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  • vor 23 Stunden
Aktenzeichen aus Berlin und Brandenburg

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Transkript
00:17Untertitelung des ZDF, 2020
00:31Ein Mann auf Verfolgungsjagd, gleich wird er an den Jugendlichen ins Gleisbett stoßen, auf einem U-Bahnhof in Berlin.
00:38Die Attacke hätte tödlich enden können, doch zum Glück kommt gerade keine Bahn.
00:42Wer ist der unbekannte Schläger? Wir fahnden nach ihm. Mehr dazu später.
00:49Unser erster Fahndungsbeitrag heute ist ein Fall für die Mordkommission, ganz genau für die 6. Mordkommission in Berlin.
00:54Alles begann vor 13 Tagen, da wurde in Spandau eine Leiche gefunden, eine Wasserleiche, sie trieb in der Havel.
01:02Schnell war klar, es war kein Unfall, kein Ertrinken. Hier ist ein Mensch umgebracht worden.
01:07Deshalb hofft die Polizei jetzt auf Ihre Hinweise.
01:11Ein Foto ist von ihm geblieben. Von Oleksij Marenko. Er ist der Mann, der tot in der Havel gefunden wurde.
01:20Doch was ist dem 45-Jährigen zugestoßen?
01:24Bisher finden sich nur einige Details zu ihm. Anfang März lebt der Mann noch. Geht seinem Alltag nach in Berlin.
01:33Über seine Gewohnheiten wissen die Ermittler noch nicht viel.
01:36Nur, dass er sich am 1. Märzwochenende irgendwann fertig macht, seinen Wohnort verlässt, um nie wieder dorthin zurückzukehren.
01:46Zu den vielen Fragen, die in seinem Fall geklärt werden müssen, gehört, war er am 7. oder 8. März zu
01:53einem Treffen unterwegs, bei dem es einen Streit gibt, der eskaliert und aus dem Ruder läuft?
02:02Oder war der Tod von Oleksij Marenko geplant und die Tat gezielt ausgeführt?
02:09Fest steht bisher, hier an dieser Berliner Brücke treibt er im Wasser und wird schließlich entdeckt.
02:18So die Ermittler gegenüber Täter, Opfer, Polizei.
02:24Der 45-jährige ukrainische Staatsangehörige Oleksij Marenko wurde am Vormittag des 9. März in Berlin-Spandau tot aus der Havel
02:33geborgen.
02:34Es wird davon ausgegangen, dass er Opfer eines Tötungsdeliktes ist.
02:40Kurz danach wird sein Foto veröffentlicht. Die Ermittler hoffen auf Hinweise, die auch kommen.
02:47Einer führt zu diesem Berliner Bürohaus.
02:50Hier verdichtet sich in dieser Woche für die Polizei die Erkenntnis, man hat wohl den Tatort gefunden.
02:56Den Ort, wo der 45-Jährige wahrscheinlich ums Leben kam.
03:01Experten der Kriminaltechnik treffen ein, um in dem Gebäude akribisch Spuren zu sichern, die helfen könnten, den Fall aufzuklären.
03:09Dazu erklärt die Polizei.
03:12Aus ermittlungstaktischen Gründen geben wir keine Informationen dazu, um welche Spuren es sich handelt.
03:17Denn es könnte sich um Täterwissen handeln.
03:21Doch wer ist für den Tod von Oleksij Marenko verantwortlich? Und warum musste er sterben?
03:29Der Tatort, das Bürohaus, befindet sich im Westen Berlins, nahe der Spandauer Altstadt, in der Seeburger Straße.
03:38Gefunden wird der 45-Jährige aber rund drei Kilometer davon entfernt, und zwar in der Havel, an der Freibrücke.
03:45Die Heerstraße führt hier entlang.
03:50Irgendwie muss also der Leichnam von Oleksij Marenko vom Tatort zur Havel transportiert worden sein.
