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Transkript
00:18Die Polizei hofft wieder auf ihre Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen in Berlin und Brandenburg.
00:24Da geht es heute auch um eine fiese Betrugsmasche, die einen Reitverein für Kinder und Jugendliche sehr getroffen hat.
00:31Ich war erstmal ganz schön geschockt.
00:33Natürlich ist es sehr blöd und schade für uns, weil das ganze Geld wir sehr wahrscheinlich nicht wiederbekommen.
00:4017.000 Euro sind weg, viel Geld für einen Verein, in dem meist ehrenamtlich gearbeitet wird.
00:46Was dieser Radlader und ein Anwalt für Insolvenzrecht damit zu tun haben, dazu später mehr in der Sendung.
00:55Wir starten heute wieder mit Schüssen in Berlin.
00:57Selbst sichere Orte wie Wohnungen geraten inzwischen ins Visier der Verbrecherbanden mitten in der Stadt.
01:03Und vor unser aller Augen werden hier Revierkämpfe ausgetragen.
01:06Im Februar traf es eine Wohnung und vor allem die Bewohner in Kreuzberg.
01:12Es ist ein Abend wie viele andere für die Wohngemeinschaft.
01:16Es wird gegessen, geredet und gelacht an diesem Donnerstag in Berlin-Kreuzberg.
01:22Alles ist in Ordnung, als es für die Bewohner Zeit wird, ins Bett zu gehen.
01:28Bis zu jenem Moment, als sich alles ändert.
01:31Mitten in der Nacht machen sich Unbekannte auf den Weg.
01:34Täter, die einen Anschlag planen und bereit sind zu schießen, womöglich auch zu töten.
01:40Ihr Ziel ist die Wohnung in Berlin-Kreuzberg.
01:44Der oder die Täter müssen genau gewusst haben, wo sie ihre Opfer finden und mit gezielten Schüssen im Schlaf überraschen.
01:54Es sind Momente der Angst für die Bewohner.
01:56Sie haben Angst um ihr Leben und versuchen, sich in dem Kugelhagel in Sicherheit zu bringen.
02:04Die Staatsanwaltschaft Berlin ist für die Ermittlungen in dem Fall zuständig.
02:10Derzeit gehen wir von einem gezielten Anschlag auf einen der Bewohner aus.
02:14Auch aufgrund der Tatsache, dass durch bewohnte Bereiche in Fenster geschossen worden ist.
02:19Und deswegen ermitteln wir wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
02:23Diese Fotos vom Tatort zeigen einige der Einschusslöcher in den Fensterscheiben, in den Fensterrahmen und in den Wänden.
02:35Es wurden insgesamt acht Schüsse auf diese Wohnung abgefeuert.
02:39Das Kaliber der Waffe ist 9 Millimeter.
02:41Das Kaliber bezieht sich auf den Durchmesser der Patronen.
02:469 Millimeter ist das weltweit gängigste Standardkaliber, das unter anderem auch für Maschinenpistolen eingesetzt wird.
02:53Weshalb man davon ausgehen kann, dass ein ganzes Magazin geleert worden ist.
02:58Einer der Schüsse wurde auf das Küchenfenster abgegeben.
03:03Eine dort schlafende Bewohnerin des Hauses ist zum Glück unverletzt geblieben.
03:09Die weiteren Schüsse wurden durch die Fenster des daneben liegenden Schlafzimmers abgegeben.
03:16Und auch dort hielten sich Bewohner auf.
03:20Auch diese wurden aber durch glückliche Umstände durch die Schüsse nicht verletzt.
03:25Der Mordanschlag fand mitten in Berlin statt, in Kreuzberg, in der Ritterstraße 64.
03:32In der Nacht zum Freitag, den 13. Februar, gegen 1.45 Uhr.
03:38Wie die Bilder zeigen, liegt der Tatort mitten in einem Wohnviertel.
