26:07Ja.
26:08Dein alter Herr, doch Gott, wieder.
26:11Sollte sich ranhalten.
26:12Es bleibt am Ende nichts mehr für dich übrig.
26:14Eins nach dem anderen.
26:16Hör mal, heute Mittag war ein Pärchen hier an dem Tisch.
26:18Da haben Sie gesessen.
26:19Ich bin mit ihr an der Tür zusammengestoßen.
26:21Weißt du noch?
26:22Hast du da irgendwas mitbekommen?
26:24Außer, dass er anscheinend nicht sauen hat, kein nix.
26:28Wieso?
26:28Hat die Frau dem Mann zufällig irgendwelche Unterlagen gegeben?
26:31Ja, die hat ihm eine Mappe rübergeschoben.
26:34Aha.
26:35Da war eine Burg abgebildet.
26:37Sag mal, Diskretion gegenüber deinen Gästen ist nicht gerade deine Stärke.
26:41Ich muss ja wissen, mit wem ich es zu tun habe.
26:43Spionist Sie aus.
26:44Nein, ich interessiere mich für Sie.
26:47Rein menschlich.
26:48Verstehst du?
26:50Deswegen drücke ich dir auch die Daumen für deinen Segelreis in der Karibik.
26:55Ich gebe sie auf.
26:56Gib mir einen Rotwein.
26:56Sie haben sicher schon mitbekommen, dass mein Sohn und ich wie Feuer und Wasser sind.
27:02Das Einzige, was uns verbindet, ist die Leidenschaft zum Singeln.
27:07Deshalb das Ganze.
27:09Das heißt, Sie haben das alles, das Schiff bauen, die Mannschaft anheuern, sich für die Regatta melden, nur gemacht, um...
27:17Um meinem Sohn näher zu kommen, ja.
27:38Ich habe hier einen Job.
27:48Einmal Seelang zum Seelang.
27:50Ja, da trainieren Sie. Die Regatta ist dann in der Karibik.
27:53Wieso weiß ich denn nichts davon?
27:55Tja, du solltest netter zur Frau Stockl sein, dann hättest du das vor allen anderen gewusst.
27:59Ich bin immer netter zur Frau Stockl und ich schneide.
28:03Dann mehret auch mal wieder in den Urlaub.
28:06Das ist doch immer Urlaub.
28:10Urlaub auf dem Tauernhof.
28:11So, die Herrschaften.
28:13Ein Appetit für die Frau Wattmann.
28:15Danke.
28:16Und zwei Gläser Rotwein für die Familie Hansen.
28:20Danke.
28:22Grüß dich, Joe.
28:23Sehr gut, wie geht's?
28:25Guten Abend allerseits.
28:26Entschuldigung für immer ist die Störung, Herr Hansen, wir sind kurz mit Erinnerin.
28:30Es war halt wichtig.
28:31Setzen Sie sich.
28:32Hi, Sie hier.
28:34Das war nett, danke.
28:35Bitte.
28:36Folgendes.
28:37Ich war im Internet.
28:38Und ich habe etwas herausgefunden über den Rosskiller.
28:42Der ist eigentlich Immobilienmakler.
28:45Immobilienmakler.
28:45Ja.
28:46Davon, dass der irgendwelche Geschichten mit Gesellschaftsspielen nur so gemacht hat.
28:50Ich habe nichts gefunden.
28:51Der hat ein Maklbüro in Atlanta.
28:54Und ein Himbeerlimo für den Michi.
28:57Ah, das ist sehr nett von dir zu.
28:59Aber bitte ohne Eis, gell?
29:01Ohne Eis.
29:03Jetzt habe ich bei denen eine Angriffe in Atlanta.
29:05Es hat aber keiner abgehoben.
29:06Ja, und was ist das jetzt?
29:07Oder haben Sie noch was über Kiel herausgefunden?
29:09Herr Hansen, das Beste kommt erst.
29:11Der Rosskiller ist Mitbegründer von einer Organisation, die nennt sich VOS.
29:17Victims of the Sea.
29:18Und die kümmern sich um Leute, die sind sozusagen verschwundene Passagiere von Kreuzfahrtschiffen.
29:24Und davon gibt es zwei, viele.
29:26Und was hat das mit dem Fall Kanzler zu tun?
