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KurzfilmeTranskript
00:12Untertitelung. BR 2018
00:58Untertitelung. BR 2018
01:00You're my way to be friends
01:09Like a world on a hook
01:15Like a night from an old fashioned birth
01:21I have saved you
01:25All my rivers
01:28All my rivers
01:31All my rivers
01:41Musik
02:02Dann, ife, ife, ife, have been true.
02:33Gib mir.
02:37Mensch, Junge, Junge.
02:43Es reicht schon.
02:44Noch ein bisschen.
02:45Mama, es reicht.
02:50Iss, Junge.
02:54Anschließend reden wir beide mal, wie es weitergeht.
03:02Auslenker.
03:02Auslenker.
03:02Raus mit dir, los!
03:26Erstof.
03:45Danger!
03:46Gleich.
03:58UNTERTITELUNG
04:31UNTERTITELUNG
04:36Wie machst du denn hier?
04:39Was ist denn hier passiert?
04:40Vom Auto überfahren. Der Notarzt meint Schädelfraktur, multiple Knochenbrüche, innere Blutung.
04:48Paraflucht?
04:50Ja.
04:56Nur ein Sweatshirt und nichts drunter.
05:01Es ist nicht weit. Seine Familie wohnt da oben.
05:14Du organisierst das. Ich verlass mich auf dich.
05:24Mein Beileid.
05:28Wir müssen reden, Herr Friedland.
05:32Ja, natürlich.
05:36Ist Ihre Frau oben bei dem Kleinen?
05:38Ja.
05:40Passt auf, dass der Kleine nicht aus dem Fenster schaut.
05:44Max weiß auch nicht, was passiert ist.
06:10Bruno!
06:12Ich komme gleich nach.
06:14Sag mal, seit wann ermitteln wir bei Unfall mit Fahrerflucht?
06:17Seit ich darum gebeten habe.
06:19Kümmer du dich mal um die KTU. Die sollen vor allem nach Bremsspuren gucken. Ich nehme nämlich an, dass es
06:23keine gibt.
06:24Wer hat den Notruf abgesetzt?
06:26Sein Vater.
06:27Er hat noch versucht, erst Hilfe zu leisten, sagt der Notarzt.
06:30Danke.
06:33Sag mal, kann es sein, dass es irgendetwas gibt, was ihr wisst und ich nicht?
06:39Inge, kommst du mal. Irgendwas braucht man was?
06:42Nein, nichts. Weder zum Unfallfahrzeug noch zum Fahrer.
06:46Ich geh schon mal nach oben.
06:47Okay.
06:48Das ist Florian Friedland. Vor drei Jahren hat ihm Bruno das Leben gerettet.
06:53Hat ihm aus dem Feuer gezogen.
06:55Ein Jahr später war der Typ in eine Schießerei verwickelt und Bruno hat dafür gesorgt, dass er ins Gefängnis kommt.
07:03Es tut mir sehr leid.
07:06Ich muss diese Fragen stellen, wir dürfen keine Zeit verlieren.
07:11Haben Sie irgendwas mitbekommen von dem Unfall?
07:15Wir lagen im Bett.
07:17Das haben wir so einen Knall gehört.
07:20Ich bin zum Fenster und
07:23dann sind wir sofort runtergerannt und
07:25da
07:27da lag dann unser Junge.
07:33Ich habe alles probiert, aber
07:37die Ringer habe ich dann sofort hochgeschickt.
07:40Frau Friedland,
07:42wo war Ihr Sohn, bevor er überfahren wurde?
07:46Hier.
07:48In seinem Zimmer, dachte ich.
07:50Was?
07:55Das war ich doch kennenzulernen.
07:58Das war es überhaupt kennenzulernen.
08:02Warum ist er aufgestanden?
08:04Ich bin in der Nacht.
08:08Vielleicht war er verabredet.
08:12Dann hätte er doch was gesagt.
08:15Ich war mit ihm bis spät abends im Laden drüben.
08:21Am Tag seiner Entlassung gleich wieder in die Arbeit?
08:24Ja.
08:25Wir haben Pläne gemacht.
08:26Für Florians Zukunft.
08:29In Ihrem Geschäft.
08:30In unserem Geschäft.
08:33Friedland und Sohn.
08:34Ja.
08:36Ja, das hat er sicher auch redlich verdient.
08:39Oder, Frau Friedland?
08:42Was soll denn das heißen?
08:44Florian hat bei seinem Prozess vor zwei Jahren
08:46kein einziges Wort über die Geschäfte seines Vaters ausgesagt.
08:50Glauben Sie, dass das ein Unfall war?
08:53Was soll's denn sonst gewesen sein?
08:55Irgendein besoffener Volledion hat grad meinen Sohn überfahren.
08:57Die Explosion in der Drogenküche.
08:59Die Schießerei am Westhafen.
09:01Es waren doch nur die letzten Zuckungen Ihres kleinen Imperiums.
09:05Und immer haben Sie Florian an die Front geschickt.
09:07Immer in die erste Reihe.
09:09Sie tragen die Verantwortung für alles, was dem Jungen passiert ist.
09:14Auch für das, was sich heute Nacht vor Ihrer Haustür abgespielt hat?
09:19Lass uns bitte mal allein.
09:25Florian.
09:27Ist ein guter Junge.
09:30Er hat geändert.
09:32Er hat im Gefängnis eine Lehre angefangen.
09:44Meine Frau und ich haben gerade unseren Sohn verloren.
09:47Und da kommen Sie und fahren auch wieder an mit diesen struhsen Unterstellungen.
09:53Haben Sie mit irgendjemandem noch eine alte Rechnung offen?
09:57Sie und Ihre Kollegen haben mir in all den Jahren nicht nachweisen können.
10:01Nicht das Geringste!
10:03Wir beide wissen doch ganz genau, dass Florian nicht von irgendeinem besoffenen Vollidioten überfahren wurde.
10:11Feinkost und Delikatessen, das steht in Ihrem Laden doch immer noch für kleine Leckereien der besonderen Art.
10:18Tronten Sie davon mit Ihrem Sohn vergangene Zeiten wieder aufleben zu lassen?
10:22Sie haben doch gar keine Ahnung mehr. Sie ist ein Kind zu verlieren.