03:43Ist jemandem hier etwas aufgefallen, das mit den Schüssen in Verbindung stehen könnte?
03:47Die Polizei macht auch mit Fahndungsplakaten darauf aufmerksam.
03:51Denn die Täter könnten ja zurückkommen.
03:55Der Anschlag am 13. Februar ist einer von vielen in den letzten Wochen in Berlin.
04:00Überall in der Stadt wurde schon auf jemanden geschossen.
04:03Oder auf Wohnungen, Büros oder Unternehmen.
04:08Das Vorgehen der Täter ist fast immer gleich.
04:11Sie tauchen plötzlich auf und verschwinden dann spurlos.
04:15In fast allen Fällen ermittelt die besondere Polizeieinheit Ferrum,
04:19die im November vergangenen Jahres gegründet wurde.
04:22Seitdem gab es hunderte Durchsuchungen, viele Festnahmen und nächtliche Kontrolleinsätze.
04:27Doch die Gewalt durch kriminelle Banden reißt offenbar nicht ab.
04:32Gibt es für die Ermittler einen Zusammenhang zu den Schüssen jetzt am 13. Februar in Kreuzberg?
04:37Was andere Schussabgaben in der Vergangenheit im Stadtgebiet betrifft,
04:41kann ich im Moment nur mitteilen, dass ein Zusammenhang zu anderen Taten derzeit
04:45durch die ermittelnden Beamten und Beamtinnen geprüft wird.
04:48Seit dem Mordanschlag in der Ritterstraße hat die Polizei vor dem Wohnblock Stellung bezogen.
04:54Wie lange ist offen?
04:56Das wird auch durch die Ergebnisse der aktuellen Ermittlungen beeinflusst,
05:00bei denen ihre Hilfe jetzt gefragt ist.
05:02Wir wüssten gerne, wer möglicherweise in der Nacht vom 12. auf den 13. Februar
05:08in der Zeit zwischen 0.30 Uhr und 2 Uhr eine oder mehrere auffällige Personen
05:14Fahrzeuge auf der Ritterstraße gesehen hat
05:17oder in dem Bereich möglicherweise sonstige verdächtige Beobachtungen gemacht haben könnte.
05:24Jeder Hinweis kann wichtig sein.
05:26Wenn Sie etwas wissen sollten zu den Schüssen in der Ritterstraße,
05:30wenden Sie sich bitte an das Landeskriminalamt Berlin unter der Telefonnummer 030 46 64 941 216
05:42oder nutzen Sie diese Mailadresse.
05:50Es war ein sehr merkwürdiger, ein rätselhafter Fall,
05:53der uns hier im Juni des vergangenen Jahres bewegt hat.
05:55Eine Mutter und ihre Tochter wurden in Berlin auf offener Straße
05:58mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt.
06:00Es war großes Glück, dass beide überlebt haben.
06:03Ein doppelter Mordversuch quasi aus dem Nichts.
06:06Auch das Motiv zunächst völlig unklar.
06:08Dennoch gelang es der Polizei, den Täter zu fassen und vor Gericht zu bringen.
06:12Jetzt fiel das Urteil.
06:16Für die beiden Opfer, Mutter und Tochter, ist es ein wichtiger Moment.
06:22Ein letztes Mal gehen sie in den Gerichtssaal,
06:25wo sie noch einmal auf den Mann treffen werden, der auf sie eingestochen hat.
06:30Die Anklage ist schwerwiegend.
06:32Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Mord in zwei Fällen,
06:36jeweils in Tat einer mit gefährlicher Körperverletzung vor.
06:39Hier in Berlin-Lichtenberg wurden die beiden Frauen angegriffen.
06:43Am 1. Juni vergangenen Jahres.
06:46Als erstes trifft es die Tochter, die nur kurz Luft schnappen will.
06:54Mordermittler Thomas Behle erklärt damals bei uns in der Sendung, wie der Angriff ablief.
