- vor 2 Tagen
Was ist der Grund? Was ist der Vorwurf? Und alle weiteren Maß angebenden Fragen konnte niemand beantworten, zu dem wurde der Beschuldigte, Herr Roland Weißmann, nicht zur Stellungnahme zugelassen.
Was da abgeht, die gesamte Art, stinkt extrem nach Mauschelei übelster Art.
Wenn jetzt, mit diesem Fall, dieses faulige System nicht endgültig zerschlagen wird, geht es für ewige Zeiten so weiter ...
.. und wir werden zur Zahlung verpflichtet, dieses Laufhaus, diesen Swinger-Club zu finanzieren.
Gerald Grosz sagte sogar - Sex, Drug´s und Rock ´m Rolle
Und öffentlich wollen sie andere Menschen moralisch belehren.
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Gerald Grosz sagte sogar - Sex, Drug´s und Rock ´m Rolle
Und öffentlich wollen sie andere Menschen moralisch belehren.
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LernenTranskript
00:00Es schaut so aus, als ob das eine ganz gezielte Aktion war.
00:04Versteht niemand, dass ein ORF-Manager 500.000 Euro im Jahr verdienen muss.
00:09Was hier passiert derzeit ist, ein System bricht in sich zusammen am Königlberg.
00:15Beim ORF überschlagen sich die Dinge.
00:18ORF-Generaldirektor Ronald Weismann ist zurückgetreten.
00:21Es gibt noch immer Streit über die Aufarbeitung der Vorwürfe im Stiftungsrat.
00:25Und nun ist auch noch der Pensionsvertrag eines ORF-Managers, nämlich ein Pius Strobl, Thema geworden.
00:33Über all das werden wir reden mit dem Stiftungsrat und ehemaligen FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler im Studio.
00:39Herzlich willkommen, Herr Westenthaler.
00:40Danke für die Einladung.
00:41Sie haben ja schon im Vorfeld der gestrigen Sitzung scharfe Kritik geübt an der Vorgangsweise
00:46und haben gesagt, da muss man jetzt mal rein an den Tisch machen.
00:49Nachher haben Sie aber gesagt, da ist aber eigentlich noch alles offen und noch nichts geklärt.
00:52Ist das aus Ihrer Sicht also gestern nicht sehr zufriedenstellend gelaufen?
00:56Ja, es ist, und ich muss vorausschicken, ich kann ja über diese Sitzung nur meine persönliche Meinung zusammenfassen,
01:02so wie ich das gesehen habe.
01:04Ich kann darauf ja keine Sitzungsdetails erinnern, aber meine Meinung darf ich immer sagen und überall.
01:08Meine Meinung ist die, dass nicht aufgeklärt, sondern verduscht wurde, weggeräumt.
01:13Und es ist versucht worden, einen Mantel des Schweigens darüber zu halten,
01:17war es eigentlich federführend durch den Stiftungsratsvorsitzenden der SPÖ,
01:21durch Herrn Lederer mit Hilfe des Abnickens des Herrn Schütze von der ÖVP.
01:26Es wurden dort zu Beginn keinerlei Details genannt, was überhaupt die Vorwürfe sind
01:32gegen den Herrn Generaldirektor ADE, denn es wurde nichts am Tisch gelegt,
01:37weil man gesagt hat, der Anwalt des Opfers, der das vorgelegt hat, hat das wieder mitgenommen.
01:41Und dann hat man halt nachgefragt, naja, was sind eure Wahrnehmungen, was ist jetzt wirklich der Vorwurf?
01:48Das konnte nicht wirklich erklärt werden.
01:50Es wurde nur nebulos erklärt, indem es eben überschießende,
01:55mögliche sexuell anzügliche Bemerkungen in der Kommunikation eines Vorgesetzten zu seiner Mitarbeitern gab.
02:04Wenn das so ist, ist das natürlich nicht zu akzeptieren und muss auch Konsequenzen haben, die es ja auch hatte.
02:10Aber was keinesfalls der Fall war, ist, dass es irgendein Strafrechtsdelikt war der sexuellen Belästigung,
02:16wie das Lederer und Schütze ja am Montag dieser Woche in der ersten Aussendung ausgesandt haben.
02:22Keine Rede davon.
02:24Auch der Jurist, der Rechtsbeistand des Stiftungsrates hat es noch einmal klar gesagt,
02:28es gibt keinen Strafstatbestand, den Roland Weisland erfüllt hat,
02:33sondern es sind eben diese Übertretungen, die nicht stattfinden haben sollen,
02:38wie sie kolportiert werden.
02:40Die zweite Geschichte ist, dass wir uns natürlich auch erkundigt haben,
02:43wie war eigentlich die Reaktion des Opfers, weil es ist ja schon merkwürdig,
02:46dass das alles im Jahr 2022 gewesen sein soll.
02:49Und jetzt kommt man vier Jahre später darauf, dass sich jemand belästigt fühlt
02:52und gerade fünf Monate vor einer Wahl zum Generaldirektor,
02:56wo der Herr Weismann einer der Favoriten zumindest gewesen wäre.
03:00Auch hier gab es kaum Antworten,
03:02aber es dürfte so sein, dass es keine klare Abwehrhaltung gab,
03:06also dass es Chat- und Erwiderungen gab,
03:08aber kein, also jedenfalls dubiosast, was sich da abspielt,
03:12das natürlich alle Theorien nährt,
03:14dass es sich hier in Wahrheit um eine Intrige handelt,
03:17einmal eine größere Story, die dahintersteckt,
03:19um den Generaldirektor Weismann aus dem Unternehmen zu schießen.
