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  • vor 14 Stunden
Das übliche aus Berlin und Brandenburg

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Transkript
00:00Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:30Die Straßen sind noch leer, als sie sich auf den Weg machen. Mindestens einer der Täter ist bewaffnet und fest entschlossen auf einen Menschen zu schießen, ihn zu töten.
01:00Ihr Ziel heißt Berlin-Weißensee. Die Täter müssen genau über ihr Opfer, einen 44-Jährigen und seinen Alltag Bescheid wissen.
01:09Denn als sich der Berliner an dem Samstag kurz vor sechs zur nächsten Fahrt aufmachen will, wird er von seinen Mördern schon erwartet.
01:16Bilder vom 31. Januar zeigen Polizei und Rettungskräfte am Tatort.
01:27Notfallmediziner versuchen, das Opfer zu retten. Aber auch Reanimationsversuche bleiben erfolglos.
01:34Während der Leichnam in die Gerichtsmedizin gebracht wird, laufen die Ermittlungen der Polizei an.
01:39Nach ersten Erkenntnissen hielt ein Fahrzeug neben einem geparkten Transporter und aus diesem Fahrzeug heraus sollen dann Schüsse auf den Transporter abgegeben worden sein.
01:51Danach wird der Transporter kriminaltechnisch untersucht.
01:54Wie auf diesem Foto zu sehen ist, wurde mindestens neunmal auf den Wagen geschossen.
02:00Die Projektile liegen nah beieinander. Das macht klar, hier wurde ganz gezielt auf den 44-Jährigen geschossen.
02:07Der Tatort liegt im Nordosten Berlins. In einem Stadtteil von Pankow war der Mordanschlag.
02:17Vor einer Woche am 31. Januar gegen sechs Uhr morgens.
02:21Geschossen wurde in Weißensee, in einem Wohnviertel, in dem es auch mehrere Schulen gibt.
02:28Hier in der Gustav-Adolf-Straße parkte der Wagen des Opfers in Höhe der Hausnummer 106a.
02:34Der 44-Jährige saß dort in dem weißen Transporter.
02:41Die Täter nutzten ein dunkles Fahrzeug an jenem Morgen. Hat sie jemand beobachtet?
02:48Der oder die Täter flüchteten mit dem mutmaßlichen Tatfahrzeug.
02:53Und die siebte Mordkommission vom Landeskriminalamt Berlin hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin die weiteren Ermittlungen übernommen.
02:59Eine der Fragen ist, warum musste der 44-Jährige sterben?
03:05Hatten die Mörder persönliche Motive oder waren sie im Auftrag unterwegs?
03:11Unmittelbare Augenzeugen der Tat gibt es bisher nicht. Aber?
03:16Zumindest haben wir einen Anrufer, der den polizeilichen Notruf gewählt hat.
03:20Die Person hat die Schüsse gehört.
03:22Die Ermittler gehen verschiedenen Spuren nach. Dazu gehört auch, Verbindungen zu anderen Fällen zu prüfen.
03:30Denn in den vergangenen Monaten wurde die Polizei in Berlin zu vielen Tatorten gerufen, wo Personen lebensgefährlich verletzt wurden.
03:39Dazu gehörte auch eine Auseinandersetzung am Gesundbrunnen im Juli vergangenen Jahres.
03:44Ein 30-Jähriger wurde damals so schwer verletzt, dass er starb.
03:49Ob es Verbindungen gibt zwischen dem Fall am Gesundbrunnen zum Beispiel und den Schüssen in Weißensee vor einer Woche, wird geprüft.
03:57Und damit auch die Frage, ob ein Racheakt das Motiv sein könnte.
04:01Hat jemand hier im Umfeld der Gustav-Adolf-Straße Beobachtungen gemacht, die mit dem Anschlag im Zusammenhang stehen könnten?
04:14Jeder Hinweis kann wichtig sein.
04:17Wenden Sie sich dazu bitte an die 7. Mordkommission Berlin unter der Telefonnummer 030 46 64 911 777.
04:31Dreiste Metalldiebe oder doch Kunstliebhaber, das haben wir häufiger gefragt hier in der Sendung, immer dann, wenn mal wieder Bronzeplastiken gestohlen worden sind.