07:00Der Täter hat das Opfer, diese 19-jährige junge Frau, zu Boden gebracht und mit einem Messer attackiert.
07:07Mehr als 70 Mal wird auf die 19-Jährige eingestochen.
07:11Trotzdem kann sie um Hilfe schreien.
07:13Das hört ihre Mutter.
07:15Die Mutter hat sich auf die Straße begeben, hat sich quasi in Löwenmutter-artiger Manier dazwischen geworfen,
07:21den Täter von der Tochter runtergerissen, der sich dann ihr zugewandt hat und sie mit dem Messer verletzte.
07:27Der Mann sticht auch auf sie mehrmals ein.
07:32Glücklicherweise kommen zwei Passanten vorbei, die den Angriff bemerken.
07:36Erst jetzt hört der Täter auf und flüchtet.
07:40Szenen vom Tatort aus jener Juninacht.
07:43Rettungskräfte kämpfen um das Leben der beiden Frauen.
07:47Die Tochter wird schon im Rettungswagen ins künstliche Koma versetzt, anschließend über 25 Stunden operiert.
07:56Mit diesem Phantombild, das wir aus rechtlichen Gründen jetzt unkenntlich machen müssen, wird dann nach dem Mann gefahndet.
08:03Auch bei Täter-Opfer-Polizei.
08:06Er ist nicht sehr groß, etwa 1,70 Meter, er spricht akzentfrei Deutsch.
08:11Vier Wochen danach wird schließlich ein junger Berliner verhaftet, der sich hier im Berliner Landgericht verantworten muss.
08:18Auf dieser Bank wird beim Urteil der inzwischen 19-Jährige sitzen, der Mann, der auf dem Phantombild zu sehen war.
08:26Von seinem Platz aus hat man die Anklageseite im Blick, für die das Tatmotiv klar ist.
08:32Es ging ihm darum, ganz gezielt hier um des Tötens willen oder um des Mordens willen Leute umzubringen.
08:39Er kannte diese Person auch im Vorfeld der Tat nicht. Er wollte töten um des Tötens willen.
08:45Laut Anklage gab es für den Angriff erst auf die Tochter, dann die Mutter. Auch ein Vorbild.
08:52Der Angeklagte soll die Taten begangen haben, auch möglicherweise um Nachahmung durchzuführen.
08:58Er hat sich in der Vergangenheit in gewisser Weise inspirieren lassen von einem amerikanischen Serienmörder.
09:04Und zwar von Richard Ramirez. Der US-Amerikaner hat in den 80er Jahren mindestens 13 Menschen ermordet.
09:12Er galt als psychisch krank. Dieser Mann war also das Vorbild des 19-jährigen Berliners, der wie in solchen Verfahren
09:20üblich von Sachverständigen untersucht wurde.
09:23Es gibt Hinweise dafür, dass Krankheitsbilder vorliegen, Persönlichkeitsauffälligkeiten, Persönlichkeitsstörungen, die hier durch Sachverständige diagnostiziert wurden.
09:32Auf der Anklagebank sagt der 19-Jährige nicht viel. Entschuldigt sich nie bei den Opfern.
09:39Das bleibt so bis zum Ende des Prozesses.
09:44Und das Urteil ist eindeutig.
09:48Der Angeklagte wurde wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen verurteilt.
09:55Gleichzeitig hat die Kammer auch noch mal betont und die Vorsitzende hervorgehoben, der Angeklagte war in seiner Störungsfähigkeit erheblich eingeschränkt.
10:02Also eine verminderte Schuldfähigkeit lag vor. Die Kammer hat die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.
10:10Der 19-Jährige muss also in den Maßregelvollzug und das auf unbestimmte Zeit, so das Gericht.
10:17Es ist eine Entscheidung, die Mutter und Tochter erhofft haben. Denn...
10:22Die Tatfolgen, die das Gericht jetzt festgestellt hat, sind natürlich erheblich, sowohl in körperlicher Hinsicht als auch in psychischer Hinsicht.