03:22Und jetzt füge ich am Schluss noch dazu, damit sie alle auskennen.
03:25Ich bin weder der Rechtsanwalt noch der Beschützer des Herrn Weismann,
03:28bin da sehr glaubwürdig, weil ich habe mit denen in den letzten Wochen
03:32wildeste Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit gehabt.
03:34Wir haben uns da gematcht,
03:36bis mich vorige Woche sogar mit einer Klage bedroht hat.
03:40Wenn ich das so weitersage, würde er mich klagen in ganz anderen Bereichen.
03:43Also ich habe keine persönliche Motivation,
03:46aber meine Motivation ist die, die ich immer habe,
03:48und dies lautet Gerechtigkeit.
03:49Daher habe ich auch beantragt, dass der Herr Weismann
03:52in diesen Stiftungsrat eingeladen wird und angehört wird.
03:55Es ist das Grundrecht von Rechtsstaat und Demokratie,
03:59unverbrüchlich eigentlich, alle Seiten zu hören.
04:03Beschuldigten, Betroffene, es heißt, alle Parteien,
04:06alle Seiten anzuhören.
04:07Und merkwürdigerweise hat eine Phalanx der Verliererampelparteien,
04:12SPÖ, ÖVP und NEOS, das abgelehnt.
04:15Das heißt, sie haben nicht einmal die Chance gegeben,
04:16sich zu erklären, sich zu wehren.
04:18Und da kann es jetzt auch an seinen Teil denken.
04:21Möglicherweise hätte Weismann die Gelegenheit genützt,
04:24um ganz andere Dinge auf den Tisch zu legen.
04:26Also was hier passiert derzeit ist,
04:27ein System bricht in sich zusammen am Königlberg.
04:30Das möchte ich damit sagen.
04:31Ein System von Sodom und Gomorra, Kabale und Liebe.
04:36Man kann verschiedenste Stücke zusammenführen,
04:39auch aus der Kunst- und Kulturszene.
04:41Vor allem ein System, das durch und durch verfilzt und politisch besetzt ist,
04:45hauptsächlich von Rot und Schwarz und von den NEOS.
04:47Und das versuchen wir jetzt aufzudecken.
04:50Und Sie sagen, da müssen jetzt eigentlich zwei Dinge geschehen.
04:52Nämlich erstens, man muss sich mal anschauen,
04:55was ist jetzt da wirklich passiert?
04:57Weil ursprünglich hat es ja geheißen,
04:58da war sexueller Missbrauch oder so.
05:01Davon war die Rede.
05:02Und das ist jetzt wieder obsolet.
05:05Andererseits wurde die Geschäftsordnung da überhaupt nicht eingehalten,
05:08weil der Stiftungsrat-Vorsitzende hat den Stiftungsrat,
05:11das oberste Kontrollorgan des ORF,
05:13sechs Tage lang nicht informiert.
05:15Genau, das wird uns noch gerichtlich beschäftigen.
05:18Dafür werde ich sorgen.
05:19Denn der Vorsitzende des Stiftungsrates
05:21und auch sein Stellvertreter Schütze
05:23haben in Wahrheit außerhalb der geltenden Gesetzeslage
05:26Kompetenzen sich gerissen, die sie nicht haben.
05:29Der Vorsitzende, sein Stellvertreter des Stiftungsrates
05:31hat im Wesentlichen eine Kompetenz,
05:33nämlich die Sitzungsökonomie des Stiftungsrates zu leiten.
05:36Er darf Sitzungen einladen, er darf sie führen,
05:39er darf jetzt seit gestern noch Ordnungsrufe verteilen,
05:42freue mich schon drauf.
05:43Also das ist die Aufgabe,
05:44es ist nicht die Aufgabe des Vorsitzenden,
05:47und zwar ausdrücklich nicht,
05:49Organentscheidungen des Stiftungsrates zu übernehmen,
05:52diese zu vollziehen, ohne den Stiftungsrat zu fragen.
05:55Was meine ich damit?
05:56Wenn der sechs Tage lang, am Mittwoch, den 4. März,
06:00das erfordert und dann sechs Tage lang
06:01das zuständige Gremium, nicht einmal informiert.
06:04Ich habe das von Medien erfahren, am Montag beim Zähneputzen
06:07um 7.10 Uhr in der Früh hat mich eine Journalistin angerufen.
06:10Er hat die Informationspflicht verletzt.
06:13Er hat den Generaldirektor, wenn das stimmt, was er sagt,
06:17ein Ultimatum gesetzt.
06:18Er hat ihn am Ende beurlaubt.
06:21Er hat Taten gesetzt, die er nicht setzen durfte gesetzlich.
06:25Es gibt das ORF-Gesetz und die Geschäftsordnung,
06:27und in beiden ist klar geregelt,
06:29dass nur ein Kollegialorgan solche Entscheidungen treffen kann,
06:32und das ist der Stiftungsrat.
06:33Also da wird es noch Diskussionen geben,
06:36wie es sein kann,
06:37dass mit solchen Pflichtwidrigkeiten
06:40der Vorsitzende handiert hat,
06:41und vor allem, warum er so handiert hat.
06:43Was denken Sie sich da?
06:45Ich meine, nennen wir das Kind beim Namen.
06:49Also der Vorsitzende Lederer ist von der SPÖ in Sand,
06:52und dann gibt es noch seinen Vertreter,
06:55der Herr Schütze, den Sie schon erwähnt haben,
06:57und der ist ÖVP-nahe.