10:27Meine Tochter war sechs Jahre alt, als sie gestorben ist.
10:35Was?
10:35Es tut mir leid.
10:38Papa?
10:40Wer ist der Mann?
10:43Max?
10:44Geh einfach wieder ins Bett zurück, ja?
10:47Jetzt bringen wir ins Bett.
10:59Geh einfach wieder ins Bett.
11:09Was?
11:12Was?
11:14Was?
11:23Was?
11:24Was?
11:26Was?
11:43Sag mal, Bruno wusste doch noch gar nicht, wer das Unfallopfer war, als die Meldung reinkam.
11:47Er wird immer noch automatisch informiert, wenn ein Einsatz was mit Friedland zu tun hat.
11:52Florian tat ihm leid.
11:53Vor allem, weil sein Vater ihn immer wieder in seine kriminellen Geschäfte mit reingezogen hat.
11:58Und jetzt wird Florian genau vor deren Laden überfahren.
12:00Das stimmt doch irgendwas nicht.
12:02Aber direkt davon auszugehen, dass es ein Mord war, das ist schon ein bisschen überambitioniert.
12:07Frisch aus der Haft entlassen, paar Stunden später überfahren und nirgendwo eine Bremsspur?
12:12Ja, der Täter hat ihn zu spät gesehen und ist dann im Schock weitergefahren.
12:16Nein, Jan, das war ein Mord.
12:19Also laut Haftrichter war Florian ein Vorzeigeknacki.
12:23Keinerlei Vorkommnisse, zu jedem freundlich.
12:26Das Fertshirt hat er verkehrt rum angezogen, wahrscheinlich war er in Eile.
12:30Der hat schon im Bett gelegen, dann ist er wieder aufgestanden, runter auf die Straße.
12:33Warum?
12:35Irgendwas ist da komisch.
12:36Die Mutter sagt, er hat sich geändert, hat im Knast eine Leere angefangen
12:40und dann, kaum ist er wieder draußen, schmeißt er das Zeugnis und das Lehrbuch in den Müll.
12:43Ja, seinem Vater wird es gefallen haben.
12:46Wir müssen den Mörder finden, bevor Friedland das tut.
12:49Das Labor hat die Lackspuren an Florians Kleidung analysiert.
12:52Es war ein schwarzer Estiobie, japanisches Modell, aktuelle Baureihen.
12:56Wie viele gibt es davon in Berlin?
12:58Über 1600. Ich habe die Namen der Halter angefordert.
13:01Heißt du auch schon was von Hildebrand?
13:03Ja, er hat bei Florian eine Verletzung gefunden, die schon älter ist.
13:07Drei gebrochene Finger, noch nicht verheilt.
13:08Von wegen Vorzeigeknacki, dann hat er sich die gebrochenen Finger bestimmt geholt,
13:12weil er beim freundlich lächelnden ausgerutscht ist.
13:14Nein, beim Duschen.
13:16Zusammen mit diesem gut gelauten Herrn hier.
13:21Florian Friedland hat ausgesagt, sie wollten ihn noch auffangen, aber die Fliesen waren zu glatt.
13:25Ja, der Horror. Hier müsste mal dringend was gemacht werden, aber das ganze Geld geht ja drauf für die Flüchtlinge
13:30und ihre Paläste.
13:32Mhm. Und eine Woche später sind sie dann dummerweise auch noch selbst ausgerutscht.
13:40Mehrere Platzwunden und eine Olikranon-Fraktur. Komplizierter Ellbogenbruch.
13:49Rutschiges Pflaster hier im Knast.
13:51Ja, Sie haben recht. Diesen Drecksladen sollte man echt mal verklagen.
13:56Florian Friedland wurde letzte Nacht überfahren, Herr Göckdal.
13:59Und?
14:01Ich hatte mit diesem verbrannten Wichser nichts am Hut.
14:05Trotzdem haben Sie zusammen geduscht.
14:07Was wollen Sie jetzt damit sagen?
14:09Na, kommen Sie.
14:10Unter der Dusche haben Sie sich an ihn rangemacht. Florian wollte nicht, hat sich gewinnt.
14:14Ich bin doch nicht schwul, ey!
14:15Wäre doch nicht schlimm.
14:16Das war ein richtiges Opfer. Ein Weichei.
14:18Seine Mutter hat ihm jede Woche seinen frisch gebügelten Unterhosen mitgebracht.
14:21Da konnte er seine kleinen Eier schön warm einpacken.
14:23Der Vorzeugeknacke ging hier allen mächtig auf den Sack.
14:27Und da wollten Sie sich vor den anderen ein bisschen profilieren und ihm zeigen, wo der Hammer hängt.
14:31Ich hab nichts gemacht. Und sonst auch keiner hier, okay?
14:34Warum nicht? Wegen seines Vaters?
14:37Friedland Senior war sicherlich nicht begeistert, dass sie seinem Sohn die Finger gebrochen haben.
14:42Und das war die Strafe.
14:45Das? Wollen die verkackten Fliesen? Wie oft soll ich das noch sagen?
14:49Bis Ihnen was Überzeugenderes einfällt.
14:52War's das jetzt? Kann ich gehen?
14:54Gib Wackelpudding zum Nachtisch.
14:56Wackelpudding ist gestrichen. Und zwar so lange, bis sie mit der Wahrheit rausrücken.
15:08Karin Göckdal hatte keinen Freigang. Der war zur Tatzeit in der JVA. Kann Florian gar nicht überfahren haben.
15:14Aber warum bricht der denn nicht her?
15:16Göckdal wäre nicht der Erste, der seinen Frust an weicher Ehren auslässt.
15:19Aber doch nicht ausgerechnet ein Friedlands Sohn.
15:21Dann fordert man den Ärger ja förmlich heraus. Der Alte hat immer noch gute Kontakte im Knast.
15:26Vielleicht war Florian ja doch nicht so ein Unschuldslamm.
15:30Ihnen wird im Knast einiges klar geworden sein.
15:32Was denn zum Beispiel?
15:34Dass er aufhören muss, sich an den kriminellen Geschäften seines Vaters zu beteiligen.
15:38Du meinst also, seine Mutter hatte Recht und er hat sich geändert?