04:44Metalldiebe würden sie einschmelzen lassen und das Metall verkaufen.
04:47Doch zuletzt verschwanden auffällig häufig wertvolle Kunstwerke.
04:51Und so wurde es ein Fall für die Kunstspezialisten der Polizei Berlin.
04:55Die konnten jetzt eine Tätergruppe ermitteln und auch gestohlene Plastiken zurückgeben.
05:01Ganz vorsichtig wird die Bronze wieder auf ihren Platz gebracht.
05:07Viele Kilo müssen gehoben und zurechtgerückt werden, bis die Jesusfigur wieder sicher steht.
05:15Dort, wo Kinder beerdigt werden auf den Luisenfriedhöfen in Berlin-Charlottenburg.
05:21Die Friedhofsverwaltung ist dankbar.
05:23Ich habe sofort an die Eltern gedacht, wie das für die sein wird, wenn die Skulptur dann wieder halt hier steht und das alte, vertraute Bild, die Wärme, der Segen, den die Skulptur ausstrahlt.
05:37Es ist auch viel Erleichterung dann halt einfach, weil zu wissen, dass jemand von dem Friedhof so etwas stiehlt, das ist etwas, was einen wirklich irgendwie so latent dann auch bedrückt.
05:51Jahrelang wird nach der Bronze gesucht, denn sie verschwindet bereits im Sommer 2023.
05:57Tatortspuren zeigen deutlich, sie wurde abmontiert und gestohlen. Bis heute macht das Thomas Hühne fassungslos.
06:04Es muss einfach klar sein, also was für eine Bedeutung diese Skulptur halt für Hinterbliebene haben muss, wenn die Kinder gestorben sind.
06:16Und das finde ich, das ist ein richtiges, ich weiß nicht, wie nennt man sowas, ein Rohheitsdelikt.
06:23Und es ist nicht der einzige Diebstahl. Immer wieder verschwinden in Berlin Plastiken, Relieftafeln, antike Zäune.
06:31Über Monate sind Bronzediebe unterwegs. Unklar ist dann noch, ob es den Tätern nur um den Schrottwert geht oder doch um die Kunstwerke.
06:40Denn gestohlen wurden zum Beispiel auch die Liegende von dem bekannten Bildhauer Heinrich Drake oder Ruhendes Mädchen von Hans Klitt.
06:50Wir treffen René Allange, den Chefkunstermittler des Berliner Landeskriminalamtes.
06:55Er hat die Ermittlungen geleitet.
06:59Wir wussten erst nicht, ob die Fälle zusammengehören, ob das jetzt immer dieselben mutmaßlichen Täter sind.
07:06Und wir haben aber vor allen Dingen keine Hinweise auf den Verbleib der gestohlenen Skulpturen gefunden.
07:12Und dann haben wir uns Ende Februar 2025 dazu entschlossen, die Medien um Mithilfe zu bitten.
07:21Haben also Aufnahmen der gestohlenen Skulpturen veröffentlicht.
07:26Auch in unserer Sendung wird nach den Bronzen gefahndet.
07:30Gibt es Metallhändler, denen Sie angeboten wurden oder auch Kunstliebhaber?
07:33Die Polizei hofft jetzt sehr auf Ihre Hilfe.
07:36Diese Öffentlichkeitsfahndung war am Ende erfolgreich, muss man sagen.
07:40Offensichtlich hat ein Zeuge aus Bayern die Berliner Medienlandschaft gut im Blick gehabt.
07:47Und hat festgestellt, dass er offensichtlich mehrere der von uns gesuchten Skulpturen gekauft hatte.
07:56Von diesem Mann aus Bayern erfahren die Kriminalisten dann, wer ihm die Bronzen verkauft hat.
08:03Es war ein Berliner, der in Neukölln wohnt.
08:06Der Mann wird dann erstmal beobachtet von Zivilfahndern.
08:10So wird endgültig klar, es geht nicht um Schrott, sondern um Kunsthälerei.
08:15Und er ist nicht der einzige Verdächtige.