29:28Frau Ortmann, allein im Jahr 2006 sind mindestens 17 Menschen über Bord von Kreuzfahrtschiffen gegangen
29:35oder einfach spurlos verschwunden.
29:38So genau finden die ihre Statistiken.
29:40So, eine Himbeerlimo ohne Eis.
29:43Jo, jetzt passt's.
29:44Geh.
29:45Können ja Selbstmorde gewesen sein.
29:47Bei so vielen Fällen? Das glaube ich nicht.
29:49Das glaube ich auch nicht.
29:51Mord ohne Leiche. Ein perfektes Verbrechen.
29:56Und Sie meinen, dieser Rosskiller?
29:59Ja, das wissen wir noch nicht, Papa.
30:02Ich kenne Killer.
30:04Soll ich ihn unauffällig ausfragen?
30:07Herr Hansen, das war super.
30:10Wie gut, dass ich da bin.
30:26Ja, die Miriam?
30:29Im Namen Frau Stockel.
30:30Hansen hier.
30:32Sagen Sie mal, haben Sie zu Hause auch einen Computer?
30:34Ja, habe ich. Warum?
30:36Könnten Sie für mich im Internet recherchieren?
30:38Ach, und warum soll ich das von zu Hause aus machen?
30:40Sind Sie denn nicht zu Hause?
30:42Nein, ich bin noch in der Arbeit. Bin gerade auf dem Weg nach Hause.
30:45Na, das ist doch toll.
30:46Ja, es fragt sich nur für wen.
30:48Wenn Sie jedoch was anderes vorhaben, dann...
30:50Ja, schieß es los, Herr Hansen.
30:53Also, ich brauche Informationen über Victims of the Sea.
30:56Victim of the Sea.
30:58Aha, Moment.
31:07Jetzt habe ich Sie doch noch rumgekriegt.
31:09Sie sind wirklich hartnäckig.
31:11Ich hoffe, ich habe Sie nicht bei irgendwas Wichtigem gestört.
31:15Doch wissen Sie, für mich gibt es nichts Wichtiges mehr.
31:26So, super.
31:29Ja, was machen Sie denn noch da?
31:37Arbeiten?
31:38Ja, das sehe ich.
31:40Herr Achtziger, Sie machen mich ganz nervös.
31:44Wo soll es denn heute noch hingehen?
31:46Sie sind ja fast schon so schlimm wie ich.
31:49Ja, stimmt.
31:51Dann entschuldigen Sie bitte meine Neugierde.
31:55Die Türzusperren nicht vergessen, gell.
31:56So ein schimpfter Chef.
32:07Ihr Vater ist eine interessante Persönlichkeit.
32:10Da haben Sie sicher zwei gefunden.
32:12Sie sollten ihn ruhig mal näher kennen, Herr.
32:15Ja, natürlich, weil Sie ihn ja viel besser kennen als ich.
32:17Im Gegensatz zu Ihnen gibt er sich Mühe.
32:20Was Sie nicht sagen.
32:21Ich hätte gerne noch so einen Jummi-Jummi.
32:23Einmal Jummi-Jummi?
32:24Sehr gerne.
32:25Mein Vater ist übrigens nicht mehr da, ne?
32:27Wollte ich nur mal erwähnt haben.
32:29Wieso?
32:29Ja, nicht, dass Sie jetzt denken, Herr Junior nimmt alle Ihre Kosten hier.
32:33Ich mache das einfach wie Sie.
32:34Ich setze es bei mir ab als Dienstgespräch.
32:36Ja, natürlich.
32:37Also eher gehen noch da zwei Kamelherden gleichzeitig durch einen Nadel, oder?
32:40So schätzen Sie mich also ein.
32:43Guten Abend.
32:44Ah.
32:44Und?
32:45Ja, das Ganze war sehr aufschlussreich.
32:47Aber können wir das nicht unter vier Augen besprechen?
32:51Was wollen Sie trinken?
32:53So.
32:54Bitte.
32:55Ja, sowas?
32:56Ja.
32:57Gerne, Joe.
32:58Noch ein Jummi-Jummi für Frau Stockel, bitte, ja?
33:00Schon unterwegs.
33:03Sie entschuldigen mich?
33:07So.
33:08So.
