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Kurzfilme
Transkript
00:19Die Polizei hofft auch heute auf ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:25Das gilt auch für diesen Fall.
00:28Ein Mann beim Einkaufen, am Regal mit der Babynahrung.
00:32Doch die Kartons landen in der Tüte statt im Korb.
00:36Offenbar ein Ladendieb.
00:38Und dieser elegante Herr ist sein Komplize.
00:42Wir fahnden nach den Profidieben, mehr dazu später in der Sendung.
00:47In den vergangenen Wochen haben wir sehr häufig über Schießereien in Berlin berichtet.
00:51Da konnte fast der Eindruck entstehen, dass das Messer als Tatwaffe kaum noch eine Rolle spielt.
00:56Stimmt aber nicht.
00:57Die Messerangriffe gehen weiter, so wie in dieser Woche in Neukölln.
01:03Mal wieder heißt es den Tatort absperren, damit am Mittwoch Spuren gesucht und gesichert werden können.
01:10Dort, wo ein schwer verletzter Mann gefunden wurde.
01:13Mitten auf einem Gehweg.
01:15Die Ermittler erklären dazu gegenüber Täter, Opfer, Polizei.
01:20Am 8. April wurde in Neukölln gegen 3 Uhr ein 31-jähriger Mann gefunden, der Stichverletzungen aufwies.
01:28Er war so schwer verletzt, dass er von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht werden musste.
01:34Zur gleichen Zeit wird in Neukölln eine Blutspur entdeckt, die einige Meter weit ins Wohnviertel führt.
01:41Ein Hinweis darauf, dass sich das 31-jährige Opfer noch über eine Straße schleppte.
01:46Vieles ist noch unklar in dem Fall.
01:49Fest steht nur, der Berliner war am Mittwochmorgen unterwegs und wurde dann auf offener Straße angegriffen.
02:04Der 31-Jährige erlitt Stichverletzungen am Unterarm, eine Schnitt- bzw. Stichverletzung am Kopf, sowie eine weitere Stichverletzung im Brustbereich.
02:15Er musste operiert werden.
02:18Doch warum wurde auf ihn eingestochen?
02:21War es eine zufällige Begegnung, die eskalierte oder doch geplant?
02:26Es ist nicht der einzige Messerangriff in dieser Woche, zu dem ermittelt wird.
02:32Denn die Polizei muss auch im Berlin-Moabit Spuren sichern.
02:36Auch hier muss ein Mann ins Krankenhaus gebracht werden, der am 8. April mit einem Messer auf dem Gehweg angegriffen
02:42wurde.
02:44Genauso ist es in Strausberg am 7. April.
02:47Am Tatort heißt es für die Brandenburger Polizei Spuren finden.
02:51Hier sogar in einem möglichen Mordfall, denn das Opfer stirbt im Krankenhaus.
02:56In beiden Fällen gab es kurz danach Festnahmen nach Hinweisen.
03:01Darauf setzen auch Ermittler zum Fall in Berlin-Neukölln, wo ein 31-Jähriger auf dem Gehweg mit einem Messer angegriffen
03:08wird.
03:10Das Opfer wird im Süden Berlins gefunden, auf einem Gehweg in der Elsenstraße-Ecke Harzerstraße.
03:16Am 8. April gegen 3 Uhr morgens von einem Passanten.
03:20Hat jemand hier etwas beobachtet, was mit dem Angriff zu tun haben könnte?
03:26Ermittler gehen jedem Hinweis in dem Fall nach.
03:30Wenn Sie etwas dazu wissen sollten, zum Messerangriff in Neukölln, wenden Sie sich bitte an die Berliner Polizei.
03:37Sie können dafür die Internetwache unter dieser Adresse nutzen.
03:43Gehe nicht mit Fremden mit, eine Warnung, die vermutlich alle Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben.