08:18Sondern wir hatten dann schon aus den Ermittlungen Hinweise,
08:22dass möglicherweise ein Ehepaar aus Mecklenburg-Vorpommern in die Diebstähle involviert ist.
08:28Und schlussendlich, gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Berlin, haben wir uns dann entschlossen,
08:34im Mai 2025 diese bundesweiten Durchsuchungen zu machen.
08:38Bilder von einer der Durchsuchungen in Berlin.
08:42Dutzende gestohlene Bronzen werden gefunden.
08:44Die liegende und das ruhende Mädchen sind dabei.
08:47Genauso wie die Jesus-Bronze vom Kinderfriedhof, die hier schon gesichert für den Abtransport bereit liegt.
08:56Dieses Bild sieht Friedhofsverwalter Thomas Höhne dann in den Nachrichten.
09:01Und ich habe den sofort wiedererkannt, also jede Skulptur, jede alte Skulptur hat so ihre eigene Signatur,
09:06ihre Verwitterungsspuren und da wusste ich, ja, das ist doch unser Jesus.
09:12Doch bis zur Rückgabe an den Friedhof vergehen noch Monate.
09:15Denn die Fundstücke werden, wie hier zu sehen ist, erstmal alle im Berliner Landeskriminalamt gelagert und untersucht.
09:26Die Diebesbeute ist mehrere Tonnen schwer.
09:29Und über 400.000 Euro wert.
09:32Die jetzt von der Staatsanwaltschaft Berlin Angeklagten Verdächtigen sind deutsche Staatsangehörige.
09:43Das Pärchen aus Mecklenburg-Vorpommern ist über 60 Jahre alt, also schon etwas lebenselter.
09:51Und der Berliner Tatverdächtige ist Mitte 50.
09:54René Allonge und seine Kollegen können bereits über 70 Diebstähle mit den Tatverdächtigen in Verbindung bringen.
10:02Aber die Ermittlungen laufen noch.
10:05Warum, wird klar, als uns der Kunstermittler den Ort zeigt, wo die Beweise stehen.
10:10Und hier sind jetzt noch einzelne Stücke, wo wir die Besitzer halt nicht kennen.
10:18Und uns natürlich auch durch den Beitrag in den Medien erhoffen, dass vielleicht doch noch der ein oder andere Hinweis kommt.
10:25Diese beiden Skulpturen, diese und auch diese dort, sind bis heute nicht zugeordnet.
10:32Eigentlich würde man meinen, bei dieser Größe und auch bei dieser Beschaffenheit sollte jemand sie vermissen.
10:38Das sind zwei Beispiele.
10:42Es gibt eine ganze Reihe von Bronzen, die noch nicht zugeordnet werden konnten.
10:47Wer weiß, wo sie hingehören?
10:49Und kann helfen, die Diebstahl-Serie endgültig aufzuklären.
10:56Auch bei diesem Bronzen-Riev hier weiß die Polizei bis heute nicht, wo es abmontiert, wo es gestohlen wurde.
11:02Wahrscheinlich auch auf einem Friedhof.
11:03Man erkennt hier eine Frauenfigur, eine Trauernde, gestützt auf ein Kreuz.
11:09Wo fehlt so ein Relief?
11:10Wer weiß etwas darüber?
11:12Sie können sich das nochmal in Ruhe anschauen auf unserer Online-Seite.
11:16Dort finden Sie auch andere Bronzen und andere Plastiken, deren Herkunft noch unklar ist.
11:22Wenn Sie helfen können, wenn Sie etwas erkennen, die Kunstermittler in Berlin freuen sich über jeden Hinweis.
11:26Sie erreichen das Fachkommissariat im LKA Berlin unter Vorwahl 030 und dann die 46 64 944 411.
11:37Wenn das Einkaufsgeld zu Hause knapp wird, werden erst mal Pfandflaschen weggebracht.
11:46Das ist sicher nicht die Rettung für die Haushaltskasse, aber so ein kleines Stückchen hilft das dann doch weiter.
11:51Und man tut auch gleich was für die Nachhaltigkeit.
11:54Dumm nur, dass der Vorrat an Pfandflaschen zu Hause begrenzt ist.