06:58Und gleichzeitig gilt der bisherige,
07:02oder ehemalige, muss man mittlerweile sagen,
07:04Generaldirektor, auch als ÖVP-nahe.
07:06Also da könnte man natürlich eine SPÖ-Motivation sehen,
07:09eher einen parteinahen neuen Generaldirektor zu bekommen,
07:12Aber das Interessante ist ja,
07:13dass der Herr Schütze von der ÖVP da mitgemacht hat.
07:16Ich sage Ihnen,
07:16ich habe den Herrn Schütze jetzt zwei Jahre kennengelernt,
07:18ich bin mir nicht sicher,
07:19ob der immer weiß, was er da oben macht.
07:21Also es ist für mich eine glatte Fehlbesetzung.
07:23Geht mir nichts an,
07:24ist eine Entscheidung der ÖVP,
07:26aber es muss doch ein ÖVP-Stiftungsrat,
07:29der sich noch dazu Vorsitzender des Freundeskreises
07:31der ÖVP-Stiftungsräte nennt,
07:34der muss doch Alarm schreien,
07:35der muss doch sagen,
07:37Freunde, was passiert da?
07:38Da wird gerade einer von uns aus dem ORF rausgeschossen,
07:41von einem linken Klingel,
07:43der sich da eingehängt hat,
07:45vom Lederer über den Strobl
07:47bis zu seinen früheren Vorgängern,
07:50ich würde es da niemanden nennen,
07:52aber es schaut so aus,
07:55als ob das eine ganz gezielte Aktion war,
07:58einen aussichtsreichen Kandidaten
08:00für die nächste Wahl,
08:02die im August stattfindet,
08:03einfach auszuschießen.
08:05Und ich habe mich nur gewundert,
08:06ich sitze ja da daneben und schaue zu,
08:08ich bin ja da nicht involviert,
08:09weder persönlich noch parteipolitisch,
08:12und dann sehe ich,
08:13wie ein ÖVP-Stiftungsrat,
08:15das Vorsitzender,
08:17Stellvertreter,
08:17das alles gewähren lässt,
08:19und alles abnickt,
08:20und alles,
08:21was einem die Sozialdemokraten dort hineindiktieren,
08:24vollzieht.
08:25Das sind ja schon gar keine zwei Parteien,
08:27das ist ja eine schon.
08:28Das ist in Wahrheit regiert,
08:29der Stiftungsrat,
08:30die SPÖ,
08:31und der ÖVP sitzt daneben und schaut zu.
08:34Also ich bin erstaunt noch dazu,
08:36eben aufgrund der Tatsache,
08:38dass sie sagen,
08:38dass ja einer von der ÖVP
08:40nominierter Generaldirektor
08:41da in die Ziehung kam.
08:43Jetzt ist es so,
08:45da ist ja noch ein ORF-Manager
08:46ins Gespräch gekommen,
08:48bei der ganzen Causa.
08:49Wir können natürlich nicht sicher wissen,
08:51ob er eine Rolle gespielt hat oder nicht.
08:53Er selbst bestreitet das ausdrücklich.
08:55Wir reden von Herrn Pius Strobl.
08:57Und der hat ja durchaus so,
09:00wie soll man sagen,
09:01seine Probleme mit Herrn Weismann gehabt.
09:04Da ging es unter anderem
09:05um einen Pensionsvertrag,
09:07den Herr Weismann nicht unterzeichnen wollte.
09:10In dem Punkt unterstützen Sie auch
09:12den Generaldirektor AD
09:13und sagen,
09:14da hat er richtig gehandelt.
09:16Und das wäre eine Sache,
09:18der man auch noch nachgehen muss.
09:19Seit ich in dem Stiftungsrat sitze,
09:21das ist jetzt ziemlich genau zwei Jahre,
09:22im März 2024 bin ich da nominiert worden,
09:25habe ich immer von diesem ominösen
09:29Pensionsvertrag,
09:30Pensionszusage erfahren
09:31von verschiedenen Informationsquellen
09:35und habe versucht,
09:36da hineinzustechen.
09:38Es hat mehrere Sitzungen
09:39des Stiftungsrats gegeben,
09:40wo ich beantragt habe,
09:40dass dieser Vertrag endlich vorgelegt wird.
09:43Ich möchte wissen,
09:43was dort drinsteht.
09:44Stimmt es,
09:44dass es hier um Millionenzahlungen geht,
09:46um überschießende Regularien,
09:49die ja vom Vorgänger des Herrn Weismann
09:50noch abgeschlossen sind?
09:51Da wird man immer gesagt,
09:53das gibt es nicht,
09:54in der Form können wir das nicht bestätigen.
09:58Und siehe da,
09:59plötzlich liegt es,
10:00heute auch berichtet bereits von allen Medien,
10:02kann man ja nachlesen,
10:03liegt es am Tisch,
10:04dass es sich hier um eine
10:06Sonderpensionszahlung von 2,4 Millionen handelt.
10:08Das ist ja unfassbar.
10:09Zusätzlich zu seiner sonstigen Pension?
10:11Und die auch sechsstellig ist.
10:13Und da fragt sich der Gebührenzahler,
10:14der das alles finanzieren muss
10:16und den ich vertrete,
10:17ich bin kein OF-Vertreter,
10:19auch nicht des Stiftungsrates
10:20oder des Management,
10:21ich bin Vertreter der Zuseher,
10:24der Gebührenzahler.