03:48Doch es gibt Kriminelle, es gibt Sexualtäter, die schaffen es, das Mitgefühl oder die Neugier von Kindern so zu wecken,
03:54dass sie diese Warnung für einen Augenblick vergessen.
03:57So wie vor einem Jahr in Schwedt.
03:59Das Opfer ein zwölf Jahre altes Mädchen.
04:01Nach seinen Aussagen entstand jetzt ein Phantombild, mit dem auch jetzt öffentlich nach dem Täter gesucht wird.
04:08An diese graugrünen Augen kann sich das Mädchen erinnern.
04:12Und daran, dass der Mann eine auffällige Mütze trug.
04:15Erkennt ihn jemand?
04:17Ihm wird schwerer sexueller Missbrauch vorgeworfen.
04:21Der Tatort liegt im Nordosten Brandenburgs.
04:24In der Stadt Schwedt.
04:26Hier macht sich an einem Montagnachmittag eine zwölfjährige Schülerin zu Hause fertig.
04:31Sie will nochmal los.
04:32Will zu einem Jugendclub, der nicht weit entfernt ist.
04:37Als sie dann in Schwedt unterwegs ist, wird sie von einem Mann wohl längere Zeit beobachtet.
04:43Regelrecht ins Visier genommen.
04:46In dem Fall ermittelt Kriminalhauptkommissar Steve Lick-Effekt.
04:49Er kennt die Aussagen des Mädchens.
04:51Und weiß deshalb, mit welchem Trick der Täter Kontakt mit ihr aufgenommen hat.
04:57Er machte dem Mädchen Offerten und gab ihr gegenüber an, dass sie aussehe wie ein Model.
05:02Und daraufhin positiv angesprochen, entwickelte sich ein weiteres Gespräch.
05:07Der Fremde gibt sich als Fotograf aus und erklärt der Zwölfjährigen, dass er nur ein paar Bilder von ihr machen
05:14will.
05:15Weil der Mann eine professionell aussehende Kamera dabei hat und einen Rucksack mit Stativ, glaubt sie ihm und geht mit.
05:22Beide begaben sich dann in einem angrenzenden Waldstück und es wurden Fotos von dem Mädchen gefertigt.
05:29Zunächst sind die Fotos eher harmlos.
05:32Doch dann ändert sich das Verhalten des Mannes.
05:36Er fordert sie auf, sich auszuziehen.
05:38Und er macht Druck.
05:40Die Zwölfjährige ist mit der Situation überfordert, ihm völlig ausgeliefert.
05:45Plötzlich wird ihr schwarz vor Augen.
05:47Die Geschädigte berichtete von einem vermeintlichen Blackout.
05:51Sie hat zu einem bestimmten Zeitpunkt Erinnerungslücken.
05:55Was genau der Fremde dann im Wald gemacht hat, ist Gegenstand der Ermittlungen.
06:00Sicher ist, er bleibt bei dem bewusstlosen Mädchen.
06:04Und er fasst die Zwölfjährige an.
06:07Das Mädchen kam dann wieder zu Bewusstsein und stellte an sich Veränderungen fest in der Bekleidung,
06:13dass diese nicht wie vorher mehr war.
06:15Das Mädchen braucht einen Moment, um wieder klar denken zu können.
06:20In der Zeit verschwindet der Fremde.
06:22Er lässt das Mädchen im Wald verletzt zurück.
06:25Mit Schmerzen im Unterleib macht sich die Zwölfjährige auf den Weg nach Hause.
06:31Sie steht unter Schock und braucht Zeit, bevor sie es ihrer Mutter erzählen kann.
06:35Das Mädchen kam gegen 17.30 Uhr wieder nach Hause und vertraute sich ihrer Mutter erst gegen 21 Uhr an.
06:45In der Folge dessen begaben sie sich in das Klinikum zur körperlichen Untersuchung.
06:50Und das Klinikum verständigte dann die Polizei.