11:58Nicht so im Cartoon heute, im kuriosen Fall der Woche, da sprudelt die Quelle munter weiter.
12:03Nachts im Supermarkt oder Kreislaufwirtschaft mal anders.
12:09Wo die beiden um die Ecke kommen, ist selbst eine Versuchung zum Ladendiebstahl vergessen.
12:16David und Manni sorgen dafür, dass im Supermarkt alles seine Ordnung hat, bei Tag und Nacht.
12:23Nachts ist natürlich nichts los.
12:25Bis zu jener Nacht, als David da was ausprobieren will.
12:29Er holt aus dem Lager einen Kasten mit leeren Bierflaschen.
12:32scannt alles am Leergutautomaten und löst den Pfandbaum an der neuen Selbstbedienungskasse ein.
12:38Bingo!
12:39Manni ist begeistert und scannt gleich mit.
12:42In ihrer Gehaltsgruppe ist jeder kleine Zuschuss willkommen.
12:46Für die erste Nacht immerhin mehr als 400 Euro.
12:50In der Nacht danach geht's weiter.
12:52Und in der übernächsten.
12:54Und David und Manni geraten außer Rand und Pfand.
12:58Irgendwann wundert man sich aber doch im Markt.
13:01Der Manager stößt auf den sprunghaften Anstieg im Pfandflaschen-Segment und fragt sich,
13:06trinken denn plötzlich alle doppelt so viel Bier, Cola oder rote Beete-Saft?
13:12Überwachungskameras helfen weiter.
13:15Die sind den knallharten Security-Profis David und Manni irgendwie entgangen.
13:20Dabei gibt es so hübsche Bildchen von ihnen bei Flaschendrehmeisterschaften.
13:25Oder an der Selbstbedienungskasse eine schöne Beweiskette.
13:30Findet auch der Richter.
13:31David und Manni geben sich zerknirscht und erklären, von den 3.000 Euro Pfand ist leider nichts mehr da.
13:38Und war eine blöde Idee.
13:41Das sieht der Richter auch so.
13:45Ja, und blöde Idee ist noch nett formuliert.
13:48Die beiden werden zu hohen Geldstrafen verurteilt.
13:50Wegen Betrugs.
13:51Einmal 3.000 und einmal 3.600 Euro.
13:54Und in ihren Job sind sie natürlich auch los.
13:57In der Fahndung Kompakt heute sucht die Polizei Brandenburg nach einem jungen Mann,
14:05der auf sehr trickreiche Weise ein hochwertiges E-Bike gestohlen hat.
14:09Und zwar direkt bei einem Fahrradhändler.
14:11Die Schadenssumme gut 5.000 Euro.
14:14Wir schauen zunächst mal auf den Tatort.
14:18Wir sind hier im Westen Brandenburgs in der Stadt Brandenburg.
14:22Dort tauchte der Täter im Sommer des vergangenen Jahres in der Nähe des Hauptbahnhofs
14:26in einem Fahrradladen auf in der Geschwister-Scholl-Straße.
14:30Es war der 15. August, ein Freitag, kurz vor 13 Uhr.
14:36Hier sieht man den Verdächtigen im Geschäft.
14:39Er suchte ein Fahrrad aus, zeigte sich sehr interessiert
14:42und machte auch eine kleine Proberunde im Geschäft.
14:46Und zwar mit einem E-Mountainbike, so ähnlich wie auf diesem Vergleichsfoto.
14:51Ein Cube Stereo Hybrid 155.
14:54Als die Gelegenheit günstig war, verschwand er überraschend mit dem Rad aus dem Laden.
15:01Wer kennt diesen jungen Mann?
15:03Er hat dunkles Haar, trug hellblaue kurze Hosen
15:05und ein dunkelblaues T-Shirt mit einem roten Logo auf der linken Brust.
15:10Er soll zwischenzeitlich auch im Geschäft telefoniert haben, und zwar auf Russisch.
15:15Wem kommt dieser Mann bekannt vor?
15:18Wo ist der vielleicht noch aufgefallen mit dieser Masche?