10:29Aber es ist ausdrücklich hervorgehoben, wurde auch durch das Gericht noch mal der Mut, den diese Geschädigten hier in dem
10:34Verfahren und nach der Tat jetzt an den Tag gelegt haben.
10:38Für Mutter und Tochter, für die beiden Opfer des fast tödlichen Angriffs, ist das Urteil ein wichtiger Schritt für das
10:46Leben danach.
10:49Das Leben danach beginnt jetzt. Beide Frauen müssen bis heute behandelt werden.
10:54Wir hoffen sehr, dass sie diese furchtbaren Taten verarbeiten können.
10:58Und der Täter? Das Gericht hält ihn weiter für hochgefährlich. In Freiheit würde er wahrscheinlich wieder töten.
11:03Deshalb würde er sehr lange im Maßregelvollzug bleiben. Vielleicht sogar ein Leben lang.
11:12In der Fahndung Kompakt heute sucht die Polizei Brandenburg nach einer Liebesbande, vermutlich zwei Frauen und einem Mann.
11:18Das Trio war Anfang vergangenen Jahres mit einem weißen Kleintransporter, einem Kastenwagen im Osten Brandenburgs auf Tour.
11:24Zumindest von den Frauen gibt es ganz gute Fahndungsbilder.
11:28Zunächst schauen wir, wo diese Bilder entstanden sind.
11:33Wir sind hier im Osten Brandenburgs, im Landkreis Märkisch-Oderland.
11:37Dort tauchte die Bande am 10. Januar 2025 vormittags gegen 10 Uhr in der Gemeinde Bayersdorf-Freudenberg auf.
11:45Der Mann blieb im Transporter und die beiden Frauen gelangten zunächst unentdeckt in ein Wohnhaus.
11:51Dort griffen sie zu, ihre Beute, Bargeld und eine Kreditkarte.
11:56Das sind die verdächtigen Frauen auf dem Grundstück im Ortsteil Bayersdorf.
12:01Als sie im Haus waren, ging ein Alarm los, deshalb musste es nach dem Diebstahl sehr schnell gehen, wie man
12:07hier sehen kann.
12:08Danach stiegen sie in den weißen Transporter.
12:12Wem kommen die Frauen bekannt vor?
12:14Die Verdächtige in der schwarzen Kleidung wirkt sehr schlank, ihre Komplizin etwas kräftiger.
12:21Sie hat zum Teil blondiertes Haar und trug unter der blauen Jacke ein helles Oberteil mit einem auffällig großen Kragen.
12:28Wo sind die Frauen noch gesehen worden?
12:32Die Bilder entstanden, wie gesagt, im Januar des vergangenen Jahres.
12:36Ihre Hinweise dazu bitte an die Polizeiinspektion Märkisch-Oderland unter Vorwahl-Strausberg 03341 und dann die 33000 oder an jede
12:48andere Polizeidienstelle.
12:51Auch im Cartoon heute, im kuriosen Fall der Woche, ist eine Frau straffällig geworden.
12:56Am Ende muss sie sogar ins Gefängnis.
12:59Dabei hatte alles so romantisch angefangen.
13:01Große Liebe, großes Herz und dann ging es doch wieder nur ums Geld.
13:06Plaisir d'Amour oder was man lieb hat, kann auch teuer werden.
13:13Hanna kann sehr überzeugend sein in ihrem Beruf.
13:16Mit aller Zuwendung geht sie auf ihre Kundschaft ein.
13:20Heiner ist davon so hin und weg, dass er bereit ist, für Hanna mehr zu sein als ein Kunde.
13:26Er umsorgt sie nun regelmäßig und hilft auch gern aus.
13:30Und Hanna hat großen Hilfsbedarf.
13:32Schließlich gibt es ihre notleidende Familie.
13:35Dann sind da noch die bösen Kredithaie und schließlich erzählt sie von dem finsteren Typen, der vielleicht von der Mafia
13:42ist und auf sie wartet.