10:24Und die fragen sich,
10:25wieso müssen wir
10:28einem Spitzenfunktionär,
10:29der an der ersten Stelle
10:31der Einkommensbezieher,
10:32das wird ja jedes Jahr veröffentlicht,
10:34in zwei Wochen wieder,
10:35am 1. April haben wir
10:35den neuen Transparenzbericht.
10:37Da ist der Herr Strobl
10:38mit seinen rund 500.000 Euro im Jahr
10:40Nummer 1,
10:41der Bestverdiener.
10:43Und jetzt sichert er sich auch noch
10:44eine Pensionszahlung von 2,4 Millionen.
10:47Also der kriegt den Hals nicht voll.
10:49Und solche Menschen
10:52sind Spitzenmitarbeiter
10:54eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks,
10:57der mit 780 Millionen Euro
10:59vom Steuerzahler finanziert wird.
11:01Also das ist ja der Skandal im Skandal.
11:03Das muss man sich anschauen.
11:04Und da gebe ich recht,
11:06hier hat Weismann
11:07völlig korrekt gehandelt,
11:09indem er gesagt hat,
11:10das zoll ich dir nicht aus,
11:11weil es ist überschissend,
11:12ungerechtfertigt
11:13und es gibt auch rechtliche Bedenken.
11:15So wurde uns das zumindest berichtet.
11:17Und daher gebe ich ihm hier recht,
11:19er hat richtig gehandelt.
11:20Das dürfte aber
11:21der Auslöser gewesen sein.
11:23Auf dieser Konflikt
11:24schwelt er schon seit Monaten
11:25oder sogar schon seit Jahren,
11:27dass es hier zu einer Verhärtung,
11:29zu einem Streit,
11:30zu einem persönlichen Konflikt
11:31zwischen Strobl und Weismann
11:33gekommen ist.
11:34Und irgendwann einmal offensichtlich
11:36dem Herrn Strobl
11:37die Hutschnur geplatzt ist,
11:38weil er seine Millionchen
11:39nicht bekommt
11:40und dann auf irgendeine
11:41Art und Weise
11:42möglicherweise sich gedacht hat,
11:44da muss er Rache geben.
11:46Es sind dann noch so Kleinigkeiten,
11:49die auch bekannt sind,
11:50dass eben genau
11:50diese Mitarbeiterin,
11:52der die Belästigung von Weismann
11:54vor vier Jahren erfahren haben soll,
11:56jetzt Mitarbeiterin,
11:58der Herr Strobl ist
11:59und auch denselben Anwalt
12:01wie er genießt.
12:03Also er hat, glaube ich,
12:03selber in einem Interview gesagt,
12:05dass er ja den empfohlen hat,
12:07den Anwalt.
12:08Und jetzt stelle ich schon
12:09gar keine Verdächtigungen auf,
12:11sondern ich glaube,
12:11jeder Zuseher kann eins
12:13und eins zusammenzählen
12:14und sich eine eigene Meinung bilden.
12:15So drei Dinge stehen da
12:17jetzt eigentlich alle im Raum,
12:18von denen sie sagen,
12:18denen muss man nachgehen.
12:20Da geht es erstens mal
12:20um die Vorwürfe an sich.
12:22Was hat es damit jetzt
12:23wirklich auf sich?
12:24Sind die begründet
12:25und in welchem Rahmen?
12:27Das Zweite ist,
12:28die Sache mit der Geschäftsordnung.
12:31Der Stiftungsrat,
12:32Vorsitzende und sein Stellvertreter
12:33haben mutmaßlich
12:34die nicht eingehalten.
12:35Und dann geht es noch
12:36um diesen Pensionsvertrag,
12:38diesen ominösen,
12:39der möglicherweise auch noch
12:40jetzt ein rechtliches Nachspiel hat.
12:41Sie sagen,
12:42da überall gehört Klarheit.
12:45Jetzt ist das natürlich,
12:46kann man sagen,
12:47auch irgendwo ein bisschen
12:47ein sehr schlechtes Sittenbild,
12:49das sich hier zeigt,
12:50weil der Eindruck,
12:51der entsteht,
12:51ist, dass es da
12:52eine Schlange in Gruppe gibt,
12:53sagen wir mal,
12:54wo einer dem anderen
12:54das Haxel stellt
12:55und andererseits Dinge
12:57nicht sehr transparent sind,
12:58gerade bei Gehältern.
13:00Glauben Sie,
13:00da muss sich etwas
13:01grundsätzlich ändern beim ORF?
13:02Es ist ein verheerendes Bild.
13:03Ich habe das gestern
13:04auch vor der Sitzung gesagt.
13:06Es geht hier nicht um
13:07ein paar kleine Imageprobleme
13:10irgendeines Obstandels,
13:11sondern es ist hier ein System,
13:13das gerade in sich zusammenbricht.
13:14Nämlich ein System
13:15von Rot und Schwarz,
13:16das sich im ORF eingenistet hat
13:18und das jetzt sozusagen
13:20am Ende seiner Zeit angekommen ist.
13:23Das heißt,
13:23hier braucht es jetzt
13:24einen Bautenschlag,
13:26eine Reform.
13:27Und ich hoffe,
13:29das ist meine Hoffnung,
13:30daher gestern auch meine Stimme
13:31für Ingrid Thurnherr.
13:33Wir haben ja gestern
13:34die Einstimmigkeit gewährt,
13:36weil ich der Meinung bin,
13:37erstens ist es fair,
13:38jemanden neu einen
13:39Vertrauensvorschuss zu geben,
13:40zweitens kennen wir sie
13:41und drittens, glaube ich,
13:43braucht sie die Rückenstärkung
13:44eines Stiftungsrates,
13:46da bin ich gerne dabei.