15:40Ich glaub schon. Er hat versucht, von seinem Vater loszukommen.
15:44Aber kaum steht er vor ihm, ist alles wieder beim Alten.
15:46Nur weil Papa mit dem Finger geschnipst hat?
15:50Er wäre nicht der Einzige, der immer noch pariert, wenn Friedland mit dem Finger schnipst.
15:54Es gab in der letzten Zeit einige Polizeieinsätze in Friedlands Nachbarschaft.
15:59Bei ihm selber wurde dieser Kühlcontainer abgefackelt.
16:03Zwei Wochen später ein Transporter.
16:06Wieso weiß ich nichts davon?
16:08Weil die zuständigen Kollegen das als Jugendlichen Vandalismus abgetan haben.
16:12Aber Friedland war eben nicht der Einzige, der betroffen ist.
16:15Dieser Bagger hier und dieser SUV gehören einem Immobilienentwickler namens Luko.
16:23Der hat in der Gegend von Friedlandsland mehrere Mietshäuser gekauft.
16:27Und will schräg gegenüber ein riesiges Areal bebauen.
16:32Fahrerflucht. Ja, das ist immer schrecklich.
16:34Was hat das mit uns zu tun?
16:36Ja, wir machen uns schon länger Sorgen wegen dieser Dinge, die hier auf dem Gelände passieren.
16:40Bei einem Ihrer Häuser soll es ja auch gebrannt haben, oder?
16:43Ach so, Sie meinen die Halbstarken, die den Bauwagen angesteckt haben.
16:47Das betraf einen unserer Super-Unternehmer.
16:49Und einen Ihrer SUVs. Zwei Wochen später.
16:53Der stand vor einem Haus, das Ihre Firma entmieten wollte.
16:56Den Bewohnern wurden Gas und Strom abgedreht.
16:58Nun, wenn Gasanschlüsse marode sind, muss man sie stilllegen, so schreibt es der Gesetzgeber vor.
17:04Ich habe mir eins Ihrer Projekte ein bisschen genauer angeschaut.
17:09Hier.
17:10Es liegt ja schräg gegenüber von Friedlands Geschäft.
17:13Mhm.
17:14Nun, wir planen das gesamte Ensemble als solitär.
17:17Draußen pulsiert das Leben, drinnen bieten wir Urban Living auf fünf Etagen.
17:21Aber die zwei Grundstücke, die fehlen Ihnen noch für Ihren Solitär.
17:25Die Verhandlungen laufen.
17:27Das kleine galische Dorf, das ich wehr?
17:29Die Immobilie gehört Friedland und er weigert sich zu verkaufen.
17:34Nun, ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam eine Lösung finden werden.
17:37War es das? Ich habe zu tun.
17:39Sie haben ein Problem, Herr Lukow. Ein ganz gewaltiges.
17:43Wenn Friedland Nein sagt, dann meint er auch Nein.
17:46Klar, Sie haben natürlich Ihre Mittel und Wege zur Baubehörde, zum Senat.
17:51Aber das dauert, bis die eingreifen. Vor allem ist es nicht sicher.
17:55Moment. Sie glauben doch nicht dem Ernst, ich hätte irgendwas zu tun mit dem Tod von Friedlands Sohn?
18:01Ist doch absurd.
18:04Wollte eine Ihrer Subunternehmer Ihnen gestern Nacht vielleicht einen Gefallen tun?
18:08Wie bitte?
18:09Das Tatfahrzeug stammt übrigens von der gleichen Modellreihe wie Ihre Firmenwagen.
18:14Wir haben unzählige davon. Wollen Sie die alle sehen?
18:16Bitte.
18:17Wobei, zwei davon sind gerade in Heidelberg. Dort planen wir ein Großprojekt.
18:21Mit Chinesen. Chinesen lieben deutsche Romantik.
18:23Das heißt ja immer, in China geht die...
18:38Schatz, es ist alles okay.
18:41Ja, wirklich. Ein paar Kratzer. Ich gucke die später.
18:46Das war Friedlands Handschrift. Wann haben Sie ihn zuletzt gesehen?
18:50Vorgestern? Gestern?
18:51Das ist doch der totale Wahnsinn!
18:53Wo waren Sie gestern Nacht zwischen drei und fünf?
18:56Im Bett. Bei meiner Frau!
19:03Das letzte Mal war vorige Woche.
19:05Stürmt in meinem Büro. Ohne Termin. Ohne nichts.
19:07Brückt mich an, ich würde es noch bereuen, wenn ich die Pläne nicht fallen lasse!
19:11Und da haben Sie ihn rausgeworfen?
19:12Meine Sicherheitskräfte haben ihn aus dem Gebäude geführt, ja!
19:17Herr Schumann, ich!
19:19Ich habe doch seinem Sohn nichts antun lassen!
19:28Jan?
19:30Herr Luko?
19:34Hier, das ist mein Kollege Kommissar Michalski.
19:36Gewöhnen Sie sich schon mal an ihn.
19:38Er wird Sie ab jetzt begleiten, zu Ihrer Sicherheit.
19:41Hallo?
19:42Hallo!
19:43Das Kennzeichen von dem Auto, aus dem geschossen wurde, ist gefälscht.
19:47Friedland macht einfach immer noch keine Fehler.
19:49Der ist am Ende, Esther. Der wird welche machen.
20:14Herr Luko?
20:21Herr Luko?
20:24Herr Luko?
20:37Herr Luko?
20:39Ach, das kann ich schon sehen.
20:52Manöverkritik?
20:54Ist gut, Silvio.
20:57Okay, Lieferservice läuft nicht von alleine.
21:02Hallo.
21:03Hallo?
21:09Sind Sie gekommen, um mich festzunehmen?
21:12Nein, ich suche Florians Mörder.
21:14Und ich will mit dem Mann reden, der sich einbildet, den Mord rächen zu müssen.
21:18Ihr Leben muss sehr frustrierend sein.
21:21Sie machen Schlimmeres durch als ich.
21:23Ist das ein Trost für Sie?
21:25Wenn ich Trost suchen würde, wäre ich nicht hier.
21:31Schief gelaufen, Ihr Anschlag, nicht?
21:34Luko lebt noch.
21:36Ein Anschlag? Wirklich?