15:22Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Brandenburg unter Vorwahl 03381 und an die 5600 oder an jede andere Polizeidienststelle.
15:36Weiter geht's mit einem Fall, den wir so noch nie hatten in der langen Geschichte unserer Fahndungssendung.
15:42Ein Kinderarzt aus dem Haferland soll während der Arbeit im Krankenhaus Kinder sexuell missbraucht haben.
15:48Seit der Mitte Januar ist ja Verdacht öffentlich, doch ermittelt wird bereits seit Anfang November.
15:53Damals soll das hier passiert sein.
15:55Sonntagsdienst heißt es mal wieder für einen Kinderarzt in Rathenow.
16:03Tatsächlich wartet im Krankenhaus auch ein Patient, der medizinische Hilfe braucht.
16:10Anfangs läuft bei der Untersuchung offenbar noch alles normal, so wie das Kind es erwartet hatte.
16:17Doch dann soll der Arzt zudringlich geworden sein.
16:20So zudringlich, dass das Kind offensichtlich völlig verunsichert ist und sich später seiner Mutter anvertraut.
16:27Die erstattet Anzeige.
16:30Die Ermittlungen dazu laufen hier bei der Staatsanwaltschaft in Potsdam seit dem 2. November 2025.
16:38Nach der Anzeigenerstattung durch die Kindesmutter hat die Polizei sofort die Ermittlungen aufgenommen, unter anderem in Form von Durchsuchungen.
16:45Und im Rahmen dieser Durchsuchung wurden sehr viele Beweismittel sichergestellt, Datenträger, auch weitere Beweismittel.
16:53Und die Auswertung dieser Datenträger hat den dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten begründet.
16:59Deshalb wird der Kinderarzt im November noch festgenommen.
17:04Der 45-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft, bestreitet aber alles.
17:09Hier in der Haveland-Klinik in Rathenow soll es passiert sein.
17:16Hier war der Mann bis vor kurzem angestellt.
17:18Über Jahre praktizierte er dort, offenbar ohne Auffälligkeiten, so die Ermittler.
17:25Der Kinderarzt sei beliebt gewesen bei Kollegen, aber auch bei Patienten.
17:30Und er müsse gewusst haben, dass in der Klinik Regeln gelten für die Untersuchung an Kindern.
17:34Es gibt das Vier-Augen-Prinzip, so der ärztliche Direktor des Klinikums.
17:41Vier Augen heißt sozusagen zwei Personen.
17:45Das muss nicht unbedingt medizinisches Personal sein.
17:48Also ein Arzt kann auch im Beisein einer Angehörigen oder eines Vaters, wie auch immer, Untersuchungen durchführen.
17:55An jenem Sonntag am 2. November soll sich der Kinderarzt nicht daran gehalten haben.
18:03Warum? Die Antwort der Geschäftsführung darauf?
18:07Es gibt nur eine einzige Erklärung dazu, nämlich letzten Endes kriminelle Energie, absichtliches Umgehen unserer tatsächlichen Regelung.
18:15Wie oft sich der 45-Jährige nicht an die Regeln gehalten haben soll, ist noch unklar.
18:23Bei den Ermittlungen wird inzwischen seine Arbeitszeit zwischen 2016 bis zu seiner Verhaftung im November 2025 untersucht.
18:32Auch am 2. Standort der Klinik in Nauen wird Hinweisen in dem Fall nachgegangen.
18:38Ermittler halten es für möglich, dass der 45-Jährige auch hier handgreiflich wurde.
18:43Die Auswertung der sichergestellten Datenträger hat ergeben, dass es möglicherweise weitere Kinder und auch Jugendliche betroffen sein könnten.
18:54Und das ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
18:58Deshalb sind die Ermittler nun auch an die Öffentlichkeit gegangen, um weitere mögliche Opfer oder Zeugen zu finden.
19:05Hilfreich wäre es, wenn sich bei der Polizei Eltern melden, deren Kind in Rathenow oder Nauen in den letzten Jahren behandelt wurde.
19:16Und wo es nun einen Verdacht gibt.