13:47Aber ich will jetzt auch
13:48Ergebnisse sehen
13:48und das hat sie uns gestern
13:50versprochen in der Sitzung,
13:52aber auch in den Medieninterviews,
13:54dass sie es heute angeht,
13:56heute die Ärmel aufkrempelt
13:57und sich die Fälle,
13:59die wir jetzt haben,
14:00alle ansieht,
14:01alle, die sie genannt haben
14:02und auch sehr rasch berichten wird,
14:05was ihre Konsequenzen ist.
14:06Also meiner Meinung nach
14:07muss es hier zu Suspendierungen kommen,
14:09meiner Meinung nach
14:10wird es hier zu Anzeigen kommen.
14:11Ich bin mir sicher,
14:12dass ein Teil
14:14vor den Strafgerichten landen
14:16wird,
14:16ein anderer Teil
14:16vor den Arbeitsgerichten.
14:18Ob das für den ORF
14:19alles gut ausgeht,
14:20weiß ich nicht.
14:22Es könnte nur sein,
14:23wenn es nicht gut ausgeht,
14:25zahlt das ja wieder
14:26der Gebührenzahler
14:26diese aufwendigen Verfahren.
14:28Das heißt,
14:28der ORF muss auch gut beraten sein,
14:30juristisch,
14:31dass er diese Verfahren
14:32auch gewinnt.
14:33Und wenn dann
14:33ein Stiftungsratsvorsitzender
14:35eine Amtsanmaßung begeht,
14:37in der man Dinge tut,
14:38die er nicht tun kann
14:39und möglicherweise
14:40hier die Tür aufmacht
14:41für Anspruchsstellen
14:44und Ansprüche
14:46des früheren Generaldirektors
14:48und der ORF
14:49die dann zahlen muss,
14:50dann werden wir
14:51uns am Stiftungsratsvorsitzenden
14:52natürlich schadlos halten,
14:53weil ich hafte mit meinem
14:56Privatvermögen
14:56als Stiftungsrat,
14:57alle Stiftungsräte,
14:58nur die Geschichte
14:59gehört dem Herrn Lederer
15:00und wenn die schief geht
15:01und wenn dem ORF
15:02ein Schaden entstanden ist,
15:03dann darf er
15:04zur Kasse gebeten werden
15:05und sicher nicht ich.
15:06Eine Sache noch
15:07zu diesem,
15:08sagen wir mal,
15:09nennen wir es mal
15:09einen Putsch.
15:10Wenn man einen Putsch macht,
15:12dann hat man normalerweise
15:12auch ein Ziel
15:13und sagt,
15:13ich weiß,
15:14was nachher kommen soll
15:15und wer nachher kommen soll.
15:17Glauben Sie,
15:17da gab es einen Plan,
15:19wer dem Herrn Weismann
15:20langfristig,
15:21nicht nur vorübergehend
15:22nachfolgen soll
15:23und glauben Sie,
15:23dieser Plan wird jetzt aufgehen?
15:25Das Schöne ist,
15:26dass wir jetzt Fristen haben
15:27und dass alles diese Antworten
15:28noch in diesem Jahr bekommen,
15:29weil es wird sie ja
15:31spätestens August,
15:32auch schon früher,
15:33es ist ja skurril,
15:34es gibt ja jetzt
15:35zwei Ausschreibungen,
15:37die sich zum Teil
15:37auch überlappen.
15:38Wir könnten,
15:40und das ist das nächste Chaos,
15:41in dem dieser ORF schlittert,
15:42unter Umständen
15:43ein Jahr erleben,
15:44wo der ORF
15:45in einem Jahr
15:45vier Generaldirektoren hatte.
15:47Also jetzt den Herrn Weismann,
15:50jetzt interimistisch
15:51die Fraturen her,
15:52dann wird dieser
15:52interimistische Job
15:55ausgeschrieben,
15:55weil er das muss.
15:57Das heißt,
15:58wir haben im Juni
15:59spätestens eine Wahl
16:00für die interimistische
16:02Generaldirektion.
16:03Da können sich aber
16:04alle schon bewerben,
16:05also wer will,
16:06kann sich jederzeit bewerben.
16:07Das heißt,
16:08da könnte der dritte
16:08Generaldirektor kommen
16:10und dann kommt erst
16:11die Wahl und Ausschreibung
16:13für den Generaldirektor
16:14der nächsten Periode
16:16ab 2027.
16:17Da könnte dann
16:17der Vierte kommen.
16:19Ich weiß nicht,
16:19was die Leute reitet,
16:20diesen ORF unbedingt
16:22lächerlich machen zu wollen.
16:23Ich verstehe nicht,
16:24warum er sich nicht
16:24verständigt hat
16:25auf ein Agreement
16:26im Stiftungsrat,
16:27das war mein Vorschlag,
16:28die Wahl vorzuverlegen
16:29und nur eine Wahl
16:30durchzuführen.
16:31So, das wäre es gewesen.
16:32Muss ich jetzt
16:33aus drei,
16:34zwei Ausschreibungen,
16:35zwei Wahlen,
16:36eine interimistische,
16:37wer kennt sie denn da noch aus?
16:39Also auch hier
16:40Dilettantismus pur,
16:42das hätte ganz anders
16:43laufen können,
16:44aber leider ist man
16:45zudem nicht bereit.