21:39Wir leben in schlimmen Zeiten.
21:42Ja.
21:44In denen alter Kiezkönig dem langsam die Fälle davon schwimmen, Amok läuft.
21:48Was geht denn noch so bei Ihnen?
21:51Bisschen Stoff verticken an alte Verwandte und Bekannte.
21:54Gepanschte Weine verhökern.
21:57Und ähm, naja.
22:00Hier und da trennen Sie auch noch als Hehler auf.
22:03Goldkettchen für reiche Witwen?
22:07Da draußen liegt eine Menge Blumen.
22:09Ja, das ist hier noch eine gewachsene Nachbarschaft.
22:12Wir kümmern uns umeinander, erweisen einander Respekt.
22:17Ich bin gerührt.
22:19Wollen Sie deswegen Ihre Liegenschaften nicht verkaufen, auf die Luko so scharf ist?
22:23Sie haben ja recherchiert.
22:26Wissen Sie, viele der Leute, die wohnen 30, 40 Jahre hier.
22:31Die wollen, dass der Kiez so bleibt, wie er ist.
22:33Und den einen oder anderen können Sie ja auch noch für eine kleine Gefälligkeit rekrutieren.
22:37Wie bei Luko eben.
22:39Denn, äh, wie heißt Ihr Mann fürs Grobe nochmal?
22:43Silvio.
22:44Silvio. Kann ja nicht alles allein machen.
22:49Also, wenn Sie mich jetzt wirklich nicht festnehmen wollen.
22:51Meine Frau hat gekocht.
22:54Bekommen Sie doch mit.
22:57Es gibt Cheborecki.
23:01Ja.
23:03Da verpassen Sie was.
23:05Das ist ein Gericht der Krem-Tartaren.
23:08Ciborecki oder türkisch Cicborecki genannt.
23:15Warum eigentlich nicht?
23:22Diese Immobilientypen sind die Pest.
23:25Die fallen hier ein, kaufen alles auf und zerstören den Kiez.
23:29Wissen Sie, dass es hier in der Gegend mehr Frosenjoghurtläden gibt,
23:32als richtiger Bäcker?
23:35Alles muss Bio sein oder Fertlein.
23:37Hast du nicht gesehen?
23:38Wie sollen denn das die normalen Leute bezahlen?
23:44Das schmeckt wirklich sehr gut.
23:46Käse Cheborecki.
23:48Wir haben Florian zurückgefahren.
23:49Ich schieße Sie tot.
23:50Max, nicht weiter.
23:52Keine Sorge.
23:54Taro Schumann hört den bösen Mann finden, der das getan hat und steckt ihn ins Gefängnis.
23:58Und dann schieße ich ihn tot.
23:59Max!
24:00Geh mal bitte runter für den Papa in den Laden und hol mir ein paar Feigen.
24:04Eine kleine Kiste von den Süßen, ja?
24:07Du bleibst hier.
24:08Nein, ich geh für den Papa.
24:10Geh ruhig, geh ruhig!
24:22Sie waren oft in der JVA bei Ihrem Sohn.
24:24Immer, wann er Besuchszeit hatte.
24:27Natürlich.
24:29Im Gegensatz zu Ihnen.
24:32Sie haben ihn nur zweimal in den drei Jahren besucht, oder?
24:37Er wusste, dass ich den Gestank im Glas nicht aushalte.
24:41Diese Mischung aus Langeweile und Putzmittel.
24:45Ich mach Ihnen keinen Vorwurf.
24:48Ich glaub sogar, dass Sie Ihrem Sohn damit einen Gefallen getan haben.
24:52Ohne Ihren Einfluss konnte er in Ruhe darüber nachdenken, wie sein Leben weitergehen sollte.
24:57Ohne Delikatessen, ohne Feinkosthandel.
25:01Er wollte raus aus der Kriminalität. Er wollte eine Zukunft ohne Sie.
25:06Aber Sie hatten vor, mit ihm nochmal richtig groß durchzustarten.
25:10Der Ruhe tat mir gut an meiner Seite.
25:13Die Geschäfte gingen glänzend.
25:16War doch alles Schnee von gestern.
25:19Der große Markt, den hatten noch längst andere unter sich verteilt.
25:23Sie essen ja kaum was. Greifen Sie zu?
25:26Ich hab ihn nie unter Druck gesetzt.
25:31Doch, Sie haben ihn unter Druck gesetzt.
25:34Es muss ein heftiger Konflikt für Ihnen gewesen sein.
25:38Die Träume seines Vaters zu erfüllen oder ihn zutiefst zu enttäuschen.
25:44Er hätte Nein sagen können. Hat er aber nicht.
25:47Er hat Ihr Angebot als Zeichen Ihrer Zuneigung aufgefasst.
25:50Als Beweis Ihrer Liebe.
25:52Obwohl er nie der Sohn war, den Sie sich eigentlich gewünscht haben.
25:55Wovon reden Sie?
25:58Sie wollten ihn um jeden Preis zu dem machen, was für Sie ein richtiger Mann ist.
26:02Einer, der sich durchsetzen kann.
26:03Florian sollte dem Namen Friedland in Ihrem alten Gewerbe wieder richtig Geltung verschaffen.
26:09Entschuldigung.
26:15Ich glaube, Sie haben unsere Gastfreundschaft jetzt lange genug in Anspruch genommen.
26:19Sie haben mich eingeladen.
26:21Ja, vielleicht ein andermal.
26:23Dann verabschiede ich mich jetzt von Ihrer Frau.
26:26Bitte.
26:28Kommen Sie nie wieder auf die Idee, Selbstjustiz zu üben.
26:33Papa?
26:34Ah, ja.
26:38Da kann ich mal gucken.
26:46Frau Friedland?
27:01Entschuldigung.
27:15Meine Schwester will, dass ich und Maxi besuchen.
27:20Sie denkt, es würde uns gut tun, rauszukommen.
27:24Hm.
27:29Aber mein Mann...
27:34Der weiß nichts davon.
27:38Sie hatten gehofft, dass die Zeit im Gefängnis Florian kuriert.
27:50Er hat mir immer wieder versprochen, dass es...
27:53alles anders sein wird.
27:56Wenn er rauskommt.