33:08Ja?
33:10Letzten Endes habe ich vom Kieler auch nicht mehr rausgefunden als der Michi.
33:13Immobilienmakler und sonst nichts.
33:15Wie ich dann aber über die VOS recherchiert habe, Sie wissen schon, da ist ja der Kieler
33:20Mitbegründer.
33:21Und ich weiß auch warum.
33:23Erspannen Sie mich nicht auf die Folter.
33:25Der Kieler hat eine Tochter.
33:27Jane.
33:27So, einen Jummi-Jummi.
33:31Danke.
33:34Ja, dann passt alles.
33:37Ja, alles gut.
33:38Gut.
33:43Die hat eine Kreuzfahrt gemacht.
33:45Vor der portugiesischen Küste ist sie als vermisst gemeldet worden.
33:48Die haben das ganze Schiff durchsucht.
33:49Nichts.
33:50Dann haben sie die Seenotrettung verständigt.
33:52Nichts.
33:52Wie vom Erdboden verschluckt.
33:54Interessant.
33:57Aber das Beste kommt zum Schluss.
33:59Wissen Sie, wie dieses Schiff heißt?
34:04Etwa...
34:05Zarin Katharina.
34:12Jane hatte eine hässliche Scheidung hinter sich.
34:16Die Kreuzfahrt sollte in der Ablenkung sein.
34:19Sie wollte Europa sehen.
34:21An einer Idee weiterarbeiten, die sie zu Hause begonnen hat.
34:29Und noch einen?
34:33Nein, danke.
34:39Könnte Selbstmord?
34:43Nein.
34:45Sie war so voller Lebensruhe.
34:47Gerade nach der Scheidung.
34:49Sie hatte einen Job, eine Aufgabe.
34:52Nein.
34:54Unfall.
34:55Dass sie über die Railing geflogen ist?
34:59Nein.
35:02Sie ist dort ihrem Mörder begegnet.
35:08Das?
35:14Ich muss jetzt zweit.
35:15Danke für die Einladung.
35:19Gute Nacht.
35:20Gute Nacht.
35:21Ich bleibe nah.
35:31Danke.
35:32Danke.
35:36Du schläfst doch nicht schon?
35:39Ja, es wird dich interessieren.
35:52Jane Walker.
35:56Der Name sagt Ihnen was, hm?
36:00Ich frage Sie nochmal.
36:03Was war vor zwei Tagen zwischen Ihnen und Herrn Kranzler?
36:06Da war nichts zwischen uns.
36:08Es ging doch um Herrn Kieler.
36:09Genau gesagt um seine Tochter, Jane Walker,
36:11die vor sechs Jahren von einem Kreuzfahrtschiff spurlos verschwunden ist.
36:16Das Kreuzfahrtschiff war die Zarin Katharina.
36:20Das Kreuzfahrtschiff, auf dem zu jener Zeit Sie und Herr Kranzler beschäftigt waren.
36:23Und Herr Kieler hat das gewusst?
36:27Ich
36:30habe von all dem nichts geahnt.
36:35Gernot hatte diese Idee für Sarah Gossa.
36:40Eigentlich hätte es mir sofort auffallen müssen.
36:42Wie kommt jemand ohne jegliche Fantasie auf ein so raffiniertes Spiel wie Sarah Gossa?
36:47Das war nicht seine Idee.
36:52Kieler tauchte auf.
36:53Er
36:54erkundigte sich nach Sarah Gossa.
36:56Er
36:57er kannte Ideen und alte Skizzen, die nur Gernot und ich kennen konnten.
37:03Oder der wahre Erfinder von Sarah Gossa.
37:09Sarah Gossa
37:12muss die Idee von Kielers Tochter gewesen sein.
37:19Gernot hat die Idee geklaut und
37:22die Frau dann einfach über Bord geschmissen.
37:29Gernot hat die Idee von Kieler.
37:48Gernot hat die Idee von Kieler.
37:54Sie sind auf dem Markt erschienen.
37:55Sie meinen, Kielers Tochter hat das Spiel erfunden und Kranzler hat sie ihr gestohlen.
38:01Genau.
38:03Wir müssen ein Haftbefehl gegen Kieler beantragen.
38:05Das wird nicht einfach als amerikanischer Staatsbürger.