13:44Bei jeder Geschichte öffnet Heiner nicht nur sein Herz, sondern auch sein Portemonnaie.
13:50Turbulent wird es, als Hanna auch noch gekidnappt wird.
13:54Prompt ist Ritter Heiner zur Stelle und löst sie aus.
13:58Nach der Wiedersehensfreude kommen Heiner dann doch mal klare Gedanken.
14:02Als er seinen Kontostand zieht.
14:05Misstrauen tropft in sein Herz.
14:07Gebrochen ist es, als er dieses Instagram-Video sieht.
14:11Hanna wild feiernd, als sie ja noch in den Klauen der Entführer war.
14:16Die Anzeige folgt samt Gerichtsprozess.
14:19Hanna gibt sich reumütig und gesteht, ja, sie hat Heiner mit all den Lügen abgezockt.
14:25Und wo sind die rund 1,6 Millionen Euro, will der Richter wissen.
14:29Leider alles weg, erklärt Hanna.
14:32Die Reisen, der Schmuck und die kosmetischen Eingriffe kosten halt.
14:35Der Richter verordnet ihr einen Sparhaushalt.
14:41Ja, und was für einen?
14:43Ihre Ausgaben werden sich sehr an Grenzen halten.
14:45Und zwar für viereinhalb Jahre, so das Urteil.
14:48Hanna muss also ins Gefängnis wegen Betrugs in insgesamt 53 Fällen.
14:52Ihr Geständnis hat sich strafmildernd ausgewirkt, sonst wäre die Strafe noch höher ausgefallen.
15:02Weiter geht's mit einem Fall, den uns hier schon einmal beschäftigt hat.
15:04In Ahrensfeld im Landkreis Bahnhof wurde ein Supermarkt überfallen.
15:08Ein sehr brutaler Überfall, bei dem die Angestellte damals verletzt wurde.
15:12Bis heute konnten die beiden Täter nicht gefunden werden.
15:15Von einem der beiden, und das ist neu, gibt es jetzt ein Phantombild.
15:21Es sind diese hellen Augen, die das Opfer nicht vergessen kann.
15:26Gesucht wird dieser Mann, der bereit ist, auch Gewalt einzusetzen.
15:32Der Tatort, dieser Supermarkt in Ahrensfelde.
15:35An jenem Donnerstag vor fast drei Jahren läuft es kurz vor Ladenschluss, wie so oft, ruhig.
15:42Es sind nur wenige Kunden da.
15:45Gegen 21.20 Uhr tauchen dann zwei Männer auf, die offenbar noch etwas einkaufen wollen.
15:52Sie suchen nach ein paar Kleinigkeiten und gehen damit auch zur Kasse.
15:57Was dann passiert, erzählt eine Mitarbeiterin später der Polizei.
16:01Die Kassiererin scannt die ganzen Artikel und als sie im Begriff ist, den Kassenschub aufzumachen,
16:08da passiert plötzlich etwas, mit dem hat sie niemals gerechnet.
16:12Plötzlich zieht der Mann, der neben ihr steht, ein Pfefferspray hervor, sprüht sie damit ein.
16:18Er trifft nicht bloß die Augen, er trifft auch den Mund, die Mundpartie bis in den Rachen hinein.
16:24Ein Angriff, der für die Frau traumatisch ist. Sie ringt nach Luft, kann nichts mehr sehen, sich nicht mehr wehren.
16:31Das nutzt der Mann aus und greift in die Kasse.
16:35Die Frau sagt später, er hätte auch sowas gesagt wie Überfall, gib mir das Geld.
16:40Auch der zweite Mann nimmt sich Geldscheine aus der Kasse.
16:44Dann verschwinden beide. Zurück bleibt die verletzte Angestellte.
16:49Vom Tatort im Supermarkt an der Feldstraße fliehen die beiden Männer bis zur Ecke Rosenbecker Straße.