03:57Hat jemand am 8. März oder in der Nacht zum 9. März etwas beobachtet, das damit zu tun haben könnte?
04:04Zum Beispiel, wie etwas ins Wasser geworfen wurde?
04:11Es geht um den Bereich des Havelufers zwischen der Altstadt Spandau bis hin zur Freibrücke.
04:17Hier irgendwo wurde die Leiche ausgeladen. Hat das jemand zufällig beobachtet und sich noch nicht gemeldet?
04:25Wichtig sind für die Ermittler der Mordkommission auch Hinweise zum Opfer selbst.
04:30Es geht um Informationen zum Lebensumfeld des 45-Jährigen, zu seinen Freunden, Bekannten und Gewohnheiten.
04:39Wer weiß also etwas über Oleksij Marenko?
04:42Wenn Sie weiterhelfen können in dem Fall, setzen Sie sich bitte mit der 6. Mordkommission in Verbindung unter dieser Mailadresse.
04:55Manchmal kann es sehr lange dauern, bis Verbrecher für ihre Taten büßen müssen.
04:59Entweder, weil man sie viele Jahre nicht findet oder weil sie wegen anderer Verbrechen erst mal woanders in Haft sitzen.
05:05So ist das heute auch eben nachgefragt.
05:07Ab 2016 zog in Brandenburg eine Bande von Automatensprengern durchs Land.
05:11Es gab verheerende Schäden.
05:132018 wurde die Bande gefasst.
05:15Und erst jetzt konnte einer der Haupttäter verurteilt werden.
05:20Noch einmal wird der 49-Jährige in Handschellen ins Landgericht Frankfurt-Oder gebracht.
05:25Noch einmal geht es um seine Vergangenheit.
05:27Der Pole war Teil einer Geldautomaten-Sprengerbande, die monatelang in Brandenburg aktiv war.
05:34So das Gericht.
05:35Die Staatsanwaltschaft Frankfurt-Oder warf dem 49-Jährigen die Herbeiführung von Sprengstoff-Explosionen in Tateinheit mit schwerem Bandendiebstahl vor.
05:43Und so haben der 49-Jährige und seine Komplizen ihre Tatorte hinterlassen.
05:50Trümmer in Lübben, Eisenhüttenstadt oder Cottbus.
05:54Die Bilder aus dem Jahr 2016 zeigen, mit welcher Wucht hier immer wieder Geldautomaten gesprengt wurden.
06:01Die Bande ging dabei in der Regel gleich vor.
06:05Man hat erst Geldautomaten ausgespäht und dann ist man in einer Nacht-und-Nebel-Aktion dort hingefahren.
06:11Der Verluchtwagenfahrer blieb im Fahrzeug.
06:13Die anderen haben ein Gasgemisch in den Geldautomaten eingeleitet und dies dann gesprengt.
06:20Und mit dem Bargeld, was sie so erbeuten konnten, sind sie dann wieder gefahren.
06:24Auch in Lübben werden 2016 Tausende Euro erbeutet.
06:29Die rote Farbe weist damals aber darauf hin, dass die Scheine bei der Explosion verfärbt wurden.
06:35Nach dem roten Geld wurde bei uns in der Sendung genauso gesucht, wie nach den Tätern.
06:40Die Ermittler gehen von einer organisierten Bande aus, die derzeit vor allem im Süden Brandenburgs und in Sachsen unterwegs ist.
06:47Dieses Auto musste der heute 49-Jährige bei der Flucht mit seinen Komplizen 2016 in Lukau zurücklassen, nach einem Unfall.
06:57Als der Wagen in der Kriminaltechnik untersucht wird, finden sich Fingerabdrücke und DNA-Material.
07:03Die helfen den Tätern, auf die Spur zu kommen.
07:07Eine spezielle Ermittlungsgruppe wurde bei der Polizei gegründet.
07:11Denn 2016 und 2017 gab es zum ersten Mal in Brandenburg so eine massive Sprengserie von Automaten.