19:19Dafür hat die Polizei ein Hinweistelefon eingerichtet, bei dem sich Betroffene melden können,
19:25die vielleicht Sorge haben, dass ihr Kind möglicherweise betroffen sein könnte.
19:29Die Frage ist, wie oft hat der 45-jährige Arzt Kinder allein untersucht und sie eventuell dabei missbraucht?
19:39Hier in Rathenow in den Haveland-Kliniken oder in der Klinik in Nauen.
19:46Sollten Sie zum Fall etwas wissen, wenden Sie sich bitte an die Polizeidirektion West.
19:51Das Hinweistelefon erreichen Sie unter der Nummer 0331 5508 28 48.
19:59Das Hinweistelefon der Polizei ist wieder morgen früh ab 7 Uhr erreichbar und an jeden Werktag bis 20 Uhr.
20:07Es gibt auch noch ein Elterntelefon, das die Haveland-Kliniken eingerichtet haben, in Rathenow und in Nauen unter 0173 20 20 588.
20:19Wer sich Sorgen macht um seine Kinder, kann dort direkt anrufen.
20:23Alle Telefonnummern und alle Hilfsangebote finden Sie noch einmal online auf unserer Täter-Opfer-Polizeiseite.
20:29Ob Winter oder nicht, online bestellt wird immer.
20:34Deshalb hatten Paketzusteller auch in letzter Zeit wieder viel zu tun, trotz des Frostes und der Glätte.
20:39Vielleicht haben ja auch Sie gerade ein Päckchen bestellt und gewartet und plötzlich eine SMS bekommen oder eine Mail mit der Bitte, schnell noch eine Zollgebühr zu zahlen.
20:48Doch Vorsicht, hier sind Kriminelle am Werk.
20:52So sehen sie aus, die Nachrichten, die von den Betrügern kommen.
20:57Es sind Original-SMS, die von der Polizei gesichert wurden.
21:02Immer wieder geht es darin um Pakete und Zollgebühren.
21:06Massenhaft werden solche Nachrichten verschickt, wo man für weitere Informationen auf einen Link klicken soll.
21:12Eine Aufforderung, vor der Fiete Wulff ausdrücklich warnt.
21:16Er arbeitet bei der Bundesnetzagentur, die unter anderem für sichere Kommunikation zuständig ist.
21:22Es geht ganz sicher nicht darum, dass irgendwo ein Paket auf jemanden wartet und auch nicht darum, dass da Zollgebühren fällig werden.
21:28Das ist ein Vorwand, um die Menschen dazu zu bekommen, ihre persönlichen Daten und vor allem die Kreditkartendaten herauszugeben.
21:35Die Täter fordern nur eine geringe Summe.
21:38Das tun sie bewusst, denn...
21:40Da denkt man nicht wirklich drüber nach, sondern macht das einfach schnell, weil man denkt, naja, da kommt ja ein Paket.
21:46Und genau darauf setzen die Täter.
21:49Dass ihre Opfer schnell auf den Link klicken und mit ihren Kontodaten die kleine Summe überweisen.
21:54Für die Betrüger hat die Falle dann zugeschnappt, denn jetzt haben sie Bankdaten, die nutzbar sind für andere Straftaten.
22:03Oder es wird eine Handy-Schadsoftware installiert, um auf alle Daten und Passwörter zugreifen zu können.
22:10Doch wie finden Betrüger ihre Opfer?
22:12Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Es gibt Adresshandel, also Möglichkeiten, einfach auch Datensätze zu kaufen.
22:21Wenn man da einmal drin ist, dann werden diese Daten gehandelt, dann werden Daten verkauft.
22:25Was durchaus auch passiert ist, dass das einfach automatisch generiert, nach dem Zufallsprinzip hunderte, tausende Millionen Nummern angeschrieben werden und dann ist das ein Zufallstreffer.
22:37Doch wie lässt sich erkennen, ob es wirklich um Betrug geht?
22:41Trotz der vermeintlich seriösen Art und Weise.
22:45Man kann zum Beispiel sicher sein, dass ein deutscher Postpaketdienstleister nicht von ausländischen Handynummern SMS verschickt.
22:55Denn wie diese von der Polizei gesicherte SMS zeigt, ist sie mit der Vorwahl 33 versehen.