06:54Im Krankenhaus versuchen Ärzte herauszufinden, was dem Mädchen zugestoßen ist.
07:00Die Untersuchungsergebnisse bestätigen die Vermutung der Ermittler.
07:06Bei der medizinischen Untersuchung konnten Hämatome im Bereich der Schenkel festgestellt werden.
07:11Für die Polizei ist das nur einer der Hinweise darauf, dass es in dem Fall um einen schweren sexuellen Missbrauch
07:18geht.
07:19Die Bekleidung des Mädchens wurde kriminaltechnisch untersucht und in der Folge dessen konnte auch männliche DNA an der Bekleidung festgestellt
07:28werden.
07:29Auch wenn es für das Mädchen eine traumatische Begegnung war, sie konnte den Mann gut beschreiben.
07:36Deshalb gibt es dieses Phantombild von ihm.
07:40Auffällig sind die Mütze, der rötliche Bartansatz und seine grau-grünen Augen.
07:46Zusätzlich zu dem Bild können wir sagen, dass die Person zwischen 30 und 35 Jahre alt sein soll.
07:51Circa 1,70 bis 1,75 groß, von der Statur her kräftig bis dick.
07:57Unklar ist bisher, ob der Mann hier in Schwedt zu Hause ist oder nur zu Besuch war.
08:02Er kennt jedenfalls wenig besuchte Orte, wie diese ehemalige Uckermark-Passage, einem mittlerweile nicht mehr genutzten Gebäudekomplex.
08:11Hier in der Nähe befindet sich der Tatort.
08:15Die Zwölfjährige wird im Nordwesten der Stadt von dem Mann angesprochen.
08:19An der Ecke Friedrich-Engels-Straße, Dr. Wilhelm-Külz-Viertel.
08:23Am 7. April vergangenen Jahres, gegen 15 Uhr nachmittags, bringt er sie zur Uckermark-Passage,
08:30lockt sie in ein naheliegendes Wäldchen und vergreift sich dort an ihr.
08:34Danach verschwindet er zu Fuß in Richtung Leverkusener Straße.
08:38Dort verliert sich seine Spur.
08:42Intensiv wurde nach diesem Mann bereits gesucht, bisher ohne Erfolg.
08:46Deshalb wird nun öffentlich nach ihm gefahndet. Und ihrer Mithilfe ist gefragt.
08:51Wir bitten jeden, der etwas zum Tatgeschehen wiedergeben kann, beziehungsweise die Person wiedererkennt, sich bei der Polizei zu melden.
09:00Womöglich gibt es auch weitere Opfer, die von einem Mann angesprochen wurden, der sich als Fotograf ausgab.
09:07Und die sich noch nicht bei der Polizei gemeldet haben.
09:10Für die Zwölfjährige sind die Folgen des Missbrauchs noch nicht absehbar.
09:15Das Mädchen ist ein therapeutischer Behandlung. Es ist ein psychisch sehr belastendes Ereignis.
09:21Und die Opfer sind meist immer traumatisiert, beziehungsweise haben lange noch mit den Folgen daran zu kämpfen.
09:30Umso wichtiger ist es, den Täter zu finden.
09:32Wer weiß etwas über den Mann, der sich als Fotograf ausgibt, Kinder anspricht und sie dann missbraucht.
09:40Wir schauen nochmal auf das subjektive Täterporträt.
09:43So hat das Mädchen ihren Peiniger wahrgenommen.
09:46Graugrüne Augen, diese besondere Mütze und ein rötlicher Bart.
09:50Der Mann spricht Deutsch.
09:52Wer kennt jemanden, der zu dieser Beschreibung passt?
09:54Es konnte wie gesagt eine DNA-Spur gesichert werden.
09:57Das heißt, bei einem konkreten Verdacht lässt sich schnell klären, ob es einen Bezug zur Tat gibt oder nicht.