07:22Monatelang lief die Suche nach der Bande. Mit Erfolg.
07:272018 wurden der heute 49-Jährige und seine beiden Komplizen von Spezialeinsatzkräften verhaftet.
07:35Bei dem Einsatz in Polen und Deutschland wurde auch dieses typische Sprengwerkzeug gefunden.
07:43Genauso wie weitere Autos, die die Bande genutzt hat.
07:47Und auch Waffen konnten damals gesichert werden.
07:52Der 49-Jährige und seine beiden Komplizen kommen in Untersuchungshaft.
07:58Alle sind da schon vorbestraft.
08:00Wegen Raubes, wegen versuchter Tötung, wegen Hehlerei und auch wegen Beleidigung.
08:07Den einen Mittäter soll er im Gefängnis kennengelernt haben und mit ihm dann gemeinsam geplant haben, solche Geldautomaten-Sprengungen vorzunehmen.
08:16Ein Komplize ist bereits verurteilt worden zu einer mehrjährigen Haftstrafe.
08:23Der 49-Jährige kann erst jetzt in Frankfurt oder im Gerichtssaal sitzen.
08:29Denn?
08:30Der 49-Jährige befand sich zwischendurch in Strafhaft in Polen.
08:34Er hatte dort eine sechsjährige Haftstrafe wegen Betäubungsmittelhandel abzusitzen.
08:39Nachdem er dort entlassen wurde, wurde dann hier ein Auslieferungs- bzw. ein europäischer Haftbefehl eröffnet und er wieder in
08:48Haft genommen.
08:50Um ihn wegen der Automatenexplosionen zur Verantwortung zu zielen und einem Schaden von mehreren hunderttausend Euro.
08:57Richter und Schöffen sprechen ein schnelles Urteil, weil er ein Geständnis ablegt.
09:03Der 49-Jährige wurde wegen Herbeiführens von Sprengstoff-Explosionen in vier Fällen, in zwei Fällen in Tateinheit mit schwerem Bandendiebstahl,
09:13zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren und zwei Monaten verurteilt.
09:18Einer seiner Komplizen wartet noch auf sein Verfahren.
09:22Erst wenn auch für ihn ein Urteil gesprochen worden ist, dann ist die Sprengserie aus den Jahren 2016 und 2017
09:29endgültig aufgeklärt.
09:33Ja, auch diese Banden hat schon wieder etliche Nachahmer gefunden, wie hier im Dezember in Borgheide.
09:39Wie viele Automatensprenger aktuell unterwegs sind in Berlin und Brandenburg, lässt sich schwer sagen.
09:44Umso wichtiger ist es, genau hinzuschauen, wenn Sie in der Nähe von Banken oder Bankautomaten etwas Verdächtiges beobachten.
09:50Und sollte das der Fall sein, rufen Sie bitte sofort die 110 an.
09:58In der Fahne und Kompakt sucht die Polizei Brandenburg nach zwei Männern, die ein Portemonnaie, Bankkarten und viel Geld erbeutet
10:04haben.
10:05Die Masche ist altbekannt, aber leider immer wieder erfolgreich.
10:08Die Täter suchen in Supermärkten nach Taschen, die in Einkaufswagen abgestellt sind, dann werden die Kunden abgelenkt und oft wird
10:15unbemerkt zugelangt.
10:16So auch in diesem Fall. Wir schauen zunächst mal auf die Tatorte.
10:21Die liegen im Hafenland im Westen Brandenburgs in Nauen.
10:25Wobei eine ältere Frau am 9. September 2024 einkaufen, einen Discountmarkt in der Dammstraße.
10:31Es war ein Montag am frühen Nachmittag.
10:35Erst wurde ihr das Portemonnaie aus der Tasche im Einkaufswagen gestohlen, samt Bankkarte.
10:39Und dann kurz darauf wurde im Stadtzentrum Geld abgehoben mit der gestohlenen Karte, offenbar von einem zweiten Täter.