16:47Die Gehälter des ORF
16:48haben schon öfters
16:49in den vergangenen Jahren
16:49für Gesprächsstoff gesorgt.
16:52Sie sind bekanntlich
16:53zum Teil sehr üppig
16:54und es gibt den Vergleich
16:55zum Privatfernsehen
16:56und da merkt man halt
16:57doch deutliche Unterschiede.
16:59Was jetzt noch
17:00in Zukunft ist,
17:00wir haben eine Inflation,
17:01wir haben eine Wirtschaftsflaute
17:02und die Bevölkerung
17:03spürt das.
17:05Denken Sie,
17:05da muss sich jetzt
17:06beim ORF eigentlich
17:07etwas mehr ändern
17:09als nur ein bisschen was
17:10oder fehlt da
17:11Ihrer Meinung nach
17:12auch so etwas
17:12wie ein Problembewusstsein?
17:13Wissen Sie,
17:14was das Zauberwort ist?
17:15Bescheidenheit.
17:17Ich glaube,
17:17der ORF
17:18und seine Akteure
17:20müssen zurück
17:21zu einer gesunden
17:22Bescheidenheit,
17:22so wie viele Menschen
17:23in diesem Land leben,
17:24die sich derzeit
17:25nur schwer ihr Leben
17:26leisten können
17:27und das sind
17:27nicht nur arme,
17:29arbeitslose
17:29und mindereinkommensbezieher.
17:31Das geht im Moment
17:32in Österreich
17:33bis in den Mittelstand
17:34hinauf,
17:35dass sich Menschen
17:36aufgrund der Energiekosten
17:38zum Beispiel
17:38ihr Leben
17:39nicht mehr leisten können
17:40und die sehen
17:41alle jetzt
17:41ein Schauspiel,
17:42ein Sodom und Gomorra
17:44des öffentlich-rechtlichen
17:45Fernsehens,
17:46wo vorgeführt wird,
17:48dass dort Spitzenmanager
17:50unterwegs sind,
17:51die den Hals
17:51nicht vollbekommen.
17:53Wir werden in
17:54ungefähr zwei Wochen
17:55am 1. April
17:56zum dritten Mal
17:57gesetzlich vorgesehen,
17:58die Veröffentlichung
17:59des sogenannten
18:00Transparenzberichtes
18:01ORF erleben.
18:02Da muss ich die
18:02Frau Thun hier übrigens
18:03auch vorbereiten,
18:04weil das wird immer
18:05eine Woche dann
18:05durch alle Medien
18:06geschleift und diskutiert.
18:07Und dort werden wir
18:08zum dritten Mal sehen,
18:10dass eine Kaste
18:10von etwa 75,
18:1280 Mitarbeitern
18:14des ORF
18:14von 170.000 Euro
18:16im Jahr aufwärts
18:17bis zum Herrn Strobl
18:18an erster Stelle
18:19500.000 Euro verdienen.
18:21Das ist vorbei.
18:23Also wenn die Frau Thun hier
18:24da nicht sofort
18:25dem ein Ende setzt
18:26und das ist auch
18:27meine Suche,
18:28wenn man sie hier sofort,
18:29leider hat es der Herr Weißmann
18:31auch nicht zustande gebracht,
18:32ehrlicherweise,
18:33dafür habe ich ihn ja
18:34oft kritisiert,
18:35hier muss es zu einer
18:36neuen Bescheidenheit
18:37kommen und zu einer
18:38realen Einschätzung
18:40versteht niemand,
18:41dass ein ORF-Manager
18:42500.000 Euro
18:44im Jahr verdienen muss
18:44und 2,4 Millionen
18:46dann noch Pension
18:46nachgeworfen kriegt,
18:48sondern es muss
18:48eine neue Gehaltspyramide
18:50geben,
18:50wo die unterste Ebene
18:52von jetzt,
18:53der 170.000,
18:54zur obersten gemacht wird
18:55und alles andere
18:56untergeordnet wird.
18:57Das heißt,
18:58die Gehaltspyramide
18:59muss auf den Kopf
18:59gestellt werden
19:00und es muss
19:01zu realistischen
19:02Gehältern kommen.
19:03Vielleicht
19:06ändert sich
19:06dann auch was
19:07in der Einstellung
19:08zu Geld
19:09und zum Leben
19:10eines manchen
19:11ORF-Spitzenfunktionärs.
19:14Das ist ein Gehälter,
19:15das wir ja alle bezahlen
19:16mit der
19:18Pflichtgebühr
19:18und später noch
19:19mit den Steuern,
19:20wenn sie dann
19:21Pensionen kriegen.
19:22Ein anderes Thema,
19:23wo Sie immer auch
19:24drauf gepocht haben,
19:25ist das Thema
19:25überhaupt Transparenz
19:27und das betrifft jetzt
19:27nicht nur die Gehälter,
19:28sondern auch
19:29sagen wir mal
19:30Freundellwirtschaft.
19:31Da gibt es auch
19:33immer wieder Vorwürfe,
19:34auch beim Stiftungsrat
19:36hört man da manchmal,
19:37dass es da
19:38Allianzen gibt,
19:39die eine unschöne
19:40Optik machen.