10:02Ihre Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Uckermark unter Vorwahl Prenzlau 03984 und dann die 350 oder an jede andere Polizeidienststelle.
10:18In der Fahndung Kompakt heute sucht die Polizei Brandenburg nach zwei Personen, die mehrfach Geld mit einer gestohlenen Karte abgehoben
10:24haben.
10:25Sie wurde bei einem Einbruch abortet.
10:27Alles passierte im Sommer des vergangenen Jahres.
10:29Wir schauen zunächst mal auf die Tatörte.
10:33Der Einbruch passierte im Norden Brandenburgs in Fürstenberg und zwar Ende Juni innerhalb eines Zeitfensters von vier Tagen.
10:41Ganz genau vom 27.06. bis zum 1.07.2025.
10:46Danach wurde die Karte an vier verschiedenen Geldautomaten eingesetzt.
10:50Zuerst in Lüchen, dann in Wandlitz und Ahrensfelde und am Ende auch in Berlin.
10:57Eventuell haben die Täter einen Bezug dorthin.
10:59Auf jeden Fall wird jetzt nach diesen beiden Personen gesucht.
11:04Eine Frau und ein Mann.
11:05Beide waren beim Geldabheben maskiert und wirken recht jung.
11:11Bei der Frau im weißen T-Shirt lässt sich unter dem Basecap langes, dunkelblondes Haar erkennen.
11:16Außerdem ein Ohrstecker im rechten Ohrläppchen.
11:21Der Mann war komplett dunkel angezogen.
11:23Auffällig die roten Längsstreifen auf den Ärmeln.
11:26Er hat vermutlich kurzes, dunkles Haar.
11:28Darauf deuten hier die sichtbaren Koteletten hin.
11:32Dem kommen die beiden trotz ihrer Maskierung bekannt vor.
11:35Im vergangenen Sommer waren sie so im Norden Brandenburgs und in Berlin unterwegs.
11:40Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Oberhafen unter Vorwahl Oranienburg 03301 und an die 8510 oder an jede andere
11:52Polizeidienststelle.
11:58Nicht nur Schlagerfans wissen, eine neue Liebe ist wie ein neues Leben.
12:02Da wirbelt so einiges durcheinander.
12:04Dieses neue Leben kann aber auch recht teuer werden.
12:06Wer da nicht über ausreichende Reserven verfügt, kommt mitunter schnell auf ausgefallene Ideen.
12:12So wie im Cartoon heute im kuriosen Fall der Woche.
12:15Beziehungsstatus kompliziert oder Liebesdienst mit Folgen.
12:23Polizeieinsatz bei Lilly.
12:25Die Bankangestellte erzählt den Beamten alles ganz genau.
12:29Wie das mit den maskierten Unbekannten gerade war, die plötzlich in die Bank stürmten und sie bedrohten.
12:34Mit einer Waffe.
12:36Nur deshalb hat sie den Tresor aufgemacht und die 460.000 Euro rausgegeben.
12:42Lillys Adlerauge hat sich die Räuber aber ganz genau gemerkt und kann sie nun ganz genau beschreiben.
12:49Die Großfahndung hat auch gleich Erfolg.
12:52Zwei Männer werden festgenommen, weil die wie Lillys Räuber aussehen.
12:56Nur Fehlanzeige.
12:58Die beiden haben ein lupenreines Alibi.
13:01Und jetzt?
13:02Lilly soll den Ermittlern doch nochmal alles genau erzählen.
13:06Und erzählt nun manches ein bisschen anders.
13:09Waren es jetzt zwei oder doch drei Täter?
13:14Irgendwann knickt sie ein und gesteht.
13:16Sie war es selbst, die aus dem Tresor das Geld genommen hat.
13:20Kein Räuber.
13:21Und ein bisschen ist auch noch was da vom Geld.
13:24In einer Matratze in der Wohnung.
13:27Ein Beweisstück von vielen für den Richter.