10:48Das sind die beiden Tatverdächtigen.
10:51Links im Bild der Mann, der im Discounter dem Opfer gefolgt sein soll, mit wachem Blick für Einkaufswagen und alles,
10:58was drin ist.
10:58Er hat schwarzes, nackenlanges Haar und war komplett dunkel angezogen, inklusive Basekip.
11:06Und das ist der Mann, der wenig später in der Bank war, mit Smartphone in der Hand und Kopfhörer im
11:12Ohr.
11:12Vielleicht eine Verbindung zum Komplizen, der vor der Bank gewartet hat.
11:17Auffällig bei ihm das dunkelblaue T-Shirt der Marke Puma und die komplett weißen Turnschuhe.
11:24Wer weiß etwas über diese Männer? Wem kommen sie bekannt vor?
11:29Die Fotos entstanden im September 2024 in Nauen.
11:34Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Haveland unter Vorwahl Falkensee 03322 und an die 2750 oder an jede andere
11:48Polizeidienststelle.
11:51Den Angeklagten vor Gericht von ihren Taten erzählen sollen, dann passiert es häufig, dass sie von nichts mehr wissen.
11:56Das kann eine Schutzbehauptung sein, also gelogen oder die Wahrheit, so wie im Cartoon heute im kuriosen Fall der Woche.
12:02Doch egal, keine dieser Varianten schützt vor Strafe.
12:05Ist der Wein im Manne, ist der Verstand in der Kanne.
12:08Oder wer betrunken einschläft, wacht ernüchtert wieder auf.
12:14Jakob hat es drauf mit der großen Begeisterung.
12:17So ist das immer wieder beim Autofahren, beim Fußball und auf Partys sowieso.
12:23Da lässt er es auch gern mal krachen.
12:25So wie an jenem Abend, als er mit seinen Fußballkumpels das große Runde, das Eckige und das alles feiert.
12:32So ausgiebig, dass die Vögel schon zwitschern, als er gegen 6 Uhr morgens zu Hause bei Mutti klingelt.
12:38Da wohnt er immer noch, ganz begeistert. Jetzt will er beeinfacht nur noch schlafen.
12:43Zwei Stunden später klingelt jemand stürmisch an der Tür.
12:46Vor Mutti stehen Polizisten, die Fotos von Jakobs kaputten Auto zeigen.
12:51Direkt vor einem Baum. Mutti ist erstmal irritiert.
12:55Als Jakob dazukommt, ist er auch eher irritiert und kann sich das nicht erklären.
13:00Ja, das sei sein Auto. Aber er ist doch gar nicht gefahren.
13:04Jemand muss das Auto gekapert haben. Gestern, als er auf der Party war.
13:08Diebstahl und so gemein, ruft er und gibt sein Ehrenwort.
13:12Die Polizei geht auf Nummer sicher und lässt Jakob pusten.
13:15Die 2,18 Promille und weitere Ermittlungen bringen Jakob dann doch vor Gericht.
13:23Jakob versteht die Welt nicht mehr. Einen Freispruch will er, weil er hat doch nichts getan.
13:28Der Richter sieht das anders und breitet vor ihm den Ermittlungsstand aus.
13:32Danach ist Jakob nach durch Zechternacht in sein Auto gestiegen, hat auf 600 Metern alles gerammt, was im Weg war.
13:40Nur der Baum war stärker. Fahrerflucht und dazu noch im Vollrausch, wie die Promillezahl beweist.
13:47Der Richter sichert ab, dass Jakob mehr als nur nachdenkt darüber.
13:54Erstmal muss er zahlen. Wegen fahrlässiger Trunkenheit im Straßenverkehr wird er zu einer Geldstrafe verurteilt.
14:0160 Tagessätze, 35 Euro.
14:03Dann ist natürlich auch der Führerschein weg. Und das für ziemlich lange.