16:58Dort verliert sich ihre Spur.
17:01Die Polizei geht davon aus,
17:05dass hier in der Rosenbecker Straße wahrscheinlich das Fluchtauto gestanden hat,
17:09mit dem die Täter dann endgültig entkommen sind.
17:12Nach dem Raubüberfall mit dem erbeuteten Bargeld.
17:15Um den Tätern auf die Spur zu kommen, wurde bisher polizeiintern auch mit diesem Phantombild ermittelt.
17:21Noch fehlt der entscheidende Hinweis.
17:23Deshalb wird das Phantombild öffentlich gemacht.
17:26Wird nach dem Mann mit den hellen Augen öffentlich gefahndet.
17:29Es ist der Mann, den die Kassiererin gut beschreiben konnte.
17:32Er ist nur circa 1,70 Meter groß und war dunkel gekleidet.
17:37Von dem zweiten Täter, der das Pfefferspray einsetzte, gibt es kein Bild, aber eine Beschreibung.
17:44Auch er war dunkel angezogen, hatte aber seine Kapuze ins Gesicht gezogen.
17:49Er ist mit circa 1,80 Meter größer als sein Komplize.
17:54Wer weiß etwas über die beiden Männer?
17:57Der Supermarkt befindet sich im Landkreis Barnehm in Ahrensfelde,
18:02unweit von der Berliner Stadtgrenze.
18:04Vielleicht kommen die Täter auch aus Berlin.
18:07Die verletzte Kassiererin hat auch noch Jahre nach dem Überfall mit den Folgen zu kämpfen.
18:13Was wir wissen ist, dass sie sich danach in Behandlung begeben musste.
18:16Das, was sie in dem Moment erlebt hat, das können wir uns nicht vorstellen.
18:20Du wirst mit Pfefferspray eingesprüht.
18:22Das Pfefferspray trifft nicht nur deine Augen, sondern auch Mund- und Rachenbereich.
18:27Also das ist schon eine Geschichte.
18:29Da brauchst du eine Weile wahrscheinlich, um das zu verdauen.
18:31Auch deshalb sind ihre Hinweise wichtig.
18:35Unsere Hauptfrage ist natürlich, wer kennt diesen Mann anhand dieses Gesichtes wieder?
18:41Und wer kann uns möglicherweise sogar noch Angaben machen, wer sei Mittäter gewesen sein, könnte es so dabei jetzt sein.
18:47Womöglich haben es die beiden inzwischen auch schon anderswo versucht, mit einem Raubüberfall an Bargeld zu kommen.
18:53Wenn Sie weiterhelfen können, wenden Sie sich bitte an die Polizei Brandenburg unter der Telefonnummer 03338 361 0.
19:06Ich, Opfer von Trickbetrügern, kann mir nicht passieren, so denken einige.
19:11Und ich wünsche allen, dass das auch so stimmt.
19:13Doch selbst wer kritisch ist und nachfragt, kann auf Betrüger hereinfallen, so wie im nächsten Beitrag, weil eben auch die
19:19Betrüger immer professioneller werden.
19:21Ein Reitverein für Kinder und Jugendliche aus Berlin hat viel Geld verloren.
19:26Geld, das über Jahre mühsam angespart wurde.
19:31Sie alle wollen nicht aufgeben, auch wenn ihr Reitverein abgezockt wurde.
19:36Es geht um 17.000 Euro.
19:39Eine Riesensumme für einen Verein, in dem viele ehrenamtlich arbeiten.
19:43Für Kinder und Jugendliche, die nun Betrugsopfer sind.
19:47Ich war erstmal ganz schön geschockt.
19:49Ich denke einfach, derjenige wollte Geld machen und deswegen interessiert ihn wahrscheinlich weniger, auch dass wir hier Kinder sind, die
19:55es gut gebraucht hätten.