28:02Aber gegen Ihren Mann.
28:05Der kann man nicht an.
28:29die Zeit im Gefängnis zu bauen.
28:36Komm schnauf nicht so das Salatlacken.
28:52Kann ich Ihnen irgendwie helfen?
28:55Den Wagen, aus dem geschossen wurde, haben Sie sicherheitshalber aus dem Verkehr gezogen, oder?
29:00Ja, Gschmi.
29:01Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
29:06Das überrascht mich aber.
29:07Sie sind doch die rechte Hand vom Chef.
29:13Was ist dagegen?
29:14Seit wann?
29:16Zwei Jahre.
29:20Was soll denn das jetzt?
29:21Oh.
29:22Oh.
29:23Das ist aber gar nicht perfekt.
29:26Wie vorhin auf der Baustelle.
29:34Hm. Wunderbar.
29:36Wo waren Sie in den letzten zwei Stunden?
29:38Ausliefern.
29:40Wo?
29:41In Späti.
29:42Santhiwa-Straße ist Fenning.
29:44Kristallwodka.
29:46Die lassen sich von hier beliefern?
29:47Ja.
29:48Ist das nicht ein bisschen weit?
29:50Das kommt doch woanders als bei uns.
29:59Inge, überprüfst du bitte mal ein Alibi?
30:03Silvio, wie war der Nachname?
30:08Na, Zahn.
30:10Zahn.
30:12Luko bedankt Sie für deine Hilfe.
30:14Hat er eben geschickt.
30:16Laut seiner Frau lag er zur Tatzeit neben mir im Bett.
30:19Tja, Luko.
30:21Bist er für dich definitiv raus.
30:22Ja, der lässt sich nicht auf den Mord ein.
30:25Ich frage mich nur, wieso Friedland so felsenfest davon überzeugt ist, dass der Mord auf Lukos Konto geht.
30:33Was ist denn mit Friedlands rechter Hand, Silvio Zahn?
30:35Da hab ich mir die Akte kommen lassen.
30:38Guck mal, ob die schon da ist.
30:43Ja.
30:46Silvio Zahn, 35.
30:49Vorstrafen wegen Körperverletzung.
30:53Drogenhandel.
30:55Was?
30:57Friedland ist sein Onkel.
31:01Das heißt, Florian und Silvio sind Cousins.
31:04Und als Florian in den Knast kam, hat Silvio seine Stelle eingenommen, hat die Drecksarbeit für Friedland gemacht, wie Florian
31:08vorher.
31:09Und als er wieder rauskam, wollte der Alte seinen Sohn ins gemachte Nest setzen.
31:14Das wird Silvio sicher begeistert haben.
31:17Ich hab mit dem Inhaber vom Späti im Wedding gesprochen.
31:20Silvio hat er tatsächlich ausgeliefert.
31:23Sagt wer?
31:25Na, der Inhaber vom Späti.
31:27Der heißt mit Nachnamen auch Göktal.
31:29Wie Karim Göktal?
31:30Ja.
31:32Die beiden sind Brüder.
31:34Meld mich in der JVA ein.
31:37Ich kenne keinen Silvio.
31:39Florians Cousin.
31:40Wir ermitteln gegen ihren Bruder.
31:41Er hat Silvio ein falsches Allegege.
31:42Ach, warum soll der sowas tun?
31:44Alte Freundschaft.
31:45Die beiden waren früher zusammen in einer Klasse.
31:47Ja und?
31:47Was hat das jetzt mit mir zu tun?
31:49Zum Beispiel könnte Silvio durch ihren Bruder erfahren haben, dass sie mit Florian gesessen haben.
31:53Dicker, du nervst.
31:54Ich kenn keinen Silvio.
31:56Du, wir haben ein Prepaid-Handy in Karims Zelle gefunden.
31:58Er hat tatsächlich mehrfach mit Silvio telefoniert.
32:01Das letzte Mal kurz, nachdem du hier warst.
32:04Okay, danke.
32:07Wie viel hat Silvio denn dafür bezahlt, dass sie Florian die Finger gebrochen haben?
32:18Ich will so schlecht.
32:40Ah, da kommt Herr Schumann.
32:42Ah, Sie haben Ihrer reizende Kollegin mitgebracht.
32:44Wie war noch gleich der Name?
32:45Wir würden gern mit Ihrem Neffen sprechen.
32:47Was wollen Sie von Silvio?
32:49Wo ist er?
32:51In der Küche.
32:54Silvio hat mit dem Tod meines Sohnes überhaupt nichts zu tun.
32:57Wir wissen, wer daran schuld war.
32:59Ach ja, wissen wir das?
33:01Warum sollte Luko Ihren Sohn überfahren haben?
33:04Wenn ich nicht verkaufen will.
33:06Der Mann geht über Leichen.
33:09Und jetzt?
33:10Verkaufen Sie jetzt?
33:11Wo Ihr Sohn tot ist?
33:17Sehen Sie?
33:24Was, das sehen Sie doch.
33:25Jetzt gehen Sie aus der Küche.
33:26Ich sag's kein drittes Mal.
33:28Arbeit einstellen und mitkaufen.
33:32Ohne Vorladung können Sie weiter Strafzettel verteilen gehen.
33:39Bis eben waren Sie noch Zeuge.
33:41Jetzt nicht mehr.
33:42Sie sind vorläufig festgenommen.
33:44Umdrehen, Hände auf den Rücken.
33:46Warum denn jetzt?
33:47Wegen der Handschellen.
33:59ço included?
34:09Ja.
34:17Jetzt können Sie vorläufig festgenommen.
34:22An Ihrer Stelle käme ich mir ganz schön verarscht vor.
34:28Sie haben sich hochgearbeitet zum ersten Mann Ihres Onkels.
34:32Erledigen auch riskanteste Aufgaben für ihn.
34:35Aber der würde ich das gar nicht.
34:37Er setzt auf seinen Sohn Florian.
34:41Wollte den wieder an seiner Seite haben.
34:44Das muss wirklich hart für Sie gewesen sein.
34:46Floh und ich war immer gut.
34:48Kein Stress, nix.
34:50Ja, früher vielleicht, aber jetzt ist es anders.
