Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 1 Minute
Die Carrera-Werke in Fürth gehen auf die Blechspielwarenfabrik JNF (Josef Neuhierl Fürth) zurück, die 1920 von Josef Neuhierl gegründet wurde. Der Unternehmer begann in Nürnberg und siedelte später nach Fürth um, wo er vor allem Blechspielzeug wie Fahrzeuge und Militärmodelle produzierte.
Sein Sohn Dr. Hermann Neuhierl (promovierter Chemiker) übernahm das Familienunternehmen 1957 gemeinsam mit seiner Mutter Frieda. Inspiriert von einer Geschäftsreise in die USA und dem Konzept englischer Slotcar-Bahnen (wie Scalextric), entwickelte er eigene spurgebundene Autorennbahnen. 1963 brachte er zunächst das Modell „Avus“ auf den Markt und erwarb die Lizenz für den Markennamen Carrera (spanisch für „Rennen“, angelehnt an das berühmte Carrera Panamericana-Rennen). Noch im selben Jahr folgte die erste große Carrera-Autorennbahn „Carrera Universal“ im Maßstab 1:32.
Unter Hermann Neuhierls Führung wandelte sich das Unternehmen von der Blechspielzeug-Produktion zur Spezialisierung auf schienengebundene Spielwaren. 1972 wurde der Firmenname in Carrera-Spielwarenfabrik Neuhierl geändert. Die Bahnen eroberten weltweit die Kinderzimmer und machten Carrera zu einer Kultmarke des deutschen Spielzeugs. Der Erfolg endete tragisch: Hermann Neuhierl starb 1985 durch Suizid, worauf das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geriet und später den Besitzer wechselte.
Die Carrera-Werke stehen heute für eine fränkische Erfolgsgeschichte: Vom traditionellen Blechspielzeug der Vätergeneration zur innovativen Autorennbahn-Idee des Sohnes, die Millionen begeisterte.

Und heute ist "Carrera" einträglicher, als jemals zuvor - im Konglomerat der "Stadlbauer Gruppe" in Salzburg.
In Salzburg geplant, in Hongkong gefertigt, in München verwaltet - so könnte man das kurz anbringen

Kategorie

📚
Lernen
Kommentare

Empfohlen