13:30Und fragt Lilly, was diese Räuberpistole denn sollte.
13:34Die vergeht vor Reue und erklärt nur, dass ihr Gehalt zu klein war für ihre große Liebe.
13:39Sie hat alles nur für ihren neuen Freund getan.
13:43Der Richter wundert sich, was Lilly unter Liebe versteht.
13:46Und schickt sie zum Nachdenken in eine freundfreie Zone.
13:53Ja, kein Happy End.
13:55Lilly muss ins Gefängnis und zwar für dreieinhalb Jahre.
13:57Wegen Diebstahls, Vortauschens einer Straftat und des Missbrauchs von Notrufen.
14:02Außerdem muss sie den Rest der Beute zurückzahlen, etwa 390.000 Euro.
14:06Ihr neuer Freund ist mit Anfang 20 etwas jünger als sie.
14:09Und gilt deshalb vor Gericht noch als Heranwachsender.
14:12Er wurde wegen Begünstigungen zu vier Wochen Jugendarrest verurteilt.
14:17Im nächsten Verhandlungsfall heute sucht die Polizei in der Prignitz in Wittenberge nach zwei Ladendieben,
14:22die offenbar regelmäßig zugreifen.
14:24Auf jeden Fall wirkten sie sehr abgeklärt und professionell und waren auf besondere Weise angezogen.
14:29Wir haben im Februar schon mal nach ihnen gefahndet.
14:31Ganz kurz, nur mit Fotos.
14:33Jetzt haben wir von der Staatsanwaltschaft ein Video bekommen,
14:35auf dem die Täter noch besser zu erkennen sind.
14:40Es ist das Regal, wo die Babynahrung steht.
14:44Dort werden die Bilder vom Mann mit der Einkaufstüte aufgezeichnet,
14:47wie er sich kurz unsicher umschaut.
14:50Dann aber zugreift.
14:54Und so etliche Pakete mit Milchpulver in seiner Tüte verschwinden ist.
15:00Aufnahmen anderer Überwachungskameras zeigen, wie er an der Kasse vorbeigeht, ohne zu bezahlen.
15:06Und dann sind noch mal seine Beine zu sehen, kurz bevor er den Laden verlässt.
15:13Die Polizei kann bei der Auswertung des Videomaterials später rekonstruieren.
15:18Der Mann ist nicht allein. Er hat einen Komplizen.
15:21Die beiden Tatverdächtigen sind gemeinsam vorgegangen.
15:24Sie waren gleichzeitig in der Rossmann-Filiale.
15:27Doch in die Drogerie kommen sie nicht gemeinsam.
15:31Zuerst taucht der Mann auf, der später die Einkaufstüte rausholen wird.
15:35Erst Minuten danach folgt sein Begleiter.
15:38Im Vergleich zu seinem Komplizen ist er auffallend elegant angezogen.
15:43In hellem Anzug samt getönter Brille.
15:46Also man kann schon sagen, dass die beiden sehr professionell vorgegangen sind.
15:50Sie haben zu zweit agiert, waren aber so auch nicht als Einheit zu erkennen,
15:56da sie sehr unterschiedlich gekleidet waren.
15:59Gut zu sehen ist auch die Arbeitsteilung der beiden.
16:02Der Mann im Anzug wählt offenbar aus.
16:05Und gibt dann Zeichen dazu.
16:07Hier in der Zeitlupe zu erkennen, er hebt etwas hoch, als sein Komplize vorbeiläuft.
16:12Der versteht und nimmt dann genau an der Stelle das Milchpulver aus dem Regal.
16:19Danach verlässt er den Laden mit der Beute in der Einkaufstüte.
16:23Der Mann im Anzug bleibt in der Drogerie, sondiert die Lage weiter.
16:28Denn drei Minuten später kommt sein Komplize zurück.
16:31Diesmal treffen sich die beiden an dem Regal, wo es Nahrungsergänzungsmittel gibt.