19:56Natürlich ist es sehr blöd und schade für uns, weil das ganze Geld wir sehr wahrscheinlich nicht wiederbekommen.
20:03Alles fängt damit an, dass der Berliner Reitverein im Internet nach einem gebrauchten Radlader sucht, der zum Verkauf angeboten wird.
20:11Viele Anzeigen werden geprüft, so erzählt es die Vereinschefin.
20:16Wir sind dann auf diese Seite gestoßen, die Insolvenzangebote angeboten hat.
20:22Und das war von einem Anwaltsbüro, der das auch verwaltet und vermittelt.
20:28Dieser Radlader wird von dem Anwaltsbüro angeboten.
20:31Für 17.000 Euro.
20:34Für die Summe musste der Verein lange sparen.
20:37Deshalb ist man vorsichtig.
20:39Wir haben ja auch geprüft, dass es dieses Büro tatsächlich gab.
20:42Also es war jetzt nicht so ins Blaue hinein.
20:45Und dachten, wunderbar, ein Schnäppchen, das können wir uns leisten und sind dann in Kontakt getreten.
20:52Übers Telefon.
20:53Der Verein kontaktiert das Anwaltsbüro, das seriös wirkt.
20:58Wir haben mehrfach mit denen telefoniert.
21:01Und sie haben uns, weiß ich, 80 Fotos oder so geschickt.
21:05Und wir haben dann Fragen gestellt noch, ob man diverse Teile da anbauen kann.
21:10Alle Fragen werden von dem vermeintlichen Anwalt beantwortet.
21:15Das überzeugt den Verein letztendlich.
21:17Auch wenn man den Radlader bis dahin nur auf Fotos gesehen hat.
21:22Wir hatten nicht vor, den in echt zu sehen, weil er einfach in einem anderen Bundesland steht.
21:25Also die Fahrt dahin viel zu weit war.
21:28Weil das Anwaltsbüro absolut seriös erscheint, überweist der Verein schließlich die geforderten 17.000 Euro auf das angegebene Konto.
21:38Dann hieß es, so ungefähr zwei Wochen dauert es, bis er geliefert ist, weil es ja ein Transport nach Berlin.
21:44Doch das Warten ist umsonst. Zum vereinbarten Termin Anfang Februar kommt keine Lieferung.
21:52Und dann haben wir versucht anzurufen. Dann kam zunächst keiner ran.
21:57Und ein paar Tage später gab es die Telefonnummer nicht mehr. Und dann war auch die Internetseite nicht mehr vorhanden.
22:03Jetzt wird klar, der Reitverein für Kinder und Jugendliche ist abgezockt worden. Von Betrügern.
22:11Unfassbar auch für die Kassenwartin des Vereins.
22:14Diese Seite war perfekt, die E-Mails waren perfekt, das Konto war ein deutsches Konto, es gab einen Kaufvertrag, es
22:19gab eine Rechnung.
22:20Aber was so seriös wirkte, ist in Wirklichkeit kriminell.
22:25Täter nutzten den Namen eines realen Anwalts, missbrauchten die Daten und erstellten damit gefälschte Internetseiten.
22:33Dort wurde der Radlader dann als vermeintliche Insolvenzmasse angeboten.
22:39Mit solchen Fällen hat Tina Beutling vom Landeskriminalamt immer wieder zu tun.
22:44Dass vermeintliche Rechtsanwälte Insolvenzmasse anbieten, davon sollte man sich nicht blenden lassen.
22:48Denn es ist nicht so schwer, wie man eigentlich denkt, Daten von Menschen aus dem Internet sich abzugreifen, wie zum
22:56Beispiel von Anwälten.
22:58Auch Webseiten lassen sich relativ einfach gestalten.
23:02Aber es gibt Warnsignale, die Täter entlarven können. Zum Beispiel.
23:08Dass sie dazu gedrängt werden, dass es nur per Vorkasse geht oder dass sie eine Reservierungsgebühr oder ähnliches bezahlen sollen.