14:06Es gab eine Sperrfrist von 11 Monaten. Erst danach darf Jakob wieder einen Führerschein neu beantragen.
14:14Im nächsten Fahndungsfall heute ging es für kurze Zeit um Leben und Tod.
14:17Ein Streit auf einem U-Bahn-Steig in Berlin. Und plötzlich wird es lebensgefährlich.
14:21Ein bislang unbekannter Stößt an den Jugendlichen ins Gleisbett nachts gegen 0.20 Uhr.
14:26Die U-Bahn ist noch gefahren. Sie hätte jederzeit in den Bahnhof einfahren können.
14:30Die Polizei sucht jetzt mit Videoaufnahmen nach dem Tatverdächtigen.
14:37Weil er rennt, ist sein Gesicht unscharf.
14:41Als er aber auf der Bahnhofstreppe steht, kann man den Mann auf den Bildern der Überwachungskamera gut erkennen.
14:48Weiß jemand, wer das ist?
14:52Die Videos wurden hier am U-Bahnhof Hallisches Tor aufgenommen. In Kreuzberg.
14:56Vielleicht hält sich der Mann dort häufiger auf. Die Ermittler setzen nun auf ihre Mithilfe.
15:02Die Polizei ermittelt jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung, wo es zu diesem Stoß ins Gleisbett kam.
15:08Der Fall beginnt für die Ermittler in Berlin am 17. Mai 2024.
15:14An dem Tag startet der Karneval der Kulturen in der Stadt.
15:18Ein bunter Auftakt zum Pfingstwochenende. Mit straßenfesten und fröhlich feiernden Menschen.
15:26Dazu gehört auch ein 17-jähriger Berliner, der bis in die Nacht unterwegs ist und sich dann auf den Heimweg
15:34macht.
15:36Als er zur U-Bahn gehen will, gerät der 17-Jährige mit einem Unbekannten in Streit.
15:41Wie es zu dem Streit gekommen war und worum es dabei überhaupt gegangen war, konnte der 17-Jährige im Nachhinein
15:47nicht mehr sagen.
15:49Fest steht, die beiden trennen sich schnell wieder. Der 17-Jährige will jetzt zur Bahn, weil für ihn die Sache
15:55erledigt ist.
15:57Für den unbekannten Mann aber offenbar nicht.
16:01Diese Aufnahmen zeigen, wie er die Verfolgung aufnimmt, die Treppe runterläuft, um den 17-Jährigen einzuholen.
16:08Dabei entstehen auch die Bilder auf dem Bahnsteig.
16:12Der Mann findet den 17-Jährigen, attackiert ihn nun wieder. Doch der wehrt sich. Jetzt eskaliert die Situation.
16:20Der Unbekannte hat den Jugendlichen dann zunächst gegen eine Metallsitzbank geschleudert und dann ins Gleisbett gestoßen.
16:30Anschließend hat er den Jugendlichen noch mit einer Flüssigkeit aus einer Flasche begossen, als dieser schon im Gleisbett war.
16:37Obwohl der 17-Jährige mit Wucht vom Bahnsteig ins Gleisbett gestoßen wird, verletzt er sich nur leicht und kann sich
16:44selbst von den Gleisen retten.
16:46Er hat einige Schürfwunden erlitten und hat hinterher über Schmerzen in der Schulter geklagt.
16:52Aber Fakt ist, das Ganze hätte sehr viel schlimmer ausgehen können. Dort sind Stromleitungen.
16:57Es hätte auch eine U-Bahn in diesem Moment einfahren können. Das hätte für den jungen Mann auch tödlich enden
17:02können.
17:03Der 17-Jährige verlässt nach der Attacke den Bahnsteig.
17:08Doch der Täter folgt ihm weiter. Das halten diese Originalbilder fest.
17:13Der gesuchte Mann ist zu sehen, wie er vom Bahnsteig hochkommt.
17:17Und auch mit Zeugen diskutiert, die ihn aufhalten wollen.