34:53Karim Göckdal hat mir erzählt, Sie haben einiges springen lassen,
34:56damit Florian endlich kapiert, dass er nichts taugt für Feinkost und Delikatessen.
35:00Der hat Scheißerzählen.
35:02Floh wollte selber gar nicht.
35:03Er hat selber gesagt, dass es nicht seins ist.
35:05Alle sagen das.
35:07Tante Irina sagt das.
35:08Deswegen war sie doch so happy, dass er mit seiner Lehre angefangen hat.
35:11Trotzdem wäre er wieder ins Geschäft eingestiegen.
35:13Er konnte sich seinem Vater nicht entziehen.
35:15Und Sie wären nicht mehr Friedlands erster Mann gewesen.
35:18Wie würde Ihr Onkel eigentlich reagieren, wenn er jetzt erfährt,
35:22dass Sie Karim angestiftet haben, Florian die Knochen zu brechen?
35:33Ich wollte nur, dass Floh versteht, dass er bei seiner bekackten Lehre bleiben soll.
35:41Drei gebrochene Finger.
35:45Das nenne ich eine klare Sprache, aber die haben sehr von Ihrem Onkel gelernt.
35:49Gestern Nacht...
35:49Das denken Sie mir nicht an.
35:50Das können Sie mir nicht anlegen, aber das können Sie mir nicht anlegen.
35:53Soll ich Sie abhören lassen?
35:56Gestern Nacht ist Folgendes passiert.
35:58Sie haben Angst gekriegt, dass das mit der Knochenbrecherei rauskommt.
36:02Da hatten Sie eine Idee.
36:04Florian für immer ausschalten.
36:06Esther?
36:07Da kann er nichts mehr über den Schwerpunkt erst sagen.
36:09Und Sie hätten Ihre Stellung behauptet.
36:10Zwei Fliegen mit einer Klappe.
36:13Wir haben Sie Florian auf die Straße gelockt.
36:21Ja?
36:30Friedlein erwartet Sie.
36:33Was ist los?
36:35Wir treffen uns sofort, wenn du da raus bist.
36:42Das kauft er Ihnen nicht ab.
36:46Dass Sie seinem Sohn nur die Finger brechen lassen und nichts mit dem Mord zu tun haben.
36:49Wenn ich Sie jetzt gehen lasse.
36:53Wenn Sie die Nacht nicht überleben.
36:58Alternative, Sie gestehen den Mord und wandern ins Gefängnis.
37:04Naja, aber...
37:06Sein Arm reicht ja auch bis dahin.
37:09Nee, so oder so, Sie sind ein toter Mann.
37:16Was soll ich denn machen?
37:20Ich weiß nicht.
37:23Sagen Sie mir.
37:31Nehmen wir mal an.
37:32Nur für einen Moment.
37:33Sie wären nicht Florians Mörder.
37:36Ja.
37:37Ja.
37:39Dann weiß ich nur einen Ausweg.
37:40Sie liefern mir Friedland.
37:42Ich lief die Liefer in Friedland.
37:45Ich lasse Sie jetzt gehen.
37:47Sie melden sich bei ihm.
37:49Er wird Sie irgendwo hin dirigieren.
37:52Sie erzählen ihm, was Sie mir erzählt haben.
37:53Sie muss aber gesagt, er glaubt mir nicht und er bringt mich um.
37:57Wir werden die ganze Zeit in Ihrer Nähe sein und sofort zugreifen.
38:00Bevor er Friedland...
38:01Ich bin doch nicht lebensmüde.
38:03Das werden Sie, wenn Sie sich für eine der anderen Optionen entscheiden.
38:05Ich dachte, das hätten Sie verstanden.
38:07Das ist doch Wahnsinn.
38:08Das kann er nicht machen.
38:09Der weiß schon, was er tut.
38:10Nee, weiß er eben nicht.
38:11Der will nämlich nur noch Friedland rankriegen.
38:16Aber was ist mit, wenn er sofort schießt, wenn er mich sieht?
38:19Jetzt passen Sie mal auf.
38:21Friedland sucht genau wie ich den wahren Mörder seines Sohnes.
38:24Der schießt Sie nicht einfach so über den Haufen.
38:26Der wird erst mal mit Ihnen reden wollen.
38:29Und wenn doch, dann schickt er den Typen auf seine eigene Beerdigung.
38:33Ihre Entscheidung.
38:36Friedland wandert hinter Gitter.
38:38Sie kommen in unser Zeugenschutzprogramm.
38:41Sie bekommen eine neue Identität.
38:43Sie werden sich natürlich für Ihre Straftaten beantworten müssen.
38:46Aber man wird Ihnen für Ihre Kooperation sicherlich ein paar Jahre erlassen.
38:49Dann sind Sie immerhin in Sicherheit.
39:03Vergessen Sie es.
39:05Gut, dann sind wir hier fertig.
39:08Vergessen Sie Ihr Handy nicht.
39:36Wir hätten Ihnen den Schutz abnehmen müssen.
39:38Wie lange?
39:40Wer nicht kooperiert, der kriegt auch keinen Schutz.
39:43Zum Glück ist er nicht auf deinen Lockvogel-Vorschlag eingegangen.
39:45Das habe ich dann nur gemacht, um ihn zum Reden zu bewegen.
39:47Ja, das hat offensichtlich nicht funktioniert.
39:49Die wäre es doch am liebsten gewesen, er hätte den Lockvogel gespielt.
39:51Esther, ich hätte doch nie...
39:52Doch, das hättest du.
39:53Du willst Friedland unbedingt rankriegen.
39:56Und zwar nicht nur wegen der Luko-Sache.
39:57Der Friedland, der sitzt dir die ganze Zeit schon hier oben im Kopf.
40:02Was ist?
40:04Warte mal.
40:06Die SMS, die Friedland an Silvio geschickt hat.
40:09Wir treffen uns sofort, wenn du da raus bist.
40:12Die war für mich...
40:13Das ist doch völliger Quatsch.
40:14Natürlich, der denkt genau wie du.
40:16Der denkt, ich bin so fixiert auf ihn, dass ich seine SMS nicht durchschaue.
40:20Der will uns glauben machen, dass er sich jetzt mit Silvio trifft und dann mit ihm abrechnet.
40:24Damit wir hinter Silvio herfahren.