23:01Kommt also aus Frankreich. Auch andere Ländernätze werden genutzt, weil Täter so kaum verfolgbar sind.
23:09Außerdem gilt.
23:09Was man auch wissen sollte, ist, dass der Zoll sich nicht per SMS mit einem Link anwendet.
23:18Entscheidend ist, nicht auf den Link klicken und den Fall melden.
23:23Bei der Bundesnetzagentur in Bonn sind im letzten Jahr tausende von solchen Fällen über das sogenannte Smishing eingegangen.
23:30Also über die per SMS verschickte Fake-Nachricht, die zum Klicken auf einen Link und zum Zahlen auffordert.
23:38Die Reaktion darauf?
23:40Die Bundesnetzagentur ordnet dann gegenüber dem Netzbetreiber, in dessen Netz diese Nummer geschaltet ist, an, dass diese Nummer nicht mehr verwendet werden darf.
23:49Wenn Opfer schnell reagieren, Bankkarten schweren lassen und Zugangsdaten ändern, kommen Betrüger zwar an die angebliche Zollgebühr, aber sie haben keinen Zugriff mehr auf die Daten.
24:02Also ganz wichtig, sollten Sie doch mal auf eine solche SMS reagiert haben, lassen Sie die Bankkarte bitte sofort sperren und Ihr Handy von Fachleuten checken, ob vielleicht doch eine Schadsoftware draufgeladen wurde.
24:15Erst dann sollten Sie Ihre Passwörter ändern und schauen Sie bitte auch regelmäßig sehr genau auf Ihr Bankkonto, ob es da irgendwelche seltsamen Buchungen gibt.
24:25So, das war's fast für heute. Es fehlt noch der Blick zurück auf die Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
24:30Hier kommt ganz kompakt unsere Zusammenfassung.
24:34Sie machen sich früh am Morgen auf den Weg, sind bereit, jemanden nicht nur zu verletzen, sondern auch zu töten.
24:40Gegen sechs Uhr morgens wird dann im Berlin-Weißen See ein Mann erschossen, der in einem Transporter sitzt.
24:46Mindestens neun Projektile können sichergestellt werden.
24:50Aber warum wird auf den 44-Jährigen geschossen? Und wer sind die Täter, die in einem dunklen Fahrzeug flüchten?
24:58Mehrere Tonnen Bronze im Wert von über 400.000 Euro sind hier versammelt.
25:03Alles Stücke, die bei Durchsuchungen sichergestellt werden konnten.
25:06Doch wo wurde das alles gestohlen?
25:08Das ist die Beute von Bronze-Dieben, die immer wieder in Berlin und Brandenburg wertvolle Kunstwerke verschwinden ließen.
25:15Erkennt also jemand diese Reliefplatte zum Beispiel, diese Engel oder diese Bronze-Vasen?
25:22Und gesucht werden auch Hinweise zu diesem jungen Mann.
25:25Er taucht in Brandenburg an der Havel auf, in der Nähe des Hauptbahnhofs, in einem Fahrradladen.
25:29Dort vereinbart er eine Probefahrt mit einem E-Bike baugleich diesem.
25:34Das Elektrofahrrad wird aber nicht zurückgebracht.
25:37Bilder einer Überwachungskamera zeigen den jungen Mann am Fahrradladen.
25:41Wer erkennt ihn? Wer weiß, wer das ist?
25:43Also jetzt sind Sie dran. Wer kann helfen?
25:47Per Telefon, per E-Mail oder über die Online-Wache in Berlin und in Brandenburg.
25:52Alle Kontakte, alle Fakten zur Sendung finden Sie ebenfalls online und zwar auf unserer Täter-Opfer-Polizei-Fahndungsseite.
25:59Danke fürs Zuschauen heute. Nächsten Sonntag geht es weiter mit neuen, mit aktuellen Fahndungsfällen wie immer um 19 Uhr.
26:08Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute und eins ist wichtig.
26:11Bitte achten Sie auch weiterhin auf Ihr Handgepäck.
26:15Tschüss.
26:15Geräusche
26:19Untertitelung des ZDF, 2020
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