17:22Zeugen sind es dann auch, die an einer Notrufsäule des U-Bahnhofs Alarm auslösen.
17:28Und so die Polizei informiert wird.
17:31Als die vor Ort eintrifft, war dieser Mann aber schon verschwunden.
17:35Bisher spurlos. Kennt ihn jemand?
17:38Passiert ist es mitten in Berlin, in Kreuzberg, auf dem U-Bahnhof Hallisches Tor.
17:43Hier kam es gegen 0.20 Uhr zu der gefährlichen Körperverletzung.
17:47In der Nacht zum 18. Mai 2024.
17:51Die Tat liegt also fast zwei Jahre zurück.
17:55Was versprechen sich die Ermittler jetzt von der Fahndung?
17:58Wir sind mit diesem Fall im Februar 2025 schon einmal an die Öffentlichkeit gegangen.
18:04Das hat leider noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
18:07Deshalb versuchen wir es jetzt noch einmal mit bewegten Bildern und hoffen auf mehr Hinweise aus der Bevölkerung.
18:13Wer ist dieser Mann?
18:15Er soll ca. 40 Jahre alt sein, ist ungefähr 1,85 Meter groß und trug damals sein Haar zum Pferdeschwanz
18:23gebunden.
18:23Die Polizei fahndet nach ihm wegen gefährlicher Körperverletzung.
18:27Er war im Mai 2024 in Kreuzberg unterwegs.
18:31Wahrscheinlich auch beim Karneval der Kulturen.
18:34Ob als Tourist oder Berliner, ist bisher unklar.
18:38Fest steht, er hat einen jungen Mann auf die U-Bahn-Gleise gestoßen und ihn damit in Lebensgefahr gebracht.
18:46Um ihre Mithilfe wird nun gebeten.
18:48Die Ermittlerinnen und Ermittler fragen, wer den Mann auf der Videosequenz erkennt,
18:53wer gegebenenfalls weiß, wo er sich aufhält.
18:57Und interessant wäre für die Kolleginnen und Kollegen auch noch,
19:00ob jemand vielleicht von dieser Auseinandersetzung noch private Videoaufnahmen gemacht hat.
19:06Hier am Tatort also, am U-Bahnhof Hallisches Tor.
19:11Vielleicht hat tatsächlich noch jemand Handy-Videos von jener Nacht.
19:15Trotz der langen Zeit.
19:18Also noch einmal, es war die Nacht zum 18. Mai 2024, die Nacht von Freitag auf Sonnabend.
19:24In Kreuzberg wurde der Karneval der Kulturen gefeiert.
19:27Wem ist da dieser Mann aufgefallen?
19:29Schlank und sportlich und recht groß, etwa 1,85 Meter.
19:33Er spricht Deutsch.
19:35Auffällig bei ihm die langen Haare, die er zum Zopf gebunden hatte.
19:38Wer kennt diesen Mann oder kann sonst bei der Aufklärung des Falles helfen?
19:42Ihre Hinweise bitte an die Polizei Berlin unter Vorwahl 030.
19:45Dann die 4664 571 100 oder an jede andere Polizeidienststelle.
19:54Wer eine Ölheizung hat, der weiß sofort, was hier zu sehen ist.
19:58So wird eine Heizung betankt.
20:00Und wir zeigen das, weil wir jetzt vor Betrügern warnen wollen.
20:03Der Krieg im Nahen Osten greift den Ölpreis massiv in die Höhe.
20:06Das merkt die Industrie, das merken die Autofahrer,
20:08aber auch alle, die zu Hause mit Öl heizen.
20:11Genau hier wollen Betrüger jetzt Kasse machen.
20:16Nach dem kalten Winter checken jetzt viele ihre Heizöltanks
20:20und wollen sicherheitshalber Öl nachkaufen.
20:23Der Blick ins Internet zeigt, aktuell gibt es aber kaum preisgünstige Angebote.