40:25Das sind Ablenkungsmanöver.
40:26Wie, damit er uns eine Weile vom Hals hat, oder warum?
40:30Ja, der hat noch was vor heute Nacht, Esther.
40:31Ich fahre da jetzt hin.
40:32Bleib du mal im Büro und organisiere den Bereitschaftsdienst.
40:35Okay, Bruno.
40:36Sag mir das nächste Mal Bescheid vor so einer Nummer.
40:39Ja, wenn ich es vorher weiß.
40:41Ja, wenn ich es vorher weiß.
41:13Mein Mann ist nicht da.
41:15Geschäftstermin nehme ich an.
41:16Ah ja, wie immer man das nennen mag.
41:18Wissen Sie, wohnen mit wem?
41:19Nein.
41:21Gut, dann warte ich hier auf ihn.
41:26Kann ich Ihnen eine Tasse Tee machen?
41:28Danke, das wäre sehr nett.
41:36Ja, Jan, was gibt's?
41:37Bruno!
41:38Wir haben ein Problem.
41:41Die haben Luko entführt.
41:43Oh, scheiße.
41:44Wir sind aus dem Büro auf dem Weg in die Garage.
41:46Da ziehen die Brüder mir und dem Fahrer von hinten einen rüber.
41:48Blackout.
41:49Die Täter waren maskiert und die Fahndung ist raus.
41:52Bist du okay, Jan?
41:53Ja, ich bin okay, aber ist doch scheißegal.
41:56Die Frage ist doch, was ist jetzt mit Luko?
41:57Friedland wird den sicher irgendwo diskret entsorgen.
42:04Glaube ich nicht.
42:05Friedland ist sich nicht mehr sicher.
42:07Er schießen lässt der Luko erst, wenn er ein Geständnis von ihm hat.
42:09Und dafür braucht er einen Ort, wo er ihn ungestört zum Reden bringen kann.
42:14Ja?
42:18Scheiße, ey.
42:18Genau wie du gesagt hast.
42:20Ist Jan okay.
42:22Na, Gott sei Dank.
42:24Schreibt dir ein paar Kollegen und untersuche jedes Gelände, wo Luko draufsteht.
42:29Welte ich, wenn ihr was habt, okay?
42:32Nehmen Sie Zucker.
42:34Ihr Mann hat jetzt den Immobilienmakel empführen lassen.
42:38Wahrscheinlich versucht er gerade aus dem rauszubekommen, ob er ihren Sohn tatsächlich getötet hat.
42:41Wo kann Ihr Mann jetzt sein, Frau Friedland?
42:44Ich weiß nie, wo und wann und mit wem mein Mann ist.
42:48Haben Sie vor, Ihren Mann zu verlassen?
42:51Die gepackten Taschen da drüben.
42:53Kommt mir ein bisschen komisch vor, dass Sie ausgerechnet jetzt Ihre Schwester besuchen wollen.
42:57Ihr tebt.
42:59Sie geben ihm die Schuld an Florians Tod.
43:09Ich liebe meinen Mann.
43:12Sie wissen nicht, wie er mit mir ist.
43:20Eine Freundin von mir hat vor vielen Jahren ihr Geburtstag gefeiert.
43:27In einem Restaurant am Wahnsinn.
43:31Das stand er plötzlich vor mir.
43:36Wir haben getanzt.
43:38Die ganze Nacht.
43:42Ein charmanter Mann.
43:45Damals auch ein mächtiger Mann.
43:48Gefährlich.
43:50So was ist aber nur so lange attraktiv, wie man keine Kinder hat.
43:56Florian war ganz anders als sein Vater.
44:00Hat er sehr unter ihm gelitten?
44:04Florian hat sich sehr um die Liebe seines Vaters bemüht.
44:11Denken Sie, ich habe nicht alles versucht.
44:13Denken Sie, ich habe auf ihn nicht eingeredet.
44:16Nicht angeflehen, sein eigenes Leben zu leben.
44:18Nein.
44:22Haben Sie ihn ermutigt, wegzuziehen?
44:26Berlin und seinen Vater hinter sich zu lassen?
44:31Hatten Sie vor, zusammen mit Ihren Kindern Ihren Mann zu verlassen?
44:40Gehen Sie jetzt?
44:41Nein, ich bleibe hier.
44:46Ich muss mich hier hinlegen.
45:15Ich bin nicht sicher, ich bin nicht dername.
45:18Hier ist es.
45:19Wir sind jetzt hier, in der Zeit.
45:54Untertitelung des ZDF, 2020
46:10ZDF, 2020
46:37Lange Nacht gehabt?
46:44Haben Sie kein Zuhause?
46:52Noch mal, Herr Schumann.
46:54Ich hatte einen geschäftlichen Termin in Lübbenau.
46:57Spreewaldgurken lassen sich durchaus als Delikatessen verkaufen.
47:01Haben Sie ein Geständnis von Luko?
47:03Haben Sie eins von Silvio?
47:06Bin durch die Gegend gefahren.
47:09Liebe die Nacht.
47:10Ist alles ruhig.
47:12Niemand will was von mir.
47:14Ist Luko tot?
47:17Wenn er meinen Sohn getötet hat, dann hoffe ich das.
47:21Wo ist er?
47:24Herr Kunze Friedland, Sie haben doch irgendwo auf dem Präsentierteller gelegt.
47:27Das war doch früher immer Ihre Masche.
47:28Zeichen setzen.
47:32Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
47:34Die Baustellen, haben Sie die mal überprüft?
47:36Da war er nicht.
47:40Was nicht heißt, dass er jetzt nicht da ist.
47:42Wenn ich meinen.
47:47Haben Sie wirklich keine Zeit mehr für Ihren Espresso?
48:14Herr Luko?
48:16Herr Luko, können Sie mich hören?
48:18Ja.
48:24Schumann, ich brauche eine RTW in die Gärtnerstraße.
48:27Zu der großen Baustelle.
48:29Ja, sofort.
48:34Konnten Sie die Männer identifizieren?
48:36Nein.
48:37Waren alle maskiert.
48:39War Friedland dabei.
48:40War Friedland angeschlagen.
48:41Konnten Sie ihn einmal Statur erkennen?