16:37Der Mann im Anzug zeigt wieder auf die Ware, packt dann aber auch selbst mit ein.
16:42Allerdings fühlen sich die beiden offenbar durch eine Kundin beobachtet, die plötzlich hinter ihnen steht.
16:47Sofort brechen sie ab, gehen auf Abstand.
16:50Tun so, als wären auch sie nur suchender Kunden.
16:54Als die Frau nicht mehr hinter ihnen ist, macht das Duo weiter.
16:58Routiniert, fast unauffällig, bis die Tasche voll ist.
17:02Dann trennen sie sich wieder und verlassen das Geschäft endgültig.
17:05Der Mann mit dem Anzug und sein Komplize.
17:08Mit ihnen verschwindet Ware im Wert von mehreren hundert Euro.
17:12Entwendet wurden Waren aus dem Bereich der Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere, sowie Milchpulver zur Herstellung von Babynahrung.
17:23Aufgrund vergleichbarer Fälle geht die Polizei davon aus, dass die beiden hier nicht für den Eigenbedarf stehlen.
17:31Beim Diebesgut kann man sagen, dass es Produkte sind, die auf dem Schwarzmarkt sehr gut zu verkaufen sind.
17:37Es ist ein hoher Warenwert, ein guter Wiederverkaufswert.
17:41Wir haben hier eine lange Haltbarkeit und eben auch eine gute Lagergröße.
17:47Die beiden waren hier in Wittenberge aktiv.
17:50In der Nähe des Bahnhofs befindet sich der Tatort.
17:54In diesem Drogeriemarkt haben sie zugegriffen, am 7. Juli vergangenen Jahres, einem Montag, kurz nach 17 Uhr.
18:02Die Vorgehensweise der beiden Männer lässt darauf schließen, dass es nicht ihr erster Diebstahl war.
18:08Es ist üblich, dass solche Täter reisen, gerade an großen Bundesstraßen, an Autobahnen und immer wieder Drogeriegeschäfte aufsuchen und ähnlich
18:17vorgehen.
18:19Sehr wahrscheinlich sind die beiden mit einem Auto unterwegs.
18:22Dorthin bringt einer der Täter zwischendurch wohl auch die Einkaufstüte mit dem gestohlenen Milchpulver.
18:30Nach dem Diebstahl verschwinden sie aus Wittenberge, das im Nordwesten Brandenburgs liegt, auf halber Strecke zwischen Berlin und Hamburg.
18:38Möglicherweise gibt es an dieser Strecke in beiden Richtungen weitere Geschäfte, in denen die Männer aufgetaucht sind.
18:45Wir möchten wissen, ob uns jemand Hinweise zu den möglichen Tatverdächtigen oder zu einem Tatverdächtigen geben kann und ob vielleicht
18:53schon andere Taten bekannt sind, die durch die gleichen begangen worden sind.
18:59Der eine Mann war sehr elegant gekleidet, mit einem hellen Anzug und einem weißen Hemd.
19:04Er trägt außerdem eine getönte Sonnenbrille und hat seine dunklen Haare zurückgegelt.
19:12Außerdem trägt er einen schwarzen Gürtel sowie schwarze Lackschuhe.
19:16Bei dem zweiten handelt es sich um einen wesentlich legerer gekleideten Mann mit sehr kurz geschorenen Haaren, einem grauen Bart
19:28sowie einem schwarzen T-Shirt mit Berlin-Aufdruck.
19:33Nur 8,5 Minuten dauerte der Diebstahl, hier in dieser Drogerie in Wittenberge.
19:388,5 Minuten, in denen die Männer gezielt, abgestimmt und sehr routiniert vorgegangen sind und es anderswo wahrscheinlich wieder tun
19:48werden.
19:50Ja, das ist die Frage. Wo sind die Männer noch gesehen worden? Wo waren sie noch aktiv?