23:15Lassen sie sich nicht unter Druck setzen. Die Täter sind gut darin, ihnen dieses Schnäppchen zu suggerieren und dass es
23:21schnell weg ist.
23:21Wird das Geld dann erstmal auf das angegebene Konto überwiesen, ist es oft verloren.
23:28Das wird sehr schnell weiter überwiesen. An andere Konten, an ausländische Konten oder in Kryptowährungen.
23:34So war es wohl auch bei dem gemeinnützigen Berliner Reitverein.
23:38Der Betrug hat enorme Folgen.
23:41Also der Verein hat diese 17.000 Euro verloren und die hatten wir über mehrere Jahre angespart.
23:48Also wir sind halt nicht so ein reicher Verein und wir müssen jetzt gucken.
23:52Das heißt für viele im Verein gemeinsam weitermachen und sich nicht von Betrügern kleinkriegen lassen.
24:03Also wie kann man vermeiden, auf diese Weise hereingelegt zu werden?
24:07Verzichten Sie auf Vorkasse? Bezahlen Sie nichts, was Sie vorher nicht selbst gesehen oder geliefert bekommen haben?
24:12Checken Sie den Verkäufer, auch wenn er noch so seriös wirkt.
24:15Wir haben gerade gesehen, wie leicht sich eine Identität fälschen lässt.
24:18Und seien Sie immer vorsichtig, wenn Sie spüren, da wird Zeitdruck aufgebaut.
24:22Gerade wenn es um vermeintliche Schnäppchen geht.
24:25Das war es dann fast für heute.
24:27Es fehlt noch unser Blick zurück auf die Fahndungsfälle an diesem Sonntag.
24:30Hier ganz kompakt alles Wichtige.
24:35Erst sieht alles nach einem ganz friedlichen Abend in einer Berliner Wohnung aus.
24:39Doch dann müssen die Bewohner um ihr Leben fürchten.
24:42Jemand schießt auf sie.
24:44In Fenstern, Rahmen und Wänden werden acht Einschusslöcher gefunden.
24:48Wer sind die Täter, die nachts losziehen und für den Mordanschlag in Kreuzberg verantwortlich sind?
24:54Gesucht werden auch Hinweise zu diesen beiden Frauen.
24:57Die Bilder von ihnen wurden im Osten Brandenburgs im Märkisch-Oderland in der Gemeinde Bayersdorf-Freudenberg aufgenommen.
25:03Als dort in ein Haus eingebrochen wird und Bankkarte und Geld gestohlen werden.
25:08Eine Überwachungskamera zeigt die beiden Frauen auf dem Grundstück und bei ihrer Flucht.
25:13Erkennt sie jemand?
25:14Wo haben sie es noch versucht?
25:17Und in Ahrensfelde tauchen in einem Supermarkt kurz vor Ladenschluss zwei Männer auf, die erst vorgeben, etwas kaufen zu wollen,
25:25dann aber die Kassiererin mit Reizgas attackieren und schwer verletzen.
25:29Sie greifen in die Kasse und verschwinden.
25:32Von einem der Täter gibt es dieses Phantombild.
25:35Wer ist der Mann mit den hellen Augen?
25:39Ihre Hinweise sind jetzt gefragt per Telefon, per E-Mail oder über die Online-Wache der Polizei in Berlin und
25:45in Brandenburg.
25:46Alle Fakten dazu, alle Kontakte und die gesamte Sendung finden Sie ebenfalls online und zwar auf unserer Fahndungsseite.
25:53Danke fürs Zuschauen.
25:53Hier geht es gleich weiter mit dem Wetter und den Nachrichten.
25:55Und dann sehen wir uns am nächsten Sonntag gern wieder mit neuen Fahndungsfällen, wie immer um 19 Uhr.
26:01Bis dahin, alles Gute und achten Sie auf Ihr Handgepäck.
26:06Tschüss.
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