48:43An seiner Stimme?
48:44Ich stehe.
48:45Ich habe zwei kleine Tächte.
48:48Oh, oh, oh, oh.
49:02Irgendwie machen wir die ganze Zeit einen Denkfehler.
49:06Friedland riskiert alles, um Luko zu kriegen und dann lässt er ihn am Leben.
49:11Weil er nicht gestanden hat.
49:12Nee, nee, weil Luko ihm glaubhaft machen konnte, dass er nicht der Mörder ist.
49:18Warum sollte der Florian umbringen? Friedland stand ihm im Weg mit seinen Millionengeschäften.
49:22Den hätte er umbringen müssen, hat er aber nicht.
49:26Weißt du was? Vorgestern, da ging es gar nicht um Florian. Es ging um Friedland.
49:46Der Täter wollte Sie umbringen. Ihr Sohn, das war nur ein Unfall.
49:52Sie wussten das und haben uns verschwiegen, weil Sie den Mörder selber bestrafen wollten.
49:56Dass Luko es nicht war, haben Sie inzwischen begriffen.
49:59Der Mörder Ihres Sohnes laufte also noch frei rum.
50:07Mein Neff hat versucht, ein Bild an die Wand zu nageln.
50:13Auge um Auge.
50:15Zahn um Zahn, Finger um Finger.
50:18Darf sonst noch was sein?
50:20Ja.
50:21Den Kaviar, den kann ich Ihnen wirklich empfehlen.
50:26An dem Abend waren Sie mit Ihrem Sohn hier unten im Laden.
50:30Was ist dann passiert?
50:34Hilfen Sie mir endlich, Friedland.
50:39Wir saßen da drüben am Tisch.
50:43Der Junge war so müde, dass ihm fast die Augen zugefallen sind.
50:47Da habe ich ihn hochgeschickt.
50:53Sie sind allein hier geblieben.
50:56Sie lieben die Nacht.
50:59Alles ist ruhig.
51:02Keiner will was von Ihnen, dachten Sie.
51:08Aber in dieser Nacht wollte irgendjemand Sie umbringen.
51:11Ich war vielleicht noch eine Stunde hier, dann wollte ich auch rauf.
51:20Ich war in Gedanken.
51:24Ich habe den Wagen erst gar nicht gesehen.
51:27Ich bin auf die Straße, plötzlich, wie in Zeitlupe.
51:37Ich bin auf die Straße.
51:38Und dann kommt Luanne angelaufen.
51:40Und schreit.
51:42Und schreit.
51:44Und...
51:45Dann hat er mich zurückgestoßen.
51:53Warum ist er nicht einfach im Bett geblieben?
51:59Warum ist er noch mal aufgestanden?
52:02Hat er was gewusst?
52:05Oder geahnt?
52:08Ich weiß es nicht.
52:12Ich weiß es wirklich nicht.
52:16Also, irgendwann kommt Florian wieder zurück in die Wohnung.
52:23Der kleine Bruder schläft bestimmt längst.
52:25Aber seine Mutter, die war mit Sicherheit noch wach.
52:30Die will wissen, was für Zukunftspläne die beiden Männer geschmiedet haben.
52:34Ja, wofür Florian sich entschieden hat.
52:37Feinkost à la Papa oder Elektriker-Lehre?
52:41Er sagt ihr aber nichts.
52:42Er geht ja aus dem Weg, sagt, er will seine Ruhe haben und lückt sich ins Bett.
52:49Und dann?
52:50Wie kommt er von dort wieder runter auf die Straße?
52:52Na ja, langsam.
52:53Also, die Mutter, die hat jetzt erst mal begriffen,
52:56dass sie Florian endgültig an ihren Mann verloren hat.
52:59Der Junge, der wird sich nie von seinem Vater lösen.
53:02Sie ist verzweifelt und sieht nur noch eine Möglichkeit, ihrem Sohn zu helfen.
53:09Der Vater muss weg.
53:12Fuck.
53:17Florian muss gemerkt haben, dass sie nicht mehr in der Wohnung war.
53:20Vielleicht hat er Angst gehabt, sie tut sich was an.
53:22Vielleicht hat er gesehen, wie sie zum Auto geht.
53:24Er läuft hier hinterher, runter auf die Straße.
53:28Genau im falschen Moment.
53:29Ich werde mir nicht mehr auf die Straße.
53:46Ich werde mir nicht mehr auf die Straße gehen.
53:48Das ist ein kleines Mensch.
53:49Das ist ein kleines Mensch.
53:54Der Vater ist ein kleines Mensch.
54:01Auf Wiedland! Auf Wiedland!
54:10Auf Wiedland!
54:32Esther!
54:37Friedland weiß Bescheid. Sie hatte alles vorbereitet und holte mit beiden Söhnen weg.
54:50Inge, ich brauche eine Handy-Auto. Von Frau Friedland.
54:55Esther, komm mal her.
54:57Warte kurz.
54:59Sie sind zum Wannsee. Zu diesem russischen Blockhaus, wo das Restaurant drin ist.
55:04Und schick ein Team zum Wannsee.
55:14Seit wann?
55:22Seit wann hast du das geplant?
55:27Seit Florian ins Gefängnis musste.
55:35Florian wollte weg von dir.
55:40Wir wollten alle weg von dir.
55:44Ich habe alles vorbereitet.
55:48Hab mir einen Wagen gemittet.
55:52Florian wollte nicht weg.
55:56Bei deinem Geschäft wäre Florian irgendwann umgekommen.
56:04Florian.
56:05Dann mag's.
56:08Ich hab uns als Sohn nicht getötet.
56:10Herr Wiedland! Die Waffe weg!
56:12Das warst du.
56:17Ich habe dich geliebt.
56:20Lassen Sie Ihre Frau jetzt zu mir kommen.
56:23Ganz locker, Herr Kommissar.
56:29Die Waffe weg!
56:39Ich hab dich geliebt.
56:45Wer war etwa der Kord?
56:47Oh, oh, oh, oh, oh.
57:35Er hat es so gewollt.
57:40Genauso wie es abgelaufen ist, hat er es sich erhofft.
57:55Er hat es so gewollt.
58:13Er hat es so gewollt.
58:36Er hat es so gewollt.
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