19:41Also ich habe das
19:41ja gestern
19:42auch relativiert
19:44und es wurde
19:45diskutiert
19:45und meine Meinung
19:46zu dieser Sache
19:48ist ganz klar,
19:49es kann nicht sein,
19:51dass ein Stiftungsrat,
19:53in dem Fall sogar
19:54ein Stiftungsratsvorsitzender
19:55wie der Herr Lederer,
19:57bezahlt wird,
20:00dass er
20:01eine Organisation
20:02berät,
20:02ich sage es dazu,
20:03der zum Beispiel
20:03den österreichischen
20:04Skiverband,
20:05das hat er selbst
20:05zugegeben,
20:06dort Geld nimmt,
20:07bezahlt wird
20:08für seine Expertise
20:10oder für was auch immer,
20:11so genau wissen wir das nicht,
20:13gleichzeitig
20:14merkwürdigerweise
20:14während er
20:15vom ÖSV,
20:17vom österreichischen
20:17Skiverband bezahlt wird
20:18und das ist kein
20:19Vorwurf gegen den ÖSV,
20:21da können sie
20:21Berater und
20:22Vermittler nehmen,
20:23was sie wollen,
20:24aber ein
20:25Stiftungsratsvorsitzender
20:26des ORF
20:27berät gegen Geld,
20:28den österreichischen
20:29Skiverband
20:30und da muss man wissen,
20:31dass der ORF
20:32erst vor kurzem
20:34Rechte des österreichischen
20:36Skiverbandes
20:36um Millionen
20:37gekauft hat,
20:38also Übertragungsrechte
20:39zum Beispiel
20:40von Skierinnen,
20:41Markenrechte etc.
20:43Das ist unvereinbar.
20:44Es ist so eine Unglaublichkeit,
20:46dass ich
20:47allein die Idee,
20:48so etwas zu machen,
20:49wir werden jetzt
20:49sehr genau prüfen,
20:50ob es hier,
20:51es gilt die
20:51Unschuldsvermutung,
20:52auch strafrechtlich
20:53relevante
20:55Verdachtslagen gibt.
20:56Wenn ich
20:56Stiftungsrat,
20:57oberster Aufsichtsrat
20:58des ORF bin,
20:59dann kann ich mich
21:00nicht von einem
21:01Geschäftspartner
21:02des ORF
21:02bezahlen lassen
21:03für Beratung,
21:04wenn der ORF
21:05dort Millionen
21:06investiert.
21:07Und das ist nur
21:08ein Beispiel.
21:09Ich habe eine ganze
21:09Reihe von Beispielen,
21:11die ich jetzt nicht,
21:11die Zeit zu knapp,
21:12eine ganze Reihe von
21:14Beispielen von
21:15Produktionsfirmen,
21:16wo das ähnlich ist.
21:18Das heißt,
21:18wir steuern hier
21:19einen nächsten Skandal
21:20zu,
21:21der hier aufpoppt.
21:22Auch das wird sich
21:23die neue
21:24Generaldirektorin
21:24anschauen müssen.
21:25Ich habe schon einmal
21:26gesagt,
21:27ich sage es noch einmal,
21:27das ist das Kontrollorgan
21:29des ORF,
21:30der Stiftungsrat
21:31und das heißt,
21:31Herr Lederer müsste
21:32hier eigentlich dann
21:33sich selbst kontrollieren,
21:34kann man sagen.
21:34Ja, es ist ja
21:35völlig klar geregelt
21:36in der Geschäftsordnung.
21:37Wenn es Interessenskonflikte
21:38gibt,
21:39dann muss er das melden.
21:41Mir ist keine
21:42Meldung bekannt,
21:43aber mir ist bekannt
21:46geworden,
21:46dass die Konstellation
21:47so ist.
21:48Und das ist nicht
21:48die einzige Konstellation.
21:50Und jetzt nicht besser,
21:51aber wenn ich als
21:52Stiftungsratsvorsitzender
21:55mein Einkommen
21:57oder das seiner Firma
21:59damit aufbessere,
22:00dass ich Geschäftsbeziehungen
22:02mit Firmen habe
22:03oder Organisationen
22:04habe,
22:04mit denen
22:05der ORF
22:06auch Geschäftsbeziehungen
22:07hat
22:08und diese Firma
22:09natürlich,
22:10da fließt ja Geld
22:12und zwar
22:12Zwangsgebühren,
22:13Steuerzahlergeld,
22:15dann muss man sich
22:16diese Sache
22:16ganz genau anschauen,
22:17das werde ich machen.
22:19Abgesehen von den
22:19Strukturen des ORF,
22:21man fragt sich in Zeiten
22:22wie diesen,
22:22die anders sind
22:23als in den 50er Jahren,
22:24heißt er,
22:25in den Anfangsjahren
22:26des ORF,
22:27was ist Ihrer Meinung nach
22:29dann eigentlich
22:29die Aufgabe
22:30eines öffentlich-rechtlichen
22:31Senders,
22:32wofür bräuchte es ihn,
22:33erfüllt er diese Aufgabe
22:34oder übernimmt er auch
22:36Aufgaben,
22:36die er vielleicht
22:37dem Privaten
22:37überlassen sollte?
22:38Ich habe da eine andere
22:39Einstellung,
22:40also ja,
22:40ich bin für
22:41öffentlich-rechtliches
22:42Fernsehen,
22:42wir brauchen das,
22:44aber im Zuge
22:44des sehr gut
22:45Formulierten,
22:46noch von
22:46Gerd Bacher,
22:47ich kann mich noch
22:48erinnern,
22:48ich habe die Ehre
22:49gehabt,
22:49auch mit ihm
22:50über diese Dinge
22:50zu sprechen noch,
22:52da ist ganz klar
22:53geregelt,
22:53was da öffentlich-rechtlicher
22:54Auftrag ist,
22:55vom Bildungs-
22:56über den
22:56Kulturauftrag
22:57bis hin zur
22:58Information,
22:59zur politischen
23:00Information,
23:02unabhängig,
23:03ausgewogen,
23:03objektiv
23:04und das
23:05vermissen wir
23:06derzeit bei der
23:07Information des
23:07ORF und da bin ich
23:08nicht allein,
23:09das muss auch
23:11neu geregelt werden,
23:11der ORF leistet sich
23:12neun
23:13Chefredakteure,
23:14keiner weiß warum,
23:16der ORF leistet sich
23:16einen Stellvertreter,
23:17einen Chefredakteur,
23:18der keinen
23:19Chefredakteur hat,
23:19mit dem Herrn
23:20Armin Wolf,
23:21eine sonderbare
23:22Konstellation,
23:23warum wird das
23:23nicht repariert?