20:29Deshalb sind Seiten wie diese so verlockend,
20:31wo Heizöl für nicht mal 85 Euro pro 100 Liter versprochen wird.
20:36Über 40 Prozent günstiger als der aktuelle Marktwert.
20:40Mit wenigen Klicks lässt sich der Einkauf abschließen,
20:43und sogar ein Lieferdatum vereinbaren.
20:46Doch was so harmlos beginnt, ist oft eine richtige Brennstofffalle.
20:50Wir fragen nach bei der Verbraucherzentrale,
20:53die inzwischen davor warnt.
20:54Daniela Hofmann erklärt, was es mit der Betrugsmasche auf sich hat.
20:58Betrüger erstellen Internetshots,
21:01auf denen Holzpellets, Heizöl, Kaminholz angeboten werden.
21:05Und wenn die Verbraucher dann bezahlt haben, erfolgt aber keine Lieferung.
21:09Das ist definitiv eine bundesweite Masche.
21:12Kriminelle kopieren dafür Webseiten echter Brennstoffhändler.
21:16Oder bauen seriös aussehende Internetshops einfach nach.
21:21Aus dem ersten Blick sieht das dir eine echte Internetseite aus.
21:25Es gibt Logos, es gibt manchmal auch Gütesiegel, die dann gefälscht sind.
21:30Oft haben diese Seiten auch tatsächlich ein Impressum,
21:33was erst mal normal aussieht.
21:36Dann ist es so, dass auch eine sichere Zahlmethode angeboten wird,
21:40eine Rechnungszahlung.
21:41Die Zahlung nach Lieferung ist aber nur ein Lockmittel.
21:46Während des Bestellprozesses fällt die dann weg,
21:49zum Beispiel unter dem Vorwand, dass man ja Neukunde wäre
21:52und deswegen 50% Anzahlung leisten müssen.
21:56Weil die Brennstoffe wie Heizöl zum Beispiel
21:58so scheinbar günstig angeboten werden,
22:01wollen viele schnell sein und zahlen deshalb auch im Voraus.
22:05Auch der Krieg im Nahen Osten wird dabei von den Kriminellen benutzt.
22:09Denn bei den Bildern von brennenden Öltankern und Öllagern
22:12bekommen viele Angst.
22:13Dass die Versorgung nicht gewährleistet wäre,
22:16dass die Preise weiter steigen.
22:18Und das wird natürlich diese Angst dann ausgenutzt.
22:21Die kriminellen Betrüger setzen also darauf,
22:24dass Interessierte schnell bereit sind, zu überweisen.
22:27Doch wenn das Geld für das vermeintlich günstige Heizöl
22:30erst mal gezahlt wurde, passiert nichts mehr.
22:33Das heißt, am vereinbarten Liefertermin kann man lange warten.
22:36Es kommt niemand.
22:39Und der Anbieter ist auch nicht mehr erreichbar.
22:42Spätestens jetzt wird klar, es geht um Betrug.
22:45Im Einzelfall ist es so,
22:47dass es so um Schadenssummen von mehreren 100 Euro,
22:50manchmal auch 1.000 Euro geht.
22:52Kommt natürlich immer ein bisschen darauf an,
22:54welche Menge an Heizöl oder Holz man da bestellt.
22:58Täter-Opfer-Polizei testet selbst,
23:00wie schnell man auf gefälschte Webseiten stoßen kann.
23:03Im Internet suchen wir mit Heizöl günstig kaufen
23:07und klicken auf einen der ersten angezeigten Treffer.
23:11Eine Seite, die Brennstoffe anbietet.
23:14Auf den ersten Blick wirkt alles professionell.
23:17Wir finden sogar Gütesiegel.
23:19Dann schauen wir uns das Impressum an.
23:21Dort wird eine Energie GmbH samt Adresse in Hamburg,
23:25in der Heinrich-Göbel-Straße angegeben.