19:55Vielleicht auch in Kombination mit anderen Tätern. Oft gehören solche Profiladendiebe zu größeren Banden.
20:01Wer weiß etwas über den Herren im eleganten hellen Anzug mit dem weißen Hemd und der getönten Brille?
20:06Und wer kennt den Komplizen im sportlichen Outfit mit Turnschuhen, Trainingshose und Berlin-T-Shirt?
20:13Ihre Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Prignitz unter Vorwahl Perleberg 03876 und dann die 7150 oder an jede andere Polizeidienststelle.
20:26Was würden Sie machen, wenn Sie im Urlaub dringend Geld brauchen, aber Ihre Geldkarte verschwunden ist?
20:30Das heißt, Sie können am Automaten kein Geld abheben.
20:33Da wäre es doch schön, wenn es Menschen gibt, die einem helfen, oder?
20:36So, da muss der junge Mann im nächsten Beitrag gedacht haben, er wollte helfen und wurde Opfer von Trickbetrügern.
20:45Sie lauern vor Bankfilialen, behaupten, Tourist in einer Notlage zu sein und nutzen die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer eiskalt aus.
20:57So ist es auch Jonas M. passiert.
21:00Ich hätte mir auf jeden Fall vorher nicht vorstellen können, dass ich auch mal Opfer werde von so einem Betrug,
21:06weil ich mich eigentlich als sehr, vor allem was solche Dinge angeht, als sehr kritischen Menschen einschätze.
21:14Jonas M. nimmt uns mit zu dem Ort, wo ihm seine Hilfsbereitschaft zum Verhängnis wurde.
21:19Zu einer Bankfiliale in der Berliner Friedrichstraße.
21:24Er stellt selbst nach, wie er dort von einem Mann angesprochen wird.
21:28Auf Englisch erklärt der, seine Kreditkarte sei eingezogen worden.
21:32Er brauche aber dringend Geld und hoffe nun, dass Jonas M. ihm aushelfen könne.
21:37Er war sehr kommunikativ, er hat doch schon ein Händchen dafür gehabt, würde ich mal sagen, Smalltalk zu führen.
21:44Trotzdem zögert Jonas M.
21:46Der Mann reagiert darauf und erklärt, dass er sofort eine Überweisung per Handy machen würde.
21:52Als Sicherheit.
21:53Ich dachte mir, wenn das Geld auf meinem Konto ist, kein Problem, dann kann ich es ja abheben, dann bin
21:59ich ja eigentlich fein raus aus der Sache, es besteht keine Gefahr.
22:02Der Mann gibt dann vor, 1000 Pfund, rund 1000 Euro zu überweisen, auf das Konto von Jonas M.
22:08Zeigt dafür auch einen Handybeleg vor.
22:11Als zusätzliche Sicherheit schickt der Mann auch noch ein Foto von einem Führerschein, mit Namen und Anschrift.
22:18Das ist das Originalfoto vom britischen Führerschein.
22:21Aus juristischen Gründen haben wir die Daten unkenntlich gemacht.
22:25Das gilt auch für den Beleg der Handyüberweisung.
22:28Auch das ist das Original.
22:31Deshalb ist er jetzt bereit, doch Geld abzuheben und es dem fremden Mann zu leihen.
22:36Allerdings nur 200 Euro.
22:38Als der 30-Jährige zu Hause die Rücküberweisung starten will, sind die 1000 Pfund allerdings immer noch nicht auf seinem
22:45Konto.
22:46Jetzt wird ihm klar, seine Hilfsbereitschaft wurde ausgenutzt.
22:51Kurz danach meldet er den Betrug bei der Polizei.
22:56Der Beamte, mit dem ich telefoniert hatte, der hatte mir dann gesagt, dass es wohl jetzt schon öfters vorgekommen ist.
23:03Die Masche ist bekannt bei der Polizei und es handelt sich wohl öfters um eine britische Tätergruppe.