23:24Das heißt,
23:25es gibt auch hier
23:25Skurrilitäten,
23:26ich würde es aber
23:27anders andenken,
23:28ich bin ja der Meinung,
23:29dass wir in einem
23:30Land leben,
23:31wo Medien
23:32und zwar sowohl
23:33Print- als auch
23:34elektronische Medien
23:35sehr schwer oder
23:36gar nicht ohne
23:37öffentliche Förderung
23:38überhaupt überleben
23:38können und ich bin
23:39der Meinung als
23:40Demokrat,
23:42ja auch Österreich
23:42braucht Medien,
23:44braucht auch
23:44öffentlich-rechtlichen
23:45Content,
23:46aber wer diesen
23:47öffentlich-rechtlichen
23:48Content am Ende
23:49produziert,
23:50das ist nicht die
23:51Aufgabe zu entscheiden,
23:52dass das der Staat
23:53macht und das
23:54Monopol ORF,
23:55ein quasi Monopol,
23:57weil es als einziger
23:58Gebühren,
23:58Zwangsgebühren
23:59von 780
24:00Millionen einhebt
24:01und ohne diese
24:03Gebühren in Wahrheit
24:03nicht leben könnte,
24:04sind man sehr weg
24:05und alle anderen
24:06dürfen sozusagen
24:07am Hungertuch
24:08nageln,
24:09ja macht's
24:10und es wird
24:11überhaupt nicht
24:12berücksichtigt,
24:12dass in diesem Land
24:13es auch private
24:14Sender gibt,
24:15sehr viele,
24:16auch dieser ist einer,
24:17wo öffentlich-rechtliche
24:19Content in
24:20ausgezeichneter
24:21Art und Weise
24:21produziert wird
24:22und jetzt ist nicht
24:23zu verstehen,
24:24warum der ORF
24:25für öffentlich-rechtliche
24:25Content
24:26Förderung bekommt,
24:28aber die Privaten
24:29nicht daher.
24:30Anders denken,
24:31Haushaltsabgabe
24:32abschaffen,
24:33zu einer Budgetfinanzierung
24:35zu gehen,
24:35aber zu einer
24:37Budgetfinanzierung
24:37für alle.
24:38Das heißt,
24:39meine Idee
24:39wäre,
24:41man zum Beispiel
24:42kann es geben
24:42eine Medienmilliarde,
24:43die man zur Verfügung
24:44stellt,
24:45das muss dem Land
24:46öffentliche Meinung,
24:47Medien wert sein,
24:49das ist ja ein
24:50großer Berufszweig
24:51auch,
24:51der im Moment
24:52gerade gegen die Wand
24:53fährt,
24:53in den letzten Jahren
24:54sind tausende
24:55Mitarbeiter
24:56abgebaut worden,
24:57haben ihren Job
24:57verloren,
24:58da können wir
24:58nicht zuschauen.
24:59Das heißt,
25:00wir definieren
25:01einen gewissen
25:02Betrag,
25:02ob das jetzt
25:03500,
25:03700,
25:04ist egal,
25:04aber einen
25:05Betrag
25:06und der Staat
25:07sagt,
25:08mit diesem
25:08Betrag
25:09fördern wir
25:10öffentlich-rechtlichen
25:11Inhalt
25:12und dann werden
25:14Nachrichtensendern
25:14und Kulturberichterstattung
25:17in den privaten
25:18Sendern aber genauso
25:19mit diesem Betrag
25:20gefördert,
25:21wie die Programme
25:22des ORF.
25:23Und dann wird der ORF
25:23nicht immer 780
25:24Millionen kriegen,
25:25sondern 500
25:26Millionen wird damit
25:27auch leben müssen.
25:28Aber ich möchte
25:30immer dabei zuschauen,
25:31dass wir hervorragende
25:33Privatsender haben,
25:34die die öffentlichen
25:35rechtlichen Content
25:36erzeugen,
25:37aber durch die Finger
25:38schauen,
25:39weil es dem Staat
25:39wurscht ist.
25:41Ja,
25:42also die Privaten
25:43bekommen insgesamt,
25:43das hat sich ein Blogger
25:44ausgerechnet,
25:45Herr Lukas Ammann,
25:46ca. 30 Millionen Euro
25:47und der ORF
25:48fast 800 Millionen,
25:50also das ist
25:50eine Schieflage.
25:52Das ist eine Schieflage.
25:54Herr Westenthaler,
25:55vielen herzlichen Dank
25:56für das Kommen im Studio
25:56und Ihre Ausführungen.
25:57Wir bleiben dahinter
25:59und wir freuen uns,
26:00wenn wir mehr
26:01in der nächsten Zeit
26:02darüber wissen werden.
26:03Dankeschön.
26:03Sehr gerne,
26:04danke für die Einladung.
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