23:28Eine Recherche zeigt aber,
23:30unter dieser Adresse in der Heinrich-Göbel-Straße 34
23:33ist kein Brennstoffhändler registriert.
23:36Offenbar eine Fake-Seite.
23:38Eine von vielen, die sich gerade finden lassen.
23:41Immer wieder fliegt so ein Fake-Shop aber auch auf.
23:44Dann wird die Internetseite von den Tätern einfach gelöscht.
23:48Kurz danach stellen sie meist eine neue Seite
23:50mit anderem Namen und anderer Adresse ins Netz.
23:54Deshalb können die Betrüger nur schwer ermittelt werden.
23:57In der Regel sind das aus dem Ausland agierende Täter.
24:03Die Internetseiten werden meistens über ausländische Server betrieben.
24:08Deswegen ist auch das von den Opfern überwiesene Geld meistens weg.
24:12Es ist ja so, dass man per Überweisung
24:14dann auf dem Konto als Vorauskasse bezahlen soll.
24:17Und das Geld wird von dort auch oft sofort weitertransferiert ins Ausland.
24:23Für die Betroffenen ist es meist ein Ende mit Schrecken.
24:27Statt preisgünstigem Heizöl hat man Hunderte Euro verloren
24:31und immer noch einen leeren Tank.
24:35Also auch hier gilt, wie bei allen Online-Einkäufen,
24:38wenn es nicht große und bekannte Handelsplattformen sind,
24:41vermeiden Sie Vorkasse, vermeiden Sie Anzahlungen.
24:44Denn genau darauf haben es die Fake-Shops abgesehen.
24:46Übrigens gibt es bei der Verbaucherzentrale einen Fake-Shop-Finder.
24:49Dort können Sie den Namen und die Online-Adresse
24:51des betreffenden Shops eingeben.
24:53Und dann wird recht schnell angezeigt,
24:54ob hier Betrüger am Werk sind oder nicht.
24:58Das war es fast für heute.
24:59Es fehlt noch unser Blick zurück auf die Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
25:03Hier kommt unsere Zusammenfassung.
25:07Hier in Berlin-Spandau an dieser Brücke
25:10wurde am 9. März ein Mann tot im Wasser entdeckt.
25:13Es ist der 45-jährige Oleksi Ramenko, der ermordet wurde.
25:17Wer weiß etwas über ihn?
25:19Hat jemand beobachtet, wie die Leiche zur Havel transportiert wurde,
25:22um sie dort ins Wasser zu werfen?
25:25Und wer sind diese beiden Männer?
25:28Die Bilder von ihnen wurden in Nauen aufgenommen,
25:30zu der Zeit, als dort in einem Supermarkt
25:33einer Kundin das Portemonnaie samt Bankkarte gestohlen wurde.
25:36Die beiden hier werden damit in Verbindung gebracht.
25:39Wer kennt sie?
25:41Gesucht wird auch dieser Mann.
25:42Die Videos von ihm wurden im Berliner U-Bahnhof Hallesches Tor aufgenommen.
25:47Dort soll er einen 17-Jährigen mit voller Wucht
25:49auf die Gleise gestoßen haben.
25:51Wer ist dieser Mann?
25:54Ihre Hinweise sind jetzt gefragt, per Telefon, per E-Mail
25:57oder über die Online-Wache der Polizei.
25:59Alle Fakten dazu, alle Kontakte.
26:01Und die gesamte Sendung finden Sie ebenfalls online.
26:04Und zwar auf unserer Fahndungsseite.
26:06Danke fürs Zuschauen.
26:08Hier geht es gleich weiter mit dem Wetter und den Nachrichten.
26:10Und wir sehen uns dann am nächsten Sonntag wieder
26:12mit neuen Fahndungsferien, wie immer um 19 Uhr.
26:16Bis dahin, alles Gute.
26:18Und achten Sie auf Ihr Handgepäck.
26:21Bis dann.
26:24Bis dann.
26:24Bis dann.
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