38:08Wer ist der Täter?
38:09Schauen Sie mal, da kommt er.
38:11Ich habe in Kieler einen Parkplatz getroffen.
38:13Ich will mit uns sprechen.
38:14Herr Kieler, kommen Sie bitte.
38:17Tag.
38:19Tag.
38:20Tag.
38:23Tag.
38:32In dem ist Kieler.
38:35Sie wollen mit uns sprechen?
38:39Sie wissen das doch schon.
38:41Wir wissen, dass die Immobilienhände sind und mit bisherigen Spielen die wirklich zusammenhalten.
38:47Also meine Tochter arbeitete bei dem Spieleverlag.
38:50Sie war Spielentwicklerin.
38:53Als sie die Reise auf der Zarin Katharina gemacht hat, hat sie da gerade ein Spiel entwickelt?
38:58Ja.
38:59Und dieses Spiel hieß Zaragoza?
39:02Es beruht auf Ihrem Entwurf.
39:07Ihre Tochter ist von einem Schiff verschwunden.
39:09Mit ihr auch das Spiel.
39:11Mein ganzes Vermögen gab ich an Privatdetektive.
39:14Damit sie Janes verschwinden, auf den Grund gehen nichts.
39:16Ich machte mich selber auf die Suche.
39:17Jahre lang, bis ich vor kurzem im Internet auf das deutsche Kreuzfahrtschiffspiel stieß.
39:25Zaragoza.
39:27Und Ihnen ist die frappierende Ähnlichkeit zu dem Spiel Ihrer Tochter aufgefallen?
39:31Von da an war es nicht mehr so schwer.
39:33Ich fand heraus, dass Kranzler als steward auf dem Schiff mitfuhr.
39:37Sie sind nach Rosenheim gefahren und haben sich als Spieleverleger ausgegeben.
39:43Ich habe mir eine Waffe besorgt.
39:48Keine Angst.
39:49Sie ist nicht geladen.
39:54Da wir das Büro beobachtet, hat er der Königungen eingezogen.
39:57Und als ich mir sicher war, bin ich zu Kranzler gegangen und habe ihm die Waffe unter die Nase gehalten.
40:02Und dann haben sie ihn gezwungen, dass er in die Bordwanne gesteckt.
40:05Er sollte eine Ahnung davon bekommen, wie es meiner Tochter gegangen ist.
40:10Nach zwei Stunden hat er gestanden.
40:16Er hat sie über die Railing geworfen, um das Spiel zu bekommen.
40:21Warum sind Sie nach der Tat nicht mehr ins Ausland?
40:24Wieso?
40:25Es war doch alles vorbei.
40:28Und jetzt, wissen Sie, ist mir alles egal.
40:33Sowas von egal.
40:36Herr Kieler, Sie sind vorläufig festgenommen.
40:38Der Ministerin in Tatverdacht hat sie einen Kranzler ermordet zu haben.
40:41Herr Mohr, abführen.
40:42Herr Kieler, willst du bitte mitkommen möchten?
40:49Kieler hat gestanden.
40:51Bitte.
40:52Kieler.
41:01Ja, meine Herren.
41:03Gratuliere.
41:04Gute Arbeit.
41:05Danke.
41:07Willst du mir auch was sagen?
41:09Gerd?
41:10Olaf?
41:12Herr Hofer?
41:14Es war mir eine Freude.
41:15Ganz meinerseits, Herr Hansen.
41:21Ja, dann gute Reise.
41:23Verirren Sie sich nicht auf den Weltmeern und vor allem ertrinken Sie nicht, gell?
41:26Ich versuch's.
41:26Und Sie halten mir die Stellung.
41:27Sowieso.
41:28Herr Hatziger.
41:29Herr Hansen, Wiedersehen.
41:31Keine Sorge.
41:32Mit seinem Vater als Navigator kann ihm ja nichts passieren.
41:38Was?
41:39Was höchst du?
41:40Herr Hansen, du bist Navigator auf der Svollahn.
41:42Ja.
41:43Einer musste ja sagen, wo's lang geht.
41:46Ja.
41:48Einer muss dir ja sagen, wo's lang geht.
41:49Ich versuch's.
41:50Hä?
41:50Wie?
41:50Nein.
Kommentare

Empfohlen