23:09Eine Betrügerbande, die professionell vorgeht.
23:12Mit einem Lockvogel, der sehr gekonnt überzeugen kann.
23:16Und Dokumenten, die per Handy verschickt werden und Sicherheit vorgaukeln sollen.
23:21Wie der vermeintliche Überweisungsbeleg.
23:24Oder das Foto von einem Führerschein.
23:27Beides gefälscht.
23:30Eine mögliche Spur zur Bande ist die englische Handynummer, die der Mann benutzt hat.
23:36Jonas M. versucht ihn zu erreichen.
23:39Die gewählte Nummer ist nicht vergeben.
23:42The number you've died is not a sign.
23:44Die Nummer ist abgeschaltet.
23:46Die 200 Euro sind damit wohl endgültig verloren.
23:50Ja, Jonas ist nicht der Einzige, wie gesagt, der auf diese Weise betrogen wurde.
23:54Diese Masche zielt vor allem auf jüngere Leute.
23:56Aber egal, für alle Altersgruppen gilt, auch wenn Menschen noch so freundlich und nett um Geld bitten, bleiben sie misstrauisch.
24:04Das war's fast für heute.
24:05Es fehlt noch unser Blick zurück auf unsere Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
24:08Hier nochmal ganz kompakt alles Wichtige.
24:13Er gibt sich als Fotograf aus, spricht in Schwedt eine Zwölfjährige an
24:16und gibt vor, mit ihr nur schöne Fotos machen zu wollen.
24:20Doch dann setzt er das Mädchen unter Druck und missbraucht es.
24:23Wer ist der Mann mit der auffälligen Mütze und den grau-grünen Augen?
24:28Diese beiden werden mit einem mehrfachen Betrug in Verbindung gebracht.
24:31In Fürstenberg wird eine Geldkarte gestohlen, die danach an mehreren Orten eingesetzt wird.
24:37Vielleicht erkennt jemand die beiden trotz ihrer Maskierung.
24:41Und dieser Mann greift erst beim Milchpulver für Babys zu
24:44und dann mit seinem Komplizen bei Nahrungsergänzungsmitteln.
24:47Das Duo geht in Wittenberge äußerst routiniert vor.
24:51Erkennt jemand den Mann im Anzug oder seinen Komplizen, dem Mann mit Bart?
24:56Ihre Hinweise sind jetzt gefragt per Telefon, per E-Mail
24:59oder über die Online-Wache der Polizei in Berlin und in Brandenburg.
25:02Alles Wichtige dazu finden Sie ebenfalls online auf unserer Täter-Opfer-Polizei-Fahndungsseite.
25:08Danke fürs Zuschauen.
25:10Am nächsten Sonntag geht es weiter mit neuen Fahndungsfällen, wie immer um 19 Uhr.
25:15Bis dahin alles Gute.
25:16Achten Sie bitte weiter auf Ihr Handgepäck und gern auch auf unsere neue Podcast-Folge.
25:21Die ist ab heute online.
25:27Im Visier. Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg.
25:31Das ist der rbb-Crime-Podcast.
25:34Elvira Siebert und Uwe Madl beleuchten wahre Kriminalfälle aus der Region und deren Hintergründe.
25:41Diesmal führt der Fall in das Jahr 1994.
25:45In Berlin gibt es im Januar einen Großeinsatz der Polizei,
25:49nachdem auf dem Grazer Platz ein abgetrennter Frauenkopf gefunden wurde.
25:54Wie sich herausstellt, wurde die Frau in ihrem Schlafzimmer umgebracht.
25:58Dieser Mann, ihr Klavierlehrer, gilt als Tatverdächtiger.
26:02Doch er hat ein perfektes Alibi.
26:06Wie er doch überführt werden kann, erfahren Sie im Podcast Im Visier.
26:10Zu finden in der ARD Sounds App und überall, wo es Podcasts gibt.
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